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Angelika Gräfin Wolffskeel

von Reichenberg

Schüßler-Salze für Ihr Kind

Sanfte Heilung für 0- bis 14-Jährige

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Angelika Gräfin Wolffskeel

von Reichenberg

Schüßler-Salze für Ihr Kind

Sanfte Heilung für 0- bis 14-Jährige

Symptom-Register von A bis Z

E-Book (E-Pub): ISBN 978-3-86374-031-3

(Druckausgabe: ISBN 978-3-938396-24-7, 1. Auflage 2009)

Mankau Verlag

Postfach 13 22, D-82413 Murnau a. Staffelsee

Im Netz: www.mankau-verlag.de

Diskussionsforum: www.mankau-verlag.de/forum.php

Lektorat: Katharina Floßmann, Mankau Verlag

Nicole Duplois, MetaLexis

Endkorrektorat: Dr. Thomas Wolf, MetaLexis

Monika Hein-Wesner, Marnbach

Gestaltung: Heike Brückner, Grafikstudio, Regensburg

Fotos Titelseite (v. oben): Serhat Divrik, Würzburg;

Caroline Förster, Würzburg; Shutterstock; Adpic

E-Book-Umsetzung: Satzweiss.com Print Web Software GmbH

Hinweis des Verlags:

Die Autorin hat bei der Erstellung dieses Buches Informationen und Ratschläge mit Sorgfalt recherchiert und geprüft, dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr; Verlag und Autor können keinerlei Haftung für etwaige Schäden oder Nachteile übernehmen, die sich aus der praktischen Umsetzung der in diesem Buch dargestellten Inhalte ergeben. Bitte respektieren Sie die Grenzen der Selbstbehandlung und suchen Sie bei Erkrankungen einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker auf.

Vorwort

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Vorwort


Liebe Leserin, lieber Leser,

dieses Buch widme ich den Kindern, Eltern, Großeltern, Verwandten und allen, die Kinder lieben, wertschätzen und sich um deren Wohl bemühen.

Ich überreiche Ihnen meinen ganz persönlichen Erfahrungsschatz. Öffnen Sie Ihr Herz für den Gesundheitserreger „Dr. Schüßler“ und begleiten Sie ganz mutig den individuellen Entwicklungsweg Ihrer Kinder.

tkclear

Mit herzlichen Grüßen

Ihre


Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg

Gerchsheim, im März 2009

„Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen.“

Titel eines „Elternbuchs“ von Irina Prekop und Christel Schweizer

I. Grundlagen

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I. Grundlagen

1. Einführung in die Biochemie nach Dr. Schüßler

Der Lebensweg Dr. Schüßlers

Im 18. und 19. Jahrhundert führten grundlegende Erkenntnisse in den Naturwissenschaften zu einem neuen Denken und damit zu veränderten, neuen Konzeptionen in der Medizin. Diese haben bis heute nicht an Bedeutung verloren.

Die Zeit war geprägt durch die Abkehr von der bis dahin herrschenden naturphilosophischen Betrachtungsweise des Menschen und der Krankheiten – hin zu einer naturwissenschaftlich begründeten Medizin. Demnach sind Veränderungen, die das sogenannte innere Milieu eines Organismus – das heißt die biochemischen Abläufe in den Zellen – stören, maßgeblich an der Entstehung von Befindlichkeitsstörungen bzw. Krankheiten beteiligt.

In dieser Zeit lebte auch der Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 – 1898), Begründer der Biochemie. Zeitgenossen waren u. a. der Chemiker und Mikrobiologe Louis Pasteur, der Bakteriologe Robert Koch, der Pathologe Rudolf Virchow sowie der Arzt Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie.

Als homöopathisch arbeitender Arzt eröffnete Schüßler 1858 in Oldenburg seine eigene Praxis. In den Naturwissenschaften setzte sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass Mineralstoffe für den Zellstoffwechsel und die Krankheitsentstehung eine sehr große Bedeutung besitzen. So begann Schüßler, sich mit den in der Homöopathie gebräuchlichen Mineralstoffen vermehrt auseinanderzusetzen.

In den Folgejahren hatte er allein in Oldenburg mit der Behandlung von 1.000 diphtheriekranken Kindern Erfolg, von denen Schüßlers Kollegen viele schon aufgegeben hatten. Die vielen Heilerfolge mit 12 Mineralsalzen ermutigten ihn, im Jahre 1874 seine erste kleine Broschüre mit dem Titel „Eine Abgekürzte Therapie“ zu veröffentlichen. Hierin drückte er seine feste Überzeugung aus, dass durch diese 12 Mineralsalze „alle Krankheiten, welche überhaupt heilbar sind, geheilt werden können.“

Sein Vermächtnis an die Nachwelt besteht vor allen Dingen in der von ihm vertretenen ganzheitlichen Heilweise, die auf die Funktionen und Lebensvorgänge des menschlichen Organismus wirkt. Damit hilft er den Menschen bis heute, sich gesund zu halten, und gibt wertvolle Ratschläge bei der Behandlung von Befindlichkeitsstörungen bzw. Krankheiten. Diesem Ziel soll auch der vorliegende Ratgeber für gesunde Kinder dienen.

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Lehrsätze

Das Lehrgebäude Dr. Schüßlers baut zunächst auf drei bereits damals bekannten Grundsätzen auf:

1. Die kleinste Lebenseinheit ist die Zelle.

2. Das Wesen der Krankheit ist die pathogen (krankhaft) veränderte Zelle (Virchow).

3. Gesund bleiben kann der Mensch nur, wenn er die nötigen Mineralstoffe in der erforderlichen Menge und im richtigen Verhältnis besitzt (Moleschott).

Aus diesem Wissen heraus entwickelte Schüßler dann seine eigenen Lehrsätze:

1. Lehrsatz: „Alle Krankheiten entstehen durch einen Mangel an bestimmten lebensnotwendigen Mineralstoffen in der Zelle.“

2. Lehrsatz: „Durch Zuführung der fehlenden Mineralsalze tritt die Heilung ein.“

3. Lehrsatz: „Die Zuführung der Mineralstoffe darf nur in allergeringsten Mengen erfolgen.“ –

4. Lehrsatz: „Die Zuführung der fehlenden Stoffe muss in solch einer Verdünnung erfolgen, dass der Übertritt des funktionssteigernden Salzes unmittelbar durch die Schleimhäute in Mundhöhle, Schlund und Speiseröhre direkt ins Blut erfolgen kann.“

Die beiden Hände

Es sagte einmal die kleine Hand zur großen Hand:

Du große Hand, ich brauche dich,

weil ich bei dir geborgen bin.

Ich spüre deine Hand, wenn ich wach werde und du bei mir geborgen bist,

wenn ich Hunger habe und du mich fütterst,

wenn du mir hilfst, etwas zu greifen und aufzubauen,

wenn ich mit dir meine ersten Schritte versuche,

wenn ich zu dir kommen kann, weil ich Angst habe.

Ich bitte dich, bleib in meiner Nähe und halte mich.

Es sagte die große Hand zur kleinen Hand:

Du kleine Hand, ich brauche dich,

weil ich von dir ergriffen bin.

Das spüre ich,

weil ich viele Handgriffe für dich tun darf,

weil ich mit dir spielen, lachen und herumtollen kann,

weil ich mit dir kleine wundersame Dinge entdecke,

weil ich deine Wärme spüre und dich liebhabe,

weil ich mit dir zusammen wieder bitten und danken kann.

Ich bitte dich, bleib in meiner Nähe und halte mich.

Gerhard Kiefel

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Krankheitsursachen nach Schüßler

Krankheiten können nach Schüßler verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann ein Mangel an einem bestimmten Mineralstoff vorliegen, der auf Verteilungsstörungen zurückzuführen ist. Zum anderen mag es sich um eine Selbstvergiftung der Zelle handeln. Darüber hinaus gibt es krankmachende Faktoren, die direkt auf die Zelle und den Zellstoffwechsel einwirken:

• elektrischer, physikalischer, pathologischer Reiz (Elektrosmog, Wasseradern usw.)

• mechanischer Reiz (Verletzung, Riss, Stich usw.)

• physikalischer Reiz (Kälte, Hitze usw.)

• Zivilisationsbelastungen (Treibhausgas, Smog usw.)

• chemischer Reiz (Säure, Laugen usw.)

• toxischer Reiz (Erreger wie Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten usw.)

• aus der Umwelt (Formaldehyd, Autoabgase, Färbemittel usw.)

• Medikamente (Impfungen, Antibiotika, Hormone, Cortison, Psychopharmaka usw.).

Diese verschiedenen Einflüsse können die Zelle daran hindern, die erforderliche Nahrung aufzunehmen. Die Folge davon ist: Der Stoffwechsel wird gestört. Führen wir z. B. bei Krämpfen den fehlenden Mineralstoff, z. B. Magnesium phos., direkt über das Blut zu und regen damit die Entkrampfung der Zellen an, erfolgt als unmittelbares Ergebnis die Heilung.

Dazu Dr. Schüßler: „Gesundheit ist das quantitative Gleichgewicht der einzelnen Mineralsalze, Krankheit entsteht erst durch das Ungleichgewicht dieser Mineralsalze.“

Homöopathie – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Gemeinsam haben die Biochemie nach Schüßler und die Homöopathie das Bestreben, mithilfe von Heilmitteln natürlichen Ursprungs die Gesundheit von Menschen zu fördern und Krankheiten ganzheitlich zu behandeln. Die Herstellung durch homöopathische Potenzierung ist beiden Behandlungsformen im Grundsatz gleich. Während aber in der Homöopathie neben den Niederpotenzen bis D 10 auch Mittel- und Hochpotenzen ab D 30 zu finden sind, arbeitet die Biochemie nach Schüßler in der Regel mit den Potenzstufen D 6 und D 12. Ein weiterer Unterschied besteht im Grundsatz der Mittelwahl. Während bei der Behandlung mit den Schüßler-Salzen biochemische Funktionsmittel zugeführt werden, um einen „Mangel“ auszugleichen, der durch eine Verteilungsstörung in der Mineralstoffversorgung bedingt ist, wird in der Homöopathie das Mittel nach dem Ähnlichkeitsprinzip ausgesucht. Dieses besagt, dass eine Arznei, die beim Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, ähnliche Beschwerden oder Symptome beim Kranken heilen kann. Für die Homöopathie gilt eine Faustregel, die sogenannte „Simile-Regel“: „Gleiches heilt Gleiches“ oder „Ähnliches heilt Ähnliches“.

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Schüßler sieht klare Unterschiede zwischen der Biochemie und der Homöopathie:

„(…) mein Heilverfahren ist aber kein homöopathisches, denn es gründet sich nicht auf das Ähnlichkeitsprinzip, sondern auf die physiologisch-chemischen Vorgänge, welche im menschlichen Organismus sich vollziehen.“ Und weiter: „Der Grundsatz, nach welchem ein Mittel gewählt wird, drückt diesem sein Gepräge auf. – Ein nach dem Ähnlichkeitsprinzip gewähltes Mittel aber, welches den Mineralstoffen des Organismus homogen ist und dessen Anwendung sich auf die physiologische Chemie gründet, ist ein biochemisches.“

Wächst ein Kind mit Kritik auf, lernt es zu verurteilen.

Wächst ein Kind mit Hass auf, lernt es zu kämpfen.

Wächst ein Kind mit Schmach auf, lernt es, sich schuldig zu fühlen.

Wächst ein Kind mit Spott auf, lernt es, scheu zu sein.

Wächst ein Kind mit Toleranz auf, lernt es, geduldig zu sein.

Wächst ein Kind mit Ermutigungen auf, lernt es, dankbar zu sein.

Wächst ein Kind mit Lob auf, lernt es, selbstsicher zu sein.

Wächst ein Kind mit Aufrichtigkeit auf, lernt es, gerecht zu sein.

Wächst ein Kind mit Sicherheit auf, lernt es, zuversichtlich zu sein.

Wächst ein Kind mit Anerkennung auf, lernt es, sich selbst zu schätzen.

Wächst ein Kind mit Güte und Freundlichkeit auf, lernt es, die Welt zu lieben.

Jean Paul Sartre

„Fehlendes durch Fehlendes ersetzen“

Unter dem Stichwort „Mangel“ ist normalerweise kein mengenmäßiger Mangel zu verstehen, sondern eine Verteilungsstörung. Schüßler nannte das die „Bewegungsstörung“ der Mineralstoffe.

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Die Aufnahme der Schüßler-Salze hilft dem Körper, die Mineralstoffe genau an den Ort des Geschehens gelangen zu lassen, an dem sie gerade gebraucht werden. Wollten wir damit quantitative Mängel beheben, wäre die Therapie in dieser Art wegen der geringen Mineralstoffmenge in den Tabletten wenig sinnvoll. Bei einer akuten Erkrankung kommt es im Körper zu einem erhöhten Verbrauch bestimmter Mineralstoff-Ionen. Mangelt es gerade an diesen Mineralstoff-Ionen zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen, werden diese aus den Geweben mobilisiert. Schüßler ging davon aus, dass in diesem Fall Stoffe, die an diese Mineralstoffe gebunden sind, ausfallen. Ein Beispiel dafür: Mangel an oder Verbrauch von z. B. Natrium chlor. ist etwa zu erkennen an einem einsetzenden Fließschnupfen oder an tränenden Augen. Bei der Therapie eines tatsächlichen Mineralstoffmangels, wie bei der Osteomalazie (Knochenerweichung), ist es immer sinnvoll, den Körper anzuregen, wieder stabile und elastische Gewebe und Strukturen aufzubauen und diese zu ernähren. Das könnte in diesem Fall unterstützend mit Natrium chlor. (Nr. 8) geschehen: Mit diesem Salz fördern Sie den Nährstrom zur Zelle, sodass die Nährstoffe, die über die Nahrung aufgenommen werden, tatsächlich zur Knochenstärkung zur Verfügung stehen.

Funktionsmittel

Schüßler erkannte, dass er die Mineralstoffe potenzieren musste, da diese sonst direkt über die Nieren wieder ausgeschieden werden und so nicht ins Blut und damit nicht in die Zellen gelangen. Schüßler selbst setzte hauptsächlich die Potenz D 6 ein, mit Ausnahme von Calcium fluor., Ferrum phos. und Silicea, die wegen der geringen Löslichkeit in D 12 verordnet wurden. Die Schüßler-Salze 1 bis 12 gibt es dank verbesserter Herstellungsverfahren in den Potenzierungen D 3, D 6 und D 12. Beim Lutschen der Tabletten tolerieren die Regulierungssysteme, wie z. B das Immunsystem, die potenzierten Mineralsalze (Moleküle). Und diese zirkulieren so lange im Blut, bis sie in die Zelle gelangen. Deshalb sind die Schüßler-Salze in der Lage, die Zellfunktion anders zu beeinflussen als das anorganische Mineral in seiner Grundsubstanz. Die von Schüßler gewählten Mineralsalze fördern so die Stoffwechselfunktion der Gewebe, Zellen und Organe. Daher werden sie Funktionssalze bzw. Funktionsmittel genannt.

Die Biochemie nach Dr. Schüßler ist eine Regulationstherapie: Mit ihrer Hilfe wird die Verteilungsstörung der Mineralsalze reguliert.

Die Wirkung der biochemischen Mineralsalze lässt sich zu einem großen Teil herleiten, wenn man die Bedeutung der in ihnen enthaltenen Ionen kennt. Diese Bedeutung ist eng mit ihrem Vorkommen im Organismus verbunden.

Die Potenzierung

Bei der Herstellung homöopathischer und biochemischer Arzneien wird die Ursubstanz mit Milchzucker in einem vorgegebenen Zeitschema verrieben und pro Potenzierungsstufe im Verhältnis 1:9 (D-Potenzen) bzw. 1:99 (C-Potenzen) verdünnt. Nach der 3. Verreibungsstufe wird mit Alkohol verschüttelt und weiter verdünnt.

Dabei zeigt das Kation (+) den „Funktionsort“ („wo etwas passiert“) an.

Hierfür gilt:

• Kalium: intrazellulär (in der Zelle)

• Natrium: extrazellullär (außerhalb der Zelle)

• Calcium: an der Membran (Zellhülle)

• Silicea: Bindegewebe

• Magnesium: an der Membran, Nerven

Das Anion (–) zeigt dagegen die Wirkungsweise an:

• Phosphat: Energiegeber

• Sulfat: Reinigung

• Chlorid: Transportbewegung (z. B. rein in die Zelle, raus aus der Zelle)

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Schüßler: „Jedes biochemische Mittel muss so verdünnt werden, dass die Funktionen gesunder Zellen nicht gestört, vorhandene Funktionsstörungen aber ausgeglichen werden können.“

Als homöopathisch denkender Arzt potenzierte er seine Mineralstoffe: Er verrieb und verdünnte sie stufenweise mit Milchzucker. So können die heilwirksamen Salze direkt über die Schleimhäute des Schlundes (Rachen) und der Speiseröhre ins Blut übertreten.

Wo kann ich die Schüßler-Salze für meine Kinder einsetzen?

Die biochemischen Mineralsalze nach Schüßler können grundsätzlich immer zur Gesunderhaltung Ihrer Kinder eingesetzt werden, bei akuten wie chronischen Erkrankungen, Schmerzen, während der Stillzeit, zur Operationsvorbereitung und -nachsorge, als Haus- und Reiseapotheke und zur Unterstützung bei allopathischen Behandlungen. Wählen wir die richtigen Mittel, können diese für die ganz speziellen Bedürfnisse oder Erkrankungen des jeweiligen Altersabschnitts Ihres Kindes hilfreich und nützlich sein.

Sie können insbesondere eingesetzt werden als:

• Entzündungssalze (akut wie chronisch)

• Nervensalze

• Blutsalze

• Knochensalze

• Muskelsalze

• Salze für die Bänder

• Salze für die Schutzorgane

• Salze für die Blutgefäße

• fäulnisverhütende Salze

• Drüsensalze

Die breite Wirkung der Biochemie auf den Organismus hilft oftmals, vielfältige Befindlichkeitsstörungen und Beschwerden zu bessern oder ganz und gar zu heilen. Gerade zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Gesunderhaltung ist es von großem Vorteil, dass die biochemischen Funktionstabletten völlig unbedenklich sind und auch über einen längeren Zeitraum gelutscht werden können.

