Read the book: «Die ultimative FRITZ!Box Bibel - Das Praxisbuch 2. aktualisierte Auflage - mit vielen Insider Tipps und Tricks - komplett in Farbe»

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© 2019 by Markt+Technik Verlag GmbH
Espenpark 1a
90559 Burgthann
Produktmanagement Christian Braun, Burkhardt Lühr
Herstellung Jutta Brunemann
Korrektorat Petra Heubach-Erdmann
Covergestaltung David Haberkamp
Coverfotos © AVM GmbH; jackfrog – adobe.stock.com
Vorwort
In vielen Haushalten versieht eine FRITZ!Box ihren Dienst als Kommunikationszentrale. Das kommt nicht von ungefähr, denn die kleinen Kästchen haben sich im Laufe der Jahre einen guten Ruf erarbeitet. Sie bringen zuverlässig Internet ins Haus, spannen Drahtlosnetzwerke für Smartphones und Tablets auf und übernehmen gern auch die Rolle einer Telefonzentrale.
Darüber hinaus bietet Ihre FRITZ!Box aber auch eine Vielzahl von praktischen, hilfreichen und/oder komfortablen Zusatzfunktionen. Sie kann beispielsweise als Anrufbeantworter und Faxempfänger, als Netzwerkspeicher, als Server für Musik und Videos, als Babyfon, zum gemeinsamen Nutzen von USB-Geräten, zum Hören von Internetradio bzw. Podcasts an den verbundenen Mobilteilen und sogar zum Steuern von Licht und Heizung in Ihrem Haushalt genutzt werden.
Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie Ihre FRITZ!Box nicht nur schnell und optimal einrichten, wie Sie Ihr WLAN ohne Risiken konfigurieren und zuverlässig telefonieren können. Es macht Sie auch mit den zahlreichen Zusatzfunktionen vertraut, die man – einmal perfekt eingerichtet – schnell zu schätzen lernt und nicht mehr missen möchte. Aber auch die Absicherung der FRITZ!Box gegen Hacker und Sicherheitslücken kommt nicht zu kurz. Dabei werden auch die neuesten Funktionen von Fritz!OS 7.1x berücksichtigt, die AVM für immer mehr Modelle bereitstellt.
In meinem Blog unter www.gieseke-buch.de informiere ich über aktuelle Entwicklungen und stelle spannende neue Anwendungsmöglichkeiten vor. Er dient als ständige Aktualisierung und Ergänzung meiner Bücher. Ebenso können Sie hier mit mir in Kontakt treten, um Ihre Fragen oder Anregungen loszuwerden.
Jetzt wünsche ich aber erst mal viel Spaß und viele hilfreiche Erkenntnisse beim Lesen dieses Buches und beim Entdecken der Möglichkeiten Ihrer FRITZ!Box.

Wolfram Gieseke
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Ihre FRITZ!Box – Überblick und schnelles Einrichten
1.1 Lernen Sie Ihre FRITZ!Box kennen
Anschlüsse
Tasten
Kontrollleuchten
Lieferumfang
Exkurs: Unterschiede zwischen den FRITZ!Box-Modellen
Der optimale Standort für Ihre FRITZ!Box
Die FRITZ!Box anschließen
1.2 Vorbereitung zur Ersteinrichtung
PC per Netzwerkkabel anschließen
Mobilgeräte per WLAN verbinden
Der Assistent für den Internetzugang
1.3 Die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box
Die Übersichtsseite
Das Hilfsmenü der Weboberfläche
Der sichere Zugang zur FRITZ!Box
Assistenten für wichtige Einstellungen
Die erweiterte Ansicht für volle Kontrolle
1.4 Die FRITZ!Box mit dem Internet verbinden
Internetzugang per (V)DSL-Anschluss
Internetzugang per Kabelanschluss
Internet per Glasfaser
Internet per LTE-Mobilfunk
Internet von einem externen Modem
Internetzugang über einen Router
Internetzugang per WLAN
Internetzugang per USB-Mobilfunkstick
Detaillierte Verbindungseinstellungen
Die FRITZ!Box am IPv6-Anschluss
2. WLAN sicher und problemlos betreiben
2.1 Ein eigenes WLAN-Netzwerk einrichten
Eigener Name für das Drahtlosnetzwerk
Kennwort und Verschlüsselung optimal wählen
Zugangssteuerung per MAC-Adresse
Funkkanäle und Frequenzen – Theorie und Praxis
Drahtlosnetzwerk nur bei Bedarf nutzen
Das WLAN nach Zeitplan ein- und ausschalten
2.2 Mobilgeräte mit dem WLAN verbinden
WLAN-Zugang bei Windows konfigurieren
WLAN-Zugang bei Android-Geräten
WLAN-Zugang bei Apple-Geräten mit iOS
Geräte mit WPS per Tastendruck verbinden
Stick & Surf für FRITZ!WLAN-USB-Sticks
2.3 Die WLAN-Reichweite vergrößern
Ist-Situation analysieren
Aufstellort optimieren
Die FRITZ!Box mit Repeatern ergänzen
Eine ältere FRITZ!Box im Repeater-Modus betreiben
WLAN-Mesh
FRITZ!Box-Reichweite mit externen Antennen erhöhen
2.4 Gäste-WLAN für Mitsurfer ohne Risiko
Privates Gäste-WLAN einrichten
Einen öffentlichen Hotspot einrichten
Das Gäste-WLAN komfortabel steuern
QR-Code für schnelles, unkompliziertes Anmelden ausdrucken
Besuchergeräte per WPS ins Gäste-WLAN lassen
Den Gästezugang mit Filterregeln flexibel steuern
3. Internet ohne Risiko
3.1 PCs und andere Geräte per Netzwerkkabel anschließen
Netzwerkkabel direkt an die FRITZ!Box anschließen
Netzwerk per DHCP automatisch konfigurieren
Interneteinstellungen der Endgeräte manuell einrichten
Prägnante Namen für eigene Geräte festlegen
Die Geräte im Netzwerk verwalten
Das lokale Netzwerk durch Switches erweitern
Netzwerklücken per Powerline-Adapter schließen
Spezialfall: Gastzugang am LAN-4-Anschluss
3.2 Internetzugriffe kontrollieren und begrenzen
Eigene DNS-Server einstellen
Zeitkritische Anwendungen priorisieren
Den Zugriff mit Listen steuern
Extra-Schutz mit dem Stealth-Modus
Direkte Kontrolle mit dem Online-Monitor
3.3 Mit MyFRITZ! von unterwegs auf das Heimnetz zugreifen
MyFRITZ!-Konto anlegen und verbinden
MyFRITZ!-Funktionen nutzen
Die MyFRITZ!-App für Smartphones & Tablets
3.4 Zugang aus dem Internet auf das Heimnetzwerk
Einwählzugänge per DynDNS erreichbar machen
Ports freigeben und Geräten zuweisen
Ein Gerät komplett für den Zugriff freigeben
Sicherheitsfalle UPnP
Sicherer FRITZ!Box-Zugriff per HTTPS und FTPS
Von unterwegs per VPN ins Heimnetz einwählen
3.5 Kindersicherung für Nachwuchssurfer
Altersgerechte Zugangsprofile anlegen
Geräten vordefinierte Zugangsprofile zuweisen
4. Heimnetzwerk mit allen Funktionen nutzen
4.1 Benutzerverwaltung für lokale Dienste
Weitere Benutzer einrichten
Zugriffsrechte für Benutzer festlegen
4.2 Netzwerkspeicher mit FRITZ!NAS bereitstellen
USB-Speicher an die FRITZ!Box anschließen
FRITZ!NAS einrichten und absichern
Auf den Netzwerkspeicher zugreifen
Dateien für andere freigeben
Energiesparfunktionen für USB-Festplatten
4.3 Weitere Nutzungsmöglichkeiten für USB-Anschlüsse
USB-Drucker und -Scanner an die FRITZ!Box anschließen
Programm für den USB-Fernanschluss installieren
Geräte per Fernzugriff am PC nutzen
4.4 Medienserver für Musik und Videos
Den Mediaserver der FRITZ!Box aktivieren
Auf gespeicherte Medien zugreifen
4.5 Internetdienste per Mobilteil nutzen
Neue E-Mails am Mobilteil lesen und senden
RSS-Nachrichten am Telefon lesen
Internetradio und Podcasts hören
Musik vom Mediaplayer abspielen
Webcam-Bilder am Mobiltelefon anschauen
4.6 Fernsehen über das Heimnetzwerk
5. Telefonie zuverlässig und komfortabel
5.1 FRITZ!Box mit dem Telefonnetz verbinden
FRITZ!Box an Telefonanschluss oder TK-Anlage
IP-Telefonnummern einrichten
Mobilfunknummern einrichten
Rufnummern kontrollieren und verwalten
5.2 Telefone mit der FRITZ!Box verbinden
Telefone und Faxgeräte an analogen Anschlüssen
DECT-Mobilteile an der FRITZ!Box verwenden
ISDN-Geräte anschließen
IP-Telefone für die FRITZ!Box konfigurieren
Das Smartphone als Mobilteil nutzen
5.3 Weitere (virtuelle) Endgeräte nutzen
Anrufbeantworter in der FRITZ!Box einrichten
Faxe mit der FRITZ!Box empfangen und senden
Eine Türsprechanlage verbinden und bedienen
5.4 Zentrale Telefonbücher in der FRITZ!Box
Telefonbücher und Einträge per Weboberfläche verwalten
Telefonbücher sichern und wiederherstellen
5.5 Die FRITZ!Box als Telefonanlage
Anruflisten und Benachrichtigung bei verpassten Anrufen
Komfortfunktionen beim Telefonieren nutzen
Gruppenrufe für bestimmte Endgeräte
Wahlregeln für abgehende Gespräche (Call-by-Call)
Mit Callthrough Telefongebühren sparen
Rufsperren festlegen
Rufumleitungen einrichten
Klingelsperren für ungestörte Ruhezeiten
Weckruf per Telefon
6. Systemwartung, Tipps und Tricks
6.1 FRITZ!Box gegen Hacker absichern
Eigene Zugangsdaten verwenden
Fernzugriffe und -wartung abschalten
Zusätzliche Bestätigung bei wichtigen Änderungen
Die Tastensperre der FRITZ!Box aktivieren
6.2 Schnelle Diagnose – Zustand der FRITZ!Box schnell prüfen
Funktionen der FRITZ!Box überprüfen
Den Sicherheitsstatus der FRITZ!Box testen
Den Ereignismonitor kontrollieren
Energieverbrauch überwachen und optimieren
6.3 Update – FRITZ!OS und Mobilgeräte aktualisieren
Vollautomatisches Update Ihrer FRITZ!Box
Volle Kontrolle mit dem Update-Assistenten
FRITZ!Box-Updates per Hand einspielen
Mobilgeräte von AVM per FRITZ!Box aktualisieren
6.4 Einstellungen der FRITZ!Box sichern und wiederherstellen
Einstellungen sichern
Eine Sicherung wiederherstellen
Den internen Speicher der FRITZ!Box sichern
6.5 Push-Service – über wichtige Vorgänge informiert sein
Push-Services aktivieren
Die gewünschten Push-Nachrichten wählen
6.6 Die FRITZ!Box auf Werkseinstellungen zurücksetzen
Kennwort vergessen?
Werkseinstellungen wiederherstellen
Werkseinstellung per DECT
Das Recover-Tool von AVM für Notfälle
6.7 Tipps, Tricks & Tools
Software für Ihre FRITZ!Box
FRITZ!Box als Zeitgeber für das lokale Netzwerk
PCs aus dem Stand-by wecken
Die Telefonanlage per Tastencodes steuern
Die FRITZ!Box per Notfall-IP erreichen
Weitere Informationen im Internet
Stichwortverzeichnis
1. Ihre FRITZ!Box – Überblick und schnelles Einrichten
Der erste Teil dieses Buches macht Sie mit Ihrer FRITZ!Box vertraut und hilft Ihnen dabei, diese möglichst schnell und reibungslos anzuschließen und in Betrieb zu nehmen. Auch wenn Ihre FRITZ!Box bereits im Einsatz ist, lohnt es sich, durch diese Seiten zu blättern. Die Vorstellung der Anschlüsse, Tasten und Kontrollleuchten kann auch bei der weiteren Lektüre immer wieder als Referenz dienen. Und beim Verbinden der FRITZ!Box mit dem Internet werden Sie vielleicht überrascht sein, welche alternativen Möglichkeiten das Gerät bietet.

FRITZ!Boxen können sich äußerlich deutlich unterscheiden, haben aber trotzdem viele Gemeinsamkeiten (Bild: AVM GmbH).
1.1 Lernen Sie Ihre FRITZ!Box kennen
Egal, ob Sie Ihre FRITZ!Box gerade erst aus der Verpackung nehmen oder ob sie schon länger ihren Dienst in Ihrem Haushalt versieht: Zum Einstieg möchte ich Sie mit den Äußerlichkeiten dieses kleinen Kastens vertraut machen. Denn trotz der geringen Größe finden sich daran eine Menge Anschlüsse, Tasten und Kontrollleuchten. Es ist hilfreich, deren Bedeutung und Funktion zu kennen und zu verstehen. Auf diesen ersten Seiten können Sie auch jederzeit noch mal nachschlagen, wenn in den weiteren Kapiteln von bestimmten Anschlüssen oder Tasten die Rede ist.
Anschlüsse
Das Wichtigste an jeder FRITZ!Box sind die Anschlussmöglichkeiten. Denn bei fast allen FRITZ!Boxen muss man (neben der Stromversorgung) mindestens ein Kabel einstecken, damit sie sinnvoll nutzbar sind (Ausnahmen sind die LTE-Modelle, die sich per Mobilfunk mit dem Internet verbinden). Die Anschlüsse finden sich überwiegend an der Rückwand der FRITZ!Box. Bei einigen Modellen werden aus Platzgründen aber auch Seitenwände für einzelne Ansteckmöglichkeiten genutzt. Bei der Anzahl und auch bei der Anordnung der Anschlüsse gibt es teilweise erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen. Letztlich sind es aber wieder die gleichen Arten von Anschlüssen, die sich überall wiederfinden.
Was braucht Ihre FRITZ!Box genau?
Welche Ansprüche Ihre FRITZ!Box genau an die Stromversorgung stellt, können Sie auf dem Typenschild an der Rück- bzw. Unterseite ablesen. Dort ist die Artikelnummer des Originalnetzteils abzulesen. Direkt darunter finden Sie die Leistungsdaten (siehe Abbildung). Auf jedem Netzteil finden Sie ebenfalls ein Typenschild mit denselben Symbolen und Angaben. Suchen Sie ein Netzteil, dessen Angaben sich mit denen Ihrer FRITZ!Box decken. Polung und Spannung müssen identisch sein. Die Leistung des Netzteils darf höher sein als vorgegeben. Oftmals reicht auch schon eine geringere Leistung. Ist sie zu niedrig, kann es allerdings zu Instabilitäten und zu Fehlfunktionen der FRITZ!Box kommen. Wer in dieser Hinsicht am falschen Ende spart, handelt sich also schnell Probleme ein, die sich nicht unbedingt sofort auf die Ursache zurückführen lassen.

Hinweis: Im Folgenden werden alle Anschlussmöglichkeiten vorgestellt, die bei gängigen FRITZ!Box-Modellen üblich sind. Sie werden an Ihrer FRITZ!Box in der Regel die meisten, aber nicht alle davon vorfinden. So gibt es einen CABLE-Anschluss nur bei Kabelmodellen, einen DSL-Anschluss nur bei DSL-Modellen, eine Möglichkeit zum Einstecken von SIM-Karten nur bei LTE-Modellen usw.
Stromversorgung (Power)
Alle FRITZ!Boxen benötigen eine Stromversorgung. Dazu liegt ein Netzteil bei, das Sie verwenden sollten, da es optimal zum Leistungsbedarf Ihrer FRITZ!Box passt. Sollte ein Netzteil fehlen oder defekt sein, können Sie es durch ein passendes ersetzen, das auch nicht unbedingt ein Original von AVM sein muss. Achten Sie aber darauf, dass nicht nur der Stecker rein physisch in den Anschluss passt. Auch die inneren Werte müssen stimmen.

•FRITZ!Boxen benötigen in der Regel eine Spannung von 12 V.
•Der Anspruch an die Stromstärke unterscheidet sich und ist im Laufe der Jahre allmählich gestiegen. Ältere Modelle begnügen sich mit 1,5 A. Aktuelle Geräte hingegen liegen eher bei 2,5 A und mehr.
•Die Polung des Anschlusses ist immer gleich und entspricht dem Standard für solche Netzteile. Die Strom führende Plus-Ader liegt innen, die Minus-Ader außen. Prüfen Sie bei einem Ersatzteil trotzdem unbedingt, ob der Stecker korrekt gepolt ist.
Netzwerkanschlüsse (LAN)
Die Netzwerkanschlüsse dienen dazu, Geräte wie PCs oder Drucker per Netzwerkkabel mit der FRITZ!Box zu verbinden und ihnen so den Zugang zum lokalen Netzwerk und zum Internet zu ermöglichen. Die meisten Modelle bieten vier Netzwerkanschlüsse mit den Bezeichnungen LAN 1, LAN 2, LAN 3 und LAN 4. Einige Modelle verfügen nur über einen LAN-Anschluss. Dieser lässt sich aber bei Bedarf mithilfe eines Netzwerkswitches für wenig Geld erweitern.

Welchen der LAN-Anschlüsse Sie verwenden, ist egal. Auch eine Reihenfolge muss nicht eingehalten werden. Einzige Ausnahme: Wenn Ihre FRITZ!Box nicht über einen separaten Uplink-Netzwerkanschluss (siehe nachfolgenden Abschnitt) verfügt, dann übernimmt der LAN-1-Anschluss dessen Rolle.
Wenn die FRITZ!Box also über ein anderes Netzwerkgerät wie etwa ein externes Modem oder einen Router die Verbindung zum Internet herstellen soll, muss dessen Kabel unbedingt in LAN 1 eingesteckt werden. Stellt die FRITZ!Box die Internetverbindung beispielsweise per DSL her, können Sie LAN 1 hingegen uneingeschränkt nutzen.
Folgende Dinge sollten Sie beim Verwenden der Netzwerkanschlüsse beachten:
•Verwenden Sie Netzwerkkabel, deren Kapazität zu den jeweiligen Netzwerkgeräten passt. Sind FRITZ!Box und Netzwerkgerät zu Gigabit-Ethernet fähig, dann braucht es auch ein entsprechendes Netzwerkkabel, um die volle Geschwindigkeit zwischen ihnen zu erreichen.
•Stecken Sie den Stecker des Netzwerkkabels immer so weit in die Anschlüsse, dass die kleine Plastiknase einrastet. Der Stecker sollte sich auch durch stärkeres Ziehen nicht wieder entfernen lassen. Nur dann ist sichergestellt, dass der Stecker nicht im Laufe der Zeit herausrutscht und die Netzwerkverbindung irgendwann scheinbar grundlos nicht mehr funktioniert.
•Sollten trotz richtigem Kabel und leistungsfähiger Endgeräte die Daten nur tröpfeln, kontrollieren Sie in der Weboberfläche der FRITZ!Box unter Heimnetzwerk/Netzwerk/Netzwerkeinstellungen die LAN-Einstellungen. Sind Anschlüsse hier auf den stromsparenden Green Mode eingestellt, erreichen sie maximal 100 Mbit/s. Für Verbindungen bis zu 1 Gbit/s aktivieren Sie für die entsprechenden Anschlüsse den Power Mode.

