Read the book: «Mystische Pfade Schwäbischen Alb: 35 Wanderungen auf den Spuren von Mythen und Sagen»

Beim Aussichtsfelsen Rauher Stein liegt uns das Obere Donautal malerisch zu Füßen. (TOUR 33)
Annette und Lars Freudenthal
Mystische Pfade
SCHWÄBISCHE ALB
35 Wanderungen auf den Spuren
von Mythen und Sagen
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de

Inhalt
Vorwort
Einleitung
DIE TOUREN
Östliches Albvorland
1Rosenstein2.00
Von den Eiszeitjägern über die Kelten bis zum Schlossberg
2Rund um den Nägelberg3.30–4.30 Std.
Über die Teufelsklinge zum Himmelreich
3Beutental-Rundweg2.30–3.00 Std.
Lockere Tour beim Wäscherschloss
4Hohenstaufen3.30–4.30 Std
Zentrum einer Kaiserdynastie
5Hohenrechberg1.15–1.45 Std
Aufstieg über den Rittersteig
6Messelberg3.00 Std.
Pfade zwischen Rötelstein und Messel
Mittlere Kuppenalb von Geislingen an der Steige bis Lichtenstein
7Felsenrunde bei Bad Überkingen4.30–5.00 Std.
Geologisches Fenster Hausener Wand
8Ostlandkreuz von Geislingen1.30 Std.
Tausche Höhenmeter gegen Tiroler Fels
9Burgruine Helfenstein1.30 Std.
Aussichten über die Fünf-Täler-Stadt
10Ave-Weg Deggingen2.45–3.15 Std.
Kleine Wallfahrt am Filser Albtrauf
11Bad Ditzenbach und Hiltenburg3.30–4.30 Std.
Auf der Höhenrunde der Löwen
12Boßler-Steig4.30–5.30 Std.
Schicksalsberg der Flieger
13Reußenstein und Schertelshöhle6.00 Std.
Einmal Schwäbische Alb bunt gemischt
14Randecker Maar5.00–6.00 Std.
Thronzeuge des Schwäbischen Vulkans
15Ruine Teck und Breitenstein4.00–4.30 Std.
Burgen, Höhlen und Felskanzeln über Bissingen
16Bassgeige und Burg Hohenneuffen4.00–5.00 Std.
Kelten und Burgen bei Beuren
17Hohenurachsteig2.30 Std.

Aufstieg über die Hanner Felsen
18Hohenwittlingensteig3.00 Std.
Kaiserliche Ergänzung zur Ruine Hohenwittlingen
19Seeburgsteig Bad Urach2.30–3.00 Std.
Wacholderflächen über dem Ermstal
20Schloss Lichtenstein3.30–4.00 Std.
Von der Nebelhöhle zum Märchenschloss
Mittlere Flächenalb von Blaubeuren bis zum Großen Lautertal
21Blautopf Blaubeuren2.30–3.00 Std.
Eine Perle der Schwäbischen Alb
22Eiszeitjägerpfad Blaubeuren2.00–3.30 Std.
Felsenlabyrinth versus Geißenklösterle
23Derneck und Hohengundelfingen2.45 Std.
Burgendoppel im Großen Lautertal
24Gerberhöhle und Ruine Wartstein3.30–4.00 Std.
Kunterbunt durchs Große Lautertal
25Auf dem Burgfelsenpfad2.30 Std.

Ehemaliges Burgentrio im Großen Lautertal
Hohe Schwabenalb und Oberes Donautal
26Hohenzollernrunde2.30 Std.
Das Märchenschloss von Friedrich Wilhelm IV.
27Zu den Ruinen von Burladingen3.30 Std.
Über das Titusenköpfle zur Hohenringingen
28Auf dem Felsenmeersteig5.00–6.00 Std.
Böllat, Mammutbäume und Schalksburg
29Schlossfelsenpfad Albstadt5.00 Std.
Über den Rossberg zu bizarren Felsschönheiten
30Hörnle und Lochenstein3.00–4.00 Std.
Höhen über dem Eyachtal
31Hossinger Hochalb5.00–6.00 Std.
Kelten auf dem Gräbelesberg und Heuwiesen
32Auf dem Klippeneck-Steig2.45–3.15 Std.
Dreifaltigkeitsberg, Klippeneck und Nothelfer
33Beuron und Burg Wildenstein4.30–5.30 Std.
Vom Kloster über den Eichfelsen zur Burg
34Ruine Dietfurt und Donaufelsengarten4.30–5.30 Std.
Über das Teufelsloch auf den Rabenfelsen
35Auf dem Kloster-Felsenweg4.30–5.30 Std.

