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Werner Neumann

DAS GRENZKOMMANDO NORD

Standort Stendal

Die Chronik

Gedient von der Ostsee bis zum Harz

Engelsdorfer Verlag

Leipzig

2017

Bibliografische Information durch die Deutsche Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Copyright (2017) Engelsdorfer Verlag Leipzig

Alle Rechte beim Autor

Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)

www.engelsdorfer-verlag.de

Inhalt

Cover

Titel

Impressum

Band I: Das Grenzkommando Nord

Vorwort

Schwur der Grenzpolizei: (13. März 1958)

Fahneneid der Grenztruppen der DDR

Die Kommandeure

Die Zeittafel

Die Durchführung der Ausbildung in den Grenztruppen der DDR

Grenzregiment– 6 „Hans Kollwitz“ Standort Schönberg, Bezirk Rostock

Die Regimentskommandeure

Die Geschichte des Truppenteils

Die Zeittafel

Hans Kollwitz

Die wechselnden Strukturen des Truppenteils

Stab GR–6 „Hans Kollwitz“ Schönberg (Bez. Rostock)

I. Grenzbataillon Selmsdorf

II. Grenzbataillon Lassahn

III. Grenzbataillon Schönberg (Bez. Schwerin)

Die Grenzkompanien

Grenzer vom GR – 6 berichten

Grenzregiment-8 „Robert Abshagen“

Die Regimentskommandeure

Die Geschichte des Truppenteils

Robert Abshagen

Die wechselnden Strukturen des Truppenteils

I. Grenzbataillon Nostorf

II. Grenzbataillon „Theodor-Körner-Kaserne“ Dömitz

III. Grenzbataillon Dömitz

Die Grenzkompanien

GüSt (Eisenbahn) Zweedorf Schwanheide

GÜST (Straße) Horst

GÜST (Wasser/Elbe) Cumlosen

Grenzer vom GR-8 berichten

Grenzregiment-24 „Fritz Heckert“ Standort Salzwedel

Die Regimentskommandeure

Die Geschichte des Truppenteils

Fritz Heckert

Die wechselnden Strukturen des Truppenteils

Stab Grenzregiment-24 Salzwedel

I. Grenzbataillon Ziemendorf

II. Grenzbataillon Bonese

III. Grenzbataillon Salzwedel

Die Grenzkompanien

Grenzer vom GR-24 berichten

Band II: Die Grenzregimenter 23 und 20

Grenzregiment-23 „Wilhelm Bahnik“ Kalbe/Milde

Die Regimentskommandeure

Die Geschichte des Truppenteils

Die Zeittafel

Wilhelm Bahnik

Die wechselnden Strukturen des Truppenteils

Stab Grenzregiment-23 Kalbe/Milde

I. Grenzbataillon Oebisfelde

II. Grenzbataillon Marienborn

III. Grenzbataillon Weferlingen

Die Grenzkompanien

Grenzer vom GR-23 berichten

GüSt (Eisenbahn) Oebisfelde

Grenzregiment-20 „Martin Schwantes“ Halberstadt Magdeburg

Die Regimentskommandeure

Die Geschichte des Truppenteils

Martin Schwantes

Die wechselnden Strukturen des Truppenteils

Stab Grenzregiment-20 Halberstadt

I. Grenzbataillon Hessen

II. Grenzbataillon Schierke

III. Grenzbataillon Ilsenburg / Mahrholzberg

Grenzer vom GR-20 berichten

Band III: Das Grenzregiment-25 und andere Einheiten

Das Grenzregiment – 25 „Neidhardt von Gneisenau“ Oschersleben

Die Regimentskommandeure

Die Geschichte des Truppenteils

Die Zeittafel

Neidhardt von Gneisenau

Standorte und Struktur der Grenzbereitschaft-25 und des GR-25 Oschersleben

I. Grenzbataillon Marienborn

II. Grenzbataillon Hessen, danach Ohrsleben

III. Grenzbataillon Lüttgenrode, danach Hessen

Die ehemaligen Kommandanturen, Grenzabteilungen und Grenzbataillone

Die Grenzkompanien in der letzten Struktur des GR-25

Grenzsoldaten berichten

Das Reservegrenzabteilung/Ausbildungsbataillon Flechtingen und das Ausbildungsbataillon Mönchhai/Dingelstedt

Grenzsoldaten berichten

Grenzausbildungsregiment-5 „Gustav Sobottka“ Glöwen/Potsdam

Die Regimentskommandeure

Die Geschichte des Truppenteils

Die Zeittafel

Gustav Sobottka

Die Struktur des Truppenteils

Die Belegung der Kaserne Glöwen:

Der Bericht von Michael Jahr

Das Grenzausbildungsregiment–7 „Martin Hoop“ Standort Halberstadt

Die Regimentskommandeure

Die Geschichte des Truppenteils

Die Zeittafel

Martin Hoop

Die Struktur des Truppenteils

Die Objektbelegung

Die Ausbildung

Die letzte Strukturveränderung

Das Grenzregiment – 22 Halberstadt

Das Grenzregiment – 7 Wittenburg

Das Grenzregiment – 21 Beetzendorf

Die Sicherungskompanie-25 (SIK-25) Mönchhai

Die Militärgerichtsbarkeit im GKN

Die Hubschrauberstaffel-16 „Albert Kuntz“

Musikkorps Stendal Sitz Magdeburg

Die Verwaltung 2000

Der Bundesgrenzschutz

Der Grenzzolldienst der BRD

Schlussbemerkungen

Wissenswertes in Kurzform vom Grenzkommando Nord

Erinnerungen von Ernst Schüßling

Abkürzungen

Quellennachweise

Verwendete Literatur

Nachweiß der Bilder

Schlussbemerkungen

BAND I
DAS GRENZKOMMANDO NORD

Die Führung des Grenzkommandos Nord, die direkt unterstellten Einheiten, sowie Grenzregiment-6, Grenzregiment-8 und Grenzregiment-24

VORWORT

Mit diesem Buch soll an das, wenn auch nur relativ kurze, Bestehen des Grenzkommandos Nord, erinnert werden.

An die Arbeit vieler Offiziere, Berufssoldaten und Unteroffiziere, sowie an die Grenzsoldaten, welche bei jeder Witterung und jeder Zeit an der Staatsgrenze standhaften und treu ihren Fahneneid erfüllten.

Sie haben immer im Glauben an eine gute Sache, auch in den letzten Tagen im Grenzkommando Nord, stets ihr Bestes gegeben.

Der Autor erhebt, bezüglich des Inhalts, nicht den Anspruch auf umfangreiche Vollständigkeit und Richtigkeit aller in dieser Chronik vom Grenzkommando Nord dargelegten Sachverhalte. Nicht alle Beiträge der Grenzsoldaten, von den betreffenden Grenzkompanien und in den einzelnen Internetforen, konnten hier wiedergegeben werden, dafür war die Resonanz zu hoch und es hätte die Anzahl der Buchseite zu sehr erhöht.

Es wurden aus Kostengründen bewusst nur Skizzen angefertigt und verwendet.

Das Buch soll einen groben Überblick über das Grenzkommando Nord mit allen seinen Grenz- und Ausbildungsregimentern und anderen Dienststellen geben, wenn auch nicht immer ins Detail gegangen werden konnte. Dabei war es auch ein Anliegen, besonders die Grenzsoldaten selber zu Wort kommen zu lassen.

SCHWUR DER GRENZPOLIZEI: (13. MÄRZ 1958)

„Ich schwöre, meinem Vaterland, der Deutschen Demokratischen Republik, allzeit treu zu dienen, sie auf Befehl der Arbeiter- und Bauern-Regierung unter Einsatz meines Lebens gegen jeden Feind zu schützen, den Vorgesetzten unbedingten Gehorsam zu leisten, immer und überall die Ehre unserer Republik und ihrer Grenzpolizei zu wahren.“

FAHNENEID DER GRENZTRUPPEN DER DDR

Ich schwöre:

Der Deutschen Demokratischen Republik, meinem Vaterland, allzeit treu zu dienen und sie auf Befehl der Arbeiter-und-Bauern-Regierung gegen jeden Feind zu schützen.

Ich schwöre:

An der Seite der Nationalen Volksarmee und der anderen Schutz- und Sicherheitsorgane der Deutschen Demokratischen Republik sowie fest verbunden mit den Armeen und den Grenztruppen der Sowjetunion und der anderen verbündeten sozialistischen Länder als Soldat der Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Republik jederzeit bereit zu sein, standhaft und mutig, auch unter Einsatz des Lebens, die Grenzen meines sozialistischen Vaterlandes gegen alle Feinde zuverlässig zu schützen.

Ich schwöre:

Ein ehrlicher, tapferer, disziplinierter und wachsamer Soldat zu sein, den militärischen Vorgesetzten unbedingten Gehorsam zu leisten, die Befehle mit aller Entschlossenheit zu erfüllen und die militärischen und staatlichen Geheimnisse immer streng zu wahren.

Ich schwöre:

Die militärischen Kenntnisse gewissenhaft zu erwerben, die militärischen Vorschriften zu erfüllen und immer und überall die Ehre unserer Republik und ihrer Grenztruppen zu wahren.

Sollte ich jemals diesen meinen feierlichen Fahneneid verletzen, so möge mich die harte Strafe der Gesetze unserer Republik und die Verachtung des werktätigen Volkes treffen.

Am 07. November 1977 verlieh der Vorsitzende des Staatsrates der DDR Erich Honecker dem Grenzkommando Nord Stendal in Würdigung seiner bisherigen Leistungen

den Vaterländischen Verdienstorden in Gold,

verbunden mit einer Fahnenschärpe und der Verleihungsurkunde.

DIE KOMMANDEURE


1971(01.02.1971 bis 31.12.1981)
Generalmajor Bär, Harald
(Aus dem Archiv der Grenztruppen)
Ausgezeichnet mit dem Vaterländischen Verdienstorden in B/S/G und dem Kampforden in Gold. Geb.: 02.03.1927 Titschendorf, Verst.: 17.06.1999 Sein Werdegang: (teilweise mit dem NVA Forum und anderen Foren der GT verglichen und verwendet)
1946 – 1948Grenzposten und danach Kommandeur einer Grenzbereitschaft
1948 – 1949Als Lehrer an der Landespolizeischule Erfurt tätig.
1949 – 1950Stabschef der Grenzbereitschaft Erfurt
1950 – 1951Als Lehrer an der Lehranstalt Sondershausen
1951 – 1952Stabschef im Abteilungsstab Thüringen in Weimar
1952 – 1953Stabschef der Grenzbereitschaft Dermbach
1953 – 1955Kommandeur der Grenzbereitschaft Dermbach
1956 – 1957Studium als Offiziershörer an der Hochschule für Offiziere
1957 – 1959Kommandeur Abteilungsstab in Dittrichshütte
1959 – 1962Kommandeur der 4. Grenzbereitschaft
1962 – 1965Kommandeur der 13. Grenzbereitschaft Rudolstadt
1965 – 1967Studium an der Militärakademie „Friedrich Engels“ Dresden
1967 – 1971Kommandeur der 7. Grenzbereitschaft Magdeburg
1971 – 1981Erster Kommandeur Grenzkommando Nord Stendal
1981 – 1987Kommandeur der Offiziershochschule „Rosa Luxemburg“ Suhl
1982(01.01.1982 bis 30.11.1989) Generalmajor Fritsche, Johannes
1989(01.12.1989 bis 1990) Oberst Lepa, Klaus

DIE ZEITTAFEL


12.09.1944In London werden die Grenzen für Deutschland festgelegt.
Bis 1945Sowjetische Einheiten (Grenzbataillone) sichern die Grenze zu den westlichen Besatzungsmächten.
25.05.1945Die neuen Polizeistrukturen wurden in der sowjetischen Besatzungszone aufgebaut.
01.07.1945Als Hilfskräfte zur Kontrolle an der Grenze werden Deutsche Polizisten aus den Kreispolizeibehörden eingesetzt.
09.1945Der Alliierte Kontrollrat verfügt die Sperre und Kontrolle der Übergänge von einer Besatzungszone in eine andere.
25.09.1945Aufbau Zollgrenzschutz in Niedersachsen.
15.11.1945Aufbau der Grenzpolizei in Bayern.
23.11. 1945Das Land Sachsen-Anhalt sichert mit 300 Grenzpolizisten 268 km Grenze. Die Kreise Wernigerode und Blankenburg werden mitgesichert. Die Grenzpolizei Thüringen beginnt die Sicherung ab Ilsenburg.
26 – 30.1945Das Land Mecklenburg stellt 375 Grenzpolizisten in 4 Stabsgruppen auf.
01.01.1946In der sowjetischen Besatzungszone gibt es 21973 unbewaffnete Polizisten.
03.05.1946Aufbau der Grenzpolizei in Hessen.
09.1946Auf Weisung des SMAD wird eine Grenzpolizei in einer Stärke von 2.543 Mann gebildet.
1946Einführung der Kontrollpassierpunkte für den Personen- und Warenverkehr. Sie waren die Vorläufer der GÜST.
01.03. 1946In Bayern werden die Grenzpolizei und der Zollgrenzdienst aufgebaut.
03.05. 1946Auch in Hessen wird die Grenzpolizei durch die US-Besatzer aufgebaut. Diesen Aufbau gab es auch in den anderen westlichen Besatzungsländern.
30.07.1946Die Deutsche Verwaltung des Innern (DVdI – Vorläufer des Ministerium des Innern) wird auf Weisung des SMAD gegründet.
30.11.1946In den jeweiligen Ländern der sowjetischen Zonen werden die Polizeieinheiten als Abteilungen der Deutschen Verwaltung des Innern unterstellt.
01.12. 1946Aufbau der Grenzpolizei (gilt später als Gründungstag der Grenztruppen der DDR). Gemeinsame Sicherung der Grenze mit den sowjetischen Grenzbataillonen. Die Grenzposten hatten eine Stärke bis zu 10 Grenzpolizisten. Es gab keine Kfz, keine Fahrräder, keine Nachrichtengeräte und fast keine Uniformen. Als Bewaffnung gab es den K 98. Die Verbindung zur vorgesetzten Dienststelle hielt man über das öffentliche Telefonnetz oder mit Melder. Die Dienstaufsicht über die Grenzpolizei in Sachsen-Anhalt hatte der Magdeburger Polizeipräsident. Die operative Aufsicht hatte der zuständige sowjetische Kommandeur. Die gesamte Stärke der Grenzpolizei betrug zunächst 3000 Mann.
1946 bis 1947Lebensmittelkarte II für jeden Grenzpolizisten.
1947 (ab Februar) Januar 1947Lebensmittelkarte I für jeden Grenzpolizisten. Reorganisation der Grenzpolizei und Schaffung erster einheitlicher Strukturen.
Juli 1947Die einheitliche Struktur: Abteilung mit 4-5 Kommandanturen, Kommandantur mit 10-15 Kommandos, Kommando mit 8-10 Grenzpolizisten, einheitliche dunkelblaue Uniform und Karabiner „K- 98“, sowie Italienische Pistole „Beretta“
03./04. 1947Die Deutsche Grenzpolizei übernimmt an der Grenze zu den westlichen Ländern die Sicherung, die sowjetischen Einheiten sichern nur noch die Grenzübergänge.
05.06.1947Befehl Chef SMAD Marschall Wassili Darilowitsch Sokolowski zu den Richtlinien der Organe der Deutschen Polizei zum Schutz der Demarkationslinie.
14.10.1947Befehl des Chef SMAD zu den Zollbehörden in der sowjetischen Besatzungszonen.
Oktober 1947Auf Weisung der SMAD wird durch die DVdI eine Schußwaffengebrauchsbestimmung erlassen. Die Anwendung der Schusswaffe war vorher verboten.
12.1947Stärke der Grenzpolizei 3500 Grenzpolizisten.
1948Die PK (Polit-Kulturleiter) wurden in allen Einheiten der Grenzpolizei eingesetzt. (In den Kommandanturstäben und den Kommandos der Bereitschaften erst im Frühjahr 1949 (Grund: fehlende Kader).
01.04.1948Es gelten die neuen Bestimmungen zwischen Berlin und den westlichen Besatzungszonen. Ab sofort hat die deutsche Polizei die Befugnisse den Berliner Raum zu überwachen. (Der Begriff: „Berliner Ring“ tritt in Erscheinung).
April 1948Stärke der Grenzpolizei 9096 Grenzpolizisten.
19.06 1948Beginn der Berlin-Blockade.
20.06.1948Die neue Währung wird in den Westzonen eingeführt.
24.06.1948Die sogenannte Tapetenmark wird in der Ostzone eingeführt, eine mit Spezialkupons überklebte Banknote.
13.07.1948Reisende zwischen Berlin und den westlichen Besatzungszonen haben zusätzlich zum Interzonenpass noch die Aufenthaltsgenehmigung der sowjetischen Behörden zu haben, laut Festlegung der SMAD.
25.-28.07.1948Einführung neuer Geldscheine in der Ostzone.
1948Die Grenzpolizei wird der Verwaltung des Innern unterstellt. FDJ-Aktion „G“: 3 Jahre freiwilligen Dienst in der Grenzpolizei. Weitere gemeinsame Sicherung der Grenze mit den sowjetischen Grenzbataillonen.
1948Ab November begann die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünfte und eine einheitliche Ausrüstung mit Karabiner K 98 und Pistolen.
1948 (ab Juli)Vorerst nur sporadisch begann die Schulung in der Politischen- und Grenzausbildung.
1948 (August)Aufbau einer territorialen Polizeibereitschaft (zehntausend Mann), welche nicht die Grenzpolizei unterstützen sollte, aber gemeinsam mit der Grenzpolizei geführt wurde. Zur Verwirklichung wurde bei der DVdI eine Hauptabteilung Grenzpolizei und Bereitschaften gegründet, geleitet wurde sie von Chefinspekteur Hermann Rentzsch. In den Ländern, hier bei den Landespolizeibehörden, wurden analog gleichberechtigt die Abteilungen Grenzpolizei und Landespolizeibehörde geschaffen. Dabei wurden auch die bisherigen Abteilungen der Grenzpolizei in Grenzbereitschaften umbenannt (Vorläufer der Grenzregimenter).
15.11.1948Die bisher den Ländern unterstellten Grenzpolizei und die kasernierten Bereitschaften herausgelöst und direkt der DVdI unterstellt. Eine gemeinsame Führung erwies sich aber als unzweckmäßig.
11.1948Umbau der Unterkunftsbaracken.
12.1948Die Stärke der Grenzpolizei betrug 19163 Mann.
1948 bis 1949Es fehlte an Bekleidungssachen für die Grenzpolizisten.
20.07.1949Befehl 70/49 (des Präsidenten der Hauptverwaltung des Inneren) über die Schaffung der Abteilung Grenzpolizei bei den Landesbehörden der Volkspolizei.
1.1.1949Die Ausbildung wurde auf 8 Stunden pro Woche erhöht und alle neuen Grenzsoldaten wurden in einem Einweisungslehrgang von 14 Tagen geschult. Auch die Kommandoleiter wurden ab sofort im Lehrgang (4 Monate) in Potsdam geschult. Die Ausbildung der Unterführer begann ab März in einem Lehrgang in Dresden. Es war aber auch notwendig die Instrukteure und Lektoren zu schulen. Diese fanden in Meiningen (3 Wochen) statt. Es war auch wichtig die Grenzpolizisten mit der Bewaffnung (Karabiner) vertraut zu machen. So wurden Schulschießübungen durchgeführt. Im Herbst 1949 betrug die Gesamtstärke der Grenzpolizei 18.000 Mann.
14.01.1949Die DVdI erlässt den Befehl Nr. 2, Säuberung der Polizei. Viele Polizisten wurden entlassen.
20. 06.1949Durch Befehl des Präsidenten der DVdI wurde die Grenzpolizei wieder aus der Unterstellung der HA GP/B der DVdI herausgelöst und den Chefs der Landespolizeibehörde unterstellt. Die HA Grenzpolizei, welche zur gleichen Zeit gebildet worden war, hatte nur Weisungsberechtigung im operativen Bereich.
24.04.1949Die DVdI erlässt den Befehl Nr. 31/49, daraufhin übernimmt die Hauptabteilung Grenzpolizei die Sicherung des „Berliner Ringes“. Struktur: 4 Kommandanturen mit 48 Kommandos, 1007 Mann sichern inneren und 512 dem äußeren Ring um WB.
24.06.1948 bis 05.1949Blockade der Verkehrsverbindungen nach WB.
1949 (Herbst)Durch ein sechsmonatigen Ausbildungsprogramm hatten alle Grenzpolizisten die notwendigen Ausbildung bekommen.
1949(nach dem 07.10.) Die Hauptverwaltung der Grenzpolizei wird in die Hauptverwaltung der Deutschen Volkspolizei eingegliedert, Leiter Chefinspektor Josef Schütz. Grundlage: Befehl: 80/51 des Ministers
1949Ab jetzt begann die Ausrüstung mit Kfz. Grenzkommandos: 2 bis 3 Fahrräder, manche sogar 1 Motorrad. Grenzkommandantur: 1 PKW und 1 LKW Grenzbereitschaft: 1 PKW und 1 LKW
1949 (August)Bildung einer Ausbildungs- und Reserve- Grenzbereitschaft in Aschersleben (später Volkspolizeischule).
1950Der Verpflegungssatz wird von 1,75 Mark auf 1, 95 Mark pro Tag erhöht. Die Grenzbereitschaft erhält Kraftfahrzeugtechnik und die Kommandos erhalten Fahrräder, sowie einige Einheiten auch Pferde (Wustrow, Lenzen, Müggendorf und Mödlich). Die Planstelle Fourier wurde geschaffen.
14.01.1950Befehl 2/50 des Präsidenten der DVdI zur weiteren Festigung der Grenzpolizei.
Entfernung aller Grenzpolizisten, welche moralisch und charakterlich unzuverlässig sind, sowie, welche Verwandte in den westlichen Ländern hatten. Das hatte zur Folge, dass fast ein Drittel entlassen oder zur Polizei versetzt wurde.
1950Die Dezentralisierung der Grenzpolizei wird beendet.
1950Formierung des Orchesters der DGP unter der Leitung von Musikdirektor Heiß.
07.01.1950Die Grenzpolizei Land Mecklenburg übernimmt die Überwachung der Ostseeküste.
01.10.1950Die DGP übernimmt die alleinige Kontrolle des Personen- und Fahrzeugverkehrs von und nach Westberlin.
10.06.1950Die Sowjetische Kontrollkommission überträgt der Grenzpolizei die Kontrolle der Grenzübergänge.
Ende 1950Die Dezentralisierung der GP wird aufgehoben.
1951Es erfolgt die Breitenschulung der Grenzpolizisten.
01.01.1951Alle Grenzbereitschaften werden der Hauptabteilung in der Hauptverwaltung der Deutschen Volkspolizei unterstellt aber im operativen Bereich bleibt die Unterstellung gegenüber den zuständigen sowjetischen Kommandeuren. Die Führungsstäbe in den Ländern wurden aufgelöst. Chef der DGP wird Generalinspekteur Hermann Gartmann.
12.12.1951Die Abteilungsstäbe in Magdeburg und Schwerin (Vorläufer der 1. und 2. Grenzbrigade Magdeburg und Schwerin) werden gegründet. Ein neues System der intensiven Schulung und Ausbildung in der Grenzpolizei beginnt. Einführung der sowjetischen Bewaffnung: Mpi 41, K-44, Pistole TT. Die zentrale Unteroffiziersschule der DGP wird in Dömitz gegründet.
01.02.1951Die DGP-Lehranstalt für Offiziere in Sondershausen wird eröffnet.
16.03.1951Der BGS wird in Lübeck gegründet.
1951Alle nicht für den Verkehr freigegebenen Straßen werden gesperrt, der kleine Grenzverkehr bleibt.
1952Die 2. Parteikonferenz der SED. Neue militärische Ränge werden eingeführt und die Offiziersschule und die Unteroffiziersschulen in Groß-Glienick, Dömitz und Dietrichhütte werden eröffnet.
07.10.1952Die neue kakifarbene Uniform mit sowjetischem Schnitt wird eingeführt.
16. 05. 1952Grenzpolizei wird dem Ministerium für Staatssicherheit unterstellt und erhält den Namen: Deutsche Grenzpolizei
26.05.1952Beschluss des Ministerrates der DDR über die Verordnung über Maßnahmen an der Demarkationslinie. An der Grenze wird nach sowjetischen Vorbild folgendes errichtet: 5 km breite Sperrzone, 500 m breiter Schutzstreifen und 10 m breiter Kontrollstreifen Trennung der Betriebsteile im Braunkohleabbau in Harbke und Helmstedt.
1952Festlegung einer umfangreichen Aussiedlung aus dem Grenzgebiet. Die Zollverwaltung der DDR übernimmt die Kontrolle über den grenzüberschreitenden Verkehr der Waren-, Güter- und Zahlungsmittel der DDR.
01.06.1952Sowjetische Berater nehmen in der DGP ihren Dienst auf. Die Schußwaffengebrauchsbestimmung wurde erweitert und die neue Instruktion für den Schutz der Grenze tritt in Kraft.
1952 (Juli)Zur weiteren Aus- und Weiterbildung der Offiziere finden die Einjahreslehrgänge und später Zweijahreslehrgänge in Sondershausen statt.
August 1952Einsatz von Grenzpolizeihelfer mit Armbinde ohne Bewaffnung. Die Sollstärke der DGP erreicht 10.000 Grenzpolizisten.
01.12.1952Die Einführung von militärischen Dienstgraden und neuer sowjetischer Bewaffnung (Mpi 41, Karabiner 100 bzw. 44 und Pistole TT 33).
Febr. 1953Die erste Ausgabe der Wochenzeitschrift „Der Grenzpolizist“ erscheint.
Ab 1963Die Passkontrollkräfte (PKE) der HA VI. Mfs übernehmen die Passkontrolle im Personenverkehr.
27. 06. 1953Die Deutsche Grenzpolizei wird dem Mfs entzogen und dem Ministerium des Innern unterstellt. Die Einführung von Ehrentitel „Vorbildlicher Soldat“, „Vorbildlicher Postenführer“, „Vorbildlicher Offizier“, „Ausgezeichnete Kommandantur der Grenzbereitschaft“.
01.01.1954Die Gesamtstärke der Deutschen Grenzpolizei beträgt 34.000 Mann.
25.03.1954Durch den Beschluss des Politbüros wird die Polit- und Parteistruktur in den bewaffneten Kräften eingeführt.
15.07.1954Die Vorgänger der DV 10/3 und der DV 10/6 werden übernommen. Beginn der militärischen Ausbildung.
15.09.1954Das Passgesetz der DDR stellt ab sofort die Republikflucht unter Strafe.
01.10.1954Gründung der Grenzbereitschaften
05.05.1955Gründung „Warschauer Vertrag“
01.11.1955Die DDR übernimmt den alleinigen Schutz ihrer Grenzen.
1955Im März wird die Deutsche Grenzpolizei dem Ministerium des Innern unterstellt.
25.04.1955Auf Ersuchen von Walter Ulbricht gibt es erneut sowjetische Berater in der DGP
1956Oberst Stock wird Chef der DGP.
12. – 13.08.1957Die Eggersdorfer Tagung legte die grundlegenden Aufgaben der Festigung der führenden Rolle der Partei in den Streitkräften dar. In deren Ergebnis die erste Parteiinstruktion in der Grenzpolizei in Kraft trat.
16.01.1957Das Präsidium des Ministerrates beschloss den neu gegründeten Grenzbrigaden und den Grenzbereitschaften Fahnen zu verleihen.
1957Auf Grund des Befehls 48/57 des Ministers des Innern vom 14.08 1957 werden die bisherigen Strukturen aufgelöst. Die Deutsche Grenzpolizei gliedert sich nun in Grenzbrigaden, Grenzbereitschaften, Grenzabteilungen und Grenzkompanien. 1. Grenzbrigade Schwerin (später Perleberg) 3 Grenzbereitschaften 2. Grenzbrigade Magdeburg 4 Grenzbereitschaften 3. Grenzbrigade Erfurt 5 Grenzbereitschaften 4. Grenzbrigade Rudolstadt (später Dittrichshütte) 3 Grenzbereitschaften 5. Grenzbrigade Groß Glienicke 3 Grenzbereitschaften 6. Grenzbrigade Rostock 3 Grenzbereitschaften + Abteilung See 7. Grenzbrigade Frankfurt / Oder 2 Grenzbereitschaften 8. Grenzbrigade Karl-Marx-Stadt 2 Grenzbereitschaften Damalige Struktur: Grenzbrigade, Grenzbereitschaft Grenzabteilung, Grenzkompanie. Der Personalbestand wird von 36800 auf 39200 Grenzpolizisten erhöht. In den Schweren Grenzeinheiten gab es die Reserveeinheiten. Es gibt neue Uniformen ähnlich der NVA.
01.03.1957Neue Struktur der Grenzbrigaden
01.03.1957Das Kommando der Deutschen Grenzpolizei im MDI unter dem Kommandeur Generalmajor Paul Ludwig wird in Pätz gegründet.
22. 06.1957Der Minister für Nationale Verteidigung erlässt den Befehl Nr. 49/57 über die Einführung von Dienstlaufbahnabzeichen und der Schützenschnur.
01.11.1957Verleihung der ersten Schützenschnur Bei der ersten Erfüllung der Bedingungen wurde nur verliehen, bei der wiederholten Verleihung jeweils eine Eichel (Stufe 2 bis 4). Bis 1960 wurde die Schützenschnur in vier Stufen verliehen.
01.01.1958Nummerierung der Grenzbereitschaften
1958Der erste Schwur der Grenzpolizisten
28.05.1958Die Lebensmittelkarten werden abgeschafft und der Verpflegungssatz wird von 2,80 DM auf 3,35 DM heraufgesetzt.
01.03. 1958Einführung von Dienstlaufbahnbestimmungen, Eid und Truppenfahne bei der DGP.
13.03.1958Den ersten Eid leisteten der Kommandeur und die Führungsorgane im Kommando Pätz.
Mai 1958Erste Vereidigung der Angehörigen der Grenzbereitschaften, Abnehmender der Vereidigung war der Kommandeur der Grenzpolizei Generalmajor Ludwig.
Herbst 1958Abzug der sowjetischen Berater.
1959Das Leistungsabzeichen der GT wird eine staatliche Auszeichnung, bis zum Jahr 1962.
1960Der Nationale Verteidigungsrat der DDR fasste den Beschluss, die Wirksamkeit der DGP zu erhöhen und Kräfte und Mittel umzugruppieren. Dazu sollte die Grenzbrigaden West (6 Grenzbrigaden) personell und waffentechnisch verstärkt werden. Diese zusätzlichen Kräfte und Mittel sollten von der Küste, dem Ring um Berlin und den Grenzbrigaden zur VR Polen und der CSSR abgezogen werden.
04.01.1960Die Parteischule der DGP in Weimar wird eröffnet und die Weiterbildung von Fachoffizieren durchgeführt.
11.02.1960Bildung des Nationalen Verteidigungsrates der DDR. Alle wichtigen Entscheidungen der Verteidigung und Schutz der Grenze der DDR werden aber im Warschauer Vertrag getroffen.
1960Mit dem Befehl 34/60 des Ministers für Nationale Verteidigung wurden die Dienstgrade Unterfeldwebel und Stabsfeldwebel eingeführt.
15.05.1960Weiterbildung der Offiziere und Unteroffiziere auf Grund von Lehrbriefen im Fernunterricht. Ausbildung in den Fächern Deutsch, Mathematik, Chemie und Physik zum Erreichen des Abschlusses der 10. Klasse.
15.05.1960Oberst Erich Peter übernimmt die Deutsche Grenzpolizei als neuer Kommandeur.
01.12.1960Gemäß Befehl 62/60 des Ministers für Nationale Verteidigung wurde die Schützenschnur in allen Waffengattungen nur noch für das Schießen mit Schützenwaffen in drei Stufen verliehen.
1961Gründung der Grenzregimenter
20.01.1961Der Nationale Verteidigungsrat der DDR beschließt eine wirksame Sicherung der Grenze zu Westberlin durch eine Umgruppierung der DGP.
05.06.1961Durch den Befehl 21/61 soll eine Verstärkung der Sicherung der Grenze zu Westberlin erreicht werden. Bildung eines Sicherungskommandos beim VP- Präsidium Berlin und Aufstellung einer Brigade Berlin.
24.07.1961Im Bericht der ZK-Abteilung für Sicherheitsfragen wird festgestellt: Beide Verbände sind zwar personell fast aufgestellt, aber nicht in der Lage ihre Aufgaben voll zu erfüllen.
15.07 - 15.09.1961Vorgesehene Umgruppierung der DGP 1. Etappe der Umgruppierung der 6.,7.,8. und 1. Grenzbrigade. Diese Umgruppierung war durch die Ereignisse am 13.08.1961 unterbrochen worden. Dabei waren aber schon die 7. und 8. Grenzbrigade aufgelöst (an deren Stelle waren selbstständige Grenzbereitschaften getreten) und die zwei neuen Grenzbrigaden an der Westgrenze noch nicht formiert.
07.08.1961Walter Ulbricht teilt auf der Sitzung des SED-Politbüros mit, dass in der Nacht vom 12.08. zum 13.08.1961 die vorgesehenen Kontrollmaßnahmen zu Westberlin beginnen werden.
12.08.1961Auf einer Beratung der Sekretäre der ZK der Kommunistischen Arbeiterparteien des Warschauer Vertrages billigen diese, die wirksame Sicherung der Staatsgrenze zu Westberlin.
12.08.1961Befehl des Ministers des Innern an den Kommandeur der 5. Grenzbrigade Groß Glienicke (Oberstleutnant Frömmig), Auslösung Gefechtsalarm und Sicherung des Außenrings von Westberlin, Schließung aller Grenzübergangsstellen. Ihm sollten unter anderen die Offiziersschule der DGP unterstellt werden. Sicherung der Stadtgrenze durch die 1. Mot. Brigade der Bereitschaftspolizei mit Unterstützung der bisherigen Sicherungskommandos und anderer Einheiten.
12.08.1961Auf einem als Filmabend getarnten Empfang (20.00 Uhr) des Ministers wurden den Kommandeuren um 21.00 Uhr der Befehl 01/61 übergeben. Er beinhaltete den Einsatz der vorgesehenen Kräfte der NVA zur Sicherung in und um Berlins. Die Anwendung der Schusswaffe war verboten.
12.08.1961Befehl 2/61 des Kommandeurs der DGP Oberst Peter über die verstärkte Grenzsicherung der 1. bis 4. Grenzbrigade.
13.08.1961Um 00.00 Uhr wurde Gefechtsalarm für alle Einheiten der NVA ausgerufen.
13.08.1961Die Errichtung der Mauer zu Westberlin. Verstärkte Grenzsicherung an der Staatsgrenze zur BRD. Die meisten Grenzsoldaten leisteten ununterbrochenen Grenzdienst bei nur vier Stunden Ruhe. Gemäß Befehl Nr. 01/61 beginnt die Sicherung der Grenze zu WB.
15.08.1961Beschluss des Politbüros über einen Plan zur weiteren Ausbau der Grenzsicherung zu Westberlin. Darin enthalten bis 21.08.1961 Plan zum Übergang zur regulären Grenzsicherung zu WB und bis 28.08.1961 einen Plan zur regulären Sicherung der Grenze zu WB durch die DGP. Dazu wurden die beiden Grenzbrigaden zu Westberlin gegründet.
14.09.1961Weisung von Marschall Konjew an den Minister für NV Armeegeneral Heinz Hoffmann über die Schaffung von Pioniersperren und Minenfelder mit einer 4fachen Warnung vor diesen).
15.09.1961Deutsche Grenzpolizei wird dem Ministerium für Nationale Verteidigung unterstellt, laut Befehl 1/61, außer der 5. Grenzbrigade Berlin. Der neue Name: Grenztruppen
20.09.1961Die Volkskammer beschließt das Gesetz zur Verteidigung der DDR und den weiteren pioniertechnischen Ausbau der Grenze zur BRD.
21.09.1961Die neue Grenzordnung tritt in Kraft, das Grenzgebiet wird militärisches Sperrgebiet. In diesem Zusammenhang wurden einige Bürger aus dem Grenzgebiet ausgewiesen. Der Beschluss wurde kurzfristig ausgeführt (innerhalb von 4 bis 5 Stunden).
1961 (September)Es gab wieder Ausgang und Urlaub.
1961 (Dezember)Es wurde wieder zur normalen Grenzsicherung übergegangen.
09.10.1961Der Minister für Nationale Verteidigung befiehlt die Verlängerung der Dienstzeit der Angehörigen der NVA und der GT um 6 Monate.
1961Die Grenzbereitschaften und die Grenzabteilungen werden aufgelöst, an deren Stelle treten die Grenzregimenter und die Grenzbataillone (Befehl des Ministers der NV, Armeegeneral Heinz Hoffmann). Die Stärke der DGP an der Westgrenze beträgt jetzt 30000 Grenzpolizisten.
Oktober 1961Befehl 76/61 über die Erweiterung der Schusswaffenbestimmungen.
1961Einführung der allgemeinen Wehrpflicht
Oktober 1961Beginn der Verlegung von Minen an der Staatsgrenze zur BRD, laut Befehl 85/61. An der Grenze zu Westberlin werden keine Minen verlegt.
03.04.1962Die ersten Wehrpflichtigen werden einberufen und die erste 6-monatige-Ausbildung beginnt.
23.10.1962Laut Befehl des Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates der DDR (W. Ulbricht) erlässt der Minister für Nationale Verteidigung den Befehl 104/62 über „EG“ in der gesamten NVA (Kuba-Krise). Alle Truppen verbleiben im Objekt, Urlaub- und Ausgangssperre, usw. Nachfolgender Befehl 002/62 Chef Grenztruppen. Verbleib aller Offiziere im Objekt, keine Ausbildung usw.
24.10.1962Verstärkte Grenzsicherung, Einstellung aller Pionierarbeiten an der Grenze.
1962Einführung der grünen Postenführerschlaufe
28.10.1962In Ergänzung des Befehls 104/62 haben die Stäbe der TT sofort ständige volle Arbeitsbereitschaft im Objekt herzustellen.
10.11.1962Die fälligen Entlassungen in den GT werden genehmigt.
15.11.1962Mit dem Befehl 113/62 treten die ersten Lockerungen bei den GT ein.
22.11.1962Durch den Befehl 119/62 des Ministers für NV wird die „EG“ aufgehoben.
Bis 31.12.1962Für die DGP gibt bis jetzt 165 Unterkunftsbaracken.
1963Befehl 101/62 und 26/63 des Ministers wird die 4. Grenzbrigade nach Potsdam verlegt
20.09.1963Bildung der Stadtkommandantur Berlin. Umgruppierung der GT, Ring um Berlin1. Grenzbrigade Ost-Berlin 4 Grenzregimenter, 1 GAR2. Grenzbrigade Groß Glienicke 4 Grenzregimenter, 1 GAR4. Grenzbrigade Potsdam (01.06.1962 Verlegung von Zwickau nach Potsdam) 4 Grenzregimenter, 1 GAR Westgrenze 3. Grenzbrigade Perleberg GR-6 Schönberg, GR-7 Wittenburg GR-8 Grabow, GAB-3 Dömnitz Offiziersschule I. der GT Glöwen5. Grenzbrigade Kalbe/Milde GR-24 Salzwedel, GR-21Beetzendorf GR-23 Gardelegen7. Grenzbrigade Magdeburg GR-25 Oschersleben, GR-22 Halberstadt GR-20 Blankenburg9. Grenzbrigade Erfurt GR-5 Nordhausen, GR-4 Heiligenstadt GR-1 Mühlhausen, GAB-5 Nordhausen (Ehrenname „Albert Kuntz“ verliehen 01.03.1965) Offiziersschule II. der GT Erfurt11.Grenzbrigade Meiningen GR-2 Eisenach, GR-3 Dermbach GR-9 Meiningen, ab 22.10.1961 Hildburghausen Südgrenze13. Grenzbrigade Rudolstadt Ostgrenze7. Grenzbrigade Frankfurt/Oder, danach selbstständige Grenzregimenter und Grenzbataillone Ostseeküste: 6. Grenzbrigade Rostock


