Read the book: «Schnell mal raus! Deutschland, Österreich und Schweiz»
Schnell mal raus!
DEUTSCHLAND
ÖSTERREICH · SCHWEIZ
DIE SCHÖNSTEN
OUTDOOR-ERLEBNISSE VOR DER HAUSTÜR


INHALT
DEUTSCHLAND – NORDWESTEN
1Dünenwanderung auf Sylt
2Lummenfelsen und Kegelrobben – Helgoland
3Wandern am Wattenmeer
4Amrum – zu Fuß über den Meeresboden
5Auf der Halbinsel Eiderstedt
6Sand und Meer – St. Peter-Ording
7Wikinger Museum Haithabu bei Schleswig
8Nordseeheilbad Friedrichskoog
9Hochdorfer Garten in Tating
10Am Nord-Ostsee-Kanal
11Katen, Kneipen, Watt auf Spiekeroog
12Nordseeheilbad Neuharlingersiel
13Carolinensiel und Harlesiel
14Gesundes Reizklima auf Langeoog
15Die Königin der Nordsee – Norderney
16Borkum mit dem Rad umrunden
17Das Höchste im Norden – die Kieler Woche
18Glücksburg und die Halbinsel Holnis
19Eiszeit-Seenplatte – die Holsteinische Schweiz
20Zwischen zwei Meeren – der große Plöner See
21Mit dem Fahrrad nach Fehmarn
22Insel-Camp Fehmarn
23Timmendorfer Strand und Niendorf
24Ostseeheilbad Travemünde
25Lübeck zu Fuß erkunden
26Auf dem Ostseeradweg
27Badefreuden bei Boltenhagen und Heiligendamm
28Soweit das Auge reicht – Fischland-Darß-Zingst
29Verstecktes Insel-Paradies – Poel
30Baumwipfelpfad auf Rügen
31Nationalpark Jasmund auf Rügen
32Natur- und Inseljuwel Hiddensee
33Sonneninsel Usedom
34Action im Wasserschloss Mellenthin
35Die Mecklenburger Radtour
36Die Müritz und das Land der Seeadler
37Bootstour auf der Mecklenburger Seenplatte
38Kanutour auf der Peene
39Aussichtsturm Moorochse am Plauer See
40Caspar-David-Friedrich-Bildweg
41Tiergarten Ivenacker Eichen bei Stavenhagen
42Prebberede, Tellow und Rossewitz
43Spaziergang »unter Wasser« – alter Elbtunnel
44Blumen und Wasserlichtspiele – Planten un Blomen
45Das historische Holthusenbad
46Schifffahrt auf der Alster
47Auf dem Alsterwanderweg
48In die Boberger Dünen
49Die Havenwelten in Bremerhaven
50Auf dem Emsradweg
51Bad Zwischenahn am Zwischenahner Meer
52Der Park der Gärten in Bad Zwischenahn
DEUTSCHLAND – NORDOSTEN
53Lila Meer – in der Lüneburger Heide
54Hannover geht Baden – Naturpark Steinhuder Meer
55Torfkahntour ab Worpswede
56Märchenhafte Weser-Paddeltour
57Eseltouren durch Brandenburg
58Floßfahrten in der Uckermark
59Potsdamer Parklandschaft
60Stadtrundfahrt mit dem Berliner Wassertaxi
61Die Spuren der Teilung – Berliner Mauerweg
62Berlins schönste Seiten entdecken
63Klettern im Bergwerk Berlin
64Schiffsausflüge ab Wannsee
65Bootsmiete am Müggelsee
66Buddeln in der Sandgrube im Jagen 86
67Per Kanu durch den Spreewald
68Im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land
69Planwagenfahrt ab Suckow
70Mit dem Hausboot auf den Havelseen
71Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide
72Sternenpark Naturpark Westhavelland
73Die Deutsche Tonstraße im Ruppiner Land
74Sinnliches in Joachimsthal
75Zu Fuß oder per Rad durch den Harz
76Auf dem Hexenstieg wandern
77Die Brockenbahn im Harz
78Megazipline in Oberharz am Brocken
79Der Hexentanzplatz Thale am Brocken
80Auf dem Borkenkäferpfad in Ilsenburg
81Flanieren im Schlosspark Moritzburg
82Flussfahrt durchs »Elbflorenz«
83Erlebnisweingut Schloss Wackerbarth
84Romantische Felslandschaft Sächsische Schweiz
85Felsenburg über der Elbe – Die Bastei bei Rathen
86Die Geheime Welt von Turisede
87Glück auf! – Schaubergwerke im Erzgebirge
88Auf dem Vogtland-Panorama-Weg
DEUTSCHLAND – MITTE
89Mit dem Elektromobil durch Ostwestfalen
90Wandern auf dem Hermannsweg
99Route der Industriekultur
100Abtauchen im Werksschwimmbad in Essen
101Tramspaß in Essen
102Legenden auf der Fußball-Route NRW
103Indoor-Skydiving in Bottrop
104Tauchrevier Gasometer in Duisburg
105Segeln auf dem Phoenix-See in Dortmund
106Wedeln in Hattingen
107Durchs Bergische Land
108Wandern in und um Wuppertal
109Die Müngstener Brücke in Solingen
110Beeindruckende Wiehler Tropfsteinhöhle
111Fahrrad- und Kanu-Wanderung an der Lahn
112Hiking auf dem Westerwaldsteig
113Am Rand der Eifel – LVR-Freilichtmuseum Kommern
114Der Vulkan-Express
115Die Maare bei Schalkenmehren
116Rumoren unter der Erde – die Vulkaneifel
117Steinerne Riesen im Dahner Felsenland
118Paradiesisches Vergnügen – Rotweinwanderweg
119Genussradeln an der Mosel
120An der Mosel durchs Dreiländereck wandern
121Auf dem Baumwipfelpfad zur Saarschleife
122Am Kirkeler Felsenpfad
123Den Hunsrück mit Huskys erleben
124Biber & Wildkatze – Naturpark Saar-Hunsrück
125Der Bostalsee im Naturpark Saar-Hunsrück
126Am Losheimer See im Dreiländereck
127Schaubergwerk Emilianus-Stollen bei Wallerfangen
128Der Planetenwanderweg Nonnweiler
129Am Rheinburgenweg
130Auf der Route der Rheinromantik
131Frühlingserwachen am Pfälzer Mandelpfad
132Wildnis im Karlstal im Pfälzerwald
133Draisinentour durchs Glantal
134Auf der »Lusoria Rhenana«
135Der Feininger-Radweg ab Weimar
136Das Höhlersystem unter Gera
137Feengrotten in Saalfeld
138Bad Frankenhausen und Kyffhäuser
139Auf dem Rennsteig durch den Thüringer Wald
140Am Grünen Band in Thüringen
141Der Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich
142Im Japanischen Garten in Bad Langensalza
143Auf den Kalimandscharo Zielitz
144Der Wetterpark in Offenbach
145Am Liebesweg in Poppenhausen
146Winzerfreuden – Weinstraße Saale-Unstrut
147Romantischer Lahnradweg
148Glitzernde Kubacher Kristallhöhle
149Offroadpark »Böser Wolf« in Knüllwald
150Der Baumkronenweg am Edersee
151Baumriesen im Urwald Sababurg
152Wanderung auf dem Barbarossaweg
DEUTSCHLAND – SÜDEN
153Am Neckarsteig
154Das Friedrichsbad in Baden-Baden
155Die Heidelberger Bergbahnen auf den Königstuhl
156Skypark Schwäbisch-Gmünd Wetzgau
157Die Limes-Thermen in Aalen
158Stocherkahnfahrt in Tübingen
159Am Federsee bei Bad Buchau
160Auf dem Westweg durch den Schwarzwald
161Rasante Abfahrt zum Mummelsee
162Radeln auf dem Rheintalweg
163Schaubergwerke im Schwarzwald
164Am Feldberg im Hochschwarzwald
165Wandern auf dem Schluchtensteig
166Der Belchen-Erlebnisweg »Regenwurmpfad«
167Leinen los auf dem Schluchsee
168Die Sauschwänzlebahn im Wutachtal
169Die Tiefenhöhle Laichingen
170Traufgang Felsenmeersteig
171Die Keltische Heuneburg in Hundersingen
172Wandern und Sternebeobachten in Münsingen
173Mit dem Rad zu den Höhlen der Mittleren Alb
