Read the book: «Schlüssel zum göttlichen Selbst»

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Das Buch

Einladung zum Abenteuer: Angesagt ist eine Expedition in unsere unbegrenzten Möglichkeiten. Cherry läßt uns in Neuland vorstoßen, von dem wir bisher keine Vorstellung hatten, und gibt uns ein Gefühl von unserem wirklichen Wert und unserer wirklichen Größe. Wir waren immer eins mit dem Göttlichen, dem unendlichen Einen, haben aber die Erinnerung an unsere ursprüngliche Identität verloren. Die Rückkehr zu unserem natürlichen göttlichen Selbst steht uns offen. Dabei werden wir erkennen, daß alles göttlich ist, auch unser physischer Körper. Wir werden erkennen, daß die Erde selbst das Paradies ist. Aus diesem Grund sind wir hier.

Von der Illusion der Begrenzung zur Erkenntnis der eigenen Göttlichkeit: eine Einladung an jede(n) von uns, den eigenen Weg mit mehr Sicherheit und Freude zu gehen. Meister des eigenen Lebens werden, die Macht anerkennen und benutzen, mit der wir ausgestattet sind, Abschied nehmen vom Mangel, den anderen dienen, die eigene Unsterblichkeit entdecken: Cherrys tiefsinniger und gleichzeitig humorvoller Blick aufs Leben ist ein mächtiger Anstoß dazu.

Die Autorin

Joanna Cherry, M.Ed., M.M.S., gründete die "Ascension Mastery International", eine Schule zur Herausarbeitung der Wahrheit unser unbegrenzten Göttlichkeit. Sie hat seit 1980 weltweit gelehrt und wirkt als Autorin, Seminarleiterin und Sprecherin bei Symposien. Zur Zeit lebt sie in Mt. Shasta, Californien, USA.

Joanna Cherry

Schlüssel zum göttlichen Selbst

Der aufgestiegene Meister in Dir


Inhaltsverzeichnis

Umschlag

Das Buch / Die Autorin

Titel

Inhaltsverzeichnis

Widmung

Vorwort

Einführung

Eine Botschaft der Seele

1 Der Weg zur Meisterschaft

Was ist Meisterschaft?

Der Prozess des "Aufstiegs"

Förmliche und spontane Initiationen

Die Möglichkeiten des menschlichen Körpers

Meisterschaft auf der Erde

Beam mich nicht hoch, Scotty!

Wer hat die Meisterschaft erlangt?

Die Große Weiße Bruderschaft

Wo leben die "aufgestiegenen" Meister?

Die Meisterschaft zum Ausdruck bringen

Dienen

Gedankenreisen

Verjüngung, Unsterblichkeit, Unsichtbarkeit

Mobilisierung zur Meisterschaft

2 Der Kontakt mit deiner eigenen göttlichen Präsenz

Die Beziehung zum Göttlichen und dem Selbst

Sühne

Über den Verstand hinaus

Visitationen

3 Die Meisterschaft im täglichen Leben

4 Meine persönliche Erfahrung auf dem Weg zur Meisterebene

Der Anfang

Gleichzeitig an zwei Orten

Das Leben an den Meisterorten

Badrinath

5 Verjüngung und Unsterblichkeit

Ewig leben - warum?

Die Logik

Der Zyklus von Leben und Tod - eine Illusion

Die Rückkehr

Der göttliche Körper

Meister und Meister

Telos

Der Lichtkörper

Verjüngung: die mentale Ebene

Verjüngung: die emotionale Ebene

Verjüngung: die physische Ebene

Die Entscheidung für Verjüngung und Unsterblichkeit

6 Das Abenteuer der Verjüngung

Trotz der Rückschläge

Sich den Ängsten stellen

In die Tiefe gehen

Umkehrung der Todeshormone

Neue Entdeckungen

Jünger aussehen

Alles in allem

7 Alle Leben klären

Was muss geklärt werden?

Wie klären wir?

Mit der violetten Flamme klären

Schuld oder Unschuld?

Vergebung

Annehmen

Heilung einer schwierigen Situation

Vergangene Leben klären

Wiederholungsmuster

Gefühle transformieren

Den Gefühlen eine Stimme geben

Das magische Kind

Gedanken transformieren

Ein radikaler Umschwung

Die Vergangenheit klären

Die persönliche Konditionierung klären

Gesellschaftliche Konditionierung klären

8 Zur eigenen Macht stehen

Sich neu definieren

Die Angst vor der Macht überwinden

Wir sind beschützt

Unterscheidungsvermögen

Das Leben neu definieren

Die Macht des Denkens

Die Magie des Wortes

Was sagen wir?

Sanskrit zum Beispiel

Macht in Aktion

Die Macht, Prophezeiungen zu verwandeln

Macht im Alltag

Sei so, wie du sein möchtest!

9 Die Lebensziele erreichen

Dem Glücksempfinden folgen

Ziele und Beziehung

Gefühle und Ziele

Wenn du nicht weißt, was du willst

Alte Arbeit, neue Arbeit

Nicht nachlassen

Das Leben der Gottheit weihen

10 Die Göttin wecken

Die Göttin in ihrem Glanz

Intuitive Verbindung mit der Seele

Weibliche aufgestiegene Meister und andere Göttinnen

Ehrgefühl

Göttin des Mondes

Mutterschaft

Herrin über den eigenen Bauch

Göttin und Sex

Göttin des Geschäfts

Göttin der Schönheit

Die Verschmelzung von Männlichem und Weiblichem

Göttin Liebe, Gott Tat

11 Erleuchtung in zwischenmenschliche Beziehungen bringen

Im Strudel

Nicht stehenbleiben

Der Sinn von Beziehungen

Karmische Beziehungen

Sexuelle Liebe

Liebe und Freiheit

Grundsätze von Beziehungen

12 Unerschöpflicher Reichtum

Warum sind wir nicht reich?

Wahres Wünschen

Absicht, Fokus und Macht

Der amerikanische Traum

Reichtum und Gefühl

Reichtum der Seele

Die Dinge durch Leidenschaft erschaffen

Hab', was du willst

Hab' es einfach!

Das Gewünschte oder etwas Besseres

Mach keinen Plan!

Selbst Reichtum sein

13 Gesundheit und Heilung von Geist und Körper

Ernährung: Vom Steak zur Luft

Das System durchputzen

Sport?

Heilung

Klärung der Krankheitsursache

Das Ende von AIDS

Winnies Heilung

Clem, der Soldat aus dem 18. Jahrhundert

Heilung durch das Gebet

Die Vollkommenheit sehen

Unmittelbare Heilung

14 Dienen

Dienen als Sein

Dienen durch Handeln

Durch Arbeit dienen

Arbeitgeber als Dienende

Als spiritueller Lehrer dienen

Wahrheiten spirituellen Dienens

Dienst an der Gemeinde/Welt

Beten als Dienen

Friedliche Geburt in das Zeitalter des Lichts

Heilung von Wesen

Klärung der Gedankenform

Über die Autorin

Literaturhinweise

Impressum






Begrenzungen zerfallen wie dünne Hüllen.

Aus den Überresten erhebt sich ein kraftvoller Gott.

Vorwort

Ich habe meine Seele gebeten, sich in jedem Wort und jeder Erklärung dieses Buches zu spiegeln. Einige Stellen wurden mir unmittelbar von meiner Seele diktiert, und der Rest entstand in Zusammenarbeit zwischen ihr und "mir selbst" - meinem irdischen Bewusstsein. Diese Art zu schreiben hat mir Freude gemacht, zumal die meisten von uns - und dazu zähle ich auch mich - sich noch immer vorwiegend im Bereich des menschlichen Bewusstseins bewegen und gerade erst lernen, sich für ihre Göttlichkeit zu öffnen und diese zum Ausdruck zu bringen. Das folgende wurde also von unserem jetzigen Standpunkt aus geschrieben und handelt von unserem Weg in die Zukunft.

Die großen Ratgeber dieses Buches waren neben meiner eigenen göttlichen Präsenz in erster Linie der unsterbliche Meister aus dem Himalaya und mein engster Seelenfreund Babaji, die Göttliche Mutter und die aufgestiegenen Meister St. Germain und Serapis Bey.

Fast alles, was hier zu lesen ist, lehrte mich meine Göttlichkeit, und da Geschichten die Kraft haben, uns besonders zu berühren und zu inspirieren, werde ich hier einige erzählen - von mir und von anderen Menschen. Dieses Buch setzt auf Ideen und Geschichten, um das Verständnis zu erleichtern. Ein zweiter Band wird dem vorliegenden folgen.

Ich habe dem Göttlichen alle möglichen Namen gegeben - Universelles Sein, Gott, Tao. Letztendlich ist es belanglos, wie wir das unendliche, unbegreifliche Eine nennen und wie wir uns ihm nähern. Mein Wunsch ist es, dass alle unabhängig von der Terminologie, die sie benutzen, das erhalten, was sie sich ersehnen. Wir alle steuern das gleiche Ziel an.

Während ich schrieb, erhielt ich die Weisung, nicht mehr zu lehren, nicht mehr all die Worte von mir zu geben, die ich 17 Jahre lang in meinen Workshops von mir gab. Ich sollte mir Zeit nehmen, damit diese Worte, die bisher vorläufig und partiell meine Wirklichkeit waren, zu meiner unumschränkten und bleibenden Wirklichkeit werden konnten. Es überraschte mich, dass ich diese Bücher schreiben sollte, aber mir wurde gezeigt, dass sie die Ernte dieser Jahre sind und dass ich mit ihnen das weitergeben darf, was ich selbst an Geschenken empfangen habe.

Meine Schwester, mein Bruder, es ist meine Hoffnung, bei dir Erinnerungen an deine göttliche Meisterschaft zu erwecken oder diese noch tiefer zu berühren, und dass meine Worte und Geschichten dich inspirieren, dir Mut einflößen und dir auf jede erdenkliche Weise beistehen, wenn du Anspruch auf deine unumschränkte, grenzenlose Göttlichkeit erhebst. Gemeinsam kehren wir nach Hause zurück!

Einführung
Eine Botschaft der Seele:

Eins der Wunder eurer Zeit liegt darin, dass ihr Pioniere seid und Grenzbereiche des Seins erforscht, die bislang unvorstellbar waren. Jetzt kann die Größe eines jeden Menschen zum Vorschein kommen; ihr seid bereit, eure Unbegrenztheit zum Ausdruck zu bringen. Zum ersten Mal seit vielen Jahrtausenden ist es der Menschheit als Ganzes möglich, ihre wahrhafte und unumschränkte Göttlichkeit zu erkennen.

Alles ist gut. Die Menschheit hat eine lange Reise durch Wahn und Verblendung hinter sich, aber diese Reise war nicht vergebens. Die erworbene Weisheit rückt nun alle Menschen in den "Sternenstatus" im Universum; er zeichnet Wesen aus, die wunderbare Gaben anzubieten haben. Bereue deshalb nicht, was du in diesem oder irgendeinem anderen Leben durchgemacht hast. Alles war vollkommen sinnvoll und diente genau dem Zweck, den du selbst gewählt hast. Sei dankbar, dass du den Mut hattest, diese erstaunliche Reise durch die Dunkelheit des Abgetrenntseins und durch Wahn und Verblendung in das göttliche Licht der Wahrheit zu unternehmen. Es war ein großartiges Abenteuer und ein aufregendes, schwieriges, wunderbares, schmerzhaftes, sinnenfrohes und produktives Schauspiel. Jetzt ist es zu Ende; der Vorhang fällt, und es ist Zeit, dass ihr euch daran erinnert, wer ihr wirklich seid: nicht die Rollen, die ihr auf den Bühnen der Jahrtausende gespielt habt, sondern euer wahres, göttliches Selbst.

Diese Zeit ist beispiellos in der Geschichte der Erde. Das schöpferische Chaos gebiert neues Verstehen, neues Leben, eine neue Welt. Dieses phantastische schöpferische Brodeln lädt dich ein, hineinzuspringen und alles zu erschaffen, was wirklich not tut: alle Herzenswünsche zu erfüllen, Macht im Leben zu haben und freigiebig zu sein. Es liegt nun an dir, auf diesem Feld der unbegrenzten Möglichkeiten den Platz zu finden, den du einnehmen möchtest.

Die Vergangenheit zählt nicht mehr. Alles hat sich gewandelt, alles ist neu. Ihr alle könnt die göttlichen, herrlichen unumschränkten Meister werden, die ihr in Wahrheit schon seid.

