Read the book: «CHANNELING - UNIVERSALSCHLÜSSEL ZUR GEISTIGEN WELT»


Tanja Matthöfer
CHANNELING
Universalschlüssel zur
Geistigen Welt
Mit einem Vorwort von
Pavlina Klemm

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| Herausgeber & Lektor | Michael Nagula |
| Einbandgestaltung | Guter Punkt |
| Layout & Satz | Birgit Letsch |
| Druck | CPI books GmbH |
Text © 2021 by Tanja Matthöfer, www.channel-balance.de
Covermotiv © by Josephine Wall, www.josephinewall.co.uk
ISBN Printausgabe 978-3-95447-479-0
ISBN eBook 978-3-95447-480-6
Hier finden Sie eine Playlist mit Videos von Tanja Matthöfer:
https://youtube.com/playlist?list=PLqv6XJVMEHmh1_khRk7WrAEyVh-X-f6xG
Ebenfalls von Tanja Matthöfer bei AMRA erhältlich:
Maria Magdalena. Erwachensweg und Leben mit Jeshua
Maria Magdalena. Herzensweg und Leben im aufgestiegenen Sein
Eine frühere Ausgabe dieses Buches erschien unter dem Titel Im Dialog mit der göttlichen Quelle in dir. Sie wurde grundlegend überarbeitet, stark erweitert und mit zwei neuen Einleitungen versehen.
Die hier vorgestellten Informationen, Ratschläge und Übungen sind natürlich subjektiv. Sie wurden zwar nach bestem Wissen und Gewissen geprüft, dennoch übernehmen Verfasser und Verlag keinerlei Haftung für Schäden gleich welcher Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch der Informationen, Tipps, Ratschläge oder Übungen ergeben. Im Zweifelsfall sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
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Für alle unsichtbaren Helfer,
die uns täglich mit bedingungsloser
Liebe umgeben.
»Wer bist du?«, fragte ich das Wesen,
das ich auf dem Blatt einer Rose entdeckte.
»Ich bin ein Teil dieser Welt. Ich bin wie du«,
antwortete die Elfe.
»Und wer bist du?«, fragte ich den Engel,
der meine Schulter berührte.
»Ich bin ein Teil der göttlichen Quelle und
erlebe die Schönheit der Schöpfung. Ich bin wie du,
wir haben uns nur lange nicht gesehen.«
Und ich begann zu verstehen …

Inhalt
Vorwort von Pavlina Klemm
Einige vorausgeschickte Gedanken
1 Channeling & die Geistige Welt
Was ist Channeling?
Welche Fragen kann Channeling beantworten?
Die Kunst des Channelns
Was ist die Geistige Welt?
Wie kommuniziert die Geistige Welt?
Volltrance oder nicht?
Channelings sind viel mehr als nur Worte
Findhorn: Wie ich selbst zum Channeln kam
Wie baut man einen Kontakt zur Geistigen Welt auf?
Leichter Trancezustand • Gedankenstille • Herzensöffnung & Einstimmung
2 Ein erstes Channeling
Übung: Channeling mit deiner Seele
1. Schritt: Eine leichte Trance erreichen • 2. Schritt: Gedankenstille • 3. Schritt: Dein Herzchakra öffnen • 4. Schritt: Channeling mit deiner Seele
Mehr über meinen Weg
3 Die Wahrheit über Wahrnehmungen
Mediales Hören und Sehen: Was Wahrnehmungen wirklich sind
Sichtungen der Geistigen Welt
Arten der medialen Wahrnehmung
Hellsehen • Hellfühlen • Hellhören • Hellwissen • Hellriechen • Hellschmecken
Wahrnehmungsübung: Die Blüten deiner Seele
Wie mir ein Baum meine Farben zurückbrachte
4 Geistige Helfer & Göttliche Führung
Deine göttliche Führung
Übung: Channeling mit deinem Geistführer
Geistige Helfer im Alltag
Einweihungen
5 Der innere mediale Kanal
Das A und O des Channelings: Die richtige Ausrichtung
Der große Unterschied zwischen Channeling und medialer Kommunikation
Der Aufbau des inneren Kanals
Das Zugangsspektrum des inneren Kanals
Die richtige Körperhaltung zum Channeln
Das bewusste Steuern von Channelings
Das Öffnen des inneren Kanals
1. Ankerpunkt: Innere Mitte • 2. Ankerpunkt: Erdung • 3. Ankerpunkt: Herzensebene • 4. Ankerpunkt: Göttliche Quelle – Quellselbst
Das bewusste Schließen des inneren Kanals
Die Integration des inneren Kanals im Aufstiegsprozess
6 Reinigung & Schutz
Reinigung von Fremdenergien
Wie reinige ich mich?
Die weiße Flamme der Reinigung
Die violette Flamme der Transformation
Einweihung: Die weiß-violette Flamme
Anwendung der Flammen
Anleitung: Reinigung der Aura
Anleitung: Reinigung von Räumen
Anleitung: Reinigung von Gegenständen
Göttlicher Schutz
7 Dein Schutzengel
Viele Engel mit vielen Aufgaben
Einstimmung: Botschaft von deinem Schutzengel
Übung: Channeling mit deinem Schutzengel
8 Reine Quellen für Channelings
Woran erkenne ich reine Botschaften?
Reine Quellen für Channelings
Vorstellung verschiedener Quellen
Die göttliche Quelle • Engel • Aufgestiegene Meister • Naturwesen • Tiere • Bäume und Pflanzen • Drachen, Einhörner und andere Wesen • Jenseitskontakte • Sternenwesen
Fazit & meine Empfehlung
9 Verstand & Herzensebene
Verstand, Ego und Herzensstimme
Verstandes- und Herzensstimme unterscheiden
Die Herzens- und Seelenstimme fördern
Übung 1: Ressourcenpool aus positiven Gefühlen anlegen • Übung 2: Entscheidungen über das Herz treffen • Übung 3: Die Bauchstimme aktivieren
Den Verstand ins Herz sinken lassen
Die Geschichte vom Verstandes- und vom Herzensmenschen
Das Resonanzgesetz
Negativen Resonanzen auf die Spur kommen
Personen • Körper • Haustiere • Autos • Zufälle • Situationen
Loslassen von Anhaftungen
Übung 1: Den Fokus auf die Lösung richten • Übung 2: Den Alltag über die Herzensebene ordnen • Übung 3: Dein Herzchakra entfalten: Liebe senden und empfangen
Warum ich das alles eigentlich erzähle
10 Erlebe eine mediale Abenteuerreise in die Natur
Eine Landschaft im Herzen betreten
Ein medialer Ausflug in den Park: Unglaubliche Welten hinter den Kulissen
11 Wissenswertes über Channeling
Fragen & Antworten
Die höchste Ausrichtung beim Channeln • Woran erkenne ich reine Botschaften? • Auf welche Weise kann ein Channeling hilfreich sein? • Ist das Channeln erlernbar? • Warum konnte ich nicht immer schon channeln? • Wie lasse ich ein Channeling fließen? • Was kann dich beim Channeln blockieren? • Wie stelle ich die richtigen Fragen? • Stichworte oder lange Sätze? • Kann ich auch für mich selbst channeln? • Was ist beim Channeln für andere Menschen zu beachten? • Nimmt ein Channeling Entscheidungen ab? • Warum kann sich ein Channeling zunächst ausgedacht anfühlen? • Bleibe ich beim Channeln bewusst und präsent? • Gibt es auf alle Fragen eine Antwort? • Warum kann ich manche Botschaften nicht übersetzen? • Persönliches Wachstum durch Channeling • Anreden beim Channeling • Die Einfärbung von Channelings • Heilenergien in Channelings • Channeling als wertvolle Erweiterung von Heilsitzungen • Die Multidimensionalität gechannelter Botschaften • Was kann ich bei Widerständen tun? • Warum habe ich Schwierigkeiten, hohe Energien zu halten? • Vertragen sich Channeling und Alkohol? • Wie gehe ich mit Rückschlägen um? • Dankbarkeit und Achtung gegenüber allen Wesen • Kann ich aus einem Buch channeln lernen? • Gemeinsam lernen und wachsen
Danksagung
Über die Autorin

Liebe Leserinnen und Leser!
Es ist mir heute eine ganz besondere Ehre, ein paar einleitende Worte zu Tanjas neuem Buch schreiben zu dürfen. Es geht um Channeling – ein Thema, mit dem sich immer mehr Menschen befassen möchten und sollten. Channeling ist mir natürlich sehr nahe, denn ich bediene mich täglich selbst dieser Methode, um Wissen aus der Geistigen Welt zu beziehen.
Für mich ist Channeling inzwischen ein unerlässlicher Bestandteil meines Alltags geworden, stehe ich dadurch doch in ständiger Verbindung mit den Plejadern.
Ich verstehe also sehr gut, dass mehr und mehr Menschen die Fähigkeit des Channelns haben möchten, um sich dank dieser Fähigkeit mit der Lichtwelt und ihren Wesen verbinden zu können. Aber die meisten ahnen nicht, dass dies ihr Geburtsrecht ist. Alle Menschen haben die Fähigkeit der Telepathie und Intuition in sich. Sie haben es nur vergessen.
Telepathie, Intuition und die gerichtete Kommunikation mit dem Kosmos zum Zwecke des Channelns von Lichtwesen gehören zu unserer energetischen Grundausstattung. Wir haben sie in unserer lichtvollen Heimat erhalten und auf diesen Planeten mitgebracht. Und sie ist auch unsere Zukunft – die Kommunikation mit der Lichtwelt und ihren Wesen.
Tanja hilft den Menschen mit diesem Buch, ihr Geburtsrecht wiederzuerlangen. Sie beschreibt, wie jeder das Channeln erlernen kann … oder genauer gesagt, wie sich jeder der Fähigkeiten bedienen kann, die nach wie vor in ihm schlummern, um diese Fähigkeiten neu zu aktivieren. Es ist lediglich eine Frage der bewussten Absicht und Offenheit.
In Tanjas Buch findet ihr sämtliche Anleitungen, die für die Praxis des Channelns notwendig sind. Es quillt nahezu über von Übungen, die euch zeigen, wie ihr am besten channelt, welche Körperhaltung sinnvoll ist, wie ihr in einen entspannten Zustand gelangt, wie ihr euren inneren Kanal zu den Lichtwesen aufbaut … Es enthält sehr viele Übungen und gute Tipps, die es euch ermöglichen, in Kontakt zu treten mit den Geistführern, Aufgestiegenen Meistern, Engeln und anderen Lichtwesen, mit denen ihr kommunizieren möchtet.
Unerlässlich sind dabei Themen wie energetische Reinigung und energetischer Schutz. Aber Tanja ist in einem Maße erfahren, dass deren großer Stellenwert für sie zum kleinen ABC gehört. Und so gibt sie diese Erfahrungen ebenfalls an euch weiter. Sie schildert auch, wie sich die Energien und Frequenzen verschiedener Lichtwesen anfühlen. So könnt ihr lernt, sie besser wahrzunehmen und zu erkennen, aus welcher Quelle die Informationen zu euch kommen.
Sehr lustig beschreibt Tanja ihre ersten Versuche der Kommunikation mit den Lichtwesen. Dafür hatte sie sich einen Bambus ausgesucht … einen einfachen Bambus in einem Topf auf ihrem Balkon. Nach mehreren Fehlversuchen begannen statt des Bambus dann die Stiefmütterchen mit ihr zu sprechen, die sich neben dem Bambus befanden.
Eine Anzahl Stiefmütterchen hat das neue Channelmedium in der Geistigen Welt willkommen geheißen!
Tanjas Humor ist dezent und ganz und gar hinreißend. Er erfüllt das ganze Buch. Aber nicht weniger gefallen haben mir ihre große Begeisterung und ihr inneres Feuer, durch das ich mich mit ihr verbunden fühle. Diese Begeisterung und dieses innere Feuer stellten sich auch bei mir ein, kaum dass ich anfing, mit den Lichtwesen zu kommunizieren. Welche Horizonte sich mir da eröffnet haben! Endlich konnte ich die Details der Lichtwelt erfahren und tiefer in geheimnisvolle Rätsel der irdischen Welt einsteigen.
Diese Begeisterung und dieses innere Feuer haben mich seitdem nie mehr verlassen!
Und noch etwas gefällt mir wirklich ganz ausgezeichnet an Tanjas Buch: Mit jedem Wort wird deutlich, dass es nur aus einem einzigen Grund geschrieben wurde. Tanja möchte es jedem ermöglichen, das Channeln zu lernen. Sie wünscht sich für jeden Menschen, dass er sich an seine angeborenen Fähigkeiten erinnert.
Und dafür schätze ich sie sogar noch mehr.
Denn was bedeutet die Fähigkeit der Kommunikation mit der Lichtwelt und ihren Wesen? Sie bringt Unterstützung, Überblick, Verständnis, inneres Wachstum, Dankbarkeit, Liebe, Licht und Heilung – die Heilung eurer Realität hier auf der Erde.
Ich freue mich so sehr, dass dieses Buch jetzt existiert, dass ihr es studieren und damit arbeiten könnt!
Es ist genau das, was wir am Anfang des Goldenen Zeitalters brauchen: einen völlig selbstverständlichen Zugang, der uns unspektakulär Schritt für Schritt zeigt, wie wir unser spirituelles Geburtsrecht wieder für uns beanspruchen können. Endlich können wir alle mit dem Kosmos und seinen sämtlichen Wesen wieder in unmittelbaren Austausch treten.
Ihr ahnt es noch nicht, aber das wird euch ganz wundervolle Veränderungen bringen. Ich weiß, wie Channeling, wie die Fähigkeit zu channeln, mein eigenes Leben verändert hat.
Ich habe selbst erlebt, welche Bedeutung das Channeln für einen Menschen haben kann.
Ich wünsche euch deshalb viel Freude und großartige Erfahrungen bei der Kommunikation mit den Lichtwesen. Und ich danke jedem Einzelnen von euch, dass er sich für die Wunder des Channelns wieder öffnet.
Und dir, liebe Tanja, danke ich von Herzen für deine Arbeit, die den Menschen eine Anhebung des persönlichen Bewusstseins und die Heilung verschiedenster Systeme ihres irdischen Lebens bringt. Das ist so wichtig für jeden von uns.
Viel Glück und Liebe wünscht euch allen
Pavlina Klemm


Einige vorausgeschickte Gedanken
»Guten Morgen! Möchtest du mit mir in den Garten gehen?«, sagt Neal zu mir und begrüßt mich freudig. »Der Tag wird uns wundervolle Stunden schenken. Lebe und sei. Komm mit mir.« Diese Worte stammen nicht etwa von meinem Mann, sondern tatsächlich von unserem Kater.
Wie wäre es, mit allen erdenklichen Wesen sprechen zu können? Inklusive eingebautem Universalübersetzer, der alles in deine Muttersprache übersetzt.
