Read the book: «Sozialpsychologie»

Der Autor
Prof. Dr. Tobias Greitemeyer ist Professor für Sozialpsychologie am Institut für Psychologie der Universität Innsbruck.
Tobias Greitemeyer
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2., erweiterte und aktualisierte Auflage 2022
Alle Rechte vorbehalten
© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Print:
ISBN 978-3-17-039480-3
E-Book-Formate:
pdf: ISBN 978-3-17-039481-0
epub: ISBN 978-3-17-039482-7
Inhalt
1 Danksagung
2 Geleitwort
3 1 Themen und Methoden der Sozialpsychologie
4 1.1 Was ist Sozialpsychologie?
5 1.2 Sozialpsychologie ist eine Wissenschaft
6 1.3 Methoden in der Sozialpsychologie
7 1.3.1 Beschreibende Methode
8 1.3.2 Korrelationsmethode
9 1.3.3 Experimentelle Methode
10 1.3.4 Mediations- und Moderationsanalyse
11 1.3.5 Metaanalyse
12 Zusammenfassung
13 Literaturempfehlungen
14 2 Das Selbst
15 2.1 Das Selbstkonzept
16 2.2 Selbstwert
17 2.2.1 Expliziter Selbstwert
18 2.2.2 Impliziter Selbstwert
19 2.3 Selbstregulation
20 Zusammenfassung
21 Literaturempfehlungen
22 3 Soziale Kognition
23 3.1 Wie Schemata unsere Wahrnehmung steuern
24 3.1.1 Erwartungskongruente Bewertung von Informationen
25 3.1.2 Positive Teststrategie
26 3.1.3 Sich selbst erfüllende Prophezeiungen
27 3.2 Wie Schemata automatisches Handeln beeinflussen
28 3.3 Urteilsheuristiken
29 Zusammenfassung
30 Literaturempfehlungen
31 4 Soziale Wahrnehmung
32 4.1 Eindrucksbildung
33 4.1.1 Priming
34 4.1.2 Reihenfolgeeffekte
35 4.1.3 Implizite Persönlichkeitstheorien
36 4.1.4 Bestätigung von Erwartungen
37 4.2 Attributionen (Ursachenzuschreibung)
38 4.2.1 Attributionstheorien
39 4.2.2 Attributionsverzerrungen
40 4.2.3 Attributionale Theorien
41 Zusammenfassung
42 Literaturempfehlungen
43 5 Einstellungen
44 5.1 Einstellungen: Definition, Messung und Entstehung
45 5.1.1 Definition
46 5.1.2 Messung
47 5.1.3 Entstehung
48 5.2 Einstellung und Verhalten
49 5.2.1 Einfluss von Einstellungen auf Verhalten
50 5.2.2 Theorie des geplanten Verhaltens
51 5.2.3 Einfluss von Verhalten auf Einstellungen
52 5.3 Einstellungsänderung
53 5.3.1 Die Quelle
54 5.3.2 Die Argumente
55 5.3.3 Der Empfänger
56 5.3.4 Wie und warum wirken Überzeugungsversuche?
