Read the book: «Tierbotschaften aus dem Jenseits»
Das Buch
Was erleben unsere Tiere nach dem Übergang in die andere Welt? Gibt es einen Ort, an dem sie gemeinsam mit unseren verstorbenen Verwandten leben? Sind sie glücklich und warten sie auf uns? Die Reinheit der Botschaften unserer Tiergefährten ist überraschend und vermittelt uns eine neue Sicht über das Leben in der feinstofflichen Welt. Wissen Tiere wann ihre Zeit gekommen ist, die Erde zu verlassen? Verzeihen Sie uns unsere Fehler? Was denken sie über den Tod, über das Einschläfern, über Begräbnisrituale, Reinkarnation und vieles mehr. Dieses Buch gibt Aufschluß über viele Fragen, die uns beschäftigen. Es zeigt, wie man seine Trauer bewältigen und Heilung erfahren kann und hilft aktiv, den Schmerz über den Verlust eines Tierkameraden zu lindern.
Die Autorin
Die international renommierte Tierkommunikatorin Karen Anderson enthüllt erstaunliche Beweise wie unsere Tiere mit uns sprechen und zeigt, dass sie sowohl im Diesseits als auch im Jenseits immer mit uns im Austausch sind. Karen Anderson publizierte mehrere Bücher und gewann etliche Buchpreise in den USA, so auch 2018 den International Book Awards Animal/Pets.
Karen A. Anderson
Tierbotschaften aus dem Jenseits
Verblüffende Beweise und Zeichen
Übersetzt von Johanna Ellsworth

Für meine große Liebe
Danny R.
Widmung
Dieses Buch ist den Menschen gewidmet, die den Schmerz und die überwältigende Trauer durchleiden mussten, die der Abschied von einem geliebten Vierbeiner mit sich bringt.
Und dieses Buch ist auch allen Tieren auf der Erde und im Jenseits gewidmet, die uns geliebt haben und unser Leben so bereichert haben.
Danksagungen
Es gibt viele wunderbare Menschen, bei denen ich mich für ihre Liebe und Unterstützung während der Entstehung dieses Buches bedanken möchte. Das Buch wäre ohne das Feedback und die wertvollen Einsichten all derjenigen, die mir geholfen haben, nicht das geworden, was es heute ist. Ich bin euch allen sehr dankbar.
An meine Mutter Ursula Wassner: Ich liebe dich von ganzem Herzen. Du bist meine beste Freundin und ich habe das große Glück, eine so tolle Mutter zu haben. Meine tiefe Dankbarkeit für deine Liebe und Unterstützung in all den Jahren und während des Schreibens dieses Buches lassen sich nicht in Worte fassen. Danke, dass du mich meine Gaben ausleben lässt, auch wenn sie vielleicht ungewöhnlich sind. Denn durch deine Liebe kann ich mein Leben voll ausschöpfen. Ich werde dich immer lieben.
An Onkel Dave und Tante Renate Michaut: Ich bin euch für eure Hilfe beim Manuskript und Lektorat sehr dankbar. Renate, dein scharfer Blick hat viele Fehler entdeckt, die ich sicher übersehen hätte. Danke für all euer Feedback und geduldiges Zuhören, wenn ich immer wieder über das Buch gesprochen habe. Und vor allem danke ich euch dafür, dass ihr für mich da wart, als ich euch am meisten gebraucht habe. Ohne euch wäre ich verloren gewesen und hätte nicht das schöne Leben, das ich führe. Ich habe euch beide sehr lieb.
Auch möchte ich dir, Annie Kagan, für all deine Herzlichkeit, Liebe und Unterstützung danken. Ich bin dir auf ewig dankbar.
An Jill Mangino: Vielen Dank für dein wundervolles Licht und großzügiges Herz. Das Universum hat dich mir genau im richtigen Moment geschickt.
An meinen Lieblingsschamanen Ron Sohler: Unsere Verbindung ist buchstäblich nicht von dieser Welt. Ich danke dir dafür, dass du mir die übernatürliche Seite des Lebens gezeigt hast, und für alle lustigen und verrückten Momente, Pfirsiche, Erzengel, für Irland, für das Schloss Manresa Castle, für die Drachen, Zwerge, Feen, Elfen, Motorboote und geklauten Hüte. Wer hätte jemals gedacht, dass eine solche Zweiflerin wie ich sich so überzeugen lassen würde? Ich warte gespannt darauf, worüber wir beide noch mal ein Buch schreiben werden. Die Kleinen und ich haben dich sehr lieb.
An meinen Kollegen bei der Detektivarbeit, Angel Nieves: Die Arbeit mit dir war mir eine Ehre und ein Segen. Du bist ein sehr talentierter und ganz besonderer Mensch. Ich bin sehr dankbar dafür, dich in meinem Leben zu haben. Hab dich lieb, mein Freund.
An meine liebe Freundin Teresa Mena: Ich bin dir für deine Liebe und Unterstützung in all den Jahren und beim Schreiben dieses Buches, deine Hilfsbereitschaft und Geduld, wenn ich dir das Manuskript immer wieder zugeschickt habe, um darüber zu schauen, sehr dankbar. Du bist eine unglaublich tolle Frau, die mich zu immer neuen Höhen inspiriert hat. Deine Freundschaft ehrt mich. Ich bin dir sehr verbunden.
An meine liebe Freundin Diane Sposili: Ohne dich hätte ich es nicht geschafft. Dein Feedback über jedes einzelne Kapitel war kostbar. Du bist erstaunlich und ich bin dir ewig dankbar. Ich habe dich, Larry, Donald und die Kätzchen ganz doll lieb.
An meine guten Freunde und tapferen Seelen, die den ersten Entwurf lektoriert haben: Lynn Knoblauch, Leslee Bouttu, Maryann Bouttu, Diana Roberts, Carla Heins und Eric. Ich danke euch sehr für eure Weisheit und eure Rückmeldungen. Jeder von euch hat mir geholfen, das Buch zu vollenden, und dafür werde ich euch immer dankbar sein. Ihr steht mir alle sehr nahe.
Danke, Eric, dass du so vielen armen und besonderen Katzen dein Heim und Herz öffnest. Du bist was ganz Besonderes.
