Read the book: «Vom Licht ins Leben»

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Inhaltsverzeichnis

Der Anfang

Wie ich dazu kam, mich mit diesem Thema zu beschäftigen

Ein paar Definitionen zum besseren Verständnis

Seele und Tod im Spiegel der Kulturen

Über Zeit, Energie, Licht und Materie

Der Zeittunnel des Lebens

Die Entwicklung von Selbst und Bewusstsein

Vom Licht ins Leben

Die Seele und das Ego

Das Sterben

Der Raum des Todes

Die Nahtod-Erfahrung

Die zweite Phase im Raum des Todes

Mit Verstorbenen kommunizieren

Danke

Edit Engelmann

Eigene Romane/Essays/Bücher:

Quellenangaben

Bildnachweis

Eine Bitte


Impressum

ISBN 978-3-946723-64-6 (Printversion)

ISBN 978-3-946723-65-3 (E-Book)

Vom Licht ins Leben Der Kreislauf von Leben und Tod

Edit Engelmann

Coverfotografie: © Uschi Dreiucker, pixelio

Bildnachweis Innenbilder s. Seite 164

Gestaltung: Christine Goeb-Kümmel

Verlag: Begegnungen, Schmitten

www.verlagbegegnungen.de

Copyright 2020

1. Auflage

Gedruckt in Deutschland

Alle Rechte vorbehalten


Vom Licht ins Leben

Der Kreislauf von Leben und Tod

Edit Engelmann



Zum Menschsein gehört alles:

Das Licht und das Dunkel,

das Irdische und das Nicht-Irdische,

das Körperliche und das Seelische.

All dies verbunden durch die Macht

der bedingungslosen und kraftvollen Liebe.

Renate Fecher, Frankfurt/Bad Vilbel

Inhalt

Der Anfang

Wie ich dazu kam, mich mit diesem Thema zu beschäftigen

Ein paar Definitionen zum besseren Verständnis

Seele und Tod im Spiegel der Kulturen

Über Zeit, Energie, Licht und Materie

Der Zeittunnel des Lebens

Die Entwicklung von Selbst und Bewusstsein

Vom Licht ins Leben

Die Seele und das Ego

Das Sterben

Der Raum des Todes

Die Nahtod-Erfahrung

Die zweite Phase im Raum des Todes

Mit Verstorbenen kommunizieren

Danke

Edit Engelmann

Eigene Romane/Essays/Bücher:

Quellenangaben

Bildnachweis

Eine Bitte


Der Anfang

… In der Nacht hatte ich plötzlich Kreuzschmerzen wie nie zuvor in meinem Leben. So stark, dass ich am nächsten Morgen Schwierigkeiten mit dem Aufrechtgehen und -stehen hatte.

Am frühen Vormittag erhielt ich einen Anruf von meinem Bruder, in dem er mich darüber informierte, dass unsere Mutter sich in der vergangenen Nacht still und leise und vor allen Dingen selbstständig und ohne Begleitung und Hilfe – darauf hatte sie nämlich immer den größten Wert gelegt – aus dieser Welt verabschiedet hatte. Plötzlich und unerwartet, wie es immer so schön heißt. Sie war einfach nicht mehr aufgewacht und lag friedlich morgens im Bett als hätte sie sich für den ewigen Schlaf hingelegt.

Obwohl ich weiß, dass der Tod ein Anfang, aber kein Ende ist, war ich traurig. Traurig darüber, dass so viele Jahre vergehen werden, bis ich die Energie und Liebe meiner Mutter wieder direkt erfahren wer-de. Und doch war ich froh, dass ihr Übergang aus dem diesseitigen Leben einfach gewesen ist. Für den Rest des ersten Trauertages sah ich sie vor meinem geistigen Auge, so wie sie gewesen war, als ich zuletzt von ihr Abschied genommen hatte. Winkend, grinsend und ein wenig wehmütig, weil die gemeinsame Zeit schon wieder vorüber war und bis zum nächsten Besuch sicherlich einige Zeit ins Land gehen würde.

Am folgenden Tag jedoch änderte sich das Bild. Plötzlich, mitten am Tag, war nicht mehr die alte Frau vor meinen Augen, sondern ich sah eine junge Mittzwanzigerin in einem geblümten Sommerkleid mit langen im Wind wehenden Haaren, die sich lachend nach unhörbaren Klängen drehte. Meine Mutter. So frei, fröhlich und unbeschwert hatte ich sie noch nie gesehen. Sie winkte, bevor sie sich mit einer letzten Drehung in die Unendlichkeit verabschiedete. Ich glaube, ihre eigene Beerdigung hat sie schon nicht mehr erlebt. Da war sie schon längst mit etwas ganz anderem beschäftigt.

Und von mir hatte sie sich besonders intensiv verabschiedet. Wie hatte die Mama immer gesagt, wenn man ihren Befehlen nicht gleich nachkam: Sie tritt uns ins Kreuz. Diesen Tritt habe ich noch einmal gespürt – er war gar nicht falsch zu interpretieren.

Meine Schwägerin erzählte mir, dass bei ihr in derselben Nacht und zu derselben Zeit etwas in der Küche gepoltert hat – und zwar so sehr, dass sie aufstand um nachzusehen, denn sie vermutete, der Hängeschrank samt Geschirr wäre heruntergefallen. Es war alles ruhig. Auch sie interpretierte diese Geräusche als ›Mamas letzten Gruß‹.

Übrigens haben wir am Tag nach der Beerdigung beim Durchforsten von Unterlagen ein Bild von meiner Mutter aus Jugendtagen gefunden. Weder mein Bruder noch ich hatten dieses Bild je vorher gesehen. Es zeigte sie lachend in einem geblümten Sommerkleid …

Wenn sie so fröhlich und glücklich dort hinaufgestiegen ist, dann muss da doch etwas ganz Besonderes sein – dort auf der nicht-materiellen Ebene. Das war kein Ende gewesen. Sondern etwas ganz Wichtiges hatte für sie ihren Anfang genommen …

Genau diese Geschichte war die Initialzündung, die mich dazu bewog, mich mit dem Thema Leben und Tod zu beschäftigen. Es war meine Mutter, die mir diesen Gruß aus dem Jenseits schickte, als sie sich von mir verabschiedete, nur ein paar Tage nach ihrem Tod und noch bevor die Beerdigung stattfand.

Es war eine unglaubliche Erleichterung in meiner Trauer, als ich dieses Bild sah. Und nicht nur sah, sondern es fühlte. Fühlte, wie glücklich und beschwingt sie war und dass sie mich an diesen Schwingungen teilhaben ließ. Natürlich kam es mir anfangs merkwürdig vor. Und wie es nun eben so ist: Wenn man anfängt, sich mit einem Thema zu beschäftigen, tauchen plötzlich von allen Seiten Menschen auf, die in Resonanz sind und Informationen und Hilfe bringen. So ging es auch mir. Den ersten Büchern, die ich las, folgten die ersten Begegnungen.

Ich lernte eine Frau kennen, die im Diesseits sozusagen „Hängengebliebene“, die sich teilweise sogar als Poltergeister betätigten, in das Licht der Ewigkeit schicken konnte. Ihre Geschichten faszinierten mich – hauptsächlich, da ich auch einige der von den Geistern Heimgesuchten selbst darüber befragen konnte, die allesamt mit beiden Beinen auf der Erde und im Leben standen. Sie waren weder Esoteriker, noch versponnen, sondern einfach Menschen, die dies erlebt hatten. Die Dame – Renate Fecher – und ihre Geschichten werden im Übrigen in diesem Buch des Öfteren zitiert und zur Sprache kommen.