02.12.1963 Eröffnung der Offiziersschule der GT in Plauen und der Lehranstalt an der MAK Dresden.
1963 5. Grenzbrigade Kalbe (Milde) mit Stabskompanie Pionierkompanie in Peckfitz, Nachrichtenkompanie in Klötze 7. Grenzbrigade Standort Magdeburg (Rothensee) mit 1. und 2. RG-Batterie, Nachrichtenkompanie, Pionierkompanie und Stabskompanie
Dez. 1963 Die Grenzkompanie Lockstedt erhält das erste neue Objekt (Grenzbrigade Kalbe/Milde).
1964 (März) Die erste Wettbewerbsdirektive wird erlassen.
1964 (Herbst) Die ersten Soldaten werden mit dem Bestenabzeichen ausgezeichnet.
08.02.1964 Die DV 30/10 Vorschrift über die Organisation und Führung der Grenzsicherung in der Grenzkompanie wird erlassen.
1964 Verlegung von Grenzkompanien (zusammengefasst als Bataillon) zum Truppenübungsplatz Hintersee zur Ausbildung, je Grenzbataillon wird eine GK verlegt. Der Transport erfolgt per Bahn oder Kfz-Marsch. Auch die Ausbildungsbataillone verlegen einmal im Ausbildungshalbjahr nach Hintersee.
1964 Die Ausbildungseinheiten werden zur Grenzsicherung und zur Ausbildung im und am Schutzstreifen eingesetzt.
25.02.1965 AO 3/65 Chef der GT über den gestaffelten und variablen Einsatz der GT, Erhöhung auf 75 Mann in den Grenzkompanien, Schaffung einer Führungsstelle in den GB und Schaffung der OpD in den Grenzregimentern.
1965 Nutzung SPS Tanne
30.09.1965 Jetzt haben schon 38 Grenzkompanien neue Objekte.
1966 Alkoholbefehl 30/66
1966 (Juli) Vereinbarung beider Staaten über die Peilarbeiten im Grenzabschnitt der Elbe.
18.10.1966 Folgenschweres Ereignis auf der Elbe.
1966 Die Bataillonssicherung wird als ein neues System der GS wird in den GT schrittweise eingeführt. Herauslösung von GK zur Ausbildung in Feldlagern.
1966 neue Struktur: 3. Grenzbrigade Perleberg GR-6 Schönberg, GR-7 Wittenburg (1971 aufgelöst) GR-8 Grabow 5. Grenzbrigade Kalbe/Milde GR-21 Beetzendorf (1971 aufgelöst), GR-22 Halberstadt (1971 aufgelöst), GR-24 Salzwedel 7. Grenzbrigade Magdeburg GR-20 Blankenburg (1973 nach Halberstadt verlegt), GR-25 Oschersleben (wird 1983 aufgelöst)
18.10.1966 Das Vermessungsschiff der BRD „Kugelbake“ verletzt die Grenze der DDR. Die BRD beansprucht die gesamte Breite der Elbe, die DDR bis zur Strommitte.
01.-18.08.1967 Einseitige Markierung der Grenze der DDR zur BRD. Es wurden 2622 Grenzsäulen und 13 Grenzbojen gesetzt.
1967/68 Stand der sozialistische Wettbewerb unter der Losung „Aktion Roter Kampfwagen“.
21.08.1969 Die Grenze zur CSSR wird mit zusätzlich 2500 Grenzern (2 Grenzregimenter) verstärkt. Von der bisherigen Grenzüberwachung wird jetzt zur Grenzsicherung übergegangen.
23.10.1969 Beschluss des Nationalen Verteidigungsrates über eine neue Struktur in den Grenztruppen. Auflösung der Grenzbrigaden und Einführung der Grenzkommandos mit Grenzausbildungsregimentern.
1969 Das Handbuch für den Grenzdienst erscheint.
1969 Die ersten W 50 und Ural werden in den Truppenteilen eingeführt.
Herbst 1969 Der Brockenkommandant übernimmt den ehemaligen Brockenbahnhof als Dienstobjekt.
01.02. bis 28.02.1970 Laut Befehl 1/70 werden die letzten Pferde in den TT der GT ausgemustert.
1970 Umstrukturierung der Grenztruppen Befehl 138/70 des Ministers für Nationale Verteidigung Auflösung der Grenzbrigaden und Bildung von Grenzkommandos: Grenzkommando Nord (GKN) Stendal, Grenzkommando Süd Erfurt, Grenzkommando Mitte Berlin. Dem GKN unterstehen sechs Grenzregimenter und zwei GAR. Grenzkommando Nord Kalbe/Milde (ab 1974 Stendal) GR-6 Schönberg, GR-8 Grabow, GR-24 Salzwedel GR-23 Gardelegen, GR-25 Oschersleben → gegründet 15.03.1972, 1983 aufgelöst, GR-20 Blankenburg → gegründet 01.10.1971, 1973 verlegt nach Halberstadt GAR-5 Glöwen → 1971 gegründet und 1989 aufgelöst GAR-7 Halberstadt → 1971 gegründet, Bootsabteilung Dömnitz, Hubschrauber-Staffel-16 Salzwedel (eine Kette in Meiningen stationiert). Linker Nachbar war das GKS Erfurt mit dem GR-4 Heiligenstadt, dem I. GB Klettenberg und der 1. GK Ellrich. Dazu wurden folgende Grenzregimenter aufgelöst: GR-7 Wittenburg, GR-21 Betzendorf und GR-22 Halberstadt Grenzkommando Süd GR-4 Heiligenstadt, GR-1Mühlhausen, GR-3 Dermbach, GR-9 Hildburghausen, GR-15 Sonneberg, GR-10 Plauen, GAR-11 Eisenach GAR-12 Rudolstadt. Dazu wurden folgende Grenzregimenter aufgelöst: GR-5 Nordhausen, GR-2 Eisenach, GR-11 Zschachemühle Grenzkommando Mitte GR-33 Treptow, GR-32 Groß Glienicke, GR-35 Lichtenberg, GR-36 Hennigsdorf, GR-42 Blankenfelde, GR-44 Potsdam, GAR-40 Oranienburg GAR-39 Wilhelmshagen, Grenzübergansstellen-Sicherungsregiment-26, Artillerie-Regiment-26, Geschoßwerfer-Abteilung-26 (selbstständig), Nachrichtenbataillon-26, 3 Bootskompanien Aufgelöst wurden weiterhin: Nachrichten-Ausbildungsbataillon Frankfurt, Nachrichtenwerkstatt Frankfurt, Truppenübungsplatz Hintersee, Diensthundeführer Schule Schenkendorf
1970 Laut Befehl des Chef der GT Generalmajor E. Peter beginnt die Erprobung der neuen pioniertechnischen Sicherungsanlagen (Splitterminen SM-70, richtungsgebundene Mine) im GR-24 (hier die 3., 4. und 6. GK). Beim Typ 501 handelt es sich um eine Mine mit 100 scharfkantigen Stahlwürfeln und bei dem Typ 701 um 20 Wälzlagerkugeln.
1970 Die ersten Grenzsäulen und Grenzsteine werden gesetzt, beginnend ab Priwall mit der Grenzsäule Nr. 1.
1970 Losung im sozialistischen Wettbewerb: „Operation 70“
1971 In den GR werden je 3 Grenzbataillone eingeführt.
1971 Wettbewerbslosung: „Salut 25 – jederzeit gefechtsbereit!“
15.02.1971 Auf Befehl (138/70, vom 27.10.1970) des Ministers für Nationale Verteidigung wird das GKN gegründet, zuerst (1971 bis 1975) ist es der Standort Kalbe/Milde, nach der Fertigstellung der Kasernenanlage Stendal wird der gesamte Stab nach Stendal (ab 1975 – 1989) verlegt. Erster Kommandeur wird Oberst Harald Bär.
10.05.–31.06.1971 Strukturierung Kommando der GT in Pätz. Chef der GT Generalleutnant Erich Peter.
01.06.1971 In und um Berlin werden die neuen GR gebildet.
01.08.1971 Die GKN und GKS führen ab sofort ihre GR. An der Grenze zu Polen bleibt das GR Frankfurt/Oder und an der Grenze zur CSSR bleibt das GR Pirna bestehen, daraus werden später Grenzabschnitte. Der zu sichernde Abschnitt des Grenzkommandos Nord beträgt 575, 4 Km.
Oktober 1971 Auf Befehl Chef GT wird die Trennungslinie des GR-20 um drei Kilometer nach Süden verlegt. Die Länge des zu sichernden Abschnitts beträgt jetzt 578,4 Km.
Mai 1971 Gründung GAR-7 Halberstadt Die Unteroffiziersausbildung wurde von nun an zentral an der Unteroffiziersschule in Perleberg durchgeführt.
1971 Die neuen Planstellen werden eingeführt: GB: Stellvertreter des Bataillonskommandeurs für Technik und Ausrüstung, GK: Schirrmeister K
1971 Der Bau von BT-11 beginnt und einige Ortschaften werden aus dem Schutzstreifen herausgelöst.
1971 Zuführung neuer Technik: Jede Einheit hat jetzt 5 LO 1860, 5 Pkw (geländegängig, P-3 oder P-601) 5 Kräder
1972 Die Dienstvorschrift 318/0/002 Einsatz der Grenztruppen zur Sicherung der Staatsgrenze- Grenzbataillon und Grenzkompanie wird erlassen.
18. 01.1972 Der Zugführer Leutnant Lutz Meier wird bei seinem Grenzdienst aus dem Leben gerissen. Aus diesem Grunde wurde sein Zimmer als Traditionszimmer gestaltet und er ewig im Nachweis der Einheit geführt.
1972 (Februar) Überprüfung der Grenzregimenter an der Grenze zur BRD durch das Ministerium für Nationale Verteidigung und schrittweise Einführung der Bataillonssicherung.
07.03.1972 Der Gedenkstein Leutnant Lutz Meier in Schierke wurde durch den 1. Sekretär der Bezirksleitung der SED Magdeburg persönlich enthüllt.
21.12.1972 Der Grundlagenvertrag zwischen DDR und der BRD.
1973 Mit der Errichtung von Grenzsignal- und Sperrzäunen wird begonnen.
1972 (Mitte) Einführung der neuen Grenzordnung. Zahlreiche Orte wurden aus dem Grenzgebiet herausgenommen.
15.03.1973 Die dt.-dt. Grenzkommission setzt Arbeitsgruppe Grenzmarkierung ein.
Januar 1973 Jetzt immer wiederkehrende Tradition, der „Leutnant-Lutz-Meier-Gedenklauf“ um den Wanderpokal Kommandeur GR-20.
04.09.1973 Der erste Grenzstein wird gesetzt.
1973/74 Die Bataillonssicherung wird in den gesamten Grenztruppen eingeführt.
1974 Einführung des kleinen Grenzverkehrs. Diese entstandenen GÜST wurden nicht für den Warenverkehr genutzt.
04.02.1974 Die Grenztruppen werden mit dem „Karl-Marx-Orden“ von E. Honecker ausgezeichnet.
1974 Erstmals taucht der Begriff: „Harzgrenzer“ auf.
1974 Der Alkoholbefehl 30/74 wird erlassen.
03.07.1974 Protokollvermerk über den Abbau grenzüberschreitender Braunkohlevorkommen in Harbke und Helmstedt.
1975 Wettbewerbslosung: „Soldateninitiative 75“
1975 Die KSZE-Schlussakte von Helsinki wird unterschrieben.
18.11.1975 Der letzte Grenzstein wird gesetzt.
Bis 1975 Grenzvermessung Grenzkohlepfeiler Harbke / Helmstedt und Abbau aller Grenzzeichen und Lagerung in Magdeburg.
30.03.1976 Michael Gartenschläger demontiert im Raum Büchen eine SM-70.
01.12.1976 Die Grenztruppen bekommen die Bezeichnung: „Grenztruppen der DDR“ und den Ärmelstreifen mit der Aufschrift: „Grenztruppen der DDR“
1976 Die DV 018/0/009 Zug/Grenzposten erscheint.
01.12.1976 Die Grenztruppen werden durch E. Honecker mit dem „Vaterländischen Verdienstorden“ in Gold ausgezeichnet.
1977 Die Losung für den sozialistischen Wettbewerb „Kampfkurs 77 – stets wachsam, kampfstark und gefechtsbereit!“
1978 Das Jahr stand unter der Losung „Für unser sozialistisches Vaterland – wachsam, und gefechtsbereit!“
1978 Das Leistungsabzeichen der GT ist nun keine staatliche Auszeichnung mehr.
26.08.1978 Oberst Sigmund Jähn fliegt mit Sojus 31 in den Weltraum.
29.11.1978 Protokoll über die Bestätigung der Markierung der Grenze DDR BRD, außer Elbe (93,7 km, Schnackenburg bis Wittenberge und Lauenburg bis Boizenburg) und Warme Bode (1,2 km).
01.12.1978 Die Grenze zur BRD ist mit 1205 km Grenzsignalzaun ausgerüstet.
03.02. – 01.03.1979 Woche der Waffenbrüderschaft (jedes Jahr).
31.07.1979 Generalmajor Klaus-Dieter Baumgarten wird neuer Kommandeur der Grenztruppen.
1979 Das neue System der Grenzsicherung (Bataillonssicherung) wird ausprobiert im: I. Grenzbataillon Mellin/GR-23 Kalbe/Milde III. Grenzbataillon Mengelrode/GR-4 Heiligenstadt
1980 Die Losung für dieses Jahr lautete: „Kampfposition 80 – Mit den Waffenbrüdern vereint – stets wachsam und gefechtsbereit!“
1980 Befehl 04/80 des Stellvertreters des Ministers und Chef der GT über die Bildung von Sicherungskompanien (SiK). Die SiK-25 wird in Mönchhai stationiert.
1981 Jugendinitiative: „Blickpunkt Grenzsicherung!“
26.10.1981 Hoher Besuch im GR-20 Armeegeneral Heinz Hoffmann, Minister für NV Ernst Goldenbaum, Vorsitzender der DBD Dr. Keil, Stellv. Vorsitzender der CDU Wolfgang Heyl, Vorsitzender der LDPD Prof. Dr. Homann, Vorsitzender der NDPD Generaloberst Heinz Keßler, Generalleutnant Lorenz, Chef der PV der GT, Generalmajor Bär und der 1. Sekretär der Bezirksleitung der SED Magdeburg.
01.12.1981 35. Jahrestag der Grenztruppen
1981 Befehl 13/81 zur Personalanalyse durch den Chef GT. AO 13/81 des StMCGT „Maßnahmen zur Durchsetzung der Hoheitsrechte an der Staatsgrenze zur BRD und zu Westberlin und zur Einhaltung zwischenstaatlichen Vereinbarungen über Grenzangelegenheiten“ AO 15/81 des StMCGT „Die Zusammenarbeit mit den einzelnen geführten FHG der GT durch Offiziere Grenzaufklärung und dafür bestätigten Grenzaufklärer“ AO 22/81 des StMCGT „Die Auswahl, Bestätigung und Ausbildung von Angehörigen der Grenztruppen der DDR als Grenzaufklärer und die systematische Kaderarbeit mit Grenzaufklärern“
25.03.1982 Die Volkskammer der DDR beschloss das Grenzgesetz.
April 1982 Den Grenztruppen wird im Grenzgebiet mit der neue Direktive des Sekretariats des ZK der SED mehr Verantwortung übergeben.
30.11.1982 Jetzt gibt es 5565 FHG der GT.
01.06.1983 In der 67. Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates wird der weitere Ausbau des Grenzsignal- und Sperrzaunes in der Tiefe im Schutzstreifen festgelegt.
05.10.1983 Erich Honecker kündigt den Abbau der Minen an.
31.10.1983 Befehl 65/83 des Ministers für Nationale Verteidigung über die Auflösung von GR-25 Oschersleben aus strukturellen Gründen. Gleichzeitig die AO 22/83 des Chef der GT zum gleichen Thema. Die Truppenfahne wird an das Militärarchiv Dresden übergeben. Das GR-20 Halberstadt übernimmt den GA des III. GB Hessen vom ehemaligen GR-25 Oschersleben. Der GA des I. und II. Grenzbataillons übernimmt das GR-23.
1983 Der Minister für Nationale Verteidigung besucht das GR-4 Heiligenstadt. Die positiven Ergebnisse der bisherigen Erprobung des neuen Systems der GS werden vorgestellt. Neue Veränderungen: Kräfte für das I. und II. GB (1.Staffel) werden in sechs Monaten ausgebildet. Kräfte für das III. GB (Hinterlandsicherung) werden nur noch drei Monate ausgebildet
1983 Die Grenzkompanien zur Sicherstellung der Grenzsicherung werden in den I. und II. GB gebildet.
22.06.1984 Der Minister für Nationale Verteidigung erlässt den Befehl 61/84 über den Abbau der Sperranlagen mit Splitterminen (bis 20.12.1984) und der Erdminen (bis 31.07.1985). In dem Bereich der ehemaligen Minen wurden 17 neue Grenzkompanien eingeführt.
1984 Der Alkoholbefehl 2/84 wird erlassen.
1984 Die bisherige GAKL Ausbildung in Mönchhai wird aufgelöst.
20.12.1984 Alle SM 70 sind abgebaut.
1984/85 Gingen die Mehrheit der Ausbildungskompanien zur dreimonatigen Ausbildung über.
23.02. – 01.03.1985 Woche der Waffenbrüderschaft (jährlich)
1985 Umrüstung auf UFT 700 System
19.06.1985 Mit der Anordnung Nr. 05/85 des Ministers für Nationale Verteidigung wurde eine neue Schützenschnur eingeführt.
1985 Die Einführung des neuen erweiterten Systems den Grenzsicherung –Kompaniesicherung- wird in den Grenztruppen bis 30. 11. 1985 abgeschlossen. Das I. und II. Grenzbataillon eines jeden Grenzregiments übernehmen die Grenzsicherung und die III. GB werden zur Hinterlandsicherung eingesetzt.
15.10.1985 Die DV 018/0/008 Grenzkompanie erscheint.
01.12.1986 40. Jahrestag der Grenztruppen der DDR.
1986 Befragung im GAR-11 Eisenach zur Verbesserung der Uniformarten.
1989 Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates der DDR Vorschlag über die Anpassung der GT an die veränderte Militärdoktrin und Vorschlag der Bildung von Grenzbezirks- und Kreiskommandos.
16.06.1989 Befehl 37/89 des Stellvertreters des Ministers und Chef der Grenztruppen über Maßnahmen zur Reorganisation der Grenztruppen (Struktur 95). Inkrafttreten der neuen Struktur zum 01.12.1989.
Sommer 1989 Reorganisation der Grenztruppen. Das Grenzkommandos und die Grenzregimenter sowie die Grenzbataillone werden aufgelöst. Es werden Grenzbezirkskommandos (6) und Grenzkreiskommandos (16) gebildet, aus den Grenzkompanien werden Grenzwachen (ab März 1990) gebildet. Die Grenzkompanien (Erhöhung von bisher 93 auf 107) erhalten einen festzugewiesenen Grenzabschnitt mit ungefähr 13 km, vorher 15 km Länge. Zusätzlich werden neue Grenzkompanien geschaffen. Reservegrenzkompanie in den Grenzkreiskommandos Sicherungskompanien in den Grenzbezirkskommandos 5 Grenzkreiskommandos führen auch die Nachbarkreise und 5 Grenzkreise werden die Grenzkompanie unmittelbar durch das Grenzbezirkskommando geführt.
1989 Kommandeur GBK-1 Schwerin wird OSL Grünwaldt
1989 Die 4 Grenzausbildungsregimenter (Grenze zur BRD) werden aufgelöst und es werden insgesamt zwei Grenzausbildungszentren gebildet, unter anderem das Grenzausbildungszentrum-16 Halberstadt.
1989 Die SIK-25 Dingelstedt/Mönchhai wird aufgelöst. Der größere Teil kommt nach Stendal (SIK-211/GBK-2 Stendal) und der Rest (SIK-111) nach Wittenburg (GKK-101)
01.08.1989 Die Grenzkreiskommandos werden gebildet
18.10.1989 Fernsehen der DDR zur Wahl von Egon Krenz als neuen Generalsekretär der SED.
01.11.1989 Auflösung des GAR-5 Glöwen.
09.11.1989 An diesem Donnerstag verkündet Schabowski gegen 19.00 Uhr auf einer Pressekonferenz „die Grenzen sind ab sofort offen“.
09.11.1989 Erst um 21.30 Uhr erfahren die führenden Militärs von der dramatischen Lage an der Grenze, besonders der Grenze zu WB. Die sonst als schießwütige Grenze vom Westen benannt, meistern diese schwierige Situation ohne einen Schuss abzugeben.
13.11.1989 Ab heute dürfen auch die Angehörigen der Grenztruppen in den Westen reisen.
16.11.1989 Präzisierung der Einreisen: „Angehörige der GT dürfen nur ohne Uniform die Grenze überschreiten!“
17.11.1989 Die ersten westlichen Zeitungen und Kataloge tauchen in den Stäben auf.
18.11.1989 Die Parteiinstruktion wurde außer Kraft gesetzt.
21.11.1989 Die Politische Hauptverwaltung der Grenztruppen wurde aufgelöst, die Offiziere wurden anderweitig untergebracht, z. B. zur Kontrolle an der GÜST. November Letzte Parteigruppenversammlung in den Bereichen der Stäbe und der Einheiten. Die Parteigruppen wurden aufgelöst, alle sollen sich den Grundorganisationen in den Wohnorten anschließen. Viele legten aber ihr Parteibuch nieder und traten somit aus der SED aus.
30.11.1989 Veränderungen im Grenzregime wurden durch den Ministerrat beschlossen, unter anderem wurde die Sperrzone beseitigt und nur noch der Schutzstreifen bildete das Grenzgebiet.
01.12.1989 Der letzte Feiertag der Grenztruppen der DDR
03.12.1989 Grenzöffnung Brocken
11.12.1989 Das letzte Mal wurde Pflegegeld für die Dienstwohnungen ausgezahlt.
14.12.1989 Das HA VI des Amtes für Nationale Sicherheit (Passkontrolle an der Grenze) wurde aufgelöst. Aufbau einer Passkontrolle durch die Grenztruppen.
1989 (Weihnachten) SIK-111 Wittenburg wird aufgelöst
31.12.1989 Bau- und Montagestopp anlässlich der Umorganisation der GT.
01.01.1990 Die Grenztruppen sind alleine für die Passkontrollen verantwortlich.
01.01.1990 Die bisherige Anrede „Genosse“ fällt weg und wird durch die Anrede „Herr“ ersetzt. Diese Anrede war am Anfang für viele sehr gewöhnungsbedürftig.
05.01.1990 Allgemeine Diskussion über die Perspektivlosigkeit in den Grenztruppen nimmt zu, leider kommen keine Hinweise vom Kommando der Grenztruppen.
04.01.1990 Aufruf der Gewerkschaft in den Grenzschutzorganen der DDR
14.01.1990 Eine Neuerung: Die zusätzlichen Stunden der Kontrollen nach Dienstschluss können jetzt abgebummelt werden.
15.01.1990 Neues Gerücht kursiert: Die DM wird eingeführt!
17.01.1990 Perspektivlosigkeit und Unsicherheit nehmen zu.
01.02.1990 Einberufung der neuen Soldaten
15.02.1990 Der bisheriger Fahneneid wird durch das Gelöbnis ersetzt. „Ich gelobe: Der Deutschen Demokratischen Republik treu zu dienen und getreu dem Verfassungsauftrag ihre Staatsgrenzen zuverlässig zu schützen.“ Alle AGT müssen dieses neue Gelöbnis ablegen, wer es nicht macht, wird sofort entlassen.
02.03.1990 Durch den Ministerrat wurde die Bildung des Grenzschutzes beschlossen. Er ist bis zum 30.12.1990 zu bilden und dem Ministerium des Innern zu unterstellen (Stärke 28000 Mann meist Berufssoldaten und nur wenige Wehrpflichtige).
1990 (März) Die betreffenden Ministerien erarbeiteten eine Konzeption zur Formierung des Grenzschutzes (wobei der BGS als Vorbild genommen wurde). Noch im Jahr 1990 sollte der Grenzschutz strukturiert sein.
13.03.1990 Alle dürfen sich jetzt einen Bart wachsen lassen, welch eine Errungenschaft.
18.03.1990 Mit dem Wahlsieg der „Allianz für Deutschland“ wurden die ersten Weichen für eine Vereinigung gestellt.
26.04.1990 Der neue Minister für Abrüstung und Verteidigung Rainer Eppelmann, der Chef des Stabes des Ministeriums für Innere Angelegenheiten und die Führung der Grenztruppen kamen zu der Erkenntnis, dass der Aufbau der Grenzorgane an den östlichen Grenze Vorrang habe. Hier wollte man der Sicherung durch den BGS vorweg kommen.
07.05.1990 Der Zivildienst wird eingeführt, gleiche Dauer wie der Wehrdienst.
30.06.1990 Alle Kontrollen an der Grenze werden eingestellt.
01.07.1990 Die DM wird eingeführt. Umtauschkurs: Bis 4000 DM im Kurs 1:1 Alles andere darüber im Kurs 1: 2. Die Besoldung der AGT wird 1:1 umgetauscht.
20.07.1990 Die bisherigen Kokarden an den Mützen werden gegen die neuen sogenannten Reichskokarden ausgetauscht.
04.09.1990 Die letzte Einberufung der letzten neuen Soldaten.
21.09.1990 Befehl 49/90 durch den Minister für Abrüstung und Verteidigung Rainer Eppelmann über die Auflösung der Grenztruppen der DDR Letzte Struktur: Zentraler Auflösungsstab Pätz, Auflösungskommandos Stendal, Erfurt und Berlin-Rummelsburg
30.09.1990 Der Grenzschutz der DDR ist aufgelöst.

Die Grenztruppen bestanden somit: 43 Jahre 8 Monate 30 Tage


Objektstraße Stab GKN Stendal, links das Kulturhaus, rechts vorne die Wache und dahinter die zwei großen Blöcke.


Die Objektwache Stab GKN und das Kulturhaus mit Gaststätte



Die zwei großen Blöcke, vorne Stab, dahinter diverse Unterkünfte, Militärgericht, sowie Militärstattanwaltschaft. Alle vier Aufnahmen vom September 2016, Sammlung Werner Neumann

Das Objekt Stab GKN ist nur in einem geringen Teil vom THW genutzt. Rechts der Objektstraße sind alle Gebäude durch einen stabilen Metallzaun gesichert. Die Gebäude selber sind noch in einem guten Zustand, abgesehen von dem Kulturhaus und dem außerhalb des Objektes liegenden Parkplatz. Das Kulturhaus ist nicht gegen Vandalismus gesichert und der Parkplatz wird als Müllkippe benutzt.

DIE DURCHFÜHRUNG DER AUSBILDUNG IN DEN GRENZTRUPPEN DER DDR

(Aus dem Bericht von OSB (aus dem Internetforum der GT), sowie der Truppengeschichte der Unteroffiziersschule „Egon Schultz“ Perleberg und den Heften „Beiträge zur Geschichte der Grenztruppen“)

Natürlich kann man die Ausbildung in den Grenztruppen der DDR nur im jeweils zeitlichen Kontext sehen. So gab es beim Beginn des Aufbaus der damaligen Grenzpolizei in den Jahren von 1946 bis 1949 noch keine zentral geleitete und schon gar nicht eine einheitlich geleitete Ausbildung. So behalf man sich bei den Neuankömmlingen nur auf eine Einweisung und vertraute auf die Weitergabe von Erfahrungen der älteren Grenzpolizisten. Jegliche Art der Einweisung und der einfachen Ausbildung lag beim zuständigen Leiter der Grenzkommandanturen. Sie konnten Grenzposten aber auch Unterführer ernennen. Erst ab 1948/49 begann man mit einer einheitlichen Ausbildung, welche Kurse über 2 Wochen betrugen und die Unterführer wurden erstmalig zentral in Dresden ab dem März/April 1949 geschult. Dies wurde durch die Abteilung Grenze (Bereitschaften) der Landespolizeibehörden organisiert und durchgeführt. Da es noch nicht einheitlich war, gab es schon einzelne Unterschiede in den Landesbehörden. So gab es in Sachsen-Anhalt Lehrbereitschaften und in Mecklenburg waren die Grenzkommandanturen zuständig. Mit der Gründung der Schule in Sondershausen (01. 02.1951) wurden hier Offiziere und auch Unteroffiziere in Lehrgängen ausgebildet. Daneben gab es aber noch die Lehrgänge in den jeweiligen Bereitschaften. Dazu wurden ab April 1952 Ausbildungseinheiten in der Grenzbereitschaften für die Ausbildung der Unteroffiziere und Mannschaften gebildet. Dies änderte sich mit der Gründung von drei Unteroffiziersschulen (Dömitz, Groß Glienicke und Gera (die Unteroffiziersschule Gera wurde zuerst 1953/54 nach Meiningen und danach nach Dittrichshütte verlegt)), welche diese Ausbildung ab sofort übernahmen. Weiterhin wurden aber die Ausbildung der Mannschaften in den Bereitschaften und auch die Offiziersschule in Sondershausen belassen. Auf Grund der weiteren Zentralisierung wurde im Standort Dittrichshütte ein Lehr- und Ausbildungsregiment am 01.01.1956 gebildet und die Offiziersausbildung weiterhin in Sondershausen durchgeführt. Daneben gab es immer noch eine weitere Ausbildung in den einzelnen Grenzbereitschaften. Mit der Gründung der Grenzbrigaden (1957) gab es eine weitere zentrale Vereinheitlichung, mit jeweils einer Lehr-, Ausbildungs- und Reservebereitschaft in den Grenzbrigaden. Auch die Unteroffiziersschule und Offiziersschule in Dittrichshütte blieben weiterhin bestehen. Die Infanterieschule I in Plauen übernahm ab dem Jahr 1957 die Ausbildung der Grenzoffiziere, während die Politoffiziere in der Politschule Groß Glienicke (wurde später diese in die Bezirksparteischule Weimar verlegt) durchgeführt wurde. Als die NVA die Grenzpolizei übernahm, begann eine neue militärische Ausrichtung, dazu wurde die Infanterieschule I Plauen in die Offiziersschule der Grenztruppen (später Hochschule der Grenztruppen und nach Suhl verlegt) umgebildet. Aus den damals noch bestehenden Reservegrenzabteilungen wurden in 14 Grenzregimentern Grenzausbildungsbataillone gebildet. Sie bestanden aus drei GAbK (Soldaten) und einer UAbK (Unteroffiziere). Daneben gab es noch zwei zentrale Grenzausbildungsregimenter mit jeweils einem Unteroffiziersausbildungsbataillon und zwei Grenzausbildungsbataillonen (Soldaten). Mit der weitere Zentralisierung der Grenztruppen und der Bildung der drei Grenzkommandos (Nord, Süd und Mitte) wurde auch die gesamte Ausbildung vereinheitlicht. Neben der Offiziersschule/Offiziershochschule in Plauen (Ausbildung der Offiziere) gab es nun die Unteroffiziersschule VI in Glöwen und die Unteroffiziersschule VII in Potsdam (diese wurden 1973 als Unteroffiziersschule VI in Perleberg zentralisiert und die Unteroffiziersschule VII in Potsdam aufgelöst). Da die Kapazitäten in Perleberg zeitweise nicht ausreichten, wurden zwei Unteroffiziersausbildungskompanien im Standort Glöwen (Objekt GAR-5) untergebracht. Auch die Ausbildung der Soldaten wurde zentral in Grenzausbildungsregimenter (für Grenzkommando Nord in Halberstadt (GAR-7) und in Glöwen (GAR-5)) durchgeführt. Die Ausbildung von Spezialisten (Diensthundeführer (in Bautzen, danach Schenkendorf), Bootsausbildung sowie Nachrichtenausbildung (in Glowe auf Rügen, danach ab 01.08. 1964 Löcknitz, später Frankfurt-Oder)) wurde weiterhin dezentralisiert in anderen Standorten durchgeführt. Neu hinzu kam die Ausbildung der Fähnriche, welche zuerst in verschiedenen Standorten, wie Mönchhai, Nordhausen und später in Suhl durchgeführt wurden. Aus welchen Gründen auch immer, wurde die Offiziershochschule von Plauen in ein neu errichtetes Objekt in Suhl verlegt. Die gravierendste Veränderung gab es 1989 mit der Bildung der Grenzbezirkskommandos. So wurde das Grenzausbildungsregiment-5 Glöwen aufgelöst und aus dem Grenzausbildungsregiment-7 Halberstadt das Grenzausbildungszentrum-16 Halberstadt gebildet. Damit gab es nun nur zwei Grenzausbildungszentren, welche alle Soldaten für die Grenze zur BRD ausbilden sollten, das GAZ-16 Halberstadt und GAZ-36 Plauen. Sie waren direkt dem Kommando der Grenztruppen (Pätz) unterstellt.

Die Ausbildung der Soldaten


1946 – 1949 in Verantwortung der Leiter der Grenzkommandanturen und Grenzkommandos
2. HJ 1948 Die ersten breit angelegten Schulungen auf politischen und grenzfachlichen Gebiet werden durchgeführt.
1. Quartal 1949 Die Ausbildung erfolgt pro Woche mit 8 Stunden.
1. Halbjahr 1949 Die ersten Schulübungen mit dem Karabiner werden geschossen aber auch schon mit der Pistole.
Febr. 1949 Bisher gibt es aber nur vereinzelte Ausbildung.
Mai 1949 Alle neuen Grenzpolizisten erhalten einen 14tätigen Einweisungslehrgang.
Juli 1949 Der Beginn eines sechsmonatigen Ausbildungsprogrammes in allen Grenzbereitschaften.
1950 – 1957 Juni 1953 in Verantwortung der Grenzbereitschaften
Juni 1953 Die Ausbildungsziele werden oftmals nicht erreicht, die Waffen werden unzureichend beherrscht.
1957 – 1961 in den Lehrbereitschaften der Grenzbrigaden
1961 – 1971 in Grenzausbildungsbataillonen der Grenzregimenter
1971 – 1989 in Grenzausbildungsregimentern der Grenzkommandos (GAR 5 Perleberg, ab 73 Glöwen, GAR 7 Halberstadt, GAR 11 Eisenach, GAR 12 Rudolstadt, ab 84 Plauen, GAR 39 Berlin Rahnsdorf/ Wilhemsburg, GAR 40 Oranienburg)
1989 – 1990 in 2 Grenzausbildungszentren sowie den 2 GAR des GKM (GAZ 16 Halberstadt, GAZ 36 Plauen/ Eisenach, GAR 39 Wilhemsburg, GAR 40 Oranienburg)
1989 Bildung der Grenzausbildungszentren, Grenzausbildungszentrum-16 in Halberstadt.

Die Ausbildung der Unteroffiziere/Unterführer


1946 – 1949 in Verantwortung der Leiter der Grenzkommandanturen und Grenzkommando
1949 Beginn der ersten dreiwöchigen Unterführerlehrgänge in Verantwortlichkeit der Abteilungen Grenzpolizei und Bereitschaften der Landesbehörde in Dresden.
August 1949 Bildung der Ausbildungs- und Reservegrenzbereitschaft unter anderen in Aschersleben. Daraus entwickelte sich später die Schule der Volkspolizei.
Oktober 1949 Gründung von VP-Schulen an denen ein Großteil der Unterführer ausgebildet werden. Die Ausbildungszeit beträgt in der Regel 9 Monate.
01.02.1951 Gründung der zentrale Lehreinrichtung in Sondershausen. Weiterhin mehrmonatige Ausbildung im ehemaligen Schloss Stintenburg.
1950 – 1952 in den Grenzbereitschaften dezentral, zusätzlich zentrale Lehrgänge in Dresden. Ausbildung von 17 Tagen in der Reservegrenzabteilung Aschersleben, sowie im Anschluss eine drei monatige Ausbildung zum Unterführer.
15. April 1952 Gründung in allen Grenzbereitschaften von Ausbildungseinheiten, Ausbildung im Zeitraum von 10 Monaten von Unterführern.
1953 – 1956 Unterführer-/ Unteroffiziersschulen Dömitz, Groß Glienicke und Dittrichshütte (53/54 Gera/Meiningen)
1956 – 1957 (Gründung 01.01.1956, mit drei Ausbildungsbataillone) zentrale Ausbildung im Unteroffiziersausbildungsregiment Dittrichshütte
1957 – 1961 Unteroffiziersausbildungsregiment Dittrichshütte plus den Lehrbereitschaften der Grenzbrigaden
Beginn 1960 Ausbildung der Unteroffiziere mit Lehrbriefen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Chemie und Physik.
1961 – 1971 2 Unteroffiziersausbildungsbataillone (Standorte Römhild und Salzwedel) und 14 Grenzausbildungskompanien
1971 – 1973 (Mai) Unteroffiziersschule VI Glöwen und Unteroffiziersschule VII Potsdam werden gebildet.
1973 – 1990 (1. April 1973 Auflösung Unteroffiziersschule VII Potsdam, 07. Mai 1973 Eröffnungsappell Unteroffiziersschule VI Perleberg) zentral in der Unteroffiziersschule VI Perleberg, zusätzlich 2 Unteroffiziersausbildungskompanien in Glöwen.

Die Ausbildung der Fähnriche

Mit Einführung dieser Dienstlaufbahnrichtung ab 1971 erfolgte die Ausbildung dezentral nach Verwendung oder an die jeweiligen Schulen angegliedert.


1971 Nach der Einführung der Dienstgradgruppe erfolgte die Ausbildung je nach Verwendung in den jeweiligen Schulen.
Bis 1984 Die Grenztruppen bildeten in Dingelstedt und Nordhausen aus.
Ab 1984 Jetzt erfolgte die Ausbildung in Suhl an der Offiziershochschule.

Die Ausbildung der Offiziere


Ab dem 1. Februar 1951 in der (Offiziers-) Schule Sondershausen für Kommandeure.
1. Halbjahr 1949 Der erste Kommandoleiterlehrgang in Potsdam.
Mitte 1949 Die ersten Lehrgänge für Instrukteure und Lektoren in Meiningen.
Oktober 1949 Gründung von VP-Schulen an denen ein Großteil der Offiziere der Dienststellungen Zugführer und Kompaniechefs ausgebildet werden. Die Ausbildungszeit beträgt in der Regel 9 Monate. Die Ausbildung der Bereitschaftskommandeure erfolgt ausschließlich in der Sowjetunion in Priwolks bei Saratow. Die ersten 100 Offiziere reisen schon im Herbst 1949 dorthin. Diese Lehrgänge dauern 1 Jahr und werden bis 1954 durchgeführt.
Juni 1950 VP-Schule in Glöwen für Bereitschaften der Artillerie und für Polit in Torgau.
Oktober 1950 VP-Schule in Glöwen, sowie für Polit in Berlin-Treptow und Potsdam.
Ab 1951 Ab diesem Zeitpunkt erfolgte die Ausbildung an der Offiziersschule in Sondershausen (für Kommandeure).
Von 1955 – 1961 an der Infanterieschule I Plauen für Kommandeure. Zusätzlich Politschule Groß Glienicke und Bezirksparteischule Weimar für Politoffiziere.
1961 – 1984 Offiziersschule / OHS der Grenztruppen in Plauen.
1984 – 1990 Offiziershochschule Suhl

Die letzte Struktur Grenzkommando Nord (Stand 1989)

Vor der Gründung der Grenzkreiskommandos und der Grenzbezirkskommandos. Die Dislozierung der Grenzregimenter von der Ostsee bis zum Harz.

Das GKN hatte eine Grenzlänge von 575,4 km mit 5 GR zu sichern.


Stab Grenzkommando Nord – Stendal Bezirk Magdeburg

3500 Stendal, Gardelegener Straße, PF 88802

Luftlinie zum Stab Kommando der GT Pätz: 170 km


Entfernung zur Grenze: Tarnname: Postleitzahl: Siegelnummer: Gründung: 50 km Luftlinie Dekan, 88802, 941 15.02.1971 in Kalbe/Milde, danach Verlegung nach Stendal
Auszeichnungen: 07.11.1977 Vaterländischen Verdienstorden Gold
Letzter Kommandeur: Oberst Lepa, Klaus
Sicherungsabschnitt: Priwall (Ostsee) bis Benneckenstein (Harz)
Grenzsäulen: von Nr. 1 Priwall bis Nr. 1036 Bach Sülze
Rechter Nachbar: Grenzbrigade Küste Rostock
Unmittelbar angrenzend: 8. Grenzkompanie Brook und 12. technische Bootskompanie Barendorf/IV. GB Tarnewitz
Linker Nachbar: Grenzkommando Süd Erfurt
Unmittelbar angrenzend: 1. GK Ellrich/I. GB Warteberg/GR-4 Heiligenstadt

Äußerste rechte Linieneinheit vom GKN:

1. Grenzkompanie Pötenitz / I. Grenzbataillon Selmsdorf / Grenzregiment-6 Schönberg

Äußerste linke Linieneinheit vom GKN:

8. Grenzkompanie Elend / II. Grenzbataillon Schierke / Grenzregiment-20 Halberstadt

Die Struktur Stab Grenzkommando Nord Stendal

Kommandeur

Ihm direkt unterstellt:

Leiter Unterabteilung Finanzökonomie

Leiter Unterabteilung Kader

Stellvertreter Kommandeur und Stabschef

Stellvertreter des Stabschef und Leiter der Unterabteilung des Operativen Stabes

Stellvertreter des Stabschefs für operative Arbeit

Bereich Stellvertreter Kommandeur und Stabschef

Leiter Unterabteilung Grenzaufklärung

Leiter Unterabteilung Nachrichten

Leiter Unterabteilung Org. / Auffüllung

Leiter Unterabteilung Innerer Dienst

Bereich Stellvertreter des Stabschefs

Leiter Unterabteilung Grenzsicherung

Leiter Unterabteilung OTA / Gefechtsbereitschaft

Leiter Unterabteilung Planung

Leiter Unterabteilung Information

Leiter Militärtopografischer Dienst

Stellvertreter Kommandeur und Leiter der Politabteilung

Stellvertreter Kommandeur für Ausbildung

Stellvertreter Kommandeur für Rückwärtige Dienst

Stellvertreter Kommandeur für Technische Ausrüstung

Direkt unterstellte Einheiten

Grenzregiment-6 „Hans Kollwitz“ Standort Schöneberg

Grenzregiment-8 „Robert Abshagen“ Standort Grabow

Grenzregiment-24 „Fritz Heckert“ Standort Salzwedel

Grenzregiment-23 „Wilhelm Bahnik“ Standort Kalbe

Grenzregiment-25 „Neidhardt von Gneisenau“ (bis 1983) Standort Oschersleben

Grenzregiment-20 „Martin Schwantes“ Standort Halberstadt

Grenzausbildungsregiment-5 „Gustav Sobottka“ Standort Glöwen/Potsdam

(mit Befehl 37/89 vom 16.06.1989 aufgelöst) Grenzausbildungsregiment-7 „Martin Hoop“ Standort Halberstadt

(mit Befehl 37/89 vom 16.06.1989 Umformierung zum Grenzausbildungszentrum-16 Halberstadt)

SiK-25 Dingelstedt/Mönchhai Postleitzahl: 88806

Stabskompanie 25 (StK-25) Stendal Postleitzahl: 80628

Pionierkompanie 25 (PiK-25) Oschersleben Postleitzahl: 80695

Baukompanie-25 (BauK-25) Gardelegen,

Stab- und Versorgungsbataillon Stendal, Sicherungskompanie-25

Dingelstedt/Mönchhai,

Musikkorps (MK Magdeburg) Stendal Sitz Magdeburg PLZ: 73527

Nachrichtenwerkstatt 25 (NW-25) Stendal Tarnname: Backwalze Postleitzahl: 88831

Verbandsnachrichtenzentrale 25 (VNZ-25) Stendal Postleitzahl: 68117

Kfz-Werkstatt 25 (KfzW-25) Postleitzahl: 80675

Waffenwerkstatt Glöwen

Auswerte-, Rechen- und Informationsgruppe 25 Stendal (ARIG-25)

Standortübungsplatz (StüP): Berge Tarnname: Kristallschale

Schulungsobjekt: (SO Elend) Elend Tarnname: Kapsel

Schulungsobjekt: (SO Ohrsleben) Ohrsleben Tarnname: Entleiher

Pionierferienlager: Arendsee

Im Bereich des Grenzkommando Nord liegend aber dem Kommando der GT oder anderen Kommandos unterstellt:

Versorgungslager 16 (VL-16): Tangermünde Tarnname: Schellengeläut Postleitzahl: 79252

Nachrichtenwerkstatt-16 Magdeburg

Hubschrauberstaffel 16: „Albert Kuntz“ Nordhausen Tarnname: Presslufthammer

Hubschrauberlandeplatz Salzwedel, 3560 Salzwedel PSF 81096

Unteroffiziersschule VI „Egon Schulz“ 2910 Perleberg, Karl-Liebknecht-Straße, Verleihung: Ehrenname: 01.03.1974 Tarnname: Wechselrahmen Postleitzahl: 18185

Siegelnummer: 905+990

Militärgericht Magdeburg Sitz Stendal

Grenzausbildungszentrum 16 (GAZ-16) Halberstadt – Dingelstedt Tarnname: Dorfgemeinde

Nachrichtenwerkstatt-16 Magdeburg/Rothensee

Die Grenz- und Ausbildungsregimenter

Grenzregiment-6 „Hans Kollwitz“ Schönberg

Grenzregiment-8 „Robert Abshagen“ Grabow

Grenzregiment-24 „Fritz Heckert“ Salzwedel

Grenzregiment-23 „Wilhelm Bahnik“ Kalbe

Grenzregiment-20 „Martin Schwantes“ Halberstadt

Grenzausbildungsregiment-5 „Gustav Sobottka“ Glöwen

Grenzausbildungsregiment-7 „Martin Hoop“ Halberstadt

GRENZREGIMENT– 6 „HANS KOLLWITZ“ STANDORT SCHÖNBERG, BEZIRK ROSTOCK

2440 Schönberg, Straße des Friedens 6, PF 38902, Siegelnummer 906

Gründung: 1961, Truppenfahne seit: 1962, Namensverleihung am: 07.10.1977, auf Befehl des MNV (Armeegeneral Heinz Hoffmann) erhielt der Truppenteil den verpflichtenden Namen „Hans Kollwitz“ verliehen. Im Auftrag des Ministers überreichte der Kommandeur des Verbandes, Generalmajor Bär diese Auszeichnung.