174Spektakulärer Naturpark Obere Donau
175Im Naturparadies Wollmatinger Ried
176Radwanderweg rund um den Bodensee
177Paradiesgarten – die Blumeninsel Mainau
178Die Alpenpanorama-Tour
179Magie der Unterwelt – Teufelshöhle Pottenstein
180Am Höhenglückssteig in der Hersbrucker Alb
181Brauereiwandern in Franken
182Auf Schusters Rappen in der Fränkischen Schweiz
183Kanutouren auf dem Oberen Main
184Solnhofen – Spektakuläre Funde im Jurakalk
185Liebliches Taubertal
186Im Rieskrater-Museum Nördlingen
187Auf dem Eichstätter Fossilienpfad
188Baumdenkmal Kreuzeiche
189Waldseilpark Rummelsberg
190Beilngries und das Altmühltal
191Radfahren durchs untere Altmühltal
192Kanuwanderung im Altmühltal
193Von Weltenburg nach Kelheim
194Auf dem Jurasteig in die Oberpfalz
195Im Gäuboden rund um Straubing
196Die Donauauen zwischen Straubing und Vilshofen
197Höhlentour durch die Bismarckgrotte
198Wandern auf dem Goldsteig
199Im Nationalpark Bayerischer Wald
200Der Pfahlwanderweg bei Viechtach
201Adventure Camp Schnitzmühle
202Mountainbiken am Großen Arber
203Am Dreisesselberg im Bayerischen Wald
204Paddeltour am Regen
205Naturbad Eichwald in Lindau
206Hochseilgarten Bärenfalle bei Immenstadt
207Eskimo-Wochenende bei Pfronten
208Auf dem Heilbronner Weg
209Per Tandemgleitschirm über Oberstdorf
210Für Piraten und andere Segler – der Alpsee
211Auf dem Maximiliansweg
212Bootstouren auf dem Ammersee
213Mtb-Touren rund um den Walchensee
214Auf der Isar südlich von München
215Schneeschuhwanderung im Schwarzenbachtal
216Der Jakobsweg von Bad Aibling nach Holzkirchen
217Kamelreiten im Mangfalltal
218Tegernsee – mehr Bayern geht nicht
219Chiemsee, Kloster, König
220Kanutour am Chiemsee
221Karwendelbasis Krün bei Mittenwald
222Wanderungen um und auf die Zugspitze
223Im Nationalpark Berchtesgaden
224Funkelnde Schellenberger Eishöhle
225Am Königssee im Berchtesgadener Land
226Unterwegs am Watzmann-Trek
ÖSTERREICH
227MTB-Tour durchs Salzburger Land
228Auf dem Innradweg durch Tirol
229Skiwanderung durchs Tiroler Oberland
230Im Zahmen Kaiser wandern
231Klettern im Wilden Kaiser
232Zillertal – Berge, Wasser, Schnee
233Rundwanderung Wildewasserweg
234Seenwanderung von der Dresdner Hütte
235Auf dem Eisenwurzenweg nach Kärnten
236Hiking am Wienerhöhenweg
237Großglockner – die Welt der Dreitausender
238Hallstatt – Das weiße Gold der Erde
239Gletscherregion Dachstein
240Die Wiege der Klettersteige
241Vom Waldviertel in die Steiermark wandern
242Auf Pilgerpfaden durch Österreich
243Wachau – Burgen, Wein und Marillen
244Vom Most zum Wein – im Mostviertel wandern
245Ruhiger Neusiedler See
246Wandertouren im Bregenzerwald
247Winter-Rundtour Damüls
248Echter Klassiker – Silvretta-Hochalpenstraße
249Winterzirkus in Ischgl und Galtür
250Skisport in St. Anton am Arlberg
251Bregenz – Bühne am Bodensee
SCHWEIZ
252Über die längste Fußgängerbrücke der Welt
253Wahrzeichen des Landes – das Matterhorn
254Schlittengaudi von Preda nach Bergün
255Albula-Bernina – mit der Bahn ins Eis
256Kultur- und Sporterlebnis Davos
257Am wilden Rhein
258Berüchtigte Via Mala
259Durch die Gletscherschlucht Rosenlaui
260Grindelwald – Gletscher in Bewegung
261Der Jungfraumarathon
262Bei Eiger, Mönch und Jungfrau
263Am Eisstrom des Aletsch
264Gipfelsturm in den Tessiner Alpen
265Ascona – flanieren am See
266Rund um Bulle
267Die Moore des Entlebuch
268Mediterraner Vierwaldstättersee
269Wallfahrt nach Maria Einsiedeln
Register
Bildnachweis
Impressum


DEUTSCHLAND
NORDWESTEN

NORDSEEKÜSTE UND SCHLESWIG-HOLSTEIN
1DÜNENWANDERUNG AUF SYLT
Der Nordzipfel der Insel Sylt, auch Ellenbogen genannt, ist eine große Dünenlandschaft, die man in Ruhe erwandern kann. Hier fahren keine Autos, der übliche Touristenrummel ist weit entfernt. Zwischen dem östlichen und dem westlichen Leuchtturm ist man hier am nördlichsten Punkt Deutschlands und lässt sich den Wind um die Nase pusten. Man wandert sozusagen zwischen dem beschaulichen Wattenmeer auf der einen und der teilweise stürmischen und unberechenbaren Nordsee auf der anderen, westlichen Seite der Insel. Und da diese Landzunge sehr schmal ist, kann man problemlos von der einen zur anderen Seite wechseln und die Unterschiede von Fauna und Flora auf beiden Seiten unmittelbar bewundern. Salzige Luft und Möwengeschrei begleiten den Wanderer. Und am kleinen Hafen von List kann man anschließend fangfrische Sylter Austern genießen.
Größe: Ca. 3 km2
Info: www.sylt.de
2LUMMENFELSEN UND KEGELROBBEN – HELGOLAND
Ja, die Anna. Alle bewundern sie. Kaum einer, der sich nicht nach ihr umdreht, obschon sie nur dasteht. Rötlich gefärbt und lang. Sie ist der Fels in der Brandung. Doch das autofreie Helgoland hat mehr zu bieten als das Naturdenkmal der Langen Anna und den Lummenfelsen, wo Hunderte Seevögel die eine oder andere Luftnummer hinlegen. In den Hummerbuden am Hafen wird Knieper serviert. Der Taschenkrebs hat als Spezialität den Hummer abgelöst. Nicht verpassen sollte man einen Abstecher auf die 0,7 Quadratkilometer große Nachbarinsel Düne. An drei Seiten wird das malerische Eiland von Strandabschnitten gesäumt. Und diese teilen sich die Badegäste nicht selten mit Dutzenden von Seehunden und Kegelrobben. Bis auf 30 Meter darf man sich den gar nicht scheuen Meeresräubern nähern.
Größe: Insgesamt ca. 4,2 km2
Info: www.helgoland.de

3WANDERN AM WATTENMEER
Das Wattenmeer der Nordsee ist mit 9000 Quadratkilometern das größte der Welt. Zweimal am Tag zieht sich das Wasser zurück und hinterlässt eine riesige, von Prielen durchzogene Schlicklandschaft, auf der Wasservögel nach Futter suchen. Nicht gefiederte Zweibeiner sollten unbedingt diese einzigartige Landschaft bei einer Wattwanderung kennenlernen! Auf Spiekeroog läuft man z. B. einen neun Kilometer langen Hinweg in etwa vier Stunden und benutzt für die Rückfahrt einen traditionellen Fischkutter. Das ideal für »Watteinsteiger« geeignete Baltrum mit seinen sieben Kilometern durchwandert man in drei Stunden. Langeoog bietet verschiedene Wanderungen von zehn bis zweiundzwanzig Kilometern Länge, von denen die kürzeste etwa vier Stunden dauert, auf Norderney sind es drei Stunden für acht bis elfeinhalb Kilometer und am Minsener Oog vier bis fünf Stunden für acht Kilometer.
