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Spuren intelligenten Lebens
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Spuren intelligenten Lebens
Len Mette
1. Auflage
Oktober 2020
© 2020 DerFuchs-Verlag
D-69231 Rauenberg (Kraichgau)
DerFuchs-Verlag.de
Lektorat/Korrektorat: Sabrina Georgia
Coverfoto: Fotomanufaktur Wessel
Portraitfoto Len Mette: Bettina Südmeyer
Alle Rechte vorbehalten.
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ISBN 978-3-96713-006-5 (Taschenbuch)
ISBN 978-3-96713-007-2 (ePub)
Gedanken zum Inhaltsverzeichnis
Darf ein Buch, das ausschließlich dem Zweck der seichten Unterhaltung dienlich ist, ein Inhaltsverzeichnis haben? Ehrlich gesagt, weiß ich das nicht. Ich bin ja weder ein großer Literat noch auch nur ansatzweise eine Leseratte. Das ist kein Scherz: Mit Büchern habe ich gar nicht viel zu schaffen, wenn wir einmal von den drei bisher veröffentlichten Schmökern absehen. So richtig erklären kann ich diesen Widerspruch nicht. Manchmal schreibe ich eben einfach und Leute lesen es. Aber ein Buch-Fan bin ich nicht. Ich kenne dieses oft beschriebene Wohlgefühl nicht, ein Buch in der Hand zu halten und das Papier zu riechen. Ich bekomme davon allenfalls Krämpfe in den Daumenballen und Kopfschmerzen vom Geruch der Tinte. E-Books mit fachlichen Themen sind mir lieber. Noch besser sind billig produzierte Fernsehdokumentationen über Außerirdische. So, nun ist es raus! Ich bin ein Unromantiker. Lange Rede, kurzer Sinn: Nun weiß ich also auch nicht, ob dieses Buch ein Inhaltsverzeichnis haben sollte, oder eben nicht.
Gehen wir es pragmatisch an: Wir haben es in diesem Werk mit in-sich-geschlossenen, kurzen Geschichten zu tun. Ob sie nun alle Eigenschaften von Kurzgeschichten im formalen Sinne aufweisen, weiß ich ebenfalls nicht. Nennen wir sie also stattdessen kurze Geschichten. Du liest hier somit keinen Roman mit durchgehender Handlung, sondern eher eine Ansammlung kleiner, leckerer Häppchen satirischer Couleur, im Format kurzer Geschichten. Wie schön. Damit wäre auch das geklärt.
Aus dieser Sicht macht es dann wohl auch Sinn, ein Inhaltsverzeichnis zu erstellen, um einzelne Storys wiederfinden zu können. Ganz gleich, ob man sie noch einmal lesen möchte, oder schlicht, um zu wissen, bis wohin man schon gelesen hatte, bevor einem Mal wieder das Lesezeichen aus dem Buch fiel – was bei aller Romantik, bei E-Books übrigens nicht passiert. Also gut, der Entschluss steht fest: Dieses Buch bekommt ein Inhaltsverzeichnis!
Nun bleiben noch einige wesentliche Fragen offen, die sich an die echten Kenner richten: Platziert man ein Inhaltsverzeichnis nun vor oder nach dem Vorwort? Bedeutet das Vor im Wort Vorwort nun vor dem eigentlichen Inhalt oder vor allem Anderen? Und wenn das Inhaltsverzeichnis erst nach dem Vorwort käme, würde das Vorwort auch im Inhaltsverzeichnis, nach dem eigentlichen Vorwort erwähnt? Auch das weiß ich nicht. Ich bin ja keine Leseratte. Ich packe es jetzt einfach vor das Vorwort und basta!
Achtung, jetzt kommt´s:
Inhaltsverzeichnis
Gedanken zum Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Epischer Hauptteil mit vielen Geschichten und Buchstaben
Männer
Deutschlands nächstes Top-Möbel
Kriegshelden
Nach dem Kochen Hände waschen!
In 10 Schritten zum Kaiser. Oder: Populismus leicht gemacht
Der Fan
Tätowierungen
Ommma
#Metoo
Peppa
Sei wie ein Wasserbüffel
Untenrum geht immer
Political Correctness und Genderfood
Der Blob
Emanzipation
Hotelfluch
Poetry Slam
Corona
Weihnachten
Das Netz vergisst nicht
Menschenallergie
Nachruf
Über den Autor
Vorwort
»Du musst das alles aufschreiben«, haben sie gesagt. »Bring das auf die Bühne«, haben sie gesagt. Und seither sagen sie »Wann bist du fertig? Wie lange noch? Kann ich schon mal was lesen?«.
Freunde, ihr macht euch kein Bild davon, was es heißt, sich ein Buch aus den Ärmeln zu schütteln! Insbesondere dann nicht, wenn man gar nicht weiß, was man da eigentlich gerade zu Papier bringen will. Die Aufforderung »Du musst das alles aufschreiben«, ist ja nun etwas grob gefasst, wenn wir mal ehrlich sind. Im Grunde habe ich ja gar nicht viel zu erzählen. Ich habe keinen roten Faden, kein konkretes Thema. Ich habe nichts dergleichen.
Gut ... ja ... zugegeben: Ich gebe den größten Teil des Tages gequirlten, geistigen Dünnpfiff von mir. Das ist sozusagen meine Kernkompetenz. That´s it. Ich kann nicht einmal malen, um einen unterhaltsamen Bildband zu befüllen. Nö, Dünnpfiff ist mein Thema. Und der findet meistens unter jeglicher Gürtellinie von Otto Normalverbraucher statt. Dafür werde ich folglich wohl in der Hölle schmoren oder Drohbriefe erhalten. Oder ich werde bis in alle Ewigkeit dieses unangenehme Gefühl verspüren, wieder der Einzige zu sein, der sich über einen Spruch amüsiert, den er soeben selbst von sich gegeben hat.
Sei´s drum!
Das Universum hat mich nun mal mit diesem Hirn geschaffen, das mir im Alltag stets Ärger mit meinen Mitmenschen beschert. Auf geheimnisvolle Weise fällt es mir schlichtweg leichter, mich in dieser Welt zu bewegen, wenn ich mich über unsere Zivilisation lustig machen kann. Dabei stelle ich regelmäßig fest, dass ich auch noch ein Teil davon bin. Teil dessen, was ich oftmals für völlig grotesk erachte.
Ich finde es nun mal lustig, wenn ein Bestattungsunternehmen mit dem Antlitz des Messias und dem Slogan »Wir legen Sie nicht auf´s Kreuz« oder mit einem Sarg und »Bei uns werden sie nicht reingelegt«, wirbt. Ich bin erheitert, wenn es einen Polizeieinsatz in einem Saunaclub gibt, weil einem Gast die Herausgabe des Kassenbons verweigert wurde. Ja, ich habe sogar etwa drei Tage lang, tief in meinem Innern gekichert, als der ICE-Schaffner einen offenbar sehbehinderten Gast ohne Fahrschein, mehrfach als Blinden Passagier bezeichnete, ohne den unfreiwilligen Sarkasmus daran zu bemerken.