Schließlich nahm ich bei ihr aus Neugier und Interesse an einem Workshop teil: „Der Kreislauf von Leben und Tod“, aus dem ich im letzten Kapitel in diesem Buch berichte. Es eröffnete mir eine gänzlich neue Sichtweise. Er führte mir das vorher theoretisch Gehörte und Gelesene dann praktisch vor Augen. War ich vorher noch skeptisch, ob man mit Toten wirklich sprechen kann und ob deren Seelen weiter existieren, so war ich mir nach diesem Workshop darüber im Klaren, dass es so ist. Ich habe es ja selbst erfahren. Und je mehr und öfter ich selbst versuche, mich hineinzufühlen, umso mehr kann auch ich selbst wahrnehmen, wenn auch nicht in dem Maße wie Renate Fecher.

Je mehr ich mich damit beschäftigte, je näher ich dem Thema kam, umso empfindsamer wurde ich selbst.

Ich habe für mich und mein Leben viel dadurch gelernt, viel erfahren und habe eines ganz sicher verloren: die Angst vor dem Tod und was danach kommt. Ich hadere selten noch mit dieser Unsicherheit, warum ich eigentlich in menschlich-materieller Form auf dieser Erde weile. Was habe ich hier, was ich nicht als Seele schon hatte? Ist diese Erde ein Leidens- und Jammertal? Fragen, auf die jeder einzelne von uns sich selbst einen Reim machen und eine Antwort finden muss.

Dadurch, dass ich mich dazu entschloss, dem Thema Tod einen Raum im Leben zu geben, habe ich die Freude am Leben für mich selbst entdeckt. Nein, ich weiß immer noch nicht ›en Detail‹, was ich in dieser Inkarnation lernen soll. Vielleicht das Loslassen, denn diese Aufgabe hat sich mir schon öfter gestellt. Sicherlich soll ich alte und karmische Wunden heilen – auch in diesem Sinn ist viel bei mir passiert, seit ich offen dafür bin. Sicherlich aber trage ich inzwischen das untrügliche Gefühl in mir, dass das Leben gespielt werden will. Nur hier, in dieser grobstofflich-materiellen Umgebung, sind Erfahrungen und Gefühle möglich, die in feinstofflich-geistig-energetischer Form unerlebbar wären. Und ich habe Frieden damit gefunden, dieses Leben zu spielen in der Form und Art, die ich mir für dieses Mal als Inkarnationsvehikel ausgesucht habe: die Person Edit Engelmann.

Es sind die Freiheit und Zufriedenheit, die ich dadurch fühle, deshalb möchte ich meine Erfahrungen weitergeben. Sie sind der Grund für dieses Buch. Es soll eine Vorstellung davon vermitteln, dass es da noch etwas gibt. Dass „die Toten“ und „die Lebenden“ noch immer in derselben Welt sind, wenn auch auf verschiedenen Dimensionen des Seins. Das Buch möchte aufzeigen, welch wichtiger Moment der Tod im Leben des Menschen ist – und genau wie das Leben selbst jedes Mal wieder einmalig. Deshalb habe ich mich entschlossen, in diesem Buch die Theorie, so wie ich sie verstehe, zu Wort kommen zu lassen – aber auch berühmte Heiler, Schamanen und Wissenschaftler genauso wie Menschen, die über Erfahrungen berichten können, und auch meine eigenen Erlebnisse, die ich im Laufe der Jahre hatte, fließen mit ein, sind diese doch die einzigen, deren Wahrheitsgehalt ich bestätigen kann.

Dr. Stylianos Atteshlis, bekannt unter dem Namen Daskalos, der bekannte Wandler zwischen den Welten aus Zypern, sagte einmal: „Etwas wie den Tod gibt es nicht! Es ist ein Weitergehen des Selbst-Bewusstseins. Wenn wir die materielle Welt hinter uns lassen, findet eine Veränderung der Art und Weise, wie wir leben statt, doch diese Veränderung ist nicht der Tod unseres Selbst als Geist-Seele – es ist noch nicht einmal das Ende unseres Selbst als Persönlichkeit. Nach dem Hinübergehen findet sich der Betreffende in den psychischen Ebenen wieder, in ähnlichen Bedingungen (Umständen), wie sie auf der Erde waren. Er wird auf die gleiche Art und Weise fühlen und denken wie vorher, als er noch im materiellen Körper lebte. Die Fortsetzung ist für die meisten so nahtlos, dass sie anfangs noch nicht einmal bemerken, dass sie hinübergegangen sind. Das ist die Gnade Gottes.“

Also keine Angst. In diesem Kreislauf von Leben und Tod sind wir alle schon oft gestorben – und haben es glänzend überlebt.


Der Tod ist kein Abschnitt des Daseins, sondern nur ein Zwischenereignis, ein Übergang aus einer Form des endlichen Wesens in eine andere.

Wilhelm von Humboldt

Wie ich dazu kam, mich mit diesem Thema zu beschäftigen

Als Erstes durfte ich die Augen schließen und mit sachter Stimme führte sie mich zurück. Was habe ich gestern gemacht? Letzte Woche? Wie war es, als ich mein Schuldiplom erhielt? Der Tag der Einschulung?

Bis dahin waren es normale Erinnerungen. Nur plastischer und direkter als sonst. Während eine Erinnerung sonst eher zweidimensional ist, war diese intensiv fühlbar. Hören, fühlen, schmecken, sehen, riechen. Sie konnte wieder mit allen Sinnen erfasst werden und wurde nicht nur aus einem Speicher als Erinnerung abgerufen.

Jetzt ging ich zurück zum Zeitpunkt meines letzten Todes. Das sagt mir die Stimme, die ich schon längst nicht mehr als die meiner Freundin wahrnehme. Es hätte inzwischen die Stimme eines jeden Beliebigen sein können. Ich war auch nicht mehr neugierig oder gespannt, ob ich etwas zu sehen bekommen würde und wie so eine Rückführung denn wäre. Alles, was mich jetzt noch umfangen hielt, war Ruhe. Einfache, schlichte Ruhe. Stille. Da war nicht einmal mehr ein Gedanke, der sich verstohlen hereinzuschleichen versuchte. Ich folgte der Stimme.

Plötzlich kam eine Erinnerung, wie zuvor die an meine Schulzeit. Ich stehe in einem Wohnzimmer. Ich wusste einfach, dass ich es war. Ich bin ein Mann. Noch nicht alt. Vielleicht Mitte vierzig. Ich bin in einem hölzernen Haus. Es ist klein. Wenn man hereinkommt, ist man sofort im Wohnzimmer. Von dort geht eine Treppe nach oben. Am Treppenabsatz steht ein kleines Kind in einem weißen, bodenlangen Nachthemd. Sie hält etwas im Arm. Es ist meine Tochter. Rechts von der Treppe steht eine Frau in der Küchentür. Ihr Gesicht kann ich nicht sehen. Im Gegenlicht wirkt sie wie ein dunkler Schatten. Sie steht bewegungslos da und schaut zu mir herüber.