Dieses Buch handelt von den Möglichkeiten, die ihr euch selbst so lange verwehrt habt. Eure Bestimmung ist die Meisterschaft. Ihr seid dazu bestimmt, euch so auszudrücken, wie es eurer Eingebung entspricht. Zunächst erschafft ihr gute Beziehungen, Arbeit und Geld nach Wunsch und Bedarf; später könnt ihr unsterblich sein. Zuerst genießt ihr das Leben; später könnt ihr das Leben selbst sein. Wie ihr wisst, seid ihr eins mit allem, was ist. Ihr werdet beginnen, das Grenzenlose zu erfahren: Gedankenreisen, Manifestation aus dem Äther, Verjüngung des Körpers, Nahrung aus der Luft und alles, was euch sonst noch Spaß macht. Ihr könnt aus einer Dimension in eine andere hinüberwechseln, und ihr könnt euren Körper ins Licht bringen, ohne eine materielle Gestalt zurückzulassen, wenn es Zeit ist, in anderen Sphären zu leben. Alle Möglichkeiten stehen euch offen. "Was du dir ausdenken kannst, kannst du auch verwirklichen." Dieser Satz gilt nicht nur in bezug auf Möglichkeiten, mit denen du bereits vertraut bist, sondern im wahrsten Sinne des Wortes für alles, was du dir ausdenken kannst.

Das größte aller schöpferischen Unternehmen besteht darin, der Meister zu werden, der du in Wahrheit schon bist. Es geschieht durch die volle Erkenntnis, dass du das göttliche Eine, der Christus, Sohn/Tochter Gottes bist, und dass du es immer schon warst. Du bist unschuldig und eingebettet in Liebe, du wirst verehrt. Für Göttin/Gott von allem bist du über alle Maßen kostbar. Warum solltest du anders von dir denken? Weil du göttlich bist, bist du fähig, dich für deine Göttlichkeit zu entscheiden. Warum zögerst du?

Fangt an, als diejenigen zu denken, handeln und fühlen, die ihr seid. Fangt jetzt an.

Vielleicht denkst du: "Ich habe es ja versucht, aber es hat nicht funktioniert." Wir sagen: "Heute ist ein neuer Tag. Vertraue ihm und verdopple deine Entschlossenheit. Mach's einfach! Lass dich nicht von der Enttäuschung zurückhalten, auch wenn es aussieht, als würdest du auf die Nase fallen. Jeder großer Meister hatte keine geringeren Schwierigkeiten zu überwinden als du. Steh zu deinem Mut, denn er ist dein wahres Selbst, das keine Enttäuschung kennt, keine Angst, kein Scheitern - nichts als Erfolg.

Es ist Zeit. Zeit, dass du deine Schwierigkeiten hinter dir lässt und dich der Freude öffnest. Empfinde die Freude. Konzentriere dich auf die göttliche Wahrheit der Fülle, der Vollkommenheit, des unerschöpflichen Reichtums, der Liebe, des Einsseins, der Verfügbarkeit aller Dinge und der Wahrheit, dass alles zum Guten geschieht, denn in nichts anderem besteht das sinnenfrohe, mächtige, schöpferische Leben eines Meisters.

Du weißt bereits alles, was hier geschrieben steht. Es ist nur eine Erinnerung, ein Wegweiser zurück zu deiner eigenen Wahrheit. Grundlage sind die Erfahrung und die Eingebung eines Menschen, der viel gearbeitet hat, um jetzt helfen zu können. Segenswünsche an euch alle und namasté.

1 Der Weg zur Meisterschaft

O Gott, o Göttin! Erkennst du dich nicht? Es ist Zeit, deine Wahrheit zu enthüllen! Mögen diese Worte uralte Erinnerungen wachrufen, damit du erkennst, wer du wirklich bist - groß, allmächtig, Du! Kehre nach Hause zurück!

Was ist Meisterschaft?

Meisterschaft ist die erbauliche Erkenntnis, dass alle Erfahrungen unseres Lebens Ausdruck des Göttlichen sind. Mit anderen Worten:

1 Himmel und Erde sind eins. Geist und Materie sind eins.

2 Unser Herz und unser Geist sind Teil des Göttlichen und dazu bestimmt, alle göttlichen Eigenschaften wie Liebe, Freude, Freiheit, Wissen, Macht und das Grenzenlose zu offenbaren.

3 Unser physischer Körper ist göttlich, und wenn Herz und Geist auf die Wahrheit ausgerichtet sind, kann unser Körper seine göttlichen Attribute - Leben und Schönheit, die sich immerwährend ausdehnen - zum Ausdruck bringen. Wenn es Zeit ist, die Erde zu verlassen, können wir die Schwingungen unseres physischen Körpers erhöhen, in Licht verwandeln und in einen helleren Lebensbereich eintreten.

Wenn sich die Meisterschaft vervollkommnet hat, wenn sich das Göttliche im Leben eines Menschen vollkommen ausdrückt, ist dieser Mensch ein "aufgestiegener Meister".

Aufgestiegene Meister verlassen die Erde nicht unbedingt. Sie meistern Körper und Umgebung in einer Weise, die vordem als Wunder oder als Ding der Unmöglichkeit erschien, zum Beispiel durch Reisen mittels Gedanken, im Gehen durch Feuer oder durch die unmittelbare Manifestation aller gewünschten oder benötigten Dinge aus dem Nichts.


Unser Herz hat uns vielleicht schon zum Pfad der Meisterschaft, zum "Aufstieg" gerufen. Dieser Prozess bringt uns die Erkenntnis und Erfahrung der Einheit mit dem inneren Selbst, dem Tao, der eigenen Göttlichkeit, mit Gott/Göttin in allem, und dies drückt sich in unserem Geist, unseren Gefühlen, unserem Körper, unserem Leben aus.

Unser Einssein mit dem Göttlichen ist von unserem Standpunkt aus nicht unbedingt erkennbar. Unsere fünf Sinne vereinnahmen uns so sehr, dass wir die "ruhige, zarte Stimme" in uns vielleicht gar nicht vernehmen. Aber wenn wir uns auf sie einlassen, wird sie zu der klaren, liebevollen Stimme unendlicher Weisheit, die unser ganzes Leben lenkt.

Einssein mit dem Göttlichen bedeutet Einssein mit allem, was ist. Trennung auf der physischen Ebene ist eine Illusion. Wir sind Teil von Allem, was geschaffen wurde. Wenn wir diese Wahrheit in den Tiefen unseres Seins spüren, empfinden wir große Freude.

Viele von uns fürchten, dass wir unsere Individualität, unsere Einzigartigkeit verlieren, wenn wir mit dem Göttlichen in unserem Innern verschmelzen. Doch Einzigartigkeit gehört gleichwohl zum Lebens wie zur großen Schöpfung. Sie lässt sich nicht leugnen, und das ist gut so. Das Herrliche, das Einzigartige an jedem von uns - an dir - ist Teil eines phantastisch schönen Mandalas, einer heiligen Ganzheit, das in der Einzigartigkeit nicht nur erwünscht, sondern zur Vervollständigung des Ganzen notwendig ist. Wir sind hier, um dieses gewaltige Kaleidoskop von Farbe, Form, Licht und Schwingung kennenzulernen, als unser Eigenes zu erfahren. Lasst uns die Erinnerung wachrufen an diese große Wahrheit unseres Seins, an unsere Einzigartigkeit als Teil von Gott. Du bist unschuldig und rein, strahlend, stolz, schön, unsterblich. Du bist Eins. Erinnere dich!

Während sich das Zeitalter des Lichts nähert, sind jetzt zum ersten Mal in der Geschichte der Erde Millionen von Menschen imstande, die Illusion von Dualität und Trennung zu überwinden und zur Einheit mit dem Göttlichen zu gelangen.

Der Prozess des "Aufstiegs"

Die meisten von uns haben schon viele Leben und Tausende oder Millionen von Jahren auf dieser Ebene hinter sich. Wir haben gänzlich vergessen, dass wir göttlich sind. Doch unsere Sehnsucht, zur Wahrheit zurückzukehren, beschwört unsere alte Erinnerung an die Einheit herauf - und an den Mut, die Entschlossenheit, die Liebe, Geduld und Ausdauer, den Humor(!), die nötig sind, um wieder dorthin zu gelangen.

Wie und wann der Prozess des Aufstiegs abläuft, ist für jeden anders, doch bestimmte Schritte sind uns allen gemeinsam. Sie sind miteinander verwoben, aber vier Grundschritte lassen sich definieren:

1 Zuerst werden wir uns unseres inneren Selbst oder der Gottheit gewahr. Das geschieht nicht unbedingt bewusst oder in Form eines äußeren Kontakts und ist auch nicht immer an Meditation oder einen bestimmten spirituellen Weg gebunden. Es kann ganz einfach die Erfahrung von Liebe sein. Aber die Wahrnehmung unseres Selbst oder der Gottheit muss den anderen drei Schritten vorausgehen.

2 Wir klären unsere Vergangenheit. Schuld und Schuldgefühle (der Fluch der Menschheit!) beginnen, sich aufzulösen. Es dämmert uns, dass wir immer, in jedem Jetzt, nach unserem besten Ermessen handelten. Können wir mehr von uns verlangen? Unsere ewige, göttliche Unschuld blieb durch unser Handeln immer unangetastet. Allmählich vergeben wir uns. Wir lassen die Menschen, Umstände und Ereignisse aus allen unseren Leben los und vergeben ihnen. (Das dauert seine Zeit!) Wir befreien uns Schritt für Schritt aus den psychischen und emotionalen Fesseln, die uns an andere binden (dysfunktionale und co-abhängige Beziehungen) und werden unabhängig und klar.

3 Wir erschaffen ein glückliches Leben und entdecken und erfüllen alle unsere erdgebundenen Zwecke. (Es gibt in einem Leben viele Zwecke oder Ziele: ein Kind aufziehen, rebellieren, in einer Höhle meditieren, beruflichen Erfolg haben, sich ausruhen - alles, was man sich vorstellen kann!) Dabei erfahren wir mehr und mehr, dass alle göttlichen Eigenschaften unsere eigenen sind. Unsere Liebe offenbart sich, Freude und Friede nehmen zu. Wir sind die Gesamtheit des Göttlichen. Unsere Beziehungen werden glücklicher und langsam erkennen wir, dass nie versiegender Reichtum unser natürlicher Zustand ist. Gott/Göttin ist nie versiegender Reichtum, die Natur ist nie versiegender Reichtum. Wir stecken unsere Energien und Fähigkeiten in das Alltagsleben um uns herum. Unser Engagement im kleinen Kreis bezieht schließlich auch den Dienst an der Allgemeinheit, der Welt mit ein. Während wir großzügig geben, lernen wir, großzügig zu nehmen und wir tun nur das, was wir wirklich gerne möchten. Wir fühlen uns auf der Erde wohl und im Gleichgewicht, entspannt und im Fluss. Wir genießen es, hier zu sein!

4 Wir wenden uns stärker und leidenschaftlicher der Seele zu. Unsere Beziehung mit dem Göttlichen wird inniger. Wir haben Ehrfurcht vor dieser Allgegenwart und widmen uns ihr. Wir verschmelzen mit dem Göttlichen und spüren immer mehr, dass wir selbst diese Göttlichkeit sind.

5 Wir allein entscheiden, wie wir unsere Erleuchtung zum Ausdruck bringen wollen. Einige der größten Meister blieben im menschlichen Bewusstseinsstrom, der den Körper altern und sterben lässt. Doch wenn wir den "Pfad des Aufstiegs" wählen, werden wir unseren Körper als Teil des Göttlichen empfinden und allmählich Unsterblichkeit und eine immer größere Schönheit erlangen. Wir werden unsere Beziehung mit der Umwelt meistern und schließlich manifestieren wir unser volles Potential hier. Das ist mit "Aufstieg" gemeint.

Förmliche und spontane Initiationen

Alle Meister, die den Aufstieg lehren, haben ihre eigene Vision von der Wahrheit und vom Pfad. Einen eher förmlichen Weg mit bestimmten festgelegten Initiationen haben uns El Morya, Kuthumi und Dwjal Khul durch die Autoren Helena Blavatsky, C.W.Leadbeater, Alice Bailey und vor kurzem durch meinen Freund Dr. Joshua David Stone gezeigt. Das sind große Geschenke.

Meine Vision und mein Pfad ist mehr die spontane Initiation. Ich glaube, die Meisterschaft ist bereits jetzt zugänglich für jeden, und wir erfahren sie in dem Maße, in dem wir uns dafür öffnen.

Beide Pfade sind richtig, und wir sollten dem folgen, der für uns am besten ist.

