Read the book: «Hin und Her: Ein Buch für die Kinder»
Henry H. Fick
Hin und Her: Ein Buch für die Kinder

Veröffentlicht im Good Press Verlag, 2022
EAN 4064066111014
Inhaltsverzeichnis
1. AM MORGEN.
2. DER TAG BRICHT AN.
3. DER HAHNENRUF.
4. BEIM FRÜHSTÜCK
5. ZUR SCHULE.
6. BRUDER UND SCHWESTER.
7. DER SPECHT.
8. DIE UHR.
9. SCHULEIFER.
10. RÄTSEL.
11. UNSER HOF.
12. DIE HAUSTIERE.
13. SPRÜCHE.
14. DIE ÄPFEL.
15. PETER FAULPELZ.
16. DER KNABE AM BACHE.
17. DAHEIM.
18. DER BAU DES HAUSES.
19. DIE WOHNUNG DER MAUS.
20. KARLS HASE
21. DAS LIED VOM MONDE.
22. DAS MÜCKCHEN UND DAS MÄDCHEN.
23. NASCH-ERNST.
24. DER BLINDE GEIGER.
25. DAS BROT IM WEG.
26. DIE SCHÖNEN DREI.
27. DAS VOGELNEST.
28. DER DRACHE.
29. DIE VÖGLEIN.
30. VOM HÄNSCHEN.
31. SPRÜCHE.
32. DIE SCHNECKE
33. DIE HENNE UND DIE ENTLEIN.
34. DIE TAGESZEITEN.
35. KIND UND SONNE.
36. SONNE UND REGEN.
37. ASTERN.
38. RÄTSEL.
39. VÖGEL UND BLUMEN.
40. DANKSAGUNGSTAG.
41. VOM PUTER.
42. DIE VIER BRÜDER.
43. DIE ZWÖLF MONATE.
44. DIE BLÄTTER TANZEN.
45. DIE VIER JAHRESZEITEN.
46. WINTERS ANKUNFT.
47. DER TANNENBAUM.
48. VOGEL AM FENSTER.
49. DAS BÜBLEIN AUF DEM EISE
50. RÄTSEL.
51. WEIHNACHTSFREUDE.
52. SCHNEESTERNE.
53. BRIEF VOM WEIHNACHTSMANN.
54. ZU NEUJAHR.
55. VERSTEHST DU DAS?
56. DER SCHNEEMANN.
57. MÄRZ.
58. OSTERGRUSS.
59. DER OSTERHASE.
60. DER OBSTGARTEN.
61. SPRÜCHE.
62. DIE VÖGEL IM FRÜHLINGE.
63. DAS ROTE HÜHNCHEN.
64. RÄTSEL.
65. DER NASEWEISE BELLO.
66. HEIL, AMERIKA!
67. PETERSILIE.
68. DAS KIND UND SEIN BLÜMCHEN.
69. NACHLÄSSIGKEIT.
70. EIN RÄTSEL.
71. WAS WÜRDEST DU TUN?
72. WAS WOLLEN WIR SPIELEN?
73. DIE SCHLAUE KATZE.
74. KANNST DU ES SAGEN?
75. DER SPERLING
76. DAS PFERD UND DER ESEL.
77. DER KLUGE STAR.
78. DER APFELBAUM.
79. DER HASE UND DER FUCHS.
80. SPRÜCHE.
81. DER HASE UND DIE SCHILDKRÖTE.
82. HASENBRATEN.
83. DER SCHEIN TRÜGT.
84. DER FROSCH.
85. VOM LISTIGEN GRASMÜCKLEIN EIN LUSTIGES STÜCKLEIN.
86. EIN TÖRICHTER STREIT.
87. HERR WIND! HERR WIND!
88. DAS FÜNKCHEN.
89. RÄTSEL.
90. DAS GÄNSEBLÜMCHEN.
91. DIE GRÜNE STADT.
92. DEUTSCHLAND.
93. SONNENSCHEIN.
94. DIE KÖNIGIN LUISE.
95. DAS GOLDENE SCHLOSS.
96. DIE KLEINEN MÜSSIGGÄNGER.
97. DER GUTE KAMERAD.
98. DER GOLDBAUM.
99. GERETTET.
100. SPRÜCHE.
1. AM MORGEN.
Inhaltsverzeichnis
| Die Erd' erwacht, die Sonne lacht Sie an mit hellem Schein Und ruft ihr zu: komm aus der Ruh', Der ganze Tag ist dein. Guten Morgen. | |
2. DER TAG BRICHT AN.
Inhaltsverzeichnis
