Read the book: «Der Koran - El Koran in deutscher Übertragung»

Font::

Der Koran - El Koran - Das heisst die Lesung

Lazarus Goldschmidt

M.B. im April 2021; Elieser Goldschmidt

Der Koran - El Koran - Das heisst die Lesung

1 Der Koran - El Koran - Das heisst die LesungZUM ÜBERSETZERSURA ZUR ERÖFFNUNG DES BUCHES (1)SURA VON DER KUH (2)SURA VON DER FAMILIE AMRAMS (3)SURA VON DEN FRAUEN (4)SURA VOM TISCH (5)SURA VOM HAUSVIEH (6)SURA VOM SCHEIDEWALL (7)SURA VON DER BEUTE (8)SURA VON DER BUSSE (9)SURA VON JONAS FRIEDE ÜBER IHN (10)SURA VON HUD (11)SURA VON JOSEPH FRIEDE ÜBER IHN (12)SURA VOM DONNER (13)SURA VON ABRAHAM FRIEDE ÜBER IHN (14)SURA VON EL-CHIDJR (15)SURA VON DEN BIENEN (16)SURA VON DER NACHTREISE (17)SURA VON DER HÖHLE (18)SURA VON MARIA (19)SURA Ta Ha (20)SURA VON DEN PROPHETEN (21)SURA VON DER WALLFAHRT (22)SURA VON DEN GLÄUBIGEN (23)SURA VOM LICHT (24)SURA VON DER ERLÖSUNG (25)SURA VON DEN DICHTERN (26)SURA VON DER AMEISE (27)SURA VON DER ERZÄHLUNG (28)SURA VON DER SPINNE (29)SURA VON DEN RÖMERN (30)SURA VON LOKMAN (31)SURA VON DER ANBETUNG (32)SURA VON DEN VERBÜNDETEN (33)SURA VON SABA (34)SURA VON DEN ENGELN (35)SURA Ja Sin (36)SURA VON DEN REIHENBILDENDEN (37)SURA Sad (38)SURA VON DEN SCHAREN (39)SURA VOM GLÄUBIGEN (40)SURA VON DEN DARGELEGTEN (41)SURA VON DER BERATUNG (42)SURA VOM GOLDPRUNK (43)SURA VOM RAUCH (44)SURA VON DEN KNIENDEN (45)SURA VON EL-ACHKAF (46)SURA VON MOHAMMED GOTT SEGNE IHN UND GEBE IHM HEIL (47)SURA VOM SIEG (48)SURA VON DEN GEMÄCHERN (49)SURA Kaf (50)SURA VON DEN AUSSTREUENDEN (51)SURA VOM BERG (52)SURA VOM STERN (53)SURA VOM MOND (54)SURA VOM ALLERBARMER (55)SURA VOM EINTREFFENDEN (56)SURA VOM EISEN (57)SURA VON DER STREITENDEN (58)SURA VON DER VERBANNUNG (59)SURA VON DER GEPRÜFTEN (60)SURA VON DER SCHLACHTLINIE (61)SURA VOM FREITAG (62)SURA VON DEN HEUCHLERN (63)SURA VON DER ÜBERVORTEILUNG (64)SURA VON DER EHESCHEIDUNG (65)SURA VON DER VERSAGUNG (66)SURA VON DER HERRSCHAFT (67)SURA VOM GRIFFEL (68)SURA VOM UNVERMEIDLICHEN (69)SURA VON DER HIMMELSLEITER (70)SURA VON NOAH (71)SURA VON DEN GEISTERN (72)SURA VOM VERHÜLLTEN (73)SURA VOM BEDECKTEN (74)SURA VON DER AUFERSTEHUNG (75)SURA VOM MENSCHEN (76)SURA VON DEN AUSGESANDTEN (77)SURA VON DER BOTSCHAFT (78)SURA VON DEN ENTREISSENDEN (79)SURA: ER WAR MÜRRISCH (80)SURA VON DER FALTUNG (81)SURA VON DER ZERSPALTUNG (82)SURA VON DEN MASSKÜRZENDEN (83)SURA VON DER SPALTUNG (84)SURA VON DEN STERNBURGEN (85)SURA VOM NACHTWANDLER (86)SURA VOM HÖCHSTEN (87)SURA VOM GERICHTSTAG (88)SURA VOM TAGESANBRUCH (89)SURA VON DER ORTSCHAFT (90)SURA VON DER SONNE (91)SURA VON DER NACHT (92)SURA VOM HELLEN TAG (93)SURA: ERSCHLOSSEN WIR NICHT? (94)SURA VON DER FEIGE (95)SURA VOM BLUTGERINNE (96)SURA VON [DER NACHT] DER BESTIMMUNG (97)SURA VOM KLAREN BEWEIS (98)SURA VOM ERDBEBEN (99)SURA VON DEN RENNENDEN ROSSEN (100)SURA VOM KLOPFENDEN (101)SURA VON DER MEHRSUCHT (102)SURA VOM NACHMITTAG (103)SURA VOM VERLEUMDER (104)SURA VOM ELEFANTEN (105)SURA VON DEN KORAISCHITEN (106)SURA VON DER UNTERSTÜTZUNG (107)SURA VON DER FÜLLE (108)SURA VON DEN UNGLÄUBIGEN (109)SURA VON DER HILFE (110)SURA: UNTER GINGEN (111)SURA VOM REINEN GLAUBEN (112)SURA VON DER MORGENRÖTE (113)SURA VON DEN MENSCHEN (114)

Der Koran - El Koran - Das heisst die Lesung
ZUM ÜBERSETZER

Lazarus Goldschmidt, geboren am 17. Dezember 1871 in Litauen, studierte an der Jeschiwa von Slobodka die Torah und den Talmud. 1890 ging er nach Berlin und vertiefte sich in das Studium der semitischen Sprachen. In Strasbourg beschäftigte er sich später mit der äthiopischen Sprache und Literatur. Sein Hauptwerk bleibt die vollständige Übersetzung des babylonischen Talmuds, seine Übersetzung der Hebräischen Bibel ist fast unbekannt. Später übersetzte er auch den Koran - mit der gleichen Methode, mit der sich auch um andere Texte kümmerte: Möglichst nah am Text und mit Berücksichtigung philologischer Besonderheiten. Die Poetik des Korans steht also nicht im Mittelpunkt dieser Übersetzung. Eigennamen behalten die Umschreibung, die dem westlichen Leser bekannt ist. So bleibt Jona der bekannte Jona, wenngleich er in islamischen Schriften Youness heißt. Dies erleichtert es dem unbedarften Leser, in den Text hineinzufinden. 1933 musste er nach London ins Exil und starb dort am 18. April 1950.

SURA1 ZUR ERÖFFNUNG DES BUCHES (1)

MEKKANISCH AUS 7 VERSEN BESTEHEND

IM NAMEN GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES ALLBARMHERZIGEN.

1. Preis Gott, dem Herrn der Weltbewohner.2

2. Dem Allerbarmer, dem Allbarmherzigen.

3. Dem Herrscher am Tag des Weltgerichts.

4. Dir wollen wir dienen, dich um Hilfe anrufen.

5. Führe uns den rechten Weg.

6. Den Weg derer, denen du huldvoll bist.

7. Über die nicht gezürnt wird, die nicht irregehen.3

SURA VON DER KUH (2)

MEDINISCH, AUS 286 VERSEN BESTEHEND

IM NAMEN GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES ALLBARMHERZIGEN.

ALM. Dieses Buch, kein Zweifel darin, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen. 2. Die an das Unwahrnehmbare glauben, das Gebet verrichten und von dem, womit wir sie versorgt, Almosen spenden. 3. Die da glauben an das, was dir geoffenbart worden, an das, was vor dir geoffenbart worden, und auf das Jenseits vertrauen. 4. Diese sind auf der Rechtleitung seitens ihres Herrn, diese, sie sind die Glückhabenden. 5. Wahrlich, für die, die ungläubig sind, ist es einerlei, ob du sie ermahnst oder nicht ermahnest, sie werden nicht glauben. 6. Verschlossen hat Gott ihre Herzen und ihre Ohren, eine Decke über ihre Augen; schwere Pein wird ihnen. 7. Unter den Menschen sind manche, die sprechen: wir glauben an Gott und an den Jüngsten Tag, – doch sie sind keine Gläubige. 8. Sie wollen Gott täuschen und die, die glauben, doch täuschen sie nur sich selbst und verstehen es nicht. 9. Krankheit ist in ihren Herzen und Gott mehrt ihnen die Krankheit; qualvolle Strafe wird ihnen, dieweil sie verleugnet haben. 10. Sagt man zu ihnen: richtet kein Unheil auf Erden an, so antworten sie: nur Friedenstifter sind wir. 11. Aber sind sie etwa nicht Unheilstifter? Doch sie verstehen es nicht. 12. Sagt man zu ihnen: glaubt, wie auch andre Menschen glauben, so antworten sie: sollen wir etwa glauben, wie die Toren glauben? Sind denn nicht sie die Toren? Doch sie wissen es nicht. 13. Treffen sie mit denen zusammen, die glauben, so sagen sie: wir glauben, sind sie aber allein mit ihren Satanen , so sprechen sie: wahrlich, mit euch (halten wir), nur Spötter (jener) sind wir. 14. Gott aber spottet ihrer und lässt sie in ihrem Überschwall erblinden. 15. Sie sind diejenigen, die Irrtum für Rechtleitung erkauften; aber nicht gewinnbringend ist ihr Handel, sie sind nicht die Gerechtleiteten. 16. Sie gleichen einem, der ein Feuer entzündet: hat es seine Umgebung beleuchtet, so läßt Gott sein Licht schwinden und läßt sie in Finsternis; man sieht nichts. 17. Taub, stumm, blind (sind sie), sie kehren nicht um. 18. Oder wie eine Regenwolke vom Himmel, darin Finsternis ist und Donner und Blitz; sie stecken dann vor Donnerkrachen ihre Finger in die Ohren, aus Angst vor dem Tod. Gott aber ist zugreifend bei den Ungläubigen. 19. Beinahe, der Blitz hätte ihr Augenlicht hinweggerafft. Sooft er ihnen Licht spendet, sie wandeln darin, ist es um sie finster, sie bleiben stehen. Wenn Gott es wollte, ganz gewiß würde er ihnen Gehör und Gesicht nehmen, denn siehe, Gott ist über alle Dinge mächtig. O ihr Menschen, dienet eurem Herrn, der euch erschaffen und die, die vor euch waren; daß ihr doch gottesfürchtig seid. 20. Der euch erschaffen hat als Teppich die Erde und als Zelt den Himmel, der vom Himmel Wasser herabsendet und damit Früchte hervorbringt, für euch zur Versorgung. So gesellt Gott keine Götzen zu, und ihr wißt es. 21. Hegt ihr Zweifel an dem, was wir unsrem Diener geoffenbart, so bringet doch eine Sura gleich dieser herbei und rufet eure Zeugen außer Gott an, wenn ihr wahrhaftig seid. 22. Wenn ihr es aber nicht tut, und ganz gewiß tut ihr dies nicht, so fürchtet das Feuer, das Menschen und Steine verzehret, für die Ungläubigen bereitet. 23. Verkünde denjenigen, die glauben und gute Werke üben, daß ihnen Gärten (bereitet) sind, darunterhin, Ströme fließen, und sooft sie aus ihnen versorgt werden, eine Versorgung aus ihren Früchten, sagen sie: Es sind dieselben, mit denen wir bereits versorgt waren. Damit bekunden sie ihre Ähnlichkeit. Da sind ihnen auch unbefleckte Frauen; ewig verweilen sie in diesen. 24. Wahrlich, Gott ist nicht beschämt, wenn er ein Gleichnis anwendet, von Stechmücken und noch Geringerem. Was die betrifft, die glauben, sie wissen, daß nur die Wahrheit von ihrem Herrn kommt, und was die betrifft, die ungläubig sind, so sagen sie: was will da Gott mit diesem Gleichnis? Viele sollen dadurch irregeleitet werden, viele sollen dadurch gerechtleitet werden; aber irregeleitet werden dadurch nur die Gottlosen. 25. Die den Vertrag Gottes lösen, nachdem ein Bündnis erfolgt ist, trennen, was Gott zu verbinden gebot, und Unheil stiften auf Erden; diese sind die dem Verderben Geweihten. 26. Wie wollt ihr Gott verleugnen, wo ihr doch Tote waret und er euch belebt hat? Dereinst wird er euch töten, dereinst wird er euch beleben, dereinst werdet ihr zu ihm zurückkehren. 27. Er ist es, der euch alles auf Erden erschaffen, dann spannte er den Himmel und machte aus ihm sieben Himmel; er ist aller Dinge kundig. 28. Dann sprach dein Herr zu den Engeln: Ich will auf Erden einen Stellvertreter einsetzen. Sie entgegneten: Willst du da einen einsetzen, der da Unheil stiften und Blut vergießen wird, während wir doch dein Lob preisen und dich heiligen? Er erwiderte: Ich weiß, was ihr nicht wisset. 29. Er lehrte Adam die Namen aller (Tiere ) und führte sie den Engeln vor, indem er sprach: Nennet mir doch die Namen dieser da, wenn ihr recht habt. 30. Sie erwiderten: Preis dir, wir haben kein andres Wissen als das, was du uns gelehrt; wahrlich, du allein bist der Allwissende, der Allweise. 31. Er sprach: O Adam, nenne du sie bei ihren Namen. Nachdem dieser ihre Namen genannt, sprach er: Sagte ich euch denn nicht, daß ich das Geheimnis der Himmel kenne und der Erde? Ich weiß auch, was ihr kundtut und was ihr verschweiget. 32. Dann sprachen wir zu den Engeln: Fallet vor Adam nieder. Und sie fielen nieder, ausgenommen Iblis ; er weigerte sich und tat hochmütig, denn er war der Ungläubigen einer. 33. Wir sprachen dann: O Adam, bewohne du und deine Frau den Garten und esset davon in Fülle, soviel ihr wollt, aber nähert euch nicht diesem Baum, ihr seid sonst der Frevler. 34. Satan aber vertrieb sie aus diesem und brachte sie aus dem (Ort), in dem sie waren. Wir sprachen dann: Hinaus, des einen Feind sei der andere. Auf der Erde sei euch Unterkunft und Unterhalt eine Zeit lang. 35. Und Adam lernte von seinem Herrn Worte, auf die er sich ihm wieder zuwandte, denn wahrlich, er ist der Allverzeihende, der Allbarmherzige. 36. Wir sprachen: Hinaus aus diesem allesamt. Es soll euch von mir eine Rechtleitung zuteil werden, und wer meiner Rechtleitung folgt, – keine Furcht über sie, sie sollen nicht betrübt sein. 37. Diejenigen aber, die ungläubig sind und unsere Verse lügenhaft nennen, diese sollen Genossen des Fegefeuers sein, ewig darin verweilen. 38. O Kinder Israels, gedenket der Huld, die ich euch erwiesen; haltet mein Bündnis, so will ich das Bündnis mit euch halten; nur mich fürchtet und glaubet an das, was ich geoffenbart, zur Bestätigung dessen, was schon bei euch ist. Seid nicht der Leugnenden ersten und erkauft nicht für meine Verse einen geringeren Preis; nur mich fürchtet. 39. Kleidet nicht die Wahrheit in Falschheit; ihr verheimlicht die Wahrheit, und ihr wißt es. 40. Verrichtet das Gebet, entrichtet den Armenbeitrag und beugt euch nieder mit den Sichniederbeugenden4. 41. Wie fordert ihr die Menschen zur Gerechtigkeit auf, und ihr doch eure eignen Seelen vergesset? Ihr leset die Schrift, – ob ihr sie nicht begreifet? 42. Rufet um Hilfe an in Geduld, beim Gebet; dies ist wahrlich schwer, jedoch nicht den Demütigen. 43. Die ihrem Herrn zu begegnen glauben, fürwahr, sie sind die zu ihm Zurückkehrenden. 44. O Kinder Israels, gedenket der Huld, die ich euch erwiesen, daß ich euch unter den Weltbewohnern vorgezogen. 45. Fürchtet den Tag, an dem nicht eine Seele für die andere Genugtuung leisten kann, keine Fürsprache von ihr entgegengenommen und kein Lösegeld von ihr angenommen wird; nichts, was ihnen hilft. 46. Dann retteten wir euch vor den Leuten Pharaos, die euch mit böser Qual drückten, eure Söhne schlachteten und eure Töchter leben ließen. Hierin war euch eine schwere Prüfung von eurem Herrn. 47. Dann spalteten wir für euch das Meer und retteten euch; die Leute Pharaos aber ließen wir ertrinken, und ihr habt es gesehen. 48. Dann verhandelten wir vierzig Nächte mit Moses; ihr aber wandtet euch später dem Kalb zu, ihr wart Frevler. 49. Dann verziehen wir euch später, auf daß ihr dankbar seid. 50. Dann verliehen wir Moses die Schrift und die Erlösung, auf daß ihr gerechtleitet werdet. 51. Dann sprach Moses zu seinem Volk: O mein Volk, ihr habt wahrlich gegen eure Seelen gefrevelt, indem ihr euch dem Kalb zugewandt. Kehrt zu eurem Schöpfer zurück und tötet euch selber. Dies zu eurem Besten bei eurem Schöpfer; er wird euch vergeben, denn wahrlich, er ist der Allvergebende, der Allbarmherzige. 52. Dann erwidertet ihr: O Moses, wir glauben dir nicht eher, als bis wir Gott angesichtlich gesehen. Ein Donnergekrach ergriff euch, und ihr habt es gesehen. 53. Dann weckten wir euch aus eurem Tod, auf daß ihr dankbar seid. 54. Wir beschatteten euch mit den Wolken und sandten euch Manna und Wachteln: genießet des Guten, womit wir euch versorgt. Nicht gegen uns frevelten sie, aber gegen ihre eigenen Seelen waren sie frevelhaft. 55. Dann sprachen wir: Tretet ein in diese Stadt und genießet, soviel ihr begehret; tretet andächtig durch das Tor und sagt: Versöhnung. Wir vergeben euch eure Sünden und werden die Liebfrommen vermehren. 56. Aber die, die gefrevelt, vertauschten das Wort gegen ein andres, das ihnen nicht genannt wurde. Da sandten wir über die, die gefrevelt, ein Strafgericht vom Himmel hernieder, dieweil sie gottlos waren. 57. Dann betete Moses um Trank für sein Volk, und wir sprachen: Schlage mit deinem Stab auf den Felsen. Darauf sprudelten aus diesem zwölf Quellen hervor, und alle Leute kannten ihren Trinkplatz. (Wir sprachen:) Esset und trinket von der Versorgung Gottes, richtet aber nicht freventlich Unheil auf Erden an. 58. Dann sprachet ihr: Wir harren nicht bei einer einzigen Speise aus; rufe deinen Herrn für uns an, daß er uns hervorbringe von dem, was die Erde sprießet, als Gemüse, Gurken, Knoblauch, Linsen und Zwiebeln. Er erwiderte: Wollt ihr für das Nahe das Bessre hergeben? Zieht nach Ägypten hinab, wahrlich, da ist euch, was ihr verlanget. Mangel und Armut schlugen auf sie ein und der Zorn Gottes traf sie. Dies, weil sie an die Verse Gottes nicht glaubten und ohne Gerechtigkeit die Propheten töteten; dies, weil sie widerspenstig waren und sich auflehnten. 59. Wahrlich, diejenigen, die glauben, die jüdisch, christlich oder sabäisch sind, die an Gott glauben und an den jüngsten Tag und Gutes üben, ihnen ist ihr Lohn bei ihrem Herrn; keine Furcht über sie, sie sollen nicht betrübt sein. 60. Dann schlossen wir mit euch das Bündnis und erhoben den Berg über euch: Nehmet, was wir euch gegeben, in Festigkeit, und gedenket dessen, was darin, auf daß ihr gottesfürchtig seid. 61. Später, nachdem dies geschehen, wart ihr abwendig, und wenn nicht die Gnade Gottes über euch und seine Barmherzigkeit, ganz gewiß, ihr wäret die dem Untergang Geweihten. Sicherlich wißt ihr von denjenigen, unter euch die den Sabbat entweihten, wie wir zu ihnen sprachen: werdet ausgestoßene Affen. 62. So machten wir sie zur Abschreckung für die Mitwelt und die Nachfolge, zur Ermahnung für die Gottesfürchtigen. 63. Dann sprach Moses zu seinem Volk: Siehe, der Herr befiehlt euch, daß ihr eine Kuh opfert. Sie entgegneten: Haltest du uns zum Spott? Er erwiderte: Bewahre mich Gott, zu den Törichten zu gehören. Sie sprachen: Rufe für uns deinen Herrn an, er möge uns verständigen, wie diese sei. Er erwiderte: Siehe, er sagt, diese Kuh sei weder alt noch jung, mittleren Alters, zwischen beiden. So tut nun, was er geboten. 64. Sie sprachen: Rufe für uns deinen Herrn an, er möge uns verständigen, wie ihre Farbe sei: Er erwiderte: Siehe, er sagt, die Kuh sei rot, tiefrot sei ihre Farbe, ihre Beschauer ergötzend. 65. Sie sprachen: Rufe für uns deinen Herrn an, er möge uns verständigen, wie diese sei, denn siehe, unsre Kühe sind einander ähnlich, und wenn Gott es wünscht, wir möchten richtig geleitet sein. 66. Er erwiderte: Siehe, er sagt, es sei eine Kuh, die nicht entwürdigt ist durch Pflügen des Bodens und Bewässerung des Ackers, eine tadellose, kein Fehl an ihr. Sie sprachen: Nun kommst du mit der Wahrheit. Sie schlachteten sie; fast aber hätten sie es unterlassen. 67. Habt ihr einen Menschen erschlagen und streitet darüber, so ist es Gott, der enthüllt, was ihr verheimlicht. 68. Und so sprachen wir: Schlaget (die Leiche) mit einem Teil (der Kuh), und Gott wird den Toten beleben. Er zeigt euch seine Wunderzeichen, auf daß ihr verständig seid. 69. Bald darauf verhärtete sich euer Herz und war wie ein Stein, oder noch viel härter, denn unter den Steinen ist wohl mancher, aus dem Bäche entspringen, und mancher, der sich spaltet und Wasser hervorbringt, und mancher auch, der aus Gottesfurcht niederstürzt. Aber Gott ist nicht übersehend dessen, was ihr tut. 70. Wünscht ihr, daß sie euch glauben? Bereits vernahm ein Teil von ihnen das Wort Gottes, später aber verdrehten sie, was sie erfaßt hatten, und sie wissen es. 71. Treffen sie mit denen zusammen, die glauben, so sagen sie: Wir glauben, sind sie aber allein untereinander, so sprechen sie: Wollt ihr etwa mit ihnen reden über das, was Gott euch eröffnet, damit sie darüber mit euch vor eurem Herrn streiten, – begreift ihr es nicht?! 72. Ob sie denn nicht wissen, daß Gott bekannt ist, was sie verheimlichen und was sie verhüllen? 73. Unter ihnen sind Unkundige, die die Schrift nicht kennen, nur Märchen, an die sie selber nicht glauben. Wehe denen, die die Schrift mit ihren Händen schreiben und dann sagen: dies ist von Gott, – nur um damit einen geringeren Gewinn zu erzielen. Wehe ihnen ob dem, was ihre Hände schreiben, wehe ihnen ob dem, was sie gewinnen. 74. Sie sagen: Das Fegefeuer wird unsrer nur bemessene Tage habhaft sein. Sprich: Habt ihr einen Vertrag mit Gott, Gott wird den Vertrag nicht brechen, oder behauptet ihr von Gott, was ihr nicht wißt? 75. Ja, wer Schlechtes begeht und in der Sünde verstrickt ist, – diese sind Genossen des Fegefeuers, ewig weilen sie darin. 76. Diejenigen aber, die glauben und gute Werke üben, diese sind Genossen des Paradieses, ewig weilen sie darin. 77. Dann schlossen wir ein Bündnis mit den Kindern Israels: Verehrt keinen außer Gott, seid lieb zu den Eltern, wie auch zu Verwandten, zu Waisen und zu Armen; redet Gutes zu euren Mitmenschen, verrichtet das Gebet und entrichtet den Armenbeitrag. Darauf aber wichet ihr zurück, wenige unter euch ausgenommen, und waret abwendig. 78. Dann schlossen wir mit euch ein Bündnis: Vergießet unter euch kein Blut und verjagt einander nicht aus den Häusern. Darauf bestätigtet ihr dies, ihr habt es bezeugt. 79. Später aber erschluget ihr einander und verjagtet einen Teil aus ihren Häusern. In Unrecht und Feindschaft gegen sie standet ihr einander bei. Kommen sie zu euch als Gefangene, ihr kauft sie los, wo euch doch ihre Verjagung verboten ist. Wollt ihr denn einen Teil der Schrift glauben und einen Teil lügenhaft heißen? Der Lohn dessen, der unter euch dies tut, ist nur Schmach im Leben hienieden, und am Tag der Auferstehung wird er zu schwerer Pein verstoßen werden. Und Gott ist nicht übersehend dessen, was ihr tut. 80. Diese sind es, die das Leben hienieden für das Jenseits erkaufen; nicht gemildert werden soll ihnen die Strafe, keine Hilfe soll ihnen sein. 81. Bereits hatten wir Moses die Schrift verliehen und darauf die Gesandten folgen lassen, dann ließen wir Jesus, dem Sohn Marias, deutliche Wunder werden und stärkten ihn mit dem heiligen Geist. Aber sooft ein Gesandter zu euch kam mit dem, was euch nicht gefiel, wart ihr hoffärtig; einen Teil habt ihr lügenhaft geheißen, einen Teil getötet. 82. Sie sagen: Unsere Herzen sind unbeschnitten. Nein, Gott verfluchte sie ob ihrem Unglauben; nur wenig, was sie glauben. 83. Und als ein Buch von Gott zu ihnen gelangte, zur Bestätigung dessen, was sie schon hatten, – sie flehten vorher um Beistand gegen die, die ungläubig sind, als sie aber erreichte, was sie erkannten, sie glaubten doch nicht daran. Der Fluch Gottes über die Ungläubigen. 84. Schlimmes ist es, wofür sie verkauft haben ihre Seelen, denn sie leugnen, was Gott geoffenbart, aus Neid, daß Gott in seiner Gnade es geoffenbart hat einem ihm erwünschten unter seinen Dienern. Zorn auf Zorn ziehen sie sich zu, schmähliche Strafe den Ungläubigen. 85. Sagt man zu ihnen: glaubet an das, was Gott geoffenbart, so antworten sie: wir glauben nur an das, was uns geoffenbart ist. Sie verleugnen das, was hinterher folgte, und doch ist dies die Wahrheit, zur Bestätigung dessen, was sie schon haben. Sprich: Weshalb erschlaget ihr die Propheten Gottes, wenn ihr Gläubige seid? 86. Und nachdem Moses zu euch mit deutlichen Wundern gekommen war, wandtet ihr euch später dem Kalb zu. Frevler seid ihr. 87. Dann schlossen wir mit euch ein Bündnis und erhoben über euch den Berg: Nehmet hin, was wir euch gegeben, in Festigkeit, und höret.5 Und sie erwiderten: Wir hören, widersetzen uns aber. In ihrem Unglauben wurden sie in ihrem Herzen mit dem Kalb getränkt. Sprich: Wie schlimm ist, was euer Glauben euch damit befiehlt; – wenn ihr Gläubige seid. 88. Sprich: Habt ihr bei Gott den Aufenthalt im Jenseits ganz allein, vor anderen Menschen, so wünscht doch den Tot herbei, – wenn ihr recht habt. 89. Aber nie wünschen sie ihn herbei, ab dem, was ihre Hände vorgewirkt. Und Gott ist wissend inbetreff der Frevler. 90. Gerade sie findest du als des Lebens begierige Menschen, und mehr als die Götzendiener wünscht jeder von ihnen, wäre er doch tausend Jahre langlebig! Aber er würde der Strafe nicht entgehen, wenn er auch noch so lange lebte, denn Gott ist schauend dessen, was sie tun. 91. Sprich: Wer ist ein Feind Gabriels ? Denn wahrlich, er sandte mit dem Willen Gottes die Offenbarung in dein Herz, eine Bestätigung dessen, was schon vorhanden , Rechtleitung und Verheißung für die Gläubigen. 92. Wer ist ein Feind Gottes, seiner Engel und seiner Gesandten, Gabriels und Michaels. Wahrlich, Gott ist ein Feind der Ungläubigen.

93. Bereits offenbarten wir dir deutliche Verse, und nur die Gottlosen leugnen sie. 94. Und hat etwa, sooft sie ein Bündnis schlossen, nur ein Teil von ihnen es verworfen? Nein, die meisten ihrer glauben nicht. 95. Und als ein Gesandter von Gott zu ihnen kam, zur Bestätigung dessen, was sie schon hatten, warf ein Teil von denen, die die Schrift empfingen, das Buch Gottes hinter ihren Rücken, als wüßten sie es nicht. 96. Sie folgten dem, was die Satane über das Reich Salomos planten6. Nicht Salomo war ungläubig, aber die Satane waren ungläubig. Sie lehrten die Menschen Zauberei und das, was den Engel Harut und Marut in Babel geoffenbart wurde. Sie lehrten aber niemand eher, als bis sie gesagt hatten, sie wünschen die Verführung; so sei nicht ungläubig. Von ihnen lernten sie, was zwischen Mann und Weib zwieträchtigt, aber sie schaden niemand, es sei denn mit Willen Gottes. Sie lernten, was ihnen schadet und nicht nützet, und doch wußten sie bereits, wer solches erkauft, ihm ist kein Anteil im Jenseits. Wie schlimm ist, wofür sie ihre Seelen verkauft haben, – wollten sie es doch verstehen! 97. Wären sie doch gläubig und gottesfürchtig, besser wäre sicherlich ihr Lohn bei Gott, – wollten sie es doch verstehen! 98. O ihr, die ihr glaubt, sagt nicht „schau uns an“, sondern „blick uns an“ . Und gehorchet, denn qualvolle Strafe ist den Ungläubigen. 99. Es wollen nicht diejenigen unter den Schriftleuten7, die ungläubig sind, auch nicht die Götzendiener8, daß euch von eurem Herrn des Guten gesandt werde; Gott aber läßt seine Barmherzigkeit dem zuteil werden, der ihm beliebt. Und Gott ist gnadenreich und allgewaltig. 100. Wir verwerfen keinen der Verse, vergessen keinen, ohne für diesen einen bessren oder ähnlichen zu setzen . Oder weißt du nicht, daß Gott über alle Dinge mächtig ist? 101. Weißt du nicht, daß Gott es ist, dem die Herrschaft über Himmel und Erde eigen ist, daß euch außer Gott kein Beistand ist und kein Helfer? 102. Wollt ihr von eurem Gesandten das verlangen, was einst von Moses verlangt wurde? Wer Unglauben für Glauben eintauscht, bereits ist er vom geraden Weg abgeirrt. 103. Viele von den Schriftleuten wünschen, könnten sie euch doch wieder ungläubig machen, nachdem ihr des Glaubens geworden seid; der Neid ihrer Seele, nachdem ihnen die Wahrheit klar geworden. Verzeihet aber und vergebet, bis Gott seinen Befehl ergeben läßt, denn siehe, Gott ist über alle Dinge mächtig. 104. Verrichtet das Gebet und entrichtet den Armenbeitrag, denn was ihr an Gutem euren Seelen voraussendet, ihr findet es bei Gott wieder, denn wahrlich, Gott ist schauend inbetreff dessen, was ihr tut. 105. Sie sagten, niemand komme ins Paradies, wenn er nicht Jude ist oder Christ. Dies ist nur ihre Hoffnung. Sprich: bringet euren Beweis herbei, wenn ihr recht habt. 106. Ja, wer unterwürfig sein Gesicht Gott zuwendet und liebfromm ist, ihm ist eine Belohnung bei seinem Herrn zuteil. Keine Furcht über sie, sie sollen nicht betrübt sein. 107. Die Juden sagen, die Christenschaft beruhe auf nichts, die Christen sagen, die Judenschaft beruhe auf nichts; beide lesen die Schrift; ähnlich sprechen diejenigen, die sie nicht kennen, ihren Worten gleich. Gott aber wird am Tag der Auferstehung unter ihnen entscheiden über das, worüber sie streiten. 108. Wer ist frevelhafter als der, der es verhindert, daß in den Bethäusern Gottes sein Name genannt wird, und sie zu zerstören sich bestrebt? Diese können sie nur in Furcht betreten. Schmach über sie hienieden, schwere Pein ist ihnen jenseits. 109. Und Gottes ist Ost und West, und wo immer ihr euch wendet, da ist auch das Gesicht Gottes, denn wahrlich, Gott ist allumfassend und allwissend. 110. Sie sagen, Gott habe einen Sohn erzeugt. Erhaben ist er darüber. Nein. Sein ist, was auf den Himmeln ist und was auf Erden, alles ist ihm gehorchend. 111. Er ist Schöpfer der Himmel und der Erde; hat er etwas beschlossen, so spricht er nur: es werde, und es wird. 112. Es prechen diejenigen, die nicht wissen: Wenn nicht Gott mit uns spricht oder du uns ein Wunderzeichen zeigest. Ähnlich sprachen diejenigen, die vor ihnen waren, ihren Worten gleich; ihre Herzen gleichen einander. Aber bereits haben wir einem vertrauenden Volk Wunderzeichen erwiesen. 113. Siehe, wir senden dich in Wahrheit als Verkünder und Ermahner, du aber sollst für die Genossen des Feuerpfuhls nicht verantwortlich sein. 114. Doch werden nicht Juden und nicht Christen mit dir zufrieden sein, bis du ihrem Bekenntnis folgest. Sprich: Wahrlich, die Rechtleitung Gottes ist die richtige Leitung. Aber ganz gewiß, folgst du ihrem Begehren, nachdem die Erkenntnis dir geworden, es soll dir von Gott aus nicht Beistand und nicht Helfer sein.