Ausführlichere einführende Informationen zur Biochemie nach Dr. Schüßler finden Sie in meinem Ratgeber „Die 12 Salze des Lebens. Biochemie nach Dr. Schüßler“.

2. Empfehlungen zur Einnahme

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Zur Einnahme der Schüßler-Salze wird im Allgemeinen empfohlen: Kinder lassen idealerweise die Tabletten im Mund zergehen. So können die heilwirksamen Salze über die Mundschleimhäute aufgenommen werden. Dies bewirkt eine gute und schnelle Aufnahme in den Organismus. Eine mögliche Beeinflussung durch die Verdauungssäfte kann so ebenfalls vermieden werden. (Würden sie geschluckt werden, blieben sie wirkungslos, weil die Magensäure die potenzierten Mineralstoffmoleküle der biochemischen Funktionsmittel zerstört.) Am besten lutschen Kinder die Funktionsmittel einzeln im Mund. Ältere Kinder können auch 2 Tabletten auf einmal lutschen.

Alternativ können die biochemischen Funktionsmittel aufgelöst in etwas abgekochtem, heißem Wasser, auf Mundtemperatur abgekühlt, kauend getrunken werden – aus meiner Sicht die beste Darreichungsform, genannt „Heiße X“ (X ist die Nummer des Salzes). Dies empfiehlt sich vor allem bei größeren Einnahmemengen. So können z. B. bei akuter Halsentzündung 3 – 5 Tabletten des Schüßler-Salzes Ferrum phos. (Nr. 3) D 12 als Akutmittel aufgelöst werden.

Die biochemischen Funktionsmittel sollten ca. eine halbe Stunde vor oder nach den Mahlzeiten genommen werden. Eine Einnahme gleichzeitig mit Essen oder Trinken ist nicht allzu empfehlenswert, weil der Organismus sich besser mit einer Aufgabe beschäftigen kann, als viele Dinge gleichzeitig zu tun.

Gleichzeitig können bis zu 3 – 4 verschiedene Schüßler-Salze zur Anwendung gelangen In der Regel werden je nach Anforderung (akut oder chronisch) 3 x 1 bis 3 x 2, im Akutfall auch bis zu 5 x täglich 3 bzw. 5 bzw. 7 Tabletten (je nach Alter) mehrmals täglich verabreicht. Langsam wirkende Salze wie Calcium fluor. (Nr. 1) und Silicea (Nr. 11) können Monate bis Jahre genommen werden. Denken Sie an den Zahn- und Knochenaufbau Ihres Kindes. Da sind diese Mineralsalze bis zum Zahn- bzw. Knochenabschluss erforderlich. Wenig sinnvoll erscheinen größere Einnahmemengen. Die tatsächlich zugeführte Menge an Mineralstoffen ist allerdings auch bei höherer Dosis noch verschwindend gering.

Eine Überdosierung ist im üblichen Dosisbereich auch bei einer längeren Einnahme von verschiedenen biochemischen Funktionsmitteln nicht möglich. Bei der Einnahme vieler Tabletten (50 – 100 pro Tag) oder bei sehr empfindlichen Personen kann der Milchzucker eine leicht abführende Wirkung haben.

Akute Erkrankungen

Kinder unter 12 Jahren erhalten bei akuten Beschwerden ein- bis zweistündlich 1 Tablette, zur weiteren nachfolgenden Behandlung oder auch in chronischen Fällen 3 – 4 x täglich 1 Tablette.

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Insbesondere bei dem biochemischen Funktionsmittel Nr. 7, Magnesium phos., hat sich noch eine andere Einnahmeweise bewährt, die besonders schnell und intensiv wirkt: die sogenannte „Heiße 7“. Sie wird bevorzugt bei akuten Schmerzen und Krämpfen angewandt.

Chronische Erkrankungen

Bei chronischen Beschwerden sollten Kinder über den Tag verteilt 3 bzw. 5 bzw. 7 Tabletten (je nach Alter des Kindes) des jeweiligen Schüßler-Salzes im Munde hintereinander zergehen lassen oder als heiße Trinklösung mit der Gesamttagesmenge einnehmen, z. B. morgens, mittags, nachmittags und abends.

Säuglinge

Bereits Säuglingen können die Tabletten in gelöster Form mit dem Fläschchen, über die Brei-Methode (1 Tablette als Brei lösen, auf die Brustwarze auftragen und das zu stillende Kind saugen lassen, oder den Brei in die Wangeninnentasche streichen) oder mit der Brei-Mahlzeit gegeben werden.

Diese Darreichungsform kann mehrmals täglich, wenn akute Situationen dies erfordern, und zur Not auch in der Nacht wiederholt werden. Die erforderlichen Salze können auch wechselweise verabreicht werden.

Diabetiker

Diabetiker sollten die Tabletten wegen des Gehalts an Milchzucker auf ihre Broteinheiten anrechnen. 50 Tabletten entsprechen dabei ungefähr einer Broteinheit. Es gibt die Möglichkeit, die Tabletten in Wasser zu lösen, den Milchzucker absetzen zu lassen, den Überstand zu kauen und anschließend das Wasser auszuspucken. Der Milchzucker ist sehr träge und wird deshalb in der kurzen Zeit kaum bis gar nicht aufgenommen.

Gleichzeitige Einnahme mehrerer Schüßler-Salze

Sie werden bemerken, dass bei gleichartigen Befindlichkeitsstörungen/Krankheitszuständen oftmals verschiedene Funktionsmittel in Frage kommen. Der Grund: Die Biochemie nach Dr. Schüßler behebt in erster Linie eben nicht Krankheitszustände, sondern Krankheitsursachen. Aus diesem Grunde ist es unbedingt wichtig,

a) alle Krankheitsursachen genau zu erforschen und

b) die Wirkungsgebiete der biochemischen Funktionsmittel richtig und gründlich zu studieren.

Bei unklaren und schwerwiegenden Symptomen ist es unumgänglich, einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen. Verlieren Sie keine wertvolle Zeit und besprechen Sie auch ggf. mit Ihrem Therapeuten, dass Sie eine biochemische Begleitung durchführen.

Das am geringsten im Körper vorkommende Salz bestimmt den Grad der Gesundheit und sollte am dringendsten verabreicht werden. Im Körper kann jedoch durchaus ein Mangel – in unterschiedlicher Ausprägung – an mehreren Mineralsalzen bestehen. Diese sind dann entsprechend einzunehmen. Eine Obergrenze von vier, maximal sechs verschiedenen Mineralsalzen sollte dabei nicht überschritten werden.

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Bei akuten Krankheiten wird der Mangel eines bestimmten Minerals sehr stark sichtbar und chronische Mangelzustände treten in ihrer Bedeutung in den Hintergrund. Ist der akute Zustand vorbei, tritt der chronische Mangel wieder hervor. Bei einer Einnahme gegen chronische Erkrankungen wird deshalb zugunsten der akuten Erkrankung die Behandlung unterbrochen und dann nach Ende wieder erneut fortgesetzt.

Hinweis: Die einzelnen biochemischen Mineralsalze stehen untereinander in einem Verhältnis der „Gegensätzlichkeit“, des Antagonismus.

Das bedeutet, dass wir Mineralsalze, die sich in der Aufnahme und im Funktionskreis beeinflussen, nicht gleichzeitig zu uns nehmen dürfen. Nach Möglichkeit sollten, außer im Akutfall, ca. 2 Stunden Zeit dazwischenliegen.


Antagonisten (Gegenspieler)
EisenZink
KaliumCalcium, Magnesium
CalciumEisen, Kalium, Zink
NatriumKalium

Häufig gestelle Fragen

1. Können Nebenwirkungen auftreten?

Durch den Milchzucker kann es bei Einnahme größerer Mengen zu einer weichen Konsistenz des Stuhls kommen. Durchfall ist bei den üblichen Dosierungen nicht zu erwarten.

Menschen, die unter Zöliakie (auf Glutenunverträglichkeit beruhende Verdauungsstörung mit chronischem Durchfall bei Verzehr von Getreideprodukten) oder einer sonstigen Überempfindlichkeit gegen Weizenstärke leiden, sollten biochemische Funktionsmittel bevorzugen, die glutenfrei sind. Dazu gehört z. B. die karto-Linie der Deutschen Homöopathie Union (DHU) – hier wurde der zur Herstellung üblicherweise verwendete Hilfsstoff Weizenstärke durch Kartoffelstärke ersetzt.

Alternativ könnte ein homöopathisches Mittel in der gleichen Potenzierung, z. B. Calcium phos. D 6, auf Rohrzuckerbasis genommen werden. 5 Globuli entsprechen 1 Mineralsalztablette. Bitte arbeiten Sie dann auch im Sinne von Dr. Schüßler damit: Wird z. B. mehrmals täglich 1 Tablette für Ihr Kind benötigt, etwa Ferrum phos. (Nr. 3), weil der Hals gerötet oder der Po wund ist, werden mehrmals täglich 5 Globuli des homöopathischen Mittels Ferrum phos. D 12 verabreicht.

2. Gibt es Gegenanzeigen?

Manche Menschen vertragen Milchzucker nicht (Laktose-Intoleranz, Laktose-Malabsorption). Eine Unverträglichkeitsreaktion entsteht in der Regel jedoch erst, wenn 20 – 40 Tabletten und mehr auf einmal verabreicht werden. Die in der Biochemie übliche Dosierung mit verschwindend geringen Mengen führt zu keinen Problemen. Ursache für eine Unverträglichkeit ist ein Enzymmangel (Laktasemangel), bei dem die Produktion des Enzyms Laktase eingeschränkt ist. Bei Kindern sollten pro Tag nicht mehr als 20 Tabletten verabreicht werden, falls eine Laktose-Intoleranz vorliegt.

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Bei einer Laktose-Unverträglichkeit (Milchzucker-Unverträglichkeit) sollte die gelöste Variante (s. Abschnitt „Diabetiker“) gewählt werden.

3. Ist eine Erstverschlimmerung zu erwarten?

Bei besonders sensiblen oder geschwächten Kindern kann es gelegentlich zu einer „Erstverschlimmerung“ kommen. Diese verläuft, sofern sie überhaupt auftritt, i. d. R. wenig belastend und klingt meist schnell wieder ab. Eine Erstreaktion ist grundsätzlich nicht negativ zu bewerten. Der Körper signalisiert damit, dass das biochemische Funktionsmittel richtig gewählt wurde und somit eine gute Wirkung erwartet werden kann. Eine Erstverschlimmerung ist für die Wirkung allerdings nicht notwendig und sollte von Ihnen nicht erwartet werden.

4. Was ist bei Diabetikern zu beachten?

Diabetiker müssen berücksichtigen, dass aufgrund ihres Milchzuckergehalts etwa 50 Tabletten einer Broteinheit (BE) entsprechen (s. Abschnitt „Diabetiker“).

Willst du deine Zukunft kennen, dann betrachte dich in der Gegenwart, denn sie ist die Ursache deiner Zukunft.

Buddha

5. Kann mit homöopathischen Arzneien kombiniert werden?

Die biochemischen Funktionstabletten können eine homöopathische Therapie unterstützen. Entsprechende Funktionstabletten eignen sich hierbei besonders als sogenannte Basistherapie. Verbleibende Symptome können dann entweder mit einem homöopathischen Einzelmittel nach dem Simile-Prinzip oder, bei einer organ- oder indikationsbezogenen Therapie, mit einem geeigneten Komplexmittel behandelt werden. Wichtig ist, dass die Eltern dem Therapeuten die Einnahme der biochemischen Funktionstabletten mitteilen, da dies bei der Mittelwahl in der Homöopathie berücksichtigt werden sollte.

6. Kann mit allopathischen (schulmedizinischen) Arzneimitteln kombiniert werden?

Die biochemischen Funktionstabletten können auch eine allopathische Therapie unterstützen. Aufgrund der Wirkung auf die Zellfunktion und das die Zelle umgebende Milieu können andere Arzneistoffe die Zellen besser erreichen und dort ihre Wirkung entfalten. Die Mineralsalze können ergänzend eingenommen, sollten aber auf keinen Fall als Ersatz verwendet werden. Sie dürfen die verordneten Arzneimittel unter keinen Umständen ohne Rücksprache mit dem Arzt / Heilpraktiker oder sonstigen Therapeuten absetzen.

7. Besteht die Gefahr der Gewöhnung?

Eine Gewöhnung oder Abhängigkeit kann in keinem Fall entstehen. Es wird jedoch berichtet, dass in manchen Fällen die Kinder ein Bedürfnis nach den biochemischen Funktionstabletten entwickeln und diese einfordern. Eine mögliche Interpretation: Der Körper versucht, einen bestehenden Mangel auszugleichen.

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8. Woran liegt es, wenn sich kein Erfolg einstellt?

Klären Sie für sich zunächst folgende Fragen:

• Ist das für Ihr Kind richtige Mittel gewählt? Ein richtig gewähltes biochemisches Funktionsmittel schmeckt grundsätzlich süß. Fragen Sie Ihr Kind danach. Eines, das im Moment nicht benötigt wird, schmeckt neutral.

• Lutschen die Kinder ausreichende Mengen? Versuchsweise sollten Sie die Häufigkeit der Gaben erhöhen.

• Therapiehindernisse:

• Störfelder (z. B. Entzündungsherde im Körper oder auch Narben)

• Amalgamfüllungen in den Zähnen, verschiedene Zahnmaterialien, Zahnspangen usw.

• hohe Zufuhr von Genussgiften wie Coca-Cola, Limonade, Süßigkeiten, Alkohol (diese fördern die Ausscheidung von Mineralien bzw. erhöhen den Verbrauch)

• ernährungsbedingter Mangel an Mineralien durch einseitige Kost

• starke psychische Belastungen wie Ängste, Beziehungskrisen der Eltern, Verlust von Freunden, Orts- und / oder Schulwechsel, Tod eines Familienangehörigen usw.

• Es kann auch durch eine fortschreitende Erkrankung zu irreparablen Organveränderungen gekommen sein. Hier bitte auf keinen Fall eine Heilung durch die Schüßler-Salze erwarten!

3. Die 12 biochemischen Mittel im Überblick

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Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler hat sich in erster Linie mit den 12 biochemischen Hauptmitteln befasst, den sogenannten Schüßler-Salzen:

• Nr. 1 Calcium fluoratum

• Nr. 2 Calcium phosphoricum

• Nr. 3 Ferrum phosphoricum

• Nr. 4 Kalium chloratum

• Nr. 5 Kalium phosphoricum

• Nr. 6 Kalium sulfuricum

• Nr. 7 Magnesium phosphoricum

• Nr. 8 Natrium chloratum

• Nr. 9 Natrium phosphoricum

• Nr. 10 Natrium sulfuricum

• Nr. 11 Silicea

• Nr. 12 Calcium sulfuricum

Aus diesen Salzen leiten sich auch die Schüßler-Salben ab (s. Kap. I. 5. Schüßler-Salben).

Erst nach dem Tod Schüßlers wurden mehrere sogenannte Ergänzungsmittel in die biochemische Therapie eingeführt (s. Kap. I. 4. Die 12 biochemischen Ergänzungsmittel).

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Nr. 1 Calcium fluoratum (CaF2)

Das Salz für Bindegewebe, Gelenke und Haut – Regelpotenz: D 12

Fluorcalcium ist als Mineral gewöhnlicher Flussspat, also eines der in der Natur am häufigsten vorkommenden Mineralien. Calcium fluoratum ist das wichtigste Mittel für die Binde- und Stützgewebe, insbesondere für deren Skleroproteine.

Skleroproteine sind Gerüsteiweiße, die als Elastin, Kollagen und Keratin in den genannten Geweben vorkommen und für Ihr Kind von unendlicher Bedeutung sind. Elastin ist Hauptbestandteil der elastischen Fasern. Es ist in vielen Bändern und Sehnen zu finden. Reich an Elastin sind die Bänder zwischen den einzelnen Wirbelkörpern und die herznahen Arterien. Elastin ist ein aus Monoaminosäuren aufgebauter Eiweißstoff. Eine Neusynthese von Elastin unterbleibt, denn die Bildung von Elastin ist ein sehr energieaufwändiger Vorgang, den sich der Organismus unter den Anforderungen des Lebens nicht leisten kann. Es steht dem Menschen in einer schon vorgeburtlich angelegten Menge zur Verfügung. Eng verknüpft mit dem Elastin sind die Kollagene. Sie sind hauptsächlich – wie das Elastin – aus Monoaminosäuren aufgebaute Gerüsteiweiße, die sehr stabil und widerstandsfähig sind. Kollagen ist Hauptbestandteil von Bindegewebe, Sehnen, Muskelhaut, Bändern, Knorpel, Knochen und Zähnen.

Keratin, auch als Hornstoff bezeichnet, ist schwefelreich und tritt in der obersten Hautschicht, den Hautanhangsgebilden, den Haaren und Nägeln auf.


Mangel an diesem Mineralsalz führt zu Gewebsverhärtungen und verstärkter Brüchigkeit.

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Mangelzeichen sind daher u. a.: Schwielen, Schrunden, Hornhautbildung, Risse an den Händen und Lippen, Schuppenbildung der Haut, vorzeitige Alterung der Haut, trockene und spröde Haare, Haarausfall, Überbeine, Haltungsschäden, Osteoporose, Bänderschwäche (Knöchel knicken um), Überstreckbarkeit der Gelenke und anderer Gelenksverbindungen, verhärtete Sehnen und Narben, Schielen (Salz Nr. 1 stärkt die Bänder am Auge!), Hämorrhoiden, Verhärtungen der Blutgefäße, Arteriosklerose (Fluor baut Kalk ab!), durchsichtige Zahnspitzen, Karies, Bindegewebsschwäche, aber auch Knotenbildung sowie verhärtete Drüsen (z. B. Lymphknoten), Mangel an „geistiger Elastizität“ (Anpassungsschwierigkeiten).


