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Die Träume der Aphrodite

– Erotik, Fantasien, Schicksale und Tabus –

Skizzen rund um das Thema Sexualität von

Manuela Sauvageot

Impressum

Manuela Sauvageot, »Die Träume der Aphrodite«

Verlag: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de

© 2014 Manuela Sauvageot

Alle Rechte vorbehalten

Satz: Manuela Sauvageot

Titelbild: M. Sauvageot

ISBN 978-3-7375-0146-0

Vorwort

Sexualität ist neben Geld immer noch eines unserer größten Tabuthemen. Ich habe mich stets darum bemüht, Sexualität und alles was damit verbunden ist, genauso natürlich zu nehmen, wie den restlichen Körper und andere wichtige Bedürfnisse des Menschen. Sexualität ist ein Trieb, der wie kaum ein anderer dazu geeignet ist, zu Verdrehungen, Verzerrungen und Absurditäten zu führen. Meine skizzenhaften Geschichten greifen die unterschiedlichsten Facetten davon auf.

Ursprünglich habe ich diese Skizzen einfach nur für mich selbst geschrieben, als eine Auseinandersetzung mit dem Thema Sexualität, mit meinen Sehnsüchten, Fantasien, Ängsten und auch Verletzungen. Vieles wurde dann zusätzlich durch das beeinflusst, was mir andere von sich erzählt haben. Und irgendwann wurde das Schreiben für mich zu einer befreienden und bereichernden Leidenschaft. Als schließlich immer mehr Freunde und Bekannte Gefallen an meinen Geschichten fanden, habe ich mich entschlossen, sie im Internet für Interessierte bereitzustellen. Hier nun eine erste Sammlung in Buchform.

Eine ganz natürliche Begegnung

»Willst du mich ficken?«, fragte sie. Er glaubte nicht richtig zu hören. Sie stand schweißgebadet vor ihm, die Haut nass glänzend, mit oberschenkellangen Hot Pants und einem engen, armfreien Shirt. Um den Kopf trug sie ein Stirnband mit dem Logo der Firma Nike. Sie war über den Waldweg gelaufen gekommen, schnaufend, war an ihm vorbeigeeilt und hatte sich nach wenigen Metern wieder nach ihm umgedreht und war zurückgekommen. Ihre Brüste hoben und senkten sich im Rhythmus des tiefen Atems. Sie waren mittelgroß, wohlgeformt und machten einen knackigen Eindruck. Die Nippel hoben sich deutlich durch den Stoff hervor.

War sie eine Emanze, die sich über ihn lustig machen wollte?

Nun komm schon, dachte sie, ich bin fürchterlich geil und all die Lauferei hat nichts daran ändern können. Sie starrte ihm fragend ins Gesicht. Warum waren Männer so schwer von Begriff, wenn man sie direkt auf das ansprach, was sie doch alle wollten, besonders dann, wenn sie einer attraktiven Frau in knapper Bekleidung gegenüberstanden? Auf einmal schienen sie all die flotten Sprüche verschluckt zu haben, die sie unter einander auf den Lippen führten wenn sie sicher waren, dass niemand sie beim Wort nahm!

Verlegen erwiderte er ihren Blick. Es war nur ein Augenblick, aber es kam ihm vor, als stünde er hier eine Ewigkeit ohne sich rühren zu können. In seinen Träumen hatte er gelegentlich solche Fantasien gehabt, doch nun, da eine lebendige Schönheit vor ihm stand und ihn so unvorbereitet fragte … Es passte einfach nicht in sein gewohntes Bild und er wusste nicht, was er tun sollte. Er wusste nicht einmal, was er davon halten sollte.

Es war genau der Moment zu lange, den er zögerte. Es hatte sie mehr Überwindung gekostet, als er ahnen konnte, ihn mit ihrem Begehren zu konfrontieren.

Verdammt, dachte sie, hätte ich doch bloß die Klappe gehalten! Sie fühlte, wie ihr das Blut in den Kopf stieg. Sie trippelte wie aus alter Gewohnheit auf der Stelle und bemerkte plötzlich, dass sie diese Bewegung noch mehr erregte, nun, wo sie hier mit diesem Fremden stand. Es waren seine nackten Schultern, die sie angezogen hatten, muskulöse Schultern, die aus dem ärmellosen Hemd schauten. Sie schaute ihm verlangend auf die Hose, konnte aber nicht entdecken, ob sich dort etwas regte.

Dann eben nicht, dachte sie, nicht ohne eine gewisse Beschämung und wandte sich von ihm ab, um weiter zu laufen. Es war, als käme er durch diese Geste wieder zu sich, aber schon war sie einige Meter von ihm entfernt und er schaute auf ihren runden Po, der sich mit jedem Schritt erregend hin- und herbewegte und sich viel zu schnell von ihm entfernte.

»Warte!«, rief er, doch er war nicht sicher, ob sie ihn hörte. Er sprintete hinterher und holte sie bald ein.

»Hast du das ernst gemeint?«, fragte er, während er neben ihr herlief. Sie sah ihn von der Seite an, grinste und rannte weiter. Schließlich antwortete sie: »Nun, willst du?« Ihre Schritte holten weit aus und er wusste nicht, wie lange er ihr würde folgen können. Er hatte einen Kloß im Hals und konnte nicht sofort antworten, aber schließlich stieß er hervor: »Hier?«

»Klar!«, sagte sie. – Mein Gott, war sie geil. Warum war er so schwer von Begriff? Sie genoss die Bewegung ihrer Beine und die steigende Durchblutung ihrer Scham. Sie war gelaufen, um ihre Erregung abzukühlen, und normalerweise gelang ihr das sehr gut. Mochte der Teufel wissen, warum es dies Mal nicht funktionierte, sondern sie immer erregter gemacht hatte. Sie merkte, dass es ihm schwer fiel mit ihr Schritt zu halten und das reizte sie. Wie lange würde er ihr folgen? Hing er genug am Haken, dass er sich sogar bis aufs Äußerste verausgaben würde, um mit ihr zu bumsen? Er schien nicht unsportlich zu sein, aber auch nicht wirklich durchtrainiert.

Sein Atem begann tiefer zu gehen. Sie hatte wieder ihren Rhythmus gefunden, in dem sie noch kilometerweit würde laufen können.

»Machst du das öfter?«, fragte er, nachdem er eine ganze Weile an ihrer Seite geblieben war, ohne dass einer von ihnen etwas gesagt hätte. Er betrachtete ihre sehnigen braun gebrannten Beine und die fließenden Bewegungen ihres Körpers.

»Drei Mal in der Woche«, antwortete sie ihm.

»Immer mit jemand anderem?«, fragte er witzelnd.

»Ich meine das Laufen«, erwiderte sie und sah ihn mit verdrehten Augen von der Seite an. Ihre Brüste schaukelten im Takt.

»Und du meinst das ernst?«, fragte er, nachdem sie wieder eine Zeitlang gelaufen waren. Nun hatte auch er seinen Rhythmus gefunden und seine Füße bewegten sich gleichmäßig. Statt einer Antwort beschleunigte sie ihre Schritte und grinste ihn herausfordernd an. Mit Leichtigkeit ließ sie ihn hinter sich und es dauerte nicht lange, dass er mit Seitenstichen stehen blieb und nicht mehr weiter konnte. Sie hielt an und kehrte zu ihm zurück, zufrieden, dass sie ihn geschafft hatte. Er japste nach Luft und auch ihr Atem ging tief.

