Read the book: «Die Melodie der Ruhe»

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Einen herzlichen Dank an meine liebe Tochter Nicoletta für ihr geduldiges Übertragen der handschriftlichen Aufzeichnungen.

Daniel Wilk

Die Melodie der Ruhe

Trance-Geschichten:

Gefühle wahrnehmen

und akzeptieren

Vierte Auflage, 2021


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Umschlaggestaltung: Uwe Göbel

Umschlagfoto: Daniel Wilk

Satz: Drißner-Design u. DTP, Meßstetten

Printed in Germany

Druck und Bindung: CPI books GmbH, Leck

Vierte Auflage, 2021

ISBN 978-3-89670-825-0 (Printausgabe)

ISBN 978-3-8497-8289-4 (ePub)

© 2012, 2021 Carl-Auer-Systeme Verlag

und Verlagsbuchhandlung GmbH, Heidelberg

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Inhalt

Einleitung

Gefühle und Körper sind untrennbar

Gefühle werden erst ab einer gewissen Intensität bewusst erlebt

Die Auswirkungen der Gefühle auf unseren Körper und auf unser Erleben und Verhalten können beeinflusst werden

Hinwendung zum Körper als Perspektivenwechsel

Achtsamkeit oder Bewusstheit als Weg zur Veränderung

Der Aufbau der Geschichten

Inhalte der Geschichten

Die Zielsetzungen

Grundannahmen

Die Anwendung

1. Erweiterbar strukturierte Geschichten

Das Schloss der Gefühle

Gelassenheit besuchen

Gelassenheit und Ärger

Traurigkeit

Farbige Gefühle

2. »Positive« Gefühle bringen Energie

Weg in die Ruhe

Hoffnung und Zuversicht

Frühlingshauch

Ein Blatt erwacht

Ein See schwemmt schwere Gefühle aus

Die leichte Schwere eines Vogels

Sonnenuntergang

Straßenpfosten

Das Puzzle des Lebens

Traumkisten

Die Gestalt der Wärme

Gefühlseindrücke des Tages

Löwenzahn

Bilder aufhellen

Entwicklung

Aus der Tiefe

Maulwürfe und der Frühling

Gedankenfreier Raum

Ideenhalle

Ideenkind

Die Seele der Kieselsteine

Wachstum aus Unordnung

Ein Punkt ist ein Punkt

Auf die Blumen einlassen

Die Brille

Verwandlung

Sich mögen

Samenkorn

Frucht der Akzeptanz

Unkraut

Eine Kirsche entsteht

Freude

Blumengruß mit dem Atem

Das Orchester im Bauch

Frühlingsanfang

Schüssel voller Freude

Sonnenstein

Gute Stimmungen sammeln

In Freude baden

Duft des Flieders

Gelassenheit

Die Melodie der Ruhe

Mit dem Ausatmen loslassen

Aufrichten lassen

Wolkenzimmer

Sich vom Körper lösen

Zwei Flüsse

Liebe

Geschenk

Gutes schicken

Geben und Nehmen

Quelle der Geborgenheit

Die Wohnung der Gefühle

Vertrauen

Wolkenbett

Der erste Atemhauch

Das Boot des Lebens

Vogelausflug

Erfolgsgefühl

Zufriedenheit

Entscheidungen entstehen lassen

Regenbogenbrücken

Ruheplatz am See

Zufriedenheit erleben

3. »Negative« Gefühle nehmen Energie

Ärger

Gespräch zwischen Stille und Licht

Windhauch

Worte

Depression und Traurigkeit

Kraft aus der Tiefe

Schwere abgeben und Helles aufnehmen

Bad im Popcorn

Helle Stimmung

Spiegelung

Aus sich selbst heraus wertvoll

Abduschen

Schweres Ausatmen – helles Einatmen

Der Dünger für gute Gefühle

Der Schmetterling in der Morgendämmerung

Angst

Unbekannter Wald

St. Martin

Heißluftballon

Fesselballon

Innere Sonne

4. Konstruktive Veränderung der eigenen Gefühle

Gefühle zulassen

Keller

Unkrautblumenwiese

Das Haus der Gefühle

Integration und Reinigung

Kraft des Unbewussten

Den Ohren eine Freude machen

Gute Schwingungen

Pflanze düngen

Sternenbadesee

Strömungen

Windiger Tag

Vergängliche Straßen

Wasserbecken

Spiegelsee

Verständigung

Atem im Wind

Der kleine Wind des Atems

Spiegel

Ausreichend tief

Sonne im Wassertropfen

Wellen des Meeres und des Atems

Wach werden

Frische und Gelassenheit

Die Erinnerungen der Haut

Reorientierung

Literatur

Über den Autor

Einleitung

In diesem vierten Buch mit Texten, die Trancen induzieren, ist das Hauptthema das Erleben und Akzeptieren von Gefühlen, die Hinwendung zu angenehmen Gefühlen sowie die Verringerung der Belastung durch sogenannte »negative« Gefühle.

Das erste Buch mit Trance-Geschichten, Innehalten und Verweilen (Wilk 1999), beinhaltet meine ersten Texte zu verschiedenen Themen. Es ist dazu gedacht, Menschen auf leichten, bebilderten Wegen in konstruktive Entspannungen zu leiten. Integration und Heilung werden gefördert. Im zweiten Buch, Auf den Schultern des Windes schaukeln (Wilk 2005), werden zusätzlich das Erleben des Körpers und seine Akzeptanz verbessert. Das dritte Buch, Ein Käfer schaukelt auf einem Blatt (Wilk 2006), erleichtert Kindern, sich zu spüren und eine gute Verbindung zu sich und zur Welt zu behalten.

Die Texte wirken sowohl durch Vorlesen als auch durch das eigene Lesen. Tiefere Entspannungen und Trancen entstehen, wenn sie auf eine zugewandte Art vorgelesen werden. Ähnliche – wenngleich etwas weniger tiefe – Wirkungen werden erzielt, wenn die Texte selbst gelesen werden.

Die Geschichten sollen Sichtweisen oder Veränderungen stets lediglich anregen und erlauben. Sie sollen sie nicht erzwingen.

Die vorangegangenen Bücher haben gezeigt, dass die Anwendung der in ihnen enthaltenen Texte nahezu immer zuverlässig entspannend wirkt: auf den Körper, indem die Verspannungen nachlassen, auch schon seit Langem andauernde Schmerzen abklingen und sogar Wirbel wieder ihren Platz in der Wirbelsäule einnehmen. Positive Wirkungen auf die Psyche zeigen sich in einer Aufhellung der Stimmung, in nachlassenden Ängsten und in einer zunehmenden Gelassenheit des Hörers oder Lesers. Die unbewusste Verarbeitung von Traumata wird gefördert und das Denken, die Wahrnehmung und das Gedächtnis funktionieren besser. Alle diese positiven Veränderungen geschehen aus sich selbst heraus während der entspannten Trance und werden mit gezielten Formulierungen und durch die Verwendung geeigneter Bilder indirekt und direkt unterstützt.

In diesem Buch werden schwerpunktmäßig Gefühle angesprochen. Gefühle begleiten uns immer. Nicht nur, wenn wir wach sind, sondern auch wenn wir schlafen. Das erleben wir, wenn wir mit intensiven Gefühlen aufwachen.

Gefühle wirken sich auf den Körper aus, auf unsere Stimmungen und auf unser Verhalten. Deshalb ist es sinnvoll, sie auf eine Weise anzusprechen, die erwünschte körperliche Reaktionen, wie Entspannung, Heilung, das Wahrnehmen von Grenzen der Leistungsfähigkeit und auch vermehrte Freude, durch das Empfinden des Körpers fördert. Damit kann die Verbindung zum eigenen Körper verbessert werden. Die Stimmungen werden – auch über das Befinden des Körpers – positiv beeinflusst. Es wird uns bewusster, welche Beziehung wir zu uns selbst haben und zu allem, das für uns wichtig ist. Durch dieses Mehr an Bewusstheit werden unser Handeln und auch unser Fühlen weniger unwillkürlich beeinflusst.

Unsere Vorstellungen und die Erinnerungsbilder und -eindrücke sind Wege in nicht bewusst steuerbare körperliche Vorgänge. Deshalb wirken die Geschichten nicht nur auf die Psyche, sondern auf den Menschen in seiner Gesamtheit. Sie haben sowohl Einfluss auf die Gefühle als auch auf den Körper und die Gedanken. Wenn ein Gefühl angesprochen wird, wie z. B. Freude, dann hat das immer auch eine Entsprechung im Körper (anregend, gesundheitsfördernd).

Der Hörer oder auch Leser gewinnt durch den Aufbau und den Inhalt der Texte Vertrauen in seine allgemeinen Fähigkeiten, dem Leben konstruktiv zu begegnen und seine Gesundheit zu fördern. Indem positive Gefühle (Freude, Liebe, Glücksgefühl etc.) gefördert werden, nehmen heilsame Prozesse in Körper und Seele zu.

Dieses Buch ist in vier Kapitel eingeteilt. Im ersten findet sich ein Vorschlag, wie Geschichten selbst weiterentwickelt werden können. Das zweite Kapitel enthält Geschichten, die positive Gefühle fördern. Das sind Gefühle, die wir gerne fühlen und die einen guten Einfluss auf uns haben. Im dritten Kapitel sind Geschichten zu sogenannten negativen Gefühlen enthalten. Der Hörer wird angeregt, sie zu akzeptieren und aus anderen Perspektiven zu betrachten. So kann sich sein Verhältnis zu ihnen auf eine für ihn sinnvolle Weise verändern. Im letzten Kapitel wird der konstruktive Umgang mit verschiedenen Gefühlen angestrebt.

Zur Vereinfachung spreche ich im Folgenden vom »Hörer«, gemeint ist immer auch der »Leser« – selbstverständlich auch die »Hörerin« sowie die »Leserin«.

Gefühle und Körper sind untrennbar

Im Alltag werden Körper und Gefühle oft als getrennt erlebt. Während der Körper sichtbar und fühlbar ist, sind die Gefühle, die nicht unmittelbar mit dem Körper zusammenhängen, weniger in der bewussten Wahrnehmung repräsentiert.

Der Körper wird meist für die Ziele benutzt, die als erstrebenswert angesehen werden. Solange er diesen Ansprüchen dient, ist man mehr oder weniger mit ihm einverstanden. Sobald er aber schmerzt oder eingeschränkt ist, wird er abgelehnt und nicht selten sogar beschimpft.

Obwohl der Körper meist nicht die Pflege bekommt, die er braucht, wird er doch noch wesentlich häufiger und deutlicher wahrgenommen als es die eigenen Gefühle werden. Er ist mit den fünf Sinnen erfassbar – im Gegensatz zu den Gefühlen, die »nur« empfunden werden können.

Instinktiv streben wir danach, ein Wohlgefühl zu haben. Insofern gibt es erwünschte und unerwünschte Gefühle. Zu den erwünschten gehören Freude, Glück und Zufriedenheit. Abgelehnt werden solche, die als unangenehm empfunden werden, wie Ängste, Ärger und Trauer.

Aber alle Gefühle, zu denen wir fähig sind, sind natürliche Bestandteile unseres Erlebens und können uns bereichern, wenn sie möglichst ohne Wertung in ihren Facetten wahrgenommen, angenommen und integriert werden. Die Integration kann bewusst gefördert werden, indem Entspannung gesucht und die Gefühle zugelassen werden. Ein traumatisches Erlebnis kann dementsprechend seinen Platz in der Psyche und im Körper finden, wenn die aus ihm entstandenen Gefühle bis in ihre Verzweigungen als Bestandteil des eigenen Erlebens und der eigenen Geschichte wahrgenommen und angenommen werden. Mit Verzweigungen sind die weiteren Gefühle gemeint, die aus dem erinnerten Trauma entstehen: Ein primäres Gefühl kann Entsetzen sein, dem der Wunsch folgt, dieses Gefühl abzulehnen, zu vergessen. Es wird häufig begleitet von Schlafstörungen und Ablehnung von ähnlichen Situationen oder Personen, die mit dem Trauma ursprünglich verbunden waren.

All diese Gefühle und ihre Verzweigungen sollten wahrgenommen und akzeptiert werden. Wichtig ist dabei die richtige zeitliche Einordnung: Das Trauma ist vergangen, die momentanen Gefühle sind Gegenwart, beziehen sich aber auf etwas Vergangenes, das verletzend auf das eigene Wesen gewirkt hat. Aber die Verletzung liegt in der Vergangenheit und wird durch die Erinnerung weiter schädigend wirken. Eine bewusste Einordnung als »vergangen« hilft wesentlich, die Schädigung zu beenden. Entsprechend wichtig ist es, sich die Gefühle, die sich auf gegenwärtiges Erleben und Geschehen beziehen, bewusst zu machen.

Durch den beschriebenen Prozess der Wahrnehmung und Akzeptanz kann der Körper sich von negativen Folgen wie Verspannungen, erhöhtem Blutdruck oder Schlafstörungen, die aus den abgelehnten Gefühlen entstanden sind, befreien. Sie lösen sich oft auf.

Gefühle werden erst ab einer gewissen Intensität bewusst erlebt

Davor werden sie gar nicht oder nur diffus wahrgenommen. Es wird uns selten bewusst, dass sie nicht nur unsere Stimmungen, sondern auch jeden Gedanken und unser Wohlbefinden beeinflussen. Darüber hinaus haben sie einen starken Einfluss auf die Gesundheit unseres Körpers.

Am Beispiel der Angst kann leicht nachvollzogen werden, wie sehr Gefühle sich körperlich manifestieren. Wenn starke Angst eintritt – vielleicht durch ein gefährliches Geschehen im Straßenverkehr, durch einen Albtraum oder eine Erinnerung –, dann wirkt sich das messbar auf den Körper aus: Die Herzfrequenz steigt, die Atmung verändert sich, die Muskeln verspannen sich in vielen Bereichen, der Körper wird insgesamt unruhiger. Neben diesen bewusst wahrnehmbaren Veränderungen wirkt sich das Gefühl im Körper insgesamt aus. Es beeinflusst auch den Stoffwechsel, die Ausschüttung von Hormonen und alle Verdauungstätigkeiten. Man kann also davon ausgehen, dass häufige Angst den Körper schädigen kann. Wird die Angst nicht bewältigt und sinnvoll integriert, bleibt sie mindestens unterschwellig vorhanden und wirkt weiter belastend auf den Körper. Ähnliches gilt für häufigen und starken Ärger, für Wut, Frustration, Gefühle der Ablehnung, nicht bewältigte Trauer und Depression.