Julie Smith: Ich danke dir im Namen so vieler heimatloser, verängstigter und hungernder Katzen dafür, dass du für sie sorgst und ihnen ein warmes Plätzchen bietest, an dem sie den Rest ihres Lebens verbringen dürfen.
An meine lieben sensitiven Freunde, deren unglaubliche Gabe mich inspiriert: Barbara Mackey, Seth Michael, Aurora, Sharon Lewis und Teresa Kleve. Ihr seid mir alle ans Herz gewachsen.
An all meine lieben Klienten: Vielen Dank dafür, dass ihr mir das Vertrauen schenkt, mit euren geliebten Tieren und Menschen Verbindung aufzunehmen, denn ohne euch könnte ich die Erlebnisse in diesem Buch nicht mit anderen teilen. Danke für eure Liebe und Unterstützung in den letzten zwanzig Jahren!
Mein besonderer Dank gilt Laurie Acken, Shell Andrews, Pam & Bob Arthur, Jo Albertson, Angie Bearl, Katie Brambrink, Joan B., Fran Bell, Amy Bonaccorso, Maria Bonino, Judy Casale, Kevin Cook, Connie Crandall, Caroline Davidson, Steven DeRose, Nancy Dorrien, Rayette Eaton, Sandy Fenstermacher, Karen & Jim Frazier, Jodi Gartman, Kristen Gray, Frank Grine, Kathy Fiedler, Steve Filkins, Carrol Haines, Phyllis Hamlin, Debbie & Richard Hassler, Kit Jagoda, Gail & Toby Johnson, Katie Montana Jordan, Ellen Kelley, Tiki Kim, Randy Kovach, Ruth Kraft, Gayle Lammers, Jane Laremore, Mary Lilga, Tristan David Luciotti & Amy Castellano, Elizabeth Mazak, Jacki McManus, Gillian Mosapor, Carla Negrete & Nick Johnson, Joanne Nelson, Jody Newman, Linda & Gary Ocasio, Monica Parfait, Pam Ribbey, Cindy Richards, Rachel Searles, Jyl Straub, Kathy Schatel, Carolyn Smith, Julie Smith, Phyllis Stuart, Adrienne S., Nicole Strickland, Karissa Thomas, Nancy Tramontano, Nancy Tuccillo, Denise Webber, Sarah Welte, Michael White, Ruth Wilfong, Jay Verburg, Edgar Yohe und Patty B. Zlamany.
Herzlichen Dank, Ronnie Rennae, für den großartigen Beitrag, den Sie zu diesem Buch geleistet haben. Ich bin Ihnen für all Ihre Hilfe unendlich dankbar.
Mein besonderer Dank geht auch an Dannion und Kathryn Brinkley für ihre wundervolle und anhaltende Unterstützung.
Ich möchte mich bei Richard Hassler für das Foto des Hutdiebs auf der Rückseite des Covers herzlich bedanken.
Vielen Dank, Cheryl Knight, für Ihr Lektorat und Korrektorat.
Ich danke James Ryan für das schöne Coverdesign und Noel Morado für das Layout und das Buchdesign.
An alle, die ich vergessen habe: Verzeiht mir! Es war nicht meine Absicht. Schickt mir einfach eine Nachricht, dann füge ich euren Namen der nächsten Auflage hinzu.
Schlussendlich möchte ich mich bei unserem himmlischen Schöpfer, meinen Geistführern, den Erzengeln und allen Seelen im Jenseits bedanken, die mir dabei geholfen haben, meine Lebensaufgabe zu erfüllen.
Inhaltsverzeichnis
Umschlag
Das Buch / Die Autorin
Titel
Für meine große Liebe Danny R.
Widmung
Danksagungen
Inhaltsverzeichnis
Vorwort Dr. Annie Kagan
Vorwort Patricia Carrington, Ph. D.
Einleitung Willkommen in meiner Welt
Teil I
Kapitel 1 Sie wollen nirgendwo sonst sein
Kapitel 2 Der einzigartige Weg
Kapitel 3 Das Mädchen fürs Pferdegehege
Kapitel 4 Polizeigeschichten
Kapitel 5 Tiere am Tatort
Kapitel 6 Von der Polizistin zum Medium
Kapitel 7 Ich bin eine Sensitive und ein Medium
Kapitel 8 Telepathie – die Grundlage der Tierkommunikation
Kapitel 9 Wie Tierkommunikation funktioniert
Kapitel 10 Wie Sie tierische Geistwesen hören und sehen können
Teil II
Kapitel 11 Die andere Seite des Regenbogens
Kapitel 12 Zeichen aus der geistigen Welt
Kapitel 13 In der geistigen Welt existiert Zeit nicht
Kapitel 14 Wer nimmt mein Tier im Jenseits in Empfang?
Kapitel 15 Begrüßen mich meine Tiere nach meinem Tod?
Kapitel 16 Wenn Unfälle passieren
Kapitel 17 Wenn Tierseelen sprechen
Kapitel 18 Tiere als Augenzeugen
Kapitel 19 Oje, diese Katzen!
Kapitel 20 Ein Vorhang der Privatsphäre
Teil III
Kapitel 21 Wenn das Ende naht
Kapitel 22 Einschläfern Die unmögliche Entscheidung
Kapitel 23 Der Stachel des Todes
Kapitel 24 Einäschern oder Begraben?
Kapitel 25 Die Reise durch die Trauer
Kapitel 26 Nach dem Tod eines Haustiers
Kapitel 27 Wie Sie jemandem nach seinem Verlust helfen können
Kapitel 28 Wie man die Trauer überwindet
Kapitel 29 Reinkarnation
Kapitel 30 Eine letzte Geschichte
Nachwort
Über die Autorin
Impressum
Vorwort
Dr. Annie Kagan
Autorin des internationalen Bestsellers
Das zweite Leben des Billy Fingers
Bericht aus dem Jenseits: Wie mein Bruder mir bewies, dass es nach dem Tod weitergeht
Ich habe Tiere schon immer geliebt: Hunde, Katzen, Elefanten, Pferde, Tiger und – na ja, Schlangen eher weniger. Deshalb besuchte ich vor einigen Jahren die Veranstaltung einer Tierkommunikatorin. Ich wusste zwar nicht, was das ist, aber es klang gut. Sie hatte alle möglichen Fotos von Tieren dabei, die auf sie reagiert hatten: Elefanten, die sich vor ihr verbeugten und den Kopf an ihre Stirn legten, Pferde, die ihr das Gesicht küssten, ein Seehund, der am Strand von Kalifornien auf ihrem Schoß saß. Wirklich beeindruckend.