Ich stelle mir in einer Kirche die Frage, wie man hier wohl den Verbandskasten zuverlässig von den anderen Kisten mit Kreuz darauf unterscheidet, oder ob es eine Klerus-Edition im Webshop von Herstellern von Verbandsmaterial gibt, damit alles im stimmigen Design daherkommt. Andere Menschen finden das nicht lustig. So gar nicht. Die menschlichen Schicksale, die Missachtung ethischer Grundsätze und so.
Ja, ich weiß: Meine Sicht der Dinge mag hier und dort etwas von der Norm abweichen und ich sollte hin und wieder vielleicht weniger schnell den Mund aufmachen. Ich habe mich daran gewöhnt, dass sich nahezu täglich irgendwer findet, der eiligst einen therapeutischen Stuhlkreis bilden möchte, nur weil ich etwas politisch nicht Korrektes von mir gegeben habe.
Ich sehe diese Szenen nun einmal so, wie ich sie sehe. Allein das Fernsehprogramm so manchen Senders treibt mich zu der Frage, ob ich im Mitteleuropa des 21. Jahrhunderts, oder auf dem Planeten der Affen lebe. Ich finde es ebenfalls herrlich, mich, einen Espresso in Reichweite, einen ganzen Tag lang in eine Shoppingmall zu setzen und einfach nur Menschen zu beobachten. Ich fühle mich dabei bestens unterhalten. Und weil ich ein soziales Wesen bin, rede ich darüber. Wenn auch meistens zu schnell und zu freizügig. Weil ich gern lache, picke ich mir heraus, was ich lustig finde. Das ist nicht immer ganz nah an den Fakten, aber eben so, dass ich es unterhaltsam finde.
Wenn daran also meiner Meinung nach irgendetwas bedenklich ist, dann allein die Tatsache, dass ich diese Dinge wirklich erlebe. Vielleicht bin ich krank, oder eine höhere Macht hat mir einen Chip eingepflanzt, die meine Wahrnehmung verzerrt. Drogen sind´s jedenfalls nicht, die das verursachen. Echt nicht. Ich habe weder eine politische Mission, noch möchte ich Menschen kränken. Ich kann es auch ertragen, wenn man sich über mich lustig macht, während ich mich selbst in einer misslichen Lage befinde.
Hört, hört!
Vielleicht liegt das einfach daran, dass es ohnehin genug ernste Themen in dieser, unserer Welt gibt, die wir auch noch zivilisiert nennen: Der Klimawandel, Kochsendungen, Kriege, Fremdenfeindlichkeit, Hass, Pädophilie, die Schere zwischen Arm und Reich oder das Dschungelcamp.
Nein, all das für sich finde ich kein Stück lustig. Nicht einmal das Dschungelcamp. Aber ich finde es gut, so manchem Thema wenigstens für eine kurze Zeit den Schrecken zu nehmen, indem ich seine ganz eigenen Kuriositäten betrachte. Mir macht es mein Leben einfach leichter. Der Kopf wird für eine kurze Zeit frei, um dann wieder mit frischen Gedanken über die wahren Probleme des Lebens sinnieren zu können. Aber wer will das lesen?
»Is peng«, denke ich mir. »Schreibe ich es halt auf.«
Genug der Rechtfertigung. Ich habe ja noch nicht einmal angefangen. Außerdem ist das hier ein Vorwort nach einem, mit Liebe verfassten, Inhaltsverzeichnis und nicht die Reaktion auf einen kritischen Presseartikel.
Der wiederum würde zumindest bedeuten, dass das hier jemand gelesen haben muss. Na, das wäre ja was! Meine stille Form der Revolte gegen das System. Ich hätte jemanden dazu gebracht, sich tatsächlich eingehend mit meiner Poesie zu befassen!
Schreibt man ein Vorwort normalerweise eigentlich zu Beginn oder lieber, nachdem das Buch fertig ist? Schließlich weiß man anfangs ja nun noch nicht so wirklich, was man alles schreiben wird. Und wenn man es nicht zu Beginn tut, ist es dann noch ein Vorwort oder eher eine Art Nachruf? Nein, das auch irgendwie nicht. Ein Nachruf ist ja etwas für Tote. Spätestens jetzt und nach der Verwirrung um das Inhaltsverzeichnis hat sich die Sache mit dem Nobelpreis für Literatur wohl erledigt, was? Ist ja auch egal.
Solltest du mit Ironie und Sarkasmus nicht umgehen können, ist es genau jetzt an der Zeit, panisch nach dem Kassenbon dieses Buches oder nach mindestens zwei weiteren Personen zur Bildung eines Stuhlkreises zu suchen. Selbstverständlich benötigst du einen Stuhl. »Guter Stuhl ist wichtig«, hat ein weiser Mann einmal gesagt, was in unserem Kontext aber rein gar nichts zur Sache tut. Egal, was du nun tust, bedenke eines: Vielleicht erkennt irgendein Psychologe der Zukunft, 200 Jahre nach meinem Ableben, irgendetwas Sinnvolles in den Zeilen, die vor dir liegen. Der Theodor Fontane des Zeitalters vor dem Weltuntergang in der Literaturgeschichte gewesen zu sein, würde meinen Erben vermutlich unglaubliche Tantiemen bescheren. Insbesondere für Erstauflagen! Vielleicht können sie mit der Kohle sogar den Weltuntergang verhindern und die Rechte an diesem verfickten Dschungelcamp und allen verdammten Kochsendungen kaufen, um sie endgültig ins Nirwana zu schicken. Und wenn es danach noch reicht, sollten sie auch Hochzeits- und Einkaufsdokus aus der weiteren Menschheitsgeschichte streichen. Pseudowissenschaftliche Sendungen über UFOs und Außerirdische sind aber nach wie vor okay. Ich finde, die Maya und Azteken sollten Astronauten gewesen sein dürfen. Außerirdische sind toll! Und urzeitliche Astronauten auch. Und Freimaurer. Die haben ohnehin irgendwie mit allem zu tun, jawohl! Was gäbe ich darum mitzuerleben, wie Außerirdische in einer fernen Zukunft die Vermächtnisse und all die kleinen Eigenheiten unserer Zivilisation beäugen würden! Vermutlich würden sie eine Comedy-Show daraus kreieren!
Was auch immer die Zukunft bringen mag: Du könntest aus dem Jenseits heraus behaupten, den in diesem Buch steckenden Genius schon ganz früh, vielleicht direkt nach dem Lesen des Inhaltsverzeichnisses, erkannt zu haben! Verbrenne also deinen Kassenbon und bestelle sicherheitshalber noch einige Exemplare zusätzlich. Wer weiß, was sie einmal wert sein werden. Tu es jetzt! Lesen kannst du später!
So, jetzt aber noch eine Widmung. Die schreibt schließlich jeder Möchtegern-Autor in sein Vorwort:
Dieses Buch sei jenen Dummbatzen gewidmet, die mich dazu überredet haben, es zu schreiben. Wehe, ihr lest es nicht ganz durch! Ich mach mir hier ne scheiß Arbeit damit.
Echt.
Bisschen Spaß macht´s auch.
Bisschen.
Ist aber auch Arbeit!