Aber nicht nur intensive und lang andauernde Gefühle beeinflussen den Körper, auch leichte Ängste oder Unsicherheiten, beständige milde Unzufriedenheit oder häufiger leichter Ärger haben ihren belastenden Einfluss auf alles Körperliche. So genannte »positive« Gefühle dagegen schützen die Gesundheit und begünstigen Heilung.

Indem wir den Einfluss der Gefühle auf unser Leben akzeptieren, können wir erkennen, dass sie unsere Stimmungen und unsere Gesundheit beeinflussen und somit auch eine wesentliche Wirkung auf unsere Lebensqualität haben. Es lohnt sich also, die eigenen Gefühle nicht nur zu spüren, sondern auch nach Wegen zu suchen, diejenigen von ihnen zu fördern, die uns konstruktiv beeinflussen, und die Wirkung derer, die uns schaden können, zu minimieren.

Die Auswirkungen der Gefühle auf unseren Körper und auf unser Erleben und Verhalten können beeinflusst werden

Gefühle haben keine physische Erscheinungsform. Freude beispielsweise ist nicht messbar, sondern immer individuell und situativ verschieden. Aber niemand würde deshalb ihre Existenz infrage stellen. Und doch ist der einzige Beweis dafür, dass es Freude gibt, das eigene Erleben.

Indem wir das eigene Fühlen beobachten, können wir leicht feststellen, dass es mit körperlichen Reaktionen verbunden ist. Diese Aussage klingt für Menschen, die ihre Gefühle ohnehin gut spüren, banal. Aber es gibt sehr viele Menschen, die in ihrem Alltag ihren Gefühlen keinen Wert beimessen – und sie oft sogar dann nicht bewusst wahrnehmen, wenn sie schon sehr intensiv sind.

Eine starke Angst wird immer eine höhere Herzfrequenz hervorrufen und viele weitere körperliche Reaktionen. Freude wird sich ebenfalls im Körper abbilden – aber mit angenehmen Auswirkungen.

Die Verbindung von Gefühl und Körper ist also eindeutig und kann von jedem nachvollzogen werden. Allerdings braucht es ein gewisses Maß an Sensibilität für sich selbst, um auch bei weniger intensiven Gefühlen körperliche Reaktionen zu erleben. Wie aber etwas, das physisch keine Existenz hat, physische Reaktionen auslösen kann, ist nicht bekannt.

Die Intensität der Gefühle und ihre körperlichen Reaktionen beeinflussen einander wechselseitig: Über den eigenen Ärger ärgert man sich nicht selten – eben weil die körperlichen Reaktionen schnell unangenehm werden und das Verhalten eher unkontrollierbar. Die Angst verstärkt die Herzfrequenz, die oft wiederum die Angst verstärkt.

Indem der Körper entspannt wird, werden Gefühle in ihm weniger »wirksam«. Wird die Entspannung häufig mit einer gewissen Tiefe erreicht, stellen sich Gefühle ein, die vielleicht ein grundsätzliches, dem Menschen innewohnendes Empfinden sind: tiefe Zufriedenheit mit dem eigenen Sein, milde Freude, Glück und umfassende Liebe. Als wäre der Mensch mit allem verbunden, als würde er von allem geliebt und genährt werden und Gleiches auch für alles ihn Umgebende empfinden. Vielleicht ist das die Liebe, die als Gott innewohnend oder als Gott selbst bezeichnet wird?

Indem wir still werden, verlieren wir das ehrgeizige Streben nach Materiellem, nach Erfolg, nach Anerkennung. Wir genügen uns selbst.

Entspannung an sich reduziert die Intensität der körperlichen Antwort auf Gefühle und unterbindet somit die aus den Körpersensationen folgenden Gefühle, das »Aufschaukeln«. Ein Mensch, der seinen eigenen unbewussten Rhythmus findet und ihm folgt, wird aus sich selbst heraus zufrieden und mag sich selbst.

Hinwendung zum Körper als Perspektivenwechsel

Im Alltag sind wir unserem Körper wenig nahe. Wir benutzen ihn und spüren – mehr oder weniger feinfühlig – Störungen in seinem Funktionieren. Wir verfolgen Ziele, die unsere soziale, berufliche und finanzielle Existenz betreffen. Die Benutzung des Körpers zur Erreichung dieser Ziele erfolgt unter der Annahme, dass er leistungsfähig ist und uns selbstverständlich als Werkzeug zur Verfügung steht. Er wird den angestrebten Zielen untergeordnet. Erst wenn seine Leistungsfähigkeit so ernsthaft eingeschränkt ist, dass wir nicht nur registrieren, dass wir es zu weit getrieben haben, sondern sogar die angestrebten Ziele infrage stellen, beginnen wir, unseren Umgang mit dem Körper zu hinterfragen.

Indem man eine bessere Beziehung zum Körper aufbaut und versteht, dass er es ist, der uns in der Welt repräsentiert, und dass es ohne ihn gar keine Ziele geben wird, eröffnet man sich den Zugang zu ihm, der es ermöglicht, ihn zu schützen und durch ihn umfassend in der physischen Welt zu sein. Die Hinwendung zum Körper verfeinert die Wahrnehmung und führt nach einiger Zeit zu differenzierteren und auch neuen Sichtweisen, die unsere Welt durch unsere erweiterte Wahrnehmung bereichern.

Die Wahrnehmung des Körpers an sich kann uns schließlich zu Lebenszielen führen, durch die wir mehr Zufriedenheit im körperlichen und seelischen Bereich erlangen, weil der Ausgangspunkt – die eigene Wahrnehmungs- und Leistungsfähigkeit – die Ziele realistischer bestimmen hilft. Die Sicht der Welt wird verankert im Sein des Körpers. Alles Betrachten und Wollen hat seinen Ausgangs- und Endpunkt im Körper.

Das, was wir von der Welt bewusst wahrnehmen, stellt sich uns gern als die ausschließliche Wirklichkeit dar. Tatsächlich wird es aber stark von unseren bisherigen Erfahrungen und den dazugehörigen Gefühlen beeinflusst, die mit dem Wahrgenommenen und den vergangenen Erlebnissen verbunden sind. Das ist leicht ersichtlich aus der selektiven Wahrnehmung: Wenn man sich für den Kauf eines bestimmten Autos entschlossen hat, gibt es plötzlich viel mehr von dieser Sorte auf den Straßen – jedenfalls für die bewusste Wahrnehmung. Wer in der Vergangenheit beängstigende Erfahrungen mit Hunden gemacht hat, wird in der Nähe von Hunden leichter Angst haben, als wenn ihm die unangenehmen Erfahrungen erspart geblieben wären. Lernt man nun einen Hund als lieben Hund kennen, ändert sich das eigene Erleben wiederum entsprechend.

Wenn man diesen Gedanken tiefer verfolgt, wird ersichtlich, dass das Bewusstsein zwar die Bühne der subjektiven Welt ist, was sich dort abspielt, wird aber immer auch aus dem Verborgenen, dem Unbewussten mitbestimmt. Hinter der Bühne gibt es bekannte und unbekannte Bereiche. Unbekannt ist auf jeden Fall die Zahl der Zimmer und der Schauspieler, auch wenn einzelne bekannt sind.

Unser Erleben und Handeln wird also nicht nur durch unseren Verstand bestimmt, sondern in unterschiedlichem Ausmaß auch durch unbewusste Erfahrungen und Bedürfnisse.

In tiefen Entspannungen kann auf diese unbewussten Inhalte Einfluss genommen werden. Ein entspanntes Bewusstsein verengt sich zunächst, erweitert sich als Folge häufiger Entspannungen jedoch aus sich selbst heraus. Es öffnet sich für zuvor unbewusste Inhalte und setzt sie neu in Bezug zueinander. Das wird gelingen, weil in der tiefen Entspannung zuvor unverarbeitete Erlebnisse ganz natürlich integriert werden. Sie werden durch unbewusste Mechanismen in ein gutes Verhältnis zueinander gebracht. In der Folge werden sie auch konstruktiv genutzt – zumindest in dem Sinne, dass sie vor ähnlichen unangenehmen Erlebnissen schützen.

Als Beispiel kann man sich vorstellen, dass ein Nichtschwimmer, der im Strandbereich des Meeres fast ertrunken wäre, weil er sich zu weit hinausgewagt hat, diese Erfahrung zunächst verdrängt. Wird diese Erfahrung nicht verarbeitet, meidet er zunächst die Erinnerung daran, die ihn jedes Mal aufregt. Das Meer wird er auch nicht mehr betreten wollen. Möglicherweise empfindet er bei jedem Anblick einer größeren Wassermenge starkes Herzklopfen und eine unangenehme Angst, die generalisiert wird. In tiefer Entspannung dagegen mag es ihm möglich sein, in der Vorstellung im Wasser zu schwimmen und die damit verbundenen schönen Gefühle zu genießen. Möglicherweise kommt er zu dem konstruktiven Entschluss, in einem sicheren Rahmen schwimmen zu lernen, um den fantasierten Genuss tatsächlich erleben zu können.

Zuvor verdrängte Gefühle und Erfahrungen werden bewusst zugelassen, sobald sie auf eine gute Weise in uns integriert werden.

Mit unserem bewussten Verstand halten wir unterschiedlich stark an vorgefassten Meinungen über die (Un-)Veränderbarkeit unserer Lebensbedingungen fest. Das hat den Vorteil, dass es uns die (manchmal trügerische) Sicherheit gibt, dass unsere Welt von uns kontrolliert werden kann und sie bis zu einem bestimmt Ausmaß unveränderbar scheint. Allerdings ist das eine Illusion, denn alles verändert sich permanent. Tatsächliche Sicherheit ergibt sich nur aus der Anpassung an die Veränderung, an den »Fluss der Dinge«, wie die fehlende Konstanz gerne genannt wird.

Indem wir annehmen, es gebe eine konstante Wirklichkeit, schaffen wir scheinbare Beständigkeit, die uns beruhigt. Andererseits bleiben uns Lösungen für Probleme leichter verborgen. In der Entspannung spielt der Verstand eine wesentlich geringere Rolle für unser Befinden in der Welt. Dadurch werden die bewussten Einstellungen flexibler. Indem in den Geschichten dieses Buches alternative Perspektiven auf diesem (unbewussten) Boden beispielhaft dargestellt werden, können sich neue Lösungswege eröffnen.

Achtsamkeit oder Bewusstheit als Weg zur Veränderung

Unsere Gefühle sind allgegenwärtige Bestandteile unseres wachen Seins. Und doch nehmen wir sie erst ab einer gewissen Intensität wahr. Wir lernen in unserer Sozialisation normalerweise nicht, dass sie etwas sind, auf das wir achten, das wir zu einer wichtigen Grundlage für unser Denken und Handeln machen sollten. Und doch bilden sie unser Sein in der Welt und unser Sein mit uns selbst vollständig ab, indem sich alle unsere Beziehungen auch im Kleinsten durch sie interpretiert finden. Wir fühlen uns – grob ausgedrückt – zumindest wohl oder unwohl in der Nähe von Menschen, Tieren, der Natur, Farben, Gegenständen – von allem, zu dem wir irgendwie in Beziehung treten. Die Herkunft dieses Gefühls (und aller anderen) ist vielfältig mit den Erlebnissen (und den daraus resultierenden Gefühlen) unserer Vergangenheit verbunden.

Diese Verbindungen sind selten eindeutig nachvollziehbar. Zwar können einzelne Schwerpunkte erschlossen und ihre Beteiligung am späteren Fühlen und Erleben vermutet werden, aber letztlich ist die Bedeutung der Vergangenheit nicht mit Sicherheit anzunehmen. Ein Maß für die Direktheit und Intensität der Verbindung ist das »Wiederaufflammen« des alten Gefühls, wenn Ähnliches erlebt wird.

Jedenfalls kann die Intensität der Gefühle reduziert werden, indem sie wahrgenommen und nicht bewertet werden. So kann es beispielsweise sein, dass beim Anblick eines Kindes, das ein bestimmtes Verhalten zeigt, Ärger empfunden wird, weil (möglicherweise) in der Vergangenheit ein Kind mit ähnlichem Verhalten das Spielzeug des eigenen Kindes beschädigt oder etwas gestohlen hat. Dann hilft es, den eigenen Ärger wahrzunehmen, ihn als »berechtigt« zu akzeptieren, das damit in Verbindung stehende Kind wahrzunehmen, sich aber gleichzeitig seine Unschuld an diesem Gefühl in sich selbst bewusst zu machen.

Durch dieses Wahrnehmen und Akzeptieren entsteht Distanz. Man ist nicht mehr Spielball der Gefühle, sondern kann sie beobachten. Statt zu reagieren, agiert man. Die Gefühle und ihre Wirkungen entflechten sich.

Indem wir also unsere Gefühle auf diese Weise behandeln, gewinnen wir Abstand zu den unbewussten Beziehungen, mit denen wir uns und der Welt begegnen. Dadurch nehmen wir uns zunehmend als getrennt von der Welt wahr, in dem Sinne, dass wir weniger fremdbestimmt sind und über unser Verhalten von Situation zu Situation selbst entscheiden können. Wir erhalten einen deutlich größeren Handlungsspielraum zu entscheiden, ob wir uns verknüpfen oder es sein lassen. Das führt zu einem Gefühl der inneren Zufriedenheit mit uns selbst und der Welt. Es entsteht eine sich allmählich vertiefende Ruhe aus uns selbst heraus. Sie schafft Heiterkeit und reduziert alle schädigenden Gefühle.

So gesehen sind Gefühle nicht sinnvoll oder sinnlos und auch nicht gut oder schlecht, sie sind einfach und haben ihre Berechtigung durch ihre Existenz. Sie verändern sich in ihren Auswirkungen auf uns, indem sie wahrgenommen und akzeptiert werden.