57 Zusammenfassung
58 Literaturempfehlungen
59 6 Sozialer Einfluss
60 6.1 Arten sozialen Einflusses
61 6.1.1 Informationaler Einfluss
62 6.1.2 Normativer Einfluss
63 6.2 Einflussstrategien
64 6.3 Der Einfluss von Rollen
65 6.4 Konformität
66 6.4.1 Der Einfluss der Mehrheit
67 6.4.2 Der Einfluss der Minderheit
68 6.5 Gehorsam
69 6.5.1 Die Milgram-Experimente
70 6.5.2 Für und wider Konformität und Gehorsam
71 Zusammenfassung
72 Literaturempfehlungen
73 7 Vorurteile
74 7.1 Definitionen
75 7.2 Formen von Vorurteilen und Diskriminierung
76 7.3 Ursachen von Vorurteilen und Diskriminierung
77 7.3.1 Konflikte zwischen Gruppen
78 7.3.2 Kategorisierung in »Wir« und »Die«
79 7.4 Folgen der Stereotypisierung für die betroffene Person
80 7.4.1 Bestätigung der Stereotype
81 7.4.2 Bedrohung durch Stereotype
82 7.5 Gegenmaßnahmen
83 Zusammenfassung
84 Literaturempfehlungen
85 8 Gruppen
86 8.1 Individuelle Leistung in Anwesenheit anderer
87 8.2 Leistung Einzelner in Gruppen
88 8.2.1 Koordinationsverluste
89 8.2.2 Motivationsverluste
90 8.2.3 Motivationsgewinne
91 8.3 Gruppenleistung
92 8.4 Urteilen und Entscheiden in Gruppen
93 8.4.1 Hidden Profiles
94 8.4.2 Gruppendenken
95 8.4.3 Gruppenpolarisation
96 Zusammenfassung
97 Literaturempfehlungen
98 9 Interpersonelle Attraktion und Liebesbeziehungen
99 9.1 Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit
100 9.2 Interpersonelle Attraktion
101 9.2.1 Vertrautheit und Ähnlichkeit
102 9.2.2 Physische Attraktivität
103 9.3 Romantische Beziehungen
104 9.3.1 Partnerschaftspräferenzen
105 9.3.2 Theorien interpersonaler Attraktion
106 9.3.3 Liebesbeziehungen
107 Zusammenfassung
108 Literaturempfehlungen
109 10 Hilfeverhalten
110 10.1 Warum helfen wir?
111 10.1.1 Evolutionäre Erklärung hilfreichen Verhaltens
112 10.1.2 Sozialer Austausch
113 10.1.3 Empathie-Altruismus-Hypothese
114 10.2 Wann helfen wir?
115 10.2.1 Anzahl der Zuschauer (Bystander)
116 10.2.2 Rollenmodelle und Medieneinflüsse
117 10.2.3 Residentielle Mobilität
118 10.3 Wer hilft?
119 10.3.1 Gibt es eine altruistische Persönlichkeit?
120 10.3.2 Geschlechtsunterschiede
121 10.3.3 Religion
122 10.3.4 Stimmungseffekte
123 10.4 Wem wird geholfen?
124 10.4.1 Ähnlichkeit zwischen Helfer und hilfesuchender Person
125 10.4.2 Physische Attraktivität
126 10.4.3 Attribution
127 10.5 Wie kann man Hilfsbereitschaft erhöhen
128 Zusammenfassung
129 Literaturempfehlungen
130 11 Aggression
131 11.1 Situative Determinanten aggressiven Verhaltens
132 11.1.1 Warum verhalten sich Menschen aggressiv?
133 11.1.2 Wann verhalten sich Personen aggressiv?
134 11.2 Persönliche Determinanten aggressiven Verhaltens: Welche Personen sind aggressiver als andere?
135 11.2.1 Geschlecht
136 11.2.2 Feindseliger Attributionsstil
137 11.2.3 Ehrenkultur
138 11.3 Zusammenspiel von Person und Situation
139 11.4 Ein integrierendes Modell
140 11.5 Wie kann Aggression reduziert werden?
141 11.5.1 Dampf ablassen: Katharsis
142 11.5.2 Bestrafung
143 11.5.3 Ärgermanagement und Reattributionstrainings
144 11.5.4 Medienkonsum
145 Zusammenfassung
146 Literaturempfehlungen
147 Literatur
148 Stichwortverzeichnis
Danksagung
Ich danke ganz besonders herzlich meinem Vater, Manfred Greitemeyer, der alle Kapitel gründlich korrekturgelesen und mit vielen Anmerkungen und Tipps geholfen hat. Weiterhin danke ich den beiden Herausgebern, Maria von Salisch und Bernd Leplow, für die wertvollen inhaltlichen Hinweise. Schließlich möchte ich mich bei Ulrike Merkel und Kathrin Kastl für das gründliche Lektorat bedanken, das dem Buch den letzten Schliff gegeben hat.