Zu sichernder Grenzabschnitt: Priwall (Ostsee) bis südwestlich Grenzknick Leisterförde (Postenpunkt Pieperkaten (Piepereichen))

Länge des Grenzabschnitts: 116,10 km (Stand achtziger Jahre)

Grenzsäulen: rechte Grenzsäule Nr. 1 Priwall

linke Grenzsäule Nr. 236 (bei Leisterförde)

Besonderheiten im Grenzabschnitt: Der Übergang zur Grenzbrigade Küste (mit einem Hinterlandsicherungszaun an der Ostsee bis zum Ort Barendorf), der Dassower See (gehörte zur BRD), das Ufer war DDR-Gebiet, der Schaalsee mit der Sicherung durch einen Grenzbootzug und die Insel Stintenburg, sowie der Ratzeburger See.

Trennungslinie zum GR-8: Grenzsäule 237, Großer Grenzknick nördlich von Schwanheide

Rechter Nachbar: Grenzbrigade Küste Rostock

Unmittelbar rechts angrenzend: 8.Grenzkompanie Brook und 12. technische Bootskompanie Barendorf/IV. GB Tarnewitz

Linker Nachbar: Grenzregiment-8 Grabow

Unmittelbar links angrenzend: 1. GK Zweedorf/I. GB Nostorf/ GR-8 Grabow

Äußerste rechte Linieneinheit vom GR-6: 1. GK Pötenitz/ I. GB Selmsdorf

Äußerste linke Linieneinheit vom GR-6: 8.GK Leisterförde/ II. GB Lassahn

Letzter Kommandeur: Major Heinze, Michael

Direkt unterstellte Einheiten (letzte Struktur):


Nachrichtenkompanie-6 Klein Siemz
Instandsetzungskompanie-6 Wahrsow (bei Schönberg)
Pionierkompanie- 6 Wittenburg
Pioniergerätelager bei Zarrenthin

Kfz-Instandsetzungszug-6 Wahrsow

I. Grenzbataillon Selmsdorf

1. GK Pötenitz, 2. GK Selmsdorf,

3. GK „Siegfried Apportin“ Palingen,

4. GK Utecht, KpSiGsi Selmsdorf,

II. Grenzbataillon Lassahn

5. GK Groß Thurow, 6. GK Kneese

7. GK Zarrentin, 8. GK Leisterförde,

KpSiGsi Lassahn, Grenzbootszug Lassahn

III. Grenzbataillon Schönberg

9. GK Lütgenhof, 10. GK Schattin,

11. Grenzkompanie „Gerhard Hofert“ Schlagbrügge,

12. Grenzkompanie Gallin

Die Grenzübergangsstellen im Bereich des GR-6

GÜST Straße Selmsdorf – Sicherungszug Selmsdorf

GÜST Eisenbahn Herrnburg – Sicherungszug Palingen

GÜST Autobahn-24 Zarrentin – Sicherungszug Zarrentin

Reserveobjekte: Schlagresdorf und Zarrentin

Die verliehenen Auszeichnungen:


Ehrenname „Hans Kollwitz“ 07.10.1977 GR-6
Ehrenname „Gerhard Hofert“ 1989 11. GK Schlagbrügge
Ehrenname „Siegfried Apportin“ 1988 3. GK Palingen

Die Regimentskommandeure


1960 – 1969 Oberstleutnant Alster, Willi Hinz Behrendt Neubauer
1983 Oberstleutnant Schönebeck
(Vertretungsweise wurde das GR-6 aber durch OSL Grunwald geführt.)
1988 Oberstleutnant Grunwaldt
1989 Major Heinze, Michael

Die Geschichte des Truppenteils

Schon Ende November1946 begann man auf Anordnung der sowjetischen Militäradministration mit der teilweisen Sicherung der Grenze Mecklenburgs durch Grenzpolizeieinheiten. Sie hatten die Aufgaben die damalige Demarkationslinie zu den westdeutschen Ländern zu sichern. Im Land Mecklenburg wurde von der Landespolizeibehörde eine Grenzpolizei in einer Stärke von 375 Mann aufgestellt. Sie wurde in vier Stabsgruppen geteilt, so gab es unter anderen die Stabsgruppe I in Lüdersdorf und die Stabsgruppe II in Neu Gülze. Die Grenze an der Ostsee wurde von ihnen nicht gesichert.

Schon kurze Zeit später wurde diese in der Deutschen Verwaltung des Innern zusammengefassten Grenzpolizeieinheiten verstärkt und bekamen die erste Struktur. Sie wurden in Abteilungen, Kommandanturen und Kommandos aufgeteilt. So gab es unter anderen 1947 die Grenzpolizeiabteilung Gadebusch. Im Jahr 1948 wurden diese Grenzpolizeiabteilungen in Grenzbereitschaften umbenannt. Im Raum Mecklenburg gab es die Grenzbereitschaft Gadebusch, daraus entwickelte sich 1948 bis 1957 die Grenzbereitschaft Schönberg und Zarrentin, sowie auch Wittenburg. Diese Grenzbereitschaften wurden ab 1957 nummeriert und so bekam die Grenzbereitschaft Schönberg die Nr. 6 und die Grenzbereitschaft Wittenburg die Nummer 7. Die Grenzbereitschaft-6 Schönberg sicherte von der Ostsee bis südlich der Naht Kneese. Im Jahr 1961 wurden die Grenzbereitschaften zu Grenzregimentern umformiert, dabei behielten sie ihre Nummerierungen. Der Dassower See gehörte komplett zur Stadt Lübeck, es gab hier keinen Bootseinsatz der GT. Die Sicherung erfolgte nur am DDR-Ufer. Die BRD-Fischer mussten aufpassen, dass sie nicht mit ihren Booten an das Ufer kamen. Das Grenzregiment-6 gehörte zur Grenzbrigade-3 Perleberg. Der linke Nachbar war das GR-8 Grabow, die südliche Naht war Leisterförde vom GR-8 Grabow. 3 Grenzbataillonen waren es in jedem Grenzregiment der GT, hier waren es bis 1974 im GR-6 weiterhin nur zwei GB. Erst ab 1974 wurde dann das 3. Grenzbataillon eingeführt. Ab 1971 gab es nur zwei Grenzbataillonen mit je 6 Grenzkompanien. Am 4. September 1973 um 11.25 Uhr begann man bei Schlutup Lübeck den ersten Grenzstein (er wurde durch die DDR geliefert) durch einen Vermessungstrupp und Mitgliedern der AG Grenzmarkierung zu setzen, dadurch wurde die Grenze der DDR um 2 Meter in Richtung BRD verlegt. Die Grenzsicherung zum rechten Nachbarn Grenzbrigade Küste wurde mit einem Hinterlandsicherungszaun an der Ostsee bis zur Ortschaft Barendorf durchgeführt. Der Schaalsee wurde mit Grenzbooten gesichert. Der dafür vorgesehene Grenzbootzug war in Lassahn stationiert. Der Grenzverlauf folgte der Hochwasserlinie, wenn also Niedrigwasser war, gehörte der freigelegte Strand zum Westen. Die Grenzsicherung am Ort Dassow erfolgte durch eine Mauer zum Wasser hin. Der Schaalsee und der Ratzeburger See wurden durch den technischen Zug des BGS (GSA 1/7) mit zwei Coronett-Booten bestreift. Diese lagen in festen Bootshäusern. In dem Bereich Schaalsee Niendorfer Binnensee durften auch Fischer aus Zarrentin und Lassahn (beide Orte in der DDR) in den zur BRD gehörenden Teil des Sees befahren. Zur Kontrolle durch die GT mussten die Fischerboote jeweils zwei Flaggen (immer unterschiedliche Farben und bei jeder Fahrt eine andere Farbkombination, dies wurde durch die GT festgelegt) zeigen. Den Grenzposten waren diese Farbkombinationen bekannt. Das Gut Stintenburg ist eine Insel (Sperrgebiet) im Lassahner See und ist durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Dort waren unterschiedliche Einheiten untergebracht. Es gibt Hinweise, dass ein Ausbildungsobjekt der HA I als GT Objekt getarnt war. Für die Grenzsicherung durch die GT gab es einen Bootszug in Lassahn. Auf der Höhe Schwedenschanze soll es einen Tunnel unter den Grenzsicherungsanlagen gegeben haben.

Am Ort Roggendorf an der B208 auf dem Hellberg gab es einen Posten (Falke) des Funk-und Funktechnischen Aufklärungsbataillons-5 (FuFu-TAB-5). Eine UKW-Aufklärung für den Bereich Lübeck) gab es östlich von Utecht / Schattin (Ratzeburger See) in Schlagsülsdorf.

Außerdem gab es die Funktechnische Kompanie-432 (Groß Malzahn) mit FuTk-432 und anderen Radaranlagen und Hubschraubern (KHG-17) (Steffenhagen / Basepohl), deren Unterkunft war in Schlagresdorf.

Im Bereich der Seen gab es unterschiedliche Sicherungsmaßnahmen.

So gab es Bereiche, in denen zwischen zwei Metallgitterzäunen Minenfelder waren oder es gab die Selbstschussanlagen. Der Lankower See wurde von Ufer zu Ufer (quer über den See) mit einer Spezialsperre gesichert. Nördlich von Mechow (an der ehemaligen Ortschaft Neuhof) gab es eine Hundelaufanlage zwischen einen Metallgitterzaun. 1985 war der Sicherungsbereich von der Ostsee (Priwall) bis den Bereich zwischen Leisterförde und Schwanheide. Diese neue Struktur 1985 beinhaltete das I. und II., welche die unmittelbare Grenzsicherung und das III. Grenzbataillon, welche die Hinterlandsicherung durchführten. Das I. und II. Grenzbataillon hatten jeweils eine Sicherstellungskompanie für die Grenzsicherung. Der Stab des III. Grenzbataillons war am Standort des Regimentsstabes in Schönberg angesiedelt. Ab 18.08.1989 gab es die letzte große Umstrukturierung. Das Grenzregiment-6 wurde aufgelöst und daraus wurden Grenzkreiskommandos gebildet, welche dem Grenzbezirkskommando Schwerin unterstanden. Den Grenzkreiskommandos unterstanden die Grenzkompanien.

Die Zeittafel


1946 Aufstellung der Grenzpolizeieinheiten in Mecklenburg
1947 Grenzpolizeiabteilung Gadebusch
1948 – 1957 Grenzbereitschaften Gadebusch, später Schönberg und Zarrentin, später Wittenburg
1957 Grenzbereitschaft-6 Schönberg
1957 Dislozierung Grenzbereitschaft-6 von der Ostsee bis südlich der Naht Kneese.
1960 – 1969 Kommandeur Oberstleutnant Alster, Willi
1961-1971 GR-6 südliche Naht Kneese zum GR-7 Wittenburg
07.10.1962 Übergabe der Truppenfahne
1971 GR-6 südliche Naht Leisterförde zum GR-8 Grabow, Sicherung mit zwei Grenzbataillonen.
1973 (04.09.) Um 11.25 Uhr wurde bei Lübeck – Schlutup durch einen Vermessungstrupp und Mitgliedern der AG Grenzmarkierung der erste Grenzstein gesetzt
1974 Einführung des III. Grenzbataillons
1974 Dislozierung GR-6, von Priwall bis Ortschaft Leisterförde
07.10.1977 Verleihung Ehrenname „Hans Kollwitz“
1983 Beginn pioniertechnischer Ausbau II. GB Schattin und III. GB Lassahn
1985 Einführung der neuen Struktur im GR-6, zwei Grenzbataillone für die Grenzsicherung und das 3. GB für die Hinterlandsicherung.
1988 Verleihung Ehrennamen „Siegfried Apportin“ der 4. GK Palingen
1989 Verleihung Ehrennamen „Gerhard Hofert“ der 6. GK Schlagbrügge
18.08.1989 Letzte große Umstrukturierung, Bildung der Grenzkreiskommandos und Gründung GKK-101 Grevesmühlen/Gadebusch mit 7 GK, 1 RGK, Güst Selmsdorf und eine NaKp.
1989 GKK 102 Wittenburg
01.09.1989 Zur Führungsbereitschaft Stufe III wird übergegangen.
04.11.1989 Bei Einsätzen außerhalb des Schutzstreifens dürfen keine Schusswaffen mehr mitgeführt werden.
09.11.1989 Gegen 24.00 Uhr Grenzöffnung GÜST Horst nach Lauenburg (Elbe).
14.11.1989 Die 6. GK Lüttgenhof wird herausgelöst und zum SiZ Güsten umformiert.
23.01.1990 Es gibt nur noch die Grenzüberwachung.
01.05.1990 Der Befehl zur Grenzüberwachung, in deren Folge das GKK-101 umgewandelt wird. Neue Struktur: 4 Grenzwachen, 4 Grenzübergangsstellen und eine Na-Kp.
01.07.1990 Die Grenzüberwachung wird eingestellt.
06.07.1990 Der Ab- und Rückbau der Grenzsicherungsanlage beginnt.
02.10.1990 Das GKK-101 Gadebusch wird aufgelöst.

Hans Kollwitz


Er wurde am 13. 08. 1893 in Stralsund als Sohn eines Bauarbeiters geboren. Hier besuchte er die Volksschule und erlernte danach das

Tischlerhandwerk. Mit 25 Jahren (1918) trat er der USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei) bei und zwei Jahre später war er Abgeordneter im Landtag von Mecklenburg-Schwerin. Schon kurz danach (Dezember gleichen Jahres) trat er der KPD bei und blieb noch im gleichen Landtag bis 1921. Bei der Wahl 1924 kam er in den

Tischlerhandwerk. Mit 25 Jahren (1918) trat er der USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei) bei und zwei Jahre später war er Abgeordneter im Landtag von Mecklenburg-Schwerin. Schon kurz danach (Dezember gleichen Jahres) trat er der KPD bei und blieb noch im gleichen Landtag bis 1921. Bei der Wahl 1924 kam er in den preußischen Landtag und blieb hier bis 1928. Ab 1928 war er dann für die KPD im Reichstag und blieb hier bis 1930. Schon im Jahr 1924 wurde er Sekretär der KPD in Ostpreußen und war auch im Zentralkomitee der KPD von 1927 bis 1929. Im Jahr 1930 wurde er zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe, wegen seine öffentlichen Aufforderung zur Bildung der „Roten Front“, verurteilt. In der dann folgenden Naziherrschaft wurde er auch verhaftet und kam in Gefängnisse und Konzentrationslager. Nach der Naziherrschaft war Hans Kollwitz in der KPD-Bezirksleitung in Mecklenburg tätig. Mit der Gründung der SED war er auch Mitglied und bis 1948 beim Ministerium für Innere Angelegenheiten als Leiter für Information, tätig. Hans Kollwitz verstarb am 14.11.1948 in Rostock.


Letzte Struktur GR-6, 2 Grenzbataillone (I. und II. GB) in der 1. Linie und das III. Grenzbataillon in der Hinterlandsicherung.

Die wechselnden Strukturen des Truppenteils

Struktur 1961


I.GB Holm (bei Dassow) 1.GK Pötenitz, 2.GK Teschow (nach Brand – verlegt nach Dassow), 3.GK Selmsdorf, 4.GK Palingen, 5.GK Lüdersdorf
II.GB Schlagsdorf 6.GK Schattin, 7.GK Campow, 8.GK Schlagbrügge 9.GK Groß Thurow

6. Ausbildungsbataillon (2., 3., 4. AbK) Klein Sienz, UAbK Dassow

Struktur 1971

1971 bis 1974 gab es folgende Dislozierung:

Stab GR-6 Schönberg


Nachrichtenkompanie-6 Klein Siemz, Instandsetzungskompanie-6Wahrsow, Pionierkompanie-6 Wittenburg, Pioniergerätelager bei Zarrentin
1.GB Selmsdorf (war bis 1977/78 noch in Dassow), SIZ Güst Selmsdorf, FuAklTr-16 Selmsdorf (Kdo GT), 1.GK Pötenitz 2.GK Selmsdorf (war bis 1977/78 noch in Dassow), 3.GK Selmsdorf
II. GB Schattin 5.GKUtecht, 6.GK Schlagbrügge, 7.GK Groß Thurow, 8..GK Kneese
III. GB Lassahn Kompanie Sicherstellung Lassahn, Bootszug Lassahn, 9.GK Lassahn,10. GK Zarrenthin, 11.GK Gallin, 12.GK Leisterförde

Struktur 1974


Stab GR-6 Schönberg Pik-6 Wittenburg, NaK-6 Groß Siems, Grenzbootzug Lassahn GÜST Selmsdorf, GÜST Herrnburg, GÜST Zarrentin
I. GB Selmsdorf 1. GK Pötenitz, 2. GK Dassow, 3. GK Selmsdorf, 4. GK Palingen
II. GB Schlagsdorf 5. GK Schattin, 6. GK Utecht, 7. GK Thurow, 8. GK Kneese
III. GB Zarrentin 9. GK Lassahn, 10. GK Zarrentin, 11. GK Gallin, 12. GK Leisterförde

Struktur von 1985 – 89


Stab GR-6 Schönberg Pik-6 Wittenburg, NaK-6 Groß Siems, Munitionsdepot Groß Siems, Instandsetzungskompanie-6 Lüdersdorf, Grenzbootzug Lassahn, GÜST Selmsdorf (SZ Selmsdorf), GÜST Herrnburg (SZ Palingen), GÜST Zarrentin (SIK Zarrentin)
I.GB Selmsdorf 1. GK Pötenitz, 2. GK Selmsdorf, 3. GK Palingen 4. GK Utecht, KpSiGsi Selmsdorf
II. GB Lassahn 5. GK Thurow Horst, 6. GK Kneese, 7. GK Zarrentin 8. GK Leisterförde, KpSiGsi Lassahn
III. GB Schönberg 9.GK Lütgenhof, 10.GK Schattin, 11.GK Schlagbrügge 12.GK Gallin

Stab GR–6 „Hans Kollwitz“ Schönberg (Bez. Rostock)

2440 Schönberg, Straße des Friedens 6, PF 38902, Siegel 906


Luftlinie zum Stab der GT Pätz 280 km
Luftlinien zum Stab Stendal 170 km
Luftlinie bis zur Grenze 10 km

Ab 1948 gab es einen Stab der Grenzpolizeieinheiten in Schönberg. Mit der Bildung der Grenzbereitschaften bleib der Stab der Grenzbereitschaft in Schönberg. Auch ab 1971 als das Grenzregiment-6 gebildet wurde, war der Stab ununterbrochen bis 1989 in Schönberg. Die Stadt Schönberg hatte über 4000 Einwohner und liegt am kleinen Fluss Maurine. Sie wurde schon 1219 urkundlich erwähnt und erhielt 1822 das Stadtrecht. Der Gefechtsstand vom GR-6 befand sich unter dem Stabsgebäude.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1948 Stab der Grenzbereitschaft
1951 Stab Grenzbereitschaft Schönberg/1. Grenzbrigade Schwerin
1957 Stab der Grenzbereitschaft-6
1961 Stab Grenzregiment-6./3. Grenzbrigade Perleberg
1971 Stab Grenzregiment-6/Grenzkommando Nord Stendal
1989 Grenzkreiskommando-101Schönberg/GBK-1 Schwerin
09.11.1989 Um 22.30 Uhr Grenzöffnung der F 104 (GÜST) von Selmsdorf nach Schlutup (B 104).
1990 Landratsamt
2005 stand zur Vermietung, jetzt ev. Familienbildungsstätte

Die Grenzbataillone

I. Grenzbataillon Selmsdorf

2441 Selmsdorf, Dr.-Leber-Straße, PF 68162

Luftlinien zum Stab Stendal 140 km


Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 5 km
Luftlinie bis zur Grenze 3 km

Der Stab I. GB ist seit 1974 in Selmsdorf stationiert.

Dem I. Grenzbataillon unterstanden folgende Grenzkompanien:

1. Grenzkompanie Pötenitz, 2. Grenzkompanie Selmsdorf, 3. Grenzkompanie Palingen, 4. Grenzkompanie Utecht,

Kompanie zur Sicherstellung der Grenzsicherung (KpSiGsi) Selmsdorf

Der Ort lag an der F-104 (heute B-104) und somit gut zu erreichen. Er hatte Straßenanbindungen zu folgenden Orten: Palingen, Sülsdorf und Schönberg. Das GB lag ungefähr in der Mitte des Bataillonsabschnittes. Der Ort hatte über 2000 Einwohner. Im Südwesten befand sich die große Sondermülldeponien Ihlenberg. Hier wurde der Sondermüll aus der BRD über die Güst Straße Selmsdorf abgeladen.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1963 3. GK Selmsdorf/ GB Holm
1974 I. GB Selmsdorf/ GR-6 Schönberg/GKN Stendal
1989 2. GK Selmsdorf/GKK-101 Schönberg/GBK-1 Schwerin
09.11.1989 Um 22.30 Uhr Grenzöffnung der F 104 (GÜST) nach Schlutup (B 104).


Die Wassersperre auf dem Lankower See und daneben eine Betonbrücke. Aufnahme vor 1989. Das obere Bild mit freundlicher Genehmigung von Rothaut, Internet Forum DDR Grenze, Bilder GR-6

II. Grenzbataillon Lassahn

2821 Lassahn, Straße nach Zarrentin PF 38907

Luftlinien zum Stab Stendal 135 km


Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg 36 km
Luftlinie bis zur Grenze 1,5 km

Der Stab II. GB ist seit 1985 in Lassahn stationiert.

Dem II. Grenzbataillon unterstanden folgende Grenzkompanien:

5. Grenzkompanie Thurow, 6. Grenzkompanie Kneese,

7. Grenzkompanie Zarrentin, 8. Grenzkompanie Leisterförde

KpSiGsi Lassahn

Der Ort liegt unmittelbar an den Ausläufern vom Schaalsee und ist zu den Nachbarorten über die Landstraße zu erreichen. Die Nachbarorte sind Techin und Bernstorf. Der Ort wurde erstmalig 1230 erwähnt. Im Zuge der Grenzsicherung wurden Häuser und ganze Ortsteile abgerissen, um die Grenzsicherung zu gewährleisten. In der Kneipe von Lassahn gab es immer Goldbroiler. Man musste sie bestellen und eine Stunde später, konnte man sie abholen. Zusätzlich war im GR-6 ein Bootszug Lassahn.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1971 III. GB Lassahn/ GR-6 Schönberg/GKN Stendal 9. GK Lassahn/III.GB Lassahn/GR-6 Schönberg Grenzbootszug Lassahn/II.GB Schlagsdorf/GR-6 Schönberg
1983 II. GB Lassahn/GR-6
1989 1. GK Lassahn/GKK-102 Wittenburg/GBK-1 Schwerin
12.11.1989 Grenzöffnung der F 208 nach Mustin (B 208) über Groß Thurow, ebenfalls Grenzöffnung zum Schaalsee.
1990 Aus der GK wurden Wohnungen gebaut.


Das Gebäude der ehemaligen Grenzkompanie Lassahn. Mit freundlicher Genehmigung von B 208 Forum DDR Grenze, Bildergalerie, Lassahn.


Grenzsoldaten mit Schneehemd, Wintereinbruch, ehemalige GK Lassahn 1978/79, Bild mit freundlicher Genehmigung von tessi55, Forum DDR Grenze Wintereinbruch Lassahn

Die heute am GT-Standort Lassahn noch vorhandenen baulichen Anlagen lassen vermuten, dass hier eine größere Einheit der GT stationiert war. Die Standortdatenbank des MGFA weist für 1985/86 Lassahn als Sitz des II.GB des GR 6 und Standort eines Bootszuges aus, dafür dürften die zwei GK-Typenbauten und die zwei Garagenkomplexe reichlich Platz geboten haben. Nicht weit von Lassahn entfernt auf dem Schloss Stintenburg, gelegen auf der Insel Kampenwerder im Schaalsee, gab es zeitweise einen weiteren GT-Stützpunkt. Von der nahen Anhöhe hat man einen Überblick über das ehemalige GT-Objekt in Lassahn. Auf dem Bild sieht man die beiden zu Wohnhäusern umgebauten Unterkunftsgebäude und rechts im Bild die zwei Garagenkomplexe. Zu bemerken wäre, dass für die Berufssoldaten neben dem obligatorischen Wohnhaus neben dem Objekt auch noch drei Wohngebäude gegenüber der Kaserne vorhanden waren, auch ein Zeichen für einen starken Personalbestand. Die vorgenannten Wohngebäude sind auch heute noch vorhanden, natürlich zeitgemäß saniert.


Das obere Bild, sowie der dazugehörende obige Kommentar mit freundlicher Genehmigung von K2, Internet Grenzerforum, Bilderreihe ehemalige GK

Die Grenzsicherung Schaalsee

Die Grenze verlief durch den Schaalsee. Die Stintenburg war ein markanter Punkt der Grenzsicherung. Der in Lassahn stationierte Grenzbootszug (dem II. GB unterstellt) sicherte die Grenze auf dem Schaalsee, von Zarrentin bis Stintenburger Hütte. Der Bootszug hatte drei Grenzboote vom Typ 075 (sie waren mit je 2 Sil-Motoren (SU) ausgestatten und wurden in der DDR gebaut).

Unterstellung Grenzbootzug Schaalsee:

1961 bis 1971 Lassahn/ GR-7 Wittenburg/3. Grenzbrigade

1971 bis 1989 II. GB Lassahn/GR-6 Schönberg/GKN Stendal

1989 Lassahn/ GKK-101 Schönberg/GBK-1 Schwerin

Der Standort des II. GB war in unmittelbarer Nähe vom Lassahner See.

12.11.1989 Grenzöffnung am Schaalsee.

III. Grenzbataillon Schönberg (Bez. Schwerin)

2440 Schönberg, Straße des Friedens 6, PF 42615

Luftlinien zum Stab Stendal 140 km

Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg 0 km

Luftlinie bis zur Grenze 10 km

Der Stab III. GB ist seit 1985 in Schönberg stationiert.

Dem III. Grenzbataillon unterstanden folgende Grenzkompanien:

9. Grenzkompanie Dassow, 10. Grenzkompanie Schattin,

11. Grenzkompanie Schlagbrügge, 12. Grenzkompanie Gallin

Erst mit der letzten Umstrukturierung kam das III. Grenzbataillon zum Stab GR-6 nach Schönberg. Das dritte Grenzbataillon war nicht zur unmittelbaren Grenzsicherung, sondern zur Absicherung Hinterland eingesetzt. Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1948 Stab der Grenzbereitschaft
1951 Stab Grenzbereitschaft Schönberg/1. Grenzbrigade Schwerin
1957 Stab der Grenzbereitschaft-6
1961 Stab Grenzregiment-6./3. Grenzbrigade Perleberg
1971 Stab Grenzregiment-6/Grenzkommando Nord Stendal
1989 Grenzkreiskommando-101 Schönberg/Grenzbezirkskommando-1 Schwerin
09.11.1989 Um 22.30 Uhr Grenzöffnung der F 104 von Selmsdorf nach Schlutup (B 104, GÜST) auch für Einwohner von Schönberg.
1990 Landratsamt
2005 stand zur Vermietung, jetzt ev. Familienbildungsstätte

Die Grenzkompanien

1. Grenzkompanie Standort Pötenitz


2421 Pötenitz, Am Nordstrand, PF 73509
Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg 14 km
Luftlinie zum Stab I.GB Selmsdorf 12 km
Luftlinie bis zur Grenze 1 km

Der Ort Pötenitz liegt in der Nähe der Lübecker Bucht und der Pötenitzer Wiek. Er lag auch unmittelbar an der Grenze. Es gab nur zwei Landstraßen um Pötenitz zu erreichen, über Harkensee oder über Johannstorf. In der Nähe von Pötenitz auf dem Priwall stand die Grenzsäule Nr. 1 (sie wurde am 02.08.1967 gesetzt). Im Ort befand sich das Schloss Pötenitz. Von 1974 bis 1983 war der Grenzabschnitt von Barendorf bis Ortsende Dassow. Ab 1985 betrug der Grenzabschnitt 21 km und ragte in die Ostsee hinein. Die FüSt (BT-11) stand auf dem Priwall, später ein BT-6 mit Allwetterkamera. B-Türme gab es noch: BT-6 Pötenitz, an der Brücke in Dassow, Schlutuper Wiek, südlich der GÜST Selmsdorf und Höhe Schwedenschanze. Gegenüber BT Volksdorfer Spitze war auf westlicher Seite ein Hochofen. Das Abkippen der glühenden Schlacke war in der Nacht ein spektakulärer Anblick. Ausgang gab es nur im Ort Pötenitz. Die Gaststätte war im Schloss in der Nähe der GK. Das Ablaufen (Fußstreife) K-6 und K-2 von Pötenitz bis Dassow oder von Pötenitz bis Bahrendorf (TL Bahrendorf, ab dann 8. GK Brook Grenzbrigade Küste). In Bahrendorf war die technische Beobachtungskompanie und die Funkaufklärung des Mfs stationiert. Der Grenzzaun ging auf Höhe Barendorf bis an das Wasser der Ostsee heran Diese Stelle wurde durch die technische Beobachtungskompanie mit Kameras gesichert.

Vor der Grenzöffnung zog das ganze Dorf zum Tor-6 und wollte es öffnen lassen. Der KC (ein junge Oberleutnant) konnte die Massen beruhigen. Gegenüber der Schwedenschanze gab es einen Schleusertunnel. Er ist heute zugeschüttet.

Der obige Bericht mit freundlicher Genehmigung aus dem NVA Forum, Seite allgemeine Geschichte der GT

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1961 1. GK Pötenitz/I.GB Holm/Grenzregiment-6 Schönberg
1974 1. GK Pötenitz/I.GB Selmsdorf/GR-6 Schönberg
1989 1. GK Pötenitz/GKK-101 Schönberg/ GBK-1 Stendal
03.02.1990 Um 9.25 Uhr provisorische Grenzöffnung das Durchlasstor Pötenitz (Tor 6) wurde geöffnet von Pötenitz nach Priwall.
12.04.1990 Eröffnung eines Übergangs nur für Fußgänger und Radfahrer.
1992 Ab dann durften auch die Kfz diese Landstraße passieren.
1990 Grenzkompanie abgerissen.

Die Sicherung Dassower See

Der Dassower See gehörte zum Stadtgebiet Lübeck, dabei bildete die gesamte Uferlinie zur DDR die Grenze. Die Stadt Dassow grenzte direkt an den See und auch die ehemalige Gutsanlage Schloss Johannestorf nördlich von Dassow. Der kleine Fluss Stepenitz ist ein Zufluss zum Dassower See. Im Dassower See befindet sich die kleine Insel Bachhorst. Sie war ein beliebter Anlaufpunkt (so z. B. 1963 schwammen Personen zu ihr hin) von Grenzverletzern, da man sich an ihr gut orientieren konnte und sie auf westdeutschen Gebiet lag. Im Jahr 1970 gab es einen Zwischenfall am Dassower See. Vier Fischer aus der BRD wurden unter Anwendung der Schusswaffe festgenommen und nach Vernehmung wieder zu ihren Booten geschickt. Das Grenzufer zur Stadt Dassow war mit einer Mauer gesichert worden. Die Grenzkompanie Teschow wurde nach einem Brand nach Dassow verlegt.

November 1989 Grenzöffnung der Mauer am Dassower See

Bericht von Grenzer:

Hier hatte jemand ganz laut nach mir gerufen, also hier bin ich. Habe tatsächlich an der Grenzsäule 1 gedient und diese steht (oh Entschuldigung stand) direkt auf der Stranddüne am Priwall. Für die Leser, die es interessiert, Grenzsäule 2 (stand) direkt am Parkplatz Priwall, heute ist dort die Verbindungsstraße Pötenitz/Travemünde. Interessant ist aber noch was: Zwischen diesen beiden Grenzsäulen gab es einen Grenzstein. War ca. 40 cm hoch und hatte den Mecklenburger Stier als Wappen. Unsere Grenzsäule 2 und auch die 3 mussten fast wöchentlich instand gesetzt werden. Einfach demoliert bis hin zum Brandanschlag. Obwohl oder gerade weil dort ein Postenpunkt mit Wetterhütte von BGS und Zoll war.

Mit freundlicher Genehmigung von Grenzer, Internet NVA Forum, Seite Priwall

Diese beiden folgenden Bilder vom Priwall, mit freundlicher Genehmigung von Rothaut, Internet Forum DDR Grenze, Bilder GR-6



2. Grenzkompanie Selmsdorf


2441 Selmsdorf, Dr.-Leber-Straße, PF 68142
Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg Luftlinie zum Stab I.GB Selmsdorf Entfernung zur Grenze 6 km 0 km 3 km

Der Ort Selmsdorf liegt in der Nähe der heutigen B-105 und nicht weit von der Trave entfernt. Er war Durchgangsort zur Sondermülldeponien Ihlenberg. Die 2. GK war zusammen mit dem Stab I. GB in einem Objekt untergebracht. In diesem Objekt war auch noch der Sicherungszug für die GÜST (Straße) Lübeck / Selmsdorf stationiert. Von 1977 bis 1983 waren hier auch die Funkaufklärer stationiert.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1961 3. GK Selmsdorf/I.GB Holm/Grenzregiment-6 Schönberg
1971 2. GK Selmsdorf/I.GB Selmsdorf/GR-6 Schönberg
1989 2. GK Selmsdorf/GKK-101 Schönberg/ GBK-1 Stendal
09.11.1989 Um 22.30 Uhr Grenzöffnung der F 104 nach Schlutup (Lübeck) (B104) (GÜST).
1990 Altenheim mit Einkaufsmarkt

Das folgende Bild mit freundlicher Genehmigung von K2 Bilder und der darunter stehende Kommentar gleichfalls, Internet Grenzerforum, Bilderreihe ehemalige GK 2. GK und I. GB Selmsdorf

Alle nicht zum Umbau vorgesehenen Gebäude und Anlagen wurden abgebrochen. Auf dem Bild links ist die zu einem Wohnhaus mit seniorengerechten Wohnungen umgebaute ehemalige GK-Unterkunft zu sehen. Das Gebäude rechts davon ist jetzt ein Mehrzweckobjekt. Auch einige Eigenheime wurden auf dem Gelände errichtet und für weitere steht noch Bauland zur Verfügung.


3. Grenzkompanie „Siegfried Apportin“ Palingen

2811 Palingen, Am Weststrand, PF 73514


Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg 6 km
Luftlinie zum Stab I.GB Selmsdorf 3 km
Entfernung zur Grenze 1,5 km

Der Ort Palingen liegt an der Landstraße in Richtung Selmsdorf.

Über eine Landstraße hat er auch Verbindung zu den Orten Herrnburg und Lüdersdorf. Auf westlicher Seite lag Lübeck gegenüber. Ganz in der Nähe war die GÜST Eisenbahn Herrnburg / Lübeck. Der Sicherungszug war in Palingen stationiert. Im Grenzbereich Palingen gab es die Grenzsäulen Nr. 64 bis 99 in der Zeit der Grenzkreiskommandos. In den Jahren 1988 bis 1990 ging der Grenzabschnitt von Hinterhakenfeld bis Abzweig Dassow Schönberg.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1961 4. GK Palingen/I.GB Holm/Grenzregiment-6 Schönberg
1971 4. GK Palingen/I.GB Selmsdorf/GR-6 Schönberg
1985 3. GK Palingen/I.GB Selmsdorf/GR-6 Schönberg
1989 3. GK Palingen/GKK-101 Schönberg/GBK-1 Schwerin
16.12.1989 Grenzöffnung Herrnburg auch für Palingen
1990 in Privatbesitz, wird bewohnt

Die zwei folgenden Bilder und der danach folgende Kommentar mit freundlicher Genehmigung von K2, Internet Grenzerforum, Bilderreihe ehemalige GK


Versteckt in einem Waldgebiet nahe der Ortslage Palingen befindet sich die gleichnamige ehemalige Grenzkompanie. Das Objekt ist in Privatbesitz und wird bewohnt. Offensichtlich ist der neue Besitzer dem Reitsport verbunden, denn eine dementsprechende Tierhaltung war im September 2007 festzustellen. Das Objekt machte insgesamt einen ordentlichen Eindruck und es darf von einem gesicherten Bestand ausgegangen werden.


4. Grenzkompanie Utecht


2730 Utecht, Am Dorfe, PF 42614
Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg 15 km
Luftlinie zum Stab I.GB Selmsdorf 15 km
Entfernung zur Grenze 1,5 km

Der Ort Utecht liegt an der Landstraße in Richtung Schattin und Römnitz. Über eine Landstraße hat er auch Verbindung zu dem Ort Thandorf. Auf westlicher Seite gegenüber ist der Große Ratzeburger See. Er hatte nur wenige, knapp über 350 Einwohner. Die Ortsteile Neuhof und Campow mussten auf Grund der Grenzsicherungsmaßnahmen leergezogen werden, dabei wurde der Ortsteil Neuhof abgerissen. Die Grenze verlief durch den Ratzeburger See, dabei war die Uferzone DDR-Gebiet. Die Grenzkompanie Utecht hatte die Grenzsäulen 100 bis 124.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1961 7. GK Utecht/II.GB Schlagsdorf/GR-6 Schönberg
1971 6. GK Utecht/I.GB Holm/GR-6 Schönberg
1985 4. GK Utecht/I.GB Selmsdorf/GR-6 Schönberg
1989 4. GK Utecht/GKK-101 Schönberg/GBK-1 Schwerin
11.04.1990 17.00 Uhr Grenzöffnung bei Rothenhusen zur B 207 (Wakenitzbrücke) nach Groß Sarau.
1990 Das Kompaniegebäude wurde abgerissen.


Das obige Bild und der unten stehende Kommentar mit freundlicher Genehmigung von K2, Internet, Grenzerforum, Bilderreihe ehemalige GK Das Bild entstand im September 2007 und ist nicht wiederholbar. Nur wenige Monate später, im April 2008, wurde die ehemalige Grenzkaserne Utecht in wenigen Tagen abgebrochen, um Platz für ein neues Wohngebiet zu schaffen. Nur das Wohnhaus, einst für die Berufssoldaten errichtet, wird auch weiterhin ein wenig Erinnerung an die GT-Zeit wachhalten.

5. Grenzkompanie Groß Thurow

2730 Groß Thurow, Straße nach Ratzeburg, PF 68143, Siegel 953


Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg 17 km
Luftlinie zum Stab II.GB Lassahn 12 km
Entfernung zur Grenze 1,5 km

Der Ort Groß Thurow liegt an der Landstraße in Richtung Dutzow und südlich der B 208 (frühere F-208). Westlich von Groß Thurow liegt der Golden See, deren Fläche noch DDR-Gebiet war. Im Grenzgebiet von Groß Thurow gab es die Anlage 501. Die Durchfahrt von Dutzow nach Ratzeburg war unterbrochen worden.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1961 9. GK Groß Thurow/II.GB Schlagsdorf/GR-6 Schönberg
1971 7. GK Groß Thurow/II.GB Schlagsdorf/GR-6 Schönberg
1985 5. GK Groß Thurow/II.GB Lassahn/GR-6 Schönberg
1989 Reserveobjekt/GKK-101 Schönberg/GBK-1 Schwerin
12.11.1989 Um 13.05 Uhr Grenzöffnung der F 208 von Roggendorf nach Mustin (B 208), auch für die Einwohner von Groß Thurow.
1990 Das Kompaniegebäude wurde abgerissen.


Das Bild von der GK Thurow stellte das Forumsmitglied herbert_w im Grenzerforum zur Veröffentlichung zur Verfügung.