Netzwerk-Uplink (WAN)

Einige FRITZ!Box-Modelle verfügen über einen zusätzlichen Netzwerkanschluss, der mit WAN gekennzeichnet ist, dem Kürzel für Wide Area Network. Wenn die FRITZ!Box den Zugang zum Internet nicht selbst per DSL, Kabel oder LTE herstellt, wird sie über diesen Anschluss mit einem Router bzw. externen Modem beispielsweise des lokalen Kabelbetreibers oder für einen Glasfaserzugang verbunden. Damit die FRITZ!Box den Internetzugang über ein externes Gerät herstellt, muss der Anschluss zwangsläufig am WAN-Anschluss erfolgen! (Hinweis: Wenn kein spezieller WAN-Anschluss vorhanden sein sollte, verwenden Sie stattdessen LAN 1 – siehe vorangehender Abschnitt.)
Wenn Ihre FRITZ!Box etwa per DSL selbst die Internetverbindung aufbaut, wird ein vorhandener WAN-Anschluss nicht benötigt. In dem Fall muss er aber nicht brachliegen, sondern Sie können daran ein beliebiges Netzwerkgerät anschließen, wenn die anderen LAN-Buchsen bereits belegt sind. So gewinnen Sie einen fünften Netzwerkanschluss hinzu. Einzustellen brauchen Sie dazu nichts. Wenn die FRITZ!Box selbst die Internetverbindung herstellt, widmet sie den zusätzlichen WAN-Anschluss intern automatisch zu einem LAN-Anschluss um.
USB-Anschlüsse
Auch ältere FRITZ!Box-Modelle verfügen über mindestens einen USB-Anschluss, neuere Modelle meist über zwei. Wenn Sie an der Rückseite Ihres Gerätes einen bzw. den zweiten USB-Anschluss vermissen, nehmen Sie auch die anderen Seiten der FRITZ!Box in Augenschein. Der zweite USB-Port versteckt sich gern an der linken Seite.

Bei älteren Geräten handelt es sich meist um USB-2.0-Anschlüsse, neuere Modelle beherrschen in der Regel das schnellere USB 3.0, was Sie am blauen Innenleben der USB-Anschlüsse erkennen. Aber auch wenn Ihre FRITZ!Box »nur« USB 2.0 kann, brauchen Sie sich nicht zu grämen. Auch die USB-3.0-Ports der neueren Modelle führen nicht zum Geschwindigkeitsrausch. Sie sind zwar schneller als USB 2.0, aber die Datenraten sind längst nicht mit Geschwindigkeiten zu vergleichen, die man beispielsweise an USB-3.0-Anschlüssen direkt am PC erzielt.
Es lohnt also nicht, eine besonders leistungsfähige externe Festplatte anzuschaffen, da die FRITZ!Box deren Leistungsfähigkeit nicht wirklich ausschöpfen würde.
Was können Sie mit den USB-Anschlüssen anfangen?
•Sie können externe Speichermedien in Form von USB-Sticks oder externen USB-Festplatten anschließen. Ein kleiner USB-Stick lohnt sich allemal, da er den internen Speicher der FRITZ!Box erweitert. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Sie Ihre Box als Anrufbeantworter und Faxempfänger nutzen möchten. Soll die FRITZ!Box darüber hinaus als Netzwerkspeicher und/oder Medienserver dienen, ist eine USB-Festplatte empfehlenswert. Bei zwei USB-Anschlüssen können Sie auch zwei Speichermedien (beispielsweise USB-Stick und USB-Festplatte gleichzeitig) anschließen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „4.2 Netzwerkspeicher mit FRITZ!NAS bereitstellen“.
•Um USB-Geräte wie etwa Drucker übers Netzwerk von verschiedenen PCs aus nutzen zu können, können Sie diese an die FRITZ!Box anschließen. Über einen speziellen Treiber stellt die FRITZ!Box diese dann den angeschlossenen Rechnern wie ein lokales Gerät zur Verfügung. Mehr dazu findenSie im Abschnitt „Internet von einem externen Modem“.
•Mit einem passenden Mobilfunk-USB-Stick können Sie Ihre FRITZ!Box um Mobilfunk-Internet erweitern. Das kann vor allem als Ausweichmöglichkeit genutzt werden, zu der die FRITZ!Box automatisch wechselt, wenn beispielsweise die DSL-Verbindung gestört ist. Dabei muss allerdings genau beachtet werden, welche FRITZ!Box-Modelle mit welchen Mobilfunksticks harmonieren (siehe auch „Internetzugang per USB-Mobilfunkstick“).
Telefonanschlüsse (FON 1, FON 2, FON S0)
An den mit FON bezeichneten Buchsen können Sie Telefonendgeräte anschließen. Achtung: Sollten Sie noch einen analogen Telefonanschluss oder eine Telefonanlage verwenden, verbinden Sie diese auf keinen Fall mit den FON-Anschlüssen. Dieser wird stattdessen in den DSL- bzw. DSL/Telefon-Anschluss gesteckt!

•An Fon 1 und FON 2 können analoge Telefoniegeräte angeschlossen werden, also beispielsweise Telefone, Anrufbeantworter oder Faxgeräte. Auch Türöffner oder Alarmanlagen mit analogem Telefonausgang können ggf. hier angeschlossen werden. Häufig sind einer oder beide FON-Anschlüsse doppelt ausgeführt: einmal als RJ11- und einmal als TAE-Stecker. In diesem Fall sind diese beiden Anschlüsse gleich bezeichnet und parallel geschaltet. Je nach vorhandenem Anschlusskabel können Sie entweder die RJ11- oder die TAE-Buchse nutzen. Belegen Sie aber pro Anschluss nur eine der Buchsen, also einen der beiden FON 1- und einen der beiden FON 2-Anschlüsse. Der andere sollte jeweils frei bleiben.

Die TAE-Buchsen der FON-Anschlüsse finden sich bei einigen Modellen an den Seiten.
•Viele FRITZ!Box-Modelle haben zusätzlich eine RJ45-Buchse als FON S0-Anschluss. Dieser dient dazu, ISDN-Endgeräte anzuschließen. Sie können ein Gerät direkt anschließen oder auch einen Bus für mehrere ISDN-Endgeräte einrichten. Die FRITZ!Box reicht alle ISDN-Merkmale und -Funktionen an die angeschlossenen ISDN-Endgeräte weiter. Welches Gerät auf welche Telefonnummer reagiert, konfigurieren Sie an den Endgeräten.
DSL-Anschluss
An allen FRITZ!Box-Modellen mit integriertem DSL-Modem finden Sie einen RJ45-Anschluss mit der Beschriftung DSL oder VDSL. Bei älteren Modellen ist dieser häufig auch mit DSL/TEL beschriftet. Diese Buchse verbinden Sie mit Ihrem Telefonanschluss. Im Lieferumfang Ihrer FRITZ!Box ist dazu ein passendes Kabel enthalten. Dieses ist an allen Enden mit Beschriftungen versehen:

•Das Ende mit FRITZ!BOX DSL/TEL gehört an diesen Anschluss Ihrer FRITZ!Box.
•Das Ende mit Telefonanschluss gehört in die Telefondose, im Zweifelsfall in die mit F beschriftete TAE-Dose.
•Hat Ihr Kabel am anderen Ende zwei Anschlüsse mit Telefonschluss ISDN/analog TEL und SPLITTER DSL und Sie verwenden einen reinen VoIP-Anschluss, stecken Sie das helle, mit SPLITTER DSL beschriftete Ende in die Telefondose. Das dunkle Kabelende wird in diesem Fall nicht benötigt.
•Sollten Sie noch einen Anschluss mit echtem Telefon-Festnetz nutzen, gehört der SPLITTER DSL-Stecker an den DSL-Splitter Ihres Telefonieanbieters. Den dunkleren Telefonanschluss-Stecker verbinden Sie in diesem Fall mit dem F-Anschluss der Telefondose.

Anschlüsse passen nicht?
Das mitgelieferte Anschlusskabel besitzt an allen Enden RJ45-Stecker. Bei einer klassischen Telefonanschlussdose können Sie damit nicht viel anfangen. Auch bei DSL-Splittern findet man nicht immer eine entsprechende Buchse vor. Deshalb liegen Ihrer FRITZ!Box üblicherweise RJ45-zu-TAE-Adapter bei. In diese können Sie die RJ45-Anschlüsse unten einstecken. Dann stecken Sie den Adapter in die passende TAE-Dose des Telefonanschlusses. Hinweis: Bei einem Y-Kabel liegen zwei Adapter bei. Verwenden Sie dabei jeweils den farblich zum Kabelende passenden Adapter.
Kabelanschluss (CABLE)
FRITZ!Boxen für Kabelanschlüsse haben an der Rückseite einen mit CABLE beschrifteten Koax-Anschluss, durch den sie mit dem vorhandenen Anschlusskabel des Betreibers verbunden werden können. Verbinden Sie dazu ein Koax-Kabel mit diesem Anschluss. Das andere Ende des Kabels wird an der Multimediadose des Kabelanschlusses angesteckt. Häufig gibt es dort einen speziellen Datenanschluss, der für diesen Zweck zu bevorzugen ist.

Glasfaser (Fiber)
Bei FRITZ!Box-Modellen für den Betrieb an einem Glasfaseranschluss finden Sie an der Rückseite einen mit Fiber beschrifteten Glasfaseranschluss. Das Kabel dafür finden Sie nicht zwangsläufig im Lieferumfang der entsprechenden FRITZ!Box, sondern es muss vom Betreiber des Glasfaseranschlusses bereitgestellt werden, da die Anschlüsse noch nicht standardisiert sind. Aufseiten der FRITZ!Box sollte das Kabel über einen (üblicherweise blauen) SC-Stecker verfügen.

SIM-Karte (SIM-Card)
Bei FRITZ!Box-LTE-Modellen für Internet via Mobilfunk benötigen Sie eine SIM-Karte Ihres Mobilfunkanbieters. Diese muss in die FRITZ!Box eingesteckt werden. Hierfür finden Sie an der Rück- oder Unterseite einen schmalen Schlitz vor, der mit einem SIM-Kartensymbol und/oder der Beschriftung SIM-Card versehen ist.
1.Halten Sie die FRITZ!Box so, dass der Schlitz zu Ihnen zeigt und Sie die Beschriftungen an der Box lesen können.
2.Stecken Sie nun die SIM-Karte mit den Kontaktflächen nach unten und der abgeschrägten Ecke der Karte nach links in den Schlitz in den Kartenschacht ein.
3.Schieben Sie die SIM-Karte mit leichtem Druck in den Schacht, bis sie spürbar einrastet.

Es ist normal, dass die SIM-Karte einige (wenige) Millimeter aus dem Gehäuse ragt. Sollten Sie die SIM-Karten irgendwann entfernen oder austauschen wollen, drücken Sie sie zunächst erst wieder vorsichtig ins Gehäuse hinein, um sie zu entrasten. Wenn Sie dann loslassen, kommt Ihnen die Karte einige Millimeter entgegen und Sie können sie mit den Fingernägeln oder ggf. einer Pinzette ohne großen Widerstand ganz aus dem Schacht entnehmen.
LTE-Antennen
Bei FRITZ!Box-Modellen mit LTE-Funktion finden Sie an der Rückseite teilweise mit LTE beschriftete Schraubanschlüsse vor. In diesem Fall gehören zum Lieferumfang meist auch LTE-Antennen in passender Anzahl. Schrauben Sie diese an die Buchsen, wenn Sie die LTE-Funktion nutzen möchten.

Sie können hier aber auch das Antennenkabel einer externen LTE-Antenne anschließen, die Sie beispielsweise zur Empfangsoptimierung außen an der Hauswand mit Blickrichtung zum nächsten LTE-Sendemast angebracht haben. So können Sie auch an Standorten im Randbereich von LTE-Funkzellen einen ausreichenden Empfang erzielen.
Tasten
Die Anzahl an Tasten an Ihrer FRITZ!Box ist überschaubar. Viele und vor allem ältere Modelle kommen mit zweien aus. Bei neueren Modellen findet man meist drei separate Tasten, um die Bedienung zu vereinfachen. Hinweis: Bei älteren Modellen finden sich die Tasten meist deutlich abgesetzt hinten links auf der Oberseite. Bei einigen Geräten sind sie auch als Minitaster auf der Rückseite platziert. Bei neueren Modellen sind drei Tasten mit den dazugehörenden Kontrollleuchten integriert. Da muss man etwas genauer hinsehen, um die Tasten als solche zu erkennen.

Verschiedene Varianten für die Anordnung der Tasten bei den FRITZ!Box-Modellen.
Im Folgenden sind die einzelnen Tasten jeweils mit einem Beispiel für die Ausführung bei typischen FRITZ!Box-Modellen illustriert. An Ihrer konkreten FRITZ!Box wird die Taste also meist etwas anders aussehen. Aber die Beschriftung sollte in eventuellen Zweifelsfällen weiterhelfen.
WLAN-Taste
Mit der WLAN-Taste schalten Sie das Drahtlosnetzwerk Ihrer FRITZ!Box nach Bedarf ein oder aus. Viele Anwender lassen das WLAN einfach rund um die Uhr laufen, was auch kein Problem ist. Manche möchten aber auch Stromverbrauch und Elektrosmog reduzieren und aktivieren WLAN deshalb nur zu bestimmten Zeiten (das geht übrigens auch automatisch, siehe „Das WLAN nach Zeitplan ein- und ausschalten“). Aber auch bei Problemen mit WLAN-Geräten kann es hilfreich sein, das WLAN der FRITZ!Box zwischenzeitlich kurz aus- und dann wieder einzuschalten.

Zur Kontrolle der Taste dient die WLAN-Kontrollleuchte. Ist sie an und Sie drücken diese Taste, geht die Leuchte (mit kurzer Verzögerung) aus. Das WLAN ist nur deaktiviert. Ist das WLAN abgeschaltet (und die Lampe aus), drücken Sie ebenfalls kurz auf die Taste, um es wieder einzuschalten. Auch hier kann es wieder zu einer Verzögerung bei der Kontrollleuchte kommen. Das Reaktivieren des WLAN kann ein paar Sekunden dauern, und die Leuchte geht erst an, wenn das Drahtlosnetzwerk tatsächlich wieder steht und für andere Geräte erreichbar ist.
WPS-Taste
Wi-Fi Protected-Setup (WPS) ist eine einfache Methode, ein Mobilgerät sicher mit einem WLAN zu verbinden, ohne lange Zahlenkolonnen eintippen zu müssen. Im Abschnitt „Geräte mit WPS per Tastendruck verbinden“ wird der Vorgang genau beschrieben. Hier deshalb nur die kurze Erklärung, dass man den Anmeldevorgang am Mobilgerät startet und dann mit einem Tastendruck an der FRITZ!Box bestätigt. Für diesen Tastendruck verwenden Sie die WPS-Taste.

WLAN/WPS-Taste
Bei einigen FRITZ!Box-Modellen sind die WLAN- und die WPS-Funktion in einer Taste zusammengefasst. Diese ist dann auch dementsprechend mit WLAN und WPS beschriftet.

In dem Fall gilt:
•Mit einem kurzen Druck nutzen Sie die WLAN-Funktion, schalten also jeweils das WLAN ein oder aus.
•Um die WPS-Funktion zu verwenden, drücken Sie die Taste so lange, bis die WLAN-Kontrollleuchte an der FRITZ!Box zu blinken beginnt. Lassen Sie die Taste dann los. Nun wird die WPS-Anmeldung bestätigt.
DECT-Taste
Mit der DECT-Taste können Sie DECT-Mobilteile an der DECT-Basis der FRITZ!Box anmelden. Die Vorgehensweise ist im Bereich „Die FRITZ!Box mit einem klassischen analogen Festnetzanschluss verbinden“ ausführlich beschrieben. Hier daher nur die Kurzform: Starten Sie das Anmelden mit dem Mobilgerät. Während dieses eine Basis sucht, drücken Sie die DECT-Taste an der FRITZ!Box so lange, bis die DECT-Leuchte zu blinken beginnt. Dann wird die Verbindung zwischen Basis und Mobilteil automatisch hergestellt.

Eine andere Funktion der DECT-Taste ist der Suchruf für Mobilteile: Sollten Sie ein Mobilteil verlegt haben, drücken Sie kurz auf die DECT-Taste. Dann klingeln alle angemeldeten Mobilteile mit ihrem Standardklingelton. Ein erneuter Druck auf diese Taste oder eine beliebige Taste an einem Mobilteil beendet den Suchruf.
Tasten an der FRITZ!Box gegen versehentliche Nutzung sperren
Sie können die Tasten an Ihrer FRITZ!Box sperren, sodass sie nicht versehentlich oder ungewollt benutzt werden. Das kann sinnvoll sein, wenn das Gerät im Einzugsbereich spielender Kinder oder übereifriger Putzkräfte installiert ist. Die Einstellung dafür finden Sie in der Weboberfläche der FRITZ!Box unter System/Tasten und LEDs in der Rubrik Tastensperre. Wenn Sie diese Sperre nutzen, denken Sie aber unbedingt daran, sie jeweils zu deaktivieren, bevor Sie die Tasten verwenden möchten.
Kontrollleuchten
Die Kontrollleuchten an Ihrer FRITZ!Box signalisieren den Betriebszustand und den Status der verschiedenen Verbindungsarten und Funktionen. Die Signalisierung kann durch dauerhaftes Leuchten, durch Blinken sowie durch verschiedene Farben erfolgen.
Die meisten FRITZ!Boxen haben fünf Kontrollleuchten. Allerdings gibt es bei den vielen Modellen Unterschiede bei Bedeutung und Funktion. Deshalb stelle ich im Folgenden mehr als fünf Arten von Kontrolllampen vor, aus denen Sie sich die passenden für Ihr Modell aussuchen können.

Power
Eine Power-Leuchte ist an jeder FRITZ!Box vorhanden. Häufig ist die Beschriftung noch mit der Art der Internetverbindung ergänzt, also beispielsweise Power/DSL, Power/Cable oder Power/LTE DSL.
Sie signalisiert den grundsätzlichen Betriebszustand:
•Ist die Leuchte aus, ist die FRITZ!Box ausgeschaltet. Kontrollieren Sie ggf. die Stromversorgung des Gerätes.
•In der Regel sollte die Lampe aber dauerhaft an sein. Das bedeutet, die FRITZ!Box läuft und es besteht eine Verbindung zum Internet.
•Falls die Lampe blinkt, läuft die FRITZ!Box, aber die Verbindung zum Internet ist gestört. Es kann aber auch sein, dass die Verbindung (beispielsweise nach einem Neustart) gerade hergestellt wird. Dann blinkt die Lampe typischerweise ein Weilchen, bis sie dauerhaft an bleibt.
Internet
Einige FRITZ!Box-Modelle verfügen über eine Kontrollleuchte mit der Beschriftung Internet (ohne Telefonsymbol, siehe nachfolgenden Abschnitt). Diese spielt eine Rolle, wenn für die Onlineverbindung ein externes Modem etwa für Internet via Kabel oder Glasfaser zum Einsatz kommt.
•Ein konstantes Leuchten zeigt in diesem Fall an, dass die externe Internetverbindung funktionsfähig ist.
•Blinkt die Lampe hingegen, funktioniert zwar die Verbindung zum externen Modem oder Router, aber es besteht (noch) keine Internetverbindung.
• Internet
Bei älteren FRITZ!Box-Modellen finden sich meist zwei Kontrollleuchten, die mit einem Telefonhörer-Symbol versehen sind. Eine davon ist zusätzlich mit Internet beschriftet.
•Sie leuchtet auf, solange eine Telefonverbindung über einen VoIP-Anschluss besteht.
•Zusätzlich kann diese Lampe blinken, wenn eine Nachricht in der Sprach-Mailbox eines VoIP-Anschlusses vorliegt. Dies klappt aber nur, wenn der entsprechende Telefonieanbieter diese Signalisierung unterstützt.