»Und? Willst du mich nun ficken?«, fragte sie noch einmal und trat so nahe an ihn heran, dass sie ihn berührte.

Wer wollte dich nicht ficken, fragte er sich, schaute auf ihren Schritt und kämpfte mit den Schmerzen im Bauch, die nur langsam nachließen. Er sah sie lüstern an, während er immer noch nach Atem rang und sich die Seite hielt. Ihr Schweiß roch angenehm, ihr Schweiß und ihre Haut.

Endlich war sein Blick eindeutig, bemerkte sie, und sie wusste, dass er nun wirklich scharf auf sie war. Sie strahlte, obwohl er ihre Frage noch nicht beantwortet hatte.

»Setz dich auf den Boden«, forderte sie ihn auf, als er sich weiter krümmte. Er sah sie fragend an, tat aber, wie sie verlangte. Sie stellte sich hinter ihn, drückte ihr Knie in seinen Rücken und fasste seine beiden Arme, um sie nach hinten zu ziehen. Seine Brust wurde gedehnt und der Bauch öffnete sich. »Atme!«, forderte sie ihn auf. Langsam bemerkte er, wie das Stechen nachließ.

Sie gab ihm seine Arme wieder, hockte sich hinter ihn und massierte von beiden Seiten seinen Bauch unter dem Rippenansatz. Er stöhnte wohlig. Ihre Busen berührten seinen Rücken und die Lanze zwischen seinen Beinen begann sich zu regen. Er spürte ihren Atem in den Haaren. Als sie keck zwischen seine Beine griff und auch dort massierte, zuckte er zusammen.

»Willst du mich ficken?«, fragte sie ihn wieder. Der Satz erregte sie. Sie massierte sein Genital mit geschicktem Griff. Die Frage bedeutete für sie einen erfrischenden Kick an Freiheit. Ficken, das war früher bei ihr zu Hause ein schrecklich vulgärer und verpönter Ausdruck gewesen. Heute stand er für den Augenblick, als sie sich entschlossen hatte, all diesen einschränkenden Tabus endgültig Lebewohl zu sagen und war zu einem Inbegriff für lustvollen Sex geworden. Ihre Muschel pochte. Sie öffnete die Beine und drängte sich gegen seinen Rücken während sie energisch, wie nach einer Antwort verlangend, zwischen seinen Beinen fummelte.

»Sag es!«, forderte sie und begann sein Ohr zu lecken. Zärtlich biss sie ihm ins Ohrläppchen. Warum wurden Männer oft so stumm, wenn es ums Ganze ging? Sie liebte es, wenn sie ihr all die Unanständigkeiten zuflüsterten, die früher so verboten waren.

Er war wie erstarrt, als sie plötzlich sein Glied nahm, und gleichzeitig schoss das pulsierende Leben mit solcher Heftigkeit hinein, dass er kaum glauben konnte, dass all das Wirklichkeit war. Er war sprachlos und wünschte sich einfach, sie würde fortfahren ihn in den siebten Lusthimmel zu entführen. – Jeden Augenblick musste er aufwachen und feststellen, dass es ein feuchter Traum gewesen war.

Sie konnte deutlich spüren, wie er zwischen ihren Fingern lebendig wurde.

»Sag es, dass du mich ficken willst!« – »Jaa«, brachte er mühsam hervor. – »Sag es richtig: ich will dich ficken!«, forderte sie.

Er kam nicht mehr dazu, es zu tun. Stimmen drangen an sein Ohr und er sah den Waldweg hinunter. Drei Spaziergänger näherten sich. Auch sie hatte die Leute bemerkt, knetete noch einmal seinen Schritt und half ihm aufzustehen, indem sie ihm eine Hand reichte.

»Komm!«, sagte sie gut gelaunt und trabte im Dauerlauf davon, den Spaziergängern entgegen. Sie lief an ihnen vorbei und er folgte ihr, nun mühelos, denn sie war nicht schnell. Wo wollte sie hin? Was hatte sie vor? Sein Glied hing jetzt, aber es sehnte sich danach, seiner lustvollen Bestimmung wieder nachkommen zu können.

»Was machen wir nun?«, fragte er im Laufen. Plötzlich kam es ihm vor, als kenne er die junge Frau schon eine Ewigkeit. Sie verlangsamte ihre Schritte, hielt an und stellte sich vor ihn. Sie gab ihm einen Kuss, einen Kuss, dann noch einen, und schließlich saugten sich ihre Lippen an den Seinen fest. Ihre Zungen suchten sich und begannen ein lustvolles Spiel. Er zog sie an sich, zwei heiße schwitzende Körper, die sich verlangend berührten. Ihre Hüfte spielte in leichten Kreisen über seinem Glied, seine Hände fanden ihren strammen Po und folgten der Bewegung.

»Nicht hier«, sagte sie unverhofft. Sie zog ihn mit sich fort, abseits des Weges, in den Wald hinein. Irgendwie war er schüchtern, und das gefiel ihr, obwohl sie sonst mehr auf forschere Männer stand. Sie hatte noch nie ausprobiert, wie es war, wenn sie die Dominante war. Sie hatte noch nie einen Mann so direkt auf Sex angesprochen. Sie stellte fest, dass es ihr gefiel. Sein Schwanz war hart gewesen in ihren Händen, aber nicht zu groß. Sie mochte es nicht wenn die Werkzeuge der Männer zu groß ausfielen, besonders wenn sie dann noch unsensibel damit umgingen. Er würde ihr nicht wehtun, er würde wie Wachs in ihren Händen sein, ging es ihr durch den Kopf.

Mensch, war sie geil! Sie würde ihn ficken, bis sie nicht mehr konnte, ficken hier in der freien Natur! Ihre Augen suchten nach einem geeigneten Platz. Die Natur berauschte sie. Warum war sie nicht früher auf die Idee gekommen, es draußen zu tun? Sie wurde sich des Zwitscherns der Vögel bewusst und genoss die Klänge, die ihr Ohr erreichten. Sie lief quer durch den Wald und wusste selbst nicht genau, wonach sie suchte. Es war ein guter Platz, zu dem sie sich hingezogen fühlen würde, um ihn zu ficken und von ihm gefickt zu werden. Sie war so geil, weil sie so lange keinen Schwanz mehr in sich gespürt hatte. Seit sie ihren Ex verlassen hatte, diesen eingebildeten Macker, der glaubte sie schlagen zu können.

Einen Schwanz in ihrer Liebeshöhle, einen männlichen Körper auf der Haut und ihre Zungen die sich begegneten und liebkosten – –! Das war es wonach sie sich sehnte.

Dort, dort war der richtige Platz. Sie wusste nicht, was an diesem Platz eigentlich richtig war, doch hier fühlte sie sich wohl, fühlte sie sich geborgen. Sie hielt an und riss sich die wenigen Kleidungsstücke vom Leib. Ihre weißen Brüste schimmerten in den Sonnenstrahlen, die spärlich durch die Baumkronen fielen. Ihr dunkles Dreieck zeigte sich lustvoll deutlich zwischen den Beinen. Licht- und Schattenflecken bedeckten ihren Körper.