Epischer Hauptteil mit vielen Geschichten und Buchstaben
Männer
Das Mysterium Mann. Eine Geschichte voller Missverständnisse. Liebe Frauen, ich glaube, ihr macht es euch zu leicht. Auch wir Männer sind hochkomplexe, von Emotionen getriebene Individuen. Vielleicht unterscheidet sich die Art der Emotionen ein wenig von den euren, aber grundsätzlich sind wir nicht jene Neandertaler, für die ihr uns immer haltet. Vielleicht vergesst ihr auch einfach, dass ein Neandertaler ebenfalls emotional war. Vermutlich jedenfalls. Immerhin war er schon mehr Homo sapiens, als bloßer Homo erectus. Nein, liebe Damen, Letzterer hat nichts mit eurem Bild vom erectus zu tun. Das ist hier jetzt außerdem nicht wichtig. Es geht um Emotionen! Und um Evolution!
Wenn wir aber doch mal ehrlich sind, liegen bei aller Political Correctness, Gleichberechtigung und Moderne, noch immer viele Themenschwerpunkte in unser aller Gene verankert, oder? Nein, ich will damit nicht sagen, dass Frauen an den Herd gehören oder sowas. Von solcher Machodenke bin ich kein Fan. Dennoch glaube ich, dass es klassisch weibliche und eben klassisch männliche Denkweisen und Themen gibt. Wäre ja auch schlimm, wenn nicht.
Wir Männer sind also nicht einfach nur diese männlichen Wesen, die Fleisch essen und Bier trinken wollen. Nein, wir wollen GUTES Fleisch und LECKERES Bier. Das ist für uns Luxus, so wie es für euch Luxus ist, den guten Eyeliner und die Handmaske mit Vitamin E zu kaufen. Ganz so, wie es auch Klopapier mit Vitamin E und eingeprägten Blumen und Kamillen-Duft gibt!
Seit Jahrzehnten stelle ich mir übrigens die Frage, ob ein weiblicher Arsch überhaupt in der Lage ist, gleichzeitig Vitamin E zu absorbieren und sich an geprägten Blumen zu erfreuen. Riecht er tatsächlich nach dem Gebrauch des Tuches nach Kamille? Ich stelle mir diese Frage und auch, ob Frauen Topfpflanzen kaufen und sie dann umbringen, nur um ihren Männern plakativ darzulegen, wozu sie in Wahrheit fähig sind. Diese und viele andere Themen werden wohl ewig ein Mysterium bleiben. Mein Arsch jedenfalls kann das nicht, mit dem Absorbieren irgendwelcher Vitamine. Glaube ich. Also, nicht, dass ich das wüsste. Bisher ist es mir jedenfalls nicht gelungen, meine Nase an meinen Allerwertesten zu führen. Kamillenduft macht Sinn. Aus Gründen. Ich weiß allerdings nicht, wie sich ein Vitamin E-Mangel an einem Arsch bemerkbar macht.
Wir stellen uns folgende familieninterne Konversation vor:
»Schatz! Mein Arsch ist so rau heut´ morgen. Auch nicht so rosig wie sonst isser. Da stimmt doch was nicht.«
»Da hast du recht, Hase. Zeig mal her! ... Das sieht mir stark nach einem Mangel an Vitamin E aus. Hier, nimm dieses Papier! Das wird dir helfen! Es ist mit Kamille und Vitamin E!«
»Danke Schatz! Übrigens, eine schöne neue Topfpflanze hast du da erstanden!«
Ich frage mich darüber hinaus, warum es bei Klopapier der Werbung oder eben neuer Funktionen, wie Vitaminen bedarf. Wer zum Geier würde das Zeug denn nicht trotzdem kaufen, wenn es keine solchen Maßnahmen geben würde? Was wäre die Menschheit ohne die Erfindung des Klopapiers mit Vitamin E und Kamillenduft und warum haben Hersteller ein Werbebudget dafür? Was zum Henker denkt sich die Industrie bei solchen Produkten? Ich weiß es nicht. Es mag daran liegen, dass ich zu männlich bin, um es zu verstehen.
Zurück zum Thema:
Handmaske? Ja! Handmaske. Ich wollte es selbst nicht glauben, aber es gibt nicht nur Gesichts-, sondern auch Handmasken! Das ist nicht etwa ein Karnevalskostüm ... Also man verkleidet sich nicht etwa und behauptet: »Ich gehe als Hand und das hier ... das ist ... Ich trage eine Handmaske.«. Nein, es ist noch viel komplexer: Das muss man sich wie einen Handschuh vorstellen, der irgendwelches Zeug beinhaltet. Als Handmaskenanwenderin sitzt du also mit Pranken auf der Couch, die aussehen, als seist du eine Mischung aus Astronaut und Tatortreiniger. Mit diesem Outfit könntest du Atommeiler rückbauen, so viel ist klar.
Nun ist es also so, dass du eine halbe Stunde dasitzt, wie Juri Gagarin in der Kapsel, um Vitamin E, Chiabutter sowie Macadamianussöl, für eine reichhaltige und tiefgehende Pflege in deine vom Alltag gebeutelten Flossen einwirken zu lassen. Nur, damit sie nicht mehr so trocken sind. Im Grunde ist es genau das, was den Trümmerfrauen zum Wiederaufbau gefehlt hat. In Gruppen hätten sie sich am Abend zusammengefunden, sich rund um ein altes, zu einer wärmenden Feuerstätte umgewandelten Ölfass versammelt, um gemeinsam eine Handmaske zu genießen. So entstehen Legenden.
Sei´s drum.
Nach 30 Minuten ziehst du die Dinger also wieder aus, wirfst jene nicht-biologisch-abbaubaren Einweghandschuhe in den Müll oder in die brennende Tonne und erfreust dich der weichsten Hände der Welt. Das Ganze hätte man ebenfalls mit einer Ladung Olivenöl erreichen können. Mit dieser Methode geht aber vermutlich der romantische Wellnessaspekt verloren. Als Frau bist du nun glücklich. Du hast dich um dich selbst gekümmert, etwas für dich getan. Du bist erneut bereit für die Welt. Und so macht auch eine Handmaske wieder irgendwie Sinn.
Bei Männern ist das ein bisschen anders. Wären wir pünktlich zum Wiederaufbau zu Hause gewesen, hätten wir abends gemeinsam ein Bier getrunken und unsere Hände in Motoröl getunkt, um kurz darauf damit zu prahlen, wer die fetteste Hornhaut an den Flossen hat.
So sind wir halt verschieden. Ich selbst bin in Teilen meines Lebens nicht weniger archaisch. Einmal im Jahr besuche ich heiligen Grund, pilgere zu einem der heiligsten Orte, die der Herr uns geschenkt hat, um mich selbst zu finden und Kontakt zu meinen Ahnen, zu den männlichen Wurzeln meines Stammes aufzubauen. Ich norde mich ein, kalibriere mich neu, nehme Kontakt zu den Vorvätern auf, um auch künftig ein guter und produktiver Mensch sein zu können. Ich fahre gen Norden, dorthin wo die Götter wohnen, wie man sagt. Und sobald ich dort angekommen bin, rufe ich ihn aus, den Gruß der Götter: »Wackööööööönnnn!!!«. Ja, Wacken. Das Mekka des Metals. Hier bist du Mann. Hier darfst du sein.