Man hört oft Aussprüche wie: »Wenn du das tust, muss ich mich ärgern.« Im eben beschriebenen Sinne verliert sich die angenommene Zwangsläufigkeit, sobald ich mir bewusst mache, dass mein Ärger nicht die einzige mögliche Reaktion ist. Er entsteht auf der Grundlage meiner bisherigen Erfahrungen. Ich sehe, dass sein Handeln von meinem Ärger getrennt existiert. Zwar kann ich mich ärgern – und das auch akzeptieren –, aber ich muss es nicht. Indem wir die Verbindung zwischen dem Ärger und dem vorausgegangenen Handeln erkennen und akzeptieren, verliert der Ärger seine Macht und seine schädigende Wirkung auf den Körper. Im idealen Fall entwickelt sich Verständnis sowohl für den Handelnden als auch für das eigene Re-Agieren. Beide werden nun frei, sich anders zu verhalten.

Man wird das Ziel, alle Gefühle in dieser Weise stets akzeptierend wahrzunehmen, kaum je vollständig erreichen, aber alleine das Streben danach bringt mehr Freiheit, mehr Gesundheit, authentischere Beziehungen und mehr Weisheit.

Die beschriebene wahrnehmende und akzeptierende Haltung gegenüber Gefühlen zu entwickeln wird in den Geschichten auf vielfältige Weise gefördert.

Der Aufbau der Geschichten

In den Geschichten realisiere ich Prinzipien aus der Hypnotherapie nach Milton H. Erickson, um durch Trancen konstruktive Veränderungen herbeizuführen. Die Begriffe »Entspannung« und »Trance« verwende ich oft synonym, weil durch die Texte ein entspannter Zustand hervorgerufen und eine Trance begünstigt wird. Trancen sind nicht immer von körperlicher Entspannung begleitet. Entspannungen müssen auch nicht immer in eine Trance münden. In meinen Texten verbinde ich jedoch beides.

Trance in diesem Sinne ist ein wohlbekannter Zustand, der täglich vielfach unwillkürlich auftritt. Er bedeutet einen Bewusstseinszustand, der dem Schlaf ähneln kann. Die Aufmerksamkeit ist nicht fokussiert, das Bewusstsein wendet sich vom Alltagsgeschehen ab. Ein Gefühl des Schwebens zwischen Wachsein und Schlaf tritt ein, mal näher dem Wachsein, mal näher am Schlaf. Oft vergisst man, was man in diesem Zustand getan oder gehört hat.

Man kennt Trance-Zustände von alltäglichen Verrichtungen, die sehr häufig durchgeführt werden, wie beispielsweise Zähneputzen, Rasieren, Autofahren, das Spielen eines Instruments oder auch berufliche Routinen. Der Klavierspieler bedient sich der sehr feinen Wahrnehmungen seines Unbewussten, das seine Fingermotorik mit seinem Gehör und seinem Gedächtnis sehr fein koordinieren kann, so dass wir schöne Melodien hören können. Sobald der Spieler dagegen dieses Zusammenspiel bewusst koordinieren möchte, werden seine Finger langsamer, das Spiel beginnt zu stocken. In diesem Sinne sind Trancen hilfreiche Zustände, um unbewusste Fähigkeiten nutzen zu können.

Die Geschichten gliedern sich in:

•Die Einleitung (Induktion), die meist mit der Wahrnehmung der momentanen Höreindrücke beginnt, dann auf den Körper überleitet, oft auf die Wahrnehmung seiner Schwere und seiner Wärme. Aus dem autogenen Training (Wilk 2004, 2007) ist bekannt, dass durch das Spüren der Schwere und Wärme des Körpers die Entspannung wesentlich gefördert und – nach mehrmaliger Anwendung – auch deutlich beschleunigt werden kann. Diese Wirkung begünstigt auch das Herbeiführen einer entspannten Trance.

Das möglichst genaue Einstellen auf den Leser oder Hörer und die Rückmeldungen seiner Wahrnehmungen wird »Pacing« genannt. Durch die Einleitung löst sich das Denken leichter vom Alltag, von den eigenen beschränkenden Einstellungen und öffnet sich für Entspannung und die Beschäftigung mit anderen Inhalten. Dadurch wird der Boden für die Nutzung von eigenen Kräften (Lösungsmöglichkeiten, Heilkräften) bereitet, was im »normalen« Denken als nicht realistisch angesehen wird.

•Leading mit Vertiefung: Dem Leser wird im nächsten Schritt angeboten, sich von den jeweiligen Inhalten des Textes leiten zu lassen und dabei unter anderem die Entspannung zu vertiefen. In der vertieften Trance ist der Leser seinem Unbewussten näher, in welchem die Fähigkeiten aufgerufen und koordiniert werden, die für die gewünschten Veränderungen genutzt werden sollen. Außerdem werden in jeder tiefen Entspannung ganz natürlich alle gesunden Vorgänge aus dem Menschen selbst heraus gefördert. Dazu gehört auch die konstruktive Integration traumatischer Erlebnisse.

•Therapeutische Inhalte als Anregungen: Die therapeutischen Inhalte in meinen Texten fördern eine akzeptierende Öffnung der Wahrnehmung, eine konstruktive Veränderung der Perspektiven, mit denen das Leben gesehen werden kann und unterstützen eigene Ressourcen, insbesondere die Heilkräfte, die in jedem Menschen wirken. Sie werden oft indirekt angeboten, indem sie in Bilder oder Vergleiche »verpackt« sind, so dass sie die bewussten Einschränkungen leichter umgehen können.

Das aufnehmende Unbewusste des Hörers interpretiert die Anregungen in seinem subjektiven Bezugsrahmen und entscheidet selbst über deren Verwendbarkeit. Um nicht zu manipulieren, sondern die Verwendung der Anregungen freizustellen, verwende ich Worte und Wendungen wie »vielleicht«, »kann«, »mag« und »wie es wohl wäre«.

Bezüglich vergangener Traumatisierungen wird durch die Veränderungen der Perspektiven nahegelegt, sich zu dissoziieren, also innerlich Abstand von belastenden Ereignissen zu nehmen, indem die Ereignisse und ihre Wirkungen von anderen Standpunkten aus betrachtet werden, die weniger belastend wirken und neue Lösungswege eröffnen.

•Die Rückführung ist sehr wichtig, weil wir in der Trance in tiefe unbewusste Bereiche »absinken« können. Das ist bekannt aus manchen, meist deutlich weniger tiefen Tagträumen, bei denen wir manchmal auch einen Moment brauchen, um uns zurückzuorientieren.

In tiefen Trancen fällt es dem Unbewussten leichter, Inhalte in das eigene Weltbild zu integrieren, die aus früheren Erlebnissen stammen und mit vielen belastenden Gefühlen verbunden sein können. Die Geschichten erleichtern diese gute Integration in die Persönlichkeit, indem sie allgemeine Beispiele geben, die in Bereichen »spielen«, mit denen der Hörer scheinbar nichts zu tun hat. Das sind oft Vorgänge in der Natur, wie das Wachstum der Pflanzen.

Um aber den Traumatisierungen so nahe sein zu können, dass eine Verarbeitung möglich wird – und ihnen gleichzeitig so fern zu sein, dass sie nicht zu einer bewussten Re-Traumatisierung führen – ist eine relativ tiefe Trance notwendig. Sie benötigt ein sorgfältiges Abschließen dieser Vorgänge, bevor der Hörer wieder in den bewussten Alltag zurückkommt, in dem er weder die soeben erlebten Inhalte, noch die damit assoziierten Gefühle erleben soll, bevor sie ausreichend verarbeitet sind.

Wenn die Rückführung nicht sorgfältig genug ausgeführt wird, ist die Psyche noch in einem anderen Bewusstseinszustand, während sie gleichzeitig den Alltag wahrnehmen und bewältigen soll. Das kennt man aus einem abgebrochenen Mittagsschlaf oder auch nach einer unruhigen oder zu kurzen Nacht. Insbesondere wenn mit dem Aufwachen Teile eines Albtraums in den Wachzustand hineingetragen werden, ähnelt das dem Zustand, in dem unangenehme Inhalte in der Trance verarbeitet wurden, dieser Prozess aber vor dem Aufwachen nicht ausreichend abgeschlossen wurde.

Ein waches und ausgeglichenes Alltagsbewusstsein wird angestrebt, indem der Hörer sich noch einmal für einige Minuten tief entspannt und dem Unbewussten den Auftrag gibt, die soeben bearbeiteten Inhalte – die das Bewusstsein nicht kennt und auch nicht erforschen sollte – für den Moment abzuschließen. Die Wahrnehmung und das Bewusstsein sind hinterher klarer und der Körper ist ruhiger. Die Aufmerksamkeit ist dann nicht mehr mit den vergangenen, tiefer liegenden Gefühlen und Inhalten beschäftigt, sondern sie kann sich wieder den Anforderungen des Alltags zuwenden.

Jede Geschichte enthält Formulierungen zur Rückkehr in das Wachbewusstsein. Diese Formulierungen sind nur dann unnötig oder sogar störend, wenn der Hörer danach einschlafen soll oder will. Er gleitet nach den Geschichten in einen normalen, gesunden Schlaf.

Falls ein Hörer trotz der weckenden Formulierungen zu schnell aus der Trance kommt und dann schläfrig wirkt, seine Augen eher schwer offen halten kann, dann sollte eine kurze weitere Trance von ungefähr zwei Minuten Dauer angeschlossen werden.

Als bewährte Anweisung können folgende Worte gewählt werden: »Lass dich jetzt noch einmal in die Ruhe sinken … dorthin, wo du eben noch warst … nimm dir in den nächsten zwei Minuten alle Zeit, die du brauchst, um die Dinge abzuschließen …«

Ungefähr zwei Minuten später folgt diese Anweisung: »Du beginnst dich jetzt wieder zu sammeln … nimmst mit jedem Einatmen Frische und Klarheit auf … und bist mit dem Öffnen deiner Augen wieder so wach und klar … dass du deine Aufgaben ausgeruht bewältigen kannst.«

Inhalte der Geschichten

Die Geschichten enthalten allgemeine konstruktive Bilder und regen – überwiegend visuell – ressourcenorientierte Erinnerungen und Vorstellungen an. Sie eignen sich gut, sowohl die Bewältigung spezifischer Probleme zu fördern, als auch Angst zu reduzieren oder depressive Stimmungen aufzuhellen und ganz allgemein die Resilienz zu stärken, sowie das Vertrauen in sich selbst und den konstruktiven Umgang mit Gefühlen zu fördern.

Spezifische Inhalte sind geeignet, einen anderen Umgang mit bestimmten Problemen zu finden. Manche Geschichten enthalten bereits einen solchen spezifischen Inhalt, jede kann aber als Rahmen genutzt werden. In die Geschichte »Kraft aus der Tiefe« (siehe Kapitel »Depression und Traurigkeit«) könnte man konkrete Bestandteile aus dem Leben des Hörers einfließen lassen – als Eigenschaft eines der Bäume beispielsweise –, die hilfreich wären, um die Bäume zueinanderfinden zu lassen.

Alle Texte sind allgemein konstruktiv aufgebaut. Durch die Wahl der Worte, die möglichst immer mit konstruktiven und angenehmen Gefühlen und gedanklichen Assoziationen verbunden sind, und auch durch die Vorstellungen, die angeregt werden, werden eine allgemein offene Grundhaltung dem Leben gegenüber und eine akzeptierende Einstellung sich selbst gegenüber gefördert.

Dazu gehört der Wechsel von Perspektiven, beispielsweise durch ungewohnte Vorstellungen, Wortspiele und entsprechend gesetzte Pausen, der oft überraschend schnell zu Lösungen und dem Entdecken neuer Lebenswege führt.

Das zunächst noch überwiegend unbewusste Wissen und die unbewussten Fertigkeiten werden durch das Hören der Geschichten zunehmend bewusster und sie werden in ihrer Bedeutung für das eigene Leben klarer. Ihre Integration in die Gesamtperson geschieht von selbst.

Schließlich entsteht mehr Bewusstheit, mehr Selbstsicherheit und Selbstakzeptanz. Sie bieten eine wichtige Grundlage für einen zufriedenen Umgang mit sich selbst.

Die Zielsetzungen

•(1) Das Vertrauen in die eigenen Ressourcen wird gestärkt. Im oben genannten Sinne soll der Hörer für die Erkenntnis sensibilisiert werden, dass in jedem Menschen ein sehr großes unbewusstes Wissen angelegt ist, das ohne Beteiligung des Bewusstseins wirkt, das unter anderem unsere Lebensfunktionen steuert. Es kann angesprochen und gefördert werden, indem Vorstellungen und Erinnerungen genutzt werden. Diese Ressourcen ermöglichen jedem Menschen in allen Bereichen eine bessere Integration in seine Welt.

•(2) Einschränkungen, die durch die gewohnte Realitätssicht gestützt werden, lockern sich. So werden Veränderungen ermöglicht, die ansonsten durch bewusste Einstellungen, aber auch durch Ängste blockiert werden. Das Lockern der Beschränkungen geschieht durch wachsendes Vertrauen in sich selbst sowie durch (eine zeitlich sehr beschränkte und milde) Verwirrung und Ablenkung des Verstandes.

•(3) Die körperliche Gesundheit wird verbessert, indem der Hörer vielfältig dazu angeregt und angeleitet wird, besser mit sich umzugehen. Psyche und Körper unterstützen sich gegenseitig in dem Bestreben, gesund zu sein.

•(4) Psychische Störungen verändern sich. Ängste werden gelockert oder verschwinden manchmal sogar auch vollständig aus dem Leben, indem sich der Hörer in entspannter Haltung das Angst auslösende vorstellt (beispielsweise Höhenangst, Angst vor Wasser, vor eigenen Körperfunktionen) und derartige Situationen dann als angstfrei oder sogar lustvoll erlebt.

•In Verbindung mit mehr Selbstzufriedenheit, Selbstakzeptanz und Gelassenheit schwächen sich depressive Stimmungen ab. Durch den besseren Umgang mit sich selbst wird die Grundlage für ein erfülltes Leben besser.

Grundannahmen

•Alle Veränderungen geschehen durch den Hörer selbst. Die Texte wirken, indem sie den Hörer dazu anregen, besser mit sich umzugehen. Der Leser hat die Wahl, dieser Anregung zu folgen oder sie zu verwerfen.