Fürstliche Anlagen Inzigkofen
Bruckmanns Tourenfinder
PS:
Register
Impressum

Der Rundweg Beutental führt an pittoresken Fachwerkhäusern vorbei. (TOUR 3)

Unterhalb der Hohenrechberg wandern wir wie in einem Bilderbuch. (TOUR 5)

Lange Zeit war die Ruine Helfenstein unter dem Wald verborgen. (TOUR 9)

2007 feierte der Schwäbische Albverein 100 Jahre Alb-Nordrand-Weg. (TOUR 15)

Die Burg Hohenurach bildet das herausragende Ziel auf dem gleichnamigen Grafensteig. (TOUR 17)

Um den Blautopf rankt sich Eduard Mörikes Sage der schönen Lau. (TOUR 21)

Blick in die Nothelferkapelle (TOUR 32)

Das Schloss Lichtenstein wurde aus einem Märchenbuch an den Felsrand oberhalb der Echaz gesetzt. (TOUR 20)

Bei der Burg Reußenstein lernen wir die Geschichte vom Riesen Heim kennen. (TOUR 13)
TOUREN-ÜBERBLICK
| Leicht |
| 3 | Beutental-Rundweg |
| Mittel |
| 1 | Rosenstein |
| 2 | Rund um den Nägelberg |
| 4 | Hohenstaufen |
| 5 | Hohenrechberg |
| 6 | Messelberg |
| 7 | Felsenrunde bei Bad Überkingen |
| 8 | Ostlandkreuz von Geislingen |
| 9 | Burgruine Helfenstein |
| 10 | Ave-Weg Deggingen |
| 11 | Bad Ditzenbach und Hiltenburg |
| 12 | Boßler-Steig |
| 14 | Randecker Maar |
| 16 | Bassgeige und Burg Hohenneuffen |
| 19 | Seeburgsteig Bad Urach |
| 20 | Schloss Lichtenstein |
| 21 | Blautopf Blaubeuren |
| 22 | Eiszeitjägerpfad Blaubeuren |
| 23 | Derneck und Hohengundelfingen |
| 26 | Hohenzollernrunde |
| 27 | Zu den Ruinen von Burladingen |
| 29 | Schlossfelsenpfad Albstadt |
| 31 | Hossinger Hochalb |
| 32 | Auf dem Klippeneck-Steig |
| Mittel bis schwer |
| 17 | Hohenurachsteig |
| 25 | Auf dem Burgfelsenpfad |
| 35 | Auf dem Kloster-Felsenweg |
| Schwer |
| 13 | Reußenstein und Schertelshöhle |
| 15 | Ruine Teck und Breitenstein |
| 18 | Hohenwittlingensteig |
| 24 | Gerberhöhle und Ruine Wartstein |
| 28 | Auf dem Felsenmeersteig |
| 30 | Hörnle und Lochenstein |
| 33 | Beuron und Burg Wildenstein |
| 34 | Ruine Dietfurt und Donaufelsengarten |
PIKTOGRAMME ERLEICHTERN DEN ÜBERBLICK
| Leicht |
| Mittel |
| Schwer |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
| mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar |
ZEICHENERKLÄRUNG ZU DEN TOURENKARTEN
| Wandertour mit Lawfrichtung |
| Tourenvariante |
| Ausgangs-/ Endpunkt der Tour |
| Wegpunkt |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |
Vorwort
Die »Mystischen Pfade Schwäbische Alb« sind bereits unser dritter Wanderführer, bei dem wir uns auf die Spuren von Sagen und Geschichten begeben. Wie schon im Schwarzwald und im Elsass war bereits die Recherche ein spannendes Abenteuer, bei dem uns die Alb immer wieder aufs Neue überraschte. Anstelle des sehr einfachen Bilds aus dem Schulunterricht, nach dem die Schwäbische Alb eine große Stufe mit wenigen Zeugenbergen davor bildet, rückte eine vielfältig gegliederte Landschaft, die mit unzähligen Windungen am Albtrauf, tief eingeschnittenen Tälern, vor allem aber einem Reichtum an Geschichte und Legenden begeistert.
Zusammen mit den Höhlen und Felskanzeln, Burgen und Schlössern stellte uns die Alb das dritte Mal vor die Frage: Welche Geschichte, welche Begebenheit, welch bitterem Schicksal gehen wir nach, und was lassen wir außen vor? Als Lösung haben wir auf einige Ecken und Begebenheiten verzichtet, die auch ohne dieses Buch gefunden werden oder bekannt sind. Stattdessen begleiten wir Sie an einige Orte, die abseits der ausgetretenen Wanderwege liegen. Darunter finden sich dann auch mehrere Plätze, die wir zu Beginn unserer Recherchen selbst nicht gekannt hatten.
Allen voran sind dies die sagenumwobenen Burgen entlang der Großen Lauter, am Albtrauf und im Oberen Donautal sowie die hoch über dem Tal liegenden Felsen der Hohen Schwabenalb und Mittleren Kuppenalb. Ist es beim Blautopf das unergründliche Wasser, das die Fantasie der Menschen anregt, so ist es bei der Hauserner Wand, dem Felsenmeer oberhalb Albstadt oder der Wolfsschlucht nahe Bad Urach der Zauber der Natur selbst, der einen in Atem hält und herrliche Wandermomente beschert.
Daneben sind es die Geschichten, welche von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden und die uns auf Schritt und Tritt begleiten. Besonders verdient haben sich hier Eduard Mörike, selbst ein passionierter Alb-Wanderer, mit der Sage der »Schönen Lau«, Wilhelm Hauff mit einer Vielzahl an Märchen und Romanen und der Naturwissenschaftler David Friedrich Weinland mit »Rulaman« gemacht. Zuletzt führen wir Sie auch auf der Schwäbischen Alb auf Felskanzeln und durch Täler, zu denen es vielleicht nichts großartig zu erzählen gibt – die aber so idyllisch sind, dass man sie unbedingt erlebt haben sollte.
Viel Freude beim Wandern wünschen
Annette und Lars Freudenthal