Woran sind Mängel erkennbar?
Hautrau, rissig; Verhärtungen; schlaff; stärkere Hornhautbildung; Schuppenflechte, Dehnungsstreifen, Überbein und Krampfadern; Neurodermitis mit harten Schuppen; Narben mit Wulstbildung (Salz Nr. 1 zur Narbenentstörung einsetzen!)
Absonderungenätzend
Zungerissig, borkig; stärker verhornt; bräunlich rissig
Augenregionsehr feine Falten, die fächerförmig vom inneren Winkel des unteren Augenlids ausgehen und durch Querfalten geschnitten werden: Sie zeigen den Mangel an Calcium fluor. an. Darunter liegt ein rötlich-bräunlicher oder rötlich-schwärzlicher Farbton, der sich auch zum Oberlid ziehen kann.
HändeHornhautbildung; schwielige, rissige Hände
GesichtFirnisglanz

Anwendung

Calcium fluor. sollten Sie Ihrem Kind als langsam wirkendes Mittel über einen längeren Zeitraum regelmäßig verabreichen – zur Unterstützung von Aufbauprozessen auch monate- bis jahrelang. Ich empfehle, Ihr Kind bis zum Abschluss der Zahnbildung täglich 1 Tablette morgens lutschen zu lassen. Da es sehr tiefgreifend wirkt, sollte es in niedrigen Dosierungen, d. h. nicht mehr als 1 – 2 Tabletten pro Tag, eingesetzt werden. Als gute Ergänzung haben sich für Kinder Calcium phos. (Nr. 2) und Silicea (Nr. 11) bewährt, besonders wenn es um den so wichtigen Aufbau von Knochen und Zähnen geht.

Einflüsse auf die Wirkung

Bei einer Verteilungsstörung bzgl. Salz Nr. 1 erfährt der Mensch Verschlechterung bei Hitze, geistiger Anstrengung, beim Übergang von Ruhe zu Bewegung, starker Bewegung.

Besserung bei Wärme, Ruhe, mäßiger Bewegung. Da Calcium physiologischerweise morgens steigt, sollte dieses Salz möglichst am Morgen gelutscht werden.

Calcium fluoratum macht Hartes weich und elastisch, Weiches fest und elastisch.

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Nr. 2 Calcium phosphoricum (CaHPO4 · 2H2O)

Das Salz für Knochen und Zähne – Regelpotenz: D 6

Phosphorsaurer Kalk findet sich im menschlichen Körper vorwiegend in den Zähnen und Knochen. Salz Nr. 2 dient der Membran- (= Zellhülle) Stabilisierung der Zellen (z. B. bei Allergien, Katarrhen). Es ist das wichtigste Aufbau- und Kräftigungsmittel und dämpft übersteigerte abbauende Stoffwechselprozesse.

Die Knochen bestehen zu 85 % aus Calcium phos. Es kommt in allen Zellen, insbesondere in den Zellkernen, in vielen inneren Drüsen und in den Schleimhäuten vor.

Salz Nr. 2 bildet und beeinflusst das Gewebe und die Körperflüssigkeiten in den Zellen. Entsprechend seinem Vorkommen im Organismus wirkt es auf den Eiweißaufbau in den Zellen und die Zellneubildung, besonders der Knochen. Es stabilisiert die Zellhüllen. Sein Fehlen führt daher zu Störungen in den Erneuerungs- und Aufbauvorgängen. Durch die Sicherung der auf stabilen Membranen basierenden Transportmechanismen wird der Energiehaushalt ausgeglichen und aufrechterhalten. Calcium phos. unterstützt die Energiespeicherung, die Aktivierung der Natrium-Kalium-Pumpe, die Rekonvaleszenz (Genesungsphase nach überstandenen Krankheiten) und fördert Knochenbildung und Zahnung. Zudem normalisiert dieses Mineralsalz den Muskeltonus und fördert Blutbildung und Wundheilung. Es ist ein wichtiges Mittel in der Schwangerschaft, zum Wohl von Mutter und Kind.

Nach Dr. Schüßler ist Calcium phos. ein „Funktionsmittel für anämische Zustände und Restaurationsmittel der Gewebe nach Ablauf akuter Krankheiten.“ Calcium phos. ist ein langsam wirkendes Schüßler-Salz und wird deshalb über einen langen Zeitraum verabreicht.


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Mangel an diesem Salz führt zu Störungen in den Erneuerungs- und Aufbauvorgängen; bemerkbar im Knochenstoffwechsel z. B. bei Wachstumsschmerzen (besonders am Schienbein), Rippenschmerzen, schlecht heilenden Knochenbrüchen; in der Muskelfunktion z. B. durch Schwäche, Krämpfe; auch bei vielen vegetativen Störungen, z. B. Nervosität, Schlafstörungen, Herzklopfen, Schweißausbrüchen, Wetterfühligkeit, Schwäche- und Erschöpfungszuständen, Überanstrengungskopfschmerz, Schulkopfschmerz, niedrigem Blutdruck. Weitere mögliche Störungen: Blutarmut, Nasenbluten bzw. die Neigung dazu, vergrößerte Rachenmandeln, Nasenpolypen, häufiges Erbrechen, schwache Verdauung, Allergien, Wadenkrämpfe, Kribbeln und „Ameisenlaufen“, Hautjucken (hier Einsatz von Salz Nr. 2, wenn Nr. 7 versagt!).


Woran sind Mängel erkennbar?
Hauthohe Schweißneigung mit eiweißartiger Krustenbildung; kühle Haut mit Kribbelgefühl und eingeschlafenen Extremitäten; blutarm, blass, wächsern aussehend
AbsonderungenFleischwasser-ähnlich, wie rohes Hühnereiweiß, nicht scharf, glasig milchig; vertrocknen an der Oberfläche zu weiß-gelblichen Krusten; Nasenbluten (hier Salbe Nr. 2 auf und in die Nase cremen!)
ZungeZunge pelzig, durchscheinend weißlich belegt; Geschmack süßlich
AugenregionAugenbrille, käsig wächsern; bei einem Mangel an Calcium phos. sollte auch Kalium chlor. (Nr. 4) eingenommen werden.
Schleimhautchronische Schleimhautkatarrhe, Schuppen und Flechten
Gesichtwächserner Ton der Stirn- und Nasenpartie, später auf dem ganzen Gesicht (wie Figur aus dem Wachsfigurenkabinett)
Ohrenwachsgelbe Ohren

Anwendung

Salz Nr. 2 wird vorwiegend morgens gegeben, z. B. vor der Schule oder dem Kindergarten. Als Aufbaumittel wird es häufig mit Calcium fluor. (Nr. 1) oder Silicea (Nr. 11) kombiniert. Magnesium phos. (Nr. 7) ergänzt die Wirkung besonders bei gesteigerter Erregbarkeit von Muskeln und Nerven; dann geben wir morgens gleich nach dem Aufstehen Salz Nr. 2 und abends vor dem Schlafen Salz Nr. 7.

Das Mittel passt besonders für blasse, blutarme Kinder mit kränklichem Aussehen und schlechtem Appetit. Es ist eines der wichtigsten Kindermittel in der Biochemie nach Dr. Schüßler und gilt als das wichtigste Aufbausalz; bewährtes Nerven-, Beruhigungs- und Kräftigungsmittel. In Verbindung mit Natrium chlor. (Nr. 8) ist es außerdem das Mittel für die Rekonvaleszenz, in Verbindung mit Ferrum phos. (Nr. 3) und Natrium chlor. (Nr. 8) das Blutbildungsmittel bei Eisenmangelanämie. Bei Zahnungsbeschwerden geben Sie Salz Nr. 2; kommt Fieber dazu, auch Salz Nr. 3.

Einflüsse auf die Wirkung

Verschlechterung bei Ruhe und Wärme.

Besserung bei Bewegung und Kühle.

• Strukturerhaltungsmittel

• Stärkt den Tagesnerv / Sympathicus

• Das große Aufbaumittel für Kinder

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Nr. 3 Ferrum phosphoricum (FePO4 · 4H2O)

Das Salz für das Immunsystem – Regelpotenz: D 12

Eisen ist der wichtigste Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin und des Myoglobins (roter Muskelfarbstoff) und wirkt als Sauerstoffüberträger. Phosphorsaures Eisen ist besonders vorhanden in allen Muskelzellen, im Blut, in Enzymen, in einer Reihe innerer Organe, wie z. B. Gehirn, Leber (das blutreichste Organ unseres Körpers), Milz, Knochenmark, Darmwandung und -zotten und in vielen Drüsen mit innerer Sekretion, wie z. B. Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse.

Das in den roten Blutkörperchen enthaltene Eisen nimmt beim Einatmen Luftsauerstoff auf, um ihn allen Geweben des Körpers zuzuführen. Fehlt das Eisen, so tritt eine Erschlaffung der Muskeln ein. Die Hauptanwendungsgebiete von Ferrum phos. können nicht unmittelbar, wie bei anderen Mitteln, aus seinem Vorkommen im Organismus abgeleitet werden; sie wurden vielmehr aus den eigenen therapeutischen Erfahrungen von Schüßler entwickelt.

Ferrum phos. spielt in der Infektabwehr und für eine gute Immunabwehr bei Ihrem Kind eine wichtige Rolle und ist das Hauptmittel für alle plötzlich auftretenden akuten Gesundheitsstörungen, also auch für die Erste Hilfe einsetzbar. Anwendung findet es bei allen entzündlichen Erkrankungen in der ersten Entzündungsphase (trockener Schwellungskatarrh ohne Sekretion), bei akutem Fieber (bis 38,5 °C), Sonnenbrand, roter Haut und Schmerzzuständen. Salz Nr. 3 regt die Zottenpumpe in den Darmzotten an. Dadurch wird die Nahrung besser verwertet.

Bei allen Verletzungen der Weichteile, wie Quetschungen, Stauchungen, Schnitt- und Schürfwunden, lindert es die akuten Beschwerden und vermindert die Blutung. Über längere Zeit eingenommen, beeinflusst es auch die Wundheilung. In Verbindung mit Kalium chlor. (Nr. 4) wird es bei Verletzungen der Weichteile eingesetzt; bei einem Bluterguss zusätzlich noch mit Silicea (Nr. 11).


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Mangel an diesem Mineralsalz führt zu folgenden Symptomen: Konzentrationsstörungen, Stimmung wechselt leicht, leichte Ermüdung, wenig Widerstandskraft, Neigung zu Entzündungen, fieberhafte Infekte, Blutarmut, mangelnder Appetit, Durchblutungsstörungen, niedriger Blutdruck; klopfende, pochende und pulsierende Schmerzen; rheumatische Beschwerden und Muskelkater; Magenschleimhautentzündung und beginnender Durchfall oder auch Verstopfung. Das Kind friert leicht.


Woran sind Mängel erkennbar?
AugenregionFerrum-Schatten, oft als „Ränder unter den Augen“ bezeichnet. Dieser zieht von der Nasenwurzel aus unter dem Auge entlang; je länger und dunkler der Strich, desto stärker ist der Mangel. Hohläugigkeit nach großer Anstrengung oder kurz vor Fieberausbruch.
Absonderungenblutige Wunden
Zungerein, rötlich, besonders die Zungenränder, in akuten Fällen oft trocken und am Zungengrund schon weißlich belegt, Zunge sehr rot, Geschmack nach faulen Eiern
GesichtFerrum-phos.-Mangel zeigt sich in der „Ferrum-Röte“, die fühlbar mit Hitze verbunden ist, hervorgerufen durch Blutüberfülle. Hitze zuerst auf der Stirn, dann auf den Wangen (Fieberwangen) und an den Ohren.
OhrenZ. B. nach geistiger Anstrengung kann Röte auftreten.
HautEntzündungen und rote Pickel der Gesichtshaut weisen auf einen Ferrum-phos.-Mangel hin.

Anwendung

Ferrum phos. wird besonders als Akutmittel bei Infekten, Überanstrengungen und Verletzungen sowie in frühen Phasen einer entzündlichen oder fieberhaften Erkrankung (z. B. Kinderkrankheit) eingesetzt. Es kann auch vorbeugend eingenommen werden, um Widerstandskraft und Leistungsfähigkeit des Körpers zu stärken und um Infektionen im Herbst und Winter zu vermeiden. Bei Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen, Konzentrationsstörungen und in der Rekonvaleszenz wird es über einen längeren Zeitraum gelutscht. Ferrum phos. unterstützt die arterielle Komponente des Blutkreislaufes.

Die Einnahme erfolgt vorwiegend morgens. In akuten Fällen auf die „heiße“ Version mit jeweils 3, 5, 7 oder 10 Tabletten zurückgreifen, je nach Alter des Kindes und nach Schweregrad der Akutsituation.

Einflüsse auf die Wirkung

Verschlechterung durch Wärme und Ruhe, eventuell Kopfschmerzen durch Gefäßerschlaffung; durch Wärme und Bewegung bei Blutandrang zum Kopf (Kongestion). Besserung bringen bei Kongestionen Kälte und Ruhe; bei Kopfschmerzen durch Gefäßerschlaffung Kälte und Bewegung.

• Akut- und Unfallmittel / Erste Hilfe

• „Alles, was rot ist“

• Mittel für das 1. Entzündungsstadium

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Nr. 4 Kalium chloratum (KCl)

Das Salz für die Schleimhäute – Regelpotenz: D 6

Chlorkalium findet sich in einer großen Zahl von Körperzellen: in den Gehirnzellen, Nerven- und Muskelzellen und in den roten Blutkörperchen.

Es regt den Zellstoffwechsel an und steht in engster Beziehung zum Faserstoff Fibrin. Kalium chloratum ist das Hauptlymphmittel mit Bezug zu Haut und Schleimhaut. Es spielt eine wichtige Rolle bei Katarrhen und Entzündungen mit weiß-grauen und zähen Sekreten.

Kalium chlor. ist das Mittel der zweiten (subakuten) Entzündungsphase. Diese setzt gewöhnlich ca. 3 – 4 Tage nach Beginn der Erkrankung ein (bei primär chronisch verlaufenden Infektionen oder entzündlichen Erkrankungen oft auch erheblich später). Diese Phase ist gekennzeichnet durch sich schwer lösende schleimige Absonderungen, Ausschwitzungen und entzündliche Schwellungen der Gewebe- und Lymphknoten. Bei Schwellungen durch Wassereinlagerungen (Ödeme) wird Natrium sulf. (Nr. 10) eingesetzt. Kalium chlor. ist ein ganz wichtiges Entgiftungsmittel. Es regt den Stoffwechsel (Zellstoffwechsel) und die Drüsentätigkeit an. Es ist gut geeignet, um sich vor Belastungen durch die Umwelt zu schützen (z. B. wenn Ihr Kind viel am Computer sitzt, in Verbindung mit Calcium phos. (Nr. 2), um einen Zell- und Lymphschutz aufzubauen).


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Mangel an diesem Salz kann sich unterschiedlich äußern: Entzündungen mit leichtem Fieber, Blutverdickung (Thrombosegefahr), Schwerhörigkeit, Neigung zu Übergewicht, Drüsenschwellungen, Schleimhauterkrankungen, wie z. B. Katarrhe mit weißlichen, weißgrauen, zähen Schleimabsonderungen, Stockschnupfen, Husten (mit Schleimrasseln), Asthma, spastische Bronchitis, weißer, weißgrauer Zungenbelag, fadenziehender Schleim und Speichel, Mundausschlag, Hautausschläge mit mehlartigem Belag oder weißgrau klebenden Schüppchen (z. B. weißlich verklebte Augen am Morgen oder Schüppchen unter den Augenlidern), Milchschorf, Urin wolkig (im Glas sammeln und anschauen) oder auch weißgrau mit Schleimfetzen, Darm- und Magenschleimhautentzündung, Lymphknotenschwellungen, chronische Gelenkleiden (z. B. Tennisarm), Muskelschwäche, Sehnenerkrankungen, neuralgische Schmerzen.


Woran sind Mängel erkennbar?
Hautmehlartige Beläge, weißgraue Schuppen
Absonderungenweißlich, klebend, z. B. am Gaumenzäpfchen
Zungemilchig, weißlich oder weiß-grau, vor allem Zungenwurzel, jedoch nicht schleimig
Augenregiongereizte Lidränder und Schleimhäute, ständige Bindehautreizung, untere und obere Augenlider milchig, manchmal auch rot-blau, gerötete Augenlider
LippenAn der Oberlippe kann es hell wie ein „Milchbart“ schimmern.
BlutungenBlut ist schwärzlich, dick, zäh und klumpig.
GesichtCouperose (erweiterte Äderchen) im Bereich der Wangen; milchig-bläulicher Farbton, kann sich über das ganze Gesicht ziehen („Alabasterstatue“)

Anwendung

Generell sollte bei allen subakuten und entzündlichen (Infektions-) Krankheiten (akuter / chronischer Schnupfen, Sinusitis, Kehlkopfentzündung, Bronchitis, Mittelohrentzündung) an eine Unterstützung durch dieses Salz gedacht werden. Beschwerden nach Sportverletzungen oder Überanstrengungen der Gelenke, Bänder und Sehnen, die sich oft 3 – 4 Tage nach dem akuten Ereignis einstellen, sprechen meistens sehr gut auf Kalium chlor. an.

Wegen seines Bezugs zum Schleimhautsystem ist es auch ein Mittel, das wir zum Schutz vor Elektrosmog einsetzen können. Es ist Teil der Impfvorbereitung. Geben Sie es Ihrem Kind auch bei Schnarchen aufgrund vergrößerter Rachenmandeln (dazu unbedingt die Ernährung beachten, siehe Anhang B!) und bei Verdauungsproblemen aufgrund von Ärger und Unverträglichkeit von Fetten.

Bei wiederkehrenden Mittelohrentzündungen (mit Erguss) Natrium sulf. (Nr. 10) dazugeben.

Nr. 4 ist das Mittel der Wahl bei vielen Kinderkrankheiten, vor allem wenn es um Abschälungskrankheiten (wie z. B. Windpocken) geht.

Einflüsse auf die Wirkung

Verschlechterung bei Bewegung, in der Kälte, bei Aufregung, Ärger oder fetten Speisen. Besserung bei Wärme, bei mäßiger Bewegung.

• Mittel für das 2. Entzündungsstadium

• „Alles ist klebend und fadenziehend“

• Bei Schleimabsonderungen, schwer abhustbarem Schleim

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Nr. 5 Kalium phosphoricum (KH2PO4)

Das Salz für Nerven und Psyche – Regelpotenz: D 6

Kalium phosphoricum befindet sich in den Zellen des Gehirns, der Nerven, der Muskelzellen, in den Blutkörperchen, in der Blut- und Gewebeflüssigkeit. Kalium als das dominierende Element dieses Salzes ist das wichtigste Mineral im Inneren der Zellen und bestimmt damit wesentlich das innere Zellmilieu.