Szenenwechsel.

Jetzt liege ich im Wasser. Mit dem Gesicht nach unten. In meinem grauen Wollanzug schwimme ich oben auf dem breiten Fluss. Ich bin ein Fährmann. Die Stange halte ich noch in der rechten Hand. Ich sehe mich selbst von oben. Angst habe ich keine. Ich bin ganz ruhig und schaue neugierig auf meinen Körper, der vom Strom weitergetragen wird.

Zwei riesige Vögel kommen, greifen mich unter den Armen und ziehen mich nach oben weg. Ich will nicht mit. Ich will erst noch sehen, was mit dem schwimmenden Mir passiert. Aber die Vögel nehmen mich mit. Ich schaue nach hinten rechts und links, um die Vögel zu sehen. Ein violetter Schein schimmert um sie herum. Sie sind stark und mächtig. Sie fühlen sich gut an. Sie halten mich warm und fest. Auf einmal verstehe ich. Ich bin tot. Gestorben. Dort unten ist nur noch mein Körper, der Körper des Fährmanns, der davon treibt. Während ich selbst woanders hingehe.

Die Vögel tragen mich bis zu einem Tunnel und ziehen mich dort hinein. Der Tunnel ist dunkel und ich habe ihn schnell passiert. Die Vögel, die mich zum Tunneleingang brachten, sind nicht mehr da. Ich bin allein. Allein in einem unglaublich großen, schwarzen Raum. Alles ist leer. Einfach ein riesiges, großes, seltsamerweise quadratisches Nichts unendlichen Ausmaßes. In einer Ecke ist eine Gruppe mit drei hellen und mehreren dunklen Gestalten. Sie haben Angst und kauern dicht aneinander. Sie wollen, dass ich zu ihnen komme. Aber ich will nicht. Ich kenne diese Gestalten von irgendwo. Ich mag sie. Sie tun mir so unendlich leid, wie sie dort stehen und leiden. Ich wünschte, ich könnte ihnen helfen. Aber ich weiß, dass ich mich nicht zu ihnen stellen will. Es geht doch weiter. Zu einem schöneren Ort. Ich versuche, sie zu überreden mitzukommen. Aber sie wollen nicht. Ich bekomme nicht einmal eine Antwort. Sie schauen mich nur angstvoll aus großen schwarzen Augenhöhlen an. Ich lasse sie dort. Wende mich ab. Gehe weiter.

Szenenwechsel

Ein Baum. Dort steht ein riesiger Baum. Ein dicker Stamm und ein unglaubliches Astgewirr. Es ist wohl Winter, denn der Baum trägt keine Blätter. Jetzt kommt ein strahlendes Licht hinter dem Baum zum Vorschein, was stärker und stärker scheint. Es ist ein gleißendes Licht. So hell und fluoreszierend habe ich es noch nie gesehen. Es wärmt nicht, aber es fühlt sich unglaublich wohl und gut an. Ich fühle – ich weiß – ich bin wieder zu Hause.

So erlebte ich meine eigene, erste kurze Rückführung, die dem Workshop zum Leben und Tod vorangestellt war. Oh ja, es war wie eine Art Fernsehen, aber mit Gefühl und Geruch und interaktiver Teilnahme. Es war beides gleichzeitig: mitspielen und sich selbst von außen zusehen. Seitdem habe ich noch einige dieser Erfahrungen mit mir selbst und Welten und Leben in kurzen Flashbacks oder längeren Wachträumen erleben dürfen.

Als ich vor diesem Baum stand mit dem aufgehenden Licht, wusste ich, ich war zu Hause. Einfach nur noch eintreten und dann ist alles gut. Ein Gefühl, das noch viel intensiver war, als wenn man nach einem knirschenden Winterspaziergang, bei dem die Kälte sich schon in die Knochen bohrt, die Wohnungstür aufschließt mit einer großen Tasse heißen Kakaos vor Augen. Es war zusätzlich noch das warme und beglückende Wissen, dass alles, was man will und braucht, dort ist und nur darauf wartet, dass man eintritt. Natürlich weiß ich nicht, wie es dort aussieht und ob dort wirklich ein Baum steht. Vielleicht steht dort auch nur einer für mich, weil das eben meine eigene persönliche Allegorie ist, wie ich nach meiner letzten Inkarnation wieder ins Licht gegangen bin.

Was aber habe ich gesehen und wo bin ich gewesen, als ich als Seele des Fährmanns mein letztes Leben verlassen habe? Was waren die Vögel? Wer waren diese Gestalten, die ich in dem schwarzen Raum vorgefunden habe? Was war dieser schwarze Raum überhaupt? Erleben das alle so? Wenn ich mich daran zurück erinnern konnte, können alle anderen das auch? Meine Großmutter hatte von Licht gesprochen, kurz bevor sie starb, mein Großvater hingegen von Wasser. Erlebt jeder in diesem Moment etwas anderes?

Im Zusammenhang mit dem Tod gibt es Fragen über Fragen. Leider trauen sich nur die wenigsten, sich auch damit zu beschäftigen. Der Tod ist tabuisiert und wird beiseitegeschoben, so lange es geht. Trotz aller Bemühungen: Abschalten lassen sich die Gedanken nicht. Während des gesamten Lebens gibt es immer wieder Momente, die uns direkt oder indirekt mit dem Tod konfrontieren und zwingen, uns mit dem Thema auseinanderzusetzen. Immer wieder beim Tod von Angehörigen, Haustieren, Nachbarn, bei Unglücken, über die in Zeitungen berichtet wird. Wenn wir es zulassen, macht es uns nachdenklich und wir sinnen darüber nach: Wie ist das Sterben wirklich? Kommt etwas danach, wie es viele Religionen und Mythen erzählen? Gibt es eine Reinkarnation? Gibt es mehr als ein Leben? Was passiert nach dem Tod? Wie ist das Leben – oder Sein – nach dem Tod? Wie schlimm ist Sterben? Was sind Seelen? Was ist Bewusstsein? Was sind Geister?

Fragen über Fragen und vermeintlich wenig konkrete Antworten.

Menschen, denen ein Blick ins Totenreich erlaubt war, gibt es seit Urzeiten. Schamanen, Heilern, Hohepriestern und Hellsehern wird diese Fähigkeit nachgesagt. In der heutigen Zeit heißen sie zudem Medien, Parapsychologen, mediale/geistige Heiler oder Lebensberater. Über alle wurde gerade in den letzten zweitausend Jahren viel Spott ausgeschüttet, von drastischeren Methoden wie Verbrennungen und Inquisitionen einmal abgesehen. Vor niemandem hatte die Menschheit aber auch so viel Respekt wie vor ihnen – positiv wie negativ.

Seit den 1980er Jahren erleben die alten Denkweisen und Lehren eine Renaissance. Neben frühen schriftlichen Quellen und einem neuen Verständnis dafür, erweisen sich z. B. Schamanen indigener Völker als Hüter der Schätze des alten Wissens. Erst seit jüngerer Zeit wird dieses Wissen gemäß den Beschlüssen der Ältesten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Immer mehr Informationen, immer mehr Wissen der Naturreligionen kommen wieder ans Licht. Alte Völker brechen erstmals ihr Schweigen, neue Beweise aus alten Zeiten tauchen auf und werden in viele Sprachen übersetzt. In unserem digitalen Zeitalter mit seinem vielfältigen Informationszugang sowie globalen Reisemöglichkeiten findet das Wissen, das vor Tausenden von Jahren an anderen Punkten der Erde Realität und Glaube war, eine breite Schicht dafür offener Menschen. Das alles schafft nicht nur Wissen, sondern auch Bewusstsein.