115. Diejenigen, denen wir die Schrift verliehen, die sie in ihrer richtigen Bedeutung lesen, glauben auch an sie, und diejenigen, die sie verleugnen, sind die dem Untergang Geweihten. 116. O Kinder Israels, gedenket der Huld, die ich euch erwiesen, als ich euch unter den Weltbewohnern vorgezogen. 117. Und fürchtet den Tag, an dem nicht eine Seele für die andere Genugtuung leisten kann, kein Lösegeld von ihr angenommen und keine Fürbitte nützen wird; keine Hilfe ist ihnen. 118. Dann prüfte sein Herr den Abraham durch sein Geheiß, und er vollbrachte es. Er sprach: Siehe, ich mache dich zum Vorbild für die Menschen. Und als dieser inbetreff seiner Nachkommen fragte, erwiderte er: Mein Bündnis erreicht die Frevler nicht. 119. Dann errichteten wir das Haus als Versammlungsstätte für die Menschen und als Zuflucht: Nehmet hin den Ort Abrahams als Gebetsstätte. Wir schlossen dann ein Bündnis mit Abraham und Ismael, mein Haus rein zu halten für die Umkreisenden, für die Verweilenden und für die sich anbetend Niederwerfenden . 120. Dann sprach Abraham: O Herr, mache diese Ansiedlung zur Friedensstätte und versorge mit Früchten ihre Bewohner, diejenigen unter ihnen, die an Gott glauben und an den Jüngsten Tag. Und er erwiderte: Auch den, der ungläubig ist, will ich mit wenigem ernähren und ihn darauf in die Qual des Fegefeuers stoßen; wie böse ist die Hinfahrt! 121. Dann führte Abraham die Grundlage dieses Hauses auf, und Ismael, (betend:) Herr unser, nimm es von uns an, denn du bist der Allhörende, der Allwissende. 122. Herr unser, mache uns zu dir ergebenen Bekennern , und unsre Nachkommen zu einem Volk von dir ergebenen Bekennern. Zeige uns unsre gottesdienstlichen Bräuche und wende dich uns zu, denn wahrlich, du bist der Allverzeihende, der Allbarmherzige. 123. Und laß, Herr unser, unter ihnen einen Gesandten aus ihnen auferstehen, der ihnen deine Verse vorlese, sie in der Schrift und der Weisheit unterrichte und sie heilige, denn wahrlich, du bist der Allmächtige, der Allweise. 124. Wer anders kann das Bekenntnis Abrahams verwerfen, als der, dessen Seele betört ist. Wir erkoren ihn hienieden, und siehe, auch im Jenseits ist er der Gerechten einer. 125. Dann sprach sein Herr zu ihm: Sei mir ergeben. Er erwiderte: Ergeben bin ich dem Herrn der Weltbewohner. 126. Und Abraham verpflichtete dazu auch seine Söhne, desgleichen Jakob: O meine Söhne, wahrlich, Gott hat euch diese Religion auserwählt, so sterbet nicht anders als ergebene Gottbekenner. 127. Wart ihr Zeugen, als der Tod an Jakob herantrat, wie er dann zu seinen Söhnen sprach: Wem wollt ihr nach mir dienen? Sie erwiderten: Deinem Gott wollen wir dienen, dem Gott deiner Väter Abraham, Ismael und Isaak, dem einzigen Gott; ihm wollen wir ergebene Bekenner sein. 128. Dieses Volk ist dahin, ihm geschah, was es verdient hat, auch euch wird geschehen, was ihr verdient, und nicht werdet ihr gefragt werden, was sie getan. 129. Sie sagten: Seid Juden oder Christen, ihr seid dann gerechtleitet. Sprich: Nein, zum Bekenntnis Abrahams, des Rechtgläubigen, der nicht war der Götzendiener einer. 130. Sprecht: Wir glauben an Gott und an das, was uns geoffenbart worden ist, was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stammesvätern geoffenbart worden ist, was Moses und Jesus überliefert worden ist, und was Propheten von ihrem Herrn überliefert worden ist; wir unterscheiden unter niemand von ihnen, und nur ihm sind wir ergebene Bekenner. 131. Glauben sie dasselbe, was auch ihr glaubt, sie sind gerechtleitet, wenden sie sich aber ab, sie sind in der Ketzerei. Aber Gott wird dich von ihnen schützen; und er ist der Allhörende, der Allwissende. 132. Es ist die Religion Gottes, und was ist als die Religion Gottes besser? Ihm sind wir Diener. 133. Sprich: Wollt ihr mit uns über Gott streiten? Er ist unser Herr und euer Herr, uns unsre Werke und euch eure Werke; nur ihm sind wir hingegeben. 134. Wollt ihr behaupten, Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stammesväter wären Juden gewesen oder Christen? Sprich: Seid ihr wissender oder Gott? Aber wer ist frevelhafter als der, der das ihm von Gott gewordene Zeugnis verheimlicht. Gott ist nicht übersehend dessen, was ihr tut. 135. Dieses Volk ist dahin, ihm geschah, was es verdient hat; auch euch wird geschehen, was ihr verdienet, und nicht werdet ihr gefragt werden, was sie getan. 136. Es werden die Toren unter den Menschen fragen: Was wendet sie von ihrer Gebetrichtung ab, nach der sie sich bisher wandten? Sprich: Gottes ist Ost und West, er leitet auf den rechten Weg, wen er will. 137. Und so machten wir euch zu einem Mittelvolk , auf daß ihr Zeugen seid gegen die Menschen, und Zeuge gegen euch wird der Gesandte sein. 138. Die Gebetrichtung aber, nach der du dich bisher wandtest, änderten wir nur deshalb, damit wir den auskennen, der dem Gesandten folgt, von dem, der sich um die Verse wendet. Dies war sicherlich schwer, jedoch nicht denen, die Gott leitet. Und Gott wird euren Glauben nicht zerstören, denn siehe, Gott ist gegen die Menschen allgütig und allbarmherzig. 139. Wir sahen dich dein Gesicht gegen den Himmel richten, nun wollen wir es dir nach einer Richtung wenden, dir genehm: wende dein Gesicht nach der Richtung der heiligen Anbetungsstätte; und wo ihr euch auch befindet, euer Gesicht wendet nach dieser Richtung. Siehe, diejenigen, die die Schrift empfingen, wissen auch, daß dies die Wahrheit ist von ihrem Herrn. Und Gott ist nicht übersehend dessen, was sie tun. 140. Aber denen, die die Schrift empfingen, könntest du mit noch so vielen Versen, kommen, sie folgen deiner Gebetrichtung doch nicht. Sei aber auch du nicht Anhänger ihrer Gebetrichtung, denn auch unter ihnen sind die einen nicht Anhänger der Gebetrichtung der andren. Folgst du aber ihrem Willen, nachdem dir die Erkenntnis geworden, fürwahr, du bist der Frevler einer. 141. Diejenigen, denen wir die Schrift verliehen, kennen ihn, wie sie ihre Kinder kennen , und siehe, doch hat ein Teil von ihnen die Wahrheit verheimlicht, und sie wissen es. 142. Die Wahrheit ist von deinem Herrn, so sei nicht der Zweifler einer. 143. Jeder hat eine Richtung, dahin er sich wendet, ihr aber wählet das Beste. Wo ihr euch auch befindet, Gott wird euch allesamt zurückbringen, denn siehe, Gott ist über alle Dinge mächtig. 144. Und woher du auch kommst, das Gesicht wende nach der Richtung der heiligen Anbetungsstätte, denn siehe, die Wahrheit ist von deinem Herrn, und Gott ist nicht übersehend dessen, was ihr tut. 145. Und woher du auch kommst, deine Gesicht wende nach der Richtung der heiligen Anbetungsstätte, und wo ihr euch auch befindet, das Gesicht wendet nach dieser Richtung, auf daß die Leute keinen Angriffspunkt gegen euch haben, es sei denn diejenigen unter ihnen, die freveln. Fürchtet sie aber nicht, nur mich fürchtet, auf daß meine Huld über euch sei; vielleicht, daß ihr gerechtleitet werdet. 146. So sandten wir euch einen Gesandten aus eurer Mitte, daß er euch unsre Verse vorlese, euch heilige, euch in der Schrift und der Weisheit unterrichte und euch lehre, was ihr nicht wisset. 147. Gedenket meiner, ich gedenke eurer; seid mir dankbar und seid nicht ungläubig. 148. O ihr, die ihr glaubt, flehet um Hilfe und verharret in Geduld und Beten, denn siehe, Gott ist mit den Geduldigen. 149. Und saget nicht von denen, die für den Pfad Gottes den Tod erlitten, sie seien tot, nein, sie sind lebend, aber ihr versteht es nicht. 150. Wir werden euch sicher prüfen durch Furcht, durch Hunger und durch Schaden an Besitz, Leib und Früchten, aber verkünde Heil den Geduldigen. 151. Die, wenn Unglück sie trifft, sprechen: Gottes sind wir, zu ihm Zurückkehrende. 152. Diese erlangen Segen von ihrem Herrn und Barmherzigkeit; diese, sie sind die Gerechtleiteten. 153. Siehe, auf Safa und Marva sind der Heiligtümer Gottes, und wenn jemand zum Tempel wallt oder ihn besucht, er begeht keine Sünde, wenn er sie umkreist. Wer willig Gutes übet, – siehe, Gott ist dankbar und allwissend. 154. Wahrlich, diejenigen, die verheimlichen, was wir an deutlichen Versen und an Rechtleitung geoffenbart, nachdem wir es den Menschen in der Schrift verdeutlicht, die wird Gott verfluchen, und sie verfluchen werden die Fluchenden. 155. Aber denen, die Buße tun, sich bessern und bekennen, wende ich mich zu, denn ich bin der Allvergebende, der Allbarmherzige. 156. Siehe, die ungläubig sind und als Ungläubige sterben, diese trifft der Flucht Gottes, der Engel und der Menschen allesamt. 157. Ewig haftet er ihnen an, nicht erleichtert wird ihnen die Strafe, sie werden nicht beachtet. 158. Euer Gott aber ist ein einziger Gott, es gibt keinen Gott außer ihm, dem Allerbarmer. 159. Siehe, in der Schöpfung von Himmel und Erde, im Wechsel von Nacht und Tag, im Schiff, das mit den Menschen Nützlichem das Meer durchquert, in dem, was Gott vom Himmel an Wasser herabsendet und damit die Erde aus ihrem Tod belebt und auf dieser allerei Getier verbreitet, sowie im Wandel von Wind und Wolken, die zwischen Himmel und Erde bedienstet sind, hierin sind Wunderzeichen für Leute, die begreifen. 160. Doch gibt es unter den Menschen, die Götzen außer Gott angenommen und an ihnen mit göttlicher Liebe hangen. Diejenigen aber, die glauben, deren Liebe zu Gott ist mächtiger. Wollten doch diejenigen, die freveln, einsehen, wenn sie die Strafe sehen, daß alle Macht Gottes ist, und daß Gott streng ist in der Strafe. 161. Dann werden sich trennen, die verführt worden sind, von denen, die verführt haben, und ihre Strafe sehen; zerschnitten sind ihre Bande. 162. Die verführt haben, werden sagen: Gäbe es doch für uns eine Rückkehr, wir würden uns von ihnen trennen, wie sie sich von uns getrennt. So wird ihnen Gott ihre Werke zeigen; Wehklagen über sie, kein Entkommen für sie aus dem Fegefeuer. 163. O ihr Menschen, genießet von dem, was auf Erden erlaubt und gut ist, und folget nicht den Schritten Satans, denn wahrlich, er ist euch nur ein offensichtlicher Feind. 164. Er befiehlt euch nur Bosheit und Schändlichkeit, daß ihr über Gott redet, was ihr nicht wisset. 165. Sagt man zu ihnen: folget dem, was Gott geoffenbart, sie erwidern: nein, wir folgen dem, was unsre Väter uns beigebracht. Aber waren denn ihre Väter nicht solche, die nichts wußten und nicht gerechtleitet waren? 166. Diejenigen, die ungläubig sind, gleichen den (Tieren), die, wenn man sie anruft, nur Anruf und Schrei hören; taub, stumm, blind (sind sie), sie begreifen es nicht. 167. O ihr, die ihr glaubt, genießet des Guten, mit dem wir euch versorgt, und danket Gott; daß ihr nur ihm dienet. 168. Nur Verendetes, Blut, Schweinefleich, und das, wobei außer Gott angerufen worden, sei euch verboten. Wer jedoch gegen seinen Willen gezwungen wird, aber nicht Übertreter ist, keine Sünde haftet ihm an, denn siehe, Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 169. Wahrlich, diejenigen, die verheimlichen, was Gott in der Schrift geoffenbart, und dafür einen geringen Preis erkaufen, diese werden in ihrem Innern nur Feuerqual verzehren. Nicht anreden wird Gott sie am Tag der Auferstehung und nicht reinigen; qualvolle Strafe ist ihnen. 170. Diejenigen, die Irrtum für Rechtleitung erkaufen, Strafe für Vergebung, welches Unglück werden sie im Fegefeuer ertragen! 171. Dies, weil Gott das Buch in Wahrheit geoffenbart, diese aber über das Buch stritten, zur unendlichen Spaltung. 172. Nicht das ist Frömmigkeit, daß ihr (beim Gebet) euer Gesicht nach Osten wendet oder Westen, Frömmigkeit übt vielmehr, wer an Gott glaubt, an den Jüngsten Tag, an die Engel, an das Buch und an die Propheten, seinen Besitz mit Liebe hingibt an Anverwandte, Waisen, Arme, Wandrer, Bittende und für Gefangene, das Gebet verrichtet, den Armenbeitrag entrichtet, Verträge hält, die er geschlossen, und geduldig ist in Drangsal, Unglück und Zeit der Not. Diese sind es, die rechtschaffen sind, diese sind es, die gottesfürchtig sind. 173. O ihr, die ihr glaubt, euch ist die Vergeltung für den Mord vorgeschrieben: ein Freier für einen Freien, ein Sklave für einen Sklaven, eine Frau für eine Frau. Wird es aber einem von dessen Bruder verziehen, so ist es nach Recht zu verfolgen und eine gutwillige Entrichtung werde ihm auferlegt. 174. Dies ist eine Erleichterung von eurem Herrn und eine Barmherzigkeit; wer aber hinterher rechtswidrig handelt, dem sei qualvolle Strafe. 175. Ihr habt in der Vergeltung Leben, o Menschen von Verstand; auf daß ihr gottesfürchtig seid. 176. Euch ist vorgeschrieben: wenn jemand von euch dem Tod nahe ist und Gut hinterläßt, so ist ein Legat für Eltern und Verwandte nach Recht eine Pflicht für Gottesfürchtige. 177. Wenn jemand es ändert, nachdem er es gehört, – Sünde trifft diejenigen, die es abändern, denn siehe, Gott ist allhörend und allwissend. 178. Wenn man aber einen Fehler oder ein Unrecht des Testators befürchtet und es untereinander gutmachen will, so ist keine Sünde daran; wahrlich, Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 179. O ihr, die ihr glaubt, euch ist eine Fastenzeit vorgeschrieben, wie sie auch denen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr gottesfürchtig seid. 180. Eine Anzahl bestimmter Tage, und wenn jemand von euch krank ist oder auf der Reise, diese Anzahl an anderen Tagen; die es vermögen, die Speisung eines Armen zur Ablösung. Wer aber freiwillig Gutes tut, es ist zu seinem Besten. Fastet ihr, so ist es besser für euch, – wenn ihr es doch verstehen wolltet! 181. Im Monat Ramadan , in dem offenbart worden ist der Koran, die Rechtleitung für die Menschen, die deutliche Lehre von der Führung und der Erlösung; wer von euch in diesem Monat anwesend ist, faste dann, und wer krank ist oder auf der Reise, diese Anzahl an anderen Tagen. Gott wünscht euch das Leichte und nicht das Schwere, auf daß ihr diese Anzahl haltet und Gott dafür preiset, daß er euch rechtleitet; daß ihr dankbar seid. 182. Befragen dich meine Diener über mich, – ich bin nahe und höre auf das Flehen der Flehenden, wenn sie zu mir stehen; daß sie mir gehorchen und an mich glauben; auf daß sie recht handeln. 183. Freigegeben sei euch in der Fastenzeit die Nacht zum Verkehr mit euren Frauen; sie sind euch ein Gewand, ihr seid ihnen ein Gewand. Gott weiß, daß ihr euch selbst täuscht, aber er vergibt es euch und verzeiht; so beschlafet sie und begehret, was Gott euch vorgeschrieben. Auch esset und trinket bis zum Tagesanbruch, bis ihr einen weißen Faden von einem schwarzen Faden unterscheidet, sodann setzet das Fasten bis zur Nacht fort; und beschlafet sie nicht, sondern verweilet in der Anbetungsstätte. Das sind die von Gott (gesetzten) Grenzen, kommt ihnen nicht nahe. So verdeutlicht Gott den Menschen seine Verse; auf daß sie gottesfürchtig seien. 184. Und verzehret nicht untereinander euer Vermögen in Nutzlosigkeit, damit die Vögte zu bestechen, um einen Teil des Vermögens anderer Leute in Sünde zu verzehren; und ihr wißt es! 185. Sie werden dich über den Neumond befragen. Sprich: Er dient zur Zeitbestimmung für die Menschen und die Wallfahrt. Und nicht das ist Frömmigkeit, daß ihr eure Häuser von der Hinterseite betretet, Frömmigkeit übt vielmehr, wer gottesfürchtig ist. Betretet eure Häuser durch die Türen, aber fürchtet Gott; auf daß ihr Glück habet. 186. Bekämpfet für den Pfad Gottes diejenigen, die euch bekämpfen, aber seid nicht ausschreitend, denn Gott liebt nicht die Ausschreitenden.187. Tötet sie, wo ihr sie auch findet, verjaget sie, von wo sie euch verjagt haben, denn Verführung ist schlimmer als Töten. Bekämpfet sie an der heiligen Anbetungsstätte nicht eher, als bis sie euch da bekämpfen. Bekämpfen sie euch, so tötet sie; dies ist der Entgelt der Ungläubigen. 188. Wenn sie aber aufhören, – siehe, Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 189. Bekämpfet sie, bis keine Verführung mehr besteht und die Religion Gottes einsetzt; hören sie auf, so besteht Feindschaft nur gegen die Frevler. 190. Für den heiligen Monat im heiligen Monat , und Vergeltung für die heiligen Satzungen. Befehdet euch jemand, so befehdet ihr ihn, in der Weise, wie er euch befehdet. Fürchtet Gott und wisset, daß Gott mit den Gottesfürchtigen ist. 191. Spendet für den Pfad Gottes, und reichet nicht die Hand zu eurer Vernichtung. Übt Gutes, denn Gott liebt die Liebfrommen. 192. Vollziehet die Wallfahrt und die Besuche bei Gott, und seid ihr verhindert, so spendet ein geringes Opfer; scheret nicht den Kopf, bis das Opfer die Opferstätte erreicht hat. Wenn aber jemand von euch krank ist oder ein Kopfübel ihm anhaftet, so finde er Ablösung durch Fasten, Allmosengaben oder fromme Übungen. Und wenn ihr in Sicherheit weilt und jemand seinen Besuch bis zur Wallfahrt aufschiebt, so spende er ein geringes Opfer, und wer unvermögend ist, verweile drei Tage in Fasten während der Wallfahrt und sieben, nachdem ihr zurückgekehrt seid, zehn also zusammen. Dies gilt auch für den, dessen Angehörige nicht in der heiligen Anbetungsstätte erscheinen. Und fürchtet Gott und wisset, daß Gott streng ist in der Bestrafung. 193. Die Wallfahrt erfolge in den bewußten Monaten, und wer in diesen Monaten die Wallfahrt vollzieht, darf keiner Frau beiwohnen, keinen Frevel begehen und keinen Streit auf der Wallfahrt führen. Und was ihr an Gutem tut, Gott weiß es. Versehet euch mit Vorrat. Der beste Vorrat aber ist die Gottesfurcht. Seid daher gottesfürchtig, o Leute von Verstand. 194. Kein Verbrechen ist es von euch, wenn ihr Überfluß von eurem Herrn erstrebet. Und wenn ihr vom Arafat herabkommt, gedenket Gottes an der heiligen Dienststätte, und denket daran, daß er euch rechtleitet, wo ihr doch einstens die Irrenden waret. 195. Sodann eilet von da weiter, wie die andren Menschen eilen, und bittet Gott um Vergebung, denn siehe, Gott ist allvergebend und allbarmherzig. 196. Habt ihr eure gottesdienstlichen Bräuche beendet, so gedenket Gottes, wie ihr eurer Väter gedenkt, oder eines noch stärkeren Gedenkens. Manche unter den Menschen sagen: Herr unser, gib uns hienieden! Diese haben keinen Anteil im Jenseits. 197. Andre unter ihnen sagen: Herr unser, gib uns des Guten hienieden, des Guten jenseits, und schütze uns vor der Strafe des Fegefeuers. 198. Diese erhalten ihren Anteil, wie sie ihn verdient, denn Gott ist schnell des Berechnens. 199. Gedenket Gottes an den festgesetzten Tagen. Wer sich in zwei Tagen beeilt, dem haftet keine Sünde an, desgleichen haftet dem keine Sünde an, der länger zögert, wenn er nur gottesfürchtig ist. Fürchtet Gott und wisset, daß ihr euch zu ihm versammeln werdet. 200. Unter den Menschen ist einer, dessen Rede über das Leben dich erstaunen macht ; er ruft Gott als Zeugen an für das, was in seinem Herzen, aber er ist nur ein streitsüchtiger Zänker. 201. Sobald er sich wegwendet, strebt er, Unheil auf Erden anzurichten, und vernichtet Boden und Züchtung. Und Gott liebt nicht das Unheil. 202. Sagt man zu ihm: fürchte Gott, so erfaßt ihn der Sünde Macht. Die Hölle ist sein Genüge, wie elend ist sein Lager! 203. Ein andrer aber ist unter den Menschen, der sich verkauft aus Verlangen nach dem Wohlgefallen Gottes; und Gott ist huldvoll gegen seine Diener. 204. O ihr, die ihr glaubt, tretet nun vollständig in die Gottergebung und folget nicht den Schritten Satans, denn er ist euer offenbarer Feind. 205. Wenn ihr strauchelt, nachdem euch die deutlichen Wunder geworden, – wisset, daß Gott wahrlich allmächtig ist und allweise. 206. Erwarten sie vielleicht, daß Gott im Schatten der Wolken zu ihnen kommt und die Engel? Aber Befehl ist ergangen, und zu Gott kehrt jede Sache zurück. 207. Frage doch die Kinder Israels, wieviel der deutlichen Wunder wir ihnen werden ließen. Wer die Huld Gottes vertauscht, nachdem sie ihm geworden, – wahrlich, Gott ist streng in der Bestrafung. 208. Glänzend ist das Leben derjenigen, die ungläubig sind, hienieden, sie spotten derer, die glauben, aber am Tag der Auferstehung werden die, die gottesfürchtig sind, jenen überlegen sein. Und Gott versorgt den, den er wünscht, ohne zu rechnen. 209. Einen einheitlichen Glauben hatten die Menschen, und Gott entsandte die Propheten, Heil verkündend und ermahnend, und offenbarte durch sie die Schrift in Wahrheit, um unter den Menschen zu entscheiden, worüber sie strittig waren; aber aus Streitsucht stritten diejenigen, denen sie gegeben wurde, untereinander, nachdem ihnen deutliche Wunder geworden. Aber nach seinem Willen leitet Gott diejenigen, die glauben, darin, worüber sie um die Wahrheit streiten. Und Gott leitet, wen er will, auf den rechten Weg. 210. Oder vermeinet ihr in das Paradies zu treten, und euch traf nicht das gleiche, was diejenigen, die vor euch waren? Not und Leid erfaßten sie, und sie brachen zusammen, bis der Gesandte und mit ihm diejenigen, die glaubten, sprachen: Wann endlich die Hilfe Gottes?! Ist denn, fürwahr, die Hilfe Gottes nicht nahe? 211. Sie werden dich fragen, was sie an Almosen geben sollen. Sprich: Was ihr an Gut gebt Eltern, Anverwandten, Waisen, Armen und Wandrern, und was ihr sonst des Guten tut, wahrlich Gott ist dessen wissend 212. Euch ist der Krieg vorgeschrieben, aber er ist euch zuwider. 213. Möglich, daß etwas euch zuwider ist, und es euch zum Besten dient, möglich, daß etwas euch lieb ist, und es euch zum Bösen dient. Gott weiß es, ihr aber wißt es nicht. 214. Sie werden dich inbetreff des Kriegs im heiligen Monat befragen. Sprich: Der Krieg in diesem ist schlimm, aber sich vom Pfad Gottes abwenden, ihn und die heilige Anbetungsstätte verleugnen und sein Volk aus dieser vertreiben ist vor Gott noch schlimmer. Die Verführung ist schlimmer als das Töten, und sie werden euch zu bekämpfen nicht aufhören, bis sie euch von eurer Religion abgebracht haben, wenn sie es können. Und wer von euch von seiner Religion abfällt und als Ungläubiger stirbt, dessen Taten sind verwirkt hienieden und jenseits. Diese sind genossen des Fegefeuers, ewig weilen sie darin. 215. Wahrlich die glauben und die ausziehen und für den Pfad Gottes streiten, diese mögen auf die Barmherzigkeit Gottes hoffen. Und Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 216. Sie werden dich inbetreff des Weins und inbetreff des Glückspiels befragen. Sprich: In diesen ist schwere Sünde und auch Nutzen für die Menschen, jedoch gewichtiger ist ihre Sündhaftigkeit als ihre Nützlichkeit. Und sie werden dich befragen, was sie an Almosen geben sollen. 217. Sprich: Den Überfluß. Dies hat Gott euch der Verse verdeutlich, auf daß ihr nachsinnet. 218. Hienieden und jenseits. Und sie werden dich inbetreff der Waisen befragen. Sprich: Ihnen Gutes erweisen, das ist das Beste. 219. Vermischt ihr euch mit ihnen , – sie sind eure Brüder. Gott kennt sich aus zwischen Unheilstifter und Friedenstifter, und wenn Gott will, er vernichtet euch, denn siehe, Gott ist allmächtig und allweise. 220. Heiratet keine Götzendienerin, bis sie gläubig geworden; ganz gewiß ist eine gläubige Sklavin besser als eine Götzendienerin, und sollte euch diese gefallen. Verheiratet keine an einen Götzendiener, bis er gläubig geworden; ganz gewiß ist ein gläubiger Sklave besser als ein Götzendiener, und sollte euch dieser gefallen. 221. Diese fordern zum Fegefeuer auf, Gott aber fordert zum Paradies auf und zur Vergebung nach seinem Willen. Er verdeutlich den Menschen seine Verse, auf daß sie seiner gedenken. 222. Sie werden dich inbetreff der Menstruation befragen. Sprich: Dies ist eine Unreinlichkeit, darum haltet euch fern von euren Frauen während ihrer Menstruation und nähert euch ihnen nicht, bis sie rein sind. Sobald sie rein sind, geht zu ihnen, wie Gott euch befohlen. Wahrlich, Gott liebt die Bußfertigen, er liebt die Sichreinhaltenden. 223. Eure Frauen sind eure Ackerfelder, geht zu euren Ackerfeldern, wie euch beliebt, vorher aber seid eurer Seelen bedacht. Fürchtet Gott und wisset, daß ihr vor ihm zusammentreffen werdet. Und verkünde Heil den Gläubigen. 224. Machet Gott nicht zum Gegenstand eurer Schwüre; daß ihr fromm, gottesfürchtig und friedensstiftend unter den Menschen seid. Und Gott ist allhörend und allwissend. 225. Gott wird euch wegen einer losen Rede in euren Schwüren nicht strafen, aber strafen wird er euch für das, was euer Herz begeht. Und Gott ist verzeihend und sanftmütig. 226. Diejenigen, die sich ihrer Frauen entsagen, sollen vier Monate abwarten, und wenn sie davon abkommen, wahrlich, Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 227. Und haben sie sich für die Ehescheidung entscheiden, – wahrlich, Gott ist allhörend und allwissend. 228. Und die Geschiedenen sollen drei Menstruationen warten, auch ist es ihnen nicht zu verschweigen erlaubt, was Gott in ihrem Leib erschaffen, wenn sie an Gott glauben und an den Jüngsten Tag. Für die Männer aber ist es geziemender, daß sie sie wieder nehmen, falls diese es wünschen, und mit ihnen umgehen, wie ihnen nach Recht obliegt. Der Männer Rang ist jedoch über ihnen. Und Gott ist allmächtig und allweise. 229. Die Scheidung kann zweimal erfolgen, sodann nach Recht behalten oder mit Gut entlassen. Es ist euch nicht erlaubt, etwas zu behalten von dem, was ihr ihnen gegeben, außer man befürchtet, die Bestimmungen Gottes würden nicht erfüllt werden. Befürchtet ihr aber, die Bestimmungen Gottes würden nicht erfüllt werden, so ist es von ihr kein Vergehen, wenn sie sich selber loskauft. Dies sind die Bestimmungen Gottes, übertretet sie nicht; und wer die Bestimmungen Gottes übertritt, – diese sind Frevler. 230. Trennt er sich (wiederum) von ihr, so ist sie ihm nicht eher erlaubt, als bis sie einen anderen Mann geheiratet, und sobald dieser sich von ihr getrennt, ist es kein Vergehen von ihnen, wenn sie sich wiederum vereinigen, sofern sie glauben, die Vorschriften Gottes au erfüllen. Dies sind die Satzungen Gottes, die er verdeutlicht hat dem Volk, das begreift. 231. Wenn ihr euch von euren Frauen getrennt und die Frist verstrichen ist, so müßt ihr sie nach Fug behalten oder nach Fug entlassen, aber nicht rechtswidrig durch Gewalt zurückhalten. Wer dies tut, befrevelt seine Seele. Macht die Verse Gottes nicht zum Gespött und gedenket der Huld Gottes gegen euch und was er euch an Schrift und Weisheit geoffenbart, euch damit zu ermahnen. Fürchtet Gott und wisset, daß Gott aller Dinge wissend ist. 232. Wenn ihr euch von euren Frauen getrennt habt und die Frist verstrichen ist, so hindert sie nicht, wenn sie einen anderen Mann heiraten wollen, falls sie miteinander einig sind nach Recht. Dies, damit dadurch ermahnt werden diejenigen unter euch, die an Gott glauben und an den Jüngsten Tag, und dies sei euch zur Lauterkeit und zur Reinheit. Und Gott weiß, ihr aber wißt nicht. 233. Die Mutter säuge ihre Kinder zwei volle Jahre, falls er wünscht, daß die Säugung durchgeführt werde, und dem Vater liegt ihre Ernährung und ihre Kleidung ob nach Fug. Niemand aber darf über seine Mittel belastet werden; weder darf die Mutter inbetreff ihres Kindes gezwungen werden, noch der Vater inbetreff seines Kindes; und auch für den Erben gilt das gleiche. Wünschen sie aber die Entwöhnung, nach gemeinsamer Übereinstimmung und Beratung, so ist dies kein Vergehen von ihnen. Auch wenn ihr für eure Kinder eine Amme nehmen wollt, ist dies kein Vergehen von euch, sofern ihr, was ihr zu geben habt, nach Recht bezahlt. Fürchtet Gott und wisset, daß Gott sehend ist dessen, was ihr tut. 234. Und wenn welche unter euch ableben und Frauen hinterlassen, so sollen diese vier Monate und zehn (Tage) warten, und sobald diese Frist vorüber ist, ist es von ihnen keine Vergehen, wenn sie über sich verfügen nach Recht. Und Gott ist kundig dessen, was ihr tut. 235. Auch ist es von euch kein Vergehen, wenn ihr währenddessen einer Frau einen Heiratsantrag macht oder diese (Absicht) für euch behaltet. Gott weiß, daß ihr euch später ihrer erinnern werdet; jedoch verlobet euch nicht heimlich, wenn aber, so redet nur gebührliche Worte. 236. Schließet die Heiratsverbindung nicht eher, als bis die Vorschrift über die Frist erfüllt ist. Wisset, daß Gott weiß, was in eurem Innern; habt acht vor ihm, und wisset, daß Gott verzeihend ist und sanftmütig. 237. Es ist von euch kein Vergehen, wenn ihr euch von euren Frauen trennt, und ihr sie noch nicht berührt habt oder eine Gabe ausgesetzt, aber ihr müßt sie unterhalten, der Vermögende nach seinem Stand und der Arme nach seinem Stand; Unterhalt nach Gebühr ist eine Pflicht für die Liebfrommen. 238. Trennt ihr euch aber von ihnen, bevor ihr sie berührt habt, nachdem ihr ihnen eine Gabe ausgesetzt, so sollen sie die Hälfte erhalten von dem, was ihr ihnen ausgesetzt, es sei denn, sie verzichten darauf, oder der verzichtet, der den Heiratsvertrag in Händen hat. Wenn ihr aber verzichtet, ihr nähert euch der Gottesfurcht. Vernachlässiget nicht die Milde untereinander, denn wahrlich, Gott ist sehend dessen, was ihr tut. 239. Beobachtet das Gebet, das mittlere Gebet, und seid demütig vor Gott. 240. Wenn ihr in Angst seid, zu Fuß oder reitend. Befindet ihr euch in Sicherheit, so gedenket Gottes, daß er euch lehrte, was ihr nicht wußtet. 241. Wenn welche unter euch ableben und Frauen hinterlassen, so ist ihren Frauen ein Legat auszusetzen, Unterhalt auf ein Jahr, ohne sie fortzuschicken. Gehen sie fort, so ist es von euch kein Vergehen, wenn sie über sich rechtens verfügen. Und Gott ist allmächtig und allweise. 242. Auch der Unterhalt der Geschiedenen ist eine Pflicht für die Gottesfürchtigen. 243. Dies verdeutlichte euch Gott seiner Verse, auf daß ihr es begreifet. 244. Hast du nicht auf die gesehen, die aus ihren Wohnstätten flüchteten , es waren ihrer Tausende, den Tod fürchtend; aber Gott sprach zu ihnen: sterbet, und darauf belebte er sie. Wahrlich, Gott ist sehr gnadenreich gegen die Menschen, aber die meisten Menschen danken ihm nicht. 245. Kämpfet für den Pfad Gottes und wisset, daß Gott allhörend ist und allwissend. 246. Wer ist es, der Gott ein gut verzinstes Darlehn leiht, das er ihm vielfach verdoppeln wird? Gott schließt die Hand, auch streckt er sie aus, und zu ihm werdet ihr zurückkehren. 247. Hast du nicht gesehen auf die Versammlung aus den Kindern Israels nach Moses? Sie sprachen zu ihrem Propheten: Entsende uns einen König, wir wollen für den Pfad Gottes kämpfen. Er entgegnete: Kann es vielleicht geschehen, daß euch der Krieg vorgeschrieben wird und ihr nicht kämpfet? Sie erwiderten: Wie sollten wir für den Pfad Gottes nicht kämpfen, sind wir doch aus unsren Wohnstätten verjagt worden samt unsren Kindern?! Als ihnen aber der Krieg vorgeschrieben wurde, wandten sie sich um, bis auf wenige von ihnen. Gott aber ist wissend inbetreff der Frevler. 248. Ihr Prophet sprach zu ihnen: Siehe, bereits entsandte euch Gott den Talut zum König. Sie entgegneten: Wieso soll er die Herrschaft über uns erhalten, wo wir doch für die Herrschaft würdiger sind als er, und er besitzt keine Fülle an Vermögen ?! Er erwiderte: Siehe, Gott wählte ihn über euch und stattete ihn aus mit Größe an Wissen und Körper. Gott verleiht die Herrschaft, wem er will, und Gott ist allumfassend und allwissend. 249. Ihr Prophet sprach zu ihnen: Siehe, ein Zeichen seiner Herrschaft ist, daß zu euch kommen wird die Bundeslade, darin die Majestät eures Herrn ist und Reliquien, die die Angehörigen Moses und die Angehörigen Ahrons hinterlassen haben; Engel werden sie tragen. Siehe, hierin ist euch sicherlich ein Zeichen, wenn ihr Gläubige sind. 250. Als Talut dann mit seinen Kriegern auszog, sprach er: Siehe, Gott wird euch durch einen Fluß prüfen: wer aus diesem trinkt, ist nicht der meinigen, und wer nicht aus diesem kostet, wahrlich, er ist der meinigen, es sei denn eine Handvoll aus flacher Hand. Und sie tranken aus diesem, nur wenige ausgenommen . Als er und mit ihm diejenigen, die glaubten, ihn überschritten, sprachen sie: Wir haben heute keine Kraft gegen Goljat und seine Krieger. Die aber mit Gott zusammen zutreffen glaubten, sprachen: Wie oft schon hat mit dem Willen Gottes eine kleine Schar eine große besiegt, und Gott ist mit den Geduldigen. 251. Und als sie gegen Goljat und seine Krieger hervortraten, sprachen sie: Herr unser, gieße Geduld über uns, festige unsre Füße und hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen! 252. Darauf schlugen sie sie mit dem Willen Gottes in die Flucht, und David tötete den Goljat. Und Gott verlieh ihm Herrschaft und Weisheit und lehrte ihn, was er wünschte. Und wenn Gott nicht die Menschen die einen durch die anderen gehindert hätte, ganz gewiß wäre die Erde zugrunde gegangen. Aber Gott ist gnadenreich gegen die Weltbewohner. 253. Dies sind die Verse Gottes, die wir dir vorlesen in Wahrheit, und wahrlich, du bist der Gesandten einer. 254. Unter den Gesandten bevorzugten wir die einen mehr als die andren, unter ihnen manche, mit denen Gott redete, andere aber erhob er eine Stufe höher. So verliehen wir Jesus, dem Sohn Marias, Wunderkraft und stärkten ihn mit dem heiligen Geist. Wollte es Gott, seine Nachfolger würden einander nicht bekämpft haben, nachdem ihnen deutliche Wunder geworden waren. Aber sie streiten; mancher unter ihnen, der glaubt, und mancher unter ihnen, der nicht glaubt. Wollte es Gott, sie würden einander nicht bekämpft haben, aber Gott tut, was er will. 255. O ihr, die ihr glaubt, spendet Almosen von dem, womit wir euch versorgt, bevor der Tag kommt, an dem es kein Verhandeln gibt, keine Freundschaft und keine Fürbitte. Und die Ungläubigen, sie sind Frevler. 256. Gott, außer ihm gibt es keinen Gott, ist der Lebendige, der Ewige, den kein Schlaf erfaßt und kein Schlummer; sein ist, was auf Himmeln ist und was auf Erden. Wer kann vor ihm fürbitten, es sei denn, es ist sein Wille. Er weiß, was gegenwärtig ist und was folgt, und man begreift von seinem Wissen nur das, was er wünscht. Himmel und Erde umfaßt sein Thron und ihre Überwachung belastet ihn nicht; er ist der Erhabene, der Allgewaltige. 257. Keine Nötigung in der Religion, ist doch das Rechtgehen vom Irregehen so deutlich (zu unterscheiden). Wer Tagut verleugnet und an Gott glaubt, hält an einer festen Handhabe, an der kein Bruch ist. Und Gott ist allhörend und allwissend. 258. Gott ist der Beistand derer, die glauben; er führt sie aus der Finsternis an das Licht. 259. Aber derjenigen, die ungläubig sind, Beistand ist Tagut; er führt sie aus dem Licht in die Finsternis. Diese sind Genossen des Fegefeuers, ewig weilen sie darin. 260. Hast du nicht auf jenen gesehen, der mit Abraham über seinen Herrn stritt, Gott habe ihm die Herrschaft verliehen. Abraham sprach dann: Mein Herr ist es, der belebt und tötet. Jener erwiderte: Auch ich belebe und töte. Abraham entgegnete: Aber siehe, Gott bringt die Sonne aus dem Osten, hole du sie aus dem Westen. Da wurde jener, der ungläubig war, verwirrt. Und Gott rechtleitet nicht das Volk der Frevler. 261. Oder auch den, der, als er an der Stadt vorüberging, die bis auf ihre Grundlagen verwüstet war, sprach: Wie will Gott diese nach ihrem Absterben belegen? Gott ließ ihn sterben, und hundert Jahre später erweckte er ihn und sprach zu ihm: Wie lange verweiltest du? Er erwiderte: Ich verweilte einen Tag oder den Teil eines Tages. Er entgegnete: Nein, du verweiltest hundert Jahre, und schau auf deine Speise und deinen Trank, doch sind sie nicht verdorben, und schau auf deinen Esel, – auf daß wir dich zum Wunderzeichen für die Menschen machen; und schau auf die Gebeine, wie wir sie auferwecken und dann mit Fleisch bekleiden. Als dies ihm klar wurde, sprach er: Ich weiß nun, daß Gott über alle Dinge mächtig ist. 262. Dann sprach Abraham: O Herr, zeige mir, wie du die Toten belebest. Er entgegnete: Glaubst du etwa nicht? Jener erwiderte: Gewiß, aber mein Herz zu beruhigen. Da sprach er: So nimm vier Vögel, zerschneide sie dir und lege dann auf jeden Berg ein Stück von ihnen; sodann rufe sie, und sie kommen zu dir gelaufen. Und wisse, daß Gott wahrlich allmächtig ist und allweise. 263. Es gleichen diejenigen, die ihr Vermögen für den Pfad Gottes hingeben, einem Samenkorn, das sieben Ähren hervorbringt, hundert Körner in jeder Ähre. Gott verdoppelt, wem er will. Und Gott ist allumfassend und allwissend. 264. Diejenigen, die ihr Vermögen für den Pfad Gottes hingeben und für ihre Spenden keine Vorhaltungen machen und keine Vorwürfe, ihnen ist ihr Lohn bei ihrem Herrn. Keine Furcht über sie, sie sollen nicht betrübt sein. 265. Gebührliche Worte und Sanftheit sind besser als Almosen verbunden mit Vorwürfen. Und Gott ist besitzend und sanftmütig. 266. O ihr, die ihr glaubt, entwertet eure Almosengaben nicht durch Vorhaltungen und Vorwürfe, gleich demjenigen, der Almosen gibt, wenn Menschen es sehen, aber nicht an Gott glaubt und an den jüngsten Tag. Er gleicht einem mit Sand bedeckten Kieselstein; wenn er auch von einem Gußregen befallen wird, er bleibt doch hart. Sie vermögen über nichts, wovon sie gewinnen könnten. Und Gott rechtleitet nicht das Volk der Ungläubigen. 267. Es gleichen aber diejenigen, die ihr Vermögen hingeben, das Wohlgefallen Gottes erstrebend und zur Stärkung ihrer Seele, einem Garten auf einem Hügel; wenn er von einem Gußregen befallen wird, er bringt seine Frucht zwiefach. Und auch wenn der Gußregen ihn nicht befällt, so doch der Tau. Und Gott ist sehend dessen, was ihr tut. 268. Ist einer unter euch, der nicht wünscht einen Garten voll Palmen und Weinstöcke zu haben, darunterhin Ströme fließen, in dem allerhand Früchte sind, verbunden mit hohem Alter und zahlreichen Nachkommen, – wenn ihn aber ein Feuer tragender Wind überfällt und verzehrt? Dies verdeutlichte euch Gott der Verse, auf daß ihr nachsinnet. 269. O ihr, die ihr glaubt, gebet Almosen vom Gut, das ihr erworben, und von dem, das wir euch aus der Erde hervorgebracht, und wählet nicht das Schlechte, wovon ihr Almosen gebt. 270. Was ihr nicht annehmen würdet, es sei denn, ihr beachtet es nicht. Und wisset, daß Gott besitzend ist und gepriesen. 271. Satan droht euch mit Armut und befiehlt euch Schändliches, Gott aber verheißt euch seine Vergebung und Gnade. Und Gott ist allumfassend und allwissend. 272. Er verleiht Weisheit, wem er will, und wer Weisheit erhalten, hat viel Gut erhalten. Aber nur Leute vernünftigen Herzens denken daran. 273. Und was ihr an Almosen gespendet oder an Gelübden getan, wahrlich, Gott weiß es. Und kein Helfer den Frevlern. Spendet ihr Almosen öffentlich, so ist auch dies recht, wenn ihr es aber verheimlicht und den Armen gebt, um so besser für euch, und es wird euch eure bösen Taten sühnen. Und Gott ist dessen kundig, was ihr tut. 274. Ihre Rechtleitung liegt dir nicht ob, Gott aber rechtleitet, wen er will. Und was ihr an Gutem spendet, es ist für eure Seelen, aber spendet nur aus Verlangen nach dem Antlitz Gottes. Und was ihr an Gutem spendet, es wird euch voll vergolten, ihr werdet nicht benachteiligt werden. Die Armen, die durch den Pfad Gottes abgehalten werden , sollen nicht in die Lage gesetzt werden, über das Land umherzuziehen. Die Törichten halten sie für besitzend, ihrer Bescheidenheit wegen; du erkennst sie aber an ihrer Sonderheit: sie bitten die Leute nicht zudringlich. Und was ihr an Gutem spendet, wahrlich, Gott ist dessen wissend. 275. Diejenigen, die ihr Vermögen hingeben, nachts und tags, heimlich und öffentlich, ihnen ist ihr Lohn bei ihrem Herrn; keine Furcht über sie, sie sollen nicht betrübt sein. 276. Diejenigen aber, die Wucher zehren, werden nur so auferstehen, wie die von Satan Besessenen. Dies deshalb, weil sie sagten, Handel und Wucher gleichen einander; aber Gott erlaubte den Handel und untersagte den Wucher. Wenn einer ihn aufgibt, eine Ermahnung von seinem Herrn, so ist worüber, was geschehen, und seine Angelegenheit kommt vor Gott; wer aber rückfällig ist, – diese sind Genossen des Fegefeuers, ewig weilen sie darin. 277. Gott vernichtet den Wucher, das Almosen aber läßt er gedeihen. Und Gott liebt nicht all die sündhaften Ungläubigen. Wahrlich, diejenigen, die glauben, gute Werke üben, das Gebet verrichten und den Armenbeitrag entrichten, ihnen ist ihr Lohn bei ihrem Herrn. Keine Furcht über sie, sie sollen nicht betrübt sein. 278. O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott und gebet auf, was vom Wucher zurückgeblieben, wenn ihr Gläubige seid. 279. Tut ihr dies nicht, so ist euch der Krieg verkündet von Gott und seinem Gesandten; tut ihr aber Buße, so bleibt euch das Kapital eures Vermögens. Handelt nicht ungerecht, und ihr werdet nicht ungerecht behandelt. 280. Ist (der Schuldner) in Schwierigkeit, so geschehe ihm Aufschub, bis zum Wohlstand; wenn ihr es ihm aber erlasset, um so besser für euch. Wolltet ihr es doch verstehen. 281. Fürchtet den Tag, an dem ihr zu Gott zurückkehren werdet; dann wird jeder Seele vergolten, was sie verdient hat; sie werden nicht ungerecht behandelt werden. 282. O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr eine Schuld auf eine befristete Zeit aufnehmt, so schreibt dies nieder. Ein Schreiber schreibe es zwischen euch nach Richtigkeit. Der Schreiber unterlasse aber nicht so zu schreiben, wie Gott ihn gelehrt. Er schreibe, wie ihm diktiert, der die Verpflichtung übemimmt; aber er fürchte Gott, seinen Herrn, und unterschlage nichts davon. Ist aber, der die Verpflichtung übernimmt, blöde, schwach oder zu diktieren nicht imstande, so diktiere sein Beistand nach Gerechtigkeit. Auch lasset es von zwei Zeugen bekunden, von zwei Männern unter euch, und sind keine zwei Männer anwesend, von einem Mann und zwei Frauen, die ihr als Zeugen wählt; irrt sich die eine ihrer, so erinnert sie die andere. Die Zeugen aber dürfen sich nicht weigern, wenn sie gerufen werden. Verschmähet nicht, es niederzuschreiben, mag es gering oder bedeutend sein bis zum Termin. So ist es gerecht vor Gott; es bestätigt das Zeugnis und veranlaßt, daß ihr nicht im Zweifel seid. Nur wenn unter euch ein Handel auf der Stelle abgeschlossen wird, ist es von euch kein Vergehen, wenn ihr es nicht niederschreibt. Stellt aber Zeugen, wenn ihr verhandelt. Der Schreiber aber und der Zeuge dürfen nicht gezwungen werden. Tut ihr dies, wahrlich, es ist eine Missetat von euch. Fürchtet Gott, und Gott wird euch belehren. Und Gott ist aller Dinge wissend. 283. Und wenn ihr auf Reisen seid und keinen Schreiber findet, so diene euch ein Pfand als Sicherheit; wenn aber der eine dem andren vertraut, so bezahle der, dem vertraut worden, das Vertrauen und fürchte Gott, seinen Herrn. Verheimlicht kein Zeugnis; wer es verheimlicht, wahrlich, sündhaft ist sein Herz. Und Gott ist dessen wissend, was ihr tut. 284. Gottes ist, was auf den Himmeln ist und was auf Erden. Ob ihr das, was in eurem Innern, kundtut oder es verberget, Gott wird darüber mit euch rechnen. Verzeihen wird er, wem er will, und bestrafen, wen er will. Und Gott ist über alle Dinge mächtig. 285. Es glaubt der Gesandte an das, was ihm von seinem Herrn geoffenbart worden ist, und die Gläubigen allesamt glauben an Gott, seine Engel, sein Buch und seine Gesandten. Wir unterscheiden keinen seiner Gesandten. Sie sprechen: Wir hören und wir gehorchen. Deine Vergebung, Herr unser, zu dir unsre Zuflucht. 286. Gott legt einem nur so viel auf, als sein Vermögen reicht. Jedem, was er verdient hat, ihm, was er begangen. Herr unser, strafe uns nicht, wenn wir uns vergessen haben oder gefehlt. Herr unser, belaste uns nicht mit der Bürde, wie du sie aufgebürdet hast denen, die vor uns waren. Herr unser, bürde uns nicht auf, wofür wir keine Leistungskraft haben. Und verzeih uns und vergib uns und erbarme dich unser. Du bist unser Beschützer, und hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen.