Klingt unglaublich? Ist es aber nicht. Das ist Channeling. Es überwindet die Grenzen zwischen unterschiedlichen Wesen und sogar zwischen Planeten und Universen bis hin zur Göttlichkeit. Ich bin diesem Wunder begegnet und es veränderte mein Leben von Grund auf.
Für mich ist es inzwischen vollkommen normal, mit Tieren, Pflanzen, Engeln, Lichtwesen und Verstorbenen zu kommunizieren. Zuvor hätte ich jemanden, der mir dies sagt, wahrscheinlich für verrückt gehalten. Ob Channeling oder mediale Kommunikation, beides öffnet nachhaltig unseren Horizont, schenkt enormes Wissen und Einblicke in fantastische Welten, die jenseits der irdischen Realität liegen.
Gerade habe ich zum Beispiel unseren Hausbaum, eine prächtige Purpurbuche, um eine Einschätzung unserer Zeit gebeten. Und sie sagt, ihrem Wesen nach ganz Natur:
| »Meine Aura behütet euer Haus, wir sind froh, hier zu sein, und haben auf diese Zeit gewartet. Immer mehr Menschen öffnen ihre Herzen, die frohe Kunde läuft durch die Reiche der Natur. Endlich ist die Zeit gekommen, in der sich die Wesen wieder verstehen und auch auf Erden erkennen werden, wer sie wirklich sind. Erst waren es wenige, doch die Zahl wächst, immer mehr haben die Entscheidung getroffen, ihrem Herzen zu vertrauen, und spüren, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde. Die Menschheit erwacht und wir sind an eurer Seite, um euch freudestrahlend, als unsere Brüder und Schwestern, nach dem langen Schlaf zu empfangen.« |
Ich möchte diesen überaus lebendigen Austausch wirklich nie mehr missen und kann dir versichern, dass es unglaublich ist, wenn du nicht nur die Menschen um dich herum verstehen kannst, sondern auch Bäume, Elfen, Zwerge, Einhörner, Geistführer, Schutzengel, Sternengeschöpfe und viele mehr.
Man fühlt sich ein bisschen wie Alice im Wunderland oder Dr. Doolittle. Alles spricht. Wenn du es möchtest.
Lernen wir wieder zu verstehen!
Per Channeling kannst du Fragen an die Geistige Welt stellen und erhältst klare Antworten. Lebenszusammenhänge können in ihrer größeren Wahrheit verstanden und die bedingungslose Liebe der höheren Sphären erfahren werden.
Selbst Landschaften, Gewässer, Berge, Galaxien, Planeten und Sterne kommunizieren. Es ist ergreifend schön und unglaublich erfüllend. Channeling ist wirklich ein Universalschlüssel zur Geistigen Welt und diese Zugänge möchte ich hier gerne mit dir teilen. Du kannst die Welt auf eine Weise kennenlernen, wie du es vielleicht nie für möglich gehalten hättest.
Los geht’s, begeben wir uns in eine Welt voller Abenteuer!


1
Channeling & die Geistige Welt
»Logisches Denken verschafft uns keine Erkenntnis
über die wirkliche Welt. Alle Erkenntnis der
Wirklichkeit beginnt mit der Erfahrung und endet
mit ihr …« – Albert Einstein
Was ist Channeling?
Wäre es nicht faszinierend, sich mit einer Elfe über die Gartengestaltung zu unterhalten? Von einem Baum Einblicke in die Weisheit des Lebens zu empfangen? Wäre es nicht einzigartig, von einem Stein etwas über Schöpfungsvorgänge zu erfahren? Könnte es nicht erstaunlich sein, die Flügel eines Engels zu spüren, mit einem Drachen oder Einhorn zu plaudern und Antworten auf deine Lebensfragen zu erhalten?
Channeling führt dich genau dort hin.
Es ist ein wahrer Universalschlüssel zur Geistigen Welt, der dir einen bewussten Zugang zu den unsichtbaren Dimensionen ermöglicht. Du kannst gezielt Fragen an alle Schöpfungsreiche stellen und Antworten in verständlichen Worten empfangen. Es bringt deine innere Weisheit hervor und stärkt dich.
Übersetzt bedeutet Channeling »kanalisieren«. Du empfängst Informationen aus der Geistigen Welt durch deinen aktivierten inneren Kanal, der sich aus deinen sieben Hauptchakren, zahlreichen Nebenchakren sowie den Erdchakren und höheren Chakren zusammensetzt. Durch ihn sind alle medialen Wahrnehmungsformen wie Hellhören, Hellsehen, Hellfühlen, Hellriechen und Hellschmecken möglich, ebenso wie das Empfangen von Botschaften, Einweihungen, Entwicklungsimpulsen, Heilenergien und vielem mehr.
Jeder Mensch ist von seiner Grundnatur her medial veranlagt. Wir können Stimmungen in Räumen oder von Personen spüren, denn wir fühlen uns irgendwo spontan wohl oder unwohl. Manchmal wissen wir unvermittelt, ob es einer Person gut oder schlecht geht oder sprechen genau das aus, was unser Gegenüber gerade denkt.
Dir wird es da nicht anders ergangen sein. Das heißt, dass auch du mediale Wahrnehmungen schon längst erlebt hast. Diese wundervollen Gaben sind in allen Menschen angelegt und müssen genau genommen nicht neu erlernt, sondern nur wiedererweckt und trainiert werden.
Bereits im Alter von fünf Jahren verspürte ich den Wunsch nach Hellsichtigkeit und Erleuchtung und lebte jahrelang in der traurigen Annahme, dass das Channeln wohl nur wenigen ausgewählten Menschen vorbehalten wäre.
Wie gut, dass dies nicht die Wahrheit war! Als ich das Channeln mit Anfang Dreißig dann für mich entdeckte, durfte ich durch diese bewusste Verbindung zu meiner Göttlichkeit und zur Geistigen Welt wahre Wunder und Quantensprünge in meiner Entwicklung erleben.
Wir sind unserer Natur nach Seelenwesen, die sich für ein Leben als Mensch auf der Erde entschieden haben. Unsere gewohnte Sprache dient lediglich unserer menschlichen Form, doch in unserer Essenz sind wir reines Bewusstsein und unsere natürliche Kommunikationsform ist telepathisch. Leider wird die Medialität nicht bereits in der Schule unterrichtet und die meisten Menschen wissen nicht einmal, dass diese fantastischen Sinne zu uns gehören, um unser Weltbild unendlich erweitern zu können. Zudem wird unser innerer Kanal oftmals von Ängsten, Zweifeln, Unsicherheit, Stress oder auch Fremdenergien verdeckt; die medialen Sinne bleiben inaktiv und untrainiert. Wir sind auf die Dichte der Materie fokussiert und haben kaum Einblicke in die höheren geistigen Reiche, da sie sich in einer höheren Schwingung befinden als wir selbst. Wir dürfen erst wieder lernen, unseren Zugangskanal zur Geistigen Welt zu aktivieren und zu nutzen.
Der Kontakt in höhere Bewusstseinsebenen kann nicht über unseren Verstand geschehen, denn wir können uns dort nicht hineindenken. Er kann nur über Herzens- und Bewusstseinsöffnung und Schwingungsanhebungen erlebt werden. Unsere Herzensebene ist dabei die erste und wichtigste Tür zur Geistigen Welt. Wenn wir hindurchgehen, beginnt sich unsere mediale Wahrnehmung wieder zu öffnen. Die Sphären der Geistigen Welt bleiben nicht länger unsichtbar und rätselhaft, sondern können mit den medialen Sinnen direkt erkundet werden. Es eröffnen sich Möglichkeiten, von denen wir bislang nicht zu träumen wagten!
Welche Fragen kann Channeling beantworten?
In einem Channeling kannst du allgemeine wie auch persönliche Fragen zu allem, was dich interessiert, an die Quellen der Geistigen Welt stellen. Übergeordnete Zusammenhänge, die hinter dem Weltgeschehen stehen, Vorausschau auf zukünftige Potenziale, Informationen über den Aufstiegsweg der Menschheit, Einblicke in karmische Hintergründe von Personen und Völkern wie auch Konflikten, Unfällen und Kriegen, Einblicke in die Natur, in vergangene Leben und Kulturen, der Einfluss der Erdentwicklung auf andere Planeten und das Universum, die Reise unserer Seelen und Unendliches mehr kann per Channeling abgefragt und erforscht werden.
Dies generiert mit der Zeit nicht nur einen unglaublichen Wissensschatz, sondern bringt auch schrittweise deine eigene Weisheit wieder hervor. Channeling kann dir wertvolle Antworten, Impulse und Botschaften für deinem Lebensweg vermitteln. Mir liegt es sehr am Herzen, dir in diesem Buch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Quellen des Channelings näher zu bringen, um dich zu inspirieren.
Zu deinen persönlichen Lebensthemen kannst du die Ursachen wie auch Lösungen channeln. Wenn jemand beispielsweise Mobbing am Arbeitsplatz erfährt, krank ist, immer wieder in unglücklichen Partnerschaften landet oder einfach nicht in die Lebensfreude kommt, so kann unser Verstand die wahren Hintergründe nur erraten. Zudem sind wir über ihn mit der Verletzungsebene verbunden, die aus unseren verletzten Seelenanteilen besteht. Aus den unerlösten Leidensgeschichten fließen negative Emotionen und Gedanken, wir spüren alte Ängste und Begrenzungen, aber kommen nicht in die Lösung unseres aktuellen Problems. Über ein Channeling hingegen werden die wahren Hintergründe schlüssig erläutert. Verletzungen aus der Kindheit, begrenzende Glaubenssätze, innere Missverständnisse, ungünstige Verhaltensmuster, karmische Ursachen oder andere Zusammenhänge, die zu dem Problem führten, werden aufgedeckt und es können Lösungsvorschläge einfließen. Du kannst Fragen zu allen persönlichen Belangen stellen, die Antworten und Impulse werden deine Entwicklung liebevoll unterstützen.
Die Kunst des Channelns
Channeling ist das Übersetzen der empfangenen Botschaften in verständliche Worte und wird dabei als ein zügiger, vollkommen harmonischer Gedankenfluss erlebt. Es ist kein lautes Sprechen, wie bei der Vorstellung vom »kleinen Mann im Ohr«. Wer hier angestrengt lauscht, geht am eigentlichen Fluss des Channelings vorbei.
Die Sätze fließen derart zügig, wie man sie sich so harmonisch und stimmig in einer derartigen Geschwindigkeit nicht auszudenken vermag. Aus einzelnen Worten bauen sich Sätze auf. Die Kunst ist es dabei, die Worte voller Vertrauen fließen zu lassen, auch wenn man den tieferen Sinn zunächst noch nicht erkennen kann. Erst wenn man sie Satz für Satz ausspricht oder aufschreibt, offenbart sich die schlüssige Kernbotschaft und ergibt ein stimmiges Gesamtbild.
Das klassische Channeln meint das Empfangen von Worten und kann zusätzlich von inneren Bildern, Farben, Klängen und erhebenden Gefühlen begleitet sein und verdeutlicht werden. Manche Menschen empfangen nur innere Bilder ohne einen begleitenden Wortfluss und bemühen sich dann unter Umständen, sie zu interpretieren. Dies wäre dann kein reines Channeling, sondern ein Rätselraten aus dem Verstand. Bei einer solchen Deutung kann der Mensch, anders als beim Channeling, nur auf seine bisherigen Erfahrungen und Vorstellungen zurückgreifen. Zudem können sich unbewusst Verletzungen einmischen und ein falsches Bild zeichnen. Hier ist es wichtig, den Verstand liebevoll beiseite zu stellen und die Bedeutung der Bilder zu channeln, um die wahre Botschaft zu erfahren.
Wenn gechannelte Worte und Bilder jedoch gemeinsam fließen, unterstützen sie das Verständnis der oft neuen Wissensbereiche, die sich im Channeling offenbaren. Durch das Channeling hat sich meine Hellsicht wieder aktiviert und ich entdeckte das mediale Reisen. Ich habe dadurch unglaublich viel gelernt. Fast mein gesamtes Wissen über die geistigen Dimensionen und größeren Zusammenhänge stammt von dort.
Bleiben wir auf den Verstand begrenzt, so nehmen wir nur die menschlich-irdische Realität wahr, alle anderen Welten bleiben unserer Wahrnehmung dann leider verschlossen.
Heben wir unsere Energien jedoch an und öffnen unsere medialen Sinne, erblicken wir die göttliche Wirklichkeit hinter den Kulissen der irdischen Realität.
Was ist die Geistige Welt?
Die feinstofflichen Schöpfungswelten werden als Geistige Welt bezeichnet und hinter allem steht das reine Bewusstsein, das wir sind, die göttliche Wirklichkeit.
In unserem wahren Wesenskern sind wir empfindungsfähiges, formloses Bewusstsein, das untrennbar mit der Liebe und Einheit der göttlichen Quelle verbunden ist.
Wenn du die Augen schließt und dir alles um dich herum wegdenkst, bleibt das Gefühl übrig, dass du existierst. Hier spürst du dein reines Bewusstsein, das an keine bestimmte Form gebunden ist, sondern sich vollkommen frei bewegen kann.
| ICH BIN. ICH EXISTIERE. |
Neben dem menschlichen Leben gibt es vielfältigste Existenzformen, denn die Schöpfung umfasst verschiedene Universen mit unzähligen Welten und noch viel mehr. Die Anzahl der feinstofflichen Welten ist dabei um ein Vielfaches größer als die der materiellen. Diese wunderschönen Lichtwelten bleiben unseren menschlichen Sinnen verborgen, denn sie bewegen sich auf viel höheren Schwingungsfrequenzen als die Materie und wir selbst. Das Channeling und unsere Medialität geben uns die lang ersehnten Zugänge zurück, denn durch sie wird das Unsichtbare plötzlich wieder ein erfahrbarer Teil unseres Lebens.
Die Schöpfungswelten teilen sich im Prinzip denselben Raum, sie existieren auf unterschiedlichen Frequenzbändern und kommen deshalb nicht miteinander in Berührung. Sie lassen sich sehr gut mit Radiowellen vergleichen. Alle Radiosender senden ihre Wellen durch denselben Raum und auf dieselbe Weise schwingt jede Schöpfungswelt auf ihrer speziellen Frequenz in einer ganz eigenen Dimension. Ausschlaggebend ist dabei, auf welche Welle unser innerer Kanal eingestimmt ist, damit wir den gewünschten Sender empfangen.
Mit etwas Übung können wir so lernen, uns auf die Schwingungsfrequenzen von Engeln, Naturwesen, Aufgestiegenen Meistern, Sternengeschöpfen und vielen anderen Wesen einzustimmen, um aus ihren Dimensionen Botschaften, Bewusstseinserweiterungen, Heilimpulse, Bilder, Klänge, Farben, Energien und mehr zu empfangen.