Die Möglichkeiten des menschlichen Körpers

Alles wird durch den Gedanken aus der göttlichen Substanz geschaffen. Das Denken beginnt in sehr hohen Schall- und Lichtfrequenzen, die für menschliche Augen und Ohren unhörbar und unsichtbar sind. (Frequenz ist die Geschwindigkeit und die Art der Schwingung, die die Form jeder Schöpfung bestimmt. Alles hat eine Frequenz und ist Frequenz. Denken hat eine Frequenz: Freiheit vibriert schneller als Gefangenschaft, Liebe schneller als Hass.) Damit ein hochfrequenter Gedanke in die physische Welt kommen kann, muss er sich verlangsamen, bis er hier in fester Form erscheint. Einsteins berühmte Formel E=mc2 drückt diese Bewegung in entgegengesetzter Richtung aus: Wenn man feste Materie beschleunigt, erhält man Energie.

Unser Körper funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Sagen wir etwa zum befruchteten Ei: "Na los, ihr Zellen, teilt euch mal und setzt das Nervensystem in Gang"? Nein. Zelle für Zelle wird unser Körper aus der göttlichen Substanz geformt, aus dem Licht, gemäß unseres göttlichen Plans: göttlicher Gedanke der Vollkommenheit, der sich in vollkommener Schönheit, Lebenskraft, Gesundheit und Stärke manifestiert hat. (Karmische Ziele unserer Seele können beim vollkommenen Fötus allerdings Probleme oder Missbildungen bewirken.)

Ja, der Körper ist Fleisch und Blut - doch was sind Fleisch und Blut? Aus der Physik wissen wir, dass sie gänzlich aus Atomen bestehen. Kein Bestandteil des Atoms ist feste Materie - nur Energiepartikel, die im Raum umherwirbeln. Da sich die ganze Schöpfung aus solchen Energiepartikeln zusammensetzt, kommen sie der Idee der göttlichen Substanz so nahe, wie dies in der physischen Welt eben möglich ist.

Unser Körper bildete sich nicht nur im Mutterleib aus göttlichem Gedanken und göttlicher Substanz. Er bildet sich in jedem Augenblick neu, erneuert sich, wird versorgt - mit der höchsten Vollkommenheit, die unser Denken zulässt.

Der Körper ist dem Geiste (Denken und Fühlens) untertan und dient ihm. Wenn wir deshalb den unbegrenzten göttlichen Geist zu uns einladen, werden wir auch unseren Körper als göttlich erfahren.

Die Erkenntnis, dass wir unermesslich große, universelle Wesen, Teil der allgegenwärtigen, allmächtigen Gottheit sind, führt zu der Einsicht, dass auch unser Körper Teil des Göttlichen ist. Aus der Erkenntnis, dass wir zeitlos, alterslos und ewig sind, lässt sich folgern, dass auch unser Körper zeitlos, alterslos und ewig ist.

Der Körper braucht mehr Zeit als der Geist für die Erfahrung der Erleuchtung. Es fällt ihm auch schwer, mit der ungeheuren Erhöhung der Frequenz Schritt zu halten, die sich zur Zeit in der Welt vollzieht. In seinen Körperzellen sind die Erinnerungen und Emotionen aller Leben gespeichert; der Körper ist lebendige Geschichte. Indem der Körper seine Geheimnisse preisgibt und die Vergangenheit geklärt wird, (meist mit einer ganzen Menge Geduld und Beistand von Geist, Herz und Seele), wird er immer mehr zu Licht. Er empfindet mehr Freude, seine Frequenzen beschleunigen sich. Er ist allmählich in der Lage, einer immer höheren elektrischen Spannung standzuhalten. Die Spannung, die ein Körper ertragen kann, entspricht der universellen Kraft, die durch ihn verfügbar wird. All das gehört zu seinem Weg zur Meisterschaft.

Besonders hilfreich ist hier die Konzentration auf das Licht, diesen erstaunlichen Ausdruck von Gott/Göttin. Wunderbares göttliches alldurchdringendes Licht. Licht ist das erstaunlichste Phänomen der Schöpfung. Wir bestehen aus Licht: Körper, Geist und Herz. Wir sind Licht, nichts als Licht. Vom ersten Augenblick an Licht.

Unserem erleuchteten Geist und unserem liebenden Herzen wird unser Körper vollkommen formbar. Er lässt sich entmaterialisieren und von neuem materialisieren. Er kann mit Hilfe des Gedankens reisen. Er kann wie die Sonne scheinen. Er kann sich regenerieren und verjüngen, von einem Moment auf den anderen. Und er kann für immer leben.

Meisterschaft auf der Erde

Früher, als die Menschen (zumindest im Westen) die Fähigkeit gerade erst entwickelten, ihren Körper in Licht zu verwandeln, gab es meist niemanden, der es genauso weit gebracht hatte und an den man sich hätte wenden können. Es gab keinen Ansprechpartner im Leben, und auf der Erde zu bleiben, war keine besonders erfreuliche Angelegenheit. Deshalb traten sie in eine höhere Dimension ein (eine himmlischere Sphäre, die schneller schwingt als die Erde und uns deshalb unsichtbar bleibt). Ausnahmen sind St. Germain, der über ein Jahrhundert lang in Europa lebte und nicht alterte, und der unsterbliche Meister Babaji aus dem Himalaya, der versprach, bis zum Ende dieses Erdenzyklus in einem physischen Körper zu bleiben. Doch diese Ausnahmen bestätigen die Regel: Tausende von Meistern zog es von der Erde in hellere Sphären.

Jetzt gibt es eine ganze Menge neuer Möglichkeiten. Die Erde selbst ist in einem Aufstieg begriffen. Seit wir ein Bewusstsein haben, schwingt sie in einer Frequenz von 7,83 Schwingungen pro Sekunde. Doch im Lauf der letzten paar Jahre erhöhte sich ihre durchschnittliche Frequenz und bringt es nun bis auf 11 Schwingungen pro Sekunde. Tendenz steigend! Während sich ihre Frequenz erhöht, wird sie disharmonischen Energien gegenüber zunehmend intoleranter. Ohne dass eine aktive Revolte notwendig gewesen wäre, haben wir bereits den Anfang vom Ende aller Systeme gesehen, in denen Menschen andere Menschen beherrschen. Die Erde wird nun eine geeignetere Heimat für Meister, ein Ort, an den endlich wieder das verlorene Paradies zurückkehren kann.

Unsere alten spirituellen Familien erwachen gleichzeitig mit uns, und zahlreiche Menschen nehmen am "Aufstieg" des Planeten teil. Es wird also viele geben, mit denen wir leben, dienen und uns freuen können. Wenn die Unsterblichkeit zu unserer Wirklichkeit wird, werden viele von uns jahrhundertelang hier bleiben. Wir werden das Zeitalter des Lichts einläuten. Aber wir können es uns auch bei den Meistern in den helleren Sphären wohl sein lassen, lernen, dienen, ruhen und genießen - und dann nach Hause zurückkehren. Oder auch bleiben. Wonach wird uns der Sinn dann stehen?

Beam mich nicht hoch, Scotty!

Es gibt keine Abkürzung auf dem Weg zur Erleuchtung. Die "Wellen des Aufstiegs" oder das Abheben in einem Raumschiff sind Möglichkeiten für die, die sich vorbereitet haben. (Vorsicht vor Raumschiffen - es gibt alle möglichen!) Wir haben nicht so schwer gearbeitet und einen so weiten Weg zurückgelegt, um am Ende unsere Initiation in der nächsten Dimension anderen zu überlassen. Übernimm die Verantwortung für deinen eigenen Weg zur Meisterschaft und tritt genau dann in eine hellere Sphäre ein, wenn du bereit bist.

Wer hat die Meisterschaft erlangt?

Es gibt inzwischen Tausende "aufgestiegener" Meister. Sie waren Menschen wie du und ich, als sie erkannten, wer sie sind. Einige, wie Babaji, sind noch auf der Erde, aber die meisten leben ständig in helleren Sphären.

Die meisten, doch nicht alle, verwandelten am Ende ihres Erdendaseins ihren Körper zu Licht und ließen deshalb keinen Körper zurück. Es ist einem hochbewussten Wesen möglich, den Körper sterben zu lassen, wenn dies angebracht ist. Das gilt für Buddha und auch für Yogananda, Sri Yukteswar und Lahiri Mahasaya, zwei Gurus aus Yogandas Gefolgschaft. Die drei erschienen nach ihrem physischen Ableben ihren Schülern in physischer Form.

Die Große Weiße Bruderschaft

Die meisten, die von der Erde aufgestiegen sind, arbeiten nun daran, dass auch die anderen erwachen. Einige besonders bekannte aufgestiegene Meister dienen von sehr hohen Ebenen aus. Zu ihnen gehört natürlich Jesus, aber auch Maria, Buddha, St. Germain, El Morya, Kuthumi, Djwal Khul, Quan Yin, Lady Nada und Serapis Bey.

Einige aufgestiegene Meister bewahren (oder schaffen) sich gern das reife Aussehen eines älteren Menschen, wenn sie lehren; alle haben schöne ätherische Körper, die in jeder Hinsicht ewig vollkommen sind. Sie tragen gern schöne Gewänder in allen möglichen Farben, und oft schmücken sie ihre Häupter, den Hals oder die Taille mit Edelsteinen.

Die aufgestiegenen Meister, die diesem Planeten dienen, bilden eine Organisation, die sie die Große Weiße Bruderschaft nennen. "Weiß" bezieht sich nicht auf die Hautfarbe, sondern auf das Licht, das von einer aufgestiegenen Form ausgeht, und auf die Absicht des Guten. Zu der Bruderschaft gehören nicht nur männliche Meister, sondern auch viele weibliche.

Wer sein Leben dem Dienen gewidmet hat, kann Mitglied der Großen Weißen Bruderschaft werden, ohne sich dessen vielleicht bewusst zu sein. Diese Menschen verlassen ihren Körper im Schlaf, um gemeinsam mit den Meistern auf den höheren Seinsebenen zu dienen.

Wo leben die "aufgestiegenen" Meister?

Nicht weit von der Erde existiert ein Netz von Aufenthaltsorten, wo viele der in jüngster Zeit "aufgestiegenen" Meister wohnen und dienen.

Es gibt auf der ganzen Welt eine Reihe solcher Orte, meistens auf der "ätherischen Ebene", einer helleren und himmlischeren Sphäre als die physische. Einige dieser Orte haben größere Bedeutung als andere. Die weniger bedeutenden können sich überall befinden und erfüllen oft eine Zeitlang einen bestimmten Zweck. Vor dem großen Erdbeben im Jahr 1989 gab es zum Beispiel einen in San Francisco auf dem Gipfel des Mt. Davidson. Wie ich gehört habe, war er dazu da, bei dem Erdbeben die Zahl der Toten und Verletzten einzudämmen. (Die Meister konnten das Beben nicht abwenden, denn die Gedankenform "Erdbeben" ist in dieser Region sehr stark. Der freie Schöpfungswille wird nie außer Kraft gesetzt.)

In Amerika gibt es zwei Orte, an denen "aufgestiegene" Meister wohnen. Einer befindet sich in den Grand Teton Bergen in der Nähe von Jackson Hole in Wyoming (besonders Mt. Moran), der andere in dem großen, abseits gelegenen Mt. Shasta ganz im Norden Kaliforniens.

Ein weiterer wichtiger Ort ist Shambhala. Man geht allgemein davon aus, dass es westlich der Wüste Gobi in den Bergen der Region Tien Shan in China liegt. Buddha und Maitreya werden immer mit diesem Ort in Verbindung gebracht. Das größere Shambala liegt über der Erde, ein kleineres unter der Erdoberfläche.

Es sind schöne, faszinierende Orte mit großen goldenen Sälen und vielen kleineren Räumen für große und kleinere Zusammenkünfte. Es gibt hohle Kristallpyramiden für Initiationen und Heilungen und Säle, in denen die Archive untergebracht sind. Es gibt Stätten, wo Erfindungen und andere benötigte Ideen vervollkommnet werden, damit sie an die Erde weitergegeben werden können. (Wenn der Plan für eine Erfindung oder eine inspirierende Idee in den Gedankenstrom der Erde eingegeben wird, werden diese oft von mehreren Menschen aufgenommen. Deshalb wird, so denke ich mir, der Nobelpreis oft zwei Erfindern oder Wissenschaftlern verliehen, die zur gleichen Zeit genau die gleiche Idee hatten.) An einem solchen Ort zu leben, ist gar nicht so schlecht!

Jedes Jahr kommen die Meister mehrere Male zusammen und feiern ihre Zeremonien zum Segen der Menschheit. Eine Gelegenheit ist Weihnachten, das trotz des kommerziellen Rummels viele Herzen für eine tiefere Verbindung mit dem inneren Göttlichen öffnet. Eine andere Gelegenheit ist Wesak im Vollmond des Stiers (meistens im Mai), dem Zeitpunkt von Geburt, Erleuchtung und Ableben des Buddhas.