Dauer: Verschiedene Wanderungen unterschiedlicher Länge möglich
Info: www.nordseetourismus.de/wattwanderung-an-der-nordsee
4AMRUM – ZU FUSS ÜBER DEN MEERESBODEN
Zu Fuß von einer Insel zur nächsten, das geht nur an der Nordsee und ist selbst dort etwas Besonderes. Die Tour von der Amrumer Odde, der Nordspitze der Insel, nach Dunsum auf Föhr gilt als die »Perle unter den Wattwanderungen«. Für die rund acht Kilometer lange Strecke sollte man drei bis vier Stunden einplanen. Der Weg führt durch einige seichte Priele, und auch das »Mittelloch« vor Amrum muss durchwatet werden. Zurück geht es bequem per Fähre. Wer sich auf den Weg machen möchte, sollte allerdings unbedingt nur bei guten Witterungsbedingungen und in Begleitung eines Wattführers starten! Dieser kann die Gefahren am besten einschätzen und weiß dazu noch viel Interessantes über den Naturraum zu berichten.
Größe: Ca. 20,46 km2
Info: www.amrum.de
5AUF DER HALBINSEL EIDERSTEDT
Es sind genau 157 Stufen bis zur Kuppel des Leuchtturms Westerheversand. Hinauf in 41,5 Meter Höhe zu einem atemberaubenden Panorama über Wattenmeer, Strand, vogelreiche Salzwiesen, Deich und Schafe. Am Horizont die unendliche Weite der Nordsee unter einem Himmelszelt voller oft malerischer Wolkenformationen – kein Wunder, dass Westerheversand eine wahre Kalenderschönheit ist. 1908 als Seezeichen über der Tümlauer Bucht in Betrieb genommen, wurde das rot-weiß geringelte Bauwerk mit den beiden zwillingsgleichen Nebengebäuden im friesischen Stil, die bis 1979 dem Leuchtturmwärter als Unterkunft dienten, bald zu einem Wahrzeichen der Region. Der aus Klinkersteinen 1929 gelegte Pfad Stockenstieg war einst der einzige Zugang zum Turm. Er steht nun unter Denkmalschutz und darf nur in Deichrichtung begangen werden.
Dauer: Besichtigung und Führung nur nach Anmeldung/Ostern–Ende Okt. / Kinder erst ab 8 Jahre
Info: www.westerhever-nordsee.de/leuchtturm/das-wahrzeichen
6SAND UND MEER – ST. PETER-ORDING
Niemand kann sich der Faszination des riesigen Strandgebiets entziehen, das auf vielen Kilometern den Küstenstreifen bei St. Peter-Ording dominiert. Gemütliche Strandkörbe konkurrieren mit farbenfrohem Windschutz in großer Variationsbreite zur Entspannung der Urlauber. Charakteristische Pfahlbauten mit Gastronomie überragen das Szenario, das manchmal von internationalen Wettbewerben im Strandsegeln, Kite- oder Windsurfen unterbrochen wird. Groß und Klein lassen sich beim Bau von Burgen und Skulpturen davon nicht beeindrucken. Im Winter zaubern Kälte und Eis Kunstwerke in den Sand, den dann nur unentwegte Wanderer bevölkern. Am 21. Februar vertreiben die Feuer des Biike-Brennens die kalte Jahreszeit und Wintergeister, anschließend wird traditionell Grünkohl verspeist.
Größe: Zum Gemeindegebiet gehören die Ortsteile Dorf, Bad, Böhl, Brösum und Ording; der Strand ist 12 km lang und bis zu 2 km breit
Info: www.st-peter-ording.de

7WIKINGER MUSEUM HAITHABU BEI SCHLESWIG
Die Wikingerstadt Haithabu war vom 9.–11. Jahrhundert ein pulsierendes Handelszentrum. »Eine sehr große Stadt am äußersten Ende des Weltmeeres«, so schrieb der arabische Chronist At-Tartuschi. In Deutschlands einzigem Wikingermuseum kann man auf dem Gelände der ehemaligen Stadt, in der sich einst die Wege von Menschen und Waren aus aller Welt kreuzten, in nachgebauten Häusern das Leben vor 1000 Jahren an der Landebrücke an der Schlei nachvollziehen, die Nutzpflanzen in einem Garten kennenlernen und sogar mit Pfeil und Bogen schießen. Im Wikinger-Museum entführen Schiffe, historische Handelswaren, Kunstwerke wie die berühmte Drachenkopfnadel, ein Runenstein und andere spektakuläre Funde in die faszinierende Welt der Wikinger.
Dauer: Das Wikinger Museum Haithabu bietet viele verschiedene Führungen, Exkursionen und Erlebnisprogramme.
Info: www.haithabu.de
8NORDSEEHEILBAD FRIEDRICHSKOOG
Einen Strand gibt es auf dem 1853 der Nordsee abgerungenen Stück Land zwischen der Elbmündung und dem Nationalpark Wattenmeer nicht – direkt hinter dem Deich beginnt das Watt. Die Strandkörbe stehen auf Gras, der Bau von Sandburgen ist zwecklos. Dafür lohnt ein Ausflug ins Watt umso mehr! Dass die Füße dabei eine Massagekur bekommen, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Doch Friedrichskoog hat noch mehr zu bieten: Seit 2004 besitzt es den Status eines Nordseeheilbads, 20 Jahre zuvor wurde die durchs Fernsehen bekannte Seehundstation zur Aufzucht von Heulern eingerichtet. Besucher können die Pflegemaßnahmen für die jungen Seehunde und Kegelrobben hautnah verfolgen und in der angeschlossenen sehenswerten Ausstellung einen Einblick in die faszinierende Flora und Fauna der Region gewinnen.
Größe: Ca. 53,35 km2
Dauer: Seehundstation ganzjährig tgl. 10–16 Uhr, Fütterung der Jungtiere 12/15 Uhr
Info: www.friedrichskoog.de; www.seehundstation-friedrichskoog.de
9HOCHDORFER GARTEN IN TATING
Die traditionellen Haubarge, eine besondere Form von Bauernhäusern, finden sich seit dem späten 16. Jahrhundert auf der Halbinsel Eiderstedt. Seit ca. 100 Jahren wurden keine Häuser mehr in dieser Form errichtet. Der erhaltene Haubarg Hochdorf von 1764 in Tating und seine barocke Gartenanlage im französischen Stil bilden darum heute ein besonderes Kulturdenkmal. Der Garten selbst wird formal durch zwei 120 Meter lange Lindenalleen geprägt, drei Lauben befinden sich an den Schnittpunkten der Wege. Ein Teich und ein Graben mit verschnörkelter Brücke bilden optische Bezugspunkte. 1873 kam die hölzerne Sommervilla hinzu, das Schweizerhaus, heute ein kleines Café mit Galerie. Damals gesellten sich zum Pflanzenbestand Obstbaumplantagen, exotische Baumarten und eine künstliche Ruine im Stil der Romantik des Caspar David Friedrich hinzu.
Dauer: Der denkmalgeschützte Hochdorfer Garten ist ganzjährig frei zugänglich, Führungen sind möglich.
Info: www.hochdorfer-garten.de
10AM NORD-OSTSEE-KANAL
Um bei Handel und Eroberungen schneller zu sein, planten schon vor 1500 Jahren clevere Strategen einen Kanal quer durch den Norden. Wikinger nutzten von Haithabu aus bereits das Netz der Flüsse, aber erst 1777 baute Dänenkönig Christian VII. den Eiderkanal Kiel-Rendsburg. 1864 plante Preußen eine Verbindung, »welche alle Kriegs-, Handels- und Dampfschiffe gut passieren können«. Es sei wichtig für die Kriegsflotte, »jederzeit von der Ost- in die Nordsee zu gelangen, ohne unter dänischen Kanonen passieren zu müssen«. 1895 eröffnete Wilhelm II. den Kaiser-Wilhelm-Kanal, bereits 1907 machten neue Kampfschiffe Erweiterungen nötig. Heute fahren hier jährlich 40 000 Schiffe zwischen Kiel und Brunsbüttel – Weltrekord! Der Kanal ist aber nicht nur für Segler interessant, sondern mit seinen gut ausgebauten Betriebswegen auch Anziehungspunkt für Wanderer und Radfahrer.