•Die vorhandenen Ressourcen können durch die Geschichten angesprochen werden, so dass sie in der gewünschten Weise wirken. Aber nicht jeder Mensch wird in der gleichen Weise reagieren. Möglicherweise möchte er der Anregung nicht folgen, weil es für ihn (im seltenen Einzelfall) sinnvoller ist, beispielsweise ängstliches Verhalten zu zeigen.

•Schon alleine durch die hervorgerufene Entspannung geht es dem Hörer nach der Trance in nahezu allen Fällen besser.

•Die Kompetenz des Klienten in Bezug auf seine eigene Gesundheit wächst durch die wiederholte Anwendung. Die Entspannungsfähigkeit steigt, ebenso das Vertrauen in sich selbst und in die eigenen Fähigkeiten.

•Sein Bewusstsein erweitert sich angstfrei in zuvor unbewusste Bereiche. Durch die Entspannung und die angstfreie Wahrnehmung zuvor vollständig unbewusster bzw. angstbesetzter Bereiche kann der Hörer diese Wahrnehmungen zunehmend auch bewusst zulassen.

Die Anwendung

Die Texte können sowohl selbst gelesen, als auch als Hörer genossen werden. Wenn sie vorgelesen werden, kann es sinnvoll sein, sie zu verändern. Allerdings kann ihre Wirkung abgeschwächt werden, wenn entscheidende Formulierungen ersetzt oder weggelassen werden. Von Laien sollten keine Suggestionen hinzugefügt werden, da sie unangenehme Folgen für den Hörer haben können.

Therapeuten können Veränderungen an den Texten vornehmen, indem sie beispielsweise an vorhergehende Therapiegespräche anknüpfen oder ein Gespräch vorbereiten. Eine spezifische derartige Anwendungsmöglichkeit ist das »Zuschneiden« der Vorstellungen innerhalb der Geschichten auf individuelle Probleme und die Vorstellungswelt des Hörers. Die Erfahrungen des Hörers sollten in einem direkt anschließenden Gespräch bearbeitet werden.

Allgemeine Bedingungen:

•Es sollte ein ruhiger, ungestörter Rahmen gewählt werden. Besonders geeignet ist die Zeit unmittelbar vor dem Einschlafen oder aber auch eine längere Pause während des Tagesablaufs.

•Falls nach der Geschichte die Aufmerksamkeit wieder für Alltagsaufgaben benötigt wird, insbesondere in Situationen, wo eine Ablenkung gefährlich sein könnte (zum Beispiel im Straßenverkehr oder bei der Bedienung von Maschinen), ist unbedingt auf eine sorgfältige Rückführung zu achten, wie sie oben beschrieben wurde.

•Die Geschichten können im Einzelgespräch angewendet werden, um dem Hörer etwas Gutes zu tun, ihm eine Entspannung zu erleichtern oder auch den Schlaf zu fördern.

•Im therapeutischen Kontext sollen die Geschichten nur von Therapeuten angewendet werden, da durch die therapeutische Anwendung intensive Gefühle ausgelöst werden können, die eine kompetente Begleitung brauchen. In diesem Bereich können sie genutzt werden, um durch häufige Anwendung Perspektivenwechsel zu bewirken und Ressourcen in tieferen Schichten des Unbewussten zu erreichen.

•Perspektivenwechsel sind im therapeutischen Kontext außerordentlich hilfreich, da ein veränderter Blickwinkel manche Probleme direkt auflöst, die Bewältigung anderer Probleme erleichtert und auch das Bewusstsein des Hörers seiner selbst und seiner Beziehungen zu seinen Mitmenschen und zur Welt erweitert.

•Hilfreiche Ressourcen werden in jedem Text angesprochen. Das geschieht sowohl durch die Art seiner Konstruktion als auch durch seine Inhalte. Beides stärkt außerdem auch das bewusste Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Da eines unserer stärksten Bedürfnisse von Beginn unserer individuellen Existenz an die Erhaltung unserer Gesundheit ist, versetzen tiefe Entspannung und Vertrauen in uns selbst uns praktisch automatisch in einen Zustand der Heilung und der Integration. Das wird auch bei der Verarbeitung von Traumata sichtbar, wenn traumatisierte Menschen nach dem Hören der Geschichten von der Erleichterung sprechen, die sie durch eine tiefe Entspannung erfahren haben. Durch die Traumatisierung war es ihnen zuvor nicht mehr möglich gewesen, sich zu entspannen. Sie waren in einem Zustand permanenter Angst und Anspannung, die auch im Schlaf nicht weichen wollte und zu Albträumen führte. Durch die milde Anregung der Geschichten, in die Ruhe zu gehen, kann Angst leichter losgelassen werden.

•Die Anwendung in Gruppen erreicht zuverlässig eine tiefe Entspannung bei nahezu allen Hörern. Die Tiefe der Entspannung ist aber individuell verschieden. Ohne Ausnahme sollte der Wunsch des einzelnen Hörers respektiert werden, sich auf die Geschichte in dem Maße einzulassen, wie er es möchte. Offene Augen können das Gefühl, die Kontrolle über das Geschehen zu haben, verstärken und ein ungewolltes tiefes Absinken verhindern. Bei Angst vor tiefer Entspannung kann deshalb empfohlen werden, die Augen so lange geöffnet zu halten, bis genügend Vertrauen entstanden ist, so dass sich die Augen – vielleicht zunächst vorübergehend – von alleine schließen können.

Falls ein Therapeut sich nicht sicher genug fühlt, um gleich einen längeren Text anzuwenden, beginnt er mit einer kurzen Geschichte, die er in jedem Bereich auch verkürzen kann – abgesehen von der Rückführung, die stets sorgfältig durchgeführt werden muss.

•Die Pausen sind durch Auslassungspunkte gekennzeichnet. Mehrere Auslassungspunkte bedeuten, dass ich längere Pausen empfehle. Ein Absatz verlängert die Pause noch einmal. Wie lange die Pausen tatsächlich beim Vorlesen oder Lesen gemacht werden, hängt vom (Vor-)Leser ab. In der Regel vertiefen längere Pausen die Trancen. Falls die Stimme nach einer Pause zu laut einsetzt, kann sie störend wirken.

•Wann immer möglich, sollte im Liegen und auf einer weichen Unterlage entspannt werden. Die Halswirbelsäule sollte gerade liegen, was durch ein Handtuch oder ein kleines Kissen leicht einzurichten ist.

1. Erweiterbar strukturierte Geschichten

Man kann sich vorstellen, es gäbe ein Schloss, in dem die Gefühle wohnen. Alle Gefühle. So gibt es einen Ort im Irgendwo, den man in der Fantasie aufsuchen kann (denn dort befindet sich das Schloss), um allen Gefühlen auf neutralem Boden zu begegnen. Dort, wo man sie sich anschauen, mit ihnen sprechen kann, ohne dass man sie fühlen muss. Es gibt zwar die Möglichkeit, sie zu fühlen, wenn man mag, aber eigentlich ist es dort eher die Ausnahme. Denn in ihrem Schloss haben die Gefühle Freizeit. Sie sollten dort nicht arbeiten müssen. Falls aber jemand es sehr wünscht, lassen sie sich bestimmt auch mal fühlen.

Man kann diese Geschichten nutzen, um mit Abstand jene Gefühle zu betrachten, die entweder so intensiv sind, dass sie Schwierigkeiten bereiten oder aber so wenig vertreten sind, dass man mehr davon haben möchte. Indem die Gefühle dort angesprochen werden können, entsteht eine Verbindung zu dem Teil des Unbewussten, der weiß, wie der erwünschte Zustand erreicht werden kann. Auch wenn es nicht immer bewusst wird, kann sich nach einer solchen Geschichte doch etwas ändern.

Um vor den Gefühlen geschützt zu sein, kann man sich am Eingang des Schlosses von der Gelassenheit abholen lassen, vielleicht auch von der Freude oder dem Interesse.

Die Geschichten können also an die individuelle Situation angepasst werden. In diesem Sinne sind sie lediglich Beispiele – deren Einleitungen und Rückführungen unverändert übernommen werden können.

Das Schloss der Gefühle

Die Beschreibung des Ortes, an dem sich das Schloss befindet, in dem die Gefühle wohnen, ist stark dissoziierend. Das hilft, von den Gefühlen einen guten Abstand zu halten.

Unser aller Verstand geht davon aus, dass es dieses Schloss nicht gibt. Und weil es das nicht gibt, kann es auch keinen konkreten Ort geben, an dem es sein könnte. Deshalb kann der Verstand die ungewöhnliche Beschreibung der Örtlichkeit relativ leicht annehmen und es dann auch leichter akzeptieren, von ihr »entführt« zu werden, so dass er dem weiteren Verlauf nicht mehr aufmerksam folgen wird.

Negative Gefühle wie Ärger und Traurigkeit müssen nicht unangenehm auf uns wirken. Indem sie personifiziert werden, gelingt es leichter, sie nicht mehr als »Feinde« zu betrachten, sondern sich über den Sinn dieser Gefühle Gedanken zu machen und sie auch in sich selbst leichter zu akzeptieren.

… und weil es dir guttut … wenn du dich jetzt sinken lässt … angenehm schwer und wohlig warm … … … und weil dabei dein Verstand sich auch in die Ruhe sinken lassen kann …

… mag es irgendwo einen hellen und warmen Saal geben … in einem älteren Schloss …

… es liegt ziemlich genau in der Mitte … … … zwischen den Baumwipfeln und dem Blau des Himmels … … … manche meinen, es liegt mehr Richtung Grün … andere sehen mehr als eine Spur Violett in seiner Nähe … … … wie dem auch sei … in diesem Saal treffen sich die Gefühle … die manchmal zu uns Menschen kommen … und dann auch wieder gehen … zurück ins Schloss …

… sie fühlen sich dort wohl … tauschen ihre Erfahrungen mit den Menschen untereinander aus … … … und von dort kommen sie auch … wenn sie gerufen werden … und so kannst du dich sinken lassen … angenehm schwer und wohlig warm … es deinem Unbewussten dadurch ermöglichen … für dich zu sorgen … so dass du dich gründlich erholen kannst … jetzt … unbewusst … natürlich …

… denn wir haben eine natürliche Tendenz … in unsere Mitte zu kommen … so dass wir uns in uns wohl fühlen … … … und sobald wir in unserer Mitte sind.. haben wir ein besseres Gefühl für alles … was uns angeht …

… und es ist nicht wirklich wichtig … wo der Verstand die Mitte lokalisiert … … … sie ist eben einfach in der Mitte … auch wenn der Verstand sie in den Bauch interpretiert … das ist der Mitte irgendwie egal … auch im Bauch fühlt sie sich am rechten Ort …

… und in der Mitte sein … heißt … bei sich sein … und alles andere deutlicher sehen … und deutlicher erkennen … was alles andere mit uns zu tun hat … und wie es zusammenhängt mit uns … und wo es mit uns verbunden ist … und wie es gelöst werden kann … von uns …

… und so kannst du aus deiner Mitte frei entscheiden … auf was du zugehst … und was du zu dir kommen lässt … … … und so ist es erst dann … wenn du in deiner Mitte bist … wirklich möglich … dich von deinen Gefühlen und Vorstellungen zu entfernen … irgendwie … oder sie kommen zu lassen … irgendwie …

… und deshalb kannst du dich jetzt wirklich gründlich erholen … … … auf allen Ebenen erholen … … … während du einfach nur hier liegst … angenehm schwer … oder leicht … und wohlig warm …

… und so kannst du dir einmal die Gefühle im Saal anschauen … und du kennst sie alle wirklich gut … sie alle haben dich schon häufiger besucht …

… und es gibt von all den Gefühlen dort … in dem weitläufigen Saal mit seinen vielen Tischen und Sesseln … wo die Gefühle es sich bequem gemacht haben … … … große und kleine Ausgaben … und auch mittlere … und sie sind entsprechend ihren Aufgaben gekleidet … jedenfalls bevor sie sich ihre Freizeitkleidung angezogen haben … danach ist äußerlich kaum noch zu erkennen … welche Spezialisierung sie haben …

… da ist beispielsweise die Freude … wie wir wissen … ist sie hell und strahlend … sie ist so schön … dass du gar nicht mehr wegschauen möchtest … wenn du ihr erst einmal in die Augen geschaut hast …

… und ich weiß nicht … wie ich wissen könnte … ob dir die große oder die kleine Freude besser gefällt … … … und es gibt sie als Mann und als Frau … und wenn sie sich durch den Raum bewegt … hinterlässt sie einen hellen Schein … dort wo sie war …

… und wenn sie sich in der Nähe des Ärgers bewegt … dann wird der Ärger unscheinbarer … wenn sie ihm ganz nahe steht … dann ist er sogar unsichtbar … irgendwie … je näher sie ihm kommt … desto schwerer ist er zu erkennen neben ihr …

… und sie hat Freundinnen und Freunde dort … in dem Saal … sie sind fast immer zusammen unterwegs … zu ihnen gehört das Glück … und auch die Zufriedenheit … und natürlich ihre gemeinsame Mutter … die Liebe …

… Ärger und Wut schauen … dass sie ihnen fern bleiben … denn je näher sie ihnen kommen … desto mehr verblassen sie … … … denn dann wird alles hell und irgendwie fröhlich …

… und sie erzählen dir … dass alle diese Gefühle nur auf Bestellung kommen … und dass die Bestellungen meist unbewusst aufgegeben werden … obwohl das Bewusstsein einigen Einfluss nehmen könnte …

… und so kannst du dich begleiten lassen … von der Freude … und ihren Freundinnen und Freunden … und dich in ihrem Licht baden …

… und sie mitbringen … und sie bleiben bei dir … solange du es willst … … … und heute Nacht im Schlaf … zeigen sie dir Schönes … und lassen es dich fühlen … so dass es dir guttut … auf allen Ebenen …

… während du jetzt diese Dinge für den Moment abschließt … dich wieder sammelst …

… und dich hierher zurückbewegst … so schnell oder langsam wie es gut ist für dich …

Gelassenheit besuchen

Die Gefühle haben eine Heimat in einem Schloss im Irgendwo. Dort müssen sie keinen Einfluss auf das Befinden der Menschen nehmen. Dadurch kann der Hörer die Gefühle aus der Entfernung betrachten.