Es ist dunkel. Am Himmel leuchten die Sterne. Zwischen ihnen steht der Mond. Nun wird es langsam heller. Im Osten zeigt sich ein lichter Schein. Das ist die Morgendämmerung. Die meisten Leute schlafen noch fest, aber der Hahn ist wach und kräht ganz laut. Bald steigt die Sonne empor. Dann ist es Tag. Die Vögel sind erwacht und zwitschern. Jetzt stehen auch die Menschen von ihrem Lager auf und gehen gestärkt an die Arbeit. Die Tiere im Freien suchen ihre Nahrung und das Vieh im Hofe bekommt sein Futter. Im Garten und auf den Wiesen glänzt der Tau. Alles ist neubelebt.
3. DER HAHNENRUF.
Inhaltsverzeichnis
Im ersten Hofe kräht der Hahn,
Da fängt auch gleich der zweite an
Und denkt: "Hätt' ich's zuerst getan!"
Doch, wie der zweite kaum beginnt,
Kräht schon der dritte Hahn geschwind.
Der viert' und fünfte faul nicht sind
Und fallen schnell ins Lied mit ein,
Denn jeder will der erste sein,
Und jeder will am schönsten schrei'n.--
Bald rufen alle in der Rund',
Als ständen sie zusamm' im Bund,
Und tun die Morgenstunde kund
Aus voller Kehle laut und schnell:
"Die Nacht entweicht, der Tag wird hell.
Kikeriki! Kikeriki! Wir sind zur Stell'!"
So soll'n auch wir in allen Sachen,
Wo's gilt, zum guten zu erwachen,
Es wie der Hahn am Morgen machen.
4. BEIM FRÜHSTÜCK
Inhaltsverzeichnis
Mutter: Papa, Karl, Emma und Klara, hurtig, kommt zu Tisch! Das Frühstück ist aufgetragen!
Papa:: Sieh! Da bin ich schon. Guten Morgen!
Emma: und :Klara:: Liebe Mama und lieber Papa, Wir sind auch bereit und wünschen euch einen recht guten Morgen!
Mutter: und :Vater: Vielen Dank, ihr Kinder! Wo steckt aber der Karl?
Emma:und :Klara: Da kommt er!
Karl: Seid nicht böse, liebe Eltern, ich habe mich verschlafen. Es soll aber gewiß nicht wieder geschehen!
Mutter: Schon gut! Setzt euch alle. Schaut, daß der Papa bedient wird! Emma, reiche doch das Brot herüber und gib mir die Butter. Nun, trinkt eure Milch! Klara und Emma, für euch habe ich ein Stück Kuchen.
Karl: Bekomme ich nicht auch eins?
Mutter: Du bist zu spät gekommen! Dafür mußt du Strafe leiden. Heute ist für dich nur Brot vorhanden.
Karl: Ach, liebe Mama! Ich bin so hungrig!
Mutter: Ei! Hungern sollst du nicht. Da ist eine Semmel und dann habe ich auch noch ein Ei für dich. Aber der Kuchen ist nur für die pünktlichen Leute da, merke dir das! So, seid ihr nun alle fertig?
Kinder: Jawohl, Mama!
Mutter: Stellt eure Stühle an ihre Plätze! Jetzt könnt ihr gehen! Du, Karl, holst dem Vater noch die Zeitung herein!
Karl: Gerne, liebe Mutter!
Kinder: Ade, Papa! Leb wohl, Mama! Heute mittag sehen wir uns wieder!