Ich selbst bin mit der Welt „des Schamanismus“ in Kontakt getreten, als ich die Möglichkeit hatte, einige Zeit bei einem Stamm der indigenen Völker Nordamerikas zu verbringen. Die Tohono O‘Odham leben in der Wüste Arizonas zwischen Tucson und Phoenix in kleineren Siedlungen. Ich war beeindruckt, mit welcher Selbstverständlichkeit sie mit der Natur und den Dingen des Lebens umgehen. Jetzt soll dieses Buch natürlich kein Plädoyer für die natürliche Lebensweise der „Natives“ werden, obgleich ich der Meinung bin, wir alle könnten uns davon nicht nur dünne Scheibchen abschneiden. Vielmehr möchte ich die Verständlichkeit reflektieren, die sie dem Tod von Lebewesen gegenüberbringen. Ich glaube, dass ich dort, ähnlich wie bei dem Tod meiner Mutter, wichtige Dinge ganz nebenbei gelernt habe.

„Ein jedes Lebewesen hat das Recht, seinen Tod in Ruhe und auf seine Art zu erleben“, ermahnte ein Stammesmitglied meinen kleinen Sohn, der sich über einen halbtoten Vogel beugte, um ihn genauer zu untersuchen. Liebevoll zog er ihn zur Seite, während er ihm beschrieb, dass der Vogel nunmehr in ein anderes Reich ginge, wo er ihn dereinst, wenn seine Zeit gekommen sei, wohl wiederfinden wür-de.

Auf meine Frage zum Thema Leben und Tod und Seelen und Geist, reichte man mir wortlos den ersten Band von Carlos Castanedas Erzählungen über Don Matus. Manche halten es für Belletristik. Mir erzählte man dort, man habe Castaneda gekannt. Er wäre in dieser Gegend unterwegs gewesen. Sie waren davon überzeugt, dass die Bücher des Anthropologen authentisch waren.

„Wenn Du einen Schamanen treffen willst, um eine Lösung für Deine Probleme zu erbitten“, sagte mir ein Freund auf meine Frage hin, „kann ich Dich gerne mit einem bekannt machen. Aber bedenke, was auch immer er machen wird, wird Auswirkungen auch auf Dein Leben haben. Alles ist Eins und hängt miteinander zusammen. Die Folgen treffen auch immer Dich.“

Ich entschied mich daraufhin, die Hilfe eines Schamanen nicht in Anspruch zu nehmen, und aus der Reaktion meines Freundes konnte ich sehen, dass es die richtige war.

Natürlich hat mich dieser Aufenthalt in meiner Neugier bestärkt, als ich wieder zurück in Europa war. Ich nahm sogar an einem Workshop über schamanisches Reisen teil. Veranstaltet von der Foundation for Shamanic Studies fand ich es unglaublich, wie einfach es war, von der Wirklichkeit in die „Nicht-Wirklichkeit“ abzugleiten und doch im Hier und Jetzt verankert zu bleiben.

Seit ich dies einmal gelernt habe, möchte ich die Technik in meinem Leben nicht mehr missen. Ich lege mir oft die Trommel-Musik auf und reise dazu in die Gefilde, in denen mein Krafttier auf mich wartet. Manchmal, weil ich eine Frage habe, manchmal aber auch einfach nur, um dort einen Bummel zu machen und mich an meiner persönlichen Quelle zu erfrischen. Manchmal reise ich in die oberen Welten und begegne dem Wesen, von dem ich glaube, es ist mein Höheres Selbst. Sie – ich glaube, es ist eine Sie, ihrem Gesicht und ihrer Kleidung nach zu urteilen, aber sie kann genauso gut auch geschlechtslos sein – ist immer für mich da und ich kann Probleme bei ihr abladen oder mit ihr besprechen.

Der guten Ordnung halber möchte ich hier darauf hinweisen, dass ich keinesfalls schamanische Fähigkeiten habe oder mich gar als Schamanin bezeichne. Ich habe gelernt, zur Trommel mental zu reisen, nicht mehr und nicht weniger. Eine Ausbildung ist sehr spezifisch und intensiv und dauert meines Wissens mit Sicherheit viele Jahre. Ich persönlich würde daher von „Wochenend-Schamanen“ und ihren Angeboten Abstand nehmen.

Im weiteren Verlauf des Buches werde ich auch von Bewusstseins- oder Traum Reisen sprechen, von denen ich auch einige gemeinsam mit einem Mental-Coach und Psychologen unternommen habe. Sie lesen die Geschichten, die ich auf meinem Weg, hinter die Kulissen zu blicken, erfahren, sehen oder mitunter sogar genießen durfte und woraus sich mein persönliches Weltbild über Leben, Tod, Geist, Seele, Bewusstsein und dem inkarnierten Mensch-Sein gebildet hat, das ich hier mit Ihnen teilen möchte.


Wenn du stirbst, bist du vollkommen glücklich und deine Seele lebt irgendwo weiter. Ich habe keine Angst zu sterben. Vollkommener Frieden nach dem Tod, jemand anderes zu werden ist die beste Hoffnung, die ich habe.

Kurt Cobain

Ein paar Definitionen zum besseren Verständnis

Immer mehr Menschen wollen sich selbst entdecken und nutzen alte Techniken, die ihnen helfen, ihr Bewusstsein zu schulen. Sie beschäftigen sich spirituell und wollen ihre eigene Spiritualität kennen- und leben lernen. Wie man an der Geschichte der Menschheit sieht, war es die Spiritualität, die die Evolution des Menschen nicht nur begleitet, sondern maßgeblich geprägt hat: von den Schriften des Sanskrits bis in die heutige Zeit. Nicht wenige dieser wichtigen Schriften, wie zum Beispiel die Bibel, sind die Lebensberichte von einzelnen Individuen, die einen besonderen spirituellen Weg beschritten haben, mitunter sind sie wie der Koran sogar von diesem Einzelnen, in diesem Fall Mohamed, selbst verfasst und aufgeschrieben.

Nachdem wir uns in den letzten zweitausend Jahren vornehmlich auf die Erschaffung materieller Güter konzentriert haben und die Spiritualität in großen Zügen ins Reich der Mystik, Magie und des Hexentums verbannt haben, schwingt das Pendel jetzt wieder zur anderen Seite aus. Wir fangen an zu begreifen, dass das Materielle doch nicht alles ist und dass es da mehr gibt zwischen Himmel und Erde, als sich das Menschlein erträumen kann. Wir suchen wieder Kenntnisse und Erfahrungen aus erster Hand, wollen sie selbst machen und verstehen lernen. Mit anderen Worten: Wir wollen unser Bewusstsein erweitern.

Bevor wir uns wieder dem eigentlichen Thema von Diesseits und Jenseits zuwenden, ist hier doch die richtige Stelle, um zuvor ein paar Begrifflichkeiten zu definieren, über die wir im Laufe des Buches immer wieder stolpern werden.