Ältere Modelle unterscheiden zwischen Internet- und Festnetz-Telefonie.
• Festnetz
Die zweite Kontrollleuchte mit Telefonhörer-Symbol ist mit Festnetz beschriftet und hat die gleiche Funktion, allerdings für Festnetzanschlüsse (die aber mittlerweile immer seltener werden). Das Lämpchen leuchtet also während einer Telefonverbindung und blinkt ggf., wenn eine Nachricht auf der Sprach-Mailbox des Telefonieanbieters vorliegt.
Anrufbeantworter vs. Sprach-Mailbox
Um eine Begriffsverwirrung zu vermeiden: Mit Sprach-Mailbox ist ein Anrufbeantworter »im Netz« gemeint. Also eine digitale Mailbox beim Telefonieanbieter, die Nachrichten für Sie aufzeichnet, wenn Sie einen Anruf nicht entgegennehmen. Über vorliegende Nachrichten werden Sie beispielsweise über ein Blinken des Telefons (oder der FRITZ!Box) oder spätestens beim nächsten Gespräch informiert. Ein Anrufbeantworter hingegen meint ein Gerät, das bei Ihnen zu Hause steht. Die FRITZ!Box selbst kann diese Aufgabe übernehmen oder aber Sie schließen einen tatsächlichen Anrufbeantworter an die FRITZ!Box an.
Wichtig ist, dass Sie sich für eine der Varianten entscheiden. Wenn Sie Ihre Anrufe durch die FRITZ!Box oder einen separaten Anrufbeantworter abwickeln lassen möchten, sollten Sie bei Ihrem Telefonanbieter sicherstellen, dass eventuelle Sprach-Mailboxen deaktiviert sind. Das kann man recht einfach überprüfen, indem man sich beispielsweise mit dem Mobiltelefon einfach mal selbst anruft und abwartet, was passiert, wenn niemand den Anruf entgegennimmt.
Fon
Das Fon-Lämpchen signalisiert bei neueren FRITZ!Box-Modellen den Zustand der Telefonie-Funktionen. Auf eine Unterscheidung zwischen Festnetz- und Internettelefonie wie bei älteren Modellen wird dabei verzichtet, da es mittlerweile immer weniger Festnetzanschlüsse gibt und das Telefonnetz von allen Anbietern weitestgehend auf VoIP umgestellt wurde.
•Das Lämpchen bleibt aus, solange kein Gespräch geführt wird und auch sonst kein Telefonieereignis stattgefunden hat, das die Aufmerksamkeit des Benutzers erfordert.
•Während eine Telefonieverbindung – egal ob via Internet oder Festnetz – besteht, ist die Leuchte an.
•Außerdem blinkt das Fon-Lämpchen, während ein neues Gerät via DECT, Smart Home oder Powerline angemeldet wird. Es kann auch blinken, wenn neue Nachrichten in der Sprach-Mailbox Ihres Telefonieanbieters vorliegen. Das klappt aber nur, wenn der jeweilige Anbieter diese Funktion unterstützt.
WLAN
Die WLAN-Lampe signalisiert den Zustand bzw. die Funktionen des Drahtlosnetzwerks:
•Solange die Lampe aus bleibt, ist das WLAN Ihrer FRITZ!Box abgeschaltet. Mobilgeräte können sich solange nicht mit der FRITZ!Box verbinden und auch nicht über die FRITZ!Box ins Internet gelangen.
•Leuchtet die Lampe dauerhaft, ist das Drahtlosnetzwerk eingeschaltet und funktioniert ordnungsgemäß.
•In verschiedenen Situationen blinkt die WLAN-Kontrollleuchte vorübergehend, etwa wenn das WLAN der FRITZ!Box ein- oder ausgeschaltet wird, wenn Änderungen an den WLAN-Einstellungen (beispielsweise eine Kennwortänderung) vorgenommen werden oder wenn eine Anmeldung per WPS durchgeführt wird (siehe „Geräte mit WPS per Tastendruck verbinden“).
Bei neueren Modellen blinkt die WLAN-Leuchte zusätzlich während des Anmeldevorgangs von DECT-, Smart-Home- oder Powerline-Geräten.
Connect
Bei neueren FRITZ!Box-Modellen unterstützt Sie eine Connect-Kontrollleuchte beim Anmelden zusätzlicher Geräte für WLAN, DECT, Smart Home oder Powerline. Solange keine solche Anmeldung läuft, bleibt die Lampe aus.
•Blinkt das Lämpchen langsam, wurde der Anmeldevorgang erfolgreich gestartet. Dies ist beispielsweise die Rückmeldung, dass Sie die DECT- oder WPS-Taste an der FRITZ!Box lange genug gedrückt haben. Warten Sie nun einfach ab.
•Sowie ein Anmeldevorgang ausgeführt wurde, leuchtet die Lampe eine Weile dauerhaft. So können Sie sicher sein, dass das neue Zusatzgerät sich erfolgreich mit Ihrer FRITZ!Box verbunden hat.
•Sollte es bei einem Anmeldevorgang zu einem Problem kommen, blinkt die Kontrollleuchte schnell. Das kann beispielsweise passieren, wenn mehrere Geräte gleichzeitig versuchen, sich mit der FRITZ!Box zu verbinden. In diesem Fall sollten Sie den Anmeldevorgang nach einer kurzen Wartezeit erneut starten.
Signalstärke-Leuchten
Einige LTE-Modelle verfügen über Kontrollleuchten zum Anzeigen der Signalstärke des Mobilfunknetzes, die anstelle einer Beschriftung mit einem Signalbalken-Symbol versehen sind. Diese sind einfach zu interpretieren: Je mehr der Leuchten an sind, desto stärker ist das Mobilfunksignal. Dies kann man sich durchaus zunutze machen, etwa wenn man im Haushalt die Stelle mit dem besten Empfang ausfindig machen möchte. Zusätzlich blinken diese Leuchten, wenn ein Update der FRITZ!Box vorgenommen wird.
Und man kann einen Online-Monitor einrichten, durch den die Lämpchen blinken, wenn eine bestimmte Menge an Onlinezeit oder Datenverkehr erreicht ist. So lässt sich ein Mobilfunktarif, der ein bestimmtes Zeit- oder Datenvolumen umfasst, effizient ausnutzen.

Info
Die Info-Leuchte kann für verschiedene Zwecke verwendet werden und ist die einzige der Kontrolllampen, deren Funktion vom Anwender selbst (in Grenzen) bestimmt werden kann (im Menü der Weboberfläche unter System/Tasten und LEDs). Eine beliebte Anwendung ist beispielsweise das Signalisieren neuer Anrufe, Faxe oder Nachrichten auf dem Anrufbeantworter.
•Normalerweise ist die Leuchte aus. Das bedeutet, dass keines der eingestellten Ereignisse eingetreten ist.
•Leuchtet das Lämpchen dauerhaft grün, ist eines der dafür konfigurierten Ereignisse eingetreten.
•Auch ein grünes Blinken kann eines der konfigurierten Ereignisse anzeigen. Zusätzlich blinkt das Info-Lämpchen immer grün, wenn ein Update der FRITZ!Box stattfindet oder während DECT- oder Smart-Home-Geräte angemeldet werden.
•Wenn die Kontrolllampe rot leuchtet oder blinkt, ist ein Fehler aufgetreten. Öffnen Sie in diesem Fall die Weboberfläche Ihrer FRITZ!Box. Auf der Übersichtsseite finden Sie einen Hinweis auf den Fehler und ggf. Tipps zur Behebung.
Wenn Sie »Stick & Surf« nutzen, um die Zugangsdaten Ihres WLAN auf einem FRITZ!WLAN-USB-Stick zu übertragen, wird die Info-Anzeige ebenfalls zur Hilfestellung genutzt: Während die Daten übertragen werden, blinkt die Anzeige. Ist die Übertragung abgeschlossen, leuchtet die Lampe dauerhaft. Sie können den USB-Stick nun abziehen.
Lieferumfang
Wenn Sie eine FRITZ!Box neu in Betrieb nehmen oder beispielsweise ein gebrauchtes Gerät erworben haben, sollten Sie stets den Lieferumfang prüfen. Der genaue Umfang unterscheidet sich bei den verschiedenen Modellen, beispielsweise bei den mitgelieferten Kabeln. Bei einem Kabel-Internetzugang etwa sind nun mal andere Kabel erforderlich als bei einem DSL-Anschluss.
Folgende Komponenten sollten Sie immer in der Verpackung finden:
•FRITZ!Box
Ohne das Gerät selbst wäre es sinnlos. Prüfen Sie aber am besten anhand des Typenschildes an der Rück- bzw. Unterseite des Gerätes, ob Sie auch das richtige Modell erhalten haben. Auf dem Typenschild stehen auch die wichtigsten Zugangsdaten für Ihre FRITZ!Box. Diese gelten nach Auslieferung, bis Sie sie ggf. verändern. Aber auch nach einem Rücksetzen der Box auf Werkseinstellungen gelten diese Zugangsdaten wieder.
•Netzteil
Mit dem Original-Netzteil sind Sie auf der sicheren Seite. Wesentlich ist allerdings, dass die Eckdaten des Netzteils mit den Vorgaben auf dem Typenschild der FRITZ!Box übereinstimmen (siehe „Anschlüsse“).
•Netzwerkkabel
Üblicherweise liegt jeder FRITZ!Box ein Netzwerkkabel bei. Damit können Sie beispielsweise einen PC direkt mit der FRITZ!Box verbinden. In vielen Fällen ist es gelb, um es auf einfache Weise von den anderen mitgelieferten Kabeln unterscheiden zu können. Meist ist es mit der Beschriftung LAN-Kabel versehen.
•Kurzanleitung
Eine kurze Anleitung führt Sie kompakt durch die wesentlichen Schritte des Anschließens und Einrichtens Ihrer FRITZ!Box.
Lieferumfang prüfen
In der Kurzanleitung ist üblicherweise der genaue Lieferumfang Ihres konkreten FRITZ!Box-Modells aufgeführt. Die einzelnen Komponenten sind dabei auch dargestellt, sodass eine leichte Zuordnung möglich ist, welches Kabel und welcher Adapter nun für welchen Zweck vorgesehen sind.
Abhängig von Modell und Anschlussart können außerdem weitere Komponenten in der Verpackung enthalten sein:
•DSL/Telefonkabel
Bei FRITZ!Boxen für DSL-Anschlüsse liegen Kabel bei, um die Box mit dem Telefonanschluss verbinden zu können. Dieses Kabel ist entweder ein einfaches Kabel mit zwei RJ45-Anschlüssen oder ein Y-Kabel mit insgesamt drei solcher Anschlüsse.
•Koaxialkabel
FRITZ!Boxen für Kabelanschlüsse werden mit einem Koaxialkabel ausgeliefert. Damit verbinden Sie die passende Buchse an der Rückseite mit der Multimediadose Ihres Kabelanschlusses.
•RJ11-/TAE-Adapter
Modelle für DSL-Anschlüsse bringen ein Kabel für die Verbindung mit der Telefondose bzw. dem DSL-Splitter mit. Die Kabelenden sind mit RJ45-Steckern versehen, die sich in Standard-Telefondosen aber nicht direkt einstecken lassen. Deshalb sind Adapter von RJ11 auf TAE beigelegt. Bei einem Y-Kabel finden Sie zwei Adapter vor, die Sie jeweils am farblich passenden Kabelende verwenden.
•TAE-/RJ11-Adapter
Häufig sind die analogen Anschlüsse FON 1 und FON 2 doppelt ausgeführt – einmal als RJ11- und einmal als TAE-Buchsen. Bei manchen Modellen sind einzelne Anschlüsse aus Platzgründen nur als RJ11-Buchsen ausgeführt. In diesem Fall legt der Hersteller einen TAE-auf-RJ11-Adapter bei, damit Sie auch Endgeräte mit TAE-Stecker direkt an die FRITZ!Box anschließen können.
•Software-CD
Bei älteren Modellen legte der Hersteller eine CD bei, auf der verschiedene Software sowie das vollständige Handbuch als PDF-Datei enthalten waren. Wenn bei Ihrer FRITZ!Box eine solche CD vorhanden ist, können Sie sie getrost im Karton liegen lassen. Laden Sie sich bei Bedarf die jeweils aktuellste Softwareversion von den Webseiten des Herstellers herunter (www.avm.de). Bei neueren Modellen wird auf das Beilegen von CDs sinnvollerweise gleich verzichtet.
•FRITZ!Notiz bzw. Servicekarte
Bei neueren FRITZ!Box-Modellen liegt eine Servicekarte bei, die meist als Fritz!Notiz gekennzeichnet ist. Sie enthält einige wesentliche Informationen zum Betrieb der FRITZ!Box sowie die ab Werk eingestellten Daten für Name, WLAN-Netzwerkschlüssel sowie ggf. das Kennwort für die Weboberfläche der FRITZ!Box. Auf der Rückseite können Sie Ihre eigenen Einstellungen notieren, wenn Sie die Standardeinstellungen verändert haben. Diese Karte kann gut in einer (verschlossenen?) Schreibtischschublade griffbereit liegen.
•Nachträge zur Kurzanleitung
Wenn es notwendig sein sollte, legt der Hersteller Korrekturen oder Ergänzungen zur beigefügten Kurzanleitung als separates Dokument bei. Überfliegen Sie den Nachtrag, ob er für Sie wesentliche Informationen enthält.
Exkurs: Unterschiede zwischen den FRITZ!Box-Modellen
Der Hersteller AVM bietet eine große Auswahl an aktuellen FRITZ!Box-Modellen an. Historisch gibt es noch einige mehr, die mittlerweile nur noch auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen sind. Und es werden in Zukunft sicher noch einige Modelle dazukommen. Da ist es nicht ganz einfach, den Überblick zu behalten.
Im Folgenden machen Sie sich mit den Unterschieden zwischen den verschiedenen FRITZ!Box-Modellen vertraut.
Die verschiedenen Anschlussarten
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das heimische Netzwerk mit dem Internet zu verbinden. Alles in eine FRITZ!Box zu packen, wäre unsinnig und wenig kosteneffektiv. Deshalb bietet AVM für die verschiedenen Zugangsarten unterschiedliche Modelle an:
•DSL bzw. VDSL
Die weitaus meisten FRITZ!Boxen sind für den Betrieb an (V)DSL-Anschlüssen gedacht. Dieses ist sozusagen der Standard, deshalb tragen diese Boxen neben der Modellnummer kein weiteres Kennzeichen.
•Kabel
Einige FRITZ!Boxen sind neben der Modellnummer mit der Ergänzung Cable versehen. Diese sind für die Verwendung an einem Kabelanschluss vorgesehen.
•Glasfaser
Noch selten sind bislang Modelle mit Glasfaseranschluss, aber sie dürften in Zukunft mehr Bedeutung erlangen. Eine besondere Kennzeichnung gibt es dafür (bislang) noch nicht. Sie sind im Zweifelsfall aber am mit Fiber beschrifteten Glasfaseranschluss an der Rückseite zu erkennen.
•LTE
FRITZ!Boxen mit dem Namenszusatz LTE verfügen über ein Mobilfunk-Modem und können damit eine Verbindung per Mobilfunk im schnellen LTE-Standard aufbauen.
Hinweis: Die meisten aktuellen FRITZ!Boxen können neben ihrer eigentlichen Zugangsart zusätzlich einen Onlinezugang über das Mobilfunknetz herstellen, der beispielsweise als Ausweichverbindung genutzt werden kann. Allerdings benötigen Sie dazu einen Mobilfunk-USB-Stick (mehr dazu im Abschnitt „Internetzugang per USB-Mobilfunkstick“).
Ältere Gerätebezeichnungen
Die Modellbezeichnungen wie Cable und LTE finden sich bei neueren Modellen. Historisch gab es noch einige andere Bezeichnungen bzw. Namensergänzungen, die bei älteren Modellen teilweise noch zu finden sind und die ich hier deshalb kurz aufführen möchte:
•WLAN
Heute kaum vorstellbar, aber frühere Modelle der FRITZ!Box hatten keine WLAN-Funktion. Irgendwann gab es dann Varianten dieser Modelle mit WLAN, die zur Abgrenzung die Namensergänzung WLAN erhielten.
•Fon
Ähnlich wie bei WLAN gab und gibt es Modelle ohne Telefoniefunktion. Diese haben keine FON-Anschlüsse und können nicht als Telefonanlage arbeiten. Zur Abgrenzung erhielten Modelle mit dieser Funktion anfangs die Namensergänzung Fon.
•SL
Die Namensergänzung SL erhielten früher abgespeckte OEM-Varianten der gängigen Modelle (siehe Hinweiskasten »Rote Modelle vs. schwarze Modelle«). Die SL-Versionen waren im Funktionsumfang eingeschränkt, indem sie beispielsweise weniger Speicher aufwiesen oder keine Anschlüsse und Funktionen für Festnetztelefonie umfassten.
•vDSL
Die ersten FRITZ!Boxen beherrschten nur einfaches (A)DSL. Mit dem Aufkommen des schnelleren VDSL gab es auch erste Modelle, die dieses unterstützten. Diese erhielten zur Kennzeichnung den Namenszusatz vDSL. Mittlerweile können alle aktuellen DSL-Modelle auch VDSL, sodass diese Unterscheidung nicht mehr erforderlich ist.
Rote Modelle vs. schwarze Modelle
Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass es sowohl rote (neuerdings auch Weiß mit etwas Rot) als auch schwarze FRITZ!Boxen gibt. Hierzu muss man wissen, dass AVM zeitweilig spezielle Varianten einzelner Modelle herstellt. Diese werden nicht direkt an Endkunden vertrieben, sondern verschiedenen großen Telekommunikationsanbietern geliefert. Diese stellen sie ihren Kunden im Rahmen des Vertragsverhältnisses zur Verfügung (man spricht dabei auch von OEM-Geräten im Gegensatz zu klassischen roten Retail-Modellen).
Im Prinzip spricht nichts gegen die schwarzen OEM-Varianten. Bei gleicher Modellnummer bieten sie im Wesentlichen die gleichen Leistungen. Im Einzelfall können sie kostenoptimiert sein, etwa indem der interne Speicher kleiner ist oder ein USB- oder FON-Anschluss eingespart wurde. Vor allem aber sind die Geräte vom OEM-Partner »gebrandet«, sowohl äußerlich auf dem Gehäuse als auch im Inneren bei der Konfigurationssoftware. Eventuell sind auch bestimmte Verbindungsparameter fest vorgegeben.
Dramatisch sind alle diese Unterschiede nicht. Mehr ins Gewicht fällt hingegen die Tatsache, dass erfahrungsgemäß AVM für die roten Endkundenmodelle länger Modellpflege betreibt und Aktualisierungen der Firmware anbietet. Dies ist auch der Grund, warum die schwarzen OEM-Geräte am Gebrauchtmarkt meist günstiger zu bekommen sind als die vergleichbaren roten Retail-Versionen.
Faustregel für Modellnummern: Höher ist neuer und besser
Entscheidend für die Unterscheidung der verschiedenen FRITZ!Box-Modelle ist die Modellnummer. Leider gibt es dabei kein System, nach dem man aus der Modellnummer die Leistungsfähigkeit oder Funktionsvielfalt ableiten könnte. Als grobe Faustregel kann man nur sagen, dass der Hersteller AVM die Modellnummer aufsteigend vergibt. Eine FRITZ!Box mit einer höheren Nummer ist also ein neueres Modell. In der Regel ist es damit auch technologisch weiter entwickelt und beherrscht etwa neuere Protokolle und schnellere Standards.
Es kann aber durchaus sein, dass eine neuere FRITZ!Box weniger Funktionen bietet als ein älteres Modell. Beispielsweise kann ein neues Modell USB 3.0 und schnelleres WLAN bieten, aber auf Telefoniefunktionen verzichten. Ein älteres Modell hingegen beschränkt sich auf USB 2.0 und einen langsameren WLAN-Standard, kann dafür aber auch als Telefonanlage genutzt werden. Hier gilt es abzuwägen, was einem persönlich wichtiger ist. Oder man sucht sich ein noch höheres Modell, das die neueren Standards mit Telefoniefunktionen verbindet. Wenn Sie vor der Frage stehen, welche FRITZ!Box Sie anschaffen möchten, gilt es grundsätzlich, die folgenden Bereiche zu betrachten und ggf. nach persönlichem Bedarf zu gewichten:
•Internetzugang
Selbstverständlich muss die Zugangsart DSL, Kabel, Glasfaser oder LTE passen. Bei DSL haben Sie eine recht große Modellauswahl, bei den anderen Zugangsarten beschränkt es sich ohnehin auf einige wenige Modelle.
•WLAN-Standards und -Geschwindigkeit
Beim WLAN unterstützen die neuesten Modelle in der Regel auch die aktuellen Standards und somit die schnellsten Verbindungen. Ob man nur deshalb immer das neueste Modell haben muss, kann jeder für sich entscheiden. Wenn allerdings viele WLAN-Geräte im Einsatz sind und regelmäßig auch größere Datenmengen transferieren, ist es durchaus sinnvoll, darauf zu achten.
•Netzwerkanschlüsse
Die meisten FRITZ!Boxen bieten vier oder fünf Netzwerkanschlüsse. Es gibt aber auch Modelle mit nur einem. Das muss aber kein Ausschlusskriterium sein, denn ein einfacher Netzwerkswitch kostet nur wenige Euro und schafft zusätzliche Anschlussmöglichkeiten.
•USB-Anschlüsse
Wer USB-Speicher und beispielsweise einen Drucker anschließen möchte, benötigt ein Modell mit zwei USB-Ports. Ob USB 2.0 ausreicht oder es unbedingt USB 3.0 sein muss, hängt vom Verwendungszweck ab. Wer die FRITZ!Box regelmäßig als Netzwerkspeicher nutzen möchte, profitiert aber von schnelleren Transfers.
•Telefoniefunktionen
Eine grundlegende Entscheidung ist, ob man die FRITZ!Box auch als Telefonanlage, Anrufbeantworter oder Faxgerät nutzen möchte. In dem Fall muss es ein Modell mit FON-Anschlüssen sein. Haben Sie noch ISDN-Geräte im Einsatz, die Sie weiter nutzen möchten, achten Sie außerdem auf einen FON S0-Anschluss. Wer hingegen ohnehin nur noch mit dem Handy telefoniert, kann auch ein Modell ohne Telefonie wählen.
Der optimale Standort für Ihre FRITZ!Box
Wenn Sie Internet per DSL oder Kabel nutzen, stellt sich die Frage nach dem Standort meist nicht wirklich, sondern es liegt nahe, die Box in der Nähe des entsprechenden Anschlusses zu platzieren. Schließlich möchte man kein Kabel quer durch die Wohnung liegen haben.
Wenn Sie aber verschiedene Anschlussmöglichkeiten haben oder die Möglichkeit einer dezenten Kabelverlängerung besteht, lohnt es sich durchaus, über den optimalen Standort nachzudenken.
Zentrale Position für gute Funkreichweite
Entscheidend sind dabei die Drahtlosfunktionen der FRITZ!Box, insbesondere WLAN und DECT (und damit ggf. auch Smart-Home-Geräte). Diese profitieren von einem möglichst zentralen Standort der FRITZ!Box in Ihrem Haushalt. So wird gewährleistet, dass alle Geräte eine möglichst gleich starke Verbindung zur »Zentrale« haben. Wenn dies aus den oben genannten Gründen nicht möglich und/oder Ihr Haus sehr weitläufig und mit dicken Wänden ausgestattet ist, lässt sich das aber auch lösen. Sowohl für WLAN als auch für DECT gibt es Repeater, die das Netzwerk in schlecht versorgten Bereichen verstärken. Mehr dazu lesen Sie im Abschnitt „Die FRITZ!Box mit Repeatern ergänzen“.
Um einen möglichst guten und ungestörten Empfang zu gewährleisten, sollten Sie außerdem Folgendes beachten:
•Platzieren Sie die FRITZ!Box möglichst an einer erhöhten Position, also eher auf einem Schrank als im Bodenbereich.
•Halten Sie Abstand zu typischen Stör- und Reflexionsquellen wie Mikrowellen, DECT-Basisstationen oder großen Elektrogeräten mit Metallgehäuse.
•Die FRITZ!Box sollte möglichst nicht durch andere Gegenstände abgedeckt werden. Insbesondere in den Richtungen, in denen typischerweise Drahtlosgeräte genutzt werden, sollten sich möglichst wenig Hindernisse befinden.
Tipps zum Aufstellen der FRITZ!Box
Haben Sie die grundsätzliche Entscheidung getroffen, wo die FRITZ!Box platziert werden soll, können Sie die Box auf ihren Füßen aufstellen, sodass die (meisten) Kabel an der Rückseite zugeführt werden. Viele Modelle können Sie alternativ mit Schrauben hochkant an einer Wand aufhängen, wobei die Kabel von unten zugeführt werden. Die zweite Variante ist unter Umständen platzsparender und hat den Vorteil, dass die FRITZ!Box dadurch gleichzeitig fixiert wird. Ansonsten ist es dem Gerät egal und auch für die Bedienung spielt es keine große Rolle, da Lampen und Tasten so angebracht sind, dass sie in beiden Positionen genutzt werden können.
Beachten Sie beim Aufstellen bitte die folgenden Punkte:
Wählen Sie einen trockenen und möglichst staubfreien Ort. Im Bad oder in der Küche in der Nähe des Spülbeckens wäre die Gefahr von Wasserspritzern zu groß.
•Die FRITZ!Box wird im Dauerbetrieb deutlich warm. Vermeiden Sie wärmeempfindliche Oberflächen. Auch hochwertige Möbel mit empfindlicher Oberfläche sollten ggf. durch eine Unterlage geschützt werden.
•Wegen der Wärmeentwicklung sollte das Gerät auch nicht auf einem Teppich oder einer Polsterung stehen, um die Luftzirkulation durch das Gehäuse nicht zu behindern.
•Auch die Luftschlitze an den anderen Seiten und oben müssen stets frei bleiben, damit Luft zirkulieren kann und kein Wärmestau entsteht. Die FRITZ!Box wird passiv nach dem Konvektionsprinzip gekühlt. Das bedeutet, dass die im Gehäuseinneren erwärmte Luft durch die Schlitze nach oben entweichen kann. Gleichzeitig strömt unten und an den Seiten durch die Schlitze frische, kühlere Luft ins Gehäuse nach.
•Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt: FRITZ!Boxen sind grundsätzlich nicht für den Außeneinsatz gedacht. Auch in Feuchträumen wie Badezimmern, Waschküchen oder in nicht isolierten Nebenräumen sollten sie nicht eingesetzt werden, da die Luftfeuchtigkeit die empfindlichen Bauteile auf Dauer beschädigen dürfte.
FRITZ!Box an der Wand aufhängen
Um Ihre FRITZ!Box hochkant zu montieren, müssen zwei Schrauben an der richtigen Stelle in einer Wand gesetzt werden. Das geht am einfachsten mit einer passenden Bohrschablone. Diese finden Sie im ausführlichen Onlinehandbuch zu Ihrem FRITZ!Box-Modell. Laden Sie sich dieses unter https://avm.de/service/handbuecher als PDF-Datei herunter. Die Bohrschablone finden Sie meist am Ende vor dem Stichwortverzeichnis. Drucken Sie sich nur diese eine Seite aus und achten Sie darauf, dass die Seite ohne irgendeinen Zoom oder andere Anpassungen in Originalgröße ausgedruckt wird. Am besten vergleichen Sie die Bohrschablone mit den Halterungen an Ihrer FRITZ!Box, bevor Sie zur Bohrmaschine greifen.
Die FRITZ!Box anschließen
Die Anschlüsse Ihrer FRITZ!Box können Sie nach Belieben nutzen. Einzig der Stromanschluss ist immer unerlässlich. Und bei DSL-, Kabel- und Glasfaserboxen muss die entsprechende Verbindung für den Internetzugang hergestellt werden. Alles Weitere ist optional und richtet sich nach Ihren Bedürfnissen. Grundsätzlich sollten Sie sich dabei an folgender Reihenfolge orientieren:
1.Platzieren sowie ggf. befestigen Sie die FRITZ!Box an ihrem endgültigen Standort.
2.Stellen Sie zunächst die Stromversorgung her. Da die FRITZ!Box keinen Ein-/Ausschalter hat, schaltet sie sich dabei automatisch ein und startet. Das ist auch in Ordnung so. Die weiteren Anschlüsse können Sie jederzeit bei laufendem Betrieb vornehmen oder auch wieder trennen.
3.Stellen Sie dann die Verbindung zum DSL-, Kabel- bzw. Glasfaseranschluss her. Bei LTE-Modellen stecken Sie die SIM-Karte ein. Nehmen Sie dann ggf. die Schritte zum Konfigurieren der jeweiligen Zugangsvariante vor.
4.Sofern Sie noch einen echten Festnetzanschluss haben oder die FRITZ!Box hinter eine Telefonanlage geschaltet werden soll, verbinden Sie die Box mit dem Telefonanschluss.
5.Schließen Sie nun Netzwerkendgeräte wie PCs, Drucker und andere kabelgebundene Netzwerkkomponenten an. Ebenso verbinden Sie Switches, die das Netzwerk erweitern. Auch Drahtlosgeräte können sich nun mit der FRITZ!Box verbinden.
6.Stecken Sie schließlich bei Bedarf analoge und ISDN-Endgeräte an und melden Sie DECT-Mobilteile an der FRITZ!Box-Basisstation an.
1.2 Vorbereitung zur Ersteinrichtung
Jede FRITZ!Box wird mit bestimmten Werkseinstellungen ausgeliefert. Sie muss zunächst für Ihren Internetzugang konfiguriert sowie ggf. in ein vorhandenes Heimnetzwerk integriert werden. Keinesfalls sollten Sie die FRITZ!Box direkt beispielsweise per Kabel mit vorhandenen Netzwerkkomponenten verbinden. Stattdessen nehmen Sie erstmalig mit einem einzelnen PC, Notebook oder Smartphone Verbindung zur »jungfräulichen« FRITZ!Box auf.
Dafür gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:
•Sie können einen PC oder ein Notebook, die mit einer Netzwerkschnittstelle versehen sind, mit einem der LAN-Anschlüsse der FRITZ!Box verbinden. Nach dem Einschalten können Sie dann auf dem PC die Weboberfläche der FRITZ!Box aufrufen und die Ersteinrichtung durchführen.
•Die zweite Variante verzichtet auf Kabel und verwendet stattdessen das WLAN der FRITZ!Box, um die Erstverbindung herzustellen. Sie können dafür ebenfalls einen PC oder ein Notebook verwenden, aber selbst ein Tablet oder ein Smartphone eignet sich hierfür.
Verwenden Sie die Variante, die Ihnen angenehmer erscheint. Das Netzwerkkabel erfordert eventuell etwas Aufwand, dafür wird die Verbindung anschließend praktisch automatisch hergestellt. Bei der WLAN-Variante brauchen Sie nicht unterm Schreibtisch rumzukriechen, müssen dafür aber die Zahlenkolonne für den Netzwerkschlüssel eintippen.
PC per Netzwerkkabel anschließen
Wenn Sie die Ersteinrichtung per Netzwerkkabel vornehmen möchten, benötigen Sie dafür nur einen entsprechenden PC bzw. ein Notebook mit Netzwerkanschluss. Ein passendes Netzwerkkabel gehört zum Lieferumfang Ihrer FRITZ!Box (üblicherweise das gelbe Kabel).
Sollte das fehlen, können Sie genauso ein anderes Netzwerkkabel aus Ihrem Fundus verwenden. Allerdings sollte es ein echtes Netzwerkkabel sein und kein einfaches ISDN-Kabel. Sie verwenden dieselben RJ45-Stecker, aber meist ist nur die Hälfte der Kontakte tatsächlich beschaltet.
Den PC für die Erstkonfiguration vorbereiten
Damit der PC eine Verbindung zur FRITZ!Box in den Werkseinstellungen vornehmen kann, muss er entsprechend konfiguriert sein. Die Standard-Konfiguration der meisten Geräte ist dafür geeignet. Wurde aber von dieser Konfiguration abgewichen, kann es dadurch zu Problemen kommen. Überprüfen Sie deshalb die Konfiguration und passen Sie sie ggf. an.
Bei einem PC mit Windows 10 gehen Sie dazu wie folgt vor:
1.Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Netzwerksymbol unten rechts in der Symbolleiste und klicken Sie dann im Kontextmenü auf Netzwerk- und Interneteinstellungen öffnen.