6. Grenzkompanie Kneese


2731 Kneese, An der Landstraße, PF 73516
Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg Luftlinie zum Stab II.GB Lassahn Entfernung zur Grenze 20 km 8 km 1,5 km

Der Ort Kneese liegt an der Landstraße in Richtung Roggendorf und hat eine Landstraße nach Dutzow und Bernstorf. Der Ort hatte über 300 Einwohner und liegt an den Ausläufern (Bernstorfer Binnensee und den Niendorfer Binnensee) des Schaalsee. Im Grenzgebiet von Kneese gab es die Anlage 501.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1961 1. GK Kneese/I.GB Zarrentin/GR-7 Wittenburg
1971 8. GK Kneese/II.GB Lassahn/GR-6 Schönberg
1985 6. GK Kneese/II.GB Lassahn/GR-6 Schönberg
1989 5. GK Kneese/GKK-101 Schönberg/GBK-1 Schwerin
12.11.1989 Um 13.05 Uhr Grenzöffnung der F 208 von Roggendorf nach Mustin (B 208), auch für die Einwohner von Kneese.

Das nun folgende Bild mit freundlicher Genehmigung von K2, Internet, Grenzerforum, Bilderreihe ehemalige GK


7. Grenzkompanie Zarrentin

2824 Zarrentin, Testorfer Straße, PF 73522


Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg 30 km
Luftlinie zum Stab II.GB Lassahn 7 km
Entfernung zur Grenze 2 km

Die kleine Stadt Zarrentin (auch Zickentown genannt) liegt am Ende der B 195 (früher F-195) und hatte über 5000 Einwohner. Die Stadt Zarrentin liegt direkt am Schaalsee und war auch über Landstraße mit anderen Orten (Bantin, Testorf und Wittenburg) verbunden. Nördlich von Zarrentin ging die Seegrenze in die Landgrenze über. In der Nähe von Zarrentin lag das Pionierlager und das Versorgungslager vom GR-6. Zusätzlich gab es hier die SiK Güst Gudow – Zarrentin, untergebracht im gleichen Objekt. In Zarrentin war die /.Grenzkompanie sowie GÜST Sicherungszug, in der Nähe von Zarrentin ein Pioniersicherstellungslager.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1961 I. GB Zarrentin/Grenzregiment-7 Wittenburg, sowie I. GK Zarrentin/Grenzbataillon Zarrentin/Grenzregiment-7 Wittenburg
1963 I. GB Zarrentin/ Grenzregiment-7
1971 10. GK Zarrentin/III.GB Lassahn/GR-6 Schönberg
1979 – 1980 10. GK Zarrentin
1983 7. GK Zarrentin/II.GB Lassahn/GR-6 Schönberg
1989 2. GK Zarrentin/GKK-102 Wittenburg/GBK-1 Schwerin
18.11.1989 Um 16.00 Uhr Grenzöffnung der F 195 nach Marienstedt (B 195).
1990 Umgebaut zu Wohnungen

Die zwei folgenden Bilder mit freundlicher Genehmigung von K2, Internet, Grenzerforum, Bilderreihe ehemalige GK. Am Stadtrand von Zarrentin an der Straße nach Testorf gelegen ist nur noch das zu seniorengerechten Wohnraum umgebaute GK-Unterkunftsgebäude und ein weiteres einmal von der GÜST Zarrentin genutztes und zu gleichem Zweck umgebautes Gebäude vorhanden. Im Blick das umgebaute GK-Gebäude und rechts im Bild das früher von der GÜST Zarrentin genutzte Gebäude, beides heute Wohnhäuser.




Blick von der Schlossruine zum Schaalsee


Sichtblende am Schaalsee (Dutzow), Beide Bilder mit freundlicher Genehmigung von Rothaut, Internet Forum DDR Grenze, Bilder GR-6

8. Grenzkompanie Leisterförde

2820 Leisterförde, Straße nach Lüttenmark, PF 38911


Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg 63 km
Luftlinie zum Stab II.GB Lassahn 20 km
Entfernung zur Grenze 200 m

Der Ort Leisterförde liegt westlich der B-195 (früher F-195) und direkt an der Grenze. Er war über Landstraße mit der Ortschaft Schwanheide und der B-195 verbunden. Das sogenannte Gartenschlägereck befindet sich bei Leisterförde Hier hat Michael Gartenschläger mehrmals den Versuch unternommen sogenannte Selbstschussautomaten (Typ SM-70) abzumontieren. Ab der GK Leisterförde begann der 500 m Schutzstreifen. Ab Ortseingang von Leisterförde begann die 5 km Sperrzone. Mit dem Erreichen des Standortes der GK Leisterförde ist auch die Trennungslinie zum Nachbar-Regiment-8 Grambow und zu dessen 1.GK Zweedorf erreicht.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1961 6. GK Leisterförde/II. GB Schwartow/GR-7
1971 12. GK Leisterförde/III.GB Lassahn/GR-6 Schönberg
1983 8. GK Leisterförde/II.GB Lassahn/GR-6 Schönberg
1989 3. GK Leisterförde-Lüttenmark/GKK-102 Wittenburg/GBK-1 Schwerin
1990 Im Juni wurde ein extra Grenzübergang für die Bewohner von Langenlehsten zum Holzfest nach Greven geschaffen.
1990 Das Kompaniegebäude stand leer.
2007 Das Kompaniegebäude wurde abgerissen. Es steht nur der Postenpilz mit einer Erinnerungstafel.

Ein folgendes Bild vom „Gartenschlägereck“. Mit freundlicher Genehmigung von Rothaut, Internet Forum DDR Grenze, Bilder GR-6.

Das Bild darunter mit freundlicher Genehmigung von K2, Internet Grenzerforum, Bilderreihe ehemalige GK. Hier stand einmal die GK Leisterförde, nur einige Betonreste sowie die Brunnen für die Wasserversorgung sind im Mai 2008 noch im hohen Gras zu finden.



9. Grenzkompanie Lütgenhof

2424 Lüttgenhof, An der F-104, PF 38910


Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg 3 km
Luftlinie zum Stab III.GB Schönberg 3 km
Luftlinie bis zur Grenze 9 km

Der Ort Lütgenhof, ein Ortsteil von Schönberg liegt an der B-104. Das Objekt war das Schloss Lütgenhof. Es war über eine Landstraße mit Schönberg verbunden. Die 9. GK Lütgenhof lag zwischen der 1. GK Pötenitz und der 2. GK Selmsdorf und hatte zur Aufgabe das Hinterland zu sichern.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1986/87 9. GK Lütgenhof/II: GB
1989 Reserveobjekt/GKK-102 Wittenburg/GBK-1 Schwerin Med.-Punkt
09.11.1989 Um 22.30 Uhr Grenzöffnung über Selmsdorf (F 104) nach Schlutup (B 104) für Einwohner von Dassow (Lütgenhof).
1990 Das Kompaniegebäude stand leer.

Auch im Schloss Lütgenhof war einmal eine Einheit der GT stationiert. In der MGFA Struktur 1986/87 wird Lütgenhof als Standort der 9.GK und des Med. Punktes GR 6 ausgewiesen. In einigen Dokumentationen über die Dislozierung der GT wird das Objekt Lütgenhof als Reserveobjekt geführt, der konkrete Zeitraum der Vorhaltung als Reserveobjekt wird leider nicht vermerkt. Im Mai 2008 erinnert nichts mehr daran, dass hier einmal ein Militärstützpunkt war, im Schloss Lütgenhof befindet sich jetzt ein Hotel der gehobenen Preisklasse.

Mit freundlicher Genehmigung Bild und Kommentar von K2, Internet Grenzerforum, Bilderreihe ehemalige GK, GT-Objekt Schloss Lütgenhof

Objekt Dassow

2.GK Teschow wurde nach Brand zum Objekt Dassow verlegt.

War U-Schule/3. Grenzbrigade und auch Nachrichtenkompanie


10. Grenzkompanie Schattin


2442 Schattin, PF 42603, Siegelcode 952
Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg Luftlinie zum Stab III.GB Schönberg Luftlinie bis zur Grenze 9 km 12 km 1,5 km

Der Ort Schattin liegt südlich der A-20 und ist über die Landstraße zu erreichen. Auch die 10. GK war zur Hinterlandsicherung festgelegt. Über die Landstraße gab es auch Verbindungen zu den umliegenden Orten, Utecht und Herrnburg. Das gesamte Ufer der Wakenitz gehörte zur DDR, die Brücke darüber wurde gesperrt.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1961 6. GK Schattin/II. GB Schlagsdorf/GR-6
1971 I.GB Schattin/GR-6 Schönberg
1985 10. GK Schattin/III.GB Schönberg/GR-6 Schönberg
1989 7. Reserve-GK Schattin/GKK-101Schönberg/GBK-1 Schwerin
11.04.1990 17.00 Uhr Grenzöffnung bei Rothenhusen zur B 207 (Wakenitzbrücke) nach Groß Sarau.
1990 Waldhotel Schattin



Die GK Schattin besteht neben den beiden jetzt als Hotel genutzten Unterkunftsgebäuden und einen recht umfangreichen Garagenkomplex. Bekannt ist, dass neben einer Stabseinheit (Grenzbataillon) auch eine funktechnische Einheit der NVA zeitweise im Objekt stationiert war. Die beiden obigen Bilder mit freundlicher Genehmigung von K2, Internet Grenzerforum, Bilderreihe ehemalige GK, im Jahr 2007.

11. Grenzkompanie „Gerhard Hofert“ Schlagbrügge

2730 Schlagbrügge, Landstraße nach Schönberg, PF 42614


Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg 17 km
Luftlinie zum Stab III.GB Schönberg 17 km
Luftlinie bis zur Grenze 1 km

Der Ort Schlagbrügge liegt an der Landstraße nach Schlagsdorf und ist über eine gut ausgebaute Landstraße mit Schönberg verbunden. Westlich von Schlagbrügge ist der Mechower See und südlich der Lankower See. Beide Seen waren Sperrgebiet. Auch die 11. GK war zur Hinterlandsicherung vorgesehen. Sie lag zwischen der 4. GK Utecht und der 5. GK Groß Thurow, also zwischen dem I. GB Selmsdorf und dem II. GB Lassahn. Die Grenze verlief am westlichen Rand vom Mechower See. Gesichert wurde aber am östlichen Rand vom Mechower See durch einen Grenzsignalzaun (GSZ-70). Ein BT-11 stand am östlichen Dorfrand von Schlagbrügge. Die Grenzkompanie lag am südlichen Rand von Schlagbrügge. Im westlichen Vorfeld lag die Ortschaft Mechow (BRD) direkt an der Grenze.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1961 8. GK Schlagbrügge/II. GB Schlagsdorf/GR-6 Schönberg
1971 8. GK Schlagbrügge/II.GB Schlagsdorf/GR-6 Schönberg
1985 11. GK Schlagbrügge/III.GB Schönberg/GR-6 Schönberg
1989 bekam den Ehrennamen „Gerhard Hofert“
1989 Reserve-Objekt Schlagbrügge/GKK 101Schönberg/ GBK-1 Schwerin
31.12.1989 Um 09.00 Uhr Grenzöffnung einer provisorischen Grenzkontrollstelle von Schlagbrücke nach Wietingsbek, welche vom 02.01.1990 bis 28.02.1990 wieder geschlossen wurde und erst wieder am 01.03.1990 am Mechower See nur für Fußgänger und Fahrradfahrer geöffnet wurde.
1990 gewerbliche Nutzung
2013 In privaten Besitz


Mit freundlicher Genehmigung von ASN, Forum-DDR-Grenze, Bildergalerie, ASN

Die zwei kommenden Bilder und Kommentar mit freundlicher Genehmigung von K2, Internet Grenzerforum, Bilderreihe ehemalige GK



Die GK Schlagbrügge verfügt über einen recht großen Garagenkomplex. Leider ist durch hohen Bewuchs das Gelände der GK nur in Teilbereichen einsehbar. Bei meinem Besuch im Mai 2008 konnte ich keine Aktivitäten auf dem Gelände feststellen, mir wurde aber berichtet dass das Objekt in Privatbesitz ist und unter anderem von einem Bauunternehmen zur Abstellung seiner Bautechnik genutzt wird.

12. Grenzkompanie Gallin


2831 Gallin, Am Hellberg 20, PF 68144,
Luftlinie zum Stab GR-6 Schönberg 41 km
Luftlinie zum Stab III.GB Schönberg 41 km
Luftlinie bis zur Grenze 4 km

Der Ort Gallin liegt südlich der A-24 und an der B-195 (frühere F-195). Auch die 12. GK war zur Hinterlandsicherung eingesetzt worden. Die 12. GK Gallin lag zwischen der 8. GK Leisterförde und der 7. GK Zarrentin, alle vom II. GB Lassahn.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1963 5. GK Gallin/I. GB Zarrentin/GR-7 Wittenburg
1971 11. GK/III.GB Zarrentin/GR-6 Schönberg
1974 11. GK/III.GB Zarrentin/GR-6 Schönberg
1982 12. GK Gallin/III.GB Schönberg/GR-6 Schönberg
1985 12. GK Gallin/III.GB Schönberg/GR-6 Schönberg
1989 Reserve-Objekt Schattin/GKK-102 Wittenburg/GBK-1 Schwerin
28.10.1989 Grenzöffnung der A 24 von Zarrentin nach Stade
1990 Asylantenheim, danach gepachtet von einem Bauern als Unterkunft für Saisonarbeiter.

Die GK Gallin befindet sich unmittelbar an der B195 und wird aktuell von Asylbewerbern bewohnt. Als ich Anfang Mai 2008 vor Ort war, wurde ich aufmerksam beobachtet, als ich einige Fotos machte. Leider ist das GK-Gelände nur an wenigen Stellen etwas einsehbar. Auf dem Gelände bemerkte ich eine Vielzahl von Wohncontainern sowie einen größeren Flachbau im Hintergrund, insgesamt aber ein recht aufgeräumtes Objekt.

Die beiden folgenden Bilder und der Kommentar mit freundlicher Genehmigung von K2, Internet Grenzerforum, Bilderreihe ehemalige GK. Das GK-Unterkunftsgebäude liegt unmittelbar an der B-195.



Nachrichtenkompanie-6 Klein Siemz, An der F 105, PF 42608

Hier war bis 1969 ein Grenzausbildungsbataillon. Die Unterkünfte waren früher Holzbaracken.

1969 (vorher) AbB-6/GR-6

Pionierkompanie- 6, 2823 Wittenburg, Hagenower Chaussee, PF 68414

Das Pioniergerätelager lag in der Nähe von Zarrenthin

Die Grenzübergangsstellen

GÜST A-24 Zarrentin


18.11.1989 Um 16.00 Uhr Grenzöffnung der GÜST
1990 umgebaut zu Wohnungen GÜST (Straße) Selmsdorf Er war für Durchreisende in Richtung Skandinavien und der DDR gestattet, aber weniger in Richtung Westberlin.
09.11.1989 Um 22.30 Uhr Grenzöffnung der GÜST. GÜST (Eisenbahn) Herrnburg
10.11.1989 Um 0.00 Uhr Grenzöffnung

Die ehemaligen Grenzbataillonen

I. GB Holm


1961 – 1971 I. GB Holm/GR-6
1971 Objekt Mfs

II. GB Schlagsdorf

FuTK und Gefechtsstand.

FuTK 432, FuTB 43.

Lief unter der Bezeichnung Groß Molzahn.

Objekt Wahrsow (Nähe Schönberg)


1990 Unterkunft für Asylbewerber
2000 leergezogen und verfallen

Objekt Stintenburg

Die Anlage auf der Stintenburg diente der „Sonderschule des Mfs“. Es gab eine Anlegestelle zwischen dem „Lassahner See“ und dem „Borgsee“ für den Bootszug.


1810-1945 historische Schlossanlage
1945-1973 Nutzung durch die GT für Ausbilderlehrgänge
1963 2. GK Stintenburg/I.GB Zarrentin/GR-7 Wittenburg
1974-1985 Zentralschule der HA I des Mfs, für die Ausbildung als Truppen- und Einzelaufklärer bzw. Einzelkämpfer.
1990 Schloss wieder im Besitz der Familie von Bernstorff

Die ehemaligen Grenzkompanien

GK Schwartow

18./19.02.1971 vorher (1963) II. GB Schwartow/GR-7 Wittenburg, jetzt 10. GK Schwartow/III. GB/GR-6 Schönberg

GK Lüdersdorf


1969 (bis) 5. GK Lüdersdorf/I.GB Holm/GR-6 Schönberg
1985 zuständig für die Sicherung GÜST Herrnburg
GK Teschow
1963 2. GK Teschow/I.GB Holm/GR-6 Schönberg Nach Brand wurde die GK nach Dassow verlegt.

Grenzer vom GR – 6 berichten

Bericht von Rostocker

Meinste die Stintenburgerinsel im Schaalsee. Ich habe dort 74/75 gedient, war aber in Zarrentin stationiert. Wir hatten damals Bataillons-Sicherung, war öfters am Inselzugang auf Posten. So weit mir in Erinnerung ist, gab es auf der Insel kein Objekt der GT zumindest zu meiner Zeit nicht. Das einzige Objekt, was sich dort in der Nähe befand, war in Lassahn eine GK und das GB. Aber ich schreibe nun nur aus meiner Zeit, war seitdem nie wieder dort. Im Schaalsee verlief die Grenze etwa in Seemitte und somit unmittelbar entlang der Stintenburginsel. Wir sind dort öfters auf Bootsstreife unterwegs gewesen. Dass dort Kasernen oder andere Unterkünfte der Grenztruppen untergebracht sind bzw. waren, ist mir nicht bekannt. So viel ich noch in Erinnerung habe, wohnten auf der Insel noch 2 bis 3 Familien, die Fischer mit eingerechnet. Aber das waren sicher 300 %tige, denn zu meiner Zeit gab es dort auf der Insel keine Sperranlage und auch keinen Postenplatz. Was vorhanden war, war ein Kontrollstreifen, der zum Ende der Schicht noch abgelaufen werden musste.

Mit freundlicher Genehmigung von Rostocker, Internet Forum DDR Grenze, Seite GR-6

Bericht von Historiker 84

Kennen ist das falsche Wort. Einer unserer Ausbilder in Glöwen kam „von der Insel“. Dort wurden jene ausgebildet, die nach der UAK nicht in die Grenzeinheiten oder Ausbildungseinheiten gingen, sondern für Spezialaufgaben trainiert wurden. Es gab dort eine Versorgungstruppe der GT, der den anderen Kompanie angegliedert war. Später, bei manchen Einsätzen an der Linie, haben einige der Unteroffiziere, die meine Postenstellungen übernommen haben oder die ich in den Abschnitt begleitet habe, auch erzählt, sie kämen „von der Insel“ und waren immer sehr erstaunt, dass ich damit so gar nichts verbinden konnte. Ich für meine Person habe immer die HAI damit verbunden ohne dies jedoch irgendwie belegen zu können. Genaueres weiß ich aber auch nicht. Genau das ist das „Hauptobjekt“ der ehem. Zentralschule, dahinter befand/befindet sich noch ein Flachbau.

Du schreibst von belastbaren Quellen und nennst Zeitungsartikel… Es gibt sicher entsprechende Quellen im Hause Birthler. Offiziell war es ja ein Objekt der GT, Kaserne halte ich schon von der Größe her für übertrieben. Ausgebildet wurden auf Stintenburg beispielsweise Kräfte der SiK der HA I und der Einsatzkompanie der HA I, also schwerpunktmäßig HIM. Lehrgänge für andere IM gab es aber auch. An der Zentralschule erfolgte eine Spezialausbildung als Grenzaufklärer, weiterhin wurden Waffen- und Schießausbildung, militärische Körperertüchtigung und Komplexausbildungen und Komplexeinsätze (konspirative Aufklärungshandlungen), konspiratives Verbindungswesen/Anlegen von TBK, Bau von Beobachtungsstellen usw.) durchgeführt. Das alles im Detail zu beschreiben, würde hier den Rahmen sprengen. Ich kenne bisher kein Buch, kein Artikel indem etwas über Stintenburg geschrieben wurde. Im anderen Forum ist einiges zu lesen. Bei der BStU und im MA Freiburg findet man Hinweise. Ab Mai 1968 wurden in Stintenburg „Truppenaufklärer“ für den Norden und in Heldburg für den Süden ausgebildet. Ein entsprechender Befehl vom Chef der GT liegt in Freiburg vor. Die Ausbildung fand unter der Leitung der HA I statt. Der Lehrgangsleiter war Mitarbeiter des MfS. Das übrige Stammpersonal kam von den GT. Die Volksmarine begann im Dezember 1968 in Nonnevitz und die Stadtkommandantur Berlin 1968 in Henningsdorf mit der Aufklärerausbildung. Ab 1974 wurde die Ausbildung lt. Befehl vom Chef der GT als Grenzaufklärerlehrgang I (Stintenburg), Grenzaufklärerlehrgang II (Schiedungen), Grenzaufklärerlehrgang III (Blankenstein) fortgeführt. Henningsdorf war umgezogen nach Blankenstein, Heldburg vermutlich nach Schiedungen und Nonnevitz nach Bobbin.

Das Objekt in Stintenburg begann unmittelbar am Inselzugang. Dort war ein Schlagbaum, der von den GT besetzt war. Da der Frühsport bzw. die Ausbildung außerhalb vom Objekt stattfand, war „Bewegung“ vorhanden und mich verwundert es, dass man nichts mitbekommen hat. Die Sicherungskompanien 25, 26 und 27 wurden dort nicht ausgebildet. Außerdem entstand die SiK 26 erst 1974 und die anderen beiden Kp erst 1980.

Mit freundlicher Genehmigung von Historiker84, Internet Forum DDR Grenze, Seite GR-6

Bericht von Rostocker

Zum Ausgang möchte ich mal schreiben. Bei uns ging es immer in Zarrentin in die Gaststätte, mit dem Namen Freundschaft. Bestellt wurde dann zu Essen – wie zum Beispiel Bauernfrühstück, Schnitzel, Strammer Max oder Tatar – und dann gab es Bier und Korn bis zum Abwinken. Wenn man ein Päckchen oder Paket bekam, wurden die essbaren Sachen mit den Kameraden auf der Stube geteilt oder wenn man was mit davon rausnahm zum GD, mit dem Kameraden mit dem man gerade im Dienst war. Selbst wenn mal ein Rohr durch die Kontrolle kam, hat man es gemeinsam vernichtet. Das zeichnete doch die Kameradschaft aus. Und das wir es auch in anderen Truppenteilen gegeben haben, würde sogar sagen in vielen Armeen dieser Welt.

Mit freundlicher Genehmigung von Rostocker, Internet Forum DDR Grenze, Seite was gab es zu Essen und zu Trinken in einer GK.

Hier eine historische Aufnahme vom Wochenende nach der Grenzöffnung auf dem Priwall. Zu sehen ist ebenfalls die GK Pötenitz.

Meine Grenzkompanie, das Steingebäude war die Unterkunft, die Baracke war Art Stabsgebäude. Dort der saß der KC, stellv. KC, das DHK-Zimmer, Dienstzimmer Zugführer der GAKL. Am anderen Ende der Baracke war der Umkleideraum für die GAKL, Hfw-Zimmer und die MHO. Dann kam der Park.


Im festen Gebäude war unten der Speisesaal, Küche und Unterkünfte BU, Fähnriche sowie Fernsehraum, Waffenkammer. Obere Etage Unterkünfte Soldaten und UAZ. Ach so und unten war noch der UvD-Raum.

Mit freundlicher Genehmigung Bild und Kommentar von Keiler, Internet Forum DDR Grenze, Seite GK Pötenitz

Die Deponie Schönberg lag außerhalb der unmittelbaren Grenzsicherungsanlagen der GT aber innerhalb des Sperrgebietes zu dessen Betreten bzw. befahren man durch die entsprechende Kontrollstelle der DVP musste.

Die Passage dieser Kontrollstelle war für Personen und Fahrzeuge ohne Sondergenehmigung nicht vorgesehen ein ungehindertes Erreichen der Deponie von DDR Seite aus also nicht ohne weiteres möglich.

Bericht von Grenzer:

Hatte zwar nicht direkt damit zu tun, aber ich versuche es mal: Die LKW fuhren über den GÜST Selmsdorf/Schlutup ca. alle 10 min kam einer rüber. Muss also eine „Sonderspur“ gewesen sein. An der Zufahrt zur Deponie stauten sich die LKW dann wieder… Offiziell war alles „Hausmüll“, aber wenn man an der Deponie vorbeifuhr, der Geruch, so riecht kein Hausmüll, sondern Chemie. Die Deponie war nicht grenztechnisch abgesichert, nur eingezäunt, so wie heute auch. Die Zuwegungen zur Deponie waren wie jede andere Straße auch. Ca. 1 km weiter in das Hinterland, dort befand sich der Kontrollpunkt der VP für die Einreise in das Grenzgebiet. Es kann möglich sein, dass sich in unmittelbarer Nähe zur Deponie auch ein Postenpunkt für GAKL befand, weiß ich aber nicht genau.

1.GK/I./GR6/GKN 1988 – 1990 UaZ – Ufw

Mit freundlicher Genehmigung von grenzer, Internet NVA Forum, Seite Deponie Schönberg

GRENZREGIMENT-8 „ROBERT ABSHAGEN“

Standort Grabow Bezirk Schwerin

2804 Grabow, Goethestraße 8, PF 73598

Tarnname: Zeugnisabschrift, später Rufnummer,

Gründung: 1961, Truppenfahne seit: 20.12.1962, Namensverleihung am: 26.02.1974 um 10 Uhr im Schlosspark Ludwigslust durch den Generalmajor Bär, Truppenfahne übergeben am: 20.12.1962 durch Generalmajor Ludwig.

Zu sichernder Grenzabschnitt: Großer Grenzquick nördlich der Ortschaft Schwanheide bis zum Übergang der Landgrenze bei Cumlosen.

Länge des Grenzabschnitts: 114,3 km (Stand 1984)


Grenzsäulen: rechte Grenzsäule: Nr. 237 linke Grenzsäule: Nr. 284 (Schräg gegenüber von Lütkenwisch, Elbe hatte keine Grenzsäulen) (letzte Grenzsäule an der Elbgrenze 283, Elb-Kilometer 469,0)

Besonderheiten im Grenzabschnitt: Elbgrenze

TL zum Grenzregiment-6: Grenzsäule 237, großer Grenzknick nördlich von Schwanheide.

TL zum Grenzregiment-24: Schnittpunkt Landgrenze zu Elbgrenze bei Cumlosen, Elbkilometer 469,0

Rechter Nachbar: Grenzregiment-6 Schönberg

Unmittelbar angrenzend: 8.GK Leisterförde/II. GB Lassahn/GR-6

Linker Nachbar: Grenzregiment-24 Salzwedel

Unmittelbar angrenzend: 1. GK Aulosen/I. GB Ziemendorf/GR-24

Äußerste rechte Linieneinheit vom GR-8:

1. Grenzkompanie Zweedorf/I. Grenzbataillon Nosdorf

Äußerste linke Linieneinheit vom GR-8:

6. Grenzkompanie Gandow/II. Grenzbataillon Dömitz

Letzter Kommandeur: Major Richter

Direkt unterstellte Einheiten:

Nachrichtenkompanie-8 Grabow, Pionierkompanie-8 Dömitz, Pioniergerätelager Zarrenthin (bei), Bootsinstandsetzungszug Dömitz, Med.-Punkt Dömitz,

SiZ Horst, SiZ Zweedorf, SiZ Nosdorf, SiZ Cumlosen

I. Grenzbataillon Nosdorf

1. GK Zweedorf, 2. GK Bahlen, 3. GK Haar, 4. GK Tripkau KpSiGsi Nosdorf, Bootszug Schwartow

II. Grenzbataillon Dömitz

5. GK Wootz, 6. GK Gandow

1. Bootskompanie Dömitz, KpSiGsi Dömitz

III. Grenzbataillon Dömitz

7. GK Horst, 8. GK Kaarßen, 9. GK Dömitz

Die Grenzübergangsstellen im Bereich des GR-6


GÜST Eisenbahn Schwanheide (DDR, aus Richtung Berlin) – nach Büchen (BRD in Richtung Hamburg) Sicherungszug Zweedorf (Schwanheide)
GÜST Straße Horst (DDR, F5 – nach Lauenburg (BRD B5) Sicherungszug Nosdorf
GÜST Elbe Cumlosen (DDR Elbe – nach Schnackenburg (BRD Elbe) Sicherungszug Cumlosen Gandow Reserveobjekte: Schwartow Schießplatz Lübtheen

Die verliehenen Auszeichnungen:

Ehrenname „Robert Abshagen“ 26.02.1974

Ehrenname der Einheiten: 3. Grenzkompanie I. Grenzbataillon „Siegfried Apportin“

Die FDJ-Organisation des GR-8: erhielt am 9. November 1978 in der Konsumgaststätte Tewswoos durch den Stellvertreter und Chef der Politischen Verwaltung der GT Generalleutnant Gerhard Lorenz Das „Arthur-Becker-Ehrenbanner“.

Die Regimentskommandeure


28.03.1946 Oberrat Neidhardt, Fritz
01.01.1950 Volkspolizeirat Weichmann, Rudolf
1950 Volkspolizeioberrat Müller
1951 Oberrat Tichatschke, Franz
1954 Oberstleutnant Tichatschke, Franz
1957 Major Aust
1963 Oberstleutnant Gottschlik, Bernhard
1967 Oberstleutnant Popp
1971 Oberstleutnant Fähnrich, später Oberst
1980 Major Konnopka, Peter
1981 Major Kuhn
1982 Major Focke, Reinhard
1985 Major Tys
1988 Major Richter

Die Geschichte des Truppenteils

Die Geschichte des Truppenteils beginnt bereits im November 1945, da jetzt auf Befehl der sowjetischen Militäradministration der Aufbau Deutscher Polizeieinheiten begonnen wurde. Die Hauptlast der Sicherung der Grenze trugen aber die sowjetischen Einheiten. Im Bereich Mecklenburg war ab 1. Dezember 1946 der Aufbau der Grenzpolizei abgeschlossen.

Für diesen Grenzabschnitt war zuerst die Landesbehörde in Mecklenburg zuständig, dabei wurde auch ein kleiner Teil in der Westprignitz (30 km, von der Schwarzwasserbrücke in der Nähe von Dömitz bis Müggendorf) mitgesichert. Aus den Kräften der Schutzpolizei wurden Grenzstützpunkte und Grenzposten gebildet. Diese gab es in Schwanheide, Noatorf, Vierkrug, Gothmann, Neugarge, Pommau, Pinnau, Woosmer, Heiddorf, Alt-Kaliß, Lanz. Daneben waren sowjetische Grenzeinheiten in Schwartow, Boizenburg, Sumte, Stiepelse, Darchau, Privelack, Wilkensdorf, Rüterberg, Garz, Wootz, Lenzen und Lütkenwisch stationiert. Die örtlichen Polizeibehörden waren für die Versorgung und die personelle Sicherstellung verantwortlich. Es gab keine Dienstvorschriften und Anweisungen. Für die Organisation und Festlegung des Dienstes waren die zuständigen sowjetischen Kommandeure und Leiter der Gruppenposten verantwortlich. Es wurde in drei Schichten Dienst an der Grenze versehen, in den oben genannten Ortschaften wurden Wachlokale gebildet. Bei einer Dienststärke von 8 – 10 Mann, hatte durch Urlaub und Dienstfrei jeder Grenzposten einen Grenzabschnitt bis zu 10 km zu sichern. Verpflegt wurde nach der Lebensmittelkarte, bis 1947 war es die Lebensmittelkarte II, danach die Lebensmittelkarte I, die einen Wert der Tagesration von 1,75 Mark hatten. Bei den fehlenden Unterkünften, wohnten die Grenzpolizisten in Gasthöfen oder privat bei der Dorfbevölkerung. Auch fehlte es an Uniformstücke, Wintersachen und Unterwäsche.

Im August 1947 gab es die erste zentrale Dienstanweisung. Im November 1948 wurden die einzelnen Grenzstützpunkte und Grenzposten zur Grenzbereitschaft Eldena zusammengefasst.

Die nun gegründete (28. März 1948) Grenzbereitschaft Eldena war für die Grenzabschnitt Neu-Zweedorf bis Wittenberge (Elbgrenze) zuständig. Der erste Kommandeur wurde Oberrat Fritz Neidhardt.

Dazu wurden drei Grenzkommandanturen (Boizenburg, Kaarßen und Lenzen) gebildet. Jede Grenzkommandantur hatte 10 Kommandos, außer der Grenzkommandantur Kaarßen. Sie hatte nur 9 Kommandos.

Mit dem Befehl des Chef der SMAD Marschall W. Sokolowski vom 23.08.1947 wurden auch die Einheiten der Grenzpolizei personell verstärkt. Der Bereich der Elbe, von der Bahnlinie Schwanheide – Büchen bis nach Wittenberge, wurde jetzt von der Landespolizeibehörde Brandenburg übernommen. Die Kommandanturen Boizenburg, Kaarßen und Lenzen wurden ihr unterstellt. Im Jahr 1949 wurden die sowjetischen Grenzposten von der ersten Linie abgezogen und versahen nur noch in der zweiten Linie ihren Dienst. Am 01. Januar 1950 wurde die Grenzbereitschaft Eldena der Landespolizeibehörde Mecklenburg unterstellt. Der bisherige Kommandeur Oberrat Neidhardt verlässt die Grenzbereitschaft und übernimmt die Abteilung Grenzpolizei bei der Landesbehörde der Volkspolizei Brandenburg. Neuer Kommandeur wird der bisherige Stabschef Volkspolizeioberrat Müller. Die Grenzbereitschaft Lenzen erhielt einen neuen Grenzabschnitt. Er erstreckte sich von Neu Wendischthun bis Wittenberge, mit drei Grenzkommandanturen (Neuhaus, Dömitz und Lenzen).

Der Grenzbereitschaft wurde neue Technik zugeführt und der Verpflegungssatz wurde auf 1,95 Mark angehoben. Im Jahr 1950 gab es noch die berittenen Grenzposten im Abschnitt Kietz. Ab Februar 1951 wurden auch die ersten Offiziere zum 1. Halbjahreslehrgang nach Sondershausen (Zentralschule der DGP) geschickt. Neuer Kommandeur wurde ab Herbst 1951 Oberrat Tichatschke. Ab Januar 1952 sicherte die Grenzbereitschaft Eldena den Grenzabschnitt von Neu Wendischthun bis Lütkenwisch mit den gleichen Grenzkommandanturen. Es wurde mit dem ersten Bauen der zentralen Unterkünfte (zweistöckige Holzbaracken) begonnen. Ab 1. Juni 1952 waren nur noch zwei Berater in der Grenzbereitschaft tätig. Ab jetzt wurde die Waffenbrüderschaft mit der sowjetischen Einheit in Ludwigslust gepflegt. Mit der am 27. Mai 1952 erlassenen Polizeiverordnung wurde der 500 m Schutzstreifen und die Sperrzone im Grenzgebiet eingerichtet. Damit wurden viele Zufahrtswege und Straßen gesperrt und eine Reihe von Grenzbewohnern ausgewiesen. Ein durchgängiger 10 m Kontrollstreifen war aber im Elbabschnitt nicht immer möglich. 1952 gab es in der Grenzbereitschaft folgende Technik: 3 LKW H3A, 4 MTW Phänomen, 1 RKE Phänomen, 3 Sankra F 8, 1 Limousine F 9, 4 Kübel F 9, 9 Kräder Java oder AWO. Verlegung des Stabes der Grenzbereitschaft nach Grabow im Jahr 1952. Bis 1980 gab es nur Steinbauten für die MHO und den Med.-Punkt, alle anderen Gebäude des Stabes waren Holzbauten.

Ab 16. Mai 1953 erhielt die Grenzbereitschaft Grabow einen längeren Grenzabschnitt, von der heutigen Autobahn Gallin bis nach Lütkenwisch. Zu dieser Zeit wurde die bisherige Grenzbereitschaft Wittenburg herausgelöst und die Grenzbereitschaft Grabow erhielt eine neue Struktur. Herausgelöst und verlegt nach Hildburghausen wurden folgende Einheiten: Kommandantur Dömitz mit Reservekommando Mittelhorst Kommando Bleckede und dem Bereitschaftsstab Wittenburg

Ab 01. Juli 1953 waren alle Einheiten der Grenzbereitschaft Grabow kaserniert untergebracht Ab Juni 1955 wurde die Abschnittsverwaltung Nord Perleberg gegründet, der auch die Grenzbereitschaft Grabow unterstand. Durch die Neugründung der Grenzbereitschaft Wittenburg wurde der Grenzabschnitt von Hafen Boizenburg bis Cumlosen neu festgelegt. Durch die Auflösung der Kommandanturen und Abschnittsverwaltungen im Oktober 1956, wurden die Grenzkommandos direkt von der Grenzbereitschaft geführt. Dies hatte sich aber nicht bewährt und wurde später wieder rückgängig gemacht.

Der Grenzeinsatz erfolgte als geschlossene Einheit. Der militärischen und politischen Ausbildung wurde mehr Zeit eingeräumt. Ganze Kompanien wurden aus der Grenzsicherung herausgelöst und konnten somit geschlossen Ausbildung durchführen. Auf dem Truppenübungsplatz Lübtheen wurden die Schießübungen absolviert.

Nach der Umstrukturierung übergab der Generalmajor Ludwig der Grenzbereitschaft Grabow die Truppenfahne und es erfolgte die erste Vereidigung. Ab 1957 wurde Major Aust als neuer Kommandeur eingesetzt. Der Verpflegungssatz wurde mit der Abschaffung der Lebensmittelkarten am 28. Mai 1958 von 2,80 DM auf 3,35 DM heraufgesetzt und es gab zu besonderen Feiertagen eine Zusatzverpflegung von 2,75 DM. Bis 1958 wurde die Sicherung der Elbe durch die Wasserschutzinspektion Dömitz durchgeführt. Ende April 1958 wurden auf Befehl des Kommandeurs der DGP Generalmajor Ludwig der Grenzbereitschaft Grabow einige Kräfte der Grenzpolizei See unterstellt. So wurden 5 Boote (Typ Kurier) mit je 2 Mann Besatzung nach Dömitz überführt. Am 28. April 1958 wurde der Bootsstützpunkt Dömitz gegründet und im Grenzdienst den Grenzabteilungen unterstellt. Das noch fehlende dritte Besatzungsmitglied wurde aus den Grenzkompanien ausgesucht.

Ab 1959 erhielt die Grenzbereitschaft Grabow noch weitere Boote (Barkassen) und von der Wasserinspektion Dömitz wurden Besatzungsmitglieder übernommen. Der Bootsstützpunkt wurde zu einer Bootsgruppe umgewandelt. Zum Grenzeinsatz kamen immer zwei Boote. Mit der Erweiterung der Bootsgruppe ab 1960 bis 1963 erhöhte sich die Stärke auf 90 Angehörige mit 12 Hafenbarkassen und 6 schnell laufenden Booten. Der Grenzeinsatz erfolgte im 4-Tagerhythmus. Ab November 1962 gab es auch eine Instandsetzungswerkstatt.

Die Grenzlinie war immer die Flussmitte. Große Enttäuschung machte sich mit der Umkleidung in Steingrau Ende 1962 bemerkbar, dies wurde jedoch am 24. Mai 1964 wieder rückgängig gemacht. Die Besatzungsmitglieder trugen wieder ihre blauen Uniformen.

Für die gezeigten Leistungen anlässlich des 13. August 1961 gab es folgende Auszeichnungen: Die Bootsbesatzung von Obermeister B. wurde „Beste Bootsbesatzung“ und erhielt die „Verdienstmedaille der NVA“ in Bronze. Die 1. Grenzkompanie erhielt als erste GK des TT den Bestentitel. Durch dem Befehl 101/61 gab es eine umfangreiche Strukturveränderung, die 8. Grenzbereitschaft Grabow wurde in das Grenzregiment-8 Grabow umbenannt, aus den Grenzabteilungen wurden Grenzbataillone.