Der Mensch besteht, so heißt es allenthalben, aus Körper, Geist und Seele. Wobei sich viele nicht so ganz schlüssig sind, was denn nun Geist und was Seele ist. Gehen wir sogar noch einen Schritt weiter: Wir haben nicht nur diese Trinität aus grobstofflichem Körper (Materie), psychischem Leib (Geist) und noetischem Leib (Seele), sondern wir haben zusätzlich noch das Ego und somit kein Trio, sondern ein Quartett, was wir durch das tägliche Leben tragen. Und wenn wir jetzt auch noch das Bewusstsein dazuzählen, dann gibt es in uns drinnen ganz schön viele Aspekte, die alle unter einen Hut gebracht werden wollen, wenn wir ein harmonisches und selbsterfülltes Leben anstreben. Alles zusammen macht unsere „derzeitige Persönlichkeit“ aus.

Bewusst habe ich in diesem Buch darauf verzichtet, einen Unterschied zwischen Bewusstsein und Bewusstheit zu machen. Viele versuchen, diesen Unterschied in der einen oder anderen Form zu definieren, und dennoch wird es so unterschiedlich dargestellt, dass man glauben könnte, jeder hat seine eigene Vorstellung davon und etwas allgemeingültig Anerkanntes gibt es nicht. Wie will man auch etwas definieren, das weder sichtbar noch messbar oder greifbar ist, im besten Falle „nur“ fühlbar.

In meinen Augen gibt es also ein großes, universelles Bewusstsein – das ist, wo alles eins ist, wo alles beginnt, wo alles endet, wo es weder Zeit noch Raum gibt. In diesem Buch bezeichne ich es auch als Lichtraum der Ewigkeit. Gleichzeitig existiert Bewusstsein aber auch hier auf unserer Ebene der Realität. Christof Koch vom Allen Institute for Brain Science drückte es so aus, dass unser menschliches Bewusstsein ein Teil des Bewusstseins des Universums ist. Yogi, spirituelle Meister und Weisheitslehrer gleichermaßen sind davon überzeugt, dass wir alle in diesem universellen Bewusstsein leben, ob wir es wissen oder nicht. Durch dieses Bewusstsein ist alles Leben miteinander und mit dem Universum verbunden. Es durchzieht oder bildet die Grundlage von beidem: der Ewigkeit und der beschränkten Zeit unseres Lebens. Das Bewusstsein ist sozusagen bildlich gesprochen das Zuhause unserer Seele. Von dort kommt und inkarniert sie. Damit sind und bleiben wir, wenn wir uns auf Seelenebene betrachten, immer Bewusstsein. Es gibt sehr unterschiedliche Traditionen wie Yoga, Zen-Buddhismus oder Sufi, die sich auf praktische Weise einer Verfeinerung der Wahrnehmung und des Bewusstseins widmen. Tatsache ist, dass es jedem möglich ist, eine Verbindung mit diesem Bewusstsein zu erreichen. Dummerweise erkennen wir das in unserer menschlichen Inkarnation nicht notwendigerweise, sondern haben uns sehr daran gewöhnt, einer anderen – sehr menschlich individuellen und oftmals egoistischen – Betrachtungsweise unseres Daseins zu folgen.

Ich persönlich habe mich für die Bewusstseinsreise entschieden, um mit mir selbst in Kontakt zu kommen. Sicher gibt es noch eine Vielzahl anderer Methoden. Aber es bleibt ja jedem selbst überlassen, ob und wie er diesen Zugang zu sich selbst finden will. Das Interessante an Bewusstseinsreisen – und in diesem Oberbegriff möchte ich auch die mentale schamanische Reise einbeziehen – ist, dass ich sie nicht steuern kann. Ich versenke mich nur in die Meditation und lasse die Bilder kommen; wenn ich dazu Gelegenheit habe, nehme ich gern die Hilfe eines befreundeten Mental-Coaches oder Psychologen in Anspruch. Beide sagten mir unabhängig voneinander und trotzdem übereinstimmend, dass aus dem Unterbewusstsein, wo die Seele ja auch zu Hause ist, nur die Bilder gezeigt werden, die man zum jeweiligen Zeitpunkt auch im Bewusstsein und in der Wirklichkeit verarbeiten kann. Diese Bilder können sowohl aus realen Quellen stammen, also etwas, was man vorher schon einmal gesehen hat, oder auch komplett aus dem Reich der Fantasie kommen. Von daher solle ich mir keine Sorgen machen und gegebenenfalls auch nicht unnötig darüber grübeln, wenn mir gezeigte Bilder oder Sequenzen unverständlich bleiben. Mein Zusammenspiel von Geist/Seele/Körper wüsste schon etwas damit anzufangen.

Auf einer meiner Bewusstseinsreisen – wir sprachen genau über dieses Buch, und ich reflektierte darüber in meiner abendlichen Meditation – hatte ich einmal das Bild eines Spinnennetzes. Ich sah eine unendliche Vielzahl an Wesen, Tiere, Berge, Bäume, Menschen, alle waren mit Spinnweben miteinander verbunden. Wenn sich eines davon bewegte, setzte es das ganze Netz in Bewegung. Diese Reisen sind ja immer sehr gefühlsintensiv – gerade für mich, die ich im wirklichen Leben eher zu den Kopfgesteuerten gehöre, ist es etwas Besonderes, Gefühle so intensiv erfahren zu können. Bei diesem Bild war es ein wirkliches Gefühl des Verbundenseins, des Wissens, dass man mit jeder kleinen Bewegung einen ganzen Apparat in Bewegung setzt und welche Verantwortung das bedeutet.

Und ich spürte die Liebe, mit der ich diese Bewegungen im Netz machen sollte, um andere damit nicht zu verletzen. Gleichzeitig war es für mich die einfachste Darstellung des „Alles-ist-Eins“. Und wie es oft so ist, wenn einem Gedanken Bilder in den Kopf setzen: Seitdem denke ich wirklich verstärkt darüber nach, wen ich wohl mitberühre im Spinnensetz, wenn ich irgendwelche Aktivitäten in Gang setze oder Entscheidungen treffe.

Einfach ausgedrückt ist die Seele der göttliche Funke, unser unsterbliches Sein in einem ätherischen, energetischen Zustand, eine Essenz unsterblichen Bewusstseins, das wir aus dem Lichtraum der Ewigkeit in diese Inkarnation mitgebracht haben und auch wieder mit zurücknehmen. Sie stammt aus dem großen, universellen, göttlichen, absoluten Bewusstsein – wie auch immer man es nennen mag. Schon bevor sie inkarniert, hat die Seele sich einen Plan zurechtgelegt, was sie auf der Erde als Mensch erfahren möchte.

Inkarniert im Menschen ist sie zwar immer noch Bewusstsein, „vergisst“ aber alles – das Woher und Warum –, um den geplanten Lebensplan leben zu können. Gewöhnlich verhält sie sich ziemlich zurückhaltend und meldet sich selten lautstark und direkt von selbst – und gewöhnlich nur, wenn ihr die Diskrepanz zwischen unserem Leben im Menschsein und ihrem ursprünglichen Lebensplan zu groß wird. Dann macht sie sich verstohlen oft nur durch Krankheiten physischer und psychischer Art bemerkbar.

