IDE-O-MATIC - Frei von Erröten, Schüchternheit und anderen seelischen Hemmungen

Text
Read preview
Mark as finished
How to read the book after purchase
IDE-O-MATIC - Frei von Erröten, Schüchternheit und anderen seelischen Hemmungen
Font:Smaller АаLarger Aa

Richard H. Jordan

IDE-O-MATIC

Frei von Erröten, Schüchternheit und anderen sozialen Hemmungen

Neues Selbstvertrauen Mehr Lebensfreude

25 Lehrbriefe


www.verlag4you.de

© 2019 by Verlag4you - Germany

www.verlag4you.de

1. Auflage

ISBN 978-3-947183-21-0 (EBOOK)

ISBN 978-3-936612-03-5 (PRINT)

Buch- und Umschlaggestaltung: Frank Stange

Abbildungen: fotolia.com

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Lehrbrief

2. Lehrbrief

3. Lehrbrief

4. Lehrbrief

5. Lehrbrief

6. Lehrbrief

7. Lehrbrief

8. Lehrbrief

9. Lehrbrief

10. Lehrbrief

11. Lehrbrief

12. Lehrbrief

13. Lehrbrief

14. Lehrbrief

15. Lehrbrief

16. Lehrbrief

17. Lehrbrief

18. Lehrbrief

19. Lehrbrief

20. Lehrbrief

21. Lehrbrief

22. Lehrbrief

23. Lehrbrief

24. Lehrbrief

25. Lehrbrief

Vorwort

Die vorliegende Erfolgsmethode zum Selbststudium ist für die Praxis bestimmt. Ihr Ziel ist: Selbstvertrauen und Lebenserfolg!

Den Weg, den Sie gehen, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Weg über Erkenntnisse und deren praktische Verwertung. Erkenntnisse allein haben wohl auch schon einen gewissen praktischen Wert, denn sie bringen eine entsprechende Weltanschauung und diese bestimmt mehr oder weniger das Grundverhalten des Menschen. Aber der volle Erfolg kann nur erreicht werden, wenn gewonnene Erkenntnisse auf das tägliche Leben, auf den Alltag übertragen werden.

Betrachten Sie also diese Erfolgsmethode nur von praktischen Gesichtspunkten aus. Die IDE-O-MATIC ist die Lehre von den Ursachen, die Lehre von den Ideen. Diese und sonst nichts sind die Ursachen unseres Handelns, unserer Taten, Gedanken und Worte. Kann man auf die Ursachen bewusst und zielstrebig einwirken, dann beherrscht man auch die Wirkungen. Dadurch gibt Ihnen die IDE-O-MATIC Macht über sich selbst und über Ihr Schicksal.

Das Ziel dieser Erfolgsmethode ist es wert, dass man sich eingehend damit beschäftigt und dass man die nötige Zeit zum Selbststudium aufbringt. Zuerst einmal gilt es, die nötigen Erkenntnisse zu gewinnen. Diesem Zweck dient der erste Teil. Dann geht es darum, die praktischen Voraussetzungen zu schaffen und jene seelischen Hemmungen, die den Erfolg versperren, planmäßig zu beseitigen. Dies ist die Aufgabe des zweiten Teiles. Schließlich werden im dritten Teil eine Anzahl praktischer Anleitungen aufgezeigt für die Anwendung bei anderen Personen. Die IDE-O-MATIC gibt Ihnen aber noch viel mehr, denn die Anwendungsmöglichkeiten sind tatsächlich unbegrenzt und erstrecken sich auf alle Gebiete des menschlichen Lebens.

1. Lehrbrief

Lieber Studienfreund!

Die IDE-O-MATIC ist eine psychologische ERFOLGSMETHODE. Daher müssen wir ein klein wenig in das Gebiet der Psychologie eindringen. Sie brauchen aber keine Angst zu haben, ich werde Sie nicht durch langatmige Umschreibungen langweilen, sondern das, was gebracht werden muss, klar und leicht verständlich gestalten. Das Studium dieser Lehrbriefe soll Sie nicht anstrengen, sondern soll durchaus eine interessante Freizeitbeschäftigung für Sie werden.

Bevor wir nun tatsächlich etwas in die Psychologie eindringen, will ich Ihnen einige praktische Anleitungen zum Selbststudium geben. Wenn Ihnen daran gelegen ist, mit Hilfe der IDE-OMATIC einen durchgreifenden Erfolg zu erzielen, beherzigen Sie bitte das, was ich Ihnen jetzt ans Herz lege.