Salz Nr. 5 hält das Zell- und Membranpotenzial aufrecht und ist das Hauptmittel für das Nervensystem, besonders für das zentrale und vegetative Nervensystem. Es unterstützt besonders stoffwechselaktive Zellen und gilt somit als Energielieferant. Kalium phos. ist ein äußerst wichtiges Mineralsalz bei allen körperlichen, geistigen und seelischen Erschöpfungszuständen. Es gilt als Aufhellungsmittel des Gemüts und als Gewebezerfallsverhüter der Biochemie (verhütet zusammen mit Kalium chlor. Nr. 8 den Zerfall der Zellen).


Mangel an diesem Mineral führt zu Erschöpfungszuständen, die häufig von Stimmungsschwankungen bzw. Gemütsverstimmungen begleitet werden. Gut für nervöse, überreizte und geschwächte Kinder.

Mangelerscheinungen zeigen sich in folgenden Symptomen: Neurasthenie (Nervenschwäche) aufgrund von Erregung, nervöses Asthma, Ermüdungserscheinungen, nervöse Schlaflosigkeit, Ängste, Lähmungsgefühl, Muskelschwund, Muskelschwäche, Schließmuskellähmung des Afters und der Blase, Krämpfe, Zuckungen, nervöse Unruhe der Extremitäten; Herzschwäche, nervöse Herzbeschwerden, Herzklopfen, nervöses Hautjucken, hohes Fieber (39 °C), Erkrankungen mit Zelluntergang (Absterben von Zellen), z. B. Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall), alle nervösen Verdauungsbeschwerden, Fäulnis im Darm (Winde des Kindes riechen übel); Mundgeruch, den Sie morgens beim Betreten des Kinderzimmers wahrnehmen.

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Woran sind Mängel erkennbar?
Hautaschgrau; Grindflechte der Kinder, auch am Haaransatz (Salbe verwenden!)
Haaresiehe Haut; kreisrunder Haarausfall (Salben Nr. 5 und 11 verwenden!)
Absonderungenmit schwärzlich-blutigem Inhalt; Blut ist wässrig und gerinnt nicht.
Zungewie mit flüssigem Senf bestrichen, braun belegt, trocken, übler Mundgeruch, Geschmack faulig, stinkend
Augenregionaschgraue Schatten um die Augen, untere Augenlider aschgrau, fahl und blass; Augen können apathischen Ausdruck haben
Schläfeneingefallen, deuten auf einen starken Mangel hin
GesichtGesamtaussehen grau und schmuddelig
Kinnpartieaschgrau
Mundpartiefahl, schmutzig wirkend

Anwendung

Bei Muskelschwäche ist ein Behandlungsversuch angezeigt. Kalium phos. unterstützt die Körperabwehr bei Infektanfälligkeiten und bei Infekten mit Fieber über 38,5 °C, besonders wenn Viren im Spiel waren. Infektionen und Fieber sind immer mit einer starken Aktivierung des Stoffwechsels verbunden. Dadurch entsteht ein Mangel an Kalium phos. Es ist eines der wichtigsten Entgiftungsmittel der Biochemie und kommt daher zum Einsatz bei der Belastung des Körpers durch Strahlen, Chemikalien und Gifte. Weitere Anwendungsgebiete: als Teil der Impfvorbeugung, Aufbaumittel, bei Geschwüren, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Blutungen, Gehirnerschütterung; bei nervösen Gesichts-, Zahn- und Kopfschmerzen; bei blassen, schwächlichen, reizbaren Menschen; bei Zahnschmerzen mit leicht blutendem Zahnfleisch, Sepsis (zur Unterstützung); bei Schlaflosigkeit aufgrund von Nervosität (immer mittags geben), Lernschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisschwäche. Alle Beschwerden gehen mit dem Gefühl „wie gelähmt“ und mit Antriebsminderung einher.

Bei Schwäche wird das Salz Nr. 5 vormittags gegeben. Es hat seine beste Wirkzeit vom späten Vormittag bis ca. 15 Uhr. (Nach 15 Uhr sollte es nur in besonderen Fällen, etwa bei hohem Fieber, eingenommen werden, da es munter macht.) Ergänzend wirkt hervorragend Natrium chlor. (Nr. 8), das allerdings auch nicht mehr nach 16 Uhr, außer bei sehr hohem Fieber, gegeben werden sollte, da es ebenfalls eine aufweckende Wirkung hat.

Einflüsse auf die Wirkung

Verschlechterung morgens, bei Anstrengung, insbesondere bei geistiger Tätigkeit. Besserung in Ruhe und bei mäßiger Bewegung.

• Kein Gedanke ohne Kalium und Phosphor

• Antibiotikum der Biochemie

• Fiebermittel ab 38,5 °C

• Kraftgeber für Zellen und Gewebe, Gewebezerfallsverhüter

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Nr. 6 Kalium sulfuricum (K2SO4)

Das Salz für die Entgiftung (v. a. von Haut und Leber) – Regelpotenz: D 6

Kalium sulfuricum kommt vor in der Oberhaut, in der oberen Schicht der Schleimhäute, in Knochen, Knorpeln und Nägeln sowie in allen Zellen, welche Eisen enthalten. Es ist neben Salz Nr. 3 Sauerstoffüberträger in die Zellen und hilft so, den Stoffwechsel zu fördern.

Salz Nr. 6 unterstützt die zellulären Ausscheidungs- und Entgiftungsvorgänge. Dadurch wird das Bindegewebe entlastet und der Abbau von Stoffwechselschlacken gefördert. Die entgiftende Wirkung zeigt sich z. B. in gelblich-schleimigen Absonderungen oder Abschuppungen. Kalium sulf. hat eine stärkere Verbundenheit zum venösen System des Blutkreislaufs, während Ferrum phos. (Nr. 3) mehr das arterielle System unterstützt.


Mangel an diesem Mineralsalz zeigt sich u. a. in seinem starken Bezug zu den Schleimhäuten. Kalium sulf. ist das Mittel der 3. Phase (Wiederherstellungsphase) einer (Infektions-) Krankheit.

Schleimige oder milde eitrige Absonderungen der Schleimhäute und gelblich bis ockerfarbener Auswurf sind typisch für diese Phase. Oft hört man über den Bronchien ein Schleimrasseln. Das Mineral hat einen großen Bezug zur Haut und ist deshalb ein wichtiges Heilmittel der Oberhautzellen, z. B. bei trockener Haut, Neurodermitis, Ekzemerkrankungen, Schuppenflechte (Psoriasis), Bindehautentzündung mit gelblichem Sekret, Halsentzündung mit gelblichen Belägen. Bei Entzündungen der Haut kommt es in dieser Phase zu Hautabschuppungen, oft auf klebrigem Untergrund. Bei entzündlichen Erkrankungen der Gelenke, verbunden mit wandernden rheumatischen Gelenkschmerzen, hilft es, die Schmerzsymptome zu mildern und die Heilung zu unterstützen. Es regt den Leberstoffwechsel auf Zellebene an. Wir verwenden es bei alten Katarrhen, bei Mittelohrentzündung, verstopften Nebenhöhlen und chronischem Schnupfen (es bringt den Eiter in Gang); bei gestörter Fettverdauung infolge verminderter Verdauungsleistung (Fettstühle), bei häufigem Gähnen als Zeichen für Sauerstoffmangel, auch bei Kältegefühl.

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Woran sind Mängel erkennbar?
HautLeberflecken, Sommersprossen, Ausschlag mit Schuppenbildung, oder auch trocken und klebrig; Milchschorf mit gelblich-klebenden bis gelblich-bräunlichen Krusten
Absonderungengelbschleimige, milde Absonderungen, können auch ins Grünliche gehen, keinesfalls ätzend oder scharfmachend
Zungenbelägegelblich-schleimig, bei akutem Bedarf ockerfarben
Augenregionein ockergelber Farbton lässt sich am inneren Augenwinkel und besonders häufig innerhalb der so genannten „A-Form“, die von der Nasenwurzel bis zum Kinn verläuft, feststellen; Augenlider bräunlich-gelblich, unten und oben
Lippenbraun-gelber Farbton rechts und links unter der Unterlippe
Nasenflügelgelblich-bräunliche Flecke
Gesichtbräunlich-gelb, bräunliche und gelbliche Flecke
Stirnbräunliches Gelb, kann auch über die ganze Haut verteilt sein

Anwendung

Kalium sulf. kann bei allen Krankheiten angewendet werden, bei denen sich die Ausheilung verzögert oder Neigung zu Chronizität besteht. Es findet auch als Zwischenmittel Verwendung, um eine ins Stocken geratene Behandlung voranzubringen. Aufgrund der Entgiftungsfunktion ist es zur Unterstützung der Leber einsetzbar. Schüßler nannte es das „kleine große Lebermittel“ der Biochemie. Daraus ergeben sich günstige Wirkungen auf das Herz und den Pfortaderkreislauf (in den großen Blutkreislauf eingeschalteter funktioneller Leberkreislauf, der das venöse Blut von Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm, Bauchspeicheldrüse und Milzvenen über die Pfortader zur Leber befördert) und auf die dazugehörigen Organe. Durch seinen großen Bezug zur Milz und zur Bauchspeicheldrüse kann es bei allen Leiden, die in Verbindung damit stehen, eingesetzt werden. Es fördert die Abschuppung nach Kinderkrankheiten wie Masern, Scharlach und Röteln. Die Stimmung der Kinder ist traurig und ängstlich.

Setzen wir es für die Reinigung / Zellentschlackung ein, wird es am besten zwischen 17 und 22 Uhr gegeben.

Einflüsse auf die Wirkung

Verschlechterung abends, nachts, in geschlossenen, warmen Räumen. Besserung in frischer, kühler Luft, morgens gegen 7 Uhr. (Oft sind diese Einflüsse der einzige Hinweis auf Salz Nr. 6.)

• Mittel für das 3. Entzündungsstadium

• „Alles ist gelbschleimig“

• Bei Lufthunger

• Mittel für Morgenmuffel und gegen Katzenjammer

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Nr. 7 Magnesium phosphoricum (MgHPO4 · 3H2O)

Das Salz gegen Krämpfe und Schmerzen – Regelpotenz: D 6

Phosphorsaures Magnesium findet sich vorwiegend in den Nerven- und Muskelzellen, im Gehirn und Rückenmark, in einer großen Anzahl innerer Organe (Herz, Leber, Lunge, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Darm und Schilddrüse) sowie in Knochen und Zähnen. Nach Schüßler fördert es „die selbstständige Bewegung der Zellen“.

Magnesium phos. spielt sowohl intrazellulär als auch extrazellulär eine zentrale Rolle und wird für die Aktivität zahlreicher Enzyme benötigt. Interessant ist, dass Magnesium im Körper stets mit Calcium einhergeht. Dies deutet darauf hin, dass einerseits die krankhaften Erscheinungen beim Fehlen eines der beiden Mineralsalze die gleichen sind, andererseits sie sich in der Therapie gegenseitig ergänzen können. Sollte im Einzelfall einmal Magnesium phos. versagen, lässt man an seine Stelle Calcium phos. (Nr. 2) treten. Es mildert die Erregbarkeit der vegetativen Zentren, verlängert die Überleitungszeit am Herzmuskel, setzt den Tonus der glatten Muskulatur herab und wirkt schlaffördernd. Entsprechend seiner großen Bedeutung für Muskeln und Nerven gilt es als das Mittel für alle Krampf- und Schmerzzustände mit „blitzartigem“ Charakter. Übersäuerung der Gewebe bildet die Grundlage für viele chronische Erkrankungen. Deswegen kommt Magnesium phos. neben Calcium phos. eine wesentliche Bedeutung zu. Je mehr Säure gebunden werden muss, desto größer der Bedarf. Es ist daher ein Basismittel zur Vorbeugung und Behandlung von chronischen Erkrankungen.


Mangel an diesem Mineralsalz führt zu einer übermäßigen Erregbarkeit der Nervenzellen. Es kommt zu Funktionsstörungen sensibler Organe, diese werden dann häufig als „nicht organisch bedingt“ diagnostiziert und sprechen deshalb auf herkömmliche Behandlungsmethoden kaum an.

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Symptome: Spannungszustände, innere Verkrampfungen, (Ein-) Schlafstörungen, Hyperaktivität, Erregung und Unruhe, Angstzustände, vegetative Dystonie, Zuckungen, Tics; Neuralgien, Kopfschmerzen wie „elektrische Schläge“, Schulkopfschmerz, Zahnschmerzen, Muskelschmerzen, Migräne, Krämpfe, alle Arten von Koliken; Schluckauf, Wadenkrämpfe, nervöse Verdauungsstörung (Durchfall, Verstopfung), krampfartiger Husten, Asthma, niedriger Blutdruck, Juckreiz, der sich durch Bettwärme verschlimmert. Suchtverhalten geht auf einen Mangel an Magnesium phos. zurück, z. B. Verlangen nach Süßem.


Woran sind Mängel erkennbar?
Gesichtzarte „Magnesiumröte“ = Lampenfieberröte, die meist rechts und links der Nase auf den Wangen liegt – ohne fühlbare Wärme, obwohl man selbst oft das Gefühl von Hitze unter der Röte hat; Erröten bei Verlegenheit; hektische Flecken, die plötzlich im Gesicht oder am Hals nach geistiger oder körperlicher Anstrengung oder bei Aufregung auftreten; die Röte kann auch über das ganze Gesicht gehen. Im Unterschied zur Ferrum-Röte ist keine Hauterwärmung damit verbunden.
Wangenkarmesinrot (entsteht, wenn neben Magnesium-phos.-Mangel auch ein Kalium-chlor.-Mangel besteht); Rot wird intensiver, nicht blaurot.
Nasenflügeltalerförmige Röte links und rechts der Nasenflügel
Zungerein
HautJuckreiz, zur Beruhigung des Hautausschlages

Anwendung

Magnesium phos. beruhigt das vegetative Nervensystem und hat daher einen großen Einfluss auf die Funktionen von Herz, Kreislauf und Verdauungsorganen. Es fördert auch einen ausgewogenen Tag-Nacht-Rhythmus und sorgt deshalb für einen erholsamen Schlaf. Als Nervensalz hilft es zusammen mit Kalium phos. (Nr. 5), Erregungszustände zu lösen, mit Calcium phos. (Nr. 2) wirkt es als Stärkungsmittel. Bei akuten Schmerzzuständen und Krämpfen hat sich die Einnahme von Magnesium phos. als sogenannte „Heiße 7“ (s. Kap. I. 2. – Akute Erkrankungen) besonders gut bewährt. Sehr empfehlenswert bei Beschwerden im 21-Tage-Rhythmus.

Salz Nr. 7 wirkt am besten, wenn es abends ab 18 Uhr eingenommen wird.

Einflüsse auf die Wirkung

Verschlechterung bei Kälte, Ruhe, nach dem Schlaf; auch nachts; bei leiser Berührung (erhöhte Oberflächensensibilität). Besserung bei Bewegung, Wärme, festem Druck, durch Zusammenkrümmen.

• Gegen Koliken, Krämpfe und Schmerzen

• Mittel für innere Ruhe, gegen Einschlafstörungen

• Fördert die Entspannung

Nr. 8 Natrium chloratum (NaCl)

Das Salz für den Flüssigkeitshaushalt – Regelpotenz: D 6

Natrium chloratum kommt in allen Körperflüssigkeiten und Geweben vor. Es ist vor allem außerhalb der Zellen vorhanden und wichtig für den osmotischen Druck. Es gilt als das „Wassermittel“ der Biochemie, es fördert den Nährstrom und reguliert den Wasserhaushalt.

Natrium chlor. ist nötig für die Neubildung von Zellen. Im Magen, in den Nieren, Knochen und Knorpeln ist es überproportional vorhanden. Mit seinem Einfluss auf den Flüssigkeits- und Wärmehaushalt und seinem Bezug zu den Schleimhäuten, den Ausscheidungsorganen und den Geweben, die nicht durchblutet werden (z. B Knorpel, Bandscheiben, Augenlinse), darf es nicht unterschätzt werden.


Mangel an diesem Mineralsalz zeigt sich in der Psyche zunächst durch Überaktivität, Heftigkeit, Ängste, Kummer, Neigung zu raschem Weinen, raschen Stoffwechsel, der sich leicht erschöpft, später zu Müdigkeit und Schlaffheit führt. Des Weiteren: Verstimmungen morgens und vormittags, Blutarmut und Bleichsucht; anämischer Kopfschmerz, chronische Schlaflosigkeit, an den Schleimhäuten reichliches, dünnes Sekret, auch wundmachend (z. B. Tränenfluss), oder (später) trockene rissige Schleimhaut, Störungen des Tränen- und Speichelflusses, wässrige und kalte Gelenkschwellungen, wässrig-schleimiges Erbrechen, mangelnde Magensäureregulation, Trockenheitsgefühl im Mund, Durst auf Wasser; Abmagerung trotz guten Appetits; morgendlicher wässriger Durchfall, später Verstopfung; Bläschenbildung (z. B. nach Insektenstich), Windeldermatitis, Sodbrennen, kalte Hände und Füße, Störungen im Wasserhaushalt (Ödeme) und bei der Schweißregulierung (zu trockene Haut), der Blasen- und Nierenfunktion, Bandscheiben- und Knorpelschäden, Augensäckchen / Augenringe, kleine Schaumbläschen auf der Zungenkante, Milchstau bei Stillenden, Kopfschuppen.