Als mein Kater Johnny Angel Probleme entwickelte, suchte ich daher eine Tierkommunikatorin.
Eine gemeinsame Freundin riet mir, mit Karen Anderson Verbindung aufzunehmen. Als ich Karen anrief, um einen Termin auszumachen, fragte sie mich, ob ich die Annie Kagan war, die das Buch Das zweite Leben des Billy Fingers. Bericht aus dem Jenseits: Wie mein Bruder mir bewies, dass es nach dem Tod weitergeht (Ansata, 3. Ed., 2014) geschrieben hat.
Als ich das bejahte, erzählte Karen mir aufgeregt, dass es der Titel eines ihrer Lieblingsbücher sei. Wie ich glaubt auch sie daran, dass unsere geliebten Angehörigen im Jenseits weiterleben, uns Zeichen schicken und uns wissen lassen, dass sie da sind und ihre Reise fortsetzen, bis wir uns eines Tages wiedersehen. Karen liebte meine Geschichte, vor allem den Teil, in dem ich schildere, wie ich bezweifelte, dass mein toter Bruder Billy real und keine Einbildung war, wie Billy mir immer wieder Zeichen und Nachrichten schickte, die so präzise und erstaunliche Beweise seiner Existenz waren. Auch als ich es nicht glauben wollte, überzeugte mich Billy fest davon, dass die Reise durch sein Leben nach dem Tod, auf die er mich mitnahm, real war. Wir sind tatsächlich alle unsterbliche himmlische Wesen.
Wie Karen mir anvertraute, kann sie mit Tieren sprechen, die über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Für mich klang das nicht unmöglich, da ich daran glaube, dass unsere Tiere Seelen haben und wir ihnen nach dem Tod wieder begegnen werden.
Meine Sitzung mit Karen war unglaublich. Sie übermittelte mir direkte Botschaften von Johnny Angel, so als würde er mit mir reden, und nannte mir Einzelheiten, die nur er und ich verstehen konnten. Nach ein paar Minuten weinte ich vor Rührung. Karen verstand die Bedeutung der Nachrichten, die sie übermittelte, nicht ganz, aber ich verstand sie. Durch Karen begriff ich, dass sich Johnny gegenüber meinen beiden anderen Katzen zurückgesetzt fühlte, weil ich sie vor ihm adoptiert hatte. Sobald mir seine Gefühle klar geworden waren, konnten er und ich das Problem rasch lösen.
Nach der Session fragte Karen mich, ob ich ihr Buch Tierbotschaften aus dem Jenseits lesen würde. Weil sie meinem Kater so sehr geholfen hatte, erklärte ich mich dazu bereit. Da wusste ich noch nicht, was mich erwartete. Von ihrer rührenden Kindheitserinnerung an eine Taube über ihre faszinierende Entwicklung zur Tierkommunikatorin bis hin zu ihrem wertvollen Wissen über unsere geliebten Tiere sind die Seiten ihres inspirierenden Buches mit erstaunlichen Erkenntnissen gefüllt.
Karen Anderson eröffnet der Beziehung zu Ihren Haustieren – hier und auf der nächsten Seite – ganz neue Horizonte!
Vorwort
Patricia Carrington, Ph. D.
Lehrbeauftragte, Psychiatrische Abteilung
Robert Wood Johnson Medical School an der Universität Rutgers, Piscataway, NJ
Autorin von The Secret Inner Life of Pets
In diesen Tagen liegt etwas in der Luft, und ich glaube, es spiegelt den Unterschied dieser Ära – eine größere Offenheit für die unsichtbaren Kräfte, die Einfluss auf uns ausüben.
Mir ist diese Entwicklung wohl bekannt, da ich jahrelang der stark einschränkenden Schule des Gedankens »Was man nicht sehen kann, gibt es nicht« angehörte, in die Wissenschaftler – auch Psychologen wie ich – so viel Zeit investierten.
Heute ist das immer weniger der Fall. Ich selbst zum Beispiel bin nicht länger der vorsichtige »realistische« Mensch, der ich war, als ich noch an der Universität von Princeton unterrichtete und vorgab, nur der »strengen Wissenschaft« anzugehören, obwohl ich auch ganz andere Seiten hatte. Diese Veränderung hat viel mit dem Tod meines geliebten Katers Dandy zu tun, der an einem Karfreitag von mir ging.
Mir scheint, als stünde Dandy für viele andere Haustiere, die ein besonderes Wissen ausstrahlten, und in meinem Fall war er sogar der Grund, warum ich Karen Anderson und die Welt der Tierkommunikation kennenlernte und weshalb ich über das tiefe Innenleben unserer Haustiere ein Buch geschrieben habe.
Von Beruf bin ich klinische Psychologin und Autorin. Man könnte mich auch eine Innovatorin nennen, da ich mich immer für Zukünftiges interessiere – für neue Wege, neue Grenzen. Am meisten fasziniert mich jedoch, wie sich meine Sichtweise in den letzten Jahren erweitert hat. Liegt tatsächlich etwas Neues in der Luft?
Ich glaube schon, und ich denke, dieses »Etwas« wird uns durch unbesungene Helden überbracht. In vielen Fällen scheint es die Weisheit unserer eigenen Vierbeiner zu reflektieren. Manchmal glaube ich wirklich, diese Tiere spielen eine viel tiefgründigere Rolle in unserem Leben, als wir ahnen.
Sind sie womöglich in irgendeinem Sinne unsere Beschützer? Sind sie vielleicht aus einer anderen Welt zu uns gekommen, um unsere Herzen auf einzigartige Weise zu öffnen?
Diese Möglichkeit ist ganz real.
Als Psychologin habe ich mich schon immer besonders für die Bedeutung dieses unglaublichen Bandes zwischen Haustieren und ihren Menschen interessiert. Es gehört zu den ältesten Verbindungen, die unseres Wissens bestehen. Auch wenn es uns Menschen vielleicht schwerfällt, es zuzugeben: Unsere tierischen Begleiter spielen eine so besondere Rolle in unserem Leben, dass bei ihrem Tod der Verlust oft genauso unerträglich ist wie der eines geliebten Menschen.