SURA VON DER FAMILIE AMRAMS (3)

MEDINISCH, AUS 200 VERSEN BESTEHEND

IM NAMEN GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES ALLBARMHERZIGEN. ALM. Gott, es gib keinen Gott außer ihm, ist der Lebendige, der Ewige. 2. Er offenbarte dir das Buch in Wahrheit zur Bestätigung dessen, was schon vorhanden. Bereits vorher offenbarte er die Thora und das Evangelium, als Rechtleitung für die Menschen, und nun offenbarte er dir die Erlösung. 3. Wahrlich, die, die Verse Gottes leugnen, – schwere Pein ist ihnen. Und Gott ist allmächtig und rachhaftig. 4. Wahrlich, Gott ist nichts auf Erden verborgen und nichts auf dem Himmel. Er ist es, der euch im Mutterleib gebildet, wie er wollte. Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Allmächtigen, dem Allweisen. 5. Er ist es, der dir das Buch geoffenbart, unter dessen Versen manche deutlich klar sind, sie sind die Grundlage des Buches, andere aber unklar. Diejenigen, in deren Herzen Verderbtheit ist, folgen den Unklaren unter ihnen, Verführung verfolgend und Deutung erstrebend, aber niemand außer Gott kennt ihre Deutung. Die in der Erkenntnis Festen aber sagen: Wir glauben daran, alles ist von unsrem Herrn. Jedoch nur Leute verständigen Herzens denken so. 6. Herr unser, verdirb unsere Herzen nicht, nachdem du uns doch gerechtleitet, und spende uns Gnade deinerseits, denn wahrlich, du bist der Allspendende. 7. Herr unser, du bist Sammler der Menschen am Tag, an dem kein Zweifel ist, denn wahrlich, Gott widerruft nicht seine Verheißung. 8. Siehe, die, die ungläubig sind, werden nicht Vermögen und nicht Kinder vor Gott irgendwie schützen; diese sind Brennstoff für das Fegefeuer. 9. Nach Art der Leute Pharaos und derer, die vor ihnen waren, leugnen sie unsere Verse, aber Gott faßt sie ob ihren Sünden, und Gott ist streng in der Bestrafung. 10. Sprich zu denen, die ungläubig sind: Ihr werdet dereinst überwältigt werden und in der Hölle zusammengeschart; wie böse wird das Lager sein! 11. Ist euch ein Wunder geworden, als die beiden Scharen zusammentrafen , die eine Schar kämpfte für den Pfad Gottes, die andere aber war ungläubig; diese erschienen mit dem wahrnehmbaren Auge doppelt soviel wie jene, aber Gott stärkt durch seine Hilfe, wen er will. Siehe, hierin ist sicherlich eine Ermahnung für Menschen von Einsicht. 12. Menschen ist ein Trieb des Verlangens eigen nach Frauen und Kindern, Anhäufung von Schätzen an Gold und Silber, ausgezeichneten Pferden, Viehherden und Ackerfeldern. Dies aber ist nur Nießbrauchgut für das Leben hienieden, bei Gott aber ist die schöne Rückkehr. 13. Kann ich euch denn Bessres verkünden als dies: denen, die gottesfürchtig sind, sind bei ihrem Herrn Gärten bereitet, darunterhin Ströme fließen, worin sie ewig weilen; auch unbefleckte Frauen und das Wohlgefallen Gottes. Und Gott ist schauend auf seine Diener. 14. Die da sprechen: Herr unser, wahrlich, wir glauben; vergib uns unsere Sünden und bewahre uns vor der Pein des Fegefeuers. 15. Geduldigen, die Aufrichtigen, die Demütigen, die Mildtätigen und die am Morgengrauen um Vergebung Bittenden. 16. Gott bekundet, daß es keinen Gott außer ihm gibt, und auch die Engel und die Leute der Erkenntnis sind sicher der Wahrheit: es gibt keinen Gott außer ihm, dem Allmächtigen, dem Allweisen. 17. Wahrlich, die Religion vor Gott ist der Islam . Diejenigen, die die Schrift empfingen, gerieten in Streit, erst nachdem ihnen die Erkenntnis gekommen, aus Streitsuch untereinander. Wer die Verse Gottes leugnet, – siehe, Gott ist schnell des Berechnens. 18. Wenn sie mit dir streiten, so sprich: Ich wende gottergeben mein Gesicht zu Gott, und wer mir folgt. 19. Und sprich zu denen, die die Schrift empfingen, und zu den Unkundigen : Wollt ihr Gott ergeben sein? Werden sie gottergeben, – schon sind sie gerechtleitet, wenden sie sich aber zurück, so liegt dir nur die Warnung ob. Und Gott ist auf seine Diener schauend. 20. Wahrlich, denjenigen, die die Verse Gottes leugnen, die Propheten ohne Recht töten, und Männer, die sie zur Gerechtigkeit auffordern, hinmorden, verkünde qualvolle Strafe. 21. Diese sind, deren Werke nichtig sind hienieden und jenseits; kein Helfer ist ihnen. 22. Sahest du nicht auf die, die einen Teil aus der Schrift empfingen, sie wurden auf die Schrift Gottes verwiesen, daß sie unter ihnen entscheide, dann aber drehte sich ein Teil von ihnen um, sie blieben abgewandt 23. Dies, weil sie sagen: Das Fegefeuer wird uns nur eine Anzahl von Tagen umfangen. Sie betören sich in ihrem Glauben, den sie sich erdichtet. 24. Was aber, wenn wir sie versammeln am Tag, an dem kein Zweifel ist, an dem jeder Sache vergolten wird, was sie verdient hat? Und sie werden nicht benachteiligt werden. 25. Sprich: O Gott, Besitzer der Herrschaft, du verleihst Herrschaft, wem du willst, und entreißest die Herrschaft, wem du willst, mächtigst, wen du willst, und demütigst, wen du willst; alles Gute in deiner Hand. Wahrlich, du bist über alle Dinge mächtig. 26. Du lassest die Nacht eintreten auf den Tag, und auf die Nacht den Tag anbrechen; du lassest Lebendes aus Totem entstehen, und Totes aus Lebendem werden; versorgst, ohne zu rechnen, wen du willst. 27. Es sollen die Gläubigen keine Ungläubigen zu Helfern nehmen, die Gläubigen umgehend. Wer solches tut, er hat von Gott in nichts (zu erhoffen), es sei denn, ihr habt vor ihnen Furcht; aber dann wird Gott selber euch warnen, und zu Gott ist die Zuflucht. Sprich: Ob ihr verbergt, was in eurer Brust ist, ob ihr es kundtut, Gott weiß es. Er weiß, was auf den Himmeln ist und was auf Erden, und Gott ist über alle Dinge mächtig. 28. An den Tag wird jede Seele gesammelt finden, was sie des Guten getan, und von dem, was sie Schlechtes getan, wird sie wünschen, daß doch zwischen ihr und diesem ein ferner Zeitraum bestehe. Gott selber wird euch warnen, denn Gott ist gütig gegen seine Diener. 29. Sprich: Liebt ihr Gott so folget mir; auch Gott wird euch lieben und euch eure Sünden vergeben, denn Gott ist allvergebend und allbarmherzig. Sprich: Gehorchet Gott und dem Gesandten; wenn ihr euch abwendet, – wahrlich, Gott liebt nicht die Ungläubigen. 30. Siehe, Gott erkor Adam, Noah, die Familie Abrahams und die Familie Amrams vor den andren Weltbewohner, ein Geschlecht aus dem andren. Und Gott ist allhörend und allwissend. 31. Dann sprach die Frau Amrams: O Herr, ich gelobe dir, was in meinem Leib, es sei dir geweiht; nimm es von mir an, denn wahrlich, du bist der Allhörende, der Allwissende. Und als sie niederkam, sprach sie: O Herr, siehe ich bin mit einem weiblichen Wesen niedergekommen, Gott wußte ja, womit sie niedergekommen, und ein Mann ist nicht wie eine Frau . Ich gab ihr den Namen Maria, und siehe, ich empfehle sie und ihre Nachkommenschaft deinem Schutz vor dem gesteinigten Satan. 32. Da nahm ihr Herr sie gnädig an und ließ sie zu einer herrlichen Pflanze emporwachsen. Und Zacharias zog sie groß. Als aber Zacharias, sooft er in ihre Kammer eintrat, bei ihr Speise fand, fragte er sie: O Maria, woher hast du dies? Sie erwiderte: Es ist von Gott, denn siehe, Gott versorgt wenn er will, ohne zu rechnen. 33. Da flehte Zacharias zu seinem Herrn und sprach: O Herr, gib mir deinerseits ein gutes Kind, denn du bist hörend auf das Gebet. Da riefen ihm die Engel zu, während er in der Kammer stand und betete: 34. Siehe, Gott verkündet dir den Johannes, zur Bestätigung des von Gott kommenden Wortes, ehrwürdig und keusch, und ein Prophet, der Rechtschaffenen einer. 35. Da sprach er: o Herr, wie soll mir ein Sohn werden, wo das Alter mich bereits erreicht hat, und meine Frau unfruchtbar ist?! Er erwiderte: So ist es; Gott verfährt, wie ihm beliebt. 36. Dieser sprach: O Herr, laß mir ein Zeichen werden. Er erwiderte: Es sei dir ein Zeichen: drei Tage wirst du mit den Menschen nur durch Gesten sprechen. Gedenke stets deines Herrn und preise ihn abends und morgens. 37. Dann sprachen die Engel weiter: O Maria, sehe, der Herr erkor dich und heiligte dich und bevorzugte dich und unter den Frauen der Weltbewohner. 38. O Maria, demütige dich deinem Herrn, bete ihn an und beuge dich vor ihm mit den Sichbeugenden . 39. Dies ist von den geheimen Kunden, das wir dir offenbaren. Du warst nicht unter ihnen, als sie Lose warfen, wer von ihnen Maria großziehe, und du warst nicht unter ihnen, als sie mit einander stritten. 40. Alsdann sprachen die Engel: O Maria, sehe, der Herr verkündet dir das Wort von ihm, sein Name ist: der Messias Jesus, Sohn Marias, angesehen hienieden und jenseits, der Nahestehenden einer. 41. Er wird in der Wiege schon zu den Menschen reden und im Mannesalter der Rechtschaffenen einer. 42. Da sprach sie: O Herr, wie soll mir ein Kind werden, wo ein Mann mich noch nicht berührt hat?! Er erwiderte: So ist es; Gott bildet, wie ihm beliebt. Wenn er eine Sache beschlossen, so sagt er nur: es werde, und es wird. 43. Er wird ihn die Schrift lehren und die Weisheit und die Thora und das Evangelium, und als Gesandten schicken zu den Kindern Israels: Ich komme zu euch mit einem Wunderzeichen von eurem Herrn: ich forme euch aus Ton das Gebild eines Vogels und hauche hinein, und mit dem Willen Gottes wird es ein (wirklicher) Vogel werden. Auch will ich mit dem Willen Gottes die Blinden und die Aussätzigen heilen und die Toten beleben. Ich will euch verkünden, was ihr esset und in euren Häusern aufspeichert. Wahrlich, hierin ist euch ein Wunderzeichen, wenn ihr Gläubige seid. 44. Zur Bestätigung dessen, was schon aus der Thora (bekannt) ist, und euch zu erlauben einen Teil von dem, was euch verboten war. Ich komme zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn; fürchtet Gott und horchet auf mich. Wahrlich, Gott ist mein Herr und euer Herr, so verehret ihn. Dies ist der rechte Weg. 45. Und als Jesus ihren Unglauben wahrnahm, sprach er: Wer sind meine Helfer für Gott? Da erwiderten die Apostel: Wir sind Helfer für Gott. Wir glauben an Gott; bezeuge, daß wir ergebene Gottbekenner sind. 46. Herr unser, wir glauben an das, was du geoffenbart, und folgen dem Gesandten; trage uns ein mit den Zeugenden. 47. Jene listeten , aber Gott überlistete sie, denn Gott übertrifft die Listenden. 48. Gott sprach dann: O Jesus, siehe, ich lasse dich sterben; erhebe dich zu mir und reinige dich von denen, die ungläubig sind. Und ich setze am Tag der Auferstehung diejenigen, die dir gefolgt, über diejenigen, die ungläubig waren. Alsdann erfolgt eure Rückkehr zu mir, und ich entscheide unter euch über das, worüber ihr streitet. 49. Was die betrifft, die ungläubig waren, so strafe ich sie mit schwerer Pein hienieden und jenseits; kein Helfer ist ihnen. 50. Was aber die betrifft die gläubig waren und gute Werke geübt, so wird ihnen ihr Lohn zuteil. Und Gott liebt nicht die Frevler. 5I. Dies lesen wir dir der Verse vor und der weisen Ermahnung. 52. Siehe, Jesus gleicht vor Gott dem Adam, den er aus Staub erschuf, er sprach zu ihm: werde, und er ward . 53. Die Wahrheit ist von deinem Herrn, sei daher nicht der Zweifler einer. 54. Wenn man mit dir darüber streitet, nachdem dir Erkenntnis geworden, so sprich: Kommt her, wir wollen rufen unsre Söhne und eure Söhne, unsre Frauen und eure Frauen, unsre Leute und eure Leute, und dann demütig flehen und den Fluch Gottes über die Lügner heraufbeschwören. 55. Wahrlich, dies ist eine wahre Erzählung; unter denn Göttern gibt es keinen außer Gott, und siehe, Gott, nur er, ist der Allmächtige, der Allweise. 56. Wenden sie sich aber ab, – siehe, Gott ist kundig inbetreff der Unheilstifter. 57. Sprich: O Schriftleute, kommt her zu einer billigen Verständigung zwischen uns und euch, daß wir nur Gott verehren und ihm keinen Genossen zuteilen, und daß niemand von uns einen andren Herrn außer Gott annehme. Wenden sie sich ab, so sprecht: Bezeuget, daß wir ergebene Gottbekenner sind. 58. O Schriftleute, streitet nicht über Abraham; die Thora und das Evangelium sind erst nach ihm geoffenbart worden. Begreift ihr dies nicht? 59. Wenn ihr schon über das streitet, worin ihr Kenntnis habt, weshalb aber streitet ihr über das, worin ihr keine Kenntnis habt?! Und Gott weiß es, ihr aber wißt nichts. 60. Abraham war nicht Jude und nicht Christ, er war vielmehr rechtgläubig und gottergeben; er war nicht der Götzendiener einer. 61. Wahrlich, Menschen, die Abraham näher sind, sind diejenigen, die ihm folgen, und dieser Prophet, und die glauben. Und Gott ist der Beistand der Gläubigen. 62. Es wünscht mancher der Schriftleute euch irre zu leiten, aber nur sich selbst leiten sie irre und verstehen es nicht. 63. O Schriftleute, weshalb leugnet ihr die Verse Gottes, müßt ihr sie ja bezeugen. 64. O Schriftleute, weshalb kleidet ihr die Wahrheit in Nichtigkeit, verhüllt die Wahrheit, wo ihr sie doch kennt? 65. Manche unter den Schriftleuten sagen: Glaubet bei Tagesbeginn an das, was denen, die glauben, geoffenbart worden, und leugnet es später; ob sie vielleicht umkehren. 66. Aber glaubt nur dem, der eurer Religion folgt. Sprich: Wahrlich, die (wahre) Religion ist nur die Rechtleitung Gottes, wenn sie auch irgend einem gleich euch verliehen wird. Oder streiten sie mit euch vor eurem Herrn? Sprich: Wahrlich, die Gnade ist in der Hand Gottes, er spendet sie wem er will. Und Gott ist allumfassend und allkundig. 67. Er teilt zu seine Barmherzigkeit, wem er will, denn Gott ist der Gnadenreiche, der Allgewaltige. 68. Unter den Schriftleuten gibt es manchen, der, wenn du ihm ein Talent anvertrauest, er es dir zurückgibt, manchen aber, der, wenn du ihm einen Denar anvertrauest, ihn dir nicht zurückgibt, wenn du ihn nicht fortgesetzt drängst. 69. Dies deshalb, weil sie sagen: Wir haben gegen Nichtjuden keine Verpflichtung. Sie reden über Gott Lügenhaftes, und sie wissen es. 70. Nein, wer seiner Verpflichtung genügt und gottesfürchtig ist, – siehe, Gott liebt die Gottesfürchtigen. 71. Wahrlich, diejenigen, die für das Bündnis Gottes und ihre Schwüre einen geringen Ersatz erkaufen, die haben keinen Anteil im Jenseits. Nicht anreden wird sie Gott und auf sie nicht hinschauen am Tag der Auferstehung und sie nicht reinigen. Qualvolle Strafe ist ihnen. 72. Und siehe, unter ihnen ist ein gewisser Teil, die ihr Gerede in die Schrift verdrehen, daß ihr glauben könntet, es sei aus der Schrift, es ist aber nicht aus der Schrift. Sie sagen, es sei von Gott, es ist aber nicht von Gott. So reden sie über Gott Lügenhaftes, und sie wissen es. 73. Es steht einem Fleischwesen nicht an, daß Gott ihm Schrift, Weisheit und Prophetie verleihet, und er dann zu den Menschen sagt: seid meine Verehrer außer Gott. Aber wie folgt: seid gottesgelehrt , daß ihr die Schrift verstehet, und auf daß ihr euch in sie vertiefet. 74. Er befiehlt euch nicht, Engel und Propheten als Herren anzunehmen. Sollte er euch Unglauben befehlen, nachdem ihr ergebene Gottbekenner geworden? 75. Als Gott den Prophetenbund schloß: Nun habe ich euch die Schrift und Weisheit verliehen, später wird ein Gesandter zu euch kommen, zur Bestätigung dessen, was ihr bereits habt; glaubt fest an ihn und steht ihm bei. Er sprach: Seid ihr entschlossen und wollt ihr daraufhin meinen Vertrag annehmen? Sie erwiderten: Wir sind entschlossen. Alsdann sprach er: So bezeugt es, und ich bin mit euch der Zeugenden einer. 76. Wer sich nach diesem abwendet, – diese sind Missetäter. 77. Wollen sie eine andre als die Religion Gottes? Dieser ergeben ist, wer auf den Himmeln ist und wer auf Erden, willig oder widerwillig, und zu ihm kehren sie zurück. 78. Sprich: Wir glauben an Gott und an das, was er uns geoffenbart, was er Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stammesvätern geoffenbart, und was Moses, Jesus und den Propheten von ihrem Herrn überliefert ward. Wir unterscheiden zwischen keinem von ihnen, und nur ihm sind wir ergebene Bekenner. 79. Und wer eine andre Religion als den Islam anstrebt, wird von ihm nicht aufgenommen; er ist im Jenseits der Verlorenen einer. 80. Wie soll Gott ein Volk rechtleiten, das ungläubig ist, nachdem es des Glaubens war, bezeugt hat, der Gesandte sei wahrhaft, und deutliche Wunder ihm geworden? Und Gott rechtleitet kein frevelhaftes Volk. 81. Für diese ist es ein Entgelt, daß sie trifft der Fluch Gottes, der Engel und der Menschen allesamt. 82. Ewig haftet er ihnen an, die Pein wird ihnen nicht erleichtert, sie werdet nicht beachtet . 83. Ausgenommen, die hernach Buße tun und rechtschaffen sind, denn siehe Gott ist vergebend und allbarmherzig. 84. Wahrlich, die ungläubig wurden, nachdem sie des Glaubens waren und später an Unglauben zugenommen, deren Buße wird nicht angenommen. Diese sind Irrende. 85. Wahrlich, die ungläubig waren und als Ungläubige gestorben, – von keinem solchen wird der Erde Fülle Goldes angenommen, wollte er sich damit loskaufen. Diesen ist qualvolle Strafe, kein Helfer ist ihnen. 86. Ihr werdet kein Wohlwollen erlangen, bis ihr Almosen gespendet von dem, was ihr liebt. Und jedes, was ihr an Almosen spendet, wahrlich, Gott ist dessen wissend. 87. Alle Speisen, ausgenommen das, was Israel sich selber verboten hatte, waren den Kindern Israels erlaubt, bevor die Thora geoffenbaret wurde. Sprich: So bringt doch die Thora herbei und leset sie vor, wenn ihr recht habt. 88. Der dann noch Gott Lügen andichtet, – diese sind Frevler. 89. Sprich: Gott ist wahrhaftig; so folget doch dem Bekenntnis Abrahams, er war rechtgläubig und nicht der Götzendiener einer. 90. Siehe, das erste Bethaus, für die Menschen errichtet, ist das zu Bekka ; Segen und Rechtleitung für die Weltbewohner. 91. In diesem sind deutliche Wunderzeichen; die Stätte Abrahams, und gesichert ist, wer sie betritt. Gotteshalber liegt es den Menschen ob, nach diesem Haus zu wallen, wem dieser Weg nur möglich ist. 92. Wer aber ungläubig ist, – wahrlich, Gott ist reich auch ohne (Verehrung der) Weltbewohner. 93. Sprich: O Schriftleute, weshalb leugnet ihr die Verse Gottes, und Gott ist ja Zeuge dessen, was ihr tut? 94. Sprich: O Schriftleute, weshalb haltet ihr den, der glaubt, vom Pfad Gottes zurück, wollt Verdrehung, wo ihr doch selber Bezeuger seid?! Aber Gott ist nicht übersehend dessen, was ihr tut. 95. O ihr, die ihr glaubt, gehorchet ihr einem Teil derer, die die Schrift empfingen, sie machen euch wieder zu Ungläubigen, nachdem ihr des Glaubens geworden. 96. Wie könnt ihr ungläubig sein, sind euch doch die Verse Gottes vorgelesen worden und ist ja sein Gesandter unter euch?! Wer sich an Gott festhält, er ist bereits auf den rechten Weg geleitet. 97. O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott in wahrer Gottesfurcht und sterbet nicht anders als ergebene Gottbekenner. 98. Haltet euch fest am Seil Gottes allesamt, und lasset nicht los. Gedenket der Huld Gottes gegen euch; einst wart ihr Feinde, aber er fügte eure Herzen zusammen, und durch seine Huld habt ihr euch als Brüder vereinigt. 99. Ihr wart am Grabenrand des Fegefeuers, er aber bewahrte euch vor ihm. So verdeutlicht euch Gott seine Verse, daß ihr euch doch rechtleiten lasset. 100. Auf daß aus euch ein Volk werde, das zum Guten auffordert, Fug gebietet und Böses verhindert. Diese sind die Glückhabenden. ior. Seid nicht wie die, die sich voneinander getrennt und miteinander streiten, nachdem ihnen deutliche Wunder geworden. Diese, – ihnen ist schwere Pein. 102. An jenem Tag werden die Gesichter (der einen) weiß und die Gesichter (der andren) schwarz sein. Was die betrifft, deren Gesichter schwarz sind: Ihr seid wohl ungläubig geworden, nachdem ihr Glaubens wart? Kostet nun die Pein, weil ihr geleugnet. 103. Und was die betrifft, deren Gesichter weiß sind, so gelangen sie in die Gnade Gottes, ewig verweilen sie darin. 104. Dies sind die Verse Gottes, die wir dir in Wahrheit vorlesen. Und Gott will keine Ungerechtigkeit für die Weltbewohner. 105. Gottes ist, was auf den Himmeln ist und was auf Erden, und zu Gott wird alles zurückkehren. 106. Ihr seid das beste Volk, das aus der Menschheit hervorging; ihr gebietet Fug, verhindert Böses und glaubt an Gott. Wollten doch die Schriftleute glauben, wahrlich, dies wäre besser für sie. Unter ihnen gibt es Gläubige, aber die meisten ihrer sind Gottlose. 107. Sie werden euch nur bis auf eine Belästigung schädigen, und sollten sie euch bekämpfen, sie kehren euch den Rücken; keine Hilfe ist ihnen dann. 108. Schande trifft sie, wo sie sich auch befinden, es sei denn im Bund mit Gott und im Bund mit Menschen. Den Zorn Gottes ziehen sie auf sich und das Elend schlägt auf sie ein. Dies, weil sie die Verse Gottes leugneten und ohne Recht die Propheten töteten, dies, weil sie widerspenstig waren und rechtswidrig handelten. 109. Sie sind aber nicht gleich. Und unter den Schriftleuten gibt es eine rechtschaffene Gemeinde, die zur Nachtstunde die Verse Gottes lesen und ihn anbeten. 110. Die an Gott glauben und an den jüngsten Tag, Fug gebieten, Böses verhindern und im Gutem eifrig sind. Diese sind die Rechtschaffenen. 111. Und was ihr des Guten tut, ihr werdet es nicht verleugnen, denn Gott ist kundig inbetreff der Gottesfürchtigen. 112. Wahrlich, denen, die ungläubig sind, werden nicht Vermögen und nicht Kinder vor Gott irgendwie nützen; diese sind Genossen des Fegefeuers, ewig weilen sie darin. 113. Es gleicht, was sie im Leben hienieden hingegeben, einem Wind, darin Frost, der die Ackerfrucht des Volkes, das gegen sich selbst frevelt, befällt und es vernichtet; nicht Gott ist gegen sie ungerecht, aber sie selber sind ungerecht gegen sich. 114. O ihr, die ihr glaubt, nehmet zu Vertrauten nicht solche, die nicht zu euch gehören; sie lassen nicht ab, euch Verderben (zu bringen), wünschen, was euch unglücklich macht. Ihr Haß zeigte sich bereits aus ihrem Mund, aber noch mehr ist, was ihre Busen bergen. Bereits haben wir euch die Verse verdeutlicht, – wolltet ihr es doch begreifen. 115. Schauet her, ihr liebt sie, sie aber lieben euch nicht. Ihr glaubt an die ganze Schrift, und auch sie, wenn sie mit euch zusammentreffen, sagen: wir glauben, sobald sie aber allein sind, beißen sie aus Zorn gegen euch die Fingerspitzen. Sprich: Sterbet an eurem Zorn; wahrlich, Gott ist kundig des Inhalts der Busen. 116. Begegnet euch Gutes, so tut es ihnen wehe, und trifft euch Böses, so freuen sie sich darüber. Wenn ihr aber geduldig seid und gottesfürchtig, nicht schaden wird euch dann ihre Hinterlist in irgend einer Weise, denn siehe, Gott ist umfassend dessen, was sie tun. 117. Als du dich morgens von deinen Leute aufmachtest und den Gläubigen Lagerstätten für den Kampf errichtetest. Und Gott ist allhörend und allkundig. 118. Damals verzagten zwei Heerscharen unter euch und wurden kleinmütig, jedoch Gott war beider Beistand; und auf Gott vertrauen sollen die Gläubigen. 119. Schon half euch Gott bei Bedr , und ihr wart gering; so fürchtet Gott, – daß ihr doch dankbar seid. 120. Damals sprachest du zu den Gläubigen: Genügt es euch nicht, das euer Herr euch beisteht mit dreitausend herabgesandter Engel? 121. ja, wenn ihr geduldig seid und gottesfürchtig, und jener jählings über euch kommt, euer Herr steht euch bei mit fünftausend gezeichneter Engel. 122. Gott ließ es nur als frohe Botschaft für euch geschehen, auf daß sich dadurch euer Herz beruhige. Und Hilfe ist von Gott allein, dem Allgewaltigen dem Allweisen. Ob er durchschneide das Ende derjenigen, die ungläubig sind, oder sie niederstrecke und sie hoffnungslos zurückkehren. 123. Nicht dich geht die Sache an, ob er ihnen verzeiht oder sie bestraft. Aber wahrlich, Frevler sind sie. 124. Gottes ist, was auf den Himmeln ist und was auf Erden. Er vergibt, wem er will, und er bestraft, wen er will. Und Gott ist vergebungsreich und allbarmherzig. 125. O ihr, die ihr glaubt, verzehret keine Wucher, verdoppelte Verdoppelung; und fürchtet Gott, auf daß ihr glücklich seid. 126. Auch fürchtet das Fegefeuer, den Ungläubigen bereitet, und gehorchet Gott und dem Gesandten, auf daß ihr begnadet werdet. 127. Seid eifrig nach der Vergebung eures Herrn und nach dem Paradies, Himmel und Erde seine Ausdehnung, für die Gottesfürchtigen bereitet. 128. Die Almosen spenden in Freud und Leid, die zurückhaltend sind im Zorn und ihren Mitmenschen verzeihend, denn Gott liebt die Liebfrommen. 129. Und auch diejenigen, die, nachdem sie Schändlichkeit begangen oder ihre Seelen befrevelt, an Gott denken und um Vergebung ihrer Sünden bitten, denn wer außer Gott könnte Sünden vergeben, und nicht hartnäckig verharren bei dem, was sie getan, und es wissen. 130. Der Lohn dieser ist Vergebung seitens ihres Herrn, und Gärten, darunterhin Ströme fließen, in denen sie ewig verweilen; und wie schön ist der Lohn der Wirkenden! 131. Bereits vor euch erging ein Strafgericht; so wandert doch über die Erde und schauet, wie war der Enderfolg der Verleugner. 132. Dies da ist eine klare Darlegung für die Menschen und eine Rechtleitung, eine Ermahnung für die Gottesfürchtigen. 133. Seid nicht niedergeschlagen und nicht betrübt; ihr werdet die Überlegenen sein, wenn ihr Gläubige seid. 134. Trifft euch eine Verwundung. – auch das (feindliche) Volk trifft eine ebensolche Verwundung. So lassen wir die Glückstage zwischen den Menschen schwanken, damit Gott herauskenne, die glauben, und aus euch Bezeuger herausgreife. Und Gott liebt nicht die Frevler. 135. Damit Gott die prüfe, die glauben, die Ungläubigen aber gänzlich vernichten. 136. Vermeinet ihr in das Paradies zu treten, und Gott noch nicht kennt diejenigen unter euch, die für ihn stritten, und die geduldig waren? 137. Ihr wünschet bereits den Tod, bevor ihr ihm begegnet seid; nun habt ihr ihn gesehen und werdet noch auf ihn schauen. 138. Mohammed ist nur ein Gesandter, und schon vor ihm traten Gesandte auf. Stürbe er oder würde er erschlagen, kehret ihr dann in eure Fußtapfen zurück? Wer in seine Fußtapfen umkehrt, er schädigt Gott mitnichten; aber ganz gewiß wird Gott die Dankbaren belohnen. 139. Es trifft niemand, daß er stirbt, wenn nicht mit dem Willen Gottes, gemäß dem Buch der Bestimmung. Wünscht jemand seinen Lohn (vom Gut) hienieden, wir geben ihn ihm von diesem, wünscht jemand seinen Lohn von (Gut des) Jenseits, wir geben ihn ihm von diesem; wir werden die Dankbaren belohnen. 140. Wie mancher ist unter den Propheten, gegen den viele Myriaden kämpften, aber sie zagten nicht bei dem, was sie auch auf dem Pfad Gottes traf; Sie waren nicht schwach und unterwarfen sich nicht. Und Gott liebt die Geduldigen. 141. Und ihre Rede war nur, daß sie sprachen: Herr unser, vergib uns unsre Sünden und unsre Übertretungen in unsren Sachen; festige unsre Füße und hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen. Gott gab ihnen ihren Lohn hienieden und den schönsten Lohn im jenseits, denn Gott liebt die Liebfrommen. 142. O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf die hört, die ungläubig sind, sie führen euch in eure Fußtapfen zurück und verlustig kehrt ihr um. 143. Aber nein, Gott ist euer Beschützer, er ist der beste Helfer. 144. Schreck setzen wir in die Herzen derjenigen, die ungläubig sind, weil sie Gott das zugesellen, wozu ihnen Befugnis nicht erteilt worden. Das Fegefeuer ist ihre Zuflucht, wie böse ist der Frevler Aufenthalt. 145. Bereits hatte euch Gott seine Verheißung bewahrheitet, als ihr sie mit seinem Willen besiegtet , dann aber wurdet ihr wankelmütig, strittet über den Befehl und wart ungehorsam, nachdem er euch gezeigt hatte, was ihr wünschet. 146. Manche unter euch wünschen das Dieseits, manche unter euch wünschten das Jenseits; dann jagte er euch vor ihnen in die Flucht, um euch zu prüfen. Aber bereits verzieh er euch, denn Gott ist gnadenhaft gegen die Gläubigen. 147. Dann stieget ihr hinauf und wandtet euch nach niemand um, und der Gesandte rief hinter euch her. Er vergalt euch Kummer über Kummer, auf daß ihr nicht betrübt seiet über das, was euch entging, und nicht über das, was euch zustieß. Und Gott ist kundig dessen, was ihr tut. 148. Darauf sandte er euch nach dem Kummer einen Schutz hernieder, einen tiefen Schlaf, der einen Teil von euch befiel; ein Teil hatte sich selbst beunruhigt, indem es von Gott wähnte, was nicht die Wahrheit ist, einen Glauben aus heidnischer Zeit. Sie sprachen: Wird uns etwas von diesen Dingen? Sprich: Fürwahr, alle Dinge sind bei Gott. Sie verbergen für sich, was sie dir nicht offenbaren; sie sagen: Wäre uns etwas von diesen Dingen, wir würden hier nicht geschlagen worden sein. Sprich: Wäret ihr auch in euren Häusern, ganz gewiß würden diejenigen, über die der Tod geschrieben, nach ihren Ruhestätten hinausgetreten sein. Damit Gott prüfe, was in eurer Brust ist, und untersuche, was in eurem Herzen. Und Gott ist kundig des Inhalts der Busen. 149. Fürwahr, diejenigen unter euch die am Tag, an dem die beiden Scharen zusammentrafen, umkehrten, nur Satan verführte sie, wegen eines Teils, den sie gewonnen ,aber bereits verzieh es ihnen Gott, denn wahrlich, Gott ist vergebungsreich und sanftmütig. 150. O ihr, die ihr glaubt, gleicht nicht denen, die ungläubig sind, die da von ihren Brüdern wenn sie über die Erde wanderten oder Krieger waren, sagten: Blieben sie doch bei uns, sie wären nicht tot, sie wären nicht erschlagen. Aber dies bewirkte Gott nur zum Wehe in ihren Herzen. Gott belebet und tötet, und Gott ist schauend dessen, was ihr tut. 151. Und wenn ihr auch für den Pfad Gottes erschlagen werdet oder sterbet, – ganz gewiß ist die Verzeihung Gottes und die Gnade besser als das, was ihr sammelt. 152. Wenn ihr nämlich sterbet oder erschlagen werdet, zu Gott werdet ihr versammelt. 153. Inbetreff der von Gott (verheißenen) Gnade warst du ihnen zu milde; wärest du aber streng und rauh, ganz gewiß würde sich ihr Herz von deiner Umgebung getrennt haben. So vergib ihnen und bitte für sie um Verzeihung und frage sie in dieser Angelegenheit um Rat. Hast du dich entschieden, dann vertraue auf Gott, denn wahrlich, Gott liebt die Vertrauenden. 154. Hilft euch Gott, ihr habt keinen Überwinder, verläßt er euch, wer ist es, der euch dann beisteht. Daher sollen nur auf Gott die Gläubigen vertrauen. 155. Es ist nicht des Propheten zu betrügen. Wer betrügt, erscheint am Tag der Auferstehung mit dem, womit er betrogen: dann wird jeder Seele vergolten, was sie verdient hat; sie sollen nicht beeinträchtigt werden. 156. Sollte der, der dem Wohlgefallen Gottes folgte, dem gleichen, der mit dem Unwillen Gottes kommt? Sein Aufenthalt die Hölle, wie böse die Hinfahrt. 157. Sie sind bei Gott in Rangstufen; und Gott ist schauend dessen, was sie tun. 158. Bereits begnadete Gott die Gläubigen, als er ihnen einen Gesandten aus ihrer eigenen Mitte sandte, daß er ihnen seine Verse vorlese, sie reinige und sie lehre die Schrift und die Weisheit, während sie bis dahin in offenbarer Verirrung waren. 159. Als euch das Unglück zustieß, aber bereits wart ihr zweimal im Vorteil, sagtet ihr da nicht: woher dies? Sprich: Es ist von euch selbst, denn fürwahr, Gott ist aller Dinge mächtig. 160. Was euch zustieß am Tag, an dem beide Heerscharen zusammentrafen, so geschah es mit dem Willen Gottes, damit er erkenne die Gläubigen und die erkenne, die heuchelten. Man sprach zu ihnen: Kommt her, kämpft für den Pfad Gottes oder verteidigt ihn. Sie aber erwiderten: Verstünden wir uns auf den Kampf, gewiß würden wir euch folgen. Sie waren dann dem Unglauben näher als dem Glauben. 161. Sie sprachen mit ihrem Mund, was nicht in ihrem Herzen war; aber Gott wußte, was sie verheimlichten. 162. Diejenigen, die daheim bleiben und von ihren Brüdern sprachen: Würden sie auf uns gehört haben, sie wären nicht getötet worden. Sprich: So stoßet doch den Tod von euch selbst fort, wenn ihr aufrichtig seid. 163. Und glaubet nicht, die für den Pfad Gottes getötet worden sind, seien tot; nein, sie sind lebend, bei ihrem Herrn werden sie versorgt. 164. Sie freuen sich dessen, was Gott ihnen seines Überflusses schenkte, sind freudig über die, die sie noch nicht erreicht haben der ihnen folgenden. Keine Furcht über sie, sie sollen nicht betrübt sein. 165. Sie ergötzen sich der Gnade Gottes und seines Überflusses, und daß Gott nicht vernachlässigt die Belohnung der Gläubigen. 166. Die Gott gebrochen und seinem Gesandten, nachdem Verwundung sie traf, die unter ihnen, die Gutes tun und gottesfürchtig sind, ihnen ist eine herrliche Belohnung. 167. Zu denen die Leute einst sprachen: Seht doch, bereit versammeln sich die Leute gegen euch, fürchtet sie! Aber das vermehrte nur ihr Vertrauen und sie erwiderten: Unser Heil ist Gott, und wie schön ist er als Anführer. 168. So kehrten sie zurück mit der Huld Gottes und seiner Gnade, ohne daß ihnen etwas zustieß. Sie strebten nach dem Wohlgefallen Gottes, und Gott ist Besitzer unendlicher Gnade. 169. Nur Satan will euch vor seinen Freunden erschrecken. Fürchtet sie aber nicht, und nur mich fürchtet, wenn ihr gläubig seid. 170. Betrübe dich nicht über die, die dem Unglauben nacheilen, denn siehe, sie schädigen Gott um nichts. Gott wünscht, ihnen keinen Anteil am Jenseits zukommen zu lassen; schwere Pein ist ihnen. 171. ahrlich, die Unglauben für den wahren Glauben erkaufen, sie schädigen Gott um nichts; qualvolle Strafe ist ihnen. 172. Es mögen aber diejenigen, die ungläubig sind, nicht denken, wir gewähren ihnen Aufschub zum Glück ihrer Seelen, wir gewähren ihnen Aufschub nur darum, damit sie Sünden häufen; schändende Pein ist ihnen. 173. Gott wird die Gläubigen im Zustand, in dem ihr euch befindet, nicht (länger) zurücklassen, als bis er die Schlacke vom Guten ausgeschieden hat. 174. Auch offenbart euch Gott sein Geheimnis nicht, jedoch wählt er aus seinen Gesandten, den er will. So glaubt nun an Gott und seinen Gesandten, und wenn ihr gläubig seid und gottesfürchtig, herrlicher Lohn soll euch sein. 175. Es mögen diejenigen, die geizig sind, nicht denken, was Gott ihnen von seinem Überfluß gab, sei ihnen zum Besten; nein, es ist ihnen zum Übel. 176. Das, woran sie geizten, wird ihnen als Halsfessel umgehängt am Tage der Auferstehung. Und Gottes ist die Erbschaft der Himmel und der Erde, und Gott ist kundig dessen, was ihr tut. 177. Bereits hörte Gott die Rede derjenigen, die sagten: Wahrlich, Gott ist arm, wir aber sind reich. Wir werden aufschreiben, was sie sagten, wie auch ihr Morden der Propheten ohne Gerechtigkeit, und sprechen: Kostet nun die Pein des Brandes. 178. Dies ob dem, was eure Hände vorgewirkt, und weil Gott nicht im Unrecht ist gegen seine Diener. 179. Die da sagen: Siehe, Gott schloß mit uns ein Bündnis, daß wir keinem Gesandten vertrauen, bis er uns mit einem Brandopfer kommt, das das Feuerverzehrt. 180. Sprich: Bereits sind zu euch Gesandte vor mir gekommen mit deutlichen Beweisen und mit dem, was ihr fordert; weshalb habt ihr sie getötet, wenn ihr aufrichtig seid? 181. Zeihen sie dich der Lügenhaftigkeit, so ziehen sie der Lügenhaftigkeit bereits die Gesandten vor dir, die zu ihnen mit deutlichen Beweisen kamen, mit den Schriften und dem erleuchtenden Buch. 182. Den Tod kostend ist jede Seele, und euer Lohn soll euch vergolten werden am Tag der Auferstehung wer dann dem Fegefeuer fernbleibt und in das Paradies eintritt, er hat es erlangt. Nichts weiter ist das Leben hienieden als ein trügerisches Gerät. 183. Sicherlich werdet ihr an eurer Habe und an eurer Seele versucht werden, sicherlich werdet ihr von denen, die vor euch die Schrift empfingen, und von denen, die Gott einen Genossen zugesellen , viele Beschimpfungen anhören, – wenn ihr aber geduldig seid und gottesfürchtig, denn wahrlich, dies geschieht durch das Verhängnis der Dinge. 184. Dann schloß Gott ein Bündnis mit denen, die die Schrift empfingen: Daß ihr sie ja den Menschen verdeutlicht und sie nicht verheimlicht. Da warfen sie sie hinter ihren Rücken und erkauften dafür einen geringen Preis; wie schlecht ist, was sie erkauft haben! 185. Man glaube nicht von denen, die sich freuen dessen, was sie getan, und gelobt zu werden wünschen für das, was sie nicht begehen, – so glaube nicht ihres Entkommens der Pein; qualvolle Strafe ist ihnen. 186. Gottes ist die Herrschaft über Himmel und Erde; Gott ist aller Dinge mächtig. 187. Siehe, in der Schöpfung von Himmeln und Erde, im Wechsel von Nacht und Tag sind deutliche Beweise für Menschen von Verstand. 188. Die an Gott denken stehend, sitzend und auf der Seite (liegend). Wenn sie nachsinnen über die Schöpfung von Himmeln und Erde: Herr unser, nicht unnötig hast du dies erschaffen; Preis dir! Bewahre uns vor der Qual des Fegefeuers. 189. Herr unser, stürzest du einen ins Fegefeuer, du hast ihn bereits in Schmach gehüllt; und kein Helfer den Frevler. 190. Herr unser, wahrlich, wir hörten einen Verkünder den Glauben verkünden: Daß ihr doch an euren Herrn glaubet! Und wir glaubten. 191. Herr unser, so vergib uns unsre Vergehen, wisch unsre Sünden fort und laß uns sterben mit den Rechtschaffenen. 192. Herr unser, gib uns, was du uns durch deine Gesandten verheißen, und hülle uns nicht in Schande am Tag der Auferstehung, denn wahrlich, du brichst nicht das Versprechen. 193. Und ihr Herr erhörte sie: Ich lasse die Tat der Wirkenden unter euch nicht verloren gehen, ob eines Mannes oder einer Fraues, weder der einen noch der andren. 194. Diejenigen, die geflohen und aus ihren Häusern vertrieben wurden, die für meinen Pfad gelitten, die gekämpft und getötet wurden, ganz gewiß wische ich ihre Sünden fort, ganz gewiß führe ich sie in Gärten, darunterhin Ströme fließen. 195. Eine Belohnung von Gott; und Gott, bei ihm ist die schönste Belohnung. 196. Es soll dich nicht betören der Glückwechsel derjenigen im Land, die ungläubig sind. Ein geringer Besitz. Später ist die Hölle ihr Aufenthalt, wie böse das Lager! 197. Aber diejenigen, die ihren Herrn fürchten, ihnen sind Gärten, darunterhin Ströme fließen; ewig weilen sie darin. Eine Gastgabe von Gott, und was bei Gott, es ist das Schönste für die Rechtschaffenen. 198. Und siehe, auch die unter den Schriftleuten, die an Gott glauben und an das, was euch geoffenbart worden, und an das, was ihnen geoffenbart worden, die Gott unterwürfig sind und nicht für die Verse Gottes einen geringen Preis erkaufen. 199. Diesen ist ihr Lohn bei ihrem Herrn, denn wahrlich, Gott ist schnell des Berechnens. 200. O ihr, die ihr glaubt, seid geduldig, wetteifert im Ausharren, seid standhaft und fürchtet Gott, auf daß ihr Glück habet.