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Woran sind Mängel erkennbar?
GesichtGelatineglanz – ein feuchter, unterbrochener Glanz, lässt die Hautbeschaffenheit erkennen; lässt sich nicht abwaschen und geht meist nicht über das ganze Gesicht. Schwacher Mangel zeigt sich durch Glanz auf der Nase und an den Augenlidern. Beginnt am inneren Augenwinkel. Kann sich bei stärkerem Mangel über das ganze Gesicht ziehen.
HautGedunsenheit, erweiterte Hautporen wie bei Orangenschale. Poren sind tief, die Haut ringsum ist aufgequollen und etwas erhöht. Bei schwachem Mangel findet sich dieses Zeichen nur neben den Nasenflügeln, wabbelige Haut, Orangenhaut
AugenliderGeringer Mangel ist am unteren Lidrand erkennbar. Beschaffenheit ist dort schleimig. Der Streifen kann unterschiedlich breit sein.
WangenDurch Flüssigkeitszurückhaltung prall gefüllte Wangen mit Gelatineglanz. Glänzen sie fettig, besteht noch ein Natrium-phos.-Mangel.
AugenregionAugen tränen bei Wind, wässrige Augen, Tränenwasser zwischen Lid und Augapfel
LippenWasserbläschen
Zungeklar und dick schleimige Beläge, evtl. entlang des Zungenrandes kleine Bläschen, wasserhell, glasig; Gefühl, als läge ein Haar auf der Zunge; Trockenheitsgefühl, Brennempfinden auf der Zungenspitze, metallener Mundgeschmack, starker Speichelfluss, Geschmacksverlust
Absonderungenbrennend, hellwässrig, hellschleimig, glasig-scharf, wundmachend
Schwitzensehr schnell oder sehr schwer

Anwendung

Das Mineral hat eine den Wasserhaushalt ausgleichende Wirkung. Heißhunger nach salzigen oder stark gewürzten Speisen braucht Salz Nr. 8; ebenso großer Durst oder Durstmangel. Störungen des Wasserhaushaltes: Kältegefühl an Rückgrat, Händen und Füßen; wässriges, gedunsenes Gesicht. Notwendig bei Blutarmut, Allergie, Tränen- und Speichelfluss, wässrigem Nasenkatarrh und Bläschenausschlag, wässrigen Pickeln, trockener Haut und Schleimhäuten, Ekzemen mit Bläschenbildung, Insektenstichen, Brennen beim Wasserlassen, wässrigem Durchfall mit ätzender Schärfe, Juckreiz, der zum Kratzen nötigt. Kribbeln und Taubheitsgefühl an Händen und Füßen treten oft beim Einschlafen ein.

Außer in Akutsituationen nicht am Abend geben.

Einflüsse auf die Wirkung

Verschlechterung morgens, vormittags; bei geistiger Überanstrengung; bei feuchtem, kühlem Wetter, bei nebligem Wetter, durch Aufenthalt an Binnenseen. Besserung durch trockene, warme, kühle, frische Luft; durch Schwitzen; abends.

• Reguliert den Wasserhaushalt

• Fördert den Nährstrom zur Zelle – damit diese überhaupt ernährt werden kann

• Regt die Blutneubildung an

Nr. 9 Natrium phosphoricum (Na2HPO4 · 12H2O)

Das Salz für den Stoffwechsel – Regelpotenz: D 6

Phosphorsaures Natrium kommt fast im ganzen Körper vor, insbesondere in den Gehirnzellen, Nervenzellen, Muskelzellen, Blutkörperchen, in der Blut- und Gewebeflüssigkeit und im Bindegewebe. Es aktiviert den Stoffwechsel, unterstützt alle physiologischen Verbrennungsprozesse, trägt zum Gleichgewicht der Körperflüssigkeiten bei und hat einen engen Bezug zum Säure-Basen-Haushalt.

Natrium phos. ist ein alkalisches Salz und hält die im Blut befindliche Harnsäure, die sich beim Zerfall der Eiweißstoffe bildet, in Lösung. Schüßler misst diesem Mineralsalz große Bedeutung bei: beim Kohlensäureaustausch des Blutes in den Lungen, bei der Lösung der Harnsäure im Blut, bei der Verseifung der Fettsäuren nach Fettgenuss und bei übermäßiger Milchsäurebildung. Es ist ein alkalisches Salz, welches Säure bindet.


Mangel an diesem Mineralsalz entsteht bevorzugt durch säurebildende Nahrungsmittel oder durch Säureüberschuss in den Geweben. Störungen im Stoffwechsel sind sehr oft von einer Übersäuerung im Organismus begleitet.

Als Entsäuerungsmittel hat es deshalb ein großes Anwendungsgebiet. Hierzu zählen Beschwerden durch zu viel Säureproduktion wie Sodbrennen, Magenübersäuerung der Kinder, saures Aufstoßen und Erbrechen nach Stillen oder Füttern, saurer Mundgeschmack, Muskelkater, Muskelzucken (besonders der Gesichtsmuskeln), Störungen der Fettverdauung (Fettsäuren), sauer riechender Durchfall; Blähung nach Fettgenuss, Rheumatismus, Störungen des Zuckerstoffwechsels, Hauterkrankungen wie Akne bei fettiger Haut, schlecht heilende Wunden, Ekzeme, fettige Haare, saure Schweiße; bei den Ohren erhöhte Entzündungsbereitschaft, aber auch rahmartig-eitrige Absonderungen. Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen sollte auch immer an dieses Salz gedacht werden. Mithilfe von Natrium phos. kann der Bildung von Gallen-, Nieren- und Harnblasensteinen entgegengewirkt werden.

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Woran sind Mängel erkennbar?
Gesichtstumpfer fettiger Glanz auf den Nasenflügeln und auf dem Nasenbein; Stirn und Kinn scheinen wie mit Speck eingerieben. Dieser Glanz ist abwaschbar. Mitesser an Nase, Mundwinkeln, Stirn und Kinn; sie bestehen aus abgelagertem Fett.
Wangenfettig glänzende, volle und hängende Wangen
Hautfettige Ausschwitzung, Mitesser, vorzeitiges Altern, speckiger Glanz, rot unterlaufene Eiterherde
Haarefettig
Augenregionfettig (s. fettige Brillengläser)
Zungegelblich-weißlich belegt, gelb im hinteren Teil der Zunge, dick, goldgelb scheinend an der Zungenwurzel, Geschmack bitter oder sauer
Absonderungeneitrig, gelb-rahmartig, honiggelb, sauer riechend, Fettränder an den Kleidern

Anwendung

Begleitend zur Behandlung bei Diabetes (Zuckererkrankung), Adipositas (Fettsucht) und Fettstoffwechselstörungen. Wenn diese Erkrankungen als Trias auftreten, deutet dies auf Mangel an Natrium phos. hin. Bei starker Übersäuerung ist eine zusätzliche Anwendung von Silicea (Nr. 11) anzuraten. Selbst viele weitere innere Leiden, wie Herz-, Nieren-, Leber- und Gallekrankheiten, Erhöhung des Blutdruckes, ja sogar Nervenleiden beruhen oftmals auf Übersäuerung. Hilfe auch bei Reizblase durch Harnsäure (brennt beim Wasserlassen!).

Alle Übersäuerungskrankheiten bedingen eine lange Einnahmezeit sowie eine Umstellung der Ernährung auf wenig tierisches Eiweiß und wenig raffinierte Nahrungsmittel wie Zucker, Weißmehlprodukte usw. (siehe auch mein Ratgeber „Deine Nahrung sei dein Heilmittel“).

Beste Einnahmezeit ist vor- oder nachmittags, zur Säurelösung abends.

Einflüsse auf die Wirkung

Verschlechterung durch fette Speisen, Bewegung und durch feuchtes, kaltes Wetter. Verbesserung durch Schwitzen.

• Hält Säuren in Lösung

• „Alles, was sauer ist“

• Hilft gegen Störungen im Fettstoffwechsel

Nr. 10 Natrium sulfuricum (Na2SO4)

Das Salz für die Ausscheidung – Regelpotenz: D 6

Schwefelsaures Natrium ist vorwiegend in allen Körpersäften enthalten. Es hilft, wie alle Natriumsalze, die Körperflüssigkeiten zu regulieren.

Salz Nr. 10 ist von großer Bedeutung für den Erhalt der Funktion und der Regeneration der Ausscheidungsorgane Leber, Galle, Niere, Blase und Dickdarm. Es bringt das zur Ausscheidung, was für den Körper nachteilig oder überflüssig ist: Wasserüberschuss, Abfallstoffe (Stuhlverstopfung) und Giftstoffe (z. B. Medikamente, Umweltgifte).


Mangel an diesem Mineralsalz äußert sich: in funktionellen Leber- und Gallenstörungen wie Leberschwellung und verminderter Gallenabsonderung, v. a. beim Säugling, der sich aufgrund von mangelnder Gallensäure mit Blähungen, Blähungskoliken, Stuhlgang mit unverdauten Nahrungsresten und galligen Durchfällen mit grünlich-wässriger Stuhlfarbe herumplagt; an der Bauchspeicheldrüse bei mangelnder Sekretion der Verdauungssäfte, durch stinkende Winde, Verstopfung; feuchte Bronchitis mit wässrigen Absonderungen in den Bronchien; erkältungsbedingte Entzündung mit gelb-grünem Schleim; Blasen- und Nierenerkrankungen, bei mangelnder Harnausscheidung; nässende Hautausschläge, Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte, Juckreiz, Herpes, Hautschwellungen, Tränensäcke; Rheuma, Lymphknotenschwellungen; bei Kopfschmerzen nach Operationen (Vergiftungskopfschmerz).

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Woran sind Mängel erkennbar?
Absonderungengrünlich-gelblich, bitter schmeckend; auch Erbrechen mit bitterem Geschmack
Zungeschmutzig, grünlich-grau, grünlich-braun oder grünlich-gelb; bitterer, seifiger oder schwefliger Geschmack; brennend wie Pfeffer
Stuhlganghellfarbige Durchfälle, da dem Stuhl zu wenig Wasser entzogen wird; Hellfärbung durch zu wenig Galle
Gesichtentzündliche bläuliche Röte (eine Röte wie der Hof über einem Furunkel), vornehmlich auf der Nase; kann aber auch über den Nasensattel auf die Wangen übergehen. Rötungen finden wir vornehmlich nicht auf der Nase. Bei schwachem Mangel nur ein gelber Farbton; er zeigt sich an den Schläfen, am äußeren Augenwinkel, vor dem Ohr als gelb-grüne Streifen, auf dem Nasensattel, über der Stirn und unter der Unterlippe.
Wangenrötlich-bläulich, Wangenröte
Hautgrünlicher Hauch

Anwendung

Salz Nr. 10 wirkt auf alle Drüsen im kindlichen Organismus. Es findet Verwendung bei Schnupfen, Grippe, Gallenstauung, Leberbeschwerden, Verstopfung, morgendlichem Durchfall, morgendlicher Verquellung der Hände, Nierengrieß, Ernährungsfehlern, fieberhaften Erkrankungen zur Anregung des Schwitzens, bei Hämorrhoiden (dies ist nicht nur ein Problem Erwachsener).

Bei Kindern, die Neigung zu Fettansatz haben, kann Salz Nr. 10 im Rahmen einer Diät helfen, den Stoffwechsel anzuregen, Stoffwechselschlacken abzubauen, den Körper zu entwässern, das Gewicht zu reduzieren. Es hilft bei zu starker Milchbildung und zum Abstillen; unterstützend für introvertierte (verschlossene) bis hin zur Melancholie neigende Kinder.

Bei seelischen Problemen aller Art sollten Sie immer die Leber und den Querdarm ihres Kindes stärken. Dies geschieht mit den Salzen Nr. 10 und Nr. 6, die dann im täglichen Wechsel zu verabreichen und als Salben 6 und 10 im abendlichen Wechsel auf den Oberbauch einzureiben sind.

Ergänzender Hinweis: Salz Nr. 10 regt die Galle-Absonderung an und wirkt dadurch auf die Lebertätigkeit regulierend, entlastend und funktionsfördernd. Leberleiden, die von venösen Stauungen herrühren, verlangen Salz Nr. 6 als Haupt-Lebermittel.

Wenn das Salz um 11 Uhr gelutscht wird, hat es eine Wirkung auf die Harnausscheidung desselben Tages. Mittags gegen 14 Uhr entfaltet es seine maximale Wirkung für die Leber. Abends hat es einen Einfluss auf den Stuhlgang am nächsten Morgen. Ist der Darm zu langsam (atonisch), dann in Verbindung mit Silicea (Nr. 11) und Ferrum phos. (Nr. 3) einsetzen.

Einflüsse auf die Wirkung

Verschlechterung bei feuchtem Wetter, bei Nebel, in feuchten Gegenden; feuchte Anwendungen (z. B. Kneippgüsse) werden schlecht vertragen. Besserung durch Wärme und bei trockenem Wetter.

• Fördert den Klärstrom / Abtransport der Körperflüssigkeiten

• Fördert die Ausscheidung vor allem über das Leber-Galle-System, Darm, Nieren, teilweise auch über die Haut

• Hilft bei übermäßiger Wasseransammlung

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Nr. 11 Silicea (SiO2 · H2O)

Das Salz für Haare, Haut und Bindegewebe – Regelpotenz: D 12

Kieselsäure (Silicea) findet sich in allen Zellen und in allen Geweben des menschlichen Körpers. Der Wirkkreis ist außerordentlich groß und greift tief in den Körperhaushalt ein. Silicea wirkt beim Aufbau der Gewebestrukturen mit.

Silicea gibt dem Bindegewebe Halt und Festigkeit und steigert die Widerstandskraft z. B. gegen Infekte. Es befeuchtet das Bindegewebe, verbessert die Knochen- und Gelenksernährung. Wir finden Silicea in Nägeln, Haaren, in der Oberhaut, in elastischen Häuten (z. B. Muskelhäute), Knochen, Muskeln, Sehnen, Schleimhaut, Drüsen und Nerven. Silicea steht zu den weißen Blutkörperchen in Beziehung, Ferrum phos. (Nr. 3) zu den roten.


Mangel an Silicea äußert sich in einer sowohl widerspenstigen als auch gehemmten Psyche.

Im Verdauungstrakt: Gasansammlungen im Bauch, muskuläre und enzymatische Schwäche, unregelmäßiger Stuhlgang mit Neigung zu Verstopfung (atonischer Darm).

An der Muskulatur: Schlaffheit durch Ernährungsstörungen, Leistungsschwäche, Bänderschwäche, schwache Halsmuskulatur, Einknicken der Knie, Umknicken der Füße, Hautjucken ohne äußere Erscheinungen, frühe Faltenbildung, trockene dünne Haut, Wunden heilen schlecht und eitern schnell, Schweiße an Händen und Füßen, Wachstumsstörungen und Brüchigkeit von Haaren und Nägeln; vorzeitiges Altern. Salz Nr. 11 gilt als das „Verjüngungsmittel der Biochemie“. Bei chronischen Entzündungen mit Eiterungsfolgen, geschwollenen Lymphdrüsen, besonders kleineren tastbaren Verhärtungen.

Salz Nr. 11 gilt als wichtiges Mittel für die neurovegetative Stabilität. Mangelzeichen: übermäßige Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen, starke Schreckhaftigkeit; ängstliche Kinder, die sich gerne hinter dem „Rockzipfel“ der Mutter verstecken.

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Woran sind Mängel erkennbar?
Absonderungenscharf, übelriechend und wundmachend, auch eitrig (zur Ergänzung Natrium phos. (Nr. 9) einnehmen), Schweißfüße, Schweißhände
Zungebräunlicher Schleim, Haargefühl auf der Zunge und auf der Zungenspitze, Geschmack nach Blut im Mund, besonders morgens, fettiger Geschmack, Geschmacksverlust (wie bei Natrium chlor. (Nr. 8))
Hautunrein, Bindegewebeschwäche, Striae, schlaffe Haut, Falten, satinierte Haut am äußeren Augenwinkel, vorzeitiges Altern, Haut glasig durchscheinend, Glasurglanz am Schienbein; geglättete Haut – wie Pergamentpapier – ist eine Vorstufe des Glasurglanzes.
Haare / Nägeldünn, stumpf, brüchig; Kahlköpfigkeit
AugenregionKrähenfüße
AugenLichtempfindlichkeit
NaseGlasurglanz auf der Nasenspitze
OhrenFalten neben den Ohren
GesichtGlasurglanz, glänzend wie ein Spiegel. Der Glanz zeigt keine Poren und keine Hautbeschaffenheit; er findet sich zunächst auf der Nase, dem Nasensattel, dann auf den Wangen, dann weiter über dem ganzen Gesicht. Häufig ist ein beginnender Mangel am Haaransatz sichtbar. „Polierte Glatze“ ist ein Zeichen von starkem Mangel.

Anwendung

Silicea verwenden Sie bei Ihrem Kind bei starker Schweißbildung, bei Furunkeln, Fisteln, Eiterungen, Zahngeschwüren, Gerstenkorn, Überbein, Hautjucken, welker und schlaffer Haut, Haarausfall, brüchigen Nägeln, Hühneraugen; Gelenk- und Sehnenerkrankungen, Störung der Knochenbildung, Nierensteinen, Nierengrieß; bei Neigung zu Blutergüssen (in Verbindung mit Kalium chlor. (Nr. 4)).

Kinder, die sich nur zögerlich entwickeln, sollten Silicea über einen längeren Zeitraum (jahrelang) bekommen. Zur Entwicklung von Zähnen und Knochen oder zur Heilung von Knochenbrüchen. Salz Nr. 11 ist ein hervorragendes Mittel während Schwangerschaft und Stillzeit.

Beste Einnahmezeit: abends.

Einflüsse auf die Wirkung

Verschlechterung bei Witterungswechsel, kaltem Luftzug, bei Bewegung, nach geistiger und körperlicher Anstrengung; abends, nachts, bei Neumond. Verbesserung durch Wärme, warmes trockenes Wetter, an der Seeluft.

• „Wenn Eiter keinen Abfluss hat“

• Fördert die Aufnahme von Vitaminen und Mineralien

• Fördert die Aktivität des Bindegewebes

• Stärkt und unterstützt die Abwehrfunktionen Ihres Kindes

• Empfohlen bei Kälteempfindlichkeit und Problemen mit Zugluft

• Nervenmittel, bei Geräuschempfindlichkeit und Schreckhaftigkeit

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Nr. 12 Calcium sulfuricum (CaSO4 · 2H2O)

Das Salz für die Gelenke – Regelpotenz: D 6

Schwefelsaures Calcium ist eines der wichtigsten Reinigungs- und Regenerationsmittel. Schüßler selbst hat in den letzten Jahren seines Lebens Salz Nr. 12 aufgrund theoretischer Überlegungen nicht mehr verwendet. Heute hat es sich in der biochemischen Praxis einen festen Platz erobert.