In der ersten Januarwoche gibt es eine große Zusammenkunft in den Teton-Bergen, wo die Meister die Menschheit und den Planeten für das neue Jahr segnen. Sie beraten dann auch, was die Menschheit zu empfangen bereit ist, und welche Dienste sie im neuen Jahr leisten kann. Das alles wird dann im einzelnen geplant. Eine ähnliche Zusammenkunft findet Mitte des Jahres in der ersten Juliwoche statt.

Die Aufenthaltsorte der Meister dienen vielen Zwecken. Zahlreiche Menschen besuchen sie im Schlaf oder in der Meditation, und deshalb werden Kurse und andere Dinge angeboten.

Die Meisterschaft zum Ausdruck bringen

Wie wird das sein, wenn wir "aufgestiegene" Meister auf der Erde oder in lichteren Sphären sind? Wenn wir wissen, dass wir eins mit dem Göttlichen sind und unsere Identität unseren Körper weit übersteigt, werden wir es zulassen können, dass wir uns ohne Begrenzungen ausdrücken. Hier ein paar Möglichkeiten:

Dienen

Ob auf der Erde oder in lichteren Sphären - die meisten von uns werden bei der Großen Weißen Bruderschaft mit großer Liebe und Hingabe der Menschheit dienen. Wir werden an den Projekten mitarbeiten, die uns anziehen: Wir werden unsere Ideen, unsere Kreativität, unsere Energie einfließen lassen. Wir werden unseren Brüdern und Schwestern auf ihrem Weg zur Meisterschaft beistehen. Dieser Beistand steht uns jetzt zur Verfügung, und wir werden ihn anderen anbieten.

Der Welt auf dieser Ebene zu dienen, schließt ein paar Dinge ein, mit denen sich viele von uns bisher schwertaten: spielen, ausruhen, glückliche Beziehungen pflegen. Das Leben wird wunderbar ausgewogen sein.

Gedankenreisen

Wir werden in der Lage sein, die Frequenz unseres Körpers zu erhöhen und ihn für das physische Auge unsichtbar zu machen. Wir konzentrieren uns dann - mit großer Klarheit, ohne uns ablenken zu lassen! - auf unser Ziel und versetzen unseren Gedankenkörper dorthin. Schließlich verlangsamen wir unsere Frequenzen wieder und erscheinen in Fleisch und Blut am gewünschten Ort.

Viele Meister beherrschen diese Technik schon. Über einige können wir in der Autobiographie eines Yogi von Paramahansa Yogananda nachlesen, über andere in weiteren Büchern. Es gibt eine witzige Geschichte über einen indischen Meister, der sich in einem Feinkostgeschäft in New York materialisierte, Pastrami auf Roggenbrot bestellte und wieder verschwand.

Gedankenreisen befördern uns nicht nur von einem Ort auf der Erde zu einem anderen, sondern auch auf andere Planeten, wobei die Entfernung keine Rolle spielt, oder in andere Dimensionen. Alles mit derselben Leichtigkeit!

Verjüngung, Unsterblichkeit, Unsichtbarkeit

Wenn wir erkennen, dass unser göttliches Bewusstsein weit über unseren physischen Körper hinausgeht, wird uns klar, dass dessen Erscheinung unwichtig ist. Aber wir wissen auch, dass unser Körper Teil des Göttlichen ist, und vielleicht möchten wir göttliche Schönheit, Ganzheit, unbegrenzte Energie und Stärke und das ewig sich ausdehnende Leben durch unser physisches Vehikel zum Ausdruck bringen. Mehr davon in den nächsten Kapiteln.

Auch durch Unsichtbarkeit lässt sich unsere Meisterschaft zum Ausdruck bringen. Es mag ein wenig seltsam erscheinen, dass wir im Zustand der Unsichtbarkeit menschliche Gestalt haben können. Irgendwie verändert sich dann die Frequenz unserer Schwingungen.

Manchmal ist es ganz praktisch, unsichtbar zu sein. Wir alle können das übrigens lernen.

Mobilisierung zur Meisterschaft

Ist der Weg zur Meisterschaft auch dein Weg ist? Entsteht oder verstärkt sich in deinem Herzen ein Verlangen danach? (Verlangen wird meist missverstanden. Das starke Verlangen, uns zu unserer ganzen Größe zu erheben, ist der erste Schritt zum Ziel.)

Den Weg zur Meisterschaft bewusst wählen, ist ein höchst machtvoller Schritt. Dein Energiespiegel, deine Umgebung und deine Lebensumstände bestimmen die Geschwindigkeit, mit der du deinen Weg zurücklegst. Du kannst die Meisterschaft in diesem Leben erlangen oder auch im nächsten.

Für deinen Weg ist es sehr wichtig, dass du mit deiner Hypophyse und deiner Epiphyse arbeitest, die sich im Kopf befinden und mit dem 'dritten Auge' und dem Kronenchakra verbunden sind. (Der Körper hat sieben Hauptchakren oder Energiezentren, die sich entlang der Wirbelsäule und im Kopf befinden.) Diese beiden Drüsen waren einmal eine einzige und arbeiteten in vollkommener Einheit dafür, alles Gewünschte unmittelbar zu manifestieren. Die Hypophyse repräsentiert die männliche Funktion oder das "yang", die Epiphyse die weibliche oder das "yin". Die gesamte Schöpfung fließt aus dieser Gott/Göttin-Polarität.

Als wir unser Einssein mit dem Göttlichen vergaßen und unser Denken und Fühlen beschränkt und oft destruktiv wurde, arbeiteten die Helfer der Menschheit daran, die Funktionen der beiden Drüsen zu trennen, damit das negative Denken nicht unmittelbar erschaffen konnte. Aus diesem Grund erfordert der schöpferische Prozess jetzt Zeit.

Wir haben gelernt, die beiden Drüsen durch unseren Willen wieder zu verbinden, die Brücke der Erleuchtung oder antakarana, die "Regenbogenbrücke", zu bauen und zu verstärken. Das beschleunigt uns auf dem Weg zur Meisterschaft und auch den Prozess der Manifestation. Außerdem fördert es die Vereinigung der rechten und linken Gehirnhälften und die Synchronie der beiden Körperseiten.

Wir erklären Hypophyse und Epiphyse für geöffnet für den uneingeschränkten Empfang göttlichen Denkens aus dem Universum und für dessen Verbreitung und Speicherung in unserer Seele. Das bedeutet eine starke Beschleunigung auf dem Pfad der Erleuchtung.

Zum Abschluss des Kapitels noch ein Zitat aus Spaldings Leben und Lehren der Meister im Fernen Osten, Band 2:

„So stehen wir also auf und legen unsere Grabeskleidung ab. Wir stehen auf und legen das ganze Gefühl der Begrenzung ab, mit dem wir unsere Körper gefesselt haben. Wir rollen den Stein der Materialität gänzlich aus unserem Bewusstsein hinaus... Lasst uns aufstehen und den Totenbereich verlassen, denn nichts anderes ist mit Auferstehung gemeint. Auferstehung ist das Erwachen zum völlig verwirklichten Leben im Hier und Jetzt, und dieses Leben... ist überall, überall machtvoll, überall bewusst.

Wenn wir zu unserem rechtmäßigen Erbe erwachen, erwachen wir auch zur Schönheit und Reinheit der uralten Botschaft, dass unser Körper ewig schön, rein und vollkommen ist... der reine Tempel Gottes. Dieses Erwachen wird uns davon überzeugen, dass unser Körper niemals seinen hohen Rang verloren hatte. Seine Abwertung hatte einzig und allein in der menschlichen Vorstellung stattgefunden.

Sobald wir diese Vorstellung loslassen, ist unser Körper frei für sein wahres göttliches Erbe. Dann wird der Duft eines warmen Sommerabends die ganze Natur durchdringen, und dies wird auch auf unseren Körper übergehen.

Bald werden Strahlen weißen Lichts in unseren Körpern erscheinen, und unsere Körper werden erglühen in diesem Licht, das sanft und zugleich strahlend und lebendig ist und die klare Atmosphäre um uns herum wie weißgoldener Dunst durchflutet. Eingetaucht in dieses Leuchten, erscheint ein reines, kristallweißes Licht - blendend, funkelnd, strahlender als der reinste Diamant. Es geht von unseren Körpern aus, die - strahlend und schön - in Flammen reinen Lichts stehen.

Hier stehen wir zusammen auf dem Heiligen Berg der Verklärung. Unsere Körper leuchten und glühen, strahlend und schön, ganz eingetaucht in das göttliche Leben. Der Menschensohn ist zum Christus Gottes geworden.“

Der Weg zur Meisterschaft liegt im Erinnern und in der vollständigen Erfahrung der großen Göttlichkeit, die wir sind. Dieser Weg ist gesegnet.

2 Der Kontakt mit deiner eigenen
göttlichen Präsenz

O Geliebte! Wer seid ihr in Wirklichkeit? Gewiss nicht Körper oder Geist. Ihr kennt nur ein winzigstes Fragment eures Seins. Öffnet euch eurer Unbegrenztheit oder dehnt sie aus. Fangt an, euch in universellen Begriffen zu definieren. Ihr funkelt stärker als der hellste Stern.

Da wir göttlich sind, wollen wir unsere Göttlichkeit kennen und spüren. Sie ist der einzige echte Wert im Leben, und alles entspringt daraus. Sie ist das größte Geschenk, das wir uns geben können. Doch die Essenz unseres Seins ist so genial, so unermesslich und herrlich, dass es schwerfällt, sie "in den Griff" zu bekommen. Hier ein paar Fragen, die in diesem Zusammenhang oft gestellt werden:

"Ich möchte einen klaren Kontakt mit meinem inneren Selbst. Was kann ich tun?"

"Wenn ich Botschaften höre, weiß ich nicht, ob sie echt sind. Wie kann ich wissen, ob sie aus meiner Seele kommen?"

"Diese Aufgabe gefällt mir. Sie macht mich zufrieden, ich finde sie toll. Aber wie kann ich wissen, dass ich meiner inneren Führung folge?"

Die universelle Präsenz "Ich bin", die sich in allen von uns individualisiert, kann ganz persönlich sein. Sie kann unsere Fragen beantworten und uns konkreten Rat geben. Wir alle haben einen riesigen Bedarf an diesem Rat. Eine eindeutig festgelegte persönliche Beziehung mit unserem höheren Selbst ist ein großer Segen - und außerdem praktisch.

Meditation öffnet uns für diesen Kontakt und für das Verschmelzen mit unserer Göttlichkeit. Es ist daher wichtig, einmal oder (besser noch) zweimal täglich 20 Minuten oder länger zu meditieren.

Die Beziehung zum Göttlichen und dem Selbst

Dem begrenzten menschlichen Bewusstsein ist Gott/Göttin unfassbar. Wir neigen dazu, die universelle Wesenheit nach unseren Vorstellungen zu gestalten und verstehen nicht, dass wir selbst das Bild Gottes darstellen, - dass wir dieses unfassbare Wesen sind.

Zum Glück beeinflussen unsere irrigen Vorstellungen nicht im geringsten das Göttliche. Es ist unveränderliches Leben, Liebe, Ewigkeit. Während wir einerseits unsere begrenzten Vorstellungen von uns selbst abstreifen, machen andererseits unsere beschränkten Vorstellungen vom Göttlichen einem immer tieferen und reicheren Gotteserleben Platz.

Wir alle schaffen in unseren Gedanken Gott nach unserem Bild. Es ist daher sehr wichtig, uns die Art und Weise klar zumachen, wie wir es tun. Dann eröffnen sich uns neue Dimensionen, in denen wir letztendlich zum realisierten Göttlichen werden, eng verbunden mit Gott/Göttin, die wir sind.

Göttlicher Wille ist Freude

"Gottes Wille geschehe" und "Der Herr gibt - der Herr nimmt". Diese geläufigen Worte, die an Tod und schwere Erfahrungen denken lassen, zeigen, dass wir Gott nach menschlichen Maßstäben erschaffen.

In Wahrheit sind wir nach Gottes Willen nicht zum Leid, sondern zur größten Freude bestimmt, zum vollkommenen Überfluss aller guten Dinge, zum herrlichsten Leben, das wir uns nur vorstellen können. Die Gottheit will ihre Vollkommenheit, Liebe, Leben, Unsterblichkeit, Freude, Macht, Licht in jedem einzigartigen Individuum ausdrücken.

Was wir bisher fälschlich als Gottes Willen ansahen, ist eine Schöpfung unseres beschränkten menschlichen Bewusstseins, das weder bewusst gelenkt noch erkannt wird. Wir dachten, wenn zufällig etwas "Schreckliches" passiert, dass Gott dahintersteckt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Geschieht etwas Unangenehmes, dann entspringt es völlig unbewusst unseren eigenen Ideen.