SURA VON DEN FRAUEN (4)

MEDINISCH, AUS 175 VERSEN BESTEHEND

IM NAMEN GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES ALLBARMHERZIGEN. O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Lebewesen erschaffen; aus diesem erschuf er seine Frau, und aus beiden ließ er Männer und Frauen sich verbreiten. Fürchtet Gott, zu dem ihr bittet, und (ehret) die Verwandtschaft, denn wahrlich, Gott ist euer Wächter. 2. Gebet den Waisen ihr Eigentum, aber nicht Schlechtes statt Gutes vertauschen, und zehrt nicht ihr Vermögen auf zu eurem Vermögen; wahrlich, dies ist ein schweres Verbrechen. 3. Und fürchtet ihr, unrecht an den Waisen zu handeln . So heiratet von den Frauen, soviel euch beliebt, zwei, drei oder vier; fürchtet ihr aber, nicht gerecht zu handeln, dann eine, oder (Sklavinnen) die unter eurer Hand stehen; dies nähert, daß ihr nicht frevelt. Und gebt den Frauen ihre Morgengabe als Hochzeitsgeschenk, und wenn sie selber euch etwas davon erlassen, so verzehret es, verdaulich und bekömmlich. 4. Den Unverständigen aber gebt nicht das Vermögen, das Gott euch zum Unterhalt anvertraut hat, sondern verpfleget sie davon und kleidet sie, auch redet mit ihnen gebührliche Worte. 5. Prüfet die Waisen, bis sie Heiratsfähigkeit erlangt haben, und wenn ihr an ihnen Verständigkeit wahrnehmet, so übergebt ihnen ihr Vermögen; sie sollen es aber nicht verschwenderisch und eilfertig verzehren. 6. Wenn sie großjährig geworden. Wer reich ist, enthalte sich dessen, wer aber arm ist, zehre davon gebührlich. 7. Wenn ihr ihnen ihr Vermögen übergebt, nehmet Zeugen. Gott aber genügt als Rechenschafter. 8. Den Männern der Anteil von dem, was Eltern und Verwandte hinterlassen haben, und den Frauen der Anteil von dem, was Eltern und Verwandte hinterlassen haben. Davon, ob wenig oder viel, (jedem) der bestimmte Anteil. 9. Wenn aber bei der Verteilung Verwandte, Waisen und Arme anwesend sind, so unterhaltet sie davon, und redet zu ihnen gebührliche Worte. 10. Die besorgt sind, sie könnten hilflose Kinder zurücklassen, und um sie fürchten, diese mögen nur Gott fürchten, nur geziemende Worte sprechen. 11. Wahrlich, die das Vermögen der Waisen in Ungerechtigkeit verzehren, sie nehmen nur Feuer in ihren Bauch auf; in der Hölle werden sie braten. 12. Gott hat euch hinsichtlich eurer Kinder bestimmt: Ein Mann erhalte einen ebensolchen Anteil wie zwei Frauen. Sind nur Frauen da, mehr als zwei, so gehöre es ihnen, während ein Drittel zurückbleibe. Ist nur eines da, so erhalte sie die Hälfte. Von den Eltern erhalte jeder ein Sechstel, falls ein Kind da ist, und wenn kein Kind da ist und sein Vater ihn beerbt, so erhalte die Mutter ein Drittel. Hat er Brüder, so erhalte seine Mutter ein Sechstel. Nachdem davon die Legate verteilt sind oder Schulden. Eure Eltern und eure Kinder, ihr wißt nicht, wer von ihnen euch mehr Nutzen gewährt. Diese Vorschrift ist von Gott, und wahrlich, Gott ist allwissend und allweise. 13. Ihr sollt die Hälfte von dem erhalten, was eure Frauen zurücklassen, falls sie kein Kind hinterlassen; wenn sie aber ein Kind hinterlassen, dann ein Viertel von dem, was sie hinterlassen. Nachdem davon die Legate verteilt sind oder Schulden. 14. Sie sollen ein Viertel von dem erhalten, was ihr zurücklasset, falls ihr kein Kind hinterlasset; wenn ihr aber ein Kind hinterlasset, dann ein Achtel von dem, was ihr zurücklasset. Nachdem davon die Legate verteilt sind oder Schulden. 15. Wenn ein Mann einen entfernten Verwandten erben läßt, ebenso eine Frau, und einen Bruder oder eine Schwester hat, so erhalte jeder von ihnen ein Sechstel; sind aber deren mehr vorhanden, so sind sie alle Teilhaber eines Drittels. Nachdem davon die Legate verteilt sind oder Schulden. 16. Ohne zu verletzen, eine Bestimmung von Gott. Und Gott ist allwissend und sanftmütig. 17. Dies sind die Satzungen Gottes, und wer Gott gehorcht und seinem Gesandten, den führt er in die Gärten, darunterhin Ströme fließen, in denen er ewig weilt. Und dies ist ein herrliches Glück. 18. Wer sich aber auflehnt gegen Gott und seinen Gesandten, seine Satzungen überschreitet, den wird er ins Fegefeuer stoßen, darin er ewig weilt, schändende Pein ist ihm. 19. Wenn welche von euren Frauen Unzucht begehen, so lasset vier von euch Zeugen gegen sie sein, und wenn diese es bezeugen, so haltet sie in den Häusern zurück, bis der Tod sie hinrafft oder Gott ihnen einen Ausweg zukommen läßt. 20. Wenn (Männer) unter euch solches begehen, so bestrafet sie beide, und wenn sie Buße tun und sich bessern, so lasset ab von ihnen, denn wahrlich Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 21. Nur bei Gott ist Vergebung für diejenigen, die Böses getan aus Torheit und darauf in kürze Buße tun. Diesen verzeiht Gott, und Gott ist allwissend und allweise. 22. Keine Verzeihung jedoch denen, die Böses tun, bis der Tod ihnen nahe ist, dann aber sagen: traun, nun bereue ich. Auch nicht denen, die als Ungläubige sterben; diesen haben wir qualvolle Strafe bereitet. 23. O ihr, die ihr glaubt, es ist euch nicht erlaubt, Frauen widerwillig zu erben. Hindert sie nicht an der Wiederverheiratung, um ihnen einen Teil zu entreißen von dem, was ihr ihnen gegeben, es sei denn, sie hätten offenbare Schändlichkeit begangen. Verkehret mit ihnen gebührlich. Seid ihr ihnen abgeneigt, so ist es möglich,. ihr seid einer Sache abgeneigt, und Gott darin großes Glück geschaffen. 24. Wenn ihr vertauschen wollt eine Frau gegen ein anderes Weib und der einen bereits ein Talent gegeben habt, so dürft ihr von ihnen nichts zurücknehmen. Könntet ihr es wirklich zurücknehmen? Eine Schandtat, eine offenbare Sünde. 25. Und wie könntet ihr es zurücknehmen, wo ihr bereits zueinander gekommen seid und sie von euch ein starkes Band erhalten haben? 26. Ihr sollt der Frauen keine heiraten, die schon euer Vater geheiratet, es sei denn, es sei bereits geschehen, denn wahrlich, es ist eine Schändlichkeit, eine Gemeinheit, eine üble Weise. 27. Verboten sind euch ferner eure Mütter, eure Töchter und eure Schwestern. Tanten väterlicherseits und Tanten mütterlicherseits, Töchter eines Bruders und Töchter einer Schwester, eure Ammen, die euch gesäugt, eure Milchschwestern, die Mütter eurer Frauen, eure Stieftöchter, die in eurem Schutz, von Frauen, denen ihr schon beigewohnt. Habt ihr ihnen noch nicht beigewohnt, so ist dies kein Vergehen von euch. Ferner die Frauen eurer Söhne, die eurem eignen Rückgrat entstammen, auch nicht zwei Schwestern zusammen, es sei denn, es sei bereits erfolgt, denn wahrlich, Gott ist allvergebend und allbarmherzig. 28. Auch keine Verheirateten unter den Frauen, es sei denn (Sklavinnen), die unter eurer Hand stehen. Eine Vorschrift Gottes für euch. Erlaubt sind euch, außer diesen, die ihr wollt, eurem Vermögen gemäß; verheiratete, keine hurende. Und woran ihr euch durch sie erfreut, dafür setzt ihnen zur Belohnung eine Gabe aus. Jedoch ist es von euch kein Vergehen, was ihr nach der Gabe wählet, denn wahrlich, Gott ist allwissend und allweise. 29. Ist jemand von euch mit seinem Vermögen nicht imstande, gläubige Ehefrauen zu heiraten, so (nehme) er von (Sklavinnen), die unter eurer Hand stehen, von gläubigen Dienerinnen. Und Gott kennt euren Glauben. Ihr seid einer wie der andere, so heiratet sie mit der Erlaubnis ihres Besitzers, und gebt ihnen ihre Belohnung nach Gebühr. Züchtige Frauen und keine hurende, keine, die Liebhaber halten. 30. Wenn sie verheiratet sind und Unzucht begehen, so sei ihnen die Hälfte der Strafe einer freien Ehefrau. Dies für den, der unter euch eine Versündigung fürchtet, enthaltet ihr euch aber, um so besser für euch. Und Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 31. Gott will es euch klarmachen, euch rechtleiten nach Art derer, die vor euch waren, und euch verzeihen. Und Gott ist allwissend und allweise. 32. Gott will, daß er sich euch zuwende, diejenigen aber, die den Begierden folgen, wollen, daß ihr eine weite Abschweifung machet. Gott wünscht, daß es euch leicht werde, denn der Mensch ist schwach erschaffen. 33. O ihr, die ihr glaubt, verschwendet nicht untereinander eure Vermögen in Nutzlosigkeit , es sei denn, ein Handel erfolge zu eurer Zufriedenheit. Tötet euch nicht selber, denn wahrlich, Gott ist euch barmherzig. 34. Wer dies in Frevelhaftigkeit und Ungerechtigkeit tut, den braten wir einst im Fegefeuers; und leicht ist dies für Gott. 35. Wenn ihr euch fernhaltet von schweren Sünden, die verwehrt sind, wollen wir euch eure Missetaten vergeben und euch einen ehrenvollen Eintritt gewähren. 36. Begehret nicht das, womit Gott den einen oder anderen unter euch ausgezeichnet. Den Männern ihr Anteil von dem, was sie erworben, und den Frauen ihr Anteil von dem, was sie erworben. Und bittet Gott seiner Gnade, denn wahrlich, Gott ist aller Dinge wissend. 37. Wir haben einem jeden Angehörige gegeben, (als Erben dessen,) was Eltern und Verwandte hinterlassen; aber auch denen, die ein Eid verbindet , gebt ihren Teil. Wahrlich, Gott ist über alle Dinge Bezeuger. 38. Die Männer stehen für die Frauen ein , weil Gott jene vor diesen ausgezeichnet, und weil sie ihr Vermögen aufwenden. Die Ehrbaren sind gehorsam, ein Geheimnis bewahrend, weil Gott sie bewahrt; diejenigen aber, deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet, vermahnet, verlasset ihr Lager und schlaget sie. Gehorchen sie euch dann, so suchet gegen sie keinen Weg. Wahrlich, Gott ist erhaben und allmächtig. 39. Befürchtet ihr eine Spaltung zwischen ihnen, so entsendet einen Schiedsrichter aus seiner Familie und einen Schiedsrichter aus ihrer Familie; wollen sie dann Frieden halten, Gott wird ihn zwischen ihnen befestigen, denn wahrlich, Gott ist allwissend und allkundig. 40. Dienet Gott und gesellt ihm nichts bei. Zu den Eltern seid lieb, sowie zu Verwandten, Waisen, Armen, dem Nachbar, der nahe ist, und dem Nachbar, der ferne ist, dem Genossen an der Seite, dem Wandrer und zu denen, die unter eurer Hand stehen. Wahrlich, Gott liebt nicht den, der stolz ist und Prahler. 41. Diejenigen, die geizen und die Menschen zum Geiz auffordern, verheimlichen, was Gott ihnen von seinem Überfluß gegeben, – bereitet haben wir den Ungläubigen schändende Pein. 42. Und diejenigen, die ihr Vermögen spenden den Leuten zur Schau, aber nicht an Gott glauben und an den jüngsten Tag. Wer Satan zum Sippen hat, – er hat einen bösen Sippen. 43. Und was täte es ihnen, wenn sie an Gott glauben und an den jüngsten Tag, und von dem spendeten, womit Gott sie versorgt? Und Gott ist ihrer wissend. 44. Wahrlich, Gott übervorteilt nicht um das Gewicht eines Stäubchens; war es Gutes, er verdoppelt es und fügt einerseits großen Lohn hinzu. 45. Wie aber, wenn wir aus allen Völkern Zeugen herbeibringen, auch dich als Zeugen gegen sie auftreten lassen? An jenem Tag werden diejenigen, die ungläubig sind und sich gegen den Gesandten auflehnen, wünschen, daß doch die Erde über sie geebnet werde. Und nicht verheimlichen werden sie vor Gott irgend eine Kunde. 46. O ihr, die ihr glaubt, nahet nicht dem Gebet, wenn ihr trunken seid, bis ihr wisset, was ihr sprechet, auch nicht samenergußbehaftet, es sei denn unterwegs, bis ihr euch gewaschen habt. Und wenn ihr krank seid, oder auf Reisen, oder jemand von euch aus dem Abort kommt, oder ihr Frauen näher berührt habt, und kein Wasser findet, so nehmet feinen Sand und reibet euch damit Gesicht und Hände. Wahrlich, Gott ist vergebend und verzeihend. 47. Siehst du nicht jene, die einen Teil der Schrift empfingen? Sie erkaufen Irrtum und wünschen, daß auch ihr vom Pfad abirret. Aber Gott kennt eure Feinde, und es genügt in Gott einen Beistand zu haben, es genügt in Gott einen Helfer zu haben. 48. Manche von denen, die Juden sind, verdrehen Worte von ihrer richtigen Stelle und sagen: wir hören und verhorchen , oder: höre, ohne zu verstehen, und scheu uns. Verdrehung auf ihrer Zunge und Spott über die Religion. 49. Wollten sie doch sagen: wir hören und gehorchen, oder höre und schau uns. Besser wäre dies für sie gewiß und richtiger. Aber verflucht hat sie Gott ob ihres Unglaubens; sie werden nicht glauben, nur wenige. 50. O ihr, die ihr die Schrift empfangen, glaubet an das, was wir geoffenbaret, zur Bestätigung dessen, was ihr schon habt, bevor wir die Gesichter zerstören und sie rückwärts drehen, oder euch verfluchen, wie wir die Sabbatschänder verflucht . Und was Gott befiehlt, es ist getan. 51. Wahrlich, Gott vergibt nicht, wenn ihm etwas beigestellt wird, außerdem aber vergibt er, wem er will. Wer Gott etwas beigestellt, er hat große Sünde ersonnen. 52. Siehst du nicht jene, die sich selber rein machen? Aber nein, Gott macht rein, wen er will. Sie werden nicht um eine Dattelfaser übervorteilt werden. 53. Schau, wie sie Lüge über Gott ersinnen, genug damit der offenbaren Sünde. 54. Siehst du nicht jene, die einen Teil der Schrift empfingen? Sie glauben an Gjibt und Tagut, doch sagen sie von denen, die ungläubig sind, diese seien des Wegs besser geleitet als diejenigen, die glauben. 55. Sie sind diejenigen, die Gott verflucht hat, und wen Gott verflucht, für den findest du keinen Helfer. 56. Sollte ihnen ein Anteil am (Himmel) reich sein, sie gäben dann andren Menschen nicht (soviel, wie) die Rille im Dattelkern. 57. Beneiden sie denn nicht, die Menschen um das, was Gott ihnen von seinem Überfluß gegeben? Und bereits gaben wir der Familie Abrahams die Schrift und Weisheit, und wir verliehen ihnen mächtige Herrschaft. 58. Unter ihnen mancher, der daran glaubt, und mancher, der sich davon abwendet; doch genügend Feuerglut in der Hölle. 59. Wahrlich, diejenigen, die unsre Verse verleugnen, werden wir im Fegefeuer braten lassen; sooft ihre Haut gar wird, umwechseln wir sie auf eine andre Haut, auf daß sie die Pein kosten. Wahrlich, Gott ist allmächtig und allweise. 60. Diejenigen aber, die glauben und gute Werke üben, werden wir in Gärten führen, darunterhin Ströme fließen, in denen sie ewig weilen und stets. Da sind ihnen unbefleckte Frauen, und wir führen sie in dunkle Schatten. 61. Wahrlich, Gott befiehlt euch, daß ihr Anvertrautes seinem Herrn zurück gebet, daß ihr, wenn ihr unter den Menschen richtet, nach Gerechtigkeit richtet. Siehe, wie schön ist, wozu Gott euch ermahnt. Wahrlich, Gott ist allhörend und allschauend. 62. O ihr, die ihr glaubt, gehorchet Gott, gehorchet den Gesandten und den Befehlshabern unter euch. Streitet ihr über etwas, so bringet es vor Gott und den Gesandten, wenn ihr an Gott glaubt und an den Jüngsten Tag. Dies ist besser und schön zur Entscheidung. 63. Siehst du jene nicht, die vorgeben zu glauben, was dir geoffenbart worden und was vor dir geoffenbart worden? Sie wollen um Recht streiten vor Tagut, und doch ist ihnen befohlen, ihn zu verleugnen. Satan will sie in weite Irreleitung verführen. 64. Und sagt man zu ihnen: Kommt her zu dem, was Gott geoffenbart, und zum Gesandten, – du siehst dann die Heuchler sich von dir abwenden. 65. Was aber, wenn ein Unglück sie trifft ob dem, was ihre Hände vorgewirkt? Dann kommen sie zu dir und schwören bei Gott: Wir wollen nichts als Gutes und Treffliches. 66. Diese sind es, von denen Gott weiß, was in ihren Herzen. Wende dich von ihnen, aber ermahne sie und rede ihnen eindringliche Worte in die Seelen. 67. Wir entsandten einen Gesandten nur deshalb, damit mit dem Willen Gottes ihm gehorcht werde. Möchten sie doch, wenn sie sich versündigt, zu dir kommen und Gott um Verzeihung anflehen, und möchte auch der Gesandte für sie um Verzeihung flehen, ganz gewiß, sie fänden Gott allverzeihend und allbarmherzig. 68. Aber, bei deinem Herrn, sie glauben nicht, bis sie dich gewählt zum Schiedsrichter dessen, was unter ihnen verwickelt ist, und dann in ihrem Innern keinen Unwillen empfinden über das, was du entscheidest, und sich in Ergebung fügen. 69. Hätten wir ihnen vorgeschrieben: tötet euch selber, oder: wandert aus euren Wohnstätten aus, nur wenige von ihnen würden es getan haben. Täten sie aber, wessen sie ermahnt werden, es wäre für sie besser und zu stärkrer Standhaftigkeit. 70. Dann gäben wir ihnen ganz gewiß auch unsererseits herrlichen Lohn und leiteten sie auf den rechten Weg. 71. Und wer Gott gehorcht und dem Gesandten, – sie gehören zu denen, denen Gott huldvoll ist der Propheten, der Gerechten, der Bezeugenden und der Frommen; diese haben herrliche Genossen. 72. Dies ist die Gnade Gottes, es genügt, daß Gott dessen wissend ist. 73. O ihr, die ihr glaubt, habt Vorsicht und zieht (in den Krieg) geschlossen oder scharenweise. 74. Mancher unter euch bleibt zurück, und wenn euch ein Unglück trifft, dann spricht er: Gott war mir gnädig, daß ich nicht mit ihnen anwesend war. 75. Wenn euch aber eine Gnade von Gott trifft, so spricht er sicherlich, obgleich zwischen euch und ihm keine Freundschaft war: O wäre ich doch bei ihnen gewesen, ein großes Glück würde ich davongetragen haben. 76. Aber für den Pfad Gottes kämpfen sollen nur diejenigen, die das Leben hienieden für das zukünftige verkaufen. Und wer für den Pfad Gottes kämpft und getötet wird oder siegt, herrlichen Lohn geben wir ihm dereinst. 77. Was habt ihr, daß ihr nicht kämpfet für den Pfad Gottes, für die Schwachen der Männer, für die Frauen und für die Kinder, die da sprechen: Herr unser, führe uns aus dieser Stadt, deren Bewohner Sünder, und gib uns deinerseits einen Beistand, und gib uns deinerseits einen Helfer. 78. Die glauben, sie kämpfen für den Pfad Gottes, die aber ungläubig sind, sie kämpfen für den Pfad des Tagut. So kämpfet gegen die Freunde Satans, denn wahrlich die List Satans ist schwach. 79. Siehst du nicht jene, denen gesagt wurde: Lasset eure Hände; verrichtet nur das Gebet und entrichtet den Armenbeitrag. Als ihnen aber der Kampf vorgeschrieben wurde, wie man Gott nur fürchtet, oder mit noch stärktet Furcht, und sprach: Herr unser, weshalb hast du uns den Kampf vorgeschrieben, hättest du uns doch bis zum nahen Lebensziel gefristet?! Sprich: der Besitz hienieden ist gering, besser ist das Jenseits für den, der gottesfürchtig ist; ihr sollt nicht um eine Dattelfaser übervorteilt werden. 80. Wo ihr auch seid, der Tod erreicht euch doch und wäret ihr auf hocherbautem Turm. Trifft sie Gutes, so sagen sie: das ist von Gott, trifft sie Böses, so sagen sie: das ist von dir. Sprich: alles ist von Gott. Was ist mit diesem Volk, kaum begreifen sie einen Vorgang? 81. Was dich des Guten traf, es ist von Gott, was dich des Bösen traf, es ist von dir selber. Wir entsandten dich den Menschen zum Gesandten; es genügt, daß Gott Zeuge dessen ist. 82. Wer dem Gesandten gehorcht, er gehorchte, er gehorchte Gott, wer sich abwendet, – wir sandten dich nicht als Wächter über sie. 83. Sie sagen: Gehorsam. So bald sie aber von dir gegangen, ersinnt ein Teil von ihnen andres als du gesagt. Gott aber wird aufzeichnen, was sie ersinnen; du aber wende dich von ihnen und vertrau auf Gott. Es genügt, in Gott einen Vertrauensfreund zu haben. 84. Denken sie nicht nach über den Koran? Wäre er von Gott nicht, ganz gewiß würden sie in ihm viele Widersprüche finden. 85. Wenn ein Gerücht zu ihnen kommt, ob der Sicherheit oder der Furcht, sie machen es bekannt. Brächten sie es doch lieber zum Gesandten und den Befehlshabern unter ihnen, gewiß würden es die wissen, die es unter ihnen ergründen können. Wäre nicht die Huld Gottes über euch und sein Erbarmen, ganz gewiß würdet ihr bis auf wenig Satan gefolgt sein. 86. So kämpfe für den Pfad Gottes; du beschwerst nur dich selbst, aber spome auch die Gläubigen an, vielleicht will Gott niederhalten die Macht derjenigen, die ungläubig sind. Und Gott ist stärker an Macht und stärker an Strafgewalt. 87. Wer eine Vermittlung von Gutem vollbringt, ihm soll ein Teil davon sein, und wer eine Vermittlung von Bösem vollbringt, ihm soll ein Anteil davon sein. Und Gott ist über alle Dinge Pfleger. 88. Wenn ihr mit einem Gruß bedacht werdet, so grüßt mit einem noch schönem oder erwidert ihn. Wahrlich, Gott ist aller Dinge berechnend. 89. Gott, es gibt keinen Gott außer ihm, wird euch ganz gewiß sammeln am Tag der Auferstehung, an dem kein Zweifel ist, und wer ist an Rede wahrhaftiger als Gott? 90. Was ist euch, daß ihr der Heuchler wegen in Parteien seid? Und Gott verstieß sie ob dem, was sie begangen. Wollt ihr rechtleiten, wem Gott irregehen ließ? Wen Gott irregehen läßt, für den findest du keinen Pfad. 91. Sie wünschen, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so daß ihr ihnen gleich werdet. Nehmet von ihnen keine Freunde, bis sie für den Pfad Gottes ausgewandert sind. Wenden sie sich aber ab, so ergreifet sie und tötet sie, wo ihr sie auch findet; und nehmet von ihnen nicht Beistand und nicht Helfer. 92. Ausgenommen diejenigen, die sich zu einem Volk halten, zwischen dem und euch ein Bündnis besteht, oder sie zu euch mit beklommener Brust kommen, daß sie euch bekämpfen sollten oder ihr eignes Volk. Wollte es Gott, ganz gewiß würde er ihnen Macht über euch gegeben haben, und sicher hätten sie euch bekämpft. Wenn sie euch lassen, euch nicht bekämpfen und euch Frieden bieten so hat Gott euch keine Veranlassung gegen sie gegeben. 93. Andre werdet ihr finden, die mit euch vertraut zu sein wünschen und mit ihrem Volk. Sooft sie sich zu einem Aufstand zusammentun, sie sollen darin zusammenbrechen. Wenn sie euch aber nicht lassen, Frieden bieten und ihre Hände zurückhalten, so ergreifet sie und tötet sie, wo ihr sie auch findet; über diese haben wir euch deutliche Macht gegeben. 94. Kein Gläubiger soll einen Gläubigen töten, es sei denn unvorsätzlich. Wer einen Gläubigen unvorsätzlich getötet, dem ist die Befreiung eines gläubigen Sklaven (auferlegt) und eine an seine Angehörigen zu zahlende Geldbuße, es sei denn, sie erlassen es ihm. War (der Getötete) von einem euch feindlichen Volk, er aber gläubig, sodann nur die Befreiung eines gläubigen Sklaven; wer aber von einem Volk, zwischen dem und euch ein Bündnis besteht, sodann eine an seine Angehörigen zu zahlende Geldbuße, auch die Befreiung eines gläubigen Sklaven. Wem dies aber nicht möglich ist, dem (sei auferlegt) ein Fasten von zwei Monaten hintereinander. Eine Buße von Gott; und Gott ist allwissend und allweise. 95. Wer aber einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Vergeltung ist die Hölle, darin er ewig bleibt; Gott zürnt ihm, verflucht ihn und hat für ihn schwere Pein bereitet. 96. O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr für den Pfad Gottes auszieht, seid vorsichtig; sagt nicht zu einem, der euch Frieden bietet: du bist kein Gläubiger, indem ihr einen Gewinn des Lebens hienieden erstrebt; nur bei Gott ist reiche Beute. So waret ihr vorher, aber Gott war gütig gegen euch. Darum seid vorsichtig, denn wahrlich, Gott ist kundig dessen, was ihr tut. 97. Es gleichen nicht die Daheimbleibenden unter den Gläubigen, Gebrechenhafte ausgenommen, den für den Pfad Gottes mit Vermögen und Leben Kämpfenden. Gott bevorzugte die mit Vermögen und Leben Kämpfenden um eine Stufe über die Daheimbleibenden. Allen hat Gott Schönes verheißen, aber die Kämpfenden bevorzugte er vor den Daheimbleibenden mit herrlichem Lohn. 98. Um eine Stufe höher als jene, und Vergebung und Barmherzigkeit; und Gott ist allvergebend und allbarmherzig. 99. Wahrlich, die die Engel hinrafften in ihrer Gottlosigkeit, zu diesen sprachen sie: Was waret ihr? Sie erwiderten: Wir waren Schwache auf Erden. Jene aber sprachen: Ist die Erde Gottes nicht weit genug, daß ihr auswandern konntet? Der Aufenthalt dieser ist die Hölle, böse ist die Hinfahrt. 100. Ausgenommen die Schwachen unter den Männern, die Frauen und die Kinder, die zu einer List nicht imstande sind und auf einen Weg nicht geleitet werden; diesen verzeiht Gott vielleicht, denn Gott ist allvergebend und allverzeihend. 101. Wer für den Pfad Gottes flüchtet, er wird auf Erden genug Zuflucht und Fülle finden. Und wer sein Heim verläßt, zu Gott und seinem Gesandten auswandernd, und der Tod ihn erreicht, bereits ist seine Belohnung bei Gott. Und Gott ist verzeihend und barmherzig. 102. Wenn ihr über das Land ziehet, so ist es von euch kein Vergehen, wenn ihr das Gebet kürzet, sofern ihr fürchtet, die, die ungläubig sind, könnten euch angreifen. Wahrlich, die Ungläubigen sind euch offene Feinde. 103. Wenn du unter ihnen bist und mit ihnen das Gebet verrichtest, so soll ein Teil von ihnen bei dir stehen und die Waffen ergreifen; wenn (die einen) niederfallen, sollen (die andren) hinter euren Rücken sein. Dann komme ein andrer Teil, der noch nicht gebetet, und bete mit dir, (jene) aber sollen zur Vorsicht ihre Waffen ergreifen. Die ungläubig sind, wünschen, daß ihr eure Waffen vernachlässiget und euer Gerät, um über euch mit einem Mal herzufallen. Und es ist kein Vergehen von euch, wenn ihr, falls ihr durch Regen leidet oder krank seid, eure Waffen ableget, aber habet Vorsicht. Wahrlich, Gott hat für die Ungläubigen schändende Strafe bereitet. 104. Habt ihr euer Gebet beendet, dann gedenket Gottes, stehend, sitzend, oder auf der Seite (liegend). Wenn ihr aber sicher seid, verrichtet das Gebet (richtig), denn wahrlich, das Gebet ist für die Gläubigen eine Vorschrift für beständige Zeit. 105. Seid nicht lässig, das (feindliche) Volk anzugreifen, auch wenn ihr dabei leidet, denn auch sie leiden, wie ihr leidet; ihr aber habt von Gott zu erhoffen, was sie nicht zu erhoffen haben. Und Gott ist allwissend und Allweise. 106. Siehe, wir offenbarten dir das Buch in Wahrheit, auf daß du unter den Menschen richtest, wie Gott dir gezeigt. Sei nicht Verfechter der Treulosen, sondern bitte Gott um Vergebung. Wahrlich Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 107. Verteidige nicht diejenigen, die sich selbst betrügen, denn wahrlich, Gott liebt den nicht, der sündhafter Betrüger ist. 108. Sie können sich vor Menschen verborgen halten, nicht aber können sie sich vor Gott verborgen halten. Er ist bei ihnen, wenn sie nachts Rede führen, die ihm nicht gefällt. Gott ist umfassend dessen, was sie tun. 109. Sehet, ihr verteidigt diese im Leben hienieden, wer aber wird sie vor Gott verteidigen am Tag der Auferstehung? Wer wird ihnen Anwalt sein? 110. Wer Böses begangen, seine Seele befrevelt, wenn er darauf Gott um Verzeihung anfleht, er findet Gott verzeihend und barmherzig. 111. Wer eine Sünde begeht, er begeht sie nur gegen seine eigene Seele. Und Gott ist allwissend und allweise. 112. Und wer ein Unrecht begeht oder eine Sünde und sie auf einen Unschuldigen wirft, er hat Verleumdung und offenbare Sünde auf sich geladen. 113. Wäre nicht die Gnade Gottes über dir und sein Erbarmen, ganz gewiß würde ein Teil von ihnen erstrebt haben, dich irre zu leiten. Jedoch nur sich selbst leiten sie irre, dir aber werden sie um nichts schaden. Gott hat dir die Schrift und Weisheit geoffenbart und dich gelehrt, was du nicht wußtest; und groß ist die Gnade Gottes über dir. 114. Nicht Gutes ist in den meisten ihrer heimlichen Reden, es sei denn, jemand ermahnt zu Almosen, Gerechtigkeit oder Wohltun unter den Menschen. Und wer dies tut, das Wohlgefallen Gottes erstrebend, herrlichen Lohn geben wir ihm dereinst. 115. Wer sich aber mit dem Gesandten entzweit, nachdem ihm die Rechtleitung klar geworden, und einen andren Weg folgt als den der Gläubigen, dem lassen wir, was er erstrebt; wir lassen ihn im Fegefeuer braten, schlimm ist die Hinfahrt. 116. Wahrlich, Gott verzeiht nicht, wenn ihm etwas zugestellt wird; außer diesem verzeiht er, wem er will. Wer Gott etwas zugestellt, bereits ist er in einer weiten Irreleitung. 117. Sie rufen außer ihm nur weibliche Wesen an, sie rufen nur den widerspenstigen Satan an. 118. Gott verfluchte ihn, er aber sprach: ja, ich will von deinen Dienern einen bestimmten Teil nehmen und sie irreleiten und (Böses) wünschen lassen; ich werde sie dem Vieh die Ohren abschneiden heißen, die Schöpfung Gottes zu verstümmeln auffordern. Und wer Satan außer Gott zum Beistand nimmt, er ist bereits dem offenbaren Verderben verfallen. 119. Er verheißt ihnen und macht sie wünschen; doch verheißt Satan ihnen nichts als Täuschung. 120. Der Aufenthalt dieser ist die Hölle; kein entkommen aus dieser werden sie finden. 121. Diejenigen aber, die glauben und gute Werke üben, werden wir einst in Gärten führen, darunterhin Ströme fließen, in denen sie ewig weilen und stets. Die Verheißung Gottes in Wahrheit, und wer ist wahrhaftiger als Gott in seinem Ausspruch. 122. Nichts ist es mit euren Wünschen, nichts mit den Wünschen der Schriftleute. Wer Böses tut, dem wird es vergolten; er findet außer Gott keinen Beistand für sich und keinen Helfer. 123. Wer aber der guten Werke übt, von Männern oder Frauen, und gläubig ist, – diese werden in den Garten kommen, sie werden nicht um (soviel, wie) die Rille eines Dattelkerns übervorteilt werden. 124. Wer hat eine schönere Religion als der, der ergeben sein Gesicht Gott zuwendet, liebfromm ist und dem Bekenntnis Abrahams, des Rechtgläubigen, folgt? Und Gott nahm Abraham zum Freund. 125. Gottes ist, was auf den Himmeln ist und was auf Erden, und Gott ist alle Dinge umfassend. 126. Sie werden deine Meinung verlangen über die Frauen. Sprich: Gott verkündet euch über sie, was euch vorgelesen wurde in der Schrift über die weiblichen Waisen, denen ihr nicht gebt, was ihnen vorgeschrieben, und die ihr nicht heiraten wollt, und hinsichtlich der Schwachen unter den Knaben, und was ihr an Gutem tut, wahrlich, Gott ist dessen wissend. 127. Wenn eine Frau von ihrem Ehemann Zwistigkeit befürchtet oder Abneigung, so ist es von ihnen kein Vergehen, wenn sie untereinander Frieden herstellen. Der Friede ist besser. Und die Menschen neigen zum Geiz. Wenn ihr aber gut seid und gottesfürchtig, – wahrlich, Gott ist kundig dessen, was ihr tut. 128. Ihr könnt euren Frauen nicht gleich zugetan sein, wenn ihr es auch begehrtet, immerhin aber zeiget nicht die ganze Zuneigung; lasset sie wie im Zweifel. Und wenn ihr Frieden haltet und gottesfürchtig seid, – wahrlich, Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 129. Wenn sie sich voneinander trennen, so wird ihnen Gott das Ganze seiner Fülle gewähren. Und Gott ist allumfassend und allweise. 130. Gottes ist, was auf den Himmeln ist und was auf Erden. Bereits verpflichteten wir diejenigen, die vor euch die Schrift empfingen, und auch euch, Gott zu fürchten; wenn ihr aber ungläubig seid, wahrlich, Gottes ist, was auf den Himmeln ist und was auf Erden, und Gott ist unbedürftig und des Lobes wert. 131. Gottes ist, was auf den Himmeln ist und was auf Erden, und es genügt, in Gott einen Vertrauensfreund zu haben. 132. Wenn er nur will, er läßt euch verschwinden, ihr Menschen, und bringt andre hervor; Gott ist dessen mächtig. 133. Wer den Lohn hienieden wünscht, – bei Gott ist der Lohn hienieden und jenseits; und Gott ist hörend und schauend. 134. O ihr, die ihr glaubt, seid standhaft bei der Wahrheit als Zeugen Gottes, sei es auch gegen euch selbst, gegen Eltern oder gegen Anverwandte. Mag einer reich sein oder arm, Gott ist beiden nahe. Und folget nicht der Lust, daß ihr gerecht seid. Wenn ihr euch aber drehet oder gegentretet, – wahrlich, Gott ist kundig dessen, was ihr tut. 135. O ihr, die ihr glaubt, glaubet an Gott, an seinen Gesandten, an die Schrift, die er seinem Gesandten geoffenbart, und an die Schrift, die er zuvor geoffenbart. Wer aber Gott verleugnet und seine Engel und seine Schriften und seine Gesandten und den Jüngsten Tag, bereits ist er in einer weiten Irreleitung. 136. Wahrlich, die glaubten und darauf leugneten, dann wiederum glaubten und darauf leugneten, dann an Unglauben zunahmen, nie wird Gott ihnen verzeihen, auf den rechten Weg wird er sie nicht leiten. 137. Verkünde den Heuchlern, ihnen seine qualvolle Strafe (bereitet). 138. Diejenigen, die die Ungläubigen zu Freunden nehmen, die Gläubigen übergehend – suchen sie bei ihnen Macht, wo doch wahrlich alle Macht Gottes ist?! 139. Bereits offenbarte er euch in der Schrift: wann sie auch die Verse Gottes hören, sie leugnen sie, sie verspotten sie. Setzet euch nicht zu ihnen, bis sie andre Reden führen, ihr wäret sonst ihresgleichen. Wahrlich, Gott sammelt die Heuchler und die Ungläubigen allesamt in der Hölle. 140. Diejenigen, die euch auflauern, – wenn euch von Gott ein Sieg wird, sprechen sie: Sind wir denn nicht mit euch? Wenn aber den Ungläubigen Vorteil wird, sprechen sie (zu diesen): Haben wir euch nicht überlegen werden lassen und vor den Gläubigen geschützt? Gott aber wird am Tag der Auferstehung zwischen euch richten. Und nie wird Gott den Ungläubigen eine Gelegenheit wider die Gläubigen geben. 141. Wahrlich, die Heuchler wollen Gott täuschen, aber er täuscht sie. Wenn sie das Gebet verrichten, stehen sie träge und schauen nach den Leuten, und nur wenig denken sie Gottes. 142. Sie schwanken hin und her zwischen beiden, nicht zu diesen und nicht zu jenen. Und wen Gott irregehen läßt, für den findest du keinen Pfad. 143. O ihr, die ihr glaubt, nehmet nicht die Ungläubigen zu Freunden, die Gläubigen übergehend. Wollt ihr denn Gott offenbare Gewalt gegen euch geben? 144. Wahrlich, die Heuchler (kommen) in den tiefsten Grund des Fegefeuers, nie findest du ihnen einen Helfer. 145. Nur diejenigen, die Buße tun und sich bessern, an Gott festhalten und aufrichtigen Glaubens gegen Gott sind, nur diese gehören zu den Gläubigen. Und herrlichen Lohn wird Gott dereinst den Gläubigen geben. 146. Gott wird an euch keine Strafe üben, wenn ihr dankbar seid und gläubig. Und Gott ist anerkennend und allwissend. 147. Gott liebt es nicht, wenn öffentlich böse Rede geführt wird, es sei denn, jemand sei Unrecht geschehen. Und Gott ist allhörend und allwissend. 148. Wenn ihr Gutes verlautbart oder es verheimlicht, oder Böses verzeiht, – wahrlich, Gott ist allverzeihend und allmächtig. 149. Wahrlich, die Gott verleugnen, und seinen Gesandten und zwischen Gott und seinem Gesandten scheiden möchten und sprechen: das eine glauben wir und verleugnen das andre, die einen Weg zwischendurch nehmen wollen. 150. Diese sind in Wahrheit Ungläubige; und schändende Strafe haben wir den Ungläubigen bereitet 151. Diejenigen aber, die an Gott glauben und an seine Gesandten, und zwischen keinem von ihnen unterscheiden, diesen werden wir dereinst ihren Lohn geben, und Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 152. Die Schriftleute werden von dir verlangen, daß du ihnen ein Buch vom Himmel herabbringest. Mehr als dies verlangten sie bereits von Moses, indem sie sprachen: Laß uns Gott deutlich schauen. Da erfaßte sie aber ein Donnergekrach in ihrer Sündhaftigkeit. Alsdann verfertigten sie sich das Kalb, nachdem ihnen deutliche Wunder geworden waren; doch verziehen wir ihnen dies und verliehen Moses offenbare Gewalt. 153. Wir erhoben über sie den Berg, beim Bündnis mit ihnen, und sprachen zu ihnen: Betretet anbetend das Tor. Weiter sprachen wir zu ihnen: Entweihet den Sabbat nicht. Und wir empfingen von ihnen einen festen Vertrag. 154. Ob ihres Brechens des Vertrages, ob ihres Leugnens der Verse Gottes, ob ihres Tötens der Propheten ohne Recht, ob ihres Sagens: unsere Herzen sind unbeschnitten, – ja, versiegelt hat sie Gott in ihrem Unglauben, denn nur wenige glauben. 155. Ob ihres Leugnens und ob ihres schwere Verleumdungen Redens über Maria. 156. Und ob ihres Sagens: wahrlich, wir haben den Messias, Jesus, den Sohn Marias, den Gesandten Gottes, getötet. Jedoch nicht getötet haben sie ihn und nicht gekreuzigt, nur ähnlich schien er ihnen. Aber wahrlich, die darüber streiten, sind darin in einem Zweifel; sie haben hiervon keine Kenntnis und folgen nur einer vorgefaßten Meinung. Wirklich aber haben sie ihn nicht getötet, vielmehr hat Gott ihn zu sich erhoben, denn Gott ist stark und allweise. 157. Und von den Schriftleuten keiner, der vor seinem Tod an ihn nicht glauben wird, am Tag der Auferstehung aber wird er wider sie Bezeuger sein. 158. Ob ihrer Sündhaftigkeit haben wir denen, die Juden sind, Gutes verboten, das ihnen erlaubt war, und weil sie vom Pfad Gottes weit abwichen. 159. Und weil sie Wucher nehmen, was ihnen doch verboten ist, und weil sie das Vermögen anderer Menschen in Frevel verzehren; bereitet haben wir den Ungläubigen unter ihnen qualvolle Strafe. 160. Aber den in der Erkenntnis Standhaften unter ihnen, den Gläubigen, die glauben an das, was dir geoffenbart worden, und was von dir geoffenbart worden, die das Gebet verrichten und den Armenbeitrag entrichten, die an Gott glauben und an den jüngsten Tag, diesen werden wir herrlichen Lohn geben. 161. Wahrlich, wir offenbarten uns dir, wie wir uns Noah offenbarten und den Propheten nach ihm, wie wir uns Abraham, Ismael, Isaak, Jakob, den Stammesvätern, Jesus, Ijob, Jonas, Abron und Salomo offenbarten; und wir inspirierten David die Psalmen. 162. Von manchen Gesandten erzählten wir dir bereits früher, von andren erzählten wir dir aber nichts. Mit Moses sprach Gott mündlich. 163. Gesandte waren Heilverkünder und auch Warner, auf daß die Menschen nach den Gesandten keinen Entschuldigungsgrund vor Gott haben. Und Gott ist allgewaltig und allweise. 164. Aber Gott wird bezeugen, was er dir geoffenbart, daß er es in seiner Weisheit geoffenbart, auch die Engel werden es bezeugen; und Gott genügt als Bezeuger. 165. Wahrlich, die ungläubig sind und vom Pfad Gottes sich abwenden, bereits sind sie in einer weiten Irrung. 166. Wahrlich, die ungläubig sind und freveln, nie wird Gott ihnen verzeihen, nicht rechtleiten wird er sie die Straße. 167. Nur die Straße zur Hölle, darin sie ewig weilen und stets; und dies ist Gott ein Leichtes. 168. O ihr Menschen, bereits kam zu euch der Gesandte mit der Wahrheit von seinem Herrn; so glaubet doch, zu eurem Guten; leugnet ihr aber, – wahrlich, Gottes ist, was auf den Himmeln ist und was auf Erden, und Gott ist allwissend und allweise. 169. O Schriftleute, überschreitet nicht eure Religion und saget von Gott nichts als die Wahrheit. Wahrlich, der Messias, Jesus, der Sohn Marias, ist der Gesandte Gottes und sein Wort, das er getan hat in Maria, und ein Geist von ihm. So glaubet an Gott und an seine Gesandten, und saget nicht: Dreiheit. Lasset dies, euch zum Guten. Wahrlich, Gott ist ein Einheitsgott; erhaben ist er, einen Sohn zu besitzen. Sein ist, was auf den Himmeln ist und was auf Erden, und es genügt, in Gott einen Vertrauensfreund zu haben. 170. Nie weigert sich der Messias, ein Knecht Gottes zu sein, auch nicht die Engel, die nahegestellten. 171. Wer sich seiner Knechtschaft weigert und sich hochmütig widersetzt, – sammeln wird er sie vor sich allesamt. 172. Was die betrifft, die gläubig waren und gute Werke geübt, so wird er ihnen ihre Belohnung gewähren und sie aus seiner Gnadenfülle vermehren, und was die betrifft, die sich weigerten und hochmütig widersetzten, so wird er sie mit qualvoller Pein bestrafen. 173. Und sie finden außer Gott keinen Beistand für sich und keinen Helfer. 174. O ihr Menschen, bereits ist euch ein deutlicher Beweis von eurem Herrn geworden, und wir offenbarten euch klares Licht. Was die betrifft, die an Gott glauben und an ihm festhalten, so wird er sie in seine Barmherzigkeit und Gnade einführen und sie den rechten Weg zu sich leiten. 175. Sie werden weiter deine Meinung verlangen. Sprich: Gott verkündet euch über entfernte Verwandte: wenn ein Mann stirbt und kein Kind hinterläßt, aber eine Schwester hat, so erhalte sie die Hälfte von dem, was er hinterlassen; er aber beerbe sie, wenn sie kein Kind hinterläßt. Sind zwei Schwestern vorhanden, so erhalte sie je ein Drittel von dem, was er hinterlassen; wenn aber auch Brüder, Männer und Frauen, so erhalte ein männlicher (Erbe) einen gleichen Anteil wie zwei weibliche. Gott verdeutlichte es euch, damit ihr nicht irregeht. Und Gott ist aller Dinge wissend.