Zu diesem Thema erlebte ich vor vielen Jahren einige Sichtungen. Ich wurde nachts wach, doch war mein Bewusstsein noch in den Astralkörper verschoben, so dass ich andere Dimensionen tatsächlich vollständig sehen konnte.
Bei einer Gelegenheit war rechts neben meinem Bett plötzlich die Wand verschwunden und ich blickte auf einen idyllischen Bauernhof inmitten einer farbigen Blumenwiese. Dadurch, dass ich nicht mehr durch die Wahrnehmungsfilter meines materiellen Körpers begrenzt war, erschien alles hyperreal, extrem farbig und ich konnte 360 Grad schauen.
Hinter mir sah ich in eine Wüstenlandschaft, in der ein friedliches, spinnenähnliches Wesen mit gleich sechzehn Beinen herumlief, das es auf der Erde in dieser Größe und Form glücklicherweise nicht gibt. Das bestätigte mir eindrucksvoll, dass sich andere Welten wirklich denselben Raum teilen und nur auf unterschiedlichen Frequenzbändern schwingen.
Unsere menschlichen Sinne sind hauptsächlich auf die irdische Ebene ausgerichtet und nicht darauf, andere Dimensionen ständig sehen und hören zu können, denn es würde uns vom Leben ablenken und verwirren. Es macht sehr viel Sinn, dass die medialen Wahrnehmungen unsere menschlichen Sinne nicht dominant überlagern, und so bleiben sie zumeist inaktiv, bis wir sie wieder öffnen. Durch meine Sichtungen, bei denen ich immer mal wieder feinstoffliche Wesen und Dimensionen mit meinen physischen Augen und Ohren sehen und hören darf, bin ich in die Akzeptanz gekommen, dass dies kein Dauerzustand sein sollte. Es ist nicht witzig, wenn du im Auto sitzt und auf einmal wird der Boden unter dir durchsichtig und es sieht so aus, als würdest du auf einem Nichts über eine Schlucht fahren. Natürlich ist die Straße immer noch da und das Auto fährt sicher weiter, doch auf so etwas muss man wirklich vorbereitet sein, und es lenkt wirklich enorm ab.
In den früheren Jahrtausenden waren die Energien auf der Erde sehr viel dichter als heutzutage. Unsere wahrnehmenden medialen Sinne blieben dadurch allerdings übermäßig verschlossen, so dass wir die anderen Reiche sogar leugneten. Selbst Tieren und Pflanzen sprachen wir nicht einmal mehr eine Seele zu. Zum Glück klärt sich dieser gewaltige Irrtum mit unserem erwachenden Bewusstsein endlich auf!
In einem schlafenden Trennungsbewusstsein können wir unsere geistigen Helfer nicht wahrnehmen, wir fühlen uns von der göttlichen Quelle, anderen Dimensionen und Wesen getrennt. Doch wir sind ganz und gar nicht allein, sondern von liebevollen Geistführern und Helfern umgeben, die uns mit hilfreichen Impulsen versorgen möchten. Sie sprechen wirklich rund um die Uhr zu uns, wir hören sie bloß nicht. Ihre feinstofflichen Körper schwingen auf anderen Frequenzbändern, aber dennoch sind sie real. Sie umgeben uns mit ihrer Liebe und fördern unser Erwachen.
Unsere vielen Inkarnationen haben es mit sich gebracht, dass wir unsere Göttlichkeit vergessen haben. Wir haben uns derart auf die irdische Realität fixiert, dass wir alle anderen Dimensionen einfach ausgeblendet haben. Wir unterliegen dem Glauben, dass das Leben als Mensch die einzige Realität sei, und das ist schlicht nicht die ganze Wahrheit.
In Wahrheit sind wir Bewusstsein und unsere Essenz ist die Liebe und schöpferische Glückseligkeit der göttlichen Quelle. Wir können uns in allen Schöpfungswelten, in den unterschiedlichsten Körperformen wie auch als freies, körperloses Bewusstsein ausdrücken.
Ein Verständnis unserer Göttlichkeit konnte bislang nur durch wenige erleuchtete Menschen überbracht werden. Dadurch blieb es für die allermeisten Menschen bei einem blinden Glauben, der durch keinerlei eigene Wahrnehmung bestätigt werden konnte. Stattdessen wurden fade Abbilder und Fehlinformationen erschaffen. Wir glaubten an Gott als einen strafenden, bärtigen Mann im Himmel, ans Fegefeuer oder auch an gar nichts, weil wir die höheren Dimensionen schlicht nicht wahrnehmen konnten. In diesem Zustand spricht man von einem schlafenden oder unerwachten Bewusstsein, denn es besteht kein bewusster Kontakt zur Geistigen Welt und Göttlichkeit. Wir konnten die Verbindung nicht aufrechterhalten und sind Leben um Leben durch die berühmten Schleier des Vergessens gegangen.
Auch wir tragen jedoch hohes Wissen und umfassende Weisheit in uns, die durch unsere Erfahrung als Mensch um ein Vielfaches erweitert wurde. Schwer zu glauben? Tatsächlich durchlaufen wir als Menschen eine großartige Schöpferschule und verweisheiten dabei einzigartige Facetten von Liebe, Mitgefühl und dem Aufstieg aus größtmöglicher Trennung. Mit jeder Erfahrung werden wir uns der allumfassenden Schöpfung bewusster und lernen, selbst Schöpfer zu sein. Dies ist der wundervolle Weg unserer Seelen und er ist unbegrenzt.
Auf unserer Reise ist irgendwann der Zeitpunkt gekommen, uns wieder für die Rückverbindung zur Göttlichkeit und damit auch für unsere natürliche Medialität zu öffnen.
Wie kommuniziert die Geistige Welt?
Die Geistige Welt kommuniziert in Form von Informationspaketen, die über unsere höheren Chakren in unseren inneren Kanal einströmen. Auf den hohen geistigen Ebenen gibt es keine linear voranschreitende Zeit wie auf der Erde, sondern eher Abfolgen, die sich multidimensional ausdehnen. Sämtliche Informationen fließen dort sehr schnell.
Sie brauchen nicht Satz für Satz gesprochen zu werden, eine komplexe Erfahrung lässt sich auch in einem einzigen kompakten Paket auf einmal übermitteln.
Wenn du beispielsweise an deinen letzten Urlaub denkst, so kannst du dir die Erinnerung als Gesamtpaket wachrufen. Du musst sie dir nicht Satz für Satz erzählen, sondern weißt innerhalb einer Sekunde, wie der Urlaub war. Die Tage waren sonnig, du hast Freunde getroffen und ihr wart im Meer schwimmen. Derartiger Natur kannst du dir auch die Informationspakete der Geistigen Welt vorstellen. Beim Channeling empfangen wir sie durch unseren inneren Kanal und sprechen sie Satz für Satz aus oder schreiben sie auf. Wenn man bereits trainiert ist, kann es durchaus geschehen, dass man innerhalb einer Sekunde einen umfassenden Zusammenhang komplett durchschaut. Dies nennt man spontanes inneres Wissen und ich persönlich bezeichne das gerne als »Blitzchanneling«.
Als Menschen kommunizieren wir durch Worte und Gesten. Zudem gibt es unterschiedliche Sprachen und das erschwert eine Kommunikation schon erheblich. In höheren Bewusstseinsebenen haben wir dieses Problem glücklicherweise nicht. Dort können wir umfangreiche Erlebnisse innerhalb eines Sekundenbruchteils telepathisch untereinander austauschen. In den Übermittlungen sind Gefühle, Bilder, Farben, Klänge, Energien, Düfte, Geschmäcker und vor allem Bewusstsein enthalten. Für den Empfänger ist es dann so, als wäre er selbst dabei gewesen. Hier gibt es keine Sprachbarrieren.
Bei einem Channeling wird wie bei einem Universalübersetzer alles automatisch in die Sprache übermittelt, die du verstehst. Durch den erhöhten Bewusstseinszustand, den wir beim Channeling erfahren, erleben wir die übermittelten Dinge förmlich mit. Wir wissen und spüren, dass die gechannelte Information die Wahrheit ist, und bekommen wunderschöne Einblicke in die Geistige Welt.
Nun weißt du, wie die Informationen aufgebaut sind, und als Channeler sind wir Mittler zwischen den Welten. Dabei ist Channeling kein einseitiger Informationsfluss, sondern ein lebendiger Austausch zwischen den Welten. Auch die Geistige Welt lernt durch unsere Erfahrungen. Deshalb sollten wir die menschliche Existenz auf keinen Fall unterschätzen oder herabsetzen. Wir sind beileibe keine Bittsteller, sondern befinden uns in einer wunderschönen, wenn auch sehr herausfordernden Erfahrung als Mensch, von dessen Weisheit die gesamte Schöpfung profitiert. Ganz neue Welten ungeahnter Schönheit entstehen daraus.
Die Blicke des Universums sind gespannt auf den Aufstieg der Menschheit gerichtet. Mit zunehmender Bewusstheit und Herzensöffnung nehmen wir endlich die Schönheit unseres wundervollen Planeten wieder wahr, so dass wir ihn bewahren und genießen können. Wir erwachen zur Schönheit.
Volltrance oder nicht?
In den dichten Energien früherer Zeiten war Channeling oftmals nur in einer Volltrance möglich, bei der das Medium sein eigenes Bewusstsein so weit zurückstellen musste, dass es hinterher kaum noch Erinnerungen an den Kontakt hatte. Dies ist heutzutage glücklicherweise nicht mehr notwendig, denn durch den 1987 begonnenen Aufstiegsprozess haben sich die globalen Energien stark erhöht und den Kontakt vereinfacht.
Eine ganz leichte Trance ist bereits völlig ausreichend, um ein Channeling zu empfangen. Wir sitzen wieder in der ersten Reihe und nicht mehr auf den hinteren Plätzen!
Channelings sind viel mehr als nur Worte
Bei jedem Channeling werden unsere Energien angehoben und wir tauchen in die erhöhten Bewusstseinsebenen ein, aus denen die gechannelten Informationen stammen. Wir empfangen Antworten von purer Liebe und Weisheit, die weit jenseits unseres Verstandesdenkens liegen.
Der Channeler wie auch der Empfänger der Botschaft werden in ihren Energien angehoben und erhalten einen Entwicklungsanschub. Die hohen Energien fördern Erkenntnisse, durch die wir unsere Schwingung schrittweise anheben. Wenn wir beispielsweise mit einem Engel kommunizieren, fließen sowohl das Bewusstsein als auch die heilsamen Energien des Engels wie durch ein geöffnetes Tor direkt zu uns. Wir schwingen in diesem Zustand selbst auf der Ebene der Engel und können wundervolle Einblicke erhalten.
Göttliche Worte zu channeln bedeutet Liebe und Wahrheit zu vermitteln. Reine gechannelte Botschaften sind immer spürbar von Liebe erfüllt. Sie verurteilen nicht, prangern nicht an, drängen nicht in eine bestimmte Richtung oder weisen gar Schuld zu, sondern möchten uns liebevoll unterstützen und daran erinnern, wer wir wirklich sind. Sie stellen Wahlmöglichkeiten und Lösungen vor. Reine Botschaften vermitteln immer ein Gefühl von Liebe, von Angenommensein, Zuhausesein. Sie sind stets inspirierend und aufbauend.
Lebenszusammenhänge können in ihrer größeren Wahrheit verstanden werden. Wir können göttlich inspirierte Schritte, neue Ideen, Heilweisen, musikalische Kompositionen, Gedichte und Wissen empfangen. Wir können erfahren, wie die Naturwesen leben und was uns die Tiere und Pflanzen mitteilen möchten. Auch Landschaften, Gewässer, Berge, Steine, Galaxien, Planeten und Sterne kommunizieren. Es ist so berührend und heilsam. Ängste lösen sich augenblicklich auf, wenn wir wahrhaftig zu verstehen beginnen.
Alles spricht: In der Kommunikation mit Allem Was Ist kannst du die Welt auf eine Weise kennenlernen, wie du es vielleicht nie für möglich gehalten hättest!
Findhorn: Wie ich selbst zum Channeln kam
»Wie bist du eigentlich zum Channeln gekommen?«, werde ich sehr häufig gefragt. Ich wurde durch ein Findhorn-Buch inspiriert. Es beschrieb die spannende Lebensgeschichte von Eileen und Peter Caddy sowie Dorothy Maclean. Anfang der 1960er Jahre zogen die drei aus einer Notlage heraus in einen Wohnwagen im nordschottischen Findhorn und versuchten auf den eher sandigen Böden Nahrung für sich anzubauen. Eileen channelte Botschaften aus der göttlichen Quelle und Dorothy von den Naturwesen und Devas der Pflanzengruppen. Peter, Eileens Mann, war die umsetzende Kraft und verwirklichte die Anpflanzungen. Jeder von ihnen folgte seiner inneren Führung und brachte seine Qualitäten ein. Die Naturdevas leiteten sie bei der Kultivierung der Flächen an und erklärten ihnen die übergeordneten Zusammenhänge.
Die drei wurden Teil einer ganz besonderen Erfahrung, welche die Menschen bis heute inspiriert. Mit Hilfe der »kleinen Wesen« wie Elfen, Gnomen, Faunen, Zwergen, Feen und den Devas der Pflanzen wurde es möglich, dass sie auf kärgsten Böden die erstaunlichsten Gemüseerträge erwirtschafteten. Sie brachten das Wunder von Findhorn hervor, denn es war überraschend, dass in der Gegend überhaupt etwas gedieh.
Durch die Lebensgeschichte der drei wurde ich tief im Herzen berührt. Mich sprach besonders die Kommunikation mit den Pflanzendevas und dem »kleinen Volk« an. Ich jubelte innerlich und dachte mir, wie großartig es doch wäre, mit ALLEM sprechen zu können. Sogar mit jenen Wesen, bei denen wir eine Kommunikation zunächst gar nicht für möglich halten würden. Dieses Buch präsentierte mir das einwandfreie Funktionieren einer telepathischen Kommunikation, die in der Lage war, die bisherigen Grenzen vollständig zu überwinden. Kommunikation ohne sprachliche Barrieren. Und das Ergebnis war sogar direkt sichtbar. Die Pflanzen brachten riesige Gemüse und Früchte hervor, wie sie dort eigentlich gar nicht wachsen durften. Alle Beteiligten wirkten harmonisch zusammen. Wie wundervoll! Ich war tief beeindruckt. Alles spricht – sogar die Pflanze, von der ich es niemals vermutet hätte!*
Mein Herz war entflammt. Ich las das Buch zu Ende und spürte den dringenden Wunsch nach einem Selbstversuch. Sehr unbedarft, aber mit brennender Leidenschaft im Herzen, setzte ich mich an einem Frühsommertag auf den Balkon meiner damaligen Wohnung vor eine Bambuspflanze und startete einen ersten Versuch. Ich setzte mich aufrecht auf einen Stuhl, schloss die Augen und versuchte eine Verbindung zu der Pflanze herzustellen. Ich hatte ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung, wie das funktionieren sollte, denn das Buch enthielt leider keine Anleitung. Ich konzentrierte mich etwas angestrengt auf den Bambus und begrüßte ihn. Ich stellte mich liebevoll vor, doch nichts geschah.