Länge: 98,26 km
Start-/Endpunkt: Brunsbüttel/Kiel
Info: www.nok-sh.de; www.kiel-canal.de
11KATEN, KNEIPEN, WATT AUF SPIEKEROOG
Westlich von Wangerooge liegt Spiekeroog, die hübsche, gepflegte Dorfschöne mit dem größten Baumbestand der Ostfrieseninseln. Seit gut 700 Jahren ist Spiekeroog als Insel der Fischer bekannt, um 1400 auch als Unterschlupf der Piraten Störtebekers. Die Kirche wurde 1696 erbaut und ist damit die älteste auf den Nordseeinseln. 1840 begann der Badebetrieb in dem malerischen 1000-Seelen-Dorf, wo sich ein langer Bummel lohnt, sieht man hier doch charmante Ferienhäuser und Katen, es locken Teestuben, Kneipen und bunte Läden. Spaß machen auch die Fahrt mit der Museums-Pferdebahn, geführte Watttouren, Spaziergänge am 15 Kilometer langen feinweißen Sandstrand. Abends schaut man dann vom Strandkorb aus dem großen Kino am Horizont zu.
Größe: 18,25 km2
Startpunkt: Fähre und Touren ab Neuharlingersiel, Touren per Fischkutter ins Watt und zu Fuß zurück sowie Fahrten zu den Seehundsbänken
Info: www.spiekeroog.de
12NORDSEEHEILBAD NEUHARLINGERSIEL
Das 1000-Seelen-Dorf lebte ehedem gut vom Fang frischer Nordseekrabben und der Fahrverbindung auf die Insel Spiekeroog. Heute bildet vor allem der Tourismus die wirtschaftliche Grundlage, wenngleich die Krabbenkutter noch immer ihre traditionellen Aufgaben erfüllen und zudem die malerisch-maritime Kulisse des Ortszentrums bilden. Besondere heilklimatische Bedingungen verhalfen Neuharlingersiel zu einem hervorragenden Ruf als Kurort. Im Wellness- und Kurzentrum Badewerk können die Gäste den Schlickdampfer entern und Körper und Seele beim Moorbad auf Vordermann bringen. Spaziergänger auf dem Deich überblicken die weite Fläche Ostfrieslands ebenso wie die des Wattenmeers, das zuweilen zu spätabendlicher Stunde geheimnisvoll zu leuchten beginnt.
Dauer: Wattwanderungen unterschiedlicher Länge möglich, ebenso Wellness-Anwendungen
Info: www.neuharlingersiel.de

13CAROLINENSIEL UND HARLESIEL
Heute ein Museumshafen, war Carolinensiel neben Emden einst das größte Handelszentrum der Region. Ab 1765 wurde die Friedrichsschleuse gebaut und 1953 der Harlesieldeich mit modernem Hafen u. a. für die Fähren zur Insel Wangerooge angelegt. Der schönste Weg führt vom Binnenhafen Carolinensiel nach Harlesiel – an der Harle entlang zur Schleuse, dem Speicherbecken »Mahlbusen«. Zurück nimmt man dann den romantischen Raddampfer auf dem Kanal, der schon zugeschüttet war und wieder ausgebuddelt wurde. Westlich des Fährhafens bietet Harlesiel weißen Sandstrand, ein Meerwasserfreibad und ein Solebad. Am Fischkutterhafen säumen Giebelhäuser mit gemütlichen Cafés die Promenade. Großen Zulauf haben die Kutterfahrten, die vom Hafen aus starten.
Dauer: Der Raddampfer fährt von März–Okt. sechsmal tgl. ab Museumshafen.
Info: www.carolinensiel.de
14GESUNDES REIZKLIMA AUF LANGEOOG
Bewegung und gesundheitsbewusste Freizeitgestaltung stehen auf der drittgrößten Ostfriesischen Insel eindeutig im Mittelpunkt. Seit 2014 ist Langeoog ein zertifiziertes Thalasso-Nordseeheilbad, das verschiedene Anwendungen mit Meeresbezug, wie beispielsweise Schlick- und Algenbäder und Massagen, bietet. Für die begleitende Bewegung gibt es vier Thalasso-Therapiewege, die unterschiedliche Anforderungen an die Ausdauer stellen und jeweils eigene Reizwirkungen haben. Die Routen führen zum Wasserturm, durch das Inseldorf oder zu den Stränden. Die herrliche Dünenlandschaft ist von Wanderwegen durchzogen. Im Südwesten der Insel befindet sich das Salzwiesen- und Dünengebiet Flinthörn, das für seine Besucher einen Erlebnispfad bietet.
Größe: 19,67 km2
Dauer: Therapie- (»Wattness«) und Erlebniswege unterschiedlicher Länge
Info: www.langeoog.de
15DIE KÖNIGIN DER NORDSEE – NORDERNEY
Bevor man anderswo das Wort »baden« kannte, weihte Norderney ein Seebad nach englischem Vorbild ein. 1797 begann die Erfolgsstory auf Norder neye Oog, auf »Nordens neuer Insel«. 1799 eröffnete das erste Kurhaus, 1800 das erste Warmbade- und Conversationshaus für gekrönte Häupter, Staatsmänner wie Bismarck und Hindenburg, Prominente aus Kunst und Wissenschaft von Alexander von Humboldt bis Robert Schumann. Die mondänen Villen sind Zeugnisse der Eleganz jener Tage. Auch Heinrich Heine besuchte die »Königin der Nordsee«. 1872 kamen die Dampfschiffverbindung und kurz darauf die ersten Strandkörbe, der Leuchtturm und 1931 das Meerwasser-Wellenbad. Interessante Einblicke bieten die geführten Wanderungen und Exkursionen.
Größe: 26,29 km2
Dauer: Wanderungen und Radtouren unterschiedlicher Länge möglich
Info: www.norderney.de
16BORKUM MIT DEM RAD UMRUNDEN
Eine Nordseeinsel mit Hochseeklima – das gibt es wirklich nur einmal! Borkum verfügt als westlichste der Ostfriesischen Inseln über einen ganz eigenen Charme. Im Zentrum mit gleich zwei Leuchttürmen gesegnet, gehört auch das Naturschutzgebiet Ostland im reizvollen Hinterland zu den beliebtesten Ausflugszielen der Insel. Wer weder Wind noch Wetter scheut, dem sei das einmalige Erlebnis einer Inselumrundung per Rad empfohlen. Es geht durch die Dünen, vorbei an Einkehrmöglichkeiten in alten Bauernstuben und durch die Greune Stee, wo Störtebeker angeblich seinen sagenumwobenen Schatz vergraben haben soll. Am Südstrand vorbei radelt man dann, die Gleise der Inselbahn kreuzend, zurück in den Ortskern des Inselchens, wo nach rund 25 Kilometern wahlweise ein Tässchen Ostfriesentee oder frische Fischbrötchen auf die hungrigen Radfahrer warten.
Größe: 30,97 km2
Länge: Rund 120 Kilometer Rad- und Wanderwege
Info: www.borkum.de
OSTSEEKÜSTE UND INSELN
17DAS HÖCHSTE IM NORDEN – DIE KIELER WOCHE
Dass eine Stadt – und noch dazu nicht die größte – ein wiederkehrendes Ereignis von internationalem Rang feiern kann, ist schon etwas Besonderes. Kiel gelingt das jedes Jahr aufs Neue mit der Kieler Woche, einem der größten Segelsportereignisse weltweit. Knapp 500 Rennen finden auf zehn Regattabahnen statt, 1500 Boote und 4000 Seglerinnen und Segler sind am Start – da ist es klar, dass eine normale Woche nicht reicht, sondern sich die Wettbewerbe auf insgesamt neun Tage verteilen. Als Höhepunkt auch für die weniger fachkundigen Besucher und Betrachter steht am letzten Samstag die Windjammerparade mit über 100 Gros- und Traditionsseglern an, begleitet von unzähligen Booten und Jachten. Das Feuerwerk »Sternenzauber über Kiel« schließt die lange Festwoche ab.