SURA VOM TISCH (5)

MEDINISCH, AUS 120 VERSEN BESTEHEND

IM NAMEN GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES ALLBARMHERZIGEN. Oihr, die ihr glaubt, haltet eure Vorträge. Freigegeben sind euch die großen Zuchttiere, ausgenommen das genannte; nicht erlaubt ist euch die Jagd, während ihr auf der Wallfahrt seid. Wahrlich, Gott entscheidet, was er will. 2. O ihr, die ihr glaubt, entweihet nicht die heiligen Bräuche Gottes, nicht den heiligen Monat, nicht die Opfertiere und (ihre) Halskette und nicht (verhöhnet) die zum heiligen Haus Pilgernden nach der Gnade von ihrem Herrn und seinem Wohlgefallen. 3. Habt ihr die Wallfahrt vollbracht, dürft ihr jagen. Es soll euch nicht verleiten der Haß der Leute, die euch von der heiligen Anbetungstätte verdrängen, daß ihr ausschreitet. Unterstützet einander zur Frömmigkeit und Gottesfurcht, aber unterstützet einander nicht zur Sünde und Feindschaft. Und fürchtet Gott, denn Gott ist streng in der Bestrafung. 4. Verboten ist euch Verendetes, Blut, Schweinefleisch und das, wobei außer Gott angerufen worden, das Erdrosselte, das Erschlagene, das Gestürzte, das Niedergestoßene und das, was ein Raubtier gefressen, ausgenommen das, was ihr abgeschlachtet und was auf einem Opferstein geschlachtet wurde. Ihr sollt nicht mit Pfeilen losen; dies gilt euch als Frevel am Tag, an dem die verzweifeln werden, die eure Religion verleugnet. Fürchtet sie nicht, aber mich fürchtet. 5. Heute vollendete ich euch eure Religion , vollführte über euch meine Gnade und schenkte euch den Islam zur Religion. Wer aber durch Hunger getrieben wird, ohne eine Sünde begehen zu wollen, wahrlich, Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 6. Sie werden dich fragen, was ihnen erlaubt sei. Sprich: Erlaubt ist euch das Bekömmliche und was ihr von abgerichteten Jagdtieren wißt, die ihr gezähmt, wie Gott euch gelehrt. Esset von dem, was wir euch festhalten und gedenket dabei des Namens Gottes. Und fürchtet Gott, denn wahrlich, Gott ist schnell des Berechnens. 7. Heute ist euch das Bekömmliche erlaubt; auch die Speise derer, die Schrift empfingen, ist euch erlaubt, und eure Speise ist ihnen erlaubt. Ferner auch Ehefrauen von den Gläubigen und Frauen von denen, die vor euch die Schrift empfingen, wenn ihr ihnen ihre Morgengabe gebt; züchtig seiend und nicht hurend und nicht als Geliebte haltend. Und wer den Glauben verleugnet, nichtig ist bereits sein Tun, er ist im Jenseits der Verlorenen einer. 8. O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr euch zum Gebet hinstellt, waschet euch das Gesicht und die Hände bis zum Ellbogen und reibet euch den Kopf und die Füße bis zu den Knöcheln. 9. Wenn ihr flußbehaftet seid, reiniget euch, und wenn ihr krank seid, oder auf Reisen, oder jemand von euch aus dem Abort kommt, oder ihr Frauen näher berührt habt und kein Wasser findet, so nehmet feinen Sand und reibet euch damit Gesicht und Hände. Gott will euch keine Belästigung aufbürden, vielmehr will er euch reinigen und seine Huld über euch vollbringen, auf daß ihr dankbar seid. 10. Gedenket der Huld Gottes über euch und seines Bundes, mit dem er euch verbündet, als ihr sagtet: wir hören und gehorchen. Und fürchtet Gott, denn wahrlich, Gott ist des Inhalts der Busen allwissend. 11. O ihr, die ihr glaubt, seid standhaft gegen Gott als Zeugen der Gerechtigkeit. Es verführe euch nicht der Haß von Leuten, nicht gerecht zu sein. Seid gerecht, dies ist der Gottesfurcht näher. Und fürchtet Gott, denn wahrlich, Gott ist wissend dessen, was ihr tut. 12. Denen, die glauben und gute Werke üben, hat Gott Verzeihung und herrlichen Lohn verheißen. 13. Die aber, die ungläubig waren und unsre Verse leugneten, sie sind Genossen des Feuerpfuhls. 14. O ihr, die ihr glaubt, gedenket der Huld Gottes über euch; als Leute ihre Hände gegen euch ausstrecken wollten, da hielt er ihre Hände von euch zurück. Und fürchtet Gott, und nur auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen. 15. Einst schloß Gott einen Bund mit den Kindern Israels, und wir entsandten aus ihnen zwölf Fürsten. Und Gott sprach: ich bin mit euch; wenn ihr das Gebet verrichtet, den Armenbeitrag entrichtet, an meine Gesandten glaubet und ihnen helfet und Gott ein schönes Darlehen leihet, so will ich ganz gewiß eure Missetaten von euch nehmen und euch in Gärten führen, darunterhin Ströme fließen. Wenn aber jemand von euch nach diesem ungläubig wird, er ist bereits vom rechten Weg abgeirrt. 16. Weil sie aber ihren Bund brachen, verfluchten wir sie und machten ihre Herzen verstockt. Sie verrückten (Schrift)worte von ihren Stellen und vergaßen einen Teil von dem, woran sie ermahnt worden. Du aber höre nicht auf, die Treulosigkeit unter ihnen aufzudecken, bis auf wenige unter ihnen. Verzeihe ihnen und vergib, denn wahrlich, Gott liebt die Liebfrommen. 17. Auch mit manchen von denen, die sagen, sie seien Christen, schlossen wir einen Bund, sie aber vergaßen einen Teil von dem, woran sie ermahnt worden. Darum erregten wir Feindschaft unter ihnen und Haß bis zum Tag der Auferstehung. Dann wird Gott ihnen verkünden, was sie getan. 18. O Schriftleute, bereits ist unser Gesandter zu euch gekommen, der euch vieles verdeutlicht, was ihr der Schrift verberget, vieles aber übergeht. Schon ist euch Licht von Gott gekommen und ein deutliches Buch, womit Gott den, der nach seinem Wohlgefallen strebt, auf die Pfade des Heils leitet. Er wird sie nach seinem Willen aus der Finsternis zum Licht bringen und auf den geraden Weg führen. 19. Die sind bereits ungläubig, die da sagen. Wer vermöchte etwas gegen Gott, wollte er den Messias, den Sohn Marias, vernichten, seine Mutter, und was auf Erden allesamt? 20. Gottes ist die Herrschaft über Himmel und Erde, und was zwischen ihnen. Er schafft, was er will, und Gott ist über alle Dinge mächtig. 21. Da sagen die Juden und die Christen: Wir sind Kinder Gottes und seine Lieblinge. Sprich: Warum denn straft er euch ob eurer Sünden? Nein, ihr seid Fleischwesen unter andren, die er schuf. Er verzieht, wem er will, und er straft, wen er will, denn Gottes ist die Herrschaft über Himmel und Erde, und was zwischen ihnen, und zu ihm ist die Rückkehr. 22. O Schriftleute, bereits ist unser Gesandter zu euch gekommen, der euch die Unterbrechungszeit der Gesandten verdeutlicht, auf daß ihr nicht saget: zu uns kam kein Heilverkünder, kein Ermahner. Nun ist zu euch ein Heilverkünder und Ermahner gekommen. Und Gott ist über alle Dinge mächtig. 23. Dann sprach Moses zu seinem Volk: O mein Volk, gedenket der Huld Gottes über euch, indem er unter euch Propheten eingesetzt und Könige, und euch gegeben, was er keinem der Weltbewohner gegeben. 24. O mein Volk, beziehet das geheiligte Land, das Gott euch verschrieben, und kehrt nicht rückwärts um, ihr stürztet sonst verloren zusammen. 25. Sie sprachen: O Moses, siehe, ein gewaltiges Volk ist darin, wir möchten es nicht beziehen, bis sie vertrieben sind aus diesem; sobald sie aus diesem vertrieben sind, wahrlich, wir wollen es beziehen. 26. Da sprachen zwei Männer von denen, die (Gott) fürchteten, Gott begabte sie mit seiner Huld: Ziehet nur gegen sie in das Stadttor, und wenn ihr es betreten habt, wahrlich, ihr seid Sieger. Und auf Gott vertrauet, wenn ihr Gläubige seid. 27. Sie erwiderten: O Moses, traun, nie betreten wir es, solange jene darin sind. Gehe du und dein Herr und kämpfet; wir aber sind hier verbleibend. 28. Er sprach: O Herr, siehe, ich vermag nur über mich und meinen Bruder, so scheide doch zwischen uns und dem frevelhaften Volk. 29. Da sprach er: Wahrlich, verwehrt bleibe es ihnen vierzig Jahre, umherirren sollen sie auf Erden. Und du betrübe dich nicht über das frevelhafte Volk. 30. Lies ihnen vor die Kunde von den Söhnen Adams in Wahrheit. Als jeder von ihnen ein Opfer darbrachte, da ward es von dem einem angenommen, aber nicht angenommen ward es vom andren. Da sprach dieser: Ich will dich erschlagen. Jener erwiderte: Nur von den Gottesfürchtigen nimmt Gott es an. 31. Wenn du auch deine Hand gegen mich ausstreckest, mich zu erschlagen, ich bin nicht meine Hand ausstreckend, dich zu erschlagen, denn ich fürchte Gott, den Herrn der Weltbewohner. 32. Ich will, daß du dir zuziehest meine Sünden und deine Sünden und seiest der Genossen des Fegefeuers einer, denn dies ist die Vergeltung des Frevler. 33. Sein Trieb aber bestrickte ihn zur Tötung seines Bruders, und er erschlug ihn. Und so war er der Verlorenen einer. 34. Und Gott entsandte einen Raben, der in der Erde wühlte, um ihm zu zeigen, wie er verbergen sollte die Schande seines Bruders. Da sprach er: Wehe mir, bin ich unfähig, gleich diesem Raben zu sein, die Schande meines Bruders zu verbergen? Und so war er der Reuigen einer. 35. Aus diesem Anlaß schreiben wir den Kindern Israels vor: Wenn jemand einen Menschen erschlägt, ohne einen anderen Menschen (zu rächen) oder daß Unheil auf Erden ist, so sei es, als habe er alle Menschen erschlagen, und wenn jemand einem das Leben erhält, so sei es, als habe er allen Menschen das Leben erhalten. 36. Bereits sind unsre Gesandten zu ihnen gekommen mit deutlichen Wundern, und doch sind noch hinterher viele von ihnen Ausschweifende auf Erden. 37. Nur das ist die Vergeltung derer, die Gott bekämpfen und seinen Gesandten und Verderben auf Erden anstreben, daß sie erschlagen werden oder gekreuzigt, oder ihnen Hände und Füße wechselseitig abgeschlagen werden , oder sie aus dem Land verbannt werden. Dies ihnen zur Schmach hienieden und schwere Pein ist ihnen im jenseits. 38. Die ausgenommen, die bereuen, bevor ihr euch ihrer bemächtigt. Und wisset, daß Gott allverzeihend ist und allbarmherzig. 39. O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott, strebet nach Zugehörigkeit zu ihm und streitet für seinen Pfad, auf daß ihr Glück habet. 40. Wahrlich, die ungläubig sind, wenn sie auch alles hätten, was auf Erden, und nochmal soviel dazu, um sich damit am Tag der Auferstehung von der Strafe loszukaufen, es würde von ihnen nicht angenommen werden; und qualvolle Strafe ist ihnen. 41. Sie werden aus dem Fegefeuer entrinnen wollen, aber aus diesem nicht herauskommen; und dauernde Pein ist ihnen. 42. Dem Dieb und der Diebin, schlaget ihnen die Hände ab, als Vergeltung für das, was sie begangen; eine abschreckende Strafe von Gott aus. Und Gott ist allmächtig und allweise. 43. Wer aber nach seiner Missetat bereut und Gutes tut, wahrlich, Gott wendet sich ihm zu, denn Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 44. Weißt du denn nicht, daß Gottes ist die Herrschaft über Himmel und Erde? Er bestraft, wen er will, und Gott ist über alle Dinge mächtig. 45. O du Gesandter, es sollen dich nicht betrüben, die dem Unglauben zueilen, von denen, die mit ihrem Mund sprechen: wir glauben, deren Herzen aber nicht glauben, und von denen, die Juden sind, auf Lügen Horchende, auf andere Leute hörend, die nicht zu dir kommen. Sie verdrehen die Worte von ihrer rechten Stelle und sagen: Empfanget ihr dies, so haltet es, und empfanget ihr es nicht, so seid vorsichtig. Wenn Gott jemandes Verführung wünscht, du wirst für ihn von Gott nichts vermögen. Diejenigen, denen Gott ihre Herzen nicht reinigen will, ihnen ist Schmach hienieden, ihnen ist schwere Pein im Jenseits. 46. Horcher auf Lügen, Fresser von Verbotenem; kommen sie zu dir, du entscheidest zwischen ihnen oder du wendest dich von ihnen. Wenn du dich von ihnen wendest, so werden sie dir um nichts schaden, wenn du aber entscheidest, so entscheide zwischen ihnen nach Gerechtigkeit, denn wahrlich, Gott liebt die Gerechtsinnigen. 47. Wieso aber sollten sie dich zum Richter machen, wo sie doch die Thora haben, worin der Entscheid Gottes ist? Dann wenden sie sich hinterher ab, denn diese sind keine Gläubigen. 48. Siehe, wir haben die Thora offenbart, darin eine Rechtleitung ist und ein Licht; nach dieser richteten die Propheten, die gottergeben waren, den Juden, ebenso die Rabbinen und die Schriftgelehrten, gemäß dem, was ihnen vom Buch Gottes anvertraut wurde, und sie waren Zeugen dessen. So fürchtet nicht die Menschen, sondern mich fürchtet, und erkaufet nicht für meine Verse einen geringen Preis. Und wer nicht richtet danach, was Gott geoffenbart, – diese sind Ungläubige. 49. Wir haben ihnen darin vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr, Zahn um Zahn, für Wunden Vergeltung, und wenn jemand es erläßt, so ist dies seine Sühne. Und wer nicht richtet danach, was Gott geoffenbart, – diese sind Frevler. 50. Wir ließen Jesus, den Sohn Marias, auf ihren Spuren folgen, zur Bestätigung dessen, was von der Thora schon vorhanden war. Wir gaben ihm das Evangelium, darin eine Rechtleitung ist und ein Licht und eine Bestätigung dessen, was von der Thora vorhanden war; eine Rechtleitung und eine Ermahnung für die Gottesfürchtigen. 51. Die Leute des Evangeliums sollen richten danach, was Gott darin geoffenbart. Und wer nicht richtet danach, was Gott geoffenbart, – diese sind Missetäter. 52. Dir aber haben wir das Buch geoffenbart in Wahrheit, zur Bestätigung dessen, was schon in der Schrift vorhanden ist, und darüber Wächter zu sein. Entscheide zwischen ihnen nach dem, was Gott geoffenbart, und folge nicht ihren Wünschen, daß du von der Wahrheit abgehst. Jedem von euch gaben wir Gesetz und Bahn. 53. Wollte es Gott, ganz gewiß würde er euch ein einziges Volk gemacht haben, aber er will euch prüfen durch das, was er euch gegeben. So wetteifert um das Gute, denn zu Gott ist eure Rückkehr allesamt, sodann wird er euch verkünden über das, worüber ihr gestritten. 54. Daß du ihnen aber entscheidest nach dem, was Gott geoffenbart, und nicht folgest ihren Wünschen. Sei vorsichtig vor ihnen, daß sie dich nicht abbringen von einem Teil dessen, was dir Gott geoffenbart. Wenden sie sich ab, so wisse, daß Gott sie ganz gewiß für einen Teil ihrer Sünden treffen will. Wahrlich, viele der Menschen sind Missetäter. 55. Wünschen sie etwa einen Rechtsspruch aus der Heidenzeit ? Und wer ist geeigneter als Gott eines Rechtsspruchs für ein vertrauendes Volk. 56. O ihr, die ihr glaubt, nehmet nicht Juden oder Christen zu Freunden, denn Freunde sind sie nur gegeneinander. Und wer von euch sie als Freunde nimmt, wahrlich, er gehört zu ihnen. Traun, Gott rechtleitet nicht das Volk der Frevler. 57. Und du wirst die sehen, in deren Herzen Schwäche ist, zu jenen eilen und sprechen: Wir fürchten, wir werden von unsrem Geschick betroffen. Vielleicht kommt Gott mit einem Sieg oder einem Befehl von ihm, und es kommt ihnen Reue über das, was sie in ihrem Innern verheimlicht. 58. Und die, die glauben, werden sagen: Sind es die, die bei Gott geschworen, sich um ihren Eid zu bemühen, nur mit euch zu halten? Nichtig sind ihre Werke, sie sind Verlorene. 59. O ihr, die ihr glaubt, wenn jemand von euch von seiner Religion abfällt, – Gott wird ein anderes Volk bringen, das er liebt und das ihn liebt, unterwürfig gegen die Gläubigen und machtvoll gegen die Ungläubigen, die für den Pfad Gottes eifern und den Vorwurf der Tadler nicht fürchten. Das ist die Gnade Gottes, die er gibt, wenn er will. Und Gott ist allumfassend und allweise. 60. Nur Gott ist euer Beistand und sein Gesandter und die da glauben, die das Gebet verrichten, den Armenbeitrag entrichten und sich (vor Gott) verbeugend sind. 61. Und wer Gott zum Freund nimmt und seinen Gesandten und die da glauben, wahrlich, er ist ein Verbündeter Gottes; sie sind die Überwinder. 62. O ihr, die ihr glaubt, nehmet nicht die zu Freunden, die eure Religion zum Gespött machen und zum Hohn, von denen, die vor euch die Schrift empfingen, und von den Ungläubigen. Und fürchtet Gott, wenn ihr Gläubige seid. 63. Und wenn ihr zum Gebet zusammenrufet, sie machen es zum Gespött und zum Hohn. Dies, weil sie Leute sind, die nicht begreifen. 64. Sprich: O ihr Schriftleute, ihr verwerft uns wohl nur deshalb, weil wir an Gott glauben und an das, was uns geoffenbart worden und was früher geoffenbart worden und weil die meisten von euch Missetäter sind? 65. Sprich: Vielleicht soll ich euch Schlimmeres als dies als Belohnung von Gott ankündigen? Den Gott verflucht, über den er zürnt, die er von ihnen zu Affen und Schweinen machte, der dem Tagut dient, diese sind auf einem schlimmen Platz, abgeirrt sind sie vom rechten Weg. 66. Wenn sie zu euch kommen, sprechen sie: Wir glauben. Jedoch mit Unglauben treten sie ein und damit gehen fort. Gott aber weiß, was sie verheimlichen. 67. Du wirst sehen, wie viele von ihnen um Sünde und Feindschaft wetteifern und Verbotenes essen. Wie schlecht ist doch, was sie tun! 68. Wenn die Rabbinen und die Schriftgelehrten ihnen ihre sündhaften Reden und Verbotenes zu essen nicht verwehrt hätten; wie schlecht ist doch, was sie machen. 69. Und die Juden sagen, die Hand Gottes sei gefesselt. Gefesselt aber sind ihre Hände; verflucht seien sie ob dem, was sie sagen. Nein, seine Hände sind ausgebreitet und er spendet, wie er will. Aber sicher wird das, was dir von deinem Herrn geoffenbart worden, bei vielen von ihnen Ungehorsam und Unglauben vermehren. Und wir haben unter sie Feindschaft geworfen und Haß bis zum Tag der Auferstehung. Sooft sie ein Feuer für den Krieg anzündeten, Gott löschte es aus. Sie erstreben Unheil auf Erden, und Gott liebt die Unheilstifter nicht. 70. Wenn aber die Schriftleute glauben wollen und gottesfürchtig sein, sicher verzeihen wir ihnen ihre Missetaten und führen sie in Wonnegärten; und wenn sie die Thora halten und das Evangelium und was ihnen geoffenbart worden von ihrem Herrn, ganz gewiß genießen sie von dem, was über ihnen ist und was unter ihren Füßen. Unter ihnen sind rechtliche Leute, schlecht aber ist, was die meisten von ihnen tun. 71. O du Gesandter, verkünde, was dir von deinem Herrn geoffenbart worden, tust du dies aber nicht, so hast du seine Botschaft nicht verkündet. Gott aber wird dich vor den Menschen schützen. Wahrlich, Gott rechtleitet nicht das Volk der Ungläubigen. 72. Sprich: O ihr Schriftleute, ihr befindet euch auf einem Nichts, bis ihr die Thora haltet und das Evangelium und was euch von eurem Herrn geoffenbart worden. Aber sicher wird das, was dir von deinem Herrn geoffenbart worden, bei vielen von ihnen Ungehorsam und Unglauben vermehren. Doch betrübe dich nicht über das ungläubige Volk. 73. Wahrlich, die da glauben, die Juden sind oder Sabäer oder Christen, wer nur an Gott glaubt und an den Jüngsten Tag und Gutes übt, keine Furcht über sie, sie sollen nicht betrübt sein. 74. Mit den Kindern Israels schlossen wir bereits einen Bund und schickten ihnen Gesandte. Sooft aber Gesandte zu ihnen kamen mit dem, was ihre Seelen nicht begehrten, manche bezichtigten sie der Lüge und manche töteten sie. 75. Sie wähnten, es würde keine Strafe geben, denn blind waren sie und taub. Später wandte Gott sich ihnen zu, doch waren wieder viele von ihnen blind und taub. Und Gott ist schauend dessen, was sie tun. 76. Ungläubig sind ganz gewiß, die da sagen: Wahrlich, Gott ist der Messias, der Sohn Marias. Aber der Messias sprach: O Kinder Israels, verehret nur Gott, meinen Herrn und euren Herrn. Wahrlich, wer Gott jemand zugesellt, dem hat Gott bereits das Paradies verwehrt; sein Aufenthalt ist das Fegefeuer. Und keine Helfer den Frevlern. 77. Ungläubig sind ganz gewiß, die da sagen: Wahrlich, Gott ist der Dritte von Dreien. Aber es gibt keinen Gott als einen einzigen Gott. Und stehen sie nicht ab von dem, was sie sagen, ganz gewiß wird die, die unter ihnen ungläubig sind, qualvolle Pein erfassen. 78. Sollten sie nicht zu Gott umkehren und ihn um Verzeihung anrufen? Und Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 79. Der Messias, der Sohn Marias, ist nichts andres als ein Gesandter, und bereits vor ihm waren Gesandte. Seine Mutter war eine Wahrhaftige, beide aßen Speisen. Schau, wie wir ihnen die Verse verdeutlicht haben, dann schau, wie sie sich abwenden. 80. Sprich: Wollt ihr außer Gott verehren, das euch nicht Schaden und nicht Nutzen zu gewähren vermag? Und Gott ist der Allhörende, der Allwissende. 81. Sprich: O ihr Schriftleute, überschreitet nicht das Recht in eurer Religion außerhalb der Wahrheit, und folget nicht den Wünschen der Leute, die bereits vorher abgeirrt sind und viele irregeleitet haben. Abgeirrt sind sie vom geraden Weg. 82. Verflucht wurden die, die von den Kindern Israels ungläubig sind, auf der Zunge Davids und Jesu, des Sohns Marias. Dies, weil sie widerspenstig waren und ausschreitend. Sie verwehrten einander nicht das Schlechte, das sie begingen. Wie böse ist doch, was sie getan! 83. Du wirst sehen, daß viele von ihnen die zu Freunden nehmen, die ungläubig sind. Wie schlecht ist doch, was ihre Seelen ihnen vorgewirkt haben! Wenn Gott unwillig über sie ist, in Pein bleiben sie ewig. 84. Hätten sie an Gott geglaubt und an den Propheten und an das, was ihm geoffenbart worden, sie würden sie nicht zu Freunden genommen haben. Aber viele von ihnen sind Missetäter. 85. Ganz gewiß wirst du finden, daß die stärkste Feindschaft gegen die, die glauben, unter allen Menschen die Juden und die Götzendiener hegen, und ganz gewiß wirst du finden, daß die Liebe zu denen, die glauben, am nahesten bei denen ist, die sagen, sie seien Christen. Dies deshalb, weil unter ihnen Priester sind und Mönche, und weil sie nicht hochmütig sind. 86. Und wenn sie gehört, was dem Gesandten geoffenbart worden, du wirst ihre Augen von Tränen überfließen sehen ob dem, was sie von der Wahrheit erkannt. Sie sprechen dann. Herr unser, wir glauben, so schreibe uns zu den Bezeugenden. 87. Und was sollte uns (veranlassen), nicht zu glauben an Gott und an das, was uns der Wahrheit gekommen, und zu wünschen, daß unser Herr uns mit der Menge der Rechtschaffenen hereinführen möge? 88. Und Gott belohnte sie, weil sie dies gesagt, mit Gärten, darunterhin Ströme fließen, in denen sie ewig weilen. Dies ist die Vergeltung der Liebfrommen. Die aber, die ungläubig waren und unsre Verse leugneten, diese sind Genossen des Feuerpfuhls. 89. O ihr, die ihr glaubt, verbietet nicht die Annehmlichkeit, die Gott euch erlaubt hat, aber übertretet auch nichts, denn wahrlich, Gott liebt nicht die Uebertreter. 90. Genießet von dem, womit Gott euch versorgt hat, was erlaubt ist und bekömmlich, und fürchtet Gott, an den ihr glaubt. 91. Gott wird euch wegen einer losen Rede in euren Schwüren nicht strafen, aber strafen wird er euch ob dem, wozu ihr euch durch Schwüre verpflichtet habt. Eine Sühne sei die Speisung zehn Armer von dem, was eure Familienangehörigen gewöhnlich speisen, oder ihre Bekleidung, oder die Befreiung eines Sklaven. Wer dies nicht vermag, dem (sei auferlegt) ein Fasten von drei Tagen. Dies zur Sühne für eure (falschen) Schwüre, wenn ihr sie bereits geschworen; aber haltet eure Schwüre. Dies hat Gott euch seiner Verse verdeutlicht, auf daß ihr dankbar seid. 92. O ihr, die ihr glaubt, wahrlich, Wein, Spiel, Bildsäulen und Lospfeile sind Greuel, ein Werk Satans; so meidet sie, auf daß ihr Glück habet. 93. Satan will durch Wein und Spiel nur Feindschaft und Haß unter euch erregen, euch von der Erinnerung an Gott und vom Gebet ablenken. Wollt ihr euch enthalten? Gehorchet Gott, gehorchet dem Gesandten und seid vorsichtig. Wendet ihr euch ab, – wisset aber, daß unsrem Gesandten nur die deutliche Warnung obliegt. 94. Kein Vergeben ist für die, die glauben und gute Werke üben, was sie davon ehemals genossen, wenn sie, nachdem sie nicht gottesfürchtig waren, geglaubt und gute Werke geübt, nunmehr gottesfürchtig sind und glauben, gottesfürchtig sind und liebfromm. Und Gott liebt die Liebfrommen. 95. O ihr, die ihr glaubt, Gott wird euch durch etwas von der Jagd prüfen , das eure Hände erreichen werden und eure Lanzen, damit Gott erkenne, wer ihn im Geheimen fürchtet. Wer aber nach diesem überschreitet, dem ist qualvolle Strafe. 96. O ihr, die ihr glaubt, tötet kein Jagdtier, wenn ihr (wallfahrt) heilig seid. Wenn aber jemand von euch eines vorsätzlich erlegt, so leiste (er) Ersatz, entsprechend dem, was er erlegt hat, vom Hausvieh, worüber zwei Männer von Gerechtigkeit entscheiden sollen, als ein zur Kaaba hingelangendes Opfer; oder eine Sühne sei die Speisung Armer, oder eine Ausgleichung durch Fasten, damit er das Unheil seiner Handlungen koste. Gott vergibt, was bereits geschehen, wer es aber wieder tut, an dem wird Gott es rächen, denn Gott ist allmächtig und rachhaftig. 97. Erlaubt ist euch die Jagd des Meers, und Speise hiervon sei zur Zehrung für euch und für den Reisetrupp. Verboten ist euch nur die Jagd des Festlands, solange ihr (wallfahrt) heilig seid. Und fürchtet Gott, zu dem ihr einst versammelt werdet. 98. Gott machte die Kaaba, das heilige Haus, zum Asyl für die Menschen, auch den heiligen Monat und das Opfer samt der Halskette . Dies, damit ihr wisset, daß Gott weiß, was auf Himmeln ist und was auf Erden, und daß Gott jedes Dinges wissend ist. Wisset, daß Gott streng ist in der Bestrafung, aber daß Gott auch allverzeihend ist und allbarmherzig. 99. Dem Gesandten liegt die Warnung ob, und Gott weiß, was ihr kundtut und was ihr verheimlicht. 100. Sprich: Das Böse und das Gute gleichen einander nicht, und sollte dir auch die Menge des Bösen gefallen. So fürchtet Gott, o Leute vernünftigen Herzens, auf daß ihr Glück habet. 101. O ihr, die ihr glaubt, fraget nicht nach Dingen, die euch nur wehe tun, wenn sie euch klargemacht werden; fraget ihr aber nach diesen zur Zeit, wo der Koran geoffenbart ist, sie werden euch klar gemacht; Gott verzeiht euch, denn Gott ist allverzeihend und sanftmütig. Bereits fragten vor euch Leute danach, darauf aber waren sie hierin Ungläubige. 102. Nicht äußerte Gott von Bachira noch von Saiba auch nicht von Vassila und nicht von Chami; aber die ungläubig sind, dichten Gott Lügen an. Und die meisten ihrer begreifen nicht. 103. Und wenn ihnen gesagt wird. kommt her zu dem, was Gott geoffenbart, und zu seinem Gesandten, so erwidern sie: uns genügt das, wobei wir unsre Väter fanden. Was aber, wenn ihre Väter nichts wußten und nicht gerechtleitet waren? 104. O ihr, die ihr glaubt, auf euch (die Obhut) eurer Seelen, daß euch nicht schädige, wer irregeht, wenn ihr gerechtleitet seid. Zu Gott ist eure Rückkehr allesamt, und er wird euch verkünden, womit ihr euch befaßt habt. 105. O ihr, die ihr glaubt, eine Zeugenschaft erfolge unter euch, wenn an jemand von euch der Tod herantritt, zur Zeit der letztwilligen Verfügung, durch zwei Leute von Gerechtigkeit aus eurer Mitte; auch durch andre, die nicht zu euch gehören, wenn ihr im Land umherzieht und ein Todesunfall euch trifft. Sperret sie beide nach dem Gebet ein, wenn ihr ihnen mißtraut, und sie sollen bei Gott schwören: Wir werden dafür keinen Gewinn erkaufen, und gälte es auch einem Nächsten, und wir werden das Zeugnis Gottes nicht verheimlichen, denn wahrlich, wir würden dann der Sünder sein. 106. Wenn aber von diesen beiden kund wird, daß sie einer Sünde fähig sind, so sollen an ihre Stelle zwei andre treten, deren Verwandschaft bekannt ist, und bei Gott schwören: Traun, unsre Zeugenschaft ist wahrhafter als die Zeugenschaft jener; wir werden nicht rechtswidrig handeln, wir würden dann der Frevler sein. 107. So ist es naheliegender, daß jene mit ihrem Zeugnis in ihrer Gegenwart hervortreten, oder sie fürchten, nach ihrem Eid könnte ein Gegeneid geleistet werden. Und fürchtet Gott und höret auf ihn, denn Gott rechtleitet nicht die Menge der Missetäter. 108. An jenem Tag wird Gott die Gesandten versammeln und zu ihnen sprechen: Was wurde euch geantwortet? Sie erwidern: Uns ist keine Kenntnis dessen, du aber bist Wisser der Geheimnisse. 109. Dann spricht Gott: 0 Jesus, Sohn Marias, gedenke meiner Huld über dir und deiner Mutter, wie ich dich mit dem heiligen Geist gestärkt, daß du in der Wiege zu den Menschen redetest und im Mannesalter. 110. Wie ich dich die Schrift lehrte und die Weisheit und die Thora und das Evangelium. Wie du nach meinem Willen aus Ton das Gebild eines Vogels fertigtest und hineinhauchtest, worauf es mit meinem Willen ein (wirklicher) Vogel ward. Wie du mit meinem Willen einen Blindgeborenen heiltest und einen Aussätzigen. Wie du mit meinem Willen Tote auferstehen ließest. Wie ich die Kinder Israels von dir abwehrte, als du zu ihnen mit deutlichen Wundem kamest und die Ungläubigen unter ihnen sagten, dies sei nicht als offenbare Zauberei. 111. Wie ich die Apostel inspirierte, an mich zu glauben und an meinen Gesandten, und sie dann sprachen: wir glauben; bezeuge von uns, daß wir ergebene Gottbekenner sind. 112. Dann sprachen die Apostel: O Jesus, Sohn Marias, vermag dein Herr uns einen Tisch vom Himmel herabzusenden? Er erwiderte: Fürchtet Gott, wenn ihr Gläubige seid. 113. Sie sprachen: Wir wollen von diesem essen, daß sich unsre Herzen beruhigen, damit wir wissen, daß du uns die Wahrheit gesagt, und damit wir Zeugen dessen sein. 114. Da sprach Jesus, der Sohn Marias: O Gott, Herr unser, sende uns einen Tisch vom Himmel hernieder, daß uns ein Fest sei, dem ersten unter uns und dem letzten, und ein Zeichen von dir. Und versorge uns, denn du bist der Beste der Versorger. 115. Und Gott sprach: Siehe, ich will ihn euch niedersenden; wer aber von euch hernach leugnet, wahrlich, ich strafe ihn eine Strafe, mit der ich keinen der Weltbewohner strafe. 116. Gott sprach: 0 Jesus, Sohn Marias, hast du den Menschen gesagt: nehmet mich und meine Mutter als zwei Götter neben Gott? Er erwiderte: Preis dir, es steht mir zu sagen nicht zu, was mir nicht Wahrheit ist. Hätte ich dies gesagt, du wüßtest es bereits. Du weißt, was in meiner Seele, ich aber weiß nicht, was in deiner Seele; wahrlich, du bist Wisser der Geheimnisse. 117. Nichts sagte ich ihnen als das, was du mich beauftragtest: dienet Gott, meinem Herrn und eurem Herrn. Und ich war Zeuge über sie, solange ich unter ihnen war, nun du mich hingenommen, bist du Wächter über sie; und du bist aller Dinge Zeuge. 118. Bestrafst du sie, so sind sie deine Knechte, verzeihst du ihnen, so bist du der Allmächtige, der Allweise. 119. Und Gott sprach: Dies ist der Tag, an dem nützen soll den Gerechten ihre Gerechtigkeit; ihnen sind Gärten, darunterhin Ströme fließen, in denen sie ewig weilen und stets. Wohlgefallen hat Gott an ihnen, und Wohlgefallen haben sie an ihm; dies ist ein herrliches Glück. 120. Gottes ist die Herrschaft über Himmel und Erde und was in ihnen, und er ist über alle Dinge mächtig.