Kalt duschen und viel Sport treiben, hatte sie früher gelernt, um ihre Triebe zu beherrschen. Die hatten nicht gewusst, wie geil und fit das machte! Wer fit war, konnte auch besser ficken.

Sie stürzte zu ihm, während er noch fasziniert ihre Nacktheit betrachtete und seine Wünschelrute nach Befreiung strebte.

»Fick mich!«, forderte sie wieder und begann den Gürtel seiner Jeans zu lösen. Er fuhr ihr durch die Haare und überließ es ihr, seinen Schwanz zu entblößen. Was für eine Frau! Sie musste eine Hure sein, eine Nymphomanin, doch das war ihm egal. Er konnte nicht mehr denken, nur noch mit dem Schwanz, dem Schwert, das sich danach sehnte in ihre Scheide zu fahren, um darin endlich Frieden zu finden.

Seine Hose fiel und er streifte sie sich von den Füßen. Ihr Mund umschloss seine Spitze und die Zunge zwitscherte über das warme Fleisch. Er bäumte sich auf – das war zu viel! So würde er nicht lange bestehen. Was tat sie da?, so süß, so erregend! Sein Stängel schwoll und pulsierte unerträglich, unerträglich heiß. Es war das erste Mal, dass eine Frau es ihm auf diese Weise machte. Ihr Mund so warm, so weich, so geschickt. Seine Rute drohte sich zu entladen, er konnte nicht mehr. Er war hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, es länger zu genießen und dem Wunsch, Befreiung zu finden. Sie fühlte, wie er sich wand und stöhnte, und sie wusste, dass sie aufhören musste, wenn sie wollte, dass er in ihr kam.

»Mach ich dich heiß?«, scherzte sie lüstern. Sie legte sich ins Moos und spreizte die Beine, die Knie angezogen.

»Leck mich!«, forderte sie ihn auf. »Lass mich deine Zunge spüren! Komm, zeig mir was du drauf hast!« Er betrachtete ihre Lustquelle, die sie ihm so offen entgegenstreckte. Die Frauen, die er bisher kannte, waren so scheu damit gewesen; er hatte seinen Schwanz befriedigen können, aber nie seine Augen, weil sie sich ihm entzogen.

Vorsichtig streichelte er mit den Fingern über ihren sanften Flaum. Sie schien viel jünger zu sein, als er gedacht hatte; die Haare waren so weich, erschienen ihm so jugendlich. Er teilte vorsichtig ihre Furche und betastete die Falten ihrer weichen, warmen Muschel. Sie drängte sich ihm verlangend entgegen. Zaghaft hauchte er einen Kuss auf die sich öffnende Blüte, dann erforschten seine Finger erneut, was sich hinter den Haaren verbarg. Er fand ihre Perle und wunderte sich, wie sorgsam verborgen sie war, und er wunderte sich, wie sehr sie wuchs und härter wurde, als er sich mit ihr liebkosend beschäftigte.

Seine Partnerin begann ihr Becken in winzige kreisende Bewegungen zu versetzen. Es erregte ihn auf ungeahnte Weise. Sein Finger fuhr hinunter und glitt in ihre Quelle, die die Schamlippen ebenfalls so sorgsam zu verbergen suchten, wie die Vorhaut die Perle. Sie war nass und erlaubte seinen Fingern mühelos einzudringen, ja sie war bereits wunderbar nass, und das erregte ihn, während er mit zwei Fingern hinein- und hinausglitt. Wie eine Blüte sah sie aus, dachte er, als er ihre kleinen Schamlippen auseinander strich. Eine kleine Lilie, deren Blüte am Schaft oberhalb der Klitoris begann und bei der Vagina ihre Blütenblätter entfaltete.

Ihre Scham glühte, doch sie wusste es auszukosten, sich und ihn hinzuhalten. Unter seinen Berührungen erblühte ihr Schoß, die Lippen, und die kleine Knospe, öffnete sich wie die Rose in der Sonne des Sommers. Ihr Loch pulsierte. Hier würde er gleich mit seinem gierigen Stab eindringen und Eins mit ihr werden. Wie zart dies alles war, und doch von solcher Kraft!

»Leck mich!«, forderte sie ihn erneut auf. Er beugte seinen Kopf hinab zwischen ihre Schenkel und ließ seine Zunge breit über ihre Spalte fahren, nur um dann all die Strukturen und Tiefen mit ihr zu erforschen.

»Jahh!«, stöhnte sie. »Jahh!« Seine Hände streichelten zwischendurch ihre Brüste, deren Nippel sich fest zusammengezogen hatten. Seine Zunge wurde lang und suchte ihren Weg in ihr Allerheiligstes. Es durchströmte sie in warmen Wogen. Eine angenehme, unwiderstehliche Süße breitete sich von ihrem Venusgarten aus in den ganzen Bauchraum hinein und hinauf in die Brust. Was für ein süßer Wildblütenhonig! Sie träumte in die Blätter des Kronendaches, ihre Vulva sich mehr und mehr mit kleinen rhythmischen Bewegungen seiner Zunge entgegensehnend. – Träumend, fühlend, vibrierend, versunken ... Leidenschaftlich widmete er sich ihrem Märchengarten. Ein winziger feuchter Schwall kam ihm entgegen, als er fühlte, wie sie einige Male zuckte und ihr Becken energisch seinem Mund entgegenstreckte. Lustvoll leckte er ihn auf. Sie stöhnte aus tiefer Kehle, dann entspannte sie sich und brummte wohlig.

Er löste sich von ihrer Blume und legte sich neben sie. Das Polster der Moose war kühl.

Er hatte es verpatzt, dachte er. Sie war gekommen, und sein Glied bebte weiter nach Erfüllung. Sie schnurrte wie eine Katze und drehte ihm den Rücken zu. Er schmiegte sich an sie und sein Glied drängte an ihren Po. Er begann ihren Hals und Nacken mit Küssen zu bedecken. Wie von selbst suchte sich die heiße Rute den Weg, den sie ihm lustvoll öffnete.

Die Pobacken in seinen Leisten machten ihn verrückt. Sie würde ihn nicht hängen lassen, jetzt nachdem sie gekommen war, nein, sie war immer noch geil, stellte er fest und spannte sein Schwert, das sich zwischen den Pobacken tief in ihre geheime Höhle bohrte.

»Ja, fick mich!«, ermunterte sie ihn und begann ihren Po rhythmisch zu bewegen. Sie wollte seine Lust in sich spüren und fühlte, wie sein Schwanz in ihr rührte, wie der Schaft sich drängend in ihr Intimstes schob. Seine Hand streichelte über ihre Schenkel, die Hüfte, und fuhr dann die Leiste hinab, glitt mit kreisenden Fingern eine Weile über den behaarten Hügel und tastete nach ihrer versteckten Rose.

Sie stöhnte: »Sag, dass du mich ficken willst!« –

»Ich will dich ficken!« Hart stieß er in ihr weiches Fleisch. »Ja, ich will dich ficken!«

»Ja, fick mich, fick mich!« Er machte sie so scharf! Sein Phallus bebte, er würde es nicht mehr lange aushalten und sein Atem begann zu keuchen. Das Keuchen steigerte ihre Erregung. Was für ein knackiger Typ!