Nicht viel anders steht es mit einer Vorstellung, die mehr der New Age-Bewegung zuzuordnen ist: Treten plötzlich Schwierigkeiten auf, dann sind sie - so sagt man - "vorherbestimmt". Das ist Unsinn. Geschieht etwas Ungewolltes, dann hat etwas in uns dieses Problem angezogen. Es lässt sich jedoch klären, und du kannst es abgeben. Hier ein Beispiel: Jemand, der eigentlich eine Ruhepause bräuchte, bricht sich ein Bein und muss dann gezwungenermaßen eine Ruhepause einlegen. War dieser Vorfall nun "vorherbestimmt"? Oder dachte dieser Jemand vielleicht, dass er sich nur um den Preis der Bettlägrigkeit Ruhe erkaufen könnte?

Geschieht hingegen etwas Schönes, können wir freudvoller sagen: „Es war <vorherbestimmt>". Dann schadet dieses Denken nicht. Aber solange wir auch für unsere freudigen Erfahrungen nicht die Verantwortung übernehmen, fühlen wir uns immer noch wie Schafe.

Das Sich-Öffnen für den Willen Gottes, also für den Willen unserer eigenen göttlichen Präsenz, ist letztlich nichts anderes als die Bereitschaft, glücklich zu sein.

Sühne

Sühne. Das klingt so schön. Sühne hat viele Namen und ist Bestandteil jeder Religion. Was ist Sühne?

Sie leuchtet. Sie pulsiert. Sie ist die Versöhnung mit Gott/Göttin.

Gott urteilt nicht über uns, noch hat er es jemals getan. Wir selbst haben uns seit jeher gerichtet, und seitdem ist unsere Psyche schulderfüllt. Die Sühne erweckt auch das Gefühl, dass uns Gott vollkommen vergibt und liebt - als würden wir in seine Arme fallen. Wir geben auf und lassen los. Doch was wir aufgeben ist in Wirklichkeit das Ego. Es verdient nicht, erhalten zu werden, denn wir befreien uns damit von einer schweren Last. Wir geben die Sorgen auf und den Gedanken, dass wir alles selbst in die Hand nehmen müssen.

Im Gegenzug gewinnen wir unser Selbst. Wir können aufrecht stehen und frei atmen, wir können lieben und geben und dienen und glücklich sein, weil wir uns als Teil eines größeren Ganzen aller guten Dinge empfinden, als Teil der Liebe und der Einheit mit allen und allem. Wir entspannen uns. Wir fühlen uns getröstet. Alles ist gut. Wir können alles ausdrücken, was in uns steckt, und sind empfänglicher für alle göttlichen Geschenke. Wir fühlen uns umsorgt, und wir fühlen unsere Göttlichkeit.

Meist können wir nur Stück für Stück die Sühne annehmen. (Mir ist es noch nicht ganz gelungen.) Doch wenn unser Verlangen stark genug ist, können wir sie herbeirufen. Kürzlich spürte ich, wie sich ein Umhang oder ein Kreis um mich legte, und das Gefühl von Einssein und Trost umhüllte mich. Die meisten von uns befinden sich gerade in diesem Prozess.

Die Gottheit lädt uns immer ein, sich in ihren Armen auszuruhen.

Über den Verstand hinaus

Der Verstand ist ein mächtiges und notwendiges Werkzeug, das uns auf die Erleuchtung ausrichtet, auf das Einssein mit der Gottheit. Mit seiner Hilfe können wir unsere beschränkten Begriffe zugunsten unbeschränkter aufgeben und uns als göttlich statt als menschlich definieren. Das alles ist wichtig, wenn wir uns der Wahrheit nähern wollen. Doch lassen sich Erleuchtung, Wahrheit, Gott nicht im Verstand finden. Sie liegen jenseits des Verstandes.

Einige Formen der Meditation ermutigen uns, uns über den Verstand hinwegzusetzen, zum Beispiel Zen und Vipassana. Oder du sitzt einfach und schwebst über dir selbst.

Einem Zen-Schüler wurde von seinem Lehrer aufgetragen, in der Meditation auf den eigenen Atem zu achten. Während er dies tat, stand er auf und rannte zu seinem Lehrer. "Meister, Meister!" rief er. "Ich hatte die wunderbarste Vision! Fünfzig goldene Buddhas vor meinen Augen!"

"Ja", sagte der Meister, "aber hast du daran gedacht, auf deinen Atem zu achten?"

Wahrheit, Gott, Erleuchtung sind immer präsent in dem Leben, das in jedem Augenblick als Sein gelebt wird, als Hier und Jetzt. Das Leben ist immer gegenwärtig, immer neu. Und die Vergangenheit entschwindet in jedem Augenblick. Zwar bleibt sie in unserer Erinnerung bestehen, und die gewonnene Weisheit natürlich auch, doch das bedarf nicht unserer Aufmerksamkeit.

Visitationen

Manchmal nimmt ein Aspekt unserer inneren Göttlichkeit oder ein geliebter Meister Gestalt an und erscheint uns physisch. Das nennt man eine "Visitation". Eine Visitation soll uns normalerweise etwas lehren, was wir nicht begreifen. Und "auf gleicher Ebene", also von einem anderen physischen Wesen, lernt es sich eben besser als von "oben". Manchmal geht es auch nur darum, liebenden Beistand zu erhalten.

Der Besucher kann als schönes göttliches Wesen erscheinen. Aber meistens kommt er oder sie in einem ganz gewöhnlichen Körper daher. Dann sind wir bei der Begegnung entspannt und ganz bei uns selbst. Oft hat die Erscheinung aber auch etwas Sonderbares oder Unsinniges an sich. Anscheinend sind dem Humor und dem Einfallsreichtum der Seele hier keinerlei Grenzen gesetzt.

Oft wird der Besucher zu dir in Symbolen sprechen, die du erst später verstehst. Meist erkennt man eine Visitation erst im nachhinein, zudem haben viele Leute unbewusste Visitationen. Viele der sogenannten Engelgeschichten, die man sich heute erzählt, sind im Grunde Visitationen vom eigenen höheren Selbst.

Wie kannst du wissen, dass du eine Visitation hattest? Letztlich musst du dir in deinem Inneren die Frage stellen, dann erhältst du die Antwort. Wie kommt es zu einer Visitation? Wünsch dir eine. Wenn du bereit bist, kommt sie.

3 Die Meisterschaft im täglichen Leben

Das Leben wird in Augenblicken gelebt...in diesem Hier, in diesem Jetzt. Wie will ich es leben?

Wir entwickeln unsere Meisterschaft - oder entwickeln sie nicht - in jedem Augenblick unseres Lebens. Entweder dehnen wir uns aus, oder wir ziehen uns zusammen. Entweder lieben wir, oder wir haben Angst. Die kleinen Augenblicke des Lebens sind das ganze Leben.

Wie gehen wir mit den Augenblicken unseres Tages um?

Hier sind einige Ideen für einen Tag, die dich vorwärts bringen. Wenn wir sie alle meistern würden, und wäre es nur für einen einzigen Tag, dann hätten wir unsere Meisterschaft schon erlangt! Du kannst mit diesen Ideen herumspielen, so wie es dir entspricht. In den folgenden Kapiteln werden mehrere davon ausführlicher besprochen werden.

 Stimme dich durch Meditation zu Beginn des Tages ein und lasse sie auf das Tagesgeschehen einwirken. Maharishi Mahesh Yogi sagte einmal, den Tag ohne Meditation zu beginnen, ist das Gleiche, wie auf den Markt zu gehen, ohne Geld zum Einkaufen mitzunehmen. Meditation erdet uns in der Realität. Sie ist das Fundament, auf dem wir die Beziehungen und Aktivitäten unseres Tages mit Liebe und Weisheit erfüllen, in schwierigen Situationen unser inneres Gleichgewicht bewahren und die Höhen der Freude erfahren können.

 Vertraue deinen Gefühlen. Unsere Seele ist eng mit unserer Gefühlsnatur verbunden. Ich meine damit nicht Gefühle wie Eifersucht. Wir haben tief im Inneren ein sehr feines Gespür dafür, ob etwas stimmig ist für uns: eine Beziehung, eine Arbeit, eine Wohnung, große und kleine Entscheidungen. Dieses tiefe Gespür ist unser Wissen um das Göttlichen in uns. Es ist ein großes Geschenk.

 Don't worry, be happy! Man sagt, dass Glücklichsein eine Entscheidung ist. Wir alle sind auf unsere Art glücklich. Wer sich ständig beklagt, hat innerlich Spaß daran. Aber Glücksgefühle machen mehr Spaß! Und sie erhellen die Welt um uns herum. Glückliche Menschen geben, ohne dass es ihnen Mühe bereitet.

 Sieh die Vollkommenheit, sei Vollkommenheit. Sieh dich selbst als göttlich, denn du bist es. Sieh die anderen als göttlich. Lass es zu, dass das Beurteilen aufhört. Der Blick, der aus dem Bewusstsein der Vollkommenheit kommt, erweckt das Göttliche in uns, in den Menschen um uns herum und im Leben selbst.

 Umgang mit den Menschen zu Hause - der große Gleichmacher! Die Menschen, mit denen wir leben, die in unserem "Blickfeld" sind, sind der wahre Test für unsere Liebe und unsere Erleuchtung. Liebevolle, glückliche, ehrliche Beziehungen zu Hause sind eine große Leistung. Und dein Zuhause selbst? Hältst du dich gern zu Hause auf? Bist du mit deiner Wohngegend zufrieden? Das ist sehr wichtig.

 In einer reinen, klaren Umgebung ist alles sauber und ordentlich. Aber wichtiger noch ist die energetische Sauberkeit. Ist dein Zuhause oder Büro vollgestopft mit Gegenständen, Papieren, Kleidungsstücken, die du nicht mehr benutzt (und die noch deine alten Energien enthalten)? Besitzt du Sachen, die irgendwo versteckt oder abgestellt sind? Miste sie aus! Wirf die Sachen weg! Schaffe einen energetischen Raum, der deine Entwicklung zur Meisterschaft fördert.

 Dienen. Es gibt jeden Tag so viele Möglichkeiten, etwas zu geben. Wenn unsere Liebe strahlt, werden andere und damit auch wir selbst in ungeahnter Weise gesegnet. Der Bedarf an Liebe ist so groß! Eine einzige Begegnung kann ein Leben verändern. Schwer arbeitende Angestellte, Bus- und Taxifahrer, Juristen und Manager, Reiche und Arme brauchen Liebe. Wenn Menschen unhöflich sind, heißt das, dass sie leiden und besonders viel Liebe nötig haben. Das Geschenk eines aufrichtigen Lächelns, ein gutes Wort, ein Segenswunsch oder ein stilles Gebet, ehrlich gemeintes Lob, eine aufmunternde Bemerkung - das sind Kiesel, die wir in einen Teich werfen: Die Wellenbewegung setzt sich in immer größeren Kreisen fort und spendet Segen. Eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeinde oder zumindest Geldspenden für Zwecke, an die wir glauben, sind ein Segen für alle. Das sind nur ein paar Möglichkeiten, wie wir dienen können.

 Sei echt. Es mag dir riskant erscheinen, dein Herz zu offenbaren, aber wir sind nur dann wirklich lebendig, wenn wir es tun. Was ist ein Leben ohne wirkliches Gefühl? Heuchle keine Zuneigung, denn das wird immer durchschaut. Ehrlichkeit ist viel liebevoller.

 Vertraue dem Leben. Vertraue dem Fluss des Lebens. Vertraue, dass alles so geschieht, wie es geschehen soll - zum Guten und zur rechten Zeit.

 Lass Menschen in dein Leben herein. Lass es zu, dass dich die anderen beschenken - mit sich selbst, mit Geschenken, die sie dir bringen. Lass es zu, dass du empfängst, dass du Beistand erhältst. Du machst anderen ein ungeheuer großes Geschenk, wenn du sie in dein Leben lässt und ihre Geschenke annimmst.

 Verpflichte dich der Seele, deinem Wachstum, deinem Leben, einem Projekt, einer Beziehung, Arbeit et cetera. Wenn du dich aufrichtig verpflichtest, dich entschließt, etwas innen oder außen zu erreichen, ist dir das ganze Universum zu Diensten! "Was immer du tun kannst - pack es an. In der Kühnheit sind Genius, Macht und Magie."