SURA VOM HAUSVIEH (6)

MEKKANISCH, AUS 165 VERSEN BESTEHEND

IM NAMEN GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES ALLBARMHERZIGEN. Preis Gott, der die Himmel und die Erde gebildet, Finsternis und Licht gemacht; aber die ungläubig sind, setzten ihrem Herrn andres gleich. 2. Er ist es, der euch aus Erde gebildet und euch sodann ein Ziel gesetzt, ein bei ihm vorgezeichnetes Ziel, – ihr aber zweifelt noch! 3. Er ist Gott auf Himmeln und auf Erden, er kennt eure Verborgenheit und eure Kundtuung, er weiß, was ihr begehet. 4. Noch ist ihnen kein Zeichen geworden von den Zeichen ihres Herrn, ohne daß sie sich davon abgewandt. 5. Nun hießen sie die Wahrheit eine Lüge, als sie ihnen geworden, aber Kunde wird ihnen kommen über das, worüber sie spotten. 6. Sehen sie denn nicht, wieviel wir vernichtet haben der Geschlechter vor ihnen? Wir hatten sie auf Erden gefestigt, wie wir euch nicht festigen; aber wir ließen den Himmel über sie einen Regenguß niedersenden und Ströme unter ihnen fließen, und so vernichteten wir sie ob ihrer Sünden und ließen nach ihnen ein andres Geschlecht entstehen. 7. Und wenn wir dir auch ein Buch aus Papier herniedergesandt und sie es mit ihren Händen befühlt hätten, ganz bestimmt würden die, die ungläubig sind, gesagt haben, es sei nicht als offenbare Zauberei. 8. Und sie sprachen: Wenn ihm nicht ein Engel herabgesandt wird. Aber hätten wir einen Engel herabgesandt, die Sache wäre entschieden, sie würden darauf nicht gefristet haben. 9. Und hätten wir einen Engel erscheinen lassen, ganz gewiß ließen wir ihn in Mannesgestalt erscheinen und bekleideten ihn, wie sie sich kleiden. 10. Bereits verspotteten sie die Gesandten vor dir, aber die unter ihnen, die spotteten, umfing das, worüber sie gespottet. 11. Sprich: Wandert doch über die Erde und schauet, wie war der Enderfolg der Verleugner. 12. Sprich: Wessen ist, was auf Himmeln und Erden? Sprich: Gottes. Er schrieb sich selber Barmherzigkeit vor, und versammeln wird er euch ganz gewiß am Tag der Auferstehung, an dem kein Zweifel ist. Die sich selber vernichten, sie glauben nicht. 13. Ihm, was nachts und tags erteilt, er ist der Allhörende, der Allwissende. 14. Sprich: Soll ich einen andren als Gott zum Beistand nehmen? Er ist Schöpfer der Himmel und Erde, er ernährt und ißt nicht selber. Sprich: Wahrlich, mir ist befohlen, daß ich der erste sei, der gottergeben ist: daß du nicht seiest der Götzendiener einer. 15. Sprich: Wahrlich, ich würde, wenn ich mich gegen meinen Herrn auflehnte, die Strafe des großen Tags fürchten. 16. Wer an diesem Tag davor bewahrt wird, dessen erbarmte er sich bereits ; dies ist ein offenbares Glück. 17. Wenn Gott dich Unglück treffen läßt, so gibt es dafür keinen Abwender außer ihm, und wenn er dich Gutes treffen läßt, so ist er über alle Dinge mächtig. 18. Er ist der Machtherr über seine Diener, er ist der Allweise, der Allkundige. 19. Sprich: Welches der Dinge ist das gewichtigste Zeugnis? Sprich: Gott ist Zeuge zwischen mir und euch. Und dieser Koran ward mir geoffenbart, damit ich durch ihn euch warne und den er erreicht. Wollt ihr denn wirklich bezeugen, daß es neben Gott noch andre Götter gebe? Sprich: Ich bezeuge es nicht. Sprich: Nur ein einziger Gott ist er, und ich bin frei von dem, was ihr ihm zugesellt. 20. Diejenigen, denen wir die Schrift gegeben, kennen ihn, wie sie ihre Kinder kennen. Die sich selber vernichten, sie glauben nicht. 21. Wer ist frevelhafter als der, der über Gott Lüge ersinnt oder seine Verse als lügenhaft bezeichnet? Wahrlich, die Frevler werden kein Glück haben. 22. An jenem Tag werden wir sie alle versammeln und zu denen, die Gott Wesen zugesellten, sprechen: Wo sind nun eure Götzen, die ihr wähntet? 23. Dann wird aus ihrer Verführung nichts weiter bleiben, als daß sie sagen werden: Bei Gott, unsrem Herrn, wir waren keine Götzendiener. 24. Schau, wie sie sich selbst belügen; verirrt hat sich von ihnen, was sie sich ersonnen. 25. Unter ihnen manche, die auf dich hören wollen, aber wir legten Decken über ihre Herzen, daß sie es nicht einsehen, und Schwerhörigkeit in ihre Ohren. Und wenn sie auch alle Verse sehen, sie glauben doch nicht an diese, bis sie sogar zu dir kommen und dich bekämpfen. Die, die ungläubig sind, werden sagen. dies seien nichts als altväterliche Fabeln. 26. Sie halten (andre) davon zurück und bleiben dem selber fern. Aber wenn sie auch nur sich selbst vernichten, sie verstehen es doch nicht. 27. Wenn du nur sehen würdest, wie sie vor das Fegefeuer gestellt werden und dann sprechen: O wenn wir doch zurückgebracht würden! Wir würden die Verse unsres Herrn nicht als lügenhaft bezeichnen, wir würden der Gläubigen sein. 28. Nein, es erscheint ihnen nur, was sie früher verheimlichten; würden sie zurückgebracht werden, ganz gewiß würden sie zurückkehren zu dem, dem sie fernbleiben sollten, denn sie sind ja Lügner. 29. Und sie sagen: Es gibt nur unser Leben hienieden, wir sind keine Auferstehenden. 30. Wenn du nur sehen würdest, wie sie vor ihren Herrn gestellt werden, der sprechen wird: Ist dies nicht in Wahrheit? Sie werden erwidern: Gewiß, bei unsrem Herrn. Er wird dann sprechen: Kostet nun die Pein, weil ihr geleugnet. 31. Verloren sind bereits diejenigen, die die Begegnung mit Gott als lügenhaft bezeichnen, bis die Stunde sie plötzlich erreicht. Sie sprechen dann: O wehe uns ob dem, was wir vernachlässigt haben. Und sie werden ihre Sündenlast auf ihren Rücken tragen. Ist es nicht schlimm, womit sie beladen sind? 32. Nichts ist das Leben hienieden als Spiel und Getändel; besser ist die Wohnung im Jenseits für diejenigen, die gottesfürchtig sind. Begreift ihr dies nicht? 33. Wir wissen wohl, dich betrügt, was sie sagen; aber nicht dich bezeichnen sie als lügenhaft, die Frevler verleugnen vielmehr die Verse Gottes. 34. Bereits wurden Gesandte vor dir lügenhaft gescholten, aber sie waren geduldig, wenn sie auch als lügenhaft gescholten und beleidigt wurden, bis unsre Hilfe ihnen kam. Es gibt keinen Wandler der Worte Gottes, und Kunde kam dir bereits von den Gesandten. 35. Und wenn dir schwer wird ihr Widerstand, daß du streben könntest nach einem Loch in der Erde oder einer Leiter zum Himmel, um ihnen ein Zeichen zu holen, – aber wollte es Gott, er würde sie ganz gewiß zur Rechtleitung versammelt haben. Du aber sei nicht der Törichten einer. 36. Erhören wird er nur diejenigen, die gehorchen. Die Toten aber wird Gott erwecken, und zurückgebracht werden sie dann zu ihm. 37. Und sie sagen: Wenn ihm nicht ein Zeichen von seinem Herrn herabgesandt wird. Sprich: Wahrlich, Gott ist auch mächtig, ein Zeichen herabzusenden; aber die meisten ihrer wissen es nicht. 38. Es gibt kein Tier auf Erden, keinen Vogel, der mit seinen Flügeln dahinfliegt, der nicht euresgleichen an Art wäre . Wir ließen in der Schrift nichts fort. Dann werden sie zu ihrem Herrn versammelt werden. 39. Aber diejenigen, die unsre Verse als lügenhaft bezeichnen, sind taub und stumm, in Finsternis. Den Gott, führt er irre, und den er will, bringt er auf den rechten Weg. 40. Sprich: Was meint ihr, wenn nun die Strafe Gottes über euch kommt oder die Stunde euch erreicht, werdet ihr dann jemand außer Gott anrufen, – wenn ihr wahrhaftig seid? 41. Nein, ihn ruft ihr an, und er wendet ab, weswegen ihr anruft, wenn er will. Ihr aber werdet vergessen, was ihr ihm zugestellt habt. 42. Schon vor dir sandten wir an Völker und straften sie mit Not und Drangsal, auf daß sie sich demütigen. 43. Hätten sie sich doch, als ihnen unsre Strafe kam, gedemütigt! Aber verstockt waren ihre Herzen, Satan machte ihnen wohlgefällig, was sie getan. 44. Und als sie vergessen hatten, woran sie ermahnt worden waren, öffneten wir ihnen die Pforten aller Dinge, bis sie sich erfreuten dessen, was sie empfingen; sodann erfaßten wir sie plötzlich, und sie waren verzagt. 45. Ausgerottet wurde der Rest des Volks, das gefrevelt, und Preis Gott, dem Herrn der Weltbewohner. 46. Sprich: Was meint ihr, wenn euch Gott Gehör nähme und Gesicht und eure Herzen versiegelte, – wer außer Gott wäre ein Gott, der es euch wiedergeben könnte? Schau, wie mannigfach wir die Zeichen wenden, darauf aber kehren sie sich ab. 47. Sprich: Was meint ihr, wenn nun die Strafe Gottes über euch kommt, plötzlich oder bekannt, wer anders geht unter als das Volk der Frevler? 48. Wir senden die Gesandten nur als Heilverkünder und als Ermahner; wer glaubt und rechtschaffen ist – keine Furcht über sie, sie sollen nicht betrübt sein. 49. Die aber, die unsre Verse als lügenhaft bezeichnen, wird die Strafe treffen, weil sie ruchlos waren. 50. Sprich: Ich sage euch nicht, die Schätze Gottes seien bei mir, noch kenne ich das Verborgene, noch sage ich euch, ich sei ein Engel. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird. Sprich: Gleichen denn ein Blinder und ein Schauender einander? Wollt ihr nicht nachdenken? 51. Ermahne hiermit diejenigen, die sich davor fürchten, daß sie vor ihren Herrn versammelt werden: Kein Beistand ist ihnen außer ihm und kein Fürbitter; daß sie doch gottesfürchtig seien. 52. Treibe nicht die fort, die ihren Herrn anrufen am Morgen und am Abend, nach seinem Antlitz wünschend. Dir liegt nichts von ihrer Rechenschaft ob, ihnen liegt nichts von deiner Rechenschaft ob. Treibst du sie fort, so bist du der Frevler einer. 53. Und so prüfen wir die einen durch die andren, daß sie sagen: Sind diese, denen Gott gnädig ist, aus unsrer Mitte? Kennt Gott die Dankbaren nicht? 54. Und wenn zu dir die kommen, die an unsre Verse glauben, so sprich: Friede sei mit euch. Euer Herr hat sich selber Barmherzigkeit vorgeschrieben: Wenn jemand von euch Böses getan aus Unwissenheit und sich darauf bekehrt und bessert, so ist er allverzeihend und allbarmherzig. 55. Und so haben wir die Verse dargelegt, daß klar werde der Weg der Sünder. 56. Sprich: Mir ist es untersagt, die zu verehren, die ihr außer Gott anrufet. Sprich: Ich folge nicht euren Gelüsten; ich würde dann irregehen, ich würde nicht von den Gerechtleiteten sein. 57. Sprich: Ich (berufe mich) auf die klaren Beweise meines Herrn, ihr aber nennet sie lügenhaft. Nicht in meiner (Macht) ist es, was ihr beschleunigen wollt. Der Richtspruch ist nur bei Gott; er wird die Wahrheit entscheiden, und er ist der beste Entscheider. 58. Sprich: Wäre es in meiner (Macht), was ihr beschleunigen wollt, ganz gewiß wäre die Angelegenheit zwischen mir und euch entschieden. Und Gott kennt die Frevler. 59. Bei ihm sind die Schlüssel des Geheimnisses, nur er kennt sie. Er weiß, was auf dem Festland ist und was im Meer. Kein Blättchen fällt, ohne daß er es wüßte, kein Körnlein in der Erde Finsternis, kein Grünes und kein Dürres, das nicht im deutlichen Buch wäre. 60. Er ist es, der euch in der Nacht hinnimmt, er weiß, was ihr am Tag verübt. Erwecken wird er euch, wenn beendet ist die bestimmte Frist. Dann erfolgt eure Rückkehr zu ihm, dann wird er euch verkünden, womit ihr euch befaßtet. 61. Er ist der Machtherr über seine Diener. Er sendet Wächter über euch, bis der Tod an eurer einen herantritt; unsre Boten nehmen ihn hin, und sie säumen nicht. 62. Zurückgebracht sind sie dann zu Gott ihrem Herrn in Wahrheit. Ist nicht sein der Rechtsspruch? Und er ist der schnellste Rechner. 63. Sprich: Wer errettet euch aus den Finsternissen auf dem Festland und im Meer, wenn ihr ihn unterwürfig im Geheimen anrufet: Wenn du uns aus diesem errettest, ganz gewiß werden wir von den Dankbaren sein? 64. Sprich: Gott ist es, der euch hiervon errettet und aus jeder Not. Dann gesellt ihr ihm Götter bei! 65. Sprich: Er ist imstande, über euch ein Strafgericht zu entsenden von oben her oder von unter euren Füßen, oder euch durch Spaltungen zu verwirren, oder die einen durch die andren Übles kosten zu lassen. Schau, wie mannigfach wir die Zeichen wenden, auf daß sie doch einsehen. 66. Aber als lügenhaft bezeichnete es dein Volk, und es ist die Wahrheit. Sprich: Ich bin nicht mehr Vogt über euch. Jeder Kunde ihre festgesetzte Zeit, einst werdet ihr es erfahren. 67. Wenn du die siehst, die über unsre Verse töricht reden, so wende dich von ihnen ab, bis sie über andres als dieses reden. Und sollte Satan dich dies vergessen lassen, du sitze nach der Ermahnung nicht mit dem Volk der Frevler. 68. Denen, die gottesfürchtig sind, liegt keine Rechenschaft über jene ob, aber Ermahnung, vielleicht, daß sie gottesfürchtig werden. 69. Verlasse die, die ihre Religion zum Spiel machen und Getändel, die betört hat das Leben hienieden; ermahne dadurch, daß wenn eine Seele ob dem, was sie begangen, dem Verderben preisgegeben ist, sie außer Gott keinen Beistand hat und keinen Fürbitter; und wenn sie auch jedes Lösegeld bringt, es wird von ihr doch nicht angenommen. Diese sind es, die dem Verderben preisgegeben sind ob dem, was sie begangen. Ein Getränk siedenden Wassers ist ihnen und qualvolle Pein, dieweil sie ungläubig waren. 70. Sprich: Sollen wir denn was andres als Gott anrufen, das uns nicht nützt und nicht schadet, und in unsre Fußtapfen zurückkehren, nachdem Gott uns gerechtleitet, wie der, den die Satane verführt, der nun auf Erden umherirrt? Auch ihm sind Genossen die ihn zur Rechtleitung anrufen: Komm zu uns. Sprich: Wahrlich, die Rechtleitung Gottes ist die Rechtleitung. Uns ist geboten, ganz ergeben zu sein dem Herrn der Weltbewohner. 71. Das Gebet zu verrichten und ihn zu fürchten. Er ist es, zu dem ihr einst versammelt werdet. 72. Er ist es der die Himmel geschaffen und die Erde in Wahrheit. Und am Tag da er spricht: es werde, wird es. 73. Sein Wort ist die Wahrheit. Sein ist die Herrschaft am Tag, an dem in die Posaune wird geblasen werden. Er ist Wisser des Verborgenen und des Sichtbaren; er, der Allweise. der Allkundige. 74. Dann sprach Abraham zu seinem Vater Azer : Nimmst du Bilder an zu Göttern? Wahrlich, ich sehe dich und dein Volk in offenbarer Irrung. 75. Und so zeigten wir Abraham das Reich der Himmel und der Erde, auf daß er sei der Vertrauender einer. 76. Als die Nacht ihn hüllte und er einen Stern erblickte, das sprach er: Das ist mein Herr. Als dieser aber unterging, sprach er: Ich liebe die Untergehenden nicht. 77. Als er dann den aufgehenden Mond sah, sprach er: Das ist mein Herr. Doch als dieser unterging, sprach er: Rechtleitet mich mein Herr nicht, ganz gewiß werde ich sein der irrende Menge einer. 78. Und als er die aufgehende Sonne sah, sprach er: Das ist mein Herr, das ist größer. Als sie aber unterging, sprach er: O mein Volk, ich bin frei von dem, was ihr Gott zugesellt. 79. Wahrlich, ich wandte mein Gesicht zu dem, der die Himmel geschaffen und die Erde; rechtgläubig, ich bin nicht der Götzendiener einer. 80. Und sein Volk bestritt ihn, er aber sprach: Wollt ihr mit mir über Gott streiten, da er mich bereits gerecht leitet? Ich fürchte nicht das, was ihr ihm beigesellt, es sei denn, mein Herr wünscht es. Allumfassend ist mein Herr in der Kenntnis aller Dinge. Wollt ihr es nicht bedenken? 81. Und wie sollte ich das fürchten, was ihr ihm beigesellt, wo ihr nicht fürchtet, Gott etwas beizugesellen, wozu er euch keine Macht zukommen ließ. Wer von beiden Teilen hat mehr Recht, sicher zu sein, wenn ihr es wisset? 82. Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht in Frevel hüllen, ihnen ist Sicherheit, sie sind gerechtleitet. 83. Dies ist unser Rechtsbeweis, den wir Abraham seinem Volk gegenüber gaben. Wir erhöhen um Stufen, wen wir wollen. Wahrlich, dein Herr ist allweise und allwissend. 84. Wir schenkten ihm den Isaak und den Jakob, die wir beide rechtleiteten. Vorher hatten wir Noah gerechtleitet, und von seiner Nachkommenschaft David und Salomo und Ijob und Joseph und Moses und Ahron. So belohnen wir die Liebfrommen. 85. Auch Zacharias und Johannes und Jesus und Elias, sie alle waren der Rechtschaffenen. 86. Und Ismael und Elisa und Jonas und Lot, alle bevorzugten wir vor allen andren Weltbewohnern. 87. Und von ihren Vorfahren, ihrer Nachkommenschaft und ihren Brüdern; wir erwählten sie und leiteten sie auf den rechten Weg. 88. Das ist die Rechtleitung Gottes womit er leitet, wen er seiner Diener wünscht. Und hätten sie ihm Wesen beigesellt, sicherlich nichtig wäre, was ist gewirkt. 89. Sie sind es, denen wir die Schrift gegeben und die Weisheit und die Prophetie; aber sollten diese sie verleugnen, so haben wir bereits damit ein Volk betraut, das hierin nicht ungläubig sein wird. 90. Diese sind es, die Gott gerechtleitet und ihrer Rechtleitung folgen. Sprich: Ich verlange von euch dafür keine Belohnung; dies ist nicht als eine Ermahnung für die Weltbewohner. 91. Sie schätzen Gott nicht seiner richtigen Macht, wenn sie sagen, nie habe Gott einem Fleischwesen etwas geoffenbart. Sprich: Wer offenbarte das Buch, mit dem Moses kam, ein Licht und eine Rechtleitung für die Menschen, das ihr zu Papier bringt und manches bekannt gebt und manches verheimlicht, wodurch euch gelehrt worden ist, was ihr nicht wußtet und nicht eure Väter? Sprich: Gott. Dann laß sie in ihrem törichten Gerede geifern. 92. Dieses Buch, das wir geoffenbart, das gesegnete, ist eine Bestätigung dessen, was bereits vorhanden, daß du ermahnest die Mutterstadt , und was sie umgibt. Und die an das Jenseits glauben, die werden an dieses glauben, und auf ihr Gebet werden sie sorgsam achten. 93. Und wer ist frevelhafter als der, der über Gott Lüge erdichtet? Oder sagt: Mir ward geoffenbart, und nichts ist ihm geoffenbart worden. Oder sagt: Ich werde dergleichen offenbaren, was Gott geoffenbart. Sähest du doch die Frevler in der Todeverwirrung, wenn die Engel ihre Hände austrecken: lasset aus eure Seelen. Heute werdet ihr mit Strafe der Schmach belohnt, dieweil ihr über Gott Unwahres geredet und gegen seine Verse hoffärtig waret. 94. Nun seid ihr zu uns bar gekommen, wie wir euch zuerst geschaffen, und ließet eurem Rücken das zurück, womit wir euch begünstigt. Auch sehen wir bei euch nicht eure Fürsprecher, von denen ihr wähntet, sie sahen unter euch Genossen Gottes. Getrennt ist nun zwischen euch, geschwunden ist von euch, was ihr wähntet. 95. Wahrlich, Gott ist der Hervorbringer der Samenkorns und des Dattelkerns, er läßt Lebendes aus Totem entstehen und bringt Totes aus Lebendem hervor. Das ist euch Gott, wieso laßt ihr euch täuschen? 96. Er ist Hervorbringer der Morgenröte, machte die Nacht zur Ruhe, und Sonne und Mond zur Zeitrechnung. Dies ist die Bestimmung des Allgewaltigen, des Allwissenden. 97. Er ist es, der euch die Sterne geschaffen, auf daß ihr durch sie geleitet werdet in Finsternissen des Festlands und des Meers. Und dargelegt haben wir die Verse für Leute, die begreifen. 98. Er ist es, der euch aus einer einzigen Seele entstehen ließ, und Aufenthalt und Weilort. Und dargelegt haben wir die Verse für Leute, die einsehen. 99. Er ist es, der vom Himmel Wasser sandte, mit dem wir das Wachstum aller Dinge hervorgebracht, mit dem wir das Grüne hervorgebracht, aus dem wir das gehäufte Korn hervorgehen lassen, und aus der Palme Blüten dichte Datteltrauben, und Gärten mit Weintrauben, Oliven und Granatäpfeln, einander ähnlich und unähnlich. Schauet ihre Frucht an, wenn sie treibt, und ihre Reife. Wahrlich, hierin sind Zeichen für Leute, die glauben. 100. Und doch gesellten sie Gott Genossen bei, die Geister, und er schuf sie. Und Söhne und Töchter dichteten sie ihm an, ohne Wissen. Preis ihm! Erhaben ist er über das, was sie ihm beilegen. 101. Er ist Schöpfer der Himmel und der Erde. Wie sollte er einen Sohn haben, und hat er doch keine Ehegenossin. Er schuf alle Dinge, und er ist aller Dinge wissend. 102. Das ist euch Gott, euer Herr; es gibt keinen Gott außer ihm, dem Schöpfer aller Dinge. So verehret ihn, denn er ist aller Dinge Vogt. 103. Die Blicke erreichen ihn nicht, doch erreicht er die Blicke; er ist der Allgütige, der Allkundige. 104. Bereits ist euch Sichtigkeit von eurem Herrn gekommen; wer sieht, es ist für seine Seele, wer blind ist, er ist es für sie. Ich aber bin nicht Wächter über euch. 105. Und so wenden wir die Zeichen mannigfach, daß sie sagen: Du hast erforscht; wir werden es verdeutlichen Leuten, die verstehen. 106. Folge dem, was dir von deinem Herrn geoffenbart ist. Es gibt keinen Gott außer ihm, und wende dich ab von den Götzendienern. 107. Wollte es Gott, sie wären keine Götzendiener. Wir machten dich nicht über sie zum Wächter, du bist nicht Vogt über sie. 108. Und schmähet nicht die, die sie außer Gott anrufen, sie würden dann feindlich Gott schmähen ohne Wissen. So ließen wir jedem Volk sein Tun wohlgefällig sein. Dann erfolgt ihre Rückkehr zu ihrem Herrn, und er wird ihnen verkünden, womit sie sich befaßt. 109. Sie schwuren bei Gott ihre feierlichen Eide: sollte ihnen ein Zeichen werden, sie würden ganz gewiß daran glauben. Sprich: Nur bei Gott sind die Zeichen; sie würden euch nichts kundtun, und wenn sie euch kommen sollten, ihr würdet doch nicht glauben. 110. Wir wollen ihnen Herzen und Augen verdrehen, wie sie auch das erstemal daran nicht glaubten, und sie in ihrer Widerspenstigkeit lassen, in der sie verblendet sind. 111. Und wenn wir ihnen Engel senden, die Toten mit ihnen reden und wir alle Dinge vor sie scharen würden, sie würden doch nicht glauben, es sei denn, Gott will dies; aber die meisten ihrer sind unwissend. 112. Und so gaben wir jedem Propheten einen Feind, Satane der Menschen und der Geister, die einander Redeprunk und Täuschung eingeben. Aber wollte es dein Herr, sie täten es nicht. So verlasse sie, und was sie ersonnen. 113. Daß sich ihnen zuneigen die Herzen derer, die an das Jenseits nicht glauben, und daß sie sich daran vergnügen und gewinnen, was sie gewinnen wollen. 114. Sollte ich einen andren Richter als Gott verlangen, und er ist es, der euch das deutliche Buch gesandt? Und die, denen wir die Schrift gegeben, wissen, daß es von deinem Herrn herabgesandt ist in Wahrheit. So sei nicht der Zweifler einer. 115. Und vollendet ist das Wort deines Herrn in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Es gibt keinen Ändrer seines Wortes; und er ist der Allhörende, der Allwissende. 116. Gehorchtest du den meisten auf Erden, sie würden dich irreleiten, ab vom Pfad Gottes; sie folgen nur einem Wahn, sie lügen nur. 117. Wahrlich, dein Herr, er kennt den, der von seinem Pfad abirrt, er kennt die Gerechtleiteten. 118. Und esset nur von dem, worüber der Name Gottes genannt wurde, wenn ihr seiner Verse Gläubige seid. 119. Und weshalb solltet ihr nicht essen von dem, worüber der Name Gottes genannt wurde? Er hat euch bereits dargelegt, was euch verboten ist, es sei denn, ihr werdet dazu gezwungen. Und wenn auch sicherlich viele durch ihre Gelüste irregehen ohne Wissen, aber wahrlich, dein Herr, er kennt die Obertreter. 120. Meidet das Äußere der Sünde und ihr Inneres, denn wahrlich, die Sünde begehen, werden einst belohnt, wie sie verdienen. 121. Und esset nicht von dem, worüber der Name Gottes nicht genannt wurde, dies ist Gottlosigkeit. Wahrlich, die Satane werden ihren Freunden eingeben, euch zu bestreiten, und wenn ihr ihnen gehorchet, traun, ihr seid Götzendiener. 122. Ist denn jemand, der tot war und wir ihn lebendig gemacht und ihm ein Licht gegeben, um damit unter den Menschen zu wandeln, gleich dem der im Finstern ist und nicht heraus kann? So wohlgefällt den Ungläubigen, was sie tun. 123. Und so setzten wir in jede Stadt Erzsünder, daß sie darin Trug üben; aber sie trügen nur sich und verstehen es nicht. 124. Und wenn ihnen ein Vers kommt, sagen sie: Wir glauben nicht eher, bis wir dasselbe erhalten, was die Gesandten Gottes erhalten haben. Gott aber weiß, wohin er seine Botschaft sende. Treffen wird, die sündigen, Erniedrigung bei Gott und schwere Pein, dieweil sie getrogen haben. 125. Und wen Gott rechtleiten will, dem erweitert er die Brust für die Gottergebenheit wen er aber irregehen lassen will, dessen Brust macht er eng und bang, als sollte er zum Himmel klimmen. So legt Gott das Greuel auf die, die nicht glauben. 126. Dies ist der Weg deines Herrn, der rechte. Bereits legten wir die Verse dar für die Leute, die eingedenk sind. 127. Ihnen ist eine Wohnung des Friedens bei ihrem Herrn, er ist ihr Beistand ob dem, was sie getan. 128. Und an jenem Tag wird er sie versammeln allesamt: O ihr Zunft der Geister, ihr habt euch zuviel mit den Menschen abgegeben. Und ihre Freunde unter den Menschen werden sprechen: Herr unser, wir haben voneinander genossen und unser Ziel erreicht, was du uns gesetzt. Er wird erwidern: Das Fegefeuer sei euer Aufenthalt, ewig bleibt darin, wenn Gott nicht anders will. Wahrlich, dein Herr ist allweise und allwissend. 129. Und so werden wir einen Teil der Frevler um den andren wenden, je nach dem, was sie begangen. 130. O ihr Zunft der Geister und der Menschen, kamen nicht Gesandte aus eurer Mitte zu euch, die euch von den Zeichen erzählten und euch der Begegnung dieses eures Tags ermahnten? Sie werden erwidern: Wir zeugen gegen uns selbst. Betört hat sie das Leben hienieden, nun zeugen sie gegen sich selbst, daß sie Ungläubige waren. 131. Dies, weil dein Herr keine Stadt in ihrem Frevel zerstört, während ihre Bewohner sorglose sind. 132. Für alle verschiedene Stufen gemäß dem, was sie getan. Und dein Herr ist nicht übersehend dessen, was sie tun. 133. Und dein Herr ist reich, voll Barmherzigkeit. Wenn er nur wollte, er könnte euch verschwinden lassen und nach euch an eure Stelle folgen lassen, wen ihm beliebt, wie er auch euch aus der Nachkommenschaft eines andren Volkes entstehen ließ. 134. Wahrlich, was euch angedroht ist, kommt auch, ihr werdet nicht verhindernd sein. 135. Sprich: O mein Volk, handelt ihr nach eurer Möglichkeit, und auch ich werde handeln; einst werdet ihr wissen. 136. Wem eine Belohnung an der Wohnstätte ist. Aber wahrlich, die Frevler werden kein Glück haben. 137. Und sie setzten für Gott einen Anteil aus von dem, was er an Feldfrucht und Hausvieh geschaffen, und sprachen: dies für Gott, ihrer Meinung nach, und dies für unsre Götzen. Aber was für ihre Götzen ist, gelangt nicht zu Gott, und was für Gott ist, gelangt zu ihren Götzen. Wie übel ist, was sie entscheiden! 138. Ebenso ließen ihre Götzen viele von den Götzendienern das Töten ihrer Kinder wohl gefallen , um sie zu vernichten und ihre Religion zu verwirren. Aber wollte es Gott, sie täten es nicht; darum lasse sie und was sie erdichtet. 139. Und sie sagten: Diese Haustiere und Feldfrüchte sind verboten, niemand darf von ihnen essen, außer wir wollten es, – ihrer Meinung nach. Und Haustiere, deren Rücken geheiligt sind, und Haustiere, über die sie den Namen Gottes nicht erwähnen . Erdichtung über ihn; vergelten wird er ihnen, was sie erdichtet. 140. Und sie sagen: Was in den Leibern dieser Haustiere ist, ist uns Männern frei und unsren Frauen verboten; doch wenn es tot (geboren) wird, so sind beide Teilnehmer daran. Vergelten wird er ihnen ihr Gerede, denn wahrlich, er ist allweise und allwissend. 141. Schon verloren sind diejenigen, die töricht ihre Kinder töten ohne Wissen, und das verbieten, womit Gott sie versorgt. Erdichtung über Gott; bereits sind sie abgeirrt und sind nicht der Gerechtleiteten. 142. Er ist es, der Gärten entstehen ließ, angelegte und nicht angelegte, Palmen und Getreide, von mannigfacher Speiseart, Oliven und Granatäpfel, einander ähnlich und unähnlich. Esset von ihren Früchten, wenn sie fruchten, und gebet das Zukommende am Tag der Ernte. Und verschwendet nicht, denn wahrlich, er liebt die Verschwendenden nicht. 143. Und vom Hausvieh ist (manches) Lasttier und (manches) Schlachttier. Esset von dem, womit Gott euch versorgt, und folget nicht den Schritten Satans, denn er ist euch offenbarer Feind. 144. Acht Gepaarte: von den Schafen beide und von den Ziegen beide. Sprich: Hat er beider Männchen verboten oder beider Weibchen, oder was der Leib der Weibchen umschließt? Verkündet es mir mit Wissenschaft, wenn ihr wahrhaftig seid. 145. Und von den Kamelen beide und von den Rindern beide. Sprich: Hat er beider Männchen verboten oder beider Weibchen, oder was der Leib der Weibchen umschließt? Wart ihr Bezeuger, als Gott euch dieses geboten? Wer ist frevelhafter als der, der über Gott Lüge erdichtet, um Menschen ohne Wissenschaft zu verführen? Wahrlich, Gott rechtleitet nicht das Volk der Frevler. 146. Sprich: Ich finde in dem, was mir geoffenbart worden, nichts, was dem Essenden zu essen verboten wäre, es sei denn Verendetes oder vergossenes Blut oder Schweinefleisch; das ist ein Greuel. Ferner das Lästerhafte, wobei ein andrer als Gott angerufen worden. Wer aber gezwungen wird, nicht aus Gier noch Übertretung, wahrlich, dein Herr ist allverzeihend und allbarmherzig. 147. Und denen, die Juden sind, verboten wir alles, was (ungespaltene) Hufen hat, und von den Rindern und vom Kleinvieh verboten wir ihnen ihr Fett, ausgenommen das, was an ihren Rücken sitzt oder im Eingeweide oder am Knochen haftet. Damit haben wir sie für ihre Widerspenstigkeit gestraft, und wahrlich, wir sind gewiß gerecht. 148. Und schelten sie dich lügenhaft, so sprich: Euer Herr ist von unendlicher Barmherzigkeit, doch soll seine Strenge dem Volk der Sünder nicht abgewehrt werden. 149. Es werden die sagen, die Gott (Götzen) beigesellen: Wollte es Gott, so wären wir keine Götzendiener, noch unsre Väter, auch hätten wir nichts verboten. So leugneten auch die, die vor ihnen waren, bis sie unsre Strenge kosteten. Sprich: Ist bei euch des Wissens, so bringt es uns herbei; aber ihr folgt nur dem Wahn, ihr lügt nur. 150. Sprich: Gottes ist der entscheidende Beweis; wollte er es, ganz gewiß rechtleitete er euch allesamt. 151. Sprich: Herbei mit euren Bezeugern, die bezeugen, Gott habe dies verboten. Und sollten sie bezeugen, du bezeuge nicht mit ihnen, und folge nicht den Listen derer, die unsre Verse lügenhaft schelten, die an das Jenseits nicht glauben, die ihrem Herrn andere gleichstellen. 152. Sprich: Kommt her, ich will vorlesen, was euer Herr euch verboten: Daß ihr ihm nichts zugesellet, eure Eltern aber gut behandelt und eure Kinder nicht tötet aus Armut. Wir versorgen euch und auch sie. Und nahet nicht der Unzucht, ob sie offen oder verborgen ist. Auch tötet keinen Menschen, was euch Gott verboten, es sei denn nach Recht. Dies hat er euch geboten, – ob ihr es begreifet? 153. Und nähert euch nicht der Habe der Waisen, es sei denn, um sie zu verbessern, bis sie ihre Vollkraft erreichen. Gebet Maß und Gewicht nach Gerechtigkeit. Wir belasten niemand über sein Vermögen. Wenn ihr (Recht) sprechet, seid gerecht, und wenn es auch einen Verwandten betrifft. Und dem Bündnis Gottes genüget. Dies hat er euch geboten, – ob ihr eingedenk seid? 154. Dies ist mein Weg, der rechte, und folget ihm. Aber folget nicht den Pfaden, die euch von seinem Pfad trennen. Dies hat er euch geboten, – ob ihr gottesfürchtig sein wollet? 155. Wir gaben Moses die Schrift, eine Vollendung für den, der recht handelt, eine Erörterung für alle Dinge, Rechtleitung und Barmherzigkeit, daß sie an das Zusammentreffen mit ihrem Herrn glauben. 156. Und nun offenbarten wir dieses Buch, das gesegnete; folget ihm und seid gottesfürchtig, auf daß ihr Erbarmen findet. 157. Daß ihr nicht saget: Nur zwei Volksscharen vor uns ward die Schrift geoffenbart, wir aber sind ihrer Forschung unkundig. 158. Oder ihr sprechet: Wäre uns die Schrift geoffenbart worden, sicherlich hätten wir uns besser leiten lassen als jene. Nun ist euch die deutliche Lehre von eurem Herrn gekommen, eine Rechtleitung und Barmherzigkeit. Doch wer ist frevelhafter als der, der die Verse Gottes lügenhaft nennt und von ihnen abweicht? Vergelten werden wir denen, die sich von unsren Versen abgewandt, mit übler Strafe, dieweil sie sich abgewandt. 159. Worauf warten sie, wenn nicht, daß Engel zu ihnen kommen, oder dein Herr kommt, oder ein Teil der Zeichen deines Herrn eintrifft? Am Tag, an dem ein Teil der Zeichen deines Herrn eintrifft, wird ihr Glaube keiner Seele nützen, die nicht vorher geglaubt oder in ihrem Glauben Gutes gewirkt. Sprich: Wartet nur, denn auch wir warten. 160. Wahrlich, die in ihrer Religion geteilt und Sektierer sind, mit ihnen hast du nichts zu tun, nur vor Gott ist ihre Angelegenheit dann wird er ihnen verkünden, was sie getan. 161. Wer mit Gutem kommt, dem soll zehnfaches sein, und wer mit Bösem kommt, dem soll nur mit gleichem vergolten werden. Sie werden nicht übervorteilt werden. 162. Sprich: Wahrlich, mich leitete mein Herr den geraden Weg, im steten Glauben, zum Bekenntnis des rechtgläubigen Abraham, der nicht war der Götzendiener einer. 163. Sprich: Wahrlich, mein Gebet und mein Gottesdienst, mein Leben und mein Sterben sind Gottes, des Herrn der Weltbewohner, der keinen Genossen hat. So ward es mir geboten, und ich bin der erste der Gottergebenen. 164. Sprich: Sollte ich einen Herrn verlangen außer Gott, während er doch aller Dinge Herr ist? Jede Seele vollbringe nur das, was ihr obliegt, und keine belastete soll mit der Last einer andren belastet werden. Dann wird eure Rückkehr zu Gott erfolgen, und verkünden wird er euch betreffs dessen, worüber ihr gestritten. 165. Er ist es, der euch zu Stellvertretern auf Erden eingesetzt und unter euch die einen über die andren stufenweise erhoben, um euch zu prüfen durch das, was er euch gegeben. Wahrlich, dein Herr ist schnell der Bestrafung, aber er ist auch allvergebend und allbarmherzig.

SURA VOM SCHEIDEWALL (7)