Eigentlich fahre ich dort nicht einmal primär wegen der Musik hin. Nein, ich reise gen Norden, um Gleichgesinnte zu treffen, mich auf einem der größten und gleichzeitig friedlichsten Festivals der Welt zu tummeln, Bier zu trinken, einfach in der Masse der Menschen unterzugehen und mit ihnen gemeinsam den Elementen ausgeliefert zu sein.
Es ist wahrlich nicht nur das Mekka des Metals, es ist auch das Mekka der Entspannung, wenn im Laufe einiger Tage der Ausruf »Wacköööööön!«, zum verzweifelten Schrei »Kacköööööön!« mutiert, das Dixie-Klo überläuft und aus eben jener Not ein Wir-Gefühl entsteht, das seines Gleichen sucht!
Kacken in Wacken, ein Abenteuer für sich. Dort, wo Vitamin E im Klopapier zur Erleuchtung wird. Genießt du am ersten Tag noch die Landluft, mischt sich selbige an Tag zwei und drei mit einem leichten Bouquet aus Urin. Alles danach ist nur noch mit dem alten Rom zu assoziieren. Es ist so romantisch, gar wunderbar! Wenn man Mann ist und du nicht weißt, ob es noch feinster Schleswig-Holsteinischer Schlamm ist, in dem du bis zum Knöchel einsinkst, oder sich der innere Kreis des mobilen Pissoirs nebenan, durch eine Undichtigkeit im von Urin zerfressenen Kunststoff, um einige Meter erweitert hat.
Das ist nicht einfache Naturverbundenheit, das ist Leben am Limit. Nicht nur Neandertaler. Das ist die wahre Liebe zu den Wurzeln des eigenen Seins. Das ist etwas sehr Emotionales, fast wie Religion. Bei den Göttern des Nordens.
Fahre ich nach Wacken, mögen andere eine Modelleisenbahn bauen und ihren Spieltrieb ausleben oder in einen Männerchor eintreten, um Verbindung zu ihren Emotionen zu finden. Sie entspannen sich. Und das ist wichtig für sie, vor allem in einer Welt, in der viele so unentspannt sind. Es ist wichtig, damit sie nicht komplett am Rad drehen. Es ist fundamental. So wie es eine Handmaske sein kann. Es ist der Ruf unserer Gene nach Ausgleich und Entspannung. Es ist nicht unbedingt weiblich oder männlich. Es ist nicht Homo neanderthalensis oder Homo erectus. Nein, das ist es nicht. Es ist allenfalls ein ganz wunderbares, emotionales und hochkomplexes Individualmysterium, das uns doch irgendwie zu dem macht, was wir sind. Frauen und Männer.
Deutschlands nächstes Top-Möbel
Sollte irgendein Wissenschaftler einmal herausfinden, dass sich der Zustand einer Zivilisation an ihren TV-Formaten ermitteln lässt dann, da bin ich mir sicher, befinden wir uns in der Phase, kurz vor dem Untergang. Als nächstes werden wir uns vermutlich gegenseitig zerfleischen. Etwas anderes ist kaum vorstellbar, wenn ich mir so anschaue, was sich da alltäglich in der Flimmerkiste zuträgt, was wir als Unterhaltung bezeichnen. Nennt mich altmodisch oder gestrig. Aber das, was ich hier vorgesetzt bekomme, ist doch wohl keine Weiterentwicklung im Sinne einer Unterhaltungsevolution, oder?
Dabei hat alles einmal so romantisch angefangen. Damals, die Älteren unter uns wissen es noch, als sich die Familie am Samstagabend vor der strahlenden Flimmerkiste versammelte. Als ein Bildschirm noch eine Tonne wog und die Hälfte des Raumes einnahm. Das waren Zeiten! Da nahm man sich noch Zeit für Unterhaltung. In einer Ära, in der man noch aufwändige Kulissen in den TV-Studios baute oder als Sender ein eigenes Fernsehballett unterhielt. Spätestens hier wusstest du: »Okay, für´s Ballett bin ich zu fett!«, und verwarfst diese Erkenntnis, als Randnotiz eines behaglichen Fernsehabends mit der Familie.
Ich erinnere mich an die Eurovisionsmelodie und das zugehörige Standbild, in Blau mit gelben Eurosternchen! Hier wiederum wusstest du: Wenn du diese Melodie später am Abend wieder hören wirst, musst du ratzfatz ins Bett.
»Pölter an, Zähne putzen, ab ins Bett!«, schallte es dann immer aus Mamas Mund.
Ich erinnere mich an den TED, mit dem vermeintliche Abstimmungen des Publikums, der Zuschauer in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz durchgeführt wurden, während Frank Elstner oder Dieter Thomas Heck wortgewandt die Zeit überbrückten. Das waren Abende guter Unterhaltung, ohne zu viel technischen Schnickschnack. Denn den gab es ja noch nicht.
Einige Jahre später sah das schon anders aus. Da musstest du bereits die richtige Serie schauen, um hipp zu sein und um mitreden zu können. Ich sage nur: »Ich arbeite für die Foundation für Recht und Verfassung. Und ich kriege Sie, das wissen Sie genau!« Ha! Ja, Michael Knight alias David Hasselhoff in Knight Rider. So richtig beeindruckt war ich aber erst, als Michael Knight es geschafft hatte, die Deutsch-Deutsche Mauer zu Fall zu bringen und dazu noch einen Charthit landete.
Oder das A-Team: »Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.« Welch Nostalgie! Das waren noch aufwändig produzierte Serien, in denen die Bösewichte, von Folge zu Folge, immer die gleichen Schauspieler in wechselnden Rollen waren. Und ich hab´s erst in der Wiederholung, 20 Jahre später, bemerkt. Wetten dass..?!, wurde derweil durch Thomas Gottschalk in neue Sphären der Unterhaltung geführt und damit auch irgendwie hipp.
Schauen konntest du den Trendteil des Serien-Programms aber nur, wenn du RTL oder Sat1 empfangen konntest. Verbogen hast du dich, während du die Zusatzantenne an der Glotze anbrachtest und so lang in die Luft hieltest, bis das Bild halbwegs klar war, um dann eiligst einen Buchstapel unter jene Antenne zu bauen, um sie in Position zu halten. Sowas bekam man damals sonst nur im Zirkus Roncalli zu sehen. Der große Mettini an der Antenne des Todes! In der Manege passierte das alles allerdings ohne den finalen Absturz des Artisten in den Bücherstapel. Meistens.
Absturz hin oder her: Zog draußen eine Regenwolke vorbei, war´s das ohnehin mit Knight Rider. Kein Empfang. Over and out. Fernsehen war ein geradezu körperliches Abenteuer. Der Sport des kleinen Mannes. Zeitweilen ein Glücksspiel unter Lebensgefahr. So war das.