5. ZUR SCHULE.
Inhaltsverzeichnis
Nun hurtig vom Stuhle
Und schnell in die Schule;
Es ist an der Zeit.
Holt Hüte und Kappen,
Bringt Tafeln und Mappen;
Nehmt auch für die Pause
Euch etwas zum Schmause;
So, Kinder, jetzt seid
Zur Arbeit bereit!
6. BRUDER UND SCHWESTER.
Inhaltsverzeichnis
| Es ist Morgen. Die Nacht hindurch hat es geregnet und immer noch fallen einzelne Tropfen. Seit einigen Tagen besucht der kleine Wilhelm die Schule. Er hat einen neuen Anzug, eine hübsche Mütze und einen bunten Schulsack erhalten. Wie leid tut es ihm, daß alles vom Regen soll naß werden. Da kommt die gute Schwester Emilie. Sie muß für die Mutter noch einen Gang auf den Markt machen. Nun will sie den Bruder unter den Schirm nehmen und ihn bis an das Schulgebäude begleiten. Wilhelm faßt die Schwester am Kleide, und sie treten in die Türe. Aber, siehe da, der Regen hört auf und als Emilie vorsichtig die Hand ausstreckt, kann sie kein Tröpfchen mehr spüren. Da darf auch der zottige Spitz mit ins Freie. |
7. DER SPECHT.
Inhaltsverzeichnis
Herr Specht! so früh schon klopfest du!
Was störte dich denn aus der Ruh'?
Es herrscht noch Stille im Erdenraum--
Du hämmerst schon am Fichtenbaum.
"Ist es auch früh, ist's nie zu früh,
An Arbeit fehlt's dem Fleiß'gen nie,--
Wer Tages etwas will gewinnen,
Der muß recht frühe schon beginnen."
8. DIE UHR.
Inhaltsverzeichnis
Eben hatte es sieben geschlagen. Die Mutter ging in die Kammer, um den kleinen Leo zu wecken. Der war aber schon wach und saß aufrecht im Bette. "Ei, Leo!" sagte die Mutter, "Wie kommt denn das? Sonst muß ich dich viele Male rufen und schütteln, und heute bist du ganz munter!" "Ach, denke nur, liebe Mama," sagte Leo, "ich War ja auch noch so müde und hätte gerne länger geschlafen. Aber da hatte auf einmal die große Uhr dort an der Wand ein Gesicht wie ein Mensch, und machte immerfort: Auf! raus! Auf! raus! Nun hatte ich Angst, liegen zu bleiben und wollte aufstehen. Jetzt hörte ich die Uhr ganz deutlich sagen: Recht so! Recht so! und sie sah wieder freundlich aus!"
9. SCHULEIFER.
Inhaltsverzeichnis
| Im Winter, wenn es frieret, Im Winter, wenn es schneit, Dann ist der Weg zur Schule Fürwahr noch mal so weit. Und wenn der Kuckuck rufet, Dann ist der Frühling da, Dann ist der Weg zur Schule Fürwahr noch mal so nah. Wer aber gerne lernet, Dem ist kein Weg zu fern; Im Frühling, wie im Winter, Geht er zur Schule gern. |
10. RÄTSEL.
Inhaltsverzeichnis
Im Wasser schwimmt es, groß und klein.
Nun rat' einmal, was das mag sein!
Wer wäscht sich so rein
Und hält sich so fein
Und braucht doch kein Handtüchelein?
Ich weiß ein kleines, weißes Haus,
Hat nichts von Fenstern, Türen, Toren;
Und will sein kleiner Wirt hinaus,
So muß er erst die Wand durchbohren.
11. UNSER HOF.
Inhaltsverzeichnis
Hinter dem Hause ist ein Hof. Da haben viele Tiere Platz. In einer Ecke steht die Hundehütte. Dort wohnt Nero. Er bewacht unser Haus. Auf der Kellertreppe sitzt Mieze. Das ist die graue Katze. Sie wäscht und putzt sich gern. Im Korbe liegen ihre vier Kätzchen. Die können noch nicht sehen. Mitten im Hofe geht der stolze Hahn. Er hat bunte Federn und einen roten Kamm. Bei ihm sind fünf hübsche Hennen. Auch Tauben fliegen herbei und picken Körner auf. Seht doch den großen Puter da drüben! Der ist zornig und jagt die anderen Vögel fort.