Am 03. März 1962 wurde die ersten Wehrpflichtigen nach Dömitz einberufen und nach einer 6monatigen Ausbildung September 1962 den Grenzkompanien zugeführt. Am 20. Dezember 1962 wurde dem Grenzregiment- 8 die Truppenfahne übergeben und der neue Fahneneid abgelegt. Besonders harte Anforderungen an die Angehörigen des GR-8 gab es in der Winterschlacht 1962/63. Durch die andauernde und hohe ideologische Arbeit aus der BRD verschlechterte sich besonders im II. Grenzbataillon der politisch-moralische Zustand. Eines der Ursachen zu Fahnenfluchten und häufigen Grenzdurchbrüchen. Um dem entgegenzuwirken wurde die Grenzkompanie Wustrow (9. Januar 1963) aus dem Grenzdienst herausgelöst und nur 4 Tage später das gesamte II. Grenzbataillon. Es wurde nach Glöwen verlegt, neu formiert und ausgebildet. Nach vier Wochen wurde es wieder in den Grenzabschnitt eingeführt. Bessere Ergebnisse zeigten in dieser Zeit die Grenzkompanien Mödlich, Vockfey und Lenzen. Zu Ehren des 70. Geburtstages von Walter Ulbricht baute die Grenzkompanie Wustrow einen KK-Schießstand. 1963 (Am Ende des Ausbildungsjahres 1962/63) wurde Oberstleutnant Gottschlik neuer Kommandeur. Im Laufe des Jahres 1963 erhielt das GR-8 die erste Pioniersperre, als kombinierte Draht-Minensperre auf 2-Pfählen. Sie wurde von den Hafeneinfahrt Boizenburg Gothmann und von Mödlich bis Deichauffahrt Jagel errichtet. In den anderen Grenzabschnitten wurde eine Drahtsperre (3 S-Rollen auf einem Pfahl) errichtet. Am 12. Oktober 1963 besuchte E. Honecker (in der Zeit Sekretär des Verteidigungsrates) die Grenzkompanie Schwickershausen. Ab 1964 wurde die neue Bewaffnung eingeführt, Mpi-K, LMG, sMG und RPG-7. So verbesserte sich auch die Grenzsicherung durch ein stabiles Grenzmeldenetz, die Einrichtung eines Grenzdienstführungszimmers und der geschlossene Einsatz von Zügen. So verbesserte sich auch der Kfz-Bestand bis 1964, 10 Kfz pro GK, darunter 3 LKW LO 1800, und 1 P3. 1962 erhielt der Stab I. GB eines neues Gebäude und 1963 wurde auch das Gebäude in Wootz übergeben. Bis 1967 erhielten alle GK ihre neuen Kasernen. Der Verpflegungssatz wurde auf 3,35 Mark angehoben und ab April 1964 wurde die wöchentliche Zulage Ia (Wochenendbeutel) im Wert von 2,20 Mark ausgegeben. Auch die geistigkultureller Lage verbesserte sich, so erhielt jede GK die Filmapparatur Club 16, ein Tonbandgerät, ein Fernsehapparat und eine komplette Fotoausrüstung. Im Stab des Grenzregiments entstand 1952 eine Truppenbibliothek. Die besten Ergebnisse im Ausbildungsjahr 1963/64 erreichten die GK 1. und 7. Es entwickelte sich die Waffenbrüderschaft zu den sowjetischen Einheiten in Ludwigslust und Tschentin. Für die Berufssoldaten wurden Wohnungen in den Orten der Grenzkompanie (Bahlen, Neuhaus, Stapel, Kaarßen, Tripkau, Dömitz, Wootz und Lenzen) gebaut. Am 18. September 168 besuchte die FDJ-Bezirksleitung eine Grenzeinheit in Dömitz. Am 18. Oktober 1966 gab es zwischen 14.30 und 15.30 Uhr ein Ereignis auf der Elbe, der sich hätte zu einem folgenschweren Anlass für eine kriegerische Auseinandersetzung hätte entwickeln können. Es sollten Peilarbeiten durch zwei DDR-Schiffe (DDR-Peilboote „Lenzen“ und das BRD Boot „Kugelbake“) auf der Elbe durchgeführt werden. Das war von beiden Staaten so vereinbart worden. Dabei wurde das DDR Peilboot „Lenzen“ bei der Ausübung der Peilarbeiten am 06. Oktober 1966 gegen 13.00 Uhr durch das Zollboot der BRD „Lüneburg“ behindert. Die beiderseitigen Vereinbarungen über die Peilarbeiten hatte man zurückgezogen. Gab es in den Vortagen zum 18. Oktober 1966 schon zahlreiche Behinderungen (nachzulesen in der Truppengeschichte Grenzregiment-8) von Seiten der BRD, so erreichten die Behinderungen am 18. Oktober ihren Höhepunkt (auch dies ist in der Truppengeschichte GR-8 nachzulesen). Zahlreiche westdeutsche Zoll- und BGS-Boote behinderten die DDR-Grenzsicherungsboote und versuchten in die Sperrlinie einzudringen und die DDR-Grenzsicherungsboote zu rammen. Unterstützt wurden sie durch BGS-Hubschrauber. Die DDR Grenzsicherungsboote konnten aber alle Angriffe abwehren. Die 1. Bootsgruppe erhielt im November 1967 die ersten neuen sechs Boote vom Typ 066. Ab 01. August 1967 bis 30. Oktober 1967 wurden die ersten Grenzsäulen gesetzt. Eine Ausnahme dabei bildete die Elbe. Am 20. August 1968 morgens um 02.00 Uhr wurde für die 8. Grenzkompanie Alarm ausgelöst, gegen 03.00 Uhr erhielt sie den Marschbefehl in Richtung Berlin. Keiner von ihnen kannte den Grund des Marsches. Auf einen Rastplatz am Berliner Ring kamen zwei Funkwagen des Kommandos der GT dazu und hatten als Marschbefehl das endgültige Ziel, die Ortschaft Rübenau an der tschechischen Grenze. Jetzt wussten alle, es hängt mit den Ereignissen in der CSR zusammen. Hier 3 km vom Ort Rübenau entfernt wurde das Zeltlager aufgeschlagen. Sie hatten unverzüglich einen Grenzabschnitt von 45 km zu sichern. Aus allen Einheiten, welche in den Süden abkommandiert wurden, wurde die 12. Grenzbrigade gebildet. Die 8. Grenzkompanie wurde erst wieder im April 1969 dem 8. Grenzregiment zugeführt. Danach zog sie von Rübenau nach Oberhau um, um dann den Winter in ein Ferienheim zu verbringen. Auch die 2. Grenzkompanie, welche schon einen Zug nach Dömitz kommandiert hatte, wurde in den Süden kommandiert. Sie erhielt als Verstärkung einen Zug der 5. Grenzkompanie. Die 2. Grenzkompanie hatte den Abschnitt Oberwiesental bis Rittersgrün zu sichern und wurde schon am 20. September 1968 in ihr Stammobjekt zurückgeführt. Im Ausbildungsjahr 1967/68 erkämpften folgende Einheiten den Bestentitel: 1. Bootsgruppe, 9. Grenzkompanie, 2. Ausbildungskompanie und 8. Unteroffiziersausbildungskompanie.

Eine generell neue Struktur in den Grenztruppen entstand ab Februar 1971. Die Grenzbrigaden in den GT wurden aufgelöst, hier konkret die 3. Grenzbrigade. Das bisherige Grenzregiment-7 wurde auch aufgelöst.

Der bisherige Grenzabschnitt von Grenzregiment-7 wurde teilweise wie folgt aufgeteilt. Das II. Grenzbataillon vom ehemaligen Grenzregiment-7 kam zum Grenzregiment-8. Aus der 1. Bootsgruppe wurde eine Bootsabteilung gebildet. Struktur der Bootsabteilung: Stab Dömitz, 2 Bootskompanien, 1 Bootsinstandsetzungsbasis

Neuer Kommandeur wurde Oberstleutnant Fähnrich.

Die Grenzübergangsstellen Schwanheide (vorher GR-7 wurde am 15.02.1971 übergeben) wurde in die Dislokation aufgenommen.

Anfang Mai 1975 ging das I. Grenzbataillon zur Erprobung der Bataillonssicherung über. Bis zur Einführung der Bataillonssicherung im gesamten Grenzregiment mussten aber noch eine Reihe von Pionierarbeiten durchgeführt werden. Die Sperranlagen waren veraltert und die Befahrbarkeit der Grenzabschnitte war nicht immer möglich.

So wurde im Abschnitt Waldspitze bis zur F5 ein fester Untergrund für die Sperren und den Kolonnenweg geschaffen und auch vom Elbkilometer 559 bis 563. Besonders galt es den Personalbestand auf die neue Aufgabe vorzubereiten. Folgende Orte wurden 1972 aus dem Grenzgebiet herausgenommen, Grasse, Boizenburg, Neuhaus, Kaarßen, Tripkau, Dömitz und Lenzen. Vor Dömitz wurde eine komplett neue Sperranlage errichtet. Der Bootsinstandsetzungszug wurde in eine selbstständige Stabseinheit umgebildet. Eine Bewährungsprobe war die Inspektion im Sommer 1976.

Überprüft wurden:

- Die politische Arbeit durch die Revisionskommission der FDJ der Politischen Hauptverwaltung

- Die Bewaffnung, die Kraftfahrzeugtechnik und Bootstechnik

- In der Postengefechtsübung

- In der MKE, Gewichtheben, Klimmziehen und 3000 m Lauf

- In der Schutzausbildung die Norm das Anlegen der vollständigen Schutzausrüstung

Das GR-8 konnte mit den Noten 1 und 2 abschließen.

1975 errangen den Bestentitel folgende Einheiten:

- Die 2., 3., 4. und 7. Grenzkompanie, die Bootskompanie und

- der Bootszug

Das Elbe-Hochwasser am Ende des Jahres 1975 erforderte hohe Anstrengungen, besonders im Raum Gothmann bis Boizenburg. Der Grenzzaun I mussten nach Rückgang des Hochwasser wieder instand gesetzt werden. Die FDJ-Organisation des GR-8 erhielt am 9. November 1978 in der Konsumgaststätte Tewswoos durch den Stellvertreter und Chef der Politischen Verwaltung der GT Generalleutnant Gerhard Lorenz das „Arthur-Becker-Ehrenbanner“. Anfang der achtziger Jahre konnte das GR-8 auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken.

1980 wurde der Wehrsold für die Soldaten erhöht.

Mitte September 1980 wurde Oberstleutnant Peter Konnopka neuer Kommandeur.

Den Bestentitel errangen 1981 folgende Einheiten:

- 3. und 6. Grenzkompanie und die Bootskompanie

Ein Ehrenbanner erhielten die FDJ-Grundorganisationen der

- 1., 4. und 7. Grenzkompanie und der Sicherungszug Horst

Das Jahr 1984 war das bisher erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Truppenteils. Die besten Ergebnisse in der Grenzsicherung erreichten die 8. Grenzkompanie und die Bootskompanie. Am 25. April 1984 wurden gemeinsam die Reservisten der GT und der Sowjetarmee in Ludwigslust verabschiedet. Die Sowjetsoldaten überreichten den Reservisten mit Heimaterde gefüllte Patronenhülsen, um so die Waffenbrüderschaft zu dokumentieren. 1984 wurde ein neues System der Grenzsicherung vorbereitet und im November 1984 vollzogen, dazu erhielt das Grenzregiment eine neue Struktur. Das Grenzregiment erhielt ein drittes Grenzbataillon. 1977 wurde der Robert-Abshagen-Hain eröffnet und 1984 sein Gedenkstein erneuert. 1978 wurde in der Theodor-Körner-Kaserne (Dömitz) ein neues Traditionszimmer geschaffen.

1986 erhielten folgende Einheiten den Bestentitel:

- Grenzbataillon, 3. Grenzkompanie, Kompanie Sicherstellung und Nachrichtenkompanie

Eine Ehrenschleife zum Ehrenbanner erhielten die FDJ-Grundorganisationen folgender Einheiten:

- 1., 3., 5. und 9. Grenzkompanie, Bootskompanie und die Sicherungszüge Schwanheide und Horst

Der Grenzzaun 1 stand im Bereich Elbgrenze auf dem Elbdeich.

Die Zeittafel


1946 Beginn der ersten allgemeinen Sicherungen an der Demarkationslinie. Der Grenzabschnitt der Prignitz (von der Schwarzwasserbrücke bei Dömitz bis Müggendorf) wurde durch Mecklenburg gesichert.
28.03.1948 Gründung der Grenzbereitschaft Eldena. Erster Kommandeur: Oberrat Fritz Neidhardt
23.08.1947 Der Bereich der Elbe (von der Bahnlinie Schwanheide – Büchen bis Wittenberge) wurde von der Landespolizeibehörde Brandenburg übernommen.
1948 FDJ-Aufgebot zur Stärkung der Volkspolizei. Die Landespolizei Brandenburg unterstützte die Sicherung der Elbgrenze mit 120 junge Polizisten (meist 18-bis 20-jährig)
01.01.1950 Unterstellung der Grenzbereitschaft Eldena unter die Landespolizeibehörde Mecklenburgs.
1950 Neuer Kommandeur wird: Volkspolizeirat Rudolf Weichmann
1950 (gegen Ende) Neuer Kommandeur wird: Volkspolizeioberrat Müller
1950 Die Grenzbereitschaft Eldena erhält einen neuen Grenzabschnitt. Sie sichert jetzt von Neu Wendischthun bis Wittenberge. Ihr unterstehen drei Grenzkommandanturen (Neuhaus, Dömitz und Lenzen (diese wurde ab 04/1952 nach Grabow verlegt)).
Februar 1951 Die ersten Offiziere aus der Grenzbereitschaft Eldena werden zum 1. Halbjahreslehrgang an die eröffnete Zentralschule der DGP in Sondershausen kommandiert.
1952 (Anfang) Grenzbereitschaft Eldena sicherte von Neu Wendischthun bis Lütkenwisch, mit drei Kommandanturen (Neuhaus, Dömitz und Lenzen).
!951 (Herbst) Neuer Kommandeur wird: Oberrat Franz Tichatschke.
1951 Es wird mit dem Bau der zweistöckigen Holzbaracken als erste Kasernen begonnen.
1952 (Februar) Der Stab der Grenzbereitschaft wird nach Grabow verlegt. Er bezog am Kiesser Damm links und rechts die Häuser (nach dem Bezug des Neubaus waren hier das Feierabendheim und die Kinderkrippe untergebracht worden). Die Ausbildung der Unteroffiziere begann im Kulturhaus.
1952 Es wird mit Neubau der Kasernenanlage für den Stab in Grabow begonnen (Standort dann bis 1990).
16.05.1953 Die Grenzbereitschaft Grabow erhält einen größeren Grenzabschnitt. Sie sichert von Autobahn Gallin bis Lütkenwisch, mit vier Kommandanturen (Greven, Boizenburg, Neuhaus und Lenzen) Grund: Die Grenzbereitschaft Wittenburg wird herausgenommen und nach Hildburghausen verlegt.
16. - 17. 06.1953 Verstärkter Dienst in der Grenzbereitschaft Grabow.
01.07.1953 Die Grenzbereitschaft Grabow bezieht die neue Kasernenanlage in Grabow.
1954 In den Grenzkompanien begann die ständige Filmbetreuung. Im Stab der Grenzbereitschaft wurde ein politisches Aufklärungszimmer geschaffen, als Maßstab für alle nachfolgenden Zimmer in den Kommandos.
01.06.1952 Nur noch zwei sowjetische Berater waren in der Grenzbereitschaft tätig. Die Waffenbrüderschaft mit dem sowjetischen Mot.-Schützenregiment in Ludwigslust begann.
1955 (Juni) Bildung der Abschnittsverwaltung Nord, Sitz Perleberg. Ihr wurden u.a. die Grenzbereitschaft Grabow und Wittenburg (Neugründung 1956) unterstellt.
1955 – 1957 Die Grenzbereitschaften wurden in dieser Zeit direkt von der Abschnittsverwaltung Nord geführt.
1957 Die Grenzbereitschaft Grabow bekam nur zwei Grenzabteilungen Neuhaus und Lenzen, sowie als Bereitschaft des Kommandeurs eine schwere Batterie (Standort Neuhaus). Die Ausbildung der neuen Grenzsoldaten erfolgte in der GK Elbeschlösschen Lenzen. Mit der Bildung der Grenzbrigade erfolgte dann die Ausbildung der Unteroffiziere in Dömitz.
1957 – 1958 In dieser Zeit erfolgte die weitere Ausrüstung der Grenzpolizei in der Grenzbereitschaft Grabow mit Stahlhelm und Truppenschutzmaske.
1957 Neuer Kommandeur wird: Major Aust
1958 (Frühjahr) Übergabe der Truppenfahne an die Grenzbereitschaft Grabow durch den Generalmajor Ludwig.
1958 (bis) Die Sicherung der Elbgrenze wurde bis diesem Zeitpunkt durch die Wasserschutzinspektion Dömitz gewährleistet.
1958 Auf Befehl des Kommandeurs der Deutschen Grenzpolizei Generalmajor Ludwig wurden der Grenzbereitschaft Grabow Kräfte der Grenzpolizei See unterstellt.
1958 (Ende April) Die Grenzpolizei Grabow erhielt 5 Boote „Typ Kurier“ mit je zwei Besatzungen. Diese wurden von Ribnitz-Damgarten nach Dömitz per Landweg (G-5) überstellt.
28.04.1958 Der Stützpunkt Dömitz beginnt mit seiner Tätigkeit.
1959 Die Grenzbereitschaft Grabow erhält weitere Boote (Barkassen). Aus dem Bootsstützpunkt wird eine Bootsgruppe.
1960 Die Bootsgruppe wird erweitert, Stärke 90 Angehörige. Eine Instandsetzungsgruppe entsteht.
1960 Der Selbstladekarabiner „S“ wird eingeführt, sowie das Beiwagenkrad „M 72“ und der Mannschaftstransporter „K 30“. Für die Berufssoldaten werden in den folgenden Jahren Wohnung im Grenzort gebaut.
1961 Alle Grenzkompanien und Stäbe mussten eine Rundum- Verteidigung bauen.
11.08.1961 (18.00 Uhr) Alle Kompaniechefs und ihre Stellvertreter für Politische Arbeit wurden zu einer außerordentlichen Dienstbesprechung in den Abteilungsstäben befohlen. Nach der Darlegung der militärischen Lage, wurde überraschend für alle der Befehl zur verstärkten Grenzsicherung mit 12- Stunden-Dienst erteilt, Ausgangs- und Urlaubssperre.
13.08.1961 Eine verstärkte Aufklärung durch die westlichen Organe aber sonst herrscht Ruhe an der Grenze. Im Grenzabschnitt der Grenzbereitschaft Grabow war ein schöner Hochsommertag.
13.08.1961 (04.00 Uhr) Erst jetzt erfuhren die Grenzposten der Grenzbereitschaft Grabow über die Ereignisse in Berlin.
22.12.1961 Auszeichnung der Bootsbesatzung von Obermeister B. als „beste Bootsbesatzung“ und der „Verdienstmedaille der NVA“ in Bronze durch den Minister für Nationale Verteidigung. Die 1. Grenzkompanie wurde als erste GK mit dem Bestentitel ausgezeichnet.
1961 Befehl 101/61 über die Aufgabenstellung der zuverlässigen Sicherung der Grenze für ein Jahr. Damit gab es eine neue Struktur. Die 8. Grenzbereitschaft und Grenzabteilung wurden aufgelöst und es entstand das Grenzregiment-8 und zwei Grenzbataillone.
03.03.1962 Einberufung der ersten Wehrpflichtigen nach Dömitz.
1962 (März) Das 8. Ausbildungsbataillon wurde gegründet mit Standort Dömitz und dem GR-8 unterstellt. Daneben gab es die 1. Bootsgruppe und kleinere Stabseinheiten.
1962 (Juli) Bildung Sicherungszug der GÜST Cumlosen.
1962 (September) Abversetzung der ersten Soldaten nach 6-monatiger Ausbildung in die Grenzkompanien.
1962 Peter-Göring-Fahrradgedächtnisrennen in der 3. Grenzbrigade von Dassau bis Perleberg entlang der Grenze.
1962 (im November) Errichtung einer Werkstatt für die Bootsgruppe.
20.12.1962 Das Grenzregiment-8 erhält die Truppenfahne. Am gleichen Tag erfolgte der Eid auf die Truppenfahne.
1962 (gegen Ende) Die Uniform der Bootsgruppe wird von blau auf steingrau umgekleidet.
1962/63 Winterschlacht an der Elbe. Politische Sorglosigkeit wurde besonders im II.GB festgestellt, dadurch kam es zu Fahnenfluchten und Grenzdurchbrüchen.
09.01.1963 Herauslösung der Grenzkompanie Wustrow aus der Grenzsicherung und Verlegung nach Glöwen zur Ausbildung und Neuformierung.
13.01.1963 Herauslösung des II. Grenzbataillons aus der Grenzsicherung, kam ebenfalls nach Glöwen.
13.02.1963 Wiedereinführung des II. Grenzbataillons in die Grenzsicherung.
1963 (Herbst) Für das GR-8 gab es eine neue Struktur. Aus den Reservekompanien wurden Grenzkompanien, weiterhin gab es zwei Grenzbataillone, das 8. Ausbildungsbataillon, den Sicherungszug und die 1. Bootsgruppe.
1963 (Herbst) Neuer Kommandeur wird: Oberstleutnant Gottschlik
1963 Das 8. Grenzregiment erhielt die erste Pioniersperre.
24.05.1964 Die Bootsgruppe wird wieder auf blau umgekleidet.
1964 (und folgende) Das 8. Grenzregiment erhält neue Bewaffnung und ein stabiles GMN.
07.10.1964 Das Objekt des 8. Ausbildungsbataillons Dömitz wird der Name „Theodor Körner Kaserne“ verliehen.
1964/65 (ABJ) Der Grenzabschnitt der ersten GK blieb feindfrei.
1967 (November) Die 1. Bootsgruppe erhält 6 neue Boote Typ 066.
1967/68 Den Bestentitel errangen folgende Einheiten: 1. Bootsgruppe, 9. Grenzkompanie und die 8. Unteroffiziersausbildungskompanie
20.08.1968 (02.00 Uhr) Alarmierung der 8. Grenzkompanie und Marsch zum Unterbringungsraum Rübenau (CSR). Sicherung eines 45 km Grenzabschnitts. Das gleiche betraf die 2. Grenzkompanie.
0.09.1968 Die 2. GK kehrt wieder zurück
1969 (April) Rückführung der 8. Grenzkompanie.
1969 In Dömitz wird ein Ausbildungsbataillon aufgestellt.
1970 Lenzen/Grabow bekommt einen Sicherungszug für die GÜST.
1971 (Februar) Bildung Grenzkommando Nord, Standort Kalbe Das GR-7 wurde aufgelöst. Das GR-8 erhielt das II. GB vom GR-7. Aus der 1. Bootsgruppe wurde eine Bootsabteilung.
1971 Neuer Kommandeur wird: Oberstleutnant Fähnrich
1971 Besonders gute Leistungen zeigten folgende Einheiten: 3. GK, I. GB, die Bootsabteilung und die 8. GK
1974 Das GR-8 erhielt umfangreiche Mittel zum pioniertechnischen Ausbau der Grenzsicherung.
26.02.1974 Das GR-8 erhält den Ehrennamen „Robert Abshagen“ durch den Minister für Nationale Verteidigung verliehen. Namensverleihung war um 10.00 Uhr im Schlosspark Ludwigslust. Die dazu gehörige Fahnenschleife wurde an die Regimentsfahne angebracht.
1974 Umstrukturierung der Bootsabteilung. Das II. GB erhält eine Bootskompanie I. GB wurde folgendes verändert: GK Haar erhielt einen Bootszug und die GK Bahlen erhält für jeden Zug eine Bootsbesatzung
1974 (Juli) Dies hatte sich nicht im I. GB bewährt, darauf wurde folgendes verändert: I. GB erhält jetzt einen selbstständigen Bootszug, Horst
1975 Diese neue Struktur wurde bestätigt und bleibt. Der Bootsinstandsetzungszug wurde umgebildet in eine selbstständige Stabseinheit.
1975 (Mai) Das I. GB erprobt die Bataillonssicherung
1975 (Juli) Auch das II. GB geht zur Bataillonssicherung über.
1976 Ende August bis Anfang wurde auf Befehl des Ministers eine Inspektion durchgeführt. Das GR-8 erreichte die Noten 1 und 2 in allen Bereichen. Die besten Einheiten waren: 2., 3., 4. Und 7. GK, sowie die Bootskompanie und der Bootszug.
1976 Der „Robert-Abshagen-Ehrenhain“ wird eingeweiht.
1976 (Jahresende) Hochwasser der Elbe, Höchstwasserstand von 5,95 m 09.11.1978 Die FDJ-Organisation des Truppenteils erhält das „Arthur-Becker-Ehrenbanner“, in der Konsumgaststätte Tewswoos.
1978 Ein neues Traditionszimmer wurde in der Theodor-Körner-Kaserne in Dömitz geschaffen. Schon jetzt wurde mit den Vorarbeiten zur Truppengeschichte begonnen.
24.03.1979 Die Grenzsäule 283 wird beschmiert, von 2 Jugendlichen aus der BRD.
1979 (Mitte) Dienstversammlungen im Grenzregiment-8 zur Festigung der militärischen Disziplin und Ordnung, Leiter Generalmajor Leonhard.
07.10.1979 Das GR-8 erreicht zu Ehren des 30. Geburtstages der DDR den bisher höchsten Spendenbeitrag zur Solidarität, insgesamt 101 578 45 Mark.
1980 (Mitte) Neuer Kommandeur wird: Oberstleutnant Konnopka, Peter
1980 Den Bestentitel errangen folgende Einheiten: 3. und 5. Grenzkompanie, sowie die Bootskompanie.
1982 (Anfang) Neue Kommandeur wird: Major Focke, Reinhard
20.05.1982 1. Traditionstreffen der ehemaligen Angehörigen der Grenzbereitschaft Eldena in der GK Wootz.
25.04.1984 Gemeinsame Verabschiedung in die Reserve der Angehörigen der GT (3.und 6. Diensthalbjahr) und der sowjetischen Soldaten der Garnison Ludwigslust.
1984 (Mitte) Aufgabenstellung an das GR-8 ein neues System der Grenzsicherung vorzubereiten, Abgang von der Bataillonssicherung wieder hin zur neuen Kompaniesicherung. Der Beginn der Umstrukturierung, deren Abschluss am 01.11.1984 war.
1984 Der Gedenkstein von Robert Abshagen wird erneuert.
1984 (November) Das neue System der Grenzsicherung wird eingeführt, das GR-8 erhält dazu ein weiteres Grenzbataillon.
12.04.1985 Der 1. Sekretär der SED Bezirksleitung Schwerin Heinz Ziegner besucht das GR-8.
1985 – 86 Die FDJ-Grundorganisationen folgender Einheiten erhalten eine Ehrenschleife zum Ehrenbanner: 1., 3., 5., 9. GK und die Bootskompanie, sowie die Sicherungszüge Schwanheide und Horst. Den Bestentitel errangen folgende Einheiten:
I. GB, 3. GK, Kompanie Sicherstellung (I.GB) und die Nachrichtenkompanie

Robert Abshagen


(aus der Truppengeschichte des Grenzregiment-8)

Er wurde am 12.01.1911 in Hamburg geboren und war nach seiner Schulzeit zunächst im Versicherungsgewerbe tätig. Danach wurde er Seemann und Bauarbeiter. Er gehörte der KPD an und wurde im September 1934 zu 2,5 Jahren Zuchthaus, wegen Vorbereitung des Hochverrats, verurteilt. Nach der Verbüßung der Strafe kam er in das KZ Sachsenhausen und wurde 1939 entlassen.

Danach arbeitete er weiter in der Illegalität der KPD an der Wasserkante.

Nach dem Überfall auf die Sowjetunion wurde er verstärkt in den Werften und Großbetrieben eingesetzt. Es gab eine enge Zusammenarbeit mit der Schulze-Boysen-Harnack-Gruppe in Berlin. Am 19.10.1942 gab es umfangreiche Verhaftungen, unter denen auch Robert Abshagen war.

Robert Abshagen wurde am 2.05.1944 zum Tode verurteilt und am 10.06.1944 in Hamburg enthauptet.

Die wechselnden Strukturen des Truppenteils

1946 Die erste Struktur

Zuerst war für die Sicherung des späteren Abschnitts GR-8 die Landespolizeibehörde Mecklenburgs zuständig. Von der Schwarzwasserbrücke (Dömitz) bis Müggendorf (30 km) wurde durch Mecklenburg mitgesichert. Es gab folgende Gruppenposten:

Schwanheide, Nostorf, Vierkrug, Gothmann, Neugarge, Pommau, Pinnau, Woosmer, Heiddorf, Alt-Kaliß, Polz, Eldenburg, Gandow, und Lanz. Standort der sowjetischen Truppen waren in: Schwartow, Boizenburg, Sumte, Stiepelsee, Darchau, Privelack, Kaarßen, Wilkensdorf, Rüterberg, Garz, Wootz, Lenzen und Lütkenwisch.

1949 Grenzbereitschaft Eldena

Landespolizeibehörde Brandenburg (Abteilung GP/B Potsdam/Eiche)

1949 Grenzbereitschaft West Eldena

Grenzkommandantur Kaarßen

Kommando Neu-Zweedorf, Zweedorf, Vockfey, Nostorf, Bicktrusen, Vierkrug, Gothmann, Neuwendischthun, Neu-Garge, Müggendorf und Viehte

Grenzkommandantur Lenzen

Kommando Konau, Rassau, Biter, Laake, Strachau, Bohnenburg, Wehningen und Broda

Grenzkommandantur Boizenburg

Kommando Besandten, Kietz, Wootz, Mödlich, Lenzen, Gandow

Wustrow, Lüthenwisch, Müggendorf und Wittenberge

(alle Kommandos hatten eine Stärke von 1:9, außer Kommando Wittenberge von 1:14)

1950 – 51 Grenzbereitschaft Eldena

Kommandantur Lenzen mit der Grenzkriminalpolizei Lenzen. Bis 04/52 gab es die Kommandanturen Neuhaus, Dömitz und Lenzen.

Kommandantur Lenzen hatte folgende Kommandos: Lenzen, Wustrow, und Lüfkenwisch, sowie KPP Cumlosen.

1952 Grenzbereitschaft Grabow

(ab 1952, mit der Verlegung des Stabes nach Grabow)


Kommandantur Neuhaus Kommandantur Dömitz
Kommando Neu Wendischthun Kommando Bitter
Kommando Neu Garge Kommando Rüterberg
Kommando Konau Kommando Dömitz
Kommando Vockfey Kommando Kietz
Kommandantur Lenzen

Kommando Mödlich, Lenzen, Wustrow, Lüfkenwisch und KPP Cumlosen. (ab 16. 05.1953, mit der Herauslösung der Grenzbereitschaft Wittenburg und der Übernahme des Grenzabschnittes von Autobahn Gallin bis Lütkenwisch)

Struktur im Jahr 1953

Grenzbereitschaft Grabow, Stab Grabow

Kommandantur Greven, Kommandantur Boizenburg, Kommandantur Neuhaus, Kommandantur Lenzen

Neue Struktur 1957

Stab Grabow

Grenzabteilung Neuhaus, Grenzabteilung Lenzen

Grenzbereitschaft Neuhaus

Nachrichtenzug, Schwere Ausbildungskompanie mit PAK

Ausbildungseinheit (Soldaten) im Elbeschlößchen Lenzen

Ausbildung der Uffz. In der Ausbildungseinheit Dömitz (der Grenzbrigade unterstellt)

Kdtr. Greven, Kdtr. Boizenburg, Kdtr. Neuhaus, Kdtr. Lenzen

(Kdtr. Abkürzung für Kommandantur)


1958 Grenzbereitschaft Grabow Übernahme der Boote der Wasserschutzinspektion Dömitz durch die Grenzbereitschaft Grabow und Beginn der Sicherung der Elbe ab Ende April 1958.
1960 Grenzbereitschaft Grabow, ab dem Jahr 1960 erfolgte die Erweiterung der Bootsgruppe in Dömitz. Ihr Bestand war 1960 90 Angehörige, 12 Hafenbarkassen und 6 schnell laufende Boote. Es entstand auch eine Instandsetzungsgruppe in Stärke von 1/0/3/1 in Dömitz.
1961 Grenzbereitschaft/Grenzregiment Grabow Durch den Befehl 101/61 gab es eine umfangreiche Strukturveränderung in den Grenztruppen. Die Bereitschaft und die Grenzabteilungen wurden neu gegliedert und in Grenzregiment und Grenzbataillon umbenannt.

Das I. Grenzbataillon, Standort Neuhaus, später Haar bestand aus der 1. bis 3. Grenzkompanie: (Bleckede, Vockfey, Bitter) sowie der schweren Kompanie in Haar.

Das II. Grenzbataillon, Standort Lenzen, bestand aus der 5. bis 7. Grenzkompanie: (Rüterberg, Mödlich, Wustrow) sowie der schweren

Kompanie in Lenzen.

Struktur (Mai 1952)

Stab Grabow

Kommandantur Neuhaus: Kommando Neu Wendischthun, Kommando Neu Garge, Kommando Konau, Kommando Kietz Kommandantur Dömitz: Kommando Bitter, Kommando Rüterberg Kommando Dömitz

Kommandantur Lenzen: Kommando Lenzen, Kommando Wustrow, Kommando Lüfkenwisch

Neue Struktur 1961

Stab GR-8 Grabow

I. Grenzbataillon Neuhaus

1. Grenzkompanie Bleckede, 2. Grenzkompanie Vockfey

3. Grenzkompanie Bitter, 4. Schwere Kompanie Haar

II. Grenzbataillon Lenzen

5. Grenzkompanie Rüterberg, 6. Grenzkompanie Mödlich

7. Grenzkompanie Wustrow, 8. Schwere Kompanie Lenzen Ausbildungsbataillon-8 Dömitz (ab März 1962)

1.bis 2. Ausbildungskompanie (Soldaten)

3. Unteroffiziersausbildungskompanie

1. Bootsgruppe Dömitz

Sicherungszug GÜST Cumlosen (Juli 1962)

Dem Stab GR-8 direkt unterstellte Stabseinheiten

Nachrichtenzug und Verpflegungszug

Ab März 1962 unterstand dem Grenzregiment ein Ausbildungsbataillon

mit zwei Soldaten-Ausbildungskompanien und einer Unteroffiziers- Ausbildungskompanie, Standort Dömitz (heutige Theodor-Körner-Kaserne. Als selbstständige Einheiten bestanden weiter die 1. Bootsguppe und ab Juli 1962 der Sicherungszug der Grenzübergangsstelle Cumlosen.

Daneben gab es kleine Stabseinheiten, wie einen Nachrichtenzug. Wachzug, Transportzug im Stab des GR8

Standort Grabow

I. Grenzbataillon Neuhaus:

1. GK Bleckede, 2. GK Vockfey, 3. GK Bitter

II. Grenzbataillon Lenzen:

5. GK Rüterberg, 6. GK Mödlich, 7. GK Wustrow

8. Ausbildungsbataillon Dömitz

1. bis 2. AbK, 3. UAbK

Schwere Kp Haar, Schwere Kp Lenzen

1. Bootsgruppe Dömitz, Sicherungszug Cumlosen

Nachrichtenkompanie-8 Grabow, Pionierkompanie-8 Dömitz

KIW-8 Grabow, Stabskompanie-8 Grabow, Bootszug Horst

Bootsinstandsetzungszug Dömitz, Bootshafen Boizenburg

GÜST Eisenbahn mit Sicherungszug Schwanheide

GÜST Sicherungszug Lenzen

GÜST Straße mit Sicherungszug Horst

GÜST Wasser Cumlosen mit Sicherungszug in Gandow

Reserveobjekt Boizenburg, Haar und Schwartow


1963 Grenzregiment Grabow Umstrukturierung der schweren Kompanien (Reservekompanien) in Grenzkompanien. Ab Herbst 1963 trat im GR8 eine neue Struktur in Kraft,

Die Reservekompanien wurden zu Grenzkompanien umstrukturiert.

Das I. Grenzbataillon mit dem neuen Standort Haar setzte sich aus der 1. bis 5 Grenzkompanie zusammen.

(Gothmann, Neu Garge, Vockfey, Bitter, Wilkensdorf)

Dem II. Grenzbataillon mit dem Standort Lenzen unterstanden die 6. bis 9. Grenzkompanie (Rüterberg, Mödlich, Lenzen, Wustrow).

Das Ausbildungsbataillon-8 wurde konzentriert in Dömitz stationiert. Der Sicherungszug Cumlosen und die 1. Bootsgruppe behielten ihre Struktur. Im Februar 1971 wurde das Grenzkommando NORD gebildet. Damals noch mit dem Standort Kalbe/ M später Stendal.

3. Grenzbrigade (Perleberg) und das Grenzregiment 7 (Wittenburg) wurden aufgelöst. Das Grenzregiment-8 erhielt einen neuen Grenzabschnitt dazu. Das II. Grenzbataillon des Grenzregiments-7 wurde dem Grenzregiment-8 zugeordnet. Aus der 1. Bootsgruppe wurde eine Bootsabteilung mit zwei Bootskompanien und der Bootsinstandsetzungsbasis Standort Dömitz. Das Ausbildungsbataillon wurde nach Glöwen in das dortige GAR verlegt. Der Stab der GR-8 Standort Grabow wurde aufgestockt und ihm wurden zugeordnet:

Nachichtenkompanie., Stabskompanie., Pionierkompanie. Standort Dömitz (Theodor Körner Kaserne), der Schießplatz Standort Kalliß

der Truppenübungsplatz Bokup.

Die neue Struktur Herbst 1963 Stab GR-8 Grabow (Stand 1963)

I. Grenzbataillon Haar

1. Grenzkompanie Gothmann, 2. Grenzkompanie Neu Garge,

3. GK Vockfey, 4. GK Bitter, 5. Grenzkompanie Wilkensdorf

II. Grenzbataillon Lenzen

6. Grenzkompanie Rüterberg, 7. Grenzkompanie Wootz

8. Grenzkompanie Lenzen, 9. Grenzkompanie Wustrow

Ausbildungsbataillon-8 Dömitz, Sicherungszug Cumlosen

1. Bootsgruppe Dömitz

Auch die Güsten Horst und Schwanheide kamen dazu.

1971 Grenzregiment Grabow

Bildung Grenzkommando Nord.


I. Grenzbataillon II. Grenzbataillon III. Grenzbataillon
Haar Lenzen Schwartow/Boizenburg
1. GK Gothmann 6. GK Rüterberg 10. GK Leisterförde
2. GK Neu Garge 7. GK Mödlich 11. GK Zweedorf
3. GK Vockfey 8. GK Lenzen 12. GK Nostorf
4. GK Bitter 9. GK Wustrow 13. GK Vierkrug
5. GK Wilkensdorf

Bootsabteilung

1. Bootskompanie, Bootsinstandsetzungsbasis

1974 Grenzregiment Grabow

Bataillonssicherung und neue Struktur der Bootsabteilung


I. GB Haar II. GB Lenzen III. GB Dömitz
1. GK Gothmann 6. GK Rüterberg 10. GK Leisterförde
2. GK Neu Garge 7. GK Mödlich 11. GK Zweedorf
3. GK Vockfey 8. GK Lenzen 12. GK Nostorf
4. GK Bitter 9. GK Wustrow 13. GK Vierkrug

5. GK Wilkensdorf 1. Bootskompanie

Selbst. Bootsinstandsetzungseinheit Dömitz

1985 Struktur GR-8


I. GB Nostorf II. GB Dömitz III. GB Dömitz
1. GK Zweedorf 4. GK Tripkau 7. GK Horst
2. GK Bahlen 5. GK Wootz 8. GK Kaarßen
3. GK Haar 6. GK Gandow/Lenzen 9. GK Dömitz

1989 Grenzregiment-8 Grabow (letzte Struktur 1989)

Stab GR-8 Grabow


I. GB Nostorf II.GB Dömitz III. GB Dömitz
1. GK Zweedorf 5. GK Wootz 7. GK Horst
2. GK Bahlen 6. GK Gandow 8. GK Kaarßen
3. GK Haar 1. Bootskompanie Dömitz 9. GK Dömitz
4. GK Tripkau KpSiGsi Nostorf KpSiGsi Dömitz

Pionierlager-8, Nachrichtenkompanie-8 Grabow, PiK-8 Dömitz

Bei der PiK-8 gab es eine Gruppe Taucher, welche für die Elbe zuständig waren. Laut der Struktur gehörten sie zum Bergungstrupp. Sie waren mit 2 eigenen Booten, die gleichen wie die Bootskompanie. Zu Übungszwecken wurde ab und zu ein Boot in der Havel bei Havelberg versenkt, um es dann mit schwerer Technik wieder zu bergen, mit Unterstützung der Taucher. Da es bis 1983 keine Unfällen mit GS-Boote gab, wurden sie auch nicht in der Elbe eingesetzt. Sie kamen aber des Öfteren im Hafen von Dömitz zum Einsatz, um z. B. MPI oder Funkgeräte zu bergen.

Die 6.GK des II.GB war von 1982 bis 1986 nicht in Dömitz stationiert, denn ein Jahr war die Nachrichtenkompanie dorthin ausgewichen und 85/86 war schon eine Kompanie des III.GB dort.

Bis zur Umstrukturierung in drei GB, hatte das I. GB seine 4.GK in Haar und nicht in Kaarßen. Die 5.GK II.GB lag in Kaarßen und die 6.GK II.GB in Tripkau, soviel zur ständigen Verlegung der Kompanien. In der Friedensstraße in Dömitz war die 9.GK und Horst und Kaarßen gehörten ebenfalls zum III.GB. Die GK in Lenzen stand mal am Deich Richtung Hafen (Autofähre). Sie wurde dann 1985 nach Gandow verlegt. Einiges zu den Grenzsicherungsbooten: Von 1966 bis 1973 wurden auf der VEB Schiffswerft Rechlin die Grenzsicherungsboote GSB-066 gebaut, deren Motoren kamen von VOLVO aus Schweden.

62 der Boote wurden von 1974 bis 1976 mit neuen Motoren mit 2x 170 PS ausgestattet und von 1978 bis 1980 wurden davon nochmals 30 Boote mit 2x 225 PS ummotorisiert. Von den Grenztruppen wurden insgesamt 74 Boote übernommen. Ab 1974 gab es die Grenzboote GSB-075, die Grenzsicherungsboote GSB-066 wurden wegen der teuren Importmotoren aus Schweden ausgemustert. Sie wurden von 1974 bis 1984 auf der VEB Schiffswerft Rechlin gebaut. Jetzt dienten als Antrieb die sowjetischen Motoren (sie kamen aus dem Tschaika-Werk). Die DDR Industrie musste dazu erst noch die passenden Bootsgetriebe entwickeln. Hiervon wurden 50 Boote des Typs 075.5 und des Typs 075.9 durch die Grenztruppen der DDR übernommen. Der vom Grenzregiment-8 zu sichernde Grenzabschnitt grenzte im Norden an das Grenzregiment 6 Schönberg, Trennungslinie (Großer Grenzknick) war hier zwischen den GK's Leisterförde (GR 6) und Zweedorf (GR 8) sowie im Süden an das Grenzregiment 24 Salzwedel, wobei hier das westliche Elbufer auch die Trennungslinie zum Nachbarregiment 24 mit seiner 1.GK Aulosen bildete. Neben der GÜST Eisenbahn Schwanheide und der GÜST Straße in Horst, gab es eine GÜST Wasser (Elbe) bei Cumlosen. Für die Sicherung der Staatsgrenze im Elbbereich war in Dömitz eine Bootskompanie sowie in Horst ein Bootszug stationiert. Die zugehörigen Bootshäfen befanden sich in Dömitz und Boizenburg.

Die Grenzsäule 283 bei Lütkenwisch (in der Nähe von Schnakenburg (westlich) und Cumlosen (östlich)) stand genau auf der Grenze zwischen Niedersachsen (BRD) und den Bezirken Schwerin (DDR) und Brandenburg (DDR). Es gab den Minenstreifen aber nicht durchgehend und er war auch den „Einheimischen“ bekannt gewesen. Manchmal waren die Detonationen (1963 – 1966), welche durch den zahlreichen Wildbestand im Vierwald entstanden, zwischen der F5, der heutigen B5 und der Elbe in Richtung GÜST Horst hauptsächlich Schwarzkittel, denn der Mischwald bestand vorwiegend aus Buchen). So gab auch einmal einen Minenstreifen zwischen der Einmündung der Boize (Boizenburger Hafen) und der Einmündung der Sude in die Elbe (Landzunge). Dieser wurde aber später wieder beseitigt (Hochwasserschutzmaßnahme).