Krankheiten können also letztendlich ein Zeichen sein, dass die Seele mit Macht versucht, uns etwas zu sagen. Viele Metaphern im täglichen Sprachgebrauch bringen diesen Umstand zum Ausdruck. Unfälle und Krankheiten sind zumeist ein Zeichen dafür, dass die Seele schon viel zu lange mit etwas nicht einverstanden war. Es gilt herauszufinden, was das sein könnte und es zu ändern. Erst dann ist übrigens auch die Krankheit besiegt und nicht nur das Symptom bekämpft.

Da die Seele so zurückhaltend und rücksichtsvoll ist, ist sie natürlich auch sehr empfindsam. Auf Traumata reagiert sie mit Rückzug, und damit dieser auch vollständig ist, verschließt sie die Erinnerung mitunter so gut, dass man als Mensch bewusst gar nicht mehr daran kommt. Man hat ein Erlebnis komplett vergessen. Indigene Völker sagen, dass dann ein Teil der Seele verlorengegangen ist. Und das bleibt er auch, wenn man ihn nicht irgendwann wieder integriert. Dies kann durch eine Seelen-Rückholung geschehen, aber auch, wie bei mir, unbeabsichtigt auf einer Bewusstseinsreise:

Das Gesicht des Löwen – eines wahren Königs der Löwen. Groß und gewaltig. Ein Riesenlöwe. Leise frage ich: „Warum treffe ich dich?“ Er schaut mir tief in die Augen und ich versehe: Ich soll wieder lernen zu brüllen. Dann nimmt er mich an die Hand und geht mit mir zu einem Felsen. Wahrscheinlich hat sich diese Szene aus „König der Löwen“ bei mir so festgesetzt, dass ich sie jetzt als Bühne in diese Traumreise einbaue. Auch dieser Gedanke flatterte aus der Realität mit hinein.

Jedenfalls sitze ich zusammen mit dem Riesenlöwen auf dem Felsen, meine Beine baumeln über dem Abhang und ich brülle. Ich brülle immer wieder. Im Einklang mit dem Löwen. Laut und aus vollstem Herzen. Ich fühle, wie gut mir das tut. Es ist so schön und frei, und ich fühle mich rundherum wohl. Jetzt weiß ich auch, warum ich den Workshop für das Obertonsingen besucht habe. Auch dort ging es um das Öffnen der Stimme und das Brüllen.

Dann zeigt er mit das Tal. Das alles ist Macht, begreife ich. Macht ist nicht Macht ausüben über etwas, Macht ist etwas machen, frei und offenen Herzens machen können. Das ist das Wichtige, was es zu verstehen gilt. Es ist die Kraft, die in mir steckt und mich ermächtigt, mein Leben zu machen. Ich soll einmal laut brüllen. Ob ich das verstanden habe? Er schaut mir in die Augen.

Er ist nicht unfreundlich, aber auch nicht ganz lieb. Zur Macht braucht man Mut. Ich fühle mich unbehaglich. Mein Herz schmerzt plötzlich. Ich habe Angst. Weiß aber nicht, wovor und warum. „Was bedeutet das?“, frage ich ihn. „Zeige es mir bitte.“

Das Bild der Wüste und des Felsen verschwindet. Vor meinen Augen taucht ein Affenschädel auf. Sieht irgendwie auch „König der Löwen“-mäßig aus. Der Film muss mich ja wahnsinnig beeindruckt haben. Was will der Affe mir sagen?

„Was hast Du mit Mut zu tun?“, frage ich ihn. Ich habe keine Angst vor dem Affen. „Zeig mir Affe, was es mit der Angst zu tun hat.“ Mein Herz schmerzt immer stärker. Die körperlichen Symptome einer Angst stellen sich jetzt physisch bei mir ein. Ich atme schwerer. Noch immer weiß ich nicht, woher diese Angst kommt. „Zeig es mir, Affe. Zeig mir den Grund für die Angst.“

Der Affe greift sich an seine Nase – und zieht nach oben über die Stirn hinweg eine Maske ab. Langsam. Darunter ist noch eine Maske. Auch die zieht er herunter. Wieder eine Maske. Er zieht sie ab, diesmal schneller. Masken um Masken erscheinen. Immer schneller zieht er sie ab. Endlich wirft er die letzte auf den Boden. Was kommt dahinter zum Vorschein? Nichts. Der Affe ist verschwunden.

Die Angst sind Masken, hinter denen nichts ist. Sie kommt in den unterschiedlichsten Masken, mal heiter, mal froh, mal düster, mal horrormäßig. Aber es sind immer Masken, Verkleidungen. Dahinter ist nichts.

„Was hat das mit mir zu tun, liebe Masken?“ Du musst begreifen, dass hinter der Angst nichts ist. Es verinnerlichen. Dann müsste der Herzschmerz aufhören.

„Tut er aber nicht“, rufe ich in das Bild. „Woher kommt diese Angst dann?“ Ich möchte sie loswerden. Ich möchte das nicht mehr fühlen. Diesen Krampf im Magen, diesen rasenden Puls. Immer wenn ich in Situationen gerade, wo ich Menschen nicht kenne, wenn ich alleine in einem Raum Unbekannter stehe. Von wegen Small Talk und Zugehen auf Menschen. Ich ersticke in diesen Moment in Angst.

Wusch! Wie mit einem Wisch sind die Masken verschwunden. Dort steht ein kleines Mädchen. Blond, mit zwei Zöpfen, einem roten Kleid und grauen Strumpfhosen. Ich. Ungefähr 6,7 oder 8 Jahre alt. Das war die Zeit als ich aufgehört habe zu brüllen wie der Löwe. Das war die Zeit, als ich meine Kraft eingepackt und mich nicht mehr getraut habe, mich zu äußern, meine Meinung kund zu tun, für mich einzustehen. Stattdessen habe ich geschluckt. „Warum war das so?“ Auf diese Fra-ge erhalte ich keine Antwort. Es wird also wohl nicht wichtig sein, dass ich den Anlass kenne.

„Kann ich jetzt wieder brüllen?“ Vielleicht nicht gleich, aber ich kann es sicherlich lernen. Ich nehme das kleine Mädchen in den Arm. „Komm wieder zu mir.“ Plötzlich wird mir bewusst, dass hier gerade eine Seelenrückholung stattfindet. Ein Teil meines Selbst, der sich vor langer Zeit abgespalten hat, kommt zu mir zurück. Wenn es denn wirklich will. Um wieder brüllen zu können, brauche ich dieses kleine Mädchen in mir.

„Wie kann ich Dich wieder integrieren?“ Vor meinem geistigen Auge erscheint ein Baobab, einer dieser afrikanischen Riesenbäume mit den unendliche vielen Ästen. Er öffnet von selbst seine Rinde, so dass ich eintreten kann. Von drinnen sehe ich das kleine Mädchen draußen stehen. Es ist nicht mit hinein gekommen. Ich knie mich an die offene Rindentür und lade es ein, strecke meine Hände nach ihm aus. Und ja, ich kann fühlen, wie ich dieses kleine Kind liebe und wie gern ich es wieder bei mir haben möchte. Zögerlich kommt es näher. In dem Moment, wo es in den Baum tritt, verwandelt es sich in lauter bunte Frühlingsbänder, die sich durch den gesamten Stamm des Baumes bis in jeden Ast hinauf züngeln. Auch ich selbst bin plötzlich ein wuseliger Haufen bunter Bänder. Wir verschlingen uns ineinander, probieren einander aus. Es ist als ob wir beide es wollen, aber einander noch nicht recht vertrauen können. Es braucht Zeit, brummt der Baobab. Gewöhnt euch aneinander – auf dieser Ebene und im richtigen Leben. Das Bild entschwindet. Ich bin nicht mehr Teil des Baumes, sehe ihn und seine Umgebung in der Unendlichkeit verschwinden.