2.Klicken Sie dort im Bereich Netzwerkeinstellungen ändern unten auf Netzwerk- und Freigabecenter.

3.Im Netzwerk- und Freigabecenter klicken Sie links im Aufgabenbereich auf Adaptereinstellungen ändern.
4.Damit gelangen Sie in die Übersicht über die Netzwerkverbindungen, in der Sie die Verbindung Ihres Ethernet-Anschlusses mit einem Doppelklick öffnen und dann deren Eigenschaften anzeigen.
5.Wählen Sie dort in der Liste der Elemente Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) aus und klicken Sie darunter rechts erneut auf Eigenschaften.
6.Aktivieren Sie im anschließenden Dialog oben die Option IP-Adresse automatisch beziehen.

7.Wählen Sie außerdem im Bereich darunter die Option DNS-Serveradresse automatisch beziehen.
8.Klicken Sie anschließend zweimal auf OK und einmal auf Schließen.
Damit ist der PC so eingestellt, dass er beim Zustandekommen einer Netzwerkverbindung die wesentlichen Konfigurationsdaten vom Partner am anderen Ende – also in diesem Fall von der FRITZ!Box – bezieht.
Die Box wiederum ist ab Werk so eingestellt, dass sie die wesentlichen Daten der Netzwerkkonfiguration den angeschlossenen Netzwerkgeräten auf Anfrage zur Verfügung stellt. Dadurch wird sichergestellt, dass FRITZ!Box und PC miteinander kommunizieren und Sie die Weboberfläche zur Konfiguration der FRITZ!Box öffnen können.
FRITZ!Box und PC verbinden
Für den folgenden Vorgang sollte die FRITZ!Box bereits mit Strom versorgt und zumindest physisch mit Ihrem jeweiligen Internetzugang verbunden sein. Der PC bleibt zunächst aus.
1.Nehmen Sie das gelbe Netzwerkkabel aus der Verpackung der FRITZ!Box (oder ggf. ein anderes geeignetes Netzwerkkabel) und stecken Sie es am PC in dessen Netzwerkanschluss ein. Die Anschlüsse bei Netzwerkkabeln sind symmetrisch, sodass es keine Rolle spielt, welches Ende mit dem PC und welches Ende mit der FRITZ!Box verbunden wird.
2.Stecken Sie dann das andere Ende des Kabels in einen der LAN-Anschlüsse an der Rückseite Ihrer FRITZ!Box. Welchen Sie verwenden, spielt keine Rolle.
3.Schalten Sie nun den PC ein und warten Sie ab, bis das Betriebssystem vollständig gestartet ist.
4.Öffnen Sie einen beliebigen Webbrowser. Edge ist bei Windows 10 ohnehin dabei, aber Firefox oder Chrome eignen sich ebenso. Die Weboberfläche der FRITZ!Box lässt sich mit allen gängigen Browsern nutzen.
5.Geben Sie in der Adresszeile des Webbrowsers die Adresse http://fritz.box ein. In den meisten Fällen reicht sogar fritz.box als Adresse aus, aber einige Browser haben damit Probleme. Mit der langen Version sind Sie auf der sicheren Seite.

6.Damit öffnen Sie die Weboberfläche zur Konfiguration der FRITZ!Box. Diese will zunächst ein Kennwort von Ihnen wissen. Bei neueren FRITZ!Box-Modellen ist dieses in den Werkseinstellungen festgelegt. In dem Fall finden Sie es auf der beigelegten Servicekarte. Bei älteren Modellen ist kein Kennwort vorgegeben, sondern Sie legen an dieser Stelle selbst eines fest.

7.Nach erfolgreicher Anmeldung startet automatisch der Assistent zum Einrichten Ihrer FRITZ!Box.

Wie Sie mit dem Assistenten den Internetzugang Ihrer FRITZ!Box konfigurieren, lesen Sie im Abschnitt „Der Assistent für den Internetzugang“.
Mobilgeräte per WLAN verbinden
Die zweite Variante für die Erstkonfiguration ist ein WLAN-Gerät. Hierfür brauchen Sie keinerlei Kabel in die Hand zu nehmen oder gar an der vorhandenen Verkabelung etwa zu verändern. Stattdessen verwenden Sie ein (beinahe) beliebiges WLAN-Gerät. Das kann ein PC mit WLAN-Hardware sein, ein Notebook, ein Tablet (Windows, Android oder iPad) oder auch ein Smartphone (auch können ohne Weiteres Android- oder iPhone-Modelle zum Einsatz kommen).
Wichtig ist nur, dass das Gerät sich per WLAN mit der FRITZ!Box verbinden kann und dass es einen Webbrowser bietet. Das folgende Beispiel zeigt die Vorgehensweise mit einem Windows-10-Notebook. Auch bei Geräten mit Android oder iOS müssen Sie aber nur wissen, wie Sie eine WLAN-Verbindung zu einem neuen Drahtlosnetzwerk herstellen.
Welches ist das richtige Drahtlosnetzwerk?
Üblicherweise besteht der Name aus FRITZ!Box, gefolgt von der Modellnummer sowie ggf. Namensergänzungen, also beispielsweise FRITZ!Box 7590 RX. Für Zweifelsfälle ist er als WLAN-Funknetz (SSID) auf der Servicekarte bzw. FRITZ!Notiz sowie auf dem Typenschild an der Unter-/Rückseite des Gerätes abgedruckt.
In eng besiedelten Innenstädten oder Hochhäusern kann es durchaus vorkommen, dass zwei gleiche FRITZ!Box-Modelle in unmittelbarer Nähe in Betrieb sind. Wenn Ihr Nachbar den Standardnamen seiner Box nie geändert hat, finden Sie in diesem Fall leider zwei gleichnamige WLAN-Netzwerke vor. Im Zweifelsfall kommt das mit dem stärkeren Signal von Ihrer eigenen FRITZ!Box. Ansonsten können Sie es nur ausprobieren.
Die Anmeldung an einer fremden FRITZ!Box wird mangels Kennwort scheitern.
1.Schalten Sie die FRITZ!Box ein und warten Sie ein, zwei Minuten, bis das Gerät gestartet ist. Entscheidend für den Vorgang ist, dass die mit WLAN beschriftete Kontrollleuchte an der FRITZ!Box dauerhaft an ist. Dann ist das WLAN der FRITZ!Box einsatzbereit.

2.Klicken Sie auf das WLAN-Symbol unten rechts im Infobereich der Windows-Taskleiste. In der so geöffneten Liste der vorhandenen WLANs sollte sich nun ein Eintrag für das Drahtlosnetzwerk der FRITZ!Box finden.
3.Klicken Sie den Eintrag in der Liste an, um ihn auszuwählen. Mit einem Klick auf Verbinden können Sie die Kontaktaufnahme starten.

4.Da das Drahtlosnetzwerk gesichert ist, müssen Sie nun den Netzwerksicherheitsschlüssel eingeben. Sie finden ihn an der Rück-/Unterseite des Gerätes sowie auf der Servicekarte Ihrer FRITZ!Box. Klicken Sie dann auf Weiter.

5.Das Gerät stellt nun die WLAN-Verbindung zur FRITZ!Box her. Das sollte nur wenige Sekunden dauern. Anschließend zeigt das Verbindungssymbol an, dass eine WLAN-Verbindung aktiv ist.
Es kann sein, dass das WLAN-Symbol mit einem Warnhinweis versehen ist. Der besagt, dass Ihr Gerät zwar mit einem Drahtlosnetzwerk verbunden ist, dieses aber über keine Internetverbindung verfügt. Das liegt daran, dass der Internetzugang der FRITZ!Box erst noch eingerichtet werden muss. Das können Sie mit dem im nachfolgenden Abschnitt beschriebenen Assistenten erledigen. Anschließend steht das Internet auch dem Mobilgerät automatisch zur Verfügung.
Der Assistent für den Internetzugang
Damit Sie Ihre FRITZ!Box und damit Ihr Heimnetzwerk möglichst schnell online bekommen, startet beim ersten Verbinden mit einer neuen oder zurückgesetzten FRITZ!Box automatisch ein Assistent. Er setzt voraus, dass die physische Verbindung zum Internetzugang (beispielsweise das Kabel zum Telefonanschluss oder Splitter) bereits korrekt vorgenommen wurde. Dann führt er Sie durch die notwendigen Schritte wie etwa das Eingeben der erforderlichen Zugangsdaten.
Den Assistenten neu aufrufen
Sollte die Weboberfläche Ihrer FRITZ!Box nicht den Assistenten anzeigen, sondern die normalen Konfigurationsseiten, wurde der Assistent bereits durchgeführt oder ggf. abgebrochen. Sie können ihn aber jederzeit erneut aufrufen, um die Verbindungsart zu ändern oder Zugangsdaten zu korrigieren. Klicken Sie dazu in der Navigationsleiste am linken Rand auf Assistenten und dann auf Internetzugang einrichten.
Der genaue Ablauf unterscheidet sich bei jedem Internetzugang ein wenig. Das folgende Beispiel zeigt die häufigste Variante eines DSL-Zugangs. Bei Kabel-, Glasfaser- oder Mobilfunkanschlüssen unterscheiden sich Texte und Auswahlmöglichkeiten etwas, aber der Assistent führt Sie auch dort zielsicher durch die notwendigen Schritte.
1.Im ersten Schritt (nach der Begrüßung) haben Sie die Wahl, ob Sie den Internetzugang mit der von Ihrer FRITZ!Box »vorgesehenen« Methode – also beispielsweise dem DSL-Anschluss bei DSL-Modellen, Kabelanschluss bei Kabelmodellen usw. – vornehmen möchten. In der Regel dürfte das der Fall sein. Alternativ können Sie die Option Netzzugang an einem WAN-Anschluss wählen. Das ist dann die richtige Wahl, wenn Sie den WAN- bzw. LAN-1-Anschluss Ihrer FRITZ!Box mit einem externen Modem oder einem Router verbinden, die den Internetzugang bereitstellen.