Termin: 19.–27. Juni 2021
Info: www.kyc.de; www.kieler-woche.de
18GLÜCKSBURG UND DIE HALBINSEL HOLNIS
Das Naturparadies Holnis bei Glücksburg produziert regelrecht kitschige Bilder aus Steilküsten, Bootsstegen und einsamen Stränden. Und einem Leuchtturm. Rundwanderer haben die See immer vor Augen, das dänische Ufer grün leuchtend dahinter, zahlreich durchpflügen Segeljachten das Stahlblau der Ostsee meist hart am Wind. Auf Holnis-Spitz, dem hintersten Zipfel am letzten Ende, ziehen Salzwiesen als Rast- und Brutstätten See- und Zugvögel magisch an. Eine Handvoll Gästehäuser sowie die putzige Ferienhaussiedlung Bockholm-Wyk bringen Holnis-Gäste vor Ort unter, sonst ist das nahe Glücksburg als Standort gefragt: Seit 1852 kann das Seebad mit dem berühmten Wasserschloss aufwarten, sowieso mit Promenade, Seebrücke, Strand und mit Wellness.
Dauer: Durch das Naturschutzgebiet Holnis führen gut ausgeschilderte Wanderwege.
Info: www.gluecksburg.de

19EISZEIT-SEENPLATTE – DIE HOLSTEINISCHE SCHWEIZ
Im Norden liegt die Schweiz zwischen Lübeck und Kiel und umfasst Eutin, Malente, Plön, Bosau und andere Dörfer der Seenplatte mit 150 Gewässern. Malente-Gremsmühlen auf der Landbrücke zwischen Kellerund Dieksee ist das Herz dieser Region. Der heilklimatische Kurort besitzt einen zauberhaften Kurpark, der bereits als »schönste Parkanlage Deutschlands« prämiert wurde. Und die Rosenstadt Eutin, seit der Blütezeit höfischer Kultur unter Friedrich August als »Weimar des Nordens« gelobt, punktet mit einer historischen Altstadt, St. Michaelis mit schiefem Turm (13. Jh.) und einem barocken Schloss mit Park. Der Naturpark Holsteinische Schweiz erstreckt sich über 75 000 Hektar Fläche. Viele Wege durchziehen die Landschaft – ideal für Radfahrer und Wanderer, aber auch für Wassersportler, die auf der Schwentine paddeln oder über die Seen segeln.
Dauer: Wassersport, Spaziergänge, Fahrrad fahren, Vögel beobachten und Kunst oder Kultur besuchen möglich
Info: www.naturpark-holsteinische-schweiz.de
20ZWISCHEN ZWEI MEEREN – DER GROSSE PLÖNER SEE
Der 28 Quadratkilometer große See mit seinen vielen Inseln, Vogelschutz- und Naturschutzgebieten bietet gleichermaßen Erholung wie Aktivitäten. Wo Seeadler, Schellente oder Gänsesäger geeignete Brutplätze finden, können sich auch Angler, Segler oder Wasserwanderer betätigen. Für Sonnenanbeter gibt es 15 ausgewiesene Badestellen, ein besonders schöner Sandstrand befindet sich an der westlich gelegenen Badestelle Prinzenbad. Im Sommer bieten Schiffe ihren Passagieren einen vorzüglichen Blick auf das Treiben am und auf dem See. Ein ausgezeichnetes Wegenetz führt Wanderer, Jogger und Nordic Walker um den See. Die etwa zwei Kilometer lange Prinzeninsel liegt in Verlängerung des Schlossgartens. Sie verdankt ihren Namen den Söhnen des deutschen Kaisers Wilhelm II., die hier eine Ahnung von landwirtschaftlicher Arbeit bekamen. Bis heute gehört die Halbinsel dem Haus Hohenzollern.
Größe: 28 km2 Seefläche, bis zu 56 m Tiefe
Dauer: Vielfältige Aktivitäten möglich
Startpunkte: z. B. Plön, Bosau, Dersau und Ascheberg
Info: www.holsteinischeschweiz.de
21MIT DEM FAHRRAD NACH FEHMARN
Reif für die Insel? Um dorthin zu gelangen, muss man nicht immer den Wasser- oder Luftweg wählen. Die Ostseeinsel Fehmarn, drittgrößte Insel Deutschlands, lässt sich bequem mit dem Fahrrad erreichen. Vom ostholsteinischen Heiligenhafen aus, das an der Spitze der Halbinsel Wagrien liegt, geht es los, entlang der flachen Ostseeküste und über einen kleinen Schlenker durchs Landesinnere bis nach Großenbrode. Von dort aus heißt es: immer der Nase nach direkt aufs Meer zu – und über die Fehmarnsundbrücke, die sowohl vom Straßen- als auch vom Schienenverkehr genutzt wird, auf eine der schönsten Inseln der Ostsee. Inselhauptstadt ist Burg, und die eignet sich als Ziel dieser originellen Strecke oder auch als Ausgangspunkt für viele weitere Rad- und Wandertouren.
Startpunkt: Heiligenhafen
Endpunkt: Burg auf Fehmarn
Info: https://www.outdooractive.com/de/route/radtour/ostseekueste-schleswig-holstein/fehmarn-von-burg-nach-heiligenhafen/107644666/
22INSEL-CAMP FEHMARN
Das Insel-Camp ist vielseitig ausgezeichnet; nicht zuletzt trägt es das Umweltzeichen der Europäischen Union. Vor allem aber punktet es mit seiner genialen Strandlage an Fehmarns Südküste. Vom Zelt springt man quasi direkt in die Ostsee, kann surfen, segeln, Wasserski fahren, sogar kitesurfen. Noch mehr Wind um die Nase bringt eine Schifffahrt von Puttgarden nach Dänemark. Entspannung bieten Pilates- und Yogakurse und der Spabereich mit Saunalandschaft, und für das leibliche Wohl sorgt das Restaurant. Deutschlands drittgrößte Insel zählt 2200 Sonnenstunden im Jahr, fast immer kühlt ein Lüftchen, meist aus den Windrichtungen West oder Südwest. Ideale Bedingungen für Surfer, vor allem am Flügger Strand, dem Püttsee und dem Bojendorfer Strand sowie am Surfspot Gold. Als besonders kinderfreundlich gelten der Grüne Brink und der Südstrand in Burgtiefe.
Dauer: Von April bis Anfang Oktober geöffnet; vielfältige Aktivitäten möglich
Info: www.inselcamp.de

23TIMMENDORFER STRAND UND NIENDORF
Die Lübecker Bucht gilt als Hamburgs »Badesee« und das zu Recht. Nur 20 Minuten von Lübeck entfernt bieten Niendorf und Timmendorfer Strand perfekte Erholung: Im malerischen Hafen von Niendorf gibt es fangfrischen Fisch direkt vom Kutter. Das bis zu 20 Meter hohe Kliff des Brodtner Steilufers lässt den Blick über die Lübecker Bucht bis hin zur dänischen Grenze schweifen. Restaurants und exklusive Läden machen Timmendorf zu einer beliebten Flaniermeile. Familien mit Kindern können im Sea Life in die Unterwasserwelt eintauchen oder im Vogelpark Niendorf die Welt der Vögel erkunden: Mehr als 1000 Tiere leben hier, darunter allein 38 Eulenarten. Ob Wellness-Hotel, Pension oder Ferienwohnung: In der Lübecker Bucht findet man nicht nur ein vielfältiges Erholungs- und Freizeitangebot, sondern auch Unterkünfte für jeden Geschmack.
Dauer: Von Golf, Reiten, Schwimmen, Surfen über Yoga, Beachvolleyball, Fitness und Radfahren – viele Aktivitäten sind hier möglich.
Info: www.timmendorfer-strand.de
24OSTSEEHEILBAD TRAVEMÜNDE
Travemünde ist nicht zu verfehlen: Von weither kann man sich am Maritim-Hotelturm orientieren. Die allzeit belebte Travepromenade des »Seebads von Lübeck« säumt die Ausfahrt des größten Fährhafens Europas (seit 1204) – großes Kino, wenn die Ostseeriesen aus dem Hafen gleiten! Vom Fischimbiss an der Vorderreihe sieht man die gigantischen Skandinavienpötte zum Greifen nah. Danach locken ein Bummel durch die Altstadt mit Casino, Café Niederegger, Kapitäns- und Lotsenhäusern, eine Traumwanderung zum Brodtener Steilufer, eine Fahrt mit der berühmten Viermast-Stahlbark »Passat« aus dem Jahr 1911 zur Halbinsel Priwall mit dem wild-naturbelassenen 3,5 Kilometer langen Strand, den weiten Dünen und dem Vogelparadies. Am Ende des langen Dünenwegs beginnt Mecklenburg-Vorpommerns unendliche Natur.