Langsam tauche ich wieder auf – komme aus der Traumzeit der Meditation zurück in die Wirklichkeit. Ich habe einen Teil meiner Seele wieder. Es wird wohl spannend, was jetzt in der Wirklichkeit, der Realität des Lebens passieren wird. Ich stehe auf. Mein Herz schmerzt noch immer. Auch jetzt hier in der Wirklichkeit. Ich versuche mich an das Mädchen zu erinnern, zu fühlen wie sie bei mir ist. Hat sich meine Empfindung gegenüber der Macht, der Kraft und der Angst geändert? Im Moment ist es noch nicht zu ergründen. Es braucht Zeit.

Der Geist ist einerseits eine Anzahl kognitiver Fähigkeiten, die wir bewusst oder unbewusst einsetzen, um die Erlebnisse und Erfahrungen auf unserem Lebensweg zu beurteilen, Entscheidungen zu treffen und die nächsten Schritte einzuleiten. Doch den Geist nur als das Kognitiv zu bezeichnen, greift zu kurz. Jeder Gedanke erzeugt unweigerlich, wahrnehmbar oder unbewusst bleibend, eine dazu entsprechende Emotion, die im Anschluss eine entsprechende Aktion auslöst. Im Sinne der Qualität dieses Konstruktes lohnt es sich für unser Bewusstsein immer, sich die Frage zu stellen: Welcher Geist durchdringt denn gerade meine Gedanken? Entsprechend sind unsere Aktionen und Interaktionen mit unserer Umwelt ausgerichtet. So betrachtet sind wir es, die über unseren Geist die Materie schaffen oder beeinflussen. Im spirituellen Sinn ist der Geist nur vage und schwierig zu benennen. Vielleicht kann man salopp sagen, unser Geist ist wie eine Art Treibgas, das sowohl für unsere Seele als auch für unsere Persönlichkeit formbar und nutzbar ist. Das andere Ende des Geistes, eben auch unseres Geistes, ist nach den spirituellen Lehren verbunden mit dem Bewusstsein.

Daskalos drückte es so aus: „Er ist jener Stoff, aus dem wir als Menschenwesen ‚Elementale‘ aufbauen. Solch Elementale bringen wir durch unsere Gedanken und Gefühle ins Dasein. Sind sie erst einmal ‚projiziert‘, denn besitzen sie ein Eigenleben und können jene um uns beeinflussen, die ihnen ‚schwingungsgemäß‘ entsprechen.“ Das ist wohl eine etwas andere Umschreibung für das, was wir auch als „Du machst Dir Deinen Tag“ oder „Du kreierst Dir Dein Leben“ kennen. Wir können uns in die Spirale des Unglücks versenken und dementsprechende Elementale kreieren, die ihrerseits wieder die Erlebnisse in unser Leben ziehen, die dazu passen. Oder wir entscheiden uns jeden Morgen aufs Neue, den beginnenden Tag als ein unwiederbringlich einmaliges Erlebnis in unserem Leben zu betrachten, uns darauf zu freuen und ihn positiv zu beginnen. Dieses Elemental zieht vollständig andere Menschen, Schwingungen, Erlebnisse und Erfahrungen an als die Spirale des Unglücklichseins.

Das ist jetzt nicht mit „positiv Denken um des positiven Denkens Willen“ zu verwechseln. Das wäre unrealistisch. Jemand, der sich nie negativen Gefühlen wie Trauer, Neid, Eifersucht oder Gier stellt, kann auch spirituell nicht wachsen. Es ist und bleibt die Frage, was man mit diesen Gefühlen macht und welche Erfahrung man daraus zieht, ob man positive oder negative Elementale daraus kreiert, die dann ihrerseits in Wirkung treten.

Überlebt der Geist, wenn wir sterben oder geben wir sprichwörtlich unseren Geist auf? Es ist wohl beides der Fall. Der alltägliche kognitive Geist, der für das Materialisieren und Erschaffen über unsere Gedanken und die Emotionen und damit unsere Aktionen zuständig ist, wird wohl aufgegeben werden – sein Tatendrang und Knowhow sind nach dem Tod nicht mehr vonnöten. Der spirituelle Teil, der sich mit dem Bewusstsein verbunden hat, bleibt erhalten und geht als Erfahrung mit ins große Bewusstsein ein. Vielleicht wird der Begriff Geist deshalb oft gleichbedeutend mit Seele gebraucht.

Überdies verwenden wir das Wort „Geist“ auch gern als Begriff, um Spukerscheinungen jedweder Art zu beschreiben, – mal abgesehen davon, dass man, um die Verwirrung komplett zu machen, auch andere Energien, die Bäumen, Steinen, Tieren und Pflanzen innewohnen, im allgemeinen Hausgebrauch als Geister bezeichnet. Um diesen umgangssprachlichen Gegebenheiten Rechnung zu tragen, wird das Wort „Geist“ auch in diesem Buch nicht in allen Fällen dem „kognitiven Geist“ oder dem „Geist als Teil des Bewusstseins“ gleichgesetzt, sondern ebenfalls in seiner umgangssprachlichen Bedeutung benutzt.

Auch hierzu wieder ein Bild aus meinen eigenen Erfahrungen, ebenfalls aus einer Meditationsreise:

Ich sah mich selbst in einer Nebelwolke. Sie war weiß fluoreszierend und schien kein Ende zu nehmen. Nichts von der Kälte und Ungemütlichkeit, die man normalerweise im Nebel verspürt. Es war warm, wohlig und herrlich, wie man sich im Flugzeug einen Spaziergang auf den sonnenbeschienenen Wolkenhügeln vorstellt, die sich vor den Fenstern tummeln. Da stellte ich fest, dass sich meine Beine auflösten und zu Nebel wurden. Ich schaute an mir herunter und sah zu, wie langsam meine Beine verschwanden, dann mein Bauch, meine Hände. Zum Schluss war nur noch mein Kopf da. Und als dieser sich aufgelöst hatte, war ich in einer unendlichen Freiheit. Und es fühlte sich wunderbar an. Es war das Gefühl eines Dahinschmelzens, genauso wie es war, als ich vor Liebe tropfte beim ersten Anblick meines Kindes nach der Geburt.

Irgendwann war auch mein Kopf nicht mehr und ich war Bestandteil dieses Nebels geworden. Wenn das der Tod ist und das Verschmelzen mit dem unendlichen Bewusstsein – dann ist es wahrlich köstlich.

Ich fühlte mich unglaublich gestärkt und kraftvoll, als ich die Augen wieder aufschlug.

Dieses Erlebnis erinnerte mich sehr an Odo, den Formenwandler aus der Star Trek Serie, der in einer Folge auch auf seinem Planeten in den goldenen Fluten seiner Spezies verschwindet, um mit allem wieder eins zu sein.

Genau das war mein Gefühl gewesen: Ich war eins mit allem, es gab keinerlei Unterschiede mehr. Es war nur noch Freude.