2.Haben Sie sich für die obere Option entschieden, wählen Sie im nächsten Schritt Ihren Internetanbieter aus. In der Liste finden Sie zunächst die großen überregionalen Anbieter. Ist Ihrer nicht dabei, klicken Sie zunächst auf Weitere Internetanbieter. Sie erhalten dann ein weiteres Auswahlfeld mit kleineren, regional tätigen Anbietern.

3.Die weiteren Schritte hängen vom gewählten Anbieter ab. Hier gibt es verschiedene Varianten. Teilweise müssen Sie die vom Anbieter übermittelten Zugangsdaten in einem Formular eintragen. Andere Anbieter stellen ihren Kunden stattdessen einen Start-Code zur Verfügung. Den muss man nur korrekt eintippen, dann kann die FRITZ!Box die weitere Konfiguration automatisch vornehmen.

Anbieter nicht dabei?
Sollte Ihr Internetanbieter weder in der einen noch in der anderen Liste zu finden sein, wählen Sie in der ersten Liste Weitere Internetanbieter und in der zweiten Anderer Internetanbieter. Im weiteren Verlauf bekommen Sie dann die Gelegenheit, einen Benutzernamen und ein Kennwort einzugeben. Sollte das nicht reichen oder sollten Sie diese Daten nicht kennen, fragen Sie bei Ihrem Anbieter nach, wie die Verbindung über eine FRITZ!Box herzustellen ist.
4.Geben Sie nun wie vom Assistenten gewünscht die benötigten Zugangsdaten ein. Die Abbildung zeigt das typische Eingabeformular für einen Telekom-DSL-Zugang und dürfte mit zu den komplexesten Varianten gehören. Bei vielen anderen Anbietern beschränkt es sich auf Benutzername und Kennwort oder einen Anmeldecode. Die Daten erhalten Sie in jedem Fall von Ihrem Internetanbieter. Sollten sie noch nicht vorliegen, nehmen Sie Kontakt zu dessen Kundendienst auf.

5.Schließlich präsentiert der Assistent Ihnen eine Zusammenfassung der gewählten Zugangsvariante. Überprüfen Sie hier noch einmal alles. Die Option Internetverbindung nach dem Speichern der Einstellungen prüfen sollten Sie eingeschaltet lassen. So testet der Assistent, ob der Kontakt zum Internet mit den eingegebenen Zugangsdaten erfolgreich hergestellt werden kann. Falls nicht, können Sie Ihre Angaben direkt korrigieren. Klicken Sie auf Weiter, um die Daten zu speichern und den Verbindungstest durchzuführen.

Das richtige Tarifmodell gewählt?
Beachten Sie in der Zusammenfassung das Feld Tarifmodell. Die FRITZ!Box geht standardmäßig von einer Flatrate bzw. einem volumenbasierten Tarif aus und hält die Internetverbindung deshalb rund um die Uhr aufrecht. Sollten Sie allerdings einen zeitbasierten Tarif haben, kann das ungünstig sein und unnötige Kosten verursachen. In diesem Fall können Sie auf Tarifmodell ändern klicken und ein entsprechendes Tarifmodell wählen.
6.Anschließend speichert der Assistent die Zugangskonfiguration und führt eine Prüfung der Internetverbindung durch (sofern Sie in Schritt 5 nicht ausdrücklich darauf verzichtet haben). Der Vorgang kann eine kurze Weile dauern. Lassen Sie die FRITZ!Box solange in Ruhe arbeiten und aktualisieren Sie die Anzeige in Ihrem Webbrowser nicht manuell.

7.Hat alles geklappt, erhalten Sie eine Erfolgsmeldung. Die FRITZ!Box ist nun für den Internetzugang konfiguriert. Alle Geräte, die sich mit der FRITZ!Box per Netzwerkkabel oder Drahtlosnetzwerk verbinden, können diesen Internetzugang automatisch nutzen.
8.Abschließend haben Sie bei neueren Modellen die Möglichkeit, die Option Diagnose und Wartung zu steuern. Sie ist standardmäßig eingeschaltet und sorgt dafür, dass Diagnosedaten von Ihrer FRITZ!Box an den Hersteller AVM übermittelt werden. Der ermittelt dadurch statistische Daten über die Nutzung seiner Geräte und mögliche Probleme. Wenn Sie sich an dieser Erfassung nicht beteiligen möchten, deaktivieren Sie die Option, bevor Sie den Assistenten abschließen.
Sollte die Verbindung mit dem Internet nicht funktioniert haben, erhalten Sie eine entsprechende Meldung mit Hinweisen, etwa die korrekte Verkabelung zu überprüfen. Folgen Sie den Hinweisen und verwenden Sie die Zurück-Schaltfläche, um ggf. Zugangsdaten zu ändern und den Verbindungstest erneut durchzuführen.

Kontrollieren Sie, ob die Internetverbindung mit den Zugangsdaten erfolgreich hergestellt wurde.
Den Assistenten abbrechen
Wenn etwas nicht klappt, Ihnen Zugangsdaten fehlen oder Sie nicht sicher sind, können Sie den Assistenten jederzeit beenden. Klicken Sie dazu auf die Abbrechen-Schaltfläche unten rechts und bestätigen Sie die Rückfrage mit Assistenten beenden.

Der Vorgang wird dann abgebrochen und die bereits vorgenommenen Änderungen und Eingaben werden verworfen. Sie gelangen stattdessen zur normalen Weboberfläche Ihrer FRITZ!Box. Sie können den Assistenten später jederzeit erneut aufrufen, indem Sie in der Navigationsleiste an der linken Seite ganz unten auf Assistenten klicken und dann Internetzugang einrichten wählen.
1.3 Die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box
Die Konfiguration und Administration der FRITZ!Box erfolgt über eine Weboberfläche. Einzelne Funktionen lassen sich auch über FRITZ!-Apps oder angemeldete Mobilteile vornehmen, aber die ganze Fülle an Einstellungs- und Steuerungsmöglichkeiten erreichen Sie nur hier. Die Weboberfläche zeigt sich nach dem Durchführen (oder ggf. auch Abbrechen) des Einrichtungsassistenten beim ersten Start der FRITZ!Box. Anschließend wird die Oberfläche immer angezeigt, wenn Sie sich bei Ihrer FRITZ!Box anmelden. Hierfür benötigen Sie lediglich einen Webbrowser, der Standard-Webtechniken wie JavaScript beherrschen sollte. Das können Internet Explorer, Edge, Chrome oder Firefox am PC sein, ebenso wie Mobilbrowser auf Ihrem Tablet bzw. Smartphone mit iOS, Android oder Windows Mobile.

Optimale Breite des Browserfensters
Die Weboberfläche passt sich automatisch an die vorhandene Fläche des Bildschirms bzw. des Browserfensters an. Achten Sie deshalb darauf, das Fenster nicht zu klein bzw. insbesondere nicht zu schmal zu machen. Sonst blendet die Oberfläche die Navigationsleiste am linken Rand aus. Stattdessen finden Sie dann oben links neben der Bezeichnung Ihrer FRITZ!Box ein Menü-Symbol, über das Sie die Navigationsleiste bei Bedarf einblenden können. Das geht auch, ist aber etwas umständlicher.
1.Geben Sie im Webbrowser Ihrer Wahl die Adresse http://fritz.box ein. Oftmals reicht auch bereits fritz.box. Sollten Sie den Gerätenamen Ihrer FRITZ!Box verändert haben, geben Sie stattdessen diese Bezeichnung ein.

2.Der Webbrowser zeigt Ihnen dann zunächst den Anmeldedialog, wo Sie das Kennwort eintippen. Bei neueren Modellen gibt es ein Werkskennwort, das Sie an der Rückseite und auf der Servicekarte abgedruckt finden. Haben Sie ein eigenes Passwort für Ihre FRITZ!Box festgelegt, tippen Sie selbstverständlich dieses ein.

3.Nach der Anmeldung mit dem korrekten Kennwort sehen Sie im Webbrowser die Weboberfläche Ihrer FRITZ!Box. Diese startet immer mit der Übersicht-Seite.

Die Weboberfläche startet immer mit der Übersichtsseite.
Die Übersichtsseite
Die Übersichtsseite verschafft Ihnen – ganz wie der Name es verspricht – einen schnellen Überblick über das, was bei Ihrer FRITZ!Box gerade los ist.

1.Aktueller Energieverbrauch
Hier zeigt die FRITZ!Box an, wie viel Prozent ihrer Maximalleistung sie gerade erbringt. Der Wert hängt davon ab, welche Funktionen aktiviert und wie viele Geräte angeschlossen sind. Im Wesentlichen sollte man hier auf Abweichungen vom Üblichen achten. Ein dauerhaft sehr hoher Wert kann ein Anzeichen dafür sein, dass Ihre FRITZ!Box mit ihren Aufgaben überlastet ist. Die Bezeichnung Aktueller Energieverbrauch ist eine Verknüpfung zum Energiemonitor. Hier können Sie im Detail sehen, welche Komponenten was verbrauchen.
2.FRITZ!OS-Version
Links oben sehen Sie die Versionsnummer der aktuell installierten FRITZ!OS-Version. Ein Klick darauf ruft Informationen zu Änderungen und neuen Funktionen dieser Version auf.
3.Verbindungen
Dieser Bereich zeigt kompakt den derzeitigen Status Ihrer Internet- und Telefonverbindungen an. Liegen Störungen vor, kann man das hier auf den ersten Blick erkennen. Internet und Telefonie sind Abkürzungen zu den entsprechenden Einstellungen Ihrer FRITZ!Box.
4.Anschlüsse
Mit Anschlüsse sind Verbindungen Ihrer FRITZ!Box zu anderen Geräten gemeint – entweder tatsächliche physische oder auch Drahtlosverbindungen. Hier sehen Sie also sofort, welche Anschlüsse der FRITZ!Box belegt sind und wie viele Geräte derzeit drahtlos verbunden sind. Die Bezeichnungen der Anschlussarten sind Verknüpfungen, die Sie direkt zu den Einstellungen für diese Anschlüsse bringen.
5.Anrufe
Wenn Sie die Telefoniefunktionen Ihrer FRITZ!Box nutzen, finden Sie hier eine Liste der letzten Anrufe. Besonders praktisch: Stehen Nummern in der Liste, die keinem Kontakt zugeordnet sind, können Sie hier direkt einen Kontakt anlegen oder die Nummern einem vorhandenen Kontakt zuordnen (mehr dazu im Abschnitt „Anschlüsse“). Mit mehr... geht es zur ausführlicheren Liste.
6.Anrufbeantworter
Fungiert Ihre FRITZ!Box auch als Anrufbeantworter, sehen Sie hier sofort, ob Nachrichten vorliegen. Diese können Sie mit dem Wiedergabesymbol sogar direkt abspielen. Mit mehr... geht es zur Detailseite des Anrufbeantworters (mehr dazu im Abschnitt „Anrufbeantworter in der FRITZ!Box einrichten“).
7.Heimnetz
Diese Liste gibt Ihnen einen ersten Überblick auf die Geräte in Ihrem Heimnetzwerk, die über ein Netzwerkkabel oder WLAN mit der FRITZ!Box in Verbindung stehen. Einige der Geräte können direkt angeklickt werden, wenn sie über eigene Webseiten zum Konfigurieren oder Steuern verfügen. Mit mehr... geht es zur ausführlichen Heimnetzliste.
8.Komfortfunktionen
In diesem Bereich sind verschiedene Funktion Ihrer FRITZ!Box versammelt. Der genaue Umfang hängt davon ab, welche Komfortfunktionen Sie aktiviert haben. Jeder Eintrag verrät Ihnen wichtige Informationen wie etwa den verfügbaren Speicherplatz für den NAS-Netzwerkspeicher. Gleichzeitig ist die Bezeichnung der Funktion eine Abkürzung zur Seite mit den entsprechenden Einstellungen.
Das Hilfsmenü der Weboberfläche
Bei neueren Versionen von FRITZ!OS finden Sie oben rechts in der Weboberfläche ein durch drei Punkte symbolisiertes Hilfsmenü mit einigen wichtigen Punkten:
•Mit Abmelden können Sie sich jederzeit sicher von der Weboberfläche verabschieden. Die rechts daneben ablaufende Zeit zeigt Ihnen an, wann Sie – ohne weitere Interaktion – automatisch abgemeldet würden. Ein Klick auf diesen Zähler setzt die Zeit jeweils auf die Maximaldauer zurück.

•E-Mail-Adresse ändern wird nur angezeigt, wenn Sie sich mit einem Benutzerkonto mit hinterlegter E-Mail-Adresse angemeldet haben. Dann können Sie über diesen Menüpunkt Ihre E-Mail-Adresse wechseln.
•Mit Kennwort ändern legen Sie ein neues Kennwort für den Zugang zur Weboberfläche Ihrer FRITZ!Box fest (siehe unten).
•Die Erweiterte Ansicht schaltet Ihnen zusätzliche Einstellungen Ihrer FRITZ!Box frei (siehe „Die erweiterte Ansicht für volle Kontrolle“).
•Die beiden unteren Menüpunkte sind Abkürzungen zu gleichnamigen Funktionen Ihrer FRITZ!Box.
Der sichere Zugang zur FRITZ!Box
Die Weboberfläche gewährt Ihnen Zugang zu sämtlichen Einstellungsmöglichkeiten Ihrer FRITZ!Box. Dementsprechend sollten nur Sie selbst oder ggf. andere vertrauenswürdige Personen Zugriff darauf erhalten. Von Haus aus ist die Weboberfläche mittels Kennwort und Zugangsbeschränkungen geschützt. Sie können Änderungen an diesen Vorgaben vornehmen, sollten dabei aber Umsicht walten lassen.
Das Kennwort für die Weboberfläche ändern
Ihrer FRITZ!Box kommt entweder mit einem ab Werk voreingestellten Kennwort oder Sie haben beim ersten Anmelden ein eigenes Kennwort festgelegt. Gerade im ersten Fall ist es sinnvoll, das Werkspasswort durch ein eigenes Kennwort zu ersetzen. Zwar bekommt jede FRITZ!Box ihr individuelles Geheimwort verpasst. Aber ein selbst erdachtes Kennwort ist sicherer und ggf. auch besser zu merken. Und auch ein eigenes Kennwort sollte man aus Sicherheitsgründen in regelmäßigen Abständen wechseln.
1.Um das Kennwort zu ändern, klicken Sie auf das Symbol für das Hilfsmenü oben rechts.
2.Wählen Sie im Menü den Punkt Kennwort ändern.

3.Damit öffnen Sie eine Einstellungsseite mit einem Eingabefeld, in dem Sie das neue Kennwort eingeben können.
4.Beachten Sie dabei die Anzeige für die Qualität des gewählten Kennworts unmittelbar unter diesem Feld. Sie reagiert dynamisch und wird nach jedem Zeichen aktualisiert.

5.Wählen Sie ein Kennwort, das mindestens die Bewertung mittel erzielt. Das erreichen Sie, indem Sie nicht aufeinanderfolgende Buchstaben und Ziffern kombinieren. Noch besser wäre die Bewertung gut oder gar stark. Dazu müssen Sie die Buchstaben und Ziffern mit Sonderzeichen (?, &, % usw.) ergänzen.
6.Haben Sie ein sicheres Kennwort gefunden, das Sie sich gut merken können, klicken Sie unten auf Übernehmen.
Die Art der Anmeldung verändern
Standardmäßig fragt die FRITZ!Box bei der Anmeldung für die Weboberfläche nach einem Kennwort. Sie können dieses Verhalten aber ändern, sodass entweder zusätzlich auch ein Benutzername eingegeben werden kann bzw. muss. Oder Sie verzichten ganz auf eine Autorisierung, was aber nur in ganz bestimmten Situationen empfehlenswert ist.
1.Um die Art der Anmeldung zu verändern, öffnen Sie in der Navigationsleiste das Menü System/FRITZ!Box-Benutzer.
2.Wechseln Sie dort in die Rubrik Anmeldung im Heimnetz.
3.Nun können Sie auf der rechten Seite mit verschiedenen Optionen festlegen, wie Zugriffe aus dem Heimnetzwerk kontrolliert werden sollen:
•Anmeldung mit FRITZ!Box-Benutzernamen und Kennwort
Sie können in Ihrer FRITZ!Box ähnlich wie beispielsweise bei Windows mehrere Benutzer anlegen, die verschiedene Zugriffsrechte haben. So lässt sich beispielsweise der Zugriff auf die im FRITZ!NAS gespeicherten Dateien sinnvoll einschränken. Aber auch der Zugriff auf Funktionen und Einstellungen der FRITZ!Box kann bei den Benutzern unterschiedlich konfiguriert werden. Damit das klappt, müssen sich die Benutzer aber eben auch mit ihrem Benutzernamen und dem dazugehörenden Kennwort bei der FRITZ!Box anmelden. Wenn Sie mehr als einen Benutzer in Ihrer FRITZ!Box einrichten, kann es deshalb sinnvoll sein, beim Anmelden Benutzername und Passwort abzufragen. Voraussetzung für diese Option ist allerdings, dass Sie mindestens ein Benutzerkonto mit der Berechtigung FRITZ!Box-Einstellungen angelegt haben. Mehr zu Benutzerkonten finden Sie im Kapitel „4.1 Benutzerverwaltung für lokale Dienste“.
•Anmeldung mit dem FRITZ!Box-Kennwort
Das ist die ab Werk standardmäßig eingestellte Variante. Sie kann beibehalten werden, solange für die FRITZ!Box keine weiteren Benutzer mit speziellen Zugriffsrechten eingerichtet wurden.
•Kennwortlose Anmeldung
Bei dieser Variante steht der Zugriff auf die Weboberfläche direkt zur Verfügung, wenn man die Adresse der FRITZ!Box im Webbrowser angibt. Es wird kein Kennwort dafür abgefragt. Dies ist allerdings ein großes Sicherheitsrisiko, weil dann jeder, der Zugriff zu Ihrem Heimnetzwerk hat, auch Einstellungen Ihrer FRITZ!Box einsehen und verändern könnte. Auch wenn Ihnen das unwahrscheinlich erscheint, denken Sie dabei an Gäste, denen Sie irgendwann einmal Ihr WLAN öffnen oder schon geöffnet haben oder die ein ungeschützt herumliegendes Tablet zur Hand nehmen könnten. Im Extremfall sollte man auch Einbrecher berücksichtigen, die sich an jeder Netzwerksteckdose Zugang zum Heimnetzwerk und damit dann auch zur FRITZ!Box verschaffen könnten.