Beim Kilometer 557 Höhe Gothmann mündete die Sude in die Elbe. Im Jahr 1983 wurde dies verändert, jetzt mündete die Sude in den Boizenburger Hafen (Elbkilometer 559,52), sodass die Boize ab dann ein Nebenfluss der Sude wurde.

Der Stab des Grenzregiment-8 Standort Grabow Bezirk Schwerin


2804 Grabow, Goethestraße 8, PF 73598
Luftlinie zum Stab der GT Pätz 120 km
Luftlinien zum Stab Stendal 65 km
Luftlinie bis zur Grenze 33 km

Der Vorläufer des Grenzregiment-8 war die Grenzbereitschaft Eldena. 1952 wurde der Stab der Grenzbereitschaft Eldena nach Grabow verlegt und ab dann lautete die Bezeichnung Grenzbereitschaft Grabow und ab 1961 Grenzregiment Grabow. Die Stadt Grabow liegt in Mecklenburg und hatte eine Einwohnerzahl um die 6000 Einwohner. Sie liegt an der Elde-Müritz-Wasserstraße. Verkehrstechnisch liegt der Ort sehr günstig und hatte eine gute Anbindung zu den unterstellten Grenzbataillonen und Grenzkompanien. Der Stab GR-8 lag aber am Rand des Sicherungsstreifen GR-8 und hatte weite Entfernungen zu den Grenzbataillonen, nördlich von Grabow (Stadtrand). Die Grenzsäule Nr. 283 im Sack von Lauenburg, war die letzte an Land und die erste an der Elbe. Die Gebäude Stab GR-8 wurden eigentlich nie verändert. Nur aus Stein waren die Garagen, das Werkstattgebäude und die Bunkeranlagen gebaut. Es gab 2 Wohnblöcke am Grabower Schillerplatz. Es gab folgende Liegeplätze an der Elbe: Horst, Boizenburg, Dömitz und Cumlosen.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1952(im März) Der Stab der Grenzbereitschaft-8 wird von Eldena nach Grabow verlegt. Er bezog am Kiesser -Damm rechts und links die Häuser.
1952 Baubeginn des späteren Objekt des Stabes.
01.07.1953 Das gesamte Objekt wurde durch den Stab in Besitz genommen. Dort war stationiert: Stab Grenzbereitschaft, MHO, NA-Kompanie, Med. Punkt, Stabskompanie und der Kfz-Park
1961 Stab Grenzregiment-8
1970 Lenzen/ Grabow erhält einen Sicherungszug für die GÜST.
Bis 1971 Gab es eine Grenzbootabteilung im GR-8
Ab 1971 Grenzbootkompanie in Dömitz
26.11.1989 Um 13.15 Uhr Grenzöffnung der L 223 F Neu Bleckede nach Bleckede (L 221).
1989 zivile Nutzung
2000 Auf dem Gelände des Stabes sind Einfamilienhäuser entstanden.


Letzte Struktur GR-8, 2 Grenzbataillone (I. und II. GB) in der 1. Linie und das III. Grenzbataillon in der Hinterlandsicherung.

Die Grenzbataillone

I. Grenzbataillon Nostorf

2830 Nostorf, am Wege nach Zweedorf, PF 88807

Luftlinie zum Stab GKN Stendal 59 km


Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 60 km
Luftlinie bis zur Grenze 1,5 km

Es wurde erst 1989 mit der letzten Struktur der GT im GR-8 gebildet.

Dem I. Grenzbataillon unterstanden folgende Grenzkompanie:

1. Grenzkompanie Zweedorf, 2. Grenzkompanie Bahlen

3. Grenzkompanie Haar, 4. Grenzkompanie Tripkau

KpSiGsi Nostorf

Der Ort Nostorf lag dicht an der Grenze (1,5 km). Er hatte Straßenanbindungen zu folgenden Orten: Horst, Zweedorf und Schwanheide. Die größere Stadt ist Boitzenburg, etwa 5 km entfernt. Das Dorf Nostorf wird etwas 1444 schon erwähnt, sehenswert ist die alte Dorfkirche. Zwischen Nostorf und Horst war auf der rechten Seite ein Erdbunker, dies war ein Beobachtungsplatz der sowjetischen Einheit.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1946 Gruppenposten Nostorf
1949 Kommando Nostorf/Kommandantur Boizenburg/Grenzbereitschaft Eldena
1952 Reserveobjekt
1961 8. GK Nostorf/II.GB Schwartow/Boizenburg/GR-7 Wittenburg
1976 I. GB/GR-8 Grabow
1989 I.GB Nostorf/Grenzregiment-8 Grabow
1990 9. RGK Nostorf/Grenzkreiskommando-102 Hagenow
09.11.1989 Um 24.00 Uhr Grenzöffnung der GÜST Horst (F 5) Lauenburg (B 5) auch für die Einwohner von Nostorf.
1990 Alles abgerissen
2010 mit Eigenheimen bebaut

Die Gebäude des GB Nostorf sind schon seit einiger Zeit abgerissen und an der Straße nach Zweedorf entstanden mehrere Einfamilienhäuser. Den spitz zulaufenden Geländeteil der ehemaligen Grenztruppen-Liegenschaft umgrenzen auch im Mai 2008 noch große Teile des ursprünglichen Zaunes.

II. Grenzbataillon „Theodor-Körner-Kaserne“ Dömitz

Luftlinie zum Stab GKN Stendal 90 km


Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 36 km
Entfernung zur Grenze 0,5 km

Im Ort Dömitz gab es schon sehr früh militärische Einheiten und einen Bataillonsstab.

Dem II. Grenzbataillon unterstanden folgende Grenzkompanie:

5. Grenzkompanie Wootz, 6. Grenzkompanie Gandow

1. Bootskompanie Dömitz, KpSiGsi Dömitz

Der Ort Dömitz liegt unmittelbar an der Elbe und somit an der Grenze zur BRD. Es ist eine Kleinstadt mit guter Straßenanbindung. Durch den Ort verkehrten die Fernverkehrsstraßen 195 und 191. Im Objekt lagen mehrere militärische Einheiten der Grenztruppen. In der Kaserne gab es eine große Garage für die Bergungspanzer (für die Grenzboote).

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1946 Wasserinspektion Dömitz
1952 Kommando Dömitz/Kommandantur Dömitz/Grenzbereitschaft Grabow
1958 Bootsgruppe Dömitz/Grenzbereitschaft Grabow
1960 Erweiterte Bootsgruppe und Bootsinstandsetzungsgruppe Dömitz/Grenzbereitschaft Grabow
1961 AbB-8 Dömitz/Grenzregiment-8 Dömitz 1. Bootsgruppe Dömitz/Grenzregiment-8
1969 In Dömitz wird das AbB-8 stationiert.
1971 III. GB Dömitz
1974 Bau von Militärwohnungen
1989 II. und III. GB Dömitz/Grenzregiment-8 Grabow 9. GK und 1. Bootskompanie Dömitz/III.GB Dömitz/ GR-8 Grabow, PiK-8 Dömitz/GR-8 Grabow Med.-Dienste und Bootsinstandsetzungszug Dömitz/GR-8 Grabow
07.12.1989 Um 10.00 Uhr Öffnung der Grenze Dömitz (F 191) Dannenberg (B 191).
1990 2. Grenzkompanie Dömitz/Grenzkreiskommando-103 Ludwigslust/GBK-1 Schwerin Bootseinheit Dömitz/GBK-1 Schwerin Pionierkompanie Dömitz/GBK-1 Schwerin
1991 zivile Nutzung
2013 Kaserne leer stehend und verfällt, aus den Unterkunftsgebäuden sind 2-Familien-Häuser geworden.

Situation 2014: Wenn man vor dem „Kurt Bürger“ steht, zur linken Seite hin sind mehrere Wohnblocks entstanden. Auch hinterm „Kurt Bürger“ wurden neue Wohnblocks gebaut und alles mit einer Parkanlage verbunden. Auf einem Hinweisschild vor dem „Kurt Bürger“ ist zu erkennen, dass der noch bestehende Komplex von Kulturhaus auch noch mit eingebunden wird.

Die zwei folgenden Bilder und Bemerkungen mit freundlicher Genehmigung von Vierkrug, Internet, Forum DDR Grenze, Seite Elbgrenze


Kulturhaus „Kurt Bürger“ Dömitz


Das folgende Bild:

Die zerstörte Eisenbahnbrücke in Dömitz gibt es immer noch – und natürlich auch neue Straßenbrücke, die ich mehrmals im Monat befahre.

Das Bild zeigt die zerstörte Eisenbahnbrücke.

Mit freundlicher Genehmigung von icke 46, Internet Forum DDR Grenze, Seite Grenzbilder

Auch die zwei danach folgenden Bilder zeigen die Brücke von Dömitz:

Beide Bilder mit freundlicher Genehmigung von tdk03, Forum DDR Grenze, Seite die Dömitzer Eisenbahnbrücke




III. Grenzbataillon Dömitz

2802 Dömitz, Zollstangenweg, PF 42689

Luftlinie zum Stab GKN Stendal 90 km


Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 36 km
Luftlinie bis zur Grenze 0,5 km

Das III. Grenzbataillon Dömitz bestand seit der Gründung Grenzregiment-8 Grabow. In der Kaserne gab es das Kulturhaus „Kurt Bürger“. Im Ort Dömitz waren die PiK-8, die 9. GK, die 1. Bootskompanie, die Bootswerkstatt, sowie die Bataillonsstäbe vom II. und III. GB stationiert.

Dem III. Grenzbataillon unterstanden folgende Grenzkompanien:

7. Grenzkompanie Horst, 8. Grenzkompanie Kaarßen

9. Grenzkompanie Dömitz

Folgendes Bild:

1968 war es die Bücherei, davor der Ex-Platz.


Hinter dem Gebäude war der Munibunker und 200 Meter weiter der MHO-Laden. Linke Seite Bild gab es ein Torbogen (unterhalb der Mauer) dort befand sich der Briefkasten, linksseitig war das Objekt mit einem Maschendrahtzaun gesichert und unsere Nachbarn waren die Mädels vom Lehrerinstitut.

Nächste Bild:

1968 war es das die Wache und unten Sing Sing (Arrestanstalt), rechts die Einfahrt in das Objekt, rechtes Fenster Wachstube, darunter Eingang Arrest und der Schlafplatz für die Freiwache, Tür zur Wachstube, Fenster neben der Tür Wachlokal für den Wachhabenden, vergittertes Fenster V2000, weitere Fenster von den Operativen.




Die zwei vorherigen Bilder:

Der Speiseraum, die rechte Seite hinten Essenempfang, links Geschirrabgabe.

Rechts um die Ecke des Einganges ging es immer zum Keller der Kartoffelschäler. Links hinter den Büschen, direkt in der Ecke, war der Eingang zum Speiseraum der Offiziere und Berufsunteroffiziere sowie der Eingang zur Bibliothek. Um die Ecke war auch der Zugang zu den Gemeinschaftsduschen im Keller. Speisesaal der Soldaten und Unteroffiziere aufgenommen von der Einfahrt ins Objekt.

Alle obigen 4 Bilder mit freundlicher Genehmigung von Rotrang, Forum DDR Grenze, Bildergalerie


Gedenkstein auf Höhe der MHO Mit freundlicher Genehmigung von zweedi08, Internet Forum DDR Grenze, Fotogalerie

Bootsinstandsetzungsbasis und Lager der PiK-8

Etwas abseits von der Wohnbebauung gelegen und an einem Gewerbegebiet; hier nutzte die PiK-8 Teilflächen für ihre Belange.

Angrenzend befindet sich die Gebäude der Bootsinstandsetzungsbasis.

An den baulichen Anlagen, die jetzt ein Bootsservice nutzt, scheint sich seit 1990 wenig verändert zu haben. Auch im Mai 2008 noch von einen hohen Streckmetallzaun umgeben, zeigen sich die Gebäude mit dringenden Instandsetzungsbedarf.

Alle drei folgenden Bilder und der obige Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der Grenzkompanien




Die Grenzkompanien

1. Grenzkompanie Zweedorf


2831 Zweedorf, Schwanheider Allee PS 73530
Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 60 km
Luftlinie zum Stab I.GB Nostorf 3 km
Luftlinie bis zur Grenze 0,5 km

Der Ort Zweedorf lag unmittelbar an der Grenze. Es gab nur zwei Straßen um Zweedorf zu erreichen, über Schwanheide oder über Nostorf. Im westlichen Vorfeld verlief der Elbe-Lübeck-Kanal. Die Grenzkompanie lag östlich und außerhalb der Ortschaft Zweedorf. Die Gaststätte im Ort war für die einfachen Grenzer tabu, sie gingen lieber in die Nachbargemeinde. Die Ehefrau eines GAKL führte diese Gaststätte.

Das letzte Stück Elbgrenze wurde 1980/81 auch mit Anlage 501 gesichert. Im sogenannten „Sack“ bis ca. 50m vor der B5, gab es Mehrfachauslösungen durch Blitzeinschlag. Kurz darauf waren BGS und Zoll von der nahen GÜST vor Ort und etwas später kam die Polizei auch noch dazu. Natürlich gab es nichts zu sehen, außer die schwarzen Stellen am Zaun. Die Länge der Anlage 501 waren 2 km entlang der Elbe. Sie bestand schon vor 1980 und wurde danach umgebaut. An der TL zwischen dem GR-6 und dem GR-8 im Bereich der 1. GK Zweedorf war der Piperkaten. Hier gab es die Eule mit den GMN-Anschlüssen für GR-6 und 8. Bekannt ist auch nahe des Piperkaten stehende Grenzeiche auf westlichem Gebiet, in deren Schatten sich der Zoll ausruhte. Grenzsoldaten berichten, dass der Piperkaten der beste Postentreff war. Hier trafen sich Grenzposten von dem GR-6 (8. GK Leisterförde) und dem GR-8 (1. GK Zweedorf). 50 m weiter nördlich stand der erste BT GR-6 88. GK Leisterförde). Am Bahndamm Schwanheide am Kolonnenweg Bröhte stand auch eine Eule mit GMN-Anschluss zum Stellwerk der DR. Auch in Schwanheide in nördlicher Richtung (200 m) von der Beschaubrücke (westlich) stand so eine Eule mit GMN-Anschluss.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1949 Kommando Zweedorf/Grenzkommandantur Boizenburg/Grenzbereitschaft Wittenburg
1952 Kommando Zweedorf/Grenzkommandantur Boizenburg/Grenzbereitschaft-7 Wittenburg
1961 7. GK Zweedorf/ II.GB Boizenburg/GR-7 Wittenburg
1971 1. GK Zweedorf/I.GB Boizenburg/GR-8 Grabow
1989 1. GK Zweedorf/I.GB Nostorf
1990 4. GK Zweedorf/GKK-102 Hagenow/GBK-1 Schwerin
13.04.1990 Grenzöffnung von Zweedorf (07:55 Uhr) nach Dalldorf (Entfernung 2 KM) über die Delvenau.
1991 Unterkunft für Asylanten
2000 leer stehend,
2013 in Privatbesitz, Die Kompanie ist bewohnt und bewacht! Mit Wachhund an der Hundelaufleine.

Das folgende Bild: Kompanieobjekt 1. GK Zweedorf

Alle drei folgende Bilder mit freundlicher Genehmigung von zweedi08, Internet Forum DDR Grenze, Bildergalerie





Die Straßenseite der GK-Unterkunft aus Richtung Westen. Die ehemalige Grenzkompanie Zweedorf befindet sich in Privatbesitz und wird bewohnt. Bauarbeiten an mehreren Stellen, des nur schwer einsehbaren Objektes (ein Erdwall wurde innerhalb des Zaunes aufgetürmt) waren nicht zu übersehen, auch wirkt das Objekt nicht sonderlich gepflegt. Das vorherige Bild und der Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Grenzerforum, Seite Bilder der GK

2. Grenzkompanie Standort Bahlen

2820 Boizenburg (Bahlen), Landstraße nach Gülze, PF 38918


Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 57 km
Luftlinie zum Stab I.GB Nostorf 5 km
Luftlinie bis zur Grenze 9 km

Die Grenzkompanie lag südöstlich am Dorfrand von Bahlen. Vor dem Ort in Richtung Grenze lag noch die Ortschaft Gothmann. Die Straßenverbindungen verliefen nach Boitzenburg und Gothmann.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1989 2. GK Bahlen/I.GB Nostorf
1990 10. Reservegrenzkompanie/GKK-102 Hagenow
1990 Grenzöffnung
1991 leer stehend, private Nutzung
09.11.1989 Um 24.00 Uhr Grenzöffnung der GÜST Horst (F 5) Lauenburg (B 5) auch für die Einwohner von Bahlen.
2010 die GK wurde neu renoviert.
2013 Asylunterkunft

Die GK wird an der Straßenseite von dichtem Bewuchs „getarnt“, der fast bis zum GK-Eingang reicht.

Garagen gibt es auf dem Gelände der ehemaligen GK Bahlen nicht mehr und auch die sonst üblichen Nebenanlagen sind nicht auszumachen, vermutlich wurden diese Gebäude bereits abgerissen.

Die neuen Bewohner der GK sind noch mit dem weiteren Um-und Ausbau des Gebäudes beschäftigt und auch am benachbarten Wohnhaus wird gebaut.

Folgende 2 Bilder und Kommentar Mai 2008 und mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.



3. Grenzkompanie Haar


2841 Haar, Neubau PS 42621
Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 43 km
Luftlinie zum Stab I.GB Nostorf 24 km
Luftlinie bis zur Grenze 3 km

Die Grenzkompanie lag am westlichen Ortsrand von Haar in einem umschlossenen Waldgebiet. Straßenverbindungen gab es nach Amt Neuhaus, Sunte und Stapel und zur Grenze. Bis zur Grenze waren es

3 km. Der Fluss Sude war nicht tief gewesen, aber pioniertechnisch gut gesichert (Stacheldrahtrollen, Gittern usw.). Man konnte sich schnell darin verfangen und schon gar nicht durch schwimmen. Es gab zwar ein zwei Stellen, wo man die Sude überqueren konnte aber man musste diese genau kennen. Auch heute sieht man noch Fragmente, z. B. kleine Eisenteile an den kleinen Brücken. Man braucht nur von Boizenburg Markt in Richtung alter BT-9 auf dem Damm an der Sude entlang gehen.

Gothmann, nur ein paar Häuser und sehr eng zusammen, war wie eine Insel. Hinein und Heraus kam man durch durch die Gasse. Einwohner sah man selten und wenn, dann nur ältere Leute.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1961 schwere Kompanie Haar/I.GB Neuhaus/GR-8 Grabow
1963 I. GB Haar/GR-8 Grabow
1971 I.GB Haar/GR-8 Grabow
1989 3. GK Haar/I.GB Nostorf/GR-8 Grabow
1990 7. GK Haar/GKK-102 Hagenow/GBK-1 Schwerin
19.11.1989 Um 12.30 Uhr Öffnung der Grenze von Dachau (L 232) nach Neu Dachau (K 61 F) auch für die Einwohner von Haar. Dabei wurde ein Loch in den Grenzzaun geschnitten (von Bewohnern aus Dachau) und die Bewohner von Neu Dachau besorgten ein Schiff für die Überfahrt (Elbe ist hier 236 m breit).
25.11.1989 Um 13.00 Uhr Einsatz Fährschiff „Luna“ von Dachau nach Neu Dachau. Eine Brücke zwischen den beiden Orten gibt’s immer noch nicht.
1991 leer stehend
2010 Alle Gebäude sind noch in Ordnung aber unbewohnt.
2014 Kompaniegebäude zerstört

Nach einer Informationsbroschüre des örtlichen Touristikverbandes habe ich einmal gelesen, dass in Haar noch eine originale Grenzkompanie besichtigt werden kann. Vor Ort habe ich ein total zerstörtes GK-Unterkunftsgebäude vorgefunden und auch das weitere Umfeld war arg vom Vandalismus geprägt – also nicht gerade ein touristisches Vorzeigeobjekt, eher eine herrenlose Ruine.

Auch die Hundezwinger wurden vom Vandalismus nicht verschont. Alle zwei Aufnahmen und Kommentar Mai 2008 und mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.



4. Grenzkompanie Tripkau


2841 Tripkau, Straße nach Dömitz PS 68147
Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 36 km
Luftlinie zum Stab I.GB Nostorf 39 km
Luftlinie bis zur Grenze 4 km

Die Grenzkompanie lag östlich der Ortschaft Tripkau, welche 4,5 km von der Grenze entfernt war. Tripkau lag am Elbknick gegenüber von Hitzacker. Durch den Ort verlief die Fernverkehrsstraße 195.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1989 4. GK Tripkau/I. GB Neuhaus/GR-8 Grabow
19.11.1989 Um 12.15 Uhr (Mittwoch) Grenzöffnung Grenztor in Bitter/Herrenhof. Fahrt mit der Fähre „MS Drawehn“ nach Hitzacker zum Fähranleger.
1990 8. Grenzkompanie Tripkau/GKK-102 Hagenow/GBK-1 Schwerin
1991 leer stehend
2002 Koordinierungszentrum für Hochwasser
2008 Es soll ein Ferienobjekt werden.

Der ehemaligen GK Tripkau bleibt ein Abriss wohl erspart, nach jahrelangen Leerstand wurde sie während des großen Elbe-Hochwassers 2002 noch einmal als Koordinierungszentrum für die Hochwasserbekämpfung genutzt. Bei meinem Besuch der GK Anfang Mai 2008 wurde ich auf Aktivitäten zur Sanierung der Dacheindeckung des Unterkunftsgebäudes aufmerksam. Der neue GK-Besitzer, ein Holländer informierte mich über seine Pläne mit dem GT-Objekt, diese sehen die weitestgehende Erhaltung des Erscheinungsbildes trotz einer sanften Modernisierung vor. Die ehemalige GK soll ein Wohn-, Urlaubs- und Freizeitobjekt werden, auch die künstlerische Nutzung eines Teilbereiches ist angedacht. Ich glaube man darf auf das Entstehende gespannt sein.

Alle zwei folgenden Aufnahmen und der obige Kommentar Mai 2008 und mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.



5. Grenzkompanie Standort Wootz


2801 Wootz, An der F 195, PF 38921
Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 27 km
Luftlinie zum Stab II.GB Dömitz 10 km
Luftlinie bis zur Grenze 1,5 km

Die Grenzkompanie lag außerhalb der Ortschaft, nordwestlich an einem Waldmassiv. Straßenverbindungen gab es nach Dömitz und Lenzen. Auf der westlichen Seite lag gegenüber die Ortschaft Gorleben. Die Dietrichsmühle bei Groß Grabenstedt wurde bis auf das Fundament abgetragen. Die Eisenbahnverbindung Uelzen nach Salzwedel wurde demontiert. Die GK Wootz war noch Stein auf Stein hochgezogen. Die 5.GK Wootz befindet sich wie einige weitere GK's des GR 8 direkt an der B 195. Ein bemerkenswerter Unterschied bei dieser GK ist die vom NVA-Typenbau abweichende Bauweise des Unterkunftsgebäudes. Im August 2007 war keine Nutzung der GK-Anlagen feststellbar. Die bewohnten Häuser in unmittelbarer Nachbarschaft zur ehemaligen Grenzkompanie haben bisher Vandalismus in deren Gebäude verhindert.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1946 sowjetische Grenzeinheiten
1949 Kommando Wootz/Grenzkommandantur Lenzen/Grenzbereitschaft Eldena West
1952 Reserveobjekt
1963 7. GK Wootz/II. GB Lenzen/GR-8 Grabow
1989 5. GK Wootz/II. GB Dömitz/GR-8 Grabow
09.11.1989 Grenzöffnung
1990 1. GK Wootz/GKK-103 Ludwigslust Sitz Grabow/ GBK-1 Schwerin
1990 Nutzung durch Telekom
1991 leer stehend aber noch gut erhalten, da Steinbau
2007 keine Nutzung



Der Blick auf die GK aus nordwestlicher Richtung zeigt von rechts das Unterkunftsgebäude, die Nebenanlagen der GK und links zwei Wohngebäude, die sich aber außerhalb der GK-Einzäunung befinden.

Von der B 195 aus sieht der aus Dömitz kommende Betrachter dieses Bild, in der Mitte das GK-Unterkunftsgebäude und beiderseits davon die außerhalb der GK befindlichen Wohnhäuser.

Alle Aufnahmen und Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.

6. Grenzkompanie Gandow


2805 Gandow, Weg nach Lanz, PF 80619
Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 21 km
Luftlinie zum Stab II.GB Dömitz 19 km
Luftlinie bis zur Grenze 1,5 km

Die Grenzkompanie lag am südöstlichen Ortsrand in einem Waldmassiv. Der Ort Gandow lag 3 km von der Grenze entfernt. Eine Straßenverbindung gab es nach Lenzen und Wustrow. Die Ortschaft Waddekath lag dicht an der Grenze und bekam einen Sichtschutzzaun aus Beton.

In der GK Gandow war auch der Sicherungszug der nahen GÜST Wasser Cumlosen untergebracht.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1949 Kommando Gandow/Grenzkommandantur Lenzen/Grenzbereitschaft Eldena West
1952 Reserveobjekt
1989 6. GK Gandow/II. GB Dömitz/GR-8 Grabow
1990 3. GK Gandow/GKK-103 Ludwigslust Sitz Grabow/GBK-1 Schwerin
07.09.1991 Eröffnung der Fährverbindung von Lütkenwisch (L 121 F) nach Schnackenburg (Elbe- B 493), auch für die Bewohner von Gandow.
02.12.1989 Um 10.00 Uhr Grenzöffnung der L 13 von Lenzen nach Pevestorf (L 258).
1991 leer stehend
2007 keine Nutzung

Auch die ehemalige GK Gandow war bei meinem Besuch im August 2007 ohne Nutzung. Größere Schäden waren an den baulichen Anlagen nicht erkennbar. Ein Blick über das Gelände zeigt, die Natur erobert sich einst entrissenes Territorium zurück.

Alle folgenden 4 Aufnahmen und Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.

Bild Nr. 3

In der GK Gandow war auch der Sicherungszug der nahen GÜST Wasser Cumlosen untergebracht, vermutlich nutzte dieser die Baracke als Unterkunft.


Der GK-Eingang mit dem „Pilz“ für den Wachposten…



Auf dem Elbdeich in der Nähe von Lenzen steht dieser BT9.


7. Grenzkompanie Horst


2831 Horst, An der F 5, PF 68146
Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 63 km
Luftlinie zum Stab II.GB Dömitz 48 km
Luftlinie bis zur Grenze 1 km

Die Grenzkompanie lag am östlichen Dorfrand in einem Waldmassiv. Der Ort Horst war 1,0 km von der Grenze entfernt und lag gegenüber dem Grenzknick und der Stadt Lauenburg. Hier war der Übergang von der Elbgrenze zur Landgrenze. Eine Straßenverbindung gab es nach Bickhusen und Boitzenburg. 1975 bis 1976 gab es zwischen Vier und Horst einen einfachen Streckmetallzaun mit einer Hundelaufanlage.

An der Ortschaft Horst war eine große Gasse zum Sack. In der Kaserne waren auch ein Bootstrupp und eine kleine GüSt-Einheit untergebracht

Der Grenzzaun, ein Doppelzaun mit einer Höhe von 180 m und mindestens 3 m Abstand zwischen den Zäunen, stand direkt vor der Elbe und ging bis Horst (ungefähr 2 km). Die frühere Hundelauftrasse verlief dort, wo heute der Radweg ist, bis kurz vor der GüSt Horst. Dort in der Nähe war auch eine Gasse. In der Nähe vom Ortsrand Bickhusen (zirka 500 m von der GK entfernt) war ein Erdbunker. Um den Bunker herum befand sich eine hohe Hecke und auf dem Bunker Tarnnetze. Auf der rechten Seite konnte man in eine Garage fahren (1 LKW,1 Jeep, 1PKW). Auf der linken Seite waren die Unterkünfte, Küche und andere Räume (mit elektronischen Geräten ausgestattet). Alles war ziemlich neu ausgestattet, auch gab es dort weibliches russisches Küchenpersonal.

In der Nacht sollen sie mit dem Eisenschwein öfters mal ohne Beleuchtung durch die Gegend gefahren sein. Wir wären fast auf das Ding zum Schichtwechsel drauf geknallt, weil es eben ohne Beleuchtung umher fuhr bzw. stand. Von dort hatten sie richtig gute Sicht in Richtung Westen. Es waren bis zum Kanten es ja nur paar Meter. Und ringsherum hatten sie freie Sicht gehabt.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1963 SiZ Horst/GR-7 Wittenburg
1989 7. GK Horst/II. GB Dömitz/GR-8 Grabow Sicherungszug Horst
09.11.1989 Gegen 24.00 Uhr Grenzöffnung Elbe Horst Lauenburg (B 5)
1990 5. GK Horst/GKK-102 Hagenow/GBK-1 Schwerin Bootseinheit Horst/GBK-1 Schwerin GÜST-Sicherungseinheit Horst/GBK-1 Schwerin
1991 leer stehend
2000 Gebäude GÜST-Sicherungseinheit Horst geschleift, nichts mehr vorhanden. Die Vorkontrolle hinter Boizenburg in Richtung Horst ist jetzt ein Imbiss.
2008 Migrationszentrum auf dem Gelände der GüSt Horst
2010 GK Horst ist ein zentrales Asylantenheim.
2014 ein Bootshafen auf der alten GüSt Horst entstanden.


Auf dem Gelände der ehemaligen GK Horst befindet sich 2008 das Migrations-Zentrum des Landes MVP und ein Polizeiposten. Nur über einen bewachten Zugangsbereich kommt man auf das Gelände, auch sonst ist das Areal mit einem sehr stabilen Zaun gut gesichert. Leider ist der Innenbereich des Objektes kaum einsehbar, einige der erkennbaren Gebäude sind aber vermutlich erst nach 1990 entstanden. Von einem doppelten Zaun gesichert zeigt sich das ehemalige GK-Unterkunftsgebäude.

Die Aufnahme mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.

8. Grenzkompanie Kaarßen


2841 Kaarßen, Im Stremel PSF 73535
Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 42 km
Luftlinie zum Stab II.GB Dömitz 15 km
Luftlinie bis zur Grenze 3 km

Die Grenzkompanie lag am nordöstlichen Rand der Ortschaft Kaarßen in einem Waldmassiv. Eine Straßenverbindung gab es nach Tripkau, Haar und Vielank. Nördlich von Kaarßen war der Schießplatz Lübtheen. Durch den Ort verlief die Fernverkehrsstraße 195. In der Nähe gab es den kleinen Fluss Krainke. Die Mühle an der Ohre bei Gladdenstedt wurde gesprengt. Die 10. GK Kaarßen gehörte zum III. GB und war zur Hinterlandsicherung eingeteilt.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1989 8. GK Kaarßen/II. GB Dömitz/GR-8 Grabow
19.11.1989 Um 12.15 Uhr (Mittwoch) Grenzöffnung Grenztor in Bitter/Herrenhof. Fahrt mit der Fähre „MS Drawehn“ nach Hitzacker zum Fähranleger, auch für die Bewohner von Kaarßen.
1990 RO GKK-102 Hagenow/GBK-1 Schwerin
1991 leer stehend
2008 leer stehend

Das nun folgende Bild:

Die ehemalige Grenzkompanie Kaarßen liegt am Ortsrand umgegeben von Wald, eigentlich ein idealer Standort für Wohnraum. Hier einige Bilder des Objektes entstanden Anfang Mai 2008.

Das nächste Bild: Die Einfahrt zur GK und das entkernte Unterkunftsgebäude und die Garagen. Aus der ehemaligen Grenzkompanie Kaarßen sollte ein Seniorenzentrum entstehen, so der Plan eines Investors, der wohl alles nötige schon in trockenen Tüchern hatte und daraufhin das GK-Unterkunftsgebäude für den Um-und Ausbau auch entkernte. Leider sollte seine Planung nicht aufgehen, denn in wenigen hundert Meter Entfernung wurde eine weitere Investition getätigt und eine Biogasanlage errichtet. Aus wars mit der guten Luft am Standort der ehemaligen GK, nun scheint der Abriss des ganzen GK-Objektes wohl unumgänglich zu sein. Alle drei folgende Aufnahmen und Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.




9. Grenzkompanie Dömitz


2801 Dömitz, Friedensstraße PSF 42678
Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 24 km
Luftlinie zum Stab III.GB Dömitz 0 km
Luftlinie bis zur Grenze 0,2 km

Dömitz war eine Kleinstadt mit dörflichem Charakter. Hier waren im Ort einige Einheiten stationiert, der II. und III. Grenzbataillonsstab, die 9. Grenzkompanie, die 1. Bootskompanie, die Sicherstellungskompanie des

III. GB und die Bootsinstandsetzungseinheit, sowie die PiK-8. Bis zur Grenze waren es teilweise unter 500 m. Auf dem ehemaligen GK-Gelände ist eine kleine Eigenheimsiedlung entstanden. Bei der Umgestaltung der einstigen militärischen Liegenschaft ist der auf dem Bild zu sehende Teilbereich des Objektzaunes erhalten geblieben.

In der Stadt Dömitz waren mehrere Einheiten des GR 8 stationiert. Hier befanden sich das II. und III.GB, der Med.-Punkt des GR 8, die 9.GK, die PiK 8 und eine Bootskompanie mit angeschlossenen Bootshafen. Leider gibt es in der Datenbank des MGFA einige Unstimmigkeiten bei den Standortangaben für die genannten Einheiten. Die Elbbrücke bei Dömitz wurde Anfang 1945 zerstört und wurde nicht aufgebaut. Die alte Reichsstraße 191 von Celle nach Ludwigslust führte über diese Brücke.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1946 Wasserinspektion Dömitz
1952 Kommando Dömitz/Kommandantur Dömitz/Grenzbereitschaft Grabow
1958 Bootsgruppe Dömitz/Grenzbereitschaft Grabow
1960 Erweiterte Bootsgruppe und Bootsinstandsetzungsgruppe Dömitz/Grenzbereitschaft Grabow
1961 Ausbildungsbataillon-8 Dömitz/Grenzregiment-8 Dömitz 1. Bootsgruppe Dömitz/Grenzregiment-8
1971 III. GB Dömitz
1989 II. und III. GB Dömitz/Grenzregiment-8 Grabow 9. GK und 1. Bootskompanie Dömitz/III.GB Dömitz/GR-8 Grabow Pionierkompanie-8 Dömitz/GR-8 Grabow Med.-Dienste und Bootsinstandsetzungszug Dömitz/GR-8 Grabow
07.12.1989 Um 10.00 Uhr Öffnung der Grenze Dömitz (F 191) Dannenberg (B 191).
1990 2. Grenzkompanie Dömitz/Grenzkreiskommando-103 Ludwigslust/GBK-1 Schwerin Bootseinheit Dömitz/GBK-1 Schwerin Pionierkompanie Dömitz/GBK-1 Schwerin
1991 zivile Nutzung
2008 Nur noch das zu einem Wohnhaus umgebaute Unterkunftsgebäude und ein Teil des alten Objektzaunes sind im Mai 2008 von der ehemaligen Grenzkompanie zu besehen.
2014 Das alte Kulturhaus „Kurt Bürger“ wird umgebaut, um in herum entstand ein neuer Wohnkomplex.

Auf dem ehemaligen 9. GK-Gelände ist eine kleine Eigenheimsiedlung entstanden. Bei der Umgestaltung der einstigen militärischen Liegenschaft ist der auf dem Bild zu sehende Teilbereich des Objektzaunes erhalten geblieben. Das umgebaute GK-Unterkunftsgebäude an der B 195 …

Diese folgenden Aufnahmen und Kommentare mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.


1. Bootskompanie Dömitz


2801 Dömitz, Karl-Marx-Straße PSF 8810
Luftlinie zum Stab GR-8 Grabow 23 km
Luftlinie zum Stab III.GB Dömitz 0,5 km
Luftlinie bis zur Grenze 0,1 km

Das Objekt der 1. Bootskompanie lag direkt im Ort, die Grenzboote lagen im kleinen Hafen am Eldekanal. Für den Winter gab es die Winterboote W 12 und W13.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten in der letzten Kaserne:


1946 Wasserinspektion Dömitz
1958 Bootsgruppe Dömitz/Grenzbereitschaft Grabow
1960 Erweiterte Bootsgruppe und Bootsinstandsetzungsgruppe Dömitz/ Grenzbereitschaft Grabow
1961 1. Bootsgruppe Dömitz/Grenzregiment-8
1989 1. Bootskompanie Dömitz/III. GB Dömitz/GR-8 Grabow Bootsinstandsetzungszug
1990 Bootseinheit Dömitz/GBK-1 Schwerin
1991 leer stehend
2014 Auf dem Gelände der 1. Bootskompanie wurde das Gebäude zu einer Wohnanlage umgebaut. Die Häuser stehen aber noch wie 1976.

Gebäude der Bootskp./Bootsinstandsetzungszug Dömitz 1976

Die Gebäude mit Speiseraum, Bibliothek und Küche sind noch genauso vorhanden. Alle beiden folgende Bilder und Kommentare mit freundlicher Genehmigung von Zweedi08, Internet Forum DDR Grenze, Bildergalerie


Gebäude der Bootskompanie/Bootsinstandsetzungszug Dömitz,



PiK-8 Dömitz (südlicher Stadtrand)
8/1983 Pik-8/GR-8
2014 Auf dem Gelände der PiK-8 wurde das Gebäude zu einer Wohnanlage umgebaut. Die Häuser stehen aber noch wie 1976.

GüSt (Eisenbahn) Zweedorf Schwanheide

Mit Sicherungszug, Nadelöhr in der Verbindung Hamburg nach Berlin. Die Bahnstrecke verlief von Schwerin über Boizenburg nach Büchen (BRD).


13.04.1990 Grenzöffnung von Zweedorf (07:55 Uhr) nach Dalldorf (Entfernung 2 KM) über die Delvenau.
1989 Grenzöffnung GÜST
2014 GüSt Schwanheide leer stehend

Das nun folgende Bild:

Ohne Nutzung, teilweise von einen intakten Zaun umgeben, die Zugänge zum Gebäude fest verschlossen und trotzdem vom Vandalismus gezeichnet, so zeigt sich das Hauptgebäude der ehemaligen GÜST Eisenbahn am Bf Schwanheide.

Die Aufnahme und Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.


GÜST (Straße) Horst

Im Ort Horst waren die 7.GK Horst, der Bootszug Boizenburg und der GÜSt-Sicherungszug stationiert. Check Point Harry, heute eine gleichnamige gute Gaststätte!

Der Straßenverkehr verlief über die ehemalige F-5 von Boizenburg über GÜST Horst nach Lauenburg.


09.11.1989 Um 24.00 Uhr Grenzöffnung der F195 nach Lauenburg (B 195).
1989 In der ehemaligen GÜST werden die ersten Asylanten untergebracht. In der GÜST Horst/Lauenburg wurde der Film „Schulz und Schulz“ mit Götz George gedreht. Danach wurde die GÜST abgerissen.
2013 In der ehemaligen Vorkontrolle der GÜST Horst (an der F5, jetzt B5) direkt hinter dem Ort Boizenburg steht jetzt ein Restaurant (vorher Imbiss).

Der Bootszug Horst (müsste eigentlich geografisch gesehen Vier heißen) befand sich hinter dem Ausrüstungskai der Elbewerft Boizenburg direkt am unterem Hang des Elbberges.

In Vier gab es zuerst eine Holztreppe, daraus wurde dann später die Stahltreppe. Nordwärts begann von dort die Hundelaufanlage, auch als den Sack bezeichnet.

GÜST (Wasser/Elbe) Cumlosen

Mit SiZ Cumlosen (stationiert in der GK Gandow), direkt an der Elbe war ein kleiner Hafen, nordwestlich von der Ortschaft Cumlosen. Zusatz: auf der GÜST waren 4 Boote im Einsatz. Mit der GÜST Cumlosen ist auch der südlichste Bereich des GR 8 erreicht, wobei zu bemerken ist, dass der eigentliche Grenzverlauf von der Elbemitte zum westlichen Ufer oberhalb von Cumlosen bei Lütkenwisch wechselte, dort war zugleich die Trennungslinie zum GR 24 Salzwedel und dessen 1.GK Aulosen. 1989 Grenzöffnung GÜST Cumlosen

Auch ein Bild vom Standort der GÜST Cumlosen soll nicht fehlen.

Am ehemaligen Standort der GÜST Cumlosen befindet sich heute ein größerer Stützpunkt der Wasserwehr des THW. Neben neu entstandenen Gebäuden wurde auch das auf dem Bild zu sehende ältere Gebäude in die neue Nutzung integriert.

Die folgende Aufnahmen und Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.

Der große Gebäudekomplex zeigt die Werkstatt für Kfz, dort waren 2 Gruben eingelassen. rechter Bildrand vom Hauptgebäude Kfz befanden sich 2 Zellen. Zwischen den Hauptgebäude und den Kfz -Garagen steht eine Rampe zur Wäsche vom Kfz. in der hintersten Ecke links von den Garagen war (Ist) das Notstromaggregat untergebracht. Das dritte folgende Bild: Fenster mittig war der Abhörer der Abhörer.






Die ehemaligen Hundezwinger und die Waschrampe mit Schlauchmast.



Die Essensausgabe, alle Bilder und Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Rotrang, Internet Forum DDR Grenze, Seite Elbgrenze

Die ehemaligen Grenzbataillone und Grenzkompanien

Objekt Schwartow

Auf diesem Gelände steht heute das Waldhotel Boizenburg.


1962 – 8/1983 PiK-8/GR-8
1983 Reserveobjekt/GR-8
1988 (bis) Bootszug
1988 (danach) Bootskompanie (dem GR-8 direkt unterstellt
1993 Waldhotel

Grenzbataillone

Neuhaus, Haar, Lenzen

Grenzkompanien

Bleckede, Vockfey, Bitter, Rüterberg, Mödlich, Wustrow, Gothmann, Neu Garge, Wilkensdorf, Leisterförde, Vierkrug

Grenzer vom GR-8 berichten

Bericht von Vierkrug:

Eine Begebenheit aus den Anfangsjahren an der Grenze, die wohl wenig bekannt sein dürfte. Am 12. März 1953 kam es über Boizenburg zu einem Luftzwischenfall: Eine britische Avro Lincoln war in den DDR-Luftraum eingedrungen und wurde von sowjetischen MIG 15 abgeschossen. Sie stürzte daraufhin bei Vier – heute Höhe Elb-Bergmuseum – ab. Es gab damals viel Ärger um diesen Abschuss. Die Untersuchungen wurden von der sowjetischen Seite geführt, Ermittlungskräfte der Deutschen Volkspolizei waren nicht involviert.