Echauffiert haben wir uns in dieser noch jungen Stunde des Privatfernsehens, als man unser Programm für Werbung unterbrach! Das kannten wir ja nicht. Mitten im Turbo-Boost, während das Auto über Abgründe und Bösewichte flog, unterbrachen diese Arschlöcher in den Sendeanstalten den Adrenalinrausch, dein wohl gefährlichstes Abenteuer der Woche! Immerhin hat uns das die besten Werbejingles der Geschichte beschert. »Ich will so bleiben, wie ich bin«, »Like Ice in the Sunshine«, »Wrigleys Spearmint Gum, Gum, Gum«. Ich schmelze dahin, bei diesen Erinnerungen.
Was folgte, war die Ära der Talk- und Spielshows. Man nehme ein Rudel zerstrittener Halbaffen, setze einen gebildeten Moderator als Schiri ein, man verfrachte alle in eine bunte Talk- oder Spielshow-Kulisse und füttere das Ganze mit johlendem Publikum an. Fertig ist die Unterhaltung am Nachmittag!
Heute ist das ja alles ganz, ganz anders. Werbung gehört zum guten Ton, wir streamen unser Programm via Internet auf hauchdünne Displays und nehmen interaktiv, mittels Smartphone-App, teil am Live-Programm. Welch unsägliche, künstlerische, wie auch intellektuelle Möglichkeiten das eröffnet! Es ist unglaublich. Die Werbung schauen wir uns in kleinen Fenstern an, die während der Sendung eingeblendet werden. Dafür wird ab und an der Ton der Live-Sendung unterbrochen. Wir nehmen es dankbar an. Mehr oder minder. So wie schon vor 20 Jahren eben, als man die Werbeblöcke mitten im Turbo-Boost schaltete.
Zwischenzeitlich haben wir Frank Elstner und Thomas Gottschalk durch keine Geringeren als Guido Maria Kretschmer und Heidi Klum ersetzt. Auch diese Änderung wird uns vermutlich ein schöneres Leben bescheren. Wir schauen uns jetzt an, wie Menschen einkaufen gehen oder sich sechzehnjährige Mädchen, wie man die Protagonisten des Trash-TV für Minderjährige und Minderbemittelte nennt, für ein Foto jeglicher Menschenwürde entledigen und die Eltern ihren Kindern auch noch begeistert applaudierend dabei zusehen. Manchmal schauen wir uns einfach intellektuell beseelte Millionäre an, wie sie im Alltag vor sich hin oxydieren, ihre Kohle in die Weltgeschichte pusten, Angestellte abfällig behandeln und nennen es Dokumentation.
Petrolgrün ist jetzt plötzlich nicht mehr Petrolgrün. Petrolgrün ist jetzt Eisvogelblau! Wenn Guido das sagt, dann ist das auch so! Zusammenhalt und Wertschätzung sind nicht mehr so wichtig wie die Statur einer Blindschleiche auf Droge, bei natürlich absolut gesunder und ausgewogener Ernährung! Heidi sagt das, dann ist das ja wohl auch so.
Die beiden, der Guido und die Heidi, die müssen es ja wissen, wurden sie doch von irgendwelchen Marketingstrategen zu Wissenden ernannt, noch bevor man irgendetwas von einem selbstgeschaffenen Lebenswerk, dieser Protagonisten gehört hätte, das die Expertise rechtfertigen würde. Jedenfalls bis dann eben irgendwer, bunt verpackt, gesagt hat, sie wären Experten. Und hier ist die Kette nicht zu Ende. Nein, nein: Unsere Experten ernennen wiederum Experten, die in Wirklichkeit gar keine sind. Es reicht augenscheinlich, in New York oder Los Angeles zu wohnen und für andere Experten gearbeitet oder einfach nur ein Selfie mit ihnen gemacht zu haben! Getreu dem Motto Unter den Blinden ist der Einäugige der König, fachsimpelt man fortan, was das Zeug hält. Immer begleitet von kreischenden Minderjährigen oder eben alten Minderbemittelten. Oh ja, und irgendeine Besonderheit sollte man sich zudem einfallen lassen. Nasales Sprechen. Stöckelschuhe als Mann, den eigenen Brüsten Namen geben ... Irgendetwas Derartiges reicht völlig. Ein Slogan, wie Der Tasche muss lebendig sein. Absolut konkurrenzfähig unter Experten.
Und es funktioniert. Die Crowd, das Volk der Dichter und Denker, der Ingenieure und Erfinderinnen, lässt sich bereitwillig von ihnen umerziehen. Egal, ob du fortan Klamotten anziehst, die Dieter Thomas Heck allenfalls als Testbild in Kamera 3 gehalten hätte. Egal, ob Kevin nun Ohrstecker trägt, die durch eingebaute LEDs blinken wie ein Weihnachtsbaum in einem Friseursalon oder wie der Zugangsschlüssel zu Area 51 aussehen:
Es ist einfach hipp. Es ist vong. Es ist sogar scheißegal, ob dir selbst als minderbemittelter Protagonist peinlich ist, was du da gerade tust! Es wird noch hipper dadurch, dass du dir die Peinlichkeit nicht anmerken lässt und dich selbst darstellst, als seist du das neue Maß der Dinge, ein Experte im Aufstieg sozusagen! Du bist nun Trendsetter und mit etwas Glück und Folgsamkeit, trägst Du bald den Titel Next Top-Möbel und erscheinst in einem Möbelkatalog, den keiner kennt oder für wichtig hält. Aber man erwähnt den Katalog einfach immer und immer wieder im Fernsehprogramm als den wichtigen deutschen Katalog, damit er wichtig erscheint. Und plötzlich halten ihn auch alle dafür. Jedenfalls die, die dich als Möbel für bedeutend halten. Den Rest der Welt interessiert´s nicht. Auch das ist nicht schlimm: Denn fortan tust du einfach so, als würde es den Rest der Welt überhaupt nicht geben.
Das ist allerdings noch der harmlose Teil, mit dem wir Minderjährige und Minderbemittelte davon überzeugen, dass alle Oberflächlichkeiten dieser Welt wichtiger sind, als diese altmodischen Werte, die noch unsere Großeltern erlernt haben.
Der Trick: Du musst diese altmodischen Werte einfach stets in mütterlicher Manier als seeeeehr wichtig benennen. Freundschaft: Seeeehr wichtig. Integrität: Seeeehr wichtig. Respekt: Seeeehr wichtig. Und so weiter. Schon werden sie von der Crowd als das unwichtigste erachtet, was man sich nur vorstellen kann und jene, die ihr Hirn noch benutzen, können dir nicht einmal den Vorwurf machen, gegen den kleinen Knigge verstoßen zu haben. Ein so einfaches, wie geschicktes Täuschungsmanöver.