4.Ganz unten auf der Einstellungsseite finden Sie eine weitere Funktion, die zusätzliche Sicherheit vor allem auch vor unachtsamen Änderungen bringen kann. Mit Ausführung bestimmter Einstellungen und Funktionen zusätzlich bestätigen lassen Sie zu, dass wichtige Einstellungen wie etwa Rufumleitungen nicht ausschließlich an der FRITZ!Box (und damit womöglich rein aus der Ferne) vorgenommen werden können. Stattdessen müssen solche Aktionen grundsätzlich durch eine Tastenbestätigung an einem der angeschlossenen bzw. angemeldeten Telefongeräte bestätigt werden.
5.Speichern Sie die veränderten Einstellungen schließlich mit einem Klick auf die Übernehmen-Schaltfläche ganz unten.
Google Authenticator statt PIN
Neu ab FRITZ!OS 7 ist die Möglichkeit, Einstellungsänderungen an der FRITZ!Box via Internet zusätzlich mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung per Google-Authenticator-App abzusichern. Aktivieren Sie hierzu auf der oben beschriebenen Seite zusätzlich die Option Bestätigung über Google Authenticator App aktivieren. Sie können dann unter System/FRITZ!Box-Benutzer/Benutzer den Authenticator für einzelne Benutzer einrichten. Voraussetzung ist, dass Sie die Google-Authenticator-App auf Ihrem Smartphone installiert und eingerichtet haben. Sie erhalten dann bei jedem Anmeldeversuch einen Einmal-Code auf Ihrem Smartphone, den Sie bei der Anmeldung an der FRITZ!Box eintippen.
Die Weboberfläche auch aus der Ferne nutzen
Standardmäßig können Sie die Weboberfläche Ihrer FRITZ!Box nur von einem Gerät aus öffnen, das in Ihrem lokalen Heimnetzwerk angeschlossen bzw. per WLAN angemeldet ist. Es kann aber durchaus sinnvoll sein, auch von unterwegs auf die FRITZ!Box zugreifen zu können, etwa um Smart-Home-Funktionen zu bedienen oder Anrufe abzuhören (wobei das auch per Fernabfrage via Telefon funktioniert). Das geht, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:
•Es ist grundsätzlich ein Zugriff auf Ihre FRITZ!Box von außerhalb möglich, etwa durch die Nutzung von My!FRITZ oder einem anderen VPN (siehe „3.3 Mit MyFRITZ! von unterwegs auf das Heimnetz zugreifen“).
•Es muss ein Benutzer in der FRITZ!Box eingerichtet sein, dem der Zugang aus dem Internet ausdrücklich erlaubt ist.

Der Zugriff von außerhalb des Heimnetzwerks muss ausdrücklich zugelassen werden.
Im Kapitel „4.1 Benutzerverwaltung für lokale Dienste“ wird die Benutzerverwaltung der FRITZ!Box ausführlich vorgestellt. An dieser Stelle deshalb nur der folgende Hinweis: Wenn Sie einen Benutzer neu hinzufügen oder einen der vorhandenen Benutzer bearbeiten, finden Sie in dessen Profil die Option Zugang auch aus dem Internet erlaubt. Aktivieren Sie diese Option, damit dieser Benutzer sich auch von außerhalb des eigenen Heimnetzwerks bei der FRITZ!Box anmelden darf. Unterhalb dieser Option finden Sie verschiedene Berechtigungen, was der Benutzer genau tun darf. Stellen Sie sicher, dass hier die für die Aufgaben erforderlichen Optionen aktiviert sind, beispielsweise Sprachnachrichten, Faxnachrichten, FRITZ!App Fon und Anrufliste, um den Anrufbeantworter aus der Ferne per Weboberfläche abhören und einstellen zu können.
Assistenten für wichtige Einstellungen
Der unterste Punkt im Hauptmenü Ihrer FRITZ!Box lautet Assistenten. Damit rufen Sie eine Seite mit Einstellungen für verschiedene typische Aufgaben Ihrer FRITZ!Box auf. Jede startet einen Assistenten, der Sie Schritt für Schritt durch alle Einstellungen für die jeweilige Aufgabe führt. So können Sie hier etwa Telefongeräte mit der Box verbinden (drahtgebunden und drahtlos), Telefonnummern verwalten oder den Zustand Ihrer FRITZ!Box überprüfen.
Alle diese Funktionen und Einstellungen lassen sich in den anderen Menüs ebenfalls erreichen und dort teilweise noch flexibler einstellen. Aber die Assistenten sind für viele typische Verwaltungsaufgaben ein guter Ausgangspunkt.

Die Assistenten unterstützen Sie beim Erledigen typischer Einstellungsaufgaben.
Die erweiterte Ansicht für volle Kontrolle
In der Standardeinstellung zeigt die Weboberfläche nicht alle Einstellungsmöglichkeiten Ihrer FRITZ!Box an. Zum einen soll die Oberfläche für einfache Nutzer mit weniger Ansprüchen dadurch übersichtlicher werden. Zum anderen werden dadurch speziellere Einstellungen, von denen nur bestimmte Anwender profitieren und die bei anderen aber leicht zu Fehlfunktionen führen können, standardmäßig ausgeblendet. Wer solche Einstellungen nutzen möchte, muss sie eben zuvor ausdrücklich anzeigen lassen.
Zumindest für die Lektüre dieses Buches empfehle ich Ihnen, die erweiterte Ansicht der Weboberfläche mit allen Einstellungen zu wählen. Denn selbstverständlich gehe ich in diesem Buch auch auf speziellere Optionen ein, die nur dann angezeigt werden. Sollten Sie lieber mit der vereinfachten Ansicht arbeiten, geht das aber auch. Denken Sie in diesem Fall nur daran, die Ansichtsoption zu prüfen, wenn im Buch ein Menü oder eine Einstellung beschrieben wird, die in Ihrer FRITZ!Box an dieser Stelle nicht zu finden ist.
•Um die Ansicht zu ändern, suchen Sie unten links in der Weboberfläche den Text Ansicht: Standard bzw. Ansicht: Erweitert. Dieser gibt den aktuellen Anzeigemodus an. Ein Mausklick darauf wechselt zur jeweils anderen Variante.

•Bei neueren FRITZ!OS-Versionen mit Hilfsmenü finden Sie außerdem dort eine bequeme Umschaltmöglichkeit. Öffnen Sie das Menü mit dem Drei-Punkte-Symbol oben rechts. Das Symbol rechts neben Erweiterte Ansicht dient zugleich als Schalter, mit dem Sie diese Option an- und ausschalten können.

Nach einer Änderung der Ansicht wird die aktuelle Seite der Weboberfläche automatisch neu geladen, damit die sich ergebenden Veränderungen an der Darstellung direkt in Kraft treten.
Ein Menü, bei dem Sie dies beispielsweise ausprobieren können, ist das Menü unter System/Update. Hier wird im erweiterten Modus eine zusätzliche Rubrik (FRITZ!OS-Datei) angezeigt. Aber auch innerhalb einer Seite können in der erweiterten Ansicht zusätzliche Inhalte angezeigt werden. Das lässt sich gut beim Menü Heimnetz/Netzwerk in der Rubrik Netzwerkeinstellungen sehen. Hier zeigt die Standardansicht deutlich weniger Optionen an als die erweiterte.
1.4 Die FRITZ!Box mit dem Internet verbinden
Zu den zentralen Aufgaben einer FRITZ!Box gehört es, den angeschlossenen bzw. angemeldeten Netzwerkgeräten den Zugang zum Internet zu ermöglichen. Dieser kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Die gängigsten sind ein DSL- oder ein Kabelanschluss. Mobilfunk (LTE) und Glasfaser sind noch weniger verbreitet, aber auf dem Vormarsch. Die meisten FRITZ!Box-Modelle unterstützen eine dieser Anschlussarten direkt. Viele neuere Modelle können außerdem LTE als alternative Zugangsart nutzen, um beim Ausfall des Hauptzugangs eine Ersatzverbindung aufbauen zu können.
Einige wenige FRITZ!Box-Modelle enthalten kein Modem für eine der erwähnten Zugangsarten. Sie sind darauf angewiesen, sich für den Onlinezugang mit einem externen Modem oder einem Router zu verbinden, um deren Internetkonnektivität nutzen und an andere Netzwerkgeräte weiterreichen zu können. Das ist übrigens eine Eigenschaft aller FRITZ!Boxen. Neben der eigentlich unterstützten Verbindungsvariante können Sie auch jede andere Variante nutzen, sofern Sie über ein entsprechendes Modem oder einen Router verfügen, mit denen sich die FRITZ!Box verbinden kann. Sie können also beispielsweise ein DSL-Modell auch für einen Kabelanschluss verwenden, sofern Sie über ein Kabelmodem verfügen, das sich über einen Netzwerkanschluss mit der FRITZ!Box verbinden lässt.
Auf den folgenden Seiten stelle ich die verschiedenen Möglichkeiten, eine FRITZ!Box mit dem Internet zu verbinden, jeweils ausführlich vor. Ihr eigenes Modell kann niemals alle beschriebenen Varianten unterstützen. Aber Sie werden vermutlich feststellen, dass auch mit Ihrer FRITZ!Box mehr als nur eine Variante möglich ist.
Internetzugang per (V)DSL-Anschluss
Die weitaus meisten FRITZ!Box-Modelle unterstützen von Haus aus den Internetzugang per DSL bzw. VDSL. Das bedeutet, sie haben ein DSL-Modem eingebunden und können direkt oder über einen Splitter mit der Telefondose verbunden werden. Die FRITZ!Box stellt über das integrierte DSL-Modem die Internetverbindung selbstständig her und reicht den so hergestellten Onlinezugang an alle anderen Geräte im Heimnetzwerk weiter.
IP- vs. Festnetzanschluss
Eine wichtige Grundsatzfrage zum DSL-Anschluss sollte ggf. als Erstes geklärt werden: Noch immer gibt es zwei Arten von DSL-Anschlüssen:
•Klassischer DSL-Anschluss mit Festnetz
Historisch betrachtet gab es zunächst den Festnetz-Telefonanschluss, der dann durch einen DSL-Anschluss erweitert wurde. Dabei kann es sich um einen einfachen analogen oder einen ISDN-Anschluss handeln. Damit Telefon- und DSL-Signale sich nicht in den Weg kommen, ist ein Splitter erforderlich, der die Frequenzen trennt. Bei einem solchen Anschluss können Sie ein Telefongerät direkt in die Telefondose stecken und verwenden. Zusätzlich können Sie über den DSL-Zugang IP-basiert (VoIP) telefonieren. Diese Variante ist allerdings vom Aussterben bedroht. Sie wird zunehmend durch rein IP-basierte Anschlüsse ohne Festnetz ersetzt. Die dadurch frei werdende Bandbreite des Telefonsignals kann dabei für eine höhere DSL-Kapazität genutzt werden.
•IP-basierter DSL-Anschluss
Diese moderne Variante wird auch als All-IP-, NGN-, entbündelter oder Komplettanschluss bezeichnet. Er umfasst kein Telefonsignal mehr, sondern transportiert nur noch Internetdaten. Telefonverbindungen werden über den Internetanschluss per VoIP abgewickelt.
Der IP-basierte Anschluss erlaubt vielerorts eine höhere Bandbreite für den DSL-Zugang. Auf Komfortfunktionen wie mehrere Nummern und Leitungen oder Verbindungsmanagement und Telefonkonferenzen braucht man dabei auch nicht zu verzichten. Eher im Gegenteil: Bei ausreichend hoher Bandbreite des DSL-Zugangs kann man wesentlich mehr Telefonverbindungen gleichzeitig abwickeln als beispielsweise über einen ISDN-Anschluss.
Ein Nachteil der IP-basierten Anschlüsse sei aber nicht verschwiegen: Er ist auf eine funktionierende Internetverbindung und spezielle Hard- und/oder Software angewiesen. Letztere Aufgabe kann Ihre FRITZ!Box übernehmen. Wenn es mit dieser Probleme gibt, die Internetverbindung gestört ist oder einfach mal der Strom ausfällt, ist aber auch mit der Telefonie Schluss.
Klassische analoge oder ISDN-Anschlüsse waren da wesentlich robuster und beispielsweise notstromfähig. Es ist nun aber auch nicht so, dass man eine Wahl hätte. Neuanschlüsse mit Festnetz sind praktisch nicht mehr zu bekommen und auch die bestehenden Festnetzanschlüsse stellen die Anbieter nach und nach zwangsweise auf All-IP um.
Die FRITZ!Box mit einem IP-basierten Anschluss verbinden
Bei einem IP-basierten Zugang ohne klassischen Telefonanschluss braucht im Grunde genommen nur ein Kabel von der FRITZ!Box zum Telefonanschluss gelegt zu werden.
1.Stellen Sie sicher, dass an Ihrer Telefondose keine Telefone oder sonstige Geräte mehr angeschlossen sind. Dies gilt auch für eventuelle Nebenanschlüsse. Achtung: Bei der Umstellung vom klassischen Festnetz auf IP-basierten Anschluss muss auch der zuvor genutzte DSL-Splitter entfernt werden. Er wird bei IP-basierten Anschlüssen nicht mehr benötigt.
2.Lokalisieren Sie bei Ihrer FRITZ!Box an der Rückseite den RJ45-Anschluss mit der Beschriftung DSL bzw. VDSL oder bei älteren Modellen DSL/TEL.

3.Zum Lieferumfang Ihrer FRITZ!Box gehört ein Verbindungskabel, das an einem Ende einen RJ45-Stecker mit der entsprechenden Beschriftung hat. Dieses Ende gehört in die DSL-Buchse der Box.
4.Beim anderen Ende dieses Kabels gibt es zwei Varianten:
•Befindet sich an diesem Ende nur ein Stecker, der mit Telefonanschluss beschriftet ist, gehört dieser direkt in eben diesen, im Zweifelsfall in die mit F beschriftete TAE-Dose.
•Teilt sich das Ende in zwei Anschlüsse mit den Bezeichnungen Telefonanschluss ISDN/analog TEL am einen und SPLITTER DSL am anderen, ist dieses Kabel für einen klassischen Festnetzanschluss vorgesehen. Das macht aber nichts. Stecken Sie das helle, mit SPLITTER DSL beschriftete Ende in die Telefondose. Das dunkle Kabelende lassen Sie in diesem Fall einfach unbenutzt.

Sollte kein Kabel vorhanden sein, können Sie aus Ihrem Fundus oder dem Zubehörhandel ein herkömmliches Telefonkabel mit RJ45-Steckern verwenden. Allerdings sollte es ISDN-geeignet und somit voll beschaltet sein.
5.Wenn Ihre Telefondose nur TAE-Buchsen hat, finden Sie im Lieferumfang der FRITZ!Box üblicherweise einen RJ45-auf-TAE-Adapter, den Sie einfach zwischenstecken können. Sollte mehr als ein Adapter beiliegen, wählen Sie den, der farblich zum Kabelende passt.

6.Führen Sie abschließend den Einrichtungsassistenten in der Weboberfläche der FRITZ!Box aus (siehe „Der Assistent für den Internetzugang“). Wählen Sie zu Beginn die Option Anschluss an einen DSL-Anschluss aus und geben Sie im Folgenden beispielsweise Ihre Zugangsdaten ein, damit die DSL-Verbindung genutzt werden kann.

Bei einem IP-basierten Anschluss wird die FRITZ!Box direkt mit der Telefondose verbunden.
Sie können das Kabel bei laufender FRITZ!Box einstecken. Die Box bemerkt es, wenn ein Kabel ein- oder ausgesteckt wird, und reagiert automatisch darauf. Allerdings kann es beim Herstellen der DSL-Verbindung durchaus etwas dauern, bis sich das DSL-Modem mit dem Partner am anderen Ende der Leitung synchronisiert hat.
Die FRITZ!Box mit einem klassischen analogen Festnetzanschluss verbinden
Sollten Sie noch einen klassischen Festnetzanschluss nutzen, müssen mehrere Komponenten richtig miteinander verbunden werden.
1.Voraussetzung für einen Festnetzanschluss ist ein Splitter, der Telefon- und DSL-Frequenzen trennt. Dieser sollte bereits vorhanden sein. Andernfalls erhalten Sie ihn von Ihrem Telefonanbieter. Der Splitter wird in die F-Buchse der Telefondose eingesteckt.

2.Lokalisieren Sie nun an Ihrer FRITZ!Box den mit DSL/TEL beschrifteten Eingang. Bei neueren Boxen ist er nur mit DSL bzw. VDSL beschriftet. Auch dann kann er aber auf die beschriebene Weise genutzt werden.

3.Zum Lieferumfang Ihrer FRITZ!Box gehört ein Verbindungskabel, das an einem Ende einen RJ45-Stecker mit der zur Anschlussbuchse passenden Beschriftung hat. Dieses Ende gehört in die DSL-Buchse der Box. Am anderen Ende des Kabels sollten sich für diese Anschlussvariante zwei Stecker befinden, einer für Telefon und einer für den DSL-Splitter. Haben Sie ein Kabel mit nur einem Stecker an jedem Ende, benötigen Sie einen Ersatz, um Ihren analogen Festnetzanschluss auch von der FRITZ!Box aus nutzen zu können.

4.Stecken Sie den mit SPLITTER/DSL beschrifteten Stecker des Kabels in den mit DSL beschrifteten Ausgang des DSL-Splitters.
5.Stecken Sie den mit Telefonanschluss beschrifteten Stecker des Kabels in die F-Buchse des DSL-Splitters. Verwenden Sie hierzu ggf. den RJ45-auf-TAE-Adapter aus dem Lieferumfang Ihrer FRITZ!Box.

6.Führen Sie abschließend den Einrichtungsassistenten in der Weboberfläche der FRITZ!Box aus (siehe „Der Assistent für den Internetzugang“). Wählen Sie zu Beginn die Option Anschluss an einen DSL-Anschluss aus und geben Sie im Folgenden beispielsweise Ihre Zugangsdaten ein, damit die DSL-Verbindung genutzt werden kann.

Für einen analogen Festnetzanschluss muss ein DSL-Splitter zwischen Telefondose und FRITZ!Box geschaltet sein.
Die FRITZ!Box mit einem ISDN-Festnetzanschluss verbinden
Wenn Sie noch einen ISDN-Festnetzanschluss verwenden und die Telefoniefunktionen der FRITZ!Box nutzen möchten, müssen Sie darauf achten, dass Ihre FRITZ!Box ISDN-fähig ist. Das erkennen Sie am leichtesten an einem FON S0-Anschluss an der Rückseite. Eine FRITZ!Box ohne diesen Anschluss können Sie für den Internetzugang und VoIP-Telefonie nutzen. Ihre ISDN-Geräte müssen Sie dann aber direkt am ISDN-NTBA anschließen und Sie können sie nicht über die FRITZ!Box verwenden.
1.Voraussetzung für einen ISDN-Anschluss ist ein Splitter, der Telefon- und DSL-Frequenzen trennt. Dieser sollte bereits vorhanden sein. Fragen Sie andernfalls bei Ihrem Telefonanbieter danach. Der Splitter wird in die F-Buchse der Telefondose eingesteckt.

2.Außerdem benötigen Sie einen ISDN-Netzabschluss (NTBA), der das ISDN-Signal bereitstellt. Auch der wird vom Telefonanbieter gestellt. Der TAE-Stecker des NTBA wird in die F-Buchse des DSL-Splitters gesteckt.

3.Lokalisieren Sie nun an Ihrer FRITZ!Box den mit DSL/TEL beschrifteten Eingang. Bei neueren Boxen ist er nur mit DSL bzw. VDSL beschriftet. Auch dann kann er aber auf die beschriebene Weise genutzt werden.

4.Zum Lieferumfang Ihrer FRITZ!Box gehört ein Verbindungskabel, das an einem Ende einen RJ45-Stecker mit der zur Anschlussbuchse passenden Beschriftung hat. Dieses Ende gehört in die DSL-Buchse der Box. Am anderen Ende des Kabels sollten sich für diese Anschlussvariante zwei Stecker befinden, einer für den Telefonanschluss und einer für den DSL-Splitter. Haben Sie ein Kabel mit nur einem Stecker an jedem Ende, benötigen Sie einen Ersatz, um Ihren ISDN-Festnetzanschluss auch von der FRITZ!Box aus nutzen zu können.

5.Stecken Sie den mit SPLITTER/DSL beschrifteten Stecker des Kabels in den mit DSL beschrifteten Ausgang des DSL-Splitters.
6.Stecken Sie den mit Telefonanschluss beschrifteten Stecker des Kabels in eine der S0-Buchsen am ISDN-NTBA.
7.Führen Sie abschließend den Einrichtungsassistenten in der Weboberfläche der FRITZ!Box aus (siehe „Der Assistent für den Internetzugang“). Wählen Sie zu Beginn die Option Anschluss an einen DSL-Anschluss aus und geben Sie im Folgenden beispielsweise Ihre Zugangsdaten ein, damit die DSL-Verbindung genutzt werden kann.