Niedrigwasser der Elbe war auch der „natürliche Verbündete“ der Grenzer, auch wenn es etwas paradox erscheinen mag. Der Schlick stellte in seiner Schichtstärke auch das Wattenmeer in den Schatten – und da musste man auch erst einmal hindurch.

Bei Niedrigwasser bestand dann auch die Chance, dass man seinen Heitzblinker samt Vorfach wiederfand, der irgendwann beim Angeln im Stack der Buhnen abgerissen war. Aber das war noch zu Zeiten, wo man an der Elbe angeln und baden durfte – und das war auch weit vor 1969. Ich kann mich noch erinnern, dass einmal eine kleinere Gruppe versucht hatte, die zugefrorene Elbe zu überqueren. Der Versuch wurde vereitelt und war lediglich „Tagesgespräch“ in Boizenburg. Dieser Versuch fand, auch Anfang der 60er statt. Ein „Einheimischer“ wäre auch nie auf den Gedanken gekommen, die Elbe bei Niedrigwasser bzw. im Winter im zugefrorenen Zustand zu überqueren.

Mit freundlicher Genehmigung von Vierkrug, Internet Forum DDR Grenze, Seite Elbgrenze

Bericht von EK 81/2:

Vor der Gasse bei der Pumpstation, wo es in den Sack ging dort stand ein BT 11 mit Führungsbunker für den ZF, für den II. Grenzabschnitt im GR 8/ I GB. Die 501 Anlage ging im Sack von der Gasse angefangen bis zur F 5 und von der F 5 bis zur Bahnlinie Büchen. Die Fotos mit den alten Doppelpfahlreihen zeigen den alten Grenzzaun. Zu meiner Zeit 79/80 war schon davor der neue Streckmetallzaun gesetzt gewesen. Von Vier bis zur GÜST entlang der F 5 gab es keinen Hinterlandzaun zu meiner Zeit. Im harten Winter 78/79 wurde in den Elbbergen viel weggespült, so das riesen große Lücken entstanden sind, man konnte aufrecht unter dem Zaun I hindurchgehen. An der Hundeanlage von Vier in Richtung Horst kann ich mich auch noch erinnern. Die EK’s 79/ I waren die letzten gewesen, die ihr Sportzeug behalten durften. Was habe die damit gemacht, sie haben es den Trassenhunden angezogen. Ab den Abgang 79/ II wurde das Sportzeug auch wieder eingesammelt, von der BA- Kammer. Im Wald entlang der Elbberge in Richtung GÜST gibt es bestimmt noch einige Bäume, an denen die angenagelten Löffel hängen. Was das Sportzeug betrifft ging es vorwiegend um das kurze Sportzeug, also rote Turnhose und gelbes Hemd, was den Hunden zum Abgang angezogen wurde. Zur 501 Anlage gab es zu meiner Zeit eine kleine Geschichte. Und zwar hatte sich der 501 Trupp in der Führungsstelle zum Sack angemeldet, dass sie jetzt in den Abschnitt fahren und an der Anlage bauen wollten. Der DH sollte dann die Anlage abschalten. Die Truppe fuhr rein und versah ihre Arbeit an der Anlage bzw. sie sind über die Anlage, Zaun mit Leiter, geklettert hin und zurück, alles o.V.

Als sie fertig waren sind sie zum Führungsbunker gefahren und haben sich beim DH direkt gemeldet und ihm gesagt, er könne die Anlage wieder scharf stellen. Daraufhin meinte der DH wieso, habe ich doch gar nicht abgeschaltet. Er hatte es aus welchen Gründen auch immer vergessen gehabt. Na da ging kurzzeitig die Post ab. Meine erste Nachtschicht als frisch gebackener Uffz. hatte ich im Abschnitt I gemacht. Durfte in dieser Schicht mittels LO die 501 Anlage kontrollieren. Mein LO Fahrer(Gefr./PF) ließ mich die gesamte Strecke von der Bahnlinie bis zur F 5 vor dem LO laufen, damit ich die Anlage besser kontrollieren konnte. Er stellte den Suchscheinwerfer auf die Anlage und dann ging es los. Heute lacht man darüber. Ein einziges Mal habe ich ne Auslösung der 501 Anlage im Abschnitt I mitgemacht, die Bilderbuch mäßig abgezogen wurde. Hatte Frühschicht, saß im Führungsbunker und kurz vor dem Schichtwechsel ging das Ding los. Unmittelbar in der Nähe des Führungsbunker. Die Erschütterung habe ich im Bunker sogar noch gespürt. Der 501 Trupp kam zum Einsatz und Ursache war Wild. Das wollte der KC nicht wahr haben und hat die ganze Sache Handbuch mäßig abgezogen. So dass wir Stunden später erst aus den Abschnitt raus kamen. Die K6 Kontrolle von der Bahnlinie Büchen bis zur TL zu GR 6 ist mir auch in Erinnerung. Eine 501 Anlage gab es dort zu meiner Zeit nicht. Auf halber Strecke stand ein BT 9 und an der TL war ein kleiner Bunker.

Mit freundlicher Genehmigung von EK81/2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Elbgrenze

Bericht von BZ-Boitzenburg:

Die Besatzung bestand aus dem Bootsführer meistens Meister oder Obermeister welche auf Offiziersschulen ausgebildet wurden. Dann kam der Maschinist, Maat oder Obermaat. Die kamen von der Ausbildung aus Prora. Und als letztes (auch ich) Funker/Decksmann waren Matrose oder Obermatrose. Wir wurden in Oranienburg ausgebildet. Das waren alles 1,5 jährige. Die Maschinisten waren meist 3 jährige und die Bootsführer ab 10jährige. Bewaffnet waren wir mit jeder seiner AK, Bootsführer hatte noch eine Makarow dabei und der Maschinist ein SMG. Eine der üblichen Holzkisten mit Munition für die Maschinenpistolen, ein paar Handgranaten sowie Leuchtmittel und der Maschinist 2 Magazine fürs SMG mit je 300 Mumpeln. Ich (Funker) war noch für die Verpflegung verantwortlich, was wir aber auch oft gemeinsam organisiert haben. So mussten wir unendlich viele Male die Eisentreppe von Vier hinab und hinauf laufen. Dienst hatten wir rund um die Uhr immer (täglich) im Wechsel Frühschicht – Spätschicht – Nachtschicht. Die Zeiten weiß ich nicht mehr so genau. Aber mit der Vor- und Nachbereitung waren es so um die 10 Stunden. Wir waren auch gut bepackt, als wir immer die Treppe runter mussten. Vor allem der Maschinist hatte ein SMG mit Zweibein sowie 2 200 Schuss Magazine zu schleppen.

Mit freundlicher Genehmigung von BZ-Boizenburg einarbeiten, Internet Internet Forum DDR- Grenze, Seite Elbgrenze

Bericht von BZ Boizenburg:

Allerdings hatten wir nicht nur 3 Boote sondern mindestens 6 Sommer- und ein Winterboot. Das Winterboot wurde immer bei Wintereinbruch in Dömitz abgeholt. Also das sogenannte Winterboot W12 oder das neuere W13 war bis 10cm Eisstärke zugelassen, bei Schollen oder Brucheis noch mehr. Der Antrieb bestand hier aus einem 6 Zylinder Reihendiesel, derselbe wie im Mähdrescher von Fortschritt. Das W13 hatte dann sogar einen 8 Zylinder Reihenmotor, damit kam es auf 36 km/h. Die GSB 66 hatten einen geschweißten und genieteten Alubootskörper, das waren die mit den Volvomotoren. Die Nachfolger hatten keinen Plastekörper, sondern er bestand aus Glasfaserverstärktem Polyesterharz. Diese hatten zwei SIL-Motore sowjetischer Bauart. Das hydraulische Wendegetriebe war aus DDR-Entwicklung und schluckte jeweils 30 PS der Motorenleistung Aber es kamen immer noch jeweils 110 PS an jeder Schraube an. Erwähnen möchte ich noch das die Aluboote mit 2 V6- Volvo- Motoren je 150 PS hatten und die etwas neueren; auch in den Alubooten eingebauten, waren dann 2 6-Zylinder Reihenmotore mit je 170 PS. Später hab ich mich mit Motoren und so nicht mehr beschäftigt. Nicht so schlimm; es gibt ja genug die sich damit auskennen.

Mit freundlicher Genehmigung von BZ-Boizenburg einarbeiten, Internet Internet Forum DDR- Grenze, Seite Elbgrenze

Das folgende Bild:

Mit freundlicher Genehmigung Bild und Bericht von BZ-Boizenburg, Internet Forum DDR- Grenze, Seite Elbgrenze


Bericht von seam:

Ein guter Bekannter (Vierkrug) übermittelte mir folgende Informationen zu den Grenzsicherungsbooten:

Die Grenzsicherungsboote der Klasse GSB 066 wurden zwischen 1967 und 1980 bei der VEB Jachtwerft Rechlin gebaut. Der Antrieb erfolgte über 2 x Aquamatic – Volvo-Penta- Antriebe (Aquamatic + Motor) zusammen 449 PS.

Verdrängung: 4,08 t, Länge: 9.65 m, Breite: 3,20 m, Tiefgang: 0,69 m, 53 km/h. Die Grenzsicherungsboote der Baureihe GSB 075 wurden von den Grenztruppen der DDR auf der Elbe sowie auf den Binnengewässern um Berlin eingesetzt, und ersetzten dort die Vorgängerversion GSB 066. Die GSB 075, die aus der Baureihe 075.7 stammen, wurden zwischen 1979 und 1983 ebenfalls auf der Schiffswerft in Rechlin gebaut. U.a. auch 27 Boote dieses Typs für die damalige CSSR. Die Prager Polizei hatte diese Boote noch 2004 auf der Moldau im Einsatz.

Die technischen Daten des GSB 075 – Motorisierung: 8 Zylinder ZIL Typ ZMZ 41/ Ottomotoren (Import Sowjetunion) Leistung dieser Baureihe: 2x 140 PS /

Bootsdaten: * Länge: 9,75 m, * Breite: 3,20 m, * Tiefgang: 0,46 m, * Höchstgeschwindigkeit: 45 – 50 km/h

Ergänzende Angaben zum GSB 066.

Maschinentyp: 2x AQ – Volvo-Penta (Import Schweden)

Es gab 3 Motorvarianten in 4 Leistungsstufen dieser Baureihe:

Typ 066 hatte 6-Zylinder V-Motore 2x 150 PS

1. Modernisierung Typ 066 M mit 6-Zylinder Reihenmotor 2x 170 PS oder 2x 175 PS

2. Modernisierung Typ 066 M1 hatte 8-Zylinder V-Motore 2x 225 PS: 1971 wurden 30 Boote mit CSSR-Importradar Typ Tesla nachgerüstet.

Mit freundlicher Genehmigung von seam, Internet Forum DDR- Grenze, Seite Elbgrenze

Aus einer NVA-Zeitschrift(?):

„Sie sagen Schmuckkästchen zu ihrem Boot

„Unser tägliches Handeln und Tun ist für uns Politik:“ Stabsobermeister Andreas Salomo, Kommandant des Grenzsicherungsbootes 743, weiß, wovon er spricht. Ruhe, Ordnung und Sicherheit an der Staatsgrenze sind unerlässlich; Insofern gewinnt ein vorbildlicher Grenzdienst immer mehr an Gewicht. Andreas Salomon – mit diesem Namen verknüpfen Motorenmeister Maat Jörg Kunert und MPi-Schütze André Kunert sicheres Auftreten, Fachwissen und Zuverlässigkeit. Seit 1983 havariefrei und im gegenwärtigen Ausbildungsjahr mehr als 800 Liter VK eingespart – eine solche Bilanz kann sich sehen lassen. Und noch etwas: Außerhalb der normalen Wartung hat die Besatzung weit mehr als 100 Stunden ihrem Boot gewidmet. So nimmt es nicht wunder, wenn sie dieses liebevoll als ihr Schmuckkästchen bezeichnen.

Text: Kapitänleutnant Hartmut Rühr, Truppenteil Robert Abshagen“

Bericht von zweedi 08:

Die Taucher an der Elbgrenze waren in Dömitz bei der 8. Pionierkompanie angesiedelt. Sie gehörten zum Bergungstrupp und hatten so um 1975 zwei eigen Boote vom Typ wie die Bootskompanie. Ein Boot wurde zu Übungszwecken in der Havel bei Havelberg versenkt und dann mit schwerer Technik und den Tauchern wieder geborgen. Bis 1983 wurden die Taucher nicht in der Elbe eingesetzt (gab keine Unfälle mit GS- Booten). Zum Einsatz kamen die Taucher aber öfters im Hafen Dömitz, wenn wieder jemand seine MPI oder sein Funkgerät im Hafen versenkt hat. Zu dieser Zeit war ja so einiges möglich, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Die Grenzlinie wurde ja analog der alten Grenzen von Hannover, Preußen usw. durch alliierte Kommissionen festgelegt. Aber da wurden ja eigentlich auch nur 2 Fehler begangen, zum einen das Amt Neuhaus. Da waren aber die Briten mit einverstanden, dass es zur russischen Zone kam.. Es ging da ganz einfach um logistische Überlegungen. Der Bereich war schlecht zu erreichen. Der zweite Fall wo der Kommission ein Fehler unterlaufen war, ist bei der Ortschaft Offleben passiert. Da wurde eigentlich der Teil Preußisch Offleben der britischen Zone zugeschlagen, obwohl er auf dem Gebiet der russischen Zone lag. Als das die Russen 1952 korrigieren wollten, scheiterten sie am Widerstand der Briten, des BGS und auch der Bevölkerung. Also blieb es da auch beim Alten. Vielleicht haben aber andere noch aus ihren Regionen Beispiele für Grenzziehungen dieser Art. Ich kann das auch bestätigen, dass es 1978 noch 2 Baracken waren. Zu der Zeit muss aber schon der größte Teil der Bootskompanie in der Theodor-Körner-Kaserne gewesen sein, denn 1978 war ich im Objekt am Hafen zur Ausbildung der Militärkraftfahrer (Krad) als Hilfsfahrschullehrer abkommandiert. Die Fahrlehrer waren aus Grabow (GR8). Die Fahrzeuge für die MKF-Ausbildung standen in den Garagen GBII. War irgendwie Richtung Ortsausgang am Institut für Lehrerbildung vorbei und dann linker Hand. In einem anderen Tr. und in der Galerie (Kaserne Dömitz) habe ich ja schon geschrieben das 1976-1977 schon Teile der Bootskompanie beim Bootsinstandsetzungszug in der Theodor-Körner-Kaserne neben der Pik 8 und dem Med.-Punkt untergebracht waren.

Mit freundlicher Genehmigung von zweedi0(, Internet Forum DDR Grenze, Seite Elbgrenze

Bericht von Schwarzfuß:

Das einzige, was heute noch an die frühere Zeit erinnert, ist der Garagenkomplex und das Ledigenwohnheim? Ansonsten ist da ja wirklich alles platt gemacht worden – gut, die Holzbaracken waren schon zu meiner Zeit (1987) total runter:

- Kachelöfen für jedes Zimmer, einzeln vom Gang aus zu befeuern (herrliche Strafarbeit!) – marode Elektrik – undichte Fenster und Türen – die Keule ist im Gang an jeder zweiten Granitplatte hängen geblieben – Regenwasserschäden an Decke und Wänden etc. Nur der Küchentrakt bzw. Speisesaal war massiv gemauert und sofern ich weiß auch erst später errichtet worden. Alles in allem spiegelte dieser Stab so Ende der 1980iger herrlich den Ist- Zustand des gesamten Landes wieder. Am hässlichsten habe ich allerdings noch die Objektwachen in der Weihnachtszeit in Erinnerung: keinen Urlaub, „gefangen“ in diesem Kuhdorf und vor allem wehte in den Nachtaufzügen bei -15°C dann immer dieser frische Spekulatiusduft aus der Fabrik herüber – da juckte dann schon ab und an der Finger (der Wachturm stand übrigens ungefähr da, wo die Straße den Knick in den Wald macht – dort standen auch immer die Dorfschönsten). Ich finde die Neunutzung des Geländes ganz gut gelungen (sofern man sich mit Reihenhaussiedlungen anfreunden kann), das Waldbad gibt es ja noch und die Garagen sind unter den Bewohnern der Altneubauten sicher auch weiterhin begehrt.

Der Rest konnte gern weg – bisschen Wehmut ergreift mich dennoch: leider durfte ich der Bulldozerorgie nicht persönlich beiwohnen.

Von der Wache aus konnte man genau gegenüber auf die Blöcke gucken. Die MHO war dann in dieser Baracke, Eingang gegenüber des U-förmigen Gebäudes, in die Verwaltung gelangte man von der Vorderseite aus. Der kleine Schießstand war hinter der BA-Kammer, die Hundezwinger befanden sich hinter und eine verrottete Sturmbahn sowie der Hundeübungsplatz neben dem Park zaunseitig.

Waffenentladeplatz neben dem Haupttor Richtung Wald/Garagen, die Tankstelle gleich rechts, Anfang Parkgelände. In dem Zusammenhang und nach durchwachter Nacht habe ich noch eine von mir unterschlagene Baracke „eingezeichnet“ – die Nummer 12 – dort war die Grenzsicherungskompanie (Pioniere, Ausrüstung, Wartung).

…. und ca. in Höhe Wachturm befand sich noch ein Hubschrauberlandeplatz, auf welchem zu meiner Zeit mal der Baumgarten einflog, nachdem sich ein Grenzsicherungsoffizier abgesetzt hatte.

Mit freundlicher Genehmigung von Schwarzfuß, Internet Forum DDR Grenze, Seite Grenzregiment Grabow

Bericht von Zweedi08

Aber hallo, als ich noch in der 8. Pionierkompanie in Dömitz im Taucherzug war, hatten wir auch so ein Grenzsicherungsboot. Zu Übungszwecken haben wir damit auf der Havel, dann oft mal „wilde Sau“ gespielt. Da unser Boot nicht gedrosselt war, konnte man damit (fast) auf der Stelle richtige, runde Löcher in die Wasseroberfläche pflügen. Spaß haben wir schon gehabt. Wenn die Neuen kamen, durften die zum Spaß auch mal mit der Hand solange am Propeller drehen bis das Öl im Z-Antrieb geschmeidiger ist. War natürlich totaler Unfug, hat uns aber viel Spaß bereitet weil, die dann schon mal so 20 Minuten mit der Hand im kalten Wasser (natürlich ohne Sinn) gedreht haben.

Angeln, ja Hechte gab es in den Löchern zwischen Elbe und Zaun, davon kann man heute nur träumen. Wir haben da Exemplare geangelt, da konnte man „Sie“ zu sagen. Übrigens zu euerm Winterboot haben wir immer „Eisenschwein“ gesagt. Ich möchte noch was zur Stahltreppe beitragen. Die Treppe wurde irgendwann zwischen 1975 und 1977 durch die 8. Pionierkompanie erbaut. An das genaue Jahr kann ich mich nicht erinnern, war aber selbst dabei. Die Stahlkonstruktion wurde von der „Firma Lüth“ aus Boizenburg angefertigt und die Fundamente von der Pik 8. Der Aufbau der Stahltreppe erfolgte dann auch durch die Pioniere. Der Beton für die Fundamente wurde oben noch mit Rutsche gegossen. Weiter unten musste der Beton mit Eimer runter befördert werden. Es wurde eine Kette am Hang gebildet und Eimer für Eimer durchgereicht. Das waren so einige Tonnen Beton, die da bewegt wurden.

Mit freundlicher Genehmigung von Zweedi08, Internet Forum DDR Grenze, Seite Elbgrenze

Bericht von BZ-Boitzenburg:

Ganz unten, wo die Grenze einen Knick gemacht hat und dann von der Elbe weg ging war doch ein ziemlich großer Turm. Oder? War der mit einem MG bestückt? Da sind wir nämlich mal mächtig ins Fettnäpfchen getreten! Wir wie so oft AK bis zum Ende der Grenze und dort wo der Turm stand 180°-Wende bei voller Fahrt. Da haben die Leute auf dem Turm (denk ich mal) Grenzalarm ausgelöst und gemeldet, das Boot will abhauen. Die konnten ja nicht wissen, dass wir fast auf der Stelle wenden konnten. Evtl. waren´s auch „Neue“. Jedenfalls, wir haben das ja erst mal nicht mitgekriegt, kamen 30min später 2 Boote AK an und wir wurden abgelöst und zur Einheit zurückgebracht. Die haben uns erst mal nichts gesagt. Dann ging das Verhör los, was auch schnell wieder vorbei war. Resultat der ganzen Sache: Von da an mussten wir einen sicheren Abstand von der Stelle halten. Durften nur noch ein kleines Stück Elbabwärts fahren. Genau weiß ich das nicht mehr. War so ungefähr die Hälfte zwischen Dömitz und Boizenburg – glaube so bis Neu Darchau und abwärts bis zum Ende der Grenze. Früher hatte man die Elbkilometer im Kopf, heute habe ich keine Ahnung mehr. Meist mussten wir an einer Stelle liegen oder Ankern und „beobachten“. Und das mehrmals woanders pro Schicht. Wo´s gerade „Gebrannt“ hat, haben wir von den „Grünen“ Grenzern bekommen. Wenn wir allerdings mal Bock hatten, haben wir auch schon mal paar Runden gedreht. War ja von Land nicht alles einzusehen. Ja, so war das. Zu welcher Zeit. Wir sind mal da oben irgendwo (weis nicht mehr wo´s war) in dichten Nebel gekommen. Unser Boot hatte kein Radar oder es war defekt? Ich meine, wir sind da nicht reingefahren aber wir lagen da in der Spätschicht und abends zog Nebel auf. Als wir dann zurück mussten sind wir von der Buhne runter und losgefahren aber nur langsam. Hast nichts gesehen. Ich als „kleinster“ musste mich auf den Bug setzten und mit dem Bootshaken immer prüfen wie tief es noch war. Ging ne ganze Weile, dann hatte ich Grund. Wir wussten nicht wo wir waren. An Land gegangen und am Ufer lang bis wir eine Boje gefunden hatten. Oh je – die war Schwarz/weiß. Nichts wie runter, wieder aufs Boot und weiter Stromabwärts. Bekannterweise waren die Bojen „drüben“ Schwarz/weiß und auf der DDR-Seite Rot/weiß. Irgendwann kam dann ein Boot mit Radar, was wir über Funk angefordert hatten und hat uns nach Hause geholt. Stell Dir mal vor da hätte jemand bewaffnete DDR-Grenzer im Westen gesehen!!??!! Haben wir niemand erzählt, mit den Fischen war das so eine Sache. Bei uns haben welche Aale und Hechte geangelt. Auf unserem Tanklager im Hafen lag ein Kopf eines der Hecht mit einem Streichholz im Maul damit es offen bleibt zum trocknen. Hatte einer geangelt. Die Aale haben sie immer dem Pförtner an der Elbewerft gegeben. Konnte man wegen dem katastrophalen Elbwasser nicht essen. Der Pförtner hat sie wohl noch ewig zu Hause „entschlackt“ um sie dann zu schlachten.

Mit freundlicher Genehmigung von BZ-Boizenburg, Internet Forum DDR Grenze, Seite Elbgrenze

Bericht von Rotrang:

Wollte mal wieder etwas aus der Versenkung holen und ich hoffe, da es ein Grenzer Thema ist und einen kleinen Einblick vom Dienst an der Elbe vor 45 Jahren. Feindwärts gab zur unser damaligen Zeit nicht, wir kannten den Begriff an vorderste Linie schon eher. Mein persönliches Erlebnis an dieser sogenannten Linie war der Fußmarsch verbunden mit einer Kontrolle des Ufers sowie der Buhnen. Der Befehl sah vor den gesamten Abschnitt nach Klamotten und allem möglichen abzusuchen. Der oder die Leute, die diesen Dienst hinter sich bringen mussten, hatten eine Arschkarte gezogen, an Härte und Kraft sowie Ausdauer kaum zu überbieten mit normalem Grenzdienst. Das ständige hoch und runter gehen der Buhnen sowie das Elbufer, welches an manchen Stellen mit Schwemmsand angefüllt war, flößte uns einen Heidenrespekt ein. Solch eine Schicht dauerte schon 10-12 Stunden je nach Länge des Abschnittes. Für uns war das der Dienst an vorderste Linie, weiter nach vorn ging es nicht, da ja der Strömungsverlauf der Elbe, gleichzeitig die Fahrrinne der Schiffe war und ab und an ein Zollboot am Buhnenkopf fest machte. Im gesamten Abschnitt der 9.Gk gab es 2 Holztürme, und somit eine Überwachung der Uferstreife nicht erfolgen konnte und die Kradstreife auf dem Deich konnte uns auch nicht immer im Blick haben, da das Vorgelände stellenweise bis zu 1000m Tiefe hatte. Ein Erlebnis werde ich nie vergessen, wie die Zollbootsbesatzung“Schnackenburg“ uns mit Dienstgrad und Name Ansprach, für die Zöllner muss es ein Feiertag gewesen sein, als sie unsere Gesichter sahen.

Die Güst Cumlosen lag 2,5 km vor der eigentlichen Grenze, hier wurde der gesamte Schiffsverkehr auf der Wasserstraße kontrolliert. Nochmals 5 km vorher wurde das Gebiet von der VP bestreift, um fremde Person ausfindig zu machen. Sollten Personen es doch geschafft haben ans Wasser zu gelangen, waren noch Grenzsicherungsboote im Einsatz, die mittels Radar jede Bewegung auf dem Wasser feststellen konnten. Dein von dir geschilderter Taucher Einsatz war bedeutungslos, weil genaue Kenntnisse vom Strömungsverlauf der Elbe kaum zur Verfügung standen. Die Elbe hat an manchen Stellen eine Strömungsgeschwindigkeit von bis zu 6 m/s und da möchte man sich aber schon ganz sicher sein, dass du als Taucher nicht an einen Buhnenkopf landest.

Mit freundlicher Genehmigung von Rotrang, Internet Forum DDR Grenze, Seite Elbgrenze

Bericht von Vierkrug:

Ergänzend noch die Gefahr durch die Strudel, die sich an den Buhnenköpfen bildeten – sie haben so manchem Schwimmer aus Boizenburg und Umgebung das Leben gekostet, zu Zeiten wo man in der Elbe noch baden konnte/durfte. Das Durchschwimmen der Elbe war auf Grund ihrer hohen Strömungsgeschwindigkeit immer mit einem Risiko behaftet – nicht nur durch den Abtrieb. Auch als geübter Schwimmer war man ganz schön gefordert. Die Grenzer standen oftmals auf dem Deich und beobachteten das Treiben. Als Sporttaucher, der auch das Strömungstauchen beherrscht, würde ich auch heute niemals den Versuch unternehmen, die Elbe zu durchtauchen. Es gibt Gewässer/Flüsse, die einem auch andere Grenzen aufzeigen.

Mit freundlicher Genehmigung von Vierkrug, Internet Forum DDR Grenze, Seite Elbgrenze

Bericht von EK 81/2

Was mit dem Bunker am ehemaligen KC – Turm in Vier auf sich hat weiß ich auch nicht. Ist mir damals nicht so aufgefallen. Auf dem BT 9 an der Sude habe ich mal ein Gewitter vom feinsten mit gemacht. Wir kamen als KS gerade noch rechtzeitig dort an, so dass wir uns auf dem Turm retten konnten und dann ging das Gewitter los. Über mehrere Stunden hinweg. Das Interessante daran war, dass das Gewitter auf der Westseite in Richtung Elbberge hoch zog und auf der Ostseite wieder runter kam. Und das über Stunden hinweg, war echt super Schauspiel gewesen.

Mit freundlicher Genehmigung von EK 81/2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Elbgrenze

Bericht von Grenzergold:

Bei der starken Strömung und den Strudeln musste man schon ein guter Schwimmer sein. Wir hatten den Fall eines missglückten Grenzdurchbruchs. Der Schwimmer hatte es nicht geschafft. Sei es durch Entkräftung oder Herzversagen. Die Wassertemperaturen sind im November nicht gerade optimal. Eine UKS-Streife (Uferkontrollstreife) hatte seine Sachen gefunden. Da aber keine Erfolgsmeldung von Gegenüber kam, sollten wir verstärkt die Wasseroberfläche beobachten. Durch einen beißenden Geruch wurde die Wasserleiche im folgenden Jahr, April oder Mai entdeckt. Sie hatte sich an einer Buhne im Gestrüpp verfangen. In einem Beitrag las ich was von einem U- Boot, um die Elbe zu durchqueren, sehr optimistisch. Es lagen zu jeder Schicht Schnellboote draußen.

Mit freundlicher Genehmigung von Grenzergold, Internet Forum DDR Grenze, Seite Mein Leben als DDR Grenzsoldat

GRENZREGIMENT-24 „FRITZ HECKERT“ STANDORT SALZWEDEL

Bezirk Magdeburg

3560 Salzwedel, Siedlung des Friedens, PF: 80643

Tarnname: Täuschung, Gründung: 1961, Truppenfahne übergeben am 07.10.1962, Übernahme der Truppenfahne durch Oberstleutnant

Heiner. (1. Truppenfahne wurde 1958 durch General Ludewig übergeben), Ehrennamen „Fritz Heckert“ verliehen am: 03.03.1977, um 15.00 Uhr auf dem Appellplatz Kaserne Salzwedel. Im Auftrag des Ministers überreichte der Kommandeur GKN Generalmajor Bär diese Auszeichnung und heftete die Namensschleife an die Regimentsfahne.

Zu sichernder Grenzabschnitt: Schnittpunkt Elbgrenze – Landgrenze bis Straße von Brohme nach Mellin (Grenzsack, jetzige B248, damalige Kreisgrenze Klötze/Salzwedel).

Länge des Grenzabschnitts: 105 km

Grenzsäulen: rechte Grenzsäule: Nr. 285

linke Grenzsäule: Nr. 557 (Großer Graben)

Besonderheiten im Grenzabschnitt: Übergang Elbgrenze zu Landgrenze, große Waldmassive und der Arendsee.

Rechter Nachbar: Grenzregiment-8 Grabow

Unmittelbar angrenzend: 6.Grenzkompanie Gandow/II. Grenzbataillon Dömitz/GR-8

Linker Nachbar: Grenzregiment-23 Kalbe

Unmittelbar angrenzend: 1. Grenzkompanie Jahrstedt/I. Grenzbataillon Oebisfelde/Grenzregiment-23 Kalbe

Äußerste rechte Linieneinheit vom GR-24: 1. Grenzkompanie Aulosen/I. GB Ziemendorf

Äußerste linke Linieneinheit vom GR-24:

8. Grenzkompanie Nettgau/II. Grenzbataillon Bonese

Letzter Kommandeur: Oberst Meckat

Direkt unterstellte Einheiten:

Nachrichtenkompanie-24, Instandsetzungskompanie-24, Pionierkompanie-24 Peckfitz, Munitionslager Peckfitz,

Pioniergerätelager, Med.PK-24 Salzwedel

I. Grenzbataillon Ziemendorf

1. GK Aulosen, 2. GK Kaulitz, 3. GK Hoyersburg,

4. GK Seebenau, KpSiGsi Ziemendorf

II. Grenzbataillon Bonese

5. GK Dahrendorf, 6. GK Neuekrug, 7. GK Hanum,

8. GK Nettgau, KpSiGsi Bonese

III. Grenzbataillon Salzwedel

9. GK Gollensdorf, 10. GK Brietz, 11. GK Henningen,

12. GK Mellin

Die Grenzübergangsstellen im Bereich des GR-24:

Straße: Dumme (DDR-F 71) nach Bergen (BRD-B 71), SIZ in Seebenau Schulungsobjekt Steimke, Schießplatz Berge

Reserveobjekte: Riebau, Holzhausen, Diesdorf, Jübar

Die verliehenen Auszeichnungen


Ehrenname: „Fritz Heckert“ 03.03. 1977
1978: Fritz-Heckert-Ehrenbanner FDJ-GO des TT
1979: Ehrenbanner Deutsch-Sowjetische Freundschaft überreicht durch Erich Mückenberg Präsident der Gesellschaft Deutsch-Sowjetische Freundschaft dem GR-24
1974: Ehrenurkunde des ZK der SED GB Ziemendorf
1978: Ehrenbanner der GK Riebau und Diesdorf, FDJ- GO des TT
1978: Grenzabschnitt der hohen Zuverlässigkeit GB Ziemendorf
1981: Singegruppe Einheit Hoyersburg „Arthur-Becker-Medaille“ „Ausgezeichnetes Volkskunstkollektiv“ „Kollektiv der Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft“
1981: Ehrenbanner FDJ-GO Nachrichtenkompanie und Grenzkompanie Hoyersburg, Brietz und Neuekrug
1981: Ehrenschleife zum Ehrenbanner FDJ-GO Grenzkompanie Riebau

Die Regimentskommandeure


1946 Oberrat Jecht
1959 Major Heiner, Alfred
1962 Oberstleutnant Heiner, Alfred (später Oberst)
1964 Oberstleutnant Bergmann, Herbert
1969 Oberstleutnant Metzlich
1971 Oberstleutnant Geschke, Hans
1972 Oberst Nußbaum, Horst
1980 Oberstleutnant Geschke, Hans
1982 Oberstleutnant Meckat

Die Geschichte des Truppenteils

Im November 1946 wurde das Grenzüberwachungskommando I Salzwedel aufgestellt. Er bestand aus 9 Posten zu je 10 Polizisten. Dabei hatte ein Posten einen Grenzabschnitt von 8 bis 15 km zu sichern.

Dieser Grenzabschnitt begann an der Elbe bei Aulosen und endete in Wiewohl und war zirka 100 km lang. Im März 1947 wurden die Grenzpolizisten von der zweiten in die erste Linie an der Grenze verlegt. Der erste Abschnittsleiter war Polizeioberrat Jecht. Der Abschnitt Salzwedel wurde in einer Zeit von mehreren Wochen zur Kommandantur umformiert. Dabei wurde der Abschnittsstab Ende September 1947 (Sitz ehemalige Gaststätte „Kronprinz“ vor dem Lüchower Tor Salzwedel) in Kommandantur umbenannt. Die Grenzpolizeiabteilung wurde am 06.11.1947 gegründet. Sie hatte den Grenzabschnitt Elbe bis Stapelburg (Harz). Dieser war in 5 Kommandanturen unterteilt. Dabei war die 1. Kommandantur Salzwedel unterteilt in 11 Kommandos, von Gollensdorf bis Lagendorf. Ende 1948 gab es eine zahlenmäßige Verstärkung und eine neue Dislozierung. Nunmehr gab es die Abteilung Salzwedel von der Elbe bis Wiewohl. Die Abteilung untergliederte sich in 3 Kommandanturen:

Gollensdorf (21 Kommandos), Salzwedel (14 Kommandos),

Henningen (18 Kommandos). Der Stab der Abteilung verblieb im Objekt Salzwedel und als Kommandeur fungierte weiterhin Polizeioberrat Jecht. Im Herbst 1948 wurde aus der Abteilung die Grenzbereitschaft Salzwedel gebildet und zur gleichen Zeit wurden die ersten „PK-Leiter“ eingesetzt. Im April 1949 gab es eine Verstärkung der Grenzbereitschaft Salzwedel. Jedes Kommando hatte jetzt 18 Grenzpolizisten. Folgende Struktur: Grenzbereitschaft-24 Salzwedel

Kommandantur Gollensdorf (später Arendsee), Kommandantur Salzwedel und Kommandantur Henningen (später Dähre).

Jede Kommandantur hatte 4 Grenzpolizeikommandos mit je 38 Grenzpolizisten. Jedes Grenzpolizeikommandos hatte ständig 4 Posten a 2 Grenzpolizisten zum Grenzdienst zu stellen. Deren Dienstzeit betrug 8 Stunden. Die sowjetischen Einheiten lagen zu der Zeit in den Orten Ziemendorf (Waldmassiv, später Pionierferienlager), Ritze (später Stab) und Kleistau (Gebäude wurde abgerissen). Der Aufbau des 10 m Kontrollstreifens stellte in den großen Waldmassiven ein Problem dar. Die eigenen Kräfte und Mittel reichten dafür nicht aus, dazu bekamen sie Hilfe aus den Grenzorten. Besonders kompliziert war es in den Grenzorten Stresow, Waddekath und Haselhorst, da diese unmittelbar an der Grenze lagen. Im Jahre 1954 gab es Veränderungen beim Verlauf des 5 km Sperrgebiets. So wurden der Bahnhof Binde/Kaulitz und der Haltepunkt Kläden aus dem Sperrgebiet herausgenommen. Ende 1955 wurde eine schwere Reservekompanie in der Grenzbereitschaft Salzwedel geschaffen. In der Truppenübung 1955 im Raum Hestedt – Seebenau wurde die gewachsene Kampfkraft gezeigt. Im Jahr 1956 wurde diese mit schwerer Bewaffnung ausgerüstet, zwei 57-mm-Panzerabwehrkanonen, eine Anzahl von Maschinengewehren und vier bis sechs Schützenpanzerwagen. Ab 1957 gab es eine Strukturveränderung. Die Grenzbereitschaft Salzwedel gehörte zur neu gegründeten 2. Grenzbrigade Magdeburg und ab 1961 zur Grenzbrigade Kalbe/Milde. Am 07. Oktober 1958 wurde die Truppenfahne an die Grenzbereitschaft Salzwedel durch General Ludewig (Chef der Deutschen Grenzpolizei) auf einem Appell in der Stadt Salzwedel übergeben. Kurz danach wurden die ersten Grenzpolizisten durch den Brigadekommandeur Oberstleutnant Gaing vereidigt. Im Jahr 1961 wurde das Grenzregiment-24 Salzwedel gegründet Am 07. Oktober 1962 erhielt das nun mehr gegründete Grenzregiment Salzwedel die neue Truppenfahne. Ab 25.10. 1961 gab es eine neue Struktur. Der Grenzabschnitt wurde auf 75 km festgelegt. Es gab drei Grenzbataillone (jedes hatte 3 Grenzkompanien) und eine Reservekompanie. Im April 1962 wurde die Batterie aufgelöst und die schwere Bewaffnung an die Landstreitkräfte übergeben. Ende 1961 gab es nur wenige Drahtsperren und 2 bis 3 Holzbeobachtungstürme je Grenzkompanie. Dazu wurde im Abschnitt Bonese die erste Sperre auf zwei Pfählen errichtet. Nach dem Errichten der neuen festen Unterkünfte, übernahm die Grenzkompanie Kaulitz das erste Kompaniegebäude. 1963 wurde im Grenzregiment ein Ausbildungsbataillon gegründet, es ging aus der Reservegrenzabteilung hervor. Am 07.10.1964 wurde der Kaserne GR-24 der Name „Fritz Heckert“ verliehen. Bei der in der Mitte der sechziger Jahre erfolgten Überprüfungen, hatten die Grenzkompanien Kaulitz und Riebau die besten Ergebnisse. 1974 erhielt das Grenzbataillon Ziemendorf eine Ehrenurkunde vom ZK der SED, unterzeichnet von E. Honecker.

Im Herbst 1973 gab es eine Inspektion des Ministeriums für Nationale Verteidigung. Sie wurde mit guten Ergebnissen abgeschlossen. Die besten Leistungen brachte das Grenzbataillon Ritze und die Grenzkompanien Kleebaum und Klähn, sowie die Grenzkompanien Oldenburg und Frister. Am 07.10.1977 wurde dem Grenzregiment und der Kaserne des Stabes GR-24 der Name „Fritz Heckert“ verliehen (dazu gab es den Tagesbefehl des Ministers für Nationale Verteidigung Armeegeneral Hoffmann vom 01. März 1977). Im Ausbildungsjahr 1977/78 wurde zum ersten Mal eine 100% Grenzsicherung erreicht. Die FDJ-GO GR-24 erhielt den Ehrennamen „Fritz Heckert“ und ein FDJ-Ehren-Banner. Die Grenzkompanien Riebau und Diesdorf erhielten ein Ehrenbanner. Eine weitere Inspektion gab es 1980, auch sie wurde mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen. Hier erreichten die besten Ergebnisse die Grenzkompanien Brietz, Gollensdorf und Dahrendorf.

Viele Soldateninitiativen zeugten von einer guten Bereitschaft zur Sicherung der Grenze. Es waren die Grenzkompanien Hoyersburg, Dahrendorf, Neuekrug und Diesdorf, sowie Bonese. Auch gab es eine enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, wie die Grenzkompanie in der Gemeinde Lagendorf. Die Singegruppe „Leutnant Lutz Meier“ (bestehend aus Grenzsoldaten der Einheit Hoyersburg und den Lehrlingen vom VEB Gartenbau Salzwedel) hatten schon 1981 166 Auftritte und wurden mit der „Arthur-Becker-Medaille“ und mit dem Titel „Kollektiv der Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft“ geehrt.