Warum ist das so?
Meines Erachtens ist die Ansammlung von Erfahrungen, die in unseren Genen gespeichert sind – sozusagen die Erinnerung der Seele –, ein Grund dafür. Möglicherweise stammen diese Erfahrungen aus einer Zeit, in der wir noch so einfach, ehrlich und aufrichtig wie unsere Tiere waren. In vielerlei Hinsicht stellen unsere Haustiere ein besseres »Wir« dar – eine echtere, schlichtere, reinere und klarere Version unserer selbst, und wir empfinden tiefen Respekt und Sehnsucht für diesen Teil von uns. Wir bewundern die Integrität der Tiere, ihr unkompliziertes, liebevolles Wesen, während wir nicht so viel Bewunderung für unseren durchschnittlichen Mitbürger aufbringen können und ihm auch nicht so leicht vertrauen wie den Tieren. Die Tierseele hat eine Reinheit, die nur wenige Menschen auf eine so authentische Art und Weise an den Tag legen.
Die simple Tatsache ist, dass wir am Ende des Tages mehr Vertrauen in die Liebe eines Tieres als in die der meisten Menschen haben. Wir kennen ihre Aufrichtigkeit und zweifeln sie nicht an. Sie sind erstaunliche Rollenmodelle. Kennen Sie Leute, die so leicht vergeben, wie ein Haustier es kann? Welcher Mensch ist so loyal wie sie, ohne uns zu hinterfragen? Wie viele Leute sind völlig frei von der Heuchelei, die uns im täglichen Alltag begegnet, während sie in der Tierwelt nicht zu finden ist?
Karen Andersons neuestes Buch, Tierbotschaften aus dem Jenseits, bietet faszinierende Informationen von einer anderen Ebene des Seins. Sie gewährt uns eine ganz neue Sichtweise auf das Leben nach dem Tod – und dadurch natürlich auch auf das Leben selbst. Ich kann Ihnen die rührenden Erlebnisse, die in diesem Buch geschildert werden, wärmstens empfehlen. Sie werden Ihnen die Augen öffnen.
Einleitung
Willkommen in meiner Welt
Hat ein verstorbener Hund mir gerade gesagt, was sein Frauchen zum Frühstück aß? Kann ein Hund, der vor kurzem starb, mir tatsächlich verraten, dass seine Besitzerin eine möglicherweise lebensbedrohende Krankheit hat? Kann eine tote Katze genug Beweise liefern, um einen Mordfall zu lösen?
Zugegeben, das klingt verrückt. Hätte ich es nicht selbst erlebt, würde ich vermutlich den Geisteszustand der Autorin anzweifeln. Doch da ich es wirklich erlebt habe, bin ich Ihnen wohl eine Erklärung schuldig. Daher werde ich diese Erlebnisse und noch mehr mit Ihnen teilen, während wir zwischen der physischen Welt, in der wir leben, und dem Jenseits, in dem unsere verstorbenen Tiere leben, hin- und herpendeln.
Willkommen in meiner Welt – einem komplexen und vielschichtigen Reich der Tiere, ihrer Energie des Todes, des Sterbens und natürlich des Lebens nach dem Tod. Auf dieser Reise werde ich von allem ein bisschen mit Ihnen teilen. Vergessen Sie bitte nicht: Ich bin genauso wenig wie andere Sensitive eine Expertin in diesen Dingen, doch ich habe reale Beweise für diese Erfahrungen. Zugegeben, es sind nicht die Art von wissenschaftlichen Nachweisen, die Skeptiker erwarten, und sie sind auch nicht in Reagenzgläsern gewachsen. Sie werden die Zyniker nicht befriedigen, aber sie sind Erfahrungen, die ich mit Tausenden von Klienten in den letzten zwanzig Jahren gesammelt habe.
Warum wollen wir überhaupt mit unseren verstorbenen Tieren kommunizieren?
Selbst noch im Tod sind Sie für Ihre Vierbeiner der wichtigste Mensch auf der Welt. Mir fällt daher kein einziger Grund ein, weshalb ich nach ihrem Tod nicht mit ihnen kommunizieren wollte. Die Gründe, weshalb wir zu ihnen Verbindung aufnehmen wollen, sind genauso einzigartig, wie wir selbst es sind. Ein paar Hauptgründe teilen jedoch die meisten von uns.
Wir wollen vor allem wissen, dass unsere geliebten Haustiere in Sicherheit sind, dass sie keine Schmerzen haben oder ob sie im Jenseits mit unseren Angehörigen zusammen sind. Sie sollen wissen, wie sehr wir sie lieben und vermissen. Wir wollen das Gefühl haben, ihnen ein gutes Leben geboten zu haben, vor allem, wenn es nicht so friedlich zu Ende ging, wie wir gehofft hatten. Unsere Haustiere schenken uns so viel Liebe, Gesellschaft und schöne Augenblicke, dass wir ihnen unsere Dankbarkeit zeigen und unsere Verbundenheit vertiefen wollen. Unsere Vierbeiner waren in guten wie in schlechten Zeiten für uns da; sie freuten sich immer, uns zu sehen, und sehnten sich nach unserer Aufmerksamkeit. Unser Band ist so stark, dass wir die Verantwortung spüren, selbst noch nach ihrem Tod für ihr Wohlbefinden zu sorgen. Wir fühlen uns ihnen dadurch näher, wir erweisen ihnen damit die letzte Ehre und feiern die Zeit, die wir hier auf Erden gemeinsam verbringen konnten.
Es ist kein Zufall, dass Sie gerade heute dieses Buch lesen
Unsere verstorbenen Tiere führen uns zu den Menschen, von denen wir am meisten lernen können. Ich bin überzeugt, wenn Sie das hier jetzt lesen, bedeutet es, dass Sie innerlich erwachen – nach Antworten hungern und nach dem Wissen dürsten, was unsere Tiere im Jenseits erleben. Diese Suche wird zu einem unersättlichen Hunger, und jede neue Information bringt Sie auf Ihrem Weg ein Stück weiter.