Nahe dem Rabenfelsen streift der Blick entlang urzeitlicher Kieselschwamm-Riffe über das Obere Donautal. (TOUR 34)
Einleitung
Die Schwäbische Alb zählt zu den wenigen Mittelgebirgen in Deutschland, die schon sehr früh besiedelt wurden. Insbesondere Grabungen in Höhlen wie dem Geißenklösterle im Achtal oder am Rosenstein bei Heuberg förderten zahlreiche Spuren von eiszeitlichen Jägern und Sammlern zutage. Nach der Steinzeit entstanden während der Bronze- und Hallstattzeit zahlreiche Grabhügel. Auf Hochflächen, die nur über einen schmalen Zugang mit dem Albmassiv verbunden sind, errichteten die Kelten Oppida, die sie mit Wällen und Zangentoren gegen Eindringlinge schützten. Ein solcher Durchlass wurde am Übergang der Bassgeige zur Burg Hohenneuffen in Teilen rekonstruiert.
Zur Zeit der Römer bildete der Alblimes im 1. Jahrhundert n. Chr. die Reichsgrenze. Den Römern folgten die Alemannen, welche zahlreiche Dörfer und Siedlungen gründeten. Im Mittelalter, besonders ab dem 11. Jahrhundert, begann schließlich die Blütezeit der Burgen. Sowohl die Staufer als auch die Hohenzollern hatten hier ihr Machtzentrum und lenkten vom Schwäbischen aus ihre großen Reiche.
Im Kontrast dazu steht das karge Leben auf der rauen Alb. »Viele Steine gab's und wenig Brot«, brachte der Dichter Ludwig Uhland das von Entbehrungen geprägte Leben der einfachen Menschen auf den Punkt. Entsprechend groß war der Traum vom Reichtum – ob durch ein großzügiges Geschenk durch den Riesen Heim oder durch die Unterstützung kleiner Erdleutlein, welche den Dorfbewohnern bei der Arbeit halfen. Andere Erzählungen enden tragisch, sodass man doch wieder auf sich selbst angewiesen ist. So ist es nur gerecht, dass auch wir als Wanderer die Alb und ihre mystischen, idyllischen oder auch einfach nur traumhaft schönen Gegenden aus eigener Kraft erkunden. Immerhin: Um die Rückkehr zum Ausgangspunkt brauchen wir uns keine Gedanken zu machen. Denn alle 35 Touren haben wir so angelegt, dass wir am Ende wieder dort ankommen, wo wir die Wanderung begonnen haben.

Der auch als Silberstrich bekannte Kaisermantel ist noch häufig am Lochenstein anzutreffen. (TOUR 30)