Geleitwort
Erkenntnisse der Psychologie werden täglich in den Medien transportiert. Junge Erwachsene drängeln sich um einen Studienplatz in diesem Fach. Denn die meisten Fragen der Gesellschaft von Morgen sind nicht ohne die Vorgehensweisen und Ergebnisse dieser Wissenschaft des menschlichen Erlebens und Verhaltens zu beantworten. Großbaustellen wie die Bewältigung von Digitalisierung und Globalisierung (inklusive Pandemien) oder der gesellschaftliche Umbau in Richtung Nachhaltigkeit lassen sich im Grunde nur mit Erkenntnissen zu individuellen und sozialen Weisen des Erlebens, deren Entstehungsbedingungen und möglichen Verhaltensveränderungen von Einzelnen und Gruppen sinnvoll bearbeiten. Psychologie ist zugleich innerhalb der Wissenschaft – so eine Analyse der Zitiermuster in über 7000 natur- und sozialwissenschaftlichen Fachzeitschriften – eine von sieben »hub sciences«, welche die Debatte zur Gewinnung wissenschaftlicher Einsichten bereichert und enge Verbindungen zu Nachbardisziplinen wie Neurowissenschaft, Psychiatrie, Gerontologie und andere Gebiete der Medizin auf der einen, Gesundheitswissenschaft und Public Health auf der anderen, Bildungswissenschaft auf einer dritten sowie Kommunikationswissenschaft, Recht, Volkswirtschaft und weitere Sozialwissenschaften auf einer vierten Seite aufweist. Ein Psychologiestudium erleichtert folglich den Zugang zu den Diskursen innerhalb dieser Disziplinen.
Das Studium der Psychologie erfolgt in Bachelor- und Masterstudiengängen, die auf Modulen basieren. Diese sind in sich abgeschlossen und bauen aufeinander auf. Sie sind jeweils mit Lehr- und Lernzielen versehen und spezifizieren, welche Themen und Methoden in ihnen zu behandeln sind. Aus diesen Angaben leiten sich Art, Umfang und Thematik der Modulprüfungen ab. Die Bände der Reihe Grundriss der Psychologie konzentrieren sich auf das umgrenzte Lehrgebiet des Bachelorstudiums.
Da im Bachelorstudium die Grundlagen des psychologischen Fachwissens gelegt werden, ist es uns ein Anliegen, dass sich jeder Band der Reihe Grundriss der Psychologie ohne Rückgriff auf Wissen aus anderen Teilgebieten der Psychologie lesen lässt. Jeder Band der Grundrissreihe orientiert sich an einem der Module, welche die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) für die Psychologieausbildung ausgearbeitet hat. Damit steht den Studierenden ein breites Grundwissen zur Verfügung, welches die wichtigsten Gebiete aus dem vielfältigen Spektrum der Psychologie verlässlich abdeckt. Dieses ermöglicht nicht nur den Übergang auf den darauf aufbauenden Masterstudiengang der Psychologie, sondern auch eine erste Berufstätigkeit im psychologisch-assistierenden Bereich.
Zugleich können Angehörige anderer Berufe, in denen menschliches Verhalten und Erleben Entscheidungsabläufe beeinflusst, von einem fundierten Grundwissen in Psychologie profitieren. Die Bandbreite reicht vom Fachjournalismus und allen Medienberufen über den Erziehungs- und Gesundheitsbereich, die Wirtschaft mit Human Resources, Produktgestaltung, Marketing und diversen Managementprofilen bis hin zu Angehörigen des Justizsystems und Führungskräften in Politik, Polizei und Militär. Die wissenschaftliche Psychologie bietet insofern – bei ethisch vertretbarer Anwendung – Methoden und Erkenntnisse, über welche Menschen die Gesellschaft in positiver Weise verändern können. Daher können auch Studierende und Praktizierende aus anderen als den klassischen psychologischen Tätigkeitsfeldern vom Wissen eines Bachelors in Psychologie profitieren. Weil die einzelnen Bände so gestaltet sind, dass sie psychologisches Grundlagenwissen voraussetzungsfrei vermitteln, sind sie auch für Angehörige dieser Berufsgruppen geeignet.