12. DIE HAUSTIERE.
Inhaltsverzeichnis
| Lieb Kindchen, sag mir an, Was ein Haustier nützen kann! Die Kuh gibt Milch uns, liebe Mutter, Draus macht man Käse, Rahm und Butter. Das Pferd zieht fleißig deinen Wagen Und kann dich in die Ferne tragen. Der Hund schützt treu dir Hof und Haus. Die Katze lauert auf die Maus. Das dicke, schmutz'ge, dumme Schwein Bringt Schinken uns und Würste ein. | |
13. SPRÜCHE.
Inhaltsverzeichnis
Lust und Liebe zum Dinge
Macht Mühe und Arbeit geringe.
Morgen, morgen, nur nicht heute,
Sagen alle trägen Leute.
Lerne Ordnung, liebe sie;
Ordnung spart dir Zeit und Müh'.
14. DIE ÄPFEL.
Inhaltsverzeichnis
Am Montag morgen wollte Otto seinen Freund Ludwig zur Schule abholen. Als er aber in die Stube trat, war niemand da. Vorne beim Fenster stand ein Korb voll Äpfel. Die waren schön gelb und rot. Gerne hätte Otto einen genommen. Aber er dachte: "Nein, das tue ich nicht, die Äpfel gehören nicht mir."
Schnell wollte er wieder zur Türe hinaus. Da kam gerade Ludwigs Mutter herein. Die freute sich sehr, als sie Otto sah. Sie steckte ihm beide Taschen voll Äpfel. Dann rief sie Ludwig und gab den beiden Kindern noch einen Apfel mit auf den Weg. Mit frohem Herzen gingen die Knaben nun zur Schule.
15. PETER FAULPELZ.
Inhaltsverzeichnis
Längst ist schon die Schule aus,
Alle Kinder sind zu Haus:
Peter nur, der faule Bube,
Muß noch sitzen in der Stube,
Hat gelernt nicht, noch geschrieben,
Hat sich draußen 'rumgetrieben.
Nun geht es ihm bitterschlecht--
Faulpelz, das geschieht dir recht!
16. DER KNABE AM BACHE.
Inhaltsverzeichnis
| Siehst du den Knaben dort am Bache sitzen? Es ist Robert, der mit seiner armen Mutter in dem kleinen Häuschen wohnt. Sie hatten für den Abend nichts zu essen. Da sagte Robert: "Mutter, ich will zum Bache gehen und einige Fische fangen." Hier sitzt er nun ganz stille. Zwei Fische hat er schon gefangen, und den dritten macht er eben vom Haken los. Wie wird sich die Mutter freuen, wenn Robert mit den Fischen nach Hause kommt! |
17. DAHEIM.
Inhaltsverzeichnis
Hurra, die Schule ist aus! Schnell eile ich nach Hause, denn die Mutter wartet schon auf mich. Sie hat ja mancherlei Arbeit, die ich für sie besorgen kann. Erst bekomme ich aber ein großes Stück Butterbrot. Wenn ich das gegessen habe, hole ich Kleinholz aus dem Keller. Damit macht die Mutter das Feuer im Küchenofen an für das Abendessen. Dann gehe ich zum Metzger, um das Fleisch heimzubringen, das der Vater am Morgen bestellt hat. Auf dem Wege bringe ich aus dem Kramladen Seife mit und Streichhölzchen. Auch sonst muß ich der Mutter in der Küche noch zur Hand gehen. Ich tue es gerne, denn ich habe mein Mütterlein lieb. Wenn ich alles besorgt habe, darf ich eine Weile auf der Straße mit anderen Kindern spielen.