»Noch nicht«, flüsterte sie, »warte!«. Sie wollte ihn von vorn, wollte, dass er tiefer in sie eindrang und mit seinem Schambein den Kitzler, ihre goldene Perle massierte. Sie rollte sich herum, drückte ihn auf den Boden und hockte sich über seinen Schwanz, der lustvoll in die Höhe ragte. Sie fasste ihn und führte ihn sich zwischen die Beine. Ihr Becken senkte sich und das Glied verschwand in ihrer Höhle.

»Ohh,«, seufzte er, ohhhh!« und schob ihr seine Lenden entgegen. Das Moos war angenehm kühl im Rücken, aber irgendwo piekste es. – Es störte ihn nicht weiter. Welch ein Anblick, beim Bumsen in die Kronen der Bäume und das Blau des Himmels zu schauen!

Sie kniff sein Lustorgan, indem sie einige Male den Beckenboden anspannte. Fast erschrocken atmete er tief und stotternd ein.

»Ahhh!« Er konnte nicht mehr und wusste, dass er soeben die Kontrolle verlor. Ihre Augen blitzten wild und lustvoll. Sie beugte sich vor, streckte die Beine nach hinten und kam auf ihm zu liegen. Sie wollte mehr von seiner Haut spüren, ihren Bauch auf seinem Bauch, ihre Brust auf seiner Brust. Sie schloss die Beine und begann wild das Becken zu bewegen.

Seine Lanze zog sich zusammen. Sie presste die geschwollene Knospe gegen sein Schambein und stieß lustvoll fordernd mit dem Becken, rührte einige Male kreisend, stieß wieder, bis es sie erneut jäh in einem zweiten Höhepunkt durchzuckte, während sie die letzten Tropfen aus ihm saugte. Sie bäumte sich auf und auch er wand sich unter ihr, immer wieder durchströmt, weiter angeregt von ihrer Lust. Sein Glied in ihrem Paradies zu reiben war eine Wonne, die er nicht bereit war so schnell aufzugeben.

Schließlich verlangsamten sich ihre Bewegungen. Sie lag erschöpft auf ihm und schnurrte wie eine Katze, ihr Gesicht in seiner Halsbeuge, die sie von Zeit zu Zeit mit kleinen Küssen bedeckte. Noch wollte sein Becken nicht gänzlich stille stehen, es bewegte sich leicht und sanft. Auch sie genoss es, ihn weiter in sich zu spüren, während seine Hände zärtlich ihren Po streichelten.

Die sexuelle Lust begann dem Genuss der Nähe, des Spürens von Haut und Körper auf einer mehr zärtlich-sinnlichen Ebene zu weichen. Sich auf diese Weise kennen zu lernen, hatten sie bisher keine Zeit gehabt. Er wunderte sich, dass sein Penis steif blieb. Steif blieb, obwohl er auf jener orgastischen Ebene befriedigt war, er keinen Drang verspürte, sich noch einmal auf diese Weise in ihr zu entladen. Es war nun auf andere Art lustvoll, in ihr zu sein, in ihr zu sein, ganz still und unbeweglich, oder mit fast unmerklichen kleinen Bewegungen, Bewegungen, die gerade ausreichten, die Spannung des so schwer kontrollierbaren Körperteils aufrecht zu erhalten.

Er roch ihren Schweiß. Er war frisch und vermischte sich mit dem Duft ihrer Haut und des unaufdringlichen aber anziehenden Duschgels, das sie benutzte. Es gefiel ihm. Seine Finger wanderten von den Pobacken den Rücken hinauf, langsam, als wollte er den gesamten Rücken mit der gleichen Intensität erforschen, wie er es bereits mit dem Po getan hatte.

Und dann der Geruch des frischen Waldes! Er hatte gar nicht gewusst, dass er mit der Nase so viel aufnehmen, so viel wahrnehmen, so viel erleben konnte. Ein weiterer Duft kam ihm ins Bewusstsein, der Duft ihrer Säfte der sich verströmte.

Sie spürte, wie sich ihr Herz beruhigte. Es tat ihr gut, dass sie noch so still beisammen waren, er sich nicht sofort von ihr rollte und sich anzog. Seine Hände streichelten sie, obwohl es doch vorbei war! – Nein, es war ganz und gar nicht vorbei! Schauer liefen ihr über den Rücken. Sie ergänzte seine kleinen Bewegungen, ebenso sanft wie er. Kleine Bewegungen, wie zur Bestätigung dessen, was zwischen ihnen geschehen war. Kleine Bewegungen, die ihre eigenen Worte hatten, Worte, deren Bedeutung sie nun gemeinsam erforschen konnten. Eine Botschaft verstanden sie beide bereits jetzt: Es gab mehr als dies, das sie verband, mehr als dies, das sie zusammen tun konnten und wollten, obwohl sie sich noch nie zuvor gesehen hatten.

Als seine Hände ihre Haare und den Kopf erreichten, bemerkte er, dass ihr kleine Tränen aus den Augen liefen.

Nocturno

Der Ruf eines Käuzchens klang aus dem Irgendwo der Stille. Die Nacht war finster und die Umgebung ungewohnt. Die dünne Zeltwand ließ die Geräusche der Nacht ungefiltert an ihr Ohr. Es war ihr unheimlich, und die würzige frische Luft der schwedischen Einsamkeit berührte sie auf seltsame Weise. Sie war nur kurz eingeschlafen, nachdem sie eine Unendlichkeit lang wach gelegen hatte, den Geräuschen lauschend, sich wälzend, um eine Position zu finden, die sie endlich Morpheus in die Arme geben würde. Sie hatte etwas geträumt, doch sie wusste nicht mehr was, nur, dass es etwas Schönes, Angenehmes gewesen war, von dem sie sich nur ungern getrennt hatte. Der Schlaf hatte seine eigenen Regeln, wie sie wieder einmal feststellte. Eine Sehnsucht flüsterte zwischen ihren Beinen. Sie drehte sich auf den Rücken und strich mit den Händen über den Bauch. Sie umkreiste eine Weile mit der einen Hand den Bauchnabel, dann fuhr sie mit der anderen weiter hinab, über den Venushügel zwischen die Beine und begann die haarige Biberin zu streicheln. Wie sie feststellte, musste es ein feuchter, wonnevoller Traum gewesen sein, aus dem sie erwacht war.

Sie mochte es, wenn man an den Haaren zupfte, an den Haaren auf dem »Hügel der Liebe« – dem Venushügel. Oder ihn ganz sanft massierte. Vielleicht nannte man ihn deshalb Venushügel, weil er für die Erregung der Frauen so bedeutsam sein konnte, – zumindest war er es für sie! Wenn sie sich selbst berührte, so begann es stets an diesem Hügel, dort, wo die Haare begannen, von denen aus sie sich langsam tiefer in die Geheimnisse ihres Biberreiches vorarbeiten konnte. Wenn sie mit einem Mann zusammen war, so wünschte sie sich nichts mehr, als dass er genau dort mit seinen Liebkosungen begann, sie dort streichelte, küsste, ihre Haare zupfte!