In allen Grenzorten bestanden Freiwillige Helfergruppen, besonders aktiv war die FHG im Ort Lagendorf. Die Arbeitsgemeinschaft „Junge Freunde der Grenzsoldaten“ und die Arbeitsgruppe „Junge Grenzhundeführer“ (Grenzbataillon Ziemendorf) arbeiteten regelmäßig. Auch das Trainingszentrum Ringen (Gründung 1976) leistete eine gute Arbeit, besonders im Grenzort Henningen. Im Jahr 1979 wurden das sowjetische Patenregiment (Garde-Mot.-Schützen-Regiment Berlin, Standort Stendal) und das Grenzregiment-24 mit dem „Ehrenbanner der Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft“ ausgezeichnet. Dieses Ehrenbanner überreichte Erich Mückenberger, der Präsident der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft. Am 10.03.1981 wurde in Salzwedel (V. Delegiertenkonferenz der FDJ-Organisation des Verbandes) das rote Ehrenbanner an die FDJ-Grundorganisationen der Nachrichtenkompanie und der Grenzkompanie Hoyersburg, Brietz und Neuekrug verliehen. Die Ehrenschleife zum Ehrenbanner erhielt die FDJ-GO Riebau. Die besten Ergebnissein der Arbeit der Gewerkschaftsgruppen leisteten die Gewerkschaftsgruppen der Grenzkompanien Kaulitz, Brietz, Aulosen, Neuekrug und Hoyersburg, sowie Grenzbataillon Ritze und Stab GR-24. Am 17. Und 18.05.1983 wurde durch das Truppenteil ein Führungsbeispiel zu Fragen der politischen Agitation durchgeführt. Vor dem Ortsteil Neuhof verlief teilweise im Abstand nun nur einem Meter die Grenze (entlang des Weidezaunes). Zwischen zwei Zäunen war eine Hundelaufanlage. Die Hunde wurden teilweise von den Zöllnern (BRD) gefüttert (Leckerli). Der Ort war bewohnt, wurde aber später abgerissen.

Der Grenzpfahl Nr. 290 befand sich am Stresower See.

Die Zeittafel


1946 Das Grenzüberwachungskommando I Salzwedel wird gegründet. Der erste Kommandeur wird Polizeioberrat Jecht.
1947 Am Anfang Monat März beziehen die Gruppenposten die erste Linie an der Demarkationslinie
1947 Im September wird der Abschnittsstab in Kommandantur umbenannt.
1947 Am 06.11. wird die Grenzpolizeiabteilung Gardelegen gegründet, davon wurde die erste Kommandantur in Salzwedel gegründet. Der Chef war Polizeioberrat Jecht, der Sitz war in der Gaststätte „Schwarzer Adler“ in der Neuperver Straße. Der Kommandantur unterstanden 11 Kommandos. Sie hatten den Abschnitt von Gollensdorf bis Lagendorf zu sichern. In der Mitte des Jahres 1948 wird eine neue Struktur eingeführt. Aus der Kommandantur Salzwedel wird die Abteilung Salzwedel, Abschnitt Elbe bis Wiewohl.
1948 Im Herbst des Jahres wurde aus der Abteilung Salzwedel die Grenzbereitschaft Salzwedel. In der gleichen Zeit wurden auch die erste „PK-Leiter“ eingeführt.
1949 Im April gab es eine Verstärkung der einzelnen Kommandos auf je 18 Grenzpolizisten.
1955 Bildung einer Reservekompanie mit schwerer Bewaffnung und Durchführung der ersten Truppenübung im Raum Hestedt – Seebenau.
1957 Gründung der Grenzbrigaden, die Grenzbereitschaft Salzwedel gehört zur 2. Grenzbrigade Magdeburg.
1958 Übergabe der Truppenfahne am 07.10. durch den General Ludewig (Chef der DGP) und erste Vereidigung in der Grenzbereitschaft Salzwedel durch den Kommandeur der Grenzbrigade Magdeburg Oberstleutnant Gaing.
1959 Neuer Kommandeur wird Major Heiner.
1961 Die 24. Grenzbereitschaft Salzwedel gehört zur Grenzbrigade Kalbe/Milde. Das nunmehr GR-24 erhält am 25.10.1961 eine neue Struktur. Länge des Grenzabschnitts 75 km, 3 Grenzbataillone je drei Grenzkompanien und eine schwere Kompanie.
1962 Im April wird die Batterie aufgelöst.
1962 Am 07.10. erhält das Grenzregiment-24 eine neue Truppenfahne.
1962 Pionier-technischer Ausbau der Grenze, im Abschnitt Bonese gab es die erste Sperre auf 2 Pfahlreihen.
1963 Aus der Reservegrenzabteilung hervorgegangen, wurde das Ausbildungsbataillon-24 gegründet.
1963 Patenschaftsvertrag mit dem sowjetischen Garde Panzerregiment „Berlin“ Standort Stendal.
1964 Im Dezember übernimmt die Kompanie Kaulitz das erste neue Objekt.
1964 Am 07.10. bekam die Kaserne des GR-24 den Namen „Fritz Heckert“ verliehen.
1966 Bei einer taktischen Übung erreichten die Grenzkompanien Kaulitz und Riebau die besten Ergebnisse.
1973 Inspektion durch das Ministerium der Nationalen Verteidigung. Die Grenzkompanie Oldenburg und das Grenzbataillon Ritze erreichten die besten Ergebnisse.
1974 Das Grenzbataillon Ziemendorf wurde im Ergebnis des sozialistischen Wettbewerbs mit einer Ehrenurkunde des ZK der SED (unterzeichnet von E. Honecker) ausgezeichnet.
1977 Im Ausbildungsjahr 1977/78 wurde erstmalig eine 100% Wirksamkeit der Grenzsicherung erreicht. Die FDJ-Mitglieder Stab Ziemendorf errichteten eine Flusssperre über den Aland im Wert von 30.000,00 DM.
1977 Am 03.03. um 15.00 Uhr wurde auf dem Appellplatz Stab GR-24 der Ehrenname „Fritz Heckert“ verliehen. Generalmajor Bär, Kommandeur GKN überreichte die Verleihungsurkunde im Auftrage des Ministers für Nationale Verteidigung.
1978 Die FDJ-Organisation des Truppenteils wurde der Name „Fritz Heckert“ verliehen, sowie ein Ehrenbanner überreicht.
1979 Erreichten in Vorbereitung des 30. Jahrestages der DDR ein Ehrenbanner die Grenzkompanie Riebau und Diesdorf, sowie die Einheit Schneider.
1979 Die Grenzkompanie Ziemendorf wurde mit dem Titel „Grenzabschnitt der hohen Zuverlässigkeit“ ausgezeichnet.
1980 Neuer Kommandeur wird Oberstleutnant Geschke.
1980 Inspektion des Ministeriums für Nationale Verteidigung. Die besten Ergebnisse erreichten die Grenzkompanien Brietz, Gollensdorf, Dahrendorf und die Einheit Schneider.
1980 In Vorbereitung des X. Parteitages der SED brachten die FDJ-Mitglieder hervorragende Leistungen: Grundorganisation Hoyersburg: 500 Arbeitsstunden zur Schaffung von Sicht- und Schussfeld im Grenzabschnitt. Die gleiche Initiative gab es in den Grundorganisationen Dahrendorf, Neuekrug und Diesdorf. In der Grundorganisation Bonese und Stab Bonese wurde der Klubraum neu gestaltet.
1981 Die Singegruppe „Leutnant Lutz Meier“ hatte am 28.10. ihren 1666. Auftritt
1981 Am 09.04. wurden zwei rote Ehrenbanner des ZK der SED an die FDJ-Grundorganisationen der Nachrichtenkompanie und der Grenzkompanie Hoyersburg übergeben. Die Grenzkompanie Riebau erhielt eine Ehrenschleife zu ihrem Ehrenbanner. Die Grenzkompanie Brietz erhielt ein Ehrenbanner.
1982 Die Gewerkschaftsgruppen der Grenzkompanien Kaulitz, Brietz, Aulosen, Neuekrug und Hoyersburg, sowie der Stab GB Ritze und Stab GR-24 erfüllten ihre Verpflichtungen im Kampf um den Titel „Kollektiv des sozialistischen Arbeit“.
1982 Die Kulturgruppe der Grenzkompanie Aulosen erreichte den ersten Platz im Kulturausscheid.
1982 Die FDJ-GO der Grenzkompanie Brietz und Neuekrug erhalten ein Ehrenbanner.
1983 Am 17. und 18.05 wurde ein Führungsbeispiel zu Fragen der politischen Agitation im Truppenteil durchgeführt.
1983 Die Kulturgruppe der Grenzkompanie Hoyersburg errang den ersten Platz im Kulturausscheid.
1983 Das TZ Ringen erreichte, wie auch im Vorjahr den Delegierungsauftrag.
10.11.1989 Um 00.00 Uhr Grenzöffnung der F 71 von Cheine nach Bergen (B 71), auch für Salzwedel.
18.11.1989 Um 06.00 Uhr Grenzöffnung der F 248 von Mellin nach Brome (B 248), auch für Salzwedel.

Fritz Heckert


Er hieß eigentlich Friedrich Carl Heckert, wurde aber Fritz genannt, geboren am 28. März 1884 in Chemnitz. Er starb am 7. April 1936 in Moskau. Seine Eltern waren Messerschmied und Handschuhweberin und waren in der SPD. Fritz Heckert erlernte den Beruf des Maurers.

1902 trat Fritz Heckert in den Deutschen Bauarbeiterverband und in die SPD ein. 1911 lernte er seine Frau Wilma Stammberg kennen. Durch sie lernte Fritz Heckert Lenin kennen, der ihn sehr beeinflusste.

Nach Chemnitz kehrte er 1912 zurück und wurde Gewerkschaftsfunktionär. Er war Mitbegründer der USPD und des Spartakusbundes. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Fritz Heckert Vorsitzender des Arbeiter- und Soldatenrates in Chemnitz und war Gründungsmitglied der KPD. 1920 gehörte er zum Zentralkomitee der KPD an, das er bis zu seinem Tod angehörte. In Moskau leitete er die Gewerkschaftsabteilung der KPD. Kurze Zeit nur, war er Wirtschaftsminister der Sächsischen Regierung. In der Folgezeit arbeitete Fritz Heckert in der Illegalität und wurde 1924 verhaftet. Fritz Heckert errang ein Mandat der KPD bei den Reichstagswahlen 1924 und wurde 1927 in das Politbüro der KPD gewählt. Danach wurde er wieder zur Arbeit in der Komintern nach Moskau versetzt. Kurze Zeit später kam Fritz Heckert wieder nach Deutschland zurück und 1929 wurde er wieder in das ZK und das Politbüro der KPD gewählt. Bei den Zusammenstößen mit der SA wurde Fritz Heckert 1931 schwer verletzt. So ging er wieder nach Moskau, um dort weiter zu arbeiten. Nach der Machtübernahme 1933 wurde nach ihm gefahndet. Bei einem Schlaganfall am 7. April 1936 starb er in Moskau und wurde in einer Urne an der Kremlmauer beigesetzt.

Die wechselnden Strukturen des Truppenteils

1947 Stab Abteilung Salzwedel

Kommandantur Gollensdorf (21 Kommandos), Kommandantur Salzwedel (14 Kommandos), Kommandantur Henningen (18 Kommandos). Dazu gehörten: Drösede A, Drösede B, Ziemendorf, Jeebel, Ritze, Cheine, Seeben, Klein Grabenstedt, Barnebeck und Wiewohl.

1949 2. Grenzbrigade Magdeburg

Stab Grenzbereitschaft Salzwedel

Kommandantur Gollensdorf, Salzwedel und Henningen

Grenzpolizeikommandos jeweils 4

1961 5. Grenzbrigade Kalbe/Milde

Grenzregiment-24 Salzwedel

1. GB, 2. GB und 3. GB, sowie eine Reservekompanie

1963 5. Grenzbrigade Kalbe (Milde)

Grenzregiment-24 Salzwedel (NaKp-24 und Pionierzug Ritze)

I. GB Ziemendorf

1. GK Aulosen, 2. GK Gollensdorf, 3. GK Zießau, 4. GK Kaulitz

II. GB Ritze

5. GK Jeebel, 6. GK Hoyersburg, 7. GK Cheine, 8. GK Seeben, 9. GK Grabenstedt

1988 Stab GR-24 Salzwedel

Direkt unterstellte Einheiten: Stabskompanie Salzwedel, Nachrichtenkompanie, Pionierkompanie

I.GB Ziemendorf

1. GK Aulosen, 2. GK Kaulitz, 3. GK Hoyersburg, 4. GK Seebenau, KpSiGsi Ziemendorf

II. GB Bonese

5. GK Dahrendorf, 6. GK Neuekrug, 7. GK Hanum, 8. GK Nettkau KpSiGsi Bonese

III. GB Salzwedel

9. GK Gollensdorf, 10. GK Brietz, 11. GK Henningen, 12. GK Mellin GÜST-Sicherungszug: Seebenau, Güst Bergen – Salzwedel Reserveobjekte: Riebau, Ritze, Holzhausen und Diesdorf


Letzte Struktur GR-24, 2 Grenzbataillone (I. und II. GB) in der 1. Linie und das III. Grenzbataillon in der Hinterlandsicherung.

Stab Grenzregiment-24 Salzwedel

3560 Salzwedel, Siedlung des Friedens, PF 80643


Luftlinie zum Kommando der GT Pätz 174 km
Luftlinie zum Stab GKN Stendal 50 km
Luftlinie bis zur Grenze 6 km

Die Stadt Salzwedel war nur für kurze Zeit (1946 – 1989) eine Garnisonsstadt. In dieser Zeit wurde auch das Bild der Stadt von Grenzsoldaten geprägt. Der erste Sitz des ersten Stabes war die Gaststätte „Kronprinz“ vor dem Lüchower Tor im Jahr 1947, als Sitz der Kommandantur Salzwedel. Später wurde als neuer Stab eine Kaserne in der Stadt Salzwedel ausgebaut. Am 7. Oktober erhielt diese Kaserne den Namen „Fritz Heckert“. Salzwedel ist eine mittlere Kreisstadt, mit etwa 24.000 Einwohnern. Die Stadt kam 1952 zum Bezirk Magdeburg.

Von April 1971 bis April 1986 war sie auch Standort der Hubschrauberstaffel 16 der Grenztruppen, um danach als Außenstelle vom Standort Nordhausen zu fungieren. Hier waren Hubschrauber Mi-2 und Mi-8 stationiert. Zwischen dem Fuchsberg (Kaserne Stab GR-24) und der Stadt war es ein langer Weg. Soldaten mussten meistens zu Fuß zu den Gastlichkeiten der Stadt gehen.

Dem GR-24 unterstanden direkt folgende Einheiten:

I. Grenzbataillon Ziemendorf, II. Grenzbataillon Bonese,

III. Grenzbataillon Salzwedel, Stabskompanie-24 Salzwedel,

Nachrichtenkompanie-24 und Pionierkompanie-24

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1947 Stab der Kommandantur Salzwedel
1949 Stab Grenzbereitschaft Salzwedel/2.Grenzbrigade Magdeburg
1958 Stab 24. Grenzbereitschaft Salzwedel/7. Grenzbrigade Magdeburg
1961 Stab Grenzregiment-24 Salzwedel/5. Grenzbrigade Kalbe/Milde
1971 Stab Grenzregiment-24 Salzwedel/GKN Stendal
1989 Stab GKK 201 Salzwedel/GBK-2 Magdeburg
1990 teilweise leer stehend oder neu bebaut

Die Grenzbataillone

I. Grenzbataillon Ziemendorf


3552 Ziemendorf Arendeseer Chaussee PF 38977
Luftlinie zum Stab GKN 41 km
Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 24 km
Entfernung zur Grenze 3 km

Der Ort Ziemendorf liegt nördlich vom Arendsee an der Verbindungsstraße Gollensdorf nach Arendsee. Der kleine Fluss Jetzel streift den Ort, der zwischen vielen Wiesen und Wald liegt.

Er hatte rund 200 Einwohner und lag im Sperrgebiet. Am Arendsee etwa 1 km entfernt gab es einen eigenen Badestrand.

Dem I. Grenzbataillon unterstanden folgende Grenzkompanien:

1. GK Aulosen, 2. GK Kaulitz, 3. GK Hoyersburg, 4. GK Seebenau KpSiGsi Ziemendorf, GÜST-Sicherungszug Seebenau

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1947 Kommando Ziemendorf/Kommandantur Gollensdorf/Abteilung Salzwedel
1963 I. GB Ziemendorf/GR-24 Salzwedel
1988 I. Grenzbataillon Ziemendorf/Grenzregiment-24 Salzwedel/GKN Stendal
1989 2. Grenzkompanie Ziemendorf/Grenzkreiskommando-201 Salzwedel/GBK-2 Magdeburg
18.11.1989 Um 06.00 Uhr Grenzöffnung der L 260 von Schmarsau nach Schrampe (L 5), auch für Bewohner von Ziemendorf.
1990 leer stehend
2014 Hotel

Die drei folgenden Bilder mit freundlicher Genehmigung von pik24, Internet Forum DDR Grenze, Bildergalerie




II. Grenzbataillon Bonese


3561 Bonese, Weg nach Schmölau PSF 80650
Luftlinie zum Stab GKN 66 km
Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 22 km
Entfernung zur Grenze 4 km

Der Ort Bonese liegt an der Landstraße zwischen Lagendorf und Rustenbeck. Straßenverbindungen gab es auch zu den Orten Schmölau und Dähre. Die Ziegelei in Bonese war mit der Eisenbahn verbunden. Zu Bonese gehörten auch die Ortschaften Rustenbeck und Winkelstedt. Auf dem Falschheitsberg (103 Meter) in Bonese stand eine Antennenanlage des Mfs (Hauptabteilung III, Funkaufklärung, Funkabwehr).

Der Ort hatte ungefähr 280 bis 290 Einwohner. Aussage von Grenzern: Nach Bonese kam man freiwillig nicht gerne, außer wer zur GK gehörte. Dort war ja auch der Knast und die 2000 vor Ort. Selbst in den Ausgang kamen wir GWDler nicht dorthin. Das blieb den Dreiendern vorbehalten. Dem II. Grenzbataillon unterstanden folgende Grenzkompanie:

5. GK Dahrendorf, 6. GK Neuekrug, 7. GK Hanum, 8. GK Nettkau, KpSiGsi Bonese

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1988 II. Grenzbataillon Bonese/Grenzregiment-24 Salzwedel/GKN Stendal
1989 Reserveobjekt Bonese/Grenzkreiskommando-201 Salzwedel/GBK-2 Magdeburg Sitz Stendal
18.11.1989 Um 0.00 Uhr Grenzöffnung der L 7 von Schmölau nach Schafwedel (L 266), auch für Bewohner von Bonese.
1990 leer stehend
2011 Zustand nicht gut, leer stehend
2013 vermüllt, keine Nutzung
2015 wird wahrscheinlich abgerissen oder auch nicht, wegen Geldmangel


Das obere sowie das nächste Bild und der Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK. Das ehemaligen GB Bonese liegt außerhalb der namensgebenden Ortschaft an der Straße von Bonese nach Schmölau. Hohe Bäume und Buschwerk verdecken einen großen Teil des Geländes und die darauf befindlichen baulichen Anlagen. Personenbewegungen in den Garagen, die erkennbare Bewohnung eines Teilbereiches in dem an der Straße befindlichen UK-Gebäude, sowie auf dem Gelände weidende Tiere, sind ein untrügliches Zeichen auf die Nutzung des Objektes. Das vorstehende Bild zeigt die Zufahrt auf das ungepflegt wirkende Gelände, hohe Bäume und Büsche lassen kaum Blicke auf den Innenbereich des Objektes zu. Das an der Straße gelegene Hauptgebäude wird im mittleren Teil offensichtlich zu Wohnzwecken genutzt.


Die nächsten sechs Bilder und der folgende Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Zoni-94, Internet NVA Forum, Seite Bonese.

Der erste Bunker machte einen tadellosen Eindruck, zwar hat man ihm beide Türen geklaut, aber sonst schaut er gut aus. Nr.2 scheint der „Hauptbunker“ gewesen zu sein, er hatte die umfangreichste E-Anlage, leider hat dort mal ein Feuer gewütet und alles zerstört, danach wurde er zur Müllkippe. Nr.3 unbeschädigt, aber ebenfalls voller Müll. Schon beim 1. Bunker war Mirko auf eine flache Betonrinne aufmerksam geworden, die parallel zu den Bunkern zu verlaufen schien, aber dermaßen zugewachsen war, dass wir sie nicht weiter beachtet haben, aber wie ein Jagdhund hatte er Witterung aufgenommen und ich konnte merken, dass ihn dieses Teil beschäftigte. Auf dem Rückmarsch von Nr.3 war es dann so weit, zwischen den Brennnesseln hatte er etwas entdeckt. Schneller wie ein Maulwurf war er verschwunden und tauchte nach ca 10m strahlend wieder auf. Ich habe mich dann überwunden und bin ihm in die Unterwelt gefolgt. Keine Bange, er ist nicht „Kopflos“ geworden, sondern spielt nur Model für einen Größenvergleich,man kann gut erkennen, dass sich der offene Laufgraben in den Jahren um fast einen Meter angefüllt hat. Hier noch mal ein Überblick vom Dach der Hundestation. Zuerst mal die Sache mit den Mikros an den Bunkertüren Diese Verteilerdose ist mir als Metaller aufgefallen, weil man dort ziemlich „unordentlich“ Löcher in den Deckel gebohrt hatte, dahinter kam dann dieses Teil zum Vorschein, ich habe es mitgenommen, weil ich vor Ort nicht lesen konnte was darauf stand (zu Hause gereinigt) > RFT FML DK 322 (DDR Gütezeichen 1) 09.83 <Das ominöse Dingens was Du da in der Hand hast ist eine „dynamische Sprechkapsel“, funzt wie ein dynamisches Mikrofon, welches man ja andersrum als kleinen Tonwiedergeber nutzen kann (auch im „Gummiohr“ verwendet, GMN).Ich denk mal diese Lautsprecher/ Mikrofonkombination ist schlicht und einfach eine Wechselsprechanlage, die im Bunker selber auf einen freien Anschluss vom, mir fällt die Bezeichnung nicht ein, GMN Gerät angeschlossen wurde. Bei den Bunkern handelt es sich regelmäßig um Schutzbauwerke des Typs Fertigteilbunker FB-3. Die älteren FüSt bestanden auch aus den FB-3 in Verbindung BT-6/BT-9. Nur wenige sind nach Ersatz durch die neueren viereckigen FüSt BT-6 stehen geblieben. Die meisten Bataillonsstandorte hatten standardmäßig drei durch Grabensystem verbundene FB-3, um die Führung bei Auslösung einer höheren Stufe der Gefechtsbereitschaft/gefechtsmäßiger Grenzsicherung zu gewährleisten. Trotz Typ Bau war die Ausführung unterschiedlich, sowohl was die Größe (Länge) und Anzahl Kammern betrifft, als auch ob ein Notausstieg auf der dem Eingang gegenüberliegenden Seite vorhanden war. Das an der Straße gelegene Hauptgebäude wird im mittleren Teil offensichtlich zu Wohnzwecken genutzt. Auf dem hinteren Teil des weitläufigen Geländes befinden sich diese Hundezwinger.







Die folgenden drei Bilder und der Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.




Die Besonderheiten könnten daher rühren das Bonese sozusagen dreierlei Funktionen innehatte. Bataillonsstab, Grenzkompanie und Hauptstandort der Pioniere, zumindest zu meiner Zeit. Die 2000er waren da mit Sicherheit auch zu Gange, man vergleiche das Objekt mal mit Ziemendorf. Da ist das Gebäude ähnlich groß und der Garagenkomplex war damals auch so groß wie in Bonese. Sturmbahn, Schießbahn kamen noch dazu, und wer da war hat ja auch eine Vorstellung von der Größe des Grundstücks, auch wenn inzwischen viele Bäume da rumstehen…

Alle fünf folgenden Bilder und Kommentare mit freundlicher Genehmigung von zoni-94, Internet NVA Forum, Seite Bonese






III. Grenzbataillon Salzwedel


3560 Salzwedel, Siedlung des Friedens, PSF 68131
Luftlinie zum Stab GKN 50 km
Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 0 km
Entfernung zur Grenze 8 km

Das III. Grenzbataillon lag in der gleichen Kaserne, wie der Regimentsstab von Grenzregiment-24. Es war nur für die Hinterlandssicherung zuständig und hatte auch keine Kompanie zur Sicherstellung der Grenzsicherung. Dem III. Grenzbataillon unterstanden folgende Grenzkompanie: 9. GK Gollensdorf, 10. GK Brietz, 11. GK Henningen, 12. GK Mellin

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:

Das gleiche, wie beim Stab GR-24

Die Grenzkompanien

1. Grenzkompanie Aulosen

3551 Aulosen, Baumgartenweg 1 PF 42645 Siegel 913


Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 33 km
Luftlinie zum Stab I.GB Ziemendorf 11 km
Entfernung zur Grenze 2 km

Der Ort Aulosen liegt westlich der Aland (Fluss) und an der Verbindungsstraße zwischen den Orten Wanzer und Bömenzien. Die bisherige Elbgrenze ging im Bereich der 1. Grenzkompanie Aulosen zur Landgrenze über. Die dicht nebeneinander liegenden Dörfer Zicherie (Westen) und Böckwitz (Osten) wurden durch die Grenze getrennt.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1963 1. GK Aulosen/I. GB Ziemendorf/GR-24 Salzwedel
1988 1. Grenzkompanie Aulosen/I. Grenzbataillon Ziemendorf/ GR-24 Salzwedel/GKN Stendal
1989 1. Grenzkompanie Auslosen/GKK-201/GBK-2 Magdeburg Sitz Stendal
31.03.1990 Um 09.30 Uhr Grenzöffnung der L 1 von Bömenzien nach Kapern (L 256), auch für die Bewohner von Aulosen.
1990 leergezogen
2007 Die ehemalige GK wird als Betriebsstätte genutzt.

Der vom GR 24 zu sichernde Grenzabschnitt schloss im Norden an das GR 8 an, die Trennungslinie verlief am westlichen Elbufer, hier trafen die Sicherungsbereiche der 1.GK Aulosen des GR 24 und der 6.GK Gandow bzw. der Bootskompanie Dömitz des GR 8 aufeinander. Südlicher Nachbar des GR 24 war das GR 23 Kalbe, hier verlief die Trennungslinie zwischen den GK's Mellin GR 24 und Jahrstedt GR 23. Im August 2007 bin ich von Aulosen bis Mellin entlang dieses GA gefahren, dabei sind die folgenden Fotos entstanden.

Die ehemalige GK Aulosen nutzt ein Unternehmer als Betriebsstätte. Bauliche Schäden am Unterkunftsgebäude erfordern aber eine baldige Sanierung wenn das Gebäude noch einige Jahre genutzt werden soll.

Die folgenden zwei Bilder und der Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.



2. Grenzkompanie Kaulitz


3560 Kaulitz, Dorfstraße PF 73589
Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 16 km
Luftlinie zum Stab I.GB Ziemendorf 6 km
Entfernung zur Grenze 1,5 km

Der Ort Kaulitz ist nur durch eine Straße zu erreichen. Die Nachbarorte konnten nur über die Fernverkehrsstraße 190 erreicht werden. Die Einwohnerzahl der Gemeinde lag bei 240.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1963 4. GK Kaulitz/I.GB Ziemendorf/GR-24 Salzwedel
1988 2. Grenzkompanie/I. Grenzbataillon Ziemendorf/Grenzregiment-24 Salzwedel/Grenzkommando Nord Stendal
1989 3. Grenzkompanie/Grenzkreiskommando-201 Salzwedel Sitz Osterburg/Grenzbezirkskommando-2 Magdeburg Sitz Stendal
18.11.1989 Um06.00 Uhr Grenzöffnung der L 5 von Schrampe nach Schmarsau (L 260), auch für die Bewohner von Kaulitz:
1990 leergezogen
2007 neuer Besitzer und Wohnungen sind entstanden

Auch die ehemalige GK Kaulitz hat neue Besitzer gefunden. Im Unterkunftsgebäude sind mehrere Wohnungen entstanden und auch auf dem Gelände waren bauliche Aktivitäten zu beobachten.

Die zwei folgenden Bilder und der Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.



3. Grenzkompanie Hoyersburg


3561 Hoyersburg, Eckernkamp PF 88856
Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 5 km
Luftlinie zum Stab I.GB Ziemendorf 20 km
Entfernung zur Grenze 1,5 km

Durch den Ort Hoyersburg verlief die damalige Fernverkehrsstraße 248. Südlich von Hoyersburg liegt die Stadt Salzwedel. Hoyersburg ist von drei Seiten vom Wald umschlossen. Der kleine Fluss Jeetze fließt an Hoyersburg vorbei. Ein BT-9 stand bei Volzendorf, kurz hinter der ehemaligen Gassentoreinfahrt, wenn man aus der Richtung Jeebel kommt.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1963 6. GK Hoyersburg/II. GB Ritze/GR-24 Salzwedel
1988 3. Grenzkompanie Hoyersburg/I. Grenzbataillon Ziemendorf/GR-24 Salzwedel/GKN Stendal
1989 4. Grenzkompanie Hoyersburg/Grenzkreiskommando-201 Salzwedel Sitz Osterburg/Grenzbezirkskommando-2 Magdeburg Sitz Stendal
23.12.1989 Gegen 06.00 Uhr Grenzöffnung der F 248 von Hoyersburg nach Lübbow (B 248).
1990 abgerissen

Die ehemalige GK Hoyersburg gelegen am nördlichen OA rechts wurde vor einigen Jahren abgerissen. Bei Google Earth gibt es aber noch ein Bild, dass die Grenzkompanie mit allen Gebäuden zeigt. Die GK Hoyersburg vor Jahren aus der Luft gesehen und das war im August 2007 am Standort noch vorhanden, ein verschlossene Tor an der Grundstückszufahrt und ein Stopp-Schild, das wohl auch nicht mehr benötigt wird.

Das folgende Bild und der obige Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.


4. Grenzkompanie Seebenau


3561 Seebenau PF 42648
Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 11 km
Luftlinie zum Stab I.GB Ziemendorf 30 km
Entfernung zur Grenze 3 km

Der Ort Seebenau lag am Rand vom Grenzsack in Richtung BRD. Südlich vorbei am Ort verlief die Fernverkehrsstraße 71. Es gab nur eine Zufahrtsstraße zum Ort, diese verlief über die Fernverkehrsstraße 71. Die Einwohnerzahl lag bei 650 Einwohnern.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1963 8. GK Seeben/II.GB Ritze/GR-24 Salzwedel
1988 4. Grenzkompanie/I. Grenzbataillon Ziemendorf/Grenzregiment-24 Salzwedel/GKN Stendal GÜSt-Sicherungszug
1989 5. Grenzkompanie Seebenau/ Grenzkreiskommando-201 Salzwedel Sitz Osterburg/Grenzbezirkskommando-2 Magdeburg Sitz Stendal
10.11.1989 Um 00.00 Uhr Grenzöffnung der F 71 (GÜST) von Cheine nach Bergen (B 71), auch für die Bewohner von Seebenau.
1990 leer stehend, vieles demoliert
2009 die GK ist dem Verfall preisgegeben
2011 die Natur hat sich vieles wiedergeholt
1978-81 noch 7. GK, dazu gehörte auch ein SiZ der GüSt Salzwedel

Neben der GK war auch der Sicherungszug für die an der B 71 gelegene GÜST Salzwedel – Bergen/Dumme hier stationiert.




Der Blick über den Innenhof zeigt vor den Garagen entsorgte Reifen und weiteres Altmaterial, nicht weit davon lagen Kühlschränke und die Fenster des Unterkunftsgebäudes sind auch meist ohne Verglasung.

Aus der oberen Etage des Unterkunftsgebäudes geht der Blick über eine Wohnbaracke, diese wurde vermutlich vom SiZ der GÜST genutzt, in Richtung der Ortschaft Seebenau. Hinter der im Bild rechts zu sehenden Baumgruppe befinden sich die einst für die Berufssoldaten errichteten Wohnhäuser, die auch 2007 noch bewohnt sind.

Die obigen drei Bilder und der Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.

5. Grenzkompanie Dahrendorf


3561 Dahrendorf, Babengraben PF 68157
Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 21 km
Luftlinie zum Stab II.GB Bonese 3 km
Entfernung zur Grenze 1 km

Der Ort Dahrendorf lag unmittelbar an der Grenze zur BRD. Es gab eine Straßenverbindung zu den beiden am nächsten liegenden Ortschaften Barnebeck und Lagendorf. Die Dumme bildete die Grenze.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1988 5. Grenzkompanie Dahrendorf/II. Grenzbataillon Bonese
1989 5. Grenzkompanie Dahrendorf/Grenzkreiskommando-201 Salzwedel Sitz Osterburg/Grenzbezirkskommando-2 Magdeburg Sitz Stendal
1989 Grenzöffnung
1990 geplant: Senioreneinrichtung, Objekt wurde aber (durch Tod in der Familie) weiter verkauft, jetzt gewerbliche Nutzung
2011 Die GK befindet sich in einem Top-Zustand.


Das GK-Unterkunftsgebäude und dahinter das für die Berufssoldaten errichtete Wohnhaus.

Das Unterkunftsgebäude, der Garagenkomplex und ein weiteres Gebäude der Grenzkompanie Dahrendorf.

Die ehemalige GK Dahrendorf zeigte sich im August 2007 in einem recht guten Erhaltungszustand. Ein aufziehendes Unwetter verhinderte leider nähere Erkundungen über die aktuelle Nutzung des Objektes. Auf dem Innenhof abgestellte Fahrzeuge und landwirtschaftliches Gerät auf dem Gelände sind aber Hinweis auf eine Nutzung.

Das obigen und das folgende Bild und der Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.


6. Grenzkompanie Neuekrug

3561 Neuekrug,


Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 24 km
Luftlinie zum Stab II.GB Bonese 6 km
Entfernung zur Grenze 1,5 km

Die Ortschaft Neuekrug lag dicht an der Grenze. Sie war nur durch eine Landstraße mit den anderen Orten verbunden. Rechts und links von der Ortschaft waren große Waldmassive. In der Ortschaft Waddekath stehen die Reste der Mauer noch.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1988 6. Grenzkompanie Neuekrug/II. Grenzbataillon Bonese
1989 6. Grenzkompanie Neuekrug/Grenzkreiskommando-201 Salzwedel Sitz Osterburg/Grenzbezirkskommando-2 Magdeburg Sitz Stendal
17.02.1990 Um 09.00 Uhr Grenzöffnung der L 8 Waddekath nach Wittingen (L 282), auch für die Einwohner von Neuekrug. Allerdings war es ein Umweg über Diesdorf.
November 1989 Grenzöffnung
1990 privat, in Schuss gehalten
2013 Übernahme durch einen Jäger aus Braunschweig

Auch die ehemalige GK Neuekrug ist allseitig von sichtbehinderten Bäumen und Buschwerk umgeben und so sind kaum Einblicke in das bewohnte Objekt möglich. Ein dichtes hohes Tor versperrt den Blick auf den dahinterliegenden Bereich. Der Blick auf den rückwärtigen Bereich der GK. Die folgenden zwei Bilder und der obige Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.





Die zwei letzten Bilder der 6. Grenzkompanie Neuekrug:

Heute stehen vereinzelte Elemente, etwas weiter nach rechts, mittlerweile im Unterholz, Kolonnenweg entlang Bauernhaus, (Am Ar… der Welt), Bemerkenswert der Abstand Haus-Mauer, dazwischen GSZ, Grenze, Grenzmarkierung und das Dorf, Bilder und Kommentar mit freundlicher Genehmigung von EK821, Internet Forum DDR Grenze, Bildergalerie

7. Grenzkompanie Hanum


3580 Hanum, Am Sportplatz PF 42626
Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 27 km
Luftlinie zum Stab II.GB Bonese 15 km
Luftlinie bis zur Grenze 0,8 km

Die Ortschaft Hanum lag unmittelbar an der Grenze. Sie war nur über die Ortschaft Jübar erreichbar.

Die Ortsmitte von Hanum liegt unterhalb vom Meeresspiegel. Bis 1968 war Hanum an die Altmärkische Kleineisenbahn angeschlossen. Der Personenverkehr wurde aber schon 1961 eingestellt.

BT-11 rund Waddekath, BT-11 rund Haselhorst, BT-8 eckig Hanum mit FüSt, BT-8 eckig gegenüber Zasenbeck. GSZ-Tore Waddekath, Haselhorst und bei Hanum 2 Stück.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1963 7. GK Hanum/II. GB Diesdorf/GR-21 Betzendorf
1988 7. Grenzkompanie Hanum/II. Grenzbataillon Bonese
1989 Grenzkompanie Neuekrug/Grenzkreiskommando-202 Klötze/Grenzbezirkskommando-2 Magdeburg Sitz Stendal
06.01.1990 Um 09.30 Uhr Grenzöffnung der K1118 Hanum nach Zasenbeck (K 21). In der Silvesternacht 1989/90 öffneten sich schon die Grenztore.
1990 leer stehend, Mülldeponie
2008 verkauft an einen Mann aus Bremen, es sollte ein Jugendtreff für Musikliebhaber werden

Der Blick auf den Garagentrakt, auf ein zum Teil durch Bäume und Buschwerk verdecktes Unterkunftsgebäude und das von der Natur zurück eroberte GK-Gelände. Völlig verwahrlost oder besser von der Natur vereinnahmt fand ich im Juli 2007 die ehemalige GK Hanum vor. Eindeutige Hinweise auf den Eigentümer des Objektes waren nicht einholbar, als möglicher Eigentümer wurde auf einem Schild am Objektzugang, das Bundesvermögensamt Magdeburg genannt.

Völlig verwildert sieht es auf dem Gelände der ehemaligen GK Hanum aus und auch das Unterkunftsgebäude sah schon besser aus.

Die folgenden zwei Bilder und der Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.

Juli 2009, Zwei Jahre sind seit meinem ersten Besuch der ehemaligen GK Hanum vergangen. Auch 2009 keine Nutzung erkennbar, Objekt wird immer mehr von der Natur vereinnahmt, so der Kurzbericht zum Besuch. Kundschaft2



8. Grenzkompanie Nettkau


3581 Nettkau, Vor dem Dorfe PF 73576
Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 28 km
Luftlinie zum Stab II.GB Bonese 21 km
Entfernung zur Grenze 0,5 km

Die Ortschaft Nettkau lag unmittelbar an der Grenze und war nur über einer Straße über die F 248 erreichbar. 1911 erfolgte der Straßenbau nach Wendischbrome. Durch die Ortschaft Nettkau fließt die Ohre. Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1963 8. GK Nettkau/II. GB Waddekath/GR-21 Beetzendorf
1988 8. Grenzkompanie Nettkau/II. Grenzbataillon Bonese
1989 Grenzkompanie Nettkau/Grenzkreiskommando-202 Klötze/Grenzbezirkskommando-2 Magdeburg Sitz Stendal
02.02.1990 Um 15.40 Uhr Grenzöffnung der K 1119 von Gladdenstedt nach Radenbeck (K 23), auch für die Einwohner von Nettgau.
1990 leergezogen
2007 Teile der GK wurde als Lager genutzt

In der am östlichen Ortsrand von Nettgau gelegene ehemalige Grenzkompanie wurde im Juli 2007 der Garagentrakt durch einen örtlichen Unternehmer für Lagerzwecke genutzt. Das Gras auf dem Gelände wurde durch Schafe kurz gehalten, eine weitere Nutzung, so für das Unterkunftsgebäude war nicht auszumachen.

Der Blick von der Ortsstraße auf die GK, links im Bild ist das Wohnhaus für die Berufssoldaten zu sehen. Und Bild daneben, hier der Blick auf die Garagen, das Unterkunftsgebäude und weitere Nebenanlagen.

Auch im Juli 2009 ist keine Nutzung des Unterkunftsgebäudes erkennbar und das Tor zur GK ist verschlossen. Recht aufgeräumt wirkt das GK-Gelände. Die Einfriedung des GK-Gelände ist noch intakt und hält einige auf dem Gelände als „Rasenmäher“ umherlaufende Schafe von einem Ausflug in die benachbarten Gärten ab.

Die nun folgenden drei Bilder, sowie der obige Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.




9. Grenzkompanie Gollensdorf


3551 Gollensdorf, Arendsee Landstraße 10 PSF 68155
Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 30 km
Luftlinie zum Stab III.GB Salzwedel 30 km
Entfernung zur Grenze 3 km

Die Ortschaft Gollensdorf liegt südlich vom kleinen Fluss Zehrengraben. Der Ort war gut über drei Landstraßen erreichbar und wurde schon 1310 erwähnt. Die Grenzkompanie gehörte zum III. GB und war mit der Hinterlandsicherung beauftragt.

Stationierung von Grenzpolizisten/Grenzsoldaten im Ort und die Belegung der letzten Kaserne:


1947 Kommandantur Gollensdorf
1949 Kommandantur Gollensdorf/2. Grenzbrigade Magdeburg
1988 9. Grenzkompanie Gollensdorf/III. Grenzbataillon Salzwedel
1989 GK Gollensdorf/Grenzkreiskommando-202 Klötze/ Grenzbezirkskommando-2 Magdeburg Sitz Stendal
31.03.1990 Um 09.30 Uhr Grenzöffnung L 1 von Bömenzien nach Kapern (L 256), auch für die Bewohner von Gollensdorf. Die alte Grenzbrücke (Königsbrücke) in das Gartower Land reichte dafür nicht mehr aus, Bau einer neuen Brücke. Ab 01. 07.1990 gab es keine Grenzkontrollen mehr.
1990 leer stehend, 2014 bewohnt


Etwas außerhalb der namensgebenden Ortschaft ist die GK Gollensdorf, unmittelbar an der Straße Gollensdorf – Drösede zu finden.

Beim Betrachten des vorstehenden Bildes könnte man meinen die GK ist verlassen und wird von der Natur vereinnahmt. Doch es scheint einen Bewohner der GK zu geben, wie die Sat-Schüssel auf dem Dach und ein Briefkasten am Eingangstor verraten. Der Zahn der Zeit hat dem Objekt schon tüchtig zugesetzt – wie lange wird es Bestand haben?

Das obige und das folgende Bild und der Kommentar mit freundlicher Genehmigung von Kundschaft2, Internet Forum DDR Grenze, Seite Bilder der GK.


10. Grenzkompanie Brietz


3561 Brietz, Im Steinsatz PF 38982
Luftlinie zum Stab GR-24 Salzwedel 4 km
Luftlinie zum Stab III.GB Salzwedel 4 km
Entfernung zur Grenze 3 km

Die Ortschaft Brietz war durch die F 71 gut erreichbar. Die Grenzkompanie gehörte zum III. Grenzbataillon und war mit der Hinterlandsicherung beauftragt.

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0+
Release date on Litres:
22 December 2023
Volume:
1063 p. 589 illustrations
ISBN:
9783961452002
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