Read the book: «Peep Show - Erotische Novelle»
Julie Jones
Peep Show - Erotische Novelle
Übersetzt
Kirsten Evers
Lust
Peep Show - Erotische Novelle ÜbersetztKirsten Evers Original Peep showCoverbild/ Illustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2020 Julie Jones und LUST All rights reserved ISBN: 9788726202489
1. Ebook-Auflage, 2020
Format: EPUB 3.0
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Sein Tag begann auf genau dieselbe Weise, wie jeder Tag in diesem Sommer bisher begonnen hatte. Er öffnete die Balkontüren - eine Tasse Kaffee in der einen Hand, eine Packung Kleenex in der anderen - trat hinaus an die frische Luft und wartete. Noch waren die Gardinen in der Wohnung gegenüber zugezogen, aber er wusste, dass es nicht mehr lange dauern konnte. Es war wie im Theater zu sitzen und darauf zu warten, dass sich der Vorhang endlich öffnete und das Schauspiel beginnen würde. Und was für ein Schauspiel! Der Kauf des leerstehenden Dachgeschosses über seiner Wohnung war wirklich eine seiner besseren Ideen gewesen. Zugegeben hatte er auf diese Weise eine luxuriöse neue Mastersuite für seine kleine Base in London gewonnen - was ihm bei einem eventuellen Verkauf mit Sicherheit eine Menge Gewinn einbringen würde (nicht, dass er das Geld brauchte, wohlgemerkt, aber er konnte es auch nicht leiden, Geld zu verlieren) - aber das war es nicht, was das Obergeschoss zu seinem neuen Lieblingsort machte. Oh nein. Was das Obergeschoss zu seinem neuen Lieblingsort machte, war die Tatsache, dass er einfach auf den Balkon heraustreten musste und sich nur ganz eben übers Geländer lehnen brauchte, um einen perfekten, nahezu ungehinderten Ausblick auf die gesamte Studio-Wohnung im Gebäude gegenüber zu genießen. Die Bewohnerin dieser Studio-Wohnung war nämlich das heißeste kleine Geschoss, das er jemals zu Gesicht bekommen hatte. Nun darf man nicht vergessen, dass er seit nunmehr 25 Jahren als erfolgreicher Schauspieler nicht gerade unbekannt war. In 25 Jahren im Business trifft man auf eine Menge schöner Frauen. Man fickt auch eine Menge dieser schönen Frauen. Eine Tatsache, für die er sich keinesfalls schämte. Tatsächlich war er so stolz auf diese Tatsache, dass er sie sogar in seiner Autobiografie erwähnt hatte. Seine Mutter hatte ihm damit gedroht, ihn bei nächster Gelegenheit übers Knie zu legen, nachdem sie diesen Absatz gelesen hatte, aber das legte keinen Dämpfer auf seinen Stolz. Er hatte keinen Spitznamen, fand aber "Stecher" ziemlich passend. Nick "der Stecher" Walker. Das klang doch nicht schlecht.
Lange musste er nicht warten, bevor die Gardinen ihm nicht länger die Sicht versperrten und er sie dastehen sah, splitterfasernackt und bildschön. Lange blonde Locken umrahmten ihr kleines Gesicht perfekt, fielen ihr über die Schultern und legten sich verspielt um ihre festen, runden Brüste mit den steifen Nippeln. Der bloße Anblick ihrer perfekten Titten ließ ihn steinhart werden. Eine Hand legte sich fest um das Balkongeländer, während die andere ohne Umschweife den Reißverschluss seiner Jeans öffnete. Er ließ seine Augen über ihren durchtrainierten und doch weiblich-kurvigen Körper schweifen - und erblickte ihre wunderbar glattrasierte - oder vielleicht gewachste, aus der Ferne war das schwer zu erkennen - Muschi. Er war schon immer ein großer Fan haarloser Frauen gewesen. Es war einfach massiv geil, ALLES sehen zu können. Mit der Zunge die violette, blutgefüllte, sanft pulsierende Klitoris zu schmecken, ohne Haare im Mund zu haben. Der Gedanke, es seiner Nachbarin auf diese Weise zu besorgen, machte ihn so an, dass er beinahe auf der Stelle gekommen wäre. Er schloss die Augen, schluckte schwer und dachte an Pferde. Er hasste Pferde. Der Gedanke an diese dämlichen Kreaturen hatte ihm schon das eine oder andere Mal aus einer vertrackten frühzeitigen Ejakulationssituation herausgeholfen. Heute schien das bewährte Wundermittel aber nicht den gewünschten Effekt zu erzielen. Immerhin fiel sein Puls ein wenig, und sein Herz schien nicht mehr darauf versessen, seinen Brustkorb zu sprengen und ihm aus Brust zu hüpfen. Wie ein gottverdammtes Alien. Traute er sich zu, die Augen zu öffnen? Traute er sich zu, sie nicht zu öffnen?
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