 Liebe: Sei hundertprozentig präsent in deinem Herzen. Hier und jetzt völlig präsent zu sein, ist die Erleuchtung des Zen, die Erleuchtung des Tao, Erleuchtung schlechthin. Eine ungeheure Leistung. Wenn du wirklich präsent bist, kommt alles aus deinem Herzen, aus deiner Seele, deiner Weisheit, und du sprichst und handelst zum Besten aller. Du siehst "die Dinge, wie es ist (sic)", sagt Suzuki Roshi.

 Annehmen, alles zum Wachstum benutzen. Jede Schwierigkeit, die sich dir in den Weg stellt, hast du auf irgendeiner Ebene eingeladen. Wenn du annimmst, was dir geschieht und wie du darauf reagierst, nehmen Weisheit und Friede in dir zu, und deine Verkörperung der Seele kann sich entwickeln. Was geht in dir vor? Nimm es an und liebe dich. Was geht um dich herum vor? Nimm es an und liebe die anderen. Wenn du merkst, dass du einen anderen beurteilst, erkenne, dass du im Grunde dich selbst beurteilst. Vergib dir dafür, nimm dich an und liebe dich! Tu dann das gleiche für deinen Freund. Wiederhole still für dich die Worte: "Liebe(r) göttliche(r) ----"( dein oder ein anderer Name). Zum Annehmen gehört auch, Menschen zu ehren, die anders sind als du, und Menschen, die du nicht verstehst. Lerne, "eine Meile in den Mokassins eines/einer anderen zu gehen". Lass deinen Geist schlängeln, gleiten, lockere ihn, bis du die Welt aus der Perspektive des anderen siehst.

 Vergebung. Wenn du im Augenblick keine Liebe spüren kannst, vergib dir so schnell du kannst, und dann vergib dem Freund/der Freundin oder der Situation, die dir etwas gespiegelt haben.

 Loslassen. Lass los! Lass los! Lass das Gestern los. Lass die Menschen los, die gegangen sind. Lass eine alte Lebensweise los, ein altes Zuhause. Tu dein Bestes, und dann lass deine Verhaftung an das Ergebnis los. Ich brauchte erst eine Visitation, die mich aufrüttelte, bis ich es aufgab, immer wieder nach Virginia zurückzukehren, und Kalifornien als mein neues Zuhause anerkannte. Unser Verhaftetsein dient uns nicht.

 Toleranz und Offenheit sprechen für sich selbst. Bleibt nur noch zu sagen, dass wir für unsere eigene Intoleranz oft blind sind. Hier wirklich aufmerksam zu sein, lohnt sich.

 Arglosigkeit, Liebenswürdigkeit, Freundlichkeit. Diese Eigenschaften tun uns so not! Ein freundliches Wort, wenn jemand in Schwierigkeiten ist, behutsames Eingehen auf einen Menschen oder ein Tier im Angstzustand, ein argloses Zugehen auf alle. Eine Unzahl von Möglichkeiten!

 Ehrlichkeit und Integrität: Wenn wir für unsere Mitmenschen vertrauenswürdig sein wollen, werden wir uns mit vertrauenswürdigen Menschen umgeben. Ein wichtiges Stück Integrität besteht darin, dass wir unser Wort halten. Habe ich gesagt, dass ich um zwei da bin? Wenn wir uns nicht darauf geeinigt haben, dass wir beide es mit der Zeit nicht so genau nehmen, werde ich um zwei da sein. Oder ich rufe dich an. Habe ich gesagt, dass ich etwas bis Donnerstag erledigt habe? Wenn ich es nicht einhalten kann, informiere ich dich, bis wann du damit rechnen kannst. Ich achte mich und dich, meine Zeit und deine Zeit. Achte darauf, wie du dein Wort gibst, und lass die Möglichkeit für Änderungen offen. In der „Autobiographie eines Yogi“ heißt es, dass sich das Universum deinem Wort beugt, wenn du die Wahrheit sprichst.

 Sprich wahrhaft und freundlich. Das bedeutet nicht, sich in schwierigen Situationen zum Opfer zu machen. Sei ehrlich in bezug auf deine kreative Kraft und deine kreativen Möglichkeiten in jedem Lebensbereich. Sprich freundlich von Abwesenden. (Ich persönlich folge der Regel, nichts über Menschen zu sagen, was ich ihnen nicht auch ins Gesicht sagen könnte.) Small talk kann ab und zu einen freundlichen Zweck erfüllen, aber meistens ist er für alle Beteiligten eine Zeitverschwendung.

 Ausgewogenheit in Aktivitäten: Auch das spricht für sich selbst. Doch wie viele von uns führen schon ein ausgewogenes Leben, wenn man darunter Meditation, produktive Aktivität, Beziehungen, Ruhe und Spiel versteht? Bei den meisten von uns herrscht in mehr als nur einem Bereich Mangel! Vielleicht setzt du dich hin, planst deinen Tag oder deine Woche und denkst dabei an alles, was du tun möchtest.

 Körpersprache: Beobachte dein Spiegelbild, wenn du an einem Schaufenster vorbeigehst. Hältst du dich wie ein freies, glückliches, göttliches Wesen? Wenn du die Haltung deines Kopfes, deiner Schultern, deines Rückgrats veränderst, kann sich deine gesamte Haltung verändern.

 Ernährung: Hör auf deinen Körper, denn er weiß, was er braucht. Ob er nach einem Rindersteak oder nach veganischer Kost verlangt: Bleib gleichmütig, offen, gelassen, vorurteilsfrei. Bleib locker und liebevoll, bewahre deinen Humor. Mach dir keine Sorgen wegen der Entscheidungen, die die Leute um dich herum treffen (predige nicht!), respektiere sie einfach.

 Wenn du isst, dann sieh, wie deine Nahrung von Licht erfüllt ist. Du kannst deine Hände über sie halten und dein Licht in sie hineinschicken. Nimm deine Nahrung als Licht wahr, während du sie in deinen Körper aufnimmst. Genieße den Geschmack und die Konsistenz deines Essens und hör auf zu essen, wenn dein Körper genug hat. (Er sagt es dir.) Vergib dir jedesmal, wenn du diese Anregungen nicht befolgst.

 Wenn sich der Körper zunehmend von Licht (von der Lebenskraft oder vom Prana) ernährt, essen die meisten von uns meist nur noch aus Gewohnheit oder zum Vergnügen. Ein gewaltiger Anteil der Lebenskraft des Körpers wird der Verdauung zugeführt. Wenn wir weniger essen, können wir uns auf den Genuss konzentrieren und strapazieren unsere Bäuche nicht.

 Gymnastik, Yoga, die Fünf Tibeter, Tanz! Der Körper braucht und liebt die freudige Bewegung, besonders in der Natur. Renn, halt dich fit, mach Yoga, Tai Chi, spiel Tennis oder was du sonst noch gern tust. Du kannst auch das Aufstehen am Morgen zu deiner täglichen Gymnastik machen (und damit ein neues Körperbewusstsein entwickeln). Aber stell dir bitte folgende Frage: Möchte ich zu diesen Joggern gehören, die sich Kilometer um Kilometer abquälen und dabei aussehen, als würden sie auf dem letzten Loch pfeifen? Es sollte doch eigentlich Spaß machen!

 Die Natur und die vier Elemente helfen uns dabei, unser Dasein zu balancieren und mit Leben zu füllen. Luft ist nicht nur Sauerstoff, sondern auch Atem, Prana, Lebenskraft. Wasser klärt unser Energiefeld durch ein Bad. Erde ist barfuß gehen. Hast du schon einmal ein Feuer entzündet (das Element, das am häufigsten fehlt) und festgestellt, dass es ein Vakuum füllt, das du vorher gar nicht bemerkt hattest? Sonnenschein ist das Feuerelement, doch wir scheinen auch die Nähe zum wirklichen Feuer zu brauchen - wenigstens ein paar Kerzen, die innerhalb unserer Aura brennen. Leonard Orr, der Vater der Rebirthing-Bewegung, und andere sagen, dass eine vitale Beziehung zu jedem der vier Elemente ein wichtiger Teil unserer Unsterblichkeit ist.

 Atme tief und kräftig. Die Tiefe unseres Atmens spiegelt uns direkt wider, wie lebendig und wie präsent wir sind, wieviel wir geben und wieviel wir erhalten. Du kannst jede beliebige Eigenschaft mit der Luft einatmen. Sei dir dessen bewusst, dass du Lebenskraft aufnimmst.

 Singen oder chanten drückt göttliche Freude aus. Sing etwas Glückliches und Aufmunterndes. Wenn du willst, kannst du Melodien zu Affirmationen oder anderen Worten der Wahrheit erfinden. Sing, wenn du deine Lieblings-CD spielst, und tanz dazu!

 Mut, Stärke, Macht. Die Macht, ja oder nein zu sagen, die Macht, wegzugehen, die Macht zu bleiben. Sich behaupten. Wir alle brauchen diese Fähigkeiten. Wenn sie uns fehlen, werden es uns die anderen schon spüren lassen. Vielen von uns fällt es schwer, unsere Macht im Leben zu beanspruchen. Doch wenn Liebe an die Stelle von Angst tritt, gebiert sie Ehrlichkeit: Gegenmittel zur Angst vor der Macht.

 Überfluss: Rufe das, was du brauchst, aus der "Ich Bin"-Energie herbei, deiner eigenen göttlichen Ganzheit des unbegrenzten Überflusses. Sie hat alle Macht, das Gebrauchte oder Gewünschte zu formen oder hervorzubringen. An dir liegt es, darum zu bitten, zu wissen, dass es sich manifestieren wird, es zu sehen, zu spüren und dankbar zu sein, bis es schließlich da ist.

 Kreativität. Als Ebenbild von Gott/Göttin sind wir unerschöpflich kreativ, ob wir es wollen oder nicht. Jeder Gedanke, jedes Gefühl enthält schöpferische Energie. Wenn wir das wissen, kann jeder Tag eine neue Sicht unserer kreativen Möglichkeiten eröffnen. Ich erschaffe.

 Der richtige Lebensunterhalt. Ist deine Arbeit im Einklang mit diesem Planeten und dem Wohl der Menschheit? Wo stünden wir heute, wenn die Regierungen Krieg anordneten und auf beiden Seiten niemand zur Waffe greifen würde!

 Gelassenheit, Friede. Uns kann weder etwas hinzugefügt noch weggenommen werden. Unser Wesen ist ganz. Ich mag die Geschichte von dem Japaner, der hoch oben in einem Wolkenkratzer in aller Seelenruhe meditierte, als ein Erdbeben das Gebäude erschütterte. Warum sollten wir uns um Kritik oder Lob kümmern?

 Dankbarkeit: eine große Kraft im Leben! Dankbarkeit kommt aus der Ganzheit. "Liebe, Lob und Dankbarkeit" war ein Motto von Annalee Skarin, die es zu so großem Wohlstand brachte, dass sie 90 Prozent ihres Einkommens ihrer Kirche vermachte. Die Geschenke der anderen anzuerkennen und sich für sie zu bedanken, gehört zur Dankbarkeit.

 Abenteuer - jeder Tag ist neu. Welchen unbegrenzten Gedanken hat deine Seele dem heutigen Tag bestimmt? Verweile bei ihm, nimm ihn an. Versuche es mit neuen Menschen und neuen Orten. Spring ins Unbekannte. Was ist das Leben, wenn dies nicht dazugehört? Ein großer Abenteurer ist Stephen Hawking. In seinem gegenwärtigen Zustand der fortgeschrittenen multiplen Sklerose kann er nur noch seinen Kopf bewegen, aber sein Geist erhebt sich ins Unendliche. Einmal schreibt er an seinem brillanten Buch A Brief History of Time, dann wieder sieht man ihn in Star Trek, das nächste Mal auf einer Konferenz. Ein abenteuerliches Leben!

 Sei geerdet und praktisch. Achte auf Harmonie, wenn du deinen Lebensunterhalt verdienst oder dich unterhalten lässt. Mach Pläne und verwirkliche sie. Kopf im Himmel, Füße auf der Erde!

 Handle zum Besten aller. Es gibt komplizierte Situationen, besonders wenn wir uns nur auf unsere physischen Augen verlassen und uns dadurch in mentale Spielchen verstricken. Aber wenn wir uns auf unsere Seele einstimmen und fragen, was für alle Betroffenen das Beste ist, fällt die Antwort normalerweise kristallklar aus.

 Gleichgesinnte, wahre Freunde, Unterstützung. Wir stehen alle miteinander in Wechselwirkung. Wir sind keine Einzelgänger: "Kein Mensch ist eine Insel." Wir alle brauchen echte Freunde, die uns auf unserem Pfad unterstützen können und sich von uns unterstützen lassen. Wenn du Rat von einem echten spirituellen Berater oder von einem anderen Therapeuten brauchst, dann hol ihn dir. Halt dich nicht abseits!