1.Eine Erfolgsmethode zum Selbststudium ist kein Buch! Sie soll daher auch nicht wie ein solches gelesen werden. Die Aufteilung des gesamten Stoffes auf einzelne Lehrbriefe soll bezwecken, dass Sie jeden Tag nur einen einzigen Lehrbrief durchnehmen und nicht mehr. Dieser eine Lehrbrief soll dann aber auch eingehend und aufmerksam s t u d i e r t werden!

2.Zum Studieren braucht man Zeit und Ruhe. Nehmen Sie daher die Lehrbriefe nur dann zur Hand, wenn Sie beides haben. Hastiges oder schnelles Durchlesen bringt wenig Erfolg. Zum Studieren setzen Sie sich hin und machen es sich bequem. Dann beginnen Sie laut, oder zumindest halblaut, zu lesen. Alles, was Ihnen besonders wichtig erscheint, lesen Sie mehrmals und unterstreichen es mit einem Rotstift.

3.Die beste Zeit zum Selbststudium ist früh am Morgen. Da ist der Geist erfrischt und besonders aufnahmefähig. Falls Ihnen das nicht möglich ist, studieren Sie am Abend von 20 bis 21 Uhr. Gleich nach dem Essen ist die Zeit ungünstig, da sich bei vollem Magen schlecht studiert. Vorteilhaft ist es, jeden Tag zur gleichen Stunde zu beginnen. Studieren Sie täglich nicht länger als eine Stunde und nehmen Sie NIE mehr als einen einzigen Lehrbrief auf einmal durch.

4.Studieren bedeutet: Sich selbst einen Lehrstoff erarbeiten! Das, was Sie lernen wollen, muss dabei Ihr geistiges Eigentum werden. Dazu ist es erforderlich, dass Sie mit Ihrer ganzen Aufmerksamkeit beim Thema sind. Ferner müssen Sie sich über alles selbst Gedanken machen und mit der Wirklichkeit vergleichen.

5.Zum Studieren gehört auch das Wiederholen. Zweckmäßigerweise soll man laut sprechend wiederholen. Sich also einen Vortrag halten. Dadurch wird das jeweilige Thema in seiner vollen Ganzheit bewusst, als Gedanke wie auch als Idee. Dazu kommt noch, dass solche Selbstvorträge eine wirksame und zweckmäßige Übung der Ausdrucksfähigkeit darstellen. Das bringt Ihnen in allen Lebenslagen bedeutende Vorteile.

Nun hoffe ich, dass Sie meine Worte über das Selbststudium nicht gelangweilt haben. Ich hätte wohl darauf verzichten können, Ihnen diese Anleitungen zu geben, aber ich glaube, dass Sie daraus Vorteile ziehen können, und deshalb habe ich sie trotz ihrer Trockenheit gebracht.

Etwas über den Begriff: I D E E

Im Laufe dieser Erfolgsmethode gebrauche ich das Wort: „Idee“ immer und immer wieder. Deshalb wollen wir es zuerst einmal ganz klar und eindeutig verstehen lernen.

IDEE bedeutet so viel wie geistiges Urbild.

Ein Urbild einer tatsächlichen Gegebenheit, das im Geiste des Menschen entsteht. Zum Verständnis dessen nehmen wir einen Baum als Beispiel. Er kann tatsächlich in der Natur bestehen und er kann auch im menschlichen Geiste als Idee bestehen. Er ist in der Natur sichtbar und kann auch mit den geistigen Augen wahrgenommen werden. Versuchen Sie es bitte einmal! Stellen Sie sich ganz lebhaft irgendeinen Baum vor! Sie können denselben innerlich sehen, obwohl er nur in Ihrer Phantasie besteht.

Der Baum in der Natur ist Wirklichkeit und der Baum, den Sie sich innerlich vorstellen, ist die Idee eines Baumes. Betrachten wir jetzt eine menschliche Erfindung. Zum Beispiel die Uhr. Bevor sie geschaffen wurde, war sie erst einmal im Geiste des Erfinders als Idee vorhanden. Also genau umgekehrt wie beim Baum. Dieser war zuerst in der Natur vorhanden und dann erst konnte sich der Erfinder den Baum im Geiste als Idee vorstellen. Die Uhr war schon vor ihrer Schaffung im Geiste vorhanden und dann erst entstand sie in Wirklichkeit. Menschliche Schöpfungen können zuerst in der Idee bestehen und dann erst werden sie Wirklichkeit.