Das Mineral kommt in der Galle und in der Leber vor. Es klärt die Lymphe, unterstützt die Ausscheidung der Abbauprodukte und vermindert die Ablagerung schädlicher Stoffe im Organismus. Calcium sulf. hat eine besondere Wirkung auf die Haut, die Schleimhäute und die Drüsen. Es übt eine entzündungshemmende, lösende, ausscheidende und reinigende Wirkung auf die Schleimhäute aus. Wie Silicea (Nr. 11) ist es ein Mittel bei allen eitrigen Prozessen, darf aber erst eingesetzt werden, wenn ein Abfluss möglich ist. Es fördert die Neubildung von Zellen und damit die rasche Heilung. Es regt den Stoffwechsel an und unterstützt die Blutgerinnung.


Mangel an Calcium sulf. zeigt sich in Abszessen, Eiterungsfisteln und Eiterungsprozessen aller Art, ganz gleichgültig, wo diese ihren Sitz haben. Zu den Mangelzeichen gehören: im HNO-Bereich eitrige Mandelentzündung, Mittelohreiterungen, eitrige Nasennebenhöhlenentzündung; starke Schleimhautkatarrhe mit lockerem oder festem Sekret; chronisch-rheumatische Erkrankungen, Wachstumsstörungen der Knochen.

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Woran sind Mängel erkennbar?
Zungemit einer Schicht am Zungengrund belegt, die wie halbtrockener Lehm aussieht; saurer, seifiger, bitterer Geschmack auf der Zunge; schmerzhafte Geschwüre vor allem am Zungenrand; Wundheitsgefühl auf der Zunge
Hautbraune Ablagerungen unter der Haut (Zwischenlagerung von toxischen Substanzen, an möglichst harmlosen Stellen); Schweiß an Händen und Füßen
Gesichtgelblich-gräulich wächsern, schmutziggraue Färbung im ganzen Gesicht
AllgemeinBrennempfinden allgemein, brennende Fußsohlen

Anwendung

Als Bindegewebsmittel und durch seine hohe Verbundenheit zu Knochen und Knorpeln ist es bei allen Arten von Weichteil- und Gelenkerkrankungen angesagt. Auch bei chronischen Eiterungen und bei fokal bedingtem Rheuma mit Herden im HNO-Bereich (vorsichtige Dosierung, da es Eiterherde aufflackern lässt!). Da es schleimlösend und ausscheidungsfördernd wirkt, findet Calcium sulf. Anwendung u. a. bei Stockschnupfen, eitriger Mandel-, Hals- und Mittelohrentzündung, chronischer Bronchitis, Abszessen, Eiterfisteln, Afterfisteln, bei Blasen- und Nierenentzündungen, Rachitis; bei chronischem, nicht zu beherrschendem Durchfall zusammen mit Ferrum phos. (Nr. 3); bei allen inneren und äußeren Blutungen; zum Aufbau von Binde- und Stützgewebe zusammen mit Silicea (Nr. 11).

Einflüsse auf die Wirkung

Verschlechterung bei Wärme, Witterungswechsel, bei Arbeiten in und am Wasser. Besserung durch Trockenheit und Wärme.

• „Wenn Eiter einen Abfluss hat“

• Wirkt stark reinigend auf die Schleimhäute

4. Die 12 biochemischen Ergänzungsmittel

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Nach dem Tod von Dr. med. Wilhelm Schüßler wurde dessen Mineralstofflehre weiterentwickelt. So wurden weitere Mineralien und Spurenelemente gefunden, die zum dauernden Bestand des Körpers gehören und deshalb im Laufe der Entwicklung als sogenannte Ergänzungsmittel (Ergänzungssalze) in die biochemische Therapie eingeführt wurden. Sie bieten eine wertvolle Hilfe und werden ergänzend zu den klassischen biochemischen Mineralsalzen eingesetzt.

Aus meiner Erfahrung erweist sich die Anwendung der 12 Schüßler’schen Mineralsalze als ausreichend. Die Ergänzungssalze stellen jedoch eine wertvolle Unterstützung dar, wenn unter der bisherigen Behandlung mit den Mineralsalzen Nr. 1 bis Nr. 12 keine entscheidende Besserung im Befinden eingetreten ist.

Die biochemischen Ergänzungsmittel Nr. 13 bis Nr. 24 werden in der Potenz D 6 angewendet. Eine Ausnahme bildet das Salz Nr. 19 – wir geben es in D 12. Die Anwendung bei Kindern erfolgt am besten in der untersten Dosierung: Setzen Sie maximal bis zu 2 Tabletten pro Salz pro Tag ein.

Ich flog mit dem Wind um die Wette, über alles hinweg, allem davon, doch mir selbst entkam ich nicht.

Monika Brauner

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Nr. 13 Kalium arsenicosum D 6 (Kaliumarsenit)

Schwerpunkt: Haut, Schwächezustände, Abmagerung

Kalium arsenicosum unterstützt die Funktion von Haut, Schleimhäuten (u. a. an den Atmungsorganen) und Nerven. Mangel kann zu chronischen Hauterkrankungen mit quälendem Juckreiz und zu schwer behandelbaren Hautleiden sowie zu einer Schwächung des gesamten Nervensystems führen. Das Salz schützt vor Degeneration, weil es die Zellkraft erhält und damit Haut, Nieren, Schleimhäute und Nerven vor Zerfall bewahrt.

Verteilungsstörungen können Schwächezustände, Erschöpfung, nervöse Unruhe und Herzklopfen mit Bangigkeit verursachen. Im Verdauungstrakt äußern sie sich z. B. als Magenkrämpfe, wässrige Durchfälle, Abmagerung, Blähungen und Schleimhautentzündungen vom Magen bis zum Enddarm – diese können sich auch als brennende Schmerzen am After zeigen.

Enzym- und Verdauungsschwäche im Magen, chronische Nephritis mit Ödemneigung bis hin zu einer Schrumpfniere, Albuminurie (Eiweiß im Urin aufgrund von Überanstrengung des Kindes, z. B. beim Sport), Mandelentzündung, Knochenschmerzen und Lymphdrüsenerkrankungen sind durch Salz Nr. 13 gut beeinflussbar. Bei einer behandlungsbedürftigen Anämie ist neben Calcium phos. (Nr. 2), Ferrum phos. (Nr. 3), Natrium chlor. (Nr. 8) und Manganum sulf. (Nr. 17) auch an dieses Mineralsalz zu denken.

Salz Nr. 13 ist angezeigt, wenn Schmerzen sich bei Wetterwechsel verschlimmern, Beschwerden sich bei großer Wärme verschlechtern (wie z. B. bei heißer Wärmeflasche) und durch mäßige Wärme (z. B. Wollschal) bessern.

Arsen, das in der Natur als Spurenelement vorkommt, wirkt in dieser sehr geringen Dosis nicht gesundheitsschädigend auf Ihr Kind.


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Nr. 14 Kalium bromatum D 6 (Kaliumbromid)

Schwerpunkt: Haut- und Nervensystem, Beruhigungsmittel

Kalium bromatum finden wir in sehr geringen Mengen im Körper und dort nur in den innersekretorischen Drüsen. Es wirkt ausgleichend auf das sensible / vegetative Nervensystem. Durch seinen Einfluss auf das Lymphsystem werden die Schleimhäute entlastet.

Verordnet wird Salz Nr. 14 bei Drüsenstörungen, besonders der Schilddrüse, bei Überfunktion oder Basedow. Nerven-, Gehirn-und Rückenmark werden durch dieses Mineralsalz positiv beeinflusst.

Es wirkt als Beruhigungs- und Einschlafhilfe, wenn bei Kindern der Tag-Nacht-Rhythmus verlorengegangen ist. Geben Sie 2–3 Tabletten ca. 15 Min. vor dem Schlafengehen. Das kann problemlos wiederholt werden. Da Salz Nr. 14 die Magnesiumwirkung unterstützt, wirkt es auch in Kombination mit Salz Nr. 7 schlaffördernd. Knirscht Ihr Kind im Schlaf mit den Zähnen oder wacht es aus dem Schlaf mit Angst auf, dann denken Sie an Salz Nr. 14.

Die entzündungshemmende Wirkung von Salz Nr. 14 machen wir uns im HNO-Bereich bei allen Entzündungen zunutze, v. a. wenn bei den Schleimhautkatarrhen die Lymphe nur schwach abfließt (Schwellung, Ödeme). Auch bei nervösem Asthma und bei Hustenreiz, v. a. wenn er trocken ist, ermüdet und nächtlich auftritt; an der Haut, z. B. bei Pubertätsakne, Pusteln auf Brust, Schultern und Gesicht, Furunkulose; bei Darmkatarrhen und Entzündungen im Verdauungstrakt. Nr. 14 wirkt auch auf die Psyche.

Seine Wirkung entfaltet sich am besten in Kombination mit anderen Salzen: Calcium phos. (Nr. 2), Kalium chlor. (Nr. 4), Magnesium phos. (Nr. 7) und Silicea (Nr. 11).

Alle Beschwerden verschlechtern sich bei mangelnder Bewegung und bessern sich bei Bewegung und im Freien.


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Nr. 15 Kalium jodatum D 6 (Kaliumjodid)

Schwerpunkt: Schilddrüse

Kalium jodatum ist das wichtigste Schilddrüsenmittel in der Biochemie. In geringen Mengen kommt es auch in Drüsen wie Prostata, Lymphdrüsen, Eierstöcken und in weiteren inneren Organen vor. Als Resorptionsmittel wirkt es auf wässrige Schwellungen und Entzündungen, auf Katarrhe mit scharfen Sekreten und bei verengten und verhärteten Gefäßen, indem es Flüssigkeit entzieht.

Es hilft Kindern, die unruhig, boshaft und nachtragend mit Rachegedanken sind, und solchen, die streng und hart gegen sich selbst sind. Bei Wallungen zum Kopf mit pochenden Kopfschmerzen, wässrigem Schnupfen, Erkältungskrankheiten, nicht hörsturzbedingten Ohrgeräuschen und Heuschnupfen ist es das Mittel der besten Wahl.

Weitere Anwendungen bei: Störungen der Schilddrüse, z. B. bei Überfunktion oder Unterfunktion, Entwicklungsstörungen des Gehirns, des Wachstums. Eine gute Kombinationsmöglichkeit bietet sich im Wechsel mit Salz Nr. 14 und etwaiger weiterer Mittel bei Überfunktion der Schilddrüse.

Allergisch bedingtes Asthma wird gut auf Salz Nr. 15 ansprechen. Bei Blähungen, hervorgerufen durch kalte Speisen und Getränke, bei Durchfall, rheumatischen Gelenkanschwellungen und entzündlichen Gelenkserkrankungen, bei chronischen Entzündungen der Haut und Schleimhäute kommt es zur Anwendung; bei dicken, (gelb-) grünen, oft übel riechenden Absonderungen aus der Nase, den Bronchien, Augen und Ohren; bei wässrigen Nasenabsonderungen, die wundmachend und brennend sind, ständigem Niesen, Mandelentzündungen, vergrößerten Mandeln, Stirnhöhlenkatarrh verbunden mit Stirnkopfschmerz. Es stärkt zudem die Immunabwehr und wirkt einer Fettsucht entgegen.

Kalium jodatum ist angezeigt, wenn sich die Beschwerden durch Kälte und Nässe und kalte Luft verschlimmern. Besserung bei Bewegung und in frischer Luft; es kommt aber zu sofortiger Verschlechterung, wenn Sie mit Ihrem Kind wieder ins Haus zurückkehren.


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Nr. 16 Lithium chloratum D 6 (Lithiumchlorid)

Schwerpunkt: Gichtig-rheumatische Erkrankungen, Harnsäureablagerungen, schwere nervliche Belastungen

Lithium chloratum findet sich im menschlichen Körper nur in sehr geringen Mengen. Vorzugsweise wird es bei gichtig-rheumatischen Erkrankungen, bei allgemeiner Erschöpfung, Abmagerung und schweren nervlichen Belastungen, Katarrhen und Entzündungen der Harnorgane eingesetzt. Es wirkt auch gegen depressive, durch Übersäuerung hervorgerufene, Verstimmungen und fördert den Eiweißstoffwechsel.

In der Psyche äußert sich die Verteilungsstörung als depressive oder manisch-depressive Verstimmung, Neigung zur Abmagerung.

Verhärtung und Verdickung von Gewebe und Gewebeschwund (nach Kortisongabe) können günstig beeinflusst werden.

Magenerkrankungen, die durch Säure hervorgerufen wurden, kolikartige Magen-Darmbeschwerden mit Blähungen und Windverhalten werden mit Salz Nr. 16 verbessert; ganz besonders bei nervösen Bauchbeschwerden der Kinder, hervorgerufen durch Angst oder Stresssituationen.

Einzusetzen ist es auch bei Nierenleiden, Entzündungen der ableitenden Harnwege, besonders bei Neigung zu Übersäuerung, und zur Auflösung von Harnsteinen.

Alle Beschwerden verschlechtern sich durch warme Kleidung und in warmen Räumen, bei feuchtem Wetter und nachts.


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Nr. 17 Manganum sulfuricum D 6 (Mangansulfat)

Schwerpunkt: Förderung der Aufnahme von Eisen im Körper

Manganum sulfuricum fördert die sauerstoffabhängigen Prozesse und wirkt auf die Blutbildung und -verteilung. Es ist ein essentielles Spurenelement und dient als Co-Faktor, deshalb ist es an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt.

Eine große Rolle kommt ihm bei der Entwicklung unseres Skeletts und unserer Keimdrüsen, bei der Vitamin-B1-Verwertung und beim Eiweiß-, Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel (Cholesterin) zu. Ein Mangel kann zu Sterilität, Anämie, Kehlkopfkatarrhen mit gelblich-grünlichem Auswurf, Knochenwachstumsstörungen, Knochenfehlbildungen und zu Störungen des Bewegungsapparates führen. Diese äußern sich durch z. B. nächtlich wandernde Gliederschmerzen, besonders am Schienbein und an der Ferse, morgens durch Steifheit der Muskeln und Sehnen.

Bei allgemeiner Nervenschwäche, Ermüdung, Neuralgien, Störungen im Zentralnervensystem (Gabe dann in Potenz D 4 – zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung), Lernstörungen, Depressionen, Parästhesien/„Ameisen-Laufen“ (Letzteres in Verbindung mit Calcium phos. Nr. 2) ist dieses Salz ein wertvoller Begleiter.

Manganum wirkt bei anämischen Zuständen ähnlich wie Eisen und Kupfer, es fördert die Oxidationsvorgänge, stärkt die Blutgefäße bei Blutstau, regt – in Verbindung mit den Salzen Nr. 2, 3 und 8 – die Blutneubildung an (rote Blutkörperchen) und hat möglichen senkenden Einfluss auf den Blutzucker bei jugendlichem Diabetes.

Bei Kindern mit Abwehrschwäche (bspw. schlecht heilenden Wunden und bei Allergiebereitschaft, wie z. B. Heuschnupfen) findet Salz Nr. 17 einen guten Resonanzboden. Bei Zahnschmerzen ist es ein probates Mittel der Wahl.

Alle Beschwerden verschlechtern sich bei Wetterwechsel, durch nasskaltes Wetter und nachts.


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Nr. 18 Calcium sulfuratum Hahnemanni D 6 (Kalziumsulfid)

Schwerpunkt: Erschöpfungszustände mit Gewichtsverlust

Calcium sulfuratum hilft, Übersäuerungszustände mit gesteigerten Oxidationsprozessen zu mindern, und fördert die Glukosespeicherung in den Zellen, in der Leber und in der Muskulatur. Es darf keinesfalls mit Calcium sulfuricum (Nr. 12) verwechselt werden.

Salz Nr. 18 wirkt besser als Schwefelpräparate. Schwefel dient als Drahtbesen der Zelle und hat somit einen starken Reinigungscharakter mit Schlepperfunktion zu den Ausscheidungsorganen. Sulfid-Ionen regen Reinigungs- und Ausscheidungsvorgänge im Körper an. Es wirkt bei der Energiegewinnung und unterstützend bei Reparaturaufgaben an den Gelenken. Manganum sulf. (Nr. 17) und Natrium phos. (Nr. 9) unterstützen dieses Mineralsalz.

In der Kinderheilkunde ist es ein Mineralsalz, das man bei Infektanfälligkeit, Abnahme der Widerstandskräfte und bei Bronchitis zur Regulierung der Sekretausscheidung einsetzen kann.

Salz Nr. 18 unterstützt bei Nervenschwäche (z. B. Unterernährung), Erschöpfungszuständen mit Gewichtsverlust trotz Heißhungers, Parästhesien, erhöhter Reizbarkeit (v. a. an den Gehirnnerven und ZNS-Reizung). Erhöhte Säurebildung verursacht eine Reizung der Gehirnnerven und führt zu einer Erschlaffung am Gefäßnervensystem, u. U. auch zu Kreislaufstörungen, verbunden mit Anämie, zu schlechter Blutzirkulation in der Haut, hartnäckigen Hautstörungen mit schlechter Heilungstendenz; u. U. auch zu klebrigen, jauchig riechenden Absonderungen, ja sogar Furunkulose.

Sein Einsatzgebiet: Haut, Schleimhäute, Verdauungsdrüsen, Muskeln und Gefäße.

Alle Beschwerden sind begleitet von übermäßigem Durst und Müdigkeit; vermehrtes Verlangen nach Essen.


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Nr. 19 Cuprum arsenicosum D 12 (Kupferarsenit)

Schwerpunkt: kolikartige Schmerzen, Nierenleiden, Nervenumstimmungsmittel

Kupfer ist ein lebenswichtiges Spurenelement und wichtiger Bestandteil verschiedener Enzyme, die sich am Sauerstofftransport beteiligen. Arsen ist ein wichtiges Spurenelement, das auf alle Körperzellen Einfluss ausübt. In Spuren (wie bei biochemischen Mineralsalzen üblich) unterstützt es physiologische Prozesse.