Möchtest du jemanden öffentlich als völlig blöd dastehen lassen, ohne den Unmut der Öffentlichkeit auf dich zu ziehen, äffst du einfach betonungslos nach, was er soeben gesagt hat oder formulierst ebenso trocken Sätze, wie: »Ich bin so froh, dass ich es mit solch individuellen Personalities zu tun habe.«
So richtig lustig wird´s aber erst, wenn du junge Erwachsene, die intellektuell nie über das Stadium eines Höhlenmenschen hinausgekommen sind, in einen Container einsperrst oder auf einer einsamen Insel aussetzt. Oh, am besten nackt! Welch furiose Idee! Einzige Zugangsvoraussetzung: Sie müssen einen Körper wie aus dem Katalog haben oder sonst irgendwelche übertriebenen Reizauslöser vorweisen können. Finanziell abgebrannt oder karrieregeil sind ebenfalls Attribute, die die Hürden zur Teilnahme senken, sind sie doch förderlich, für das, was kommen wird. Wem nackt nicht zusagt, dem sei auch die Variante 20 Notgeile bewerben sich auf Beischlaf mit nur einer Schönheit empfohlen. Nackt macht sich unterwegs schon irgendwer ganz von allein, setzen wir unsere Schönheit doch als höchstintelligent und nicht verarmt in Szene. Dass das Objekt der Begierde schlicht ein gut aussehender, wenn auch völlig beziehungsunfähiger Normalo ist, werden unsere Kandidaten erst nach der Sendung bemerken. Aber dann ist es ja auch egal, denn immerhin können wir mit diesen simplen Mitteln sowohl teure Kulissen, als auch ein Fernsehballett einsparen!
Zurück zur Insel der Nackten: Dort angekommen beschäftigst du sie mit belanglosen Spielen, Hunger oder einfach Langeweile. Nicht nur Marsmissionsforscher der NASA, sondern auch TV-Formatsexperten wissen, was passieren wird: Ein Teil der Gruppe wird innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums beginnen, sich aufgrund von Nichtigkeiten gegenseitig die Augen auszukratzen. Natürlich mimst du jetzt die Model-Mama und sagst in theatralischem Ton:
»Na, na, na! Das darf nicht sein! Letzte Verwaaaarnung!«, um schon einmal die Moralkritiker zu beruhigen, die dich und deine Sendung andernfalls in der Presse zerfleischen würden.
Deine nackigen Teilnehmer auf der Insel wird das nicht interessieren, denn die befinden sich ja in einer psychologischen Ausnahmesituation. Schließlich sind sie nackt und hungrig auf einer Insel, zusammen mit anderen nackten und hungrigen Inselaffen und müssen dumme Spiele spielen. Alles freiwillig natürlich, für viel Geld. Jedenfalls aus deren Perspektive. Immerhin sind sie ja finanziell abgebrannt und karrieregeil. Passieren wird ihnen ob der Verwarnung natürlich nichts. Es sei denn, sie tun irgendetwas, bei dem man die Kritiker nicht mehr mit einer mütterlichen Verwarnung beruhigen könnte. Dann schmeißt man sie halt schweren Herzens aus der Sendung, ohne jedoch zu vergessen, auch das drei Wochen lang medial auszuschlachten.
Der andere Teil der Gruppe von bildhübschen Höhlenmenschen besteht leider aus Charakteren, deren Ding es nicht ist, Konflikte auszutragen. Sie sind auf den ersten Blick also ein medialer Flop, wären da glücklicherweise nicht noch unsere Joker-Attribute nackt und karrieregeil:
Was diese possierlichen Individuen tun, ist ebenfalls klar: Sie werden übereinander herfallen, als hätten sie den modernen Porno selbst erfunden. Das, liebe Kritiker, ist mitnichten verwerflich! Immerhin geht es hier um wahre Liebe unter volljährigen Freunden, nicht wahr? Okay, okay, das Eine oder Andere ist vielleicht zu verpixeln. Aus Gründen des Jugendschutzes. Wir pixeln aber nur haargenau das, was rein juristisch betrachtet gepixelt sein muss. Und nur zu exakt jenen Uhrzeiten, zu denen es gepixelt sein muss! Schließlich geht es um die Liebe! Und um Karrieren! Und um Geld! Diesen Genuss der intellektuell anspruchsvollen Unterhaltung sollen ja möglichst viele Menschen in Reinform sehen dürfen!
Leider wird das Schauspiel unserem inzwischen sabbernden Publikum ebenfalls zu langweilig. Irgendwann weiß halt einfach jeder, wie nackte, mit Silikon und Botox vollgepumpte Neandertaler beim Pimpern und beim Schlammcatchen aussehen. Das kennt man alles schon. Bevor also wirklich niemand mehr einschalten möchte, ist es an der Zeit, die nächste Hürde der Ethik, des Intellekts, wie auch des guten Geschmacks zu nehmen und ein brandneues Format zu erfinden! Eben jenes muss sich jedoch als soziales Experiment bezeichnen lassen. Auch hier gilt es, die Kritiker möglichst lang in Schach zu halten:
Eine völlig spontane, wie abwegige Idee wäre es beispielsweise, reifere Frauen gegen blutjunge Frauen in die Manege zu stellen, um sie um die Gunst sexuell ausgehungerter Herren buhlen zu lassen. Das Ganze nennen wir provokant Die Olle oder die Dolle? und schicken die hübschen, aber finanziell abgebrannten Neandertalerdamen ins Rennen. Das soziale Experiment besteht natürlich darin, herauszufinden, ob es bloß schnöde weibliche Reize oder die wahre Liebe sein wird, die das männliche, finanziell abgebrannte, aber bildhübsche Neandertalerindividuum anzulocken vermag.
Wichtig an dieser Stelle ist eine Art Notfallplan, denn was, wenn unsere zugegebenermaßen minimal frauenverachtende Idee einer weiteren frauenverachtenden Fernsehsendung mit potenziell minderjähriger Zielgruppe gar als nicht okay eingestuft werden sollte? Was, wenn jemand herausfindet, dass wir die Werte der Zivilisation mit Füßen treten und dazu beitragen, weitere Neandertaler heranzuzüchten, nur um das Fernsehballett einzusparen? Was, wenn wir plötzlich feststellen, dass Jugendliche aufgrund ihres Medienkonsums ein völlig surreales Bild von Sexualität und ihrer Rolle in einer modernen Gesellschaft vermittelt bekämen?
So unwahrscheinlich diese abenteuerlichen Thesen auch sein mögen, unser Notfallplan soll wie folgt lauten:
»Wir wollten mit unserem umstrittenen TV-Format lediglich in provokanter Weise auf die Oberflächlichkeit von Teilen der heutigen Gesellschaft und der Medienlandschaft aufmerksam machen. Sollten wir das Werteempfinden und die Gefühle der Zuschauer verletzt haben, so entschuldigen wir uns in aller Form für diese Fehleinschätzung.«
In Kombination mit den geltenden Gesetzen der Kunst- und Pressefreiheit, wird uns dieser Satz nahezu unangreifbar aussehen lassen. Und je mehr sich die Kritiker echauffieren, umso mehr Aufmerksamkeit und Werbeeinnahmen werden wir generieren. So lang die sabbernde Meute hinschaut! Und je länger wir senden können, umso größer können wir uns die sabbernde Zuschauermeute heranzüchten. Eine Gelddruckmaschine! Wer braucht schon Verschwörungstheorien, um die Weltherrschaft an sich zu reißen? Wer braucht Kulissenbauer und ein Fernsehballett? Neandertaler sind viel billiger!