MEKKANISCH, AUS 205 VERSEN BESTEHEND

IM NAMEN GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES ALLBARMHERZIGEN. ALMZ. Dir ist ein Buch geoffenbart worden, und in deiner Brust sei darüber keine Bangigkeit, mit diesem zu warnen, und eine Ermahnung für die Gläubigen. 2. Folget dem, was euch von eurem Herrn geoffenbart ist, und folget keinen Freunden außer ihm. Nur wenige, die ihr euch ermahnen lasset. 3. Wie viele der Städte zerstören wir, und unsre Strafe erreichte sie nachts oder als Ruhende. 4. Was war ihr Ruf, als unsre Strafe sie erreicht? – nur daß sie sprachen: Wahrlich, wir waren Frevler. 5. Ganz gewiß werden wir Rechenschaft fordern von denen, zu denen gesandt worden ist, und ganz gewiß werden wir Rechenschaft fordern von den Abgesandten. 6. Ganz gewiß werden wir ihnen alles vorhalten in Kenntnis, wir waren nicht abwesend. 7. Das Gewicht wird an jenem Tag die Wahrheit sein, und dessen Wage schwer ist, – diese sind die Glückhabenden. 8. Und dessen Wage leicht ist, – diese sind es, die sich selber zugrunde richteten, weil sie an unsren Versen gefrevelt. 9. Wir haben euch auf Erden gefestigt und euch auf dieser Unterhalt angewiesen, aber nur wenige, die ihr dankbar seid. 10. Wir haben euch geschaffen, dann gebildet und darauf zu den Engeln gesprochen: Fallet vor Adam nieder. Und sie fielen nieder, ausgenommen Iblis, der nicht war von den Niederfallenden. 11. Er sprach: Was hindert dich, daß du nicht niederfallest, so ich dir befohlen? Jener erwiderte: Ich bin besser als er; mich hast du aus Feuer geschaffen, ihn aber hast du aus Erde geschaffen. 12. Er sprach: Fort von hier; es soll nicht geschehen, daß du in diesem hochmütig bist. Hinaus, denn wahrlich, du bist der Niedrigen einer. 13. Jener bat. Warte mir bis zum Tag, an dem auferweckt wird. 14. Er erwiderte: Siehe, du sollst derer sein, denen gewartet wird. 15. Jener sprach: Weil du mich in die Irre jagest, will ich ihnen nachstellen auf deinem rechten Weg. 16. Ich will ihnen kommen von vorn und von hinten, von ihrer rechten und von ihrer linken (Seite); du wirst nicht finden, daß die meisten ihrer dankbar sind. 17. Er sprach: Hinaus aus diesem, verachtet und verstoßen (sei)! Folgt dir einer von ihnen, ganz gewiß fülle ich die Hölle mit euch allesamt. 18. Und du, o Adam, bewohne du und deine Frau das Paradies, und genießet da, wo ihr auch wollt. Nähert euch aber nicht diesem Baum, ihr würdet der Gottlosen sein. 19. Und Satan flüsterte ihnen zu, er wolle ihnen entdecken, was ihnen verborgen war von ihrer Scham, und sprach: Euer Herr verwehrte euch diesen Baum nur deshalb, damit ihr nicht Engel würdet oder der Ewigen. 20. Und er schwor ihnen: Wahrlich, ich bin euer treuer Berater. 21. So betörte er sie in Täuschung. Und als sie vom Baum kosteten, merkten sie ihre Scham, und sie begannen um sich Blätter des Paradieses zusammenzufügen. Da rief ihnen ihr Herr zu: Habe ich euch nicht diesen Baum verwehrt und zu euch nicht gesagt, Satan sei euer offenbarer Feind? 22. Sie erwiderten: Herr unser, wir haben unsre Seelen befrevelt, und wenn du uns nicht verzeihst und dich unser erbarmst, ganz gewiß sind wir der Verlorenen. 23. Er sprach: Fort mit euch. Einer sei des andren Feind, und auf Erden sei euch Aufenthalt und Unterhalt bis auf (ferne) Zeit. 24. Er sprach: Auf dieser sollt ihr leben, auf dieser sollt ihr sterben und aus dieser sollt ihr fortgebracht werden. 25. O ihr Kinder Abrahams, wir sandten euch bereits Kleider hernieder, eure Scham zu verbergen, Prunkgewänder; aber auch das Kleid der Frömmigkeit, und dieses ist besser; dieses ist der Zeichen Gottes eines, – daß ihr doch eingelenkt seid. 26. O ihr Kinder Adams, daß euch doch Satan nicht verführe, wie er eure Vorfahren aus dem Paradies vertrieben, ihnen ihre Kleider entrissen, um ihnen ihre Scham zu zeigen. Wahrlich, er sieht euch, er und seine Schar, während ihr sie nicht sehet. Wir aber machten die Satane zu Freunden derer, die nicht glauben. 27. Und wenn sie eine Schandtat begangen, sagen sie: Wir fanden unsre Vorfahren dabei und Gott hat es uns befohlen. Sprich: Wahrlich, Gott befiehlt keine Schandtaten. Wollt ihr denn von Gott sagen, was ihr nicht wisset? 28. Sprich: Mein Herr hat nur Gerechtigkeit befohlen. Wendet euer Gesicht gegen jede Anbetungsstätte und rufet ihn an, ihm die Religion rein haltend. Wie er euch zuerst geschaffen, werdet ihr zurückkehren. Einen Teil rechtleitete er, einen Teil aber ließ er gebührend im Irrtum, die, Gott übergehend, die Satane zu Freunden angenommen, und wähnen, sie seien gerechtleitet. 29. O Kinder Adams, nehmet euren Schmuck vor jeder Anbetungsstätte, und esset und trinket, aber seid nicht ausschweifend, denn wahrlich, Gott liebt die Ausschweifenden nicht. 30. Spricht: Wer verbot den Schmuck Gottes, den er für seine Knechte hervorgebracht, und das Angenehme des Lebensunterhalts? Sprich: Dies ist für die, die hienieden glauben, sonders an den Tag der Auferstehung. So legen wir die Verse dar Leuten, die verstehen. 31. Sprich: Nur die Schandtaten hat mein Herr verboten, was sichtbar ist von diesen und was verborgen, und die Sünde und die Streitsucht ohne Recht, und Gott etwas beizugestellen, wozu keine Ermächtigung gewährt worden, und über Gott etwas zu sagen, was ihr nicht wisset. 32. Jedem Volk ist eine Frist gesetzt, und wenn seine Frist herankommt, so kann es diese nicht um eine Stunde hinausschieben, auch nicht beschleunigen. 33. O Kinder Adams, wenn Gesandte aus eurer Mitte zu euch kommen und euch meine Verse vortragen: wer gottesfürchtig ist und Gutes übt, – keine Furcht über sie, sie sollen nicht betrübt sein. 34. Und die unsre Verse lügenhaft nannten und sich von ihnen hochmütig abwandten, diese sind Genossen des Fegefeuers, ewig weilen sie darin. 35. Und wer ist frevelhafter als der, der über Gott Lüge ersinnt oder seine Verse lügenhaft nennt? Diese erreicht ihr Anteil gemäß dem Buch, bis unsre Gesandten zu ihnen kommen und sie hinnehmen. Sie sagen: Wo sind die, die ihr außer Gott angerufen? Diese erwidern: Sie sind von uns geschwunden. So werden sie über sich selbst zeugen, daß sie Ungläubige waren. 36. Er spricht: Tretet ein zu den Völkern von Geistern und Menschen, die vor euch waren, in das Fegefeuer. Sooft ein Volk eintritt, verflucht es seine Schwester , bis sie nacheinander hinein sind allesamt. Da sprechen die letzteren von den ersteren: Herr unser, diese da verführten uns: gib ihnen die Pein des Fegefeuers zwiefach! Er antwortet: Allen zwiefach, aber ihr wißt es nicht. 37. Und die ersten sprechen zu den letzteren: So habt ihr keinen Vorzug vor uns; kostet nun die Pein, wie ihr sie verdient. 38. Wahrlich, die unsere Verse lügenhaft nennen und sich hochmütig von ihnen abwenden, denen öffnen sich die Pforten des Himmels nicht, sie kommen nicht eher ins Paradies, als bis das Kamel durch das Nadelöhr geht. So vergelten wir es den Sündern. 39. Sie haben von der Hölle ihre Lagerstätte und die Decken über ihnen. So vergelten wir es den Frevlern. 40. Die aber glauben und gute Werke üben, – wir belasten niemand über sein Vermögen – diese sind Genossen des Paradieses, darin sie ewig weilen. 41. Wir entfernen, was in ihren Busen ist an Mißgunst. Ströme fließen unter ihnen, und sie sprechen: Preis Gott, der uns zu diesem geleitet! Nimmer wären wir gerechtleitet worden, hätte Gott uns nicht gerechtleitet. Die Gesandten unsres Herrn waren zu uns mit der Wahrheit gekommen. Und zugerufen wird ihnen: Dies ist das Paradies, das ihr erben sollt ob dem, was ihr getan. 42. Und die Genossen des Paradieses rufen den Genossen des Fegefeuers zu: Gefunden haben wir nun, was unser Herr uns verheißen, als Wahrheit; habt ihr als Wahrheit gefunden, was euer Herr euch verheißen? Sie erwidern: Ja. Und ein Ausrufer unter ihnen ruft: Der Fluch Gottes über die Frevler! 43. Die vom Pfad Gottes ablenken und nach Krümme streben, die inbetreff des Jenseits ungläubig sind. 44. Und zwischen beiden ein Vorhang, und auf dem Scheidewall Männer, die jedem an seinem Merkmal erkennen. Sie rufen den Genossen des Paradieses zu: Friede über euch. Sie selber kommen nicht hinein, und wünschen es doch. 45. Und wenn ihre Blicke sich zu den Genossen des Fegefeuers wenden, sprechen sie: Herr unser, laß uns nicht sein mit dem Volk der Frevler. 46. Und die Genossen des Scheidewalls rufen Männern zu, die sie an ihren Merkmalen erkennen: Nicht genützt hat euch euer Zusammenhäufen, und daß ihr hochmütig waret. 47. Sind es jene, von denen ihr geschworen, Gott habe sie nicht mit seiner Barmherzigkeit bedacht? Tretet ein in das Paradies, keine Furcht über euch, ihr sollt nicht betrübt sein. 48. Und die Genossen des Fegefeuers rufen den Genossen des Paradieses zu: Laßt über uns vom Wasser fließen oder von dem, womit Gott euch versorgt hat. Diese erwidern: Wahrlich, beides hat Gott für die Ungläubigen verboten. 49. Die ihre Religion zum Spiel machten und zur Tändelei, die das Leben hienieden betörte. An diesem Tag vergessen wir sie, wie auch sie das Eintreffen dieses ihres Tages vergessen hatten, und weil sie unsre Verse leugneten. 50. Nun kamen wir ihnen mit einem Buch, das wir in Kenntnis darlegten, Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben. 51. Warten sie denn nur auf seine Erfüllung? Am Tag, an dem seine Erfüllung eintrifft, werden die, die es früher vergessen hatten, sagen: Die Gesandten unsres Herrn waren dann mit der Wahrheit gekommen. Sind uns vielleicht Fürbitter, die für uns fürbitten, oder werden wir zurückgebracht, auf daß wir andres tun, als wir getan? Bereits haben sie sich selber zugrunde gerichtet, geschwunden ist von ihnen, was sie ersonnen. 52. Wahrlich, euer Herr ist Gott, der in sechs Tagen Himmel und Erde schuf und sich dann den Thron einnahm. Er läßt die Nacht das Tageslicht verhüllen, das jener schnell folgt. Sonne und Mond und Sterne sind seinem Befehl dienstbar. Ist nicht sein die Schöpfung und die Gebieterschaft? Hochgepriesen ist Gott, der Herr der Weltbewohner. 53. Rufet euren Herrn, unterwürfig und verborgen. Wahrlich, er liebt die Obertreter nicht. 54. Stiftet kein Unheil auf Erden, nachdem sie hergerichtet ist, und rufet ihn ehrfürchtig und inbrünstig an. Wahrlich, die Barmherzigkeit Gottes ist den Liebfrommen nahe. 55. Er ist es, der die Winde sendet als Verkünder von seiner Barmherzigkeit, bis sie die schwere Wolke tragen, die wir auf das tote Land treiben und durch die wir Wasser entsenden, wodurch wir allerlei Früchte hervorbringen. So werden wir auch die Toten hervorbringen, – daß ihr eingedenk seid. 56. Das gute Land bringt seine Pflanzen mit dem Willen seines Herrn hervor, das aber schlecht ist, bringt nur kümmerlich hervor. So wenden wir unsre Zeichen mannigfach für Leute, die dankbar sind. 57. Bereits sandten wir Noah zu seinem Volk, und er sprach: O mein Volk, verehret nur Gott, denn ihr habt keinen Gott außer ihm. Wahrlich, ich fürchte für euch die Strafe des großen Tags. 58. Es erwiderten die Ratsherrn seines Volks: Traun, wir sehen dich in offenbarer Irre. 59. Er sprach: O mein Volk, kein Irrtum ist an mir, aber ich bin ein Gesandter des Herrn der Weltbewohner. 60. Ich verkünde euch die Botschaft meines Herrn und rate euch gut, denn ich weiß von Gott, was ihr nicht wisset. 61. Wundert es euch, daß euch eine Mahnung von eurem Herrn kommt durch einen Mann aus eurer Mitte, euch zu warnen? Daß ihr gottesfürchtig seiet, vielleicht, daß ihr Erbarmen findet. 62. Sie schalten ihn lügenhaft. Da retteten wir ihn und die mit ihm in der Arche, und ließen die ertrinken, die unsre Zeichen lügenhaft nannten. Wahrlich, es waren blinde Leute. 63. Und zu den Aditen ihr Bruder Hud , der sprach: O mein Volk, verehret Gott, ihr habt keinen Gott außer ihm; wollt ihr nicht gottesfürchtig sein? 64. Es erwiderten die Ratsherren, die ungläubig waren unter seinem Volk: Traun, wir sehen dich in Torheit, und wahrlich, wir halten dich für einen Lügner. 65. Er sprach: O mein Volk, keine Torheit ist an mir, aber ich bin ein Gesandter des Herrn der Weltbewohner. 66. Ich verkünde euch die Botschaft meines Herrn und bin euch ein treuer Berater. 67. Wundert es euch, daß euch eine Mahnung von eurem Herrn kommt durch einen Mann aus eurer Mitte, euch zu warnen? Bedenket, daß er euch zu Nachfolgern gemacht nach dem Volk Noahs und euch Größe zugelegt an Gestalt . Gedenket der Wohltaten Gottes, auf daß ihr Glück habet. 68. Jene erwiderten: Kommst du zu uns, daß wir Gott allein verehren und lassen sollen, was unsre Väter verehrten? Bring uns doch, was du uns androhst, wenn du bist der Wahrhaftigen einer. 69. Er sprach: Niedergefallen ist nun auf euch Greuel und Zorn von eurem Herrn. Wollt ihr mit mir über die Namen streiten, die ihr (den Götzen) beigelegt, ihr und eure Väter, wozu Gott euch keine Ermächtigung gegeben? Wartet, und ich bin mit euch der Wartenden einer. 70. Und wir retteten ihn und die mit ihm in unsrer Barmherzigkeit, aber rotteten aus den Rest derer, die unsre Zeichen lügenhaft nannten und keine Gläubige waren. 71. Und zu den Thamuditen ihr Bruder Salich , der sprach: O mein Volk, verehret Gott, ihr habt keinen Gott außer ihm. Nun ist euch ein deutlicher Beweis von eurem Herrn gekommen, diese Kamelin Gottes ist euch ein Zeichen. Lasset sie, daß sie auf der Erde Gottes fresse, und berührt sie nicht in Bösem, qualvolle Strafe würde euch erfassen. 72. Bedenket, daß er euch zu Nachfolgern gemacht nach den Aditen und euch eine Stätte auf Erden gegeben. Von den Ebenen nehmet ihr Burgen und in den Bergen höhlet ihr Wohnungen. Gedenket der Wohltaten Gottes und handelt nicht übel, unheilstiftend auf Erden. 73. Es sprachen die Ratsherren, die hochmütig waren unter seinem Volk, zu denen, die geringer waren, zu denen, die unter ihnen glaubten: Wißt ihr, daß Salich ein Abgesandter ist von seinem Herrn? Diese erwiderten: Wahrlich, wir sind Gläubige dessen, womit er gesandt ist. 74. Da sprachen die, die hochmütig waren: Wir sind Leugnende dessen, woran ihr glaubt. 75. Und sie lähmten die Kamelin, trotzten so dem Befehl ihres Herrn, und sprachen: O Salich, bringe über uns, was du uns angedroht, wenn du bist der Gesandten einer. 76. Da erfaßte sie eine Erschütterung, und morgens lagen sie in ihrer Wohnung brüstlings hingestreckt. 77. Er aber wandte sich von ihnen und sprach: O mein Volk, ich verkündete euch die Botschaft meines Herrn und riet euch gut, doch ihr liebt nicht die treuen Berater. 78. Und Lot sprach zu seinem Volk: Wollt ihr eine Schandtat begehen, worin euch niemand voranging unter den Weltbewohnern? 79. Ihr geht in Begierde zu den Männern, die Frauen übergehend. Ja, ihr seid ein ausschweifendes Volk. 80. Aber nichts andres war die Antwort seines Volks, als daß sie sprachen: Jaget sie aus eurer Stadt, denn wahrlich, sie sind Menschen, die sich rein halten. 81. Und wir retteten ihn und seine Familie, ausgenommen sein Weib, sie war von den Zurückbleibenden. 82. Und wir ließen über sie einen Regen niederfallen. Schau, wie war der Enderfolg der Sünder! 83. Und zu den Midjaniten ihr Bruder Schoaib , der sprach: O mein Volk, verehret Gott, ihr habt keinen Gott außer ihm. Nun ist euch ein deutlicher Beweis von eurem Herrn gekommen. Gebt volles Maß und Gewicht und schmälert den Menschen nicht ihr Eigentum. Stiftet kein Unheil auf Erden, nachdem sie hergerichtet ist. Dies ist besser für euch, wenn ihr Gläubige seid. 84. Und lagert nicht drohend an jedem Weg, indem ihr den vom Pfad Gottes verdrängt, der an ihn glaubt, und Krümme erstrebet. Bedenket, wie ihr nur wenige waret und er euch vermehrt hat. Und schauet, wie war der Enderfolg der Unheilstifter. 85. Und wenn ein Teil von euch an das glaubt, womit ich gesandt bin, und ein Teil nicht glaubt, so wartet denn, bis richten wird Gott zwischen uns, und er ist der beste Richter. 86. Es erwiderten die Ratsherren, die hochmütig waren unter seinem Volk: Verjagen werden wir dich, o Schoaib, und die mit dir glauben, aus unsrer Stadt, oder ihr kehret zu unsrem Bekenntnis zurück. Er sprach: Auch wenn wir sträubend sind? 87. Schon hätten wir über Gott Lüge ersonnen, kehrten wir zu eurem Bekenntnis zurück, nachdem Gott uns aus diesem gerettet. Uns kommt es nicht zu, daß wir zu diesem zurückkehren, es sei denn, Gott, unser Herr, wünscht dies. Alle Dinge umfaßt unser Herr in Weisheit, auf Gott vertrauen wir. Herr unser, richte zwischen uns und unsrem Volk in Wahrheit, und du bist der beste Richter. 88. Es sprachen die Ratsherren, die unter seinem Volk ungläubig waren: Folgt ihr Schoaib, wahrlich, ihr seid dann Verlorene. 89. Da erfaßte sie eine Erschütterung, und morgens lagen sie in ihrer Wohnung brüstlings hingestreckt. 90. Die Schoaib lügenhaft schalten, es war, als wohnten sie nicht darin; die Schoaib lügenhaft schalten, sie waren die Verlorenen. 91. Er aber wandte sich von ihnen und sprach: O mein Volk, ich verkündete euch die Botschaft meines Herrn und riet euch gut; wie sollte ich mich über ein ungläubiges Volk betrüben. 92. Nie sandten wir Propheten in eine Stadt, ohne ihre Bewohner mit Not und Drangsal zu strafen, auf daß sie sich unterwerfen. 93. Darauf setzen wir an Stelle des Bösen Gutes, bis sie genug hatten und sprachen: Auch unsre Vorfahren traf Drangsal und Freude. Dann erfaßten wir sie plötzlich, und sie ahnten es nicht. 94. Wenn doch die Bewohner dieser Städte glaubten und gottesfürchtig wären, ganz gewiß würden wir über sie die Segnungen des Himmels und der Erde eröffnet haben. Doch sie leugneten, und wir straften sie ob dem, was sie begangen. 95. Sind denn die Bewohner dieser Städte davon sicher, daß ihnen nicht unsre Strafe kommt nachts, während sie schlafen? 96. Sind denn die Bewohner dieser Städte davor sicher, daß ihnen nicht unsre Strafe kommt tags, während sie spielen? 97. Sind sie denn sicher vor dem Anschlag Gottes? Nur verlorene Menschen sind vor dem Anschlag Gottes sicher. 98. Ist es nicht hingeleitet denen, die die Erde nach ihren frühem Bewohner geerbt, daß wir, wollten wir es, sie treffen könnten ob ihren Sünden? Aber wir versiegeln ihre Herzen, und sie hören nicht. 99. Diese Städte, wir erzählen dir von ihren Nachrichten: Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit klaren Beweisen, aber sie wollten nicht glauben, was sie vorher lügenhaft nannten. So versiegelte Gott die Herzen der Ungläubigen. 100. Bei den meisten von ihnen fanden wir nichts des Bündnisses, aber wir fanden die meisten von ihnen Missetäter. 101. Dann sandten wir nachher Moses mit unsren Zeichen zu Pharao und seinen Ratsherren, und sie frevelten an ihnen. Aber schau, wie war der Enderfolg der Unheilstifter. 102. Moses sprach: O Pharao, ich bin Gesandter vom Herrn der Weltbewohner. 103. Es ist geziemend, daß ich von Gott nur die Wahrheit rede. Nun komme ich zu euch mit klaren Beweisen von eurem Herrn; so entlasse denn die Kinder Israels mit mir. Dieser erwiderte: Kommst du mit einem Zeichen, heran damit, wenn du der Wahrhaftigen einer bist. 104. Da warf er seinen Stab hin, und er ward eine deutliche Schlange. 105. Dann zog er seine Hand hervor, und sie erschien den Zuschauern weiß roh. Es sprachen die Ratsherren vom Volk Pharaos: Wahrlich, dieser ist ein kundiger Zauberer. 107. Er wünscht euch aus eurem Land zu vertreiben; was wollt ihr nun befehlen? 108. Sie erwiderten: Halte ihn zurück und seinen Bruder, und sende Versammler in die Städte aus. 109. Sie sollen zu dir jeden kundigen Zauberer bringen. 110. Da kamen die Zauberer zu Pharao, und sie sprachen: Wahrlich, uns ist sicherlich eine Belohnung, wenn wir Sieger sind? 111. Er erwiderte: Ja, ihr sollt dann von den Nächsten sein. 112. Sie sprachen: O Moses, entweder du wirfst (deinen Stab) hin oder wir sind die Hinwerfenden. 113. Er erwiderte: Werft ihr hin. Und als sie hinwarfen, bezauberten sie die Augen der Leute und erschreckten sie und brachten gewaltige Zauberei hervor. 114. Und wir gaben Moses ein: Wirf deinen Stab hin. Da verschlang dieser, was sie vorgetäuscht hatten. 115. So kam die Wahrheit hervor, und zunichte war, was sie vollbracht. 116. Allda wurden jene besiegt und beschämt kehrten sie um. 117. Die Zauberer fielen anbetend nieder. 118. Sie sprachen: Wir glauben an den Herrn der Weltbewohnern. 119. Den Herrn Moses und Ahrons. 120. Pharao sprach: Ihr glaubt an ihn, bevor ich es euch erlaube? Wahrlich, das ist ganz gewiß eine List, die ihr gegen die Städte listet, ihre Bewohner aus ihnen zu vertreiben. Aber später sollt ihr es erfahren! 121. Ich werde euch Hände und Füße wechselseitig abschlagen, sodann euch kreuzigen allesamt. 122. Sie sprachen: Wahrlich, wir sind zu unsrem Herrn zurückkehrend. 123. Du rächst dich an uns nur darum, weil wir an die Zeichen unsres Herrn glauben, nachdem sie uns gekommen. Herr unser, ergieße über uns Geduld und laß uns sterben als Gottergebene. 124. Da sprachen die Ratsherren vom Volk Pharaos: Willst du Moses und sein Volk ziehen lassen, daß sie im Land Unheil stiften und dich verlassen und deine Götter? Er erwiderte: Wir werden ihre Söhne töten und ihre Frauen leben lassen. Wahrlich, wir sind dann Gewalthaber über sie. 125. Es sprach Moses zu seinem Volk: Rufet Gott um Hilfe an und seid geduldig, denn wahrlich, die Erde ist Gottes, er läßt sie erben, wen er von seinen Knechten will. Der Enderfolg ist den Gottesfürchtigen. 126. Sie sprachen: Bedrückt wurden wir, ehe du zu uns gekommen, und (nun erst), nachdem du zu uns gekommen. Er erwiderte: Vielleicht wird euer Herr euren Feind vertilgen und euch zu Nachfolgern im Land machen und sehen, wie ihr tuet. 127. Nun straften wir die Leute Pharaos durch Hungerjahre und Fruchtmangel, auf daß sie eingedenk seien. 128. Wenn ihnen Gutes kam, sprachen sie: dies ist unser, wenn aber Böses sie traf, nannten sie es verhängt von Moses und denen, die mit ihm waren. War denn ihr Verhängnis nicht nur bei Gott? Aber die meisten ihrer wissen es nicht. 129. Und sie sprachen: Was du uns auch für Zeichen bringest, uns damit zu bezaubern, wir sind doch nicht Gläubige deiner. 130. Und wir sandten über sie Sintflut, Heuschrecken, Läuse, Frösche und Blut, unterschiedliche Zeichen. Aber sie waren hochmütig und ein sündhaftes Volk. 131. Und als über sie ein Strafgericht kam, sprachen sie: O Moses, rufe für uns deinen Herrn an, da er mit dir einen Bund geschlossen. Wendest du von uns das Strafgericht ab, ganz gewiß glauben wir an dich und entlassen mit dir die Kinder Israels. Und als wir von ihnen das Strafgericht abwandten bis zu einer Frist, die sie einhalten sollten, da brachen sie ihr Versprechen. 132. Da rächten wir uns an ihnen und ertränkten sie im Meer, dieweil sie unsre Zeichen lügenhaft nannten und ihrer unbeachtend waren. 133. Und das Volk, das mißhandelt wurde, ließen wir erben den Osten des Landes und den Westen, das wir gesegnet. Und erfüllt wurde das herrliche Wort deines Herrn an den Kindern Israels, weil sie geduldig waren. Und wir zerstören, was Pharao und sein Volk errichtet und was sie erbaut hatten. 134. Die Kinder Israels aber führten wir über das Meer, und sie kamen zu einem Volk, das Bildwerken ergeben war. Da sprachen sie: O Moses, mache uns einen Gott, wie diese Götter haben. Er erwiderte: Wahrlich, ihr seid ein törichtes Volk. 135. Fürwahr, zu zertrümmern ist, was diese da haben, Eitles ist, was sie tun. 136. Er sprach: Soll ich euch einen Gott suchen außer Gott? Und er bevorzugte euch unter den Weltbewohnern. 137. Dann retteten wir euch vor den Leuten Pharaos, die euch mit böser Qual bedrückten, eure Söhne töteten und eure Töchter leben ließen. Hierin war euch eine schwere Prüfung von eurem Herrn. 138. Wir bestimmten Moses dreißig Nächte und ergänzten sie um zehn, so daß der Zeitraum seines Herrn in vierzig Nächten vollendet war. Und Moses sprach zu seinem Bruder Ahron: Vertritt mich bei meinem Volk und mache es gut, und folge nicht dem Pfad der Unheilstifter. 139. Als nun Moses zur von uns bestimmten Zeit kam und sein Herr mit ihm redete, sprach er: Zeige dich mir, daß ich dich schauen kann. Er erwiderte: Nie siehst du mich. Aber schau zum Berg hin, und wenn er fest auf seinem Platz steht, wirst du mich sehen. Als sich dann sein Herr auf dem Berg offenbarte, machte er ihn zu Staub, und Moses stürzte ohnmächtig nieder. 140. Und als er sich erholte, sprach er: Preis dir, reuig wende ich mich zu dir, und ich bin der erste der Gläubigen. 141. Er sprach: O Moses, ich erkor dich unter den Menschen zu meiner Botschaft und meiner Rede. Nimm denn, was ich dir gebe, und sei der Dankbaren einer. 142. Und wir schrieben ihm auf die Tafeln von allen Dingen, Ermahnung und Darlegung über jede Sache: Nimm sie mit Kraft, und heiß dein Volk sie bestens halten. Zeigen werde ich euch später den Aufenthalt der Missetäter. 143. Wegwenden werde ich von meinen Zeichen diejenigen, die hochmütig sind auf Erden und ohne Recht. Wenn sie auch jedes Zeichen sehen, sie glauben doch nicht daran. Und wenn sie auch den Pfad der Richtigkeit sehen, sie nehmen ihn nicht zum Pfad; doch sehen sie den Pfad des Irrtums, sie nehmen ihn zum Pfad. 144. Dies darum, weil sie unsre Verse lügenhaft nennen und ihrer unbeachtend sind. 145. Und diejenigen, die unsre Verse lügenhaft nennen und das Eintreffen des Jenseits, nichtig sind ihre Werke. Sollte ihnen anders vergolten werden, als sie getan? 146. Und nachher machte das Volk Moses aus seinem Schmuck ein leibhaftiges Kalb, dem Blöken eigen war. Sahen sie denn nicht, daß es zu ihnen nicht redete und sie auf den Pfad nicht rechtleitete? 147. Aber sie nahmen es und waren Frevler. 148. Und als sie tief bereuten und sahen, daß sie irre gingen, sprachen sie: Wenn unser Herr sich nicht unsrer erbarmt und uns verzeiht, ganz gewiß sind wir der Untergehenden. 149. Und als Moses zornig und betrübt zu seinem Volk zurückkehrte, sprach er: Wie schlimm ist es, was ihr während meiner Vertretung hinter mir getan! Habt ihr so den Befehl eures Herrn beschleunigt! Da warf er die Tafeln hin und faßte seinen Bruder beim Kopf und zerrte ihn an sich. Dieser sprach: Sohn meiner Mutter, wahrlich, das Volk überwältigte mich, fast hätten sie mich getötet. Mach an mir die Feinde nicht schadenfroh und setze mich nicht zum Volk der Frevler. 150. Er sprach: Herr, verzeih mir und meinem Bruder und führe uns in deine Barmherzigkeit, denn du bist der barmherzigste der Erbarmer. 151. Wahrlich, die das Kalb annahmen, erreichen wird sie Zorn von ihrem Herrn und Schmach im Leben hienieden. Und so vergelten wir es den Lügen Ersinnenden. 152. Die aber Böses taten und darauf sich bekehrten und glaubten, wahrlich, dein Herr ist nach diesem verzeihend und allbarmherzig. 153. Und als der Zorn Moses sich besänftigt hatte, nahm er die Tafeln auf, und ihre Aufschrift war Leitung und Barmherzigkeit für die, die ihren Herrn fürchten. 154. Und Moses wählte siebzig Männer aus seinem Volk für unsren Zeitraum, und als eine Erschütterung sie erfaßte, sprach er: Herr, wolltest du es, du hättest sie längst vertilgt und mich. Willst du uns nun vertilgen ob dem, was die Toren unter uns getan? Dies ist nur eine Prüfung von dir, womit du irren läßt, wen du willst, und rechtleitest, wen du willst. Du bist unser Beistand, so verzeih uns und erbarme dich unser. Und du bist der beste der Verzeihenden. 155. Und schreibe uns an für das Leben hienieden Gutes und für das Jenseits, denn zu dir werden wir geleitet. Er sprach: Meine Strafe treffen lasse ich, wen ich will, und alle Dinge umfaßt meine Barmherzigkeit. Und anschreiben werde ich es denen, die gottesfürchtig sind und Almosen geben, und denen, die an unsre Zeichen glauben. 156. Denen, die den Gesandten folgen, dem Propheten aus dem Volk , den sie bei sich in der Thora beschrieben finden und im Evangelium. Er wird ihnen Fug gebieten und sie vom Schlechten zurückhalten, die guten (Speisen) erlauben und das Unreine verbieten. Nehmen wird er von ihnen ihre Bürde und das Joch, das auf ihnen war. Denen die an ihn glauben, ihm helfen, ihm beistehen und dem Licht folgen, das mit ihm herabgesandt ist. Diese sind die Glückhabenden. 157. Sprich: O ihr Menschen, traun, ich bin der Gesandte Gottes an euch allesamt. 158. Dessen, dem die Herrschaft der Himmel ist und der Erde. Es gibt keinen Gott außer ihm, er belebt und tötet. So glaubet an Gott und an seinen Gesandten, den Propheten aus dem Volk, der an Gott glaubt und seine Worte, und folget ihm, auf daß ihr gerechtleitet werdet. 159. Und vom Volk Moses gibt es eine Gemeinde, die in Wahrheit rechtleitet , und danach recht handelt. 160. Wir teilten sie in zwölf Stammgemeinden. Und wir gaben Moses ein, als sein Volk ihn um Trank bat: Schlage mit deinem Stab auf den Felsen. Darauf fluteten aus diesem zwölf Quellen hervor, und alle Leute kannten ihren Trinkplatz. Und wir beschatteten sie mit den Wolken und sandten ihnen das Manna und die Wachteln: genießet des Guten, womit wir euch versorgt. Nicht gegen uns frevelten sie, aber gegen ihre eignen Seelen waren sie frevelhaft. 161. Dann ward ihnen gesagt: Wohnet in dieser Stadt und genießet von dieser, soviel ihr begehret, nur sagt „Versöhnung“ und geht andächtig durch das Tor. Wir vergeben euch eure Sünden und werden die Liebfrommen vermehren. 162. Aber diejenigen unter ihnen, die frevelten, vertauschten das Wort gegen ein andres, das ihnen nicht genannt wurde. Da sandten wir über sie ein Strafgericht vom Himmel hernieder, dieweil sie gefrevelt. 163. Frage sie nach der Stadt, die am Meer lag, (deren Bewohner) den Sabbat übertraten, als ihnen an ihrem Sabbat Fische angeschwommen kamen, während sie an einem Tag, an dem sie nicht Sabbat hielten, nicht kamen. So prüften wir sie, weil sie gottlos waren. 164. Dann sprach eine Gemeinde von ihnen: Weshalb ermahnt ihr ein Volk, wenn Gott ihr Vertilger ist oder ihr Strafer mit schwerer Strafe? Sie antworteten: Zur Entschuldigung bei eurem Herrn, und vielleicht, daß sie gottesfürchtig werden. 165. Als sie vergaßen, wessen sie ermahnt wurden, retteten wir die, die ihnen das Böse gewehrt, und die, die gefrevelt, faßten wir mit böser Strafe, dieweil sie gottlos waren. 166. Und als sie trotzig waren inbetreff dessen, was ihnen verwehrt wurde, sprachen wir zu ihnen: Werdet ausgestoßene Affen. Dann tat dein Herr kund, er werde über sie jemand entsenden, der sie bis zum Tag der Auferstehung mit böser Strafe bedrängen wird. Wahrlich, dein Herr ist schnell in der Bestrafung, aber er ist auch allverzeihend und allbarmherzig. 167. Und wir verteilten sie auf Erden in Volksstämme, unter ihnen rechtschaffene, und unter ihnen solche, die es nicht sind. Wir prüften sie mit Gutem und mit Bösem, auf daß sie umkehren möchten. 168. Nach ihnen folgte ein Nachwuchs; sie erbten die Schrift, greifen aber nach dem Gut des Zeitlichen und sagen: Es wird uns verziehen werden. Und kommt ihnen ein zeitliches Gut gleicherweise, wiederum greifen sie danach. Ist nicht mit ihnen ein Bund der Schrift geschlossen worden, über Gott nichts andres zu reden als die Wahrheit? Und sie forschten, was darin steht. Aber besser ist der Aufenthalt im Jenseits für die, die gottesfürchtig sind. Begreift ihr dies nicht? 169. Diejenigen, die festhalten an der Schrift und das Gebet verrichten, – wahrlich, wir lassen nicht verlorengehen den Lohn der Rechtschaffenen. 170. Dann schwangen wir den Berg über sie, als wäre er ein Schattendach, und sie wähnten, er sei auf sie stürzend: Nehmet hin was wir euch gegeben, in Festigkeit, und gedenket dessen, was darin, auf daß ihr gottesfürchtig seid. 171. Dann nahm dein Herr von den Söhnen Adams, aus ihren Rücken, ihre Nachkommenschaft und machte sie zu Zeugen über sie selbst: Bin ich nicht euer Herr? Sie sprachen: Ja, wir bezeugen es. Damit ihr nicht am Tag der Auferstehung saget: Traun, wir waren dessen übersehend. 172. Oder ihr saget: Götzendiener nur waren unsre Vorfahren von jeher, und wir sind Nachkommen nach ihnen. Willst du uns vernichten ob dem, was Nichtige getan? 173. So legen wir die Verse dar, auf daß sie umkehren möchten. 174. Berichte ihnen die Kunde von dem, dem wir unsre Zeichen gaben, der aber an ihnen vorüberging; Satan verführte ihn ; und er war der Irregehenden einer. 175. Wollten wir es, ganz gewiß würden wir ihn dadurch erhoben haben, aber er neigte der Erde zu und folgte seiner Lust. Sein Gleichnis ist das des Hundes: greifst du ihn an, er streckt die Zunge heraus, läßt du ihn, er streckt die Zunge heraus. Das ist das Gleichnis der Leute, die unsre Verse lügenhaft nennen. Erzähle die Geschichte nur, vielleicht, daß sie nachsinnen. 176. Ein schlimmes Beispiel sind die Leute, die unsre Verse lügenhaft nennen und gegen sich selber freveln. 177. Wen Gott leitet, der ist gerechtleitet, wen er aber irregehen läßt, – diese sind die Verlorenen. 178. Bereits haben wir für die Hölle geschaffen viel der Geister und der Menschen; ihnen sind Herzen mit denen sie nicht verstehen, ihnen sind Augen, mit denen sie nicht sehen, ihnen sind Ohren, mit denen sie nicht hören. Diese sind wie das Vieh, ja, sie sind noch verirrter. Diese, sie sind die Übersehenden. 179. Gottes sind die schönsten Namen, so rufet ihn bei diesen an, und lasset die, die seine Namen mißbrauchen. Vergolten wird ihnen werden, was sie getan. 180. Unter denen, die wir geschaffen, ist ein Volk, das in Wahrheit rechtleitet und danach gerecht handelt. 181. Die aber, die unsre Verse lügenhaft nennen, werden wir stufenweise strafen von wo sie es nicht wissen. 182. Ich friste ihnen, aber wahrlich, mein Anschlag ist fest. 183. Wollen sie denn nicht überlegen, daß ihr Genosse nicht von Geistern (besessen) ist? Er ist nur ein öffentlicher Warner. 184. Wollen sie denn nicht schauen auf das Reich der Himmel und der Erde und was Gott an Dingen geschaffen, und daß es vielleicht sein kann, ihre Lebensfrist nähere sich? An was andres wollen sie nach diesem glauben 185. Läßt Gott einen irregehen, er hat keinen Leiter; er läßt sie in ihrer Widerspenstigkeit verblendet sein. 186. Sie werden dich über diese Stunde befragen, wann ihre Festsetzung sei. Sprich: Nur bei meinem Herrn ist Kenntnis derselben; kein andrer als er wird ihren Zeitpunkt enthüllen. Schwer ist sie für Himmel und Erde, nur plötzlich wird sie euch kommen. 187. Sie werden dich befragen, als wärest du darüber kundig. Sprich: Nur bei Gott ist Kenntnis derselben; aber die meisten der Menschen wissen es nicht. 188. Sprich: Nicht vermag ich Nutzen noch Schaden für mich selbst, nur was Gott wünscht. Würde ich das Geheimnis gekannt haben, ganz gewiß würde ich des Guten viel verlangt und das Böse mich nicht berührt haben. Doch ich bin Warner nur und Heilverkünder für Leute, die glauben. 189. Er ist es, der euch aus einem einzigen Wesen gebildet, von dem er seine Frau geschaffen, daß er zu ihr komme. Und als er ihr beiwohnte, trug sie eine leichte Last und sie ging damit; doch als sie schwerer wurde, riefen sie Gott an, ihren Herrn: Wenn du und ein Braves gibst, wir wollen der Dankbaren sein. 190. Und als er ihnen ein Braves gab, gesellten sie ihm Götzen bei für das, was er ihnen schenkte. Gott aber ist erhaben ob dem, was sie ihm beigesellen. 191. Gesellen sie ihm bei, die nichts erschaffen, aber selbst erschaffen sind? Sie vermögen ihnen keine Hilfe zu gewähren, auch sich selber helfen sie nicht. 192. Ruft ihr sie zur Rechtleitung an, sie folgen euch nicht; gleich ist es für euch, ob ihr sie anruft oder schweigend seid. 193. Wahrlich, die ihr außer Gott anrufet, sind Knechte euresgleichen. So rufet sie doch an, daß sie euch erhören, wenn ihr wahrhaftig seid. 194. Haben sie Füße, mit denen sie gehen, oder Hände, mit denen sie greifen, oder Augen, mit denen sie sehen, oder Ohren, mit denen sie hören? Sprich: Rufet eure Götzen an, sodann bearglistet mich, und fristet mir nicht. 195. Wahrlich, mein Beistand ist Gott, der das Buch geoffenbart; er schützt die Frommen. 196. Die ihr aber außer ihm anrufet, sie vermögen nicht eure Hilfe, auch sich selber helfen sie nicht. 197. Ruft ihr sie um Rechtleitung an, sie hören nicht; du siehst sie zu dir blicken, doch sehen sie nicht. 198. Habe Nachsicht, heische Billigkeit und wende dich weg von den Toren. 199. Und wenn dich von Satan Zwietracht reizt, so nimm Zuflucht bei Gott, denn wahrlich, er ist allhörend und allwissend. 200. Fürwahr, die Gottesfürchtigen werden der Umtrieb Satans sie berührt, eingedenk sein; sie sind dann aufschauend. 201. Ihre Brüder aber ziehen sie tief in die Irre, daß sie nicht abstehen können. 202. Wenn du ihnen nicht mit einem Zeichen kommst, so sagen sie: Ob du ihn nur nicht zusammengetragen hast? Sprich: Ich folge dem nur, was mir von meinem Herrn eingegeben ist. Dieses ist Sichtigkeit von eurem Herrn, Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben. 203. Und wenn der Koran verlesen wird, horchet auf und seid stille, auf daß ihr Erbarmen findet. 204. Gedenke deines Herrn in deiner Seele, demütig und ehrfürchtig, ohne Lautwerden eines Wortes, am Morgen und am Abend; und sei nicht der Nachlässigen einer. 205. Wahrlich, auch die bei deinem Herrn weilen, sind nicht zu hochmütig, ihm dienstbar zu sein; sie lobpreisen ihn und fallen vor ihm nieder.