 Vergiss alles, sei! Jetzt. Alles, was du gelesen hast, sind Angelegenheiten des Verstandes. In bestimmten Grenzen ist es hilfreich. Wenn wir gute Kräfte ansammeln, haben wir immer auch mit deren Gegensätzen in unserem Verstand zu kämpfen, und das kann ganz schön anstrengend sein. In der Fülle unseres Wesens, jenseits des Verstandes, wenn wir entspannt und eins mit dem Leben sind, sind alle guten Kräfte ganz natürlich präsent. Dann gibt es keine Gegensätze mehr.

4 Meine persönliche Erfahrung auf dem Weg zur Meisterebene

Tauschen wir unsere Erfahrungen aus, dann helfen wir uns gegenseitig auf unserem Weg.

Der Anfang

Der Weg zur Meisterschaft! Etwas Wundersames. Ich saß auf einem Felsen auf dem Mount Shasta im Norden Kaliforniens und las Unveiled Mysteries von Godfré Ray King. Hier auf diesem Berg traf Godfré auch den großen St. Germain. Durch viele Abenteuer mit diesem Meister lernte er den Weg zur Meisterschaft kennen. Unveiled Mysteries und das darauffolgende Buch The Magic Presence enthalten wunderbare Geschichten über diesen Weg und über "aufgestiegene" Meister.

Als ich nach San Francisco zurückkehrte, hatte ich durch die Bücher Feuer gefangen. Ich erzählte anderen, was ich gelernt hatte, konnte aber keine eigenen Erfahrungen beisteuern. Sehr schnell fragte ich mich: "Wenn das Erlangen von Meisterschaft eine Realität darstellt, was bedeutet das dann für mich?" Ich beschloss, es herauszufinden. Das war 1983.

Ich meditierte fast täglich, um diesen Weg des Aufstiegs kennenzulernen. Meine beiden engsten inneren Freunde St. Germain und Babaji halfen mir dabei. St. Germain kannte ich noch nicht lange. Babaji, meinen allerengsten Freund, den Yogi-Christus und unsterblichen Meister des Himalaya, hatte ich vor sieben Jahren durch die Lektüre von Autobiographie eines Yogi kennengelernt. Ich hatte ihn mit großer Leidenschaft zu mir gerufen - und er war gekommen! Diese Begegnung öffnete mich spirituell und veränderte mein Leben.

Ich weiß nicht, wie es kam, aber in meinem Kopf hatte ich ein ganz präzises Bild, was sich auf meinem Wege zur Meisterschaft ereignen würde. Mein Körper würde unsichtbar werden und sich in Licht verwandeln. Ich würde zu einem der Orte davonschweben, an denen sich die großen Meister aufhalten, und diese würden dann eine große Party für mich geben. "Willkommen!" und "Herzlichen Glückwunsch!" würde es heißen. Nach der Party würde ich zurück nach Hause schweben und ein "aufgestiegener" Meister auf Erden sein. Jetzt finde ich das ziemlich witzig, aber damals dachte ich so.

Ich hatte Ängste, die ich überwinden musste. Ich fürchtete mich vor dem Tod. Ich fürchtete mich davor, nichtkörperlich zu sein, was ich im Kopf mit dem Tod gleichsetzte. Und ich fürchtete mich davor, durch die Luft zu fliegen.

Mit der Zeit arbeitete ich daran, diese Ängste zu heilen. Eine Zeitlang - ein Jahr oder länger - stellte sich kein Fortschritt ein, aber ich wurde angeleitet, alle meine Chakren zu öffnen. Schließlich gab es doch eine Veränderung: Ich begann, in meinem "Dritten Auge" Licht zu sehen, und es wurde heller.

Eines Tages kam mir der Gedanke: "Ich glaube, heute bin ich bereit für die Meisterschaft. Ich habe mich durch meine Ängste durchgearbeitet. Mal schauen, was geschieht."

Ich setzte mich, um zu meditieren, öffnete meine Chakren und begrüßte das Licht. Es wurde immer heller und begann zu lodern. Doch plötzlich befiel mich Angst. Dieses Licht konnte mich vernichten! Mit Nachdruck rief ich: "Nein!", worauf sich das Licht sofort entfernte. Ich empfand eine große Enttäuschung, aber es war nicht meine eigene. Mein hellsichtiger Blick zeigte mir St. Germain, der vor mir stand. Und von ihm ging diese Empfindung aus! (Ich wusste nicht, dass er enttäuscht sein konnte.) Er sagte: "Du warst so nah dran. Wenn du nur ein kleines Stück weitergegangen wärst, hättest du es geschafft."

Aber der Gedanke an meine Auslöschung hatte mich sehr erschreckt. Folglich hielt ich mich ein paar Monate lang fern vom Licht.

Ich lernte etwas anderes, was für den Aufstieg wesentlich ist. Ich fragte immer wieder: "Wie erlange ich die Meisterschaft? Was genau muss man machen?" Als ich mich schließlich für die Antwort öffnete, war sie erstaunlich leicht. Sie lautete: „Du erklärst ganz einfach, dass du sie möchtest.“ Du sagst: "Ich erfahre jetzt das Wesen der Meisterschaft. Ich vibriere schneller. Ich werde immer heller. Ich werde zum Licht meines eigenen Gottseins." Und du sagst weitere Wahrheiten. Als ich damit begann, spürte ich unmittelbar eine Veränderung: eine plötzliche Beschleunigung, ein Emporgehobenwerden.

Diese Worte wurden zum wichtigen Bestandteil meiner Meditation. Später lernte ich, eine kreiselnde Energie hinzuzufügen, die die Erfahrung noch verstärkt.

Nach einigen Monaten spürte ich, dass sich die Energie aufbaute. Wieder dachte ich: "Ich glaube, heute kann ich meine Meisterschaft erreichen."

Ich setzte mich also wieder, öffnete meine Chakren, rief das Licht, zog es in mich hinein und sprach die obigen Worte. Wieder wurde das Licht heller und heller, bis es das Ausmaß einer großen lodernden Sonne in meiner Stirn angenommen hatte. Wieder bekam ich Angst. Ich wollte gerade wieder "nein!" rufen, als - und wie das geschah, kann ich nicht sagen - mein Atem implodierte und ich mich in das ergab, was geschah. Das Licht flutete über mich hinweg, durch mich hindurch, ich wurde Licht. Das Licht war ich, und ich war das Licht, und es gab nichts, wovor ich mich zu fürchten brauchte. Ich war hier, ich war immer noch gegenwärtig, ich war noch. Ich war glückselig, reine Glückseligkeit.

Ein großes Schmunzeln erschien vor mir. Ich sah hin, es war St. Germain. Niemals zuvor hatte er mich so angelächelt! "Herzlichen Glückwunsch! sagte er. "Das ist deine erste Erfahrung auf dem Weg zur Meisterschaft."

"Aber wie kann das sein?" rief ich. Ich entschwebe ja gar nicht zu einem Schlupfwinkel für die großen Meister, und ich kann immer noch die Dinge um mich herum spüren!"

Er lachte. "Du erfährst deine Meisterschaft auf deine eigene Weise, Schritt für Schritt", erklärte er. "Das ist nicht nur das Beste für dich, du bist gleichzeitig auch ein Lehrer geworden. Du möchtest Techniken entwickeln, die den anderen auf ihrem Wege helfen. "

Mein Bild vom Weg des Aufstiegs war so festgefahren, dass es mir Mühe machte, meinem Meister-Freund zu glauben. Ich war ganz durcheinander, als Babaji hereinkam. Er war ernst. "Unterschätze diese Erfahrung nicht," sagte er. "Du hattest heute eine erste Erfahrung mit der Meisterschaft." Dann zog er sich zurück. Ich erkannte nun, dass sich etwas Bedeutsames ereignet hatte, ob es nun in mein Bild passte oder nicht.

In meinen Workshops machte ich andere mit dieser Meditation bekannt, und durch das Feedback, das ich erhielt, erkannte ich bald, dass eine ungeheure Kraft in ihr steckt. Viele Menschen benutzen diese Meditation als Mittel auf dem Weg zum Aufstieg. Wenn du bereit bist, die irdische Ebene zu verlassen, kannst du dich von ihr nach oben mitnehmen lassen.

Gleichzeitig an zwei Orten

Von da an rief ich jeden Tag das Licht zu mir, und jeden Tag ließ ich es mehr zu. Hätte jemand an einem bestimmten Punkt mein Zimmer betreten, wäre ich für ihn unsichtbar gewesen, das war mir klar. Schon nach etwa zehn Tagen fühlte ich mich bereit, einen Schritt weiter zu gehen.

"Was ist mein nächster Schritt?" fragte ich.

"Schau, ob du deinen ganzen Körper mit nach oben ins Licht nehmen und ihn an einen anderen Ort versetzen kannst."

Also eine Gedankenreise! Ich hatte das schon einmal versucht, aber erfolglos. "Wo soll ich mich hinbegeben?"

"Geh zu den aufgestiegenen Meistern im Mount Shasta."

Ich hatte in den "Green books" davon gelesen. Mount Shasta, dieser über 4000 Meter hohe Berg ganz im Norden von Kalifornien wird seit Jahrtausenden mit "aufgestiegenen" Meistern in Verbindung gebracht. Diese haben sich dort einen Platz auf der ätherischen Ebene geschaffen, und viele von ihnen leben und dienen dort. Als ich mir den Ort vorstellte, erhielt ich einen ganz schwachen, vagen Eindruck. Mount Shasta war fast 500 km weit von San Francisco entfernt.

Ich setzte mich und wollte sehen, ob es funktionieren würde. Doch dann stiegen unbewältigte Ängste mit einer solchen Vehemenz in mir hoch, dass ich nicht einmal meinen Körper entspannen konnte, um mich auf die Meditation vorzubereiten. Ich versuchte es eine Weile und gab dann auf. Es sollte an diesem Tag einfach nicht klappen!

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, wurde mir klar, dass ich während der Nacht eine machtvolle Lehre erhalten hatte. Ich spürte sie nicht nur in meinem Geist, sondern auch im emotionalen und physischen Körper. Ich begriff: Es gibt in Gott keinen Raum. Der gesamte Raum ist der gleiche "Ort"; der physikalische Raum ist eine Illusion. Mit dem Intellekt hatte ich das bereits verstanden, doch dieses neue Wissen ging Lichtjahre über meinen Intellekt hinaus.

Meine Angst verflüchtigte sich. Ich verstand, dass der Meisterort im Mt. Shasta gleichzeitig auch mitten in meiner Wohnung in San Francisco war und dass ich nicht durch die Lüfte fliegen musste. Ich musste mein Begriffsvermögen, von San Francisco wo ich mich befand, zum Mt. Shasta versetzen.

Ich setzte mich also und meditierte. Ich entspannte Körper, Geist und Emotionen und öffnete meine Chakren. Ich erhöhte meine Frequenzen, so gut es mir möglich war, und als ich mich bereit fühlte, sagte ich voller Inbrunst und Überzeugung: "Ich bin hier im Mt. Shasta. Ich bin hier im Mt. Shasta."

Plötzlich spaltete sich mein Körper. Es war die merkwürdigste Empfindung meines Lebens. Ich verzog mich wie eine Amöbe und teilte mich in zwei Hälften. Im nächsten Moment war ich im Mt. Shasta, am Ort der Meister, wo ich nie zuvor gewesen war. Ich hörte einen Chor singen. St. Germain und Babaji standen vor mir und sagten: "Willkommen!" Sie waren mir so nahe, dass ich sie hätte berühren können.

Aber ich fühlte mich so seltsam, so auseinandergerissen, dass ich mein Bewusstsein schnell nach San Francisco zurückbrachte. Ich tätschelte mich ein wenig, um sicher zu sein, dass ich ganz da war. Ich war zu durcheinandergewirbelt, um weiterzumachen, deshalb stand ich auf und dachte über diesen Tag nach.

Am Nachmittag versuchte ich es noch einmal. Ich machte schnell meine Meditation, und als ich diesmal mein Bewusstsein an den Meisterort versetzte, spürte ich keine Spaltung mehr. Doch auch mit meinem Normalbewusstsein sah ich den Meisterort so, als wäre ich dort. Meister versammelten sich, und ich wurde ihnen vorgestellt. Einer erzählte mir, dass sie darüber nachdachten, wie man dem Hunger auf der Erde ein Ende bereiten könne. Er sagte, sie hätten sich das "We are the World"-Projekt ausgedacht, das 50 Millionen Dollar für hungerleidende Menschen eingebracht hatte, und sie wollten sich noch mehr solche erfolgreichen Projekte einfallen lassen. Dann setzten wir uns an einen hufeisenförmigen Tisch. Einer der Meister projizierte Bilder von den Krisenherden der Erde an die Wand, ohne dabei irgendein Gerät zu benutzen. Danach machten sie ein Brainstorming - nicht anders als wir es tun würden -, steuerten neue Ideen bei und spannen diese weiter.