Dann sandte ich ihm gedanklich die Frage, ob er sich wohlfühlen würde und mir vielleicht etwas über sich erzählen könnte. Wieder geschah nichts. Ich saß eine gute Stunde fast regungslos vor dem Topf, wiederholte meine Fragen mehrfach, formulierte sie um und überlegte mir neue. Doch statt eine Antwort zu erhalten, wurde ich immer müder. Ich sank in eine Stille, in der ich mich fast hypnotisiert fühlte. Das war damals ein ungewohnter Zustand für mich. Mit leichten Trancezuständen, wie sie aus einer Entspannung hervorgehen, war ich noch nicht vertraut. Und wieder geschah – nichts! Nachdem mein Kinn ruckartig nach unten sackte, weil ich gerade eingeschlafen war, gab ich meinen Versuch für diesen Tag auf.
Aber es ließ mich nicht mehr los. Mein Forschergeist war hellwach und so ganz ohne einen Erfolg wollte ich mich nicht aus dem Experiment lösen. Ich sprach mit einem Freund darüber und er sagte scherzhaft zu mir, dass Bambus ja wohl eher eine Pflanze des Schweigens sei. Er werde schließlich oft als Symbol für die Meditation genutzt. Ach ja?, dachte ich nur und schmunzelte innerlich. Eine Pflanze des Schweigens ist ja wirklich die beste Voraussetzung für ein telepathisches Gespräch!
Am nächsten Tag war es wieder so weit. Ich brannte vor Neugier und begab mich nach dem ersehnten Feierabend zurück auf meinen Balkon. »Dann wollen wir mal sehen, ob du nicht vielleicht doch sprechen kannst«, sagte ich laut zu dem Bambus und startete Teil zwei meines Experiments. Wieder sank ich nach innen. Aber diesmal übermannte mich die Müdigkeit nicht, denn ich war besser vorbereitet und versuchte mich nicht von ihr einnehmen zu lassen. Mein Körper entspannte sich wohlig und ich sank in eine innere Stille. Plötzlich bekam ich den Eindruck, dass ich den Bambus über mein Gefühl wahrnehmen konnte. Ich spürte seine beruhigende Ausstrahlung und ahnte, dass es ziemlich gut war, mich derart zu entspannen. Dann zog es meine Aufmerksamkeit ganz unerwartet nach links, denn von dort floss plötzlich eine quirlige Lebendigkeit zu mir. Die Stiefmütterchen!
Links neben mir befand sich ein Blumenkasten mit kleinen, orangefarbenen Hornveilchen. Ihr beseelter Impuls wurde in meiner tiefen Entspannung für mich spürbar. Als ich mich ihnen zuwandte, bekam ich ein schemenhaftes inneres Bild, dass sich die Pflänzchen angeregt miteinander unterhielten, ganz wie bei einem Kaffeeklatsch. Das war so belustigend und überraschend, dass ich ziemlich sicher sein konnte, es mir nicht eingebildet zu haben. Auf die Idee eines Kaffeeklatsches in meinem Blumenkasten wäre ich wirklich nie gekommen. Achtsam und liebevoll wandte ich mich an die niedlichen Geschöpfe und sandte ihnen ein geistiges »Hallo?!«.
Sofort schlug die angeregte Unterhaltung in absolute Stille um. Kein Mucks mehr im Blumenkasten! Stattdessen hatte ich den Eindruck, dass mich die Pflanzen alle erstaunt ansahen. Sie hatten ihr Gespräch unterbrochen und schauten mich mit großen Augen an. Ich konnte ihr Erstaunen fühlen und sie drehten sich alle zu mir um.
»Äh … ich bin Tanja …«, reagierte ich nach einer kleinen Schrecksekunde. »Ich habe euch in den Blumenkasten auf meinem Balkon gepflanzt und möchte sehr gerne mit euch sprechen. Habt ihr Lust darauf?«
Instinktiv hatte ich wohl alles richtig gemacht. Mich höflich vorgestellt, meine Bitte angetragen und ich stellte es ihnen frei, mir zu antworten. Ich nahm wahr, wie sie untereinander tuschelten. Dann wandte sich mir eine von ihnen zu und begrüßte mich freudig. Sie seien doch insgesamt recht überrascht, mit einem Menschen zu sprechen, sagte sie. Ich konnte das Gespräch nicht laut hören, sondern ihre Worte flossen als sanfter Gedankenstrom im mich hinein. Sie würden sich aber sehr freuen, jetzt mal mit einem Menschen zu sprechen. Sie hätten zwar davon gehört, dass so etwas möglich sei, allerdings noch nie diese Erfahrung gemacht.
Unglaublich!!!
Die Pflanze, die für die Gruppe sprach, trat hervor und lief in ihrer feinstofflichen Gestalt an den Rand des Blumenkastens. »Möchtest du etwas von uns wissen?«, fragte sie mich und ich nahm sogar den Klang ihrer hellen, weiblichen Stimme wahr. Wie bezaubernd! So ein kleines, zartes Wesen.
Ich überlegte kurz. Während mir beim Lesen des Buches noch tausend Ideen gekommen waren, was ich Pflanzen schon immer einmal fragen wollte, fiel mir jetzt absolut nichts mehr ein. »Ich weiß nicht«, entgegnete ich etwas unsicher. »Erzähl mir doch bitte, wie ihr euer Leben in dem Blumenkasten empfindet. Wie erlebt ihr den Tag?«
Was dann kam, hatte ich noch nie zuvor erlebt. Es war eine Mischung aus einem sanften, aber dennoch deutlichen Gedankenstrom, untermalt mit inneren Bildern und spontanem Wissen. Er wurde von erfüllenden und erhebenden Gefühlen begleitet. Ich konnte tatsächlich verstehen, was sie sagten – ich sprach mit Pflanzen! Ein Wunder!
Für mich jedenfalls, zu jenem Zeitpunkt.
Während sie mit mir sprachen, sah ich innerlich, wie sich ihre Blütenköpfe sanft im Wind wiegten, und ich spürte die wärmende Kraft der Sonne auf ihren Blättern. Sie fühlten sich in ihrer Gruppe unendlich wohl, liebten den Tag und das Sonnenlicht. Durch den Kasten fühlten sie sich nicht begrenzt. Es war nicht schlimm, dass sie nicht im Freiland standen. Sie spürten die warme, nährende Erde um ihre Wurzeln und liebten ihren Platz. Sie kannten weder Langeweile noch Mangel, denn sie lebten in einem erfüllten Zustand puren Seins.
»Wir fühlen uns sehr wohl, wir wiegen uns im Wind«, hörte ich sie sprechen. »Der Wind ist wie ein Vater, der uns behütet, und die Sonne wie eine Mutter, die uns nährt und versorgt. Wir gehen in dem auf, was wir sind. Wir sind zufrieden und glücklich. Es fehlt uns an nichts und wir lieben es, unser inneres Leuchten über die Farben unserer Blüten nach außen zu strahlen. Wir freuen uns, wenn du dich an uns erfreust.
Die Sonne nährt uns. Die Erde nährt uns. Wir haben genügend Wasser und nehmen Nährstoffe und Licht über unsere Blätter und Wurzeln auf. Alles durchströmt uns und hält unsere Pflanzenkörper am Leben. Wir haben einander und wir preisen das Sonnenlicht. Wir streben dem Sonnenlicht entgegen und öffnen unsere Blüten, um es zu empfangen. Dies ist unsere größte Freude und Erfüllung.«
Meine Wahrnehmungen wurden immer intensiver. Wie mit einem inneren Röntgenblick konnte ich die Umrisse ihrer Wurzeln in der Erde wahrnehmen und erkennen, wie durch sie winzige Lichtpartikel in die Stängel und Blätter flossen. Die Blätter und Blüten waren von feinsten Adern durchzogen, die sich hell leuchtend zeigten.
Die Sonne schien einladend über ihren Köpfen und eine lebendige Farbigkeit durchdrang die ganze Szene. Noch nie zuvor hatte ich innere Bilder erlebt.
Ich war zutiefst ergriffen und konnte die Hingabe fühlen, in der sie lebten. Ein rundherum erfüllter Seinszustand. Mir stiegen Tränen tiefster Berührung in die Augen und ich war vollkommen überwältigt. Das hatte ich wirklich nicht erwartet! Nicht nur, dass ich ihre Antwort verstehen konnte, ich fühlte auch ihre Gefühle. Ich bekam bildhafte Eindrücke, selbst wenn sie zunächst etwas nebulös erschienen. Ich fühlte mich beseelt und erfüllt von dem Kontakt.
Erst jetzt bemerkte ich, dass die Verbindung noch etwas anstrengend war und ich mich nicht mehr darin halten konnte. Es war, als höbe man ein Gewicht und bräuchte nach einer Weile eine Pause. Mein innerer Kanal war noch untrainiert. Ich dankte den süßen Pflänzchen und verabschiedete mich liebevoll. Während der Kommunikation hatte ich mich wohl ein kleines Stückchen von meinem Körper gelöst, denn mein Bewusstsein sank nun deutlich in den Körper zurück und ich genoss den Nachklang meiner ersten gelungenen Kommunikation in den frühabendlichen Sonnenstrahlen.
Sei dir versichert, dass ich die Pflanzen und die gesamte Natur von da an mit völlig anderen Augen sah!
Es brauchte einige Tage, bis ich die Erfahrung verarbeitet hatte, derart ergriffen war ich. Mein Herz war so weit. In den folgenden Tagen traf ich mich zwei Mal mit Freunden in einem Café und beide Male standen dort Schnittblumen in der Vase.
Allein bei ihrem Anblick liefen mir sofort die Tränen und ich erinnerte mich an unser besonderes Gespräch. Meine Freunde fragten mich besorgt, ob denn alles in Ordnung sei, und konnten gar nicht verstehen, dass mich der Anblick von Schnittblumen derartig aus der Fassung brachte. Ich erzählte ihnen die Geschichte und wir dachten zuerst, es läge daran, dass die Pflanzen abgeschnitten waren. Doch das war gar nicht das Problem. Wenn sie mit Achtung und Dankbarkeit und nicht übermäßig geschnitten würden, wäre es kein Problem, erklärten sie mir später. Sie würden uns gerne ihre Blüten schenken, um unsere Herzen zu erfreuen und die Liebe der Erde zu übermitteln.
Meine Tränen waren ein Ausdruck tiefster Berührung und der Öffnung einer neuen Herzensfacette. Glücklicherweise legte es sich nach ein paar Tagen wieder und der neue Zugang integrierte sich sanft. Mir wurde erst viel später klar, dass mich der Bambus in die nötige innere Stille gebracht hatte, um überhaupt kommunizieren zu können. Seine schweigsame Ausstrahlung hatte mich entspannt und geerdet und das war eine ganz wichtige Voraussetzung, um meine Medialität erleben zu können. Diese erste Erfahrung wurde perfekt für mich organisiert und ich bin bis heute von Achtung und Dankbarkeit darüber erfüllt.
Ich hatte medial mit Pflanzen kommuniziert, ich hatte gechannelt, wenn man es denn so nennen wollte. Ich war überwältigt und vollkommen beseelt. Es fühlte sich an, als sei ein uralter Wunsch in Erfüllung gegangen. Tief in mir hatte ich schon immer geahnt, dass geistige Kommunikation funktionierte, und nun hatte ich die Bestätigung erhalten. Ich wollte mehr darüber erfahren und vor allem wollte ich channeln. Wenn man mit Pflanzen kommunizieren konnte, dann müsste es auch mit Tieren funktionieren, wob ich den Faden weiter. Und wenn es mit Tieren funktionierte, dann auch mit Engeln und dann auch mit der göttlichen Quelle. Mit Allem Was Ist.
| Alles spricht. Alles kann verstanden werden. Grenzenlose Kommunikation. |
Es war kein Übersetzer nötig, denn ich empfing alles automatisch in meiner Muttersprache. Austausch ohne Grenzen. Unendliche Welten öffneten sich schlagartig für mich.
Was für eine Erkenntnis!
Wie baut man einen Kontakt zur Geistigen Welt auf?
Ein Geheimnis des Kontaktes zur Geistigen Welt liegt im sogenannten »Einstimmen« oder »sich verbinden«. Hierzu richtet man sein Herzensgefühl und seine Wahrnehmung ganz auf den Gesprächspartner, wie beispielsweise einen Engel, ein Tier oder eine Pflanze aus. Im ersten Schritt ist es notwendig, in einen leichten Trancezustand zu gehen, denn dort verändert sich unsere Gehirnfrequenz vom normalen Beta-Zustand des Wachbewusstseins in den tieferen Alpha-Zustand.
Auch Kombinationen von Theta- und Deltawellen kommen später hinzu. Erst auf diesen Frequenzen werden mediale Wahrnehmungen überhaupt möglich. Sie sind durch leichte Entspannung und eine meditative innere Einkehr erreichbar. Je weiter unsere Bewusstseinsöffnung fortschreitet und Erleuchtungserlebnisse offenbart, desto mehr reicht die Gehirnwellenfrequenz dann bis in den Gamma-Bereich hinein.
Wenn du eine monotone Tätigkeit ausführst oder eine längere Strecke mit dem Auto fährst, kannst du unbeabsichtigt auch in eine solche leichte Trance geraten.
Wenn du dich dann wie kurz vor dem Einschlafen fühlst, ist die Trance allerdings für das Channeln schon viel zu tief und für das Autofahren nicht gut. Deine Aufmerksamkeit in den Körper sinken zu lassen und deine innere Stille wahrzunehmen, führt dich bereits in eine leichte Trance.
Der Schlüssel zur Medialität liegt in unseren Gefühlen, im Hineinspüren. Wir können uns nicht hineindenken, sondern nur hinein fühlen. In unserer westlichen Gesellschaft wurden wir jedoch sehr in den Verstand hinein erzogen und dürfen hier umlernen. Es ist überaus wichtig, unsere Herzensebene und unser Bauchgefühl wieder in das alltägliche Leben einzubeziehen, denn nur hierüber können wir die Wahrheit als ein stimmiges Gefühl wahrnehmen. An beiden Punkten ist unsere Seele energetisch mit dem Körper verbunden. Über die Herzens- und Bauchstimme nehmen wir Führungsimpulse unserer Göttlichkeit wahr und sie ist unsere verlässlichste Lebensnavigation. Von unserer nachdenkenden Verstandesebene aus ist hingegen kein Channeling und auch kein Heilwirken möglich, denn sie berührt mit ihrer Frequenz nicht die Geistige Welt.
