Read the book: «Glückwunsch, Schatz: Erika Lust-Erotik»
Cecilie Rosdahl
Glückwunsch, Schatz: Erika Lust-Erotik
Lust
Glückwunsch, Schatz: Erika Lust-Erotik ÜbersetzungJoachim Benthin Mortensen Original Tillykke, skatCopyright © 2018, 2019 Cecilie Rosdahl und LUST All rights reserved ISBN: 9788726023824
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach
Absprache mit LUST gestattet.
Glückwunsch, Schatz
Noch immer spüre ich seine Liebkosungen, die Bartstoppeln an meiner Haut. Mit ein paar Fingern taste ich, ob ich feucht bin. Stelle fest, dass ich das bin. Selbst in seiner Abwesenheit vermag er es, mein Geschlecht zum Leben zu erwecken. Es ist sein Geburtstag und ich möchte ihm gerne eine Überraschung geben, an die er sich lange erinnert.
Ich mache eine Sprachaufnahme, in der ich „Happy Birthday“ singe, die Marylin-Monroe-Version. Singe langsam, sexy und mit viel Luft in der Stimme.
Etwas später bekomme ich einen Smiley und ein „Danke“ zurück. Er schreibt: „Schickst du nicht auch ein Foto?“
Ich mache ein Selfie von meinen Brüsten und schicke es ihm zusammen mit einem Kusslippen-Emoji.
Er antwortet: „Wow, du machst mich so verdammt geil. Sitze im Zug.“
Ich spreize mit zwei Fingern meine Schamlippen, mache noch ein Bild und schicke es ihm. Meine Klitoris ist rot und geschwollen, nachdem ich mich selbst angefasst habe. Der Text: „Surprise“.
Er antwortet sofort: „Bekomme fast kein Blut in den Kopf, wenn du mich visuell so sehr stimulierst.“
Ich antworte darauf mit einem Herz-Emoji.
„Schickst du nicht eins, auf dem du deine Brüste zusammendrückst?“
Ich lege mich auf die Seite, damit sich meine Brüste zusammendrücken. Mache ein Foto und schicke es ihm.
„Sag, wenn du etwas als Belohnung haben möchtest.“
„Zwei geöffnete Hemdknöpfe“, schreibe ich und rieche an seinem T-Shirt, das im Bett liegt und nach ihm duftet.
„Wenn ich in meinem Büro bin“, antwortet er.
Ich drücke auf „Snooze“ und bleibe noch etwas unter der Decke. Ich fasse um meine Brüste und nehme die eine Brustwarze in den Mund. Stelle mir seinen Mund und seine Zunge vor, wie sie mit ihr spielen. Ich arbeite heute von zu Hause aus, also muss ich die Wohnung nicht verlassen. Nutze die Chance um mich zu entspannen, lasse mir Zeit und genieße meine Fantasie in aller Ruhe.
Drücke noch ein weiteres Mal die Snooze-Taste.
Dann bekomme ich ein Foto. Er hat ein blaues Hemd an und die obersten Knöpfe geöffnet, sodass seine behaarte Brust zum Vorschein kommt. Er ist so maskulin und rau und außerdem steht ihm das blaue Hemd fantastisch.
„Es ist gut, dass ich alleine hier im Büro bin. Ich bin ganz hart“, schreibt er.
„Darf ich sehen?“
Er schickt mir jetzt ein Bild seines steifen Schwanzes in Boxershorts.
Er sieht groß aus auf dem Schirm und führt dazu, dass ich mich danach sehne ihn zu spüren.
„Spielst du mit dir selbst?“, frage ich.
„Nein, spare das für dich auf.“
„Freue mich“, schreibe ich.
Ich stecke mein Haar hoch und hole die Zutaten für eine Geburtstagstorte mit Ananas, Makronen und Marzipandecke hervor.
Ananas bewirkt, im Gegensatz zu zum Beispiel Spargel, dass er gut schmeckt, wenn ich ihm einen blase. Es darf gerne gut schmecken, wenn ich schlucke. Ich richte die Ananascreme und Makronen Schichtweise an und stelle die Torte kühl. Strecke mich und gehe ins Badezimmer.
Ich fülle die Badewanne mit Wasser. Auf dem Rand steht eine Muschel mit Badekugeln. Ich gebe ein paar Rosa Kugeln ins Wasser. Sie duften wie Heckenrosen an einem warmen Sommertag, reizen die Sinne und heben die Stimmung. Ich starte die Playlist auf meinem Handy und lege es in den Flur, damit es kein Wasser abbekommt. Höre den neuen Song „Perfect“ von Ed Sheeran und Beyoncé. Ihre Stimmen schwingen wundervoll im Duett. Ich singe mit, während ich mir vorstelle wie seine und meine Stimme zusammenfließen. Ich nehme den Rasierer und rasiere meine Beine, eins nach dem anderen. Rasiere mich auch unter den Armen und untenrum, während ich das Balsam im Haar wirken lasse.
Spiele mit dem Duschkopf unter Wasser und fasse mich selbst an, während „Perfect“ ausklingt und ein neuer Song folgt. Ich kann meine Reflexion im Spiegel sehen. Meine Brustwarzen werden hart, wenn ich sie anfasse und mir vorstelle, dass meine Hände die seinen sind. Auch wenn meine Hände nicht groß genug sind und es auch nicht so gut machen, wie seine es tun.
Ich lasse den Duschkopf warm über meine nackte Haut wandern, die Augen geschlossen, mich selbst anfassend. Stelle mir vor, dass ich schon da bin – mit ihm zusammen. Höre, wie seine Stimme den Raum füllt. Seine Liebkosungen auf meiner Haut. Wie er zwischen sanftem Streicheln und härterem Greifen variiert. Ich mag es, wenn er mich anpackt. Dass ich spüren kann, dass er mich will. Die Stärke in seinen Armen, die darauf insistiert mich zu nehmen.
Anschließend trockne ich mich mit einem neuen Badehandtuch ab. Es ist weich und dick und fühlt sich gut auf der Haut an. Ich reibe mich von Kopf bis Fuß mit Lotion ein und tupfe mich untenrum mit Creme ein.
Ziehe ein Unterkleid an und gehe in die Küche.
Die Torte ist nun abgekühlt. Ich nehme sie aus dem Kühlschrank und rolle Marzipan mit Akazienhonig aus. Ich decke die Torte ein. Zuletzt raspele ich, als Dekoration, weiße Schokolade über die Torte und lege drei pinke Zuckerblumen, die ich zuvor gekauft hatte, auf die Torte. Als Kontrast noch ein paar frische Minzblätter. Mache ein Foto und poste es bei Facebook. Meine Freundinnen liken es mit Herzen und Blumen.
Es klingelt an der Tür. Ich erwarte niemanden und nehme den Hörer ab. Die Stimme sagt, es sei ein Paket. Ich lasse den Postboten hinein. Habe einen Morgenmantel angezogen.
Ich unterschreibe mit einem Finger auf dem Schirm. Der Postbote schaut auf meine Brüste. Ich hatte es nicht geschafft den Morgenmantel komplett zu schließen.
Auf dem Paket steht nicht, von wem es ist.
The free sample has ended.