Ich frage mich: Hat Frank Elstner diese Entwicklung kommen sehen, als Thomas irgendwann in abgefahrenen Klamotten die Sendung übernommen hat? Ich meine ... Nicht, dass Thomas ein Neander ... Nein, das sicherlich nicht. Und vermutlich findet sich hier ebenfalls die Grenze, zwischen seichter Unterhaltung und menschenverachtendem Unsinn. Darin, ob die Protagonisten über Hirn und Verstand verfügen und wissen, was sie da eigentlich tun oder eben nicht. Ob sie aktiv gestalten, oder bloß ein hohler Spielball irgendeines Konzepts sind.
Unterhaltung funktioniert mit Sensation. Wie im alten Rom. Daran ändert sich nichts. So sind wir Menschen. Niveau ist aber weder eine Hautcreme noch reine Glückssache. Das zumindest wird mir klar, wenn ich in Nostalgie an den blauen Bildschirm mit den gelben Sternen und der Eurovisionsmelodie zurückdenke. Ich ewig gestriger. War ich es, der sich damals gefragt hat, ob es wirklich interessant ist, einem Kerl beim Telefonbuchzerreißen im Rahmen einer Saalwette zuzusehen? Damals hat der TED entschieden. Heute sind wir umso mehr gefragt, zu entscheiden, indem wir einschalten oder eben nicht. Es ist, wie beim Verkehrsunfall, unsere ganz eigene Entscheidung, ob wir gaffen oder es lassen. Es ist unsere Entscheidung, was das Thema des Tages sein soll und was nicht.
Für die jungen Neandertaler unter uns möchte ich diese Erkenntnis etwas einfacher formulieren:
Liebe Influencerin, lieber Influencer,
Eins habe ich gelernt im Leben. Die wesentliche Frage, die du dir immer wieder stellen solltest, ist:
»Hä?!«
Ich schwör!
Kriegshelden
Es ist Zeit, über ein Ereignis zu sprechen, das wir alle kennen. Prinzipiell ist es wie die Wanderung dieser besonderen Schmetterlinge, die sich Monarchfalter nennen und, die sich in Nordamerika tummeln. Sie schaffen es aus schier unerklärlichen Gründen, Jahr um Jahr eine Wanderung hinzulegen, die sich gewaschen hat: Sie fliegen oder falten, flattern – oder was auch immer sie tun – über einen ganzen Kontinent, um aus dessen nördlichen Regionen bis zu 3600km weit in die mexikanische Sierra Nevada zu reisen und dort zu überwintern. Oder so ähnlich. Ich bin nun kein Schmetterlingologe oder sowas, aber ja, das ist wirklich wahr. Hin und zurück. Und das Beste: Die Falter, die losfliegen, sind nicht einmal ausschließlich die, die zurückkommen. Die denken sich nicht: »Ach, komm, Urlaub in Mexiko, zu Weihnachten sind wir wieder hier.« Nein, manche von ihnen gehen kalkuliert in ihrem Urlaub drauf, nachdem sie sich fortgepflanzt haben und erreichen nie wieder den Ausgangspunkt. Genauso, wie das bei uns Menschen so mancher Thailand-Urlauber tut. Zurück kommen im Falle der Falter jedoch auf jeden Fall die Kinder und Enkel derer, die einst losgeflogen sind. Dennoch finden sie exakt zum Ausgangspunkt der Reise zurück und die Geschichte beginnt erneut. Also tatsächlich alles wie beim Thailand-Urlaub. Als hätten sie ein von Anfang an eingebautes GPS und eine Mission, für die sie geboren wurden. Also die Falter. Faszinierend.
Die meisten von euch wissen es nicht, aber auch der Mensch kennt, abseits vom Thailandurlaub, Verhaltensmuster, die wie genetisch verankert in vielen von uns schlummern. Über Generationen hinweg gehen wir, wie programmiert, denselben triebhaft wirkenden Aktivitäten nach. Ein Beispiel: Der Gartenmöbelangebotstag bei Aldi. Wer kennt ihn nicht?
Auch ich als Eigenheimbesitzer kann mich diesem genetischen Programm das eine oder andere Mal nicht entziehen. So auch an jenem Feiertag der Konsumgüterhochkultur, als ich, noch früh am Morgen, das Allerheiligste des mitteleuropäischen Mittelstandspießers erspähe: Das alljährliche Sonnenschirmsonderangebot im Aldi-Prospekt! Genauer gesagt ist es ein recht hochwertig anmutender Ampelschirm in der Fassadenfarbe meines Hauses – zum unschlagbaren Preis von gerade einmal 49€.
Bumms! Das Genetik-Programm ist gestartet. Dieser Preis. Grund genug, ach was, er zwingt mich auf magische Weise dazu, zu Geschäftsstart des hiesigen Aldi-Markts vor Ort zu sein, um auf jeden Fall ein Exemplar dieses Schirms ergattern zu können. Ganz so, wie es vermutlich schon mein Vater, Großvater und die Urväter meiner Population getan haben mögen!
Machte ich mich als Heranwachsender noch lustig über dieses Verhalten, WILL die Natur nun augenscheinlich, dass ich es an die Nachfolgegenerationen weitergebe. Ich bin also willenlos, kann nicht anders. Ich bin ein Falter inmitten von vielen, um meiner Bestimmung zu folgen. Ich hecke eine Taktik aus, springe kurz nach Sonnenaufgang in die Hose und fliege los gen Aldi!
Natürlich bin ich mit dieser Taktik nicht allein. Gegen 7:45 Uhr tummeln sich schon etwa zwanzig Menschen vor der Eingangstür des Marktes meiner Wahl, bewaffnet mit der Streitaxt, ja, dem Panzer des kleinen Mannes: Dem Einkaufswagen. Alle stehen sie dort mit einem Ich-bin-die-Ruhe-Selbst- oder Ich-bin-absolut-Cool-Gesichtsausdruck. Das ist Taktik.
Niemand ist cool. Sie wollen alle Beute machen und schrecken insgeheim nicht einmal vor Blut zurück. Ich weiß das und sie wissen es auch. Aber sie tun cool und zivilisiert, schauen taktisch meditativ ins Leere. Es ist dieser Blick, der ihnen immer nur dann entgleist, wenn irgendwer Anstalten macht, sich eben nicht hinten, sondern seitlich in der Schlange vor der noch geschlossenen Supermarkttür einzureihen. In diesem Moment klappern sie jeweils drohend mit ihren Panzern und rücken noch näher zur Tür, um dem unseligen Konsum-Terroristen von der Seite keine Lücke zum Vordrängeln zu bieten. Ihre Gesichter entspannen sich erst dann, wenn sich der vermeintliche Angreifer doch noch ans Ende der Schlange stellt.
Zehn Minuten später: Die Sache sieht jetzt schon etwas anders aus. Inzwischen stehen etwa 50 bis 60 absolut gelassene Gesichter vor dem Markt. Jedoch verformt sich die Warteschlange langsam und unkontrolliert zu einer Traube, was den ursprünglichen Kopf der Schlange, also diejenigen die sich die Nasen seit geraumer Zeit an der Tür plattdrücken, zur Weißglut bringt. Sie versuchen, sich das nicht anmerken zu lassen, aber man kann das Adrenalin in der Luft förmlich riechen. Ich fühle, dass der ein oder andere nun seinen Konsumpanzer in Stellung bringen wird, um auf die Menge zu feuern.