Der Sinn der Schlossgeschichten ist entsprechend: es zu ermöglichen, einen zunehmend vertrauteren Umgang mit Gefühlen zu bekommen, ihnen freundschaftlich und unabhängig von den sonstigen Wertungen begegnen zu können, in einem zunehmend besser bekannten Vorstellungsraum, so dass Gefühle allgemein zu etwas werden, mit dem man gut umgehen kann.

… und weil der Atem den Sauerstoff in den Körper bringt … kannst du das geschehen lassen … und dich in den Moment sinken lassen … angenehm schwer und wohlig warm …

… und wie es wohl wäre … wenn du mit deiner Vorstellung in den Saal der Gefühle wandern würdest … … … wie du vielleicht weißt … irgendwie … liegt er in einem älteren Schloss … … … ziemlich genau in der Mitte … … … zwischen den Baumwipfeln und dem Blau des Himmels … … … manche meinen, es liegt mehr Richtung Grün … andere sehen mehr als eine Spur Violett in seiner Nähe …

… dort treffen sich die Gefühle der Menschen … der Saal hat große klare Fenster … in die viel Licht hereinfällt … das die Farben der Wände und der Teppiche beleuchtet …

… dicke Teppiche … auf denen die Gefühle sich ausruhen … und miteinander unterhalten … es sind wirklich weiche Teppiche … und es ist sehr angenehm … auf ihnen zu liegen …

… alle Gefühle tragen lockere Freizeitkleidung … denn das Schloss ist ein Ort der Ruhe und der Geborgenheit für sie …

… so sind sie entspannt dort … und gut drauf … es wird viel gelacht … manchmal gehustet und genießt … oder auch geweint … je nach Gefühl eben …

… und während du hier liegst … und es genießt … einfach nur bei dir zu sein … in diesem Moment … zur Ruhe kommst … weil dein Unbewusstes sich in Augenblicken wie diesem … besonders gut um deine Gesundheit kümmert …

… kannst du dir vorstellen … auf einer Ebene … wie es wohl wäre … dort in den Saal hineinzugehen … und die Gefühle zu besuchen … als willkommener Gast …

… denn selten kommen die Menschen zu den Gefühlen … normalerweise ist es umgekehrt …

… kaum je findet ein Mensch diesen Ort … so dass die Gefühle sich freuen … wenn mal einer vorbeischaut … und so begrüßt dich sofort ein Gefühl der Gelassenheit … lächelt dich erfreut an … bietet dir etwas zu trinken an … oder zu essen … und einen bequemen Sessel … … … in dem eine tiefe Gelassenheit sich dir vermittelt … die fast so tief ist wie die angenehme Schwere … in die ein lockerer Körper sinken kann …

… und die Gelassenheit setzt sich neben dich … erkundigt sich nach deinem Tag … und deinen Wünschen … und was sie für dich tun kann … denn sie wirkt ehrlich interessiert an dir …

… und weil sie so nahe bei dir sitzt … überträgt sich ein ganz dichtes und sehr angenehmes Gefühl der Gelassenheit auf dich …

… du magst in die Runde schauen … beobachtest die vielen Farben … und die anderen Gefühle …

… kannst im Saal ihr Lachen hören … und vielleicht auch sehen … das Weinen der Traurigkeit … was dort so gar nichts Trauriges an sich hat … denn was soll die Traurigkeit denn anderes tun … wenn sie ganz wie sie selbst ist … und so wirkt die Traurigkeit ganz gut dabei … während sie ist wie sie ist … … … und der Ärger wirkt ganz gelassen in seinem für ihn so normalen Ärger … … … und dir ist so … als hättest du gar nichts damit zu tun … denn du liegst ja in Wirklichkeit hier … angenehm schwer … und wohlig warm … und gelassen …

… und an ihrem Platz in der Vorstellung … im Saal der Gefühle … sitzt die Gelassenheit in Person direkt neben dir … lächelt dich an … und der Rest der Gefühle ist gerade sowieso nicht so recht im Dienst … und hat mit dir auch gar nichts zu tun … dort …

… und es ist ein so gutes Gefühl … bei sich zu sein … gelassen und locker … in den Armen und Beinen … im Oberkörper … im Atem … der frei und frisch strömt … und im Kopf … in den Gelenken … auch in den Gedanken … die in der Gelassenheit sofort ruhiger werden … und sich klarer anordnen … so dass irgendwo auch Lösungen sichtbar werden … … … und du kannst all das gelassen beobachten … und es annehmen wie es eben so ist …

… und die Gelassenheit schließlich auch mitnehmen … gut integriert in deinen Körper … in deinen Gefühlen … in deiner Art, mit dir umzugehen … … … um gelassen hierher zurückzukommen … so schnell oder langsam wie es gut ist für dich …

Gelassenheit und Ärger

Im Schloss der Gefühle kann man den Gefühlen begegnen. Dort sind sie nicht »bei der Arbeit«. D. h., sie haben keinen Einfluss auf die Person, die sie sich anschaut. Es gibt genügend Distanz, um nicht von ihnen beeinflusst zu werden. Das zeigt auch dem Verstand, dass es verschiedene Wahlmöglichkeiten gibt, wenn eine Situation auftritt, von der man bisher dachte, nun müsse man sich ärgern.

… und so kannst du dich jetzt sinken lassen … angenehm schwer und wohlig warm … und den Alltag ein Stück von dir weg sinken lassen … wohin auch immer er sinken will … und das Gute davon zulassen …

… und ob es wohl irgendwann möglich ist … bewusst zu unterscheiden … ob der Atem rechts oder links in der Nase langsamer strömt … denn es wechselt ständig … ist wohl nie gleich … und hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun … es passt sich den Bedürfnissen deines Körpers an … mal strömt mehr Frische links ein … mal rechts … … … und es gibt Menschen … und Situationen … da würde auch das Ärger auslösen … und die Nase wäre daran ganz und gar unschuldig … wie auch der Atem …

… und vielleicht kennst du es schon … das Schloss in den Wolken … mit dem großen Saal … in dem die Gefühle sich treffen … um sich auszutauschen und auszuruhen …

… und du kannst mit deiner Vorstellung dorthin gehen … dich in einen bequemen Sessel setzen … in dem du dich gut erholen kannst … in dem du dich sicher und geborgen fühlst … und es dir aus dir heraus gut gehen lassen …

… die Gelassenheit entdeckt dich bald in deinem Sessel … sie freut sich … dich zu sehen und kommt lächelnd zu dir … natürlich ist alles an ihr gelassen … ihr Gang … ihr Lächeln … das leichte Schwingen ihrer Arme beim Gehen … sogar ihre Kleidung und ihre Frisur … selbst die Luft um sie herum wirkt gelassen … als würde auch sie mit mehr Ruhe um die sich nähernde Gestalt strömen … … … schon während sie sich dir nähert … überträgt sich ihre Gelassenheit auch auf dich … ohne Eile wird alles an dir gelassener … … … sie setzt sich neben dich … gelassen nimmt der Sessel sie auf … und strahlt ihre angenehme Ruhe auf dich aus … und in dich hinein … die Gelassenheit … … … und es tut dir einfach nur gut … alle unnötige Spannung löst sich von dir … jede Angst verliert sich … so dass du dich sinken lässt … angenehm schwer und wohlig warm … alles mit einem guten Abstand betrachtest … was sich so tut … als hättest du gar nichts damit zu tun …

… und während du es genießt … dich jetzt zu erholen … und zur Ruhe zu kommen … auf deine Weise … und das ist die Weise … die für dich am besten ist … und das weißt nur du … zeigt die Gelassenheit dir eine Gruppe bunter Gestalten … dort im Saal im Licht unter der Palme … und sie beschreibt sie dir als diejenigen … die für Gefühle des Ärgers zuständig sind …

… und du schaust sie dir gründlich an … voller Gelassenheit betrachtest du ihre Gesichter … ihre Kleidung … ihre Bewegungen … … … und bist doch sehr verwundert … denn du hast eigentlich erwartet … dass alles, was mit Ärger zu tun hat … irgendwie dunkel und bedrohlich ist … und Spannung hervorruft … aber die Gestalten dort sind heiter und nett anzuschauen …

… und irgendwann stehst du gelassen auf …. gehst zu ihnen … wirst begleitet von der Gelassenheit … um sie aus der Nähe anzuschauen … und auch aus der Nähe sind sie freundlich … sie freuen sich sogar, dass jemand zu ihnen kommt … denn normalerweise werden sie gemieden … und sie erklären dir … dass derjenige, der sie direkt anschaut … gut mit ihnen auskommt … und nur der, der sie meiden möchte … und so tut … als gäbe es sie nicht … ihren großen Schatten sieht … und weil er nicht richtig hinschaut … hält er den Schatten für die Wirklichkeit und ärgert sich … worüber auch immer …

… und du kannst mit ihnen plaudern … sie bieten dir etwas Gutes zu essen an … das du gerne nimmst … es schmeckt köstlich … und sie erzählen dir Geschichten über ihre Arbeit … dass sie in erster Linie die Aufgabe haben … die Menschen zu prüfen … ihnen zu helfen … ihre wahre Seite zu sehen und dadurch gelassener zu werden … und dass diese Aufgabe oft sehr mühsam ist … … … und sie versprechen dir … dich zu besuchen im Alltag … und dir zu zeigen … wie du ihren Schatten ganz leicht meiden kannst … indem du sie direkt anschaust und ihre Aufgabe erkennst …

… und so schlenderst du zurück zu deinem bequemen Sessel … lässt dich hineinsinken … genießt die Gelassenheit die immer noch aus dir heraus strahlt …

… um dann schließlich in deiner eigenen Geschwindigkeit hierher zurückzukommen …

Traurigkeit

Begleitet von der Gelassenheit kann das Gefühl der Traurigkeit kennengelernt werden – sozusagen in einem neutralen Rahmen, in dem die Traurigkeit nicht gefühlt wird. Die Traurigkeit bekommt in diesem gelassenen Rahmen die Gelegenheit, von ihren schönen Wirkungen zu erzählen.

… und dein Körper kann sich in aller Ruhe hier erholen … so weit, wie es für dich in Ordnung ist … … … dabei wird er Spannung loslassen … und hinuntersinken … angenehm schwer … und wohlig warm …

… so dass du dich treiben lassen kannst … in die oft farbige Weite deiner Fantasie hinein … dorthin, wo alle Ideen herkommen … … … dich jetzt treiben lassen … soweit es angenehm ist für dich … und dir guttut …

… dich dabei an Regentropfen erinnern … oder sie hören … an fallende Regentropfen …

… und durch das Hören vielleicht auf eine Art sehen … dass das Fallen der Tropfen entlang der Luft … Wärme erzeugt … durch die Reibung … wie ein stilles Rauschen … denn es tut gut … sich in die eigene Wärme sinken zu lassen … in tiefem Vertrauen … in das eigene Unbewusste … und seine vor dem Bewusstsein meist verborgenen Fähigkeiten …

… und dein Unbewusstes weiß viel … über Gefühle … und es weiß auch … wie es mit ihnen umgehen muss … damit es gut ist für dich … … … denn es könnte so sein … dass es ein Stück hinter den grünen Wäldern … dort wo das Blau des Himmels immer ein bisschen grün schimmert …

… ein sehr großes Haus gibt … wie ein Schloss … mit einem hellen warmen Saal … in dem sich die Gefühle der Menschen immer dann versammeln … wenn sie gerade nicht gebraucht werden …

… und so kannst du dich jetzt in deiner Vorstellung in einen bequemen Sessel dort setzen … mit einem Teil deiner Fantasie … und zwar auch mit dem Teil … der zuständig ist für die Gefühle … und dich ausruhen … während dein Körper seine Spannung hier abgibt … über deine Unterlage an den Boden … angenehm schwer … und wohlig warm sinken lassen … und sich wirklich gründlich erholt dabei …

… und sobald dein Teil dort bequem sitzt … und die vielen bunten Gefühle die sich dort im Saal aufhalten … die aussehen können wie Menschen auf einem Karneval … sieht und hört … vielleicht kann der Teil sie sogar riechen … und er kann sich dort locker sitzen lassen … und die Eindrücke genießen … denn die Gelassenheit setzt sich zu dir … sie lächelt dich freundlich an … die Gelassenheit … und strahlt so viel heitere Ruhe aus … dass es dir wohlig warm wird … und hell in deinen Gefühlen … und du dich sicher und geborgen fühlst … und dich bequem sinken lassen kannst … … … angenehm schwer und wohlig warm …

… und eine Weile schweigt ihr so vor euch hin … und es geht dir gut damit … und dann fragt dich die Gelassenheit … nach einigen Momenten des gelassenen Zuschauens … welches Gefühl sie dir vorstellen soll … und du überlegst gründlich … und wägst ab … und entscheidest dich dieses Mal vielleicht für die Traurigkeit … weil sie eine so schöne dunkle Farbe ausstrahlt … die dir gefällt … … … und die Gelassenheit ruft sie zu euch … und sie kommt gerne zu euch … setzt sich so, dass die Gelassenheit zwischen euch sitzt … und du schaust sie dir an … und kannst erkennen … dass es ihr guttut … der Traurigkeit … sich hier zu erholen … und vielleicht das erste Mal kommt dir der Gedanke … dass es für die Traurigkeit anstrengend sein mag … das Leid der Menschen zu fühlen … durch das sie zu ihnen gerufen wird …

… denn das macht ihren Job sehr anstrengend … weil die Menschen sie selten mögen … obwohl sie die Menschen mag … und ihnen so vieles erzählen und zeigen möchte … und so erzählt sie dir … wie wichtig es ist … auch traurig sein zu dürfen … und sich zu erlauben … manchmal traurig zu sein …

… und sie zeigt dir … irgendwie … wie schön die Welt aussehen kann … wenn die Traurigkeit sie einfärben darf … … … und sie mit ihrer Melodie unterlegen darf …

… und sie zeigt dir … dass die Freude eine der besten Freundinnen der Traurigkeit ist … und dass sie sogar meist zusammen unterwegs sind …

… so dass du dich jetzt beruhigt erholen kannst … mit einem guten inneren Abstand … angenehm schwer … oder leicht … und wohlig warm … … … und so schweigt ihr ein Weilchen vor euch hin …

… und nach einiger Zeit verabschiedet sich die Traurigkeit … mit einem schönen Lächeln von dir … und die Gelassenheit erzählt dir noch so manches … mit ihrer gleichmäßigen melodischen Stimme … … … du schaust dich um dabei … genießt die Farben … und die Musik der Töne der Stimmungen …

… um dich dann allmählich wieder zu sammeln … und in deiner eigenen Geschwindigkeit … so, wie es dir guttut … jetzt hierher zurückzukommen … in diesen Raum und in diese Zeit …

Farbige Gefühle

Farben rufen Gefühle in uns hervor. Es ist ein interessanter Gedanke, über die Farben Einfluss auf unsere Gefühle zu nehmen. Sich dazu ins Schloss der Gefühle treiben zu lassen und dort als Regisseur die Gefühle und ihre Farben auf eine gute Art abzustimmen.