So ging es jedenfalls mir. Je mehr ich erfuhr, umso mehr wollte ich wissen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Verstorbenen, die Sie geliebt haben, Sie auf diesen Weg geführt haben. Vermutlich haben sie Sie sogar dazu gebracht, dieses Buch zu lesen, da sie wissen, dass ich Ihnen helfen kann, besser zu verstehen, was geschieht, wenn Ihr Tier stirbt und seinen Körper zurücklässt. Ihre verstorbenen Haustiere und Angehörigen wissen auch, dass ich ihre Botschaften an Sie übermitteln und Ihnen bestätigen kann, dass ihre Energie auch nach ihrem physischen Tod bestehen bleibt.
Seit ich vor zwei Jahrzehnten diese Reise angetreten bin, wird die Kommunikation mit der Seele eines Tiers in unserer Gesellschaft immer selbstverständlicher. Das ist wohl deshalb so, weil viele von uns hoffen, dass unsere Tiere nach ihrem Tod noch bei uns und um uns herum sind.
Ich rate Ihnen, so viele Informationen wie möglich von mir oder einer anderen verlässlichen Quelle aufzunehmen. Konzentrieren Sie sich auf das, was Ihnen stimmig vorkommt, beschäftigen Sie sich mit den Gebieten, die Sie interessieren, und vergessen Sie den Rest. Der Weg ist für jeden von uns eine etwas andere Reise. Niemand kennt alle Antworten, und Sie sollten sich so schnell Sie können von Leuten abwenden, die behaupten, auf alles eine Antwort zu haben.
Lasst uns von den Tieren im Jenseits führen
Ich hoffe, wenn Sie die folgenden Kapitel lesen, werden Sie offen für die Vorstellung, dass die Tiere im Jenseits weiterleben, wie es tatsächlich der Fall ist. Vielleicht glauben Sie schon an eine Art Leben an einem himmlischen Ort nach dem Tod. Wenn ja, werden die in diesem Buch geschilderten Ereignisse viele Ihrer Überzeugungen von der Ewigkeit bestätigen. Wenn Sie nicht daran glauben oder sich nicht sicher sind, hoffe ich, Ihnen einen sanften Anstoß geben zu können. Mitunter schubse ich Sie möglicherweise über die Grenzen Ihrer Komfortzone hinsichtlich dessen, was unsere Tiere nach ihrem Tod erleben, hinaus.
Ich habe einige der beeindruckendsten und inspirierendsten Momente tatsächlicher Sessions und eigener Erfahrungen der letzten zwanzig Jahre ausgewählt, die ich mit Ihnen teilen werde. Hoffentlich nehme ich Ihnen etwas von dem Unheimlichen, den Ängsten und der Trauer weg, die entstehen, wenn Ihr treuer tierischer Begleiter übergeht und unsere physische Welt verlässt.
Auch gewähre ich Ihnen einen Einblick in mein früheres Leben, während ich aufwuchs, in die Zeit, in der ich im Polizeidienst tätig war, und letztendlich in die Hintergründe, die mich dazu brachten, diese einzigartige Reise in die übersinnliche Welt anzutreten. Vielleicht haben Sie in Ihrem Leben vergleichbare Erfahrungen gemacht, was es Ihnen leichter machen könnte, Ihre Lebensaufgabe klarer zu erkennen.
In den meisten Fällen wurden die Namen der Personen geändert, um ihre Privatsphäre zu schützen; die tatsächlichen Ereignisse und Botschaften habe ich jedoch authentisch und unverändert wiedergegeben. Auch wenn Sie möglicherweise weiterblättern möchten, um einen Abschnitt zu lesen, der Sie besonders interessiert, empfehle ich Ihnen, die Geschichten in der vorgegebenen Reihenfolge zu lesen. Die Kapitel bauen aufeinander auf, und die Erlebnisse wurden strategisch angeordnet. Wenn Sie zwischen den einzelnen Kapiteln hin und her wechseln, entgehen Ihnen womöglich wichtige Informationen. Wenn Sie die Kapitel der Reihenfolge nach lesen, werden Sie die umfassendsten Erkenntnisse über das Leben Ihrer Tiere hinter dem Regenbogen gewinnen. Ich erzähle die Geschichten so, wie ich sie erfahren habe – vergessen Sie also nicht, dass jedes Tier unterschiedlich und jede Situation einmalig ist.
Am meisten hoffe ich, dass die folgenden Berichte Heilung in Ihrem Herzen auslösen werden, falls Sie mitten in der Trauer über den Verlust Ihres kostbaren tierischen Gefährten stecken. Sie verdienen es, glücklich und fröhlich zu leben – im sicheren Wissen, dass die Verbundenheit zu Ihren verstorbenen Tieren weiter besteht.
Im letzten Teil des Buchs biete ich Mittel an, mit Hilfe derer Sie Schmerz und Trauer überwinden und loslassen können. Sicher stimmen mir viele Menschen zu, wenn ich sage, dass wir es trotz des schmerzhaften Verlustes immer wieder genauso machen würden.
Wenn ich auf meinen einzigartigen Weg zurückblicke, wird deutlich, dass ich keine dieser wundervollen Erfahrungen gemacht hätte, wäre ich nicht meiner Gabe gefolgt. Eine simple Entscheidung hat mir ein Leben der Liebe, Heilung und Freude beschert. Ich habe einfach nur meine Begabungen bejaht.
Die Gabe
Jeder von uns wird mit einer besonderen Gabe geboren. Wir kommen mit einem Geschenk Gottes, unseres Schöpfers, auf die Welt, das tief in unserer Seele schlummert. Meiner Überzeugung nach besteht unsere Hauptaufgabe im Leben darin, unsere Gabe zu honorieren und unsere Talente voll auszuschöpfen.
Unser himmlisches Geschenk kann alles Mögliche sein: Malen, Schreiben, Musik oder Lehren. Es ist unsere einzigartige Visitenkarte und wird uns gemacht, um unser Leben und unsere Umwelt zu bereichern.
Manchmal gehen wir unseren Lebensweg, ohne uns der Begabungen bewusst zu sein, die direkt an der Oberfläche unserer Seele darauf warten, entdeckt zu werden. Dann fühlen wir uns in der Weite der Welt verloren und suchen überall – außer in unserem Herzen – nach einem Gefühl der Zugehörigkeit und des Selbstwertes.