Für einen medialen Kontakt zur Geistigen Welt benötigen wir:
1.Einen leichten Trancezustand
2.Gedankenstille
3.Herzensöffnung & Einstimmung
Leichter Trancezustand
Du kannst einen leichten Trancezustand erreichen, indem du deine Aufmerksamkeit sanft in deinen Körper lenkst. Spüre in deine Arme, Beine und in deinen Bauch- und Beckenbereich hinein. Dadurch lässt du das reine Denken los und sinkst in dein Gefühl. Erst hier öffnen sich die Tore deiner medialen Wahrnehmung.
Gedankenstille
Es ist wichtig, unseren Verstand zur Ruhe kommen zu lassen, damit sich keine Gedankenfluten einmischen. Dazu stellst du am besten alle Gedanken und negativen Emotionen hinter dich oder lässt sie auf einer kleinen Wolke davonschweben.
Wenn wir uns in einem regen Gedankenchaos befinden, so sind wir nicht richtig im Leben präsent und die Verstandesebene hat hier das Steuer übernommen. Wir laufen unruhig umher und auf dieser Frequenz scheint nichts richtig zu funktionieren. Kennst du das? Wenn du es besonders eilig hast, entsteht der größte Stau oder die längste Schlange im Laden.
Das Trainieren des Channelns führt dich nach einer Weile unwillkürlich in eine Gedankenstille. Mir geht seitdem kein unaufhaltsames Durcheinander mehr durch den Kopf, wie es zuvor ständig der Fall war. Ich kann denken, wann ich möchte, und für den Rest der Zeit herrscht eine angenehme Stille, so dass ich ständig mit meinem Glücksgefühl verbunden sein kann. Hier vermag mich meine göttliche Führung zu erreichen und mein Leben kann harmonisch fließen.
Herzensöffnung & Einstimmung
Du erreichst bereits eine leicht erhöhte Energie, wenn du in dein Herzchakra in der Mitte der Brust hineinspürst. In ihm schwingen sanfte Liebe und Freude. Im physischen Herzen befindet sich in der fünften Herzkammer ein energetisches Abbild unseres göttlichen Selbst. Es ist mit dem Herzchakra verbunden und wir können es unseren göttlichen Kern oder Funken nennen. Lege deine Hand auf dein Herzchakra und schreibe in deiner Vorstellung mit großen goldenen Buchstaben »Ich liebe mich« hinein. Der Satz erzeugt ein Gefühl sanfter Herzensliebe. Probiere es direkt aus und fühle. Schon bist du mit deinem Herzensgefühl verbunden!
Deine Herzensöffnung kannst du weiterhin durch angenehme Klänge, Visualisierung der Farben Rosa und Grün im Herzchakra, Rosenduft und Dankbarkeit unterstützen. Stelle dir öfter vor, dein Herz sei eine wunderschöne Blüte, die sich öffnet, und spüre hinein. Lasse dein Herz erblühen!
Die Identifikation mit unseren unverheilten Verletzungen hält uns dagegen in niedrigen Energien, negativen Emotionen und Begrenzungen. Du solltest mit deinem Fokus dort nicht anhaften, sondern ihn immer wieder in positive Gefühle hineinlenken. Alle positiven Gefühle erhöhen übrigens deine Schwingung. Unterstütze sie mit dem Blick auf die Schönheit der Natur, Dankbarkeit und positiven Erfahrungen. Zudem kannst du dir einen Ressourcenpool aus guten Gefühlen anlegen, dazu kommen wir später noch.
Beginne ein Channeling oder eine mediale Kommunikation stets mit einem Herzensgefühl. Wenn du Lichtwesen wie etwa Engel, Aufgestiegene Meister oder Naturwesen als Kommunikationspartner begrüßt, werden sie immer eine Verbindung zu deinem Herzen aufbauen. Lasse auch du Liebe in ihre Richtung fließen und erfasse ihre Ausstrahlung über dein Gefühl. Dadurch stimmst du dich auf sie ein.
Wenn du gerne channeln lernen möchtest, so kannst du davon ausgehen, dass du auch bereit dazu bist und es dir gelingen wird. Deine Seele hat dich dorthin geführt und sie wird dir helfen, deinen Herzenswunsch zu erfüllen.
* Das Buch, von dem hier die Rede ist, liegt als Der magische Findhorn-Garten im Aurinia Verlag, Hamburg 2015, auf Deutsch vor. Einer der Mitbegründer der Findhorn Foundation, zu der sich dieses kleine Staatswesen Findhorn im Norden von Schottland entwickelte, ist David Spangler, der bei AMRA das Buch Techno-Elementale veröffentlichte, in dem er die neue feinstofflich beseelende Dimension unserer High-Tech-Zivilisation beschreibt. Er verfasste auch das Vorwort zu dem AMRA-Buch Die Sídhe seines engen Freundes John Matthews, der darin einen Abgesandten des irischen Feenvolkes channelt. Die Beschützerin des Feenvolkes ist übrigens die irische Göttin Die Morrígan, über die Morgan Daimler in ihrem gleichnamigen AMRA-Buch berichtet.

2
Ein erstes Channeling
»Fühle in dein Herz. Spüre die Liebe.
Bleibe dort.«
Übung: Channeling mit deiner Seele
Nun möchte ich dich gerne schrittweise durch ein Channeling mit deiner Seele führen. Halte bitte etwas zum Schreiben bereit.
1. Schritt: Eine leichte Trance erreichen
Während du liest, richte bitte gleichzeitig deine Aufmerksamkeit in deinen Körper hinein – und ja, das geht. Lasse sie in deinen Körper sinken und fühle dich hinein. Spüre die Unterlage, auf der du gerade sitzt oder liegst.
Wie fühlt sich der Kontakt an?
Dadurch verlässt du die Verstandesebene und tauchst in dein Gefühl ein. Du kannst nicht gleichzeitig im Verstand und im Gefühl sein. Lasse deine Aufmerksamkeit in deinen Bauch-Beckenbereich sinken. Dort öffnet sich deine innere Seelenlandschaft und lädt dich an einen Wohlfühlort ein. Nimm wahr, welche Landschaft sich dir spontan zeigt. Vielleicht gelangst du an einen wunderschönen See, auf eine Wiese, in einen Wald oder lehnst dich an eine warme Sanddüne an. Wenn das nicht klappt, dann stelle dir einfach eine Wohlfühllandschaft vor.
Komme dort an, lasse dich nieder und fühle den Boden mit deinen inneren Händen. Du fühlst dich sicher und geborgen, dies sind die Gefühle deiner inneren Mitte. Spüre, wie es ruhiger und stiller in dir wird. Du tauchst in eine leichte Trance ein. Die festen Konturen deiner Umgebung erscheinen weicher. Nimm wahr, wie sich dieser Zustand für dich anfühlt.
2. Schritt: Gedankenstille
Stelle alle Gedanken und negativen Emotionen bildlich hinter dich oder setze sie auf eine Wolke und lasse sie davonschweben.
3. Schritt: Dein Herzchakra öffnen
Atme Liebe von vorne durch dein Herzchakra ein und lasse dich von ihr erfüllen. Reine Liebe existiert in jedem Wesen, Raum und Ding. Alles ist über die Essenz der Liebe verbunden. Schreibe mit goldenen Buchstaben »Ich liebe mich« in dein Herz und lasse den Satz in dir schwingen.
Er erzeugt ein sanftes Gefühl von Liebe. Es ist ein ganz zartes, sanftes Herzensgefühl. Fühle es.
Pause
Stelle dir vor, dass deinem Herzen Flügel wachsen und sie sich mit jedem Atemzug bewegen. Spüre die sanfte Liebe und Freude und dehne sie aus auf deinen ganzen Körper.
4. Schritt: Channeling mit deiner Seele
Bitte deine Seele nun, sich innerlich vor dich zu stellen. Auf diese Weise wirst du sie wahrscheinlich am besten wahrnehmen können. Nimm ihre Ausstrahlung wahr.
Vielleicht zeigt sich dir deine Seele als Lichtgestalt oder Engel. Sie wird dir in der Form erscheinen, die du am besten annehmen kannst. Wenn du keine Wahrnehmung bekommst, so stelle dir einfach vor, dass sich deine Seele als ein wundervoller Lichtengel vor dich stellt.
Dies ist für einen guten Start vollkommen in Ordnung. Reiche deiner Seele innerlich die Hände und begrüße sie. Sende ihr Liebe aus deinem Herzen. Fühle ihre Ausstrahlung.
Wie sieht sie für dich aus?
Wie fühlt sie sich an?
Pause
Berühre deine Seele mit deinen inneren Händen, das intensiviert den Kontakt.
Pause
Bitte sie nun um eine Botschaft und lasse die Worte in deine Gedanken fließen. Es werden wahrscheinlich zunächst ganz einfache Worte kommen, um dich nicht zu überfordern. Du kannst mit deiner Seele sprechen wie mit einem guten Freund. Empfange eine erste Botschaft und du kannst sie gerne aufschreiben.
Pause
Bedanke dich für alles, was geflossen ist.
Bitte deine Seele, dir zum Abschluss ein Geschenk zu überreichen, das jetzt richtig für dich ist, und lasse es dir in deine inneren Hände legen. Sieh es dir an. Ist es ein symbolischer Gegenstand oder eine Qualität? Was ist es?
Pause
Frage deine Seele, was das Geschenk beinhaltet. Wozu dient es dir? Lasse die Antwort in deine Gedanken fließen.
Dann lege dein Geschenk in dein Herzchakra. Darüber kann es sich am besten integrieren, so dass du seine Qualitäten nutzen kannst. Vielleicht hast du Vertrauen geschenkt bekommen, Freiheit, Wissen oder etwas anderes.
Bedanke dich bei deiner Seele.
Herzlichen Glückwunsch, deine ersten Botschaften und Wahrnehmungen sind nun geflossen!
Vielleicht hast du einige wenige Stichworte oder auch schon längere Sätze empfangen. Freue dich über dein erstes Erlebnis. Selbst die feinsten Empfindungen und Regungen sind ein erster Erfolg. Erwarte bitte nicht zu viel, denn mit Enttäuschung zerstörst du das zarte Pflänzchen deiner aufkeimenden Medialiät wieder. Nähre es mit Freude, damit es wachsen kann.
Mediale Wahrnehmungen sind im Gegensatz zu unseren gewohnten Empfindungen sehr viel feiner, so dass wir sie schnell übersehen. Also keine Sorge, dein Herzensgefühl wird dich nicht vom Stuhl hauen, sondern es wird dermaßen zart und fein sein, dass du es möglicherweise anfangs sogar überspürst, weil du nach etwas Eindrucksvollerem Ausschau hältst.
Wenn du nichts empfangen oder gefühlt hast, sei bitte nicht traurig. Probiere es einfach erneut. Vielleicht warst du zu angespannt, konntest eine Erwartungshaltung nicht richtig loslassen oder brauchst einfach mehr Übung. Jeder Mensch darf sich hier gleich wertvoll und begabt fühlen und es liegt mir sehr am Herzen, dies zu vermitteln. Menschen, die solche Zugänge noch nie erlebt haben, wissen einfach nicht, wie sie sich anfühlen. Manchmal können wir diese Zugänge selbst wieder öffnen und manchmal brauchen wir die Unterstützung einer fachkundigen Person, die sie bereits integriert hat.
Wenige Wochen nach meiner ersten Kommunikation mit den Stiefmütterchen wurde mein innerer Kanal in einem abendlichen Lichterlebnis seitens der Geistigen Welt geöffnet und mit der Engelebene und der göttlichen Quellebene rückverbunden. Die Zugänge zu den Aufgestiegenen Meistern und Tieren jedoch konnte ich zunächst auch nicht aus eigener Kraft öffnen und vertraute mich der Unterstützung irdischer Lehrer an, die diese Zugänge bereits verwirklicht hatten und mich hineinführen konnten. Ich machte eine Ausbildung in Tierkommunikation und wenig später auch eine Channeling-Ausbildung. Mit Verstorbenen konnte ich nach einem Nahtoderlebnis in meiner Kindheit zunächst viele Jahre über Klarträume kommunizieren und sie später dann ganz leicht und ohne weitere Hilfe channeln.
Solltest du also diesmal noch keinen oder nur einen sehr leichten Zugang erlangt haben, gräme dich nicht. Die liebevollen Energien dieses Buches, die lebendigen Geschichten und Übungen darin möchten dir helfen, ein Gefühl für die Geistige Welt zu entwickeln und dich für sie zu öffnen. Und wir befinden uns ja noch ganz am Anfang des Buchs. Vielleicht klappt es an einer anderen Stelle ja schon viel besser.
Mehr über meinen Weg
Meine Kanalöffnung seitens der Geistigen Welt war für mich ein ganz besonderes Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Glücklicherweise war ich nicht allein und ein guter Freund, der schon deutlich mehr Erfahrung hatte, stand mir bei.
Wir saßen eines Abends auf dem Sofa in meiner Wohnung, als sich die Atmosphäre plötzlich auffallend veränderte. Irgendetwas erfüllte den Raum mit unglaublicher Liebe.
Wir wurden aufmerksam und beschlossen, uns näher darauf einzustimmen. Dabei erschien es mir, als würde es um mich herum zunehmend heller und als hätte auch in mir jemand ein Licht eingeschaltet. In meinem Kopf war es trotz geschlossener Augen sonnenhell.
Ich fragte meinen Freund, ob er wüsste, was hier geschah. Er antwortete: »Das fühlt sich wie ein Engel an.« Bis zu jenem Zeitpunkt hatte ich noch keine Engelkontakte erlebt, doch jetzt lernte ich nicht nur ihre Schwingung kennen, sondern erlebte auch noch das unglaubliche Geschenk einer Spontanöffnung. Ich saß völlig regungslos auf dem Sofa und konnte gar nicht fassen, was geschah.
Meine Aufmerksamkeit wurde nach oben aus meinem Kopf herausgezogen. Ich blickte innerlich »hinauf« und sah helles goldenes Licht.
Wellen bedingungsloser Liebe durchströmten mich und hoben meine Energien an. Ich wurde mit den liebenden Sphären der Engelebene und der göttlichen Quelle rückverbunden, so dass ich sie wieder fühlen und wahrnehmen konnte. Ich empfing eine Spontanöffnung höherer Bewusstseinsebenen.
In dieser Schwingung spürte ich den Engel, der mir dieses Wunder überbrachte, hautnah. Für einen Augenblick schwebte ich direkt neben ihm – einem riesigen goldenen Engel, der in allen Facetten von Gold, Blau, Rot, Violett, Grün und vielen weiteren Farben erstrahlte. Ich sah mich aus unzähligen Lichtpartikeln bestehen, die sich weit ausdehnten.