Die nächsten Tage war ich immer wieder im Mt. Shasta. Ich war in einem Unterrichtsraum für neu "aufgestiegene" Meister und wurde eingearbeitet. Hier machte ich einen Rundgang, und hier traf ich weitere Meister. Schließlich ging mir ein Licht auf: Ohne zu wissen, wie es geschah, war ich einfach an dem Meisterort geblieben. Diese Möglichkeit wäre mir nie im Traum eingefallen, ich hatte nie von so etwas gehört, und doch war ich immer sofort da, wenn ich mich darauf einstimmte. Mir dämmerte langsam, dass die Spaltung, die ich damals so vehement empfand, wirklich stattgefunden hatte. Mein ätherischer Körper hatte sich gespalten, der lichtere Körper, der dieser höheren Ebene entspricht. Ich hatte zwar meinen physischen Körper nicht mitgenommen, aber ich lebte nun an diesem Meisterort. Das war im November 1986.

Das Leben an den Meisterorten

Besonders bewegte mich, dass ich dort meinen eigenen Raum erhielt, ein schönes ovales Zimmer mit Rosentapeten an den Wänden und crèmefarbenen Zierleisten. Ich traf mich dort manchmal mit meinen neuen Freunden, von denen die meisten auch neu "aufgestiegene" Meister waren, und wir tauschten Erfahrungen aus, lachten und erholten uns.

In den nächsten Jahren hielt ich engen Kontakt mit meinem höheren Selbst. Nicht lange nach meiner Ankunft im Mt. Shasta schloss ich mich der Bewegung an, die mehr Licht und Liebe auf die Erde bringen will. Obwohl ein Großteil der Kommunikation telepathisch stattfindet, gibt es auch viele größere und kleinere Versammlungen, wenn es um die Beendigung eines Projekts oder um Arbeit zum Wohle des ganzen Planeten geht. Du wählst dir ein Projekt oder auch mehrere aus, an denen du mitarbeiten möchtest. Mein Hauptprojekt war Russland. Ich versuchte, die zarten Triebe der Demokratie und Freiheit zu unterstützen.

Seit Ende 1986 reisen wir in meinen Workshops immer in einer Meditation an den Meisterort im Mt. Shasta. Eine ganze Reihe von Menschen kann sich seitdem gleichzeitig an zwei Orten aufhalten. Ich habe auch Leute getroffen, die dies bereits taten, aber nicht alle waren sich dessen bewusst. Sich auf einer höheren Ebene auszudrücken, ist nicht etwas Besseres, denn die Gottheit, die wir sind, existiert in unbegrenzten Dimensionen des Seins. Es geht darum, was für uns selbst stimmig ist, was wir uns wünschen. Wenn wir uns von ganzem Herzen wünschen, aus höheren Sphären zu dienen, wird es geschehen. Wenn du diesen Wunsch hast, dann rufe eine Erfahrung herbei.

Bei unseren Gruppenreisen in den Mt. Shasta sahen manche Leute oft Dinge, die mir bis dahin entgangen waren. Ich berichte hier von ihren und meinen Erfahrungen und von den Erfahrungen noch anderer. Mein irdischer Geist kennt Mt. Shasta besser als andere Meisterorte, aber mein höheres Selbst hat sich inzwischen nach Shambala begeben.

Es gibt im Mt. Shasta ein Bassin zur Reinigung. Es ist rund und voller sprudelnder, goldener Energie, die sich flüssig anfühlt. Wenn du hineinspringst, reinigst du dich auf allen Ebenen deines Seins, aber du wirst nicht nass.

Es gibt terrassenförmig angelegte Gärten und Springbrunnen, große Wälder und - obwohl der Ort im Berg ist - einen strahlenden Himmel. Es gibt kristallene Höhlen und einen Wasserfall.

Viele gehen in die größere der zwei Kristallpyramiden, deren Höhe ich mit meinen irdischen Augen auf knapp zehn Meter schätze. Wenn du hineingeführt wirst, um eine Initiation oder Heilung zu erfahren (manchmal werden Kristalle in deinen ätherischen Körper eingesetzt, um deine Erleuchtung zu unterstützen), wirst du normalerweise von drei oder vier Meistern begleitet, manchmal auch von mehr.

Es gibt einen "Beschleunigungsstuhl", der die Frequenzen erhöht und einen alten Körper in wenigen Minuten jung werden lässt.

Es gibt "Flammenräume", von denen ein jeder die Farbe eines der sieben Haupt"strahlen" des Lebens (vgl. Alice Baileys Werk) oder die Farbe eines der fünf höheren Strahlen hat.

Auf dem Gipfel von Mt. Shasta steht ein schöner weißer Tempel mit runden Stufen und großen Säulen, wo die herausragendsten Ereignisse stattfinden.

Das Leben ist erfüllt von ruhiger Freude, Liebe und Leichtigkeit. Die Beziehungen sind liebevoll und glücklich. (Ja, es gibt auch sexuelle Beziehungen!) Jede/r weiß, dass sie/er ganz, wunderbar, schön, liebenswürdig und geliebt und grenzenlos reich ist. Deshalb ist der Umgang miteinander immer mit großer Freude verbunden.

Welche Vorteile bringt es, wenn wir uns gleichzeitig auf der Erde und in höheren Sphären aufhalten? Mir hat es geholfen, den Teil in mir, der nicht an ein höheres Selbst glaubte, davon zu überzeugen, dass es wirklich existiert, dass es sicher und schön ist und dass auch mein irdischer Aspekt in diese höheren Sphären aufsteigen kann, wenn er bereit ist. Der Aufenthalt in den höheren Sphären hat meine Entwicklung zur Meisterschaft auf der Erde beschleunigt.

Weshalb wurde nur ein Teil von mir zum "aufgestiegenen" Meister, weshalb ich nicht ganz? Darauf gibt es zwei Antworten, die eine ist witzig, die andere tief. Als sich mein ätherischer Körper spaltete, war ich nicht angezogen und hatte natürlich kein Geld bei mir - und sah mich nach San Francisco im Morgenmantel zurücktrampen!

Aber Spaß beiseite: Ich erkannte, dass ich ein gespaltenes Bewusstsein habe. Die eine Hälfte von mir war absolut bereit und entschlossen, an dem Meisterort zu weilen, ein neues Leben zu leben. Die andere Hälfte weigerte sich hartnäckig, die physische Ebene zu verlassen, wollte es nicht, war nicht bereit und fürchtete sich davor. Da die Form dem Bewusstsein folgt, spaltete sich mein ätherischer Körper, um beiden Realitäten gerecht zu werden.

Die Jahre, die seitdem vergangen sind, waren nicht so spektakulär, aber ich hatte viele Erkenntnisse in bezug auf meinen Prozess. Das Ich, das hier blieb, musste noch altes Karma bewältigen. Ich musste die Aspekte von mir, die kein Gottvertrauen hatten, hinaufheben und fürchtete und bezweifelte das Einssein mit dem Göttlichen. Es stand für mich nicht an, wegzugehen. Vielmehr musste ich Wurzeln schlagen - in den Himmeln auf der Erde. Für mich bedeutet Aufstieg jetzt nichts anderes als die Meisterschaft auf der Erde und auf allen anderen Ebenen des Lebens.

Badrinath

Im Sommer 1996 wurde ich ganz eindeutig in eine kleine Pilgerstadt namens Badrinath, nördlich von Rishikesh im indischen Himalaya gerufen. Sie ist so hoch gelegen, dass sie nur vom späten Frühling bis zum frühen Herbst bewohnt wird. Mein liebster innerer Freund, der unsterbliche Meister Babaji, hält sich westlich davon in den eisigen Gipfeln auf. (Vielleicht sollte ich erwähnen, dass nach meinem Verständnis "mein" Babaji und der große Meister Herakhan Baba nicht identisch sind, auch wenn sie sich teilweise "überschneiden".)

Ich hatte zwar daran gedacht, Babaji zu sehen, erfuhr aber von Sri Bhaskar Joshi, einem seiner unmittelbaren Schüler in Badrinath, der selbst ein wunderbarer Meister ist, dass ich noch nicht bereit war, Babaji in seinem unsterblichen Körper kennenzulernen, denn der Anblick würde meinen Körper verbrennen.

Aber Babajis Aura (und die Aura anderer Götter und Heiliger, die mit Badrinath in Verbindung gebracht werden) durchdringt die ganze Gegend auf fast unwahrscheinlich machtvolle Weise. Ich lebe auf dem Mt. Shasta, einem der größten Kraftstrudel der Erde, doch Badrinath scheint doppelt soviel Kraft und eine doppelt so hohe Frequenz zu haben.

Am ersten Morgen erkannte ich dort, dass ich nicht mehr weiter lehren konnte. Es war Zeit, dass ich mich auf die nächsten Schritte meiner eigenen spirituellen Ausdehnung konzentrierte. Ich sah, dass ich in den letzten 17 Jahren wunderbare Worte gesprochen hatte. Mein nächster Schritt bestand nun darin, diese Worte auf eine bisher von mir noch nicht erreichte Weise zu verkörpern. Dieser Prozess sollte nicht an die Öffentlichkeit gelangen, solange er noch nicht abgeschlossen ist.

Wenn diese Phase beendet ist, werde ich wieder lehren. Aber jetzt empfinde ich es als notwendig, stimmig und gut, mich dieser Führung anzuvertrauen. Nur so funktioniert unser Leben.

Möge Dir aller Segen für deine eigene einzigartige Entwicklung auf dem Wege der Meisterschaft zuteil werden!

5 Verjüngung und Unsterblichkeit

Unsterblichkeit ist so einfach! Nur einen Gedanken weit weg. So einfach wie Atmen und viel, viel einfacher als Altern. Wenn wir altern, müssen wir Menschen große Anstrengungen und Schmerzen auf uns nehmen, um die Wahrheit über uns selbst zu verdecken. Ist es nicht einfacher, das zu sein, was du bereits bist?

Es ist Zeit, dass wir aufhören zu sterben, aufhören zu altern, und dass wir den Alterungsprozess rückläufig machen. Alter und Tod haben uns schon zu lange in ihrer Macht, und in ihrem Griff waren die herrlichsten Menschen zur Ohnmacht verurteilt. Heute sah ich einen Film, in dem Katherine Hepburn eine 86jährige spielt, und nichts konnte die leidenschaftliche Stimme in meinem Herzen zum Verstummen bringen, die mir sagte, Katherine könnte zu ihrer dynamischen Schönheit zurückkehren. Es ist an der Zeit, dass wir unsere inneren Kräfte aktivieren und den letzten Feind überwinden: den Tod.

Die Wissenschaft hat uns genug gelehrt. Die Quantenphysik hat bewiesen, dass alles eins ist und vom Denken geformt oder beeinflusst wird. Und in der Geist-Körper-Medizin haben Deepak Chopra, Bernie Siegel und andere die Tür zu der Erkenntnis aufgestoßen, dass der Körper intelligent ist. Er hört auf alle unsere Gedanken und Emotionen und reagiert auf sie. Er besitzt die Fähigkeit, sich von "tödlichen" Krankheiten zu heilen, vorausgesetzt, die wahre Absicht und Anstrengung, die dazu nötig sind, sind vorhanden. Und schließlich sehe ich in meinen eigenen Erfahrungen und denen meiner Freunde und Schüler vielversprechende Anfänge, den Alterungsprozess durch das Denken und Fühlen und durch die Erkenntnis, dass wir göttliche Wesen sind, gänzlich umzukehren.

Verjüngung und Unsterblichkeit wurden bis jetzt selten massenhaft erfahren. Die große Ausnahme ist die Zeit ganz am Anfang, als wir menschliche Gestalt auf der Erde annahmen. Damals wussten wir, dass wir Götter sind. Jetzt nähern wir uns dem Zeitalter des Lichts, und es ist Zeit, Unsterblichkeit in das Bewusstsein der Massen zu bringen. Warum nicht?

Wenn wir jetzt am Anfang des 20. Jahrhunderts stünden, wären wir sicher, dass keine Maschine, die schwerer als Luft wiegt, jemals vom Boden abheben kann. Ich behaupte, dass wir im Lauf des 21. Jahrhunderts dahin kommen, dass wir so lange leben können, wie wir wollen, und dass wir uns verjüngen können. Es wird so normal sein wie ein Flug von New York nach San Francisco.

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Release date on Litres:
22 December 2023
Volume:
240 p. 1 illustration
ISBN:
9783945574638
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