Wir wünschen den Leserinnen und Lesern vielfältige Einsichten und Erfolge mit den Bänden der Reihe Grundriss der Psychologie.
Maria von Salisch
Bernd Leplow
1 Themen und Methoden der Sozialpsychologie
Inhalt
Die Sozialpsychologie ist eine empirische Wissenschaft, die das menschliche Erleben und Verhalten in sozialen Situationen untersucht. Sozialpsychologische Untersuchungen verwenden vor allem drei wissenschaftliche Methoden: die beschreibende, die korrelative und die experimentelle Methode. Vermittelnde Mechanismen werden durch Mediationsanalysen aufgeklärt. Moderationsanalysen untersuchen, bei welchen Personengruppen zwei Variablen unterschiedlich stark in Beziehung stehen. Mehrere zuvor durchgeführte Untersuchungen werden in Metaanalysen zusammengefasst.
1.1 Was ist Sozialpsychologie?
Führt das Spielen gewalttätiger Computerspiele zu nachfolgender Aggression im wirklichen Leben? Bevorzugt man einen Partner, der einem ähnelt oder der einen ergänzt? Sollten Entscheidungen durch Individuen oder Gruppen getroffen werden? Wie effektiv sind Warnhinweise auf Zigarettenschachteln wie »Rauchen tötet«, dass Raucher aufhören zu rauchen? Das alles sind Fragestellungen der Sozialpsychologie.
Als Sozialpsychologe beschäftigt man sich mit dem Erleben und Verhalten des Menschen in Abhängigkeit von anderen Menschen. Wieweit wird also menschliches Erleben und Verhalten durch die soziale Umwelt beeinflusst?
Definition
Sozialpsychologie ist der Versuch zu verstehen und zu erklären, wie Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen von Individuen beeinflusst werden durch vorgestellte oder tatsächlich anwesende andere Personen (Allport, 1954b).
Gegenstandsbereiche in der Sozialpsychologie sind weite Teile des menschlichen Miteinanders:
• Wie denken wir über uns und unsere Umwelt?
• Wieweit lassen wir uns von anderen beeinflussen?
• Benachteiligen wir andere Menschen aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit?
• Wie erfolgreich sind wir in der Zusammenarbeit mit anderen?
• Wann sind wir bereit, anderen zu helfen?
• Wann wollen wir anderen schaden?
1.2 Sozialpsychologie ist eine Wissenschaft
Anders als beispielsweise bei der Nanotechnologie oder der anorganischen Chemie sind alle Menschen mit den Themen der Sozialpsychologie gut vertraut. Betrachten wir die folgenden drei sozialpsychologischen Aussagen:
• Das Mitverfolgen eines Boxkampfes im Fernsehen vermindert nachfolgende eigene aggressive Impulse.
• Personen in schlechter (gegenüber neutraler) Stimmung sind weniger bereit, einer Person in Not zu helfen.
• Kinder, denen eine geringe Strafe angedroht wird, wenn sie mit einem verbotenen Spielzeug spielen, schätzen die Attraktivität des Spielzeugs höher ein als Kinder, denen eine hohe Strafe angedroht wird.
Alle diese Behauptungen sind für uns wenig überraschend. Deshalb wird oft angezweifelt, ob die Sozialpsychologie eine empirische Wissenschaft darstellt, da sie nichts anderes als Annahmen des »gesunden Menschenverstands« bestätigt.