Durch sein Herz strömte das Licht der Quelle und nahm mich in die Einheit auf. Jahrelang hatte ich nach Wahrnehmungen gesucht und jetzt plötzlich konnte ich das Licht eines Engels und sogar der Quelle schauen. Die Zeit stand still. Es war ein heiliger Moment für mich. Ich badete in wunderschönen Gefühlen und im Licht der Quelle. Ich war von dieser wundersamen Begegnung beseelt und ging wie auf Wolken. Es brauchte einige Zeit, bis mir klar wurde, was dort wirklich geschehen war, und auch, dass es Metatron gewesen war, der mir dort half.
Nach diesem Erlebnis wurde ich so neugierig auf Engel, dass ich mich intensiv mit ihnen zu beschäftigen begann. Von da an flossen erste längere Botschaften und ich hatte bald das Gefühl, eine Ausbildung besuchen zu wollen, um meine Erfahrungen zu erweitern und mehr Know-how zu bekommen. Ich suchte nach Bestätigung, Sicherheit und der angenehmen Unterstützung eines Lehrers. Ich wurde fündig und besuchte zunächst eine Ausbildung in Tierkommunikation und ein Jahr danach eine Channeling- und auch eine Heiler-Ausbildung. Die irdischen Schulungen bereiteten mir eine hervorragende Grundlage, auf der ich mich dann selbständig weiterentwickeln und die Geistige Welt erforschen konnte. Ich konnte das Channeling nun sehr umfangreich nutzen, um mich von der Geistigen Welt unterrichten zu lassen. Mit jedem Schritt gab es Neues zu entdecken und ich lernte täglich dazu. Meine Entwicklung beschleunigte sich.
Channeling offenbart Welten, die weit jenseits unserer Vorstellungskraft liegen. Auf dieser Ebene gibt es keine Lügen oder Täuschungen. Die wahren Zusammenhänge des Lebens können deutlich erkannt werden. Die Geschichten der Seelen sind zutiefst berührend und herzöffnend. Es ist eine riesige Chance, die Welt ganz neu kennenzulernen.
Mein Herz war bereits im ersten Kontakt mit den Pflanzen entflammt und sehr schnell spürte ich den innigen Wunsch, das Channeling zu unterrichten. Doch bis dahin lag noch viel innere Arbeit vor mir, denn natürlich habe ich auch die Stolpersteinchen kennengelernt und sämtliche Selbstzweifel erlebt. Dies gehört dazu, denn sonst würden wir nicht alle Seiten der Erfahrung kennenlernen und unsere Weisheit wäre nicht vollständig. Zur Entwicklung eines Channelers wie auch eines Heilers gehört eine fortlaufende Eigenklärung, damit wir nicht stehen bleiben, sondern immer weitreichendere Bereiche der geistigen Dimensionen begreifen und erfahren können.
Die nächsten Jahre verbrachte ich erst einmal damit, die Dimensionen zu erforschen und meine frühesten Verletzungen zu heilen. Dieser Entwicklungsabschnitt dauerte sechs Jahre, bis ich mich bereit fühlte, andere Menschen mit solch wundervollen Zugängen zu verbinden. Das ist immer ein großartiger Moment und ich liebe ihn aus tiefstem Herzen.
Ich freue mich, wenn du mit diesem Buch erste Schritte in eine neue Richtung gehen kannst und sich bislang unbekannte Türen für dich öffnen.


3
Die Wahrheit über Wahrnehmungen
Mediales Hören und Sehen: Was Wahrnehmungen wirklich sind
In meinen Ausbildungen und Seminaren liegt es mir stets sehr am Herzen, die Teilnehmer über mediale Wahrnehmungen aufzuklären, denn viele Menschen meinen nichts aus der Geistigen Welt »hören« oder »sehen« zu können. Auch ich selbst bin diesem fatalen Irrtum über Wahrnehmungen aufgesessen, der meine medialen Fähigkeiten jahrelang blockierte.
Bereits vor meinen ersten Channeling-Erfahrungen hatte ich spirituelle Bücher gelesen. Die Autoren schrieben immer, dass sie die Geistige Welt sehen oder hören könnten, und ich erhielt den Eindruck, dass sie die Engel und Helfer der Geistigen Welt tatsächlich mit ihren physischen Sinnen sahen und auch laut hörten. Ich dachte sofort, dass so etwas ohne besondere Begabung wohl vollkommen unmöglich wäre und mir wahrscheinlich auch nie geschehen würde. Ich hielt tatsächlich eine ganze Weile Ausschau, ob ich einen Engel physisch sehen oder hören könnte. Natürlich ohne Erfolg. Irgendwann stellte ich den Versuch ein und hoffte, zumindest vor meinem Stirnchakra, dem Dritten Auge, endlich etwas »sehen« zu können, wie ich es in einem weiteren Buch gelesen hatte. Ich bemühte mich, farbige Bilder vor meiner Stirn zu erkennen, doch auch das funktionierte nicht. Vor meinen geschlossenen Augen blieb einfach alles dunkel. Lediglich das Sonnenlicht erzeugte farbige Punkte, aber das ist ja eher ein körperliches Phänomen.
Es zog mich damals auf spirituelle Messen und auch zu einem Chakra-Seminar. Dort machten wir eine Meditation und sollten über eine imaginäre Treppe in einen Amethyst-Kristall hineingehen, der auf dem Tisch stand. In der Austauschrunde berichteten die Teilnehmer, was sie alles »gesehen« hatten. Bunte Farben, verzierte Tore, Landschaften, Bücher mit Wissen und auch Treppen in dem Kristall. Sie trafen dort sogar auf das Wesen des Kristalls. Ich war total enttäuscht!
Wie immer hatte ich gar nichts gesehen, dabei hatte ich es doch so sehr versucht. Ich stellte mir krampfhaft eine Treppe vor, statt die ersten nebulösen Eindrücke einfach zu mir kommen zu lassen. Ich hatte glasklare, farbige Bilder erwartet und ging davon aus, dass die anderen Teilnehmer innerlich Farbbilder und ganze Kinofilme sahen, denn sonst könnten sie ja wohl kaum diese Details berichten. Ich war am Boden zerstört. Nur bei mir war alles schwarz. Keine Farben, keine Formen. Das würde ich ganz sicher niemals können, dachte ich damals. Ich habe lange Zeit geübt, mich immer wieder hingesetzt und versucht, irgendetwas wahrzunehmen. Fast hätte ich mir das Hirn dabei verknotet, so sehr strengte ich mich an. Alles blieb erfolglos, denn ich fixierte mich auf den völlig falschen Punkt, was ich aber damals noch nicht wusste.
Das Thema hatte meine Neugier geweckt. Ich besuchte weitere Messen und fragte die Leute an den Ständen nun ganz direkt. Wie seht ihr die Geistige Welt? Hört ihr tatsächlich Engel oder Elfen laut sprechen? Nachdem ich zunächst ein Ja als Antwort erhielt, kam allerdings bei weiterem Nachbohren heraus, dass es statt Sehen doch eher innere Ahnungen, nebulöse Bilder, ein Fühlen, verbunden mit spontanem Wissen, und statt lautem Hören ein sanfter Gedankenfluss war. Das zeichnete doch gleich ein ganz anderes Bild!
Ich hatte so lange Zeit eine völlig falsche Vorstellung gehabt! Ich hatte farbige Bilder erwartet, als ob man in einen inneren Fernseher schauen würde. Ich hatte laute Worte in meinen Ohren erwartet und dadurch meine Wahrnehmungen völlig übersehen und blockiert. Schon der angestrengte Versuch schnitt mich von ihnen ab. Jetzt wurde es mir endlich klar. Zwar bekomme ich immer mal wieder Sichtungen über meine physischen Augen von anderen Dimensionen geschenkt, doch konnte ich diese Wahrnehmungen nicht willentlich steuern. Sie kamen und gingen, wie es ihnen beliebte. Laut meinen geistigen Lehrern dienen sie mir lediglich als Bestätigung und damit ich die Dinge besser unterrichten kann.
Erst als mir klar wurde, dass solche tatsächlichen Sichtungen eher zu den Ausnahmeerscheinungen gehören und in einer derartigen Intensität gar nicht nötig sind, wurde ich mit medialen Wahrnehmungen beschenkt, die ich nun auch bewusst herbeiführen konnte. Deshalb möchte ich dir jetzt gerne einen Eindruck deines inneren Sehens vermitteln.
Bitte denke an einen Apfel.
Irgendwo taucht nun ein Apfel auf. Vielleicht befindet er sich in deinem Hinterkopf, vielleicht vor dir, seitlich neben dir oder möglicherweise kannst du auch gar keinen Ort benennen. Doch irgendwo ist der Apfel.
Spüre nun genauer hin und frage dich, welche Farbe er wohl hat. Lasse die Assoziationen einfach entstehen. Frage dich nicht, ob sie richtig oder falsch sein könnten oder ob du gerade einen real existierenden Apfel wahrnimmst.
Das spielt für diese Übung keine Rolle. Dieser Apfel ist kein inneres Fernsehbild, dennoch ist er irgendwie da. Vielleicht hast du die spontane Idee, dass er rot oder auch grün sein könnte. Es ist eher das vage Erahnen eines Apfels. Vielleicht ereilt dich ein spontanes Wissen, dass er gelb ist.
Auf diese Weise werden innere Bilder erlebt. Sie können zunächst ganz vage, schemenhafte Ahnungen sein, die man gar nicht als Bilder definieren würde. Sie tauchen blitzartig als erste Eindrücke auf und man darf lernen, ihnen zu vertrauen. Mit etwas Übung werden diese flüchtigen Wahrnehmungen dann immer detaillierter. Es schwingt ein Gefühl mit, dass sie stimmig sind. Sie kommen ganz von allein, wenn du dich auf etwas einstimmst, und laufen eigendynamisch weiter. Eine lebendige Imagination entsteht.
Du wirst dir immer sicherer werden, selbst wenn sich kein farbiges Bild wie im Fernsehen einstellt. Das muss es auch nicht. Man spürt, dass eine Wahrnehmung stimmig ist, und mit der Zeit wird sie klarer und detaillierter.
Hättest du es dir so vorgestellt? Mit diesem Wissen kannst du dich nun entspannen, denn das ist die beste und wichtigste Voraussetzung für tatsächliche Wahrnehmungen. Man darf lernen, Vertrauen zu ihnen aufzubauen. Mir haben viele Ereignisse, Freunde und Teilnehmer bestätigt, dass meine Wahrnehmungen sehr richtig sind und genau den Punkt treffen.
Irgendwann wurde mir auch klar, warum die Menschen sagten oder schrieben, dass sie etwas aus der Geistigen Welt »sehen« oder »hören« würden. Es ist schlicht sehr viel einfacher als zu erklären: Oh ja, ich erahne … erkenne … es ist ein Gefühl … verbunden mit dem spontanen Wissen, dass nun ein Engel in den Raum kommt … und ich weiß … sein Gewand ist blau …
Sichtungen der Geistigen Welt
Meine Sichtungen kommen stets spontan und unerwartet. Meine geistigen Lehrer haben mir immer wieder versichert, dass es besser sei, wenn ich die anderen Dimensionen nicht ständig hören und sehen könne.
Stell dir vor, du stehst in deinem Wohnzimmer, die Wände werden plötzlich durchsichtig und du blickst in den Talkessel einer amerikanischen Prärielandschaft, durch die mehrere Indianerstämme mit ihren Pferden ziehen. Während es in deinem Wohnzimmer taghell ist, brennen dort jetzt gleichzeitig Lagerfeuer im Dämmerlicht der Berge. Die Stämme versammeln sich zu einem Treffen und du siehst es durch deine Augen, als ob du in deinen Garten blicken würdest.
Oder du erwachst nachts aus dem Schlaf, deine Schlafzimmerwand ist plötzlich weg und du blickst in eine taghelle, idyllische Gegend mit einem Landhaus. Du wunderst dich, warum ein Bienenkorb neben deinem Bett steht, und die umherfliegenden Bienen erscheinen so real, dass du die Hände schützend vor dein Gesicht hältst und versuchst, sie zu verscheuchen. Dabei stellst du fest, dass sie einfach durch dich hindurchfliegen, denn sie gehören zu einer ganz anderen Dimension. Mir ist das passiert und es war enorm beeindruckend, doch ich wünsche mir das in dieser Intensität wirklich nicht als dauerhaften Zustand.
Könntest du die anderen Welten ständig wahrnehmen, wärst du so sehr abgelenkt, dass du dich wahrscheinlich kaum noch mit deinem Leben befassen würdest.
Deine Seele ist aber zur Erde gekommen, um eine Erfahrung als Mensch zu machen, und es ist nicht ihr Ziel, dies durch solche extremen Wahrnehmungen zu gefährden. Deshalb ist unser Fokus vorwiegend auf das Erdenprogramm ausgerichtet.
Jedoch wurde er durch das Trennungsbewusstsein auf die ausschließliche Wahrnehmung der Materie reduziert.
Inzwischen erwacht unser Bewusstsein aus der vermeintlichen Trennung und mediale Wahrnehmungen dürfen endlich wieder ein natürlicher Teil unseres Lebens sein.
In deiner weiteren Reise mit diesem Buch werden wir versuchen, deinen Fokus sanft weiter zu öffnen und dir alltagstaugliche Wahrnehmungen zu erlauben, die dich nicht ablenken, sondern bereichern und unterstützen.
Arten der medialen Wahrnehmung
Hellsehen
Das Hellsehen ist eine der medialen Wahrnehmungsformen und bedeutet, Dimensionen und Bewohner der Geistigen Welt, die für das physische Auge unsichtbar sind, innerlich bildhaft wahrnehmen zu können. Es wird gerne mit dem Blick in die Zukunft gleichgesetzt, aber das reduziert es sehr. In zukünftige Potenziale eines Menschen blicken zu können ist einfach eine andere Wahrnehmungsform, in der manche Medien sehr geübt sind. Zukünftige Potenziale lassen sich aber nicht nur erschauen, sondern auch hervorragend channeln. Wir sollten dabei jedoch berücksichtigen, dass unsere Zukunft aus verschiedenen Möglichkeiten besteht, die sich mit unserer Entwicklung verändern können.
Auf der Erde reifen wir zu bewussten Schöpfern und lernen unser »Schicksal« selbst zu wandeln. Informationen über die Zukunft werden daher nicht unbedingt immer freigegeben. Die höhere Seelenebene des Menschen entscheidet, welche Details verraten werden, denn wenn eine Information zum falschen Zeitpunkt überbracht wird, könnte sie eine wichtige Erfahrung verhindern. Befinden wir uns in der Herzensausrichtung und channeln zum Höchsten Wohle aller Wesen, so werden wir sicher geführt sein und nur jene Informationen erhalten, die einen Menschen nicht manipulieren, sondern unterstützen.