Cuprum arsenicosum beeinflusst die Hämoglobinbildung, das Zellwachstum und die Bildung roter Blutkörperchen aus dem Knochenmark und übt insgesamt einen günstigen Einfluss auf die Behandlung von Eisenmangelanämien aus. Es wirkt wie ein Biokatalysator und hat deshalb einen positiven Effekt auf infektiöse und entzündliche Krankheiten wie Reizungen und Absonderungen von zellhaltigen Flüssigkeiten (Exsudat) an den Schleimhäuten und an der Haut; deshalb können Sie es auch in der Kinderheilkunde mit einsetzen. Weist der Harn der Kinder zudem einen knoblauchartigen Geruch auf, ist Salz Nr. 19 das Mittel der Wahl.

An Blutgefäßen führt ein Mangel zu Anämie, Gefäßspasmen (z. B. Morbus Raynaud), Durchblutungsstörungen und Thrombose. Wir setzen es bevorzugt bei Krämpfen des Magen-Darm-Traktes und bei Nieren- und Gallenkoliken ein. Wadenkrämpfe, die sich durch die Gabe der „Heißen 7“ nicht lösen, können zusätzlich mit Salz Nr. 19 behandelt werden. Leberentzündungen, Leberbeschwerden, Übelkeit und Kopfschmerzen, krampfartige brennende Schmerzen mit Zucken der Beine und chronische Nierenleiden sind Einsatzmöglichkeiten. Bei krampfartigem Schwangerschaftserbrechen empfiehlt es sich, der „Heißen 7“ 3 Tabletten des Salzes Nr. 19 hinzuzufügen.

Alle Beschwerden verschlimmern sich durch Stillliegen; dem Kind geht es besser, wenn es aufsteht und wenn es steht. Das Trinken von kaltem Wasser lindert die Beschwerden.


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Nr. 20 Kalium Aluminium sulfuricum D 6 (Kaliumaluminiumsulfat, Alaun)

Schwerpunkt: Blähungskoliken, belastetes Nervensystem

Salz Nr. 20 unterstützt das zentrale und periphere, insbesondere aber das vegetative Nervensystem. Es reguliert die Membrandurchlässigkeit, schützt vor Mineral- und Wasserverlust und beeinflusst Oxidations- und Reduktionsprozesse. Seine bevorzugten Einsatzgebiete sind deshalb Schwindel (besonders in Rückenlage), Sensibilitätsstörungen, „Ameisenlaufen“, das Gefühl von „Spinnweben im Gesicht“, Erschöpfungszustände.

Bei den Verdauungsorganen finden wir auf der einen Seite die Darm- und Blähungskoliken, auf der anderen Seite besteht auch die Möglichkeit der atonischen Obstipation (langsam arbeitender Darm), verbunden mit Blähungen, wenig bis gar keinem Stuhlgang oder Hämorrhoiden, die durch venöse Stauungen im Venensystem hervorgerufen werden.

Atemwegserkrankungen zeigen sich als Katarrhe mit gelbschleimigen Absonderungen, als trockener Husten – besonders im Winter. Der Bewegungsapparat zeichnet sich durch Gangunsicherheit und zittrige Schwäche der Beine aus.

Salz Nr. 20 kann bei Nervenschwäche mit Kalium phos. (Nr. 5), bei Schweiß mit Calcium phos. (Nr. 2) (besonders Nachtschweiß) oder Silicea (Nr. 11) (besonders Fußschweiß) kombiniert werden; zur Förderung des Klärstroms auch mit Natrium sulf. (Nr. 10).

Besserungen der Beschwerden finden im Allgemeinen durch Wärme und im Sommer statt. Große Kälteempfindlichkeit.


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Nr. 21 Zincum chloratum D 6 (Zinkchlorid)

Schwerpunkt: belasteter Stoffwechsel, Menstruationsbeschwerden, Nervenberuhigungs- und Schmerzmittel, Immunsystem

Zincum chloratum gilt als ein sehr wichtiges Spurenelement, das Bestandteil der Zellen und der Immunabwehr ist. In seiner Funktion als Oxidations-Katalysator wirkt es v. a. auf das zentrale und vegetative Nervensystem.

Weiterhin ist es Bestandteil von Enzymen und Gewebesäften und ein hervorragendes Nervenberuhigungs- und Schmerzlinderungsmittel, besonders bei Neuralgien und reizbaren Zuständen des Nervensystems (z. B. Lichtsehen, Augenmigräne, Tränen der Augen), Nervenschwäche, Hirnreizung und Krämpfen, Schwindel, „Restless legs“ (unruhige Beine), Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Gesichtslähmung (Fazialislähmung) und MS.

Beim Aufbau von Enzymen wird Zink benötigt. Es übt einen wichtigen Einfluss auf die Bildung der Antikörper (Phagozytose) aus. Äußerlich angewandt beschleunigt es die Wundheilung durch hemmenden Einfluss auf das Bakterienwachstum. Hormone (Mangel äußert sich durch PMS-Beschwerden, Magersucht), Knorpel und Knochen werden beeinflusst.

Mangel führt zu Störungen der Verdauungsenzymbildung, zur Störung der Insulinbildung in der Bauchspeicheldrüse, zu Hauterkrankungen und zur Verschlechterung der Vitamin-A-Verwertung im Körper. Erhöhter Verlust von Zink, ausgelöst durch Darmerkrankungen oder eine gestörte Aufnahme über Schleimhäute, führt zu: Wachstumsverzögerungen bei Kindern, Unfruchtbarkeit, Störungen der Wundheilung, Abwehrschwäche, Depressionen, Haarausfall.

Krankheiten erfahren Besserung im Freien und durch Bewegung. Verschlimmerung besonders nach Reizmittelmissbrauch und bei ruhigem Sitzen.


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Nr. 22 Calcium carbonicum Hahnemanni D 6 (Kalziumcarbonat)

Schwerpunkt: Erschöpfungszustände, frühzeitiges Altern, Kindermittel

Calcium carbonicum übt eine außergewöhnliche Anziehungskraft auf den Stoffwechsel aus, indem es z. B. die Ausscheidung intrazellulärer Stoffwechselrückstände begünstigt und entsäuernd auf das Gewebe einwirkt. Bei Mangel herrscht im Verdauungstrakt Säure vor, was sich durch saures Aufstoßen und sauren Geschmack äußert.

Salz Nr. 22 wirkt langsam, aber sehr nachhaltig und wird in der Kinderheilkunde bei Erschöpfungszuständen bzw. nach Krankheiten zur Rekonvaleszenz eingesetzt. Es erhöht den Grundumsatz, verbessert die Calcium-Resorption im Darm und hat einen positiven Einfluss auf die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln (auch Herzmuskel).

Wegen seines Bezuges zum Lymphsystem geben wir es gerne bei Erkrankungen, die mit Lymphknotenschwellungen einhergehen; bei chronischen Schleimhautkatarrhen der Augen und im HNO-Bereich sowie bei Allergien.

Mangel zeigt sich als Unterfunktion / Wachstumsverzögerung an Schild- und Keimdrüsen, inneren Organen; Störungen im neurovegetativen Nervensystem, Labilität, Neurasthenie, Parästhesien; im Bewegungsapparat durch Skoliosen und die Neigung zu Rheuma; im Säuglingsalter: verzögerte Entwicklung und verspäteter Zahndurchbruch. Betroffene Kinder haben feucht-kalte Füße und Lernschwierigkeiten. Verstopfung bei Kindern, die etwas schlaff, rundlich und zufrieden sind, einen schwitzigen Kopf und zögerliche Entwicklung aufweisen; ihre Stühle riechen sauer; oft haben die Kinder einen dicken Bauch und lieben Eier und Süßigkeiten, Milch lehnen sie ab.

Bei Knochenwachstumsstörungen sollte Salz Nr. 22 mit Calcium phos. (Nr. 2) kombiniert werden. Weitere Kombinationsmöglichkeiten: mit Calcium fluor. (Nr. 1), Magnesium phos. (Nr. 7) und Silicea (Nr. 11).

Beschwerden verschlimmern sich durch Kälte und Feuchtigkeit, v. a. um den Vollmond. Besserung durch trockene und warme Witterung.


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Nr. 23 Natrium bicarbonicum D 6 (Natriumbicarbonat, Natron, Natriumhydrogencarbonat)

Schwerpunkt: Säureüberladung, Schlackenausscheidung

Natrium bicarbonicum hat im Organismus die wichtige Aufgabe, das sich ständig bildende Kohlendioxid zu binden und abzutransportieren. Es übt einen aktivierenden Einfluss auf den Stoffwechsel aus, insbesondere auf die Ausscheidung von harnpflichtigen Substanzen (Harnsäure); damit wird es zu einem wichtigen Mineralsalz bei allgemeiner Übersäuerung.

Salz Nr. 23 verwenden wir somit grundsätzlich bei Harnsäureüberladungen von Blut und Gewebe und bei trägem Stoffwechsel mit ungenügender Entschlackung. Folglich sind alle Krankheiten, die mit einem verminderten Stoffwechsel und einer unvollständigen Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten einhergehen, damit positiv beeinflussbar, z. B. Fettsucht, Diabetes, Rheuma und Gicht.

Es beruhigt und mildert auch die krankhaft gereizten, übererregten Magen-Darmnerven, weil es hemmend auf die Übersäuerung einwirkt. Es unterstützt die Tätigkeit der Bauchspeicheldrüse.

Speisesoda / Natron wird in der Volksheilkunde bei Magenübersäuerung und Sodbrennen eingesetzt. Beim Kochen von Linsen und Bohnen hat es die Mutter zugegeben, damit diese uns nicht blähen. Heute erfährt Natriumbicarbonat eine große Wiedergeburt im Wellnessbereich (Entsäuerungs-, Entschlackungsbäder).

Alle Beschwerden gehen mit einer Übersäuerung einher.


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Nr. 24 Arsenum jodatum D 6 (Arsentrijodid)

Schwerpunkt: Haut, nässende Ekzeme, jugendliche Akne

Arsenum jodatum wirkt auf den Stoffwechsel dämpfend und energiesparend. Es saugt Ergüsse auf und wirkt in kleinen Gaben appetitanregend.

Salz Nr. 24 wird in kleinsten Mengen gereicht, bei Einnahme von max. 2 Tabl. pro Tag.

Es konzentriert sich in seiner Wirkbreite auf die serösen Häute der Lunge, der Haut und der Lymphdrüsen. Allergische Reaktionen wie Heuschnupfen, Asthma, Entzündungen am Herzbeutel, am Lungenfell und chronische Sehnenscheidenentzündungen sind ein dankbares Einsatzgebiet für Salz Nr. 24.

Arsenum jodatum findet in der Kinderheilkunde Anwendung bei Erkrankungen, die mit Abmagerung und großer Ermattung einhergehen, besonders bei Erkrankungen der Lunge. Bei chronischem Darmkatarrh mit verbundener Auszehrung. Heuschnupfen und Bronchialasthma sprechen ebenfalls gut auf das Salz an. Ebenso nässende Ekzeme, Afterjucken, Afterbrennen nach dem Stuhlgang, Drüsenschwellung und -verhärtung, Lärmempfindlichkeit, Mittelohrentzündung, Ohrenschmerzen mit stechendem und reißendem Charakter, Schmerzen in den Augen beim Lesen, rascher Stimmungswechsel der Kinder zeigen die Behandlung mit Salz Nr. 24 an.

Arsenum jodatum, speziell der Jodanteil, hilft der Schilddrüse, das Hormon Thyroxin gleichmäßig aufzubauen. Bei einem Mangel von Thyroxin kann es zu einer Struma (Kropf) bzw. zu einer Basedowschen Erkrankung kommen.

Alle Beschwerden verschlimmern sich bei Anstrengungen geistiger und körperlicher Art, während der Menstruation, durch Kälte und durch Föhn.

Achtung: Die Selbstbehandlung beschränkt sich auf die Potenz D 6, tiefere Potenzen sind nur unter fachkundiger Anleitung zu nehmen.


5. Schüßler-Salben

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Die biochemischen Salben sind hervorragend für die äußerliche Anwendung bei Säuglingen und Kindern geeignet. Sie lieben es geradezu, berührt und massiert zu werden. Durch die Reflexzonentherapie wissen wir, dass über die Haut innere Organe beeinflusst werden können.

Zur Anwendung wird ein Salbenstrang von 1 – 3 cm aus der Tube in die warmen Hände der Mutter oder des Vaters gegeben, dort für die sanfte Einreibung auf die betroffene Stelle angewärmt und anschließend sanft einmassiert. Die gewählte Salbe kann auch für Massagen oder für einen Salbenumschlag über Nacht verwendet werden. Die Einreibung kann durch das Aufbringen eines feuchtwarmen Wickels oder eines warmen Kirschkernkissens (nicht in der Mikrowelle anwärmen!) oder einer Wärmflasche (nie direkt und überhitzt, Tuch oder Stoffwindel dazwischenlegen!) in ihrer Wirksamkeit unterstützt werden. Falls einmal Kälteanwendung notwendig sein sollte, dann können Sie genauso verfahren. Wichtiger Hinweis: Legen Sie niemals direkt ein Kühlgelkissen auf die Haut, sondern immer ein Tuch dazwischen. Dann in etwas Abstand zum Tuch (ca. 3 – 5 mm) über dem Tuch entlangstreichen, warten und den Vorgang 3 – 5 x wiederholen. Dann aufhören und nach einer halben Stunde nochmals wiederholen. Die Haut darf niemals auskühlen und es darf keine Kälte in den Körper eindringen. Bitte beachten Sie diesen Hinweis daher dringend, zum Wohle Ihres Kindes.

Die Häufigkeit der Anwendung sollte individuell angepasst werden. Es gilt der Grundsatz: bei chronischen Krankheiten wenige Anwendungen, bei akuten Krankheiten häufige Anwendungen.

In akuten Fällen: Stündlich einreiben! Sind mehrere Salben im Wechsel angezeigt, wird stündlich gewechselt.

In chronischen Fällen: Dreimal täglich einreiben! Sind mehrere Salben im Wechsel angezeigt, wird täglich gewechselt.

Biochemische Funktionstabletten und Salben können gleichzeitig eingesetzt werden.

Berührt, gestreichelt, massiert werden, das ist Nahrung für das Kind. Nahrung, die genauso wichtig ist wie Mineralien, Vitamine und Proteine.

Nahrung, die Liebe ist.

Frédérick Leboyer

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Eine Übersicht:

Salbe Nr. 1: Calcium fluoratum D 4

Diese Salbe gilt als Hart- und Weichmacher gleichzeitig. Sie eignet sich bei rissiger Haut, insbesondere für raue Lippen, glättet und erweicht Narbengewebe, d. h. wir verwenden die Salbe zum Festigen, aber auch um Geschmeidigkeit zu erreichen.

Anwendung für unsere Kinder:

• bei Erschlaffung der elastischen Gewebe, Bänder- und Sehnenschwäche

• bei Verhärtungen der Haut zur Wiederherstellung der Elastizität, z. B. bei Hornhautbildung, Rissen und Schrunden, harten Warzen, Schuppen (Milchschorf)

• bei Nagelverwachsungen, Wachstumsstörungen von Finger- und Zehennägeln

• zur Stärkung der Knochen, z. B. nach Brüchen

• zur Narbenentstörung

• bei Narbenkelloidbildung (bei wulstigen und/oder verhärteten Narben)

• bei Verspannungen im Nackenbereich

• beim Schiefhals (Torticollis)

Salbe Nr. 2: Calcium phosphoricum D 4

Kalziumphosphat ist im Körper für den Knochenaufbau und für die Bänder zuständig. Die Salbe Nr. 2 kommt bei Kindern und Jugendlichen mit Schmerzen während des Wachstums zum Einsatz. Sie ist ein ausgezeichnetes Kräftigungsmittel zur Unterstützung des Knochenwachstums, aber auch nach Knochenbrüchen oder Unfällen mit Knochen- und Muskelschäden. Nach Verletzungen nur im Bereich des gesunden Gewebes (oberhalb oder unterhalb der verletzten Stelle) einreiben.

Anwendung für unsere Kinder:

• Kräftigungsmassage besonders bei Knochenschwäche der Kinder

• Knochenschmerzen in Wachstumsschüben

• Knochenbrüche

• bei chronischen Ekzemen mit weißgelblicher Krustenbildung

• bei Taubheitsgefühl, Kribbeln und Verspannungen

• Schweißbildung besonders im Nackenbereich oder auch an anderen Stellen des Körpers

• Schulkopfschmerz (hier betroffene Stellen am Kopf sanft einmassieren, auch morgens vor der Schule)

• Nasenpolypen (äußerliche Anwendung, innerlich mit Wattestäbchen hauchdünn einbringen)

Salbe Nr. 3: Ferrum phosphoricum D 4

Die Creme Nr. 3 ist die Erste-Hilfe-Salbe bei Unfällen und Verletzungen. Sie kommt auch bei akuten Entzündungen mit Rötung und Schwellung zum Einsatz. Insbesondere im ersten Stadium der Entzündung ist sie das Mittel der Wahl.

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Anwendung für unsere Kinder:

• als Wundsalbe bei frischen und entzündlichen Verletzungen, insbesondere Schnittverletzungen, sofern möglich direkt auf die offene Stelle

• bei wundem Po kleiner Kinder

• Quetschungen, Prellungen, Verstauchungen, bei Blutergüssen

• Insektenstiche, Sonnenbrand

• rissige, entzündliche Lippen

• gutes Massagemittel bei kalten Füßen

Salbe Nr. 4: Kalium chloratum D 4

Diese Salbe ist das Heilmittel der Schleimhäute, insbesondere im zweiten Entzündungsstadium der Schleimbildung, verbunden mit Schwellung. Damit verhindern wir, dass beim Kind z. B. eine chronische Bronchitis entstehen kann.

Anwendung für unsere Kinder:

• eignet sich für die zweite Entzündungsstufe

• für Verletzungen mit nachfolgender Schwellung

• trockene Hautausschläge wie: Kopfschuppen, Schuppenflechte, Milchschorf mit weißgrau klebenden Schüppchen

• generelle Hautausschläge mit hellen, weißlichen bis weißgrau klebenden Krusten und Auflagerungen (wie mit Mehl bepudert)

• Warzen (weiche)

• Mumps

• Sehnenscheiden-Entzündung

• Wangenschwellung durch Zahnschmerzen

• Bei Husten mit zähem Auswurf auf Brust und Rücken aufbringen.