Es prickelte und es begann sich dort unten zu regen, zog die Aufmerksamkeit auf sich, sodass sie sich mehr und mehr auf diesen Bereich verdichtete. Aus dem Flüstern der Natur wurde ein Gesang. Es war wie ein sanfter Strom, der zu fließen begann, sich ausdehnte und sie mit lustvollem Kribbeln lockte. Es musste so sein, dass auch die Göttin Venus die Erregung dieses Bereiches so besonders geschätzt hatte. Sonst hätte man diese Stelle nicht nach ihr benannt. Welch schöner Name, Venushügel! Erst wenn sie diesen Bereich ausgiebig gestreichelt und »bezupft« hatte, war sie feucht und erregt genug, um sich den tiefer gelegenen Stellen zu widmen, oder zu genießen, dass ein Partner sie dort berührte, dort, wo ihr Intimstes so sicher, geschützt und geborgen zwischen Haaren und Oberschenkeln verborgen lag. Ja, es war ihr wichtig, sich geschützt zu fühlen. Sie hatte sich einmal rasiert, weil das gerade Mode war, aber sie war sich immer zu nackt, zu ungeschützt vorgekommen – auch mit Kleidung. Also hatte sie den Pelz ihrer Biberin wieder wachsen lassen. Nun konnte man wieder wunderbar darin kraulen, und sie fand sich mit Vlies viel Erwachsener und Weiblicher.

Sie glitt mit den Fingern den Hügel hinunter, die beginnende Furche hinein über den Schaft der Klitoris, bis sie das kleine Juwel berührte, das sich direkt unterhalb befand, eingehüllt in diese Falte. Wenn es nicht erregt war, war es fast nicht zu entdecken. Sie atmete tief, die Perle begann sich aufzuplustern. Ihre Finger kreisten eine Weile sanft um sie herum, dann wanderte sie weiter die Furchen und Falten entlang, die sie weiter unten fand, nicht ohne immer wieder ihre Haare zu kraulen.

Sie hatte sie schon früh erforscht, diese vielfältigen Strukturen, so weich, so sanft, so erregend. Sie konnte kaum glauben, dass es Frauen gab, die niemals einen Blick darauf geworfen hatten. – Bei sich nicht und nicht bei anderen, die sich noch nie selbst berührt hatten, zu ihrer eigenen Wonne. Viele Frauen, die sie kannte, waren so scheu, so geschlechtslos. Sie wussten nicht, welchen Reichtum sie besaßen – auch dort! Sie war dankbar, dass sie als Kind so oft »Doktor« gespielt hatten – besonders mit ihrer besten Freundin, Anastasia! Was hatten sie gemeinsam für berückende Forschungsreisen unternommen!

Und die Männer? Es war erstaunlich, aber sie waren verrückt danach, doch auch sie kannten sie selten wirklich, die wonnigen Lippen dieser süßen reifen Pflaume! Sie fassten dort hin, weil es sie erregte, massierten dort, weil die Erregung der Frau sie selbst erregte, und drangen ein in die Tiefen, ohne diese wunderbaren Formen des Äußeren hinreichend gewürdigt zu haben, ohne ihre Schönheit zu würdigen.

Sie glitt am Innenrand der kleinen Lippen – ihren Nymphen – hinunter, die bei ihr so viel größer waren als die Äußeren, nahe der Öffnung entlang, aus der es floss, dort, wo die großen Lippen sich vereinigten, die Fourchette am Ende der Spalte ...

Ohhh, dieser Teil war sensibel, fast wie die kleine Lustknospe! Sie ließ ihren Finger in massierenden Bewegungen kreisen, – wie gut das tat! Was für ein wunderbarer warmer Strom. Inzwischen wurden die Klänge der Natur und die Düfte der Landschaft Teil ihres Genießens.

Sie glitt in die Öffnung hinein, diesen Raum, der keiner war. Ein Nichts, das sich füllen ließ, das erst wirklich war, wenn man hineindrang – oder wenn frau gebar. Ein Nichts, bereit aufzunehmen, um wiedergeboren zu werden, Leben zu schenken und Lust. Ja, unendliche Lust, besonders, wenn sich die Geschlechter berührten, sich Mann und Frau einander dort entblößten, wo sie am Verletzlichsten waren und sich vereinigten. Welch unübertrefflicher göttlicher Vollzug, bei dem Leben und Tod so nah bei einander lagen, wie niemals sonst im Leben! – Aber wer dachte schon an so etwas?

Lustvoll erforschte sie die kleine Öffnung etwas unterhalb ihrer Perle. Sie diente nicht nur der Ausscheidung, diesem goldenen Strom! Nein! Es nässte bereits, leicht klebrig, wohlig, glitschig, während ihre Finger geschickt die Lust vermehrten, indem sie die kleine Öffnung und ihre Umgebung stimulierten. Eine göttliche Absonderung der Lust, die aus ihr quoll, als solle sie den Mann befruchten ... jetzt ... während es sich zusammenzog, die Lippen schwollen – weibliche Ejakulation ... War das Ketzerei? Unruhig ekstatisch wälzte sie sich hin und her.

Als sie sich etwas beruhigt hatte, drehte sie sich zu Ihm um. Er schlief. Sie spürte, wie hart der Boden unter der dünnen Matte war. Es roch nach Gras. Sie tastete mit den Händen den Boden ab, berührte den Saum des Grases zwischen seiner und ihrer Matte. Kühle Fransen. Sie rückte näher zu ihm. Sie wollte ihn, jetzt – in sich! Dass er diesen Ort fülle und mit seinem Glied, mit seinem Tun, seiner Leidenschaft das vollende, mit dem sie im Spiel der Fantasie begonnen hatte, das sie nun nicht alleine beenden wollte. Sie schmiegte ihren warmen Körper an ihn und begann seinen Nacken liebevoll zu küssen. Sein Po in ihren Leisten, rieb sie mit kreisenden Bewegungen den Hügel daran.

Er bewegte sich. Sie strich mit der Hand warm von seiner Brust über den Bauch, bis sie sein Glied fand. Noch war es schlaff und weich, doch bevor er ganz wach wurde, begann es in ihren Händen lebendig zu werden.

Er drehte sich zu ihr. War er wach? Ein tiefer Seufzer ließ sich vernehmen; sie drängte sich näher an ihn. Er murmelte etwas Unverständliches. Das »Uhluhuuu« eines Eulenvogels sandte ihr einen Schauer über den Rücken. Müde drehte er sich zu ihr um und gab ihr einen Kuss. Kannst du auch nicht schlafen? wispert sie und greift nach seinem verlorenen Glied. Sie bekommt keine Antwort, doch das Glied ist steif und lässt sich willig zwischen ihre Lippen führen. Er küsst sie auf die Stirn, die Wangen, den Hals, müde und verschlafen noch, wie im Traum. Bald zieht er sie näher zu sich, ihre Brüste an den seinen. Sie sind so warm, so weich, so weiblich. Sie streichelt mit dem Glied durch ihre Falten, ein wenig auf, ein wenig ab, lässt es dann hinein in die Tiefen gleiten, nur ganz kurz, als wolle sie ihm Appetit bereiten. Sie ist nass, er ist nass, sie führt ihn aufwärts zu dem kleinen Etwas, das sich schon so lange plusternd regt. Er liebt ihre Finger an seinem Schwanz. Sie sind so vertraut, so erregend, so sanft – so fremd ...

Seine Hüften geraten in Bewegung, als sie beginnt, ihn voll Gier zu verschlingen.