Das Ego ist ein gar seltsames Ding, denn bei unserer Geburt gibt es dieses noch gar nicht. Umgangssprachlich steht es für das Selbstwertgefühl und entwickelt sich zum einen aus unseren genetischen Anlagen, zum anderen prägt es sich durch Erziehung und Umwelt, zu einem sehr großen Teil auch durch eigene Erfahrungen und Erlebnisse. So gesehen ist es unser größter Helfer, denn es will sicherlich eins: nicht untergehen und immer dafür sorgen, dass es uns, sprich dem Menschen, dem es innewohnt, gut geht. Damit ist es zugleich nicht nur unsere größte Antriebskraft, sondern auch unser größtes Hemmnis: Es entscheidet sich nämlich nicht notwendigerweise für denselben Weg, den unsere Seele sich als Inkarnationsauftrag vorgenommen hat, sondern betrachtet das Leben aus einer sehr egoistisch-materialistisch-pragmatischen Sicht. Und dadurch können wir psychisch gesehen gegebenenfalls ganz schön aus der Balance kommen.

Übrigens bin ich meinem Ego noch nie auf irgendeiner Reise begegnet, nicht wenn ich mit der Trommel reise, nicht in Traum- oder Bewusstseinsreisen und nicht in Meditationen, was mich natürlich in der Annahme bestärkt, dass dieses Ego in der Tat nur etwas für diese Wirklichkeit ist und für das eigentliche Leben außerhalb der menschlichen Inkarnation auf diesem Planeten total irrelevant.

Betrachten wir als Letztes unseren Körper. Auch der ist nicht einfach so nur Fleisch und Knochen. Wir wissen inzwischen, dass das Gedächtnis nicht nur im Kopf sitzt, sondern dass dem Herzen ebenfalls eine (sogar) eigenständige Intelligenz innewohnt. Zudem gibt es nach neuesten Erkenntnissen im Solarplexus ebenfalls ein größeres Nervengeflecht, was sich in die Gefühls- und Gedankenwelt einmischt, ohne dass wir das bewusst steuern oder kontrollieren können. Damit hat unser Körper – außer dass er uns als Vehikel durch dieses Leben dient – durchaus eine andere Dimension erhalten, die uns dazu anhalten sollte, ihn nicht sinnlos abzunutzen und vollzustopfen, sondern mit Ehrfurcht als ein kleines Wunder zu betrachten, das es uns möglich macht, die Erfahrung des Lebens erleben und genießen zu können.

Nach diesem kleinen Ausflug kehren wir nunmehr zurück zum eigentlichen Thema: Die Frage nach Leben und Tod, was passiert am Ende unseres Lebens und ist tot wirklich tot?

Immer mehr Menschen fühlen sich zu paranormalen Phänomenen hingezogen oder erleben sie selbst. Wurde es im vorigen Jahrhundert noch schamvoll verschwiegen, setzt man sich heute damit auseinander: Nahtod-Erfahrungen, Astralreisen, Bewusstseinsreisen, Poltergeister, Gespräche mit und Besuche von Verstorbenen, Spukerscheinungen, Begegnungen mit Geistern und Gespenstern.

Auch und gerade das Thema „Leben und Tod“ hat für viele Menschen an Aufmerksamkeit gewonnen. Viele von uns möchten nur ihre Neugier befriedigen. Andere wollen gerne ihren lieben Verstorbenen noch etwas mitteilen, wollen erfahren, ob es ihnen dort, wo sie jetzt sind, auch gut geht. Manche wollen einfach nur mal sehen, wie dieser nicht-physische Raum ist, in den man nach dem Tod gelangt. Einige haben Probleme mit paranormalen Phänomenen und Spukerscheinungen. Und die meisten waren und sind wie ich sehr erstaunt, wie einfach es dann schlussendlich doch ist, mit Verstorbenen und Seelen in Kontakt zu treten.

Mein erster Kontakt nach diesem Workshop mit einer Verstorbenen aus der anderen Welt kam sehr überraschend. Und ich brauchte schon einen Moment, mich selbst davon zu überzeugen, dass ich etwas Besonderes erlebt hatte. Es geschah während einer Meditation, als plötzlich meine Mutter erschien. In ihrem geblümten Kleid wie seinerzeit in ihrer Abschiedsvorstellung. Wir liebten uns sicherlich als Mutter und Tochter während ihrer Lebenszeit. Trotzdem war unser Verhältnis immer leicht ambivalent. Mehr als ein paar Tage gemeinsam in einer Wohnung führten unweigerlich zum Streit, der erst wieder ausgeräumt werden musste, bevor wir die nächsten Tage friedlich miteinander verbringen konnten. Es war immer wie eine Art Mutter-Tochter-Liebe mit angezogener Handbremse. Während dieser Meditation kam es mir plötzlich in den Sinn zu fragen, warum. Warum hat sie mich mit solch relativer Strenge erzogen? Wieso durfte ich nie, was andere durften? Sie habe mich konditionieren müssen, erklärte sie mir. Es wäre ihre Tat der Liebe gewesen, denn nur so hätte ich mich den Aufgaben in meinem derzeitigen Leben stellen können, die ich mir als Lebensaufgabe vorgenommen hätte. Und ich solle doch einmal darüber nachdenken, was ich alles schon erreicht hätte im Hinblick auf Selbstbewusstsein, auf Durchsetzungsvermögen, aber auch im Loslassen, im Geschehenlassen und auch Frieden zu finden mit unschönen Erlebnissen und diese ruhig und gelassen als Teil des Lebens zu begreifen. Ich habe einige dieser Punkte nachvollziehen können, nach der Meditation, denke heute zum Teil noch darüber nach. Eines hat dieses Gespräch sicherlich bewirkt: Ich habe nach dem Tod meiner Mutter wirklich Frieden schließen können mit ihr. Seitdem sehe ich uns immer als zwei junge Frauen kichernd zusammen auf einer Bank sitzen, wenn ich an sie denke.

Auch die Frage des In-Kontakt-Tretens mit Verstorbenen soll in diesem Buch behandelt werden. Es stellt eine Sicht der Dinge dar, die auf altem Wissen genauso basiert wie auf einigen Theorien moderner Wissenschaft und Parawissenschaft. Es beschreibt echte, wirklich erlebte Fälle, spricht über das Aufspüren paranormaler Phänomene und lässt die Theorien der großen Denker und Mystiker einfließen. Dabei handelt es sich nicht um wissenschaftlich belegte Beispiele, sondern spiegelt ausschließlich persönliche Erfahrungen, Erlebnisse und Denkweisen wider.

Das zentrale Anliegen ist es, den Lesern dieses Buches den Kreislauf von Leben und Tod näher zu bringen. Warum? Weil wir gerade zum jetzigen Zeitpunkt das unglaubliche Glück haben, in einer Zeit zu leben, in der die größten Veränderungen der Menschheit seit Jahrtausenden stattfinden werden.

Und weil es einfach an der Zeit ist, die Angst vor dem Tod zu überwinden. Schließlich ist er nichts anderes als ein weiterer Schritt im ewigen Leben.

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Age restriction:
0+
Release date on Litres:
11 February 2025
Volume:
181 p. 20 illustrations
ISBN:
9783946723653
Copyright Holder::
Bookwire
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