Bald ist es Zeit zum Abendessen geworden. Richtig, da ruft mich schon die Mutter. Der Vater ist nun auch schon nach Hause gekommen, und meine älteren Geschwister sind ebenfalls da. Wir sitzen jetzt alle um den großen Tisch im Eßzimmer, und der Vater erzählt, was er während des Tages in der Stadt gehört und gesehen hat. Nach dem Essen nimmt der Vater die Zeitung, und meine kleine Schwester und ich machen unsere Schularbeiten. Da muß manchmal die liebe Mama ein wenig helfen. Später liest sie uns eine schöne Geschichte vor, oder spielt mit uns Domino und Lotto.
Ich glaube, es ist nirgends schöner als abends daheim.
18. DER BAU DES HAUSES.
Inhaltsverzeichnis
"Kommt, Knaben, wir wollen ein Haus bauen," sagte Emil zu Karl und Heinrich, "Ich will den Keller ausgraben," sprach Karl. "Und ich," sagte Emil, "ich bin der Maurer; ich nehme Kalk und Steine und baue die Mauern." Da meinte Karl: "Du darfst aber die Türen und die Fenster nicht vergessen. Ohne Türen kann man nicht in das Haus hinein, und durch die Fenster soll Luft und Licht in die Zimmer kommen." Heinrich sagte: "Ich bin der Zimmermann; ich setze die Türen und Fenster und lege den Fußboden. Von einem Stockwerke in das andere mache ich Treppen. Und oben auf das Haus setze ich das Dach; das schützt vor Regen und Schnee. Unser Haus soll ein Wohnhaus sein mit Küche und Zimmern und einem Boden unter dem Dach."
19. DIE WOHNUNG DER MAUS.
Inhaltsverzeichnis
| Ich frag' die Maus: Wo ist dein Haus? Die Maus darauf erwidert mir: Sag's nicht der Katz', So sag' ich's dir. Treppauf, treppab, Erst rechts, dann links, Dann wieder rechts Und dann grad' aus-- Das ist mein Haus; Du wirst es schon erblicken! Die Tür ist klein, Und trittst du ein, Vergiß nicht, dich zu bücken! | |
20. KARLS HASE
Inhaltsverzeichnis
"Papa, darf ich ein wenig deinen Stock nehmen?"
"Ja, Karl, aber was willst du damit machen?"
"Einen Hasen will ich schießen, Papa."
"Dann mußt du ja auf das Feld gehen."
"O nein, dein Stock ist meine Flinte und unsere alte Katze ist der Hase."
Der Vater gab seinem Sohne den Stock. Karl legte ihn an die rechte Wange, zielte und rief: "Piff, paff! piff, paff!" Ei, wie die Katze von dem Stuhle unter den Tisch sprang!
Karl aber lachte und rief: "Hast du nun meinen Hasen laufen sehen, Papa?"
21. DAS LIED VOM MONDE.
Inhaltsverzeichnis
Wer hat die schönsten Schäfchen?
Die hat der gold'ne Mond,
Der hinter unsern Bäumen
Am Himmel drüben wohnt.
Er kommt am späten Abend,
Wenn alles schlafen will,
Hervor aus seinem Hause
Zum Himmel leis' und still.
Dann weidet er die Schäfchen
Auf seiner blauen Flur;
Denn all' die weißen Sterne
Sind feine Schäfchen nur.
Sie tun sich nichts zuleide,
Hat eins das andre gern,
Und Schwestern sind und Brüder
Da droben Stern an Stern.
Und soll ich dir eins bringen,
So darfst du niemals schrei'n,
Mußt freundlich wie die Schäfchen
Und wie ihr Schäfer sein!
22. DAS MÜCKCHEN UND DAS MÄDCHEN.
Inhaltsverzeichnis
| Ein Mückchen flog um ein Licht, das am Abend auf dem Tische brannte. Da sagte ein Mädchen, welches nebenbei saß und strickte: "Mückchen, bleib' von dem Lichte, sonst verbrennst du dich!" Das Mückchen aber folgte nicht und flog so lange auf und nieder und um das Licht, bis es daran seine Flügelchen sengte und in die Flamme fiel. "Habe ich es dir nicht gesagt?" sprach das Mädchen. "Hättest du auf mich gehört, müßtest du jetzt nicht sterben!" |
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