SURA VON DER BEUTE (8)

MEDINISCH, AUS 76 VERSEN BESTEHEND

IM NAMEN GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES ALLBARMHERZIGEN. Sie werden dich befragen inbetreff der Beute . Sprich: Gottes ist die Beute und seines Gesandten. So fürchtet Gott und erledigt dies friedlich unter euch. Gehorchet Gott und seinem Gesandten, wenn ihr Gläubige seid. 2. Die nur sind Gläubige, deren Herzen erzittern, wenn Gottes gedacht wird, die an Glauben zunehmen, wenn ihnen seine Verse vorgelesen werden, die auf ihren Herrn vertrauen. 3. Die das Gebet verrichten und Almosen geben von dem, womit wir sie versorgt. 4. Diese sind die Gläubigen in Wahrheit; ihnen ist ein Rang bei ihrem Herrn, Verzeihung und würdige Versorgung. 5. Als dein Herr dich aus deinem Haus führte zur Wahrheit, siehe, da war ein Teil der Gläubigen abgeneigt. 6. Sie stritten mit dir über die Wahrheit, nachdem sie klar gemacht war, als wären sie in den Tod getrieben und sähen sie ihn . 7. Dann verhieß euch Gott, eine der beiden Scharen werde euch (unterliegend) sein, und ihr wünschtet, die waffenlose möge euch (unterliegend) sein . Da wünschte Gott, die Wahrheit in seinen Worten zu bewähren und die Ungläubigen auf den Rest zu vernichten. 8. Die Wahrheit zu bewähren und das Nichtige zu vernichten, und wenn es den Sündern auch zuwider ist. 9. Dann batet ihr euren Herrn um Hilfe, und er erhörte euch: Wahrlich, ich stehe euch bei mit tausend aufeinander folgenden Engeln. 10. Dies tat Gott nur als frohe Botschaft, daß dadurch eure Herzen sich beruhigen. Hilfe ist nur bei Gott, und wahrlich, Gott ist allgewaltig und allweise. 11. Dann hüllte er euch in einen tiefen Schlaf, eine Sicherheit von ihm, und sandte euch vom Himmel Wasser , euch damit zu reinigen und von euch die Unreinheit Satans zu nehmen, um eure Herzen zu stärken und (euch) damit die Füße zu festigen. 12. Dann gab dein Herr den Engeln ein: Ich bin mit euch; so stärket die, die glauben. Schrecken will ich setzen in die Herzen derjenigen, die ungläubig sind; so schlaget ihnen über die Nacken, schlaget ihnen alle Fingerspitzen ab. 13. Dies, weil sie Gott trotzten und seinem Gesandten. Und wer Gott trotzt und seinem Gesandten, – wahrlich, Gott ist gewaltig in der Bestrafung. 14. Dies euch, so kostet es; und den Ungläubigen ist Pein im Fegefeuer. 15. O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr denen, die ungläubig sind, als Kriegsheer begegnet, so kehrt ihm nicht den Rücken zu. 16. Wer ihm dieses Tags den Rücken zukehrt, nicht zum Kampf ausbeugend oder sich zu seiner Schar zurückziehend, der zieht sich Zorn von seinem Gott zu. Die Hölle ist sein Aufenthalt, schlimm ist die Hinfahrt. 17. Nicht ihr erschlugt sie, aber Gott erschlug sie; nicht du schleudertest als du geschleudert , aber Gott schleuderte; um die Gläubigen zu prüfen von ihm aus mit einer schönen Prüfung, denn wahrlich, Gott ist allhörend und allwissend. 18. Dies euch, weil Gott Entkräfter ist des Anschlags der Frevler. 19. Wollt ihr Entscheidung, die Entscheidung ist euch bereits gekommen, steht ihr davon ab, es ist besser für euch, und kehrt ihr wieder, auch wir kehren wieder. Und nichts nützen wird euch eure Schar, wäre sie noch so groß, denn Gott ist mit den Gläubigen. 20. O ihr, die ihr glaubt, gehorchet Gott und seinem Gesandten; wendet euch von ihm nicht ab, und ihr höret. 21. Seid nicht wie die, die sprechen: wir hören, und doch nicht hören. 22. Wahrlich, schlimmer als die Tiere sind bei Gott die Tauben und Stummen, die nicht begreifen. 23. Wüßte Gott von ihnen etwas Gutes, ganz gewiß würde er sie hörend gemacht haben; aber er machte sie auch hörend, sie würden sich doch abgewandt haben, sie waren weigernd. 24. O ihr, die ihr glaubt, höret auf Gott und den Gesandten, wenn er euch ruft zu dem, was euch belebt, und wisset, daß Gott zwischen dem Menschen und seinem Herzen steht, und daß er es ist, zu dem ihr versammelt werdet. 25. Und fürchtet den Aufstand, denn er trifft nicht ausschließlich diejenigen, die unter euch freveln. Und wisset, daß Gott gewaltig ist in der Bestrafung. 26. Denket daran, wie ihr noch wenige waret, Schwache auf Erden, und fürchtetet, hinwegraffen könnten euch die Menschen; er aber nahm euch auf und stärkte euch mit seiner Hilfe und versorgte euch mit Gutem, auf daß ihr dankbar seid. 27. O ihr, die ihr glaubt, betrüget Gott nicht und den Gesandten, euer Treue brechend, und ihr wißt es. 28. Und wisset, daß euer Besitz und euer Kinder nur eine Versuchung sind, und daß bei Gott herrlicher Lohn ist. 29. O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Gott fürchtet, so wird er euch Erlösung gewähren, von euch eure Sünde nehmen und euch verzeihen, denn Gott ist Eigner großer Gnade. 30. Dann listeten gegen dich diejenigen, die ungläubig sind, dich zu fangen oder zu töten oder zu vertreiben. Sie listeten, aber auch Gott listete; und Gott ist der beste Lister. 31. Und wenn ihnen unsre Verse vorgetragen werden, sprechen sie: Wir haben es bereits gehört; wollten wir es, wir könnten gleiches sagen, denn sie sind nichts als altväterliche Fabeln. 32. Dann sprechen sie: O Gott,. ist dies Wahrheit von dir, so laß über uns Steine vom Himmel niederregnen oder komme uns mit qualvoller Strafe. 33. Doch Gott wollte sie nicht strafen, da du unter ihnen warest, und Gott wollte nicht ihr Strafer sein, weil sie um Verzeihung baten. 34. Warum aber sollte Gott sie nicht strafen, wo sie doch (andre) verdrängen von der heiligen Anbetungsstätte und nicht ihre Beschützer sind, denn die Gottesfürchtigen nur sind ihre Beschützer. Doch die meisten ihrer wissen es nicht. 35. Und ihr Gebet vor dem Haus ist nichts als Gezisch und Händeklatschen . So kostet nun die Pein, weil ihr ungläubig waret. 36. Wahrlich, die ungläubig sind, geben ihren Besitz hin, um vom Pfad Gottes zu verdrängen. Mögen sie ihn hingeben, dann aber Weh über sie, dann sind sie überwältigt. 37. Und die ungläubig sind, werden zur Hölle versammelt werden. 38. Auf daß Gott sondre das Schlechte vom Guten; er legt dann des Schlechten eines zum andren, schichtet alles zusammen und wirft es in die Hölle. Diese sind die Verlustigen. 39. Sprich zu denen, die ungläubig sind: Stehen sie ab, er wird ihnen verzeihen, was bereits geschehen, wenn sie aber rückfallen, – bereits ist das Verfahren an den Früheren vollzogen. 40. Und so bekämpfet sie, bis keine Verführung mehr ist und die Religion ganz Gottes. Stehen sie ab, wahrlich, Gott ist dessen schauend, was sie tun. 41. Kehren sie aber um, so wisset, daß Gott euer Beschützer ist. O wie schön ist der Beschützer, wie schön ist der Helfer! 42. Und wisset, was ihr an Dingen erbeutet, ein Fünftel Gott und seinem Gesandten, sowie seiner Verwandschaft, den Waisen, den Armen und den Wandrern, wenn ihr an Gott glaubt und an das, was wir unsrem Diener geoffenbart am Tag der Erlösung, am Tag, da beide Heere zusammentrafen. Und Gott ist über alle Dinge mächtig. 43. Ihr wart dann auf dieser Seite des Tals, sie auf jener Seite des Tals, und die Karawane unter euch. Hättet ihr verhandelt, sicherlich würdet ihr über den Entschluß gestritten haben, aber Gott entschied die Angelegenheit, sie war vollbracht. 44. Daß mit Bestimmtheit umkomme, wer umkam, und mit Bestimmtheit leben bleibe, wer leben blieb. Und wahrlich, Gott ist allhörend und allwissend. 45. Dann zeigte Gott sie dir im Schlaf wenig; hätte er sie dir zahlreich gezeigt, sicherlich wäret ihr kleinmütig und über die Angelegenheit zerfallen, aber Gott bewahrte (euch davor), denn wahrlich, er kennt den Inhalt der Busen. 46. Dann ließ er sie euch, als ihr sie trafet, mit euren Augen wenig sehen, auch machte er euch wenig in ihren Augen und damit entschied Gott die Angelegenheit, sie war vollbracht. Und zu Gott werden die Angelegenheiten heimgebracht. 47. O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr einer Schar begegnet, bleibt standhaft und denket viel an Gott, auf daß ihr Glück habet. 48. Gehorchet Gott und seinem Gesandten und streitet nicht, ihr könntet kleinmütig werden und euch der Mut schwinden. Harret geduldig, denn wahrlich, Gott ist mit den Geduldigen. 49. Seid nicht wie jene, die aus ihren Wohnstätten übermütig zogen, den Leuten zur Schau, um vom Pfad Gottes zu verdrängen . Gott aber ist umfassend, was sie tun. 50. Dann machte ihnen Satan ihre Werke wohlgefällig und sprach: Heute ist der Menschen keiner euer Bezwinger, denn ich bin euch Nachbar. Als aber die beiden Heere einander ansichtig wurden, wandte er sich auf seine Fersen um und sprach: Ich sage mich von euch los, denn ich sehe, was ihr nicht sehet; ich fürchte Gott, denn Gott ist gewaltig in der Bestrafung. 51. Dann sprachen die Heuchler und die, in deren Herzen Krankheit ist: Getäuscht hat diese da ihre Religion. Wer aber auf Gott vertraut, – wahrlich, Gott ist allgewaltig und allweise. 52. Sähest du doch, wie die Engel diejenigen, die ungläubig sind, hinraffen; sie schlagen sie auf Gesicht und Rücken; kostet nun die Pein des Brandes. 53. Dies für das, was eure Hände vorgewirkt, und weil Gott nicht ungerecht ist gegen (seine) Diener. 54. Nach Art der Leute Pharaos und derer, die vor ihnen waren, leugneten sie die Zeichen Gottes. Aber Gott strafte sie wegen ihrer Sünden, denn wahrlich, Gott ist stark und gewaltig in der Bestrafung. 55. Dies, weil Gott nicht Ändrer ist der Gnade, die er einem Volk gewährt, bis sie selber ändern, was in ihrer Seele, und weil Gott allhörend ist und allwissend. 56. Nach Art der Leute Pharaos und derer, die vor ihnen waren, nannten sie lügenhaft die Zeichen ihres Herrn. Wir vertilgten sie wegen ihrer Sünden und ertränkten die Leute Pharaos, denn sie alle waren Frevler. 57. Wahrlich, die schlimmsten Tiere sind vor Gott diejenigen, die ungläubig sind, die nicht glauben. 58. Mit denen du einen Bund schließest, die aber jedesmal den Bund brechen, die gottesfürchtig nicht sind. 59. Wenn du dich ihrer im Krieg bemächtigest, zersprenge mit ihnen ihre Nachfolge, auf daß sie eingedenk seien. 60. Fürchtest du von einem Volk Verrat, so wirf ihnen in gleicher Weise hin , wahrlich, Gott liebt die Verräter nicht. 61. Und denke nicht, die ungläubig sind, würden voraus sein; wahrlich, sie werden nichts verhindern. 62. Rüstet gegen sie, soweit ihr vermöget an Kraft und an Reitermacht, daß ihr damit den Feind Gottes erschrecket und euren Feind; und andre außer diesen, die ihr nicht kennt, kennt Gott. Und was ihr auch für den Pfad Gottes aufwendet, es wird euch voll ersetzt, und ihr werdet nicht übervorteilt werden. 63. Und wenn sie zum Frieden neigen, so neige auch du dazu. Und vertraue auf Gott, denn wahrlich, er ist der Allhörende, der Allwissende. 64. Und wollen sie dich hintergehen, so ist Gott wahrlich deine Genugtuung; er, der dich mit seiner Hilfe gestärkt und mit den Gläubigen, deren Herzen er zusammengefügt. Hättest du auch, alles was auf Erden aufgewandt, nie würdest du ihre Herzen zusammengefügt haben, aber Gott fügte sie zusammen, denn er ist allgewaltig und allweise. 65. O Prophet, Gott ist deine Genugtuung, und wer dir folgt von den Gläubigen. 66. O Prophet, sporne die Gläubigen zum Kampf an. Wenn nur zwanzig von euch standhaft Geduldige sind, sie besiegen zweihundert, und sind es hundert von euch, sie besiegen tausend von denen, die ungläubig sind, weil sie ein Volk sind, das nicht versteht. 67. Jetzt erleichterte Gott es euch, denn er weiß, daß Schwäche euch innewohnt. Und sind hundert von euch standhaft Geduldige, sie besiegen zweihundert, und sind es tausend von euch, sie besiegen zweitausend mit dem Willen Gottes. Und Gott ist mit den standhaft Geduldigen. 68. Keinem Propheten steht es zu, Gefangene zu haben, bis er niedergerungen hat auf Erden. Ihr wünschet Gut , hienieden, Gott aber wünscht das Jenseits. Und Gott ist allgewaltig und allweise. 69. Wenn nicht eine Schrift von Gott voraufginge, ganz gewiß würde euch ob dem, was ihr genommen , große Strafe getroffen haben. 70. So genießet nun von dem, was ihr erbeutet, wie erlaubt und gut. Und fürchtet Gott; wahrlich, Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 71. O Prophet, sprich zu den in eurer Hand Gefangenen: Wenn Gott Gutes in euren Herzen weiß, er wird euch Bessres geben als das, was euch ist genommen; er wird euch verzeihen, denn Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 72. Wenn sie dich aber hintergehen wollen, so haben sie bereits vorher Gott hintergangen. Er gab sie darum in (deine) Macht, denn Gott ist allwissend und allweise. 73. Wahrlich, die gläubig sind und für den Pfad Gottes ausgewandert und mit Vermögen und Person gestritten, die aufgenommen und geholfen, diese sind einander Schutzverwandte. Die aber gläubig sind, jedoch nicht ausgewandert, keinerlei Schutzverwandschaft habt ihr mit ihnen, bis sie auswandern. Doch bitten sie euch um Hilfe für die Religion, so obliegt euch Hilfeleistung, außer gegen ein Volk, zwischen dem und euch ein Bündnis besteht. Und Gott ist sehend dessen, was ihr tut. 74. Die ungläubige sind, einander sind sie Schutzverwandte. Tut ihr es nicht, Zwietracht ist dann auf Erden und großes Unheil. 75. Die gläubig sind und für den Pfad Gottes ausgewandert und gestritten, die aufgenommen und geholfen, diese sind die Gläubigen in Wahrheit; ihnen ist Verzeihung und würdige Versorgung. 76. Und die erst später gläubig geworden und mit euch ausgewandert und gestritten, diese auch sind der eurigen. Die Blutsverwandten aber sind einander die (nächsten) Schutzverwandten, gemäß der Schrift Gottes. Wahrlich, Gott ist aller Dinge wissend.

SURA VON DER BUSSE (9)

MEDINISCH, AUS 130 VERSEN BESTEHEND

IM NAMEN GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES ALLBARMHERZIGEN. Befreiung von Gott und seinem Gesandten an die der Götzendiener, mit denen ihr einen Vertrag geschlossen. 2. Pilgert vier Monate im Land umher, doch wisset, daß ihr nicht die Schwächer Gottes sein werdet, und daß Gott der Beschämer der Ungläubigen sei wird. 3. Eine Verkündung von Gott und seinem Gesandten an die Menschen am Tag der großen Wallfahrt, daß Gott sich lossagt von den Götzendienern und sein Gesandter. Bekehrt ihr euch, es ist besser für euch, doch wendet ihr euch ab, so wisset, ihr seid nicht Schwächer Gottes. Verkünde denen, die ungläubig sind, qualvolle Strafe. 4. Ausgenommen die von den Götzendienern, mit denen ihr einen Vertrag geschlossen, die euch in keiner Weise behelligen und niemand gegen euch beistehen. Haltet ihnen den Vertrag auf seine Dauer, wahrlich, Gott liebt die Gottesfürchtigen. 5. Sind die heiligen Monate vorüber, dann tötet die Götzendiener, wo ihr sie auch findet, fanget sie ein, belagert sie und stellet ihnen nach aus jedem Hinterhalt. Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet verrichten und den Armenbeitrag entrichten, so lasset ihnen ihren Weg. Wahrlich, Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 6. Und wenn dich ein einzelner von den Götzendienern um Schutz bittet, so schütze ihn, daß er das Wort Gottes höre; dann laß ihn einen sicheren Ort erreichen. Dies, weil sie Leute sind, die nicht verstehen. 7. Wie sollten die Götzendiener ein Bündnis mit Gott haben und mit seinen Gesandten? Die ausgenommen, mit denen ihr bei der heiligen Anbetungsstätte ein Bündnis geschlossen. Und soweit sie euch aufrichtig sind, seid auch ihr ihnen aufrichtig; wahrlich, Gott liebt die Gottesfürchtigen. 8. Wie (sollten sie auch)? Wenn sie gegen euch auftreten können, beachten sie nicht Blutsverwandtschaft und nicht Bundestreue. Gefällig sind sie euch mit ihrem Mund, doch weigern sich ihre Herzen. Die meisten ihrer sind gottlos. 9. Sie erkaufen für die Verse Gottes einen geringen Preis und wandten sich ab von seinem Pfad. Wahrlich, schlimm ist, was sie tun. 10. Nicht Blutsverwandtschaft beachten sie bei einem Gläubigen und nicht Bundestreue. Diese, sie sind Bundesbrecher. 11. Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet verrichten und den Armenbeitrag entrichten, so sind sie eure Brüder in der Religion. So legen wir die Verse dar Leuten, die verstehen. 12. Und wenn sie ihre Eide brechen, nachdem sie ein Bündnis geschlossen, und über eure Religion spotten, so bekämpfet die Vorstände des Unglaubens. Wahrlich, ihnen sind die Eide nichts; vielleicht, daß sie abstehen. 13. Wollt ihr nicht Leute bekämpfen, die ihre Eide brachen, die Vertreibung des Gesandten erstrebten und zuerst euch anfielen? Fürchtet ihr sie? Gott ist es, den ihr eher fürchten solltet, wenn ihr Gläubige seid. 14. Bekämpfet sie, Gott wird sie durch eure Hände strafen und zu Schanden machen; er wird euch gegen sie helfen und die Busen des gläubigen Volkes heilen. 15. Er wird den Zorn aus ihren Herzen verbannen. Gott wendet sich dem zu, der ihm beliebt, und Gott ist allwissend und allweise. 16. Glaubt ihr denn verlassen zu sein, oder Gott kenne die nicht, die unter euch gestritten und außer Gott, seinem Gesandten und den Gläubigen keinen innigen Freund genommen? Und Gott ist kundig dessen, was ihr tut. 17. Es kommt den Götzendienern nicht zu, daß sie die Anbetungsstätten Gottes besuchen, als Zeugen des Unglaubens gegen sich selber. Diese sind es, deren Werke nichtig sind, ewig weilen sie im Fegefeuer. 18. Der nur besuche die Anbetungsstätten Gottes, der an Gott glaubt und an den jüngsten Tag, das Gebet verrichtet, den Armenbeitrag entrichtet und nur Gott fürchtet. Diese mögen wohl der Gerechtleitenden sein. 19. Wollt ihr Tränkung der Wallfahrer und Besuch der heiligen Anbetungsstätte (der Tat dessen) gleichstellen, der an Gott glaubt und an den jüngsten Tag und für den Pfad Gottes streiten? Sie sind bei Gott nicht gleich, und Gott leitet nicht das frevelhafte Volk. 20. Die gläubig sind und für den Pfad Gottes ausgewandert und mit Vermögen und Person gestritten, sind um Stufen höher bei Gott. Diese sie sind die Seligen. 21. Ihr Herr verkündet ihnen Barmherzigkeit von ihm aus und Wohlgefallen; ihnen sind Gärten, darinnen dauernde Glückseligkeit. 22. Ewig verbleiben sie in diesen und stets. Wahrlich, bei Gott ist herrlicher Lohn. 23. O ihr, die ihr glaubt, nehmet nicht eure Väter noch eure Brüder zu Freunden, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen; wer von euch sie zu Freunden nimmt, Frevler sind sie. 24. Sprich: Wenn eure Väter, eure Kinder, eure Brüder, eure Frauen, eure Verwandten, das Vermögen, das ihr erworben, der Handel, dessen Verfall ihr fürchtet, und die Wohnungen, die euch erfreuen, euch lieber sind als Gott und sein Gesandter und als das Streiten für seinen Pfad, so wartet denn, bis Gott mit seinem Befehl kommt. Und Gott rechtleitet nicht das gottlose Volk. 25. Bereits hatte euch Gott auf vielen Schlachtfeldern geholfen, aber am Tag von Honein , als ihr stolz wart eurer großen Menge, schützte euch diese in keiner Weise. Enge ward euch die Erde, wie breit sie auch war; dann wandtet ihr euch rückwärts. 26. Dann sandte Gott seine Majestät über seinen Gesandten und über die Gläubigen, und (Engel)scharen, die ihr nicht sahet, und strafte die, die ungeduldig waren. Dies ist der Entgelt der Ungläubigen. 27. Doch nachher wendet sich Gott dem zu, den er wünscht, denn Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 28. 0 ihr, die ihr glaubt, nur Schmutz sind die Götzendiener, sie sollen nach diesem ihrem Jahr der heiligen Anbetungsstätte nicht nahen; und fürchtet ihr Armut , so wird Gott euch später von seinem Überfluß zur Genüge geben, wenn er will. Wahrlich, Gott ist allwissend und allweise. 29. Bekämpfet die an Gott nicht glauben und an den Jüngsten Tag, die nicht heilig halten, was Gott geheiligt und sein Gesandter, und nicht anerkennen die Religion der Wahrheit, von denen, die die Schrift empfingen, bis sie Tribut aus der Hand zahlen und gering sind. 30. Die Juden sagen, Ezra sei ein Sohn Gottes , die Christen sagen, der Messias sei ein Sohn Gottes. Das ist ihre Rede mit ihren Mündern, ähnlich der Rede derer, die vordem ungläubig waren. Gott bekämpft sie, von wo aus sie auch lügen. 31. Sie nahmen ihre Gelehrten und ihre Mönche zu Herren an neben Gott, und den Messias, den Sohn Marias, und doch ist ihnen nicht andres befohlen, als einen einzigen Gott zu verehren. Es gibt keinen Gott außer ihm; erhaben ist er ob dem, was sie ihm beigesellen. 32. Sie wollen das Licht Gottes mit ihren Mündern auslöschen, aber Gott will nicht andres, als sein Licht vollkommen machen, und sollte es zuwider sein den Ungläubigen. 33. Er ist es, der den Gesandten mit der Rechtleitung gesandt und mit der wahren Religion, sie überwinden zu lassen die Religionen alle, und sollte es zuwider sein den Götzendienem. 34. O ihr, die ihr glaubt, wahrlich, viele von den Gelehrten und den Mönchen verzehren das Vermögen der Leute in Nutzlosigkeit und wenden sich ab vom Pfad Gottes. Und denen, die Gold und Silber aufspeichern und es nicht für den Pfad Gottes aufwenden, verkünde qualvolle Strafe. 35. An jenem Tage werden sie im Feuer der Hölle geglüht und damit gebrandmarkt ihre Stirnen, ihre Seiten und ihre Rücken: dies, was ihr für euch aufgespeichert; nun kostet, was ihr aufgespeichert! 36. Siehe, die Zahl der Monate ist bei Gott zwölf, im Buch Gottes; seit dem Tag, an dem er die Himmel geschaffen und die Erde; vier von diesen sind heilig. Dies ist der feste Kultus, und versündigt euch nicht an diesen. Aber bekämpfet die Götzendiener durchauub, wie sie euch durchaus bekämpfen, und wisset, daß Gott mit den Gottesfürchtigen ist. 37. Die Verlegung aber ist ein Zuwachs des Unglaubens, worin irrgehen, die ungläubig sind. Frei geben sie ihn in dem einen Jahr und heiligen ihn im andren, um auszugleichen die Zahl dessen, was Gott geheiligt; und so geben sie frei, was Gott geheiligt. Wohlgefällig ist ihnen das Böse ihres Tuns; aber Gott rechtleitet nicht das Volk der Ungläubigen. 38. O ihr, die ihr glaubt, was ist euch, daß, wenn euch gesagt wird, daß ihr für den Pfad Gottes ausziehet, ihr euch zur Erde hängen lasset? Ist euch das Leben hienieden lieber als das Jenseits? Der Genuß des Lebens hienieden ist gegen den des Jenseits nur gering. 39. Wenn ihr nicht auszieht, so wird er euch mit qualvoller Pein strafen und an eure Stelle ein andres Volk setzen. Ihr aber werdet ihm um nichts schaden, denn Gott ist über alle Dinge mächtig. 40. Helft ihr ihm nicht, so half ihm Gott bereits, als die, die ungläubig sind, ihn vertreiben und er der zweite unter zweien war. Als sie beide in der Höhle waren, sprach er zu seinem Genossen: Betrübe dich nicht, denn wahrlich, Gott ist mit uns. Und Gott sandte über ihn seine Majestät und stärkte ihn mit (Engel)scharen, die ihr nicht sahet. Niedrig setzte er den Entscheid derer, die ungläubig sind, und der Entscheid Gottes ist der höchste. Und Gott ist allgewaltig und allweise. 41. Ziehet aus, leicht und schwer (gewaffnet) und streitet mit eurem Vermögen und eurer Person für den Pfad Gottes. Dies ist zu eurem Besten, wenn ihr es doch verstehen möchtet! 42. Wäre der Vorteil nahe und die Reise bequem, sicherlich wären sie dir gefolgt, aber weit schien ihnen die Entfernung; und doch werden sie bei Gott schwören: Wären wir imstande, ganz gewiß würden wir mit euch ausgezogen sein. Sie richten sich selber zugrunde, denn Gott weiß, daß sie nur Lügner sind. 43. Verzeih es dir Gott! Weshalb auch hörtest du auf sie, bevor dir klar war, daß diese die Wahrheit redeten, und du die Lügner kanntest. 44. Nicht bitten werden dich um Urlaub, die an Gott glauben und an den Jüngsten Tag, nicht mit ihrem Vermögen und ihrer Person zu streiten. Und Gott ist wissend inbetreff der Gottesfürchtigen. 45. Und die an Gott nicht glauben und an den Jüngsten Tag, werden dich darum bitten. Ihre Herzen sind zweifelmütig, und in ihrem Zweifel schwanken sie. 46. Und wünschten sie auch den Ausmarsch, sicherlich würden sie sich mit Rüstung gerüstet haben. Aber zuwider war Gott ihr Ausziehen und er hinderte sie; und so ward ihnen gesagt: Bleibet zurück mit den Zurückbleibenden. 47. Wären sie mit euch ausgezogen, sie hätten euch doch nur Verderben zugefügt und in eurer Mitte Aufruhr erregt, sie würden zum Aufstand angestiftet und unter euch Hörer gehabt haben. Und Gott ist wissend inbetreff der Frevler. 48. Bereits vorher erstrebten sie einen Aufstand und verwirrten dir die Geschäfte, bis die Wahrheit kam und der Befehl Gottes siegte; und sie waren widerwillig. 49. Mancher unter ihnen sagt: Entlasse mich und bringe mich nicht in Versuchung. Sind sie denn nicht bereits in Versuchung gefallen? Aber wahrlich, die Hölle ist die Umfasserin der Ungläubigen. 50. Trifft dich Gutes, so ärgere sie dies, trifft dich ein Unglück, so sagen sie: Wir haben unsre Sache schon vorher gesichert. Sie wenden sich ab und freuen sich. 51. Sprich: Nichts wird und treffen als das,was Gott uns geschrieben. Er ist unser Beschützer, und auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen. 52. Sprich: Was erwartet ihr an uns, wenn nicht eine der beiden Herrlichkeiten ? Wir aber erwarteten an euch, daß Gott euch treffe mit einer Strafe von ihm aus oder durch unsre Hände. So wartet nur, auch wir sind mit euch der Wartenden. 53. Sprich: Spendet nur, ob willig oder widerwillig, es wird von euch doch nicht angenommen, denn wahrlich, ihr seid ein gottlos Volk. 54. Nichts andres hindert, daß von ihnen ihre Spenden angenommen werden, als daß sie Gott verleugnen und seinen Gesandten, daß sie das Gebet verrichten träge nur, und daß sie Spenden geben nur gezwungen. 55. Staunen mache dich nicht ihr Vermögen, auch nicht ihre Kinder, denn strafen nur will sie Gott damit im Leben hienieden, daß schwinden sollen ihre Seelen während sie Ungläubige sind. 56. Und sie schwören bei Gott, ganz gewiß der eurigen zu sein, doch sind sie der eurigen nicht; zwiespältige Leute nur sind sie. 57. Fänden sie eine Zuflucht oder eine Höhle oder einen Schlupfwinkel, ganz gewiß würden sie sich da hinein wenden, ausreißen. 58. Mancher von ihnen verleumdet dich wegen der Almosen( verteilung), erhalten sie davon, sind sie befriedigt, erhalten sie davon nichts, dann sind sie unwillig. 59. Wären sie doch mit dem zufrieden, was ihnen Gott gibt und sein Gesandter, und sagten: Unser Genüge ist Gott; geben wird uns Gott von seinem Überfluß und sein. Wahrlich, an Gott (wenden wir uns) bitten. 60. Almosen sind nur für die Armen, für die Bedürftigen, für die sich mit ihnen Befassenden, für die, deren Herzen sich angeschlossen, für die Gefangenen(befreiung), für die Schuldner, für den Pfad Gottes und für die Wanderer; eine Vorschrift Gottes, und Gott ist allwissend und allweise. 61. Unter ihnen manche, die den Propheten schmähen und sagen: Er hört auf alles. Sprich: Er hört auf das Gute für euch; er glaubt an Gott, er glaubt den Gläubigen. 62. Und Barmherzigkeit für die, die unter euch glauben; die aber den Gesandten Gottes schmähen, ihnen ist qualvolle Strafe. 63. Sie schwören euch bei Gott, um euch gefällig zu sein, Gott aber und sein Gesandter sind berechtigt, daß sie ihm gefällig seien, wenn sie Gläubige sind. 64. Wissen sie denn nicht, daß dem, der Gott trotzt und seinem Gesandten, das Feuer der Hölle ist, in der er ewig verbleibt? Das ist eine große Schmach. 65. Die Heuchler fürchten, es könnte gegen sie eine Sura offenbart werden, die ihnen verkündet, was in ihrem Herzen. Sprich: Spottet nur, wahrlich, Gott ist hervorbringend, was ihr fürchtet. 66. Fragst du sie, sie sagen bestimmt: Wir plauderten nur und scherzten. Sprich: Habt ihr nicht über Gott gespottet, über seine Verse und über seinen Gesandten? 67. Entschuldiget euch nicht, ihr wart ungläubig, nachdem ihr des Glaubens wartet. Vergeben wir auch manchen von euch, die andren bestrafen wir, denn sie sind Sünder. 68. Heuchler und Heuchlerinnen, die einen und die andren, sie gebieten Verwerfliches, verhindern Billigkeit und verschließen ihre Hände. Sie vergaßen Gott und er vergaß sie. Wahrlich, die Heuchler, das sind die Gottlosen. 69. Verheißen hat Gott den Heuchlern und den Heuchlerinnen, sowie den Ungläubigen das Feuer der Hölle, in der sie ewig verbleiben. Das ist ihr Genüge, denn verflucht hat sie Gott, und dauernde Pein ist ihnen. 70. Gleich denen, die vor euch waren, die stärker waren als ihr an Kraft und reicher an Vermögen und Kindern, und sich ihres Loses erfreuten. Ihr erfreutet euch eures Loses, wie die, die vor euch waren, sich ihres Loses erfreuten, und plaudertet, wie auch sie plauderten. Nichtig sind die Werke dieser hienieden und jenseits, diese sind die Verlorenen. 71. Kam ihnen nicht die Kunde von denen, die vor ihnen waren, dem Volke Noahs, den Aditen, den Thamuditen, dem Volk Abrahams, den Genossen Midjans und den umgestürzten (Städten), zu denen ihre Gesandten mit deutlichen Wundern kamen? Gott war nicht ungerecht gegen sie, aber sie selber waren ungerecht gegen sich. 72. Die Gläubigen aber und die Gläubiginnen sind Freunde untereinander, sie gebieten Billigkeit, verhindern Verwerfliches, verrichten das Gebet, entrichten den Armenbeitrag und gehorchen Gott und seinem Gesandten. Dieser wird Gott sich erbarmen; wahrlich, Gott ist allgewaltig und allweise. 73. Verheißen hat Gott den Gläubigen und den Gläubiginnen Gärten, darunterhin Ströme fließen, in denen sie ewig verweilen, und herrliche Wohnungen in den Gärten Edens, und mehr noch das Wohlgefallen Gottes. Das ist die höchste Glücksseligkeit. 74. O Prophet, bekämpfe die Ungläubigen und die Heuchler und sei streng gegen sie. Ihr Aufenthalt ist die Hölle, schlimm ist die Hinreise. 75. Sie schwören bei Gott, nichts geredet zu haben, doch haben sie Worte des Unglaubens geredet, waren ungläubig, nachdem sie ergebene Gottbekenner geworden, und erstrebten, was sie nicht erreichen sollten. Doch nichts verwarfen sie, als daß Gott sie von seinem Überfluß bereichert hätte und sein Gesandter. Bekehren sie sich, es ist besser für sie, wenden sie sich aber ab, so straft sie Gott mit qualvoller Strafe hienieden und jenseits. Kein Beistand ist ihnen auf Erden und kein Helfer. 76. Mancher von ihnen paktierte mit Gott: wenn er uns von seinem Überfluß gibt, ganz gewiß wollen wir Almosen geben und der Rechtschaffenen sein. 77. Und als er ihnen von seinem Überfluß gab, da geizten sie damit; sie wandten sich ab, und waren sich Weigernde. 78. Da ließ er Heuchelei in ihre Herzen folgen bis zum Tag, an dem sie mit ihm zusammen treffen werden, weil sie Gott nicht gehalten, was sie ihm zugesagt, und weil sie gelogen. 79. Wissen sie denn nicht, daß Gott ihre Heimlichkeit kennt und ihr Geheimgespräch, und daß Gott Wisser ist der Geheimnisse? 80. Die da verleumden die freiwilligen Almosenspender unter den Gläubigen und die, die nur ihr mühsam Erworbenes geben können, und ihrer spotten, – Gott spottet ihrer, und qualvolle Strafe ist ihnen. 81. Bitte für sie um Verzeihung oder bitte für sie nicht; auch wenn du siebzigmal für sie um Verzeihung bittest, Gott verzeiht ihnen doch nicht. Dies, weil sie Gott verleugnet und seinen Gesandten. Und Gott rechtleitet nicht das gottlose Volk. 82. Es freuen sich die Zurückbleibenden ihrer Stätte hinter dem Gesandten Gottes, sie weigern sich, mit ihrem Vermögen und ihrer Person für den Pfad Gottes zu streiten, und sagen: Ziehet nicht aus bei der Glut. Sprich: Von stärkrer Glut ist das Feuer der Hölle. Wollten sie es doch verstehen! 83. Mögen sie ein wenig lachen, aber weinen werden sie viel als Entgelt für das, was sie begangen. 84. Und wenn Gott dich zu einem Teil von ihnen zurückbringt und sie dich um Erlaubnis zum Ausmarsch bitten, so sprich: Nie sollt ihr mit mir jemals ausziehen, nie sollt ihr mit mir einen Feind bekämpfen. Wahrlich, euch gefiel es erstmals daheim zu bleiben, so bleibet nun mit den Zurückbleibenden. 85. Und bete nie für einen von ihnen, der gestorben, und stehe nicht an seinem Grab. Sie haben wahrlich Gott verleugnet und seinen Gesandten, sie starben und waren gottlos. 86. Staunen mache dich nicht ihr Vermögen, auch nicht ihre Kinder, denn nur strafen will Gott sie damit hienieden, daß schwinden sollen ihre Seelen während sie Ungläubige sind. 87. Und wenn offenbart wird eine Sura: daß ihr an Gott glaubet und mit seinem Gesandten streitet, so bitten dich die Begüterten unter ihnen um Urlaub und sprechen: Laß uns, wir wollen mit den Daheimbleibenden sein. 88. Sie wollen lieber mit den Zurückbleibenden sein. Ihre Herzen sind versiegelt und sie begreifen nicht. 89. Der Gesandte aber und mit ihm die, die glauben, streiten mit ihrem Vermögen und ihrer Person. Diese sind es, denen das Gute ist, diese sind die Glückhabenden. 90. Gott hat ihnen Gärten hergerichtet, darunterhin Ströme fließen, in denen sie ewig weilen. Dies ist die höchste Glücksseligkeit. 91. Und es kamen Sichentschuldigende von den Arabern, daß ihnen Urlaub gegeben werde, und zurückbleiben, die Gott verleugneten und seinen Gesandten. Aber treffen wir die, die unter ihnen ungläubig waren, qualvolle Strafe. 92. Von den Schwachen, den Kranken und denen, die nichts aufzuwenden haben, ist es kein Verbrecher, sofern sie Gott aufrichtig sind und seinem Gesandten. Keine Ursache an die Liebfrommen, und Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 93. Auch von denen nicht, die zu dir kamen, daß du die bemittelnt , und du zu ihnen sprachest: ich finde nichts, euch zu bemitteln, und sie umkehrten, während ihre Augen von Tränen flossen aus Kummer, daß sie nichts aufzuwenden hatten. 94. Ursache ist an die nur, die dich um Urlaubs bitten, aber vermögend sind, und lieber bei den Zurückbleibenden sein wollen. Versiegelt hat Gott ihre Herzen, und sie wissen es nicht. 95. Sie werden sich bei euch entschuldigen, wenn ihr zu ihnen zurückgekehrt seid. Sprich: Entschuldiget euch nicht, wir glauben euch doch nicht; bereits hat Gott uns Auskunft über euch verkündet. Gott wird euer Tun beobachten und sein Gesandter; dann werdet ihr zurückgebracht werden zum Kenner des Verborgenen und des Offenkundigen, und er wird euch verkünden, was ihr getan. 96. Sie werden euch bei Gott beschwören, wenn ihr zu ihnen zurückgekehrt seid, von ihnen zu lassen. So lasset von ihnen, denn wahrlich, sie sind ein Greuel. Ihr Aufenthalt ist die Hölle, ein Entgelt für das, was sie begangen. 97. Sie werden euch beschwören, ihnen hold zu sein. Doch solltet ihr ihnen auch hold sein, aber wahrlich Gott ist einem gottlosen Volk nicht hold. 98. Die Araber sind die stärksten an Unglauben und Heuchelei, und begreiflich, daß sie die Bestimmungen nicht kennen, die Gott seinem Gesandten geoffenbart. Und Gott ist allwissend und allweise. 99. Mancher von den Arabern hält das, was er beisteuern soll, für eine drückende Schuld und wartet auf euren Glückswandel. Doch über sie des Unglücks Wandel. Und Gott ist allhörend und allwissend. 100. Und von den Arabern mancher, der auch an Gott glaubt und an den jüngsten Tag, und was er beisteuern soll, für eine Annäherung an Gott hält und Segnungen des Gesandten. Ist dies nicht eine Annäherung für sie? Einführen wird sie Gott in seine Barmherzigkeit; wahrlich, Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 101. Und die ersten Vorgänger der Ausgewanderten und der Helfer , und die ihnen in Guttat gefolgt, an ihnen hat Gott Wohlgefallen und sie haben Wohlgefallen an ihm. Hergerichtet hat er ihnen Gärten, darunterhin Ströme fließen, in denen sie ewig weilen und stets. Das ist die höchste Glückseligkeit. 102. Und unter den Arabern rings um euch sind Heuchler, und unter den Bewohnern von Medina , verstockt in der Heuchelei. Du kennst sie nicht, wir aber kennen sie. Wir werden sie zweimal strafen, dann erst sollen sie schwerer Pein zugeführt werden. 103. Andre bekannten ihre Sünden, sie mischen so eine gute Tat mit einer andren schlechten. Vielleicht wendet sich Gott ihnen zu, denn wahrlich, Gott ist allverzeihend und allbarmherzig. 104. Nimm von ihrem Vermögen Almosen, damit du sie reinigest und läuterst, und bete für sie; wahrlich, deine Gebete sind ihnen ein Hort. Und Gott ist allhörend und allwissend. 105. Wissen sie denn nicht, daß Gott die Bekehrung seiner Diener anerkennt und Almosen entgegennimmt, und daß Gott der Allvergebende ist, der Allbarmherzige? 106. Und sprich: Wirket, und Gott wird euer Werk sehen und sein Gesandter und die Gläubigen. Zurückgebracht werdet ihr der einst zum Kenner des Verborgenen und des Offenkundigen, und er wird euch verkünden, was ihr getan. 107. Und andre, die auf einen Entscheid Gottes gefaßt sind, ob er sie strafen wird oder sich ihnen zuwenden. Und Gott ist allwissend und allweise. 108. Und die eine Anbetungsstätte errichtet zum Nachteil und zum Unglauben, zur Spaltung unter den Gläubigen und zum Hinterhalt für den, der schon zuvor Gott bekämpft hat und seinen Gesandten. Und sie schwören: wir wollen nichts als das Gute; Gott aber wird bezeugen, daß sie nur Lügner sind. 109. Nie sollst du darin stehen. Bevorzugter ist eine Anbetungsstätte, vom ersten Tag an auf Gottesfurcht gegründet, daß du darin stehest; darin sind Männer, die sich zu reinigen lieben, und Gott liebt die Sichreinigenden. 110. Ist, wer seinen Bau auf Gottesfurcht und Wohlgefallen gegründet, besser, oder wer seinen Bau am Rand eines schwachen unterspülten Untergrunds gegründet, mit dem er in das Feuer der Hölle stürzt? Und Gott rechtleitet nicht das frevelhafte Volk. 111. Nicht aufhören wird ihr Bau, den sie gebaut, Zweifel in ihren Herzen (zu erregen), bis zerbrochen sind ihre Herzen. Und Gott ist allwissend und allweise. 112. Wahrlich, erkauft hat Gott von den Gläubigen Person und Vermögen dafür, daß ihnen der Garten (zuteil) ist, wenn sie für den Pfad Gottes kämpfen, ob sie töten oder getötet werden. Nach der Verheißung, die er auf sich fest nahm, in der Thora, im Evangelium und im Koran. Und wer erfüllt seinen Vertrag besser als Gott? So freut euch des Handels, den ihr gehandelt, denn dies ist die höchste Glückseligkeit. 113. Die Sichbekehrenden, die Gottverehrenden, die Preisenden, die Wallfahrenden, die Sichbeugenden , die Niederfallenden, die Billigkeit Gebietenden, die Verwerfliches Verhindernden und die die Bestimmung Gottes Beobachtenden; und verkünde Heil den Gläubigen. 114. Nicht steht es dem Propheten zu und denen, die glauben, daß sie um Verzeihung bitten für die Götzendiener, und wären sie auch Anverwandte, nachdem ihnen klar geworden, daß diese Genossen des Feuerpfuhls sind. 115. Und auch die Fürbitte Abrahams für seinen Vater geschah nur wegen eines Versprechens, das er ihm versprochen; als ihm jedoch klar geworden, daß er ein Feind Gottes war, sagte er sich von ihm los. Wahrlich, Abraham war zärtlich und sanftmütig. 116. Und Gott läßt ein Volk nicht irregehen, nachdem er es gerechtleitet, bis er ihm klar gemacht, was es zu fürchten habe. Wahrlich, Gott ist aller Dinge wissend. 117. Wahrlich, Gottes ist die Herrschaft über Himmel und Erde, er belebt und tötet, und außer Gott ist euch nicht Beistand und nicht Helfer. 118. Zugewandt hat Gott sich dem Propheten, den Ausgewanderten und den Helfern, die ihm in der Stunde der Not gefolgt, nachdem fast gewankt hätten die Herzen eines Teils von ihnen; er wandte sich ihnen aber zu, denn wahrlich, er ist ihnen gütig und barmherzig. 119. Und auch den dreien, die zurückgeblieben waren, bis ihnen eng ward die Erde, wie weit sie auch ist, beengt waren ihre Seelen, und sie sahen ein, daß es keine Zuflucht vor Gott gibt als zu ihm. Da wandte er sich ihnen zu, auf daß sie sich bekehrten. Wahrlich, Gott ist der Allvergebende, der Allbarmherzige. 120. O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott und haltet euch zu den Wahrhaftigen. 121. Nicht kam es den Bewohnern Medinas zu, auch nicht ihrer Umgebung von den Arabern, hinter dem Gesandten Gottes zurückzubleiben, noch ihre Person seiner Person vorzuziehen, damit sie nicht auf dem Pfad Gottes Durst treffe und nicht Mühe und nicht Hunger, weil sie keinen Tritt treten wollten, der die Ungläubigen erzürnt, und weil sie vom Feind kein Leid erleiden wollten, wenn ihnen nicht dafür ein verdienstliches Werk angeschrieben würde. Wahrlich, Gott läßt nicht verlorengehen den Lohn der Liebfrommen. 122. Und auch keine Spende spenden sie, ob klein oder groß, kein Tal durchziehen sie, wenn ihnen nicht angeschrieben wird, daß Gott ihnen aufs schönste vergelten wird, was sie getan. 123. Es brauchen die Gläubigen nicht allesamt auszuziehen, wenn von ihnen aus jeder Abteilung nur ein Teil auszieht, damit sie in der Religion forschen und ihre Leute ermahnen, wenn sie zu ihnen zurückgekehrt, auf daß sie vorsichtig seien. 124. O ihr, die ihr glaubt, bekämpfet die euch Benachbarten von den Ungläubigen und lasset sie bei euch Strenge finden, und wisset, daß Gott mit den Gottesfürchtigen ist. 125. Wenn eine Sura offenbart wird, sprechen manche von ihnen. Wen von euch bestärkte diese im Glauben? Was die betrifft, die glauben, so bestärke sie sie im Glauben, und sie freuen sich dessen. 126. Und was die betrifft, in deren Herzen Krankheit ist, so bestärke sie sie mit Sünden zu ihren Sünden. Sie sterben und sind Ungläubige. 127. Sehen sie denn nicht, daß sie jedes Jahr einmal oder zweimal geprüft werden? Doch bekehren sie sich nicht und lassen sich nicht ermahnen. 128. Und wenn eine Sura offenbart wird, blickt einer den andren an: sieht euch jemand? Dann wenden sie sich um. Umgewandt hat Gott ihre Herzen, denn sie sind Leute, die nicht einsehen. 129. Gekommen ist euch nun ein Gesandter aus eurer Mitte, gedrückt ob dem, was ihr verschuldet, nach euch begehrend, gegen die Gläubigen gütig und barmherzig. 130. Wenden sie sich ab, so sprich: Mein Genüge ist Gott. Es gibt keinen Gott außer ihm; auf ihn vertraue ich, und er ist der Herr des herrlichen Throns.

The free sample has ended.

Age restriction:
0+
Volume:
540 p.
ISBN:
9783754114315
Publishers:
Copyright Holder::
Bookwire
Download format:

Similar books