Dauer: Z. B. Intern. Segelregatta Travemünder Woche Ende Juli (www.travemuender-woche.com), Altstadtfest und Sail Travemünde im August
Info: www.travemuende-tourismus.de
25LÜBECK ZU FUSS ERKUNDEN
Die auf einer Insel gelegene Altstadt von Lübeck ist gut am inneren Ufer ihrer Wasserstraßen zu umwandern. Vom Holstentor, dem Wahrzeichen der Stadt, geht man zum Museumshafen. Zwischen Holstentor und Rathausmarkt liegt die aus Backstein erbaute Marienkirche. Durch die Breite Straße kommt man am Buddenbrook-Haus vorbei, wo einst Thomas Manns Familie wohnte. Über die Pfaffenstraße erreicht man die durch einen Garten verbundenen Günter-Grass- und Willy-Brandt-Häuser. Die Stadt ist stolz auf ihre drei Nobelpreisträger. In den oft noch kopfsteingepflasterten Straßen der Altstadt präsentieren sich wunderschön restaurierte Bürgerhäuser. Ein Blick durch die engen Gänge zu den Hinterhöfen lohnt sich: Viele dieser Häuser sind bereits restauriert. Die sehr schmalen Durchlasse sollten gewährleisten, dass im Todesfall auch aus den Innenhöfen die Särge würdevoll nach draußen getragen werden konnten.
Größe: 100 ha große Insel, umrundet von der Trave und Kanälen
Länge/Dauer: Einmal um die Insel ca. 5–6 km, Wanderung durch die Altstadt 1–2 Std.
Info: www.luebeck.de
26AUF DEM OSTSEERADWEG
Von Flensburg ganz im Nordwesten bis nach Usedom verläuft die Strecke des Ostseeradwegs. Sehr beliebt ist die rund 400 Kilometer lange Radtour von Lübeck bis nach Stralsund, die an stolzen Hansestädten vorbeiführt. Bei Bad Doberan können Heiligendamm sowie Kühlungsborn erkundet werden. Von Stralsund geht es dann über die Brücke hinüber auf die Insel Rügen oder an der Festlandküste weiter über die Städte Greifswald und Wolgast bis nach Heringsdorf. Der Ostsee-Radweg verläuft nicht durchgehend entlang der Küste, immer wieder macht man Abstecher ins Landesinnere. Der Bodenbelag ist unterschiedlich: Teilweise ist er sehr einfach zu befahren, teilweise eher anspruchsvoll. Die Strecke ist überwiegend asphaltiert, stellenweise verläuft sie aber auch über Platten, Verbundsteine, Sand und Schotter oder Kopfsteinpflaster.
Start-/Endpunkt: Flensburg/Insel Usedom
Streckenlänge: Insgesamt 1140 km
Höhenmeter: Ca. 300 Hm pro Tag (wenig Steigungen, auch für Kinder geeignet)
Info: www.auf-nach-mv.de/ostseekuestenradfernweg

27BADEFREUDEN BEI BOLTENHAGEN UND HEILIGENDAMM
Vier Kilometer langer weicher Traumstrand, sanfter Wellengang – auch für Knirpse ideal. Das Seeheilbad Boltenhagen hat eine lange Tradition, nach Heiligendamm ist es nämlich das älteste an der Ostsee. Am Dünenweg erinnern fünf Häuser an das ehemalige Fischerdorf (seit 1230!). Mit Seebrücke, Kurpark, Strandpromenade, urwüchsigem Wald und Steilufer samt Traumblick über die Mecklenburger Bucht ist es ein unerreichter Mix aus Naturstrand und Bad. In Heiligendamm öffnete 1793 das erste Badehaus. Mecklenburgs Herzog Friedrich Franz I. gründete das heute älteste Seebad Deutschlands, in dem renommierte Baumeister Logier-, Bade- und Gesellschaftshäuser errichteten. Das klassizistischprunkvolle Ensemble firmiert unter »Bäderarchitektur« und Heiligendamm kennt man als charmante »Weiße Stadt am Meer«.
Termine: Einige Strände sind als FKK- und Hundestrände ausgewiesen; bei Heiligendamm treffen sich die Galopper auf der 200 Jahre alten Ostseerennbahn.
Info: www.heiligendamm.info; www.boltenhagen.de
28SOWEIT DAS AUGE REICHT – FISCHLAND-DARSS-ZINGST
Weit und breit kann kaum etwas mit dem Panoramablick von der Aussichtsplattform des 35 Meter hohen Leuchtturms Darser Ort konkurrieren. Irgendwo südlich trennt die Landbrücke Fischland die Ostsee vom Saaler Bodden. Östlich zieht sich der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft bis Pramort – dort ist die einzigartige Küstenlandschaft des Zingst leicht zu erradeln und vor allem naturbelassen und geschützt. Auf der Landseite produzieren weite Brackwasserflächen die liebliche Boddenlandschaft aus Seen mit Salzgraswiesen und romantisch verwachsenen Uferregionen. Die traumhaften Radwege zwischen Born, Wieck, Prerow und Zingst gehen immer an den Stränden und nah am Wasser entlang. An der engsten Stelle des Fischlands bietet Wustrow kilometerweit Sandstrand und einen beschaulichen Ortskern.
Größe/Länge: 45 km lange Halbinsel an der Ostseeküste zwischen Rostock und Stralsund
Info: www.fischland-darss-zingst.de
29VERSTECKTES INSELPARADIES – POEL
Hinter dem Breitling-Damm leben 3000 Menschen, und 100 000 Vögel kommen zum Überwintern. Hier treffen sich Silberund Lachmöwen, Seeschwalben, Austernfischer und Sandregenpfeifer in ihrem Winterquartier. Poel ist die siebtgrößte deutsche Insel, dennoch überschaubar. Fern von Massentourismus und Lärm findet man weite Felder, grüne Wiesen, Küstenwald. Das Land, teils sanft gewellt, meist aber platt wie eine Flunder, ist ideal für Radtouren. Die Kirche steht noch im Dorf, und zwar im einzigen größeren, in Kirchdorf. Der Kohl auf den Feldern genießt die vielen Sonnenstunden. Der Gast auch – zu Wasser und zu Lande. Die Schiffstouren und Inselrundfahrten (bis Timmendorf) sind nicht zu toppen!
Größe: 36,24 km2
Info: www.poel.de
30BAUMWIPFELPFAD AUF RÜGEN
Auf dem 1250 Meter langen Pfad aus massiven Holzplanken bewegt man sich auf Augenhöhe mit den mächtigen Baumkronen uralter Buchen. Aus einer Höhe von 4–17 Metern gewinnen die Besucher einen ganz besonderen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Waldes. In der Mitte des Baumwipfelpfads ragt der 40 Meter hohe, einem Adlerhorst nachempfundene Aussichtsturm in den Himmel. Von dort kann man über den zehn Kilometer langen Strand von Prora und bei klarem Wetter bis Stralsund schauen. Mit etwas Glück erspäht man sogar Seeadler. Unterwegs sorgen auf dem Pfad Erlebnisstationen für Abwechslung. So kann man an einer Wasserpumpe eigenhändig nachempfinden, welche Kraft ein Baum aufbringen muss, um Wasser von den Wurzeln bis in die Krone zu schaffen.
Länge: Insgesamt 1,25 km
Max. Höhe: Turmhöhe: 40 m
Startpunkt: Ostseebad Binz/OT Prora
Info: www.baumwipfelpfade.de/nezr

31NATIONALPARK JASMUND AUF RÜGEN
Die Halbinsel ist ein Naturparadies mit Kreidekliffen und uralten Buchen. Der Nationalpark Jasmund ist zwar mit gut 3100 Hektar Deutschlands kleinster Nationalpark, kann sich aber rühmen, auf der Welterbeliste zu stehen: 2011 zeichnete die UNESCO ein 500 Hektar großes, ursprüngliches Buchenwaldgebiet auf seinem Areal aus. Der Nationalpark umfasst den mit dem Buchenwald bewachsenen Höhenrücken der Stubnitz nördlich von Sassnitz, einen 500 Meter breiten Wasserstreifen vor der Küste in der Ostsee und eine 200 Hektar große Fläche mit den ehemaligen Quoltitzer Kreidebrüchen, Mooren und Trockenrasen. Besonders reizvoll: die Kreidekliffe an der Küste, die am Königsstuhl 118 Meter aufragen. Wer sich für die Natur des Parks interessiert, kann an Wanderungen mit Rangern teilnehmen.