 

So war jedes Werk des Menschen, jede Erfindung, jede künstlerische Schöpfung usw. erst einmal im Geiste eines Menschen als Idee vorhanden. Das fertige Werk ist dann lediglich die Wirkung der Idee. Die Idee ist also die Ursache des menschlichen Werkes und das Werk ist die Verwirklichung der Idee. Wir können also sagen, dass menschliche Werke und Schöpfungen die Wirkung von Ideen sind. Und damit haben wir bereits den ersten grundlegenden Lehrsatz der IDE-O-MATIC. Der erste grundlegende Lehrsatz der IDE-O-MATIC ist:

DIE URSACHE MENSCHLICHER WERKE SIND IDEEN!

Will also ein Mensch ein Werk vollbringen, so muss er zuerst die betreffende Idee in sich erzeugen. Das kann unbewusst wie auch bewusst geschehen.

Bei Erfindungen kommen die entsprechenden Ideen oft sozusagen von selbst. Man beschäftigt sich eingehend mit einem Problem und auf einmal ist die Idee da.

Vorhin haben wir die Idee eines Baumes, also eines Gegenstandes, als Beispiel genommen. Studieren wir jetzt einmal die Idee eines Gefühles. Zum Beispiel die Idee der R U H E. Stellen Sie sich vor, dass Sie ganz r u h i g sind. Lenken Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit auf diese Vorstellung der Ruhe und Sie werden bemerken, dass Sie damit tatsächlich das Gefühl der Ruhe in sich erzeugen. Die Idee verwirklicht sich.

Nun ein anderes Beispiel: Stellen Sie sich vor, wie Sie eine große, saftige Zitrone nehmen und hineinbeißen. Was ist das Ergebnis?

Es läuft Ihnen das Wasser im Munde zusammen. Die Idee verwirklicht sich und die Speicheldrüsen sondern Flüssigkeit ab, was Sie sofort bemerken können.

Was sagen und lehren diese Beispiele?

Sie lehren, dass sich Ideen verwirklichen können, wenn wir unsere gesamte Aufmerksamkeit auf sie lenken. Wenn sie also in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gelangen.

Nun haben wir wieder einen grundlegenden Lehrsatz der IDE-O-MATIC und er heißt:

IDEEN, WELCHE IN DEN MITTELPUNKT DER AUFMERKSAMKE1T KOMMEN, VERWIRKLICHEN SICH AUTOMATISCH!

Dass es tatsächlich so ist, beweisen die Erfolge der Suggestion und Autosuggestion und die Hypnose-Experimente.

Zum Begriff der Idee gehören auch zwei weitere Begriffe, über die wir uns ganz klar sein müssen:

Vorstellung und Einbildung

Was versteht man unter einer Vorstellung? Ich meine hier nicht eine Theatervorstellung oder die Vorstellung einer Person bei Gesellschaften. Ich meine die geistige Art der Vorstellung. Zum Beispiel wenn man sagt: “Stellen Sie sich vor, wie schön…“ oder dergleichen. Wollen wir gleich zum Kern der Sache kommen. Sich etwas vorzustellen, bedeutet so viel wie eine Idee, ein Urbild, VOR den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit STELLEN.

Sie können tatsächlich ein Bild, das an der Wand hängt, vor sich hinstellen und es betrachten. Genauso können Sie ein Bild, eine Idee vor den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellen, so dass Sie es innerlich sehen.

VORSTELLEN IST DIE TÄTIGKEIT, SICH EINE IDEE VOR DEN MITTELPUNKT DER AUFMERKSAMKEIT ZU STELLEN!

In Büchern über Suggestion, Hypnose usw. liest man, dass sich Vorstellungen verwirklichen. Diese Ausdrucksweise ist etwas unklar. Es müsste richtiger heißen, dass sich Ideen verwirklichen, welche man vor den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellt.

Gehen wir jetzt zum Begriff: EINBILDUNG über. Was bedeutet es, wenn man sagt: „Ich bilde mir ein, dass…“? Im Grunde genommen ist dieser Begriff einfach zu erklären, denn das Wort sagt es ja schon: EIN - BILDEN, sich also etwas hinein - bilden. Sich selbst ein Bild in das Bewusstsein bringen.