… und während du dich hier sinken lassen kannst … in eine angenehme Ruhe hinein … ein Stück entfernt vom Alltag … dich von ihm wegsinken lassen kannst … für ein paar angenehme Minuten … … … auch deinen Körper sinken lassen kannst … angenehm schwer … und wohlig warm …

… bist du umgeben von Licht … und alles um dich herum wird durch das Licht farbig … denn wenn es kein Licht gäbe … dann gäbe es auch keine Farben …

… und wie du vielleicht auch bewusst weißt … reagierst du auf alle Farben mit Gefühlen … so sind helle Farben eher mit Freude verbunden … und mit Leichtigkeit … und dunkle Farben drücken eher Trauer aus … und Schwere …

… und so kannst du es dir auch einmal umgekehrt vorstellen … dass nicht nur die Farbe ein Gefühl bei dir hervorruft … sondern die Gefühle sich farbig zeigen … … … das mag im Schloss der Gefühle gut sichtbar sein … da mag es eine Sitzgruppe geben … da sitzen die hellen Freuden zusammen … und es ist so gar nicht wichtig … ob die Sessel bequem sind … oder ob sie auf dem Boden sitzen … es ist einfach hell bei den Freuden … … … und wenn sich aus einer anderen Ecke ein dunkelblauer Schmerz dazugesellt … dann wird die Freude kaum gemildert … sie bekommt etwas mehr Kontrast … wird dadurch sogar auffälliger … und das dunkle Blau wird in seiner Dunkelheit gemildert … wird sogar auch interessant …

… und so kannst du dort als Regisseur tätig werden … kannst die Farben bitten … sich verschieden zu mischen … denn die Farben sind im Schloss der Gefühle … und sie spielen gerne mit … es ist wie ein interessantes Theaterstück für sie … … … und so gibst du der grauen Trauer etwas gelbes Glück dazu … und spürst in dich hinein … wie es sich anfühlt … … … und ich weiß nicht … wie sich Ärger bei dir anfühlt … aber du kannst ihm mal etwas Trauer zufügen … und spüren, wie es sich anfühlt …

… mal viel Gelassenheit dazu geben … und sehen, was sich dann verändert … und spüren, wie es sich anfühlt … … … und so kannst du jetzt einmal damit experimentieren … … … und so allmählich immer genauer herausfinden … wie du die Gefühle so abstimmen kannst … dass es dir guttut …

… und den Gefühlen gefällt dieses Spiel …. diese Möglichkeit der Veränderung …

… so mag es irgendwie seltsam scheinen … wenn die Trauer sich freut … über das Glück … das ihre Dunkelheit erhellt … aber im Schloss der Gefühle ist es wie im Traum … alles ist möglich …

… und vielleicht stellst du fest … dass es sehr angenehm ist … das eigene Gefühl zu verändern … eine gute Abstimmung herzustellen … die dir guttut …

… und irgendwann dann zeigen dir die Gefühle eine Farbtafel … auf der du dich selbst wandern lassen kannst … wie ein Lichtfleck … der darüber schwebt … … … oder wie ein Blatt … das sich auf die Farbe senkt …

und dann das dazugehörige Gefühl empfindet … … … und so kannst du dich dort treiben lassen … mal mehr zur einen Seite … mal mehr zur anderen … … … und in dich hineinspüren … wie es sich anfühlt …

… und allmählich findest du immer genauer heraus … bei welchem Gefühl du dich wohlfühlst … und das mag von Situation zu Situation verschieden sein …

… und du findest die Farbe … irgendwie … die dir jetzt guttut … die dir im Körper und in der Stimmung guttut … … … lässt dich auf sie hinuntersinken … und genießt es ausgiebig … dass es dir gut geht jetzt …

… und vielleicht willst du dir diese Farbe merken … um sie später leichter wiederzufinden … vielleicht macht sie sich auch gut als Schal … … … während du beim Einschlafen … oder bei anderen guten Gelegenheiten … dich weiter damit beschäftigen kannst … deine Gefühle gut auf dich einzustimmen … … … beginnst du nun damit … dich für den Alltag zu sammeln … löst dich wieder aus dem Schloss der Gefühle … und von den Vorstellungen dort … … … wirst dazu mit jedem Einatmen frischer und klarer … und kommst so schnell oder langsam hierher zurück … wie es dir jetzt guttut …

… wirst dabei mit jedem Einatmen frischer und klarer …

Weitere mögliche Inhalte:
Gefühle vermehren

Im Schloss angekommen, unterhält sich der Hörer (oder ein Stellvertreter) mit den Gefühlen, die er mag, um zu erfahren, was er tun muss, damit sie sich häufiger bei ihm aufhalten, sich wohler fühlen bei ihm. Die Freude erklärt ihm beispielsweise, was sie mag: Licht; helle Farben; Aufmerksamkeit auch für die kleinen Dinge des Lebens; Zeit; Körpergefühl; Kontakte zu anderen Menschen etc.

Gefühle reduzieren

Beispielsweise unterhält der Hörer sich mit der Unzufriedenheit, um zu erfahren, wie sie ihn verlassen könnte: sich über kleine Dinge freuen; den Blick auf das richten, was er schon geleistet hat; mit der Stimme Kontakt aufnehmen, um ihr einen anderen Klang zu geben etc.

2. »Positive« Gefühle bringen Energie

Wenn man sich gut fühlt, ist es nicht nur einfach angenehm für das Empfinden. Jeder kennt die Auswirkungen: Es entspannen sich die Muskeln spürbar, der Blutdruck ist eher auf einem guten Niveau, die Gedanken sind kreativer, der Stress spielt keine Rolle – alle körperlichen und psychischen Faktoren begünstigen dabei einen gesunden Zustand. Deshalb ist es erstrebenswert, möglichst viele positive Gefühle zu haben.

Die Geschichten in diesem Kapitel begünstigen die Hinwendung zu diesen Gefühlen.

Weg in die Ruhe

Ziel ist es, seinen eigenen Weg in die Ruhe zu finden. Durch Beispiele werden Erinnerungen an beruhigende Assoziationen ausgelöst. Das fördert den Zustand der Ruhe während des Hörens.

… und wie es so ist … wenn du zur Ruhe kommst … oder kommen willst … denn manchmal dauert es etwas länger … … … und vielleicht, wenn du es dir anschaust … irgendwie … … … ein Weg zu einem Ziel … so wie es viele Wege gibt … und unendlich viele Ziele … … … und ein Ziel ist Ruhe … auf deinem Weg … heute … deine Ruhe … jetzt … … … und all deine anderen Wege … können im Hintergrund bleiben … mehr oder weniger … verändern sich … wie es eben so geschieht … während dein Weg der Ruhe in den Vordergrund treten kann … für den Moment … … … und ich weiß nicht … welchen Weg du dir ausgesucht hast … wenn überhaupt … welcher Weg für dich der Richtige ist … im Moment … und er ist wie alles in Veränderung begriffen … er passt sich an … an deine Bedürfnisse … so, wie es gut ist für dich … … … vielleicht anfangs eine vielbelebte Straße … wie im Feierabendverkehr … dann nach einigem Abbiegen und Warten … im Stau der Unruhe … vielleicht eine Fußgängerzone … mit vielen Menschen zuerst … durch die du dich hindurchtreiben lassen kannst … … … gelassen oder schimpfend … je nachdem … … … aber schon bald ruhiger … und dann lassen auch die Hindernisse nach … der Weg wird zu einem natürlich unbegradigten Weg … staubig … oder grasbewachsen … oder all das gleichzeitig … irgendwie … eben ein Weg in der Natur …

… und du weißt … irgendwann breitet sich Ruhe aus … angenehme … milde Ruhe …

… und wo das Ende ist … bestimmst du … jedes Mal neu … vielleicht nicht bewusst … oder nur teilweise … immer neu … lässt du die Ruhe in dich hineinströmen … warm und wohlig … lässt deine Sinne sich öffnen … für die Harmonie des Weges … die Farben der Natur … die auf den Bäumen zu sehen sind … auf den Wiesen … den Feldern …

… und so kann die Ruhe tiefer werden … mit dem Ausatmen tiefer … … … und du kommst dem Ziel allmählich näher … hast es vielleicht schon in der Bewegung dorthin gefunden … … … spürst die Erleichterung … loslassen zu dürfen … kannst es genießen … … … der Duft der Natur mag dich begleiten … das Streicheln der weichen grünen Blätter des Maises aneinander … oder sein derbes Rascheln wenn die Blätter bereits vertrocknet sind … sie flüstern … oder rufen einander etwas zu … beschreiben dir den Weg … sagen dir etwas über dich dabei … laden dich ein zu hören … das Gelb ihrer Früchte zu fühlen … ihre glatte Härte zu sehen … und eine Verbindung zu spüren … zu dir selbst … in den ungeahnten Wegen … der harmonischen Ruhe …

… und es tut gut … zu akzeptieren … dass dein Verstand wenig damit anfangen kann … vielleicht mag er sich freuen … über die Pause … und die Geborgenheit auf der weichen Unterlage … angenehm schwer oder leicht und wohlig warm … jetzt …

… und sich dem gesunden Schwingen des Lebens überlassen … … … gesunde Entwicklung zulassen … in der Ruhe besonders … und zu fördern … während das Licht … das irgendwie dazugehört … deine Stimmung von innen wärmt … und deinen Verstand erhellt …

… und so kannst du jetzt einige Gelassenheit mitbringen … während du dich sammelst … und in deiner eigenen Geschwindigkeit hierher zurückkehrst … und dabei wach und frisch wirst …

Hoffnung und Zuversicht

Alle Geschichten dieses Kapitels wirken entlastend und nähren die Hoffnung auf konstruktive Veränderungen im Leben – wie auch immer es gerade sein mag. Die Hoffnung an sich wirkt bereits vitalisierend und fördert die Vorgänge in uns, die uns helfen, Probleme zu bewältigen und schwierige Situationen besser auszuhalten.

Es wird das Gefühl gestärkt, dass die Dinge sich zum Guten entwickeln werden. Dass in uns Potenziale sind, die wir fördern können und die uns helfen, auch Schwieriges zu bewältigen. Unsere Widerstandsfähigkeit gegen Erkrankungen jeder Art wird unterstützt.

Frühlingshauch

Der Frühling ist das Ende des kalten, sonnenarmen Winters. Er bringt Hoffnung auf Gefühle der Wärme und der hellen Veränderungen. Er kommt immer. Auch wenn der Winter lang war. Dieser Vergleich legt nahe, dass alle schlimmen Gefühle irgendwann von konstruktiven Veränderungen abgelöst werden.

… und begleitet von den Geräuschen um dich herum … kannst du dich sinken lassen … angenehm schwer und wohlig warm … während die Gedanken frei werden … in der Ruhe …

… und wenn man durch die Natur geht in diesen Tagen … und das kann auch in der Erinnerung sein … während dein Körper sich nicht an seine angenehme Schwere erinnern muss … denn sie begleitet die Entspannung immer auch … und besonders in der Wärme des Raumes … wird die eigene Schwere oft zu einem wohligen Gefühl der Erholung …

… und so zieht der Frühling durch die Natur … leichtfüßig und fröhlich … er selbst ist unsichtbar … aber dort, wo er vorbeikommt … verbreitet sein Atem einen grünen Hauch über die Pflanzen … … … pünktlich wird er kommen … soweit das für die Natur eben gilt … die keine Uhr kennt … nur eine Abfolge von Jahreszeiten … ihrem eigenen Rhythmus folgend … auf jeden Winter folgt ein Frühling … der auch noch ein halber Winter sein kann … oder schon ein kleiner Sommer …

… und das Grün ist sehr unterschiedlich … vielleicht liegt es daran, dass der Frühling mal kräftig ausatmet … und mal leicht ausatmet … je nachdem wie ihm gerade zumute ist … und ob er sich angestrengt hat … denn vielleicht ist es für den Frühling anstrengender … einen ganzen Wald zu begrünen … mit seinen vielen verschiedenen Bäumen … und Grüntönen … als über einen Fluss zu ziehen … oder einen kahlen Bergrücken …

… und so ist das Grün mal dunkler und mal heller … mal eher gelb oder auch bläulich …

… und den Frühling kümmert das nicht wirklich … er zieht eben weiter … mit leichtem Schritt … … … und hinter ihm bleibt sein grüner Hauch … und verbreitet Leichtigkeit und Fröhlichkeit in den Stimmungen der Menschen …

… Hoffnung auf Licht und Wärme … Zuversicht … dass die Zeit der Kälte vorüber geht … dass etwas Neues beginnt … und dass die Anspannung des Winters nachlassen kann … weil in der Wärme und im Licht Neues wachsen wird …

… denn in seinem Schlepptau kommt die wohlige Wärme … sie verteilt weitere Farben auf den Pflanzen … das Weiß und Gelb … das Blau und Rot der Blumen … in vielen verschiedenen Tönungen … und Formen …

… so ist das milde Grün erst der Beginn des Frühlings … das leichte Atmen … das sein Kommen ankündigt …

… und mit seinem Hauch bringt er so die Stimmungen der Menschen in Bewegung …

… sie werden freundlicher und fröhlicher … schwemmen das Grau und die Schwere des Winters aus …

… und die kräftigen Farben ersetzen es … und werden zum lachenden Überschwang … der sich als Klang einer für das normale Hören nicht hörbaren Stimme … durch die Frühlingsluft verbreitet …

… so mögen die Farben sichtbar gewordene Fröhlichkeit des Frühlings sein … gereift in den langen Nächten des Winters … dann geboren … und verstärkt in der Freude der Seelen …

… wo sie sich von Mensch zu Mensch fortpflanzen … und dabei kräftiger werden … oder abschwächen … je nachdem … … … und der Frühling nimmt sie dankend auf … um sie freigiebig weiterzuverteilen … oder wieder mitzubringen im nächsten Jahr … falls etwas übrig bleibt …

… und so hilft es … bis in die Tiefen des Empfindens … die Farben des Frühlings in die Seele hineinzulassen … … … begleitet von der Wärme … und dem Licht der Sonne … damit die schweren Stimmungen verdünnt und ausgeschwemmt werden … auch in diesem Moment …

… so dass die Seele leichter und heller wird … und ihre Freude weitergeben kann …

… und so kannst du die Farben des Frühlings sich ausbreiten lassen … auch in dir … die Schwere sich verdünnen lassen … und zusehen, wie sie sich verflüchtigt … … … allmählich …

… und auf deine innere Frühlingswiese wandern … dir dort einen schönen Ruheplatz suchen … und die Farben im warmen Frühlingslicht genießen …

… den Melodien des Frühlings lauschen … die sich zu verschiedenen Orchestern verbinden …

… um einige dieser schönen Gefühle mitzubringen … während du dich jetzt wieder sammelst … und in deiner eigenen Geschwindigkeit hierher zurückkommst …

Ein Blatt erwacht

Ein Blatt hat dem Leben gegenüber nur die Verpflichtung, zu existieren. Es ist dazu bestimmt, zu sein. Dazu gehören sein Wachstum und seine Gesundheit.