Wenn wir unsere Gabe mit offenem Herzen annehmen, entsteht gleichzeitig ein Kreis, und da, wo wir uns zuvor verloren fühlten, finden wir jetzt die Freude und den spirituellen Segen, die uns bisher entgangen waren. Unsere Lebenskraft strahlt wie ein Riesennetz aus Liebe ins Universum aus und eröffnet uns ein ganz neues Bewusstsein. Mit der Zeit kehrt all diese Liebe zehnfach zu uns zurück, und so schließt sich der Kreis.
Was Ihre Gabe ist, macht keinen Unterschied. Was allein zählt, ist, dass Sie Ihre Gabe erkennen und voll ausschöpfen. Indem Sie Ihre Begabung ausschöpfen, achten Sie Ihr wahres Selbst. Wenn Sie Ihre Gabe ignorieren, missachten Sie die kostbarste und befriedigendste Chance, die Ihnen in diesem Leben geschenkt wurde.
Es ist ganz einfach, Ihre Gabe zu erkennen. Was lieben Sie? Was macht Ihnen Spaß? Was bringt Ihr Herz zum Schwingen? Ihre Gabe ist das, was Sie mit minimaler Anstrengung tun können und womit Sie gleichzeitig maximale Ergebnisse erzielen.
Sind Sie ein geborener Küchenchef, eine talentierte Sängerin oder eine tolle Tennisspielerin? Beschäftigen Sie sich gern mit Technik, Grafik oder einer Wissenschaft?
Sobald Sie Ihre Gabe erkannt haben, sollten Sie ihr mit Leidenschaft nachgehen. Lassen Sie nicht zu, dass sich irgendjemand zwischen Sie und Ihre Begabung stellt. Das wird nicht immer leicht sein. Es wird auf Ihrem Weg viele Unebenheiten geben. Sie werden ziemlich sicher auf viele Hürden und Sackgassen treffen, aber wenn Sie an sich glauben und wenn Sie dranbleiben, werden neue Türen aufgehen.
Vermutlich werden auf Ihrem Lebensweg hinter jeder Kurve Neinsager oder Zweifler lauern. Vergessen Sie nicht: Solche negativen Seelen missachten meist ihre eigenen Gaben und sind vom spirituellen Weg abgekommen. Bleiben Sie sich treu und konzentrieren Sie sich auf Ihr Ziel.
Ich glaube fest an die Kraft eines Bilderbretts und daran, dass man die Zukunft manifestieren kann. Wenn Sie etwas visualisieren können, dann kann es sich auch umsetzen.
Während Sie die Geschichten in diesem Buch lesen, erfahren Sie auch von so manchen Schwierigkeiten, die ich hatte, und Fehlern, die ich machte. Ich sehe diese Mühen nicht als Hürden, sondern als Chancen an. Durch sie machte ich noch energischer weiter.
Wenn Sie am letzten Kapitel angelangt sind, werden Sie hoffentlich Ihre himmlische Gabe eindeutig erkennen. Es ist nie zu spät, diese Gabe umzusetzen. Ich bin meiner spirituellen Berufung gefolgt, und das können Sie auch.
Karen Anderson
Teil I
Kapitel 1
Sie wollen nirgendwo sonst sein
Trauer ist Liebe,
ohne einen Ort zu haben, an den sie gehen könnte
– Verfasser unbekannt
Es war spät geworden, und Bandit rollte sich auf seinem Lieblingsplätzchen in der Ecke des Betts zusammen. Mit schläfrigen Augen sah der stattliche Kater zu, wie sein Frauchen die Decke aufschlug und ihr Kopfkissen zurechtrückte. Die Nacht sandte eine laue Brise durchs Zimmer, die vom Duft von Lavendel und frisch gemähtem Gras geschwängert war. Es war für ihn die schönste Zeit des Tages: Alles war still, während der Mond im Osten aufging. Im Sommer war es auf der Farm herrlich und alles blühte.
Neben ihm lag seine enge Freundin Choo Choo, eine schwarze Katze mit orangeroten und weißen Flecken, häufig als Schildpattkatze bezeichnet. Sie war klein und stämmig und hatte mandelförmige Augen.
Beim Einschlafen hörte Bandit, dass sein Frauchen weinte. Er drehte sich um und sah, wie ihr Tränen übers Gesicht liefen. Sie hielt ein Foto der beiden Katzen in den Händen. Erst vor drei kurzen Monaten war Bandit gestorben, und Choo Choo war nur wenige Monate vor ihm übergegangen.
»Ich vermisse euch beide ganz schrecklich«, sagte das Frauchen leise. »Ich wünschte, ihr wärt hier bei mir.« Der Verlust beider geliebter Katzen war kaum zu ertragen.
Jeden Abend nahm ihr Frauchen das gerahmte Bild in die Hand und redete mit ihnen über den Tag, den sie gehabt hatte. Sie ahnte nicht, dass die beiden längst wussten, was sie an diesem Tag gemacht hatte – denn Bandit und Choo Choo waren immer in ihrer Nähe. Irgendwann liefen dann die Tränen, wenn sie sich zu lange nach den beiden gesehnt hatte.
»Oje, Mama weint heute Nacht wieder«, sagte Bandit zu Choo Choo.
Choo Choo öffnete langsam die goldgelben Augen und betrachtete ihr Frauchen.
»Bandit, sie weiß nicht, dass wir hier sind«, sagte Choo Choo. »Sie glaubt, wir sind an irgendeinem fernen Ort oder für immer weg. Wir sollten versuchen, ihr zu zeigen, dass wir hier sind.«
Die beiden Katzen erhoben sich und stellten sich neben ihr Frauchen.
»Mama, wir sind bei dir«, sagte Choo Choo und rieb sich an der Hand ihres Menschen. »Wir sind doch immer bei dir.«
»Wir wollen nirgendwo anders sein als bei dir«, sagte Bandit, während er sanft den Kopf an ihr tränennasses Gesicht drückte.