Sie haben sicher schon so genannte eingebildete Kranke gesehen. Solche Leute bringen das Bild, die Idee, einer Krankheit in ihr Bewusstsein hinein. Sie bilden sich also ein, an der betreffenden Krankheit zu leiden. Wir wissen jetzt schon, dass sich Ideen, Urbilder, die sich in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit einschleichen, verwirklichen. Wenn wir jetzt das Wort: einbilden so verstehen, dass sich eine Idee in das Bewusstsein hineinbildet, dann können wir eingebildete Kranke verstehen. Diese leiden daran, dass sich die eingebildete Idee einer Krankheit verwirklicht und sie tatsächlich krank werden.

EINBILDUNG IST DIESELBE TÄTIGKEIT WIE VORSTELLUNG!

Nur dass dabei die Idee ganz einfach als Bild bezeichnet wird, was ja tatsächlich auch stimmt. Unter Einbildung und Vorstellung versteht man also die Tätigkeit des Geistes, eine Idee (UR - BILD) in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu bringen.

Diese Begriffe sind grundlegend für das richtige Verständnis der gesamten IDE-O-MATIC. Studieren Sie daher diesen Lehrbrief mit Ihrer gesamten Aufmerksamkeit. Der Erfolg dieser Methode wird Ihnen dann die aufgewandte Mühe lohnen.

2. Lehrbrief

Lieber Studienfreund!

Das, was der erste Lehrbrief brachte, war nicht gerade spannend. Ich glaube aber, dass es Sie trotzdem nicht gelangweilt hat. IDEE, VORSTELLUNG und EINBILDUNG sind wichtige Begriffe für Menschen, die ihr eigener Herr werden und das Steuer des Lebensschiffes in die eigene Hand nehmen wollen. Diese drei Begriffe sind grundlegend für das Verstehen der gesamten IDE-O-MATIC. Darum will ich auch diesen 2. Lehrbrief diesem Thema widmen. Die Grundlagen müssen erst fest verankert sein, dann erst kann man auf ihnen etwas aufbauen, was von Dauer ist und den gewünschten Erfolg bringt.

Sie haben sicher schon etwas von Hypnose gehört. Vielleicht haben Sie sogar schon Bücher darüber gelesen oder einen Fernkurs studiert. Interessant sind vor allem die hypnotischen Experimente. Mit ihrer Hilfe kann man vieles erforschen und verstehen lernen.

Hypnose wird heute dadurch erzeugt, dass man versucht, einer Person die Idee des SCHLAFENS in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu bringen. Kommt sie dort an, so verwirklicht sie sich und die betreffende Person, genannt Versuchsperson, schläft tatsächlich ein. Allerdings ist das oft nicht leicht. Die Versuchsperson zweifelt erst einmal und der Zweifel verhindert, dass eine Idee tatsächlich in den Mittelpunkt, man könnte auch sagen, in den Brennpunkt, der Aufmerksamkeit kommt. Daher bleibt die Idee des Schlafens zuerst einmal mehr oder weniger weit vom Mittelpunkt der Aufmerksamkeit entfernt. Mit der Zeit aber rückt sie immer mehr und mehr in Richtung auf den Mittelpunkt und wenn sie tatsächlich dort ankommt, verwirklicht sie sich und die Versuchsperson schläft ein. Die Hypnose ist eingetreten.

Zweifel kann eine Gegenidee erzeugen. So zum Beispiel beim Hypnotisieren die Gegenidee des Wachbleibens. Wenn alle beide Ideen im Bewusstsein sind, kann keine in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit kommen, denn:

IM ZENTRUM (Mittelpunkt oder Brennpunkt) DER AUFMERKSAMKEIT KANN NUR EINE EINZIGE IDEE SEIN UND DIESE VERWIRKLICHT SICH!

Überall, wo Menschen zusammen sind, beeinflusst einer den anderen und diese Beeinflussung ist nichts anderes als das Erzeugen bestimmter Ideen und deren Verwirklichung.

Einen Menschen zu beeinflussen, ist nicht schwer. Sie werden es im Laufe dieser Methode noch eingehend lernen.

Jede Lebensäußerung des Menschen, jede Tat, jede Handlung und jedes Wort hat seine Ursache in Ideen, welche in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit kommen und sich dann verwirklichen.

Meist geschieht diese Verwirklichung schnell, wenn keine Gegenidee irgendwie hemmt und tatsächlich die Aufmerksamkeit nur auf eine einzige Idee gelenkt ist. Dabei wird die Idee bewusst und auch die Wirkung. Der Vorgang der Verwirklichung selbst aber geschieht unbewusst und kann vom ICH des Menschen nicht beobachtet werden. Man sagt auch, dass sich Ideen im Unterbewusstsein verwirklichen. In dem, was wir Seele nennen. Jetzt wollen wir wieder einen Lehrsatz kennen lernen.