Soixanteneuf

Sie zog ihn an den Ohren und massierte sie. Sein Lockenkopf bewegte sich in kleinen rhythmischen Bewegungen im Kreis und er stöhnte, als wären die Ohren seine wichtigsten Lustorgane. Sie streckte ihm begehrlich das Becken entgegen und wiegte es sanft. Sein kurzer Stoppelbart kitzelte und pikste ihre Schenkel und die Schamlippen. Sie atmete tief ein und genoss es, als die Lungen sich füllten. Ihre Hände begannen seine Locken zu durchfurchen. Sie konnte seinen Atem auf dem Venushügel spüren. Seine Zunge umspielte liebkosend ihre Venuslippen. Sie glitt außen hinauf, berührte oben flüchtig und wie zufällig die Haut, die die Perle schützend umhüllte – ein kurzer Impuls, der sie erbeben ließ. Dann fuhr er auf der anderen Seite wieder außen hinunter, dorthin, wo sich die beiden großen Lippen begegneten. Hingebungsvoll glitt er auch einmal tiefer hinab über den Damm bis zum Anus, um dann mitten durch ihre Fut hindurch wieder hinauf zu gleiten, ohne ihre Klitoris zu sehr zu beachten. Sie mochte es, wenn ihre Rosenknospe nicht zu früh intensiv stimuliert wurde, sondern sich in Ruhe entfalten durfte, aber heute war sie ungeduldig.

Sie streckte sich ihm entgegen und öffnete die Beine weiter. Wenn er sie doch mehr beachten würde, ihre kleine Knospe! Doch seine Zunge war bereits dabei, wieder abwärts zu gleiten. Geschickt teilte er die großen von den kleinen Lippen, fuhr über den Rand der großen dahin, erst links, dann rechts und wieder zurück. Bald verweilte er eine Zeitlang dort, wo die Lippen in die Leiste übergingen, leckte die Leiste hinauf bis zum Hüftbein, kam zurück, und begann das gleiche Spiel auf der anderen Seite, indem er am Außenrand der Schamlippe mit der Zunge entlangfuhr und weiter hinauf über die Leiste zur Hüfte. Ihr Lustgarten erwachte immer mehr zu sprießendem Leben. Sie fühlte, wie er sich öffnete, strömend und lustvoll.

Seine Finger massierten dabei sanft den als schmalen Striezel behaarten Hügel – ansonsten war sie glatt rasiert – und strichen schließlich den Bauch hinauf bis zu ihren Brüsten, um sich eine Weile denen zu widmen.

Seine Zunge war heiß, sie schien ihr noch heißer, als die Glut, die sie selbst zwischen den Beinen entfachte. Sie wollte jetzt sein Glied! Sein Glied mit ihren Lippen umschließen und es verschlingen!

»Lass uns den 69er machen«, hauchte sie kaum hörbar. Sie konnte spüren, wie sie floss und sie wollte nun sein Fließen schmecken, sein festes Fleisch verschlingen.

Sie zuckte zusammen, als seine Zunge plötzlich den Anus bearbeitete. Es war ihr peinlich, und gleichzeitig erregte es sie. – Wie sensibel dieser Ort war! Sie nahm die Knie hoch, die Oberschenkel zur Grätsche gespreizt. Trotz aller Scham ertappte sie sich dabei, dass sie fantasierte, sie würde ihn durch diese Öffnung in sich aufnehmen. Sie wusste vom Gebrauch des Klistiers, wie empfindsam das Innere dort war. Wenn sie es benutzte, erregte es sie jedes Mal und ihre Klitoris begann sich zu regen. Wieder atmete sie tief. Die Gedanken waren ihr plötzlich peinlich, und sie spürte, wie das eine zusätzliche Welle der Hitze in ihr erzeugte. Peinlichkeit stritt mit dem Wunsch, er möge den Anus noch länger mit der Zunge liebkosen. Er tat es mit Leidenschaft und Zärtlichkeit, so, wie bei allem, was mit Sex zu tun hatte. – Tabu und Lust! Es war, als würde das eine das andere in ihr besonders zum Leben erwecken.

»Lass uns den 69er machen«, hauchte sie noch einmal, während sich ihr Po hob und die Vagina sich seinem Munde öffnete. Er fühlte, wie sie erblühte und sich wieder schloss, in harmonischen Bewegungen. Er kannte es, es waren die kleinen Wellen vor der Flut. Sie hatte eine Reihe kleiner Orgasmen bevor sie richtig kam. Dann schrie sie manchmal so laut, dass er Sorge hatte, die Nachbarn könnten es hören. Sein Glied gab großzügig Lusttropfen von sich. Fast unbewusst übernahm er den Rhythmus ihrer Kontraktionen. Ja, auch er wollte nun ihre Lippen spüren, die Leidenschaft ihrer Zunge. Er löste sich von ihr und legte sich auf den Rücken, damit sie über ihn kam. Sie erhob sich und küsste ihm den Mund, die Hände in seinem Nacken. Dann liebkoste sie mit den Lippen seine Brust und wanderte langsam, sehr langsam hinunter zum Bauch, bis sie schließlich sein Glied erreichte. Ihre Busen glitten über seine Brust. Sein Phallus ragte steil auf und hatte, obwohl er nicht beschnitten war, die glänzende Eichel vollständig entblößt. Wie eine satte dicke Kirsche verlockte sie danach, vernascht zu werden.

Sie hockte sich über sein Gesicht, so, als wolle sie sich darauf niederlassen und begann mit leichten Fingern die Haut seiner Rute auf und ab zu schieben. Ihre kahle Scham befand sich direkt vor seiner Nase. Er pustete sie mit heißem Atem an. Es fühlte sich an, als flutete dieser heiße Strom bis tief in Ihr Inneres. Er liebte ihren lüsternen Duft. Noch einmal blies er mit langem, heißem Atem. Sie erschauerte. Er hob ein wenig den Kopf und streichelte mit Nase Mund und Kinn über ihre Möse. Dann begann er mit der Zunge einige Male mitten durch die Spalte zu lecken. Schließlich beschäftigte er sich näher mit den großen Lippen, erst mit der einen, dann der anderen. Er leckte deren Außenränder entlang, fuhr zwischendurch wieder mitten durch die Furche und wieder zurück und begann schließlich an ihren kleinen Schamlippen zu lutschen und zu saugen, während sie leidenschaftlich seine Eichel pflegte.

Sie beugte sich weiter vor und nahm seine Kirsche in den Mund. Sie nahm sie nur auf, die Lippen um den Schaft geschlossen, die Zunge auf dem festen Fleisch ruhend, ohne dass sie sich bewegte. Wie mit zweitem Sinn lauschte sie seinem Tun an ihrer Muschi. – Er bebte, als er seine Spitze in ihrem warmen Mund spürte. Seine Eichel nässte genauso wie ihre Muschi. Auch er hielt eine Weile inne, bis sie begann, ganz sanft mit der Zunge die Eichel zu umlutschen. Sie liebte es, seine Frucht mit geschickter Zunge zu erregen, die Spitze mit der Öffnung der Harnröhre, die empfindliche Unterseite mit dem Frenulum, und den kranzförmigen Rand – sulcus coronarius hieß der auf Latein, hatte sie mal irgendwo gelesen. … Und seinen fließenden Saft zu schmecken, der in kleinen Lusttröpfchen hervorquoll – Vorboten eines jubelnden Finales. Befriedigt spürte sie, wie sein Glied in ihrem Munde bebte und schwoll. Sie bewegte ganz leis ihre Hüften, seine Hände auf ihren Pobacken. Leidenschaftlich begann sie seine Eichel zu nuckeln. Sie war geschickt im Blasen, sehr geschickt! Er zuckte erschrocken zusammen, als sie das ein ums andere Mal sanft aber deutlich in sein empfindliches Fleisch biss. Er biss zurück und zwickte ihre Pflaumenwülste mit den Zähnen. Wer würde es länger aushalten? Wer würde den anderen eher zum Kommen bringen? – Ein leidenschaftliches Spiel.