Hellfühlen
Das Hellfühlen ist die wahrscheinlich häufigste Art der medialen Wahrnehmung. Wenn wir Räume betreten, können wir spontan die Raumatmosphäre erfassen. Wir fühlen uns dort entweder wohl oder unwohl. Auf diese Weise nehmen wir auch Menschen wahr. Wir finden jemanden sympathisch oder unsympathisch. Dies sind Beispiele für eine hellfühlende Wahrnehmung, die du sicherlich schon öfter erlebt hast.
Wenn wir noch empathischer sind, können wir auch die Stimmungen anderer Menschen erfassen, ohne dass sie uns etwas über ihre Gemütslage sagen müssten. Wir spüren dann einfach, ob es jemandem gerade gut oder schlecht geht.
Steht eine Entscheidung an, kann ein stimmiges oder ein unstimmiges Herzensgefühl uns am sichersten den Weg weisen, denn die Bauch- und Herzensgefühle sind die sanfte Stimme unserer Seele, die zu uns spricht. An diesen beiden Punkten liegen energetische Ankerpunkte, über die unsere Seele mit dem Körper verbunden ist. Wenn du gut mit deiner Intuition verbunden bist, kann ich dich nur beglückwünschen, denn dies ist leider nicht selbstverständlich. Es wird dir mediale Wahrnehmungen viel leichter zugänglich machen. Wenn sich etwas im Bauch und im Herzen stimmig, gut, liebevoll und freudig anfühlt, weist dir deine Seele den richtigen Weg.
Hellhören
Das Hellhören ist ein sanfter Gedankenstrom, über den Informationen aus anderen Dimensionen zu dir fließen. Auf diese Weise können Worte von Engeln, Aufgestiegenen Meistern, der göttlichen Quelle, Tieren, Pflanzen, Naturwesen, Seelen von Verstorbenen, Sternengeschöpfen oder anderen Wesen von dir wahrgenommen werden.
Beim Channeln wie auch bei der medialen Kommunikation wird der Sinn des Hellhörens aktiviert und trainiert. Es ist kein lautes Hören, sondern ein zügig fließender Gedankenstrom, der harmonische Sätze hervorbringt.
Manchmal kann man auch plötzlich Gedanken anderer Menschen wahrnehmen. Vielleicht ist dir in der Stadt oder bei anderen Menschenansammlungen schon mal aufgefallen, dass du auf einmal Gedanken hattest, die eigentlich gar nicht zu dir passen. Wir nehmen oft unbewusst die Gedanken und Gefühle anderer Menschen auf, und sie fühlen sich dann wie die eigenen an. Achte einmal darauf, wenn du dich unter anderen Menschen bewegst. Wenn du dich beispielsweise mit einem Arbeitsteam triffst, dich zuvor gut, selbstbewusst und stimmig mit deinem Projekt gefühlt hast und nun bemerkst, dass du ganz plötzlich unsicher wirst und Zweifel bekommst, so liegt der Verdacht nahe, dass du hier nicht deine eigenen Gedanken und Gefühle wahrnimmst.
Die meisten Menschen sind sich dessen nicht bewusst und schenken solchen Vorfällen keine nähere Aufmerksamkeit. Sie halten es vielleicht für eine schlechte Phase, die am nächsten Tag einfach wieder verschwunden ist. Hier dürfen wir viel achtsamer werden und uns selbst gut kennenlernen, damit wir wissen, was zu uns selbst und was zu anderen Menschen gehört, denn Fremdenergien belasten unseren Lebensweg.
Hellwissen
Spontanes Wissen ist ebenfalls eine mediale Wahrnehmung. Im Prinzip ist es eine Art Blitzchanneling. Hier braucht es keine Worte und Sätze mehr, um etwas zu erklären, sondern man weiß über die Ursache eines Problems und komplexe Zusammenhänge schlagartig und umfassend Bescheid. Dabei können die Details zwar verlorengehen, aber es vermittelt einen Gesamteindruck. Die wichtigen Details lassen sich dann sehr gut nachträglich channeln. Vielleicht hattest du bereits Erlebnisse, in denen du plötzlich wusstest, dass dich eine bestimmte Person heute anrufen würde, oder in denen du über die komplette Lebenssituation eines anderen Menschen schlagartig genau Bescheid wusstest.
Hellriechen
Mit den letzten beiden Punkten kommen wir zu den weniger weit verbreiteten Wahrnehmungsformen.
Beim Hellriechen werden Düfte wahrgenommen oder tatsächlich gerochen, die in der Umgebung keine physische Quelle haben. In einem geschlossenen Raum riechen wir plötzlich einen Blütenduft, obwohl keine Blumen oder Duftstoffe vorhanden sind. Engelpräsenzen werden manchmal von Blütendüften begleitet und die Seelen Verstorbener geben sich gerne mal durch den Duft eines geliebten Parfums zu erkennen.
Hellschmecken
Energien besitzen neben Gerüchen tatsächlich auch unterschiedliche Geschmäcker. Für manche Menschen sind Energien sehr gut über den Geschmack wahrnehmbar. Hochschwingende Energien riechen und schmecken sehr angenehm, während die niedrig schwingenden eher von unangenehmen Gerüchen begleitet sind, die uns gleich auffallen.
Mit Sicherheit hast du mindestens eine und vielleicht auch mehrere der beschriebenen Wahrnehmungen schon einmal erlebt. Bitte gib dir bei der Entfaltung deiner medialen Fähigkeiten genug Zeit und nutze Gelegenheiten zur Übung. Ich vergleiche es immer gerne mit einem Bodybuilder, der völlig untrainiert auch nicht gleich eine Hundert-Kilo-Hantel stemmen kann. Deine Fähigkeiten sind wie untrainierte Muskeln, sie dürfen behutsam erweckt und geduldig trainiert werden.
Es ist ein überaus erfüllender Zustand, wenn wir die Welt wieder mit unseren menschlichen und medialen Sinnen wahrnehmen können. Erst in dieser Verbindung offenbart sich die tiefgründige Schönheit der Welten!
Wahrnehmungsübung: Die Blüten deiner Seele
Meine Seele hat mir eine wunderbare Übung zum Kennenlernen und Trainieren der medialen Wahrnehmung gezeigt und ich möchte sie sehr gerne mit dir teilen. Versuche dir dabei nicht krampfhaft etwas vorzustellen, sondern lasse die Bilder spontan von selbst auftauchen. Habe einfach Spaß daran, deine Seele wird dich bestmöglich unterstützen.
Mache es dir jetzt bequem und lasse dich in deine innere Ruhe sinken. Mit jedem Atemzug nimmst du die sanfte Liebe deiner Seele von vorne durch dein Herzchakra auf. Sie erfüllt dich wohlig wie ein kleiner Wasserfall aus Liebe.
Lasse deine Alltagsgedanken los. Du brauchst sie nicht. Setze sie auf eine kleine Wolke und lasse sie davonziehen.
Lade deine Seele ein, sich vor dich zu stellen. Bitte sie, dass sie dein Herzchakra berührt und spüre die liebevolle Berührung. Der Kontakt ist weich und angenehm. Du fühlst Liebe und Geborgenheit. Bitte sie, dir bei der Übung zu helfen.
Lege deine imaginären Hände aneinander und forme sie zu einer Schale. Bitte deine Seele nun, dir ein Samenkorn hinein zu legen. Fühle zu dem Samenkorn hin und nimm es wahr.
Welche Größe hat es? Ist es eher groß, eher klein? Wie ist seine Form? Länglich, rund oder gezackt? Es spielt keine Rolle, ob es ein solches Samenkorn auf der Erde gibt. Wenn du das denkst, mischt sich gerade dein Verstand ein. Stelle ihn liebevoll beiseite und sage ihm: »Lieber Verstand, du hast jetzt gerade Pause. Du darfst dich in einen Liegestuhl legen, leckere Drinks schlürfen und die Ruhe genießen.«
Befühle das Samenkorn mit deinen inneren Händen. Hierdurch verstärkst du den Kontakt. Fühlt sich seine Oberfläche rau oder weich an? Welche Farbe hat es?
Lasse einen Eindruck entstehen. Wenn die inneren Bilder nicht von allein fließen, dann stelle dir das erste Samenkorn einfach vor, um einen Anfang zu finden. Es ist wie ein Startschuss, der den weiteren Fluss anregt.
Pause
Stelle dir nun einen fruchtbaren Boden vor und setze dein Samenkorn dort hinein. Es geht darin auf und erschafft eine Pflanze. Beobachte, wie sie heranwächst. Wie sieht sie aus? Bildet sie nur Blätter aus oder auch eine Blüte? Welche Farbe hat die Blüte? Genieße die Farben und den Duft der Pflanze. Lasse sie auf dich wirken und atme sie durch deinen Körper.
Pause
Nun fügen wir ein Thema hinzu. Bitte deine Seele, dir nun ein Samenkorn zu geben, das deine medialen Fähigkeiten fördert. Nimm es wahr. Lege es in den fruchtbaren Boden und beobachte die Pflanze, die daraus erwächst. Nimm ihre Farben und ihren Duft wahr. Riecht die Pflanze süßlich, frisch oder eher würzig? Du wirst den Duft nicht unbedingt durch deine Nase riechen. Er ist eher eine innere Ahnung, wie sie riechen könnte. Farbe und Duft wirken wie ein homöopathisches Mittel, sie heilen und öffnen dich. Welchen Geschmack hat die Pflanze? Bade in der Farbe, atme den Duft und genieße den Geschmack. Atme die Eindrücke nacheinander durch deinen Körper in alle Zellen hinein. Auf diese Weise können die heilsamen Energien in dir wirken und sich integrieren.
Pause
Bitte die Pflanze nun um eine Botschaft für dich und lasse sie in deine Gedanken fließen.
Pause
Bedanke dich und richte deine Aufmerksamkeit wieder ganz zurück ins Hier und Jetzt.
Mit dieser Übung kannst du deine medialen Sinne spielerisch erproben und erfährst zugleich noch heilsame Unterstützung. Vertraue allen Wahrnehmungen, sie sind echt, denn deine Seele wird dir in jedem Fall helfen.
Wenn du die Übung wiederholst, kannst du um ein Samenkorn bitten, das dir bei Themen wie Familie, Beziehung, Gesundheit und Erfolg hilft. Gib allen Eindrücken freien Raum, vielleicht bietet sich dir die Pflanze in deinem inneren Bild auch als Tee oder duftender Wickel an.
Es ist wichtig, dabei nicht ständig zu zweifeln, denn sonst blockierst du dich. Deine Wahrnehmung ist wie ein zartes Pflänzchen, das mit Vertrauen genährt werden möchte, um erblühen zu können. Durch Zweifel zerstörst du sie immer wieder. Nähre die Erfolge mit Freude, denn sie ist eine manifestierende Kraft. Vertraue deiner Seele und deinen Wahrnehmungen.
Wie mir ein Baum meine Farben zurückbrachte
Ich bin immer wieder fasziniert, was sich an Orten alles eröffnen kann, wenn man sie mit den medialen Sinnen wahrnimmt. Eine wunderschöne Welt jenseits des Sichtbaren lädt uns auf eine Entdeckungsreise ein.
Seit ich einen eigenen Garten habe, unternehme ich immer wieder gerne inspirierende Ausflüge zu einer alten Staudengärtnerei. Dort wird voller Liebe und Hingabe gegärtnert und in den achtsam gestalteten Gartenarealen sind die Naturwesen intensiv spürbar. Sie fühlen sich durch die achtsam gärtnernden Menschen willkommen, werden intensiv spürbar und beides verleiht dem Ort seinen ganz besonderen Charme.
Für mich sind es Ausflüge in die Natur, sie sind Balsam für mein Herz und meine Seele.
Ich möchte die folgende Geschichte gerne mit dir teilen, um dir weitere Möglichkeiten zu zeigen. Jeder Ausflug ist, unter Einbeziehung der medialen Sinne, so viel mehr als einfach nur ein Spaziergang. Ich konnte lange Jahre zwar innere Bilder, aber keine Farben wahrnehmen.
Während spontaner Rückverbindungen zur Quelle und auch während meiner Astralreisen konnte ich Farben ausnahmsweise zwar doch sehen, in meiner normalen Wahrnehmung blieben sie allerdings aus. Auch meine Aura-Wahrnehmung war eher farblos. Ich konnte die Farben channeln, sie aber nicht innerlich sehen oder erahnen.
Eines Tages fuhr ich in die besagte Staudengärtnerei, um ein paar Pflanzen auszusuchen. Zu ihren Arealen gehört ein wunderschöner Schattengarten und dort sollte ich meine Farbwahrnehmung unverhofft zurückerhalten. An jenem Tag zog mich ein innerer Impuls durch das kleine hölzerne Gartentor in den Schattengarten. Unter den ausladenden Zweigen einer uralten Buche tanzten Licht und Schatten und luden mich ein näher zu kommen. In ihrem Halbschatten ragten hüfthohe kräftige Pflanzenstängel mit riesigen, runden Blättern aus dem Boden hervor. Sie sahen wie übergroße Seerosen an Land aus und verliehen dem Garten eine märchenhafte Gestalt. Die Naturwesen, die dieses Gebiet betreuen, waren deutlich spürbar. Ich verweilte einige Minuten, bis ich spürte, dass es mich zu dem einzig vollsonnigen Plätzchen des Areals zog. Auf dem angenehm wärmenden Sonnenfleck stand ein japanischer Ahorn mit hellgrünem Laub und ich verspürte den Impuls, ihn anzusprechen.
Ich begrüßte ihn liebevoll und fragte ihn, ob er mit mir kommunizieren wollte. Er freute sich sehr und sagte mir, er hätte mich bereits erwartet. Was für eine Überraschung!
Er machte mich auf eines meiner vergangenen Leben aufmerksam und sagte, er wollte mir helfen, meine Farben, die ich einst in Japan verloren hätte, zurück zu bekommen. Ich war freudig erstaunt. Es gibt die erstaunlichsten Möglichkeiten, das eigene Sein zu vervollständigen, und eine davon wurde mir gerade durch den Ahorn dargebracht. Die Bäume laden mich immer wieder ein, ganz besondere Geschenke von ihnen anzunehmen. Sie sind fähig, sich hoch in den Kosmos auszurichten und universelle Gaben zu überbringen. Voller Freude bat ich ihn, mir mehr zu erzählen. Warum hatte ich denn meine Farben in Japan verloren? Was genau meinte er damit?