In den nächsten Wochen versuchten die beiden Katzen alles Mögliche, um mit ihrem Menschen zu kommunizieren. Sie rieben sich an ihrer Mama, kitzelten sie im Gesicht mit den Barthaaren, warfen Kugelschreiber von ihrem Schreibtisch herunter und erschienen ihr in spiritueller Gestalt, damit sie sie aus den Augenwinkeln sehen konnte.
Mit der Zeit spürte ihre Mama, dass die geliebten Katzen versuchten, mit ihr aus dem Jenseits Verbindung aufzunehmen. Eines Abends setzte sie sich an den PC und googelte Mit verstorbenen Haustieren kommunizieren.
Sie fand mehrere hundert Listen von Tierkommunikatoren. Dann klickte sie sich durch einige Webseiten hindurch, bis sie zu einer bestimmten Seite kam.
Als sie Karen Andersons Foto sah, wusste sie auf Anhieb, dass Karen genau die richtige Tierkommunikatorin für sie war.
Schließlich kam der Tag der Session. Die Katzenmama lief nervös im Zimmer umher und sah alle fünf Minuten auf die Uhr.
Dann wählte sie die Telefonnummer. Sobald sie Karens freundliche Stimme hörte, entspannte sie sich. Karen riet ihr, ein paar Mal tief Luft zu holen, es sich bequem zu machen und die Sitzung einfach zu genießen.
»Ich bin ein bisschen nervös«, gestand die Katzenmama. »Ich habe noch nie so was gemacht.«
»Keine Angst, ich kann Sie gut verstehen«, beruhigte Karen sie. »Es ist völlig normal, vor einer Session etwas nervös zu sein.«
Die Katzen hörten zu, während Karen die Sitzung mit einem Gebet und einem Segen begann.
»Mit wem möchten Sie heute anfangen?«, fragte Karen.
»Ich weiß nicht. Ich habe sie beide gleich lieb. Fangen wir mit Choo Choo an.«
»Wow! Choo Choo ist sehr intelligent«, sagte Karen. »Sie zeigt mir ihre Barthaare und streicht mir damit immer wieder übers Gesicht. Es kitzelt. Choo Choo sagt, so würde sie Sie aufwecken. Können Sie mit dieser Nachricht etwas anfangen?«
»Wirklich? Ob ich damit etwas anfangen kann? O ja! Choo Choo hat mich jeden Morgen mit ihren Barthaaren geweckt. Ich vermisse sie so sehr. Weiß sie, wie sehr ich sie liebe?«, fragte das Frauchen und kämpfte mit den Tränen.
»Ja, sie weiß es. Sie sagt, Sie reden die ganze Zeit über mit ihr und sie weckt Sie immer noch mit ihren Barthaaren auf«, berichtete Karen.
»Und ich dachte, ich spinne, aber ich spüre immer noch, wie sie mir mit den Barthaaren übers Gesicht streicht. Ist das wirklich sie?«, fragte die Katzenmama unter Tränen.
»Ja, das ist sie. Sie sagt, Sie wachen dadurch rechtzeitig auf«, bestätigte Karen.
»Das ist ja unglaublich! Ich fasse es einfach nicht, wie das möglich ist.«
»Ich weiß. Es ist sogar für mich schwer zu fassen«, sagte Karen. »Ich fühle mich geehrt, Sie ein Stück auf Ihrem Weg begleiten zu dürfen. Jetzt zeigt mir Choo Choo einen Teller voller Sushi. Hat das irgendeine besondere Bedeutung für Sie?«
»O ja! Als ich sie aus dem Tierheim holte, hieß sie Sushi. Der Name passte nicht zu ihr, und daher habe ich sie Choo Choo genannt. Das weiß sonst keiner, Karen. Woher wissen Sie das?«
»Choo Choo hat es mir verraten«, sagte Karen. »Sie sagt, ihr gefällt der Name Choo Choo viel besser. Sie sollen wissen, dass sie immer bei Ihnen ist und sich sehr bemüht hat, Sie auf sich aufmerksam zu machen. Sie sagt, sie kann hören, wenn Sie ihr von Ihrem Tag erzählen.«
Die Katzenmama staunte, als immer mehr detaillierte Botschaften eintrafen.
Dann war Bandit an der Reihe.
»Bandit ist ein echter Gentleman. Er sagt, Sie hätten ihn gerettet. Ohne Sie wäre er schon jung gestorben.«
»Das stimmt. Er tauchte vor vielen Jahren als halb verhungerter Streuner bei mir auf«, bestätigte die Katzenmama.
»Aus irgendeinem Grund zeigt er mir einen Stift. Sind Sie vielleicht Schriftstellerin? Ich bin nicht sicher, was der Stift zu bedeuten hat«, sagte Karen.
»Das Spiel mit den Stiften!«, rief die Katzenmama aus. »Bandit schmiss immer meine Stifte vom Schreibtisch. Das gibt’s doch nicht!«
»Er hat die Stifte von Ihrem Schreibtisch gewischt, um Ihnen zu zeigen, dass er noch da ist.«
»Stimmt, das hat er! Ich dachte, ich bilde es mir ein. Ich habe nicht geglaubt, dass sie Gegenstände bewegen können, um so mit mir zu kommunizieren. Ich vermisse sie so sehr, dass es mir im Herzen wehtut. Seit ihrem Tod ist eine große Leere entstanden und ich fühle mich so einsam.«
»Aber jetzt wissen Sie, dass Ihre süßen Kätzchen in der geistigen Welt weiterleben und es ihnen gutgeht«, sagte Karen lächelnd. »Beide schicken Ihnen ganz viel Liebe; ich kann sie in Wellen spüren. Sie können sich glücklich schätzen, so tolle Tiere zu haben, die nach Ihnen schauen.«
»Karen, mir fehlen die Worte«, sagte die Katzenmama. »Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen für diese Erfahrung danken soll. Ich dachte, meine Katzen wären für immer von mir gegangen, aber Sie haben mir bewiesen, dass es nicht so ist.«
»Es war mir eine Freude«, sagte Karen. »Können Sie mir, bevor Sie auflegen, noch sagen, wie Sie mich gefunden haben?«
»Ich habe im Internet nach Tierkommunikatoren gesucht, und Ihre Webseite hat mich magisch angezogen. Ich kann es nicht erklären. Als ich Ihr Bild sah, wusste ich, dass ich bei Ihnen genau richtig bin.«
Am Ende der Session dankte Karen den Katzen für ihre Botschaften. Sie erklärte ihrem Frauchen, wie sie es anstellen könnte, den Katzen liebevolle Gedanken ins Herz zu schicken, was wie spiritueller Treibstoff wirkt.