Seine Zunge schien auf einmal überall zu sein, auf, um und in ihrer nässenden und verlangenden Pflaume. Sie teilte warm die kleinen Schamlippen und drängte in ihre Scheide. Auch er nahm jeden Tropfen auf, den sie lustvoll von sich gab. Sie stöhnte, fauchend wie eine Wildkatze. Noch einmal biss sie zu. Seine Rute tief im Munde wanderte sie mit kleinen sanften Bissen den Schaft hinauf zur Eichel. Er zitterte. Sie konnte nicht mehr lange, alles schien in ihr kurz vor dem Explodieren. – – Sie war wild auf seinen Schwanz, den sie lustvoll und gierig lutschte, und sie war wild auf seine Zunge. Er keuchte. Lange konnte auch er es nicht mehr halten. Seine Zunge glitt zwischen den großen und kleinen Lippen hin, und nahm sich endlich ihre geschwollene Perle vor. Mit der Zungenspitze fuhr er um die Klitoris herum, liebkoste das Bändchen, dort, wo die beiden großen Lippen mit der Wurzel der Klitoris verwachsen sind. Er teilte dann die Vorhaut, um die pralle Perle ganz direkt zur Glut zu bringen. Sie antwortete mit einem lauten Keuchen. Jetzt würde sie jeden Augenblick kommen. »Ja, mach’s mir!«, schrie sie und verstärkte ihre Bemühungen um seinen Schwanz. Sie spürte, dass auch er so weit war.

Sie wollte seine Flut mit ihrem Munde aufnehmen! Nährender Nektar! So ging ihr nichts verloren von ihm. All das gehörte ihr! Sie hatte es immer geliebt, dieses Geschenk seiner Lust. Und dann liebte sie es, wenn er ein zweites Mal in ihr kam, mit seinem lustvollen Schwert die Scheide füllte, sie ihn mit ihrer Muschi lutschte, bis kein Tropfen übrig blieb ... All das gehörte ihr! Sie hatte ihm verboten, zu onanieren – es war Ihrs. Wehe, wenn er sich verschwendete ...!

Er schrie. Sie bäumte sich auf. Seine Zunge hatte das Spiel an der kleinen Perle zum Höhepunkt gebracht. Er glitt die Spalte hinab und leckte begierig den Bereich ihrer ekstatischen Kontraktionen der Lust.

Sie fühlte, wie auch sein Glied sich mehrfach aufbäumte und sich mit feurigen Zuckungen, von ihrem Munde gelockt, entlud.

Für den Verlag

»Wie viel?«, fragte er.

»Blasen 25, mit Schlucken 50, und wenn du ihn mir reinschieben willst, ebenfalls 50 – natürlich nur mit Kondom!«, sagte ich. »Alles andere ist tabu! Mehr als eine halbe Stunde kostet extra.« Ich hatte diesen Spruch lange geübt.

Er nickte, öffnete die Tür des Wagens und meinte: »Steig ein!«

Ich setzte mich neben ihn, aber im selben Augenblick kamen mir Zweifel, ob meine Idee so gut war. Ich wusste nicht einmal, wo ich mit ihm hinfahren sollte, aber er schien sich auszukennen und steuerte zielbewusst ein nahegelegenes Hotel an.

Ich hatte es einfach wissen wollen und ich brauchte Stoff für meinen neuen Roman, der im Rotlicht-Milieu spielen sollte. Verdammt, ich hatte doch keine Erfahrung in solchen Dingen, aber wie sollte ich darüber schreiben, wenn ich nichts davon wusste? Und ich war immer schon neugierig gewesen.

Es war die Idee meiner Freundin gewesen, nachdem ich in meinem letzten Roman einige gelungene Liebeszenen eingearbeitet hatte, bei denen sich bald herausgestellte, dass jene Seiten die meisten »Eselsohren« bekamen.

Nun, ich hatte mir vorgenommen, künftig vom Schreiben zu leben, also durfte ich nicht wählerisch sein. Ich unterbreitete dem Verlag ein Angebot, ohne recht zu wissen, auf was ich mich da einließ.

Der Verlag war skeptisch, zumal man dort einen neuen Geschäftsführer eingestellt hatte, den ich bisher nicht persönlich kannte. Bevor ich nicht einige handfeste Proben für mein Können auf diesem Gebiet vorlegte, könnten sie mir keine verbindliche Zusage machen, sagte man mir.

Im Internet findet man doch alles, hatte ich mir gesagt, aber ich hatte bald feststellen müssen, dass mir die Informationen, die ich entdeckte, nicht die Inspiration brachten, die ich brauchte, um einen Roman hinzulegen, der auch auf lange Sicht Bestand haben würde.

Immerhin hatte ich genug erfahren, um es zu wagen, mich freiwillig auf den Strich zu begeben. Ich hatte eine vage Vorstellung davon, wie sich eine Prostituierte benahm, kannte die üblichen Preise, und natürlich wusste ich, wie weit ich gehen wollte. – Gottseidank war ich nie prüde gewesen.

Nun, die erste Vorstellung war offensichtlich überzeugend gewesen, und erstaunlicher Weise hatte mich auch keine der anderen Nutten dumm angequatscht, als ich mich in unmissverständlicher Haltung zu ihnen an die Straße stellte. Von irgendwelchen Luden ganz zu schweigen.

»Bisteneu«, hatte mich eine gefragt, als ich sie um Feuer bat – natürlich hatte ich mein Feuerzeug vergessen, und es brauchte eine ganze Weile Überwindung, bevor ich sie ansprach.

”Auch-von-Gregor-was?«, meinte sie, mehr feststellend als fragend, während sie abschätzend an mir herunter sah. Ich nickte, obwohl ich nicht wusste, wer Gregor war. Sie hatte mich fast mitleidig angesehen, sich selbst eine Zigarette angesteckt und gesagt: »Dachte ich mir.« Dann hatte sie ihr Ohr ganz nahe an das meine gehalten und geflüstert: »Sieh zu, dass du einen anderen findest, Gregor ist ein Schwein …« Aber bevor ich sie näher befragen konnte, war sie mit wiegenden Hüften die Straße hinunter verschwunden.

So landete ich schließlich mit meinem ersten Freier im Hotelzimmer.

Er hielt sich nicht lange auf und nestelte an seiner Hose, um den Schwanz freizukriegen. Mein Gott, dachte ich, wie im Film, doch was tut man nicht alles für die Karriere! Sein Glied starrte genauso auffordernd, wie verlangend in die Höhe, und erst jetzt wurde mir bewusst, was ich mir vorgenommen hatte. – Ich wollte einem völlig fremden Mann den Schwanz lutschen, und noch ganz anderes! Er spielte an seiner Vorhaut indem er sie vor und zurückschob. – Die typische Wichsbewegung, dachte ich.

»Erst blow-job«, sagte er und begann es sich bequem zu machen, indem er sich in den einzigen Sessel fallen ließ, eine Hand weiter mit dem Glied beschäftigt.