Dauer: Wanderungen unterschiedlicher Länge möglich, z. B. auf zwei Erlebnispfaden; Wandern mit den Rangern von Juni–Okt.
Info: www.nationalpark-jasmund.de
32NATUR- UND INSELJUWEL HIDDENSEE
»Wer hier war, hatte das Land verlassen, ohne die Grenze zu überqueren.« Gemeint ist das weit abgelegene Hiddensee zu DDR-Zeiten. Auf den Spuren des Protagonisten Ed Bendler in Lutz Seilers Roman »Kruso« führt der Weg nach Rügen und weiter zum Fährhafen Schaprode, von dort legt das Boot ab nach Kloster. Die putzige Kirche der kleinen Ortschaft auf Hiddensee gehörte von 1332 bis 1536 zu einem Zisterzienserkloster. Künstler und Schriftsteller ließen sich durch die idyllische Lage inspirieren. Von Kloster führt ein Pfad zum Leuchtturm an der Nordspitze. Und unten am Sanddornstrand stampfte Nina Hagen auf und schimpfte: »Du hast den Farbfilm vergessen, mein Michael. Nun glaubt uns kein Mensch, wie schön's hier war, ha-ha, ha-ha.«
Größe: 19 km2
Dauer: Wanderungen unterschiedlicher Länge möglich. Die obige Tour führt auch zum Gasthof »Zum Klausner« (www.klausner-hiddensee.de).
Info: www.seebad-hiddensee.de
33SONNENINSEL USEDOM
Durchschnittlich 1900 Stunden im Jahr scheint auf Usedom die Sonne und damit länger als irgendwo sonst in Deutschland. Kein Wunder, dass es seit jeher die Touristen in Scharen auf die Ostseeinsel zieht. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie zur »Badewanne der Berliner«, der breite Sandstrand erstreckt sich von Peenemünde im Westen bis ins polnische Swinemünde (winouj cie). Die Seebadtradition reicht allerdings noch weiter zurück, denn schon die preußischen Könige wussten die Schönheit der Insel zu schätzen. Den Glanz der alten Zeiten kann man in den Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin bewundern. Mehr Ruhe findet sich dagegen im 1999 gegründeten Naturpark Usedom.
Größe: 445 km2
Dauer: Wanderungen und Ausflüge unterschiedlicher Länge und Thematik möglich
Info: https://usedom.de
34ACTION IM WASSERSCHLOSS MELLENTHIN
Ein Horrorgeselle mit Knochengerippe springt aus dem Dunkel, ein Schrei, jemand packt deinen Arm – aber es ist nur der Chef selbst. »Heut ist hier Geisterabend!« Jan Fidora hat Schloss Mellenthin aus dem Dornröschenschlaf erweckt, sein Schlosshotel lockt mit Restaurants, Privatbrauerei, Kaffeerösterei, Bäckerei und Wellness. Aus der herrlich stillen Naturlage sind Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck in nur 15 Minuten zu erreichen, was das Wasserschloss Mellenthin aus dem 16. Jahrhundert mit seinem Aktivprogramm vor allem für Familien zu einem idealen Urlaubsstandort macht. Tagesausflüge ins polnische Swinemünde, nach Greifswald sowie zur Ostseestadt Stralsund samt Segelschulschiff »Gorch Fock« befördern ein täglich wechselndes Action-Programm.
Info: www.wasserschloss-mellenthin.de; www.auf-nach-mv.de
MECKLENBURGER SEENPLATTE
35DIE MECKLENBURGER RADTOUR
Rauf aufs Bike und los geht die Mecklenburger Radtour! Im Portfolio von Norddeutschlands größtem Radreiseveranstalter stehen mehr als 200 organisierte Radreisen entlang nationaler und internationaler Radwege in ganz Europa, speziell aber an den traumhaften mecklenburg-vorpommerschen Küstenlandschaften entlang, z. B. rund um Deutschlands größte Insel Rügen, auf der autofreien Insel Hiddensee sowie quer durchs Usedomer Inselland bis zur deutschpolnischen Grenze. Für bikende Wasserratten gibt es ein hervorragendes Routennetz auch außerhalb Meck-Poms, z. B. durchs »freie Land« zwischen dem ostfriesischen Emden und Papenburg sowie auf einer Nord-Ostsee-Kanal-Tour von Kiel nach Brunsbüttel und kombinierten Schiffs-/Radtouren zwischen Hamburg und Kopenhagen.
Länge/Dauer: Mehrtägige organisierte Touren
Startpunkt: Je nach Route
Höhenunterschied: Weitgehend fahrradgerechtes Gelände
Info: www.mecklenburger-radtour.de
36DIE MÜRITZ UND DAS LAND DER SEEADLER
Mit über 112 Quadratkilometern ist die Müritz der größte See, der vollständig auf deutschem Terrain liegt. Östlich davon umfasst der Nationalpark Müritz 320 Quadratkilometer mit Wäldern, Seen, Mooren und einzigartiger Flora und Fauna. Hier geben sich Seeadler und Kraniche die Ehre, gedeihen Schneidried, Wollgras und Weiße Seerosen. Als Landschaftspfleger »arbeiten« schwedische Fjäll-Rinder und Gotlandschafe. Unterwegs ist man hier auch mit der »Weißen Flotte Müritz«, die zwischen Rechlin/Hafendorf und Waren verkehrt. Die größte Stadt an der Müritz grenzt an weitere Seen und liegt eher im als am Wasser. Einblicke in die Seen verschafft das Müritzeum, ein Natur-Erlebnis-Zentrum mit Deutschlands größtem Süßwasser-Aquarium für heimische Fische.
Größe: Insgesamt 320 km2
Info: www.mueritz.de; www.mueritz-nationalpark.de

37BOOTSTOUR AUF DER MECKLENBURGER SEENPLATTE
Mit dem Hausboot geht’s durchs Seenparadies Müritz & Co. In Waren schiebt sich das Boot langsam in den Nationalpark Müritz hinein, der die aquatischen Landschaften Meck-Poms mit einer entrückten Natur und einem weit verzweigten Binnengewässersystem regiert. Mit rund 100 Seen und einer Unzahl an kleineren Gewässern umfasst allein die geschützte Region der Mecklenburgischen Seenplatte eine Fläche von 322 Quadratkilometern, was zwei Dritteln des gewaltigen Bodensees entspricht. See- und Fischadler, Eisvögel, Rallen, Schwäne und Reiher sind hier zu finden, Biber schlagen ihr Quartier auf, und am Kölpinsee in der Nossentiner Heide grasen Wisente. Das Wassersystem reicht bis zum Potsdamer Platz in Berlin!
Anmietung: Für 2–12 Personen
Voraussetzungen: Ohne Bootsführerschein möglich
Gesamtstrecke: Nach Routenplanung
Tagescharter: Möglich
Info: www.locaboat.com, www.nautal.de
38KANUTOUR AUF DER PEENE
Sich einfach mal treiben lassen – für die Erkundung des Peenetals im Osten Mecklenburg-Vorpommerns sollte man eine Kanutour in Erwägung ziehen. 85 Kilometer sind es vom Kummerower See bis zur Mündung der Peene in den Peenestrom östlich von Anklam. Da der »Amazonas des Nordens« auf der gesamten Lange nur 30 Zentimeter Gefälle aufweist, sind Wehre und Schleusen überflüssig, so eignet sich die Fahrt auch für Anfänger. Am ursprünglich bewachsenen Ufer hausen Biber, Eisvogel und Seeadler, und man passiert Überreste slawischer Burgen, von Wikingersiedlungen und Klosterruinen. Übernachten kann man im Zelt auf Wasserwanderrastplätzen am Fluss oder in Hotels oder Pensionen.