»Stellen Sie sich vor, wie Sie an der Tankstelle den Tank auffüllen«, erklärte Karen. »Ihre Herzen sind die Benzintanks, und sie brauchen Ihre Liebe – Ihre spirituelle Energie –, um ihre Reise im Jenseits fortzusetzen.«
Die Katzenmama nickte, da sie jetzt wusste, wie sie ihren verstorbenen Katzen Liebe senden konnte. Karen sagte ihr auch, dass sie auf all die kleinen Zeichen achten sollte, die sie ihr schickten, und ihnen für diese Aufmerksamkeiten danken sollte.
»Respektieren Sie die Trauer, denn solche Gefühle sind Teil des Heilungsprozesses. Versuchen Sie, wenn Sie traurig sind, einen glücklichen Gedanken auszusenden« riet Karen ihr. »Denken Sie an die glücklichen Erinnerungen, freuen Sie sich über ihr Leben und versuchen Sie, nicht an den traurigen Momenten festzuhalten. Machen Sie ihr Leben zu etwas Wichtigerem als ihren Tod.«
Auch wenn die Katzenmama ihre Vierbeiner immer noch vermisste, hatte sie nun ein neues Lebensgefühl und eine ganz andere Einstellung zum Tod.
Bandit und Choo Choo sahen ihr Frauchen zum ersten Mal seit langer Zeit lächeln und strichen freudig in der kosmischen Sonne um sie herum.
Ihrem Frauchen wurde endlich klar, dass der Tod eines Haustiers nicht das Ende, sondern der Anfang seiner neuen Existenz als energetisches Wesen ist. Die Katzenmama litt nicht länger unter dem Verlust, denn sie hatte begriffen, dass sie immer mit ihren geliebten Tieren verbunden sein würde. Sie waren immer in ihrer Nähe, da sie nirgendwo sonst sein wollten.
Kapitel 2
Der einzigartige Weg
Manche Leute reden mit Tieren.
Aber viele hören nicht zu.
Das ist das Problem.
– A. A. Milne, Pu der Bär
IIch habe mir diesen übersinnlichen Weg nicht ausgesucht, aber er ist offensichtlich meine Berufung. Als Kind wollte ich Tierärztin werden. Doch als ich erfuhr, dass ich dafür an Tieren operieren müsste, ließ ich den Wunsch rasch wieder fallen. Aber ich wusste immer, dass ich eines Tages mit Tieren arbeiten würde. Ich hätte nur nie gedacht, dass es als Tierkommunikatorin sein würde.
Als ich noch klein war, prägten mich zwei Persönlichkeiten: Die erste war Walt Disney und die zweite war unser Hund. Ich wuchs eine Stunde östlich von Los Angeles in der Kleinstadt San Dimas in Kalifornien auf. Wir hatten einen Tricolor-Collie namens Prince, der mir beibrachte, wie ich mit Tieren kommunizieren konnte.
Wir führten die komischsten Gespräche, und ich ging davon aus, dass alle anderen ihn auch verstehen konnten. Ich hatte noch viele andere Tiere, darunter Kaninchen, Katzen und Fische. Als Kind unterhielt ich mich mit all meinen Tieren, ohne darüber nachzudenken.
Frühe Einflüsse
Ich wuchs in den 1960er Jahren mit dem Spielfilm Dr. Doolittle und allen berühmten Disneyfilmen, wie beispielsweise dem Dschungelbuch und Bambi, auf. Die meisten Tiere in diesen Filmen konnten sprechen; daher kam mir nie der Gedanke, dass meine Tiere es nicht könnten.
Meine Lieblingsfernsehserien waren Mr. Ed, das sprechende Pferd, Flipper, Mein Freund Ben und vor allem Lassie. Es faszinierte mich, wie die Tiere mit ihren Menschen kommunizierten.
Der Hund meiner Kindheit
Als ich fünf oder sechs war, hatte ich aufgrund der engen Beziehung zu unserem Hund Prince ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Er schlief immer in meinem Zimmer, und eines Nachts begann er, unruhig hin und her zu laufen. Nervös ging ich zu ihm und sagte ihm, er solle sich auf den kühlen Boden vor der Haustür legen.
In jener Nacht machte ich mir große Sorgen, dass er sterben würde. Ich konnte seine Schmerzen spüren und hatte selbst Bauchschmerzen. Er war mein bester Freund und ich konnte mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Also legte ich mich neben ihn auf den Boden und versuchte, ihn zu trösten. Ich muss wohl eingeschlafen sein, weil ich mich als Nächstes an die Stimme meiner Mutter am anderen Morgen erinnere. Ich sagte ihr, Prince habe Bauchschmerzen und habe mir gesagt, dass ihm schlecht sei. Und ich sagte ihr, wie sehr auch mein Bauch wehtat.
Meine Mutter wusste damals noch nicht, was sie davon halten sollte. Sie sagte, Tiere könnten nicht sprechen und ich sollte mir keine Geschichten ausdenken. Ich weiß noch, wie wütend und aufgebracht ich war, weil sie mir nicht glaubte. Auch war ich überzeugt, dass Prince sterben könnte, wenn wir nichts unternahmen.
Als meine Mutter merkte, dass Prince tatsächlich Schmerzen hatte, brachte sie ihn rasch zum Tierarzt. Zum Glück hatte er nur eine stark entzündete Bauchspeicheldrüse, und er erholte sich wieder davon. Das war meine erste Erfahrung von vielen, bei denen mir keiner glaubte, dass ich mit Tieren sprechen kann.
Schon bald nach diesem Vorfall verbarg ich meine Tierkommunikation vor meiner Umwelt. Nur meine beste Freundin Laurie glaubte mir, dass ich mit den Tieren reden konnte. Sie konnte die Tiere zwar nicht so hören, wie ich es konnte, aber wenigstens glaubte sie mir.
Warum kann niemand sonst sie sprechen hören? Was stimmt nicht mit mir? Irgendwas stimmt mit mir nicht, dachte ich.
The free sample has ended.