Viele Ergebnisse sozialpsychologischer Untersuchungen hätte man sicherlich vorhersagen können, manche jedoch auch nicht, und oftmals überschätzt man rückblickend die Vorhersehbarkeit eines Ereignisses (Fischhoff, 1975). Betrachten wir noch einmal die oben genannten drei Aussagen. Tatsächlich sind sie alle falsch, und jeweils das genaue Gegenteil ist der Fall (Aronson & Carlsmith, 1963; Carlson & Miller, 1987; Philips, 1983).
Merke
Alltagsannahmen stellen sich nach wissenschaftlicher Überprüfung oft als falsch heraus.
Das menschliche Alltagswissen über Sozialverhalten und sozialen Einfluss ist nicht immer zutreffend und bedarf einer wissenschaftlichen Überprüfung. Dies leistet die Sozialpsychologie, die mithilfe geeigneter wissenschaftlicher Methoden ihre Vorhersagen einem kritischen Test unterzieht.
Merke
Im Gegensatz zum »gesunden Menschenverstand« verwendet die Sozialpsychologie wissenschaftliche Methoden, um ihre Vorhersagen zu überprüfen.
1.3 Methoden in der Sozialpsychologie
Um Vorhersagen zu überprüfen, ziehen Sozialpsychologen verschiedene wissenschaftliche Methoden heran. In Untersuchungen werden vor allem die beschreibende Methode, die Korrelationsmethode und die experimentelle Methode verwendet. Mediations- und Moderationsanalysen klären die vermittelnden Prozesse und bei welchen Personengruppen Effekte unterschiedlich stark auftreten. Eine zusammenfassende Analyse bereits durchgeführter Untersuchungen wird als Metaanalyse bezeichnet.
1.3.1 Beschreibende Methode
Eine Art, eine Vorhersage zu überprüfen, ist die Auftretenshäufigkeit eines bestimmten Phänomens zu beschreiben. Dies kann geschehen durch Beobachtungen, Fragebögen oder Archivstudien. Wie häufig tritt beispielsweise Aggression in der Schule auf?
• In einer Beobachtungsstudie würden beispielsweise ein oder mehrere trainierte Wissenschaftler das Verhalten von Kindern auf dem Schulhof beobachten und das gezeigte Verhalten anhand vorher festgelegter Kriterien kodieren.
• Fragebögen könnten an die Lehrer verteilt werden, um von ihnen Auskunft über aggressives Verhalten im Klassenzimmer zu erhalten.
• In einer Archivstudie werden offizielle Statistiken herangezogen, wie häufig z. B. Kinder aufgrund ihres Verhaltens in der Schule angezeigt werden.
1.3.2 Korrelationsmethode
Die beschreibende Methode kann zu interessanten Einsichten verhelfen. Sie kann allerdings keine Aussagen zu einem möglichen Zusammenhang zweier (oder mehrerer) Variablen treffen. Tritt beispielsweise Aggression in der Schule in manchen Jahreszeiten häufiger auf als in anderen? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Aussehen einer Person und der Häufigkeit, mit der ihr in Notsituationen geholfen wird? Hängt das Gehalt, das eine Person bekommt, von ihrem Selbstwert ab?
Solche Fragen kann man mithilfe der Korrelationsmethode beantworten. Wie auch bei der beschreibenden Methode können die Variablen durch Beobachtungen, Fragebögen oder Archivanalysen erfasst werden. Im Gegensatz zu der beschreibenden Methode können jedoch Aussagen über den Zusammenhang zwischen Variablen getroffen werden. Wenn man die Ausprägung einer Variablen kennt (z. B. wie gutaussehend eine Person ist), dann kann man eine bestimmte Vorhersage treffen, wie eine andere Variable (z. B. wie wahrscheinlich es ist, dass ihr in einer Notsituation geholfen wird) wahrscheinlich ausgeprägt ist.