• Bei Nebenhöhlenentzündungen (festsitzender klebender Schleim) Stirn- und Kieferhöhle (oberer Wangenknochen) einreiben.

• Bei Ohrentzündung mit Schleim im Ohr auf das Mastoid (der kleine Knochenansatz hinter dem Ohrläppchen) aufbringen.

• bei Schwellung nach Insektenstichen

• bei kalten Händen und Füßen

Salbe Nr. 5: Kalium phosphoricum D 4

Salbe Nr. 5 gilt als Antibiotikum der Biochemie und als Gewebezerfalls-Verhüter. Sie kann auch als Nerven- und Herzsalbe eingesetzt werden. Bei ängstlichen Kindern eignet sich die Salbe hervorragend zur Einreibung, um die Nerven zu stärken.

Anwendung für unsere Kinder:

• bei Angst (unteres Brustbein, Nacken, Schultern, Knieinnenseiten links und rechts einreiben)

• Nesselausschlag

• kreisrunder Haarausfall

• zur Massage bei Nervenschmerzen und zur Stärkung der Nerven

• nach Sport, um die Muskeln und die Wadenmuskulatur zu stärken

• als Heilsalbe bei hartnäckigen Wunden mit gelbschleimigen oder stinkenden Absonderungen

• bewährt als Herz- und Nervensalbe

• zur Entspannung auf den Solarplexus auftragen

• Schreibkrämpfe

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• zur Stärkung des Blasenschließmuskels (im Bereich der Blase am Morgen und am Abend einreiben)

Salbe Nr. 6: Kalium sulfuricum D 4

Als Basismittel für alle Hauterkrankungen ist die Salbe Nr. 6 an Entgiftungs- und Ausscheidungsprozessen maßgeblich beteiligt. Sie fördert die Heilung von Hautgewebe im 3. Entzündungsstadium (gelbschleimige Absonderungen – gelb klebende Schuppen, chronische Beschwerden).

Anwendung für unsere Kinder:

• bei Hautjucken und Hautschuppen, Milchschorf mit gelb klebenden Schuppen, Neurodermitis, Schuppenflechte und anderen Oberhautveränderungen

• bei Akne mit milden gelblichen Absonderungen

• zur allgemeinen Hautpflege bei trockener, brennender Haut

• bei wandernden Rheumaschmerzen

• bei hartnäckigem Husten mit ockergelbem Auswurf auf Brust und Rücken auftragen, bei entsprechendem Schnupfen in die Nase, auf die Stirnhöhle und Nebenhöhlen sanft einklopfen

• zur Anwendung bei Leberbeschwerden die Lebergegend unter dem rechten Rippenbogen einreiben

Salbe Nr. 7: Magnesium phosphoricum D 4

Salbe Nr. 7 wirkt wunderbar bei Juckreiz, Krämpfen, Koliken und Schmerzen; außerdem um Kinder zu entspannen und um innerer Unruhe entgegenzuwirken.

Anwendung für unsere Kinder:

• bei reißenden, bohrenden, schießenden, wandernden Schmerzen

• Wetterfühligkeit

• Krampfzuständen wie Koliken, Wadenkrämpfe

• Muskelschmerzen z. B. nach Sport, bei Verspannungen

• Kopfschmerzen

• Gesichtsschmerzen (Neuralgie)

• Durchblutungsstörungen infolge Verkrampfung

• nächtlichen Armschmerzen und Kribbeln

• Hautausschlag zur Beruhigung

• Hautjucken (als Hautkrampf)

• Zittern nervöser Art

Salbe Nr. 8: Natrium chloratum D 4

Diese Salbe dient der Regulierung im Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Da Natrium chlor. für den Nährstrom verantwortlich ist, findet es Anwendung bei zu trockener Haut, aber auch bei zu viel Absonderungen wie z. B. Schwitzen. Bei Schwellungen oder Fließschnupfen, tränenden Augen und brennendem Sekret aus der Nase.

Anwendung für unsere Kinder:

• bei wässrigen Absonderungen der Haut, mit und ohne Blasenbildung, mit hellwässrigem Inhalt

• Niesen, Fließschnupfen

• Sekrete, die brennen (Augen, Nase, Scheide, After)

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• tränende Augen, trockene Augen (um die Augenhöhlen leicht und sanft einklopfen)

• Brandwunden

• Insektenstiche mit und ohne Blasenbildung, mit hellwässrigem Inhalt

• Insektenstiche mit leichten Schwellungen und Juckreiz

• nässende Haut

• Einrisse der Mundwinkel

• Ergüsse und teigige Schwellungen im Bereich größerer Gelenke

• trockene Haut, trockene Lippen

• trockene Ausschläge mit weißen Schuppen, herunterfallende Kopfschuppen

• Afterfissuren

• Hautpilzerkrankungen

• hartnäckige Akne und Mitesser

• Hautausschläge mit vermehrter Talgabsonderung

Salbe Nr. 9: Natrium phosphoricum D 4

Salbe Nr. 9 gilt als Drüsensalbe bei Lymphdrüsenschwellungen mit weichen Knoten. Zur Regulierung im Fettstoffwechsel einsetzbar bei fettiger, großporiger Haut, gegen Mitesser und Pickel.

Anwendung für unsere Kinder:

• als Drüsensalbe bei Lymphdrüsenschwellung mit weichen, nicht verhärteten Knoten

• Milchschorf

• besonders wirkungsvoll bei fettiger, großporiger Haut (wie Orangenschalen)

• gegen Mitesser und Pickel

• Akne mit honiggelben Pusteln und rotem Hof

• eignet sich ebenfalls zur leichten Massage bei Gelenkschmerzen

• bei Druckgefühl in der Lebergegend

• rheumatischer Formenkreis für Gelenke und Muskulatur

Salbe Nr. 10: Natrium sulfuricum D 4

Diese Salbe bewährt sich bei nässenden Ekzemen, Flechten und Hautpilzerkrankungen. Sie unterstützt den Klärstrom und wirkt damit auf die Ausscheidung von Körperflüssigkeiten ein. Eine Lebereinreibung damit unterstützt die Entgiftungsbereitschaft der Leber und reinigt damit das Gewebe.

Anwendung für unsere Kinder:

• bewährt als Salbenverband bei nässenden Ekzemen und Flechten

• bei Hautpilzerkrankungen und Hühneraugen

• bei Frostbeulen: Nach dem Waschen die Haut sorgfältig abtrocknen und Salbe unter leichtem Reiben auftragen, besonders zur Nacht.

• zur Leberentgiftung, bevorzugt abends, im Leberbereich auftragen

• Ödeme (Wasseransammlungen, z. B. in Beinen und Füßen)

• bei Schnupfen und Husten mit grünlicher Absonderung (Anwendung siehe Salz Nr. 4)

• Völlegefühl nach dem Essen der Kinder (Bäuchlein massieren)

• Magenschmerzen der Kinder mit bitterem Mundgeschmack (Bäuchlein massieren)

• Entzündungen auf der Kopfhaut

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• Hautausschläge, die gelblich-grünliche Krusten bzw. Schuppen bilden

Salbe Nr. 11: Silicea D 4

Zur Ausreifung von entzündlichen Eiterungen, wenn Eiter keinen Abfluss hat, kann die Salbe Nr. 11 zum Einsatz kommen (Arzt oder Heilpraktiker zur Begleitung aufsuchen). Auch zur Haut- und Nagelpflege, bei Fußschweiß und Zwischenzehenpilz und zur Nervenberuhigung bestens geeignet.

Anwendung für unsere Kinder:

• fördert die Ausreifung von entzündlichen Eiterungen, Geschwüren, Karbunkeln, Nagelgeschwüren und Fisteln

• Husten und Nebenhöhlenentzündungen chronischer Art (siehe Salz Nr. 3)

• bei trockener Haut und Faltenbildung

• bei Knirschen in der Halswirbelsäule

• bei Fußschweiß, Zwischenzehenpilz, Nagelpilz

• Haut mit eitrigen Pickeln

• brüchige Finger- und Fußnägel, schlecht wachsende Finger- und Fußnägel

• Nagelumlauf, der sich entzündet hat

• zur Ernährung von Haut, die sich schlaff und welk anfühlt

Salbe Nr. 12: Calcium sulfuricum D 4

Diese Salbe findet Anwendung, wenn Eiter einen Abfluss hat (eine Öffnung ist vorhanden), dann um den Entzündungsherd herum auftragen. Bei eitrigen Entzündungen zur Unterstützung (Arzt oder Heilpraktiker zur Begleitung aufsuchen).

Anwendung für unsere Kinder:

• bei allen rheumatischen Gelenkbeschwerden

• Lymphknotenentzündungen (zum Arzt!)

• bei Eiterungen mit Abflussmöglichkeit (Öffnung vorhanden) um den Entzündungsherd herum auftragen

• eitrige Entzündungen der Haut, Akne

• Mandelschwellungen, -entzündungen

• chronisch eitrige Bronchitits und Nebenhöhlenentzündungen (Anwendung wie unter Salbe Nr. 3)

Neben dem inneren Gebrauche finde ich die äußere Anwendung, wenn solche leicht verwendbar, sehr zweckmäßig.

Dr. W. H. Schüßler

II. Kinder heilen – Symptome von A bis Z

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II. Kinder heilen – Symptome von A bis Z

Bevor wir uns ausführlich mit den Kinderkrankheiten beschäftigen, denken wir doch einmal ganz bewusst über die Entwicklung eines Kindes nach. Sie, liebe Eltern, haben entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung Ihres Kindes, indem Sie es begleiten und ihm Orientierungshilfe geben, in allen Lebensphasen mit allen Konsequenzen, die aus Handlungen oder Unterlassungen entstehen. Durch liebevolle Hinwendung sind Sie der wichtigste Therapeut für Ihr Kind und begleiten es durch viele Beschwerden hindurch. Intuitiv werden Sie bei Bauchschmerzen Ihre warmen Hände auf das Bäuchlein legen, bei Kopfschmerzen den Kopf liebevoll halten und streicheln. So wird sich die Befindlichkeit Ihres Kindes umgehend verbessern.

In diesem Kapitel finden Sie Einnahmeempfehlungen in Kurzform und hilfreiche Tipps zu über 200 Beschwerden, Symptomen, Krankheitsbildern. Bitte lesen Sie vorab die nachfolgenden Erläuterungen zur Einnahme und zur Wahl des richtigen biochemischen Mittels sowie weitere wichtige Hinweise.

1. Anleitung in Kurzform

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Einnahmeempfehlungen

Die biochemischen Funktionsmittel sollten nach Möglichkeit ca. eine halbe Stunde vor oder nach den Mahlzeiten genommen werden.

Kinder / Jugendliche lassen idealerweise die Tabletten im Mund zergehen. Am besten lutscht man die Tablette einzeln im Mund, evtl. auch 2 Tabletten auf einmal. Alternativ können die biochemischen Funktionsmittel aufgelöst in etwas abgekochtem, heißem Wasser, auf Mundtemperatur abgekühlt, kauend getrunken werden – aus meiner Sicht die beste Darreichungsform, genannt „Heiße X“ (X ist die Nummer des Salzes). Dies empfiehlt sich vor allem bei größeren Einnahmemengen.

Sehr kleinen Kindern streicht man eine in wenig Wasser aufgelöste Tablette als Brei in die Wangeninnentasche.

Bei Säuglingen oder sehr kleinen Kindern können die Tabletten im Fläschchen aufgelöst bzw. vermischt mit einer Breimahlzeit gegeben werden; oder Sie tragen etwas Tablettenbrei auf die Brustwarze auf und lassen das zu stillende Kind saugen.

Auch für äußerliche Umschläge verwendet man ggf. einen Tablettenbrei.

Falls bei den einzelnen Symptom-Beschreibungen eine unterschiedliche Anzahl von Tabletten oder Häufigkeiten angegeben ist:

• Die Anzahl der Tabletten steigt je nach Alter des Kindes.

• Die Einnahmehäufigkeit steigt je nach Schwere der Symptome.

Achten Sie bitte bei länger dauernden Anwendungen auch darauf, welches Salz „süß“ schmeckt, dann wird es nämlich vom Körper im Augenblick noch gebraucht. Salze, die nicht mehr benötigt werden, schmecken neutral.

Ausführlichere Hinweise siehe Kap. I. 2. Empfehlungen zur Einnahme.

Als Altersbezeichnungen nehmen wir an:

• Säuglinge: 0 – 1 Jahr

• Kleinkinder: 1 – 3 Jahre

• Kindergartenkinder: 3 – 6 Jahre

• Schulkinder: ab 6 Jahre

• Jugendliche: ab 12 Jahre

Wahl des richtigen Mittels / Absonderungen

Schüßler-Salze werden nach Kategorien aufgeteilt, die maßgeblich von den Absonderungen bestimmt werden.

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Diese geben uns immer wichtige Hinweise auf das zu wählende Mineralsalz. Betrachten Sie immer die Zunge des Kindes, seinen Auswurf, Haut, Schleimhäute, Kopfhaut, Augen, Nase, Gesicht; riechen Sie an den Ausdünstungen des Kindes, schauen Sie Urin und Stuhl an. Konsistenz, Farbe und Geruch der Absonderungen der jeweiligen Haupt-Symptome helfen Ihnen, das jeweils richtige Schüßler-Salz zu wählen.

Falls Sie sich nicht sicher sind, welches der Salze beim beschriebenen Symptom wirklich am besten passt, können Sie noch folgende Liste zu Rate ziehen:

Bei weißen, weißgrauen, eingetrockneten oder mehlartigen Absonderungen; gewölbten Bläschen; weißgrauen, kleieartigen Schuppen:

• Nr. 4 Kalium chlor. D 6 (zum Aufsaugen alter Exsudate, z. B. Ohrerguss, Nebenhöhlen-, Schleimbeutelentzündung).

Bei weißen Absonderungen, die wie rohes Eiweiß aussehen; bei eingetrockneten, weißgelben Krusten:

• Nr. 2 Calcium phos. D 6 (hilft, alte weißgelbe Krusten, z. B. nach Kinderkrankheiten, aufzulösen).

Bei hellwässrigen, hellschleimigen, blasigen, oft scharfen und wundmachenden, übelriechenden Absonderungen, bei eingetrockneten, weißen Schuppen (z. B. auf dem Kopf):

• Nr. 8 Natrium chlor. D 6.

Bei gelbschleimigen und milden Abschuppungen; reichlicher Oberhaut-Abschuppung auf klebrigem Grund:

• Nr. 6 Kalium sulf. D 6.

Bei eitrigen Absonderungen, eingetrockneten Eiterkrusten sowie zur Beförderung einer nicht mehr zu verhindernden Eiterung: häufige Gabe von

• Nr. 11 Silicea D 12.

Bei eitrigen, blutig-eitrigen, dicken (nicht fließenden), gelben bis grünen Absonderungen: Geben Sie nach Öffnung des Eiterherds, besonders nach Eiterfisteln:

• Nr. 12 Calcium sulf. D 6 im Wechsel mit Nr. 11 Silicea D 12.

Bei schmierigen, stinkenden, jauchigblutigen, scharf ätzenden Absonderungen; eingetrockneten, stinkenden, schmierigen Schuppen oder Krusten:

• Nr. 5 Kalium phos. D 6.

Der Entwicklungsrahmen Ihres Kindes

Ihr Kind durchläuft sensible Prägungsphasen im Laufe seiner Entwicklung zum Jugendlichen:

• mit ca. 3 Jahren: Trotzphase

• mit ca. 5 Jahren und mit ca. 9 Jahren: Ich-Findungsphasen (Selbstausdruck)

• Im Alter von ca. 9 Jahren gibt es die ersten Versuche zur Selbstständigkeit wie z. B. das Auswählen der Kleidungsstücke, einer Sportart, das Entwickeln des eigenen Talentes, auch schon mal bei Freunden schlafen usw., die schon durch erste pubertierende Ansätze begleitet werden können.

Denken Sie immer daran: „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“ und handeln Sie entsprechend.

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Weitere wichtige Hinweise

Alarmzeichen: Bei folgenden Auffälligkeiten – je nach Grad der Befindlichkeit (Krankheitszustand) – suchen Sie bitte sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus auf:

• Schonhaltung des Kopfes

• gespannte oder eingesunkene Fontanelle

• ausgeprägte Lichtscheu

• andauerndes Wimmern

• Berührungsempfindlichkeit

• Apathie, Schläfrigkeit, Somnolenz

• starrer oder wegschwimmender Blick

• seltener Lidschlag

• eingesunkene-halonierte Augen (dunkle Augenringe)

• stehende Hautfalten, trockene Zunge: Gefahr der Austrocknung!

• Fieber in bedrohlicher Höhe (individuell verschieden)

• Säugling hat mehr als zwei Mahlzeiten ausgelassen, zeigt Verhaltensauffälligkeit

• interkostale Einziehungen (Einziehungen der Zwischenrippenmuskulatur)

• Speichelfluss bei kloßiger Sprache

• beschleunigte Atemfrequenz, blaue Lippen

• Petechien (nicht wegdrückbare punktförmige Hauteinblutungen) z. B. als Sepsiszeichen

• Krampfanfall, (erstmalig auftretende) Fieberkrämpfe

• marmorierte, violette bis bläuliche oder blassgraue Haut als Schock- oder Sepsiszeichen

• Verdacht auf eine Infektionskrankheit

„Säurenaturen“: Im Sinne der Schüßlerschen Lehre meint dieser Begriff Menschen, die von Haus aus säuerlich riechende Absonderungen und eine besondere Neigung bzw. Gier nach sauren Nahrungsmitteln, z. B. Essiggurken, haben.

Hausmittel / Anwendungen: Alle in den Tipps angeführten Hausmittel (z. B. Tees, Wickel) oder besonderen Anwendungen (z. B. Energieschaukel) finden Sie im Anhang A.

Für ausführliche Grundlagen-Informationen zu den Schüßler-Salzen sowie zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung empfehle ich Ihnen auch meine Bücher

„Die 12 Salze des Lebens“ (ISBN 978-3-9809565-3-6) sowie „Deine Nahrung sei dein Heilmittel“ (978-3-938396-03-2), beide erschienen im Mankau Verlag.

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363 p. 39 illustrations
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9783863740313
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