DIE URSACHE ALLER UNSERER HANDLUNGEN, TATEN UND WORTE SIND IDEEN, DIE IN DEN MITTELPUNKT DER AUFMERKSAMKEIT KOMMEN!

Nun will ich Ihnen auch den Unterschied zwischen Gedanken und Ideen erklären. Vielfach werden beide für dasselbe gehalten. IDEEN sind URBILDER, die man innerlich sehen, fühlen oder erleben kann. GEDANKEN aber sind gedachte WORTE und Worte sind gesprochene Gedanken. Zum besseren Verständnis will ich auf das Beispiel vom Baum zurückkommen.

Erinnern Sie sich noch an die Idee des Baumes? Stellen Sie sich bitte noch einmal einen Baum vor, ganz gleich welchen. Nun sehen Sie ihn innerlich, nicht wahr? Können Sie dieses Urbild des Baumes einfach in Gedanken oder Worte kleiden? Nein! Die Sprache und das Denken scheitern hier. Sie müssten nämlich den ganzen Baum beschreiben in all seinen Einzelheiten.

Den Stamm, die Wurzeln, die Äste und Zweige, die Blätter oder Nadeln usw. Sie müssten eine Menge Worte und Gedanken für eine einzige Idee verwenden. Sie werden jetzt verstehen, dass man mittels Worte wohl eine Idee anregen und auch auslösen kann, aber Sie werden auch verstehen, dass eine Idee viel, viel mehr ist als Worte und Gedanken.

Merken Sie sich bitte:

EINE IDEE IST VIEL MEHR ALS WORTE UND GEDANKEN!

und:

WORTE SIND GESPROCHENE GEDANKEN. UND GEDANKEN SIND UNAUSGESPROCHENE WORTE! IM GRUNDE SIND BEIDE GLEICH!

Wenn man einen Roman liest, kann es vorkommen, dass man innerlich jede Einzelheit miterlebt. Durch viele Worte und Sätze werden entsprechende Ideen angeregt und diese sieht man und erlebt sie innerlich. Es kann dabei sogar vorkommen, dass diese Ideen so weit in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit kommen, dass sie bestimmte Wirkungen hervorrufen.

Man ist dann ganz mitgerissen und zeigt der Umwelt gegenüber ein ganz anderes Verhalten. Ein Verhalten und Auftreten, welches diesen Ideen und ihrer Verwirklichung entspricht. Ideen verwirklichen sich und zeigen sich somit im Auftreten, im Denken und Sprechen. Hier liegt der erzieherische Wert der guten Literatur. Wie gute Literatur einen positiven Erziehungswert hat, so hat schlechte Literatur einen negativen Einfluss. Ideen verwirklichen sich, wenn sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sind. Ganz gleich, ob diese Ideen gut oder schlecht, positiv oder negativ sind. Das Ergebnis schlechter Literatur kann man öfters in Zeitungen lesen. Hier liegt eine der Ursachen für die Jugendkriminalität. Wenn eine ganz normale und schlichte Hausfrau beginnt, schlechte Romane zu lesen, wird sich mit der Zeit ihr Verhalten zu ihrem Ehemann ändern. Viele Scheidungen haben darin ihre Ursache.

Denken Sie in Zukunft immer daran, wenn Sie etwas lesen. Ideen verwirklichen sich, ohne Rücksicht darauf, ob sie gut oder schlecht sind.

Wie man das auswählt, was man isst und trinkt, so soll man auch das auswählen, was man geistig zu sich nimmt.

Zum Schluss dieses Lehrbriefes will ich Ihnen noch das Wort: IDE-O-MATIC genau erklären.

Die Aussprache ist:I D E O M A T I C.

Das Wort besteht aus drei Begriffen:


1) IDE IDEE (Eine Idee erzeugen!)
2) - O - OBERBEWUSSTSEIN (Hiermit ist der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gemeint, der im Oberbewusstsein liegt.)
3) MATIC AUTOMATIK (Gemeint ist damit, dass sich eine im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit befindliche Idee automatisch verwirklicht.)

Demnach ist das Wort: IDE-O-MATIC zugleich eine Gesamtbezeichnung, eine Abkürzung mehrerer Begriffe und auch eine praktische Formel für das tägliche Leben. Diese Formel hat den Vorzug, dass sie leicht im Gedächtnis haften bleibt.

You have finished the free preview. Would you like to read more?