Für den Anschluss im ISDN-Festnetz benötigen Sie DSL-Splitter und DSL-NTBA.
Internetzugang per Kabelanschluss
Ist Ihr Haushalt mit einem Kabel-Internetzugang versorgt, können Sie ein entsprechendes FRITZ!Box-Cable-Modell direkt daran anschließen, um das Kabelinternet für alle Geräte im Heimnetz nutzbar zu machen. Umfasst der Kabelanschluss auch einen IP-Telefonanschluss, kann die FRITZ!Box auch darauf zugreifen. Sollten Sie parallel zu Ihrem Kabelanschluss noch klassisches Festnetztelefon haben, können Sie dieses mit den FRITZ!Box-Cable-Modellen allerdings nicht nutzen.
Anschluss per Kabelmodem
Wenn zu Ihrem Kabelanschluss ein spezielles Kabelmodem gehört, das den Internetzugang bereitstellt, wird die FRITZ!Box nicht mit dem Kabelanschluss verbunden, sondern mit diesem Modem. Befolgen Sie in diesem Fall die im Abschnitt „Internet von einem externen Modem“ beschriebenen Schritte.
1.Schließen Sie die FRITZ!Box noch nicht an die Stromversorgung an. Sollte dies schon geschehen sein, trennen Sie die Stromversorgung für die nachfolgenden Schritte zunächst wieder.
2.Lokalisieren Sie an der Rückseite Ihrer FRITZ!Box den Anschluss mit der Bezeichnung CABLE. Es handelt sich hierbei um eine Buchse für ein Koaxialkabel, wie es beispielsweise ebenso bei Antennen für SAT-TV verwendet wird.

3.Für die Verbindung mit der FRITZ!Box benötigen Sie ein Koaxialkabel. Üblicherweise finden Sie ein solches im Lieferumfang Ihrer Kabel-FRITZ!Box. Sollte es nicht mehr vorhanden sein oder die Länge nicht ausreichen, können Sie stattdessen aber ein beliebiges anderes Koaxialkabel mit passenden Steckern verwenden.

4.Ein Ende des Koaxialkabels – egal welches – gehört in den CABLE-Anschluss der FRITZ!Box.
5.Das andere verbinden Sie mit der Multimediadose Ihres Kabelanschlusses. Üblicherweise gibt es dort nur eine Buchse mit passendem Anschluss, die meist mit DATA beschriftet ist.

6.Stellen Sie nun die Stromversorgung Ihrer FRITZ!Box (wieder) her.
7.Führen Sie abschließend den Einrichtungsassistenten in der Weboberfläche der FRITZ!Box aus (siehe „Der Assistent für den Internetzugang“). Wählen Sie zu Beginn den Anschluss an einen Kabelanschluss aus und geben Sie im Folgenden beispielsweise Ihre Zugangsdaten ein, damit die Kabelverbindung genutzt werden kann.

Beim Kabelanschluss wird die FRITZ!Box direkt mit der Multimediadose verbunden.
Kabelboxen im Bridge-Modus
Eine Besonderheit bei einigen Kabelmodellen der FRITZ!Box ist der Bridge-Modus. Dabei können einzelne Netzwerkanschlüsse der FRITZ!Box so geschaltet werden, dass die daran angeschlossenen Geräte direkten Zugriff auf das interne Kabelmodem der FRITZ!Box haben. Sie können dadurch selbst einen Zugang zum Internet mit eigener Internetadresse usw. herstellen. Diese Anschlüsse sind vom Heimnetzwerk der FRITZ!Box logisch vollkommen getrennt. Die im Bridge-Modus angeschlossenen Geräte können nicht auf andere Teilnehmer des Heimnetzwerks zugreifen und umgekehrt. Allerdings wirken sich auch die Firewall- und Filterfunktionen der FRITZ!Box dann nicht auf diese Anschlüsse aus.
1.Öffnen Sie in der Weboberfläche Ihrer FRITZ!Box das Menü Internet/Zugangsart.
2.Wechseln Sie auf der rechten Seite zur Rubrik Bridge-Anschlüsse. (Wenn diese Rubrik nicht angezeigt wird, haben Sie die erweiterte Ansicht – siehe „Die erweiterte Ansicht für volle Kontrolle“ – nicht aktiviert oder Ihr FRITZ!Box-Modell unterstützt diese Funktion nicht.)
3.Machen Sie hier bei den Anschlüssen, die im Bridge-Modus betrieben werden sollen, ein Kreuzchen.
4.Klicken Sie unten auf Übernehmen.

Am Kabelanschluss können einzelne LAN-Anschlüsse in den Bridge-Modus umgeschaltet werden.
Internet per Glasfaser
Noch weniger verbreitet, aber auf dem Vormarsch ist der Internetzugang per Glasfaser. Die Leitung besteht in diesem Fall aus feinen Adern von Lichtwellenleitern aus Kunststoff oder Quarzglas, durch die Lichtimpulse geschickt werden. Die Signale laufen darin nicht nur mit Lichtgeschwindigkeit, sondern auch mit einer höheren Bandbreite als bei Kupferkabeln. Zudem ist Licht praktisch unempfindlich gegen Störeinflüsse und kann größere Entfernungen überbrücken.
Nachteil der Glasfaser: Die Leitungen sind deutlich teurer und der einmalige Aufwand beim Verlegen etwas höher. Bei Verbindungen zwischen Netzknoten wird heute schon an vielen Stellen Glasfaser eingesetzt. Bei der Verlegung der »letzten Meile« zu den Haushalten trifft man Glasfaserkabel wegen der Erschließungskosten hingegen noch nicht so häufig an. Trotzdem gehört Glasfaser die Zukunft, da nur mit dieser Technologie deutliche Steigerungen bei den Übertragungskapazitäten erreicht werden können.
Wenn Sie über einen Glasfaseranschluss und eine glasfaserfähige FRITZ!Box verfügen, können Sie diese direkt mit dem Anschluss verbinden. Beispielsweise hat die FRITZ!Box 5490 ein integriertes Glasfasermodem, sodass Sie für den Internetzugang keine weitere Hardware benötigen. Stellt Ihnen Ihr Telekommunikationsanbieter hingegen ein separates Glasfasermodem mit Netzwerkanschluss zur Verfügung, können Sie im Prinzip jedes FRITZ!Box-Modell verwenden (mehr zu dieser Variante im Abschnitt „Internet von einem externen Modem“).
1.Lokalisieren Sie an der Rückseite Ihrer FRITZ!Box den Anschluss mit der Bezeichnung Fiber. Es handelt sich hierbei um eine Buchse für ein Koaxialkabel, wie es beispielsweise ebenso bei Antennen für SAT-TV verwendet wird.

2.Ein Glasfaserkabel gehört nicht immer zum Lieferumfang Ihrer FRITZ!Box. Üblicherweise sollte vom Anbieter des Glasfaseranschlusses ein für dessen System passendes gestellt werden. Auf der Seite der FRITZ!Box sollte es einen SC-Stecker (meist blau) haben.

3.Entfernen Sie ggf. die Schutzkappe, die das Ende des Lichtleiters vor Schmutz und Beschädigungen schützen soll. Stecken Sie den SC-Stecker in den Fiber-Anschluss der FRITZ!Box.
4.Das andere Ende des Kabels stecken Sie in eine passende Buchse der Glasfaseranschlussdose. Achten Sie beim Verlegen des Glasfaserkabels darauf, dass dieses weder geknickt noch gequetscht wird. Auch Biegen sollte in einem lockeren Radius erfolgen, um das Lichtsignal nicht zu dämpfen oder gar zu stören.

5.Führen Sie abschließend den Einrichtungsassistenten in der Weboberfläche der FRITZ!Box aus (siehe „Der Assistent für den Internetzugang“). Wählen Sie zu Beginn den Anschluss an einen Glasfaseranschluss aus und geben Sie im Folgenden beispielsweise Ihre Zugangsdaten ein, damit die Glasfaser-Verbindung genutzt werden kann.

Beim Glasfaseranschluss wird die FRITZ!Box per Lichtwellenleiter mit der Anschlussdose verbunden.
Internet per LTE-Mobilfunk
Alle neueren FRITZ!Boxen bieten die Möglichkeit, Internet via Mobilfunk zu nutzen. Allerdings verfügen nur die LTE-Modelle über ein eingebautes LTE-Modem und einen SIM-Karten-Einschub. Bei den anderen Modellen muss man hingegen das komplette Mobilfunk-Modem an einem USB-Anschluss nachrüsten. In diesem Abschnitt geht es speziell um die LTE-Modelle mit eingebautem Modem. Wie Sie bei anderen FRITZ!Boxen ein Mobilfunk-Modem nachrüsten und verwenden, lesen Sie im Abschnitt „Internetzugang per USB-Mobilfunkstick“.
Eine FRITZ!Box mit eingebautem LTE-Modem erkennen Sie am zuverlässigsten anhand des SIM-Karten-Einschubs auf der Rück- bzw. Unterseite. Einige Modelle zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass sie an der Rückseite Anschlüsse für zusätzliche LTE-Antennen besitzen. Dann finden Sie im Lieferumfang die dazu passenden Antennen, die Sie einschrauben sollten, wenn Sie die LTE-Funktion verwenden möchten. Alternativ bieten diese Anschlüsse die Möglichkeit, eine leistungsfähigere externe Antenne anzuschließen. So können Sie beispielsweise an einem Standort mit schwachem LTE-Signal eine externe Antenne außen an der Hauswand anbringen, das Kabel von dort zur FRITZ!Box legen und hier anschließen.
1.Für den Internetzugang per Mobilfunk benötigen Sie eine SIM-Karte Ihres Mobilfunkanbieters nebst der dazugehörenden PIN.

2.Auf der Rück- bzw. Unterseite Ihrer FRITZ!Box finden Sie bei LTE-fähigen Modellen einen SIM-Karten-Einschub. Stecken Sie die SIM-Karte hier mit dosiertem Druck ein, bis sie spürbar einrastet.

3.Wenn Ihr FRITZ!Box-Modell mit zusätzlichen LTE-Antennen ausgeliefert wurde, sollten Sie diese nun an die mit LTE beschrifteten Buchsen an der Rückseite anschrauben.

4.Führen Sie abschließend den Einrichtungsassistenten in der Weboberfläche der FRITZ!Box aus (siehe „Der Assistent für den Internetzugang“). Wählen Sie zu Beginn den Zugang per Mobilfunk aus und geben Sie im Folgenden die PIN der SIM-Karte sowie ggf. weitere Zugangsdaten ein, damit die Verbindung genutzt werden kann.
Das Tarifmodell beachten
Der Einrichtungsassistent legt als Tarifmodell standardmäßig eine Flatrate bzw. einen volumenbasierten Tarif zugrunde, was bei DSL, Kabel und Glasfaser auch überwiegend sinnvoll ist. Bei Mobilfunktarifen gibt es aber eine größere Zahl von Varianten, unter anderem auch zeitbasierte Tarife. Dann wäre es nicht ratsam, die Mobilfunkverbindung rund um die Uhr aufrechtzuerhalten, sondern sie sollte jeweils nur bei Bedarf hergestellt werden. Achten Sie in diesem Fall also unbedingt auf die Zusammenfassung zum Abschluss des Einrichtungsassistenten und passen Sie das Tarifmodell dort ggf. an, damit die FRITZ!Box das passende Einwahlverhalten an den Tag legt.
Internet von einem externen Modem
Auch wenn Ihre FRITZ!Box für die am Standort vorhandene Zugangsart kein internes Modem mitbringt, müssen Sie nicht gleich zu einem anderen Modell wechseln. Die meisten FRITZ!Boxen können mit einem externen Modem zusammenarbeiten. Dieses baut die Onlineverbindung auf und reicht sie an die FRITZ!Box weiter. Die FRITZ!Box richtet das Heimnetzwerk ein und stellt die Internetverbindung darüber allen anderen Geräten zur Verfügung.
Diese Variante ist praktisch, wenn Sie beispielsweise von einem Haushalt mit DSL-Anschluss in einen mit Kabel- oder Glasfaseranschluss umziehen. Sie können Ihre FRITZ!Box dabei weiternutzen, indem Sie ein Kabelmodem zwischen FRITZ!Box und Anschlussdose schalten. Dieses sollte Ihnen der Kabelnetzbetreiber zur Verfügung stellen.

Mit einem externen Modem kann man der FRITZ!Box auch artfremde Zugangsarten beibringen.
1.Stellen Sie zunächst sicher, dass das Modem mit dem Internetzugang verbunden und betriebsbereit ist. Üblicherweise geben Kontrollleuchten am Gehäuse Auskunft darüber, ob Betriebsbereitschaft besteht.
2.Für die Verbindung zwischen FRITZ!Box und Modem benötigen Sie ein Netzwerkkabel mit RJ45-Steckern an beiden Enden. Sie können dafür das (meist gelbe) Kabel aus dem Lieferumfang Ihrer FRITZ!Box verwenden, aber ebenso ein handelsübliches Netzwerkkabel.
3.Stecken Sie ein Ende des Netzwerkkabels in den Netzwerkausgang des Modems.
4.Das andere Ende stecken Sie an der Rückseite Ihrer FRITZ!Box in den mit WAN bezeichneten Netzwerkanschluss. Ist kein solcher vorhanden, stecken Sie das Kabel stattdessen in den LAN 1-Anschluss der FRITZ!Box. (Wichtig: Es muss LAN 1 sein, nicht 2, 3 oder 4!)

Die FRITZ!Box für das externe Modem konfigurieren
Mit der physischen Verbindung zwischen Box und Modem ist es noch nicht getan. Die FRITZ!Box muss so eingerichtet werden, dass sie mit dem Modem kommuniziert und dessen Onlineverbindung nutzt. Für einige große Kabelanbieter sind bereits fertige Profile hinterlegt. Wenn also Ihr Internetanbieter in der Auswahlliste namentlich aufgeführt ist, sollten Sie ihn auch dort auswählen und dann die weiteren Schritte ausführen. Das geht meist schon direkt mit dem Einrichtungsassistenten (siehe „Der Assistent für den Internetzugang“).
Die folgende Anleitung beschreibt die schwierigere Variante, bei der man alle Einstellungen selbst vornehmen muss.
1.Öffnen Sie die Weboberfläche Ihrer FRITZ!Box und rufen Sie das Menü Internet/Zugangsdaten auf.
2.Wählen Sie rechts in der Rubrik Internetzugang bei Internetanbieter zunächst Weitere Internetanbieter und dann darunter Anderer Internetanbieter aus. Sollte in einer der Auswahllisten Ihr Anbieter aufgeführt sein, können Sie ihn aber auch direkt wählen.
3.Legen Sie nun einen beliebigen Namen für die anzulegende Verbindung fest.

4.Durch die Auswahl Anderer Internetanbieter werden im Menü darunter zusätzliche Optionen angezeigt, mit denen Sie die Art des Zugangs einstellen.
5.Wählen Sie im Bereich Anschluss die Option Anschluss an externes Modem oder Router.

6.Entscheiden Sie sich im Bereich Betriebsart für die Option Internetverbindung selbst aufbauen. Sollte das Modem selbst ein lokales Netzwerk aufbauen, können Sie auch die andere Variante verwenden, die dann aber dem Anschluss an einen Router entspricht (siehe „Internetzugang über einen Router“).

7.Wenn Zugangsdaten für die Modemverbindung benötigt werden, tragen Sie in diesem Bereich Benutzername und Kennwort ein. Andernfalls wählen Sie die Option Nein.

8.Im Abschnitt Verbindungseinstellungen können Sie die Bandbreite Ihrer Internetverbindung für Downstream und Upstream angeben. Diese Daten können Sie im Zweifelsfall bei Ihrem Anbieter erfragen. Diese Information ist nicht elementar, wird aber für die Priorisierung von wichtigen Internetdiensten wie beispielsweise IP-Telefonie verwendet.

9.Achten Sie schließlich darauf, dass ganz unten die Option Internetzugang nach dem „Übernehmen“ prüfen aktiviert ist.
10.Klicken Sie dann auf Übernehmen, um die vorgenommenen Einstellungen zu speichern und den Verbindungsaufbau zu testen.
Externes Modem vs. Router
Was ist der Unterschied zwischen dem Anschluss an einem externen Modem und dem an einem Router, wie er im nachfolgenden Abschnitt beschrieben wird? Immerhin wird das Kabel in beiden Fällen am selben Anschluss der FRITZ!Box eingesteckt. Technisch ist es aber eben doch ein wesentlicher Unterschied: Ein angeschlossenes Modem steuert die FRITZ!Box, um über dessen Anschluss eine Onlineverbindung herzustellen. Dann handelt die FRITZ!Box mit dem Server am anderen Ende der Leitung die Details des Internetzugangs aus. Damit stellt sie dann den Zugang an im Heimnetzwerk angeschlossenen Geräten zur Verfügung. Die FRITZ!Box behält dabei eine zentrale Rolle im Heimnetzwerk.
Beim Anschluss an einen Router ist dies etwas anders, da der Router selbst über Internetkonnektivität verfügt und diese an die angeschlossenen Geräte weitergibt. Die FRITZ!Box ist bei dieser Variante »einfach nur« eines dieser angeschlossenen Geräte. Sie kann zwar auch wichtige Aufgaben übernehmen, wie etwa WLAN und Telefonie bereitzustellen. Aber die zentrale Rolle für den Internetzugang bleibt beim Router. Dies muss man bei der Organisation des Netzwerks ggf. beachten, da bestimmte Aufgaben wie beispielsweise das Vergeben von lokalen IP-Adressen nur von einer Instanz vorgenommen werden dürfen. Der nachfolgende Abschnitt geht auf diese Besonderheiten ein.
Internetzugang über einen Router
Eine FRITZ!Box muss nicht zwangsläufig zur Zentrale Ihres Heimnetzwerks werden. Sie kann sich auch als Teilnehmer eines vorhandenen Netzwerks eingliedern, dessen Internetzugang mitnutzen und selbst nur bestimmte Aufgaben wie etwa als WLAN-Basisstation oder Telefonanlage wahrnehmen. Oder aber sie nutzt nur den Internetzugang des übergeordneten Netzes und spannt selbst ein eigenes Unternetzwerk auf, dem sie diesen Internetzugang sowie ggf. eigene Dienste zur Verfügung stellt.
Bei beiden Varianten ist die physische Verbindung allerdings die gleiche: Verwenden Sie ein Netzwerkkabel (beispielsweise das der FRITZ!Box beiliegende gelbe) und stecken Sie dieses in einen Netzwerkeingang des Routers. Den anderen Stecker verbinden Sie mit dem WAN-Anschluss der FRITZ!Box. Sollte keine mit WAN bezeichnete Buchse vorhanden sein, verwenden Sie stattdessen LAN 1.

Eigenes Netzwerk mit eigenem Subnetz hinter einem Router
Wenn Sie die FRITZ!Box an einen Router mit Internetzugang anschließen, kann sie dessen Internetanschluss mitnutzen. Gleichzeitig errichtet sie aber ein eigenes Subnetz für alle angeschlossenen und angemeldeten Geräte. Diese können also nur mit der FRITZ!Box und anderen mit ihr verbundenen Geräten kommunizieren. Den Internetzugang des Routers gibt die FRITZ!Box an ihre Klienten weiter. Die Geräte im Netzwerk der FRITZ!Box können aber nicht mit anderen am Router angeschlossenen Geräten kommunizieren.
Für viele typische Szenarien ist diese Variante wünschenswert und ausreichend. Sie hat den Vorteil, dass die FRITZ!Box die völlige Kontrolle über ihr eigenes Subnetz behält.
Dementsprechend kann dieses Netzwerksegment auch vollständig in der FRITZ!Box konfiguriert werden. Und Sicherheitsmaßnahmen wie Firewall und Filter wirken sich auf alle angeschlossenen Geräte aus.
1.Damit Ihre FRITZ!Box ein eigenes Subnetz hinter einem anderen Router einrichtet, öffnen Sie das Menü Internet/Zugangsdaten.
2.Wählen Sie in der Rubrik Internetzugang bei Internetanbieter die Option Vorhandener Zugang über WAN aus.
3.Klicken Sie unten auf Übernehmen.

4.Bestätigen Sie ggf. den Hinweis, dass der WAN- bzw. LAN 1-Anschluss Ihrer FRITZ!Box bei dieser Konfiguration als WAN-Schnittstelle genutzt wird und nicht mehr zum Anschluss anderer Netzwerkgeräte an die FRITZ!Box zur Verfügung steht.