Ich zähle laut: »Drei, zwei, eins, Feuer!«
Während man sich vor mir umdreht und sich fragt, warum irgendein Nichtsnutz, mitten in der Traube, rückwärts zählt, bricht am Kopf der Schlange wie auf Kommando die Ich-war-zuerst-da-Schlacht los. Erwachsene, zumeist altersentsprechend vermutlich weise Leute, schimpfen wie Kindergartenkinder und Politiker, um ihre Position im Rudel zu verteidigen.
Mich amüsiert das mächtig. Nicht etwa, weil ich Spaß an der Konfrontation hätte. Nein, nein, es ist viel subtiler, denn alle im Gefecht verwickelten Kämpfer sind mit Panzern ausgestattet, ich aber nicht. Das macht sie schwerfällig, während ich, mit bloßen Turnschuhen gerüstet, flink wie ein Wiesel, um sie herumtanzen könnte.
»Einen Schirm werde ich auch noch so tragen können und dadurch wendiger sein«, hatte ich zuvor, in einem abgedunkelten und abhörsicheren Raum, während meiner taktischen Planungen für diesen Morgen, erdacht.
Diese akribische Einsatzplanung wird sich jetzt auszahlen. Ich muss mich also lediglich still verhalten, im richtigen Moment, flink, aber mit gemächlicher Außenwirkung an der streitenden Meute vorbeispazieren, mir meinen Schirm nehmen und ebenso elegant wieder verschwinden.
So der Plan.
Es ist der Plan, den schon die Urahnen meiner Familie nachgingen. Es ist der Plan meiner Gene. Es ist meine Vorsehung! Die Rechnung meiner Urahnen geht sogleich auf, denn während die Panzer rasseln und ihre Kommandeure sich noch bekriegen, öffnet sich pünktlich um acht Uhr die Pforte des Marktes.
»Jetzt ist er da, der Moment meiner Vorsehung!«, drängt es in mein Bewusstsein!
Während die Ellenbogen fliegen, spaziere ich friedfertig, wie Ghandi durch die sich auftuenden Lücken zwischen den kämpfenden Artgenossen, schnurstracks in den Aldimarkt, suche die Ware meines Begehrs und schnappe mir einen Schirm.
»Zeit zur Kasse zu spazieren«, denke ich noch triumphierend und es kommt der Moment, der so nicht geplant war: Die Meute hat in der Zwischenzeit erkannt, dass sie ihr Krieg von der Beute abhält. Sie haben sich eiligst entknotet und den Laden gestürmt. Vor mir taucht eine Wand aus wildgewordenen, mit Gehhilfen um sich schlagenden Rentnern auf, die sich nun auf Gartenstühle und Sonnenschirme stürzt.
Wer braucht schon Wunderheiler, wenn er Aldi hat? Der hilfsbedürftige Senioren-Teil unserer Gesellschaft vollbringt vor meinen Augen olympische Höchstleistungen: Gewichtheben, Weitsprung, Boxen. Die haben alle Chancen, mal wieder ordentlich sportliches Gold nach Deutschland zu holen, wenn man ihnen nur ein Sonderangebot in Aussicht stellt! Das ist vielleicht die rettende Idee für unser angeschlagenes Gesundheits- und Pflegesystem! Wir haben keinen Pflegenotstand, uns fehlen schlicht die richtigen Sonderangebote ... Und ganz nebenbei steuern die Individuen dieser Seniorenarmee sogar noch ihre Konsum-Panzer!
»Gelernt ist eben gelernt«, geht mir noch amüsiert durch den Kopf, während mich der Prothesen-Tsunami überrollt. Da stehe ich also mit meinem Schirm und werde von den Wogen der Konsumgesellschaft hin und her geschoben. Eine Kriegsherrin ergreift meinen Schirm, um ihn zur Lanze umzufunktionieren und mich gewaltsam wegzuschieben.
Moment mal ... Greift mich da etwa jemand an? Im Aldi? Wegen eines Gartenartikels? So nicht! Nun ist Schluss mit pazifistisch! Ghandi war gestern, jetzt mache ich mit.
Ich stelle meinen Schirm ab, ziehe mir die eben noch so mutige Kriegsherrin an Lanze und Kragen heran, schaue ihr tief in die fragenden Augen und sage leise:
»Ich bin genau die Sorte Mensch, vor denen dich deine Eltern immer gewarnt haben. Du benimmst dich hier wie eine offene Hose, weil du geil auf nen Gartenstuhl bist? Auch das hätten sich deine Eltern so sicherlich nicht vorgestellt. Du hast jetzt genau diese eine Möglichkeit, noch einmal über dich nachzudenken und wortlos aus meinem Tanzbereich zu verschwinden, bevor mein Schirm wundersam in dir verschwindet!«
Habe ich das gerade wirklich gesagt? Mich auf das Niveau der Meute begeben? Ich habe! Noch bevor ich Zeit habe, darüber nachzudenken, dass ich selbst zum Tier geworden bin, verschwindet die Kriegsherrin so flink, wie wortlos in der Menge. Mehr noch: Scheinbar hat der eine oder andere die Szene bemerkt, sodass ich freies Geleit durch eine schmale Gasse aus der Menschentraube heraus bekomme, nachdem ich freundlich lächelnd meine Jacke gerichtet habe. Den Schirm hat in der Zwischenzeit ebenfalls niemand angerührt, sodass ich auch ihn in aller Seelenruhe mitnehme, um bald darauf als erster Kunde des Tages an der Kasse zu stehen. Ein bisschen fühle ich mich wie einer dieser Kriegsherren aus einer Mittelalterserie, der mit Bärenfell und Schwert auf dem Rücken die Szenerie betritt, während das Volk eine Gasse für ihn bildet ...
Ich rate der Kassiererin noch freundlich, sich nicht provozieren zu lassen, denn die Meute dort hinten sei unberechenbar. Sie dankt mir freundlich, teilt mir aber mit, dass das der ganz normale Wahnsinn sei.
»Armes Deutschland«, denke ich, verstaue meinen Schirm im Auto und fahre heim.
Hey, ihr respektgierigen Wiederaufbauer Deutschlands da draußen: Ihr seid´s, die sich über angetrunkene Jugendliche aufregen. Ihr seid´s, die sich über nüchterne Jugendliche echauffieren, die sich um ihren Planeten sorgen. Ihr seid´s, die zum Wutbürger werden, wenn eine Gartenhecke die in einer Satzung festgelegte Höhe um 3cm überschreitet. Ihr seid´s, die stetig mit dem Finger auf andere zeigen. Und Ihr seid´s ebenso, die im Aldi Montag morgens um acht wegen eines Gartenstuhls zum, von der Genetik gesteuerten, Neandertaler werden.
Meinen Glückwunsch, eine große gesellschaftliche Leistung. Das hält selbst Ghandi nicht aus und ich habe mich gleichfalls davon anstecken lassen.
Denkt mal drüber nach!
Ich tu´s.
Vielleicht in Thailand. Oder in Nordamerika. Mal sehen.
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