Voller Liebe antwortete er mir, dass ich in einem vergangenen Leben in Japan als Mädchen eine Liebesbeziehung zu einem jungen Mann aus meinem Dorf gehabt hätte. Ich kam aus einer ärmeren Familie als er und wurde aufgrund dessen von seiner Familie nicht akzeptiert. Wir beschlossen uns dagegen aufzulehnen, doch die Streitigkeiten mit seiner Familie uferten derart aus, dass ich mein Heimatdorf verlassen musste. Ich wurde von unseren Familien verstoßen und es riss mir ein großes Loch ins Herz, meine Heimat mit ihren wundervollen Farben, die ich so sehr liebte, zurücklassen zu müssen.
Der Ahorn übermittelte mir diese Informationen ganz einfühlsam und sandte mir das Bild einer wunderschönen, farbigen Landschaft. Ich konnte die alten Geschehnisse in inneren Bildern sehr gut mitverfolgen. Er erzählte mir, dass die Farben meiner Heimat damals einzigartig für mich waren und mir seit diesem Ereignis in meinem Herzen fehlten. Dann fragte er mich, ob ich sie zurückhaben wollte.
Ja, natürlich – was für eine Frage!
Ich spürte in mein Herz hinein und bat darum, dass diese Teile nun zu mir zurückkehrten. Meine durch den Schmerz abgespaltenen Anteile flossen wieder in mein Herz und ich empfand tiefe Vergebung. Wohlige Gefühle und intensive Farben durchströmten mein Herzchakra. Meine Farbwahrnehmung wurde wieder ein Teil von mir.
Als Erstes erblickte ich damals die golden-roséfarbene Aura des Ahorns, der mir dieses besondere Geschenk überbrachte, und mein Herz floss über vor Dankbarkeit.
Wie passend, dass es ausgerechnet ein japanischer Ahorn war.


4
Geistige Helfer & Göttliche Führung
»Du bist kein Tropfen im Ozean, du bist
ein gesamter Ozean in einem Tropfen.« – Rumi
Deine göttliche Führung
Du bist ein Teil der göttlichen Quelle, wurdest aus ihr erschaffen und besitzt ihre schöpferischen Qualitäten, ihre Liebe und Glückseligkeit, die in deinen göttlichen Kern oder Funken in deinem Herzen eingebettet sind. Deine innere Führung kommt aus deinem göttlichen Quellselbst.
Mit dem Quellselbst meine ich deine höchste Bewusstseinsebene. Dort bist du reines, göttliches Bewusstsein und von Verletzungen aus den verschiedenen Inkarnationen unberührt. Das Quellselbst bleibt stets unverletzt und integriert die positive Essenz der Weisheit aus allen Erfahrungen, es ist dein reinstes göttliches Bewusstsein.
Die Göttliche Quelle und dein Quellselbst sind in der Einheit verbunden und die höchsten Instanzen, die dich führen können. Jeder Mensch hat zudem einen großen Stab von geistigen Begleitern an seiner Seite. Dazu gehören Schutzengel, Geistführer, Lehrer wie auch viele Helfer. Die Helfer lenken Energien hinter den irdischen Kulissen für uns, solange wir noch nicht zum bewussten Schöpfer unseres Lebens erwacht sind. Sie helfen, dass die Dinge und Begegnungen in unser Leben treten, die wir in unserem Seelenplan für uns vorgesehen haben.
Auch die Seelen von verstorbenen Verwandten können uns unter Umständen als geistige Helfer begleiten. Doch dies ist meiner Erfahrung nach eher eine Ausnahme, da sie nach der Beendigung ihres irdischen Lebens erst einmal mit sich selbst beschäftigt sind. Sie schauen zwar sehr gerne vorbei, weil sie uns lieben und sich für ihre Liebsten interessieren, aber nur in Ausnahmefällen übernehmen sie tatsächlich die Aufgabe eines Helfers oder gar Geistführers.
In früheren Zeiten hatten wir meist ein bis drei feste Geistführer, die uns das ganze Leben über begleiteten, ohne zu wechseln. Seit der kollektive Aufstiegsprozess der Menschheit 1987 begonnen hat, sind einige Veränderungen in der geistigen Führung eingetreten. Mitte bis Ende der 1990er Jahre kamen neue Geistführer hinzu, um uns in der eigentlichen Aufstiegszeit zu unterstützen. So hat ein großer Wechsel in der geistigen Führung stattgefunden. Als sich die alten Geistführer verabschiedeten, gab es vielleicht einen Zeitraum von einigen Monaten, in der du dich traurig gefühlt hast, ohne den Grund zu kennen. Aber sie sind nicht wirklich fort. Sie haben nur anderen Geistführern Platz gemacht, die dich noch gezielter unterstützen können. Es sollte auch keine Fokussierung auf einzelne Geistführer erfolgen, die dich in deiner Komfortzone festhielte.
Da du auf der Erde lernst, deine schöpferischen Fähigkeiten zum Höchsten Wohle aller Wesen anzuwenden, halten sich deine geistigen Helfer immer mal wieder im Hintergrund auf, damit du deine eigenen Herzensentscheidungen treffen und Eigenverantwortung übernehmen kannst. Je mehr du dir deines göttlichen Bewusstseins gewahr wirst und dich in der Selbstliebe zentrierst, desto mehr wirst du zu deiner eigenen Führung.
Wir sind wirklich ganz und gar nicht allein, auch wenn sich das manchmal so anfühlen kann. Unsere Helfer stehen uns bei, wenn wir sie nur darum bitten. Da sie unsere Freiheit und Entwicklung nicht einschränken dürfen, braucht es immer wieder aufs Neue unsere Bitte, damit sie aktiv werden dürfen.
Die Inspiration deiner Helfer kannst du an geführten Begegnungen, Impulsen, Ideen und Hinweisen erkennen, die dich über Texte, Bücher, Posts oder sogar Werbeplakate erreichen können. Zudem kannst du sie channeln und gezielt fragen.
Als ich mich während einer Fahrt auf der Autobahn fragte, ob ich einen bestimmten Schritt jetzt gehen sollte, scherte plötzlich ein beschrifteter LKW vor mir ein, auf dem sinngemäß ein Werbeslogan wie »Mach’s, sei frei und glücklich« stand.
Ein anderes Mal fuhr ich mit einem Freund im Auto zu einem Treffen und wir unterhielten uns angeregt über die Göttlichkeit, alte Verletzungen, den Schmerz, der in den Erdenleben entstehen kann, und dass man sich oft so einsam und ungeliebt fühlt. Auf dem Gipfel unseres Gesprächs zog es unser beider Blicke plötzlich nach links auf eine riesige Werbetafel, die in mindestens dreißig Metern Höhe auf einer Stahlsäule angebracht war. Dort stand, kein Scherz, in riesiger schwarzer Schrift nach unten hin größer werdend, auf weißem Untergrund:
| Ich liebe dich. Ich liebe dich. Ich liebe dich. Gott. |
Auch das Auffinden von kleinen weißen Federchen an den ungewöhnlichsten Orten ist ein gerne gesehenes Zeichen von Engeln, unserer Seele oder Helfern, dass sie bei uns sind oder etwas bestätigen. Auch Tiere können uns als Botschafter begegnen. Wenn mir draußen Wildtiere mehrfach oder auf auffällige Weise begegnen, so channele ich gerne ihre Botschaft und erhalte stets eine hilfreiche Inspiration.
Als ich Mitte zwanzig war, las ich in einem Buch von der Möglichkeit, sich mit den Geistführern zu verbinden. Dort wurde vorgeschlagen, sich in seiner Vorstellung auf eine Wiese zu begeben und darum zu bitten, dass sich der Geistführer zeigt. Ich benötigte zwar einige Versuche, aber dann funktionierte es auch tatsächlich. Ich stellte mir eine Blumenwiese vor und wunderte mich, als sich dann plötzlich ein Hügel mit einer kleinen Holzhütte dort einschlich. Das war eine echte Wahrnehmung. Ich hatte mir die Hütte nicht absichtlich vorgestellt, sondern sie war ganz von allein aufgetaucht.
In der Hütte fand ich damals meinen Geistführer in Form eines älteren Mannes mit langem weißem Rauschebart vor, den ich sofort ins Herz schloss. Immer wenn ich ihn besuchte, stand bereits eine dampfende Suppe auf dem Holztisch der urigen Hütte, der stets mit einer rot-weiß karierten Decke eingedeckt war. Bei jedem Besuch brannte ein einladendes Feuer im Kamin. Mein lieber Begleiter saß immer schon am Tisch, wenn ich kam. Ich wärmte mich an seiner liebevollen Ausstrahlung und aß Suppe mit ihm. Ihm konnte ich allen Kummer erzählen und er sah mich mit verständnisvollen, warmen und gütigen Augen an. Damals hatte ich noch keinerlei Ahnung, wie ich mit ihm kommunizieren könnte, was sehr schade war. Trotzdem war ich auch für den wortlosen Kontakt dankbar, er beruhigte mich, tat mir unendlich gut und ich war sehr traurig, als die Hütte einige Jahre später plötzlich leer war. Ich wusste den Grund zunächst nicht und sie blieb ein gutes halbes Jahr leer. Ich hatte keine Erklärung dafür, doch eines Tages fand ich dann plötzlich zwei neue Helfer in der Hütte vor. Meine Geistführer hatten gewechselt.
Mein innig geliebter Begleiter mit dem Rauschebart hatte den Platz freigemacht und es dauerte etwas, bis ich mich mit den neuen Helfern anfreunden konnte. Sie zeigten sich eher zurückhaltend, denn ich durfte lernen, selbständiger zu werden. Die beiden neuen Helfer waren nur etwa zwei Jahre präsent, nach ihnen zeigte sich eine asiatische Frau namens Li, die bis heute an meiner Seite weilt. Ab und an kamen Geistführer hinzu, die Entwicklungsabschnitte von wenigen Monaten betreuten. Nur ein paar Jahre danach öffnete mir das Channeling die Pforten zur Geistigen Welt und eine intensive Reise meiner Selbstfindung, Heilung und Entfaltung begann.
Zu einem meiner geistigen Lehrer habe ich eine besonders tiefe Verbindung, was meistens auch ein Zeichen dafür ist, dass sie Mitglieder unserer Seelenfamilie sind. Dieser Lehrer kam kurz nach meinen Channeling-Anfängen zu mir und besuchte mich einige Wochen lang über Klarträume. Er kam in einer eindrucksvollen Tiergestalt, als übernatürlich großer weißer Tiger mit hellgrauen Streifen. Durch seine weisen, gütigen Augen konnte ich in das Multiversum blicken. Das ist Seraphino, meine »große weiße Katze«, wie ich ihn liebevoll nenne. Später channelte ich, dass er ein äußerst weiser Lehrer und Mentor von der Geistigen Seite ist. Im Hintergrund ist er immer bei mir, auch wenn er seitdem nie wieder so deutlich nach vorne getreten ist. In einer wegweisenden Phase zeigte er sich mir nochmals auf diese Weise und unterstützte mich kraftvoll. Am Morgen danach konnte ich mich sogar an seine nächtlichen Schulungen erinnern. Sie unterstützten mein spirituelles Erwachen zu jener Zeit. Doch er tritt nur an ganz speziellen Lebenspunkten so deutlich hervor. Später kam Mutter Maria als Geistführerin hinzu und es gab innige Kontakte zu Aufgestiegenen Meistern wie Maria Magdalena, Jeshua, Kuan Yin, Kuthumi und Saint Germain.
Du hast dich mit deinen Geistführern und Begleitern für einen gemeinsamen Weg verabredet. Den herausfordernderen Teil der Erfahrung hast dabei sicher du als Mensch!
Aber auch du hast einen riesigen Wissens- und Weisheitsschatz, er ist dir nur nicht ganz bewusst. Je mehr du dein erhöhtes Bewusstsein integrierst, desto mehr enthüllt sich dein eigenes Wissen, das in den höheren Chakren abgespeichert ist. Deine facettenreiche Weisheit wird dir bewusster und das Channeling fördert diesen Zufluss noch erheblich.
Mit deinen Erlebnissen gewinnen auch deine Helfer wertvolles Wissen über menschliche Verkörperungen. Doch um sie wahrhaftig als Weisheit zu integrieren, müssten sie selbst inkarnieren. Manche bereiten sich möglicherweise auf ihr erstes Leben als Mensch vor, andere haben schon viele menschliche Erfahrungen gesammelt, wie sonst könnten sie dich gut beraten. Du triffst dich nachts mit ihnen, um Dinge zu besprechen, doch dies wird dir nur selten bewusst. Die nächtlichen Schulungen schwingen auf einer höheren Bewusstseinsebene, die noch nicht mit deinem Wachbewusstsein kompatibel ist. Sobald du aufwachst, kehrst du von den ganz natürlichen, nächtlichen Astralreisen wieder in deinen Körper zurück und die Details bleiben dabei leider an der Übergangsschwelle zurück, denn du kannst sie noch nicht in dein Tagesbewusstsein übernehmen. Je weiter sich deine höheren Bewusstseinsebenen integrieren, desto leichter kannst du die Erinnerung an die Informationen erhalten.
Vor vielen Jahren durfte ich selbst bedauernd feststellen, dass ich eine sehr große Information oder vielmehr einen Seinszustand, den ich auf einer Astralreise erfuhr, noch nicht in mein Tagesbewusstsein integrieren konnte. Ich erlebte mich in einem unglaublich erweiterten Bewusstseinszustand und wusste über Alles – ja, wirklich Alles! –, was mein Leben betraf, und noch einiges mehr, ganz genau Bescheid. Ich hatte Antworten auf alle Lebensfragen und sogar alle Lösungen. Ich wusste genau, wie die Welt, ja sogar das Universum funktionierte und was nun zu tun wäre. In diesem ziemlich erleuchteten Zustand driftete ich auf meinen Körper zu und du kannst mir glauben, dass es wirklich ein fantastischer, vollkommen glückseliger Zustand war! Ich bekam noch mit, wie ich in meinen Körper eintauchte und dann … Zack – alles weg! Ich konnte den hohen Bewusstseinszustand leider nicht integrieren, weil mein menschliches Selbst noch zu viele Verletzungen trug und nicht bereit war. Ich wusste jetzt, dass dieser Zustand existierte, aber ich kam nicht mehr an ihn heran und konnte mich an keinerlei Informationen erinnern.
Ein anderes Mal erwachte ich auf einer nächtlichen Astralreise und erlebte einen für mich tief beeindruckenden Kontakt mit meinen geistigen Helfern. Dazu gibt es eine Vorgeschichte. Nachdem sich mein Leben durch meine Heilarbeit bereits seit mehreren Jahren zu meiner vollsten Zufriedenheit verändert hatte, beschloss meine Seele eines Tages, dass ich bereit wäre, mir nun die am tiefsten sitzenden Wunden anzuschauen. Ich trug noch einige unerlöste Traumata in mir, von denen ich nichts ahnte. Rückblickend betrachtet, beeinträchtigten sie mein Leben damals ganz enorm, doch ich wusste noch nicht, was ein Trauma wirklich ist und wie sehr es einen belastet.
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