Bei dieser Variante bezieht die FRITZ!Box ihre Interneteinstellungen per DHCP von dem Netzwerk, mit dem sie über den WAN-Anschluss verbunden ist. In diesem übergeordneten Netzwerksegment sollte also ein DHCP-Server aktiv sein, der diese Anfrage der FRITZ!Box beantworten kann. Für das eigene Subnetz verwendet die FRITZ!Box aber eigene Interneteinstellungen, die sich von denen des Routers unterscheiden. So wird gewährleistet, dass die beiden Netzsegmente logisch voneinander getrennt bleiben. Die FRITZ!Box stellt für ihr eigenes Subnetz (standardmäßig) einen DHCP-Server bereit. Da der DHCP-Server der FRITZ!Box in einem eigenen Subnetz betrieben wird, kann es nicht zu Konflikten mit dem DHCP-Server des Routers kommen.
Die FRITZ!Box als Teilnehmer in einem anderen Netzwerk
Möglicherweise soll die FRITZ!Box kein eigenes Subnetz eröffnen, sondern als gleichberechtigter Teilnehmer am Netzwerk des Routers teilnehmen? Das ist dann sinnvoll, wenn der Router das lokale Netzwerk an sich schon zufriedenstellend organisiert und die FRITZ!Box nur Zusatzfunktionen wie WLAN, Telefonie, Netzwerkspeicher usw. beisteuern soll. Dazu muss die FRITZ!Box aber für die anderen mit dem Router verbundenen Geräte erreichbar sein. Deshalb darf sie kein eigenes Subnetz aufmachen, sondern muss sich am vorhandenen Netzwerk beteiligen.
1.Öffnen Sie dazu das Menü Internet/Zugangsdaten.
2.Wählen Sie rechts in der Rubrik Internetzugang bei Internetanbieter die Option Weitere Internetanbieter und dann Anderer Internetanbieter aus.
3.Legen Sie einen beliebigen Namen für dieses Netzwerk fest.

4.Wählen Sie darunter im Bereich Anschluss die Option Anschluss an externes Modem oder Router.

5.Bestimmen Sie im Abschnitt Betriebsart die Option Vorhandene Internetverbindung mitbenutzen (WLAN Mesh / IP-Client-Modus).

6.Geben Sie bei Verbindungseinstellungen die Übertragungsgeschwindigkeit des Internetzugangs im Downstream und im Upstream an. Die FRITZ!Box nutzt diese Daten, um die Priorisierung wichtiger Datenübertragungen wie etwa Internettelefonie zu gewährleisten.
7.Klicken Sie auf Verbindungseinstellungen ändern, um die erweiterten Verbindungseinstellungen anzuzeigen.

8.Wenn sich im lokalen Netzwerk bereits ein DHCP-Server befindet, kann die FRITZ!Box ihre Interneteinstellungen von diesem beziehen. Lassen Sie dazu die Option IP-Adresse automatisch über DHCP beziehen eingeschaltet. Im Feld DHCP-Hostname können Sie den Namen festlegen, unter dem die FRITZ!Box im Netzwerk ansprechbar sein soll.
9.Ist kein DHCP-Server vorhanden oder soll die FRITZ!Box ganz bestimmte feste Einstellungen verwenden, schalten Sie die Option IP-Adresse manuell festlegen ein und tragen die Daten in den so aktivierten Eingabefeldern ein.
10.Klicken Sie schließlich unten auf Übernehmen.

Internetzugang per WLAN
Neuere FRITZ!Box-Modelle können den Internetzugang auch per WLAN herstellen. Dazu melden Sie sich in einem vor Ort vorhandenen Drahtlosnetzwerk an. Das kann sinnvoll sein, wenn am Standort der FRITZ!Box kein Netzwerkanschluss vorhanden ist und ein entsprechendes Kabel nur mit hohem Aufwand gelegt werden könnte.
Eine andere Variante kann sein, dass der Internetzugang mit einem Smartphone via Mobilfunk hergestellt wird. Dieses Smartphone spannt einen WLAN-Hotspot auf, den die FRITZ!Box via WLAN-Tethering mitbenutzen kann. Das Drahtlosnetzwerk muss (auch) im 2,4-GHz-Bereich senden und eine Verschlüsselung auf Basis von WPA2 verwenden, damit die FRITZ!Box sich damit verbinden kann.
1.Öffnen Sie in der Weboberfläche der FRITZ!Box das Menü Internet/Zugangsdaten.
2.Aktivieren Sie auf der rechten Seite in der Rubrik Internetzugang bei Internetanbieter die Option Vorhandener Zugang über WLAN.

3.Sie sehen nun darunter im Abschnitt WLAN-Geräte eine Liste der Drahtlosnetzwerke, die die FRITZ!Box im Moment erreichen kann. Beachten Sie dabei das Symbol für die Empfangsstärke (danach ist die Liste standardmäßig auch sortiert). Es ist wenig sinnvoll, ein Funknetzwerk mit nur einem Balken auszuwählen, da sich die Empfangsqualität auf die verfügbare Bandbreite auswirkt. Mit einem solchen Netzwerk wäre die Internetverbindung für Ihre FRITZ!Box und die angeschlossenen Geräte voraussichtlich langsam und instabil.
4.Die Liste enthält außerdem nur Netzwerke im 2,4-GHz-Bereich. Dabei sind (ab FRITZ!OS 7) auch WLANs ohne Verschlüsselung möglich. Suchen Sie aus der Liste das gewünschte WLAN-Netzwerk aus und setzen Sie bei diesem Eintrag ganz links ein Häkchen.

5.Geben Sie ganz unten auf der Seite – sofern erforderlich – den WLAN-Netzwerkschlüssel für das gewählte Drahtlosnetzwerk ein, damit sich die FRITZ!Box im WLAN anmelden kann.

6.Klicken Sie danach ganz unten auf Übernehmen.
7.Spezielle Funktionen wie etwa ein Gäste-WLAN kann die FRITZ!Box in diesem Zugangsmodus nicht gewährleisten. Sollten Sie eine solche Funktion verwenden, muss sie deaktiviert werden. Darauf macht die FRITZ!Box mit einem Hinweis aufmerksam. Bestätigen Sie diesen ggf. mit OK.

8.Die FRITZ!Box versucht nun, die Verbindung zum gewählten WLAN aufzunehmen. Das kann einige Sekunden dauern. Warten Sie so lange ab, wie die Fortschrittsanzeige im Webbrowser dargestellt wird.

9.Hat der Zugang geklappt, wird im Browser abschließend eine Erfolgsmeldung angezeigt, die Sie mit OK bestätigen. Gab es Probleme, überprüfen Sie zunächst, ob Sie das richtige WLAN-Netzwerk ausgewählt und den passenden Netzwerkschlüssel eingegeben haben.

Die FRITZ!Box bezieht nun die Internetverbindung vom gewählten Drahtlosnetzwerk. Sie spannt aber auch in dieser Konfiguration ihr eigenes (Sub-)Netzwerk auf. Den hier angeschlossenen Netzwerkgeräten stellt sie den Internetzugang zur Verfügung. Die Geräte können mit der FRITZ!Box und untereinander kommunizieren, nicht aber mit anderen Geräten im Drahtlosnetzwerk des Internetzugangs.
Gleichzeitig kann die FRITZ!Box selbstverständlich wie gewohnt ein eigenes WLAN-Netzwerk einrichten. Auch die hier angemeldeten Geräte erhalten Zugang zur FRITZ!Box und deren Subnetzwerk, können aber nicht mit Teilnehmern des übergeordneten WLAN kommunizieren. Diese Segmentierung des Netzwerks kann man durchaus auch als Vorteil sehen. Denn das Teilnetzwerk der FRITZ!Box bleibt in sich geschlossen und die in der FRITZ!Box aktiven Filterregeln und Firewall schützen die Teilnehmer.
Internetzugang per USB-Mobilfunkstick
Die meisten FRITZ!Box-Modelle können eine Internetverbindung per Mobilfunk herstellen, auch wenn sie eigentlich für den DSL-, Kabel- oder Glasfaserzugang ausgelegt sind. Allerdings benötigen Sie dazu ein wenig Hilfe in Form eines USB-Mobilfunksticks. Diesen können Sie direkt an einen USB-Port Ihrer FRITZ!Box anschließen.
Welche Mobilfunksticks werden unterstützt?
Es gibt eine große Auswahl an USB-Mobilfunksticks. Solange die Hersteller sich an die Standards halten und auf proprietäre Spezialitäten verzichten, sollte die FRITZ!Box damit klarkommen. Wenn Sie einen UBS-Stick beispielsweise an Ihrem Windows-PC anschließen und er ohne Weiteres erkannt und in Betrieb genommen wird, sind die Chancen recht hoch, dass die FRITZ!Box das auch schafft.
Eine sehr breite Unterstützung gibt es für USB-Sticks der Hersteller Huawei und ZTE. Generell sollten Sie sich beim Kauf entweder vorab informieren oder sich ein Rückgaberecht bei Nicht-Funktionieren zusichern lassen.
1.Wenn Sie einen USB-Mobilfunkstick in Ihre FRITZ!Box einstecken, prüfen Sie anschließend zunächst unter Heimnetz/USB-Geräte, ob dieses als Mobilfunk-Modem (in der Spalte Typ) erkannt wurde.
2.Ist das der Fall, finden Sie nun ein neues Menü unter Internet/Mobilfunk vor.
3.Hier können Sie den Internetzugang per Mobilfunkstick ganz oben mit der Option Internetzugang über Mobilfunk aktiv einschalten.
4.Im Bereich Anmeldung im Mobilfunknetz können Sie die PIN für die verwendete SIM-Karte hinterlegen.

5.Im Bereich Internetzugang wählen Sie den Mobilfunk-Betreiber aus, für dessen Netz die SIM-Karte gilt. Sollte Ihr Anbieter im Menü nicht aufgeführt sein, wählen Sie Andere Betreiber und geben die erforderlichen Daten von Hand ein.
6.Sollte Ihr Mobilfunktarif zeitbasiert abgerechnet werden, können Sie bei Automatisch trennen angeben, nach welcher Zeit ohne Aktivität die Verbindung jeweils beendet werden soll.
7.Ganz unten können Sie die Einstellungen Übernehmen, um Ihre FRITZ!Box auf Internet per Mobilfunk umzustellen.
Mobilfunk als Backup bei DSL-Ausfall
Dass eine FRITZ!Box per Mobilfunkstick dauerhaft den Weg ins Internet findet, wird eher die Ausnahme sein. Aber die vorangehend beschriebene Vorgehensweise ist die Voraussetzung für eine andere Variante, bei der eine Mobilfunkverbindung nur ersatzweise zum Einsatz kommt, wenn die eigentliche Internetverbindung der FRITZ!Box per DSL, Kabel oder Glasfaser gestört ist. In diesem Fall kann die Box automatisch auf eine vorkonfigurierte Mobilfunkverbindung umschalten, bis der reguläre Onlinezugang wieder funktioniert.
1.Konfigurieren Sie zunächst wie vorangehend beschrieben die Verbindung per Mobilfunkstick.
2.Wenn die FRITZ!Box sich erfolgreich per Mobilfunk ins Internet einwählt, öffnen Sie erneut das Menü unter Internet/Mobilfunk.
3.Wählen Sie auf der rechten Seite nun die Option Internetzugang per Mobilfunk nur bei Ausfall der ...-Verbindung herstellen.

4.Klicken Sie unten auf Übernehmen.
Detaillierte Verbindungseinstellungen
In der Weboberfläche Ihrer FRITZ!Box unter Internet/Zugangsdaten/Internetzugang können Sie im Bereich Verbindungseinstellungen mit dem Link Verbindungseinstellungen ändern zusätzliche Einstellungen anzeigen lassen. Diese sind in den meisten Fällen nicht erforderlich, können im Einzelfall aber hilfreich sein. Welche Optionen genau angezeigt werden, hängt dabei von der Art der Verbindung sowie teilweise von den darüber vorgenommenen Grundeinstellungen ab.

•Internetverbindung
Für die üblichen Flatrate- oder volumenbasierten Tarife ist es sinnvoll, die Onlineverbindung rund um die Uhr offen zu halten. Nutzen Sie hingegen einen zeitbasierten Tarif, sollte die Verbindung nur bei Bedarf hergestellt und anschließend wieder abgebaut werden. Wählen Sie in diesem Fall die Option Bei Inaktivität trennen. Im Feld darunter können Sie angeben, welche Zeitspanne ohne Datentransfer als Inaktivität gewertet wird.

•VLAN-Einstellungen
Ein virtuelles LAN ist ein logisches Teilnetz innerhalb eines physikalischen Netzwerks. Die Komponenten des VLAN werden über eine spezielle ID miteinander verbunden. Auch die Datenpakete können mit dieser ID gekennzeichnet sein und werden dann nur an andere Teilnehmer dieses virtuellen Netzwerks weitergeleitet. Eine VLAN-ID sollte aber nur in sehr speziellen Szenarien erforderlich sein. In diesem Fall teilt Ihr Internetanbieter Ihnen diese mit, sodass Sie sie hier eintragen können.

•DSL-ATM-Einstellungen
Die DSL-Zugänge sind weitestgehend standardisiert, und für die großen Anbieter kennt die FRITZ!Box die nötigen Parameter schon von Haus aus. Bei kleineren Anbietern oder bei speziellen Situationen kann es aber notwendig sein, abweichende Einstellungen zu verwenden. In diesem Fall finden Sie in den erweiterten Verbindungseinstellungen den Abschnitt DSL-ATM-Einstellungen. Nehmen Sie hier nur Einstellungen vor, wenn Ihr DSL-Anbieter Sie dazu auffordert und Ihnen die korrekten Parameter für Ihren Zugang mitteilt.

•IP-Einstellungen
Dieser Abschnitt ist wichtig, wenn die FRITZ!Box Teil eines anderen Netzwerks ist und nicht (nur) selbst ein Netzwerk aufspannt. Dann können Sie hier die wesentlichen Netzwerkeinstellungen konfigurieren. In der Standardeinstellung bezieht die FRITZ!Box diese Daten automatisch von einem DHCP-Server im Netzwerk, was für die meisten Anwendungsfälle auch ausreichend ist. Alternativ können Sie aber auch die Option IP-Adresse manuell festlegen wählen und in den dadurch aktivierten Eingabefeldern die entsprechenden Adressen und Daten angeben. Die FRITZ!Box verwendet diese Einstellungen dann immer für ihren Netzwerkzugang.

•PPPoE-Passthrough
Wenn Sie an Ihre FRITZ!Box Geräte anschließen, die ihrerseits eine eigene direkte Einwahlverbindung über den vorhandenen Onlinezugang durchführen müssen oder sollen, aktivieren Sie die Option Angeschlossene Netzwerkgeräte dürfen zusätzlich ihre eigene Internetverbindung aufbauen. Die FRITZ!Box leitet dann die entsprechenden Steuerdaten an das interne oder externe Modem weiter. Eine so hergestellte Verbindung befindet sich außerhalb des von der FRITZ!Box gewährten Heimnetzwerks, und auch Schutzmaßnahmen wie Firewall-Filter gelten dafür nicht. Außerdem kann eine solche zusätzliche Direktverbindung Extrakosten verursachen. Aktivieren Sie diese Option deshalb nur, wenn diese Funktionalität wirklich benötigt wird.

Die FRITZ!Box am IPv6-Anschluss
Besondere Beachtung verdient die Frage, ob die FRITZ!Box an einem IPv6-fähigen Internetzugang angeschlossen ist und wie dieser genau arbeitet. IPv6 ist der Nachfolger des lange Zeit genutzten IPv4. Als dessen Hauptproblem erwies sich im Laufe der Zeit die Adresslänge von 32 Bits, wodurch die Anzahl der insgesamt möglichen IP-Nummern theoretisch auf »nur« 4,3 Milliarden begrenzt wird. In der Praxis liegt diese Zahl aufgrund verschiedener organisatorischer und formaler Einschränkungen noch darunter. Das klingt zwar immer noch viel, aber schon vor einigen Jahren war klar, dass es dadurch zu ernsthaften Problemen kommen würde. Deshalb wurde der Nachfolger von vornherein mit einer Adresslänge von 128 Bits entwickelt. Und da die Adressknappheit bei IPv4 mittlerweile tatsächlich eingetreten ist, unterstützen mehr und mehr Internetanbieter und -geräte IPv6.
Welche FRITZ!Box-Modelle können IPv6?
Der Schlüssel zu dieser Frage ist die Zahl im Namen Ihrer FRITZ!Box, genauer ausgedrückt die zweite Ziffer davon. Geräte, bei denen diese zweite Ziffer eine 2 oder höher ist, beherrschen IPv6, also beispielsweise Modelle mit den Nummern 3370, 7270, 7330, 7360, 6320, 7490, 7580 unterstützen IPv6. Ausnahme: Das Modell 7270v1 unterstützt IPv6 nicht (die Angabe v1 finden Sie aber nur auf dem Typenschild an der Unterseite). FRITZ!Box-Modelle mit einer 1 als zweiter Ziffer wie etwa 7170 sind generell nicht IPv6-fähig.
Prinzipiell ist IPv6 also eine sinnvolle Sache. Es gibt allerdings auch Gründe, die gegen seinen Einsatz sprechen. Denn die große Anzahl verfügbarer IP-Adressen verführt dazu, mit diesen Nummern eben nicht mehr zu haushalten. So erhält jedes Gerät (auch im Heimnetzwerk) eine eigene eindeutige IPv6-Adresse, die es prinzipiell lebenslang behält. Es tritt im Internet also mit seiner eigenen individuellen Adresse auf und ist dadurch wiedererkennbar und verfolgbar. Theoretisch ist es prinzipiell sogar im Heimnetzwerk von außerhalb erreichbar. Das verhindert allerdings die FRITZ!Box, die direkte Zugriffe auf Geräte auch per IPv6 nur dann zulässt, wenn der Anwender dafür gezielt eine Ausnahmeregel definiert hat.
IPv4 oder IPv6?
Was also nun verwenden? Grundsätzlich müssen Sie sich nicht mal unbedingt entscheiden, denn Ihre FRITZ!Box ist Dual-Stack-fähig. Das bedeutet, sie kann IPv4 und IPv6 gleichzeitig nebeneinander betreiben. Wichtiger für die Entscheidung ist eher, was Ihr Internetanbieter am Anschluss zur Verfügung stellt.
•natives IPv4
Sollten Sie noch einen reinen IPv4-Anschluss verwenden, fällt die Entscheidung leicht. Es spielt dann nicht einmal eine Rolle, ob Sie IPv6 in Ihrer FRITZ!Box aktivieren oder nicht. Sie können übrigens trotzdem IPv6-Verbindungen nutzen, falls Sie darauf angewiesen sind. Diese müssen dann allerdings durch IP4-Verbindungen getunnelt werden.
•natives IPv4 und natives IPv6 (Dual Stack)
IPv4 oder IPv6 oder am besten beides gleichzeitig. Aus der Sicht eines Privatnutzers ist dies die beste Lösung. Wer ausdrücklich IPv6 nutzen will, kann dies tun. Es gibt aber nur wenige Vorteile. Insbesondere, dass Netzwerkgeräte dauerhaft unter ihrer individuellen IPv6-Adresse erreichbar sind, macht das Hantieren mit DynDNS und Portweiterleitungen überflüssig. Ansonsten bringt IPv6 aber in Bezug auf Geschwindigkeit oder Datendurchsatz keinerlei Vorteile.
•nur natives IPv6
Diese Konfiguration ist die schwierigste, denn dabei handelt es sich oft um sogenannte DS-Lite-Anschlüsse. Diese unterstützen nativ nur IPv6 und müssen deshalb auch IPv4-Verbindungen durch IPv6 tunneln (DS-Lite). Der Anschluss hat keine eigene öffentliche IPv4-Adresse mehr bzw. teilt sich diese Adresse mit mehreren anderen Teilnehmern. Dadurch ist das Heimnetzwerk nicht mehr zuverlässig von außen erreichbar. Es klappt nur, wenn man ein IPv6-fähiges DynDNS nutzt und auch die zu erreichenden Netzwerkgeräte IPv6 beherrschen.
Wirklich Gedanken muss sich also nur machen, wer einen sogenannten DS-Lite-Anschluss hat, bei dem nur natives IPv6 anliegt. Will man dann reine IPv4-Geräte im Heimnetzwerk für den Zugriff aus dem Internet freigeben, muss man leider einige zusätzliche Schritte unternehmen. Diese sind im Abschnitt „Auf IPv4-Geräte hinter einem reinen IPv6-Anschluss (DS-Lite) zugreifen“ beschrieben. Einfacher ist es ggf., wenn der Internetanbieter eine »öffentliche IPv4-Adresse« als zusätzliche – kostenlose oder kostenpflichtige – Leistung anbietet.
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