Komm schon, sagte er, indem er mir seinen Stab entgegenstreckte, du kannst es ausspucken, – ich bin keiner von denen, die … naja, du weißt schon.

»Fünfundzwanzig!«, schoss es aus mir hervor, während ich merkte, wie mir die Röte in die Wangen fuhr. – Ein schlechter Lohn, fand ich, aber das war natürlich sehr relativ.

Er fingerte nach seinem Portemonnaie, zählte einige Scheine ab, und drückte sie mir in die Hand.

»Und dann möchte ich sehen, was du unter deinem hübschen Rock hast und wir werden sehen, ob du deinen Preis Wert bist.« Erst jetzt bemerkte ich seinen amerikanischen Akzent. Er war Ausländer, und während ich bereits gedankenverloren an seinem Glied fingerte, ließ ich die Scheine durch die Finger der anderen Hand gleiten und stellte fest, dass er mich mehr als reichlich für die verschiedensten Dienste bezahlt hatte! Warum ging der auf den Strich und ließ sich nicht stattdessen eine Lady kommen?

Verdammt, es hatte ein kurzer schneller Fick werden sollen, gerade so lange, dass es reichte, um ein Gefühl für diese Szene zu bekommen und darüber schreiben zu können, und nun …

Ich wusste nicht, wie mir geschah. Ich steckte das Geld fort, kniete mich hin und beugte mich, ohne weiter nachzudenken, zu seinem steifen Glied hinab.

Ich hatte noch nie jemandem einen geblasen, auch meinem Freund nicht. Hoffentlich war ich geschickt genug darin. Verwundert bemerkte ich, dass dieser Fremde frisch geduscht war, denn sein Glied roch rein und erregend. Ich konnte nicht glauben, wie leicht es mir fiel, es in den Mund zu nehmen und daran zu lutschen. Ja, es erregte mich und bald fand ich mich in einer lutschenden Hingabe gefangen, die ich mir nicht hätte träumen lassen!

Leidenschaftlich begann ich seine Eichel zu reizen, während er meinen Kopf streichelte. Ich nahm sie in den Mund und leckte saugend. Ich hörte sein verhaltenes Stöhnen und fühlte seine verlangenden Bewegungen, die sich der entladenden Ekstase näherten. Ich begann seinen Gürtel zu lösen und seine Hose weiter zu öffnen.

»Wait – warte«, sagte er, stand auf und begann sich selbst auszuziehen. Auffordernd nickte er mir zu, mich ebenfalls zu entkleiden. »Go on!«

Nach und nach fielen die Hüllen. Nun kommst du an das Material was dir gefehlt hat, dachte ich kurz, doch dann wurde ich wieder ganz von dem gefangen genommen, was sich hier entwickelte. Ich machte mich wieder über seinen Schaft her.

»Fuck me! … magnificent! …«, hörte ich ihn murmeln, und bemerkte im letzten Augenblick, dass sein Glied zu zucken begann.

Fasziniert beobachtete ich, wie die feuchte Fontaine sich entlud, während meine Finger fortfuhren, seinen Penis zu reiben. Das Glied bäumte sich auf und spannte sich zwischen meinen Fingern. – Wie kraftvoll und energisch es sich aufbäumte! Ich griff nach einem Handtuch und wischte die Stellen mit dem Ejakulat ab. Schließlich hing noch ein einsamer Tropfen an der schimmernden Spitze, und ich fragte mich, was in mich fuhr, als ich meinen Mund noch einmal näherte, den Tropfen ableckte und begann, mich wieder mit diesem erregenden Fleisch zu beschäftigen. Ich war erstaunt, wie neutral das Ejakulat schmeckte, aber das Bewusstsein von dem was ich hier tat erregte mich, wie ich es noch nie erlebt hatte. – Ich, eine Hure, an diesem Ort, mit einem wildfremden Mann! Vermutlich war ich doch keine geeignete Hure. Ich hatte die feste Vorstellung, dass dieser Beruf nur ein Geschäft ohne eigene Leidenschaft und Erregung sein konnte. Ich fühlte, wie ich selbst feucht wurde und es sich zwischen meinen Beinen regte. – Auch das noch! – Sollte ich mich darüber ärgern und mich schämen, oder es genießen? Ja, sogar der Gedanke eine Hure zu sein, machte mich an. Ich musste unbedingt einige Interviews mit Prostituierten machen, ging es mir durch den Kopf.

»Incredible«, stöhnte er wohlig, »awesome!« und ließ mich gerne gewähren.

Ich war längst nicht mehr die nüchterne Geschäftsfrau, nicht die engagierte Schriftstellerin und nicht die notgedrungene Prostituierte. Ich war einfach geil und wollte diesen Mann bumsen! Es interessierte mich nicht mehr wo wir uns befanden, im Gegenteil! Ich spürte sein Glied, das sich drängend in mir versenkte, seine Hände an meinen Brüsten und wenn er nicht dafür gesorgt hätte, hätte ich sogar das Kondom vergessen. Ich wollte seinen Schwanz, wie ich noch nie nach einem verlangt hatte. Verflixt, ich war doch nicht Notgeil. Es kam mir vor, als hätte ich unter jahrelanger Abstinenz gelitten.

Als die Glut schließlich verebbt war und ich begann, mich wieder anzuziehen, fühlte ich, wie das schlechte Gewissen mich packte. Verflixt, was tat ich hier? War es das Wert? Eine Stimme in mir jubilierte und flüsterte: Und ob! Und das aus mehreren Gründen: Du hast den besten Fick deines Lebens gehabt, etwas Handfestes worüber du schreiben kannst und außerdem auch noch Geld dafür kassiert. Eine andere Stimme schimpfte etwas von Sauerei, Schlampe und Schlimmerem und sorgte dafür, dass ich schnell von der soeben erlebten Ekstase herunterkam.

Mein »Kunde« geleitete mich aus dem Hotel und wollte mich zum Strich zurückbringen.

»Nein«, sagte ich, »bring mich zum Dom». Ich hatte genug für heute, war verwirrt und hatte alles andere als Lust auf einen weiteren Freier. –Trotz allem.

»Und wenn ich Sie noch zu einem Glas Sekt einlade?«, fragte er, wieder zum distanzierteren Sie wechselnd? Verwirrt schüttelte ich den Kopf, nicht fähig ein Wort herauszubringen. Er zuckte die Achseln und lenkte den Wagen wie ich verlangt hatte. Als wir ankamen, stieg er aus und öffnete mir die Tür, als wäre ich seine verehrte Dame. Seine Augen strahlten freundlich, aber irgendwie wusste ich nicht, wie ich all das einsortieren sollte.

»Übrigens«, sagte er dann zum Abschied, ”Sie sehen nicht aus wie eine dieser Huren – pardon –, und auch wenn …! Wenn Sie Lust haben, melden Sie sich doch bei mir«. Er zögerte, dann fügte er hinzu: »Sie gefallen mir!« Er gab mir seine Karte, fuhr davon und ließ mich noch verwunderter stehen als ich es eh schon war. Es hatte begonnen zu regnen und die Tropfen nässten das Papier während ich gedankenverloren las: Dr. Richard Jefferson, Geschäftsführer der Books for People Inc., Germany – mein Verlag!

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Volume:
130 p.
ISBN:
9783737501460
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