Dauer: Touren unterschiedlicher Länge möglich
Info: www.flussinfo.net; www.abenteuer-flusslandschaft.de; www.abenteuer-peenetal.com
39AUSSICHTSTURM MOOROCHSE AM PLAUER SEE
Im Naturschutzgebiet Nordufer Plauer See ragt direkt am Ufer des Plauer Sees der Aussichtsturm Moorochse auf. Seinen irritierenden Namen verdankt er der volkstümlichen Bezeichnung der Großen Rohrdommel, die hier ab und an zu sehen ist. Der Aussichtsturm ist ein beliebtes Ausflugsziel für Hobbyornithologen, denn neben der wunderbaren Landschaft kann man hier allerhand gefiederte Freunde beobachten. Mit dem Fernglas erspäht man Graugänse, Graureiher, Kraniche, Eisvögel, Bachstelzen und Kormorane, mit etwas Glück sogar See- und Fischadler. Vielleicht lassen sich dicht am Boden auch andere Tiere blicken, etwa im See badende Fischotter. Von der Naturparkverwaltung gelangt man auf einem Holzsteg durch mooriges Gebiet zum Aussichtsturm.
Lage: Am Nordufer des Plauer Sees gelegen, ist der Moorochse ein touristischer Anziehungspunkt des Naturparks Nossentiner-Schwinzer Heide.
Startpunkt: Alt Schwerin
Info: www.plau.de
40CASPAR-DAVID-FRIEDRICHBILDWEG
Die Klosterruine Eldena, den Marktplatz, den Hafen und Greifswalds charakteristische Silhouette mit den drei Backsteinkirchen: Das kennt man in aller Welt von den Bildern des berühmtesten Sohnes der Stadt. 1774 wurde hier in der heutigen Langen Straße Caspar David Friedrich geboren. Den Spuren des Romantikers folgt man zu Fuß, besser noch mit dem Fahrrad auf dem »Bildweg« von der ehemaligen Seifensiederei der Friedrichs durch die Hansestadt bis zur Endstation am Pommerschen Landesmuseum, das natürlich auch Friedrich-Bilder hütet. Unterwegs sieht man schöne Backsteingotik, die mächtigen Kirchen St. Nikolai, St. Marien und St. Jakobi, den Marktplatz mit dem dunkelroten Rathaus aus dem 13. Jahrhundert, historische Speicherbauten und eben die Klosterruine Eldena. Romantisch!
Dauer: An 15 Stationen erschließen sich Spaziergängern und Radlern wichtige Lebens- und Wirkungsorte des Malers.
Länge: Großer Rundgang 18 km, Rundgang in der Altstadt 1,5 km, vom Hafen zur Klosterruine 8 km
Startpunkt: Caspar-David-Friedrich-Zentrum
Info: www.caspar-david-friedrich-greifswald.de
41TIERGARTEN IVENACKER EICHEN BEI STAVENHAGEN
Seinen Namen verdankt der Tiergarten Ivenacker Eichen einer kultur- und naturhistorischen Besonderheit. Seine ungewöhnlich alten Eichen sind nicht die Reste einstiger Urwälder, sondern Zeugnisse der mittelalterlichen Landnutzungsform des Hudewaldes. Anhand von Jahresringmessungen schloss man, dass die bis zu 35 Meter hohen Bäume etwa 1000 Jahre alt sind. Das dickste Exemplar hat einen Stammumfang von elf Metern. In Hudewäldern hielten sich einst hohe Herren ihre Jagdtiere, in Ivenack war dies seit Ende des 17. Jahrhunderts Damwild. Heute leben die Tiere hier in (fast) freier Wildbahn. Aufregend wird es im Oktober und November, wenn die Brunft beginnt. Durch den Tiergarten führen Wanderwege, auf denen man den Wald und seine Bewohner erleben kann.
Dauer: Ganzjährig rund um die Uhr geöffnet
Startpunkt: Stavenhagen
Info: www.wald-mv.de; www.ivenacker-eichen.de
42PREBBEREDE, TELLOW UND ROSSEWITZ
Die Tour eignet sich hervorragend für einen Ausflug mit dem Auto, Radfahrer brauchen für die 40 Kilometer lange, hügelige Strecke eine gute Kondition. Los geht es morgens auf dem Gelände von Schloss Prebberede aus dem 14. Jahrhundert, zwischen Mecklenburger Schweiz und Recknitztal. Da es sich in Privatbesitz befindet, können das Schloss und die Marstallgebäude jedoch nur von außen besichtigt werden. Im Gutshaus Tellow mit seinem wunderschönen urwüchsigen Park samt Teich und vielen Gänsen lohnt sich der Besuch des Museums über den Agrarwissenschaftler Johann Heinrich von Thünen. Schloss Rossewitz steht im Sommer sonntags für geführte Besichtigungen offen.
Länge: Ca. 40 km
Info: www.schloss-prebberede.de; www.thuenenmuseum-tellow.m-vp.de; www.gutshaeuser.de
RUND UM HAMBURG, BREMEN UND HANNOVER
43SPAZIERGANG »UNTER WASSER« – ALTER ELBTUNNEL
Schon seit über 100 Jahren verbindet der Alte Elbtunnel die Landungsbrücken auf der nördlichen Elbeseite mit den Industrieanlagen und Schiffsterminals auf ihrer Südseite. Ursprünglich waren die beiden 426 Meter langen, gefliesten und gut beleuchteten Rohre für Werftarbeiter und Pferdefuhrwerke gedacht. Heute nutzen sie ausschließlich Spaziergänger und Radfahrer, um ans südliche Ufer der Elbe zu gelangen und von der Aussichtsplattform von Steinwerder den herrlichen Blick auf die Hansestadt zu genießen. Die Kacheln wie die Seestern- und Delfinreliefs folgen dem historischen Vorbild, die Lampen sind noch original. Für Fußgänger und Radfahrer ist die Benutzung der Treppen und Aufzüge kostenlos. Besonders schön ist der Spaziergang durch den Tunnel natürlich an den autofreien Wochenenden und Feiertagen.
Länge: 426 m
Startpunkt: Landungsbrücken; Fußgänger und Radfahrer gelangen über Fahrstühle in die Tiefe.
Info: www.hamburg.de/alter-elbtunnel
44BLUMEN UND WASSERLICHTSPIELE – PLANTEN UN BLOMEN
Wie ein großes L erstreckt sich der Park Planten un Blomen (Plattdeutsch für »Pflanzen und Blumen«) mit den Wallanlagen vom Dammtorbahnhof bis St. Pauli. Er ist berühmt für seine Blüten- und Wasserpracht, für das Schaugewächshaus mit Pflanzen aus den verschiedenen Klimazonen der Erde und seine vielfältigen Angebote: Es gibt eine Eislauf-/Rollschuhbahn, einen großen Spielplatz mit Bullerbergen zum Rutschen, Klettern und Verstecken, Wasserspiele und weitere Attraktionen wie Minigolf, Trampolin und Schachgarten. Man kann sich in Cafés stärken oder im Japanischen Garten meditieren. Große Stühle stehen bereit zum Klönschnack (Plaudern), zum Lesen oder um in der Sonne zu faulenzen. Zu den Wasserlichtkonzerten im Sommer picknickt das Publikum auf der Wiese.
Öffnungszeiten: Das ganze Jahr über geöffnet; der Eintritt in den Park und zu den Veranstaltungen ist frei.
Startpunkt: Eingänge zum Park liegen u. a. am Dammtorbahnhof, am Sievekingplatz, am Holstenglacis und an der U-Bahn St. Pauli.
Info: www.plantenunblomen.hamburg.de

45DAS HISTORISCHE HOLTHUSENBAD
In warmem Wasser schweben, auf großen Wellen schaukeln, saunen und sich im Spa verwöhnen lassen: Im Holthusenbad relaxen Korper und Seele. Hamburgs ältestes öffentliches Schwimmbad wurde 1914 als Warmbadeanstalt eröffnet. Heute versteht sich das charmante Traditionsbad als »Tempel für Badekultur« und lockt die Hamburger auch mit seiner schönen Architektur, seinen hohen gewölbten Decken und den Balkonen in der Therme. Im sprudelnden warmen Wasser kommt man ins Träumen, und im Wellenbad kann man sich austoben. Ein von Büschen gesäumtes, von innen beleuchtetes Außenbecken lockt mit 25 °C warmem Wasser die Schwimmer auch abends ins Freie. Verschiedene Saunen regen den Stoffwechsel an, zusätzlich gibt es Massagen und mehr.
Öffnungszeiten: April bis Oktober
Startpunkt: Anfahrt U1 und U3 bis Kellinghusenstraße
Info: www.baederland.de
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