Ist es mit uns Menschen nicht genauso? Wir werden geboren wie ein Blatt – ohne Verpflichtungen. Die kommen erst durch die Umstände, in die wir geboren werden. Aber sie gehören nicht eigentlich zu uns.

Wenigstens in der Vorstellung können wir uns von all unseren Verpflichtungen, die wir uns im Laufe der Zeit aufgeladen haben, auch wieder lösen. Sobald wir uns in der Vorstellung gelöst haben, geschieht es leichter – und manchmal wie von selbst – in der Wirklichkeit.

… und nachdem die Schwere spürbar wird … wenn die Muskeln sich lockern … kannst du deine Fantasie jetzt treiben lassen … … … und wie es wohl für ein Blatt sein mag … wenn es das erste Mal die Sonne aufgehen sieht … … … bisher die schützende Dunkelheit gewohnt … erlebt es die Dämmerung … zuerst ein Grau auf der einen Seite des Himmels … … … das heller wird … und Farbe bekommt … von der Sonne gespeist … … … die Frische der Nachtluft umhüllt es noch … … … dann die ersten Strahlen am Horizont … noch bevor die Sonne zu sehen ist … und das erste Mal in seinem jungen Leben sieht das Blatt Farben … und es ist sehr aufmerksam … und es entsteht Freude in ihm … irgendwie … durch die Farben … und das Licht … und es spürt Wärme …

… denn aus dem Grau der Dämmerung … wächst zuverlässig … die rötliche Strahlung der aufgehenden Sonne … … … langsam steigt sie nach oben … breitet sich über den Himmel aus … … … während in der Nähe noch Menschen in ihren Betten schlafen … oder schon Geräusche machen … Vogelstimmen erwachen … färbt sie den Bodennebel … und streckt ihre weichen Arme nach dem Blatt aus … und nach dem Rest der Welt … sieht auch das Blatt zum ersten Mal … begrüßt es freundlich und berührt es zart …

… immer mehr … beginnen die Strahlen das Blatt zu wärmen … das Rot wird zu einem hellen Gelb … wird wärmer … hüllt das Blatt ein … … … und das Blatt genießt es … wie die Wärme es aufleben lässt … während sein Rücken noch den Schatten der Nacht bewahrt … … … fühlt es in seinem Inneren … wie die Wärme sich verbindet mit dem Licht … und wie beides zusammen es wachsen lassen … und es spürt dieses Wachsen auch innerlich … … … das Größerwerden im Licht … in der Wärme der Sonne … ganz intensiv in allem, was es ist …

… und weil es ein Blatt ist … an einem Baum … und weiter keine Verpflichtung hat … als eben das zu sein, was es ist … kann es die Dinge zu denen es bestimmt ist … aus sich selbst heraus … geschehen lassen … und die schlafenden Menschen und ihre Geräusche sind ihm gleichgültig … … … deshalb genießt es sein eigenes Dasein … in Licht und Wärme … und lässt sich hängen … vom Wind schaukeln … hin und wieder …

… in sich und mit sich zufrieden … … … und weil das ein wirklich … gutes Gefühl ist …. mit sich selbst zufrieden zu sein … kannst du genießen … dass es auch in dir ist … und wachsen wird … … … und so lässt du die Zufriedenheit in dir wachsen … in allen Zellen und Poren … vom Kopf … bis in die Finger … und Zehen …

… und bringst Zufriedenheit mit … so dass sie deine Freude am Tag und an der Nacht nährt … während du jetzt mit jedem Atemzug frischer und wacher wirst … in deiner eigenen Geschwindigkeit … so dass du wieder aufmerksam in diese Realität zurück kommst …

Ein See schwemmt schwere Gefühle aus

Wir kennen das Bild, wenn Wasser Verunreinigung auswäscht, etwa aus einem Stoff oder aus dem Salat. Indem wir uns vorstellen, dass Wasser auch uns innerlich reinigt, werden entsprechende Ressourcen in uns angesprochen. Dadurch werden wir gereinigt – nicht im moralischen Sinne, sondern von Krankheit und von Gefühlen, die uns peinigen.

… und während du dich hier mit deiner Schwere sinken lässt … in eine erholsame Ruhe … … … sinken lässt … angenehm schwer und wohlig warm … … … könntest du auch an einem warmen Sommertag … mit allem was zu solch einem schönen Tag gehört … … … an einem See liegen … vielleicht auf einer Decke im Gras … und die Dinge an dir vorüberziehen lassen …

… den Duft des Grases … von der Sonne erwärmt … wie er vom Wind herangetragen wird … und wieder mitgenommen … nachdem deine Nase davon kosten durfte … es genießen können …

… weil du auch dort wie hier einfach nur daliegen kannst … angenehm schwer und wohlig warm … in den Moment der Ruhe hineinsinken lassen …

… und nach einiger Zeit der Ruhe … wenn du Lust auf Abwechslung bekommen hast … willst du dir vielleicht den See anschauen … und lässt deinen Blick ruhig schweifen … über die glatte Oberfläche des Wassers … … … verfolgst den Verlauf seines Ufers mit den Augen … kannst die Pflanzen betrachten … und die Tiere …

… während du dir erlaubst … es zu genießen … überall im Körper … deine Spannungen loszulassen … ist der See sehr friedlich … bis in seine Tiefen … und irgendwie auch freundlich … lächelnd … soweit ein See das eben kann … als würde er dich einladen, zu ihm zu kommen … … … langsam kannst du zu ihm hinschlendern … dich an sein Ufer stellen … beobachten wie das Licht der Sonne sich in ihm spiegelt …

… und dich durch das klare Wasser bis auf den Grund sehen lässt … bis zu den Steinen die entspannt in ihrer Schwere dort liegen … und ihrem grünen Bewuchs … der sich ganz locker vom Wasser bewegen lässt … hin und her …

… das Wasser ist ganz außergewöhnlich klar … so dass du sehen kannst … dass er recht flach ist … … … es ist als würde er dich einladen … deine Füße in ihm zu baden … und du gehst vielleicht ein Stück hinein … das Wasser hat genau die Temperatur die dir guttut … … … und du kennst das Gefühl … das Wasser umspült deine Füße sehr angenehm … streichelt sie … umspült deine Zehen … und die Knöchel … so zart wie nur Wasser es kann …

… und so fühlst du dich bald leichter … irgendwie … als würde das Wasser alle Lasten aus deinen Füßen spülen … vielleicht die Anstrengung des Tages … und wenn du länger bleibst … auch die alten Anstrengungen … die Tage, Monate und Jahre zurückliegen … und so genießt du es noch mehr … dort zu sein … mit den Füßen im warmen Wasser … das deine Lasten weich ausspült …

… und magst vielleicht ein Stück tiefer hineingehen … … … so weit, wie du dich wohlfühlst … … … und weiter umspült das Wasser deine Haut … weich und spielerisch … reinigt es die Haut … und weiter fühlst du dich leichter … auch innerlich erleichtert … … … und so versuchst du vielleicht … dich noch einen oder zwei Schritte tiefer sinken zu lassen … und kannst dich schließlich mit dem Körper so in das klare und warme Wasser hineinlegen … dass nur noch der Kopf über Wasser ist … dich im Moment tragen lassen … … … und wieder fühlst du dich dadurch leichter … auch innerlich … und gereinigt … befreit von neuen und alten Lasten …

… und wenn du magst … tauchst du in deiner Vorstellung kurz deinen Kopf unter Wasser … und wie du ihn wieder aus dem Wasser hebst … ist er leichter geworden … sind deine Augen gereinigt … ist dein Blick klarer … und deine Ohren sind gereinigt … so dass du besser hörst … und auch deine Nase und dein Mund sind gereinigt … so dass du besser riechen kannst und schmeckst … und so erfüllt dich Ruhe und eine gute Verbindung zum Leben … in allem, was du bist …

… und weil es dir guttut … wiederholst du es vielleicht noch einige Male … bis du dich auch innerlich gereinigt und stark fühlst … gesund und hell …

… um dann langsam und leicht ans Ufer zurückzugehen … und dich dort noch einmal hinzulegen … um in der Sonne zu trocknen …

… und du spürst … während du so daliegst … dass eine Freude dich erfüllt … und sich noch weiter ausbreitet … so als hätte der See alle schweren Gefühle aus dir ausgeschwemmt …

… und so kannst du es genießen … einfach hier zu sein … angenehm erleichtert und wohlig warm … … … um dich dann allmählich wieder zu sammeln und bereit zu machen für den Rückweg …

… und du kommst so langsam oder schnell wie es gut ist für dich jetzt hierher zurück …

Die leichte Schwere eines Vogels

Für den Verstand klingt es unverständlich: wie Schwere leicht sein kann. Das Gefühl aber kennt es: dass etwas, das zuvor schwer auf der Stimmung, auf der Seele lastete, unvermittelt leicht werden kann. Alleine das Wissen, dass es das gibt – und die Erinnerung an dieses Gefühl der Erleichterung – sind geeignet, entsprechende Veränderungen einzuleiten. Auch jetzt.

Diese Geschichte ist durch ihren für den Verstand verwirrenden Aufbau stark dissoziierend. Dadurch wird die Trance meist tiefer. Sie ist entsprechend gut geeignet, um therapeutisch zu arbeiten.

… nachdem du dich jetzt zurechtlegst …. und eine gute Haltung findest … in der du eine Weile locker liegen kannst … und dich erholen kannst … auf allen Ebenen … … … kannst du deinen Körper sinken lassen … … … in seine angenehme Schwere und wohlige Wärme …

… Gedanken und Geräusche kommen dabei … und gehen auch wieder … irgendwann …

… und das Gefühl der Schwere mag eine Form der Ruhe sein … … … darum kommt die Ruhe als Schwere manchmal leichter daher … vielleicht wie ein satter, gemütlich dahinstapfender Elefant … der das Leben genießt und sein Gewicht tänzelnd durch den Staub trägt … … … und manchmal kommt die Ruhe schwerer daher … vielleicht ist der Elefant dann müde … weil er schon ein ganzes Stück seines Weges gegangen ist … und es verdient hat … sich auszuruhen …

… und ich weiß nicht … wie sie aussehen würde … die angenehme Schwere … die ein wichtiger Teil der Ruhe ist … … … wenn sie selbst eine Gestalt hätte … sie könnte auch ein Vogel sein … vielleicht bunt wie ein Papagei … so mag der Elefant sich manchmal fühlen wollen … … … und wenn er müde ist … der Vogel … der so schwerelos leicht durch die Luft fliegt … landet er irgendwo … wo es schön ist … klappt seine Flügel zusammen … und lässt sich irgendwo in Sicherheit zusammensinken … angenehm schwer … … … um in der Erholung allmählich wieder leicht zu werden …

… unter dem Federkleid wohlige Wärme … so dass die Ruhe bald tiefer wird … wie bei einem erholsamen Schlaf …

… er mag sich auf einem Baum in eine Astgabel gesetzt haben … lässt sich mit seiner Schwere hineinsinken … lehnt sich vielleicht sogar an einen Ast an … es sieht ja keiner … obwohl ihm auch das egal ist … wenn er nur müde genug ist … und es ist gut … dass er in dem Moment kein Elefant ist … außer wenn es ein sehr kräftiger Ast wäre … würde es keine Rolle spielen … … … und so genießt er die Ruhe … auf seine Art …

… während die Blätter des Baumes um ihn herum … leicht vom Wind bewegt werden … miteinander leise flüstern … um ihm seine Ruhe zu lassen … damit ihr Gast sich in Ruhe erholen kann …

… gemeinsam mit dem Wind … bewegen die Blätter den Ast auf dem er sitzt … um ihn sanft zu wiegen … in der Geborgenheit des Baumes …

… und in seinen Träumen wird er getragen … federleicht über die Wolken … legt sich auf die oberste, weiße Wolke … wie in ein weiches Bett …

… um ihn herum … unter dem Blau des Himmels … im Licht der warmen Sonne … sind andere Vögel … manche kommen von weit her … … … und sie erzählen sich, was sie gesehen haben … auf ihren Flügen … … … sie lachen miteinander … und entspannen sich …

… und die Blätter im Baum sehen ihn schlafen … den Vogel … sehen wie er lächelnd träumt … der Vogel … der eigentlich die Schwere ist … und doch so leicht in der Ruhe … und immer leichter wird in der Ruhe … nachdem er zuerst schwer sein durfte … … … und dann … nachdem er sich erholt hat … wacht er wieder auf … fühlt sich frisch … bleibt noch ein Weilchen sitzen … beobachtet die Blätter … … … ihr Spiel mit dem Wind … … … und mit dem Licht …

… sammelt sich wieder … … … und lässt sich schließlich in den Wind fallen … um wieder ein Stück weiterzufliegen … und Freude am Leben zu spüren …

… und so kannst du dich jetzt sammeln … und hierher zurückkehren … in deiner eigenen Geschwindigkeit … so schnell oder langsam wie es gut ist für dich …

Sonnenuntergang

Auch der Sonnenuntergang kommt jeden Tag. Gleichgültig, wie der Tag war und was an ihm passiert ist. Er ist verlässlich.

Es gibt also Dinge, die verlässlich sind und völlig unabhängig von menschlichen Veränderungen geschehen. Das legt die Hoffnung nahe, dass es für jede Situation wenigstens einen Ausweg gibt. Das Unbewusste erinnert sich an wärmende Sonnenuntergänge, relativiert das eigene Leid und sucht nach Auswegen …

… und dein Körper erinnert sich … es ist angenehm für ihn … die warmen Strahlen der Sonne zu spüren … … … so dass die Muskeln sich von ganz alleine entspannen dabei … und die Wärme überall guttut …

… manchmal ist es angenehmer, wenn die Sonne sehr hoch steht … besonders im Frühling … und im Herbst … … … und im Sommer ist es angenehmer am Abend … wenn ihre Strahlung und ihr Licht nicht mehr so intensiv und hell sind … und ihre Wärme milder …

… und so kannst du deine Aufmerksamkeit in deine Haut wandern lassen … und ihre Wärme genießen … für ein paar Minuten ausgiebig genießen …

… während die Sonne an jedem Tag langsam nach unten wandert … zum Horizont … nachdem sie ihren höchsten Punkt überschritten hat … der an jedem Tag an einer anderen Stelle ist … … … mit jedem Augenblick ein Stück tiefer … strahlt sie ihre wohlige Wärme durch die Haut … in die Tiefen des Körpers … und der Stimmungen …

… und ihre Wärme verwandelt sich in deinem Inneren in wohliges Licht … das dich von innen wärmt … auf eine andere wohltuende Weise …

… und mit dem Licht geht auch der Tag … und so manches andere in das Vergessen … das am nächsten Tag anders sein wird … das wir vertrauensvoll der Nacht übergeben können …

… und so sinkt die Sonne mit dem Herankommen der Nacht tiefer … dem Horizont entgegen …

… ihr Licht verändert sich … während sie sinkt … und mit ihm die Farben der Welt … und unsere Sicht der Dinge … irgendwie … … … während sie tiefer sinkt … verändern sich die Farben der Dinge … sie bekommen einen warmen Ton … … … werden unschärfer … weicher … milder … verlieren ihre klare Gestalt … können sich für das Auge zu etwas Neuem fügen …

… die Schatten werden größer … … … und in den Schatten findet die Kreativität ihre Nischen und ihre Nahrung … … … der Verstand kann sich lösen … sich ausruhen … von der einen oder anderen Realität … es werden Ideen geboren … währenddessen … unbewusst … die über die Wirklichkeit hinausgehen … oder eine andere Wirklichkeit schaffen … … … dabei und nebenbei wird dieses oder jenes Problem gelöst … noch unwissend neue Erfindungen geboren … … … im Halbschlaf des Schattens der untergehenden Sonne …

… und so kann eine Ahnung entstehen … für den bewussten Verstand … über die Möglichkeiten … sich selbst gut zu entwickeln … während das Unbewusste weiß …

… und das leichte Licht … gibt Raum … gibt Vertrauen … der Ahnung nachzuforschen … und so wird sie dichter … und klarer … irgendwann zu einer Vorstufe der Gewissheit … dass gute Entwicklung auch dort möglich ist … wo sie bisher verborgen war …

denn in dem Maße, wie die Sonne für die einen untergeht … auf der einen Seite der Erde … steigt sie für die anderen auf … auf der anderen Seite … … … und wenn die Vorstellung die Nacht durchwandert … kommt sie an einen Punkt … irgendwann … und immer wieder … wo die Nacht vorüber ist … und die Sonne aufgeht … … … sie wird heller und wärmer dabei … erfüllt dort die Schatten mit Licht … und schafft beruhigende Klarheit für den Verstand … … … neue Möglichkeiten ergeben sich … der ausgeschlafene Mensch hat neue Kraft und neue Ideen … geboren im Unbewussten …

… und so genießt du die schönen Bilder in dir … Erinnerungen an Sonne und Wärme … lässt dich davon ausfüllen … und wärmen …

… und bringst einiges davon mit … während du in deiner eigenen Geschwindigkeit in die wache Wirklichkeit dieses Tages zurückkommst …

Straßenpfosten

Diese Geschichte wirkt erheiternd. Sie löst im Verstand Widerspruch gegen die beschriebenen Vorstellungen aus – und beschäftigt ihn dadurch. Gleichzeitig nimmt das Unbewusste die Anregungen auf, dass manche Dinge ganz anders sind, als der Verstand sie sich vorstellt. Und warum soll das nur auf der Straße so sein?

… und während du zur Ruhe kommst … und deine Glieder hinuntersinken dürfen … angenehm schwer … und wohlig warm …

… dabei kann sich dein Körper erinnern … an die letzten angenehmen Berührungen erinnern … und an manche, die noch weiter zurückliegen … und denen nachlauschen … im Körper … in seinen Erinnerungen … die guten Gefühle finden … die dazugehören … und sie genießen … … … Berührungen … die deiner Haut besonders gut gefallen haben … deinen Muskeln … vielleicht sogar deinen Knochen … und auch Gelenken … … … besonders gut gefallen haben … und so kannst du sie noch einmal genießen … aus der Erinnerung heraus … sich in dir ausbreiten lassen … … … dich erinnern an angenehme Berührungen … und an die guten Gefühle … die dazugehören … und dich sinken lassen … in den Moment hinein … angenehm schwer … und wohlig warm …

… und immer wenn du auf der Straße fährst … sind rechts und links der Straße … schwarz-weiße Pfosten … sie sind nicht sehr groß … und tagsüber auch unauffällig … nachts leuchten sie oben auf der einen Seite rund … auf der anderen Seite eckig … immer dann, wenn Licht auf sie fällt … und ganz still stehen sie da … und vielleicht registrieren sie alles, was an ihnen vorüberzieht …

… man könnte meinen, sie seien unbeweglich … und würden immer an derselben Stelle stehen … während du hier liegst … angenehm schwer und wohlig warm …

… denn manches ist ganz anders … als der Verstand denkt … und er darf es weiterhin denken … denn es gibt ihm Sicherheit … so dass es dir gut geht damit … … … und dass manches doch ganz anders ist … gibt dir die Gewissheit … dass auch dort gute Veränderungen möglich sind … wo du sie nicht erwartest …

… und sogar der Verstand erlaubt es sich … zu akzeptieren … dass nicht alles so ist … wie er meint … denn es gibt ihm Sicherheit … einerseits … und Zuversicht … andererseits …

… einer könnte aber auch meinen … dass die Zahl der Straßenpfosten gar nicht so groß ist … … … und er könnte glauben … dass sie mit ihm ziehen … wenn er an ihnen vorüberfährt …

… dann würden sie jetzt bereits am Ortsende auf ihn warten … um ihn nach Hause zu begleiten …

… immer, wenn einer hinter ihm im Dunkeln verschwindet … so dass er ihn nicht mehr sehen kann … auch nicht im Rückspiegel … rennt der ganz schnell los … außerhalb seiner Sicht rennt er ein Stück nach vorne … das setzt natürlich voraus … dass er wirklich schnell rennen kann … aber wie man weiß … sind Straßenpfosten sehr geduldig … warum sollten sie dann nicht auch sehr schnell rennen können … besonders wenn es dunkel ist … … … und dann wartet er ein Stück weiter vorne im Dunkeln … gewohnt geduldig auf ihn … während der an den anderen vorüberfährt …

… und wer weiß schon … was sie treiben … während langer Stunden nachts … wenn kein Auto kommt … vielleicht tanzen sie irgendwo auf einem Feld … und andere sitzen nachts vielleicht in einer Ecke … und malen die Farben die an ihnen vorübergezogen sind … zuvor … während des Tages … … … und die daraus entstehenden Bilder … bei denen, die malen … werden von Leuchtkäfern aufgehellt … … … vielleicht ruhen sich andere aus … vielleicht ist es anstrengend … an der Straße zu stehen … … … vielleicht sind es auch die Straßenpfosten … die die runden Kreise in den Kornfeldern machen … oder sie liegen sonst irgendwo herum … und ruhen sich einfach nur aus …

… so wie du jetzt … hier liegen kannst … und dich gründlich erholen … … … manchmal sieht man morgens am Straßenrand noch irgendwo einen liegen … der hat möglicherweise verschlafen … und tut dann so als könnte er nicht mehr alleine an seinen Platz …

… und weil das genau so sein könnte … oder auch ganz anders sein könnte … freuen sich deine Glieder darüber … hier liegen zu können … und über ihre schönen Erinnerungen … daran … berührt und bewegt zu werden … und können deshalb ihre Spannungen nach unten abgeben … auch die inneren … und sich erholen … alle deine Glieder … jetzt … und was sonst noch zu dir gehört … und die Erholung brauchen kann …

… um dann nach und nach wieder zu erwachen … und sich frisch und ausgeruht zu fühlen …

Das Puzzle des Lebens

Unsere Erfahrungen können verschiedene Reaktionen in uns auslösen. Sie müssen nicht zu diesem oder jenem Gefühl führen. Je nachdem wie wir damit umgehen und wie sehr wir das Erlebte bewerten, bekommt es mehr oder weniger Einfluss auf uns.

Auch diese Geschichte ist durch ihren für den Verstand verwirrenden Aufbau stark dissoziierend. Dadurch wird die Trance meist tiefer. Sie ist entsprechend gut geeignet, um therapeutisch zu arbeiten.

… und während deine Ohren hier warten … und sich wohlfühlen bei dir … … … und während dein Körper sich dabei sinken lässt … angenehm schwer und wohlig warm … die Gelegenheit nutzt, um sich gründlich zu erholen …

… und dein Gehirn sich auf seine Weise beschäftigt … mit diesem … mit jenem … … … und vielleicht darf es sich mehr mit dem beschäftigen … was dich bei dir sein lässt … weil jenes anders sein kann … weil es dich nicht bei dir sein lässt … als dieses … das die Ruhe in dir fördert … … … das vielleicht vorher auch einmal jenes gewesen ist … oder gewesen sein wird … denn es gibt für die Realität … die auch nur eine Vorstellung ist … irgendwie … … … einen Bereich, in dem die Zeiten nebeneinander existieren … und austauschbar sind … und weil es für den Verstand nicht sonderlich angenehm ist … zu denken … der gestrige Tag käme nach dem morgigen … oder der Schlaf sei der wachere Zustand … … … und weil all das so verwirrend klingen mag … kannst du den einfachen Weg zu dir nehmen … den der einfach da ist … dich selbst in deinem Körper fühlen … und die Ruhe in dir … sich ausbreiten lassen … … … Gedanken sein lassen … sich denken lassen … während es sehr angenehm ist … einfach nur im Körper zu sein … sich spüren und Erholung zulassen … auf allen Ebenen … … … weil aus ihr die Kraft entsteht … um alles zu schaffen … irgendwie … irgendwann … aus der Ruhe in dir …

… dabei sind manchmal andere Geräusche zu hören … und so ist es gut … dass die Natur für eine Regelmäßigkeit sorgt … mit dem Herbstwind lösen sich die Blätter vom Baum … bilden bunte Muster auf dem Boden … scheinbar … oder wirklich zufällig … die dem Auge gefallen … in denen du eine Spiegelung deiner Gefühle entdecken kannst … die Vorlage für neue Ideen … … … und so mag die Nacht im Schlaf des bewussten Verstandes eine Tür öffnen für uns … in der wir nach vorne gehen können … in die Vergangenheit, um die Zukunft neu zu ordnen …

… während der Verstand sieht … mehr oder weniger bewusst … wie sich in einem Traum … Farben zu einem wunderbaren Bild verdichten … vielleicht eine Landschaft … oder das Erlebnis eines Spaziergangs im Herbst … … … und es ist wiederum eine Spiegelung unseres Selbst … aus der Ideen entstehen … um die Dinge anders zu sehen … und Lösungen für Probleme entstehen zu lassen … … … kann eine Instanz in uns sich mit Leichtigkeit lösen … von der Begrenztheit des Alltags … und das Puzzle des Lebens vervollständigen … hier noch einen Farbton verstärken … dort eine Lücke füllen mit scheinbar Unwichtigem … … … denn ein Teil eines Puzzles alleine mag zwar interessant sein … und es bekommt eine ganz andere Bedeutung … wenn es mit den anderen Teilen zusammengefügt wird … seinen Platz findet … zunächst unbewusst … irgendwie …

… und Träume können wunderbare Gefühle auslösen … in einer Farbe schwingen … oder schweben … schwerelos im All die Sterne verbinden … zu einem Klang … oder einer Melodie … … … wie ein Zweig im warmen Wind geschaukelt werden … grün oder gelb oder rötlich … die Farben des Herbstes … … … die Rundung eines Balles spüren … der eine Seifenblase sein mag … alle Farben … und doch durchsichtig … seine Vollkommenheit innen und außen … seine Grenzen … seine Fähigkeit sich zu verbinden mit anderen … … … sich aufzulösen in viele kleine Bälle … alle farbig … alle fast schwerelos … perfekt rund … … … und den Blick oder den Finger entlang gleiten lassen … an dieser weichen und glatten Rundung … mal innen … mal außen …

… wie ein Kind auf der Luft schweben … auf dem Wasser dahintreiben … und sich lösen davon … … … von der Farbe … von dem Zustand … die eigenen Grenzen spüren … und festigen … die Gegenwart als Ergebnis der Vergangenheit … und als Voraussetzung für die Zukunft akzeptieren … unbewusst wissend, dass das auch ganz anders sein kann … … … während dein Unbewusstes dafür sorgt … dass du dich in diesem Moment weiter und wirklich gründlich erholst …

… und so sammelst du dich jetzt … und kehrst in deiner eigenen Geschwindigkeit hierher zurück … so schnell oder langsam, wie es gut ist für dich …

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